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Dienstag, 15. Januar 2019

"Jage keine Polizisten - sie sind da, um zu helfen"

Die Zeugenaussagen im El-Chapo-Prozess belegen unter anderem die Verbreitung von Korruption

Der Prozess gegen den 2017 an die USA ausgelieferten mexikanischen Drogenkartellchef Joaquín Guzmán alias "El Chapo", der im November begann, soll insgesamt vier Monate dauern. Inzwischen hat das Bundesgericht in Brooklyn, vor dem er geführt wird, neun der insgesamt 16 Belastungszeugen angehört. Durch ihre Aussagen wird auch einer größeren Öffentlichkeit bekannt, wie El Chapos Sinaloa-Kartell funktionierte. Einiges davon konnte man sich denken, anderes kam unerwartet.

Eine Überraschung, die Guzmáns ehemaliger kolumbianischer IT-Consultant Christian Rodríguez offenbarte, war, dass El Chapo auf etwa 50 Mobiltelefonen von Mitarbeitern und Kontaktpersonen Spyware installieren ließ, um sie zu überwachen. Das hatte den Nebeneffekt, dass er damit massenhaft Beweisdaten produzierte, die nun gegen ihn verwendet werden (vgl. Prozess gegen El Chapo: Drogenboss setzte auf Spyware und half so den Ermittlern).

mehr:
- "Jage keine Polizisten - sie sind da, um zu helfen" (Peter Mühlbauer, Telepolis, 15.01.2019)
siehe auch:
- Der misstrauische Drogenboss (Post, 10.01.2019)

Mittwoch, 25. Mai 2016

Die Gebietsverluste Mexikos

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Mexiko bei seiner Unabhängigkeit  (erklärender Text bei Arte:
So sah Mexiko aus, als es 1821 unabhängig wurde. 
Es war damals also viel größer als heute. 
Der heutige Verlauf der mexikanischen Nordgrenze wurde 
nach den militärischen Auseinandersetzungen zwischen 
Mexiko und den USA von 1835 bis 1848 festgelegt.)
Der Rio Grande (erklärender Text bei Arte:
1836, 15 Jahre nach seiner Unabhängigkeit, verlor Mexiko Texas und die übrigen Gebiete östlich des Rio Grande, wo vor allem europäische und US-amerikanische Siedler lebten.)
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1835 versuchten die Vereinigten Staaten von Amerika vergeblich, Mexiko die Gebiete um Texas und Kalifornien abzukaufen. 1836 riefen die in Texas lebenden Amerikaner die unabhängige Republik Texas aus. 1845 wurde Texas von den USA annektiert. Darüber hinaus beanspruchten die USA weitere mexikanische Gebiete bis hin zum Rio Grande. Dies führte 1846 mit einer US-Invasion zum Mexikanisch-Amerikanischen Krieg. Nach der Niederlage Mexikos im Jahre 1848 trat das Land mit Unterzeichnung des Vertrages von Guadalupe Hidalgo seine nördlichen Gebiete ab, darunter die späteren US-Bundesstaaten KalifornienNew MexicoArizonaNevadaUtah und Colorado.
 HauptartikelMexikanisch-Amerikanischer Krieg
Im Jahr 1853 wurde mit dem Gadsden-Kauf das südliche Gebiet der heutigen US-Bundesstaaten Arizona und New Mexico für 10 Millionen US-Dollar erworben, um eine günstigere Route für eine geplante Eisenbahnlinie nach Kalifornien, die jedoch nie gebaut wurde, zu ermöglichen.
Eine Schuldenkrise führte im Winter 1861/62 dazu, dass Truppen aus Frankreich, dem Vereinigten Königreichund Spanien an der Golfküste des Landes landeten und Teile Mexikos besetzten. In den folgenden Jahren stand das Land unter der Besetzung durch Frankreich, das in dieser Zeit den Habsburger Maximilian als Kaiser (10. April 1864) einsetzte (Zweites Kaiserreich Mexiko). Präsident Benito Juárez, der mit Hilfe der USA die Franzosen aus dem Land vertrieb, beendete endgültig die Ära des mexikanischen Kaiserreiches durch die Hinrichtung Maximilians am 19. Juni 1867 in Querétaro(Abdankung am 14. Mai 1867). [Mexiko, 19._Jahrhundert, Wikipedia]
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Mexican American War Documentary [9:21]

Hochgeladen am 24.11.2011
http://www.historyguy.com/Mexican-Ame... Mexican-American War Documentary Video

Die Eroberung Kaliforniens (erklärender Text bei Arte
 1848 erklärten die USA Mexiko den Krieg, weil es sich weigerte, 
Kalifornien zu verkaufen, und eroberten die Gebiete nordwestlich des Rio Grande. )
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Der Vertrag von Guadalupe Hidalgo vom 2. Februar 1848 beendete den Mexikanisch-Amerikanischen Krieg (1846–1848). Nach den Niederlagen, die Mexiko im Krieg erlitten hatte, blieb der mexikanischen Regierung keine andere Möglichkeit als die Unterzeichnung des Vertrages.
Der Vertrag wurde am 2. Februar 1848 auf dem Altar der alten Kathedrale in der Stadt Guadalupe Hidalgo (heute ein Ortsteil von Mexiko-Stadt) durch Nicholas Trist für die Vereinigten Staaten und Luis G. CuevasBernardo Couto und Miguel Atristain für Mexiko unterzeichnet und am 10. März vom Senat der Vereinigten Staaten sowie am 19. Mai von der mexikanischen Regierung ratifiziert.
Inhalt 
Im Vertrag wurde die Grenze zwischen den Vereinigten Staaten und Mexiko neu geregelt. Der Krieg erbrachte für die Vereinigten Staaten erhebliche Gebietsgewinne. Die Zugehörigkeit von Texas zu den USA wurde von Mexiko anerkannt und die texanische Grenze an den Rio Grande verlegt. Außerdem gingen die mexikanischen Verwaltungseinheiten Alta California und Nuevo Mexico an die USA. Damit gewannen die Vereinigten Staaten das gesamte Gebiet zwischen den Rocky Mountains und der Pazifikküste: die heutigen Bundesstaaten KalifornienArizonaNeu-MexikoUtahNevadaTexas und einen Teil von Colorado und Wyoming.
Als Gegenleistung zahlten die USA an Mexiko 15 Millionen Dollar (in heutiger Kaufkraft 464 Mio. US $) und stimmten zu, alle Amerikaner auszuzahlen, bei denen Mexiko noch Forderungen offen hatte. Dafür musste die US-Regierung weitere 3,25 Millionen Dollar (in heutiger Kaufkraft 101 Mio. US $) aufwenden. Alles private Grundeigentum in den auf die USA übertragenen Gebieten wurde durch die USA garantiert. Dies betraf vor allem die in Nuevo Mexico üblichen großen Land Grants, aber auch individuelle Wassernutzungsrechte in Kalifornien.
Der Vertrag von Guadalupe Hidalgo gab außerdem den Mexikanern, die im jetzigen Südwesten der USA lebten, die Möglichkeit zu optieren, das heißt entweder innerhalb eines Jahres nach Mexiko auszuwandern oder die US-amerikanische Staatsangehörigkeit anzunehmen. Die meisten wurden US-Staatsbürger. [Vertrag von Guadalupe Hidalgo, Wikipedia]
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The Treaty of Guadalupe Hidalgo [8:25]

Hochgeladen am 03.04.2011
Gebietsabtretungen Mexikos an die USA: Mexikanisch-Amerikanischer Krieg (rot), Gadsden-Kauf (gelb)

Gadsden Purchase (erklärender Text bei Arte: 
1853 schließlich kauften die USA Mexiko einen kleinen Gebietsstreifen im so genannten Gadsden Purchase ab, um den Bau einer südlichen transkontinentalen Eisenbahnstrecke zu erleichtern.)
(Ergänzung von mir:) Die Strecke wurde nie gebaut. (s.o.)


Freitag, 8. Januar 2016

Der mexikanische Bürgerkrieg 1910-1934

Als Mexikanische Revolution (SpanischRevolución mexicana) oder Mexikanischer Bürgerkrieg (Spanisch: Guerra civil mexicana) wird die politisch-gesellschaftliche Umbruchsphase bezeichnet, deren Beginn auf das Jahr 1910 datiert wird, als oppositionelle Gruppen um Francisco Madero damit begannen, den Sturz des diktatorisch regierenden mexikanischen Langzeitpräsidenten Porfirio Díaz herbeizuführen. Die Erhebung gegen Díaz war der Beginn einer Serie von zum Teil überaus blutigen Kämpfen und Unruhen, die große Teile Mexikos erfassten und das Land bis weit in die zwanziger Jahre des 20. Jahrhunderts nicht zur Ruhe kommen ließen. Dabei wurden nicht nur die Interessengegensätze der sehr unterschiedlichen politisch-sozialen Trägergruppen der Mexikanischen Revolution ausgefochten, sondern zum Teil auch eine echte soziale Revolution verwirklicht. Tragend für die sozialrevolutionäre Seite der Revolution war vor allem die zapatistische Bewegung, die sich wiederum auf die Ideen der anarchistischen Magonistas stützte, die unter der Parole Tierra y Libertad („Land und Freiheit“) einen indigenen Kollektivismus und libertären Sozialismus propagierten.
Als wesentliche Ergebnisse der langwierigen Kämpfe der Mexikanischen Revolution, die bis etwa 1920 abgeschlossen war, können die gewaltsame politische Verdrängung der alten mexikanischen Oligarchie sowie die Vernichtung bzw. Umformung des porfiristischen Staatsapparates und der vorrevolutionären Armee angesehen werden. Damit ging der Aufstieg einer neuen Führungsschicht aus den Reihen der diversen Revolutionsbewegungen und die Entstehung neuer staatlicher Strukturen einher. Allerdings konnten diese vielfach erst gegen den Widerstand lokaler Autonomiebestrebungen, die in der Zeit politisch wirkmächtig geworden waren, als im Land eine starke Zentralgewalt gefehlt hatte, durchgesetzt werden. Dementsprechend kam es noch bis zum Beginn der 1930er Jahre immer wieder zu Revolten einzelner Armeebefehlshaber und Erhebungen bestimmter Ethnien oder Bevölkerungssegmente gegen die neue Zentralregierung. Die Verwirklichung bedeutender sozialer Reformen, die 1910 einer der wesentlichen Gründe für den Ausbruch der Revolution gewesen war, erfolgte daher erst mit beträchtlicher zeitlicher Verzögerung unter der Präsidentschaft von Lázaro Cárdenas del Río. (Mexikanische Revolution, Wikipedia)
Mexican Revolution Documentary [12:29]

Veröffentlicht am 04.06.2013
H.O.A. Mexican Revolution Project

Aspen Prestridge
Arlin Tawzer
Eyassu Shimelis
Marnier LeBlanc
Adli Ahram
Lacey Hyde

Additional Music:
The Poet Acts by Philip Glass

siehe auch:
- Heute vor 100 Jahren – 23. Juni 1914: Pancho Villa siegt gegen mexikanische Truppen (Post, 23.06.2014)

Montag, 23. Juni 2014

Heute vor 100 Jahren – 23. Juni 1914: Pancho Villa siegt gegen mexikanische Truppen

Ein Volk erhebt sich 

Krasse soziale Ungerechtigkeit prägte zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Situation in Mexiko. Entscheidend für den Ausbruch der Mexikanischen Revolution war die enorme Konzentration des Landbesitzes während der Diktatur von Porfirio Diaz. Bei Ausbruch der Revolution 1910 waren 90% der Landbevölkerung landlos, während 1% der Bevölkerung über 96% des Bodens verfügte. Dies wollten die landlosen Bauern nicht länger hinnehmen, mit ihren Forderungen nach »Land und Freiheit« und einer Agrarreform waren sie die treibende Kraft der Revolution. 

Pancho Villa (3. von rechts) und seine Männer, Juni 1919

Unter der Führung von Pancho Villa (1877-1923) im Norden und Emiliano Zapata im Süden kämpften die Bauern für eine Landreform. Zwischen 1910 und 1921 herrschte im Land ein anarchistischer Zustand. Überall brachen Kämpfe aus, in denen die Revolutionstruppen vorübergehend Erfolge erzielten. Villa siegte gegen die Truppen des Machthabers Victoriano Huerta in der Schlacht bei Zacatecas am 23. Juni 1914, heute vor 100 Jahren. Dennoch konnten die Revolutionäre ihre weitgehenden Forderungen nicht umsetzen. Immerhin trat 1917 eine liberale Verfassung in Kraft, deren Bodenreform allerdings nicht umgesetzt wurde. 

Was am 23. Juni noch geschah: 
1924: Der Massenmörder Fritz Haarmann wird in Hannover verhaftet. 

Harenberg - Abenteuer Geschichte 2014 


Pancho Villa on the border [4:11]
Veröffentlicht am 24.01.2013
The American Army under the direction of General Pershing went to Mexico in response to Panch Villa's raid on Columbus. President Wilson sent 5,000 men of the U.S. Army under General John Pershing into Mexico to capture Villa. Employing aircraft and trucks for the first time in US Army history, Pershing's force chased Villa until February 1917.[28] The search for Villa was unsuccessful.[3] However, some of Villa's senior commanders (Colonel Candelario Cervantes, General Francisco Beltrán, Beltrán's son and Villa's second-in-command Julio Cárdenas) and a total of 190 of his men were killed during the expedition.[29]

The Mexican population were against US troops in Mexican territories. There were several demonstrations of their opposition to the Punitive Expedition and that counted towards the failure of that expedition. During the expedition, Carranza's forces captured one of Villa's top generals, Pablo Lopez; he was executed on June 13, 1916.

Camera crews recorded the war.

Source:  http://en.wikipedia.org/wiki/Pancho_V...
siehe: Mexikanische Expedition [Wikipedia]

Verschollene Filmschätze E33: 1916. Pancho Villa – Tot oder lebendig! Doku (2014) [26:11]
Veröffentlicht am 03.11.2015
Im Jahr 1914 befand sich Mexiko seit vier Jahren im Bürgerkrieg. In den USA und in Europa rühmt die Presse die Verdienste des Revolutionsführers Pancho Villa und bezeichnet ihn als „mexikanischen Robin Hood“. Die Regierung in Washington hätte Pancho Villa gerne als Präsidenten Mexikos gesehen. Zwei Jahre später kam alles anders: Im März 1916 überfiel Pancho Villa die kleine Stadt Columbus in New Mexico. Fazit: 15 Tote auf amerikanischer Seite. Dieser Angriff einer ausländischen Guerillatruppe auf amerikanischem Territorium ist für die Öffentlichkeit ein gewaltiger Schock. Auf Befehl von Präsident Woodrow Wilson wird militärische Verstärkung an die Grenzen geschickt – insgesamt fast 15.000 Mann. Die Truppen machen sich im Norden Mexikos an die Verfolgung von Pancho Villa. Für die Presse bietet diese „Verbrecherjagd“ Gelegenheit, einen großen Feldzug und womöglich sogar Schlachten zu filmen. Die Reporter hoffen vor allem, über die Verhaftung des Verräters Pancho Villa berichten zu können. Doch wozu eine solche Machtdemonstration der Amerikaner? Diente dieser Feldzug vielleicht noch einem anderen Zweck? Und wie wurde Pancho Villa, der gefeierte Medienstar, den die amerikanische Regierung zunächst unterstützt hatte, zum Staatsfeind Nummer eins?

siehe auch:
- Der mexikanische Bürgerkrieg 1910-1934 (Post, 08.01.2016)
aktualisiert am 08.01.2016