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Mittwoch, 18. September 2019

Ellyanne Wanjiku Chlystun Githae: In Kenia kehrt der Wald zurück

Auch in Kenia kehrt der Wald zurück — dank eines hartnäckigen kleinen Mädchens.

Während Greta Thunberg vor allem im Westen bekannt ist für ihre Aktionen und Reden, macht auf dem afrikanischen Kontinent ein anderes erstaunliches Kind von sich reden, das sich in den Kopf gesetzt hat, sein Heimatland Kenia wiederaufzuforsten. Offensichtlich mit beachtlichem Erfolg und auch immer mehr tatkräftiger Unterstützung durch Behörden und Privatwirtschaft.

Ellyanne Wanjiku Chlystun Githae lebt in Kenia, ist heute neun Jahre alt und steht auf der Business-Plattform „urbwise“ in der Ehrenliste „phänomenaler Frauen, die nationale Anerkennung verdienen“. Das hat sie mit ihrer schwedischen Schwester gemein.

Wie ihre große Schwester Greta Thunberg in Schweden hat sie auch vermögende Mittelklasse-Eltern. Sie geht auf die Peponi House Preparatory School in Nairobi, eine multikulturelle Privatschule mit britischen Standards. Sie spielt mit ihrem Teddy, selbst vor der Kamera, doch sie träumte nicht wie so viele in ihrem Alter, schön und reich zu werden, nicht Modemacherin oder Pilotin. Aber Greta Thunberg konnte ihr Vorbild nicht sein, die gab es da noch nicht medial, als Ellyanne anfing, Bäume zu pflanzen. Sie war begeistert von Professor Wangari Maathai — hierzulande nicht bekannt, aber in Afrika und besonders in Kenia.

Wangari Maathai promovierte 1971 als erste Frau Ost- und Zentralafrikas. Inspiriert von Algeriens 1974 in die Wege geleiteten Programms „barrage vert“ gründete sie 1977 die „Green Belt“-Bewegung mit dem Ziel, das Land aufzuforsten, und erhielt als erste Frau Schwarzafrikas 2004 den Friedensnobelpreis. Die grüne Umweltministerin scheute selbst das Gefängnis nicht, um den Mächtigen des Landes den Spiegel ihrer Umwelt- und anderer Sünden vorzuhalten.

Ihr wollte es die kleine Ellyanne nachtun, ebenso aufrecht und kämpferisch. Aber wie kann ein kleines Mädchen von sechs Jahren in die Fußstapfen einer der großen heroischen Frauen des Landes treten? Ellyanne wollte wenigstens Bäume pflanzen, aber mindestens eine Million. Gegenüber Mtoto News äußerte sie sich am 27. Juni 2019 schon realistischer: Sie habe 509 Bäume gepflanzt, wolle aber die 10.000er Marke erreichen. Nach Information der kenianischen Internet-Plattform „Business Today“ vom 22. August hat sie bereits mehr als 1.500 Bäume geschafft, hartnäckig wie sie ist.

Unterstützt von ihren Eltern und von anderen Kindern zogen in den letzten Jahren ihre Pflanzaktionen weite Kreise. Das 2006 von Pädagogen, Schriftstellern und Bürgermeistern gegründete Netzwerk „Children With Nature“ unterstützte sie, heute ist sie dessen Botschafterin. In kurzer Zeit folgten ihrem Beispiel Kinder an anderen Schulen und in anderen Städten. So initiierte Ellyanne, wie „Children With Nature“ am 12. Dezember 2017 meldete, einen landesweiten Schreib- und Kunstwettbewerb, „Kenya Climate Change Art and Essay Competition“, den sie am 1. August 2017 an der öffentlichen Kilimani Primarschule in Nairobi eröffnete. Unterstützt wurde der Wettbewerb vom Erziehungsministerium, von USAid und von KEPSA, der Lobby der Privatwirtschaft.

Anlässlich der Generalversammlung des Umweltprogramms der UNO, „UNEP Global Environment Assembly“, vom 4. bis 6. Dezember 2017 in Nairobi wurde der kleinen Ellyanne Wanjiku offizielle Anerkennung zuteil. „Bildung ist von entscheidender Bedeutung, wenn wir eine junge Generation von Umweltkriegern schaffen wollen, um die enormen Umweltherausforderungen zu bewältigen, mit denen die Welt konfrontiert ist“, sagte Sam Barratt von UNEP.

mehr:
- Die andere Greta (Georges Hallermayer, Rubikon, 18.09.2019)

Wangari Maathai and the Green Belt Movement. {6:51}

npatou
Am 05.07.2016 veröffentlicht 
Wangari Maathai was a Kenyan environmental and political activist. In 1977, Maathai founded the Green Belt Movement, an environmental non-governmental organization focused on the planting of trees, environmental conservation, and women's rights. In 1984, she was awarded the Right Livelihood Award, and in 2004, she became the first African woman to receive the Nobel Peace Prize for "her contribution to sustainable development, democracy and peace".
Source: Wikipedia.org
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Freitag, 24. März 2017

Afrika wird langweilig: Die nächste humanitäre Katastrophe

UN-Nothilfekoordinator Stephen O'Brien hatte einen eindringlichen Appell an die Weltgemeinschaft gerichtet: In Afrika drohen 20 Millionen Menschen zu verhungern. Die Internationale Gemeinschaft stehe vor der „größten humanitären Katastrophe“ seit ihrer Gründung im Jahr 1945
mehr:
- Dürre in Afrika: „In dieser Intensität haben wir das noch nicht erlebt“ (Christina Förster, Interview mit Clemens von Heimendahl, Cicero, 17.03.2017)

siehe auch:

Jean Ziegler – ein wahrhaftiger Mensch (Post, 10.09.2013)
- Der Kannibalismus und die Doppelzüngigkeit des Westens (Post, 16.11.2014)
- EPA – TTIP für Arme und die Werte des »alten Europa« (Post, 23.09.2015)
- Migration: Die Flüchtlingskrise ist nicht vorbei (Alexander Kissler, Cicero, 09.03.2017)

KenFM im Gespräch mit: Jean Ziegler {1:19:57}

Veröffentlicht am 28.05.2015
Jean Ziegler ist eine lebende Legende. Der Professor für Soziologie kann als der bekannteste deutschsprachige Globalisierungskritiker bezeichnet werden. Trotz seiner 81 Jahre strotzt der Mann nur so vor Optimismus. Sein Ziel bleibt es, den entfesselten Raubtierkapitalismus endlich in die Mülltonne der Geschichte zu schicken.

Ziegler hat sich in all den Jahren, auch als UN-Sonderbotschafter für das Recht auf Nahrung, nie mit der globalen Ungerechtigkeit des vorherrschenden Wirtschaftssystems abgefunden.

Er schrieb zahlreiche Bücher, in denen er Ross und Reiter benannte, und wurde dafür von Konzernen und Banken in den wirtschaftlichen Ruin geklagt. Doch Jean Ziegler gibt nie auf.

Alle 5 Sekunden verhungert ein Kind, obwohl der Planet heute locker 12 Milliarden Menschen ernähren könnte. Ziegler nennt diesen Umstand Mord, doch er glaubt an die Empathie des Menschen.

Ziegler hatte große Lehrer. Er war mit Jean-Paul Sartre und Simone de Beauvoir befreundet, arbeitete vorübergehend als Chauffeur von Che Guevara, erlebte den Freiheitskampf des Thomas Sankara, und hat sich von der Aufrichtigkeit dieser Idole anstecken lassen.

Wir trafen den Schweizer Menschenrechtsaktivisten an seiner Universität in Genf und erlebten einen Mann, dessen aktuelles Buch „Verändere die Welt - Warum wir die kannibalische Weltordnung stürzen müssen“ als Kampfschrift gedacht ist.
http://www.randomhouse.de/Buch/Aender...

Ziegler zieht im Buch Bilanz, stellt die Frage: "Was soll ein Intellektueller?“, um die Antwort nachzureichen. Ein Intellektueller soll bewaffnen! Mit Argumenten, denen Taten folgen. Taten gegen Untaten.

Ziegler ruft im Gespräch mit KenFM mehr denn je zum Widerstand, zum zivilen Ungehorsam gegen ein Wirtschaftssystem auf, das für seinen Profit ohne Skrupel über Leichen geht.

„Besetzt Ramstein!“ und „Kommt nach München zum Anti-G7-Gipfel“ sind Botschaften, die wir aus Genf mitgenommen haben, um sie der Community, der „Genration @“, ans Herz zu legen.

Werdet Aktivisten. Übernehmt Verantwortung für die Ungerechtigkeit auf diesem Globus. Solidarität statt Konkurrenz!

Ändert die Welt. Heute!

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Samstag, 18. Februar 2017

Vor 60 Jahren – Februar 1957: Dedan Kimathi in Kenia gehenkt

Kenianer erheben sich gegen die Briten 

In Kenia, seit 1890 von den Briten besetzt und seit 1920 Kronkolonie, hatten sich weiße Siedler das Land angeeignet. Die Einheimischen mussten nun als »Squatter« für ihr Bleiberecht auf den Farmen der Weißen arbeiten. Die gesamte Wirtschaft des ostafrikanischen Landes war in weißer Hand. Ab 1950 wehrten sich die Kenianer mit zunehmender Militanz im sogenannten Mau-Mau-Aufstand. 1952 verhängten die Briten den Ausnahmezustand. 90000 Mau-MauKämpfer, vor allem aus dem Volk der Kikuyu, wurden in Lagern interniert. Bis zur Niederschlagung des Aufstands 1956 verloren nach heutigen Erkenntnissen 100.000-150.000 Afrikaner ihr Leben. 
Verhaftete Kikuyu in Kenia: sie stehen im Verdacht, als Mau-Mau-Kämpfer
einen weißen Farmer massakriert zu haben
Während der spätere Freiheitsführer und 1963 erste Präsident des unabhängigen Kenia, Jomo Kenyatta (1893-1978), einen eher moderaten Kurs einschlug, führte Dedan Kimathi (1920-1957) als »Feldmarschall« den militanten Zweig mit gewalttätigen Aktionen. Er gehörte zu den letzten Mau-Mau-Kämpfern. Ende 1956 wurde Kimathi verhaftet, wegen »Terrorismus« zum Tode verurteilt und am 18. Februar 1957 gehenkt. Heute gilt er in Kenia als Volksheld. 50 Jahre nach seinem Tod erhielt er in Nairobi ein Denkmal. 

 Harenberg - Abenteuer Geschichte 2017
Mau Mau Disorders In Kenya (1952) {2:12}

British Pathé
Veröffentlicht am 13.04.2014

Nairobi, Kenya. General view pan of Nairobi. Long view, street scene in Nairobi. STV.SV. Europeans and natives walking together in street. SV. Two Europeans standing beside newspaper sellers. CU. Newspaper, East African Standard. CU. Still photograph of murdered chief Ndieri. LV. Coffin being carried by natives to burial ground of murdered chief. SV. Natives carrying wreaths. STV. Africans watching. SV. Women native types carrying flowers. STV. Native types gathered round graveside. SV. Africans putting coffin on grave. SV. Kenya Guard of Honour. LV. King's African Rifle band marching toward. SV. Sir Evelyn Baring taking the salute. SV. Lancashire Fusiliers marching past. SV. Crowd watching. SV.SCU. Sir Evelyn Baring, Governor of Kenya inspecting Fusiliers. SV. Police patrol car leaving Kingsway Police Station. SV. Interior, Radio H.Q. with officer and woman at microphones. CU. Woman officer speaking into microphone. SV. Police patrol car driving through barrier on way to round up Africans. LV. Police armoured cars manned by volunteer reserve preparing to leave from H.Q. SV. Officer with men checking map. CU. Officer talking to men. CU. Map of suspected outskirts. SV. Police car with officers checking African suspects. SV. Officers checking identity of two Africans. SV. Police checking identity of another African. SV. Rounded-up Africans standing beside police cars. SV. Soldier bringing out suspected African from building. SV. Another African type standing beside police car. LV. Truck-load of troops and police leaving Kenya police H.Q. SV. Armoured car driving past camera. SV. Lorry loads of troops driving along African roads. Travel Shot. Along dusty African road. SV. Showing baboons running across roadway. Aircraft flying over. SV. Arrested Africans being examined for Mau Mau tattoo marks. SV. Africans types being searched. CU. Examining arm and back of arrested African. Angle shot, examining arm and back of arrested African. (Orig.Neg.) FILM ID:42.12

A British Family in Kenya (early 1950s) {12:26}

StephendelRoser
Veröffentlicht am 24.10.2015
A British family visit friends or relatives in Kenya to attend a wedding. With their cine camera they record aspects of the country which provide a fascinating insight into colonial life, and scenes of wildlife, Nairobi and Nakuru.


We Must Sin Quietly: Kenya's Colonial Concentration Camps {12:47}

Jack Baker
Veröffentlicht am 13.05.2016


History Day Documentary on the Mau Mau Crisis The Culmination of one year of Research, Editing and Writing. Got 2nd Place at Denver City Competition for senior individual documentary. Footage Courtesy of British Pathe Archives, the Imperial War Museum, and the BBC Editing, Writing, VO, Research, Interview done by Jack Baker  
Special Thanks to Ed Glassman, Marshall Clough

The History Of Kenya {4:08}

SARZz95's channel
Hochgeladen am 10.12.2011
A school project


Faces of Africa - Jomo Kenyatta : The Founding Father of Kenya {28:34}

CGTN Africa
Veröffentlicht am 06.06.2013
Many institutions bear his name. He upgraded the economic status of the country after independence. But his reign faced dark shadows when three prominent politicians were assassinated. Up to date he is accused of acquiring massive pieces of land. He is Jomo Kenyatta, the first president of Kenya.


Miss World And Miss Kenya (1967) {3:00}

British Pathé
Veröffentlicht am 13.04.2014
No title. Miss World beauty contest at Lyceum, London and Miss Kenya competition in Nairobi. Various C/Us Miss World contestants. M/S girls parade in evening dress, zoom back to show all the girls lined up. L/S contestants in Miss Kenya competition lined up on stage. L/S judges. L/S contestant parading in evening dress. M/S girl parading and showing herself off. L/S crowd watching. M/S contestant. M/S judges. L/S all the girls parade on the stage, one of them trips on the microphone wire. L/S girls parading. M/S judges. Panning shot the finalists on stage in swimming costumes. C/U current Miss World, Reita Faria, announcing the winner. L/S crowd applauding. Reita crowns the winner - Zipporah Mbugua - Miss Kenya. C/U Miss Kenya waving. Panning shot Miss Ghana parading at Miss World contest, pan to L/S of other girls. C/U Miss Germany. C/U African contestant. C/U another contestant. C/U Miss Peru. C/U Miss USA. M/S Judges looking at girls. C/U US film star Maureen O'Hara. M/S the final seven lined up. C/U finalists Miss Guyana and Miss Israel. Pan row of finalists: Miss Argentina, Miss Czechoslovakia, Miss Germany, Miss Guyana, Miss Israel, Miss Peru and Miss UK. C/U Miss Peru and Miss UK. M/S judges. Miss Peru - Madeleine Hartog-Bel - is announced Miss World. C/U Miss World waving. C/U Maureen O'Hara clapping. C/U Reita Faria crowning Miss World. Reita hands Miss World the sceptre. Miss World is tearful and emotional. C/U actor Richard Chamberlain (Dr. Kildare). C/U pan Miss World.


Dienstag, 2. August 2016

Westafrika: Europa erzeugt die Flüchtlinge selbst

Politiker versprechen, die Fluchtursachen in den armen Ländern zu bekämpfen. Gleichzeitig versucht die EU, in Afrika ein verheerendes Freihandelsabkommen durchzusetzen.

Eigentlich hat Angela Merkel recht: Die Flüchtlinge, die in Europa ankommen, sind nicht so zahlreich, als dass dieser reiche Kontinent nicht würdevoll mit ihnen umgehen könnte. Doch die EU stellt derzeit jeden Tag ihre Unfähigkeit unter Beweis, die Situation angemessen zu bewältigen.

Die Armutsmigration treibt die europäischen Länder auseinander, sie untergräbt das Recht auf Bewegungsfreiheit und gefährdet das gesamte europäische Projekt. Auch wenn die Flüchtlinge aus kriegsgeplagten Ländern wie Syrien und Afghanistan derzeit die Schlagzeilen bestimmen, kommen die meisten Migranten nach wie vor aus Westafrika.

Viele Politiker haben zumindest erkannt, dass es keine Lösung sein kann, die Menschen zurück ins Meer zu stoßen. Stattdessen haben sie sich vorgenommen, die Ursachen dafür zu bekämpfen, dass ganze Familien verzweifelt genug sind, um ihr Leben bei einer Fahrt über das Mittelmeer aufs Spiel zu setzen.

Es fehlt der Wille
Im Falle von Syrien und Afghanistan gehen die Fluchtursachen auf militärische, strategische und entwicklungspolitische Probleme zurück. Es geht um failed states, um Terrorismus, den Westen und die Islamische Welt. In Westafrika allerdings liegen die Dinge deutlich anders. Hier könnte man die Fluchtursachen eigentlich relativ leicht beheben – wenn es denn den politischen Willen gäbe.

mehr:
- Westafrika: Europa erzeugt die Flüchtlinge selbst (Hafsat Abiola, ZON, 01.08.2016)

siehe auch:
EPA: Wie das neue Freihandelsabkommen mit der EU der afrikanischen Wirtschaft schadet (Angela Schweizer, Uni.de, 20.01.2016)
EPA – TTIP für Arme und die Werte des »alten Europa« (Post, 23.09.2015)
Abkommen, die Afrika seiner Chancen berauben (Mark Engelhardt, WOZ, 25.06.2015)
- Der Kannibalismus und die Doppelzüngigkeit des Westens (Post, 16.11.2014)
Rücksichtsloses Abkommen (Report Mainz, 04.11.2014)

meine Bemerkung:
ich rufe noch einmal den genialen Satz von Liana Fix in ihrem Interview mit dem Deutsch-Türkischen Journal vom 04.07.2014 in Erinnerung:


[In Brüssel wurde nicht damit gerechnet], dass Russland mit militärischen Maßnahmen auf ein ursprünglich rein technisches Freihandelsabkommen reagieren würde. [siehe dazu: Ukraine-Krise: Unsere offiziellen Russland-Versteher konnten sie angeblich nicht kommen sehen! (Post, 09.12.2014)]
Western Shootout — John Wayne style {1:16}

Veröffentlicht am 28.02.2016
One of my favorite all-time movie moments with John Wayne from "Tall In The Saddle"


Genausogut könnte man angesichts dieser Filmszene sagen:
»Wir konnten uns nicht vorstellen, daß John Wayne einen Mann niederschlagen würde, der erst einmal einfach nur im Saloon einen getrunken hatte.«
Lächerlich!


Freihandelsabkommen EPA - EU und Afrika [6:46]

Veröffentlicht am 20.04.2015
Economic Partnership Agreement (EPA) - Freihandelsabkommen EU und Afrika  

04.11.2014 - ARD Report Mainz
Rücksichtsloses Abkommen - Wie die EU ihre wirtschaftlichen Interessen gegenüber Afrika durchsetzt

Das Abkommen namens EPA (Economic Partnership Agreement) legt fest, dass die afrikanischen Länder ihre Märkte bis zu 83 Prozent für europäische Importe öffnen und hierbei schrittweise Zölle und Gebühren abschaffen müssen.

Im Gegenzug wird ihnen weiterhin zollfreier Zugang zum europäischen Markt gewährt. Weil viele afrikanische Regierungen das Abkommen nicht unterzeichnen wollten, hat die EU zum 01. Oktober 2014 Einfuhrzölle auf mehrere Produkte aus Afrika verhängt. Nach Recherchen von REPORT MAINZ hat das bereits zu Entlassungen z.B. in Kenia geführt. Unter diesem Druck haben die ostafrikanischen Länder, darunter Kenia, das Abkommen nun doch unterschrieben.

Der zuständige UN-Wirtschaftsexperte für Ostafrika, Andrew Mold, sieht dadurch die afrikanische Wirtschaft langfristig bedroht. "Die afrikanischen Länder können mit einer Wirtschaft wie der Deutschen nicht konkurrieren. Das führt dazu, dass durch den Freihandel und die EU-Importe bestehende Industrien gefährdet werden und zukünftige Industrien gar nicht erst entstehen, weil sie dem Wettbewerb mit der EU ausgesetzt sind."

Über Flüchtlingsaufnahme in Deutschland, die Überforderung deutscher Kommunen und wo die Ursachen von aktuell mehr als 51 Mio. Flüchtlingen zu suchen sind, aufgezeigt am Beispiel Landkreis Dahme-Spreewald.
http://zu-gast-in-kw.jimdo.com/lds-fr...

Die ganze Sendung ARD
http://www.swr.de/report/ruecksichtsl...

Afrika wird abgezockt [27:54]

Veröffentlicht am 28.11.2015
27.11.15

Freihandelsabkommen sollen Entwicklungsländern den Zugang zu den Märkten der Industrieländer öffnen. Im Falle Afrikas scheint aber genau das Gegenteil der Fall zu sein.

Der Freihandel, den die EU Afrika aufzwingt und das geplante transatlantische Freihandelsabkommen TTIP haben negative Auswirkungen auf viele afrikanische Staaten. Produkte aus den USA, Europa und China verdrängen heimische Produkte von den Märkten und bringen Kleinindustrie und Landwirtschaft in Gefahr.

Schädliches Abkommen

Das EPA, ein Wirtschafts-Partnerschafts-Abkommen zwischen der EU und der ostafrikanischen Staatengemeinschaft, zwingt die afrikanischen Staaten zu einer radikalen Marktöffnung für EU-Importe. Europäische Konzerne kommen leichter an Rohstoffe, weil Exportsteuern abgebaut werden.

Durch die Importe aus der EU werden zunehmend heimische Produkte von den afrikanischen Märkten verdrängt. Zudem reißen Zollausfälle große Löcher in die Haushalte der beteiligten Staaten. Die afrikanischen Staaten sind sich der Folgen der EPAs bewusst und haben sich lange dagegen gewehrt. Doch man drohte ihnen mit dem Entzug der Zollfreiheit falls sie nicht unterzeichnen und Strafzölle wurden erhoben. Infolgedessen gingen Bauern, Händler und Futtermittelhersteller pleite.

Doch nicht nur die EU spielt eine unrühmliche Rolle in Afrika. Wichtigster Handelspartner auf dem afrikanischen Kontinent ist China mit einem jährlichen Volumen von 250 Milliarden US-Dollar, weit vor der EU mit 180 Milliarden und den USA mit nur noch 80 Milliarden Dollar. China besteht als Gegenleistung für die langfristige Förderung von Rohstoffen darauf, dass afrikanische Staaten ihre Märkte für chinesische Billigware öffnen.

Quelle
http://www.3sat.de/page/?source=%2Fbo...

Dienstag, 25. August 2015

Doping: Neue Anschuldigungen gegen Kenia

Die Dopingtests in Kenia sind ins Zwielicht geraten. Athleten und Betreuer erheben schwere Vorwürfe gegen den kenianischen Leichtathletikverband. Die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) will indes keine Untersuchungskommission zu Doping in Kenia einrichten.
Nach Angaben von Athletenbetreuern ist es in Kenia übliche Praxis, dass Leichtathleten über anstehende Dopingkontrollen außerhalb von Wettkämpfen vorab informiert werden. Dopingtests müssen nach den international einheitlichen Vorgaben des Welt-Anti-Doping-Codes jedoch stets unangekündigt erfolgen. Die kenianischen Athletenbetreuer berichten der ARD-Dopingredaktion im Gegensatz dazu über oftmaliges regelwidriges Verhalten von Dopingtestern: "Die Kontrolleure rufen Dich vorher an. Und sagen Dir, dass sie zu Dir nach Hause kommen wollen. Und wenn Du dann sagst, Du bist nicht da, machen sie eine neue Verabredung mit Dir für den Test", sagte Frimin Kiplagat Kipchoge, der selbst Läufer war und mit dem kenianischen Leichtathletikverband "Athletics Kenya" zusammenarbeitet, der ARD.

mehr:
- Doping: Neue Anschuldigungen gegen Kenia (Hajo Seppelt, ARD Sportschau, 25.08.2015)

So einfach kann Doping sein | Sportschau [2:08]


Veröffentlicht am 09.02.2016
- Ein Lockvogel enthüllt in einer Doping-Doku von Hajo Seppelt, wie einfach es in Kenia ist, an verbotene Substanzen zu kommen.
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Mounir erhält nach einem Probetraining bei den Erfurter Kangoroos einen Platz in der Mannschaft. Sein Vater ist strikt dagegen, aber Frau Steiner gelingt es, ihn .

Kenyan Athletes Involved In Doping Now Risk Prosecution [2:25]

Veröffentlicht am 09.01.2015
Athletics Kenya will starting March this year start involving security agencies in the fight against doping among athletes in Kenya. Security officers will be part of the AK medical and anti-doping commission which was formed recently, and athletes and agents involved in the vice risk facing jail terms.

Ein Kommentator (Mücken, 24.08.2015, 22:12h) schreibt auf Sportschau.de:
»Ich bin für Doping freigeben, dann fallen die ganzen Diskussionen weg was legal und was illegal ist. Die Grenzen sind doch eh sehr verschwommen. Und der Sport macht dann auch wieder richtig Spass, ständig neue Rekorde, das wollen wir doch sehen. Es könnte dann sogar darauf gewettet werden, wie lange der Sportler der gerade einen neuen Weltrekord erziehlt hat, noch lebt. Der Sport wird dadurch viel unterhaltsamer.«