Die Psychologie betreffenden Posts habe ich in »Roths Psychoblog« eingestellt. Eine Liste der Musikvideos findet sich unter »Tornado’s Music Favourites« (siehe unter »Links«). Das Posten eines Videos schließt das Hinzufügen des Infotextes mit ein. (Ich bemühe mich, offensichtliche Werbung wegzulassen) Dieser gibt also nicht notwendigerweise meine Meinung wieder! Das verwendete Bild stammt aus Bob Dylan’s Video »Jokerman«. Ich speichere keine Daten!
Aussagen in niederländischen Akten werfen den Verdacht auf, dass japanische Soldaten in Indonesien auch Staatsangehörige der Achsenmächte nicht verschonten
Im September errichtete der Korea-Verband im Berliner Bezirk Moabit ein auf Deutsch, Englisch und Koreanisch beschriftetes Denkmal zur Erinnerung an die so genannten "Trostfrauen" - Zwangsprostituierte, die im Zweiten Weltkrieg von Soldaten der japanischen Armee missbraucht wurden. Die behördliche Genehmigung, die der Verband dafür eingeholt hatte, wurde im Monat darauf widerrufen. Zur Begründung dieses Widerrufs führte das Bezirksamt an, das Denkmal habe "in Japan auf nationaler wie lokaler Ebene und auch in Berlin zu Irritationen geführt" und man wolle auf "eine Parteinahme in zwischenstaatlichen und insbesondere historischen Konflikten verzichten".
"Keinerlei Zuständigkeit"
Als der Tagesspiegel darauf hin versuchte, Genaueres über diese "Irritationen" zu erfahren, erweckte der Berliner Senat mit der Erklärung, er habe "keinerlei Zuständigkeit [...] für die Entfernung von Statuen wie der in Frage stehenden im Stadtteil Moabit" den Eindruck, nichts mit der Sache zu tun zu haben. Später fand die Zeitung jedoch heraus, dass die Öffentlichkeit damit in die Irre geführt wurde: Tatsächlich hatte die Berliner Stadtregierung nämlich "Gespräche mit der japanischen Botschaft und dem Bezirksamt" geführt und sich dabei "für eine schnelle Lösung eingesetzt".
Nach diesen Gesprächen bedankte sich Senatskanzleiprotokollchef Andreas Zimmer in einem Schreiben an den grünen Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel für die "konstruktive Zusammenarbeit mit der Senatskanzlei und begrüßte "ausdrücklich […] die Entscheidung […], die Ausnahmegenehmigung zum Aufstellen der sogenannten 'Friedensstatue' und ihrer Texttafeln zu widerrufen". Die Angelegenheit habe nicht nur "das Potenzial, die Beziehungen zwischen den Hauptstädten Berlin und Tokio […] nachhaltig zu gefährden", sondern auch die zu Japan.
Grosses Getue um die US-Wahlen auch hierzulande. Wozu? Die USA bleiben ein Land der Gewalt und Erpressung – egal wer gewinnt.
«The Semai, a Nonviolent People of Malaya», ist der Titel eines Buchs, das der US-amerikanische Ethnologe Robert K. Denton 1968 in New York publiziert hat. [1] «Die Semai, ein gewaltloses Volk in Malaya». Er beschreibt darin die Semang Semai, eine Gruppe von Ureinwohnern im schwer zugänglichen Hügelland Zentral-Malaysias, bei und mit denen er längere Zeit gelebt hat. Besonderes Merkmal dieser Menschen: Sie leben weitgehend friedlich, weil Gewalt als Problemlösung bei ihnen generell sehr verpönt ist.
Das pure Gegenstück zu diesen Semai würde Denton heute wohl unter dem Titel beschreiben: «Die US-Amerikaner, ein gewalttätiges Volk in Nordamerika». Zu diesem Thema gibt es unzählige Publikationen. Eine der neueren ist Daniele Gansers Buch «Imperium USA» mit dem Untertitel «Die skrupellose Weltmacht». [2] Wie andere Autoren vor ihm, zeigt Ganser auf, wie Gewalt sich als destruktive «Problemlösung», als roter Faden durch fast alle Aspekte der Gesellschaft, der Politik und der Geschichte der USA zieht. Es gibt dazu in den USA das geflügelte Wort: «If all you have is a hammer, every problem looks to you like a nail.» (Wer nur einen Hammer in der Werkzeugkiste hat, für den sieht jedes Problem wie ein Nagel aus.)
Der «Weltpolizist» als Gewalttäter
Dem «Rest der Welt» (wo 95 Prozent der Menschheit leben) zeigen US-Regierungen oft mit militärischer Gewalt, wo dieser Hammer hängt. Als einziger Staat weltweit führen die USA permanent mehrere Kriege. Auf Hunderten von US-Militärbasen hat Washington rund um den Globus weit über 200'000 Soldaten stationiert – zehntausende immer noch in Europa.
Seit dem Zweiten Weltkrieg haben diese USA gegen mehr als 20 Länder offen oder verdeckt Kriege geführt. Millionen Unbeteiligte sind dabei ums Leben gekommen. US-Truppen haben ganze Volkswirtschaften, staatliche Strukturen und private Existenzgrundlagen von Millionen von Menschen nachhaltig zerstört. Da wird das hinterher laut beklagte Problem der «gescheiterten Staaten» (Failed States) regelrecht herbeigebombt. Damit werden mitunter auch jene Flüchtlingsströme verursacht, die wohl übers Mittelmeer nach Europa gelangen – kaum je aber über den Atlantik bis in die USA.
Die gewalttätigen «Interventionen» der US-Regierungen verschlingen im eigenen Land Unsummen an Steuergeldern, die für wichtige Staatsaufgaben fehlen: Das Watson Institut an der Boston University hat schon 2016 die Kosten der US-Kriege in Afghanistan, Syrien, Iraq und Pakistan bis dahin auf 4790 Milliarden US-Dollar berechnet, in Afghanistan allein seit 2001 auf weit über 1000 Milliarden. Das Budget der US-Streitkräfte beläuft sich gemäss dem Stockholmer Friedensforschungsinstitut SIPRI derzeit auf über 700 Milliarden Dollar jährlich. Das ist etwa zehnmal mehr als Russland und mehr als doppelt so viel wie China für Militär ausgeben. Der «Militärisch-Industrielle Komplex», vor dessen Einfluss der Weltkrieg-General und spätere US-Präsident (1953–1961) Dwight D. Eisenhower schon 1961 gewarnt hatte, ist in den USA heute mächtiger denn je.
»Der Westen eroberte die Welt nicht durch die Überlegenheit seiner Ideen oder Werte oder seiner Religion (zu der sich nur wenige Angehörige anderer Kulturen bekehrten), sondern vielmehr durch seine Überlegenheit bei der Anwendung von organisierter Gewalt. Oftmals vergessen Westler diese Tatsache; Nichtwestler vergessen sie niemals.« [Samuel Phillips Huntington: Kampf der Kulturen. Die Neugestaltung der Weltpolitik im 21. Jahrhundert. 5. Auflage, Siedler bei Goldmann, München 1998, S. 68., zit in Wikipedia]
und auch in Corona-Zeiten nicht vergessen:
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…die USA sind seit dem Zweiten Weltkrieg durch Angriffe auf andere Länder für den Tod von 20-30 Millionen Menschen verantwortlich. [Mausfeld-Vortrag »Warum schweigen die Lämmer?« bei 39:00]
ELP: The Endless Enigma cover by an ELP Cover Band
mokusmisi Am 27.10.2015 veröffentlicht
This latest collaboration is of another masterpiece
by Emerson, Lake and Palmer.
We hesitated a lot on the decision to attempt it
because of the complexity of the piece. The biggest
obstacle to overcome was the middle piano solo, which
is challenging enough even for the professionals.
But we had great fortune when I brought up this idea
to our esteemed friend, Rachel Flowers, as
she immediately joined us for this project.
Special thanks to Jeanie – her mother – who took
very impressive footage of Rachel’s playing,
emphasizing the most virtuoso parts of the piano solo.
Being a virtual band of amateur musicians, we have
all tried to do our best to create an authentic
accompaniment for this extremely talented young lady.
You can decide whether we have succeeded or not...
Participants:
Rachel Flowers: Piano - https://www.youtube.com/user/12string... - USA
Len Audsley - Vocals - http://www.youtube.com/justsingit72 (USA)
George Barabás - Synths - https://www.youtube.com/user/xbgyuri (HUNGARY)
Bálint Holubecz: Bass Guitar - http://www.youtube.com/user/rottenbor... - HUNGARY
Steve Barber - Chimes - https://www.youtube.com/user/audiophi... (USA)
Dave Becher - Percussion - http://www.youtube.com/17drums (USA)
Mihály Tunkli (Misi) - Hammond Organ - http://www.youtube.com/user/mokusmisi (HUNGARY)
We give special thanks and acknowledgments to Presentation Magazine (www.presentationmagazine.com) for their heartbeat-monitor simulation, and to Péter Kasó for reprogramming it to fit the music perfectly!
The use of any copyrighted material is under the guidelines of "fair use" in title 17 § 107 of the United States code, and is meant solely for INSTRUCTIONAL and ENTERTAINMENT purposes only.
Das Recht auf Wahrheit
Am 29.10.2020 veröffentlicht
In diesem sehr klaren und berührenden Video erinnert Dr. med. Kurt Sternberger seine Ärzte-Kollegen an ihren Eid, den sie geschworen haben:
Nämlich nichts zu tun, was die Menschenrechte oder bürgerliche Freiheiten verletzt – auch nicht unter Bedrohung!
Zudem ist Dr. Sternberger gläubiger Christ. Als solchem ist es ihm nicht erlaubt, ein falsches Zeugnis abzulegen gegenüber seinem Nächsten. Hört rein, was er damit meint…
Das Video wurde mit freundlicher Genehmigung von Dr. Sternberger hochgeladen (Quelle: https://youtu.be/J0W1dPQgfjU)
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»Ich gab meinen Arbeitsplatz, meine Karriere, meine Sicherheitseinstufung auf und setzte meine Freiheit aufs Spiel, und das alles für ein Unterfangen mit ungewissem Ausgang, in der Annahme, daß sich die Öffentlichkeit, wenn sie die Tragweite der ihr 25 Jahre lang aufgetischten Lügen zur Schlächterei in Vietnam erführe, gegen den Krieg entscheiden würde. Leider lernt man dabei etwas über seine Mitmenschen, das man eigentlich nicht wissen will: daß sie zuhören, daraus lernen, es sogar verstehen und es dann aber weiter ignorieren.« [Daniel Ellsberg in einem Radio Interview 1972]
»Als wir begannen, die Geschworenen auszuwählen, brachten wir ihm einen Psychiater als Experten mit. Er sagte uns, daß wir zwei junge Männer verteidigen würden, kluge Männer, die viel erreicht hätten; Männer mit einer Zukunft, die bereit wären, all das nicht für sich selbst oder ihre Karriere zu opfern, sondern für ein Prinzip. Und der Psychiater riet uns: ›In diese Jury sollten Sie keine Männer mittleren Alters berufen, denn das könnten Männer sein, die vielleicht im Laufe ihres Lebens Prinzipien für ihre Karriere, für ihre Familie geopfert haben.‹ Sie hätten nur Geringschätzung, womöglich nur Verachtung übrig für zwei Männer, die um ihrer Prinzipien willen all das aufs Spiel gesetzt haben.« [Leonard Weinglass, Verteidiger von Anthony Russo, in: Der gefährlichste Mann in Amerika – Daniel Ellsberg und die Pentagon-Papiere {1:31:15 – Leonard Weinglass: »In diese Jury sollten Sie keine Männer mittleren Alters berufen.« ab 1:21:44]
DER GEFÄHRLICHSTE MANN IN AMERIKA - DANIEL ELLSBERG UND DIE PENTAGON-PAPIERE {1:31:15 – Start bei 1:21:44
– Weinglass: »Als wir begannen, die Geschworenen auszuwählen, brachten wir ihm einen Psychiater als Experten mit…«}
AAERAA ABLE Am 06.08.2012 veröffentlicht
DER GEFÄHRLICHSTE MANN IN AMERIKA
[http://aaeraa.blogspot.com]
Tobias Riegel hat in diesem Beitrag die Worte des russischen Außenministers Sergej Lawrow, die Kommunikation mit der EU für einige Zeit zu beenden, als „nicht überraschenden“, aber „dennoch beunruhigenden“ Paukenschlag bezeichnet. Er weist darauf hin, dass Deutschland „führend bei antirussischer Propaganda“ ist und er macht auf etliche Beispiele falscher Schuldzuweisungen aus Politik und Medien aufmerksam.
Zahlreiche Leserinnen und Leser der NachDenkSeiten haben geantwortet. Die Zustimmung zum Inhalt und die Sorgen über eine Zunahme der Konfrontation sind groß. Wir bedanken uns sehr für die Antworten. Es folgen einige der Leserbriefe. Zusammengestellt von Christian Reimann.
Verteidigungsminister beraten in Brüssel Truppenrückzug und Ende der Mission Resolute Support. Nach Rückholung von US-Militärs ist Abzug kaum vermeidbar
Nach Informationen von Telepolis hat die Bundeswehr schon in der zweiten Augusthälfte Kräfte in den Norden Afghanistans verlegt, um eine sogenannte Rückverlegungs- und Verwertungsorganisation aufzubauen. Ziel dieser Einheit ist es, nicht mehr notwendiges Material zu entsorgen, vor Ort an Bündnispartner zu übergeben oder nach Deutschland zurückzuholen.
Verschiedene deutsche Medien hatten über das Ende des Einsatzesbereits berichtet. Aus Stellungnahmen des Verteidigungsministeriums geht nun hervor, dass im Hintergrund auf Hochtouren daran gearbeitet wird, "die Voraussetzungen für eine mögliche geordnete Rückverlegung des deutschen Einsatzkontingents in Afghanistan zu schaffen".
Hintergrund ist der angekündigte Abzug der US-Truppen aus dem zentralasiatischen Krisenstaat. Unlängst hatte US-Präsident Donald Trump entsprechende Pläne bekräftigt und überraschend angekündigt, die eigenen Soldaten bereits bis Weihnachten abzuziehen.
Die USA stellen eines der größten Kontingente in Afghanistan. Ende Februar hatten die Trump-Regierung und die Taliban einen Friedensvertrag geschlossen, der – halten sich die radikalen Islamisten an die Vereinbarung – den Abzug "aller ausländischer Kräfte" aus dem Land vorsieht. Auch wenn die Bundesregierung und andere Nato-Staaten nicht Teil der Vereinbarung sind, betrifft sie den Nordatlantikpakt unmittelbar.
Dessen ist man sich in Berlin bewusst: "Für uns ist es ganz wichtig, dass die Verhandlungen, die es derzeit gibt, auf einem guten Wege sind, und für uns ist es ganz wichtig, dass wir innerhalb der Nato gemeinsam vorgehen", sagte Außenamtssprecherin Maria Adebahr unlängst, um auf "Konsultationen" innerhalb des Bündnisses zu verweisen.
Einen Tweet des US-Präsidenten zum Abzug bis Weihnachten habe die Bundesregierung zur Kenntnis genommen. "Wenn es konkrete Planungen der US-Seite geben sollte, dann würden wir erwarten, dass man die mit uns teilt und dass man das bespricht", so Adebahr, die damit auf ein Hauptproblem der Nato-Kräfte in Afghanistan verwies: US-Präsident Trump hat durch sein eigenmächtiges Vorgehen den Druck auf die übrigen ausländischen Truppen, das Land zu verlassen, massiv erhöht.
Unsere Schwarz Rot Goldene Bundesregierung will das teuer von der Deutschen Waffenindustrie gekaufte Kriegsmaterial nicht "Heim ins Reich" holen, weil der Transport zu "teuer" wäre, hinwärts war es offensichtlich kein Problem!
Und man kann ja irgendwelche "Aufständische" damit billig versorgen Hauptsache die deutsche Wertarbeit verkommt nicht und das Morden geht weiter.
Mir wirds schon wieder ganz übel...!
[Xaugurant, Nato und Bundesw. fliehen aus Afghanistan Peter Scholl Latour posthum bestätigt, Kommentar 24.10.2020 12:57]
Deutschlands General in Afghanistan, Wolf-Jürgen Stahl - Jung & Naiv: Folge 339 {35:27}
Jung & Naiv Am 26.11.2017 veröffentlicht
77Wolf-Jürgen ist Deutschlands ranghöchster Soldat in Afghanistan. Er ist seit Oktober 2017 Kommandeur der "Train Advise & Assist" (TAA) Mission im Norden des Landes und Kontigentführer der deutschen "Resolute Support"- Mission der NATO. Bevor das Camp Marmal in Masar-E Sharif sein "Zuhause" wurde, war Brigadegeneral Stahl jahrelang im Verteidigungsministerium tätig.
Mit Wolf-Jürgen geht's kurz um seinen Werdegang: Wollte er schon immer General werden? Wie ist es dazu gekommen? Was kann nach dem Rang des Generals noch kommen? Warum gibt es seit 2001 deutsche Soldaten in Afghanistan? Was hat der 11. September damit zu tun? Hält Wolf-Jürgen den Einsatz für sinnvoll? Warum sind wir nach 16 Jahren noch immer in Afghanistan? Was hat der Afghanistan-Krieg mit einem kranken Patienten und Ärzten zu tun? Wer ist der Feind in diesem Land? Wie erkennt man Taliban? Was ist der Unterschied zwischen der ISAF-Mission und der jetztigen "Resolute Support"-Mission der NATO? Was würde passieren, wenn wir unsere Soldaten nach Hause holen? Wie kann es endlich Frieden geben? Und wird Deutschlands Freiheit weiterhin am Hindukusch verteidigt?
Das und vieles mehr in der 339. Folge - wir haben sie am 23. November 2017 in Masar-E Sharif, Afghanistan aufgenommen.73
mehr Text u. Links: Youtube
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Klartext #7: Mir platzt der Arsch - Johannes Clair {2:40}
Johannes Joe Clair Am 31.08.2015 veröffentlicht
Der Umgang mit Veteranen in Deutschland ist eine Schande. Heute habe ich von einem aktuellen Beispiel erfahren, das mir die Haare zu Berge stehen lässt.
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Klartext #1: Ehemaliger Fallschirmjäger über "Afghanistan und Kampfeinsatz" - mit Johannes Clair {1:41:23}
Johannes Joe Clair Am 14.01.2015 veröffentlicht
Augenzeugenberichte sind elementar für eine Demokratie. Und auch, wenn so mancher Kommentator nicht in der Lage ist, Offenheit mit sachlichen Antworten zu begegnen, zeigt das überwältigend positive Verhältnis von Likes zu Dislikes, dass die meisten Menschen sich unvoreingenommen informieren wollen...
Ehrlicher und offener Vortrag des ehemaligen Fallschirmjägers und Bestsellerautors Johannes Clair im Dezember 2014 an der Universität der Bundeswehr in München. Die anwesenden jungen Offiziere hatten eigeninitiativ um den Vortrag gebeten und ihn organisiert.
ACHTUNG: Dieser Vortrag stellt keine politische Abrechnung mit dem Einsatz in Afghanistan dar. Zwar wird das Thema "politische Dimension und Bewertung" des Einsatzes in anderen Videos auf diesem Kanal aufgegriffen, an dieser Stelle geht es aber vor allem um einen Augenzeugenbericht aus erster Hand.
Der Leiter Studentenbereich, ein Oberst, bat um das Auftreten in Uniform, was insofern ungewöhnlich war, als dass diese Vorträge normalerweise in zivil stattfanden.
Die Intention hinter einem zivilen Auftritt bestand darin, den zahlreichen Vorurteilen bezüglich der Thematik "Einsatz in Afghanistan" optisch neutraler entgegen zu treten. Menschen lassen sich mitunter leicht von Kleidung irreführen und verwehren sich damit selbst einer differenzierten Auseinandersetzung mit einem Thema.
Der Rahmen "Bundeswehruniversität", die Initiative der jungen Offiziere für den Vortrag und der Wunsch des Oberst führten in diesem Falle zu einer Ausnahme und dem Auftreten in Uniform. Grundsätzlich war es zu diesem Zeitpunkt als Angehöriger der Streitkräfte im Rahmen der Vorschriften immer gestattet, Uniform zu tragen.
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Phoenix Runde: "Soldaten raus aus Afghanistan" mit Peter Scholl-Latour (01.04.2009) {44:27 – Start bei 17:52:
»Was hat die Bundesrepublik gezwungen Soldaten nach Afghanistan zu schicken?«}
Peter Scholl-Latour Am 09.02.2013 veröffentlicht
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mein Kommentar:
Es darf davon ausgegangen werden, daß wichtige Berater der Bundesregierung das Afghanistan-Debakel der ISAF-Truppen haben kommen sehen.
Die Frage stellt sich dann, weshalb Deutschland überhaupt mitgemacht hat?
Kritisiert, bewundert und gefürchtet: Die Black Panther Party, gegründet im Kalifornien des Jahres 1967, sagte Rassismus und Unterdrückung den gewaltsamen Kampf an. Die zweiteilige Doku blickt hinter die Kulissen der legendären Gruppierung. Die erste Folge zeigt, wie sich die Black Panther Party formierte und die afroamerikanische Community zur Selbstverteidigung aufrief.
Als in den 1960er Jahren der Schlachtruf „Black Power“ immer mehr Resonanz gewann, formierte sich die Black Panther Party als militante Gruppierung der Bürgerrechtsbewegung. Die Dokumentation zeigt anhand von Interviews mit den Gründungsmitgliedern, was die Black Panthers von anderen Protestbewegungen der damaligen Zeit unterschied. Archivbilder rufen den einzigartigen Kleidungsstil der „schwarzen Panther“ in Erinnerung: schwarze Sonnenbrille, Lederjacke, soldatischer Schritt und eine ausladende Afrofrisur, die zu verkünden schien – „Black is beautiful!“. Rhetorisch inspiriert wurde die Bewegung durch die separatistischen Statements von Malcolm X, der die weiße Vormachtstellung anprangerte und sich seiner Rolle in der Geschichte durchaus bewusst war. Die Black Panthers demonstrierten gegen die willkürlichen Verhaftungen in den Schwarzenvierteln und stellten politische Forderungen, wie etwa das Recht auf Beschäftigung, Bildung und würdiges Wohnen. Als nordstaatliches Pendant zur Bürgerrechtsbewegung in den Südstaaten stellten sie auch das kapitalistische System an sich infrage. Ihre Devise: Damit jeder Schwarze im Land frei sein kann, muss sich das ganze System verändern. Die Black Panther Party faszinierte zeitgenössische Intellektuelle wie den jungen Schriftsteller Eldridge Cleaver und wurde auf den studentischen Campussen als revolutionäre Avantgarde gehandelt. Nach der Ermordung von Martin Luther King und mehreren blutigen Auseinandersetzungen mit der Polizei und dem FBI radikalisierte sich die Bewegung jedoch zunehmend.
mehr:
- Black Panthers (arte-Mediathek, 13.10.2020, verfügbar bis 14.10.2021)
Alleine die äußeren Umstände dieses Jahrhundertprozesses gegen Julian Assange in London sind unfassbar, kabarettreif, wie die Anstalt gezeigt hat. Der Angeklagte sitzt getrennt von seinen Anwälten in einem Glaskasten, er muss sich täglich nackt ausziehen, muss sich röntgen lassen, seine Anwälte durfte er monatelang nicht sehen, ebenso wenig wie seine Verlobte und kleinen Kinder, eine neue Anklage wurde erst kurz vor dem Prozess seinen Verteidigern übergeben, zugelassen zum Prozess ist nur eine Handvoll Journalisten, NGOs wie Reporter ohne Grenzen und Amnesty International wurden ausgeschlossen, usw., usf. Die Anhörungen selbst strotzen vor Ungeheuerlichkeiten, wie man u.a. hier und hier und in den täglichen Berichten von Craig Murray nachlesen kann. Große britische Medien wie die BBC oder auch der angeblich liberale Guardian glänzen durch Abwesenheit. Letzterer spielt bei der ganzen Affaire eine besonders schändliche Rolle, wie Jonathan Cook in seinem Artikel darlegt, den wir in gekürzter Form veröffentlichen. Übersetzung: Susanne Hofmann.
(…) Unter Druck veröffentlichte der Guardian am Freitag endlich einen kurzen, dürftigen und grob vereinfachenden Bericht über die Anhörungen der vergangenen Woche und nutzte diesen dazu, auf die wachsende Kritik an der Rolle der Zeitung bei der Veröffentlichung des Passworts im Buch von Leigh und Harding zu reagieren. Die Stellungnahme des Guardian ist nicht nur scheinheilig bis zum Gehtnichtmehr, sondern liefert Assange ans Messer, indem das Blatt die Verantwortung für die Veröffentlichung des Passworts von sich schiebt. So trägt es dazu bei, Assange der US-Kampagne, mit dem Ziel ihn einzubuchten, noch schutzloser auszuliefern.
Hier ist die Stellungnahme des Guardian:
„Der Guardian hat deutlich gemacht, dass er gegen die Auslieferung von Julian Assange ist. Es ist jedoch vollkommen falsch zu behaupten, dass das 2011 herausgebrachte Guardian-Buch über WikiLeaks zur Veröffentlichung unredigierter Dateien der US-Regierung führte.“, sagte ein Sprecher.
Ein Feigling ist ein Mensch, bei dem der Selbsterhaltungstrieb normal funktioniert. [Ambrose Gwinnett Bierce
(1842 - 1914), genannt Bitter Pierce, US-amerikanischer Journalist und Satiriker]
Der UN-Sonderberichterstatter Nils Melzer hat seine Position zum Fall Assange noch einmal klar gestellt – doch keine Zeitung wollte den Beitrag drucken
Der Sonderberichterstatter des Hochkommissariats für Menschenrechte bei den Vereinten Nationen, der Schweizer Nils Melzer, der zusammen mit zwei medizinischen Experten Julian Assange im Gefängnis besuchen konnte, hatte in seinem Gutachten am 31. Mai 2019 von der massiven "psychologischen Folter" gesprochen, der Assange seit Jahren ausgesetzt werde und ein sofortiges Ende der "kollektiven Verfolgung" des Wikileaks-Gründers gefordert. "In 20 Jahren Arbeit mit Opfern von Krieg, Gewalt und politischer Verfolgung", so Nils Melzer, "habe ich noch nie erlebt, dass sich eine Gruppe demokratischer Staaten zusammenschließt, um ein einzelnes Individuum so lange Zeit und unter so geringer Berücksichtigung der Menschenwürde und der Rechtsstaatlichkeit bewusst zu isolieren, zu verteufeln und zu missbrauchen".
Klarer und deutlicher als in dem Statement des UN-Folterexperten kann man kaum benennen, welchem menschenunwürdigen Unrecht Julian Assange seit Jahren ausgesetzt ist, doch abgesehen von einigen alternativen Medien erregten diese Anklagen kein größeres Aufsehen. Sie verschwanden sofort wieder aus den Nachrichten und der britische Außenminister Jeremy Hunt verbat sich die "hetzerischen Anschuldigungen" des UN-Berichterstatters.
Zur Klarstellung seiner Position und seiner Argumente hatte Nils Melzer dann im Juni einen Artikel verfasst und ihn dem Guardian, der Times, der Financial Times, dem Sydney Morning Herald, dem Australian, der Canberra Times, dem Telegraph, der New York Times, der Washington Post, der Thomson Reuters Foundation und Newsweek zur Veröffentlichung angeboten. Keine dieser Zeitungen wollte ihn veröffentlichen und er erschien dann online auf medium.com (Demasking the Torture of Julian Assange).
Der deutsche öffentlich-rechtliche Rundfunk hat im Rahmen seines Programmauftrages nach § 11 Abs. 2 und 3 Rundfunkstaatsvertrag (RStV) die Pflicht, „im Interesse von Informationsfreiheit und Demokratie, ein vielfältiges, umfassendes und ausgewogenes mediales Angebot zu sichern.“ Dieser Programmauftrag, auch Bildungsauftrag genannt, stellt bei den öffentlichen Sendern die Gewährleistung einer unabhängigen Grundversorgung mit Information, Bildung, Kultur und Unterhaltung dar. Nach § 11 Abs. 1 RStV hat der öffentlich-rechtliche Rundfunk durch die „Herstellung und Verbreitung von Hörfunk- und Fernsehprogrammen als Medium und Faktor des Prozesses freier individueller und öffentlicher Meinungsbildung zu wirken.“ Auch das Bundesverfassungsgericht hat zur so genannten Grundversorgung Stellung genommen. Grundversorgung bedeutet für das Gericht weder eine Mindestversorgung noch beschränkt sie sich auf den informierenden und bildenden Teil des Programms; sie ist vielmehr eine Versorgung mit Programmen, die dem klassischen Rundfunkauftrag entsprechen.[3] Die Grundversorgung umfasst dabei drei Elemente, nämlich die Versorgung der gesamten Bevölkerung mit Rundfunkprogrammen, die Veranstaltung eines Vollprogramms und die Gewährleistung der Meinungsvielfalt innerhalb des Programms.[4] Grundversorgung sei ein „gleichmäßiges, möglichst alle interessierten Bürger erreichendes kontinuierliches Rundfunkprogramm zu sozialen Bedingungen“.[5] Eine überwiegende Werbefinanzierungdes öffentlichen Rundfunks gefährde die Grundversorgung und sei damit verfassungswidrig.[6] Zumindest im öffentlichen Rundfunk können Programme deshalb von den Sendern nicht völlig autonom gestaltet werden, sondern sind unter Beachtung dieser gesetzlichen und verfassungsrechtlichen Vorgaben zusammenzustellen. Damit gibt es eine eingeschränkte Programmgestaltungsfreiheit bei öffentlichen Sendern. Private Sender indes unterliegen nicht diesen strengen Anforderungen und müssen lediglich ein Mindestmaß an inhaltlicher Ausgewogenheit, Sachlichkeit und gegenseitiger Achtung bieten.[7][8] Das Programm muss Meinungsvielfalt und Pluralität bei privaten Sendern sichern (§ 25 RStV), ein Programmbeirat hat die Organe eines Senders zu beraten (§ 32 RStV).
Ein Gutachten „Öffentlich-rechtliche Medien – Aufgabe und Finanzierung“ des Wissenschaftlichen Beirats beim Bundesministerium der Finanzen vom Oktober 2014[9]empfiehlt, (1) dem Subsidiaritätsprinzip mehr Gewicht zu geben, (2) auf die Werbefinanzierung komplett zu verzichten, (3) die Finanzierung aus dem allgemeinen Haushalt oder durch eine moderne Nutzungsgebühr und (4) größere Transparenz durch die Publikation von Kenngrößen.
Étienne Tempier verurteilte am 10. Dezember 1270 dreizehn Thesen[3], ohne die Namen derer zu erwähnen, die diese Lehren verbreiteten. […]
Sie sagen nämlich, dies sei wahr gemäß der Philosophie, aber nicht gemäß dem katholischen Glauben, als ob diese zwei gegensätzliche Wahrheiten seien und als ob gegen die Wahrheit der Hl. Schrift Wahrheit in Sätzen verdammter Heiden sei, von denen geschrieben steht: ‚Ich will zunichte machen die Weisheit der Weisen’ (1 Kor 1, 19), weil die wahre Weisheit die falsche Weisheit zunichte macht. Dass doch solche (Philosophen) den Rat des Weisen beachten, der da spricht: ‚Nur wer imstande ist, antworte deinem Mitmenschen, wenn nicht, leg die Hand auf den Mund’ (Sir 5, 12). Damit also unvorsichtige Reden nicht Einfältige in Irrtum ziehen, verbieten wir nach gemeinsamem Rat von Doktoren der Hl. Schrift wie anderer kluger Männer solches und ähnliches und verurteilen es ganz und gar; wir exkommunizieren alle jene, die die genannten Irrlehren oder irgendeine von ihnen als Dogma verkünden oder sich irgendwie vornehmen, sie zu verteidigen oder zu behaupten, ebenso auch deren Hörer, wenn sie sich nicht binnen sieben Tagen dem Kanzler der Universität entdecken wollen (…).
Was für ein Kontrast! Der österreichische Fernsehsender “Servus TV” hat jetzt ein eigenes Talk-Format für prominente Kritiker der Corona-Politik eingerichtet. Im „Corona-Quartett“ befragen jeden Sonntag etwa der Infektionsepidemiologe Prof. Sucharit Bhakdi, die ehemalige österreichische Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky, und der Finanzwissenschaftler Prof. Stefan Homburg Gäste, die für die offizielle Corona-Politik stehen. In der aktuellen Sendung etwa Prof. Richard Greil, Facharzt für Innere Medizin und ärztlicher Leiter des Corona-Krisenstabs in Salzburg (anzusehen hier).
Was für ein Kontrast zu den deutschen Sendern! Dort haben Kritiker wie Bhakdi faktisch ein Bildschirm-Verbot. Und das ist keine Verschwörungstheorie – sondern Fakt. Auf den Brief eines Lesers, der Arzt ist und Prof. Bhakdi noch als Hochschullehrer kennt und achtet, antwortete SWR-Intendant Kai Gniffke – früher Tagesschau-Chef und neuerdings auch Professor dank einer Honorarprofessur an der Hochschule Mittweida in Sachsen ganz offen, dass der Corona-Kritiker Bildschirmverbot hat. Hier die Antwort des Intendanten, die reitschuster.de vorliegt: “Sehr geehrter Herr…, für Ihr Schreiben vom 4. September 2020 möchte ich Ihnen danken und auf diesem Weg antworten. Die aktuelle Situation, bedingt durch die Pandemie, ist für weite Teile der Gesellschaft sehr fordernd. Auch dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk kommt hier eine besondere Rolle zu. Sie können sich denken, dass Sie nicht der Einzige sind, der mir schreibt. Ich finde es sehr wertvoll, Ihre Eindrücke und Rückmeldungen zu lesen, weil diese Erkenntnisse uns helfen, die Inhalte des SWR besser zu machen. Die Auswahl von Expertinnen und Experten für Interviews liegt in der Verantwortung der einzelnen Redaktionen. Eine Vielzahl unterschiedlicher Stimmen mit differenzierten Ansichten ist bislang im SWR zu Wort gekommen. Auch mit dem von Ihnen genannten Wissenschaftler haben wir uns bereits beschäftigt. Zwei Beispiele aus unserem Online-Angebot:
Auch in dem funktionierenden Link wird Bhakdi aber gar nicht wirklich bzw. zumindest nicht grundlegend widerlegt; es wird auf einen Beitrag des BR verwiesen, der sich laut Überschrift mit Dr. Wordarg befasst und in dem Bhakdi gar nicht erwähnt ist.
Gniffke ficht das offenbar nicht an – vielleicht funktionierten bei ihm beide Links nicht. Weiter schreibt er: “Daraus können Sie ableiten, dass Herrn Bhakdi eine zumindest zweifelhafte Rolle zufällt.”
Woraus? Aus einem nicht funktionierenden Link und einem nicht aussagekräftigem “Fakten-Check”?
Weiter schreibt Gniffke: “Solch strittigen Thesen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk eine Plattform zu bieten, widerspricht unserem Auftrag.”
Ich bin immer davon ausgegangen, genau das sei der Auftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks – strittigen Thesen eine Plattform zu bieten. Sie zur Diskussion zu stellen. Denn ohne “strittige Thesen” haben wir ein DDR-Fernsehen. Merkt Gniffke gar nicht, wie er sich da selbst entblößt? Weiter schreibt er:
“Ihre Forderung, ihn zu Wort kommen zu lassen, finde ich legitim.”
Wie großzügig. Man darf zumindest fordern, dass auch “strittige Thesen” zu Wort kommen. Scheren tut es denn Sender ja eh nicht.
Weiter: “Ich würde mich freuen, wenn Sie die Gründe nachvollziehen könnten, warum ein Interview oder ein medienwirksamer Auftritt (etwa in einer Talkshow) aber nicht in Frage kommt. Um es ganz ausdrücklich zu sagen: Kritik an den aktuell getroffenen politischen Maßnahmen gegen die Ausbreitung der Pandemie ist zwingend notwendig.”
Aha! Aber offenbar nur von verdienten, vertrauenswürdigen Kadern, die sich im Rahmen des Erlaubten bewegen und keine “strittigen Thesen” verbreiten. Die könnten ja den Gebührenzahler verunsichern.
“Ihre Forderung, ihn zu Wort kommen zu lassen, finde ich legitim.”
Ich gehe ob Gniffkes Vorstellungen von Demokratie, Meinungsfreiheit und Dialog vor Ergriffenheit in die Knie…
siehe auch:
"... und nichts als die halbe Wahrheit!" - SWR-Intendant Gniffke lässt die Hosen runter
Gunnar Kaiser Am 01.10.2020 veröffentlicht
Quellen, Text u. Links: YouTube
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"In der modernen Kultur preist die wissenschaftliche Gemeinschaft
den Dissens als ein Mittel zur Vermehrung des Wissens.
Für den Ur-Faschismus ist Dissens Verrat."
[Umberto Eco 1995 in einer Vorlesung an der Columbia University in New York, zitiert von Rainer Metzger, Der ewige Faschismus, artmagazine.cc, 01.12.2016]
Dr. Andreas Schell platzt der Kragen "Bürgerforum Schwaben" vom 30.09.2020 in Königsbrunn {26:41 – Start bei 13:02
– Schell: »Ich bin dafür, alle reiserückkehrenden Männer einen Schwangerschaftstest machen zu lassen…«}
Klartext vom Medienwissenschaftler Prof. Norbert Bolz: "Medien verschweigen, ... {12:07, Start bei 2:57
– Bolz: »Das ist die eigentliche Katastrophe: daß Leute, die sich zu einer selbsternannten Elite rechnen, glauben, daß Wahrheit für sie selber zuträglich ist, für andere jedoch offensichtlich nicht«}
klar sehen Am 04.05.2017 veröffentlicht
Medienwissenschaftler Prof. Norbert Bolz bei Peter Hahne im ZDF zum Thema: Medien zwischen Gefühl und Fakten „Medien verschweigen, klären nicht über die Wirklichkeit auf, die Bürger werden für dumm verkauft bzw. gehalten, die Arroganz der Journalisten und Politiker!!"
Dokumente offenbaren, wie westliche Geheimdienste internationale Medien benutzt haben, um eine irreführende Medienberichterstattung über die Lage in Syrien zu erzeugen. Praktisch jeder Aspekt der so genannten “syrischen Opposition” sei von Public-Relations-Firmen „kultiviert und vermarktet“ worden, heißt es in den Dokumenten, deren Echtheit noch bestätigt werden muss. Wir veröffentlichen hier einen Artikel des italienischen Mediums „L’Antidiplomatico“. Von Redaktion.
In einem Artikel auf der Website von „Grayzone“ wurden Dokumente veröffentlicht, die eine groß angelegte Propaganda von Auftragnehmern westlicher Regierungen und Medien gegen die syrische Regierung enthüllen.[*]
Der Autor Ben Norton erklärt, dass die durchgesickerten Dokumente zeigen, wie Auftragnehmer der britischen Regierung eine fortschrittliche Propaganda-Infrastruktur entwickelt haben, um die Unterstützung der so genannten “politischen und bewaffneten Opposition” Syriens im Westen anzuregen.
Praktisch jeder Aspekt der so genannten “syrischen Opposition” wurde demnach von Public-Relations-Firmen, die von westlichen Regierungen unterstützt werden, kultiviert und vermarktet, von ihren politischen Erzählungen bis zu ihrer Marke, von dem, was sie sagten, bis zu dem Ort, wo sie es sagten.
Die durchgesickerten Akten enthüllen, wie westliche Geheimdienstzentren die Medien genutzt haben, indem sie sorgfältig eine Berichterstattung in englischer und arabischer Sprache über den Krieg in Syrien erstellten, um einen stetigen Strom so genannter “Pro-Oppositions-Berichterstattung” zu erzeugen.
US-amerikanische und europäische Auftragnehmer hätten “syrische Oppositionsführer” auf allen Ebenen geschult und beraten, diese Unternehmen hätten auch Interviews für so genannte “syrische Oppositionsführer” auf Mainstream-Kanälen wie der BBC und Channel 4 in Großbritannien organisiert.
Mehr als die Hälfte der Personen, die von Al Jazeera in Syrien eingesetzt werden, seien im Rahmen eines gemeinsamen Programms der US-Regierung und des Vereinigten Königreichs mit dem Namen “Basma” ausgebildet worden, das Hunderte von terroristischen Medienaktivisten hervorgebracht habe.
Die PR-Firmen westlicher Regierungen beeinflussten demnach nicht nur die Art und Weise, wie die Medien über Syrien berichteten, sondern produzierten, wie aus den durchgesickerten Dokumenten hervorgehe, ihre eigenen Pseudo-Nachrichten-Propagandageschichten, die von den großen Fernsehsendern im Nahen Osten, darunter BBC Arabic, Al Jazeera, Al Arabiya und Orient TV, ausgestrahlt wurden.
Der russische Jurist Sergej Magnitski starb 2009 im Alter von 37 Jahren nach elf Monaten...
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Der russische Jurist Sergej Magnitski starb 2009 im Alter von 37 Jahren nach elf Monaten Untersuchungshaft. Er wurde 2008 verhaftet, nachdem er russische Regierungsbeamte der Steuerhinterziehung in Höhe von umgerechnet 180 Millionen Euro beschuldigt hatte. Ein Fall, den die Regierung offenbar vertuschen wollte. Wer für seinen Tod verantwortlich ist, bleibt ungeklärt.
Magnitski hatte sein Martyrium im Untersuchungsgefängnis Butyrka in Briefen an seine Mutter beschrieben. Darin heißt es:
"Ich bin verlegt worden. Die Bedingungen hier sind viel schlimmer als irgendwo sonst, wo ich gewesen bin. Es gibt keinen Kühlschrank, Fernseher oder warmes Wasser. Und ich musste drei Wochen darauf warten, den Arzt zu sehen, obwohl ich einen Antrag gestellt und mich beschwert hatte."
Kurz nach seinem Tod sagte die Mutter, dass sie ihn nur ein einziges Mal besuchen durfte. Ihr Sohn sei ausgebrannt und abgemagert gewesen. Bei ihrem zweiten Besuch im November habe man ihr mitgeteilt, dass ihr Sohn seit 12 Stunden verstorben sei. Laut einer Untersuchung sei Magnitski das Opfer von Gewalt und Misshandlungen gewesen. Aber die russischen Behörden ignorierten die Informationen und verfolgten den Fall nicht weiter.
Magnitski vertrat als Mitarbeiter einer in Moskau ansässigen Anwaltskanzlei die Interessen des Finanzunternehmens Hermitage Capital, das von dem in den USA geborenen Briten William Browder geleitet wurde. Er ist seit dem Tod seines ehemaligen Mitarbeiters nicht mehr nach Russland zurückgekehrt, kämpft aber dafür, dass die Umstände des Todes Magnitski aufgeklärt werden.
Die USA veröffentlichte eine Liste mit Funktionären, die in den Tod Magnitskis verwickelt sein sollen und belegte sie mit Einreiseverboten und Vermögenssperren.
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Am 7. Juni 2012 übergab das United States House Committee on Foreign Affairs dem US-Repräsentantenhaus einen Gesetzentwurf mit dem Titel Sergei Magnitsky Rule of Law Accountability Act of 2012 (H.R. 4405).[11] Die Hauptabsicht des Gesetzes bestand darin, russische Beamte zu bestrafen, die für den Tod von Sergei Magnitski verantwortlich gewesen sein sollen, indem ihnen die Einreise in die Vereinigten Staaten und die Nutzung des Bankensystems verboten wird.[12] Die Gesetzesvorlage wurde in der darauffolgenden Woche von einem Senatsgremium aufgegriffen, das von SenatorBen Cardin gefördert wurde, und in einer weiteren Überprüfung die zunehmenden Spannungen in den internationalen Beziehungen aufführte.[13][14] Browder schrieb später, dass der Magnitsky Act eine schnelle überparteiliche Unterstützung fand, weil die von Magnitski offenbarte Korruption so offensichtlich und unbestreitbar war und „es in den USA keine pro-russische Folter- und Mörderlobby gebe, um sich dem zu widersetzen.“[9]
Im November 2012 wurden dem Gesetzesentwurf (H.R. 6156) für den Magnitsky Act Bestimmungen beigefügt, die den Handel mit Russland und Moldawien normalisieren sollten (die Aufhebung der Jackson-Vanik-Gesetzesänderung).[15] Am 6. Dezember 2012 verabschiedete der US-Senat die Ausgabe des Gesetzes 92–4.[12] Das Gesetz wurde am 14. Dezember 2012 von dem damaligen Präsident Barack Obama unterzeichnet.[16][17][18][19][20]
Der Spiegel hat die antirussische Erzählung vom Mord am Whistleblower zerpflückt. Das Lügenkonstrukt ist schon länger bekannt, der Skandal ist, dass Medien und Politik es unhinterfragt verbreitet haben
Etwas mehr als 10 Jahre nach dem Tod von Sergej Magnitski (Magnitsky) in einem russischen Gefängnis wagt sich ein großes Medium, einen kritischen Artikel über diesen antirussischen Mythos zu schreiben. Browder, ein gerissener Geschäftsmann, der in den 1990er Jahren mit Tricks und nach der russischen Justiz auch mit Steuerhinterziehung sein Geld machte, ist eine andere Art Relotius, der seine Haltung schon auch damit demonstrierte, dass er aus Gründen der Steuervermeidung aus den USA nach Großbritannien übersiedelte. Hartnäckig und beredt hat der einstige Hedgefonds-Manager Bill Browder, der sich angeblich in einen selbstlosen Menschrechtsaktivisten verwandelte, seinen Angestellten Magnitski als todesmutigen Whistleblower und Kämpfer gegen das korrupte System von Wladimir Putin dargestellt.
Benjamin Bidder klärt in einem Artikel für Spiegel+ endlich über die Geschichte auf, die von Browder, der sich mit den Magnitsky-Gesetzen ein Denkmal setzen und sich als guten Menschen, als "schlimmsten Feind Putins", Aufmerksamkeit verschaffen wollte, erzählt und tausendfach unkritisch wiederholt wurde. Eigentlich ist der Skandal weniger, dass Browder seinen fragwürdigen Geschäften in Russland einen Heiligenschein aufsetzen will, sondern dass er fast ohne Hinterfragen damit durchkam. Ein Beispiel dafür lieferte etwa die NZZ.
Medien und Politik glauben an alles, was in die Ideologien und in die Interessen passt. Aber das ist nicht das Thema Bidders, der auch hier den Spiegel kritisch hinterfragen müsste. Der Film wurde vielfach auch auf Betreiben Browders als Teil der angeblichen Desinformationskampagne des Kremls dargestellt, die sich auch bei den Wahlen 2016 in den USA, beim Skripal-Anschlag, bei MH17 oder beim angeblichen Giftgasanschlag in Duma gezeigt habe.
Richtig tapfer war Bidder sowieso nicht. Schon der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hatte im Fall Magnitski zu entscheiden. Er sprach im September 2019 zwar den Hinterbliebenen wegen der Haftbedingungen und der Verurteilung nach seinem Tod Schadensersatz zu, bezeichnete den Tod aber nicht als Mord, sprach auch nicht von Folter und wies zentrale Punkte von Browders Erzählung zurück (Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte untergräbt das antirussische Magnitski-Narrativ).
Schon damals hätte Medien aufhorchen können. Das geschah aber nicht, man folgte lieber wieder Browders Verdrehung, der erklärte: "The ECHR decision also completely destroys the lies and propaganda about Sergei Magnitsky that the Russian government and their paid smear campaigners in the West have been trying to spread for many years."
Andrei Nekrasov über Korruption in Russland, Moral im Kapitalismus, und natürlich Bill Browder.
Bekannt wurde Nekrasov durch Putin kritische Filme wie "Disbelief" über die Terroranschläge in Moskau, "Rebellion: Der Fall Litwinenko" über den Giftmordanschlag auf Alexander Litwinenko, der 2007 bei den Filmfestspielen in Cannes seine Premiere hatte, und durch die von ARTE/ZDF produzierte und mit dem Grimme-Preis ausgezeichnete Doku-Serie "Lebt wohl, Genossen!"
Nekrasovs letzter Film "The Magnistky Act. Behind the Scenes" wurde erneut von ARTE/ZDF ko-produziert, schaffte es jedoch nicht an die breite Öffentlichkeit. Der Film, der die Narration um Sergei Magnitskys Tod als gelungenen PR-Coup des einflussreichen Hedge-Fonds-Managers Bill Browder demaskiert, sollte 2016 im EU-Parlament erstaufgeführt werden. Doch auf Druck von Bill Browder, dem einstigen Arbeitgeber von Sergei Magnitsky, und der Grünen-Politikerin Marieluise Beck wurde die Premiere kurzfristig abgesagt. Ebenfalls wurde die Ausstrahlung auf ARTE, ausgerechnet am Tag der Pressefreiheit 2016, gestoppt.
Nekrasov zeigte im Telepolis Salon seinen Film "The Magnistky Act. Behind the Scenes".
Mehr zum Thema Magnitsky/Magnitski-Affäre:
https://www.heise.de/tp/thema/magnitski
[…] Ich habe gar nichts gegen die Menge; Doch kommt sie einmal ins Gedränge, So ruft sie, um den Teufel zu bannen, Gewiß die Schelme, die Tyrannen. […] Was ich sagen wollt, Verbietet mir keine Zensur! Sagt verständig immer nur, Was jedem frommt, Was ihr und andere sollt; Da kommt, Ich versichr’ euch, so viel zur Sprache, Was uns beschäftigt auf lange Tage.
O Freiheit süß der Presse! Nun sind wir endlich froh; Sie pocht von Messe zu Messe In dulci jubilo. Kommt, laßt uns alles drucken Und walten für und für; Nur sollte keiner mucken, Der nicht so denkt wie wir.
Was euch die heilige Preßfreiheit Für Frommen, Vorteil und Früchte beut? Davon habt ihr gewisse Erscheinung: Tiefe Verachtung öffentlicher Meinung. […] Nichts schmerzlicher kann den Menschen geschehn, Als das Absurde verkörpert zu sehn.
Dummes Zeug kann man viel reden, Kann es auch schreiben, Wird weder Leib noch Seele töten, Es wird alles beim alten bleiben.
Dummes aber, vors Auge gestellt, Hat ein magisches Recht; Weil es die Sinne gefesselt hält, Bleibt der Geist ein Knecht. […] Das Tüchtige, und wenn auch falsch, Wirkt Tag für Tag, von Haus zu Haus; Das Tüchtige, wenn’s wahrhaft ist, Wirkt über alle Zeiten hinaus.
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