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Samstag, 13. Juni 2020

Im Windschatten von Corona und Rassenunruhen: NATO sucht engere Partnerschaft mit Ukraine



Die NATO geht eine noch engere Partnerschaft mit der Ukraine ein, meldet faz.net. Wie das Bündnis gestern mitgeteilt habe, werde das im Konflikt mit Russland stehende Land in das sogenannte „Enhanced Opportunities Program“ (EOP) aufgenommen. Damit bekomme die Ukraine nicht nur erweiterte Beteiligungsmöglichkeiten an NATO-Manövern und Kooperationsprojekten, sondern auch Zugriff auf ausgewählte geheime Bündnisinformationen. Bislang seien Australien, Finnland, Georgien, Jordanien und Schweden Teilnehmer des Programms.

Diplomaten hätten betont, dass der neue Status keinen weiteren Schritt in Richtung einer NATO-Mitgliedschaft darstelle. Die Ukraine sei seit Jahren ein Partner der NATO und stelle Truppen für die Bündniseinsätze in Afghanistan und im Kosovo. Auch eine Beteiligung an ausgewählten Manövern gebe es seit längerem. In Russland dürfte die NATO-Entscheidung dennoch auf Ablehnung stoßen.

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siehe auch:
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Montag, 16. Dezember 2019

Leise russische U-Boote in der Adventszeit: Die Nato ist mal wieder erschrocken

Die Russen rüsten ihre Flotte auf, und das macht der Nato Sorgen. Moskaus U-Boote sollen gewaltige technische Fortschritte gemacht haben. Sie sind schwer aufzuspüren und können Internetkabel durchtrennen. Das Bündnis wappnet sich für einen möglichen Krieg am Meeresgrund.

Russische Militärmanöver unter Wasser alarmieren die Nato. Die Verteidigungsallianz meldet für dieses Jahr die meisten Aktivitäten russischer U-Boote seit dem Ende des Kalten Krieges, schreibt das Redaktionsnetzwerk Deutschland unter Hinweis auf offizielle Angaben des Nato-Hauptquartiers in Brüssel. Russland verstärke kontinuierlich seine Operationen unter Wasser, sagte Nato-Sprecherin Oana Lungescu dem RND. Allein bei einer Operation rund um Norwegen im Oktober habe das westliche Bündnis bis zu zehn russische U-Boote gleichzeitig beobachtet.

Die Nato kündigte laut dem Bericht eine Reaktion an. Unter anderem plane das westliche Bündnis mehr Patrouillen im Nordatlantik. Zudem werde man in die moderne U-Boot-Bekämpfung aus der Luft investieren. Der Nordatlantik sei mit Blick auf militärische Nachschubrouten, zivile Handelswege und Kommunikationskanäle "von vitaler Bedeutung für die Sicherheit Europas", betonte die Sprecherin gegenüber dem RND.

mehr:
Rüstungswettlauf unter Wasser Neue russische U-Boote machen Nato nervös (n-tv, 16.12.2019)
siehe auch:
Ein neues U-Boot und mangelnde Medien-Selbstreflexion (Post, 10.07.2016)
KenFM im Gespräch mit: Dirk Pohlmann (Deutsche U-Boote im Kampf gegen Schwedens Neutralität?) (Post, 17.06.2016)
Friedensnobelpreisträger und Narzisst rüsten auf (Post, 22.03.2016 – man achte vor allem auf den Wikipedia-Eintrag zu Kubakrise, Unmittelbare Vorgeschichte!)

zu empfehlen ist vor allem auch der Vortrag von Stratfor-Gründer George Friedman 2015 vor dem Chicago Council on Global Affairs:
- Von der Heartland-Theorie über Brzezinski zur nahen Zukunft (Post, 20.10.2019, 2. Video)
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Freitag, 13. Dezember 2019

Mehr Geld für Auslandseinsätze

Die Macht um Acht (41) {25:04}

KenFM
Am 11.12.2019 veröffentlicht 
Mehr Geld für NATO!
Tagesschau bastelt Feindbilder.
„Mehrbelastung von 33 Millionen Euro für Deutschland“, stellt die Tagesschau lakonisch fest, ohne auch nur einmal zu fragen, warum denn die NATO schon wieder mehr Geld braucht. Keine Nachfrage im Verteidigungsministerium, kein journalistischer Zweifel dem Kanzleramt vorgetragen. Aber damit die Tagesschau-Zuschauer eine Art Begründung für das viele Steuer-Geld bekommen, lässt die Redaktion der ARD einen NATO-General kommentieren. Ausgerechnet Egon Ramms, der von Januar 2007 bis September 2010 Befehlshaber des "Allied Joint Force Command“ war, darf solche Sätze ablassen: "Deutschland muss erst einmal aktiver werden. Deutschland ist in meinen Augen zu wenig fokussiert auf die Außenpolitik." Gemeint sind Auslandseinsätze. Und weiter: "Man muss sich darüber im Klaren sein, dass man dieses volle Instrumentarium von Diplomatie bis Militär entsprechend nutzen muss, wenn man Politik machen will.“ Meint: Krieg ist ein prima Mittel der Politik.
Der Mann ist General, hat also eigentlich über die Politik der Bundesregierung und des Parlaments, seines Dienstherren, nichts zu sagen. Aber die ARD gibt ihm die Möglichkeit, Militärpropaganda abzulassen. Und wer führt das Gefälligkeits-Interview? Merle Tilk. Frau Tilk hat ihre journalistische Ausbildung bei der "Bundes­zentrale für politische Bildung" genossen. Diese Zentrale ist faktisch eine Unterabteilung des Bundesinnenministeriums. So geht Personalentwicklung auf dem kurzen Dienstweg: Der Innenminister bildet den Nachwuchs für die Tagesschau aus, und das öffentlich-rechtliche System bedankt sich mit einer Art Werbesendung für das Verteidigungsministerium.
Und damit der Zuschauer genau weiß, gegen wen er die Rüstungskosten bezahlen soll, liefert die Tagesschau diese Schlagzeile: "Mord an Georgier in Berlin - Generalbundesanwalt verdächtigt Russland". Zu diesem Zweck lässt die Redaktion Georg Mascolo, den Meister des Konjunktivs, auf die Zuschauer los. Zwar hat Mascolo keinen Beweis für den Tatverdacht, aber Mascolo weiß trotzdem: "Spur führt nach Russland". Im Text des angeblich investigativen Journalisten wimmelt es von "sollte" und „könnte", wie immer, wenn der seltsame Herr Mascolo nichts weiß, aber viel behauptet. Ein echter Höhepunkt dieser sonderbaren Beweisführung ist dieser Satz "In Karlsruhe (bei der Bundesanwaltschaft) geht man inzwischen davon aus, dass der russische Staat den Mord in Berlin-Moabit in Auftrag gegeben haben könnte. Auch der SPIEGEL hatte darüber berichtet." Also weil der SPIEGEL was berichtet, natürlich auch ohne Beweise, könnte der russische Staat Auftraggeber für einen Mord sein. Könnte-hätte-wäre-möglicherweise: Das ist der ganze Mascolo.
Damit aber vom Dreck, mit dem die Tagesschau um sich wirft, auch wirklich was hängen bleibt, schiebt die Redaktion noch diese Überschrift hinterher: "Tiergarten-Mord - BND befürchtet Tötung des Täters". Also der Inlandsgeheimdienst, der bisher primär als Meister der Aktenvernichtung bekannt geworden ist, hat eine Befürchtung. Und Herr Michael Götschenberg, der als ARD-Sicherheitsexperte bezeichnet wird, nimmt diese Zweckbehauptung ernst und macht daraus eine Nachricht. Was ist wohl ein ARD-Sicherheitsexperte? Einer, der mit dem staatlichen Sicherheitsapparat kooperiert? Einer, der dessen unbewiesene Meinung weitergibt und sie als echt verkauft?
Das Verdächtigungs-Konstrukt findet in diesen Sätzen seinen Höhepunkt: "Konkret steht vor allem der russische Militärgeheimdienst GRU in Verdacht - öffentlich ausgesprochen wird das jedoch noch nicht." Also irgendwas ist irgendwie konkret, aber keiner traut sich, das öffentlich auszusprechen. Und dann aus dem Handbuch der Nachrichtenfälscher noch dieser Satz: "Der Hinweis des BND, dass eben diese staatliche Stelle in Russland jetzt versuchen könnte, den Attentäter zu töten, um ihn auf diese Weise mundtot zu machen, gilt als ein weiteres Indiz dafür." Also ein Indiz soll eine Meinung des Geheimdienstes sein, eine Meinung, die der sich nicht mal selber traut, öffentlich auszusprechen. - In der Justiz gilt ein "Indiz" als "Sachverhalt". Welche Sache hat sich denn hier verhalten? Oder auch: Wer hält hier welche Sache? Rätsel über Rätsel, die mit der Herstellung eines Feindbildes zu tun haben, mit Nachrichten aber nichts und gar nichts.
Viele Zuschauer der Macht-Um-Acht kommentieren unsere Video-Serie und helfen, unsere alternativen Nachrichten besser zu machen. Dafür bedanken wir uns herzlich.
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siehe dazu:
- Interview mit Ex-NATO-General: "Ein Weckruf an die Europäer" (Tagesschau, 20.11.2019)
siehe auch:
NATO malt mal wieder den Teufel an die Wand: die angebliche russische atomare Bedrohung (Post, 25.05.2019)
- Die kontinuierliche Verschwurbelung des US-Imperialismus (Post, 23.04.2019)
Ein Meisterstück der Propaganda des militärisch-industriellen Komplexes: Die Raketenlücke (15.03.2015)

Donnerstag, 12. September 2019

Afghanistan – 9/11 – Amnesie oder
Der endlose Krieg

Seit fast zwei Jahrzehnten herrscht Krieg in Afghanistan. Ein Krieg, der – so heißt es in den Hauptstädten der westlichen Staatengemeinschaft – geführt wird im Namen von „Freiheit und Demokratie“. Der Einsatz der Bundeswehr wurde auch mit dem Argument begründet, am Hindukusch werde „unsere Sicherheit“ verteidigt. Es spricht aber – im Gegenteil – Vieles dafür, dass dieser Krieg die Welt unsicherer gemacht hat.

Eine Notiz vorab. Theodor Fontane verfasste bereits Jahre nach dem ersten anglo-afghanischen Krieg im Frühjahr 1842 eine aufrüttelnde Ballade mit dem Titel „Das Trauerspiel von Afghanistan.“ Darin lauten zwei Strophen wie folgt: „Zersprengt ist unser ganzes Heer, was lebt, irrt draußen in Nacht umher, mir hat ein Gott die Rettung gegönnt, seht zu, ob den Rest ihr retten könnt.“ Und: „Die hören sollen, sie hören nicht mehr, vernichtet ist das ganze Heer, mit dreizehntausend der Zug begann, einer kam heim aus Afghanistan.“

Unter der Ägide von Verteidigungsminister Peter Struck bekam die Bundeswehr im Mai 2003 neue Verteidigungspolitische Richtlinien (VPR). Die Kernaussage dieser Richtlinien hatte der SPD-Politiker bereits am 4. Dezember 2002 am Beispiel des Afghanistan-Einsatzes erläutert: „Die Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland wird auch am Hindukusch verteidigt.“

Im Namen von „freedom & democracy“

Seit nunmehr annähernd zwei Dekaden (länger als der Zweite Weltkrieg und der amerikanische Krieg in Vietnam zusammen) herrscht in Afghanistan Krieg. Ein Krieg, der – so heißt es unisono in den Hauptstädten der westlichen Staatengemeinschaft – geführt wird im Namen von „freedom & democracy“. Auch für den Einsatz von Kontingenten der Bundeswehr wurde das Argument bemüht, „am Hindukusch“ werde „unsere Sicherheit“ verteidigt. Was aber, wenn mit einem Scheitern der militärischen Intervention am Hindukusch gleichzeitig die im Westen als hehres Ideal geschätzte Sicherheit zu begraben wäre?

Die bisherige Kriegsführung der ISAF hat allen anderslautenden Einschätzungen und Schönfärbereien zum Trotz demonstriert, dass am Hindukusch – von den „Konfliktherden“ Irak, Syrien, Libyen und Jemen ganz zu schweigen – jene „Probleme“ sukzessive vergrößert wurden, die dort eigentlich längst hätten gelöst werden sollen. In Afghanistan (und nicht nur dort) hat eine seit Jahren anhaltende Serie zynisch genannter „Kollateralschäden“ (erinnert sei nur an drohnenbekriegte Hochzeitsfeiern) erst dazu beigetragen, unkontrolliert „Brutstätten des Terror(ismu)s“ zu nähren, zu deren Beseitigung der Großeinsatz der ISAF befohlen wurde.

Hätten die Militärstrategen vor ihrem entfesselten Bombenkrieg auf intime Landeskenner gehört, hätten sie lernen können, dass Afghanistan als intakter Zentralstaat eine Fiktion ist. Es war und ist dies ein Land mit einer unüberschaubaren Vielzahl – sich mitunter heftig befehdender – Clangemeinschaften, deren Führer sich bestenfalls als Stammesführer, schlimmstenfalls als drakonische Warlords aufführ(t)en. Dem vom Westen lange hofierten Darling Hamid Karsai – durch Wahlbetrug an die Macht gehievt und mit korrupten (teils familiären) Seilschaften verbandelt – war es missgönnt, auch nur annähernd für „Ruhe und Ordnung“ zu sorgen. Überdies ein Präsident, der ohne eine Schar angeheuerter ausländischer Bodyguards nicht einmal die Toilette aufsuchen konnte.

mehr:
- Afghanistan – 9/11 – Amnesie oder Der endlose Krieg (Rainer Werning, NachDenkSeiten, 11.09.2019)
siehe auch:
- Inside NATO: Krieg und neue Feinde (ZDF-Mediathek, abrufbar bis 11.10.2019 – siehe ab 22:35)
»Diese Mission mußte scheitern, weil die Zentralregierung immer korrupt war.«
[Prof. Sönke Neitzel, Militärhistoriker ab Min. 28:55 über die Afghanistan-Mission der NATO

Sonntag, 16. Juni 2019

KenFM im Gespräch mit: Jochen Scholz (Oberstleutnant der Bundeswehr a.D. und geopolitischer Analyst)

KenFM im Gespräch mit: Jochen Scholz (Oberstleutnant der Bundeswehr a.D. und geopolitischer Analyst) {2:01:59}

KenFM
Am 16.06.2019 veröffentlicht 
Jochen Scholz ist ehemaliger Bundeswehroffizier der Luftwaffe. Bis zum Jahr 2000 war er unter anderem 12 Jahre lang in multinationalen NATO-Gremien sowie sechs Jahre lang im Bundesministerium der Verteidigung tätig. Nachdem sich die rot-grüne Regierung unter Gerhard Schröder 1999 an der völkerrechtswidrigen Bombardierung Jugoslawiens beteiligte, trat Scholz aus seiner damaligen Partei, der SPD, aus.
Scholz kennt die Bundeswehr noch aus Zeiten, als diese noch nicht zum alleinigen Spielball transatlantischer Interessen mutiert war. Während seiner aktiven Laufbahn konnte er jedoch den Wandel seines Arbeitgebers von einer Landesverteidigungsarmee zu einer „Out-of-area-Armee“ aus nächster Nähe mitverfolgen.
Heute wie damals vertritt Scholz die Ansicht, dass eine Armee nicht dazu da sei, Interessen außerhalb des eigenen Landes durchzusetzen, sondern um das eigene Territorium zu schützen. Aus diesem Grund verweist er auch immer wieder auf Paragraph 7 des Soldatengesetzes, der da lautet: „Der Soldat hat die Pflicht, der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen.“
Wenn jedoch das Völkerrecht, das über dem deutschen Recht steht, in diesem Land nicht mehr respektiert und verteidigt, sondern mit Füßen getreten wird, dann sind das Zustände, die nicht länger hinnehmbar sind.
Scholz betreibt daher mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln wertvolle Aufklärungsarbeit. Im Interview mit KenFM liefert der unermüdliche Pensionär mitreißende Einblicke in eine bewegte berufliche Laufbahn und zeigt sich als mutiger Kämpfer für eine wirklich humanitäre deutsche Außenpolitik. Wir hoffen sehr, dass seine Arbeit bei den Bundeswehrsoldaten sowie einigen seiner ehemaligen Kollegen auf offene Ohren stößt.
Inhaltsübersicht:
0:01:23 Bundeswehr früher und heute
0:18:00 Die Bundeswehr, eine Söldner-Armee?
0:29:40 Krieg mit Rot-Gün 1999, und die deutsche Presse ist dabei
0:38:57 Völkerrechtsbruch ohne Straftäter – Geopolitik aus Washington
0:53:48 NATO und Warschauer Pakt
1:05:22 Der erste NATO-Bündnisfall im Jahr 2001
1:16:10 Zusammenarbeit mit Russland und China?
1:26:43 Geopolitik gegen den Iran
1:36:24 Statt NATO, ein europäisches Sicherheitskonzept mit Russland
1:43:33 Die öffentliche Meinung des Normalbürgers
1:50:36 Die Rolle Deutschlands auf dem Weg zum Weltfrieden
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Das erste Aha-Erlebnis fand statt im Frühsommer 1988, in dem die Arbeitsgruppe ‚Verteidigung‘ der CDU/CSU-Bundestagsfraktion zu einem Arbeitsbesuch nach Washington flog, mit Abstecher ins Hauptquartier der CIA nach Langley: „Erstaunt hörten wir dort den Ausführungen zu, die eine völlig neue amerikanische Politik gegenüber der Sowjetunion zum Thema hatten: Wir sollten uns lösen […] von dem, was wir seit Jahrzehnten […] gehört hatten. Die Ergebnisse einer Studien zu diesem Themenfeld seien eindeutig: Die Sowjetunion verfolge rein defensive Absichten. Es gehe einzig und alleine um Verteidigung zum Schutz von ‚Mütterchen Russland‘; eine Sicht, die bis in das Jahr 1991 beibehalten wurde“ (S. 12 im Buch, weitere Zahlenangaben in diesem Text betreffen immer das Buch). Die Aussagen von Admiral William Crowe, Generalstabschef der Streitkräfte der Vereinigten Staaten von Amerika, anschließend in Moskau, mit Marschall Achromejew, ehemals Generalstabschef der Roten Armee und jetzt sicherheitspolitischer Berater von Michail Gorbatschow, sowie dem Leiter der internationalen Abteilung des ZK KPdSU, Valentin N. Falin, hätten übereingestimmt. Falin wird wie folgt zitiert: „Heute sei er in Übereinstimmung mit Gorbatschow der Ansicht, es müsse endlich zur Versöhnung kommen, Moskau sei bereit dazu.“ NATO und Warschauer Pakt schienen „aus dem Hintergrund sogar gelenkt zu werden“, in die friedliche Richtung. Tatsächlich wurde der Warschauer Pakt im Juli 1991 aufgelöst, die NATO aber nicht. Kennzeichen dieses ‚Tauwetters‘ war der Vertrag über Konventionelle Streitkräfte in Europa (KSE-Vertrag), unterzeichnet am 19. November 1990 anlässlich des KSZE-Gipfeltreffens in Paris von den 22 Regierungschefs der NATO und des Warschauer Pakts. Diesen Vertrag umschreibt Wimmer nur, aber ein anderer Vertrag, ebenfalls abgeschlossen in Paris, ist ihm sehr wichtig: Die ‚Charta von Paris‘ vom November 1990, mit dem „Versprechen der verantwortlichen Staats- und Regierungschefs der nördlichen Hemisphäre, Krieg auf Dauer aus Europa zu verbannen und Konflikte ausschließlich friedlich beilegen zu wollen“ (16).[Willy Wimmers neues Buch: “Die Akte Moskau” rezensiert von Peter Becker, Peter Becker, NachDenkSeiten, 19.09.2016]

zur von Scholz angesprochenen Nuklearrüstung während des Kalten Krieges siehe:
2019, einhundert Jahre nach Versailles: die „Hunnen“ in Washington. (Willy Wimmer, bachheimer.com, 31.12.2018)
Rüstung, Bündnissolidarität und Kampf um Frieden. Lernen aus dem Nato-Doppelbeschluss von 1979? (Philip Gassert, Aus Politik und Zeitgeschichte, bpb, 26.04.2019)
- Abschreckender Optimismus (Sebastian Nieke, ADLAS 1/2018, S. 46ff.)
- Bedrohung durch einen Atomkrieg? Eine Schimäre! (Lutz Kleinwächter, welttrends.de, 25.08.2018 – PDF)
Der Kalte Krieg und das Wettrüsten (Bernd Stöver, Dossier USA, bpb, 10.11.2008)
US-Nuklearpolitik nach dem Kalten Krieg (Harald Müller, Annette Schaper, HSFK-Report 3/2003, Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung – PDF)

Folker Hellmeyer: Die USA kennen nur Partner, keine Freunde {9:55 – Start bei 3:10 
– Hellmeyer: »Es gilt die humanistische Demokratie, für die der Westen steht, nach vorne zu tragen. […] Die USA kennen nur Partner, keine Freunde.«}

Mut gegen Macht
Am 24.01.2015 veröffentlicht 
Quelle:
Deutschland+Russland
Verbreitet das Video und erzählt es euren Mitmenschen!
Schaut in meine Playlists zu den verschiedenen Themen und guckt euch die Videos vom ältesten zum neuesten an, um alle Sachverhalte zu verstehen https://www.youtube.com/channel/UCzaQ...
Noch eine Sache zu den Bewertungen: Bitte bewertet die Videos nicht danach, ob ihr den Inhalt verabscheut oder ablehnt, sondern danach ob ihr das Video für informativ haltet und ob ihr weiterhin über solche Sachen informiert werden wollt.
Beispiel: Es wird ein Video gezeigt auf dem bewiesen wird wie ukrainische Nazis die Zivilbevölkerung töten. Das man das nicht gut findet und verabscheut ist schon klar, aber wenn man es dann negativ bewertet, wird es schwieriger das Video an die breite Öffentlichkeit zu bringen, aber das ist das Ziel!!
Übrigens: Das Datum was vor den Videos steht muss nicht unbedingt stimmen. Ich habe es soweit wie möglich versucht korrekt zu halten, aber es manchmal auch nicht herausgefunden und dann das zuletzt gefundene Hochladedatum genommen. Wenn einer das korrekte Datum kennt, bitte melden, dann werde ich es korrigieren.
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Samstag, 8. Juni 2019

Dr. Daniele Ganser: NATO-Rüstungswahnsinn in Deutschland und Mind Award

Dr. Daniele Ganser: NATO-Rüstungswahnsinn in Deutschland und Mind Award (Montabaur 26.3.2019) {1:11:14}

Daniele Ganser
Am 08.06.2019 veröffentlicht 
Die ersten fünf Minuten des Videos zeigen, wie Dr. Daniele Ganser am 26. März 2019 in Montabaur den Mind Award von Achim Kunst und Dr. Ruediger Dahlke entgegennimmt. Die Begründung der Jury für die Verleihung des Preises lautete: «Dr. Daniele Ganser, der Schweizer Historiker und Friedensforscher, steht in kompromissloser und beeindruckender Weise für die Wahrheit in Politik, Wirtschaft und Informationswesen ein ... Sein besonderes Verdienst ist es, nicht nur die vielfältigen Lügen hinter der sogenannten political corectness, aufzudecken, sondern auch dann bei der Wahrheit zu bleiben, wenn er persönlich dafür diffamiert wird.»
Nach der Preisverleihung sprach der Historiker Ganser während einer Stunde über das Thema Aufrüstung in Deutschland. Er erklärte, dass man die Rüstungsausgaben in Deutschland von derzeit 40 Milliarden Euro pro Jahr auf 80 Milliarden Euro pro Jahr bis im Jahr 2024 erhöhen will. Dies sei der falsche Weg.
Mit den gegenwärtigen Ausgaben von 40 Milliarden Euro pro Jahr zählt Deutschland schon heute zu den 10 Ländern mit den weltweit höchsten Rüstungsausgaben, zusammen mit Saudi-Arabien, den USA, Russland und China. Eine grosse Mehrheit der Menschen in Deutschland will keine Erhöhung der Rüstungsausgaben.
Trotzdem haben am Gipfel in Wales die NATO-Staaten am 4. September 2014 ohne Befragung der Bevölkerung in Deutschland oder einem anderen NATO-Land beschlossen, dass jedes Land 2 Prozent des BIP für Rüstung aufwenden soll. Dies entspricht einer massiven Aufrüstung, die aber durch die undurchsichtige Formulierung «2 Prozent BIP» verschleiert wird.
Weil Deutschland die grösste Volkswirtschaft Europas und nach den USA, China und Japan die viertgrösste Volkswirtschaft der Welt ist, trifft die 2 Prozent BIP Aufrüstung die Steuerzahler in Deutschland besonders hart. Weil das BIP von Deutschland 4200 Milliarden Euro beträgt (2018) ist 2 Prozent sehr viel Geld, nämlich mehr als 80 Milliarden Euro.
Dies sei der falsche Weg. «Wir sollten nicht aufrüsten, sondern wir sollten abrüsten», argumentiert Friedensforscher Ganser in seinem Vortrag. Deutschland sollte bei diesem NATO-Rüstungswahnsinn nicht mitmachen. Der Historiker Ganser erklärt seine Position in klaren Worten: „Deutschland sollte aus der NATO austreten und in Erinnerung der eigenen Geschichte keine Truppen mehr ins Ausland schicken, sondern sich als neutrales Land für das Völkerrecht und friedliche Konfliktlösungen einsetzen."
Daniele Ganser:
https://www.danieleganser.ch
https://twitter.com/danieleganser
https://www.facebook.com/DanieleGanser

Samstag, 25. Mai 2019

NATO malt mal wieder den Teufel an die Wand: die angebliche russische atomare Bedrohung

Generalsekretär Stoltenberg begründet den Schritt mit der „nuklearen Drohung“, die Russland gegen den Westen einsetze. Deutschland mahnt er zu höheren Verteidigungsausgaben. Dabei gehe es „nicht darum, US-Präsident Trump zu besänftigen“.


Die Nato will erstmalig nach Jahrzehnten eine neue Militärstrategie vorlegen. „Unsere Militärexperten haben diese Woche eine neue Militärstrategie für das Bündnis beschlossen“, sagte Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg WELT AM SONNTAG.
Seit dem Jahr 2014 gebe es ein „neues Sicherheitsumfeld“ und neue Herausforderungen im Osten und im Süden, begründete der Nato-Chef den Schritt. Außerdem setze Russland die „nukleare Drohung“ immer stärker gegen den Westen ein. „Es geht darum, auch künftig voll verteidigungsbereit zu sein und Stabilität herstellen zu können. Das erfordert teilweise neue militärische Konzepte“, erklärte Stoltenberg. Die Stärke der Allianz bestehe darin, „dass wir in der Lage sind, uns zu verändern, wenn es nötig ist“.
mehr:
- Bedrohung aus Russland: Die Nato gibt sich eine neue Militärstrategie (Christoph B. Schiltz, Welt, 25.05.2019)
Mein Kommentar:
»Russland setzt die nukleare Drohung immer stärker gegen den Westen ein.« – Was bedeutet eigentlich dieser Satz? 

Putin spricht deutsch und Klartext [1:34]

Veröffentlicht am 20.04.2014
Die Propaganda wirkt:
2014 in Deutschland wird "Putinversteher" als Schimpfwort benutzt!

Als Hubert Seipelt Putin 2014 diese Frage stellte, ging es um die Stationierung von Raketenabwehrsystemen im Rahmen der National Missile Defense, einem Nachfolgeprogramm zur unter Ronald Reagan entworfenen Strategic Defense Initiative (damals als »Star Wars« belächelt). Diese diente dazu, die Sowjetunion an den wirtschaftlichen Abgrund zu drängen – und war aus US-Sicht erfolgreich.
Siehe dazu:
- Täuschung - Die Methode Reagan, Ressourcenkriege und medial vermittelte Feindbilder (Post, 06.05.2015)
Alles, was die USA seit – spätestens – dem Zweiten Weltkrieg in Bezug auf die Sowjetunion bzw. Russland unternehmen, wird verkauft als Reaktion auf eine sowjetische bzw. russische Bedrohung, dient in Wirklichkeit aber dazu, die Sowjetunion bzw. Russland zu bedrängen und die Stellung als einzige Supermacht zu festigen. Dazu ist den USA so gut wie jedes Mittel recht.

STRATFOR Chef legt die Außenpolitik der USA offen: Ukraine, Russland, Deutschland, Nahost {12:52; Start bei 3:18}

LT-News.com
Am 26.08.2015 veröffentlicht 
Ziel: Allianz zwischen Russland und Deutschland verhindern

Die ganzen Geschichten über Trumps angebliche Pipi-Party und die sich daraus ergebende Abhängigkeit des US-Präsidenten von Putin oder
die angeblichen Hacks im US-Präsidenten-Wahlkampf oder
die Bedrohung der EU-Wahl durch russische Hacks sind nichts anderes als erfundene oder aufgeblasene Geschichten durch die US-Geheimdienste.

Die Propaganda-Kampagnen der letzten Jahre:
»Golden Shower«
- «Russia-Gate»: Niederlage für die liberale US-Elite (Post, 22.05.2019)
Hätte Putin Trump in der Hand - wegen eines heiklen Videos? (Hubert Wetzel, Süddeutsche Zeitung, 12.01.2017)
Über die Skripal-Affäre, für die Russland automatisch die Schuld zugeschoben wurde, habe ich genug geschrieben.
Und dann war ja da Ende des letzten Jahres noch der peinliche Schuß in die eigene Hose namens
Integrity Initiative:
- Die Briten völlig von der Rolle: Integrity Initiative taucht ab (Post, 24.01.2019)
Mein Kommentar:
Die kam – wie kommt das nur? – in unseren Mainstream-Medien überhaupt nicht vor…

Dienstag, 23. April 2019

Die kontinuierliche Verschwurbelung des US-Imperialismus

US-Strategen plädieren für eine Auflösung der NATO: Ihre Forderung ist sinnvoll, ihre Argumentation dazu ist allerdings falsch.

«Die ‹North Atlantic Treaty Organization› NATO wurde letzte Woche siebzig Jahre alt, und Washington feiert die Geburt des Bündnisses. Doch bei allem Gerede über ‹das erfolgreichste Militärbündnis, das die Welt je gesehen hat› ist die NATO mehr als nur ein wenig über ihre Blütezeit hinaus. Die Streitkräfte der europäischen Mitgliedsstaaten sind nicht nur unterfinanziert und mehr und mehr irrelevant; das Bündnis selbst ist ein stetes Hindernis für die tatsächliche nationale Sicherheit Amerikas und Europas. Mit siebzig Jahren ist es an der Zeit, dass die NATO in den Ruhestand geht.
Wie denn?

Die NATO wurde 1949 gegründet, um die Sowjets einzudämmen, sie daran zu hindern, Westeuropa zu dominieren und damit Macht zu gewinnen, um die Vereinigten Staaten von Amerika direkt zu bedrohen. Das Bündnis war eine realistische Antwort auf eine existenzielle Bedrohung der nationalen Sicherheit der USA. Die Sowjetunion ist jedoch tot, und Russland besitzt nur einen Bruchteil der Macht und Reichweite der Sowjetunion.

Die NATO sollte auch ein Verfallsdatum haben – zumindest für amerikanische Bodentruppen in Europa. General Dwight Eisenhower verkündete 1951, als er das Kommando über alle NATO-Streitkräfte in Europa übernahm, dass, wenn ‹in zehn Jahren nicht alle amerikanischen Truppen, die zu nationalen Verteidigungszwecken in Europa stationiert waren, in die USA zurückgeführt sind, dieses ganze Projekt gescheitert ist›.

Fast sechzig Jahre nachdem Eisenhower diese Worte gesprochen hat und dreissig Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer sind immer noch über 60`000 US-Soldaten in Europa. [ ] Es ist also angebracht, die NATO nach dem Kalten Krieg als gescheitert zu erklären.»

Diesen Text liest man auf der Plattform The National Interest, geschrieben wurde er von einem bekannten US-Militärberater namens Gil Barndollar, Dozent am «Center for the Study of Statesmanship» der «Catholic University of America» in Washington DC. Und natürlich ist man positiv überrascht. Die NATO, dieses weltgrösste Militärbündnis, das bisher nur Angriffskriege vollführt und damit unendliches Leid verursacht hat, kann und soll liquidiert werden – jetzt auch aus US-amerikanischer Sicht?

mehr:
- So sehen US-Strategen die NATO – und verdrehen die Geschichte (Christian Müller, InfoSperber, 23.04.2019)

siehe auch:
Aufmerksamkeitsmanagement: Immer neue Bedrohungsszenarien und immer wieder Aufrüstung – Wozu? (Post, 23.02.2019)
- Die Taktik des Westens: kontinuierliche Propaganda und kontinuierlicher militärischer und wirtschaftlicher Druck (Post, 23.06.2015)
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Mit offenen Karten: Die Neuorientierung der NATO 31.05.2006 {10:51}

Luke Alpenfoehn
Am 14.12.2017 veröffentlicht 
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Mit Offenen Karten Vom Abendland Zur Westlichen Welt Doku Über Das Abendland {29:24}

Ed Amiee
Am 19.08.2015 veröffentlicht
Doku Deutsch 2015.
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Samstag, 23. Februar 2019

Aufmerksamkeitsmanagement:
Immer neue Bedrohungsszenarien und immer wieder Aufrüstung – Wozu?

Die militärische Übermacht der NATO gegenüber allen anderen Militärbündnissen ist gigantisch – und soll noch grösser werden.

Die USA geben zehnmal mehr Geld für die Verteidigung – sprich: fürs Militär – aus als Russland: 643 Milliarden US-Dollar gegenüber 63 Milliarden, in US-Dollar gerechnet, auf Seite Russlands. Die Gesamtausgaben aller 28 NATO-Länder fürs Militär beliefen sich 2018 nach Schätzung von IISS auf 1'013 Milliarden Dollar – oder also auf 16 mal mehr, als Russland für sein Militär ausgegeben hat.

Das hindert die USA nicht, von den anderen NATO-Mitgliedern zu verlangen, dass sie höhere Beiträge an die NATO freigeben. Die Begründung: Die USA zahlten für die Verteidigung 3,5 Prozent des Bruttoinlandprodukts BIP, während Kanada und die europäischen NATO-Mitglieder im Schnitt bisher nur 1,47 Prozent ihres BIP zahlten. Abgesprochen sei (im Jahr 2014), so argumentieren die USA, dass alle NATO-Mitglieder wenigstens 2 Prozent ihres BIP für Verteidigungszwecke budgetieren und tatsächlich auch ausgeben sollen.

In konkreten Zahlen würde das heissen: Kanada und die europäischen NATO-Länder müssten statt wie bisher zusammen 312 Milliarden künftig 424 Milliarden US-Dollar für militärische Zwecke ausgeben – also nochmals über 100 Milliarden oder ca. 36 Prozent mehr, und das pro Jahr.

Wozu denn eigentlich? Russland hat ein Militärbudget, das jetzt schon nur 6 Prozent des NATO-Budgets ausmacht. Ist diese massive Übermacht der NATO nicht schon jetzt jenseits von Gut und Böse?

mehr:
- Warum die USA noch mehr Geld in die NATO-Kriegskasse fordern (Christian Müller, InfoSperber, 23.02.2019)
[Quelle: Die weltweiten Rüstungsausgaben im Vergleich, Urs P. Gasche, InfoSperber, 03.05.2018]

siehe auch:
Der Einfluss der US-Netzwerke auf Politik und Medien in Deutschland (Post, 02.02.2019)
Die US-imperiale Strategie, der »Zwang« Kriege führen zu müssen und die Manipulation der öffentlichen Meinung (Post, 16.12.2018)
Hama – die Geschichte einer Lüge (Post, 16.12.2018)
Moralische Hysterie, missionarische Außenpolitik und falsche Kriege (Post, 24.01.2017)

Modell Kosovo-Krieg:
Beispiel Kosovo-Krieg: Anteil der Medien an der Vorbereitung, Begleitung und Auswertung der NATO-Angriffe (Post, 03.03.2015)
Frieden muss gestiftet werden (Post, 24.11.2014)
Forschungsarbeit: Meinungsmanipulationsstrategien in Frieden und Krieg (Jens Wernicke, Institut für Medienverantwortung, Juli 2009?)
Medien: intellektuelle Korrumpierbarkeit in Konfliktzeiten (Post, 31.12.2002)



Mausfeld Warum schweigen die Lämmer, mit besserer Tonqualität. Herzlichen Dank an Wolfgang Bley. {1:05:08 – Start bei 27:08}

Reiner Heyse
Am 15.09.2015 veröffentlicht 
Vortrag an der Christian Albrechts Universität Kiel, am 22.06.2015:
Warum schweigen die Lämmer? Demokratie, Psychologie und Empörungsmanagement.
Prof. Dr. Rainer Mausfeld
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Der Vortrag beschäftigt sich mit einem oftmals als ‚Paradoxon der Demokratie‘ bezeichneten Spannungsverhältnis zwischen Volk und Eliten: Demnach könne es in einer Demokratie beispielsweise passieren, daß, wie Aristoteles bemerkte, „die Armen, weil sie die Mehrheit bilden, das Vermögen der Reichen unter sich teilen.“ Aus Sicht der jeweils herrschenden Eliten sind Demokratien daher mit einem besonderen ‚Stabilitätsproblem‘ behaftet.




Einzelheiten zum Mausfeld-Vortrag, Abschnitt »Aufmerksamkeitsmanagement«:




Screenshot auf dem Mausfeld-Vortrag (30:51)


I. »Kleine« Dinge unsichtbar machen

- sie sind so abstrakt


1. Strukturelle Gewalt (Mausfeld-Video ab 31:00)
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Strukturelle Gewalt bezeichnet die Vorstellung, dass Gewaltförmigkeit auch staatlichen bzw. gesellschaftlichen Strukturen inhärent sei – in Ergänzung zum klassischen Gewaltbegriff, der einen unmittelbaren personalen Akteur annimmt. In besonderer Weise formulierte der norwegische Friedensforscher Johan Galtungab 1971 eine solche Theorie.Johan Galtung ergänzte den traditionellen Begriff der Gewalt, der vorsätzlich destruktives Handeln eines Täters oder einer Tätergruppe bezeichnet, um die strukturelle Dimension:
„Strukturelle Gewalt ist die vermeidbare Beeinträchtigung grundlegender menschlicher Bedürfnisse oder, allgemeiner ausgedrückt, des Lebens, die den realen Grad der Bedürfnisbefriedigung unter das herabsetzt, was potentiell möglich ist.“
Diesem erweiterten Gewaltbegriff zufolge ist das Zurückbleiben der aktuellen Selbstverwirklichung hinter der in einer Gesellschaft möglichen Selbstverwirklichung eine Form von Gewalt. Wenn Menschen im Mittelalter an Tuberkulose stürben, wäre dies nicht unbedingt Gewalt, weil die Medizin noch nicht weit genug entwickelt war. Wenn heute Menschen an Tuberkulose sterben, könne dies hingegen auf strukturelle Gewalt zurückgeführt werden.[1]
[Strukturelle Gewalt, Wikipedia, abgerufen am 24.02.2019]
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1.a) Weltbank (Mausfeld-Video ab 31:20)
- Weltbank verletzt Menschenrechte weltweit (ZON, 16.04.2015)

2. Menschenrechtsverletzungen
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Als Menschenrechte werden moralisch begründete Freiheits- und Autonomieansprüche bezeichnet, die jedem Menschen zustehen sollen.[1] Sie werden durch Verweise auf die menschliche Natur begründet, sollen für alle gleich sein und allen Menschen überall zustehen, gelten also als universell, unveräußerlich und unteilbar.[2] Sie umfassen bürgerliche, politische, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechtsansprüche. Vor allem die Universalität ist jedoch nicht immer gewährleistet, da die Ausgestaltung und der Schutz von spezifischen Menschenrechten von der politischen Auffassung und der damit verbundenen rechtlichen Durchsetzung innerhalb von Staaten und Institutionen abhängig sind. Eingrenzungen, wer als Mensch angesehen wird (Rechtsträger), wem gegenüber diese Rechte geltend gemacht werden können (Rechtsadressat), wie die Inhalte der Menschenrechte bestimmt werden und wer sie durchsetzt (sanktionierende Autorität), sind deshalb durch jeweils variierende historische, kulturelle oder auch politische Faktoren bedingt.[3][Menschenrechte, Wikipedia, abgerufen am 24.02.2019]
Die international maßgebliche Quelle für den Bestand und Gehalt der Menschenrechte ist die International Bill of Human Rights der Vereinten Nationen.[13] Neben der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte aus dem Jahre 1948, bei der es sich jedoch nur um eine von der UN-Generalversammlung verabschiedete Erklärung handelt, die nicht unmittelbar für die Mitgliedstaaten bindend ist, sind die zentralen Menschenrechtsinstrumente innerhalb dieses Korpus:
  1. der Internationale Pakt über bürgerliche und politische Rechte sowie
  2. der Internationale Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte
Beide Pakte wurden 1966 von der UN-Generalversammlung verabschiedet und traten zehn Jahre später in Kraft, nachdem sie von der geforderten Anzahl von Mitgliedstaaten ratifiziert wurden. Sie sind für alle Mitgliedstaaten, die sie ratifiziert haben, bindendes Recht.[Menschenrechte, Rechtsquellen, Wikipedia, abgerufen am 24.02.2019]
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siehe dazu auch:
- Jean Ziegler: „Geierfonds - Quintessenz krimineller Bankenaktivitäten“ (Post, 08.10.2014)


- es ist politisch opportun:


2.a) Folter in Usbekistan (Mausfeld-Video ab 32:20):
- Deutschland ignoriert Folter in Usbekistan (Selmin Çaliskan, Frankfurter Rundschau, 12.05.2015)

2.b) Massaker von Andijon: (Mausfeld-Video ab 32:40)

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Im Verlauf des Tages wurden die usbekischen Soldaten, die die Stadt abgeriegelt hatten, zur Niederschlagung der Proteste beordert. Nach Augenzeugen entfernten sie die Protestierenden von den Regierungsstellen, bevor das Feuer auf Demonstranten draußen eröffnet wurde. Im allgemeinen Chaos warfen sich die Menschen auf dem zentralen Platz zu Boden, um nicht als Aufrührer in das Feuer der Regierungstruppen zu geraten. Männer, Frauen und Kinder – wird berichtet – flüchteten in Panik. Mehrere Menschen wurden getötet.
Galima Bukharbaeva sprach von "einer großen Zahl Toter und Verletzter". "Zunächst näherte sich eine Gruppe gepanzerter Fahrzeuge dem Platz, dann erschien eine zweite," berichtete sie. "Sie eröffneten das Feuer und schossen wahllos ohne Gnade auf jeden, einschließlich der Frauen und der Kinder. Die Menge begann in alle Richtungen zu laufen. Wir versteckten uns in einem Abflusskanal. Die Aufständischen hatten das Provinzregierungsgebäude besetzt und erwiderten das Feuer. Sie wollten bis zum Tod standhalten! Als wir den Abflusskanal verließen, suchten wir in der Nachbarschaft einen Platz, wo nicht geschossen wurde. Aber Schüsse hörten wir überall... ".
Auf den Straßen von Andijon verlangten Protestierende den Rücktritt des Präsidenten Karimov, der angeblich die Militäroperationen von einer Kommandozentrale am Flughafen in Stadtnähe anordnete.
[Unruhen in Usbekistan 2005, Das Andijon-Massaker, Wikipedia, abgerufen am 24.02.2019]
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siehe dazu auch:
- Die vergessenen Toten von Andischan (Marcus Bensmann, ZON, 13.05.2015)
- Neuer Geheimvertrag mit Usbekistan (Claudia von Salzen, Tagesspiegel, 05.01.2015)





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Screenshot auf dem Mausfeld-Vortrag (35:22)

II. »Große« Dinge, die man eigentlich nicht zum Verschwinden bringen kann, unsichtbar machen (Video ab 35:20)




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Direkt oder indirekt waren über 60 Staaten an diesem Krieg beteiligt, mehr als 110 Millionen Menschen standen unter Waffen. Der Krieg kostete über 60 Millionen Menschen das Leben und erfasste den ganzen Erdball.[1]
[Zweiter Weltkrieg, Wikipedia, abgerufen am 24.02.2019 – Hervorhebung von mir]
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1. Durch US-Militärmaßnahmen seit dem Zweiten Weltkrieg getötete Zivilisten (Video ab 36:30)

Screenshot auf dem Mausfeld-Vortrag (39:15)




2. In folgenden Ländern gab es (nach dem Zweiten Weltkrieg) verdeckte US-Umsturzaktionen (Mausfeld-Video ab 36:50)


Screenshot auf dem Mausfeld-Vortrag (37:02)


siehe dazu auch:
- Why do we ignore the civilians killed in American wars? (John Tirman, Washington Post, 06.01.2012 – Mausfeld-Vortrag bei 37:35)
- Der IPPNW-Body Count im Bundestag (Jochens sozialpolitische Nachrichten, 15.03.2017)
- Opferzahlen nach 10 Jahren „Krieg gegen den Terror“: Irak – Afghanistan – Pakistan (derzeit aktuellste verfügbare Body-Count-Ausgabe, 3. Auflage, Oktober 2014, auf deutsch, PDF – Mausfeld-Vortrag bei 38:00)
- Friedens-Studien (Swiss Institute für Peace and Energy Research)
- Entschließungsantrag – Drucksache 17/12186 (verschiedene Abgeordnete der Fraktion DIE LINKE, Gemeinsames Dokumentations- und Informationssystem von Bundestag und Bundesrat, 29.01.2013)






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…die USA sind seit dem Zweiten Weltkrieg durch Angriffe auf andere Länder für den Tod von 20-30 Millionen Menschen verantwortlich.
(Mausfeld-Vortrag bei 39:00)

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Frieden = Pleite der USA {12:47 – Start bei 0:25}

FSchusterTV
Am 26.03.2016 veröffentlicht 
Quelle: http://kenfm.de
»die Medien sagen’s jeden Tag«
siehe dazu:
Desinformation über Desinformationskampagnen (Post, 10.10.2018)
STRATFOR Chef legt die Außenpolitik der USA offen: Ukraine, Russland, Deutschland, Nahost {12:52 – Start bei 1:40}

LT-News.com
Am 26.08.2015 veröffentlicht 
Ziel: Allianz zwischen Russland und Deutschland verhindern

Ex-Oberbefehlshaber der NATO: Heutige US-Kriege plante Pentagon seit 1991 {23:09 – Start bei 2:58}

yoicenet2
Am 06.04.2015 veröffentlicht 
Der ehemalige Oberbefehlshaber der NATO (1997-2000) und NATO-Oberbefehlshaber im Kosovo-Krieg, der Vier-Sterne-General der U.S. Army a.D. Wesley Clark über die seit 1991 geplannten Kriege der USA im Nahen Osten. Ein Ausschnitt des Vortrages beim Think Tank "Commonwealth Club of California" in 2007.
Quelle und Dank an: Deutschland+Russland
https://youtu.be/JXV-2Iw9dNg
Deutsche Bearbeitung:
Sprecher: Stoffteddy (Radio Moppi)
Video: Jan
http://www.yoice.net/

Warren Buffett erklärt 99,99% der Weltbevölkerung den Krieg, den er gewinnen will! {14:41 – Start bei 5:50}

Jörg Cölsmann
Am 17.02.2016 veröffentlicht 
Im III Weltkrieg kämpfen keine "Nationalitäten" mehr gegeneinander,
nein, „Es herrscht Klassenkrieg, richtig, aber es ist meine Klasse, die Klasse der Reichen, die Krieg führt, und wir gewinnen"
Dieses Zitat stammt vom III reichsten Mann der Welt, Warren Buffett und es ist Wort für Wort nachzulesen in der New York Times (Original engl.: ”There’s class warfare, all right, but it’s my class, the rich class, that’s making war, and we’re winning.” - im Interview mit Ben Stein in New York Times, 26. November 2006)
http://www.nytimes.com/2006/11/26/bus...
Wer also bis heute im "GLAUBEN" steht,
- hier werden Kriege gegen den sog. Terrorismus geführt,
- dass der weltweite Flüchtlingsstrom die WIRKUNG dieser Kriege sei,
- HartzIV eine Reaktion auf angeblich leerer Sozial- und Rentenkassen sei,
- der Mindestlohn ein Gewinn für sozial Abgehängte sein,
- das die Vergabe von Krediten durch die "systemrelevanten Banken" den Menschen hilft,
- das die Armee eines Landes eine Verteidigungsarmee sei (angeblich wollen sich ja alle Länder NUR verteidigen)
- das wir die so miserable Lage der Industrie mangelnde Kaufbereitschaft sei,
- das wir Wachstum (der Industrie) brauchen um Arbeitsplätze zu sichern
- das wir Kriege für Demokratie und Freiheit zu VERTEIDIGEN führen,
- das wir quasi UNSER Leben dafür geben sollen um UNSEREN Wohlstand zu sichern...
der sollte auch weiterhin den "Führern" seines Landes nachlaufen und sich für diese Schergen des "menschenverachtenden Raubtierkapitalismus" hingeben um sein "Leben" für diese Id(ioten)eologien der wenigen "Superreichen" hingeben. Diese werden diejenigen, welche für IHRE Id(ioten)eologien kämpfen damit belohnen, dass sie bis zum eigenen Tod etwas zu Essen und Trinken bekommen werden, in Kasernen zusammengepfercht nur die "Befehle" unter blindem "Gehorsam" auch gegen die eigenen Überzeugungen ausführen, - statt ein "selbstbestimmtes" Leben zu führen.
Folgende Namen sollte man sich in diesem Zusammenhang gut merken:
- Frank Schirrmacher geb.: 5.9.1959, gest.: 12.6.2014(?)
- Prof.Dr. Peter Kruse geb.: 30.1.1955, gest.: 1.6.2015(?) https://www.youtube.com/watch?v=e_94-...
- Dr. Hermann Scheer geb.: 1.4.1944, gest.: 14.10.2010(?)
ich werde eine vervollständigte Liste zu einem späteren Zeitpunkt noch erweitert posten. Warum sind diese Personen kurz nach bestimmten Veröffentlichungen gestorben (worden)?
Georg Schramm hat in seiner "Laudatio" für den Frieden alle Zusammenhänge aufgezeigt und gibt jedem die Möglichkeit diese Gedankengänge nachzuvollziehen, indem man EIGENE Recherchen anstellt, anstatt SICH mit "pawlowschem Reflex" HINTER den "Führer" eines Landes zu stellen und DAMIT die Interessen der Superreichen unterstützt, also den Interessen der 0,1% der Menschen, die UNS OFFEN den Krieg erklärt haben und diesen Krieg auch gewinnen WILL!
Jörg Cölsmann am 17.2.2016









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“There’s class warfare, all right,” Mr. Buffett said, “but it’s my class, the rich class, that’s making war, and we’re winning.”
This conversation keeps coming back to mind because, in the last couple of weeks, I have been on one television panel after another, talking about how questionable it is that the country is enjoying what economists call full employment while we are still running a federal budget deficit of roughly $434 billion for fiscal 2006 (not counting off-budget items like Social Security) and economists forecast that it will grow to $567 billion in fiscal 2010. […]
The final argument is the one I really love. People ask how I can be a conservative and still want higher taxes. It makes my head spin, and I guess it shows how old I am. But I thought that conservatives were supposed to like balanced budgets. I thought it was the conservative position to not leave heavy indebtedness to our grandchildren. I thought it was the conservative view that there should be some balance between income and outflow. When did this change?
Oh, now, now, now I recall. It changed when we figured that we could cut taxes and generate so much revenue that we would balance the budget. But isn’t that what doctors call magical thinking? Haven’t the facts proved that this theory, though charming and beguiling, was wrong?
[In Class Warfare, Guess Which Class Is Winning (Ben Stein, NYTimes, 26.11.2006) – Google-Übersetzung]


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„Ich beginne zu glauben, dass die Linke Recht hat!“ 
[…] „Die Stärke der Analyse der Linken“, so schreibt der erzkonservative Charles Moore im „Daily Telegraph“, „liegt darin, dass sie verstanden haben, wie die Mächtigen sich liberal-konservativer Sprache als Tarnumhang bedient haben, um sich ihre Vorteile zu sichern. ,Globalisierung‘ zum Beispiel sollte ursprünglich nichts anderes bedeuten als weltweiter freier Handel. Jetzt heißt es, dass Banken die Gewinne internationalen Erfolgs an sich reißen und die Verluste auf jeden Steuerzahler in jeder Nation verteilen. Die Banken kommen nur noch ,nach Hause‘, wenn sie kein Geld mehr haben. Dann geben unsere Regierungen ihnen neues.“
Das politische System dient nur den Reichen?
Es gibt Sätze, die sind falsch. Und es gibt Sätze, die sind richtig. Schlimm ist, wenn Sätze, die falsch waren, plötzlich richtig werden. Dann beginnt der Zweifel an der Rationalität des Ganzen. Dann beginnen die Zweifel, ob man richtig gelegen hat, ein ganzes Leben lang.  
[„Ich beginne zu glauben, dass die Linke recht hat“, Frank Schirrmacher, FAZ, 15.08.2011]

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siehe dazu:

- „Ich schweige nicht länger“ (Ernst Teufel, FAZ, 02.08.2011) 


Mein Kommentar:

Wie die hellsten konservativen Köpfe so denken und angesichts der Ukraine-Krise dann anscheinend problemlos auf die US-Linie einschwenken können, ist mir völlig unbegreiflich.
Man sehe sich noch einmal die Puls4-Diskussion an, in der Eric Frey, Auslands-Chef des angesehenen »Standard« wie ein braver Pennäler seine transatlantischen Überzeugungen herunterspulte:
- Die europäischen Werte – eine Frage der Sichtweise! (Post, 02.02.2019) 
Diese Russophobie erinnert mich an die bornierte Haltung der Konservativen den Schwulen gegenüber Anfang der 60er und die Haltung der Männer den Frauen gegenüber in den 20ern des letzten Jahrhunderts.


Der Krieg kostete über 60 Millionen Menschen das Leben [Zweiter Weltkrieg, Wikipedia, s.o.] 

Bei 20-30 Millionen toten Zivilisten, die die USA seit WK II an der Backe haben, ist da noch ein wenig Luft nach oben… 🤑 (Allerdings hat Hitler nur 6 Jahre dafür gebraucht, also haltet Euch ran, Jungs!)

Die letzte Frage im Ausschnitt aus dem verlinkten Artikel ganz oben lautet:
»Ist diese massive Übermacht der NATO nicht schon jetzt jenseits von Gut und Böse?«
Die Antwort überlasse ich dem Leser…
Noch zwei Sätze: 
Wer glaubt, daß die Kriege im Nahen Osten, die Ukraine-Krise und auch der innen-, außen- und militärpolitische Ausnahmezustand, in dem wir seit 9/11 leben, nichts mit 9/11 selbst zu tun hat, ist einfach nur bescheuert!
9/11 war, was sich die Neocons erhofft hatten: ein neues Pearl Harbor!

Desinformation: Das Spiel der Geheimdienste mit der Wahrheit (1) - Dirk Pohlmann | ExoMagazin {10:19}

ExoMagazinTV
Am 28.10.2017 veröffentlicht 
Der langjährige TV-Journalist Dirk Pohlmann ist Autor zahlreicher investigativer Dokumentationen für arte. Dazu gehören unter anderem "Täuschung - Die Methode Reagan", "Dienstbereit - Nazis & Faschisten im Auftrag der CIA" sowie "UFOs, Lügen und der Kalte Krieg". Durch Interviews mit hochrangigen Geheimdienstmitarbeitern, Militärs und aufwändige Recherchen in Staatsarchiven hat er über einen umfassenden Überblick über Aktivitäten von CIA, BND und Co in der Geschichte. Pohlmann zeigt in seinem Vortrag, wie Geheimdienste immer wieder die öffentliche Meinung manipulierten, um Ziele zu erreichen. "Im Endeffekt ist die gesamte Berichterstattung, ohne dass jemand böswillig agiert, Desinformation", sagt Pohlmann. Dass viele Journalisten nicht bereit sind, sich kritisch mit ihrer eigenen Rolle im Spiel der Geheimdienste auseinanderzusetzen, bezeichnet er als systemisches Versagen der Medien. Es wird Zeit, die wichtigen Fragen zu stellen und eine öffentliche Debatte darüber anzustoßen. Dieser Vortrag könnte der Auslöser sein.
►►Den gesamten Vortrag hier anschauen: http://bit.ly/2xuYueZ



Screenshot aus dem Dirk-Pohlmann-Vortrag:
Desinformation: Das Spiel der Geheimdienste mit der Wahrheit (1) (YouTube)

Siehe dazu:
Project for the New American Century (Wikipedia)
9/11: Es stinkt gewaltig! (Post, 28.11.2018)
- 9/11: Hochrangige Offiziere, Reuters und ein Dialysepatient (Post, 13.09.2018)