Die Psychologie betreffenden Posts habe ich in »Roths Psychoblog« eingestellt. Eine Liste der Musikvideos findet sich unter »Tornado’s Music Favourites« (siehe unter »Links«). Das Posten eines Videos schließt das Hinzufügen des Infotextes mit ein. (Ich bemühe mich, offensichtliche Werbung wegzulassen) Dieser gibt also nicht notwendigerweise meine Meinung wieder! Das verwendete Bild stammt aus Bob Dylan’s Video »Jokerman«. Ich speichere keine Daten!
USA wollen "Open Skies"-Vertrag aufkündigen {7:19 – Start bei 2:23 – Mölling: »Die Staaten haben sich auf ein gemeinsames Lagebild geeinigt, was sie als wahr ansehen.«}
tagesschau
Am 22.05.2020 veröffentlicht
Ein offener Himmel "von Vancouver bis Wladiwostok" - diese Formel ist das Fundament des Abkommens "Open Skies", das den 34 Unterzeichnerstaaten eine gegenseitige Luftüberwachung zusichert. Nach der Ankündigung der USA, sich aus dem Vertrag zurückzuziehen, beraten heute die NATO-Botschafter über das weitere Vorgehen. Außenminister Maas will versuchen, die US-Regierung zum Umdenken zu bewegen. Der Vertrag trage schließlich zu Sicherheit und Frieden auf praktisch der gesamten Nordhalbkugel bei.
Der ABM-Vertrag (russischДоговор об ограничении систем противоракетной обороны, ПРО, englisch Anti-Ballistic Missile Treaty), am 26. Mai1972 mit unbefristeter Gültigkeit abgeschlossen, war ein Vertrag zwischen den USA und der UdSSR zur Begrenzung von Raketenabwehrsystemen (Anti-Ballistic Missiles, ABM). Er war einer der beiden Teile der SALT I-Vereinbarung. Am 13. Juni2002 traten die USA einseitig vom Vertrag zurück, nachdem sie, wie vertraglich festgelegt, 6 Monate zuvor eine Absichtserklärung abgegeben hatten, in der sie dem Vertragspartner den Rücktritt ankündigten. [ABM-Vertrag, Wikipedia, abgerufen am 09.02.2018]
Ich frage mich, wer noch Vertrauen in die USA haben kann. Ich bin sicher: Es ist nicht einfach nur Trump, der aus einem Vertrag nach dem anderen aussteigt!
Über 250 Expertenaussagen belegen, dass der Widerspruch gegen Corona-Dogmen und drohende Diktatur beständig wächst.
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In Deutschland und auf der ganzen Welt übt eine große Zahl von Wissenschaftlern, Ärzten und weiteren Experten Kritik an der Corona-Politik der Regierenden. Ihre Stimmen werden kaum gehört oder stark verzerrt wiedergegeben. Hier finden Sie eine Liste mit über 250 Expertenzitaten zur Corona-Krise und ihren Folgen, die Sie auch als Flugblatt herunterladen können (1).
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„Für so drastische Maßnahmen fehlen schlichtweg die Zahlen. Dass man Patienten mit Vorerkrankungen und ältere Menschen in Kranken- und Pflegeeinrichtungen besonders schützt, ist völlig in Ordnung und erforderlich. Grippe und Coronaviren, das ist bekannt, gefährden Ältere besonders. Das Herunterfahren vieler Betriebe, die Schließung von Schulen und Kindergärten und sogar Ausgangsbeschränkungen — für all das gibt es aber aus medizinischer Sicht keinen Grund. (…) Das ist keine Pandemie. Eine Pandemie ist für besonders viele Todesfälle verantwortlich. Die sehe ich nicht. Die Begrifflichkeit ist also nicht angebracht. Dann müssten wir auch bei der Grippe jedes Jahr so drastische Maßnahmen ergreifen.“
Professor Dr. Siegwart Bigl, Mediziner, Mitglied der sächsischen Impfkommission (2).
„Die große Mehrheit wird nicht daran sterben. (...) Viele Menschen, eine bedeutende Anzahl von Menschen, werden das Virus überhaupt nicht bekommen. (...) Von denjenigen die es bekommen, werden einige es nicht einmal bemerken. (...) Von denjenigen die Symptome bekommen, wird die große Mehrheit, wahrscheinlich 80 Prozent, eine milde oder moderate Krankheit haben. (...) Eine unglückliche Minderheit muss sich ins Krankenhaus begeben, doch die Mehrheit davon, wird ausschließlich Sauerstoff benötigen, und anschließend die Klinik wieder verlassen. (...) Und dann wird eine Minderheit auf der Intensivstation enden, und einige davon werden traurigerweise versterben. Doch das ist eine Minderheit. 1 Prozent, oder womöglich weniger als 1 Prozent. Und sogar in den höchsten Risikogruppen, sind dies deutlich weniger als 20 Prozent. Das heißt, die große Mehrheit der Menschen, sogar die aller höchsten Risikogruppen werden nicht sterben, wenn sie sich mit dem Virus infizieren.“
Professor Dr. Chris Whitty, Arzt und Epidemiologe, Chief Medical Officer für England, Chief Medical Adviser der britischen Regierung, Chief Scientific Adviser am Department of Health and Social Care und Leiter des National Institute for Health Research (3).
Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit hat das Coronavirus nichts mit dem Kawasaki-Syndrom zu tun — eine andere Ursache liegt jedoch auf der Hand.
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Bereits in der Vergangenheit erschien die jahrzehntelange Haltung der Bundesregierung, bei Impfschäden nicht den Hersteller in Haftung zu nehmen, mehr als fragwürdig. Doch nun wird mit der vorschnellen Behauptung, für das laut Medienberichten derzeit vermehrte Auftreten des sogenannten „Kawasaki-Syndroms“ bei Kindern und Jugendlichen sei möglicherweise das Coronavirus verantwortlich, nicht nur der Bogen deutlich überspannt, sondern könnten betroffene Familien zukünftig sogar endgültig jede Möglichkeit verlieren, bei einem beispielsweise durch den Masern-Impfzwang verursachten Schaden noch vor Gericht zu ziehen.
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Seit einigen Tagen nehmen wir vermehrt Medienberichte wahr, in welchen SARS-COV-2 verdächtigt wird, bei Kindern und Jugendlichen das sogenannte „Kawasaki-Syndrom“ auszulösen.
So schrieb die Welt am 19. Mai 2020: „Erst Ausschlag, dann kurz vorm Herzversagen — Das Corona-Martyrium eines 14-jährigen“. Ebenso die Pharmazeutische Zeitung, die bereits am 30. April 2020 titelte: „Möglicher Zusammenhang / Sars COV 2 und das Kawasaki-Syndrom bei Kindern“. Und auch das Ärzteblatt meldete am 14. Mai 2020: „Covid-19 — Kinder in der Lombardei erkranken an atypischem Kawasaki-Syndrom“, um nur einige Beispiele zu nennen.
Im Internet findet man zum Kawasaki-Syndrom folgende Beschreibung:
„Das Kawasaki-Syndrom führt zu einer Entzündung der Gefäßwände (Vaskulitis) im gesamten Körper. Die Ursache ist unbekannt, doch es gibt Anzeichen dafür, dass ein Virus oder ein anderer infektiöser Organismus bei genetisch entsprechend veranlagten Kindern eine ungewöhnliche Reaktion des Immunsystems auslöst. Am problematischsten ist es, wenn die Herzgefäße entzündet sind. Die Entzündung kann auch auf andere Teile des Körpers übergreifen, wie etwa die Bauchspeicheldrüse oder die Nieren. Die meisten Menschen, die am Kawasaki-Syndrom erkranken, sind Kinder zwischen 1 und 8 Jahren, doch auch Säuglinge und Jugendliche können betroffen sein. Etwa eineinhalbmal so viele Jungen wie Mädchen sind betroffen. Unter japanischen Kindern tritt die Krankheit häufiger auf. Schätzungen zufolge gibt es in den USA jährlich mehrere Tausend Fälle von Kawasaki-Syndrom. Das Kawasaki-Syndrom tritt ganzjährig auf, aber am häufigsten im Frühling oder Winter.“
Die durchaus gängige Behauptung, die Ursachen hierfür seien „unbekannt“, können und sollten jedoch keinesfalls unkommentiert bleiben. Gar einen Nexus zu SARS-COV-2 herzustellen, halte ich nicht nur für übereilt, sondern aus medizinethischer Sicht für unverantwortlich.
So ist das Kawasaki-Syndrom augenscheinlich bereits dadurch auffällig, dass es vornehmlich Kinder und Jugendliche zu „befallen“ scheint. Da bislang jedoch weder ein Virus noch Bakterien oder andere Erreger als Verursacher sicher festgestellt werden konnten, werfe ich einen Blick auf die Beipackzettel der in Deutschland inzwischen gesetzlich vorgeschriebenen Masern-Impfungen für Kinder und werde sofort fündig.
So schreibt etwa der Hersteller GlaxoSmithKline (GSK) in seiner Fachinformationen von 2013 des Impfstoffs Priorix (Lebend-Impfstoff Masern-Mumps-Röteln) unter dem Punkt „Daten nach der Markteinführung“:
„Nach der Markteinführung wurden folgende zusätzliche Nebenwirkungen nach der Priorix-Impfung berichtet. Da die Nebenwirkungen aus Spontanberichten hervorgingen, ist deren Häufigkeit nicht zuverlässig abschätzbar.“
Sodann wird innerhalb einer langen Liste schwerwiegender, teilweise lebensbedrohlicher Nebenwirkungen auch das Kawasaki-Syndrom genannt.
Erstaunlicherweise hat GSK seine Fachinformation zu Priorix im November 2019, also kurz vor Ausbruch der SARS-COV-2-Pandemie, jedoch offenbar aktualisiert — und erwähnt das Kawasaki-Syndrom plötzlich mit keinem Wort mehr, obwohl die Zulassung des Impfstoffes lediglich verlängert und nicht neu vergeben wurde.
mehr:
- Der Sündenbock (Chrisine Siber-Graaff, Rubikon, 21.05.2020)
Das Ziel dieser Studie war es, den möglichen Zusammenhang zwischen Influenza (Grippe) -Infektion und Kawasaki-Krankheit (KD) zu untersuchen. Wir untersuchten die medizinischen Unterlagen von 1.053 KD-Fällen und 4.669 Influenza-Infektionsfällen, die vom 1. Januar 2011 bis zum 31. Dezember 2013 in unserem Institut hospitalisiert wurden. Fälle von KD mit gleichzeitiger Influenza-Infektion bildeten die KD + Grippe-Gruppe. Jeder KD + Grippefall wurde mit 2 KD-Fällen und 2 Influenza-Infektionsfällen abgeglichen, und diese Fälle wurden der KD-Gruppe bzw. der Grippe-Gruppe zugeordnet. Die Unterschiede in den wichtigsten klinischen Manifestationen, dem Krankheitsverlauf, der unvollständigen KD-Rate, der Resistenzrate gegen intravenöses Immunglobulin (IVIG) und den echokardiographischen Nachweisergebnissen zwischen der KD + Grippe-Gruppe und der KD-Gruppe wurden verglichen. Die Fieberdauer und Labortestergebnisse dieser drei Gruppen wurden verglichen. 1) Die saisonalen Schwankungen der KD + Grippe-Gruppe, der KD-Gruppe und der Grippe-Gruppe waren ähnlich. 2) Die Morbiditätsrate bei unvollständiger KD war in der KD + Grippe-Gruppe höher als in der KD-Gruppe. 3) Patienten in der KD + Grippe-Gruppe zeigten im Vergleich zu Patienten in der KD-Gruppe eine längere Zeit bis zur KD-Diagnose. 4) Die KD + Grippe-Gruppe zeigte die längste Fieberdauer unter den drei Gruppen. 5) Die CRP- und ESR-Werte in der KD + Grippe-Gruppe waren höher als in der Grippe- oder KD-Gruppe. Eine gleichzeitige Influenza-Infektion beeinflusst die klinischen Manifestationen von KD und kann die Labortestergebnisse sowie die Diagnose und Behandlung der Krankheit beeinflussen. Es bleibt jedoch unklar, ob Influenza zur KD-Ätiologie beiträgt. [Xijing Huang, Ping Huang, Li Zhang, Xiaofei Xie, Influenza-Infektion und Kawasaki-Krankheit, Revista da Sociedade Brasileira de Medicina Tropical 48 (3): 243-8 · Mai 2015; DOI: 10.1590 / 0037-8682-0091-2015 · Quelle: PubMed – Google-Übersetzer – Hervorhebungen von mir]
Corona-Verschwörungstheorien, Wiederaufbaufonds, AfD-Spaltung - maischberger. die woche 20.05.2020 {1:13:23}
maischberger
Am 21.05.2020 veröffentlicht
Die Corona-Krise wird zum historischen Härtetest für die deutsche Wirtschaft und die Staatsfinanzen. Fast 100 Milliarden Euro Steuereinnahmen brechen laut aktueller Steuerschätzung weg. Wie werden Bund und Länder gegensteuern: mit Steuererhöhungen oder einer Vermögensabgabe für Reiche? Wie kann der Staat helfen, damit die Wirtschaft wieder aus der Krise kommt? Fragen an den CSU-Vorsitzenden und bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder.
Ende April überraschte Rostock mit der Nachricht, die erste deutsche Großstadt ohne Corona-Fälle zu sein. Früher als der Rest der Republik hatte die Hansestadt weitreichende Schließungen und Coronatests beschlossen. Warum Rostock auch weiterhin einen ganz eigenen Weg in der Krise geht, erklärt im Studio der Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen.
Der Parteiausschluss des brandenburgischen AfD-Landesvorsitzenden Andreas Kalbitz durch den Bundesvorstand hat in der Partei zu einem erbitterten Streit geführt. Der thüringische Landesvorsitzende Björn Höcke wirft den Verantwortlichen an der Parteispitze sogar "Verrat" vor. Droht die Spaltung der AfD? Fragen an den Bundesvorsitzenden Jörg Meuthen.
Es diskutieren, kommentieren und erklären die Autorin und Kolumnistin Lamya Kaddor, der Leitende Redakteur "Wissen" der "Süddeutschen Zeitung" Werner Bartens und die Autorin im "Spiegel"-Hauptstadtbüro Christiane Hoffmann.
Die Gäste:
Markus Söder, CSU (Ministerpräsident Bayern)
Claus Ruhe Madsen (Oberbürgermeister Rostock)
Jörg Meuthen, AfD (Bundesvorsitzender)
Lamya Kaddor (Autorin und Kolumnistin; t-online)
Werner Bartens (Wissenschaftsjournalist)
Christiane Hoffmann ("Spiegel"-Autorin)
Sendung vom 20.05.2020
"Bei den Ermittlungen zum Angriff auf ein Kamerateam der "heute-show" gibt es womöglich eine neue Spur", schreibt der SPIEGEL online in einem Artikel mit dem Titel „Ken Jebsen nutzt Studio von attackierter TV-Produktionsfirma“. Mit dem Wort "womöglich" tarnt das Magazin eine Denunziations-Story, die dem Medien-Mann Ken Jebsen völlig unbewiesen aber fast unverhüllt, die Schuld an einer Attacke auf ein ZDF-Team zuweist. "Wie aggressiv die Stimmung zum Teil ist, musste ein Kamerateam erfahren, das am 1. Mai auf einer sogenannten Hygienedemo an der Berliner Volksbühne für die ZDF-Satiresendung "heute-show" drehte." Das Team drehte in Wahrheit auf der Berliner Rochstraße. Ziemlich weit vom Rosa-Luxemburg-Platz entfernt, dem Ort der Aktion für das Grundgesetz. Doch so wie der SPIEGEL sich den Tatort zusammenlügt, so lügt er sich auch eine Verbindung von Jebsen und dem betroffenen Kamerateam zusammen.
Am vergangenen Freitag kumulierte die Aggression gegen die Demonstrationen. Es begann morgens mit dem Campact-Rundbrief und endete abends mit der Heute Show und Aspekte. Am Tag der Demonstration selbst, am 16. Mai, ging die Aggression inklusive massiver Manipulationen in Medien, zum Beispiel bei der Frankfurter Rundschau. Dann am Sonntagabend bei Anne Will und am Montagabend bei ARD Corona-Extra. Wir präsentieren Ihnen einen Ausschnitt dieser Kampagne. Mit Belegen. Und wir konfrontieren das mit mehreren Berichten und mit dem Hinweis auf besondere Eigenheiten der laufenden Kampagne. Albrecht Müller.
Vorweg eine persönliche Anmerkung zum Umgang mit den jetzigen Demonstration im Vergleich zum Umgang mit den 68ern:
Da ich beides erlebt habe und erlebe, kann ich recht gut vergleichen. Ich tue das selektiv: Im März 1968 trafen sich die Sozialdemokraten in Nürnberg zu einem wichtigen Parteitag (Anerkennung der Oder-Neiße-Grenze). Gleichzeitig wurde in Berlin und in Nürnberg selbst demonstriert, unter anderem gegen die Notstandsgesetze. Dem SPD-Politiker Herbert Wehner wurde beim Betreten der Parteitagshalle die Pfeife aus dem Mund geschlagen. Die Aggression gegen die Demonstranten war bei einigen der Versammelten so groß, dass sie vom Vorsitzenden Willy Brandt eine Entschuldigung für die Aggression der Demonstranten gegenüber Herbert Wehner forderten – eine Entschuldigung deshalb, weil Willy Brandts Sohn Peter in Berlin mitdemonstrierte und die Familie Brandt in Sippenhaft für den Pfeifen-Anschlag auf Herbert Wehner genommen wurde. Willy Brandt entschuldigte sich nicht, auch deshalb nicht, weil er wie eine Reihe anderer Zeitzeugen und Beobachter des Geschehens durchaus Verständnis für die aufmüpfigen jungen Leute hatte. Das galt auch für viele Journalistinnen und Journalisten.
Einige von diesen lernte ich im weiteren Verlauf des Jahres 1968 in Bonn kennen. Viele hatten eine Grundsympathie für die Studentenbewegung und ihre Demonstrationen. In den Redaktionen der damals noch linksliberalen Medien wie Stern, Spiegel, Frankfurter Rundschau, Zeit, WDR und NDR, Abendzeitung aus München und Kölner Stadtanzeiger fanden sich reihenweise Sympathisanten der demonstrierenden Studenten.
Willy Brandt sorgte übrigens dafür, dass eine größere Zahl von Demonstranten in seiner Partei aktiv wurde. Dies wiederum war ein wesentlicher Grund dafür, dass andere, zum Beispiel Wehner, Schmidt und auch die heutige Vorsitzende der Grundwertekommission der SPD, Gesine Schwan, ihn, Brandt, verachteten – bis hin zum erzwungenen Rücktritt in der Guillaume-Affäre.
Auch gegenüber späteren Demonstrationen, zum Beispiel den Friedensdemonstrationen im Bonner Hofgarten anfangs der Achtzigerjahre, war ein großer Teil der Journalistinnen und Journalisten positiv eingestellt, jedenfalls offen und unbeackert in ihrem Urteil. Typisch dafür der Hauptstadtkorrespondent der ARD und spätere Intendant des Westdeutschen Rundfunks, Friedrich Nowottny. Mit ihm, anderen Journalisten und Demonstranten trafen wir uns damals nach der Demo zum Plausch und Wein – friedlich, diskutierend, sympathisierend, jedenfalls offen. Ich war damals Leiter der Planungsabteilung im Bundeskanzleramt. Ach, wäre das schön, wenn der heutige Chef des Bundeskanzleramtes mal etwas Nettes über die Demonstrationen sagen würde.
Eine veränderte Welt, eine Welt voll übler Kampagnen. Eine Welt ohne kritischen Journalismus. Mit ganz wenigen Ausnahmen, die man mit der Lupe suchen muss. I. Das Ziel der Kampagne ist schnell zu erkennen
Die Demonstrationen sollen als die Aktionen von Spinnern, Verschwörungstheoretikern und Rechtsradikalen erscheinen. Der Vorwurf Verschwörungstheorie wird dabei so oft und so ohne Fragezeichen und deshalb ohne An- und Abführung verwandt, dass dieses Etikett als fraglose Bezeichnung vieler Menschen in die Debatten eingeht. Damit soll erreicht werden, dass normale Bürger und Bürgerinnen nicht mehr demonstrieren, dass sie die Stigmatisierung scheuen und zuhause bleiben.
Es wird nebenbei noch erreicht, dass sich die Reihen um die Bundesregierung und vor allem um die CDU/CSU-geführten Landesregierungen schließen. Insofern ist die jetzige Kampagne auch eine Vorbereitung für die nächste Bundestagswahl und für einzelne Landtagswahlen.
Dieses Ziel zu erreichen, wird auch dadurch erleichtert, dass oppositionelle Parteien wie auch kritische Medien ausfallen, sie sind in die Kampagne integriert.
Schlöndorff, der wie Böll und die anderen Regisseure wegen des Films kritisiert worden war, meinte über seine Arbeit an Deutschland im Herbst:[1]
„Nach so einer Arbeit mit diesem Film, nach den Erfahrungen, die man dabei macht, fragt man sich nicht mehr, warum gibt es sogenannte Terroristen, sondern wie kommt es, daß es nicht viel mehr gibt. Wie kommt es, daß nicht alle um sich schlagen.“
Aufmerksame Zeitgenossen reiben sich die Augen und schütteln die Ohren, wenn sie in diesen Tagen den zahmen bis devoten Umgang unserer öffentlich-rechtlichen Medienschaffenden mit der Bundeskanzlerin beobachten. Sie kann an einem Tag zusammen mit den Ministerpräsidenten etwas beschließen und am nächsten Tag eben diese rüffeln. Und keiner und keine fragt: Was ist das denn für ein Verfahren? Keiner kommt auf die Idee, das könnte eine Masche sein. Das öffentlich-rechtliche Fernsehen war schon einmal besser. 1984 wurde die Schleuse der Kommerzialisierung geöffnet. 1994 blickte der damalige ARD-Vorsitzende auf zehn Jahre „Befreiung“ zurück und stellt fest: „Sie wussten, was sie taten.“ Wir dokumentieren diesen Beitrag von Jobst Plog im ARD-Jahrbuch von 1994. Albrecht Müller.
Diesen Text stellen wir auch in unserer Rubrik „Interessante Dokumente“ ein. Dort finden Sie übrigens schon eine Sammlung anderer interessanter Texte. Allerdings bedarf die Rubrik erkennbar noch einiger Ergänzungen aus dem letzten Jahr. Wenn Sie ein Dokument aus der Vergangenheit oder Gegenwart besonders bemerkenswert finden, dann dürfen Sie uns dieses gerne schicken.
Die vielen Gesichter der Reproduktionszahl R. Ein Rückblick auf das Thema in der vergangenen Woche.
Ja zugegeben, schon etwas spät, aber die letzte Woche hatte es in sich, da lohnt ein Blick zurück. Sie begann am Sonntag, dem 10.5, mit etlichen besorgten Meldungen über den Wiederanstieg der effektiven Reproduktionszahl, hier kurz R-Wert genannt. Im Situationsbericht des Robert-Koch-Instituts (RKI) vom Sonntag-Abend war nämlich dieser Wert mit R = 1,13 (95%-Prädiktionsintervall: 0,94-1,35) beziffert worden. Dass das Unruhe auslösen würde, war klar, hatte doch Kanzlerin Merkel im April in ihrer Regierungserklärung nicht nur den Reproduktionsfaktor R hübsch erklärt (als promovierte Physikerin weiß sie, wovon sie spricht), sondern auch vorgerechnet, dass schon beim einem R-Wert von 1,2 im Juli die Belastungsgrenze der Krankenhäuser überschritten wird.
Kurzfristige Ausschläge
Um hier die Wogen zu glätten, gab es dann am Dienstag eine Sonderpressekonferenz des RKI mit Prof. Schaade, der erklärte, warum der R-Wert recht sensitiv mit kurzfristigen Ausschlägen auf Cluster-Infektionen reagiert, vor allem wenn Infizierten-Mengen so geballt kommen, wie bei den Schlachthof-Mitarbeitern. Allein im baden-württembergischen Birkenfeld kamen in den letzten Tagen 130, im Landkreis Osnabrück 92 und im bayrischen Straubing-Bogen 59 Infizierte hinzu, inzwischen sind es insgesamt gut 1100 infizierte Werksvertragsarbeiter, die die Statistik nun stark beeinflussen.
Um diese Sprunghaftigkeit zu relativieren, führte das RKI daher zusätzlich zu dem bisherigen "sensitiven R-Wert" noch einen "stabilen R-Wert" ein, der sich als gleitender 7-Tages-Mittelwert aus den nicht geglätteten Nowcast-Werten berechnet, und der auch einen Tag weiter als der sensitive Kollege zurückgeschoben wurde, also nun die Werte für Erkrankungstermine bis maximal vier Tage vor "now" abschätzt. Der sensitive R-Wert geht bis zu drei Tage vor "now".
Keine Übersterblichkeit: Warum starben 2018 mehr als 2020? - Punkt.PRERADOVIC mit Prof. Homburg {12:46 – Start bei 1:41 – Homburg: »Ich präsentiere hier eine Grafik des Statistischen Bundesamtes…«}
Punkt.PRERADOVIC Am 18.05.2020 veröffentlicht
Während Politiker und Virologen weiter vor einer zweiten Welle warnen, ist in den neuen Zahlen des Statistischen Bundesamtes zur Gesamtsterblichkeit in Deutschland nicht mal etwas von der ersten zu sehen. Prof. Stefan Homburg zeigt, daß 2020 deutlich weniger Menschen starben als im Grippewinter 2018. Und die Neuinfektionen sinken weiter, wie bei Epidemien von Atemwegserkrankungen üblich. Für die Wirtschaft und die Staatsfinanzen sieht Finanzwissenschaftler Homburg allerdings schwarz.
Ende April sind in Deutschland geringfügig mehr Menschen gestorben als im Durchschnitt der vergangenen Jahre. Darauf deuten vorläufige Ergebnisse des Statistischen Bundesamts hin.
"Die aktuelle Entwicklung der Sterbefallzahlen ist auffällig, weil die Grippewelle in diesem Jahr bereits seit Mitte März als beendet gilt", erläuterte das Statistische Bundesamt. Üblicherweise beeinflussten Grippewellen bis Mitte April die Sterblichkeit. "Es ist deshalb naheliegend, dass die aktuell beobachtete leichte Übersterblichkeit in einem Zusammenhang mit der Corona-Pandemie steht."
Da die tägliche Sterberate in Deutschland nicht wirklich klar ist, habe ich nachgerechet [Quelle: Anzahl der Sterbefälle in Deutschland von 1991 bis 2019, Statistisches Bundesamt] Herangezogen habe ich die Zahlen von 2006 bis 2019 Von 2006 bis 2019 starben jährlich im Schnitt 882.386 Menschen Im Schnitt starben von 2006 bis 2019 pro Tag 2.417 Menschen, die Zahl nimmt allmählich zu. So setze ich fest: täglich sterben in Deutschland durchschnittlich 2.600 Menschen. In obigem Bild (Vergrößerung des Screenshots der Grafik des Statistischen Bundesamtes) werden die Grafiken der Jahre 2020 und 2018 miteinander verglichen. (Die Grafiken der Jahre 2017 und 2019 sind anscheinend ausgeblendet.) Die beiden Kurven (grau für 2018 und rot für 2020) werden mit dem Durchschnitt der Jahre 2016-2019 (schwarz gepunktet) verglichen: 1. Der »Berg Übersterblichkeit« in der grauen Kurve um die KW 11 herum fällt auf. Dies dürfte die Grippewelle Anfang 2018 sein, von der wir nichts mitbekommen haben, weil darüber nicht berichtet wurde.
2. Die graue Linie (2018) schneidet die schwarz gepunktete Linie (Ø) ungefähr in KW6 (Ø: 20.319; 1918: 20.086) und schneidet sie wieder (beim Abfallen) in KW17 (Schnitt: 17.407; 1918: 17.093) – Ende der Grippewelle 3. Die rote Linie (2020) schneidet die schwarz gepunktete (Ø) in KW12 (Ø: 19.555; 2020: 19.527) und wird sie bei kontinuierlichem Kurvenverlauf (beim Abfallen) voraussichtlich (!) wieder in KW19 schneiden. Wie habe ich gerechnet? Sämtliche Zahlen habe ich vom statistischen Bundesamt übernommen. Die letzte Woche, in der die Zahl der Toten noch unter dem Schnitt ’16-’19 lag, habe ich zur ersten Woche der »Welle« (Grippe oder Corona) erklärt, die erste Woche, in welcher die Zahl der Toten wieder unter dem Schnitt ’16-’19 lag, habe ich zur letzten Woche der »Welle« (Grippe oder Corona) erklärt. Die Grippewelle 2018 begann – so meine Definition – mit KW6 und endete mit KW17, die Corona-Welle 2020 begann – so meine Definition – mit KW12 und wird – so meine Vermutung [inzwischen bewahrheitet] – mit KW19 enden. (Das bedeutet, daß ich die Coronatoten für KW18 und KW19 schätzen muß und habe für beide Wochen die Zahl der Toten aus KW17 übernommen – also absichtlich zu ungünstig) Für beide Wellen habe ich die Gesamtzahl der Toten mit der Gesamtzahl aus den entsprechenden Summen der Durchschnittssterblichkeit aus 2016-2019 verglichen. Also: Gesamtzahl KW6 bis KW17 der Grippewelle 2018 mit Gesamtzahl KW6 bis KW17 der durchschnittlichen Sterblichkeit 2016-2019 und Gesamtzahl KW16 bis KW19 der Coronawelle 2020 mit Gesamtzahl KW16 bis KW19 der durchschnittlichen Sterblichkeit 2016-2019
KW
Grippewelle 2018
Ø
2016-2019
Corona-Welle 2020
6
20.086
20.319
7
21.254
20.636
8
22.888
20.988
9
21.532
25.535
10
26.777
21.288
11
24.385
20.440
12
22.777
19.555
19.527
13
20.906
18.939
19.494
14
20.038
18.480
20.368
15
19.165
17.893
20.144
16
17.992
17.357
18.856
17
17.093
17.407
17.974
18
16.961
17.974*[17.515]
19
17.226
17.974*[17.014]
20
16.852
* bedeutet geschätzt [nachgetragen]
Grippe- welle
gesamt
254.893
238.837
Diff.
16.056
Corona-Welle
gesamt
143.818
152.311[148.892]
Diff.
8.493[5.074]
Ergebnis Vergleich Grippewelle 2018 (KW6-KW17) mit der Durchschnittssterblichkeit 2016-2019: Während der Grippewelle 2018 verstarben 254.893 Menschen; im gleichen Zeitraum verstarben in den Jahren 2016-2019 durchschnittlich 238.837 Menschen. Dies ergibt eine Übersterblichkeit durch die Grippewelle von 16.056. Ergebnis Vergleich Corona-Welle 2020 (KW12-KW19) mit der Durchschnittssterblichkeit 2016-2019: Während der Corona-Welle 2020 verstarben (die beiden letzen Wochen geschätzt) 152.311 Menschen; im gleichen Zeitraum verstarben in den Jahren 2016-2019 durchschnittlich 143.818 Menschen. Update vom 05.06.2020 [Die am 18.05.2020 für die 18. und 19. Woche (absichtlich ungünstig) geschätzten Werte wurden nachgetragen]: Meine Vermutung, die Corona-Linie werde die Linie der Durchschnittssterblichkeit 16-19 in der 19. Woche wieder schneiden, hat sich bewahrheitet. Während der Corona-Welle 2020 verstarben (die beiden letzten Wochen geschätzt) 152.311 [148.892] Menschen;
im gleichen Zeitraum verstarben in den Jahren 2016-2019 durchschnittlich 143.818 Menschen. Dies ergibt eine Übersterblichkeit durch die Corona-Welle von 8.493[5.074].
Der Summe der Grippewellen-Toten (Übersterblichkeit: 16.056) steht die Summe der Corona-Toten (Übersterblichkeit: 8.493[5.074]) gegenüber.
Die Befunde zu einer zeitweisen Übersterblichkeit decken sich bei Betrachtung der absoluten Zahlen annhähernd mit den Daten zu bestätigten COVID-19-Todesfällen, die beim Robert Koch-Institut (RKI) gemeldet werden.
[Sonderauswertung zu Sterbefallzahlen des Jahres 2020, Statistisches Bundesamt, abgerufen am 05.06.2020]
Mein Kommentar: Ich habe mir jetzt nicht die Mühe gemacht, die Sterblichkeiten von der 1. KW bis zur 19. KW zu berechnen, weil ich dann vielleicht recht gehabt hätte (keine Übersterblichkeit). Ich finde es immer wieder grandios, wie offizielle Stellen es immer wieder schaffen, unscharf ermittelte/geschätzte Zahlen (im konkreten Fall wird ja weiterhin nicht zwischen »an« und »mit« SARS-CoV2-Verstorbenen unterschieden) so zu interpretieren, daß es auf die Regierungslinie paßt. Und es ist weiterhin so, daß auf diese Unschärfe bzw. das Hinbiegen offizieller Statistiken oder deren Interpretationen nur »Rechts- oder Linksradikale, militante Impfgegner oder andere Verschwörungstheoretiker« hinweisen, also Leute, von denen man sich besser fernhält!! 😅 Da ich gerade dabei bin, siehe auch:
Ein Freund von mir hat sich die offizielle Zahl der gesamten Todesfälle der Schweiz der letzten sechs Jahre aus dem Bundesamt für Statistik (BFS) besorgt und sie mir zugesandt. Aus der unten aufgeführten Tabelle ist ersichtlich, die Anzahl der Gestorbenen in den Kalenderwochen 1 bis 18, also von 1. Januar bis bis 1. Mai, ist 2020 überhaupt nicht höher als in den vergangenen Jahren. Es ist sogar so, 2020 gab es fast 1'200 WENIGER Tote als 2015 im gleichen Zeitraum
[Freeman, Schweiz - Weniger Todesfälle 2020 als 2015, AllesSchallundRauch, 16.05.2020]
Mein Kommentar: Ich kann nicht mit Sicherheit sagen, ob Freeman eine Schraube locker hat oder nicht. Aber ich hatte seit 2014 (Ukraine-Krise) nie eine Veranlassung seine – gelegentlich etwas übertriebenen – Aussagen in Zweifel zu ziehen. Im Gegensatz zu denen unserer Mainstream-Medien… Nach allem, was ich in den vergangenen sechs Jahren gelernt habe, kann ich vor dem alleinigen Konsum der Nachrichten in den MSM nur dringenst abraten! Fazit: Die Corona-Welle 2020 hat 7.563 [10.982] Menschen weniger das Leben gekostet als die Grippewelle des Jahres 2018.
Oder anders ausgedrückt:
An der von den Medien nicht beachteten (und angeblich mit Corona nicht vergleichbaren) Grippewelle des Jahres 2018 starben mehr als dreimal so viele Menschen wie an der Corona-Welle des Jahres 2020!!
Angesichts dieser Zahl dürfte die Maßnahme des Lockdowns als nicht verhältnismäßig anzusehen sein!
Update vom 09.06.2020:
Sterbefallzahlen für Deutschland (1.-19. Kalenderwoche) Ø2016-2019: 371.789 2018: 384.963 2020: 363.711
[eigene Auswertung, basierend auf der Sonderauswertung zu Sterbefallzahlen des Jahres 2020, Statistisches Bundesamt, abgerufen am 09.06.2020 – zum jetzigen Zeitpunkt liegen für 2020 noch keine aktuelleren Daten vor] Interpretation: Gegenüber den durchschnittlichen Sterbefallzahlen der Jahre 2016-2019 haben wir im Jahr 2018 (bis 19. KW) eine Übersterblichkeit (-13.147), die deutlich größer ist als die Untersterblichkeit des aktuellen Jahres (- 8.078)
und auch in Corona-Zeiten nicht vergessen:
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…die USA sind seit dem Zweiten Weltkrieg durch Angriffe auf andere Länder für den Tod von 20-30 Millionen Menschen verantwortlich.
Das bedeutet (derzeitiger Stand: laut Wikipedia, 05.06.2020 – 383.000 Corona-Tote weltweit), daß das Corona-Virus seit dem Zweiten Weltkrieg etwas mehr als 62mal seinen furchtbaren Todeszug um die Welt hätte nehmen müssen, um an die »Leistung« der einzigen Supermacht heranzureichen!! (Dabei nicht mitgerechnet die durch den Lockdown entstandenen/entstehenden Kollateralschäden…) Freuen wir uns also auf das nächste Virus! siehe dazu:
[…] Ich habe gar nichts gegen die Menge; Doch kommt sie einmal ins Gedränge, So ruft sie, um den Teufel zu bannen, Gewiß die Schelme, die Tyrannen. […] Was ich sagen wollt, Verbietet mir keine Zensur! Sagt verständig immer nur, Was jedem frommt, Was ihr und andere sollt; Da kommt, Ich versichr’ euch, so viel zur Sprache, Was uns beschäftigt auf lange Tage.
O Freiheit süß der Presse! Nun sind wir endlich froh; Sie pocht von Messe zu Messe In dulci jubilo. Kommt, laßt uns alles drucken Und walten für und für; Nur sollte keiner mucken, Der nicht so denkt wie wir.
Was euch die heilige Preßfreiheit Für Frommen, Vorteil und Früchte beut? Davon habt ihr gewisse Erscheinung: Tiefe Verachtung öffentlicher Meinung. […] Nichts schmerzlicher kann den Menschen geschehn, Als das Absurde verkörpert zu sehn.
Dummes Zeug kann man viel reden, Kann es auch schreiben, Wird weder Leib noch Seele töten, Es wird alles beim alten bleiben.
Dummes aber, vors Auge gestellt, Hat ein magisches Recht; Weil es die Sinne gefesselt hält, Bleibt der Geist ein Knecht. […] Das Tüchtige, und wenn auch falsch, Wirkt Tag für Tag, von Haus zu Haus; Das Tüchtige, wenn’s wahrhaft ist, Wirkt über alle Zeiten hinaus.
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(Was ja auch Ziel dieses Blogs ist!)
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