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Dienstag, 23. Juni 2020

Rainer Langhans wird 80: "Bester Sex war mit Uschi"


Er war Teil der Studentenbewegung und Bewohner der Polit-Wohngemeinschaft Kommune I, wo neue Wege des Zusammenlebens und der Liebe im Vordergrund standen. Zum 80. Geburtstag der 68er-Ikone erinnert sich Rainer Langhans und bereut nichts.

ntv: Wie fühlt es sich an, 80 Jahre alt zu sein?
Langhans: Irreal. Ich fühle mich immer jünger werdend. So 12, 13, 14 Jahre alt. Und gleichzeitig sagen alle immer 'ah, 80!' Der Körper ist auch noch nicht so runtergekommen, dass mir das dauernd meinem inneren Gefühl widerspricht, sodass ich mich eigentlich bestens damit fühle.

Sie haben so ein bewegtes Leben hinter sich, wie halten Sie sich fit? Sie sehen ja höchstens aus wie 65!
Meine Vermutung ist natürlich, dadurch dass ich innerlich jünger werde, also mehr und mehr wieder zum Kind werde, dass das Äußere dann mitzieht. Ich übe aber auch das Sterben. Also, dieses aus dem Körper herausgehen, was jetzt schon mal durch das Alter allmählich an mich herantritt. Ich habe auch eine Möglichkeit entdeckt, wie das geht.

Haben Sie Angst vorm Sterben? Beunruhigt Sie das?
Ich würde schon sagen, dass ich diese Angst habe, ja. Ich kann noch nicht einfach aus dem Körper herausgehen und dann wieder zurückkehren, was ja der Inhalt meines inneren Weges letztendlich ist.

Bereuen Sie etwas?
Nee, eigentlich nicht. Ich habe alle Dinge, die schrecklich waren und die ich falsch gemacht habe, letztendlich zu einem Lernprozess nutzen können. Insofern sind all die Fehler, wenn man so will, eben doch Schritte geworden. Ein Vorwärtskommen. Ich sage immer, eigentlich ist der Mensch so, dass er sich nur scheiternd nach vorne bewegt. Jedes Scheitern ist ein Schritt nach vorne, wenn du es richtig verstehst und dich damit entsprechend auch verbindest. Diese Erfahrung, die ich auch mühselig gelernt habe, durch dieses Nach-Innen-gehen, die ist sehr gut.

mehr:
siehe auch:


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Der Großteil der Berliner Presse, allen voran Publikationen des Springer-Verlagsberichtete über die Ereignisse des 2. Juni 1967 ausschließlich als Gewaltausbrüche von seiten der Studenten und stellte die Polizei lediglich als korrekt handelnde Opfer dar. Die Veröffentlichung des Fotos eines prügelnden Jubelpersers mit Totschläger in der Hand wurde von allen Zeitungen Westberlins abgelehnt. Ein Foto einer von Polizeiknüppeln verletzten Augenzeugin hingegen wurde auf den Titelseiten von Springer-Publikationen als „Opfer des studentischen Terrors“ verfälscht.[5] Der Springer-Presse wurde von Seiten der Studenten vorgeworfen „statt ihrer Informationspflicht zu genügen und wahrheitsgemäß über die Unruhe der Studenten zu berichten, hat sie die Bevölkerung systematisch gegen die Studenten aufgehetzt.“[6] Dies hatte auch konkrete Auswirkungen, als beispielsweise ein Verwaltungsangestellter, der lediglich Rudi Dutschke ähnlich sah, von einem Bürger-Mob verfolgt wurde, der ihm „Schlagt den Dutschke tot“ und „Hängt ihn auf“ hinterherrief.[5]
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Jubelperser, Presseberichterstattung, Wikipedia, abgerufen am 27.06.2015 – Hervorhebung von mir]

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zum Vergleich die aktuelle Wikipedia-Version der entsprechenden Textpassage:

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Der Großteil der Berliner Presse berichtete über die Ereignisse des 2. Juni 1967 ausschließlich als Gewaltausbrüche vonseiten der Studenten und stellte die Polizei lediglich als korrekt handelnde Opfer dar. Die Veröffentlichung des Fotos eines prügelnden Jubelpersers mit Totschläger in der Hand wurde von allen Zeitungen Westberlins abgelehnt. Ein Foto einer von Polizeiknüppeln verletzten Augenzeugin hingegen wurde auf den Titelseiten von Springer-Publikationen als „Opfer des studentischen Terrors“ verfälscht.[5] Der Springer-Presse wurde vonseiten der Studenten vorgeworfen „statt ihrer Informationspflicht zu genügen und wahrheitsgemäß über die Unruhe der Studenten zu berichten, hat sie die Bevölkerung systematisch gegen die Studenten aufgehetzt.“[6] Dies hatte auch konkrete Auswirkungen, als beispielsweise ein Verwaltungsangestellter, der lediglich Rudi Dutschke ähnlich sah, von einem Bürger-Mob verfolgt wurde, der ihm „Schlagt den Dutschke tot“ und „Hängt ihn auf“ hinterherrief.[5]
[
Jubelperser, Presseberichterstattung, Wikipedia, abgerufen am 08.12.2019 – Hervorhebungen von mir]
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Bei den Festgenommenen handelte es sich u. a. um Ulrich Enzensberger, Volker Gebbert, Klaus Gilgenmann, Hans-Joachim Hameister, Wulf Krause, Dieter Kunzelmann, Rainer Langhans und Fritz Teufel.[4] Die Bild-Zeitung titelte: „Attentat auf Humphrey“ und Die Zeit: „Elf kleine Oswalds“. Sogar die New York Times berichtete über den „gefährlichen“ Plan von acht Kommunarden, ihren Vize mit Pudding, Joghurt und Mehl zu attackieren, sodass Uwe Johnson seinen Freund und Nachbarn Günter Grass beauftragte, diese Studenten aus seiner Wohnung zu entfernen. Die Kommunarden wurden schon am nächsten Tag aus der U-Haft freigelassen, gaben ihre erste Pressekonferenz und wurden von nun an in den Zeitungen des Axel Springer Verlags „Horror-Kommunarden“ genannt.
[
Kommune I, Das „Pudding-Attentat“, 4. Absatz, Wikipedia, abgerufen am 27.06.2015 – Hervorhebungen von mir]
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Sonntag, 30. Dezember 2018

Die konsumierte Revolution

Die "Situationistische Internationale" war der Keim der Studentenbewegung

Die Anklage lautete auf Aufforderung zur Brandstiftung. Im Prozess vor dem Berliner Landgericht wurde Rainer Langhans und Fritz Teufel vorgeworfen, den Brüsseler Kaufhausbrand vom 22. Mai 1967 mit über 300 Toten mit den Worten verherrlicht zu haben, ein "knisterndes Vietnamgefühl" auszulösen, das auch auf Berliner Kaufhäuser übertragbar sei. Zwischen dem vorsitzenden Richter und dem jungen, damals engagiert linken Rechtsanwalt Horst Mahler entspann sich folgender Dialog:

Vorsitzender: Wem gehört der Koffer? Mahler: Meiner. Vorsitzender: Was ist denn da drin, in dem Koffer meine ich? Mahler: Keine Bomben. Vorsitzender: Was dann? Mahler: Surrealistische Literatur.
Entfaltete der französische Surrealismus auch in Deutschland eine Sprengkraft, die ihm nicht zuzutrauen ist, da er doch von Träumen zehrt? André Breton präzisierte: Surrealität ist die Auflösung der gegensätzlichen Zustände von Traum und Wirklichkeit. Um diese Auflösung kreisten die Diskurse der "Situationistischen Internationale" (SI), einer Gruppe von Bohèmiens, Künstlern und Schriftstellern, die von 1957-1972 nicht nur in Frankreich bestand. Sie war ein Movens der Studentenrevolte vom Mai 68, von dessen Wucht, verstärkt durch die Arbeiterstreiks, sie zugleich überholt wurde. Als eine "Internationale" hatte sie auch in Deutschland Seitentriebe, so in der Münchener Gruppe SPUR. Subversive Beziehungen verliefen zur deutschen "Spaßguerilla" und ihren provokativ-hedonistischen Aktionen.
mehr:
- Die konsumierte Revolution (Bernhard Wiens, Telepolis, 30.12.2018)
siehe auch:
- 1966: Das Neue der Revolte – Benno Ohnesorg und die Prügelperser – Sie wollten es nicht wissen… (Post, 02.01.2017)
- Michael "Bommi" Baumann ist tot – Benno Ohnesorgs Tod als Fanal (Post, 21.07.2016)
- 68er-Revolte und Ukraine-Krise: Die Identität des Westens und der Kampf um die Deutunghoheit oder Der Unterschied zwischen Pudding und Sprengstoff (Post, 27.06.2015)
- 50 Jahre »Summer of Love« – Enthemmte Jünglinge, LSD-Glück und Liebe (Post, 05.06.2015)
- Deutschland hat Merkel verdient oder Wahlkampf im Pädophilie-Gulli (Post, 19.09.2013)
- Die 68er: Wie alles begann… (Post, 02.05.2012)
- Die 68er – Aufbegehren gegen starre Strukturen (Post, 03.07.2008)
- Die Ökobank hätte heute Geburtstag (02.05.2008)
- Die 68er (Post, 29.11.2007)
- Die 68er Revolution – Wie es anfing (Post, 21.05.2007)

Samstag, 17. November 2018

Die 68er und die Leichenfledderei

Besteht die 68-er Generation die Nagelprobe beim wirklich letzten Tabubruch?

Wie kaum eine andere Generation in der jüngeren Menschheitsgeschichte haben es die 68er geschafft, Politik, Privates, Hobbies und alles was sonst noch zum richtigen Leben dazugehört, als durchgängigen "Summer of Love" zu inszenieren. Doch unerbittlich und humorlos meldet sich die biologische Realität.

Die Reihen der Frankfurter Schule zum Beispiel sind fast gänzlich gelichtet und mit den mittlerweile regelmäßigen Abschieden von all den gewohnten und als unsterblich empfundenen Mitmenschen, wie im Falle etwa Harry Rowohlt - Zitat: "Wenn man als junger Mensch so aussieht wie ein Hippie und sich einigermaßen selbst treu geblieben ist, sieht man als alter Sack aus wie ein Penner und nicht wie Joschka Fischer" - nehmen wir zur Kenntnis, dass demnächst nun auch die letzten echt-authentischen Galionsfiguren des großen Aufstands von uns gehen werden.

Längst haben sich die Nachrufspezialisten in den Redaktionsstuben grundlegende Bausteine zurechtgelegt: Ringo und Paul, Mick und Bob, Joschka und Otto, Gerd und Gerti oder wie sie halt nun mal heißen. Lediglich bei dem Double von Keith Richards zögern die Lebensleistungswürdiger noch; immerhin hat der, laut Bunte, "Freund des Teufels" kristalline Peru-Flakes mit der Urnenasche seines Vaters zu einem spirituellen Speedball vermischt.

Uns nachgeborenen Zaungästen stellt sich die eher triviale Frage, wie es die Rebellen und Träumer mit dem Tod, dem Sterben und allem, was sonst noch dazugehört halten werden. Lassen sie sich einfach brav zu Grabe tragen, weil sie es aus Feig- oder Faulheit versäumt haben, echte Event&Knalleffekte zu verordnen? Oder bringen sie doch den Mut zum großen Coup auf? Besitzen sie genügend Selbstironie und Humor, um den Abgang so lässig und selbstbestimmt anzugehen, wie sie das Leben gestalteten? Oder bleiben sie der gelebten Verachtung von Kirche, Staat und Spießerkonventionen treu? Oder sind sie ganz normale Weicheier?

mehr:
- Oh Happy Day (Wolf Reiser, Telepolis, 17.11.2018)


The treachery of images (This is not a pipe) [Quelle: Wikiart]


»Ein Bild ist nicht zu verwechseln mit einer Sache, die man berühren kann. Können Sie meine Pfeife stopfen? Natürlich nicht! Sie ist nur eine Darstellung. Hätte ich auf mein Bild geschrieben, dies ist eine Pfeife, so hätte ich gelogen. Das Abbild einer Marmeladenschnitte ist ganz gewiss nichts Essbares.«
[Magritte]
Die Philosophie ist ein Kampf gegen die Verhexung unseres Verstandes durch die Mittel unserer Sprache.
[Ludwig Wittgenstein, Philosophische Untersuchungen 109 (1953, posthum)] 
Rita Pavone - Arrivederci Hans - 1968 {3:02}

Candytje10
Am 10.01.2012 veröffentlicht 

Nice - Brandenburger Live 1969. {4:25}

ProgRock Box
Am 12.11.2013 veröffentlicht 

siehe auch:
1966: Das Neue der Revolte – Benno Ohnesorg und die Prügelperser – Sie wollten es nicht wissen… (Post, 02.01.2017)
- Michael "Bommi" Baumann ist tot – Benno Ohnesorgs Tod als Fanal (Post, 21.07.2016)
Kabarettist Dieter Thomas ist tot (Post, 06.05.2016)
- Daniel Ellsberg, Vater aller Whistleblower (Post, 03.03.2016)
- 68er-Revolte und Ukraine-Krise: Die Identität des Westens und der Kampf um die Deutunghoheit oder Der Unterschied zwischen Pudding und Sprengstoff (Post, 27.06.2015)
- 50 Jahre »Summer of Love« – Enthemmte Jünglinge, LSD-Glück und Liebe (Post, 05.06.2015)
- Deutschland hat Merkel verdient oder Wahlkampf im Pädophilie-Gulli (Post, 19.09.2013)

Gründungsparteitag der GRÜNEN 1980

Berlinbroadcaster
Am 05.10.2008 veröffentlicht
Legalisierung sexueller Beziehungen zu Minderjährigen....etc.

Joschka und Herr Fischer - Eine Zeitreise durch 60 Jahre Deutschland - Dokumentation HD {1:58:35}

DocumentaryYT
Am 19.06.2017 veröffentlicht 

Die Meinung der Arbeiter über Studenten der 68er-Bewegung {0:42}

Am 21.08.2012 veröffentlicht 
Nihilistible
Gegen-Sozialismus.jimdo.com http://gegen-sozialismus.jimdo.com

Zitat:
»Irgendwie wollten die Arbeiter nicht das richtige Klassenbewußtsein eintwickeln. Vielleicht wollten sie lieber einen Opel Kadett…«
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Alice's Restaurant (TrAiLer) - 1969 {3:48}

edweird05
Am 15.06.2008 veröffentlicht 
Arlo Guthrie is in it! by Eddie

Flashback - Trailer {1:32}

YouTube-Filme
Am 16.01.2015 veröffentlicht 
At last the Feds have caught him! Infamous 60's radical Huey Walker (Dennis Hopper) is heading for jail. So how come it's Huey's yuptight FBI escort (Kiefer Sutherland) who ends up behind bars? And why do they soon team up as uneasy riders on the lam? With Dennis Hopper as Huey, you couldn't ask for a better match of actor and role. He helped usher in the Age of Aquarius with Easy Rider. Now he takes a look back with Flashback, a comic collision course between the tie-dyed 60's and pin-striped 80's. "The 90's are going to make the 60's look like the 50's," Huey predicts. Put your love beads over your power tie and get in on the good times!

»Als wir begannen, die Geschworenen auszuwählen, brachten wir ihm einen Psychiater als Experten mit. Er sagte uns, daß wir zwei junge Männer verteidigen würden, kluge Männer, die viel erreicht hätten; Männer mit einer Zukunft, die bereit wären, all das nicht für sich selbst oder ihre Karriere zu opfern, sondern für ein Prinzip. Und der Psychiater riet uns: ›In diese Jury sollten Sie keine Männer mittleren Alters berufen, denn das könnten Männer sein, die vielleicht im Laufe ihres Lebens Prinzipien für ihre Karriere, für ihre Familie geopfert haben.‹ Sie hätten nur Geringschätzung, womöglich nur Verachtung übrig für zwei Männer, die um ihrer Prinzipien willen all das aufs Spiel gesetzt haben.«
[Leonard Weinglass (Verteidiger von Anthony Russo) in dem Dokumentarfilm »Der gefährlichste Mann in Amerika – Daniel Ellsberg und die Pentagon-Papiere«]   
[Gefunden bei Geiss Haejm]




Meine Kommentare:
1. Zum Magritte-Bild oben: Mir ist nicht klar, ob es in dem Telepolis-Artikel wirklich um die 68er geht oder um das Bild der »Make-Love-not-War«-Generation, welches irgendwelche Sesselfurzer, die damals noch nicht mal auf dem Reißbrett existierten, sich von unseren Mainstream-Medien haben ins Hirn blasen lassen… 

2. Zum Video vom Gründungsparteitag der Grünen:

a) Die Forderung nach Legalisierung sexueller Beziehungen zu Minderjährigen wurde gottseidank von einer weiblichen Stimme vorgetragen.
b) Man genieße die geistreichen Kommentare auf youtube!

3. Zur Nato-Karikatur: Ich behaupte, wenn ein Nato-Sprecher sowas vor 50 Jahren von sich gegeben hätte, hätte jeder Deutsche mit einem IQ über 100 vor Lachen brüllend und strampelnd auf dem Boden gelegen. Heute kann der Nato-Hansel sowas in einem Tagesschau-Filmschnipsel von sich geben, und die Leute zucken noch nicht mal mit der Schulter. 

4. Damals hieß es: »Wer gegen den Strom schwimmt, gelangt zur Quelle.«

Heute heißt es: 
»Wer mit dem Strom schwimmt, kriegt noch einen Liegestuhl am Strand.«

5. Zum Weinglass-Zitat oben:

Irgendwas heutzutage noch für ein Prinzip opfern? 
Da scheißen wir doch noch nicht mal drauf!

Noch Fragen?

Die Wahrheit ist hässlich: wir haben die Kunst, damit wir nicht an der Wahrheit zugrunde gehen. 
[Friedrich Nietzsche, Nachgelassene Fragmente, 1887-89, 16(49)]

Eine Zeit mißversteht die andere; und eine kleine Zeit mißversteht alle andern in ihrer eigenen häßlichen Weise.
[Ludwig Wittgenstein, Vermischte Bemerkungen: Aus dem Nachlaß [1950/51], Suhrkamp, Frankfurt/Main, 1977, S. 86] 


Sonntag, 11. Juni 2017

Kinoempfehlung: »Beuys« – »Warum haben Sie keine Kinderwagen genommen?« oder Wer ist der Feind?

Wie kann man einem toten Hasen die Bilder erklären?
Joseph Beuys: The Pack (Das Rudel) [anthrowiki.at, abgerufen am 09.06.2020]
Beuys war ein Visionär. 1971 sprach er bereits von der Gefahr des elektronischen Datenmissbrauchs. Wie alle Visionäre war er seiner Zeit voraus, wurde ausgelacht und von den meisten nicht verstanden. Vielleicht deshalb sieht er auf vielen Bildern so einsam aus.

Beuys ist die Lehrbefugnis entzogen worden, weil er die Immatrikulation sämtlicher 393 Studenten, die in seinen Kurs wollten, erzwingen wollte, mit Demos und Sitzblockaden. Politik ist Kunst, Kunst ist Politik. NRW-Minister für Wissenschaft und Forschung Johannes Rau hat ihm schließlich den Garaus gemacht.

Fett und Filz sind die symbolkräftigen Lieblingsmaterialien seiner Plastiken. („Plastik verändert die Welt“!) ‚Das Rudel‘ heißt eine seiner Mega-Installationen, die aus einem alten VW-Bus und 40 herausquellenden, mit Filzrollen bepackten Schlitten besteht. Warum er keine Kinderwagen genommen habe, fragt ihn auf einer Podiumsdiskussion der rechtskonservative Philosoph und Soziologe Arnold Gehlen.

„Weil ich Schlitten nehmen wollte!“, entgegnet Beuys, und ergänzt konsequent im Sinne seines kunsttheoretischen Ansatzes vom „erweiterten Kunstbegriff“, nach dem jeder Mensch ein Künstler und jede Aktion eine künstlerische sei:

„Die Kinderwagen überlasse ich Ihnen. Mal sehen, ob Sie daraus etwas Interessantes machen.“

Jeder Mensch ein Künstler – auch so ein Statement, das oft missverstanden und gegen den Künstler selbst verwendet wurde; im Film erläutert er den Begriff von der sozialen Plastik.

[C. Juliane Vieregge,
Beuys - Der Film, Freitag-Community, 28.05.2017]
Beuys vs Gehlen: Kunst - Antikunst {1:34:45 – Start bei 37:59 – Gehlen: »Eine Frage habe ich noch. […] Warum haben Sie keine Kinderwagen genommen?}

Lars Knacken
Am 25.09.2017 veröffentlicht 
Spannende Diskussion zwischen Joseph Beuys und Arnold Gehlen.  
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BEUYS Trailer German Deutsch {1:59}

Moviepilot Trailer
Am 02.04.2017 veröffentlicht 

Alter Info-Text:
Berlinale und Beuys - Der Stuttgarter Filmemacher Andres Veiel ist im Wettbewerb mit seinem Dokumentarfilm über Joseph Beuys!

Der Film von Andres Veiel läuft zur Zeit im Kino am Raschplatz!
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Vertreter dieser Richtung erklären die menschliche Vernunft allein für unfähig, die Grundlagen, Zusammenhänge und Gesetzmäßigkeiten der objektiven Realität zu erkennen. Als Alternativen für deskriptive und normative Welterklärungen werden zum Teil „höhere“ Erkenntnisfunktionen wie beispielsweise WesensschauGlaubeIntuition oder „direktes Erleben“ vorgeschlagen. Der ausschließlich rationalen Erkenntnis wird – anders als im Rationalismus – keine wahre Erkenntnis zugesprochen, die sich vielmehr auch auf Gefühle, den Geist oder die Seele berufen müsse. Diese Auffassungen spielen oft im Zusammenhang mit religiösenesoterischen und okkultistischen, aber auch politischen Anschauungen eine Rolle. 
[
Irrationalismus, Erkenntnistheoretischer Irrationalismus, Wikipedia, abgerufen am 11.06.2017]
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Joseph Beuys - Krise und Selbstheilung {6:44}

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Am 30.01.2010 veröffentlicht 
„Dass man mir damals die Stücke Fleisch hätte vom Arm ziehen können." Joseph Beuys berichtet von seiner tiefen inneren Krise der Jahre 1955-57 und über die Veränderungen, die sie bewirkte. Ausschnitt eines Gesprächs der Sendereihe ‚Lebensläufe' aus dem Jahr 1980 (Gesprächsführung: Hermann Schreiber).
Alter Info-Text:
Hochgeladen am 22.12.2010
„Dass man mir damals die Stücke Fleisch hätte vom Arm ziehen können." Joseph Beuys berichtet von seiner tiefen inneren Krise der Jahre 1955-57 und über die Veränderungen, die sie bewirkte. Ausschnitt eines Gesprächs der Sendereihe ‚Lebensläufe' aus dem Jahr 1980 (Gesprächsführung: Hermann Schreiber).
Das Gespräch in voller Länge findet sich auf dem Kanal "BeuysTV":
http://www.youtube.com/watch?v=iGWA2i...

Joseph Beuys - Ein Portrait (2001) {58:40}

BeuysTV
Hochgeladen am 28.05.2011
Zur Biografie, einzelnen Installationen und Aktionen. Mit Heinz Sielmann, Eva Beuys, Sonja Mataré, Franz Joseph van der Grinten, Johannes Stüttgen, Georg Jappe, Klaus Staeck, Heiner Bastian, René Block und Bazon Brock (Thomas Palzer, 2001).
Siehe auch die Google+ Seite zum Kanal mit zahlreichen Artikeln, Hinweisen und Aktuellem zu Joseph Beuys: https://plus.google.com/+beuystv

Joseph Beuys - Interview ("Lebensläufe") {43:46}

BeuysKanal
Veröffentlicht am 10.07.2013
Über den erweiterten Kunstbegriff, Biographisches, den Willen im Denken, seine tiefe seelische Krise, den gewandelten Kapitalbegriff, die Kandidatur bei den Grünen u.v.m. ("Lebensläufe", 1980).
Version ohne die Titelmusik, da diese für Deutschland gesperrt wurde.
Siehe auch die Google+ Seite zum Kanal BeuysTV mit zahlreichen Artikeln, Hinweisen und Aktuellem zu Joseph Beuys: https://plus.google.com/+beuystv

Joseph Beuys - wie man dem toten Hasen die Bilder erklärt (Engl. Subs) 1/2 {14:59}

BeuysTV
Veröffentlicht am 25.07.2012
"Ich versuche, die Komplexität der schöpferischen Bereiche ans Licht zu bringen." J.B. - Filmaufnahmen, Zitate und Ausssagen (aus dem "Club 2") von Joseph Beuys zu der Aktion aus dem Jahr 1965. (New: ENGLISH SUBS!) Beuys spricht anhand der Aktion über seinen erweiterten Kunstbegriff und die Intentionen, die hinter dieser Arbeit stehen (anlässlich seines Besuchs im "Club 2" am 27.01.1983. Weitere Gäste u.a.: der österreichische Komponist György Ligeti sowie der Kunst- und Medientheoretiker Peter Weibel. Gesprächsleitung: Adolf Holl).
"Zu Beginn der Aktion in der Galerie Schmela in Düsseldorf versperrte Beuys die Tür von innen und ließ die Besucher draußen. Sie konnten nur durch Fenster den Vorgang beobachten. Seinen Kopf vollständig mit Blattgold, Goldstaub und Honig bedeckt, begann er, dem toten Hasen die Bilder zu erklären: Mit dem Tier auf dem Arm, und offenbar im Zwiegespräch mit ihm, ging er durch die Ausstellung, von Objekt zu Objekt. Erst nach drei Stunden wurde das Publikum in die Räume gelassen. Beuys saß dabei, den Hasen auf dem Arm, mit dem Rücken zum Publikum auf einem Hocker im Eingangsbereich.
Die Aktion gilt als Höhepunkt von Joseph Beuys' Entwicklung eines erweiterten Kunstbegriffs, die ihren Ausgang bereits in seinen Zeichnungen der 50er Jahre nahm. Distanziert und ironisch zelebriert er das Ritual des „Kunst-Erklärens" durch seine de facto (für das Publikum) schweigende Aktion.
Charakteristisch für Beuys war in dieser Aktion auch die Beziehung zwischen Denken, Sprechen und Gestalten: In seiner letzten Rede Sprechen über Deutschland (1985) betonte er, eigentlich ein Mensch des Wortes zu sein. An anderer Stelle sagt er: „Wenn ich spreche (...), versuche ich die Impulse dieser Kraft einzuführen, die aus einem volleren Sprachbegriff fließen, welcher der geistige Begriff der Entwicklung ist." (zitiert aus dem Buch von Martin Müller, s.u.). Diese Einbeziehung von Sprache und Reden in die bildnerischen Werke kommt in "Wie man dem toten Hasen die Bilder erklärt" deutlich zum Ausdruck.
Der Hase ist ein Tier mit jahrhundertealter, umfassender Symbolbedeutung in allen Religionen: In der griechischen Mythologie der Liebesgöttin Aphrodite zugehörig, bei den Römern und Germanen Symbol der Fruchtbarkeit, christliches Symbol für Auferstehung. Er wird bei Beuys zu einem vielschichtigen und Interpretationsspielräume öffnenden Bestandteil der Performance. Indem Beuys mit dem toten Hasen die eigentliche lebendige Symbolbedeutung konterkariert, kann dieser beispielsweise als Symbol für Wiedergeburt aufgefasst werden. Diese Interpretation wird auch unterstützt durch die „Maske", die Beuys während seiner Performance trägt: Gold als altes Symbol für Reinheit, Weisheit und die Kraft der Sonne, Honig als germanisches oder indisches Mittel für Regeneration und Wiederbelebung.
Dazu Beuys: „Für mich ist der Hase das Symbol für die Inkarnation, Denn der Hase macht das ganz real, was der Mensch nur in Gedanken kann. Er gräbt sich ein, er gräbt sich einen Bau. Er inkarniert sich in die Erde, und das allein ist wichtig. So kommt er bei mir vor. Mit Honig auf dem Kopf tue ich natürlich etwas, was mit denken zu tun hat. Die menschliche Fähigkeit ist, nicht Honig abzugeben, sondern zu denken, Ideen abzugeben. Dadurch wird der Todescharakter des Gedankens wieder lebendig gemacht. Denn Honig ist zweifellos eine lebendige Substanz. Der menschliche Gedanke kann auch lebendig sein. Er kann aber auch intellektualisierend tödlich sein, auch tot bleiben, sich todbringend äußern etwa im politischen Bereich oder der Pädagogik."
Ebenso kann die Beziehung Mensch -- Hase betrachtet werden: „So vermute ich, dass eher der tote Hase die Bedeutung der Kunst begreift, als der sogenannte gesunde Menschenverstand. Der menschliche Betrachter zeigt sich ohne jedes Verständnis, da er schon immer alles verstanden hat, noch bevor er überhaupt richtig hingeschaut hat, d.h. im Wettlauf mit dem Hasen gefällt er sich in der Rolle des Igels." (Marcel Chromik).
Mit dem Dadaismus hatten die Aktionen der Fluxusbewegung die Vergänglichkeit und Zufälligkeit gemein, neu war die Einbeziehung von alltäglichen Handlungen, der Person des Künstlers oder des Künstlerkollektivs in das Kunstwerk als solches.
Die Performance gilt als Schlüsselwerk, und wurde später von Marina Abramović im Solomon R. Guggenheim Museum, New York 2005 noch einmal nachgestellt, um auf ihre Aktualität auch für die Zeitgenössische Kunst aufmerksam zu machen. Christoph Schlingensief, der sich über viele Jahre intensiv mit Joseph Beuys auseinandersetzte, integrierte diese Performance in stark abgewandelter Form in seine Theaterstücke Atta Atta (2003) und Attabambi-Pornoland (2004)." (Quelle: Wikipedia)
Teil 2: http://www.youtube.com/watch?v=oBNZUj...
Ganzes Gespräch im "Club 2" (Länge: 2h32) hier: http://www.youtube.com/watch?v=J6pS7H...
Siehe auch die Google+ Seite zum Kanal mit zahlreichen Artikeln, Hinweisen und Aktuellem zu Joseph Beuys: https://plus.google.com/+beuystv

Marina Abramović on Joseph Beuys {6:11}

BeuysTV
Veröffentlicht am 07.08.2014
"I perceive him in his totality." "The energy is still there." M.A.
Joseph Beuys (1921-1986) was a German Fluxus, happening and performance artist as well as a sculptor, installation artist, graphic artist, art theorist and pedagogue of art.

Im Film, aber leider auch in den Filmkritiken immer wieder die Frage nach der autobiographischen Wahrhaftigkeit seiner Kriegserfahrung. Wahrheitssuche in dem Fall nichts als unerträgliche Überheblichkeit. Filz und Fett haben ihm, dem vom Himmel geschossenen Fliegersoldaten, das Leben gerettet. Das ist hinlänglich bekannt. Aus dieser existentiellen Erfahrung der Versehrtheit, der Heimatlosigkeit, aber auch des Geholfenwerdens heraus ist seine Kunst, bzw. sind seine Lieblingsmaterialien zu verstehen. Diese Erfahrung ist der Beuys’sche Mythos, auf dem sein Selbst- und Kunstverständnis erwächst. Wer hat das Recht, ihn nach autobiographischen Details abzuklopfen? Als wäre damit irgendwas gewonnen. Als stünde dahinter eine hehre Absicht. In dem Falle ist Wahrheitssuche nichts als Hybris. Und Unverständnis. Denn das ist das Eigentliche von Mythen, dass sie nicht auf ihre Historizität zu reduzieren sind.

Beuys hatte viel vor. Streitbar, nach Mitstreitern suchend, polarisierend, und immer auch mit einem Lachen. Seine große Hoffnung setzte er in die Partei der Grünen, die ihn aber nicht wollte. Schon im Sterben, lässt er sich ohne seinen Hut fotografieren. Sein Kopf sei „zurechtgeschossen worden“, sagt er. Immer noch voller Leidenschaft für seine Idee von der sozialen Revolution mit den Mitteln der Kunst, muss er doch loslassen. Weil er keine Kraft mehr hat.

Schade. Der Film ist zuende, aber keiner erhebt sich, als wollte man noch viel, viel mehr von diesem Menschen sehen. Wirklich schade: Solche Menschen gibt es nicht mehr.

[C. Juliane Vieregge, 
Beuys - Der Film, Freitag-Community, 28.05.2017]

Sonntag, 21. Mai 2017

Heute vor 60 Jahren – 21. Mai 1957: Das Bundesverfassungsgericht stellt fest: "Berlin ist ein Land der Bundesrepublik Deutschland"

Als am 9. November 1989 vor dem Brandenburger Tor tausende Menschen aus Ost und West auf der Mauer tanzten, als Ost-Berliner in Sektlaune in den Westen strömen und den Kurfürstendamm eroberten, wurde schnell klar: Dies war das Ende der DDR. Doch es war auch das Ende einer Stadt, die wie keine andere das Symbol der deutschen Teilung, des Kalten Krieges, des Aufbruchs und des gesellschaftlichen Wandels war - des in Ost und West geteilten Berlin. Es war auch das Ende eines in der Geschichte einmaligen Sozialexperiments: Leben in einer in Friedenszeiten eingeschlossenen Stadt.
mehr:
- Historische Ereignisse Vor 60 Jahren: Das Bundesverfassungsgericht stellt fest: "Berlin ist ein Land der Bundesrepublik Deutschland" (21.05.1957) (Phoenix, ARD, 21.05.17 00:10 - 03:10 Uhr)
Der Zweite Senat des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) stellt fest, dass Berlin (gemeint ist West-Berlin) ein Land der Bundesrepublik ist. Aufgrund bestehender Besatzungsvorbehalte der drei Westmächte sieht sich das BVerfG jedoch noch nicht zuständig, über die Vereinbarkeit von Berliner Gesetzen mit dem Grundgesetz zu entscheiden. Der Berlin-Status ist auch damit nicht abschließend geregelt. Außerhalb der deutschen Rechtsordnung gilt bis zur Wiedervereinigung weiterhin alliiertes Besatzungsrecht. [21.5. 1957: Das Bundesverfassungsgericht entscheidet: „Berlin ist ein Land der Bundesrepublik“ (vor 60 Jahren), Antje Kästner, Kalender 2017, Wissenschaftliche Dienste, Deutscher Bundestag]

(Doku) Die Insel Westberlin zwischen Mauerbau und Mauerfall (1/2) [HD] {53:38}

Veröffentlicht am 26.01.2017
Als am 9. November 1989 vor dem Brandenburger Tor tausende Menschen aus Ost und West auf der Mauer tanzten, als OstBerliner Sektlaune in den Westen strömen und den Kurfürstendamm eroberten, wurde schnell klar: Dies war das Ende der DDR. Doch es war auch das Ende einer Stadt, die wie keine andere das Symbol der deutschen Teilung, des Kalten Krieges, des Aufbruchs und des gesellschaftlichen Wandels war - des in Ost und West geteilten Berlin. Es war auch das Ende eines in der Geschichte einmaligen Sozialexperiments: Leben in einer in Friedenszeiten eingeschlossenen Stadt.

(Doku) Die Insel Westberlin zwischen Mauerbau und Mauerfall (2/2) [HD] {56:56}

Veröffentlicht am 29.01.2017
Als am 9. November 1989 vor dem Brandenburger Tor tausende Menschen aus Ost und West auf der Mauer tanzten, als OstBerliner Sektlaune in den Westen strömen und den Kurfürstendamm eroberten, wurde schnell klar: Dies war das Ende der DDR. Doch es war auch das Ende einer Stadt, die wie keine andere das Symbol der deutschen Teilung, des Kalten Krieges, des Aufbruchs und des gesellschaftlichen Wandels war - des in Ost und West geteilten Berlin. Es war auch das Ende eines in der Geschichte einmaligen Sozialexperiments: Leben in einer in Friedenszeiten eingeschlossenen Stadt.

siehe auch (nur noch 2 Tage)
- Benno Ohnesorg - Sein Tod und unser Leben (Arte Mediathek, Hervorhebung von mir)
Sendetermine:
Dienstag, 16. Mai um 22.50 Uhr
Online vom 16. Mai bis zum 23. Mai 2017
Weltweit verfügbar


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Nach den bis Juli 2011 bekanntgewordenen Ermittlungsergebnissen erschoss Kurras Ohnesorg wahrscheinlich unbedrängt und vorsätzlich. Darauf verwiesen mit neuen hochauflösenden Methoden überprüfte damalige Fotografien und Filme und erneut befragte Zeugen, deren Aussagen in den früheren Strafprozessen gegen Kurras unberücksichtigt geblieben waren.[66]
Die Berliner Staatsanwaltschaft stellte das Ermittlungsverfahren gegen Kurras Anfang November 2011 jedoch ergebnislos ein: Es gebe keine Beweise für einen Mordauftrag des MfS, da in der Hauptverwaltung Aufklärung des DDR-Ministeriums für Staatssicherheit vor der Wiedervereinigung nahezu das gesamte Aktenmaterial vernichtet worden sei, und zu wenig Anhaltspunkte für eine Unterdrückung oder Manipulation von Beweisen für eine vorsätzliche oder fahrlässige Tötung in seinen früheren Prozessen, so dass die rechtlichen Voraussetzungen für eine Wiederaufnahme des Prozesses fehlten. Das Ermittlungsverfahren der Bundesanwaltschaft wegen Verdachts auf Landesverrat ist jedoch unabgeschlossen.[67]
Nach einem Bericht der Zeitschrift Der Spiegel vom Januar 2012 ergaben die Ermittlungen der Bundesanwaltschaft neue Indizien für eine gezielte Erschießung Ohnesorgs und deren Vertuschung durch die damalige Westberliner Polizei: Auf einem bisher unbekannten Film des SFB sei Kurras im Umriss mit einer Pistole in der Hand zu sehen, der sich Sekunden vor dem Schuss unbedrängt auf Ohnesorg zubewege. Eine Fotografie zeige Kurras beim Schuss mit der rechten Hand, gestützt auf einen Polizeikollegen, der nie befragt worden sei. Eine weitere Fotografie zeige Kurras und den Einsatzleiter Helmut Starke, der Kurras erst nach dem Todesschuss bemerkt zu haben behauptete.[25] [Karl-Heinz Kurras, Neue Ermittlungen und Maßnahmen, Wikipedia, abgerufen am 21.05.2017]
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siehe auch:
- Tag des Zorns – Der Tod Benno Ohnesorgs am 2. Juni 1967 als Fanal (Volksstimme, 09.05.2017)
- 1966: Das Neue der Revolte – Benno Ohnesorg und die Prügelperser – Sie wollten es nicht wissen… (Post, 02.01.2017)
- Michael "Bommi" Baumann ist tot – Benno Ohnesorgs Tod als Fanal (Post, 21.07.2016)
- Westliche Werte und systemische Intelligenz im real existierenden Kapitalismus: Öl zu Schleuderpreisen (Post, 07.02.2016)
- 68er-Revolte und Ukraine-Krise: Die Identität des Westens und der Kampf um die Deutunghoheit oder Der Unterschied zwischen Pudding und Sprengstoff (Post, 27.06.2015)
- Karl-Heinz Kurras' Schuss auf Benno Ohnesorg: Stasi-Auftrag scheint ausgeschlossen (Tagesspiegel, 14.03.2015)
- Gegen den Krieg – Können wir sachlich bleiben? (Post, 12.12.2014)
- Heute vor 45 Jahren – 2. Juni 1967: Tödlicher Zwischenfall bei Schahbesuch (Post, 02.06.2012)
- Die 68er – Aufbegehren gegen starre Strukturen (Post, 03.07.2008)

Montag, 27. Februar 2017

Legendäre Hippiekommune: Farm im Vollrausch

Während in Vietnam US-Soldaten starben, bauten sie in Kalifornien am Paradies - die Hippies der Olompali-Ranch. Noelle Barton war 1967 eines der Gründungsmitglieder der kalifornischen Kommune. Auf einestages schildert sie deren Alltag: Perlen fädeln, tanzen, Sex.

Es war Mitte der sechziger Jahre, und die Welt geriet immer mehr aus den Fugen. Der Vietnam-Krieg war im vollen Gange, immer mehr Leute wurden eingezogen. Dazu wollten wir eine Gegenwelt schaffen, eine Oase. Wir, das waren meine Mum (Sandra Barton), Don (McCoy, der offizielle Gründer und Geldgeber der Kommune), Sheela (Don's spätere Frau) und natürlich wir, die Kinder. Olompali war die perfekte Oase. Die Ranch hatte einen riesigen Swimmingpool und 280 Hektar Land, auf dem wir Pferde halten und uns vollkommen frei bewegen konnten. Außerdem hatten vor uns Grateful Dead auf der Ranch gewohnt. Meine Mum, Sheela und Don waren hellauf begeistert und beschlossen sofort, dort zusammenzuziehen.

Geld für so ein Projekt war genug da. Don hatte als Unternehmer gearbeitet und zudem noch geerbt, er war reich, deswegen zahlte er die Miete. Anfangs waren wir lediglich 12 bis 15 Leute auf Olompali, nur der engste Freundeskreis. Dann kamen die Freunde der Freunde, und so wurden wir immer mehr. Aber das war gar kein Problem, Platz gab es genug.

Was dann passierte, nenne ich immer "Aufstieg und Fall einer utopischen Familie". Ich sehe mich selber als unsere Chronistin, schreibe alles auf und verwahre alles, halte alle zusammen. Man muss die Wahrheit über unser Leben in Olompali erzählen, sonst brennt die Phantasie mit den Leuten durch. Die ersten neun oder zehn Monate waren phantastisch, aber dann begann der Abstieg der Utopie.

mehr:
- Legendäre Hippiekommune – Farm im Vollrausch (Aufgezeichnet von Angelika Franz, SPON, 12.02.2017)

Grateful Dead and jefferson airplane and the chosen family [5:34]

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Hochgeladen am 17.05.2011
They called it the "Chosen Family," a group of families that lived together, in a mansion built in 1911, on a 760-acre ranch about 40 miles north of San Francisco. Rock musicians flocked to Rancho Olompali, which since has become a state park, for a little R&R and jamming. The Grateful Dead even lived there briefly in 1966. Members of Big Brother and the Holding Company, Jefferson Airplane and Quicksilver Messenger Service would show up to play and party.

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Montag, 2. Januar 2017

1966: Das Neue der Revolte – Benno Ohnesorg und die Prügelperser – Sie wollten es nicht wissen…

Zeitgeschichte Eine Vietnam-Demonstration in Westberlin wird zum Labor der Außerparlamentarischen Opposition (APO). Rudi Dutschke nennt es Kulturrevolution und Selbsterziehung

Am 10. Dezember 1966, so liest man häufig, habe Rudi Dutschke die „Außerparlamentarische Opposition“ ausgerufen. Das wäre auf den Tag genau vor 50 Jahren gewesen. Als APO, so die gängige Abkürzung, bezeichneten sich die meisten derer, die heute „die 68er“ genannt werden. Denn 1968 fand die damalige Jugendrevolte ihren Höhepunkt: Dutschke wurde in Westberlin auf offener Straße niedergeschossen. Die sich danach ausbreitenden Unruhen griffen auf Westdeutschland und Frankreich über, wo der „Pariser Mai“ fast eine proletarische Revolution ausgelöst hätte. Die Ausrufung der APO wurde Dutschke Ende Mai 1968 vom Spiegel zugeschrieben.

Nun war die APO keine Organisation, vielmehr eine Bewegung; schon deshalb ist es fraglich, ob sie an einem bestimmten Tag „gegründet“ worden sein kann. Auch wenn der 10. Dezember 1966 ein passender Zeitpunkt gewesen wäre. Am 1. Dezember hatte die Große Koalition unter dem früheren NSDAP-Mitglied Kurt Georg Kiesinger (CDU) zu regieren begonnen. Ihren 468 Sitzen im Bundestag stand eine parlamentarische Opposition von nur 50 FDP-Abgeordneten gegenüber. Schrie das nicht förmlich nach außerparlamentarischer Ergänzung? Man muss freilich fragen, ob es Dutschkes Sache war, in dieser Angelegenheit kompensierend einzugreifen. Stand er dem Parlamentarismus so nahe?

Einer anderen Version zufolge hat er an jenem 10. Dezember gesagt, die außerparlamentarische Opposition brauche „neue Organisationsformen“, so der Soziologe Siegward Lönnendonker, der an der APO beteiligt war und sie später erforschte. Tatsächlich haben Zeitgenossen und Forschungsliteratur, wie bei der Historikerin Meike Vogel zu lesen ist, eher den 30. Oktober 1966 „als Geburtsstunde der außerparlamentarischen Opposition gesehen. An diesem Tag versammelten sich Gegner der geplanten Notstandsgesetzgebung zu einer gemeinsamen Veranstaltung in Frankfurt/Main“. Es ging darum, „möglichst viele Organisationen zu einer gemeinsamen Aktion zusammenzuführen“. Auch Schriftsteller, Publizisten und Wissenschaftler waren zugegen; zwar sprach niemand von einer APO, „der Begriff fungierte allerdings bereits vorher sporadisch als Fremdbezeichnung in den Medien“, so Meike Vogel. Natürlich gehörte auch Dutschke zu den Gegnern der Notstandsgesetze. Viel stärker hat ihn jedoch der Vietnamkrieg beschäftigt. Am 10. Dezember 1966 gab es in Westberlin eine nicht genehmigte Vietnam-Demonstration auf dem Kurfürstendamm; 74 Teilnehmer wurden festgenommen. Dass Dutschke gleich danach von „neuen Organisationsformen“ gesprochen hat, ist sehr wahrscheinlich. Solche wurden an diesem Tag erstmals geübt.

mehr:
- 1966: Das Neue der Revolte (Michael Jäger, der Freitag, 28.12.2016)

Zu Protokoll: Günter Gaus im Gespräch mit Rudi Dutschke [41:17]

pdeicke
Hochgeladen am 05.06.2011
Zwei sehenswerte Protagonisten im Gespräch in der ARD am 3.12.1967, Günter Gaus interviewt Rudi Dutschke: Dutschke nimmt Stellung zum parlamentarischen System, zu den Instrumenten der "Herrschaft", zur NPD, zur NATO und zur Religion. Dagegen setzt er seine Vorstellungen einer freien Gesellschaft: Organisationen ohne Berufspolitiker, ohne "Apparat", bewußte Kontrolle der Geschichte durch die Menschheit. Günter Gaus stellt Fragen zu der Bewegung und zu Dutschkes Revolutionsbegriff.

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Benno Ohnesorg (* 15. Oktober 1940 in Hannover; † 2. Juni 1967 in Berlin) war ein West-Berliner Student. Durch seinen gewaltsamen Tod während einer Demonstration gegen den Besuch des Schahs von Persien wurde er deutschlandweit bekannt.Der West-Berliner Polizist Karl-Heinz Kurras traf den 26-Jährigen mit einem Pistolenschuss aus kurzer Distanz tödlich in den Hinterkopf. Ohnesorgs Erschießung trug zur Ausbreitung und Radikalisierung der westdeutschen Studentenbewegung der 1960er Jahre bei. Sein Todestag gilt als Einschnitt der deutschen Nachkriegsgeschichte mit weitreichenden gesellschaftspolitischen Folgen.Nachdem 2009 bekannt wurde, dass Kurras 1967 inoffizieller Mitarbeiter des DDR-Ministeriums für Staatssicherheit gewesen war, wurden neue Ermittlungen durchgeführt. Sie ergaben 2011, dass er auf Ohnesorg ohne Auftrag, unbedrängt und wahrscheinlich gezielt geschossen hatte. Er wurde dennoch nicht erneut angeklagt. [Benno Ohnesorg, Wikipedia, abgerufen am 02.01.2017]
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[Doku] Der Tod des Benno Ohnesorg - 2 Juni 1967 [HD] {42:21}

Veröffentlicht am 12.03.2017
"Er liegt am Boden, eine junge Frau kniet neben ihm und hält den Kopf des Sterbenden. Das Foto wird zum Symbol. Am 2. Juni 1967 beginnt ""1968"". An diesem Tag wird unweit der Deutschen Oper in Berlin der Student Benno Ohnesorg von einem Polizisten niedergeschossen und stirbt wenig später. Für die Studentenbewegung ist der Tod Ohnesorgs eine Zäsur - der 2. Juni wird zum Katalysator der Unruhen. Der tote Ohnesorg wird zu einer Ikone.

Doch wer war Benno Ohnesorg, von dem man kaum mehr weiß als den Namen - und das Sterbedatum? Fast vier Jahrzehnte später begibt sich der Schriftsteller Uwe Timm auf die Suche. Timms Buch ""Der Freund und der Fremde"" (2005) ist das literarische Ergebnis dieser Suche. Es ist keine faktenorientierte Biografie, sondern eine Erzählung, die Erinnerungen vorsichtig arrangiert. Es ist ein persönliches Buch, das über den Freund reflektiert, über seinen Tod und über die prägenden 60er Jahre. Es geht in ""Der Freund und der Fremde"" aber auch um 1968, um die großen Entwürfe und Theorien. Timm zeigt, wie der Tod von Ohnesorg viele aus seiner Generation zu ""68ern"" werden ließ.

Die beiden lernten sich Anfang der 60er Jahre in einem Kolleg in Braunschweig kennen, wo sie das Abitur nachholten. Für Ohnesorg und Timm waren vor allem Kunst und Kultur der Schlüssel zu einem anderen Leben. Sie hofften, in der Literatur ihr Glück zu finden. Die beiden 20-Jährigen freundeten sich an, diskutierten über Lyrik und offenbarten sich ihre ersten literarischen Schreibversuche. Nach dem Abitur trennten sich ihre Wege. Timm ging nach München, später nach Paris. Benno Ohnesorg zog nach Berlin. Sie verloren sich aus den Augen. Im Juni 1967 hörte Uwe Timm in Frankreich von den Ereignissen der Berliner Anti-Schah-Demonstration und sah in einer Pariser Zeitung das Foto - den toten Freund."

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Der Großteil der Berliner Presse, allen voran Publikationen des Springer-Verlagsberichtete über die Ereignisse des 2. Juni 1967 ausschließlich als Gewaltausbrüche vonseiten der Studenten und stellte die Polizei lediglich als korrekt handelnde Opfer dar. Die Veröffentlichung des Fotos eines prügelnden Jubelpersers mit Totschläger in der Hand wurde von allen Zeitungen Westberlins abgelehnt. Ein Foto einer von Polizeiknüppeln verletzten Augenzeugin hingegen wurde auf den Titelseiten von Springer-Publikationen als „Opfer des studentischen Terrors“ verfälscht.[5] Der Springer-Presse wurde vonseiten der Studenten vorgeworfen „statt ihrer Informationspflicht zu genügen und wahrheitsgemäß über die Unruhe der Studenten zu berichten, hat sie die Bevölkerung systematisch gegen die Studenten aufgehetzt.“[6] Dies hatte auch konkrete Auswirkungen, als beispielsweise ein Verwaltungsangestellter, der lediglich Rudi Dutschke ähnlich sah, von einem Bürger-Mob verfolgt wurde, der ihm „Schlagt den Dutschke tot“ und „Hängt ihn auf“ hinterherrief.[5]
 [Jubelperser, Presseberichterstattung, Wikipedia, abgerufen am 02.01.2016
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Leica (1967) [10:21]

Hochgeladen am 30.09.2009
Berlin

Polizeistaatsbesuch [3:09]

Hochgeladen am 22.08.2010
http://www.laika-verlag.de/bibliothek...
Roman Brodmann, ein Schweizer Dokumentarfilmer, gehörte mit seinen 47 Jahren nicht zur Studierendenbewegung der Sechziger Jahre. Wegen seiner sozialkritischen Fernsehreportagen musste er 1963 das Schweizer Fernsehen verlassen und wechselte als freier Regisseur zum Süddeutschen Rundfunk.
Brodmanns später mit dem Grimme-Preis ausgezeichneter Film war eigentlich als amüsanter Beitrag für den Süddeutschen Rundfunk (SDR) geplant, der das aufwändige „Drum und Dran" des Schah-Besuchs zeigt. Dank der Regie Brodmanns und aufgrund der Geschehnisse am 2. Juni 1967 entstand letztlich die Chronologie einer minutiös geplanten Notstandsübung, die im Tod Benno Ohnesorgs gipfelte.
Brodmanns Film beschränkt sich nicht auf die Proteste in Westberlin, sondern dokumentiert Tag für Tag den Ausnahmezustand, in dem die BRD sich während des Staatsbesuchs befand.

Aktuelle Kamera vom 3. bis 7. Juni 67 [2:26]

Hochgeladen am 22.08.2010
http://www.laika-verlag.de/bibliothek...
Aktuelle Kamera vom 3. bis 7. Juni 67

6_Theodor W_ Adorno zur Studentenbewegung.avi [0:35]

Hochgeladen am 23.05.2010
Német hallgatói mozgalom 06

Binne Ohnesorg diák 1967. júniusi lelövésére Adenauer zavartan reagált. A múlt félelmei látszottak előtörni belőle.
- Közvetlenül Ohnesorg meggyilkolása után azt mondtam a diákjaimnak a szociológiaszemináriumon, hogy a diákok ma a zsidók szerepét játszák, és azóta sem tudok szabadulni ettől az érzéstől.
(Fordította: Nagy Csilla)

siehe auch:
- Michael "Bommi" Baumann ist tot – Benno Ohnesorgs Tod als Fanal (Post, 21.07.2016)
68er-Revolte und Ukraine-Krise: Die Identität des Westens und der Kampf um die Deutunghoheit oder Der Unterschied zwischen Pudding und Sprengstoff (27.06.2015)
- Kabarettist Dieter Thomas ist tot (Post, 26.05.2016)
- 50 Jahre »Summer of Love« – Enthemmte Jünglinge, LSD-Glück und Liebe (Post, 05.06.2015)
»Der größte Einzelerfolg der CIA« (01.05.2012)
aktualisiert am 02.06.2017