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Sonntag, 1. Oktober 2017

Wird Dicamba (Monsanto) in Arkansas verboten?

CHICAGO (Reuters) - Arkansas on Thursday moved just one step away from barring sprayings next summer of an herbicide linked to widespread U.S. crop damage, setting the stage for a potential legal showdown between the state and chemical maker Monsanto Co.

The Arkansas State Plant Board advanced a proposal prohibiting use of dicamba weed killers from April 16 to Oct. 31, 2018, after farmers reported that soybeans and other crops were damaged when the herbicide drifted away from where it was sprayed this summer.

Chemical companies have blamed damage to crops that cannot tolerate dicamba on farmers misusing the chemical.

Specialists, though, have said the weed killers are risky because they can vaporize and drift across fields after they are sprayed on dicamba-resistant soybeans or cotton developed by Monsanto. That process, known as volatility, occurs more often in high temperatures, according to experts.

In July, Arkansas banned dicamba use for 120 days.

Ty Vaughn, Monsanto’s vice president of global regulatory, said volatility is not a problem and that science did not support the plant board’s decision.

“All options are on the table” for Monsanto’s next move, he added.

mehr:
- Arkansas one step from ban on controversial herbicide next summer (Tom Polansek, Reuters, 22.09.2017)

siehe auch:
- Business: This miracle weed killer was supposed to save farms. Instead, it’s devastating them. (Caitlin Dewey, Washington Post, 29.08.2017)
- Herbizid Dicamba: Ist Monsanto schuld an der US-Pflanzenkrise? (Tagesspiegel, 10.08.2017)
Glyphosat: Datenmasseure bei der Arbeit (Bernd Schröder, Telepolis, 27.04.2017)
- Roundup Ready v2.0 (Bernd Schröder, Telepolis, 25.11.2016)
Hawaii: Rote Karte für Monsanto & Co (Post, 06.11.2014)
Monsanto? Brauchen wir nicht (Post, 29.04.2009)
Bush & Monsanto (Post, 16.03.2008)
Monsanto, mit Gift und Genen (Post, 12.03.2008)

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Montag, 28. November 2016

Monsanto: Roundup Ready v2.0

Dicamba oder 3,6-Dichlor-2-methoxybenzoesäure. Im Rahmen von Roundup Ready Xtend kommt es als weniger flüchtige Formulierung zum Einsatz.

Die US-Umweltschutzbehörde EPA genehmigt ersten Teil einer "neuen" Monsanto-Herbizidstrecke
Die weltweite Landwirtschaft hat mit der zunehmenden Resistenz von Unkräutern gegenüber dem Herbizid Glyphosat zu kämpfen. Die Agrarindustrie in den Vereinigten Staaten setzt nun verstärkt auf genetisch verändertes Saatgut, das gegen mehrere Herbizide gleichzeitig tolerant gemacht wurde. Gerade erst hatte die US-Umweltschutzbehörde EPA die Herbizidmischung Enlist Duo von Dow AgroSciences genehmigt (Kapitulation vor der Agrarchemie-Industrie). Auch bei Monsanto arbeitet man an einem Update, das der um sich greifenden Glyphosat-Resistenz bei Unkräutern begegnen soll. Nun bekam zunächst die "Xtendimax mit Vapor Grip"-Technologie als Teil eines Monsanto-Programms den behördlichen Segen für die Anwendung auf Soja- und Baumwollfeldern in 34 US-Bundestaaten. Das vollständige Roundup Xtend- System soll nächstes Jahr zum Einsatz auf die Äcker kommen.

Die im November 2016 zugelassene Herbizidformulierung funktioniert im Zusammenspiel des Wuchsstoffherbizids Dicamba mit genetisch modifiziertem Monsanto-Saatgut, dem die Herbizidtoleranz mittels Genuity Roundup Ready 2 Yield-Technologie eingebaut wurde. Im nächsten Jahr sollen Felder von 60.700 Quadratkilometern mit Roundup Ready 2 Xtend-Soja (MON87708 x MON89788) und 12.000 Quadratkilometern Bollgard II XtendFlex-Baumwolle bestellt werden.

Bei der EPA ist noch ein anderes Genehmigungsverfahren anhängig, das eine weitere Monsanto-Technologie betrifft: Roundup Xtend. Das Saatgut ist das gleiche, nur kommt bei diesem Soja eine Mischung aus Dicamba und Glyphosat als Herbizid zum Einsatz, Bollgard II XtendFlex-Baumwolle verträgt zusätzlich noch Glufosinat. Xtend ist ein Bestandteil von Monsantos Roundup Ready Plus-Plattform, die den Bauern eine pro-aktive Unkrautbekämpfung näherbringen und Anreize für die gleichzeitige Nutzung mehrerer Herbizide schaffen soll.

mehr:
- Roundup Ready v2.0 (Bernd Schröder)
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siehe auch:
- Zunehmende Resistenzen – Das Monster auf dem Acker (Post, 30.07.2016)
- Gerichtsprozess gegen Monsanto: Medien verweigern Berichterstattung (Post, 24.08.2015)
- Superweeds als Symbol für den entfesselten Kapitalismus (Post, 29.05.2015)
- Monsanto? Brauchen wir nicht (Post, 29.04.2009)
- Gen-Scheiß, die nächsten drei von allen (Post, 31.03.2008)
- Bush & Monsanto (Post, 16.03.2008)
- Monsanto, mit Gift und Genen (Post, 12.03.2008)
- Gen Mais macht Ratten krank (Post, 30.05.2007)

Montag, 24. August 2015

Gerichtsprozess gegen Monsanto: Medien verweigern Berichterstattung

Laut einem Artikel der Internetseite Naturalsociety.com bahnt sich in Kalifornien ein Präzedenzfall im Los Angeles County Court an: eine handvoll Bürger haben sich mit einem Anwalt zusammengeschlossen, um sich gegen den multinationalen Konzern Monsanto aufzulehnen. Trotz der Signifikanz der Entscheidung haben die ‘Mainstream-Medien’ eine Berichterstattung trotz Anfrage von Seiten der Kläger abgelehnt.
“Das ist ein ‘Slam-Dunk’ Gerichtsprozess, der aufdeckt, dass Monsanto falsche Informationen über sein Produkt RoundUp verbreitet. Entgegen der Information auf den Etiketten eliminert RoundUp sehr wohl Enzyme, die im menschlichen Verdauungstrakt vorkommen.”

Im Detail geht es in der Anklage um Fehlinformation bzw. Irreführung in der Bewerbung des chemischen Herbizids RoundUp. Das meistverkaufte Produkt des Agri-Chemie Riesens wirkt unter anderem auf ein Enzym, welches laut offiziellen Angaben nur in Pflanzen und nicht in Menschen oder Tieren zu finden ist.

Dem Anwalt Matthew Philipps nach ist dies nicht korrekt. Bei dem besagtem Enzym handelt es sich um EPSP-Synthase (5-Enolpyrovylshikimat-3-Phosphatsynthase), welches eine wichtige Rolle im Verdaungstrakt spielt – unter anderem zur Produktion von Neurotransmittern und als Kommunikator zum Gehirn.

mehr:
- Gerichtsprozess gegen Monsanto: Medien verweigern Berichterstattung (Florian Müller, Neopresse, 21.08.2015, Zitat:)
Seit Beginn des Prozesses versucht Philipps den Fall an die großen Medienhäuser zu bringen. Da sich niemand für den Fall zu interessieren schien, ist Philipps eigenständig an die Medien herangetreten. Während es kaum verwunderlich ist, dass Fox, NBC, CNN und ABC nicht darüber berichten*, scheint es aber auch bei der L.A. Times, die NY Times, Huffington Post, CNN und Reuters eine Nachrichtensperre zu geben. Nur Russia Today und Al Jazeera berichteten bis zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Artikels.
Auch auf Wikipedia hat Philipps Probleme: Schon mehrere Male hat er den Fall in die Sparte ‘Rechtstreitigkeiten’ eingetragen. Doch aus bisher unbekannter Ursache verschwindet der Eintrag immer wieder. Das gleiche gilt für Posts über den Prozess auf Facebook, die immer wieder verschwinden bzw. gelöscht werden.
- Mainstreammedien verschweigen weltweite Proteste gegen Monsanto (Propagandaschau, 25.05.2015)

siehe auch:

Genmais? – Nein, nein, nein, ja! Fuck the Bürger! (Post, 20.04.2014)
Monsanto? Brauchen wir nicht (Post, 29.04.2009)
Gen-Scheiß – Gäähn (Post, 10.04.2008)
Monsanto, mit Gift und Genen (Post, 12.03.2008)
- Bush & Monsanto (Post, 13.03.2008)

Samstag, 13. Juni 2015

Gentechnik: Opt-out auf Bundesebene?

Neue Rechtsgutachten erörtern die Möglichkeiten bundesweiter Anbauverbote


In Zusammenhang mit zwei neuen Rechtsgutachten zum Thema Gentechnik-Anbauverbote (Opt-out Regelung) fordert der Bio-Branchenverband "Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft" deutschlandweite Anbauverbote. Agrarminister Christian Schmidt (CSU) hingegen favorisiert einzelne Länderlösungen, da diese rechtlich besser abzusichern wären.

"Für Landwirtschaftsminister Christian Schmidt ist der Weg zu rechtssicheren bundesweiten Gentechnik-Anbauverboten mit den Gutachten geebnet", argumentiert BÖLW-Vorsitzender Felix Prinz zu Löwenstein in einer Presseaussendung unter Bezugnahme auf zwei umfassende Rechtsgutachten die vom Umweltbundesministerium in Auftrag gegeben worden waren.

Die sogenannte Opt-out-Regelung wurde im Januar 2015 - nach Jahren des Ringens - auf EU-Ebene beschlossen und soll Verbote in den einzelnen Mitgliedsstaaten erleichtern. Die Regelung wurde teilweise als "Befreiungsschlag" gewertet, zumal bislang Anbauverbote nur dann möglich waren, wenn Länder aktuelle Studien einreichten, die Umwelt- oder Gesundheitsgefahren aufzeigten. Gentech-Kritiker befürchten allerdings einen "Flickenteppich" in der europäischen Landwirtschaft. So zitiert das Portal Keine-gentechnik.de beispielsweise den EU-Abgeordneten Martin Häusling (Grüne), der von "einem trojanischen Pferd" sprach:

Diese Regeln werden den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen in der EU leichter machen und zu einem europäischen Flickenteppich bei der Zulassung von gentechnisch veränderten Pflanzen führen, in einem Land mit, in einem Land ohne Gentechnik. Das birgt die Gefahr einer weiteren Ausbreitung von gentechnisch verändertem Material etwa auf dem Transportweg durch EU-Länder, die sich klar gegen diese Agrartechnologie ausgesprochen haben.

mehr:
- Gentechnik: Opt-out auf Bundesebene? (Brigitte Zarzer, Telepolis, 12.06.2015)

Freitag, 14. Dezember 2012

Prähistorie: Rätselhafte Neandertaler

Prähistorische Vorfahren?

 250000 Jahre lang lebten die Neandertaler im Nahen und Mittleren Osten und in Europa, bis sich ihre Spur vor etwa 30 000 Jahren verlor. Lange Zeit rätselten die Wissenschaftler, welchen Platz sie im Stammbaum des modernen Menschen einnehmen: War der Neandertaler eine Zwischenstufe in der Evolution zum modernen Menschen oder eine eigenständige Art, die irgendwann ausstarb? Sicher ist, dass Neandertaler und moderner Mensch auf denselben Vorfahren, den Homo erectus, zurückgehen und dass sie im Nahen Osten und in Europa jahrtausendelang nebeneinander lebten. Fraglich blieb lange Zeit: Lebten sie nur nebeneinander oder auch miteinander? Hatten sie gemeinsame Kinder?

Nachbildung einer Neandertalerin und eines Neandertalers
im Neandertal-Museum in Mettmann, 2009

 2010 kam eine Gruppe des Leipziger Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie zu dem Ergebnis, dass der Neandertaler sehr wohl ein Familienmitglied ist. Die Entschlüsselung eines Großteils des Neandertaler-Erbguts führte zu dem sensationellen Befund, dass bis zu 4% des menschlichen Genmaterials vom Neandertaler stammen, dass sich beide Gruppen also vermischt haben. Neandertaler benannt nach dem Neandertal an der Düssel dort entdeckten Arbeiter 1856 die ersten Knochen die Gründe für ihr Aussterben sind ungewiss.
 Brockhaus - Abenteuer Geschichte 2012 

Sonntag, 24. Januar 2010

Gesundheitsbedenken bei Genmais durch Studie bestätigt

Über gentechnisch veränderte Lebensmittel und die Firma Monsanto habe ich schon ein paarmal berichtet.

Wissenschaftler der französischen Universitäten Caen und Rouen untersuchten vor wenigen Jahren Fütterungsversuche an Ratten, die Monsanto in Auftrag gegeben hatte, und stellten signifikante Veränderungen an den Blutwerten für Leber und Nieren fest. Monsanto versuchte, die Veröffentlichung der Forschungsergebnisse zu verhindern und mußte per Gerichtsbeschluß nun dazu gezwungen werden.
mehr bei Greenpeace

Hartgesottene können mal hier klicken.

Mittwoch, 29. April 2009

Monsanto? Brauchen wir nicht

Die Frauenrechtlicherin und Aktivistin Farida Akhter aus Bangladesch über den Klimawandel und genetisch verändertes Saatgut.

Bei ZEIT Online (Video)


siehe auch
- Monsanto, mit Gift und Genen (Post vom 12.03.2008)
- Bush und Monsanto (Post vom 16.03.2008) 

Meine bisherigen Gen-Mais-Posts:
Gen-Mais darf auf die Äcker (11.3.2008)
Gen-Mais macht Ratten krank (30.5.2007)
Gen-Mais: also doch … (22.3.2007)
Gentechnik durch die Hintertür (25.4.2006)


Monsanto bei Wikipedia

 

Montag, 14. Juli 2008

Feldbefreier in den Knast

Michael Grolm, der mit der Initiative »Gendreck weg« gentechnisch veränderte Felder »befreit«, muß für zwei Tage in den Knast. Mehr bei ZEIT, Zuender.

Donnerstag, 10. April 2008

Gen-Scheiß – Gäähn

Langsam werde ich müde, mich immer wieder mit dem Irak-Krieg, Tibet, Gen-Technik oder sonst welchem Wahnsinn zu beschäftigen, der einem die Galle überlaufen läßt, aber ansonsten zieht die Heuschrecken-Karawane des vernetzten und globalisierten Großkapitals weiter.

Also auf ein Neues! Wer noch nicht genug hat, für den habe ich hier einige Links, in denen entweder auf aktuelle Entwicklungen von Freiland-Versuchen in Gießen Bezug genommen wird oder das globale Tun von Monsanto (immer wieder) eindrucksvoll zusammengefaßt wird. Dabei fällt mir eine Diskussion nach dem 11. September ein. Es gab einige Aufgeregtheiten, weil irgendjemand den Crash der beiden Passagiermaschinen als »perverse Ästhetik« oder »perverse Schönheit« bezeichnet hatte und sich mal wieder ein paar Aufgeregte darauf stürzten und das ganz furchtbar fanden, daß hier jemand die Unverschämtheit besitzt, in Bezug auf diese Katastrophe den Begriff »Schönheit« zu verwenden (in unserer SMS-Zeit besteht natürlich die Gefahr, Adjektive unter den Tisch fallen zu lassen).
Was ich damit sagen wollte ist: Wie sich Monsanto in die Welt hineinfrißt, hat ebenfalls eine perverse Schönheit. Die Unaufhaltsamkeit, mit der sich diese Scheiße ausbreitet und die perverse Logik, nach der dann die »GenDreckWegger« (also die, die widerrechtlich Felder von Gen-Pflanzen befreien) vor Gericht kommen, ist sehr beeindruckend. Also, hier die Links (Danke an konfusius):

Leserbrief im Gießener Anzeiger
Golfer gegen Gendreck (Eugen Pletsch, Cybergolf, 05.12.2010)
Gen-Kritik (Helmut Höge, taz.blogs, 16.03.2008)

ältere Posts von mir
Gen-Scheiß, die nächsten drei (Post, 03.04.2008)
Gen-Scheiß, die nächsten drei von allen (Post, 31.03.2008)
Bush und Monsanto (Post, 13.03.2008)
Monsanto, mit Gift und Genen (Post, 12.03.2008)

Donnerstag, 3. April 2008

Gen-Scheiß, die nächsten drei

Felder sind von genverändertem Raps kaum mehr zu befreien

Florian Rötzer 03.04.2008

Auch 10 Jahre nach der letzten Aussaat und intensiver Behandlung wachsen aus im Boden verbliebenen Samen weiter Pflanzen

Mindestens 10 Jahre können Samen zumindest mancher genveränderter Pflanzen im Boden überdauern. Für Gegner von Freilandversuchen mit genveränderten Pflanzen ist die Studie von schwedischen Wissenschaftlern der Lund-Universität und der TU Dänemark das gefundene Fressen. Befürworter, die von der Unbedenklichkeit ausgehen, dürften es künftig schwerer haben, dies zu begründen.

Weiter bei Telepolis

Das US-Landwirtschaftsministerium hat schon einige Feldversuche mit genveränderten Pflanzen, die medizinische Wirkstoffe enthalten, zugelassen

Weiter bei Telepolis

In zehn oder zwanzig Jahren, nachdem sich noch ein paar Tausend indische Baumwollfarmer aufgehängt haben, wenn es dann »unvorhersehbarerweise« Rosen mit Antibiotika-geschwängerten Blüten, Bienen mit Pflanzenschutz-Honig und Gen-Mais-Wahnsinn-Pflegeheime, einen Gen-Reis-assoziierten Morbus Crohn und irgendwelche neuen Gen-Raps-Biosprit-induzierte Asthma-Formen gibt und sich Bundesregierung und Pharmaindustrie darüber streiten, wer an der letzten resistenzbedingten Krankenhausepidemie schuld ist und die Kosten zu übernehmen hat und die Erben der jetzigen Vorstandsmitglieder mit ihren Jachten über die um 50 cm gestiegenen Weltmeere zu ihren Bioplantagen auf Neu-Guinea oder sonstwohin segeln, werden wir dann sowas zu sehen und zu hören bekommen:


Da paßt auch die Meldung des Umweltinstituts München gut zu:

Geplantes Freisetzungsexperiment in Ostdeutschland:
Gen-Weizen noch riskanter als befürchtet
Umweltinstitut München warnt vor einer Kontamination der Nahrungskette


München, 29. Februar – Das für dieses Frühjahr von der Universität Rostock geplante Freisetzungsexperiment mit genmanipuliertem Weizen erweist sich als immer riskanter. Kanadische Wissenschaftler haben jetzt herausgefunden, dass Weizen über deutlich größere Entfernungen auskreuzen kann als bislang bekannt. Das Umweltinstitut München warnt daher vor einer Kontamination der Nahrungskette mit transgenem Material.

Wem jetzt noch nicht schlecht ist, der schaue mal bei aliasinfo vorbei.


Montag, 31. März 2008

Gen-Scheiß, die nächsten drei von allen

GENTECHNIK

Nicht nur die Verbraucher, auch die Landwirte in Deutschland lehnen mehrheitlich gentechnisch veränderte Lebensmittel ab. Versuche mit manipulierten Saaten finden jedoch statt. Dabei kommt es immer wieder zu ungewollten Ausbreitungen. Zuletzt wurde Ende August Rapssaatgut entdeckt, das mit illegalem Gen-Raps verunreinigt war. Dieser war lediglich für den Versuchsanbau genehmigt. Wie es zu der Vermischung kam, ist bislang nicht geklärt. Der Vorfall zeige, so Greenpeace-Gentechnikexpertin Ulrike Brendel, dass freigesetzte Gen-Pflanzen nicht zu kontrollieren seien.

Ein vierseitiges Info-Blatt „Gentechnik in Europa – alles sicher, oder was?“ steht als PDF auf www.greenpeace.de/themen/gentechnik/publikationen


PREIS FÜR FARMERPAAR SCHMEISER

Weil sie sich seit fast zehn Jahren von den übermächtigen US-Gentechnikkonzern Monsanto nicht unterkriegen lassen, bekommen die kanadischen Farmer Percy und Louise Schmeiser einen Alternativen Nobelpreis – „für den Mut bei der Verteidigung der Artenvielfalt“ [www.rightlivelihood.org]. 1998 begann der Kampf von David gegen Goliath. Nachdem sich auf Schmeisers Feldern Raps mit einem Gen aus dem Hause Monsanto fand, wollte der Konzern 400.000 Dollar Lizenzgebühr – oder das Ehepaar zwingen, künftig nur Monsanto-Saatgut zu kaufen. Die Schmeisers – sicher, dass der Wind Pollen manipulierter Pflanzen auf ihre Acker geweht hatte – wehrten sich und zogen schließlich vor Gericht. Zwar bestätigten die Richter im Grundsatz den Anspruch von Monsanto, zahlen mussten die Farmer aber nicht. Derzeit lauft eine weitere Klage: Monsanto weigert sich, die Kosten für die Entfernungvon Gen-Pflanzen von Schmeisers Land zu tragen. Das Urteil fällt im Januar.

Drei Links zur aktuellen Situation (Ende März 2008):
– bei CL-Netz
– bei Greenpeace
– bei Oekonews.at


GENTECHNIK – Budweiser-Bier wird in den USA mit Gen-Reis gebraut

Übler Nachgeschmack

Vom Reinheitsgebot für Bier scheint der US-Brauriese Anheuser-Busch nichts zu halten. Neben Gerste verwendet die Firma für ihr populäres Budweiser auch Reis – und der ist auch noch gentechnisch verändert, wie Greenpeace-Analysen jetzt offenbarten. In drei von vier Proben einer Mühle im US-Bundesstaat Arkansas entdeckten die Prüfer Spuren von LL601, einem Gen-Reis aus dem Hause Bayer. „Anheuser-Busch sollte seine Kunden darüber informieren“, sagt Doreen Stabinsky, Gentechnik-Expertin von Greenpeace International. Zudem müsse der Konzern sicherstellen, dass dieses Bier nicht exportiert werde, denn der Gen-Reis ist in Europa nicht zugelassen. Prompt versicherte die Firma, die in 60 Länder liefert, das Bier für Übersee sei garantiert gentechnikfrei. Kurz: Die US-Kunden trinken, was im Ausland nicht verkäuflich ist. „Der doppelte Standard wird bei vielen Biertrinkern sicher einen üblen Nachgeschmack hinterlassen“, sagt Doreen Stabinsky und fordert die Firma auf, keinerlei gentechnisch veränderte Inhaltsstoffe mehr einzusetzen. Weltweit gibt es nur noch wenige Biersorten, die mit Reis gebraut werden. In den USA indes ist Anheuser-Busch der größte Käufer von Reis und nimmt sechs bis zehn Prozent der gesamten Ernte ab.

Deftig persifliert Greenpeace einen Werbe-Spot für Budweiser – nichts für Zartbesaitete! Das Original sehen Sie auf www.youtube.com/watch?v=L3SwthA4Ld0, den Fake unter www.greenpeace.org/international/photosvideos/greenpeace-tv (Stichwort „Whassup!“)

Der Budweiser-Werbespot-Link funktioniert anscheinend nicht mehr, ich nehme an, das ist er:




Wer die Bäume umarmt

VANDANA SHIVA IST EINE UMWELT-HELDIN. BEGONNEN HAT ALLES IM EHEMALIGEN KUHSTALL IHRER MUTTER


Schon als Vandana Shiva ein kleines Mädchen war, lernte sie von ihren Eltern, die Natur zu lieben und zu achten. Schon Mutter und Vater haben als Bauern und Waldhüter gearbeitet und ihre sichere Stellung in der Schule und beim Militär aufgegeben. Die Familie ist nicht ganz arm, und die junge Vandana Shiva erhält eine Chance, die die wenigsten indischen Jugendlichen erhalten: Sie darf im fernen Kanada Physik studieren und meistert die wissenschaftlichen Herausforderungen mit Bravour. Gerade 30 Jahre alt und ihrer Forscherkarriere schon sicher, besinnt sich Vandana Shiva auf ihre Wurzeln und kehrt – mit einem Doktortitel in der Tasche – nach Indien zurück. In ihrer Heimatstadt Dehradun gründet sie das unabhängige Institut für Forschung, Wissenschaft, Technologie und Ökologie – im ehemaligen Kuhstall ihrer Mutter. Zusammen mit Frauen aus der indigenen Bevölkerung gründet Vandana Shiva die erste Umweltvereinigung des Landes, die Chipko-Bewegung. Die unbelesenen Bäuerinnen werden berühmt, weil sie von Rodung bedrohte Bäume umarmen. Sie weichen nicht im Angesicht der Bulldozer. Die Bilder gehen um die Welt, die Aktion findet überall Nachahmung. Die Umarmung der Bäume, eine Liebeserklärung an die Natur, soll den Raubbau stoppen und wird zum Hoffnungssymbol für eine immer stärker bedrohte Erde. Aus dieser grundlegenden Erfahrung heraus entwickelt Vandana Shiva seither ihre Theorien des Ökofeminismus und der Erddemokratie, über die die mittlerweile schon berühmte Aktivistin bis heute viele Bücher geschrieben hat. Zusammen mit den Chipko-Frauen sammelt Vandana Shiva seltene Saatgutarten in den Bergregionen Indiens und untersucht sie in ihrem Institut. Die Ergebnisse sind verblüffend: Roter Reis etwa hat viel mehr Vitamine als industriell vermarktete Sorten der Agroindustrie. An diesem Punkt entwickelt sich Vandana Shiva von der Umweltschützerin zur Konzern- und Globalisierungskritikerin. Erfolgreich bekämpft sie die Patentierung von Saatgut und unterstützt internationale Kampagnen gegen gentechnisch veränderte Lebensmittel.

Schnell erwirbt sich Vandana Shiva internationale Anerkennung und wird zuverlässige Beraterin vieler wichtiger Organisationen wie des Weltzukunftsrates oder der Welternährungsorganisation (FAO). Und: Vandana Shivas Arbeit findet einen breiten öffentlichen Zuspruch. Die Vereinten Nationen verleihen ihr den Global-500-Award, das Time-Magazine kürt sie zur Umweltheldin, 2003 erhält sie den Alternativen Nobelpreis, zwei Jahre später wird sie für den offiziellen Friedensnobelpreis nominiert. Aktuell hat sie den Blue-Planet-Award der Stiftung Ethecon erhalten (siehe Kasten).

Doch all diese Auszeichnungen beeindrucken die engagierte Kämpferin nur wenig, solange noch Menschen Hunger leiden. Hart geht sie mit den Unternehmen der Agroindustrie ins Gericht. »Sie pressen unseren Bauern Lizenzgebühren ab, Geld für patentierte Samen, Dünger und Pestizide«, kritisiert Vandana Shiva, die darauf setzt, dass Menschen auf der ganzen Welt gegen diese Ungerechtigkeit gemeinsam vorgehen. »Die Bedürfnisse der Menschen müssen im Mittelpunkt wirtschaftlichen Handelns stehen und nicht die Profite der Konzerne«, so lautet das Credo einer großen Frau, die nicht aufhört, die Bäume zu umarmen, solange sie noch stehen.
• HUBERT OSTENDORF

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Die Welt für unsere Kinder retten

Ethecon wurde 2004 von zwei älteren Menschen gegründet, die sich einfach nicht damit abfinden können, der nächsten Generation den Planeten in einem Zustand am Rande des Kollapses zu hinterlassen. Auch nach ihrem eigenen Tod soll, so die Idee den Kindern und Enkeln eine starke Stiftung im Engagement für Frieden, Gerechtigkeit und Ökologie zur Seite stehen. Zu den beiden Gründungsstiftern sind mittlerweile fünf Zustifter und 58 Fördermitglieder hinzugekommen, das Stiftungskapital liegt bereits bei 499 000 Euro – 5 Millionen werden mittelfristig angestrebt.

Ethecon – Stiftung Ethik & Ökonomie, Akeleiweg 7, 12487 Berlin, E-Mail: Info@ethecon.org, Internet: www.ethecon.org, Spendenkonto: GLS-Bank 8023314500, BLZ 43060967
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Wir haben den roten Reis gefunden


ALLE MACHEN PROFIT, UND MEINE LANDSLEUTE VERHUNGERN DABEI. PROVO SPRACH MIT VANDANA SHIVA

PROVO: Vandana Shiva, Sie haben immer wieder den Hunger in der Welt angeprangert.
VANDANA SHIVA: Der Hunger kommt in den Ländern des Südens ausgerechnet in bäuerlichen Gegenden vermehrt vor, also dort, wo Menschen Nahrungsmittel anbauen. Das ist doch absurd. Wie kann es sein, dass Bauern, die Nahrung anbauen, Hunger leiden? Sie geraten in eine Lage, die es ihnen nicht ermöglicht, ihre eigenen Nahrungsmittel für sich und ihre Familien zu behalten. Die Ursachen liegen in der Abhängigkeit von Saatgut, Düngemitteln und Pestiziden, die die Konzerne der Agroindustrie ihnen für teures Geld verkaufen. Dies führt nicht nur zu Hunger, sondern auch zur Zerstörung der Natur. Tausende von Bauern bringen sich selbst um, weil die Schuldenlast sie erdrückt. Ich weiß auch von einigen, die ihre Frau oder Kinder verkauft haben, andere haben eine Niere verkauft.

PROVO: Manche sagen, die Gentechnik könne den Hunger bekämpfen.
VANDANA SHIVA: Das ist falsch. Allerdings wurde die Biotechnologie sogar auf dem offiziellen Welternährungsgipfel der Vereinten Nationen in Rom 2002 als Wunderwaffe gegen den Hunger propagiert. In Wahrheit dient sie nur dem Geschäft von Nahrungsmittelkonzernen wie Monsanto und Nestlé.

PROVO: Was spricht denn gegen die Biotechnologie?
VANDANA SHIVA: Die Biotechnologie bietet überhaupt keinen Ansatzpunkt gegen den Hunger in der Welt. Es wird etwa behauptet, dadurch käme es zu höheren Erträgen in der Landwirtschaft. Das ist einfach falsch. Gentechnisch veränderte Nutzpflanzen verbessern nirgendwo in der Welt die Ernten der Bauern und bringen die Kleinbauern in eine wirtschaftliche Abhängigkeit von den Konzernen. Eine Greenpeace-Studie über die Landwirtschaft in Argentinien beweist sogar, dass die Ernteerträge durch Gentechnik geringer werden. Gleichzeitig steigt aber der Verbrauch an gefährlichen Pestiziden und teuren Düngemitteln.

PROVO: Also alles nur eine Frage des Profits?
VANDANA SHIVA: Ja, leider. Die armen Länder sind ein riesiger Absatzmarkt für die Produkte der Agroindustrie, der größte der Welt. Die Konzerne pressen unseren Bauern Lizenzgebühren ab, Geld für patentierte Samen, Dünger und Pestizide. Gleichzeitig bestimmen die Weltbank und der Internationale Währungsfonds die Bedingungen für den Außenhandel. Die indische Bevölkerung etwa bezahlt für das eigene Getreide doppelt so viel wie die Exporteure Also verhungern meine Landsleute, weil ihnen die Nahrungsmittel verwehrt werden, die sie selbst produzieren.

PROVO: Was muss geschehen?
VANDANA SHIVA: Die Regierungen des Nordens sollten dafür sorgen, dass die Konzerne sich aus der Nahrungsmittelproduktion heraushalten. Außerdem müssen wir verhindern, dass diese Unternehmen gentechnische Pflanzen anbauen. Sie tun dies oft ohne rechtliche Regelungen und schaffen damit Tatsachen. Wie brauchen ein neues System der Nachhaltigkeit. Schlüsselfragen müssen sein: Wie nutzt man den Boden am besten, was ist am gesündesten, was ist gerecht, wie nutzen wir die Artenvielfalt am besten?

PROVO: Gutes Stichwort: Artenvielfalt ist sozusagen das Credo Ihrer Bewegung »Navdanya«? VANDANA SHIVA: Genau. Wir sammeln Saatgut in den Bergregionen Indiens, wo wir zum Beispiel roten Reis gefunden haben. Mein erster Gedanke war, wenn er rot ist, muss er viel Eisen oder Betacarotin enthalten. Ich ging also ins Labor und stellte tatsächlich fest, dass der rote Reis extrem viel mehr Vitamine und Eisen enthält als Gen-Reis.

PROVO: Aber das ist nur ein Beispiel …
VANDANA SHIVA: … das sich übertragen lässt. Ökologie in der Landwirtschaft vor allem in der Dritten Welt ist das Ziel von Navdanya. Wildkräuter eignen sich zudem zur Bekämpfung von Krankheiten. Hinzu kommt: Mit angestammten Arten lassen sich faire Bedingungen des Handels aufbauen.

PROVO: Ein besonderes Problem ist die Privatisierung.
VANDANA SHIVA: Nehmen Sie zum Beispiel das Wasser. Da, wo das Wasser von großen Konzernen privatisiert wurde, ist es um das Zehnfache teurer geworden Und diese horrenden Summen lassen sich über die von der Weltbank diktierten Dumping-Erträge nicht wieder einfahren. Hinzu kommt, dass das ganze ungerechte System auch noch mit öffentlichen Mitteln subventioniert wird. Wir müssen unbedingt dafür kämpfen, dass dieses öffentliche Geld, also unser Geld, in die ökologische Landwirtschaft der Kleinbauern fließt. Außerdem hoffe ich, dass die europäische Bevölkerung sich gegen die Einfuhr gentechnisch belasteter Nahrungsmittel zur Wehr setzen wird.

Die Fragen stellte Hubert Ostendorf

aus der Jugend-Beilage »Provo«, enthalten in Publik-Forum Nr. 3•2008

Sonntag, 16. März 2008

Bush & Monsanto

The information below is from Robert Cohen, Executive Director of the Dairy Education Board. (http://www.notmilk.com). It shows how the corporations control our government so as to continue to dilute and even poison our food supply in the name of profit.

John Grisham wrote the best selling novel, the Pelican Brief. Julia Roberts and Denzel Washington starred in the blockbuster movie in which two Supreme Court justices are assassinated so that an evil oil billionaire can petition the president to appoint environmentally unfriendly justices to America’s highest court. It’s all about politics, multi-national firms, and dollars.

Today’s Pelican Brief
In 1994, Monsanto Agricultural Company gained approval for their genetically engineered bovine growth hormone. That hormone became the most controversial drug application in the history of America’s Food and Drug Administration (FDA). Monsanto’s hormone caused cancer in laboratory animals, and was banned in Europe and Canada. Monsanto’s genetically engineered crops continue to make headline news throughout the world, and their patented seeds have become the seeds of controversy.

gefunden bei United Mutations, Quelle und gesamter Text bei www.alkalizeforhealth.net


Siehe auch meinen letzten Monsanto-Post: Monsanto, mit Gift und Genen

Dienstag, 11. März 2008

Gen-Mais darf auf die Äcker, tierische Produkte werden gekennzeichnet

GENTECHNIK – Agrarminister Seehofer erlaubt manipulierten Mais, sorgt aber für mehr Wahlfreiheit für Verbraucher


Die Experten des Bundesamtes für Naturschutz hatten schwerwiegende Bedenken. Den Überwachungsplan des Agrarriesen Monsanto für den Gen-Mais „Mon810“ mit eingebautem Insektengift hielten sie schlicht für lückenhaft und damit ungenügend. Dieser war aber Voraussetzung dafür, dass die genmanipulierte Sorte wieder angebaut werden darf. Doch Agraminister und CSU-Vize Horst Seehofer setzte sich über die Einwände der Fachbehörde hinweg und gab Anfang Dezember grünes Licht für den Anbau. Dabei hatte er noch im April den Mais wegen möglicher Umweltrisiken vom Markt nehmen lassen. So auch Frankreich. Dort ist der Anbau von Genmais wegen der Gefahr der Auskreuzung bis auf weiteres verboten. „Seehofer profiliert sich beim Pushen von Genpflanzen“, kommentiert Ulrike Brendel, Gentechnik-Expertin von Greenpeace. Tatsächlich hatte Seehofer sich zuvor auch schon in Brüssel für den Anbau der Genkartoffel „Amfiora“ eingesetzt, deren Erbgut so verändert wurde, daß sie besonders viel Stärke liefert. Neben Deutschland erlaubt in ganz Europa nur noch Tschechien die Freisetzung dieser Kartoffel. Den Verbrauchern ermöglicht Seehofer allerdings seit neuestem mehr Wahlfreiheit. Das Label „Ohne Gentechnik“ wird künftig tierische Lebensmittel wie Milch, Eier oder Fleisch adeln, bei deren Herstellung keine gentechnisch veränderten Pflanzen an Tiere verfüttert wurden. Bisher konnte der Verbraucher dies nicht erkennen. Greenpeace hatte eine solche Kennzeichnung für gentechnikfreie Produkte lange gefordert. „Das ist ein großer Gewinn für die Verbraucher“, sagt Stephanie Töwe, Gentechnik-Expertin von Greenpeace.

Details über den Monsanto Gen-Mais Mon810 liefert das vierseitige Informationsblatt „Anbau von Gen-Mais in Deutschland“, zu finden unter: www.greenpeace.de/themen/gentechnik/nachrichten/artikel/gen_mais_ist_eine_gefahr_ist_keine_gefahr_ist_eine_gefahr/

aus den Greepeace-Nachrichten 1•08, Februar – April

Mittwoch, 30. Mai 2007

Gen Mais macht Ratten krank

Neue Studie belegt die Gefährlichkeit von Monsanto Getreide

Die Skepsis vieler Wissenschaftler war berechtigt: Der als Lebens- und Futtermittel in Deutschland zugelassene Gen-Mais M0N863 birgt tatsächlich ein Gesundheitsrisiko. Das belegt jetzt erstmals eine Studie der unabhängigen französischen Expertengruppe CRIIGEN. Ratten wiesen nach dem Verzehr der Körner aus den Labors des US-Konzerns Monsanto verschiedene Schädigungen auf.

Die französischen Wissenschaftler nahmen für ihren Bericht die Originaldaten eines 90 tägigen Fütterungstests unter die Lupe, den Monsanto 2002 selbst durchgeführt und ausgewertet hatte. Die Ergebnisse bezeichnete das Unternehmen damals als unbedenklich, hielt aber alle Dokumente unter Verschluss. Erst Greenpeace gelang es mit einer Klage 2005, Monsanto zur Herausgabe der kompletten Versuchsinformationen zu zwingen, auf deren Basis CRIIGEN nun zu dem für den Konzern prekären Ergebnis kam.

Trotz aller Bedenken verschiedener Mitgliedsländer hat die EU Kommission Anfang 2006 M0N863, der ein Gift gegen den Maiswurzelbohrer produziert, als Futter- und Lebensmittel zugelassen. Verwendet wird er hierzulande ausschließlich als Tierfutter. Auf dem Acker stehen darf er in der EU nicht, er wird aus Nordamerika importiert. Für den kommerziellen Anbau erlaubt ist in Deutschland aber ein anderes Monsanto Produkt: der gegen den Maiszünsler resistente MON810. Knapp 3.500 Hektar haben Landwirte für 2007 bislang angemeldet, fast nur im Osten der Republik. Auch MON810 zeigt, wie Greenpeace-Experte Christoph Then betont, „Auffälligkeiten im Tierversuch“. In Polen und Ungarn ist der Anbau von MON810 verboten, in Österreich sogar der Import. Greenpeace fordert von Landwirtschaftsminister Horst Seehofer, sich an den in der EU Gesetzgebung vorgeschriebenen Grundsatz der Vorsorge zu halten, ein Anbauverbot für Gen-Mais zu verhängen und sich auf EU-Ebene für einen generellen Zulassungsstopp von Gen-Pflanzen einzusetzen.

Wo in Deutschland Felder für Gen-Mais angemeldet sind, können Sie im Internet unter www.greenpeace.de/themen/gentechnik nachsehen. Die Karte wird fortlaufend aktualisiert.

aus den Greenpeace-Nachrichten 2-07
siehe auch bei Greenpeace

siehe auch meinen Post vom 22.3.07
siehe auch die Meldung von Post
siehe auch die Meldung von Bio-Markt.Info
siehe auch die Meldung in der Welt Online

Donnerstag, 22. März 2007

Gen-Mais: also doch…

Ich habe schon ein paarmal über die Gefahren von Genmais berichtet. Auf seiner Internetseite stellt Greenpeace einen Ratgeber zum Download bereit:

»Die neue und völlig überarbeitete Auflage des Greenpeace-Ratgebers „Essen ohne Gentechnik“ schafft Abhilfe: Verbraucher können mit der „grünen Liste“ im Ratgeber Produkte wählen, die ohne Gen-Pflanzen im Tierfutter erzeugt wurden.«

Auf der Seite von Frau Neumann habe ich einen neuen Artikel über Genmais gefunden, der auch zeigt, daß Studien einerseits zurückgehalten und andererseits sehr unterschiedlich interpretiert werden können.

Mittwoch, 7. März 2007

Es geht auch anders

SUPERMARKT GEGEN GENTECHNIK

Meist verläuft es so: Wenn Greenpeacer in Supermärkten Milchprodukte kennzeichnen, bei deren HerstellungGentechnikeine Rolle spielt, erscheint umgehend der Filialleiter und wirft die Umweltschützer mehr oder weniger höflich hinaus. Bei Edeka im bayerischen Grassau war alles anders: Dort wurden die Gen-Detektive von der Greenpeace-Gruppe Chiemgau nicht nur freundlich mit Kaffee bewirtet. Nachdem Marktchefin Monika Kaltschmid sich ausgiebig über den Hintergrund der Kennzeichnungsaktion informiert hatte, bat sie um Informationsmaterial zum Auslegen und versprach, Produkte von Landliebe und Campina entweder aus den Regalen zu nehmen oder zumindest erheblich zu reduzieren. Die Familie Kaltschmid betreibt im Chiemgau fünf Edeka-Geschäfte, alle verzichten mittlerweile weitgehend auf Milchprodukte des Campina-Konzerns. Dieser weigert sich ebenso wie Müllermilch, seinen Lieferanten Gen-Futter für Milchkühe zu verbieten. Die Kaltschmids haben daher die Müller- sowie die wenigen verbliebenen Campina-Produkte mit Schildchen markiert: „Gentechnik im Tierfutter laut Greenpeace Einkaufsratgeber“.
aus den Greepeace-Nachrichten

Die Milch macht’s, Herr Müller auch

Ein sehr prägnantes Beispiel, wie Reiche noch reicher werden können, findet sich unter auf dem arbeiter.blog.

Die gleiche Geschichte steht auch bei bravopunkworld.de, hier gibt es noch ein paar weiterführende Links.

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