Dienstag, 19. Januar 2016

Obszöne Realität – Warum die Kluft zwischen Arm und Reich allen schadet

Die Kluft zwischen Arm und Reich ist skandalös groß. Das ist nicht nur ein moralisches, sondern ein ganz praktisches Problem. Warum Ungleichheit allen schadet.


Diese Zahlen beschreiben eine Obszönität. Die reichsten 62 Personen des Planeten besitzen zusammen 1,76 Billionen Dollar – ebenso viel wie die ärmere Hälfte der Menschheit, rund 3,5 Milliarden Personen. Und die Ungleichheit wächst sehr schnell. Das zeigt ein Report, den die Entwicklungsorganisation Oxfam gerade vorgelegt hat.

Eine derartige Ungleichverteilung von Vermögen ist ein Skandal. Es hat nichts mit Neid zu tun, sich darüber zu empören, denn die große Konzentration von Reichtum ist schädlich für uns alle.

mehr:
- Oxfam-Studie: Sechs Gründe, sich zu empören (Alexandra Endres, ZEIT Online, 18.01.2016)

Ringsgwandl "Nix mitnehma" [3:50]

Hochgeladen am 18.10.2010
Georg Ringsgwandl "Nix mitnehma ", Mitschnitt aus einer Sendung von Radio Bremen 1990.

mehr zu dem Lied:
Nix mitnehma (Post, 28.09.2014)

zum Thema Ungleichverteilung siehe:
- Stéphane Hessel ist tot (Post, 07.06.2013)
- Jean Ziegler – ein wahrhaftiger Mensch (Post, 10.09.2013)
Der Ukraine-Konflikt 4 – Um was geht es eigentlich? (Post, 29.03.2014)
- Die Gerechtigkeit der Eliten (Post, 27.09.2014)
- Ukraine 11 – Unsere Medien: Nicht-Berichten und Sprachverdrehung und der Krieg »Reich gegen Arm« (Post, 16.05.2014)
- Benjamin I. Page: "In den USA regiert nicht die Mehrheit!" (Post, 13.06.2015)
- Das reichste Prozent in Deutschland besitzt ein Drittel des Gesamtvermögens (Post, 04.09.2015)

zur Medienberichterstattung:

- Lügenpresse: ARD tagesschau macht aus den reichsten 62 der Welt “Oligarchen, Ölscheichs oder Milliardenerben” (Propagandaschau, 19.01.2016)
Von “Oligarchen, Ölscheichs oder Milliardenerben“ kann also überhaupt keine Rede sein. Was die ARD hier betreibt, ist freche Lüge und Desinformation, mit dem Ziel, die wahren Verantwortlichen hinter diesem globalen Skandal aus der Wahrnehmung verschwinden zu lassen und Ungleichheit und Ausbeutung stattdessen in den Köpfen der Bürger mit dem Feindbild “Russland” zu verankern.
- Zum Russlandbild in den deutschen Medien (Post, 29.11.2014)
- Gorbatschow: Ein Brief aus dem Jahr 2008 – An meine Freunde, die deutschen Journalisten (Post, 29.11.2014)

zum Propagandaschau-Artikel:
Die Glaubwürdigkeit der Medien (Post, 19.01.2016)
»Unwort des Jahres« – Die Lufthoheit über meinem Gehirn (Post, 14.01.2016)
- Leitmedienberichterstattung – alaaaf! Warum werden wir ständig wie kleine Kinder behandelt? (Post, 09.01.2016)

zu den USA:
- Freiheit und Demokratie in den USA der 60ern: Malcolm X bei einem Attentat getötet, von dem Polizeit und FBI wußten (Post, 24.03.2015)
- Amerika, die kaputte Demokratie (Post, 13.06.2015)
- Der Ukraine-Konflikt 6 – Wer stoppt die USA? (Post, 25.04.2014)

Die Recherche bei Wikipedia ergibt:

1. Bill Gates
 KBE [ˈwɪljəm bɪl ˈhɛnɹɪ geɪts] (* 28. Oktober 1955 in Seattle) ist ein US-amerikanischer UnternehmerProgrammierer und Mäzen. Bill Gates ist seit 2013, laut der Bloomberg-Liste, mit einem geschätzten Vermögen von 72,7 Mrd. US-Dollar zum wiederholten Male der reichste Mensch der Welt.[1]Darüber hinaus hat er bisher 28 Milliarden US-Dollar der von ihm und seiner Frau gegründeten Bill & Melinda Gates Foundation gespendet.[2] Gates gründete 1975, gemeinsam mit Paul Allen, die Firma Microsoft. Er besitzt etwa 501 Millionen Aktien von Microsoft[3] (etwa 16 Mrd. US $), was knapp 6 % des Grundkapitals entspricht, ist Chairman of the Board (vergleichbar mit einem Aufsichtsratsvorsitzenden) und war bis 2006 Leiter der Entwicklungsabteilung (Chief Software Architect) des Unternehmens. Seit Dezember 2004 ist er auch Mitglied des Aufsichtsrats (Board of Directors) von Berkshire Hathaway.
Am 12. September 2007 verabschiedete er sich auf der Unternehmensversammlung offiziell von seiner Firma, am 27. Juni 2008 arbeitete er zum letzten Mal ganztägig bei Microsoft.[4]

2. Carlos Slim Helú
(* 28. Januar 1940 in Mexiko-Stadt) ist ein mexikanischer Unternehmer der Telekommunikationsbranche (unter anderem Telmex und América Móvil). Nach Schätzungen des mexikanischen Finanzmagazins Sentido Común verfügte er 2007 über ein Vermögen von 67,8 Mrd. US-Dollar und war damit der reichste Mensch der Welt. Nachdem das Forbes Magazine ihn 2009 mit 35 Mrd. US-Dollar nur noch auf Platz 3 taxierte, stand er 2010 mit 53,5 Mrd. US-Dollar und 2011 mit 74,0 Mrd. US-Dollar wieder auf Platz 1.[1][2] Die Unterschiede in den Vermögensangaben gehen vor allem auf Neubewertungen im Zuge der laufenden Finanzkrisezurück. Im August 2014 betrug sein Vermögen ca. 81,6 Mrd. US-Dollar.[3]
Auf der Forbes-Liste 2015 wurde sein Vermögen mit ca. 77,1 Milliarden US-Dollar angegeben. Damit belegt er aktuell Platz 2 auf der Liste der reichsten Menschen der Welt (hinter Bill Gates). 

3. Warren Buffett
 (* 30. August 1930 in OmahaNebraska) ist ein US-amerikanischer GroßinvestorUnternehmer und Mäzen. Mit einem geschätzten Privatvermögen von 72,7 Milliarden US-Dollar ist er der drittreichste Mensch der Welt. [1][2][3] Nahezu sein gesamtes Vermögen ist in dem von ihm aufgebauten und geleiteten Investment-Unternehmen Berkshire Hathaway angelegt, dessen größter Aktionär er selbst ist. Aktuell (August 2015) hält er immer noch knapp 19 % der Gesellschaftsanteile, obwohl er seit 2006 kontinuierlich Aktien für Spenden verkauft. Ohne diese Spenden hielte er knapp 31 % und wäre mit 108,8 Milliarden US-Dollar mit Abstand der reichste Mensch der Welt.[4] Die Aktie seines Unternehmens ist die teuerste an der Börse zu kaufende Aktie der Welt.

4. Amancio Ortega
 (* 28. März 1936 in Busdongo, Provinz León) ist ein Unternehmer im Bekleidungssektor und gilt als reichster Mann in Spanien und in Europa.[1]
Mit seiner damaligen Ehefrau Rosalía Mera gründete er die heutige Unternehmensgruppe Inditex (Industria de Diseño Textil), deren Mehrheitsaktionär und Vorstandsvorsitzender er ist. Das Forbes Magazine führt ihn 2015 als 4. auf der Liste der reichsten Personen der Welt mit einem geschätzten Vermögen von 64,4 Milliarden US-Dollar (2011: Platz 13 mit US$ 31 Mrd; 2012 Platz 7 mit 31 Mrd.).[1]

5. Larry Ellison
(* 17. August 1944 in der BronxNew York City), ist Gründer und war bis September 2014 Präsident (CEO) des US-Softwarekonzerns Oracle.[1] und befindet sich zurzeit (Stand: November 2015) mit einem Vermögen von 54,3 Milliarden US-Dollar auf Platz 5 der Forbes-Liste der reichsten Tech-Milliardäre.[2]
Ellisons Unternehmen hatte sich ursprünglich auf Software für Datenverwaltung spezialisiert und bedient mittlerweile auch sehr stark das Marktsegment für Unternehmenslösungen. Hauptwettbewerber ist SAP.

6. Charles G. Koch
(* 1. November 1935 in WichitaKansas) leitet das Öl- und Chemiekonsortium Koch Industries, das zweitgrößte Unternehmenskonglomerat in den USA in Privatbesitz. Er besaß 2015 – wie sein Bruder David Hamilton Koch – ein geschätztes Vermögen von 42,9 Milliarden US-Dollar und ist damit der viertreichste Mensch in den USA und auf Platz 6 der reichsten Personen überhaupt nach The World’s Billionaires.[1]

7. David H. Koch
3. Mai 1940 in WichitaKansas) ist ein US-amerikanischer Unternehmer und Politiker. Er besaß 2015 ein geschätztes Vermögen von 42,9 Milliarden US-Dollar und war damit – zusammen mit seinem Bruder Charles G. Koch – die viertreichste Person in den USA und auf Platz 6 der reichsten Personen weltweit.[1] Charles und David Koch unterstützen massiv konservativ-liberale Kandidaten und Bewegungen und vor allem die ultrarechte Tea-Party-Bewegung - und damit den Widerstand gegen US-Präsident Barack Obama. Ihre Interessensgruppe „Americans for Prosperity“ (AFP) kämpft gegen Steuern, Obamas Gesundheitsreform und Regulierungen für die Industrie.

8. Christy Walton
(* 1955) ist eine US-amerikanische Unternehmerin und laut Forbes Magazine (März 2014) derzeit eine der reichsten Frauen sowie der neuntreichste Mensch der Welt. Sie ist die Witwe und Haupterbin von John T. Walton, dem Sohn des Gründers des Handelskonzerns Wal-Mart, der auch früh in den Photovoltaikhersteller First Solar investierte.

9. Jim Walton
(* 7. Juni 1948 in Newport, Arkansas)[1] ist der jüngste Sohn des Walmart-Gründers Sam Walton.
Er lebt in Bentonville, Arkansas, hat einen Abschluss der University of Arkansas, ist verheiratet und hat vier Kinder. Jim Walton ist Präsident von Arvest, der größten Bank Arkansas’, jedoch nicht im Tagesgeschäft aktiv.

10. Liliane Bettencourt
(* 21. Oktober 1922 in Paris als Liliane Henriette Charlotte Schueller) ist die Haupt-Anteilseignerin am Kosmetikkonzern L’Oréal, reichste Frau der Welt und Inhaberin des größten Vermögens in Frankreich. Mit einem Vermögen von 37 Milliarden US-Dollar steht sie 2014 auf Platz 8 der Forbes-Liste der reichsten Personen der Welt.[1]

11. Alice Walton
(* 7. Oktober 1949) ist die Tochter des verstorbenen Walmart-Gründers Sam Walton und dessen Frau Helen Robson Walton.
Sie lebt abgeschieden auf ihrer eigenen Ranch in Mineral WellsTexas, und züchtet dort Pferde.

12. S. Robson Walton
(* 1945 in TulsaOklahoma) ist ein US-amerikanischer Unternehmer und Multimilliardär. Er ist „Chairman of the Board of Directors“ der weltgrößten Lebensmittelkette Wal-Mart Stores.
Samuel Robson Walton ist der älteste Sohn von Sam Walton und Helen Robson Walton. Er übernahm die Leitung der von seinem Vater gegründeten Wal-Mart Stores und steuert somit das umsatzstärkste Unternehmen der Welt mit insgesamt über 1,6 Millionen Beschäftigten (2004).

13. Bernard Arnault
(* 5. März 1949 in RoubaixNord-Pas-de-Calais) ist ein französischer Unternehmerund Milliardär. Auf der vom Wirtschaftsmagazin Forbes Magazine veröffentlichten Liste der reichsten Menschen der Welt 2015 wird sein Vermögen mit ca. 37,1 Milliarden US-Dollar angegeben, womit er Platz 13 belegt.[1]
Der studierte Ingenieur ist seit 1985 Mehrheitseigner der Christian Dior S.A. und seit 1989 PDG des Luxusgüter-Konzerns LVMH Moët Hennessy • Louis Vuitton (LVMH), zu dem unter anderem Marken wie der Lederartikel-Hersteller Louis Vuitton, der Champagner-Fabrikant Moët & Chandon und der Cognac-Hersteller Hennessygehören. Über seine Holding Groupe Arnault besitzt er 70,4 % der Anteile der Firma Christian Dior sowie über eine Tochtergesellschaft und eigenen Aktienbestand insgesamt fast 47 % der Aktien von LVMH (mit über 64 % der Stimmrechte).[2] Er ist zudem Eigentümer der Wirtschaftszeitung Les Échos.[3]

14. Michael Bloomberg
KBE (* 14. Februar 1942 in BostonMassachusetts) ist ein US-amerikanischerGeschäftsmann und Politiker. Er war vom 1. Januar 2002 bis zum 31. Dezember 2013 Bürgermeister von New York City.

15. Jeff Bezos
(* 12. Januar 1964 in AlbuquerqueNew Mexico als Jeffrey Preston Jorgensen) ist ein US-amerikanischer Unternehmer. Er ist Gründer und Präsident des US-amerikanischen Unternehmens Amazon.com.

16. Mark Zuckerberg
(* 14. Mai 1984 in White PlainsNew York) ist ein US-amerikanischerUnternehmer und Philanthrop. Er ist Gründer und Vorstandsvorsitzender des Unternehmens Facebook Inc. und hält an diesem einen Anteil von 28 Prozent.[1]

17. Li Ka-shing
(李嘉誠, Lǐ Jiāchéng; * 13. Juni 1928 in ChaozhouProvinz Guangdong[1]) ist ein Handelsunternehmer und Investor in Hongkong. 2013 wurde sein Vermögen vom Forbes Magazine auf 31 Milliarden US-Dollar geschätzt und nahm damit auf der Liste der reichsten Menschen der Welt Rang 8 ein.[2]
Li Ka-shing flüchtete in seiner Jugend vor den japanischen Besetzern aus seiner Heimat Südchina und ging nach Hongkong. Seine erste Firma namens Cheung Kong (Langer Fluss) gründete er im Alter von 19 Jahren. Die Firma stellte künstliche Blumen aus Plastik her und exportierte vor allem in die USA. Nach nur 12 Jahren machte die Firma bereits einen Umsatz von 10 Millionen Hongkong-Dollar im Jahr. Durch geschickte Investitionen der Gewinne in Grundstücke und Immobilien vermehrte Li Ka-shing das Vermögen. Er besitzt Anteile an den größten Containerhäfen rund um den Globus (u. a. Hongkong, China, Rotterdam, Panama und den Bahamas). 1972 brachte er Cheung Kong (Holdings) an die Börse, 1979 wurde er Mehrheitsaktionär der Hutchison Whampoa Limited. Seine Firmen machen rund ein Drittel der Marktkapitalisierung der Hongkonger Börse aus. In Deutschland ist er mit 40 Prozent an der Drogeriemarktkette Rossmann beteiligt.
Er beteiligte sich mit 100 Millionen Hongkong-Dollar an der Finanzierung eines Gebäudes auf dem Gelände der Hong Kong Polytechnic University. Im Li Ka-shing-Tower befinden sich unter anderem die Abteilungen Marketing und Logistik. Sein Sohn Richard Li investierte bei der US-amerikanischen Versicherungsgesellschaft AIG eine halbe Mrd. Dollar und erwarb unter anderem die bulgarische Telekomfirma Vivacom.[3]

18. Sheldon Adelson
(* 1. August 1933 in BostonUSA) ist ein US-amerikanischer Unternehmer, der sein Vermögen vor allem in der Immobilienbranche in Las Vegas verdient hat. Er ist Besitzer der Las Vegas Sands-Gruppe. Auf der Forbes-Liste der reichsten Menschen der Welt belegte er 2015 den 18. Platz mit einem Vermögen von rund 31 Milliarden US-Dollar.[1]

19. Larry Page
An der University of Michigan erwarb er den Bachelor in Ingenieurwissenschaften, dem an der Stanford Universityder Master-Abschluss in Informatik folgte.[2]
Er entwickelte zusammen mit Sergey Brin die Suchmaschine Google. Der Prototyp wurde am 7. September 1998 gestartet. Seitdem war er CMO und CEO des kalifornischen Unternehmens Google Inc, bis er mit der Neuorganisation des Unternehmens am 11. August 2015 CEO der Google-Muttergesellschaft Alphabet Inc. wurde.[3]

20. Sergey Brin
(russisch Сергей Михайлович Брин, wiss. Transliteration Sergej Michajlovič Brin; geläufigere englische Schreibweise Sergey Brin[1]; * 21. August 1973 in Moskau) ist ein US-amerikanischerInformatiker und Unternehmer.
Er entwickelte zusammen mit Larry Page die Suchmaschine Google. Der Prototyp wurde am 7. September 1998 gestartet. Heute ist er CTO des Unternehmens Alphabet Inc.

Blowing In The Wind (Live On TV, March 1963) [2:35]

Veröffentlicht am 11.09.2012

ELP / Karn Evil 9 1st Impression Part 2 / 1974 California Jam [9:21]

Hochgeladen am 10.07.2011
For California Jam Fans... From allen pamplin
Anyone interested keeping up to date with the upcoming californiajamfanclub website, please join my California Jam Fan Club at:
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More California Jam photos and memorabilia to view there as well. Thank you, allen pamplin.

USA: Der militärisch-industrielle Komplex

Mittlerweile stehen die USA tatsächlich dort, wo sie Dwight D. Eisenhower partout nicht sehen wollte

Vor genau 55 Jahren, am Dienstag, den 17. Januar 1961, wandte sich der 34. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, Dwight D. Eisenhower, in einer Fernsehansprache an die Nation. Nach acht Jahren an der Spitze der Regierung trat "Ike", wie ihn seine Anhänger nannten, nun von der politischen Bühne ab und in drei Tagen würde der Siebzigjährige sein Amt feierlich an den dreiundvierzigjährigen John F. Kennedy abgeben.

So ein politischer Ausstand ist normalerweise nichts Besonderes: der Altmeister bedankt sich noch einmal bei allen seinen Mitarbeitern, Weggenossen, politischen Freunden und auch Gegnern, die sich trotz allem zähneknirschend mit ihm zusammengerauft haben. Zum Schluss dann väterliche Ermahnungen an seinen Amtsnachfolger.

Und tatsächlich: Der einst so energetische legendäre General der siegreichen alliierten Streitkräfte gegen die Nazis, ein Mann, für den 24 Stunden am Tag wohl nie ausreichten, um genug Heldentaten zu vollbringen, sah an diesem Abend nach etlichen Schlaganfällen und Herzinfarkten mit seiner dicken Hornbrille eher aus wie ein gütiger Großvater - und, heute undenkbar, bedankt er sich erst mal artig bei den privaten Fernsehanstalten, dass sie seinen Auftritt übertragen. Doch bald wird klar, dass Ike die Stunde nutzt, um seinen jahrelang angestauten Frust endlich mal an geeigneter Stelle loszulassen:

Abrüstung in gegenseitigem Respekt und Vertrauen ist ein immer noch gültiges Gebot. Zusammen müssen wir lernen, wie wir Meinungsverschiedenheiten beilegen, nicht mit Waffen, sondern mit Verstand und in ehrlicher Absicht. Denn diese Notwendigkeit ist so hervorstechend und offensichtlich.
Doch ich bekenne, dass ich meine Amtsbefugnisse auf diesem Gebiet abgebe mit einem eindeutigen Gefühl der Enttäuschung. Als jemand, der den Horror und die nachklingende Trauer des Krieges miterlebt hat - als jemand, der genau weiß, dass ein weiterer Krieg jene Zivilisation völlig zerstören wird, die so langsam und schmerzhaft über Tausende von Jahren aufgebaut worden ist - wünschte ich, dass ich heute Nacht sagen könnte, ein dauerhafter Frieden sei in Sicht.

Keine Frage, der gütige alte Herr ist wütend. Das ist auch nicht weiter verwunderlich. Präsident Eisenhower ist in die Geschichtsbücher eingegangen als der Mann, der den so genannten Kalten Krieg politisch zu verantworten hatte. Eine bleierne Angst lag in der Luft, dass entweder die USA oder die damals noch sehr mächtige Sowjetunion mit Atom- oder gar noch schlimmer: mit Wasserstoffbomben die Menschheit in atomaren Feinstaub verwandeln könnten.

mehr:
- USA: Der militärisch-industrielle Komplex (Hermann Ploppa, Telepolis, 17.01.2016)

Präsident Eisenhower über den militärisch industriellen Komplex [0:45]

Hochgeladen am 10.02.2009
... in seiner Abschiedsrede 1961.

Bob Dylan - Masters of War - lyrics [5:56]   Übersetzung

Veröffentlicht am 04.11.2013
via YouTube Capture

“Masters of War”: An Analysis (songfacts, Kommentar 17, 3. Absatz)
President Eisenhower warned of the dangers of the military industrial complex in a farewell address in February, 1961. This remark is one of the sparks that ignited Dylan’s rage and the release of the song. Decades after the release of The Freewheelin’ Bob Dylan and “Masters of War,” Dylan said, “It’s not an anti-war song. It’s speaking against what Eisenhower was calling a military industrial complex.” (Lynskey 56, Hervorhebung von mir). Dylan also wrote this song to criticize American leaders and the military industrial complex that Eisenhower warned of. “It was meant as a realization of the times, what war was coming to and why war became a pointless act, rather than a means of defense.” (Masters… 1). As you can see, Bob Dylan was very young when this remarkable song was written and released. His senses were heightened with the alarming, warring times of 1960’s and he had an emotional climax with the conflicts that were taking place around him. The lyrics of song prove just how disgusted he really was with the “war profiteers.” 
zu »Masters of War« siehe auch:
Heute vor 20 Jahren – Bob Dylans versteckte Botschaft bei der Grammy-Verleihung (20.02.2011, aktualisiert am 12.12.2015 – Masters of WarBlowin’ in the Wind

zu gleichgeschalteten West-Medien bei politischen Konflikten:

- Wo sind Peter Scholl-Latour und Ulrich Wickert, verdammt nochmal? (Post, 25.11.2014)
Ukraine 13 – Unser westliches System und die MH 17-Berichterstattung (Post, 27.07.2014)
- Iwan Rodjonow: Propaganda gegen Propaganda (Post, 25.11.2014)
Ukraine und USA: Interessen, Nebelkerzen und Deutungshoheit (27.11.2014)
Publizist Volker Bräutigam erhebt beim Rundfunkrat Beschwerde (Post, 06.11.2014) 
Gabriele Krone-Schmalz bei Frank Elstner über Ukraine, Militärbeobachter in Zivil und die Notwendigkeit eines sauberen Journalismus (24.11.2014)
Im Dialog: Gabriele Krone Schmalz über Ukraine-Konflikt, Russland, Putin, Medien (23.11.2014)
Aachener Rede (14.09.2014)
Ukraine 9 – Wider die veröffentlichte Meinung (11.05.2014)
Der Ukraine-Konflikt 5 – Die Nagelprobe des Journalismus (21.04.2014)

James Bisset - NATO an Ukraine-Krise schuld (Post, 07.01.2015)
Gegen den Krieg – Können wir sachlich bleiben? (Post, 12.12.2014)
Angst sells: Die Neuorganisation der russischen Streitkräfte bereitet US-Militärs Sorgen (Post, 01.11.2015)
USA – Das Geschäft mit der Angst: der neue »militärisch-industrielle Komplex« ist außer Kontrolle (Post, 14.09.2015)

zu NATO und Völkerrecht:
- Frieden muss gestiftet werden – Europas Sündenfall: der Kosovo-Krieg (Post, 24.11.2014)

zum Verteidigungshaushalt:
- Die NATO-Bedrängnis-Inszenierung: der Automatismus von Beschuldigung und der Forderung nach höheren »Verteidigungs«-Ausgaben (Post, 15.11.2014)
- Angst sells: Die Neuorganisation der russischen Streitkräfte bereitet US-Militärs Sorgen (Post, 01.11.2015)
Ein Meisterstück der Propaganda des militärisch-industriellen Komplexes: Die Raketenlücke (Post, 15.03.2015)

zu Kriegsgewinnlern:
- Wer verdient am Krieg? (Post, 07.01.2015)
- George Soros – Geld für die Ukraine (Post, 25.11.2014)

zu Eisenhowers Präsidentschaft siehe auch:
- »Der größte Einzelerfolg der CIA« (Post, 01.05.2012)
mein Kommentar:
»Die Geister, die ich rief…«

Habgier, Rassendiskriminierung und Kolonialismus:
- Wir sind die Guten und lieben Wachstum, weil es uns dann besser geht (Post, 19.08.2015)

zur US-Geostrategie:
Zbigniew Brzezinski, Die einzige Weltmacht (Post, 28.11.2014)
- US-Geostrategie und deutsche Souveränität: Ein heißes Eisen (Post, 23.12.2014)

Samstag, 16. Januar 2016

Alan Rickman – der Dritte nach Lemmy und Bowie



☺ Alan Rickman ~ Kiss ☺ [4:20]

Hochgeladen am 27.08.2010
Used movies:

Snow cake
Mesmer
Something the Lord Made
Search for John Gissing
An Awfully Big Adventure
Truly Madly Deeply
Blow Dry
Nobel Son
Love Actually
Closet Land
Dark Harbor
Close My Eyes
Sense and Sensibility
Rasputin
Clip: In Demand - Texas

If you ask me politely, I'll answer your questions about specific movie, which has been used.

My top 5 Alan Rickman Characters [7:08]

Veröffentlicht am 20.02.2013
Disclaimer: I own nothing.

Der britische Schauspieler Alan Rickman starb im Alter von 69 Jahren in Krebs

Alan Rickman war, was Schauspielerei angeht, eher ein Spätzünder. Etwas, was er selbst eher als angenehm empfand. "Der gelernte und studierte Grafikdesigner gründete zunächst einmal seine eigene Grafikdesignfirma Graphiti. Erst nach und nach zog ihn die Liebe zum Theater zur Royal Academy of Dramatic Art (RADA) , deren Vizevorsitzender er später einmal werden sollte. Doch zunächst, im Alter von 26 Jahren, bekam er ein Stipendium an der RADA. Seine Rolle in der Originalversion der "Gefährlichen Liebschaften" brachte ihm eine Tony-Nominierung, doch als das bekannte und beliebte Theaterstück verfilmt werden sollte, ging die Rolle an John Malkovich.

Eine Absage mit Folgen - "Hans Gruber" wird geboren 


Für Alan Rickman im Nachhinein ein Glückfall - denn statt den intriganten Vicomte Valmont zu spielen, bekam er eine andere Rolle angeboten, die sich grundlegend von dem unterschied, was er bisher gespielt hatte. Eine Rolle in einem us-amerikanischen Actionfilm als Gegenspieler von Bruce Willis. Dabei hatte sich Alan Rickman nur zögerlich auf einen Action Film eingelassen. Im Interview mit dem Guardian erinnerte er sich daran wie er einst dachte "Was zur Hölle ist das? Ich spiele doch in keinem Actionfilm mit!"

Die Hard: Hans Meets McClane [4:15]

Veröffentlicht am 13.07.2013
Bill Clay

Es sollte anders kommen. Sowohl Bruce Willis wie auch Alan Rickman sollte dieser Film nicht nur berühmt machen, er sollte sie auch, sehr zu ihrem Leidwesen, für längere Zeit auf eine feste Rolle festlegen: Stirb langsam. Bruce Willis als Ein-Mann-Rettungskommando und Alan Rickman als sinistrer Gegenspieler mit deutschem Namen Hans Gruber. Seine tiefe, etwas nasale Stimme, zusammen mit seiner pointierten Darstellung, ließen "Hans Gruber" (dessen Bruder Jeremy Irons später einmal spielen sollte) zu einer Art Schurkenikone und Blaupause für viele weitere Schurken werden. Von eben dieser Stimme sagte der Schauspielerlehrer Alan Rickmans einst, sie käme aus dem unteren Ende eines Abflussrohres.

Dogma Great Moments - Metatron [10:50]
Einbetten auf Anfrage deaktiviert
Hochgeladen am 27.08.2011
Some fine moments with subtitles. Enjoy

Die Stimme war es auch, die Kevin Smith dazu brachte, Alan Rickman die Rolle des Metatron, der Stimme Gottes im Film "Dogma" zu überlassen. Hier konnte Alan Rickman erneut sein komödiantisches Talent mit der Ernsthaftigkeit und dem Drama verbinden, wenn er beispielsweise genervt darauf reagierte, dass die von ihm aufgesuchte Dame als Erstes befürchtete, er wolle sie vergewaltigen wo ihn doch Gott (also: sie!) gar nicht mit dem notwendigen Rüstzeug ausgestattet hatte.
mehr:
- Der dritte nach Lemmy und Bowie (Bettina Hammer, Telepolis, 14.01.2016)

siehe auch:
- Alan Rickman ist tot (Rolling Stone, 14.01.2016)
- Alan Rickman: Stammt das „When I’m 80 Years Old …“-Zitat zu Harry Potter überhaupt von ihm? (Rolling Stone, 14.01.2016)
- Zum Tode Alan Rickmans: König der Szenendiebe (Andreas Borcholte, SPON, 14.01.2016)
Alan Rickman war schon über 40 Jahre alt, als er Hollywood eroberte wie seine Filmfigur Hans Gruber das Hochhaus der Nakatomi-Corporation in "Stirb langsam" (1988). Was für ein Auftritt!

In einer Szene steht Gruber mit dem Japaner Takagi, dessen Firmensitz der Terrorist soeben mit einer Bande deutscher Gangster unter seine Kontrolle gebracht hat, im Fahrstuhl. "Nice suit" - "schöner Anzug" -, so startet Gruber einen Versuch, Small Talk zu machen: Warum nicht auch bei einer Geiselnahme Gentleman bleiben? (Szene hier auf YouTube ansehen)

Takagi starrt den Gangster nur wütend an, und was sich daraufhin in dessen Gesicht abzeichnet ist ein so großartiges Spiel aus Amüsement, Bosheit und echtem Stilbewusstsein, dass noch heute, fast 30 Jahre später, in zahlreichen Trauerbekundungen in sozialen Medien sofort der Name Hans Gruber fällt. […]

Hans Grubers böse Brillanz führte Rickman in direkter Konsequenz zu einer der bekanntesten Schurkenfiguren der Popkultur-Geschichte: In Kevin Reynolds launiger Neuverfilmung von "Robin Hood - König der Diebe" spielte er 1991 einen cholerischen Sheriff von Nottingham, der ständig sehr köstlich und mit glühendem Wutblick zwischen Nervenzusammenbruch und kühler Grausamkeit changierte. Der damalige Kassenmagnet und Hollywood-Beau Kevin Costner spielte die Hauptrolle, aber Rickman war der heimliche Star des Blockbusters. Zur Belohnung wurde er mit dem britischen Filmpreis Bafta ausgezeichnet, für die beste männliche Nebenrolle. […]

Im Kino, so Rickman, sei er besser aufgehoben. Auch wenn man nichts sage, fange die Kamera immer eine Emotion ein, so lange man das Richtige dabei denke.

Wohl auch aus dieser Erkenntnis heraus generierte Rickman sein Talent, kleine wie große Rollen mit hinreißenden, aber nie übertriebenen Grimassen sowie dramaturgisch klug gesetzten Pausen in unvergessliche Auftritte zu verwandeln. Dazu gehörte natürlich auch sein hinreißend als Gothic-Rockstar ausstaffierter Professor Severus Snape in den "Harry Potter"-Filmen: eine dämonische Schreckensfigur, die man dennoch sofort ins Herz schloss. […]

Aus dieser Lebenserfahrung schöpfte Rickman vielleicht die Ernsthaftigkeit, mit der die "Shakespeare-Version von Jack Nicholson" ("Süddeutsche Zeitung") selbst grobschlächtigste Rollen in feinsinnige, tragikomische Charakter-Dramolette verwandeln konnte: Der beste Clown ist immer der, der auch die tiefe Trauer gut kennt. Alan Rickman erlag am Donnerstag im Alter von 69 Jahren einem Krebsleiden.

Quigley Shoots Bucket at 782 Yards Standing Up [3:52]

Veröffentlicht am 14.06.2012
all right go to the movie company

Quigley Down Under Shootout [2:48]

Veröffentlicht am 01.06.2013
"Some men are born in the wrong century. I think I was born on the wrong continent. ... Oh, by the way, you're fired." ~ Marston
"This ain't Dodge City. And you ain't Bill Hickok." ~ Quigley
"I said I never had much use for one. I never said I didn't know how to use it." ~ Quigley

Robin Hood '91: The funniest movie scene [2:04]

Hochgeladen am 03.01.2010
AlanRickman in one of his most memorabale performances
Diese komödiantischen Elemente brachte Alan Rickman immer wieder in seinen Filmen ein, so z.B. in "King of Thieves" (Der König der Diebe), wenn der Lärm und die Kämpfe um Lady Marian es dem von Rickman gespielten Sheriff von Nottingham unmöglich machten, den Beischlaf mit ihr im Schnellverfahren zu vollziehen. Gerüchtehalber soll sich Kevin Costner damals darum bemüht haben, dass Alan Rickmans Szenen gekürzt werden um nicht zu sehr im Schatten des britischen Mimen zu stehen. Ob dieses Gerücht wahr ist, weiß niemand, aber wer Alan Rickman sieht, wie er dank seiner stechenden Augen, seines wahlweise milden, fast gütigen oder aber schneidenden Lächeln mit schwarzer langer Mähne den Sheriff spielt, der könnte es zumindest verstehen, sollte es so sein.
Mesmer Clip [4:58]

Hochgeladen am 10.10.2007
A clip from the movie 'Mesmer' starring Alan Rickman where he shows a group of ladies his talents.
"Don't be frightened if you swoon away. Don't resist. Let it caress you, whisper to you, murmur to you, as the force in me comes flowing into your flesh..."

Love me, love me Rasputin!!! [4:25]

Hochgeladen am 12.08.2007
Grigori Rasputin, the Dickman!!!!!
played by Alan Dickman....I mean...Rickman!!! O_O

Song: Love me, love me.
ARtist: ARsenium
*I don`t own the (video)images or audio.
**No copyright infrigement intended.

Galaxy Quest (1/9) Movie CLIP - How Did I Come to This? (1999) HD [2:42]

Hochgeladen am 11.10.2011
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CLIP DESCRIPTION:
Alexander Dane (Alan Rickman) feels like a sell-out as he and the rest of the Galaxy Quest" cast wait for Jason Nesmith ("Tim Allen) at a convention.

FILM DESCRIPTION:
A team of intrepid adventurers travels through the outer reaches of the galaxy, each week finding excitement and adventure on Galaxy Quest! Or at least that's the way it was in the mid-1970s, when brave if reckless Captain Peter Quincy Taggart, lovely Lieutenant Tawny Madison, and inscrutable alien Dr. Lazarus were the leaders of an interstellar law enforcement team on the TV series of that name. Twenty years later, the show is still in reruns, and Jason Nesmith (Tim Allen), Gwen DeMarco (Sigourney Weaver), and Alexander Dane (Alan Rickman) prop up their sagging careers by making appearances at sci-fi conventions, where they grudgingly shake hands and give autographs for the show's socially inept following. However, it turns out that nerdy sci-fi fans aren't the only ones watching: somewhere in another solar system, a group of alien rebels living under a regime of violence and repression have picked up broadcasts of Galaxy Quest, and they aren't aware that it's fiction. They travel to Earth and encounter the Galaxy Quest cast, who figure that they're just another bunch of guys who like to dress funny. However, they soon realize that they're being hired not for another autograph-signing session but for a real-life outer space rescue mission. Galaxy Quest was directed by Dean Parisot, who had a background in TV directing before his theatrical debut with the dark comedy Home Fries.

CREDITS:
TM & © Dreamworks (1999)
Cast: Tim Allen, Daryl Mitchell, Alan Rickman, Sam Rockwell, Tony Shalhoub, Sigourney Weaver
Director: Dean Parisot
Producers: Elizabeth Cantillon, Allegra Clegg, Suzann Ellis, Sona Gourgouris, Janet Lewin, Charles Newirth, Mark Johnson
Screenwriter: Robert Gordon

DAS PARFUM| Trailer deutsch [2:39]

Veröffentlicht am 11.02.2013
Das Parfum - Die Geschichte eines Mörders| Trailer deutsch
Mit Ben Whishaw, Dustin Hoffman, Alan Rickman
Ein Film von Tom Tykwer.
DVD Veröffentlichung von Das Parfum: 15. März 2007
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Perfume (6/8) Movie CLIP - Water Dunking (2006) HD [2:41]

Veröffentlicht am 21.05.2012
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CLIP DESCRIPTION:
Richis (Alan Rickman) tells Jean-Baptiste Grenouille (Ben Whishaw) how he will feel watching him die.

FILM DESCRIPTION:
An obsessive French perfumer with a highly developed olfactory sense and an all-consuming drive to capture the essence of love eventually resorts to murder in his unrepentant quest to find the key ingredient for his recipe in director Tom Tykwer's adaptation of author Patrick Suskind's best-selling 1985 novel. Born in a fetid fish market and raised in a dilapidated orphanage, Jean-Baptiste Grenouille (Ben Whishaw) toiled his childhood away in a rank tannery run by the thuggish Grimal (Sam Douglas). Subsequently obsessed by smell, Grenouille's keen olfactory sense becomes so finely tuned that it eventually overpowers such human qualities as love and compassion. Though he has indeed discovered the unmistakable scent of a woman, Grenouille finds it impossible to connect with the fairer sex on any sort of meaningful level. Roaming the streets of Paris late one night, Grenouille catches the scent of a young girl selling plums and impulsively strangles her, later sniffing her nude corpse in a twisted attempt to preserve the distinctive scent in his memory. After persuading legendary perfumer Giuseppe Baldini (Dustin Hoffman) to take him on as an apprentice, Grenouille travels to the town of Grasse in Southern France in order to learn the art of enfleurage at a firm run by the highly respected Mme. Arnulfi (Corinna Harfouch). It is there that Grenouille becomes dangerously drawn to the vestal aroma of the young and beautiful Laura (Rachel Hurd-Wood), the daughter of widower merchant Antione Richis (Alan Rickman). Soon driven to madness by such a pure scent, the spellbound Grenouille continues to claim the lives of the numerous young girls in a tragic attempt to bottle the impossibly elusive smell of virginal womanhood.

CREDITS:
TM & © Dreamworks (2006)
Cast: Alan Rickman, Ben Whishaw
Director: Tom Tykwer
Producers: Bernd Eichinger, Samuel Hadida, Andreas Grosch, Martin Moszkowicz, Manuel Cuotemoc Malle, Gigi Oeri, Edmon Roch, Silvia Tollmann, Andreas Schmid, Julio Fernández, Teresa Gefaell
Screenwriters: Andrew Birkin, Bernd Eichinger, Tom Tykwer, Patrick Süskind
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Alan Rickman and Michael Gambon prank Daniel Radcliffe! [1:27]

Veröffentlicht am 12.09.2012

The Best Moments Ever of Severus Snape ! [13:48]

Veröffentlicht am 13.04.2012
My Favourites Scenes with Severus Snape_10...1 ! Enjoy it...I did it !

Alan Rickman talks Severus Snape at NY Times Arts & Leisure Weekend 2012 [9:28]

Veröffentlicht am 17.04.2012
Alan Rickman talks about his role as Severus Snape in the Harry Potter film series at the New York Times Arts and Leisure Weekend on 7 January 2012. Topics covered include Snape's buttoned up look and pointing a wand at Dame Maggie Smith. Interview by Patrick Healy.
The more we're governed by idiots and have no control over our destinies, the more we need to tell stories to each other about who we are, why we are, where we come from, and what might be possible. Or, what's impossible? What's a fantasy? (Alan Rickman)
mehr Zitate von Alan Rickman auf:
In Loving Memory: 18 Profound Alan Rickman Quotes That Challenge Us To Be Better Creators (And People) (Kovie Biakolo, Thought Catalog, 14.01.2016), weitere Zitate:
- 11 of Alan Rickman’s best quotes (Mary Sollosi, Entertainment Weekly, 14.01.2016)

Donnerstag, 14. Januar 2016

»Unwort des Jahres« – Die Lufthoheit über meinem Gehirn

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Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung? ist ein Essay des Philosophen Immanuel Kant aus dem Jahr 1784. In diesem in der Dezember-Nummer der Berlinischen Monatsschrift veröffentlichten Beitrag ging Immanuel Kant auf die Frage des Pfarrers Johann Friedrich Zöllner „Was ist Aufklärung?“ ein, die ein Jahr zuvor in derselben Zeitung erschien. Kant lieferte in diesem Aufsatz seine bis heute klassische Definition der Aufklärung. (Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung?, Wikipedia) 
Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Muthes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Sapere aude! Habe Muth, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! ist also der Wahlspruch der Aufklärung. (Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung? Einleitung, Wikipedia) 
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Der Begriff Unwort ist ein Schlagwort aus dem Bereich der Sprachkritik und bezeichnet ein „unschönes“, aber auch ein „unerwünschtes“ Wort.[1] (Unwort, Wikipedia)

Die sprachkritische Aktion Unwort des Jahres wurde in Deutschland 1991 von Horst Dieter Schlosser ins Leben gerufen. Bis 1994 wurde das „Unwort des Jahres“ im Rahmen der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) gewählt. Nach einem Konflikt mit dem Vorstand der GfdS machte sich die Jury als „Sprachkritische Aktion Unwort des Jahres“ selbstständig.[1][2] (Unwort des Jahres (Deutschland), Wikipedia)
Die Aktion „möchte auf öffentliche Formen des Sprachgebrauchs aufmerksam machen und dadurch das Sprachbewusstsein und die Sprachsensibilität in der Bevölkerung fördern. Sie lenkt daher den sprachkritischen Blick auf Wörter und Formulierungen in allen Feldern der öffentlichen Kommunikation, die gegen sachliche Angemessenheit oder Humanität verstoßen.“ Die Benennung der Unwörter des Jahres soll „in erster Linie als Anregung zu mehr sprachkritischer Reflexion“ dienen.[3] […]
 „Unwortverdächtig“ sind Wörter oder Formulierungen, die beispielsweise[3]
  • gegen das Prinzip der Menschenwürde verstoßen (z. B. Geschwätz des Augenblicks für Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche),
  • gegen Prinzipien der Demokratie verstoßen (z. B. alternativlos als Haltung/Position in der politischen Diskussion, um eine solche zu vermeiden und sich der Argumentationspflicht zu entziehen),
  • einzelne gesellschaftliche Gruppen diskriminieren (z. B. durch unangemessene Vereinfachung oder Pauschalverurteilung, wie etwa Wohlstandsmüll als Umschreibung für arbeitsunwillige ebenso wie arbeitsunfähige Menschen),
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- Manipulation des Jahres (Michael Paulwitz, junge Welt, 12.01.2016)
Wenn alle Jahre wieder ein „Unwort des Jahres“ ausgerufen wird, geht es, wie beim „Wort des Jahres“, nicht um Sprache, sondern um Herrschaft. Wer sich das ins Gedächtnis ruft, wundert sich auch nicht mehr über die mehr oder minder obskuren Entscheidungen, die eine wenig durchsichtige Jury da regelmäßig ausklüngelt: Es geht darum, anderen die Wortwahl vorzuschreiben, mit anderen Worten: um Politik, denn Sprachmanipulation ist ein gewaltiges Herrschaftsinstrument.

„Gutmensch“ soll nun also das Unwort des Jahres 2015 sein. Obwohl man es im abgelaufenen Chaos-Jahr eigentlich kaum noch zu hören bekommen hat. Aber die Jury hört das Gras wachsen: Als „Gutmenschen“ würden „diejenigen beschimpft, die sich ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe engagieren oder die sich gegen Angriffe auf Flüchtlingsheime stellen“. Mit dem „Gutmenschen“-Vorwurf würden „Toleranz und Hilfsbereitschaft pauschal als naiv, dumm und weltfremd, als Helfersyndrom oder moralischer Imperialismus diffamiert“.
mein Kommentar:
In der systemischen Psychotherapie gibt es den Begriff des »Reframing«. Durch diesen therapeutischen »Kunstgriff« wird eine Handlung oder eine sprachliche Äußerung vor einen anderen Hintergrund gestellt und erhält so eine neue Bedeutung.


In den Jahren 
- 1994 ( »Peanuts« – abschätziger Bankerjargonismus; Hilmar Kopper), 
- 1995 (»Diätenanpassung«Beschönigung der Diätenerhöhung im Bundestag) und 
- 1998 (»Kollateralschaden«Verharmlosung der Tötung Unschuldiger als Nebensächlichkeit; NATO-offizieller Terminus im Kosovokrieg
und besonders
- 2008 (»notleidende Banken«Der Begriff stelle das Verhältnis von Ursachen und Folgen der Weltwirtschaftskrise auf den Kopf. Während die Volkswirtschaften in ärgste Bedrängnis geraten seien und die Steuerzahler Milliardenkredite mittragen müssten, würden die Banken, durch deren Finanzpolitik die Krise verursacht worden sei, zu Opfern stilisiert.[24])
- 2009 (»betriebsratverseucht«Die Wahrnehmung von Arbeitnehmerinteressen störe zwar viele Unternehmen; Betriebsräte als Seuche zu bezeichnen, sei indes „ein sprachlicher Tiefpunkt im Umgang mit Lohnabhängigen“.[21] (bekannt wurde der Begriff durch seine Verwendung in der ARD. Nach Angaben eines Mitarbeiters der Baumarktkette Bauhaus wird er von Abteilungsleitern der Baumarktkette gebraucht, wenn Mitarbeiter aus einer der drei Filialen mit einem Betriebsrat in eine ohne wechseln wollen)[22][23])
- 2010 (»alternativlos« Das Wort suggeriere sachlich unangemessen, dass es bei einem Entscheidungsprozess von vornherein keine Alternativen und damit auch keine Notwendigkeit der Diskussion und Argumentation gebe. Behauptungen dieser Art seien 2010 zu oft aufgestellt worden, sie drohten, die Politikverdrossenheit in der Bevölkerung zu verstärken.[20])
wurde mit der Wahl des Unwortes des Jahres vor allem eine Form von Herrschafts- oder Machtausübung kritisiert: Die Verwendung des Unwortes wurde mit der Wahl zum »Unwort des Jahres« somit als der Legitimierung dienendes Instrument einer Machtausübung gebrandmarkt.
Wenn man sich aber den zeitlichen Verlauf der gewählten Worte ansieht, nimmt man eine Veränderung wahr. Ich behaupte, daß sich über die Jahre die Perspektive änderte. Von der Kritik hin zum Instrument der Machtausübung.
Besonders deutlich wird dies bei der Wahl 2014: »Lügenpresse«
Die Tatsache, dass die sprachgeschichtliche Aufladung des Ausdrucks (Erster Weltkrieg, Nationalsozialismus) einem Großteil derjenigen, die ihn seit dem letzten Jahr als „besorgte Bürger“ skandieren und auf Transparenten tragen, nicht bewusst sein dürfte, macht ihn zu einem besonders perfiden Mittel derjenigen, die ihn gezielt einsetzen.[14]

siehe auch:
- Unwort des Jahres 2015: Qualitätsjournalismus? (Gunnar Kaiser, Neopresse, 13.02.2015)
- "Gutmensch" - eine billige Wahl (Ulrich Kühn, NDR, 12.01.2016)
Als 'Gutmenschen' wurden 2015 insbesondere auch diejenigen beschimpft, die sich ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe engagieren oder die sich gegen Angriffe auf Flüchtlingsheime stellen", sagte die Sprecherin der "Unwort"-Jury, die Sprachwissenschaftlerin Nina Janich, bei der Präsentation am Dienstag in Darmstadt. Mit dem Vorwurf "Gutmensch", "Gutbürger" oder "Gutmenschentum" würden Toleranz und Hilfsbereitschaft pauschal als naiv, dumm und weltfremd, als Helfersyndrom oder moralischer Imperialismus diffamiert.

Der Begriff "Gutmensch" floriere dabei nicht mehr nur im rechtspopulistischen Lager als Kampfbegriff, sondern werde auch von Journalisten in Leitmedien als Pauschalkritik an einem "Konformismus des Guten" benutzt, so die Jury. Die Verwendung dieses Ausdrucks verhindere somit einen demokratischen Austausch von Sachargumenten. […]
Die institutionell unabhängige und ehrenamtlich arbeitende Jury besteht aus vier Sprachwissenschaftlern und einem Journalisten und wird in diesem Jahr vom Kabarettisten Georg Schramm ergänzt. Sie entscheidet unabhängig und richtet sich nicht danach, welcher Begriff am häufigsten vorgeschlagen wurde.  
 (Mehr als 650 Vorschläge – "Gutmensch" ist das "Unwort des Jahres", SWR Fernsehen, )

Mein Kommentar:
Nirgendwo habe ich bei meinen Recherchen im Internet von der Titulierung ehrenamtlicher Helfer als »Gutmenschen« etwas mitbekommen. Was ich aber in den vergangenen Jahren mitbekommen habe, war, wie man hierzulande mit Leuten wie Thilo Sarrazin umzugehen pflegt:
- Sarrazin und die Rhetorik – Endlich sagt's mal einer (Andrian Keye, Süddeutsche Zeitung, 03.09.2010, Hervorhebung von mir)
Die Grundlage derartiger Suggestionen ist entweder eine enzyklopädisch-eklektische Ideensammlung oder die eigene Erfahrung. Aus den eigenen Erfahrungen an den Frontlinien der Integrationsproblematik hat beispielsweise die verstorbene Berliner Jugendrichterin Kirsten Heisig ihr Buch "Das Ende der Geduld - Konsequent gegen jugendliche Gewalttäter" gemacht, das in dieser Woche auf Platz eins der Spiegel-Bestsellerliste steht, auf der Sarrazin den zweiten Platz belegt. Auch Heisig wurde eine rechts-autoritäre Position vorgeworfen, da sie einen harten Umgang mit straffälligen Jugendlichen vor allem in den Einwanderergemeinden der Republik forderte. Weil sie ihre Schlussfolgerungen jedoch mit einer so geballten Empirie untermauerte, gilt ihr Urteil als unanfechtbar. Und wie Sarrazin sprach sie eine diffuse Angst in Deutschland an, die hier eine Antwort findet.
- Sloterdijk wirft Sarrazin-Kritikern Opportunismus vor (Die Welt, 20.10.2009)
- Ein Käfig voller Feiglinge (Peter Sloterdijk, Cicero, 21.01.2009)
Weil er so unvorsichtig war, auf die unleugbar vorhandende Integrationsscheu gewisser türkischer und arabischer Milieus in Berlin hinzuweisen, ging die ganze Szene der deutschen Berufsempörer auf die Barrikaden, um ihm zu signalisieren: Solche Deutlichkeiten sind unerwünscht. Man möchte meinen, die deutsche Meinungs-Besitzer-Szene habe sich in einen Käfig voller Feiglinge verwandelt, die gegen jede Abweichung von den Käfigstandards keifen und hetzen. Sobald einmal ein scharfes Wort aus einem anderen Narrenkäfig laut wird, bricht auf der Stelle eine abgekartete Gruppendynamik los.
dazu auch:- Sarrazin und Sloterdijk (Reinhard Jellen, Interview mit Michael Wendl, Telepolis, 08.09.2010)
Wenn man 4 Millionen Arbeitslose hat, aber nur eine Million offene Stellen, können drei Millionen machen, was sie wollen. Sie bekommen keine Beschäftigung. Sarrazin beschreibt das ganz treffend, dass sich z.B. niedrigqualifizierte Leute mit schlechten Sprachkenntnissen in diesem System einrichten müssen. So gesehen ist das Buch eine unbeabsichtigte massive Kritik an Hartz IV, denn es zeigt klar auf, zu was dieses Blutbad auf dem Arbeitsmarkt geführt hat. Ich würde heute einen Text zu Sarrazin mit der Überschrift aufmachen: "SPD schließt Hartz IV-Kritiker aus!" Das ist das Tragische, dass Sarrazin nicht merkt, dass sein Text eine massive Kritik der Folgen der rot-grünen Arbeitsmarktpolitik 2003 bis 2006 darstellt.
- Propaganda der Ungleichheit: Sarrazin, Sloterdijk und die neue "bürgerliche Koalition" (Albrecht von Lucke, Blätter für deutsche und internationale Politik, Dezember 2009)
Umso mehr wird in Zeiten knapper Kassen die Ideologie leisten müssen, was die Wirtschaft allein nicht zu leisten vermag: die Legitimierung einer Politik der sozialen Grausamkeiten. Die kulturelle Sphäre, der Kampf um die kulturelle Deutungsmacht in der Republik, dürfte damit zum Hauptschlachtfeld werden. Da trifft es sich gut, dass sich Schwarz-Gelb im Kreise der Meinungsführer und Deutungsexperten längst auf beflissene Intellektuelle verlassen kann, die bereitwillig einspringen, um für den fehlenden geistigen Überbau zu sorgen. Es ist gewiss kein Zufall, dass just zu dem Zeitpunkt, wo wir in eine neue Phase der Republik eintreten und die neue Regierung hochgradig sinnstiftungsbedürftig ist, sich zahlreiche „Geistesschaffende“ anheischig machen, sich zu Stichwortgebern der neuen „bürgerlichen Koalition“ aufzuschwingen. Damit stoßen sie dezidiert in jenes ideelle Vakuum, das nach dem Ende von Rot-Grün als dem vorerst letzten koalitionspolitischen Projekt in diesem Lande entstanden ist.

An die Spitze dieser „Bewegung“ setzten sich, in bemerkenswertem Gleichklang, vor allem zwei: Thilo Sarrazin und Peter Sloterdijk. Während Thilo Sarrazin mit seinem neoliberalen „Eliten-Rassismus“ (Gerd Wiegel), gespickt mit explizit NPD-kompatiblen Sätzen,1 die vulgären Ressentiments all derer anspricht, die schon lange mit ihrer Meinung zu den „ständig neuen kleinen Kopftuchmädchen“ (O-Ton Sarrazin) nicht mehr hinter dem Berg halten wollen, gibt Sloterdijk den Sarrazin des Bildungsbürgers.

In der November-Ausgabe des Politik-Magazins „Cicero“ veröffentlichte er ein „Bürgerliches Manifest“, in dem er sich ausdrücklich auf Sarrazin bezieht und dessen Kritikern Opportunismus vorwirft.2 „Unter dem Deckmantel der Redefreiheit und der unbehinderten Meinungsäußerung“ habe man sich „in einem System der Unterwürfigkeit, besser gesagt: der organisierten sprachlichen und gedanklichen Feigheit eingerichtet, das praktisch das ganze soziale Feld von oben bis unten paralysiert.“ Auf das Aussprechen der Wahrheit, dass nämlich Sarrazin lediglich „Integrationsschwierigkeiten von türkischen und arabischen Teilen der Bevölkerung angemerkt“ habe, stünde „die Höchststrafe: Existenzvernichtung“. Er könne sich des Eindrucks nicht erwehren, schreibt Sloterdijk, dass fast alle, die öffentlich das Wort ergreifen, „geradewegs aus dem Desinfektionsbad“ kämen. Man möchte meinen, „die deutsche Meinungs-Besitzer-Szene“ habe „sich in einen Käfig voller Feiglinge verwandelt, die gegen jede Abweichung von den Käfigstandards keifen und hetzen“.