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Donnerstag, 5. November 2020

Diskussion um Dr Daniele Ganser: Verschwörungstheoretiker oder Wissenschaftler

Verschwörungstheoretiker oder Wissenschaftler die Diskussion um Dr Daniele Ganser Jazztage Dresden {2:41:20}

OstsachsenTV  
Am 02.11.2020 veröffentlicht 
Hier ohne Musik der komplette Mitschnitt der Veranstaltung. Wir bedanken uns für die Unterstützung aller Helfer. mehr
Text: YouTube 
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siehe dazu den Klassiker:
Die dunkle Seite der Wikipedia (Post, 18.07.2017)
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Dienstag, 29. September 2020

Corona-Krise: »12 Schritte, wie man sich eine Pandemie zusammenbastelt« 😂

“Oder wie sie ein harmloses Virus in grenzenlose Gewinne für Sie und ihre Freunde verwandeln”

Von Nils Nielsen veröffentlicht auf Off-Guardian. Übersetzung: R.R.

Stellen Sie sich vor Sie hätten die Ressourcen und den Einfluss um eine globale Pandemie zu erschaffen, was müssten Sie tun? Wie würden sie anfangen? Und wie können Sie die Pandemie am besten zu ihrem Vorteil nutzen und ihre Gewinne steigern?

Wir haben die Antworten für Sie. Ein simpler Zwölf Schritte Plan.

1…Finden Sie einige vage Kriterien, welche die Symptome festlegen, nach denen die Menschen Ausschau halten sollen. Irgendetwas subjektives, mit dem sich viele Menschen identifizieren können, ist ideal. Lassen Sie uns Gedächtnisschwund und/oder Verwirrung + ein paar geläufige von der Covid-Liste nehmen. Müdigkeit, Schmerzen und Dolor, sind hinreichend geläufig und subjektiv. (Für Covid-19 sind die Symptome: Fieber, trockener Husten und Müdigkeit. Weniger häufige Symptome: Schmerzen, Halsentzündung, Durchfall, Geschmacks oder Geruchsverlust, Hautausschlag, Entfärbung von Fingern und Zehen.)

Es wäre eine gute Idee etwas auszuwählen, das sehr häufig in betagten Menschen vorkommt. Sodass wir Todesursachen die dem hohen Alter geschuldet sind, als Beweis für die Letalität des neuen Virus verwenden können.

2…Anschließend würden wir etwas biologisches benötigen, um es zu testen. Jede RNA böte sich an, solange sie nicht in der gesamten Population vorkommt. Denn wenn es sich so verhielte, könnte jemand schnell die Herdenimmunität beanspruchen. Genaugenommen könnte es eine RNA-Sequenz sein, die nicht wirklich in Menschen existiert, doch etwas das in Laboren als Kontamination existieren könnte, etwa in Staub oder Wasser.

Dies wäre für einen RT qPCR Test hinlänglich, um als falschpositives Ergebnis ausgemacht zu werden. Viele RT-PCR Tests weisen Falsch-Positiv-Raten von 3-5% auf und dies wäre schon hinreichend, um Angst zu erzeugen. (Was Covid anbelangt, ist es schier unmöglich exakt zu erfassen wie hoch die Falsch-Positiv-Rate liegt, zumal wir keinen Goldstandard haben, um Gegenprüfungen anzustellen. Doch für viele andere ähnliche Testverfahren, beläuft sich die Durchschnittsquote für Falschpositive auf über 3%. Und verschiedene Labore testen auf verschiedene Sequenzen.

Wir können uns auf überstrapazierte Labore verlassen anfälliger für Kontaminationen zu sein, als Labore die sich an Forschung beteiligen. Wissend das sie hinsichtlich ihrer Genauigkeit überprüft werden. Diejenigen die über 3% falschpositive aufweisen. Womöglich liegt die Fehlerquote eines durchschnittlich ausgelasteten Labors bei 8%. BMJ gibt 5% als vertretbare Einschätzung an. Bei 8% würden sich alle positiven Tests in den USA, durch Falschpositive erklären lassen.)

3… Dann sind wir alle bereit loszulegen. Wir müssen lediglich behaupten, dass wir einen neuen Cluster von Symptomen entdeckt hätten und das dieser mit einer neuen RNA-Sequenz in Verbindung stünde. Es beginnt mit Gedächtnisverlust und Verwirrung. Mit anderen Worten, dies ist ein neurotoxisches Virus und es führt auf jede Weise zum Tode, auf die alte Menschen sterben können. An Schlaganfällen, Herzinfarkten, Pneumonie, Nierenversagen, Sepsis, Organversagen, Dehydrierung.

Es spielt keine Rolle ob der Patient aufgrund von existenten Gesundheitsproblemen, ehe schon an der Schwelle des Todes verweilte. Wir können stets behaupten, dass sie ohne unser neues Virus nicht gestorben wären. Wer könnte dies schon anfechten? (Genauso wie Covid; Menschen sterben an allen möglichen Erkrankungen, die sie schon hatten bevor sie den Covid-Test erhielten.)
mehr:
siehe auch:
aktualisiert am 10.10.2020

Mittwoch, 8. Juli 2020

Verschwörungstheorien – Worüber man besser schweigt…


zum geschichtlichen Hintergrund sehe man sich folgende Wikipedia-Artikel an:
- Amalgam Virgo (engl. Wikipedia, Google-Übersetzer)
- Jersey Girls (engl. Wikipedia, Google-Übersetzer)


Die Menschen können ihrer Natur nach nichts weniger ertragen, als dass Meinungen, die sie für wahr halten, als Verbrechen gelten sollen, und dass ihnen als Unrecht das angerechnet werden solle, was sie zur Frömmigkeit gegen Gott und die Menschen bewegt. Dann kommt es, dass sie die Gesetze verwünschen und gegen die Obrigkeit sich vergehen und es nicht für schlecht, sondern für recht halten, wenn sie deshalb in Aufruhr sich erheben und jede böse That versuchen. Ist die menschliche Natur so beschaffen, so treffen die Gesetze gegen
Quelle: Tractatus theologico-politicus, Wikipedia
Meinungen nicht die Schlechten, sondern die Freisinnigen; sie halten nicht die Böswilligen im Zaum, sondern erbittern nur die Ehrlichen, und sie können nur mit grosser Gefahr für den Staat aufrecht erhalten werden.
Auch sind solche Gesetze überhaupt ohne Nutzen; denn wer die von den Gesetzen verbotenen Ansichten für wahr hält, kann dem Gesetz nicht gehorchen, und wer sie für falsch hält, nimmt die sie verbietenden Gesetze wie ein Vorrecht und pocht so darauf, dass die Obrigkeit sie später, selbst wenn sie will, nicht wieder aufheben kann. Dazu kommt das oben in Kap. 18 aus der jüdischen Geschichte unter No. 2 Abgeleitete. Wie viel Spaltungen sind endlich daraus in der Kirche entstanden? Welche Streitigkeiten der Gelehrten hat nicht die Obrigkeit durch Gesetze beenden wollen? Hofften die Menschen nicht, Gesetz und Obrigkeit auf ihre Seite zu ziehen, über ihre Gegner unter dem Beifall der Menge zu triumphiren und Ehre zu gewinnen, so würden sie nie mit so ungerechtem Eifer streiten, und keine solche Wuth würde ihr Gemüth ergreifen. […]

Damit also nicht die blosse Zustimmung, sondern die Treue geschützt bleibe, und die Staatsgewalt den Staat in gutem Stand erhalte und nicht genöthigt sei, den Aufrührern nachzugeben, muss die Freiheit des Urtheils zugestanden, und die Menschen müssen so regiert werden, dass sie trotzdem, dass sie unverhohlen verschiedener und entgegengesetzter Ansicht sind, doch friedlich mit einander leben. Unzweifelhaft ist dies die beste und mit den wenigsten Nachtheilen verknüpfte Art der Regierung, denn sie stimmt am besten mit der Natur des Menschen überein. Denn in dem demokratischen Staat, welcher sich dem natürlichen Zustand am meisten nähert, sind Alle übereingekommen, nach gemeinsamem Beschluss zu [273] handeln, aber nicht zu urtheilen und zu denken; d.h. weil alle Menschen nicht gleichen Sinnes sein können, ist man übereingekommen, dass das, was die Mehrheit der Stimmen für sich habe, die Kraft des Beschlusses haben solle, mit Vorbehalt, es wieder aufzuheben, wenn Besseres sich zeigt. Je weniger daher dem Menschen die Freiheit des Urtheils gestattet ist, desto mehr entfernt er sich von dem natürlichen Zustand, und desto mehr wird er durch Gewalt regiert.

[Baruch de Spinoza, Tractatus theologico-politicus, 1670, Zwanzigstes Kapitel – Es wird gezeigt, dass in einem Freistaate Jedem erlaubt ist, zu denken, was er will, und zu sagen, was er denkt., gefunden bei Zeno.org – Hervorhebung von mir]



Mit dem Begriff der Verschwörungstheorie werden unausgesprochen die Grenzen des erlaubten Diskurses abgesteckt

Der Artikel problematisiert die Verwendung des Begriffs "Verschwörungstheorie" und seiner Derivate. Dieser Begriff steht beispielhaft für eine oberflächliche Behandlung komplexer Zusammenhänge. Seine Anwendung, wie hier beispielhaft im Zusammenhang der Corona-Pandemie gezeigt, unterscheidet häufig kaum zwischen fundierter, aber politisch unerwünschter Kritik und der Widergabe unentwickelter, konfuser Argumentationen. Der undifferenzierte Einsatz des Begriffs führt so zu Tabuisierungen im gesellschaftlichen Diskurs, die eine Aufklärung wichtiger Fragen blockieren.

Die Zäsur der Corona-Pandemiesituation braucht viel Mut zu einem unverstellten Forschen wie Prüfen, will sie konstruktiv bewältigt werden. Wie es in Krisenlagen häufig ist, haben Schwachstellen und Fehler im System besonders gravierende Auswirkungen, sie können damit aber auch besonders klar wahrgenommen werden. Das Ereignis der Pandemie ist in seiner Einbettung in den Gesamtzusammenhang kompliziert und verschachtelt. Ein kompetenter Umgang mit ihm wird vermutlich immer lückenhaft bleiben und erfordert dennoch ein hohes Maß an Sorgfalt. Es wird dieses "Mehr" oder "Weniger" im Bemühen um Kompetenz sein, das wahrscheinlich darüber entscheiden wird, ob wir den weiter begangenen Weg irgendwann in der Rückschau als gut bewerten werden können.

In den vergangenen Jahrzehnten ist ganz allgemein die Qualität in der gesellschaftlichen Behandlung von Problemen in erschreckendem Maße erodiert. Viele der öffentlich geführten Debatten sind Spiegel hiervon. Einer der Schlüssel, die das besonders gut aufzeigen können, ist der Umgang mit den Begriffen "Verschwörungstheorie" und Verschwörungstheoretiker". Kennzeichen ihres Gebrauchs ist eine miteinhergehende inhaltliche Verflachung, was bei komplexen Zusammenhängen schwerwiegende Auswirkungen hat.
mehr:
- Coronavirus: Verschwörung Macht Theorie (Claudia Lorenz, Telepolis, 08.07.2020)
siehe auch:
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Dienstag, 26. Mai 2020

Hypnosetag 117: Ein Verschwörungstheoretiker ist, wer den offiziell vorgebeteten Unsinn nicht glaubt



Vorsicht! Was heute noch als solide Recherche und seriöse Berichterstattung verkauft wird, kann schon morgen gefährliche Verschwörungsideologie sein.

Als habilitierter Konspirologe und „elder statesman“ der Verschwörungstheorie verfolge ich die aktuelle Aufregung über die „Gefahren“ und die „unheimliche Macht“ (Spiegel) der Verschwörungstheoretiker ja eher amüsiert. Und erstaunt, dass der inflationäre Gebrauch das Diffamierungs- und Denunziationspotential des Begriffs noch immer nicht abgenutzt hat. Was möglicherweise damit zu tun hat, dass die akademischen „Experten“, die dazu publizieren und verstärkt im Fernsehen herumgereicht werden, zu diesem Thema in der Regel nur küchen-psychologischen Bullshit von sich geben.

Dass es reale Verschwörungen gibt und viele anhand von Indizien darüber aufgestellte Hypothesen sich als wahr erwiesen haben – dass Verschwörungstheorie als heuristisches Verfahren also durchaus Berechtigung zukommt – wird von diesen Experten ebenso ausgeblendet wie die im Namen des Staats und der Großmedien verbreiteten Verschwörungstheorien. Zum Beispiel die WMD des Irak oder – soeben aufgeflogen – die Verschwörungstheorie „Russiagate“, nach der „die Russen“ die Computer der Demokraten gehackt und Trump zum Wahlsieg verholfen hätten. Wie jetzt veröffentlichte Dokumente von Kongress-Anhörungen zeigen, hat der Verantwortliche der IT-Firma „Crowdstrike“ ausgesagt, dass sie keinerlei Beweise für „russische Hacker“ gefunden hätten. Dennoch wurde diese haltlose Story mit Putin als Erzbösewicht auf allen Kanälen seit drei Jahren immer wieder hochgekocht – und kein „Qualitätsjournalist“ stellte auch nur eine kritische Frage oder gar eigene Recherchen an. Die hätten nämlich zu niemand anderem als dem ehemaligen technischen Direktor der NSA höchstselbst, Bill Binney, geführt, der nachgewiesen hat, dass die Daten aus dem DNC-Server nicht von außen gehackt, sondern von innen abgesaugt wurden. Sowie natürlich zu der Merkwürdigkeit, warum bei einem vermeintlichen Großskandal bei dem feindliche Mächte demokratische Wahlen manipulieren und in Computer einbrechen, weder das FBI noch eine andere staatliche Stelle – sondern nur die Privatfirma Crowdstrike – den betroffenen Server untersuchen durfte.

Man musste keinen Bachelor der Illuminaten-Akademie in der Tasche haben, um zu erkennen, dass die Russiagate-Story vom Tag Eins an faul war, es brauchte eigentlich nur einen IQ über Zimmertemperatur, den Willen hinzuschauen und zu tun, was einst „Spiegel“-Rudi seinem Nachrichtenmagazin verordnete: „Sagen was ist“. Aber da kam nichts, weder beim ehemaligen Nachrichtenmagazin noch sonst in einem der selbsternannten Qualitätsmedien – drei lange Jahre lang wurde nahezu täglich die Russiagate-Saga aufgetischt. Was einen weiteren Aspekt des Themas verdeutlicht, der von den Experten gern außer Acht gelassen wird: Wenn’s der Obrigkeit passt, sind auch haltlose Verschwörungstheorien völlig in Ordnung. Und Russiagate passte in jeder Hinsicht: Als Sündenbock für den unerklärlichen Betriebsunfall der Niederlage Hillary Clintons, als Dauervorwurf an Donald Trump, dessen Politik ansonsten kritiklos durchging, und als nötiges Angstszenario für weitere militärische Aufrüstung. Da kann man dann als Top-Journalist dann jahrelang zur besten Sendezeit Verschwörungstheorien verbreiten, ohne für diese Fake News-Orgie irgendwie zur Rechenschaft gezogen zu werden. Solche VertreterInnen des lügenden Gewerbes „Presstitutes“ zu nennen ist eigentlich eine Verharmlosung, da die KollegInnen aus dem liegenden Gewerbe niemals solche Schäden anrichten wie diese Verbreiter gefährlicher Verschwörungstheorien, mit denen Kriege angezettelt werden.

mehr:
- Verschwörungsinflation – Tagesdosis 26.5.2020 (Kommentar von Mathias Bröckers, KenFM, 26.05.2020)

Alle Genialität der Aufmachung der Propaganda wird zu keinem Erfolg führen, wenn nicht ein fundamentaler Grundsatz immer gleich scharf berücksichtigt wird. Sie hat sich auf wenig zu beschränken und dieses ewig zu wiederholen. Die Beharrlichkeit ist hier wie bei so vielem auf der Welt die erste und wichtigste Voraussetzung zum Erfolg. 
[Adolf Hitler, Mein Kampf, zitiert in Albrecht Müller, Zum Entstehen eines Mainstream ein Zitat aus „Mein Kampf“, NachDenkSeiten, 29.05.2007]


Immer wieder wird die Aussage, dass die USA jene Terroristen, welche sie angeblich bekämpfen, selbst mit Waffen und Material versorgen, als „Verschwörungstheorie“ bezeichnet, um einer Diskussion darüber aus dem Weg zu gehen. Tatsächlich haben aber nicht nur höchste US-Beamte bereits öffentlich zugegeben, dass ihre engsten Verbündeten, Katar und Saudi-Arabien, die schlimmsten der schlimmen Terroristen unterstützt und Syrien mit Waffen überschwemmt haben, sondern es wurde ihnen bereits mehrfach die Lieferung von Waffen, Ausbildung und Material nachgewiesen.

Schon 2015 hatte Tim Anderson in seinem Buch „Dirty War on Syria“ unwidersprochen nachgewiesen, wie die USA Tausende von Kämpfern ausgebildet, bewaffnet und dann zum Kampf gegen die legitime Regierung Syriens losgelassen hatten. Und dass diese dann innerhalb weniger Tage zur Al-Qaida oder direkt zum IS übergelaufen waren. Das hatte zu der lächerlichen Antwort bei einem Hearing geführt, als nach der Anzahl von Kämpfern gefragt wurde, welche unter der Kontrolle der USA stehen würden, und daraufhin eine Zahl genannt wurde, die man an einer Hand abzählen konnte.

Im Jahr 2017 wurde dann klar, dass diese Versorgung der Terroristen immer noch in großem Umfang stattfand, und dass wegen der Art des Transportes wohl viele Regierungen in Europa sehr wohl davon gewusst haben mussten. In einem Artikel von Rubikon (1) tauchte zum ersten Mal der Name der bulgarischen investigativen Journalistin Dilyana Gaytandzhieva auf, welche mit Unterlagen, die sie von Whistleblowern erhalten hatte, beschrieb, wie die Versorgung der Terroristen mit Waffen und Munition funktionierte:
 
„Mindestens 350 Diplomatenflüge der Silk Way Airlines (einer staatlichen Fluggesellschaft Aserbaidschans) transportierten Waffen während der letzten drei Jahre in Konfliktzonen in der ganzen Welt. Die staatliche Fluggesellschaft flog Dutzende von Tonnen schwerer Waffen und Munition für Terroristen, unter dem Schutzmantel der diplomatischen Immunität“ (1).
[Jochen Mitschka, Die Terror-Unterstützer, Rubikon, 24.09.2019]
siehe dazu:
- Die USA und ihr Tiefer Staat (Post, 24.09.2019) 
siehe auch:
- "Der Schlaf der Vernunft gebiert Ungeheuer" (Ralph Altmann, Telepolis, 26.05.2020 – Beachte auch die Kommentare!)
Die 1.Art VTs versuchen Unlogische und offensichtlich Absurde öffentliche Darstellungen in denen oft genug auch entscheidendes Beweismaterial ausgeblendet wurde (Kennedy-Attentat; 9/11; MH117; Skripal-Attentat) plausibler/logischer/besser zu erklären.

Da diese oft jeder Vernunft (sowie meist der Physik) spottenden Darstellungen (wie z.B. Hochhäuser, die im Freien Fall in sich zusammenstürzen; Magische Kugeln etc) aber leider von hochoffizieller Seite verbreitet werden, wird nicht diese Darstellung als "Verschwörungstheorie" dargestellt, sondern die logischere/stimmigere Gegendarstellung als "VT". Insofern sind diese VTs eigentlich nur die Antwort auf staatliche Versuche, die Leute für dumm zu verkaufen. Nach vielen Jahrzehnten (wenn die verantwortlichen Lügner tot sind) werden die Unterlagen dann geöffnet und es stellt sich regelmäßig heraus, alles war noch viel schlimmer!B-)

Die 2. Art sind die VTs, die offensichtlicher Blödsinn sind, weil sie allen wissenschaftlichen Erkenntnissen widersprechen (Scheibenerde, "Fake"-Mondlandung, Klimakatatrophe als reine Einbildung, Nazis die heimlich unter dem Südpol leben etc etc)

Ein wichtiger Punkt, der meist unter den Tisch fällt, weil so die Vereinfacher wieder leichtes Spiel haben. Die, die dann wieder undifferenziert alles in den "Alles rechte Spinner-Topf" werfen, kräftig umrühren - Problem "gelöst"!

[Eymontop,
Eigentlich gibts 2 Arten von VTs, Kommentar zu Altmann-Artikel, 26.05.2020 17:07 ]

… ist ja, dass, wenn man die offiziellen Verschwörungstheorien anzweifelt, selbst als Verschwörungstheoretiker bezeichnet wird, obwohl man eigentlich nur auf die Unstimmigkeiten der amtlichen Version aufmerksam macht.

Wer glaubt, zwei saudische Piloten, die nicht einmal in der Lage waren, eine zweimotorige Caessna zu beherrschen und von ihrem Fluglehrer mit dem Prädikat „Dumm und Dümmer" betitelt wurden, wären in der Lage gewesen, völlig unbemerkt den amerikanischen Luftraum zu durchqueren und eine Boeing in einem riskanten Flugmanöver - von dem gestandene Piloten meinen, sie seien dazu nicht befähigt - in das Herz die amerikanische Verteidigungszentrale zu steuern, der mag zwar entsetzlich naiv sein, ist aber kein Verschwörungstheoretiker, obwohl sein Glaube genau dies bezeugt: eine Verschwörungstheorie, an der 15 saudische Terroristen beteiligt sein sollen. Wer denkt, Afghanistan oder der Irak wären an diesen Attentaten schuld gewesen, obwohl nach amtlicher Version gar kein Terrorist aus diesen Ländern beteiligt war, ist auch kein Verschwörungstheoretiker.

Demnach haben wir folgenden Sachverhalt: Wer an eine fragwürdige terroristische Verschwörung glaubt, ist kein Verschwörungstheoretiker. Wer kritische Fragen äußert, die ausweichend beantwortet werden, aber schon.

[digifree,
Das Interessante, Kommentar zu Altmann-Artikel, 26.05.2020 18:52 – Hervorhebung von mir]    
zum Kommentar von digifree siehe auch:
- »Ein 6-Tonnen-Stahltriebwerk macht ein Loch« – 9/11 und die Flugzeuge (Post, 06.10.2017)

Sonntag, 12. April 2020

FakeNews? – Selbst schuld!

Corona: Kampf gegen Verschwörungstheorien {3:41}

tagesschau
Am 23.02.2018 veröffentlicht 
Gerücht, Halbwahrheit, Falschmeldung oder tatsächlich Fakt? Im Internet gibt es rund um das Thema Corona reichlich zu lesen. Dabei verbreiten sich krude Theorien in hoher Geschwindigkeit und schaffen eine große Reichweite. Wenn Unsicherheit herrscht, schlägt die Stunde der Verschwörungstheoretiker. Doch es gibt auch die, die versuchen aufzukären und unwahre Inhalte löschen zu lassen.
https://www.tagesschau.de/investigati...

zum Umgang der ARD mit Fakten siehe auch:
Gelbwesten: ARD-Faktenfinder in vorderster Front bei der Verteidigung der Demokratie (Post, 19.03.2019)
Geheimdienste und Leitmedien: unbekannte Fakten plus eindeutige Schlussfolgerungen ergeben unvoreingenommenes, faktenfreies Geschwurbel (Post, 15.03.2019)
Faktenfreie Qualitäts-Hetze im ARD-Faktenfinder (Post, 06.02.2020)
- Unsere Qualitätsmedien: Das sind keine Irrtümer; das sind Lügen, Propaganda und Zensur! (Post, 09.12.2014 – siehe Punkt 6: Zensur durch Weglassen)


zu den der Öffentlichkeit bekannten Fakten in der Corona-Krise:

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Um einer Ausbreitung in Staaten ohne leistungsfähige Gesundheitssysteme entgegenzuwirken, rief die Weltgesundheitsorganisation(WHO) am 30. Januar 2020 die internationale Gesundheitsnotlage aus. Ab dem 28. Februar 2020 schätzte die WHO in ihren Berichten das Risiko auf globaler Ebene als „sehr hoch“ ein (englisch WHO risk assessment, global level: very high), zuvor als „hoch“. Am 11. März 2020 erklärte die WHO die bisherige Epidemie offiziell zu einer Pandemie, der ersten seit der Pandemie H1N1 2009/10.
[COVID-19-Pandemie, Wikipedia, abgerufen am 02.05.2020 – Hervorhebungen von mir]
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- am Tag 54 nach Ausrufen internationalen Gesundheitsnotlage durch die WHO (24.03.2020) 
tut das für das deutsche Corona-Handling federführende Robert-Koch-Institut (RKI) zwei Dinge:

1. es empfiehlt, Obduktionen möglichst zu vermeiden.[Quelle: Meikel Dachs, RKI empfiehlt keine Obduktion bei Covid-19 | Todeszahlen nicht korrekt, boostyourcity, 06.04.2020]
2. das RKI ändert seine Zählweise:
Das RKI hat heute die Falldefinition angepasst. Es wird jetzt auch als Covid-19-Fall gezählt, wenn jemand Kontaktperson eines bestätigten Covid-19-Falls ist und Symptome zeigt.   
[Berlin Online Stadtportal, Coronavirus: Derzeit 1425 bestätigte Fälle in Berlin, Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung Pressestelle, Pressemitteilung vom 24.03.2020]
Beachte:
a) Bis zu diesem Zeitpunkt gibt es so gut wie keine belastbaren Aussagen zur Letalität einer Corona-Erkrankung
b) Ab diesem Zeitpunkt wird jeder Verstorbene, der SARS-CoV-2-positiv getestet wurde, vom RKI statistisch so behandelt, als ob er an dem SARS-CoV-2-Virus gestorben wäre.
c) Die Spezifität der SARS-CoV-2-Tests ist so gering, daß eine große Zahl von Menschen, die ein Virus aus der Corona-Familie in sich tragen, als SARS-CoV-2-positiv getestet werden.

Als Arzt ist mir unverständlich, WESHALB das RKI empfiehlt, von Obduktionen abzusehen.
(zumal: »Danach arbeitete er von 1987 bis 1990 als wissenschaftlicher Mitarbeiter, Abteilung für Pathologie, an der Universität Ulm [Wikipedia])
Meine Internetrecherche ergibt drei Gründe, die möglicherweise gegen eine Obduktion sprechen könnten:
1. Laut Tagesschau 
»weist das Robert Koch-Institut (RKI) auf Ansteckungsrisiken und Sicherheitsmaßnahmen hin. Unter anderem heißt es darin:
Eine innere Leichenschau, Autopsien oder andere aerosolproduzierenden Maßnahmen sollten vermieden werden. Sind diese notwendig, sollten diese auf ein Minimum beschränkt bleiben.«
[Wulf Rohwedder, Zweifel an Corona-Fallzahlen Will das RKI Obduktionen verhindern?, Tagesschau, 09.04.2020 – Hervorhebung von mir]


Mein Kommentar:
Da der für mich seltsame RKI-Ratschlag nirgendwo genauer begründet wird, muß ich vermuten, daß das RKI die Obduzierenden vor den bei der Obduktion möglicherweise entstehenden infektiösen Aerosolen schützen wollte.
Ich frage mich: Ist das in einem Hochtechnologie-Land wie Deutschland überhaupt diskussionswürdig?
2. Weiter unten im Tagesschau-Text ist zu lesen (Hervorhebung von mir):
In einzelnen Fällen seien dem RKI Schwierigkeiten bei der Abwägung zwischen der Notwendigkeit einer Obduktion und dem Schutz des Personals mitgeteilt worden, so die Sprecherin. Die ursprüngliche Formulierung sei mit den Bundesländern abgesprochen gewesen.
Mein Kommentar:
Ich sag’s jetzt mal böse:
Wenn das RKI so ein Blogger wäre wie Uli Gellermann,
[Propaganda mit Fragezeichen? – Der nächste Blogger vor Gericht…, Post, 12.06.2018]
müßte es jetzt nachweisen, welche deutschen Pathologie-Institute dem RKI Abwägungsschwierigkeiten mitgeteilt hatten. 
Ich kann mir so etwas nicht vorstellen…
(»Hallo RKI, hier spricht Prof. XY vom Pathologie-Institut Z, ich weiß nicht, was ich machen soll!«)
😂

3. In der folgenden Verlautbarung geht der wichtige Satz fast unter
Wie erwartet ist die Sterberate in Deutschland bei Covid-19-Patienten innerhalb weniger Tage angestiegen – von 0,8 auf nun 1,2 Prozent. Wieler hält die Todesfallzahlen dabei für unterschätzt. Nicht jeder Gestorbene sei vorher getestet worden, sagte er. Und im Obduktionsmaterial sei das Virus nicht immer nachweisbar. "Ich gehe davon aus, dass wir mehr Tote haben als offiziell gezählt werden", sagte er. Die Sterberate werde weiter steigen - wie stark, sei unklar.
[dpa-Newskanal, Krankheiten – RKI: Maßnahmen zeigen Wirkung - noch keine Entwarnung, Süddeutsche Zeitung, 03.04.2020 – Hervorhebung von mir]
mein Kommentar:
Das ist jetzt Geschmackssache, wie man den Text interpretiert. Ich beschränke mich auf die unsichere Nachweisbarkeit des Virus.
Einmal gehe ich von kompetenten Pathologie-Instituten aus (Frage der zu untersuchenden Organe und der zu untersuchenden Körperflüssigkeiten), die mit dieser Tatsache wohl umzugehen wissen, und zum anderen würde ich gerne wissen wollen, nach welcher Zeit Viren im Körper eines Toten nicht mehr nachweisbar sind – und woher Prof. Wieler diese Informationen hat. 
Wenn Wieler sagt, die Sterberate in Deutschland bei Covid-19-Patienten sei innerhalb weniger Tage um die Hälfte gestiegen (von 0,8 auf 1,2 Prozent), bezieht sich diese Steigerung auf die Fall-Definition des RKI (alle mit Corona). Er vermutet weiter
a) die tatsächliche Anzahl der Covid-19-Toten sei höher als die offiziell gezählte – und begründet dies mit der Tatsache, daß nicht jeder Gestorbene vorher getestet worden sei.
(Die mögliche Überzählung durch die geringe Test-Spezifität ignoriert Wieler)
und
b) die Sterberate werde weiter steigen
Was veranlasst Wieler zu zu dieser Vermutung?
Er denkt, je mehr Kranke getestet würden, desto mehr Tote würde es geben, die SARS-CoV-2-positiv getestet worden waren.
Aber:
Was sind diese Zahlen angesichts der geringen Spezifität dann wert? 
Ich hänge mich mal weit aus dem Fenster:
Der angsterzeugende Anteil der von der SZ wiedergegebenen Aussagen ist höher als der faktenvermittelnde Anteil. 
Punkt.
Wann bin ich jetzt ein Verschwörungstheoretiker?
Antwort: Wenn ich hinter den Mitteilungen von Prof. Wieler eine Absicht vermute.
Weshalb ich das nicht tue, kann sich jeder mit einem IQ um 100 an weniger als drei Fingern abzählen…


Kathrin Grimmer, Sprecherin des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL), stellt sich hinter das RKI, das alle Verstorbenen mit nachgewiesener SARS-CoV-2-Infektion in der Statistik der Corona-Toten führt.
Das RKI weise „darauf hin, dass eine innere Leichenschau, Autopsien oder andere aerosolproduzierenden Maßnahmen vermieden werden sollten“, so Grimmer. Das LGL mache daher bei der Veröffentlichung der bayerischen Fallzahlen deutlich, dass sowohl Personen, die an Corona gestorben sind als auch solche, die mit Corona gestorben sind, nach dem Infektionsschutzgesetz Eingang in die Zählung fänden.
Das gleiche Vorgehen vermeldet auch das Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg. Wie Sprecher Markus Jox erklärt, werden Leichenschauen üblicherweise von einem niedergelassenen Mediziner oder einem Krankenhausarzt durchgeführt. Bei Feuerbestattungen müsse in Baden-Württemberg zusätzlich eine ärztliche Bescheinigung eingeholt werden.
„Das LGA selbst ist nicht eingebunden in die Leichenschauen; zuständig sind im Land die örtlichen Gesundheitsämter, in deren Zuständigkeitsbereich ein Krematorium fällt“, so Jox. Die meisten Ämter hätten die zweite Leichenschau an gerichtsärztliche Institute, Pathologen oder Rechtsmediziner im Einzugsbereich delegiert. „Unserer Kenntnis nach werden die Ergebnisse der zweiten Leichenschauen nicht systematisch erfasst.“
[Dana Bethkenhagen, Gestorben „mit“ oder „an“ Covid-19? Warum in Deutschland so wenige Corona-Tote obduziert werden, Tagesspiegel, 10.04.2020]
dumme Frage: 
WO (präzise: an welcher Textstelle) stellt sich Frau Grimmer, die Sprecherin des bayerischen LGL, hinter das RKI?

Ich bin zwar nicht Otto, aber einen hab’ ich noch, einen hab’ ich noch:

"Man braucht weiterhin Maßnahmen" {6:30 – Start bei 2:00 – Kleber: »Nun wurde heute verkauft, daß es doch ein bedeutender Fortschritt sei, daß endlich einmal die Dunkelziffer ausgeleuchtet wurde.«}

ZDFheute Nachrichten
Am 09.04.2020 veröffentlicht 
Virologe Christian Drosten sagt, die bekanntgegebene Letalitätsrate in der Heinsberg-Studie von 0,37 Prozent sei nicht neu. Bei einer Rate von 15 Prozent Immunität in der Bevökerung bräuchte es weitere Maßnahmen, die die Geschwindigkeit des Ausbruchs ausbremsten.

mein Kommentar:
Honi soit qui mal y pense [siehe Wikipedia]
Genau hinhören!!
Wie soll man Klebers Worte anders als abwertend verstehen, wenn er sagt: 
»Es wurde verkauft…« ?
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Da soll sich jeder seine eigenen Gedanken zu dieser Sprachwahl – zumal in einer Nachrichtensendung – machen!
Außerdem sollte jemand dem medienunerfahrenen Drosten mal klarmachen, daß er während eines solchen Interviews (siehe Min. 4:19) gefälligst nicht zu lächeln hat!! (Bei den tollen Steilvorlagen von Kleber…)

mein abschließender Kommentar:
Ich würde mir einen Sprach- und einen Medienwissenschaftler wünschen, die das Tagesschau- und das ZDF-Video wie auch die Meldungen, die ich zitiert habe, einmal gründlichst auseinandernehmen!
😂

Diesbezüglich verweise ich auf die Videos in folgendem Post:
Ich vermute allerdings, daß dann Tagesschau, heute-Nachrichten und Spiegel (»Stoppt Putin jetzt!«) mit solchen Meldungen einfach so weitermachen wie bisher…
Das wäre ja nicht das erste Mal!
Verbohrter Kai Gniffke wieder abgewatscht – Chapeau! (Post, 01.05.2019) 
Tagesschau sachlich und objektiv: »Putin, einsam und verlassen« (Post, 19.11.2014) 
Mist, jetzt habe ich mich verplappert…
😂




Montag, 23. März 2020

Žižek, Macron und Ulrich über die Konsequenzen von Corona


Epidemien wie diese machen jetzt klar, wo die Grenzen unseres weltweiten – ich nenne es nicht gerne so, aber es ist so – "neoliberalen Wirtschaftssystems" liegen."
[Slavoj Žižek]

"Diese Pandemie hat jetzt schon deutlich gemacht, dass manche Güter und Dienstleistungen nicht den Marktgesetzen unterliegen dürfen. Es ist verrückt, unsere Ernährung, unsere Sicherheit, unseren Schutz, die Fähigkeiten, unser Leben zu gestalten, im Grunde an andere zu delegieren. Wir müssen die Kontrolle darüber zurückgewinnen. Wir müssen mehr noch als bisher ein souveränes Frankreich und Europa errichten, ein Frankreich und Europa, das sein Schicksal fest in die Hand nimmt."
[Emmanuel Macron in einer TV-Ansprache]

"Die Art und Weise, wie wir wirtschaften, war ja vorher schon mehrfach in die Krise gekommen: die Finanzkrise, die Eurokrise und die Klimakrise sowieso. Und jetzt kommt quasi oben drauf die Coronakrise. Und mit den Konsequenzen muss man sich jetzt überlegen: Was sind die realen Kosten der Globalisierung – und sich da nichts mehr vormachen."

"Der Kern dieser Coronakrise besteht ja darin, dass eigentlich fast alle Länder kein Gesundheitssystem haben, das irgendwelche Puffer hätte, wo man für solche Fälle und zumindest für einen Teil dessen gerüstet wäre. Warum man einen so wichtigen Bereich so auf Kante näht, überall, darüber muss man sich jetzt in der Tat Gedanken machen."
 
[Bernd Ulrich, stellvertretender Chefredakteur der ZEIT]
mehr bei:
Das Ende der Welt, wie wir sie kennen? Corona als Herausforderung und Chance einer globalisierten Welt (Alexander Stenzel/Sven Waskönig, Titel Thesen Temperamente, Das Erste, Sendung vom 22.03.2020 – Alle Zitate sind dem Begleittext aus dem verlinkten ttt-Video in der ARD-Mediathek entnommmen)
siehe auch:
Die neue Weltwirtschaftskrise, das Corona-Virus und ein kaputt gesparter Gesundheitssektor. Oder: Die Solidarität in den Zeiten von Corona. (Winfried Wolf, NachDenkSeiten, 20.03.2020)
Erst zerstören, dann heilen. Das ist kein sinnvolles Verfahren. (Albrecht Müller, NachDenkSeiten, 20.03.2020)
Kinderarmut: „Sie mussten früh erwachsen werden“ (Marcus Klöckner, NachDenkSeiten, 19.03.2020)
LG Bonn urteilt zu Cum-Ex-Deals Cum-Ex ist strafbar – den­noch milde Urteile (Legal Tribune Online, 19.03.2020)
- Urteil im ersten Cum-Ex-Strafprozess: Angeklagte zu Bewährungsstrafen verurteilt (Jan Willmroth, Nils Wischmeyer, SZ, 18.03.2020)
Die Sozis und die Banken (Post, 13.02.2020)

mein Kommentar:

1. Der Prozess schleichender Entdemokratisierung

Der Spruch, der es auf den Punkt bringt, lautet:
»Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren!«
In keiner europäischen Großstadt hat die Privatisierung der Wasserwerke einen für die Bürger erkennbaren Vorteil erbracht, im Gegenteil:
Water Makes Money – Wie private Konzerne aus Wasser Geld machen (Post, 16.02.2013)
Wenn Lobbyisten das halbe Gesetz schreiben (Post, 13.02.2013)
Trotzdem wurde über TTIP verhandelt!
Der SPON-Artikel über die TTIPLeaks (Inzwischen sollte klar sein, daß es ohne Leaks einfach nicht geht!)
- Freihandel "Wenn das Ding so kommt, leben wir in einer anderen Welt" (Annett Meiritz, SPON, 02.05.2016)
vermittelte der breiteren Öffentlichkeit Einblicke in das bis dahin geheim verhandelte und gehaltene Vertragswerk.


Das also soll ernsthaft ein Fortschritt sein? Ab Montag dürfen Abgeordnete in einem Leseraum im Bundeswirtschaftsministerium die geheimen Unterlagen der europäisch-amerikanischen Verhandlungen über das Freihandelsabkommen TTIP lesen.
Wenn sie sich in der Woche vorher für einen zwei-Stunden-Termin angemeldet haben.
Wenn sie ihr Handy abgeben.
Wenn sie nichts kopieren oder fotografieren.
Und wenn sie danach schweigen.
Sie dürfen also keine Experten fragen, wie das zu beurteilen ist, was sie da gelesen haben. Sie dürfen niemanden um Hilfe bitten, der vielleicht besser Englisch kann als sie – die Unterlagen sind nicht übersetzt. Sie dürfen nicht ihre Mitarbeiter informieren. Und schon gar nicht die Presse oder die Bürger.
Das ist kein Fortschritt, das ist hochgradig lächerlich. […] Abgeordnete, die dort lesen und dann gut über die Details von TTIP Bescheid wissen, müssen sogar mit "disziplinarischen und/oder rechtlichen Maßnahmen" rechnen, wenn sie diese Erkenntnisse öffentlich kundtun. Sie dürfen also in den Leseraum hinein, kommen aber faktisch mit einem Maulkorb wieder heraus.
[Kommentar von Petra Pinzler, TTIP-Leseraum: Bitte sagen Sie jetzt nichts!, ZON, 28.01.2016]
Wir sind spätestens seit dem Jahr 2016 mit dem Prozess einer zunehmenden Entdemokratisierung konfrontiert.  Hier hilft nur eine freie und engagierte Presse.



2. Der desolate Zustand unserer wichtigsten Medien

Wie es aber mit unserer Presse steht, davon haben wir spätestens mit Beginn der Ukraine-Krise einen Geschmack bekommen: 

a) antirussische Gleichschaltung

Erinnert sich noch jemand an den »einsamen Putin« auf dem G20-Gipfel in Brisbane?
- Tagesschau sachlich und objektiv: »Putin, einsam und verlassen« (Post, 19.11.2014)

Erinnert sich noch jemand an die angeblich »Zehntausende« im Fußballstadion von Donezk, von denen Karen Miosga in den Tagesthemen vom 20.05.2014 erzählte, die gegen die pro-russischen Milizen demonstrierten?
- Unsere Qualitätsmedien: Das sind keine Irrtümer; das sind Lügen, Propaganda und Zensur! (Post, 09.12.2014)
Kai Gniffke ruderte im Tagesschau-Blog zurück:
„Wir haben nie behauptet, dass im Stadion ,Zehntausende‘ Menschen waren.“
[zitiert im Kommentar von Ursula Scheer, Fehlschüsse der ARD, FAZ, 03.10.2014]

▶︎ Erinnert sich noch jemand an 
- Die – zumindest teilweise – Vernichtung eines gepanzerten russischen Phantom-Konvois 
am späten Freitagnachmittag, den 15.08.2014?
Ich kann mich noch sehr gut an die Tageszeit erinnern, weil ich sofort auf die Uhr sah (es war ungefähr 17:25h) und dachte: »Jetzt beginnt der 3. Weltkrieg!«

▶︎ Und kann sich noch jemand daran erinnern, daß drei Tage lang hintereinander eine Katastrophenmeldung nach der andern auf uns herabregnete – und am Dienstag darauf herrschte plötzlich Schweigen im Walde: Nicht nur der russische Konvoi, auch die Meldungen darüber waren urplötzlich verschwunden – und anscheinend wunderte das niemanden außer mir…

▶︎ Und kann sich noch jemand dran erinnern wie diese »schwarzvermummten Separatisten mit der Kalaschnikow im Anschlag« (O-Ton Miosga) in ihrer unglaublichen, menschenverachtenden Bosheit am 17. Juli 2014 eine Malaysische Verkehrsmaschine mit 283 Passagieren mit einer angeblich von Putin zur Verfügung gestellten BUK-Rakete vom Himmel holten?
(Dies glaubte jedenfalls der Hans-Joachim-Friedrich-Preis-Träger Eliott Higgins mithilfe seines investigativen Recherchenetzwerkes »Bellingcat« »mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit« nachweisen zu können.)

▶︎ Und kann sich noch jemand daran erinnern, was dann für ein Shitstorm auf die bösen pro-russischen Separatisten und den noch böseren narzisstisch-expansionistischen Putin herabregnete?
Wie menschenverachtend die bösen Separatisten mit den Leichen umgegangen seien, man den Toten sogar noch Wertgegenstände – z.B. Kreditkarten – geklaut habe?
Daß sich der Sprecher der OSZE-Mission, Michael Bociurkiw, die die Absturzstelle zwei Tage später in Augenschein nahm, bei den Ostukrainern bedankte (»You did a hell of a job!«), kam in den deutschen Medien leider nicht an. Was beim Tagesspiegel ankam, liest sich in der Unter-Überschrift so:
Die Ermittlungen am Absturzort der malaysischen Passagiermaschine mit 298 Menschen an Bord werden nach OSZE-Angaben weiter durch Einschüchterungen und chaotische Zustände erschwert.
[Nina Jeglinski, Matthias Meisner, Newsticker zum Abschuss von MH17 in der Ukraine OSZE-Mission beklagt chaotische Zustände am Absturzort, Tagesspiegel, 19.07.2014]

Was mit dem Wort »Einschüchterung« in der Unter-Überschrift gemeint ist, erschließt sich bei der Lektüre des 2. Absatzes:
„Es sind in einiger Entfernung heftige Gefechte zu hören. Es ist wirklich einschüchternd, dorthin (zum Absturzort) zu fahren und das zu hören.“

[Michael Bociurkiw, Sprecher der OSZE-Mission]
Vielleicht gibt es Leser, die phantasievoll genug sind, sich die dort herrschenden Bedingungen vorzustellen und verstehen, weshalb, wie der Tagesspiegel-Artikel meldet, Bociurkiw kritisiert: „Das Problem ist, dass es keine Absperrung des Ortes gibt, wie sonst üblich. Jeder kann da rein und womöglich mit Beweisstücken herumhantieren.“
Der SPON-Artikel vermittelt einen noch besseren Eindruck von den Umständen der Arbeit der OSZE-Mission und der ostukrainischen Bergungskräfte:
- MH17-Untersuchung im Kampfgebiet Frust im Trümmerfeld (Christian Neef, SPON, 06.08.2014)
▶︎Kurz und gut: Unsere Medien haben sich während der Ukraine-Krise mit allem anderen als mit Ruhm bekleckert!


b) die PNAC-Propaganda-Gleichschaltung unserer Medien durch transatlantische Netzwerke

Dazu gehören
▶︎ das 9/11-Tabu [Stichworte: Patriot Act, AUMF]
»vorher nicht dagewesene Ausweitung der präsidentiellen Macht und […] faktische Aufhebung der Gewaltenteilung in den Vereinigten Staaten« [Wikipedia] 
Einen der letzten kritischen Artikel findet man in einem SPIEGEL aus dem Jahr 2003:
Bushs Masterplan: Der Krieg, der aus dem Think Tank kam (Jochen Bölsche, SPON, 04.03.2003

▶︎ Auch die Ungereimtheiten im Umfeld der 9/11-Kommission 
- sie kam nur zustande aufgrund der Beharrlichkeit der vier »Jersey Girls«) und 
- der ständigen Behinderung ihrer Arbeit und 
- die Dürftigkeit ihres Abschlußberichtes (die Aussagen der Übersetzerin Sibel Edmonds [Da ist was passiert!kommen nur in einer Fußnote vor)
werden von unseren Mainstream-Medien weitgehend ignoriert.

▶︎ das Ignorieren der Aussagen von Wesley Clark (»9/11 war ein Staatsstreich«, »Heutige Kriege schon 1991 geplant«)

▶︎ das Ignorieren der 2013 gestarteten CIA/Saudi-Arabien-Operation Timber Sycamore (Finanzierung durch Saudi-Arabien, Waffenbeschaffung, Transport und Ausbildung sogenannter »gemäßigter oppositioneller Kräfte« durch die CIA), begleitet von MI6-gesteuerter Anti-Assad-Propaganda (Stichworte: »Weißhelme« [»Bürgerreporter«, »Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte«
siehe dazu:
Die »zuverlässigen Quellen« des Mainstreams (Post, 12.05.2018)
- »Ein 6-Tonnen-Stahltriebwerk macht ein Loch« – 9/11 und die Flugzeuge (Post, 06.10.2017)
9/11: Die Vorbereitung des Chaos, Beschwichtigungs- und Vertuschungsversuche (Post, 08.09.2007)



Und als ich mich dann anfing mit Syrien zu beschäftigen, stolperte ich über einige Weißhelm-Videos, die mich stutzig machten:
1.  Ein Video, inzwischen natürlich bei YouTube gelöscht, zeigte vier Szenen:
a) In der ersten Aufnahme, lehnte sich ein korpulenter 50Jähriger mit quergestreiftem T-Shirt völlig erschöpft gegen eine Säule und ein schlanker Mit-Dreißiger mit längsgestreiftem T-Shirt liegt tot oder bewußtlos wenige Meter davor auf dem Bauch auf der Straße.
b) Die zweiten Aufnahme zeigte die gleiche Szene, nur mit vertauschten Rollen: diesmal liegt der korpulente 50-Jährige reglos auf dem Bauch und der schlanke Mit-Dreißiger lehnt sich erschöpft gegen die Säule.
c) In der dritten Szene bespritzt der korpulente 50-Jährige ein halbes Dutzend Leute, die auf der Ladefläche eines PickUps liegen, mit Wasser aus einem Löschschlauch – augenscheinlich, um sie nach einem Giftgasangriff zu dekontaminieren.
d) In der vierten Aufnahme wird ein Bewußtloser auf einer Trage zu einem Krankenwagen getragen. Während man ihn in den Wagen hineinschiebt, hebt der angeblich Bewußtlose den einen Unterarm, um sich nicht an der Wagentür zu stoßen.

2. Das Video der schwedischen Ärzte für Menschenrechte 
zeigt ein angebliches Weißhelm-Ausbildungs-Video, bei welchem ein Behandler einem Säugling Adrenalin direkt ins Herz spritzt. (Sowas zeigt auch Tarantino in »Pulp Fiction«)
Nur machen die Weißhelme den Fehler, die Nadel nicht einfach senkrecht ins Herz zu stechen, sondern sie stochern mehrmals mit der Nadel in unterschiedlichen Richtungen (der Richtungswechsel erfolgt mit intracardial plazierter Nadelspitze!) im Herzen rum.
Ich habe eine Version gesehen, in der die geöffneten Augen des Säuglings zu sehen waren.
Ob der Säugling, den die Weißhelme für das Video benutzten, lebte, vermag ich nicht zu sagen…
- Schwedische Ärzte: Lebensrettende Maßnahmen der White Helmets sind gestellt und gefährlich (RT Deutsch, YouTube, 08.03.2017)

3. Im gleichen verlinkten Video (der schwedischen Ärzte) sieht man zum Schluß eine gestellte Rettungsszene (ein viral gegangenes Video mit dem Titel »Mannequin Challenge«). Ich habe eine inzwischen aus YouTube entfernte Version des Videos gesehen, in der die vermeintlichen Retter etwa 20 Sekunden reglos neben dem Opfer stehen und warten müssen, bis der Kameramann den Tonknopf gefunden und den Ton eingeschaltet hat. Dann beginnt die Rettung.
mehr dazu:
- ‘Error of judgment’: White Helmets apologize for bizarre mannequin challenge video (RT Deutsch, 25.11.2016)

2017 findet sich noch in der Süddeutschen ein kritischer Artikel:
- US-Waffenlieferungen : Heikle Fracht aus Ramstein (Frederik Obermaier und Paul-Anton Krüger, München/Kairo, SZ, 12.09.2017 – man achte auf den Begriff »Timer Sycamore«!)

Ich erspare mir weitere Beispiele. 
Rechercheergebnisse bezüglich der Weißhelme finden sich in:
Die »zuverlässigen Quellen« des Mainstreams (Post, 12.05.2018)
und
- Weißhelm-Videos und die sogenannte »gemäßigte syrische Opposition« (Post, 11.10.2019)
Michael Lüders fasst bei Lanz am 05.04.2017 sein Befremden gegenüber den Mainstream-Medien folgendermaßen zusammen:
»Was mich sehr wundert ist, daß es keine deutsche Zeitung gibt, die diese Zusammenhänge mal darstellt. […] Man müßte doch denken, daß alle an Recherche interessierten Journalisten ein Interesse daran haben, diese Dinge aufzugreifen. […] und ich habe den Verdacht, daß es nicht darum geht, Aufklärung zu leisten sondern darum, Feindbilder am Leben zu erhalten.«

mein Kommentar:
Nach meinen Recherchen muß die Gründung der Weißhelme (der entsprechende Abschnitt auf Wikipedia wir immer länger. Die Sprachregelung ist inzwischen so, daß die Weißhelme nicht von James LeMesurier gegründet wurden (s.o.), sondern sich spontan Freiwilligengruppen zusammengetan haben.)

Dirk Pohlmann (»Die Methode Reagan«) schießt direkt auf die SPON-Journalisten:


»Mit solchen Journalisten werden sie NIE in dieser Art irgendwas rausbekommen.« 
[Dirk Pohlmann über "Der duale Staat: Recht, Macht und Ausnahmezustand" ab 2:04:39, Gruppe42, YouTube, 16.05.2018]
Hoffnung wie  Slavoj Žižek und Bernd Ulrich sie äußern, Vernunft, Nachdenken, Selbstreflexion oder so etwas in der Art ist in dem Zustand, in welchem sich unsere Demokratie – sprich: unsere Mainstream-Medien – befindet, einfach nicht machbar. Und ich habe noch keine Idee, was sich da machen ließe.
Der auf die Medien angewiesene normale Leser weiß einfach zu wenig, um zu erkennen, welche Defizite in unserem System stecken!