Die Psychologie betreffenden Posts habe ich in »Roths Psychoblog« eingestellt. Eine Liste der Musikvideos findet sich unter »Tornado’s Music Favourites« (siehe unter »Links«). Das Posten eines Videos schließt das Hinzufügen des Infotextes mit ein. (Ich bemühe mich, offensichtliche Werbung wegzulassen) Dieser gibt also nicht notwendigerweise meine Meinung wieder! Das verwendete Bild stammt aus Bob Dylan’s Video »Jokerman«. Ich speichere keine Daten!
Ein Glück, die Eiszeit zwischen Russland und dem Westen ist wahrscheinlich bald vorbei. Wladimir Putin hat eine ebenso verblüffende wie naheliegende Idee, um die Beziehungen zur Europäischen Union entscheidend zu verbessern. Er will härter und entschlossener gegen Oppositionelle vorgehen! mehr: - Kommt auch Putin jetzt in die EU? (SPON, 09.03.2016)
auch witzig? - Wer ist der Kriegstreiber? (SPGIEGELblog, 29.07.2014, Hervorhebung im folgenden Zitat von mir)
Der Abschuss von MH17 mag ein tragisches Versehen gewesen sein. Wer die Rakete abfeuerte, wollte vermutlich kein Verkehrsflugzeug treffen. Doch der Abschuss ist die direkte Folge davon, dass Russland die Separatisten in den vergangenen Wochen militärisch aufgerüstet hat. Er ist ein Symbol für die Ruchlosigkeit Putins - und für das Versagen der bisherigen westlichen Politik. Die Trümmer von MH17 sind auch die Trümmer der Diplomatie.
Während der Westen zunächst milde Sanktionen beschloss und "De-Eskalation" forderte, eskalierte Putin den Konflikt immer weiter und wusch seine Hände zugleich in Unschuld: Stets bestritt er, hinter den Separatisten zu stehen. Dieses Gespinst aus Lügen, Propaganda und Täuschung ist nun aufgeflogen.
Wenn ein Sachverhalt aus unterschiedlichen Perspektiven unterschiedlich gesehen werden kann und die unterschiedlichen Perspektiven zu unterschiedlichen Konsequenzen, Urteilen, Entscheidungen führen, dann verliert die Sache selbst zunehmend an Bedeutung: »Statt dessen verlagert sich das Interesse auf die Art und Weise, wie soziale Gruppen die Sache sehen, benennen und kategorisieren …«
(aus Schlippe, Schweitzer, Lehrbuch der systemischen Therapie und Beratung, siehe dazu Systemische Therapie 1 – Eine kurze Geschichte systemtheoretischer Wellen, Post, 23.04.2014 und
- 6.2 Eine kurze Geschichte systemtheoretischer Wellen (aus: Schlippe, Schweitzer, Lehrbuch der systemischen Therapie und Beratung I: Das Grundlagenwissen, Vandenhoeck & Ruprecht, 3. Auflage, 2016, GoogleBooks)
As the United States readies $1 billion in loan guarantees to the new government in Ukraine, along with even more aid for reforming elections and cleaning up corruption, one thing is clear: The public is unlikely to know where that money is going for some time, if ever.
Since 1992, the U.S. has sent $3 billion to $5 billion in aid to Ukraine, with only cursory public disclosure. The U.S. State Department operates an online database, ForeignAssistance.gov, but names of foreign recipients are often left out, and entire sections are blank. Furthermore, the disclosure often comes long after the money has been distributed.
“It is incredibly hard to find this kind of information,” Nicole Valentinuzzi, communications manager for Publish What You Fund, an international organization promoting transparency for foreign aid.
Rauchende Schlote, harte Malocher und Kinder, die sich einen Panzer bauten: Hunderte Fotos schoss Erich Grisar Ende der Zwanziger im Ruhrgebiet. Eine grandiose Alltagsdokumentation.
Erich Grisar war dabei. Dabei, wenn Männer durch die Absetzbecken der Zechen wateten, um Schlammkohle vom Grund zu stehlen. Dabei, wenn Malocher in Stahlwerken ihr Mittagsbrot aßen. Dabei, wenn kleine Jungs Pferdemist von der Straße aufsammeln mussten.
Und er war einer von ihnen. Ein Dortmunder, ein Ruhrpottler. 1898 als Sohn einer Arbeiterfamilie im Norden der Stadt geboren, wo die Arbeit hart und die Freizeit kurz war, wusste Grisar, was Maloche bedeutet. Er selbst hatte Glück und musste weder ins Bergwerk einfahren noch am Hochofen schwitzen. Grisar wurde technischer Vorzeichner.
Seine eigentliche Berufung aber waren Journalismus, Schriftstellerei und die Fotografie. Und so durchstreifte der überzeugte Sozialdemokrat Ende der Zwanzigerjahre die Straßen seiner Heimatstadt Dortmund und des Ruhrgebiets auf der Suche nach Motiven und Geschichten. Grisar interessierte sich für alles. mehr: - Arbeiterfotograf Erich Grisar: Tief im Westen (Marc von Lüpke, SPON, 19.03.2016) Erich Grisar - Ruhrgebietsfotografien 1928-1933 [8:21]
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Die stählerne Zeit Der Stolz der Arbeiter - Doku über die stählerne Zeit Teil 1 [12:27]
Veröffentlicht am 22.05.2013
Das Ruhrgebiet 1873: Wie Tausende andere kommt auch der junge August Siegel in die boomende Region. Er kämpft sich hoch und wird 1889 Arbeiterführer beim ersten großen Streik im Deutschen Reich. Sein Gegner ist Emil Kirdorf, Manager der Gelsenkirchener Bergbau AG.
Auf Schicht - Dokumentation über die Arbeit mit Stahl - Ein Leben für den Stahl [42:36]
Veröffentlicht am 24.04.2013
In der ersten Folge stehen Stahlarbeiter im Mittelpunkt, ehemalige Mitarbeiter von Hoesch und Thyssen, die den Wiederbeginn nach dem Krieg, die Zeit des Wirtschaftswunders und die Stahlkrise erlebt und erlitten haben.Es ist nicht der Blickwinkel der Besitzer und Manager in der Chefetage, der am meisten interessiert, sondern die Perspektive der arbeitenden Männer und Frauen in den Fabrikhallen, an den Fließbändern und Nähmaschinen. In vielen Fällen haben sich Menschen über Generationen mit "ihrem" Unternehmen, "ihrer" Firma, "ihrer" Hütte oder Zeche identifiziert, waren stolz auf den wirtschaftlichen Erfolg und in Krisenzeiten loyal. Sie haben ein Stück Leben an ihrem Arbeitsplatz verbracht und diese Bindung an Kinder und Enkel weitergegeben.
Das Ruhrgebiet - Früher und heute 2012 [40:27]
Veröffentlicht am 17.09.2012
Das Ruhrgebiet - Früher und heute 2012
Von Duisburg bis Hamm erstreckt sich östlich des Rheins die größte zusammenhängende Industrielandschaft des europäischen Kontinents: das Ruhrgebiet. Heute steht unter Denkmalschutz, was einst Deutschlands Wohlstand sicherte. Stillgelegte Zechen erzählen Industriegeschichte. Umgenutzte neu gestaltete Orte werden zu touristischen Attraktionen. Zu sehen sind ehemals bedeutende Industrieanlagen, von namhaften Architekten entworfene Arbeitersiedlungen, Museen und auf Abraumhalden entstandene Parks:
- Emscher und Gasometer Oberhausen
- Strukturwandel in dicht besiedelter Region
- Rhein-Herne-Kanal
- Zeche Zollverein Essen
- Entwicklung des Bergbaus zur Kohleförderung
- Berg- und Stahlarbeitersiedlungen
- Zeche Zollern in Dortmund
- Schiffshebewerk am Dortmund-Ems-Kanal
- Haldenereignis Emscherblick (Tetraeder) in Bottrop
Am 19. März 1882 erfolgte die Grundsteinlegung für ein einmaliges, bis heute im Bau befindliches Gesamtkunstwerk, die Basilika Sagrada Familia in Barcelona. Der Architekt Antoni Gaudi (1852-1926) krönte damit sein Lebenswerk, das den katalanischen Jugendstil (»Modernisme«) mit seinen runden, organischen Formen und geschwungenen Linien maßgeblich geprägt hat. Auf dem Weg zur Baustelle der Sagrada Familia wurde Gaudi am 10. Juni 1926 von einer Straßenbahn erfasst. Er starb noch am selben Tag.
Die Basilika Sagrada Família in Barcelona am Bau, Foto vom Anfang des 20. Jh.s
Die 2010 vom Papst eingeweihte Kirche, deren Fertigstellung derzeit für 2026 vorgesehen ist, besitzt zwei prunkvolle Schaufassaden. Die »Geburtstassade« im Nordosten entstand bereits unter Gaudi. Die »Passionsfassade« im Südwesten wurde erst später begonnen und ist bis heute unvollendet. Besonders charakteristisch sind die zwischen 90 und 112 m hohen raketenartigen Türme. Von den insgesamt 18 geplanten Türmen – sie sind Jesus, Maria, den vier Evangelisten und den zwölf Aposteln gewidmet – wurden bisher acht vollendet. Der Jesus-Turm soll mit 170 m der höchste Kirchturm der Welt werden. Im Innenraum fallen die Säulen auf, die das Gewölbe tragen: Sie sind wie Bäume gestaltet, deren Enden sich zu Ästen verzweigen. Unter der Apsis befindet sich eine Krypta im neogotischen Stil. Was am 19. März noch geschah: 1279: Die Mongolen unter Kublai Khan beenden die Herrschaft der Song-Dynastie in China.
Harenberg - Abenteuer Geschichte 2016
2026 We build tomorrow | Construïm el demà | Construimos el mañana [1:32]
Veröffentlicht am 25.09.2013
[EN] Final stages of Gaudí's masterpiece. --- [CA] Recta final de l'obra mestra de Gaudí. --- [ES] Recta final de la obra maestra de Gaudí.
Production|Realització|Realización: Joan Carles Vendrell
Sagdrada Familia Reportage Deutsch ARD vom 21.0 2014 [51:51]
Veröffentlicht am 25.09.2014
Die Sagrada Família (vollständige katalanische Bezeichnung: Temple Expiatori de la Sagrada Família; deutsch Sühnekirche der Heiligen Familie) ist eine römisch-katholische Basilika in Barcelona. Der Bau der von Antoni Gaudí im neukatalanischen Stil entworfenen Kirche ist bis heute unvollendet. Sie wurde 1882 begonnen und soll nach jüngsten Prognosen 2026 abgeschlossen sein.
Der 1118 gegründete Ritterorden der Templer kämpfte während der Kreuzzüge im Heiligen Land. Durch Stiftungen und Schenkungen erlangte der Orden auch in Europa zahlreiche Besitzungen und agierte faktisch autonom. Frankreichs König Philipp IV., der Schöne (reg. 1285-1314), war bei den Templern hoch verschuldet und sah in ihnen eine Gefahr für die Macht des Staates.
Großmeister Jacques de Molay und der Ordenspräzeptor der Normandie, Geoffroy de Charnay, auf dem Scheiterhaufen in Paris am 18. Märzt
Der 1292 qewählte Ordens-Großmeister Jacques de Molay (um 1245-1314) wurde daher 1306 zu dem von Frankreich abhängigen Papst Clemens V. (reg. 1305-1314) nach Avignon befohlen und mit schweren Vorwürfen der Ketzerei konfrontiert. Die Ritter würden Homosexualität betreiben, eine Entweihung des Kreuzes und die Anbetung eines Götzen, des Baphomet. 1307 ließ Philipp alle Templer in Frankreich verhaften. De Molay und andere Ritter »gestanden« schließlich unter schwerer Folter alle Anschuldigungen. Clemens V. löste den Orden 1313 auf, den Besitz eigneten sich die Herrscher Europas an. Als de Molay sein erpresstes Geständnis widerrief, wurde er auf Betreiben Philipps am 18. März 1314 in Paris bei lebendigem Leib verbrannt. Das grausame Ende der Templer beschäftigt Historiker bis heute ebenso wie ein angeblicher »Fluch« de Molays, da Papst und König wenige Wochen später starben.
Harenberg - Abenteuer Geschichte 2016
13 October 1307,Friday - The day that changed the world [8:21]
Hochgeladen am 14.12.2011
In 1305, the new Pope Clement V, based in France, sent letters to both the Templar Grand Master Jacques de Molay and the Hospitaller Grand Master Fulk de Villaret to discuss the possibility of merging the two Orders. Neither was amenable to the idea but Pope Clement persisted, and in 1306 he invited both Grand Masters to France to discuss the matter.
De Molay arrived first in early 1307. Villaret was delayed for several months. While waiting, De Molay and Clement discussed charges that had been made two years prior by an ousted Templar. It was generally agreed that the charges were false but Clement sent King Philip IV of France a written request for assistance in the investigation. King Philip was already deeply in debt to the Templars from his war with the English and seized upon these rumours for his own purposes. Philip began pressuring the Church to take action against the Order, as a way of freeing himself from his debts. On Friday October 13, 1307 Philip ordered de Molay and scores of other French Templars to be simultaneously arrested. The Templars were charged with numerous heresies and tortured to extract false confessions. The confessions, despite having been obtained under duress, caused a scandal in Paris. Again under pressure from Philip, Pope Clement issued the bull Pastoralis praeeminentiae on November 22, 1307, which instructed all Christian monarchs throughout Europe to arrest all Templars and seize their assets.
Pope Clement called for papal hearings to determine the Templars' guilt or innocence. Once freed of the Inquisitors' torture, many Templars recanted their confessions. Some had sufficient legal experience to defend themselves in the trials, but in 1310 Philip blocked this attempt, using the earlier forced confessions to have dozens of Templars burned at the stake in Paris. With Philip threatening military action unless the Pope complied with his wishes, Pope Clement agreed to disband the Order, citing the public scandal that had been generated by the confessions. At the Council of Vienne in 1312, he issued a series of papal bulls, including Vox in excelso, which officially dissolved the Order, and Ad providam, which turned over most Templar assets to the Hospitallers.
The elderly Grand Master Jacques de Molay, had confessed under torture, but retracted his confession. Geoffrey de Charney, Preceptor of Normandy, followed de Molay's example, and insisted on his innocence. Both men were declared guilty of being relapsed heretics, and they were sentenced to burn alive at the stake in Paris on March 18, 1314. According to legend, he called out from the flames that both Pope Clement and King Philip would soon meet him before God. Pope Clement died a month later, and King Philip died in a hunting accident within the year.
With the Order's leaders killed, remaining Templars around Europe were either arrested and tried under the Papal investigation, absorbed into other monastic military orders, or pensioned off and allowed to live out their days peacefully. Some may have fled to other territories outside Papal control, such as Scotland (then under excommunication) or to Switzerland. Templar organisations in Portugal escaped lightly through the imaginative expedient of changing their name from Knights Templar to Knights of Christ. In 2001, a document known as the "Chinon Parchment" was found in the Vatican Secret Archives, supposedly after having been misfiled in 1628. It is a record of the trial of the Templars, and shows that Clement absolved the Templars of all heresies in 1308, before formally disbanding the Order in 1312. (In October 2007, the Scrinium publishing house published secret documents about the trial of the Knights Templar, including the Chinon Parchment.) It is now the Roman Catholic Church's position that the medieval persecution of the Knights Templar was unjust; that there was nothing inherently wrong with the Order or its Rule; and that Pope Clement was pressured into his actions by the magnitude of the public scandal and the dominating influence of King Philip IV. As on other occasions, it has not expressed an opinion as to how the highest moral authority on earth could have colluded in the torture and killing of innocent men.
The Templar Code [1:26:58]
Veröffentlicht am 08.03.2014
For nearly two centuries, the Knights Templar was the most powerful order in the medieval world. Today, the group's legacy is played out in an array of Hollywood blockbusters and numerous works of popular literature.
Despite the Knights' long reign of power, the order experienced a sudden collapse in the early fourteenth century when certain members stood accused of unspeakable crimes and were subsequently tortured and killed.
In this insightful program, Decoding The Past interviews some of the world's leading biblical scholars and visits historic sites throughout Europe and the Near East to probe the past of this mysterious order.
Did the Knights, as many believe, guard the Holy Grail? Or was the object of their attentions buried a thousand years before the birth of Christ?
The Templar Code is an in-depth examination into the remarkable rise and rapid descent of the powerful and obscure Knights Templar.
Templars Lost Treasure (Documentary) [44:48]
Veröffentlicht am 07.02.2014
full, A fascinating exploration of the legends accredited to the mysterious religious and military order of the Knights Templar.
The Order of the Templar, created after the first Crusade and disbanded by the King of France in 1307, gave birth to fabulous legends which persist to this day.
Despite in-depth research, many enigmas still surround this mythical order and its legends - not least whether mysterious discoveries at Gisors and Oak Island can really hold the fabled Templar treasures. Now, this insightful documentary relives an epic adventure based on facts, places, puzzles and legends that feed faiths and have fascinated generations.
MILITARY HISTORY : Ancient Turkey and Knights Templar [44:36]
Veröffentlicht am 11.04.2015
Uploaded by MILITARY HISTORY 2015. The Military History of Ancient Turkey and Knights Templar. Recruited from Christian populations of the Balkans and trained in the Muslim faith and culture of the Turks, the Janissaries formed a warrior caste, distinguished by military skill and unequivocal loyalty to the Sultan.
Essentially Christian warrior-monks, the Knights’ mission was to rid the Holy Land of Muslims. Usually of noble birth, the knights adhered to a strict moral code of poverty, chastity and obedience.
Janissary starts at 00:10 The Janissaries were elite infantry units that formed the Ottoman Sultan's household troops and bodyguards.
Knights Templar starts at 23:37 The Knights Templar were among the most wealthy and powerful of the Western Christian military orders and were among the most prominent actors of the Christian finance.
Much of what we know of ancient history is the history of militaries: their conquests, their movements, and their technological innovations. There are many reasons for this. Kingdoms and empires, the central units of control in the ancient world, could only be maintained through military force. Due to limited agricultural ability, there were relatively few areas that could support large communities, so fighting was common.
Weapons and armor, designed to be sturdy, tended to last longer than other artifacts, and thus a great deal of surviving artifacts recovered tend to fall in this category as they are more likely to survive. Weapons and armor were also mass-produced to a scale that makes them quite plentiful throughout history, and thus more likely to be found in archaeological digs.
Frühlingserwachen à la LettreInternational: Die 112. Ausgabe gibt es ab heute, Donnerstag, 17. März 2016, am Kiosk, im Buchhandel, an Bahnhöfen, Flughäfen oder auch ab Verlag.
Mit starkem Rückenwind starten wir ins neue Jahr: Mehr als 1.200 neue Abonnenten sind seit Oktober 2015 hinzugekommen. Das stimmt optimistisch. Print ist nicht passé, das Bedürfnis nach anspruchsvollen Texten ist ungebrochen. Wir bedanken uns bei allen neuen und langjährigen Lesern!
Unsere Themen: Der bedeutendste Mafiajäger Italiens erklärt die Welt der „ehrenwerten Gesellschaft“. Wir analysieren Dieislamische Spaltung zwischen Sunniten und Schiiten. Wie transformiert sich unsere Gesellschaft durch den globalisierten Terrorismus? Wie verändert sie sich durch die Hydra der ortlosen Mächte Internet, Terrorismus, Finanzkapital? Die Unfähigkeit zum Frieden zwischen Israel und Palästina und Auswege analysieren Nahost-Experten. Wir erinnern an das französische Kolonialregime in Algerien. Ein Dichter unternimmt eine poetischeFallschirmreise durch Sternenwelten. Ein Schriftsteller blickt in Abgründe. Zugbegleiterin Olga schießt in Überschallgeschwindigkeit auf der Transsib durch den russischen Raum. Wir erleben die verspätete Ankunft Sigmund Freuds in Paris und die produktive Kraft übersetzerischer Mißverständnisse. Nietzsche und Cioran erkunden das Ressentiment. Über Kunstauktionsrekorde spekuliert ein Wirtschaftsspezialist. Ein berühmter Anthropologe entwickelt Grundzüge einer politischen Ökologie. Wir erleben experimentellen Geist, untersuchen die Asymmetrien von links und rechts und begegnen einem verkannten Genie der Sinologie. Wir belauschen journalistische Verabredungen, erzählen Budapester Märchen, verabschieden einen Avantgardisten und konstatieren Infantilismus in der russischen Staatspolitik. François Fontaine entführt uns mit farbenprächtig schillernden Tierporträts in eine Welt der Supernature und Stanislas Guigui besucht Mongolische Krieger. Und vieles mehr erwartet Sie! Ein in vielen Facetten erblühendes Heft: Wir wünschen viel Vergnügen! KOORDINATENVERSCHIEBUNG„Man stelle sich vor, die Bewertung von Nationen enthielte folgende Kriterien: Anzahl literarischer Übersetzungen / der Grad, in dem ein Staat seine früheren Verbrechen anerkennt / Anzahl der Frauen in öffentlichen Machtpositionen / Durchschnitt der täglich zurückgelegten Schritte / die täglich offline verbrachte Zeit / die Kenntnis der lokalen Umgebung / der Klang lachender alter Menschen / die Anzahl unabhängiger Buchläden / das Verständnis von Freiheit ...“Gewohnte Hierarchien würden durcheinandergewirbelt. Kraftfelder des Ich und Fragen der Herkunft und Identität erkundet Priya Basilin Woher kommst du? „Es spielt keine Rolle, wie multikulturell oder weit gereist du bist, du bleibst provinziell und beschränkt, wenn du nicht regelmäßig aus deinem Denken heraustrittst.“ Für Basil ist Literatur das beste Trainingsgelände. Geschichten bringen das Schweigen zum Tosen, erwecken Tote zum Leben, exhumieren Vernichtete, gewinnen dem Chaos erkennbare Formen ab. Über die Suche nach dem Ich zwischen den Weltkarten des Wissens, dem Raum des Miteinanders und der Logik des Herzens. Mit dem Schrecken der Hydra in der digitalen Hypermoderne konfrontiert sich Martin Burckhardt. In den sozialen Netzwerken fallen digitale Mobs über bedauernswerte Tölpel her, leben Trolle, geschützt von digitalen Tarnkappen, ihre Rachsucht aus, verströmen virale Botschaften das Gift der Desinformation. Zu Datenpaketen reduziert, wird der Nutzer enteignet, wandelt sich Intimität zum Rohstoff der Wirtschaft. In dem Maße, in dem die Globalisierung vertraute Koordinatensysteme unterminiert, greift die Hydra um sich und pervertiert die tradierten Ordnungssysteme. Überall erhebt das vielköpfige Monster sein Haupt: im Terrorismus, in hybriden Kriegsformen, in der globalen Finanzkrise, in der Machtlosigkeit Europas, in den Schwarmgebilden des Netzes. Doch die vielgepriesene Zivilgesellschaft führt sich im Wutbürger selbst ad absurdum. Die Stressoren der Globalisierung provozieren Widerstandsreaktionen – die vom Unbehagen bis hin zur Empörung, Haß und Verschwörungstheorien reichen. Und mit dem Streß wächst das Bedürfnis, sich in einer ausgeborgten Identität absichern zu können: Protect me from what I want. Folglich wird die kulturelle Differenz zum Anderen zur Ausrede dafür, sich mit der eigentlichen Ursache des Wandels, dem weltverändernden Globalisierungs- und Digitalisierungsprozeß nicht befassen zu müssen, ihn aber gleichwohl exzessiv nutzen zu können. Welche Kulturkämpfe auch immer bevorstehen: Gewiß ist, die Hydra sind nicht die anderen, die Hydra sind wir selbst. Ein Vogelflug über die gärenden Grundlagen der zeitgenössischen Gesellschaft. STRATEGIEN DER GEWALTEin pathologisches System der Macht hinter der Maske der Respektabilität analysiert der leitende Staatsanwalt von Palermo Roberto Scarpinato.Seine Vorgänger, Paolo Borsellino und Giovanni Falcone, wurden von der Mafia ermordet. Der Mafiajäger lebt in der sizilianischen Hauptstadt bewacht wie kein Zweiter und kämpft gegen das Krebsgeschwür, das die Gesellschaft zerfrißt. Er untersucht Attentate, Wirtschaftskriminalität, Korruption, Bedrohung, Erpressung, Entführung. Freunde und Kollegen wurden weggebombt, erschossen, starben bei dubiosen Unfällen. Bislang hat er überlebt. Nun formuliert er die Quintessenz seiner Erfahrungen: Die Mafia und die Angst. Er porträtiert die ehrenwerte Gesellschaft und ihre Schnittmengen mit dem Staat, schildert ihre Methoden, ihre Psychologie, Werkzeuge und Sprache. Ihr Universalinstrument ist der Tod. Sie etabliert eine auf Angst gegründete Ordnung. Eine Lectio magistralis über die perversen Verflechtungen zwischen Verbrechen und Macht, von denen die Geschichte Italiens gekennzeichnet ist, einer Macht, welche die Fesseln der Demokratie nicht anerkennt, deren bewaffneter Arm proletarisch, deren Gehirn jedoch bürgerlich ist. Wer heute nach Paris fährt, erlebt eine Stadt ungewohnter Leere, halbbesetzte Restaurants und Cafés. Die Stadt ist tief getroffen von den dschihadistischen Attentaten 2015. Woher kommt die Radikalisierung des Islam? Oder islamisiert sich hier die Radikalität? Gibt es sozialpsychologische Dispositionen für diese Enthemmung? „Eine elementare Erschütterung des seelischen Gleichgewichts“ kennzeichnet das Empfinden der Verlassenheit, so Hannah Arendt, das Vernichtetsein all dessen, was menschlicher Existenz Sinn verleiht. Die Unmöglichkeit, Anerkennung zu finden, die Erfahrung, entwurzelt und überflüssig zu sein. Erklärt dies das Denken und Handeln selbstmörderischer Dschihadisten? Welche Rolle spielen die „drei gestörten Verhältnisse“ der arabisch-islamischen Welt – die Haltung zur Freiheit, zum Tod und zur Frau? Und was ist mit dem anderen Teil der Jugend? Glaubt sie noch an Emanzipation? Könnte sie zur Jugend einer neuen Aufklärung werden? Jean-Claude Pinson sucht nach Erklärungen. Globalisierte Gewaltanalysiert der Rechtsphilosoph Antoine Garapon als hybrides Phänomen: Sie ist lokal und global, archaisch und postmodern, verbrecherisch und heilig, psychologisch und eschatologisch. Diese Gewalt ist keine Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln, sondern eine destruktive Kraft, welche die Politik der betroffenen Länder zwingt, sich um die Achsen der Angst und der Sicherheit herum neu zu organisieren. Dieser Terrorismus ist beängstigend, denn er zeigt die Ambiguität der Öffnung unserer Welt auf, ja, ein mögliches Umschlagen der Globalisierung in ihr Gegenteil. Die terroristische Gewalt offenbart den tragischen Teil und die Verletzlichkeit der Moderne. UNTERM HALBMONDDie arabische Welt östlich von Suez wirkt, als sei über sie das Zeitalter der konfessionellen Bürgerkriege hereingebrochen. Die Erschütterungen des Nahen Ostens sind Anlaß für Georg Brunold, religiöse Hochspannung und den iranisch-arabischen Machtkampf auszumessen. Die islamische Spaltung gegen Mitte des 7. Jahrhunderts, die 1.350 Jahre währende Aufspaltung in Sunniten und Schiiten, wäre noch vor 50 Jahren kaum als relevant in der nachkolonialen Staatenwelt der Region wahrgenommen worden; doch aus der Tiefe der Zeit strahlt das ursprüngliche Schisma violent in die Gegenwart zurück. Über Blutlinien und Überlieferung, Gelehrte und Mystiker, Theologie und Philosophie, über Wahhabismus und Salafismus, über Fronten im Zweistromland und Märtyrer auf Gottes Pfaden. Eine kaleidoskopische Reise durch die Geschichte bis zu Leitmotiven der Gegenwart: „Unsere größte Hoffnung ist der Märtyrertod auf dem Pfad Gottes.“ Europa sucht nach einer Lösung für die Flüchtlingskrise, und die Türkei schickt sich an als Partner Europas zum Schlüsselakteur des Dramas zu werden. Im Land am Bosporus werden Zeitungen geschlossen, Journalisten eingeschüchtert und inhaftiert, Demonstranten niedergeknüppelt, die Kurdengebiete abgeriegelt, Waffen ins syrische Bürgerkriegsgebiet geschmuggelt, und lange finanzierte sich ISIS über den Ölverkauf an türkische Adressaten. Dennoch scheint man in Europa bereit, für die türkische Hilfestellung viele Augen zuzudrücken. Einst war die AKP als islamische Spielart der Christdemokratie angetreten und wollte die Türkei nach Europa führen. Gigantische Infrastrukturprojekte, ein Immobilienboom auf Kredit, Metropolenwachstum, eine prosperierende Mittelklasse – schon sah sich Erdoğan als neuer Sultan einer neoosmanischen Renaissance. Heute sind solche Illusionen verflogen. Kein neuer islamischer Halbmond unter Istanbuler Hegemonie, die Bruchlinien im Inneren des Landes und die Nachbarschaftskonflikte vervielfachen sich, die Versuchung zur Diktatur wächst. Ein Warnruf von Marco d’Eramo:Erdoğans Regime. Lina Meruanehat die Palästinensergebiete Israels besucht und ordnet ihre Eindrücke. Sie ruft sich Worte, die Stille, den Lärm in Erinnerung. Das Schweigen leerer Straßen und verlassener Märkte, das Schweigen zwischen den Zweigen alter Olivenbäume, die ungeerntet bleiben, das Schweigen der Steine von Hebron ... Und die akustische Gegenwelt: Schläge gegen Holztüren, der Lärm von Zusammenstößen und Schüssen, Polizeisirenen, Schreie von Fliehenden, die die Stille unterbrechen. Der Versuch, einem scheinbar unveränderlichen Konflikt beizukommen: Zungen voller Wörter. Stephen Eric Bronnersucht einen Ausweg aus dem Teufelskreis der Gewalt. Eine „Algebra des Blutes“ prägt das Verhältnis von Israelis und Palästinensern. Jede Seite begreift sich als Opfer eines Opfers, die Identitäten eines jeden sind zutiefst mit dem eigenen Leidensprozeß verwoben, historische Traumata entfachen den Streit darum, wer stärker gelitten hat. Schuld spielt auf beiden Seiten eine bedeutende Rolle. Lange verknoteten sich hier alle nahöstlichen Verwicklungen. Heute jedoch verschieben sich die Gewichte: Die Krisen in Irak, Libyen und Syrien, die Feindschaft zwischen Sunniten und Schiiten, die Rehabilitierung des Iran, die neue Rolle der Kurden verändern die Konstellationen. Die Zeit der Ernüchterungist gekommen. Ein Rechtsungeheueraus der Kolonialgeschichte Frankreichs in Algerien inspiziert Olivier Le Cour Grandmaison. Französische Rechtssprechung, Rechtspraktiken und Verwaltungsdekrete verknüpften sich in Algerien zu einem Disziplinarregime. Trotz der Berufung der „Grande Nation“ auf „liberté, égalité, fraternité“ wurden die autochthonen Einwohner in ihrer Heimat als Bürger zweiter Klasse behandelt. Diese Erniedrigungen durchziehen ihre kollektive Erinnerung bis heute. Die weiße Hegemonie sollte den Aufstieg der farbigen Völker blockieren, doch zuletzt markierte die Unabhängigkeit den bitteren Schlußakkord in einem grausam geführten Befreiungskampf. Eine Bestandsaufnahme. Als verspätete Religion, die sich mit den Errungenschaften der Moderne wenig auseinandergesetzt hat, erscheint der heute vorherrschende Islam als Glaube, der eine einzige Wahrheit postuliert und sich seiner hybriden Spiritualität kaum mehr bewußt ist. Der Islam fordert Ernst vom muslimischen Gläubigen und degradiert das Spiel als Ablenkung von der Frömmigkeit. Der historische Mohammed hingegen scheute weder Spiel noch Gesang und küßte seine Frauen selbst während des Fastenmonats Ramadan. Diese heitere Seite des Propheten, der Religion als Mittel der Befreiung, der Freude und Geduld verstand, fiel dem Vergessen anheim. Welche Rolle spielt Humor im Islam?, fragt der Philosoph Rachid Boutayeb. Über das Lachen Mohammeds und den tödlichen Ernst der Eiferer. EXTRAVAGANZENMit dem Naadam-Fest zelebriert die Mongolei in jedem Sommer ihre Unabhängigkeit von China. Diese Feierlichkeiten mit ihren Wettkämpfen in den Disziplinen Ringen und Bogenschießen, Pferderennen und Adlerjagd erinnern an Traditionen aus der Zeit Dschingis Khans. Beteiligte in ihren prachtvollen Kostümen photographierte Stanislas Guigui:Mongolische Krieger. Der chilenische Dichter Vicente Huidobro (1893–1948) war der Erfinder des „Creacionismo“; von seinem Werk ist hierzulande nur wenig bekannt. Wir präsentieren Auszüge aus seinem Poem Altazor oder eine Fallschirmreise erstmalig auf deutsch: Ich greife meinen Fallschirm und stürze mich von der Kante meines Kreise ziehenden Sterns in die Atmosphäre des letzten Seufzers. (...) / Und so stürzt nun mein Fallschirm Traum für Traum durch die Räume des Todes. / Am ersten Tag begegnete ich einem fremden Vogel. Er sagte: ‘Wäre ich ein Dromedar, dann hätte ich jetzt / keinen Durst. Wie spät ist es?’ Er trank von dem Tau, der sich auf meinen Haaren gesammelt hatte, / warf mir dreieinhalb Blicke zu und winkte noch mit seinem prächtigen Taschentuch, bevor er weiterflog. / Gegen zwei Uhr desselben Tages begegnete ich einem hübschen Flugzeug, das über und über von Schuppen / und Schnecken verkrustet war. Es war gerade auf der Suche nach einem Plätzchen, wo es sich unterstellen / könnte, denn es regnete. / Weit in der Ferne lagen in der Farbe der Morgenröte die Schiffe vor Anker. Auf einmal fingen sie an, / eins nach dem anderen loszufahren, und zogen dabei unbestreitbar Fetzen der Morgenröte hinter sich her, / so als wären es Fahnen. (...) / Da hörte ich den namenlosen Schöpfer sprechen. Er ist ein einfaches Loch in der Leere, schön wie ein / Bauchnabel. / ‘Ich machte Krach und aus diesem Krach entstanden der Ozean und die Wellen des Ozeans.’ / ‘Der Krach wird immer an den Wellen kleben, und die Wellen immer an ihm, genauso wie Briefmarken / auf Postkarten.’ / ‘Dann spann ich einen langen Faden aus leuchtenden Strahlen, um die Tage nach und nach miteinander / vernähen zu können (...)“ Unser Erzähler ist Technisch insolvent. Seiner Selbstwahrnehmung, zum wandelnden Fiasko zu mutieren, liegt die Erfahrung seines Scheiterns als Schriftsteller zugrunde. In eine Nachbarschaftsfehde verwickelt, unfähig, ein Darlehen zurückzuzahlen, weil seine Immobilie an Wert verloren hat, von Schreibblockaden gepeinigt, ergreifen ihn Gedanken an Flucht und Exil. Identität und Grenzen verschwimmen, sein Zeitgefühl schwindet. „Die Friedhöfe wachsen, die Zahl der Verteidiger schmilzt ... Wir schauen ins Antlitz des Hungers, ins Antlitz des Feuers, des Todes und ins ärgste Gesicht von allen – in das des Verrats/ und nur unsere Träume sind nicht gedemütigt worden.“ (Zbigniew Herbert). Ein unerschrockener Blick in seelische Abgründe von Simon Glinvad Nielsen. Sowjetische Zeiten. Ein heroisches Ereignis steht bevor. Auf der Strecke der Transsibirischen Eisenbahn soll ein Geschwindigkeitsrekord aufgestellt werden. Der jetgetriebene Hochgeschwindigkeitszug „Rossija“ geht auf Jungfernfahrt von Moskau nach Irkutsk, 5.192 km in nur sechseinhalb Stunden. An Bord eine Schicksalsgemeinschaft, Pressevertreter, überdreht, in eifersüchtige Scharmützel verwickelt. Der Zug setzt sich in Bewegung, dämonische Schwere breitet sich aus, das in einen unbekannten Aggregatzustand übergegangene Rußland fliegt am Fenster vorbei. Dann der erste Schlag: Nervosität ergreift die Passagiere, niemand weiß, was draußen vor sich geht. Ein Fahrgast bricht zusammen. Was tun? Olga Slawnikowa über das Risiko, die Gesetze der Physik im Namen des Fortschritts herauszufordern: Die russische Kugel. LEBENSLINIEN UND BILANZENDer spanische Schriftsteller Enrique Vila-Matasdenkt nach über die Erzählkunst. In dieser Kunst braucht es wütende Beharrlichkeit, die Präsenz des Wahnsinnigen hinter dem Werk. Schriftsteller sind Überlebende einer aussterbenden Spezies, Menschen von uralter Kühnheit, Spinner, Gestörte, Personen, die auf faszinierende Weise besessen sind. Warum sind Schriftsteller mehr als andere leichte Beute für Depressionen? Deprimiert sind sie, weil sie den Gedanken nicht ertragen, in einer von Idioten zerstörten Welt leben zu müssen. Die Zukunft. Heinz-Norbert Jocksspricht in Paris mit Georges-Arthur Goldschmidt, der sein Leben lang in Paris als Kulturvermittler zwischen Deutschland und Frankreich wirkte: Als Freud in Paris ankam. Über Begegnungen mit Sartre, Genet, Scholem, Handke, Blumenberg und Derrida, über Sprache, über eine andere Interpretation der Psychoanalyse, die Kunst der Übersetzung und die Produktivität von Mißverständnissen: „Die Übersetzung ist dazu da, nicht richtig zu funktionieren. Es bleibt immer ein Rest, und es gibt immer einen kleinen Haken ... das Bilddes Unschuldigen vor Gericht, der seine Unschuld nicht beweisen kann. Das ist der Inhalt der Sprache. Eigentlich können Sie sich mit ihr nicht ausweisen. Sie läuft an Ihnen vorbei, und die Übersetzung um so mehr.“
Emil Cioran gilt manchen als „Nietzsche vom Balkan“. Seine Ablösung vom Stifter seines Kosenamens war ein lebenslanger Prozeß. Was Cioran von Nietzsche trennen sollte, bringt schon sein Erstlingsbuch Auf den Gipfeln der Verzweiflung zur Sprache: Die Versuche einer Überwindung des Nihilismus, der Heroismus des Willens. Nietzsches Lehre vom Ursprung der christlichen Sklavenmoral zielt ab auf die Überwindung einer Lüge von Jahrtausenden. Cioran sieht in dieser Überwindungspose Selbstbetrug und psychologische Schwäche. Er mag „rasende Denker“ nicht, und zieht ihnen Skeptiker vor: „Ich liebe die Denker, die an erloschene Vulkane erinnern“. Für ihn wird der freie Geist Nietzsche zuletzt zum Sklaven seiner Ideen. Ein Tauchgang in die Gefäßsysteme des Ressentiments vonJürgen Große. Die Rekordjagden bei Auktionen für zeitgenössische Kunst scheinen kein Ende zu nehmen. Picassos Gemälde Les femmes d’Alger von 1955 wird für 180 Millionen US-Dollar versteigert, für Modiglianis Nu couché von 1917 zahlt der chinesische Milliardär Liu Yiqian 170,4 Millionen. Auch die Umsätze einzelner Auktionsabende explodieren. Christie’s „Evening Sale“ am 13. November 2013 erbrachte 691 Millionen Dollar. Superreiche aus aller Welt mit unbegrenzter Liquidität stillen ihren Heißhunger auf Distinktionssymbole und demonstrative Souveränitätsgesten. Wer steckt hinter den Garantiesummen, mit denen Auktionshäuser ihre Einlieferer locken? Finanzinstitute stellen nicht selten die Sicherheiten dafür und verdienen mit am Kunstgeschäft. Das Gefüge des Kunstmarkts seine Sammler, Händler, Auktionshäuser und Finanziers untersucht Steffen W. Groß in Auktionsrekorde. WEGE DES WISSENSDer Anthropologe Philippe Descola untersucht Anthropologie und kulturelle Diversität. Die Menschen selbst sind zu einer Naturgewalt geworden, mit der sie auf den Planeten einwirken. Ökosysteme haben sich seit jeher verändert, doch die Veränderungen der letzten 200 Jahre sind tiefgreifender. Natur wurde als unbeschränkte Ressource für unbeschränktes Wachstum dank unbeschränkter Perfektionierung der Technik angesehen. Die atmosphärische Konzentration von CO2, die Übersäuerung der Ozeane, das Schmelzen der Gletscher hat recht junge Ursachen: den Industrialismus, die thermodynamische Revolution, die technologische Entwicklung. Wie können wir heute eine neue Ethik der Natur formulieren? „Eine politische Ökologie, eine in vollem Maße verwirklichte Kosmopolitik würde sich nicht damit zufrieden geben, der Natur unveräußerliche Rechte zuzubilligen, ohne ihr echte Mittel an die Hand zu geben, diese auch auszuüben ... Wir sollten uns von der kurzsichtigen Tyrannei des Gegenwärtigen befreien“. Wie rückt man dem Unerforschten zu Leibe? Der Molekularbiologe und Wissenschaftshistoriker Hans-Jörg Rheinberger spricht mit Michael Schwab über Experimentellen Geist. Experimentalanordnungen benötigen Raum für unerwartete Ereignisse, sind Szenerien erhöhter Geistesgegenwart. Laboratorien ähneln eher Bastelstuben als klinischen Erkenntnisräumen. Flickenteppiche aus technischen Apparaturen und architektonischen Strukturen, improvisierte Versuchsanordnungen und Aufzeichnungssysteme bilden die Infrastrukturen der Forschung. Es gilt, die esoterischen Black Boxes zu öffnen. Künstler und Wissenschaftler sind vergleichbaren Konstellationen ausgesetzt. „Der Künstler steht im Dunkeln am Ende eines Grubenschachts, den die Generation vor ihm in die Erde getrieben hat. Er muß bei seiner Exploration berücksichtigen, daß das Schachtende ihm nicht verrät, welche Richtung er einschlagen soll. Er weiß nur, welcher Richtung seine Vorgänger gefolgt sind. Das ist eine Situation, die Fragen der Orientierung aufwirft, sei es in der Literatur, der Musik, den visuellen Künsten oder den Naturwissenschaften. Es sind Explorationen in einem gefährlichen Raum, einem ungesicherten Raum.“ Der Psychoanalytiker Sergio Benvenuto geht räumlichen Asymmetrien in Neurologie und Kultur nach. Die Asymmetrie von links und rechts tritt in fast allen Sprachen zutage. Rechts ist semantisch mit dem Recht verwandt, mit „richtig“, „aufrecht“, „geradeaus“, „redlich“, mit „gerecht“ und „angemessen“. Es ist ein Privileg, zur Rechten einer Person positioniert zu sein; bei Theologen galt die linke Seite als die der Verdammten und als böses Omen. Das Wort „links“ evoziert etwas Plumpes, Linkisches, Anrüchiges. Hat diese Differenz von rechts und links neurologische Grundlagen? Dann läge das kulturelle Vorurteil bei uns modernen, rationalistischen Menschen, die rechts und links als gleichwertig einschätzen wollen und gegenüber einer angeborenen, im Gehirn wurzelnden Differenz blind sind. Eine Spektralanalyse durch Sprache und Politik, Gehirnforschung und Kommunikationstheorie: Neglect. Erwin Ritter von Zach war österreichischer Diplomat k.u.k.-Konsul in Singapur und ein ungeheures Sprachtalent, den es nach dem Untergang Kakaniens nach Niederländisch-Indien verschlug. Der virtuose Sinologe beherrschte mühelos 5.000 Charaktere der chinesischen Sprache. Leidenschaftlich, idealistisch und obsessiv, kämpfte er unerschrocken und voller Spottlust von Batavia aus gegen Dilettantismus, akademischen Dünkel und die Lebensfremdheit der deutschsprachigen Sinologie seiner Epoche. Das verkannte Genie opferte seine Karriere auf dem Altar der Unerschrockenheit vor dem Wissenschaftsestablishment. Patricia Görg porträtiert den legendären Außenseiter und Liebhaber der chinesischen Kultur. BRIEFE & KOMMENTAREReinhard Bernbeckpersifliert das Verhalten von Medien bezüglich der Bedrohung von Palmyra durch ISIS: Ur-Sachen. Der ehemalige Soldat Arkadi Babtschenko beobachtet russischen Infantilismus als Staatspolitik. Bora Ćosićsingt ein Loblied auf einen rebellischen Künstler: Abgang eines Avantgardisten.Thomas Knauf gibt Budapester Märchen zum besten. In der fröhlichsten Baracke des Sowjetimperiums herrschte der Konsens vom geringeren Übel, den Rest erledigte die Verdrängung. KORRESPONDENZENUrvashi Butaliaberichtet in Indien strahlt nicht von einer Verdüsterung des gesellschaftlichen Klimas unter der Regierung Modi. Der Honeymoon mit dem „strahlenden Indien“ der Hindu-Nationalisten ist vorüber. Biodänen und Phantastenbegegnet Suzanne Brøgger. Sie porträtiert die Provinzialisierung ihres Heimatlandes sowie den Hang, sich vor der schwierigen Wirklichkeit in Traumgebilde zu flüchten. Michail Ryklin berichtet von der Verflüchtigung der kurzen Euphorie über den Anschluß der Krim und die mißgelaunte Stimmung in der Gesellschaft. „Diese Menschen erinnern an Insassen eines Busses, die merken, daß mit dem Fahrer etwas nicht stimmt, sich aber dem Willen des Schicksals anheim geben, weil sie sowieso nichts ändern können.“ KUNSTDie imaginäre Safari des Photographen François Fontaine ist eine Hommage an die Kraft der Natur, ihre Schönheit und ihre Poesie. Die farbintensiven, traumwandlerischen Tieraufnahmen erscheinen wie Gemälde, die der erhabenen Vision einer noch wilden Natur entsprechen. Die Unschärfen derealisieren und beseelen die Objekte und lassen sie zu Auslösern vagabundierender Gedanken werden. Niemals verrät die Intimität der Bilder die Unerreichbarkeit und Rätselhaftigkeit der animalischen Wesen. „Die Diskontinuität zwischen menschlichen und nichtmenschlichen Wesen ist es, die verstanden werden muß, um eine neue Ethik der Natur zu formulieren.“ (Philippe Descola) LETTRE SPEZIAL: DAS VIERECKIGE OSTEREIZu guter Letzt: Erfreuen Sie sich mit uns an einem prachtvollen Postkartenset à la Lettre: 32 der schönsten und originellsten Arbeiten von Künstlern und Photographen in Lettre – zum Beispiel John Baldessari und Leiko Ikemura, Miquel Barceló und Robert Longo, Rosemarie Trockel oder Lawrence Weiner – auf Chromosulfatkarton brillant gedruckt, gebündelt und in schöner Verpackung: Ein attraktives Geschenk zu Ostern! 22,80 €. www.lettre.de/artikel/postkartenzauber. Mit Lettre International Nr. 112 beginnt der Frühling! Wir wünschen eine spannende und genußvolle Lektüre! Mit den besten Grüßen
heute Abend 20:15h auf 3sat: Eine Mutter bringt ihre Kinder um, weil sie nicht will, dass sie zurück ins Heim müssen. Seither steht die Schweizer Kinder- und Erwachsenenschutzbehörde unter Dauerkritik.
Acht Monate später erhängt sich die Mutter in ihrer Gefängniszelle: Dieses Familiendrama war Auslöser einer landesweiten Empörung über die zuständige Behörde. Ihr wird Fehlentscheidungen, Überforderung, Inkompetenz und willkürliches Handeln vorgeworfen.
Für betroffene Eltern und Angehörige wurde sie innerhalb kurzer Zeit zum Feindbild, der Ruf nach Abschaffung wird lauter, Widerstand organisiert sich. Eine Gruppe von 'Kesb' Gegnern fand sich 2015 zusammen, um eine Volksinitiative zu lancieren, die die Kompetenzen dieser Behörde einschränken soll. Zwei Aspekte stehen bei der Diskussion im Vordergrund: Die Kosten der Behörde und der sinkende Einfluss der Gemeinden.
Wie aber sieht es hinter den Mauern der verhassten Kinder- und Erwachsenenschutzbehörde aus? Ist sie tatsächlich ein Bürokratiemonster, ein kaltherziger Haufen von Paragrafenreitern, beseelt vom Gedanken, Familien auseinanderzubringen? Was viele verkennen, ist, dass die 'Kesb' unter Schweigepflicht steht, weshalb die von den Medien breit ausgewalzten Einzelfälle oft nur einseitig wiedergegeben werden.
Die Dokumentation wirft einen Blick hinter die Fassade dieser Behörde. Der Film von Béla Batthyany zeigt auf, wie komplex die Thematik ist und in welcher schwierige Situationen die Betroffenen geraten können. Auf beiden Seiten: Auf Seiten der Eltern, Familien oder Angehörigen, wie auch auf Seiten der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der 'Kesb' selbst. (Senderinfo) (gefunden auf TV Spielfilm)
Zwei Seiten der Wahrheit – die Kesb in der Kritik [50:33]
Veröffentlicht am 04.03.2016
Eine verzweifelte Mutter bringt ihre beiden Kinder um, weil sie nicht will, dass die Kleinen zurück ins Heim müssen. Acht Monate später erhängt sie sich im Gefängnis. Das Familiendrama in Flaach war Auslöser einer landesweiten Empörung über die Kesb, die seit ihrer Gründung 2013 in der Kritik steht.
KESB-Erfahrungen unfassbar - Eine Mutter erzählt [18:26]
Veröffentlicht am 30.09.2015
Eine Mutter erzählt, wie ihr Kind von KESB weggenommen und in ein Heim gesteckt wurde. Der Reispass des Kindes sowie Krankenausweis müssen abgegeben werden. An wen können sich Eltern wenden, wenn der Staat den Familien die Kinder weg nimmt?
Kindswohl gefährdet -- was tun? - Club vom 18. Februar 2014 [1:15:32]
Veröffentlicht am 19.02.2014
Der «Club» über die schwere Kindheit von Michelle Halbheer mit ihrer Junkie-Mutter hat weitere Fälle ans Licht gebracht, bei denen fundamentale Kinderrechte mit Elternrechten kollidieren. Wie entscheidet die neue Behörde KESB, wenn das Kindswohl gefährdet ist? Ein Dilemma mit Konfliktpotenzial.
SRF 1, 18. Februar 2014 mit Mona Vetsch, Michelle Halbheer, Patrick Fassbind, Aleksandra Kocierz, Christoph Häfeli, Ernst Elsener, Therese Leutert Hungerbühler
Trotz psychischer Krankheit, Drogen- und Alkoholexzessen darf eine Mutter ihr Kind behalten. Einer anderen hingegen wird es weggenommen, weil ihre Unzuverlässigkeit zu seinem Schaden sei. Zwei dem «Club» zugespielte Fälle, die Kopfschütteln auslösen und Kritik an der neuen Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde KESB laut werden lassen.
Ihr Auftrag ist, das Wohl der Kinder zu garantieren. Sie muss aber auch die Elternrechte respektieren. Das kann sich in der Praxis als Teufelskreis erweisen, weil gleichwertige Rechte aufeinander prallen. Doch die Behörde sorgt auch sonst für Schlagzeilen. Sie hat mit reduziertem Personal 80'000 pendente Fälle nach neuem Recht zu bewältigen. 1'400 über die Schweiz verteilte Vormundschaftsbehörden wurden anfangs 2013 mit einem Schlag auf 150 regionale KESB gestutzt. Unter dem Druck und der Aufgabenlast kommt es gehäuft zu Fehlern und Verzögerungen.
Nach dem «Club» des vergangenen Jahres «Meine Mutter -- ein Junkie» haben sich Zuschauerinnen mit selbst erlebten Problemfällen gemeldet. Diese nimmt Mona Vetsch zum Anlass, um in einer Folgesendung erneut das Kindswohl im Licht der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde KESB unter die Lupe zu nehmen.
Der 1933 mit Reza Schah ausgehandelte Konzessionsvertrag hatte im Iran nach dem Zweiten Weltkrieg zu ständiger Kritik geführt. Zur eigentlichen Abadan-Krise kam es unter der Regierung von Premierminister Clement Attlee in den 1950er Jahren. Die Gewinnabführung der internationalen Ölkonzerne an die ölproduzierenden Länder hatte sich durch die Verträge der US-amerikanischen Ölfirmen mit Saudi-Arabien grundlegend verändert. Die amerikanischen Ölkonzerne waren bereit, Saudi-Arabien einen Gewinnanteil von 50 % einzuräumen. Die Konzession zwischen der AIOC und dem iranischen Staat sahen eine Gewinnbeteiligung von lediglich 20 % bis maximal 25 % vor. Nachdem der Vorstand der AIOC es zunächst ablehnte, die Konzession neu zu verhandeln, beschloss das iranische Parlament im März 1951, die im Iran befindlichen Ölanlagen der AIOC mitsamt ihren Beteiligungen zu verstaatlichen. Die parlamentarische Entscheidung zur Verstaatlichung fiel unter Premierminister Hossein Ala am 15. März 1951. Die Ölanlagen der APOC wurden von der neu gegründeten National Iranian Oil Company (NIOC) übernommen und die Ölgeschäfte "auf eigene Rechnung" weitergeführt. Daraufhin reichte Großbritannien eine Klage gegen die iranische Regierung vor dem internationalen Gerichtshof ein, die jedoch abgewiesen wurde. Die Begründung war „Nichtzuständigkeit des Gerichtes“, da das Gericht nur eine Gerichtsbarkeit für Zwischenstaatliche Verträge hatte, es sich hier aber um einen Vertrag zwischen einer Privatgesellschaft, der AIOC, und dem iranischen Staat handelte.
Die britische Regierung hatte sich auch an den UN-Sicherheitsrat gewandt, um eine Lösung des Konflikts zu erreichen. Großbritannien hatte inzwischen ein Embargo gegen den Iran verhängt und den Verkauf und Abtransport iranischen Öls durch eine Blockade des persischen Golfs faktisch unmöglich gemacht.(Anglo-Persian Oil Company, Die Verstaatlichung der iranischen Ölindustrie 1951, Wikipedia)
History of Iran, Operation Ajax [9:48]
Hochgeladen am 12.09.2011
This is an unbiased history of Iran,
starting in 1953.
It does not take the side of either the repressive regime currently in place or of the covert actions of the US.
The story is well-known to students of history but it is absent from political discussion in the US
"This Is Not About Good Guys & Bad Guys" America will go to war with Iran and here is the History of the NWO thugs that have taken over America!
Uploaded with comments by yourboyken November 1, 2009
This video might contain copyrighted material. The use of which has not always been specifically authorized by the copyright owner. I am making such material available in my efforts to advance understanding of environmental, political, human rights, economic, democracy, scientific, and social justice issues, etc. I believe this constitutes a 'fair use' of any such copyrighted material as provided for in section 107 of the US Copyright Law. In accordance with Title 17 U.S.C. Section 107, the material on this channel is distributed without profit to those who have expressed a prior interest in receiving the included information for research and educational purposes For more information go to: http://www.law.cornell.edu/...
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Operation Ajax [52:21, französisch]
zzz
Oliver Stones Untold History Of The United States - Iran's part "Operation Ajax" [2:30]
Die USA präsentieren sich als freiheitliche, moralisch überlegene Alternative zum Sowjetkommunismus - derweil stürzt der US-Geheimdienst CIA 1953 in Iran und 1954 in Guatemala mit skrupellos inszenierten Putschen gewählte bürgerliche Reformregierungen.
[…] Ich habe gar nichts gegen die Menge; Doch kommt sie einmal ins Gedränge, So ruft sie, um den Teufel zu bannen, Gewiß die Schelme, die Tyrannen. […] Was ich sagen wollt, Verbietet mir keine Zensur! Sagt verständig immer nur, Was jedem frommt, Was ihr und andere sollt; Da kommt, Ich versichr’ euch, so viel zur Sprache, Was uns beschäftigt auf lange Tage.
O Freiheit süß der Presse! Nun sind wir endlich froh; Sie pocht von Messe zu Messe In dulci jubilo. Kommt, laßt uns alles drucken Und walten für und für; Nur sollte keiner mucken, Der nicht so denkt wie wir.
Was euch die heilige Preßfreiheit Für Frommen, Vorteil und Früchte beut? Davon habt ihr gewisse Erscheinung: Tiefe Verachtung öffentlicher Meinung. […] Nichts schmerzlicher kann den Menschen geschehn, Als das Absurde verkörpert zu sehn.
Dummes Zeug kann man viel reden, Kann es auch schreiben, Wird weder Leib noch Seele töten, Es wird alles beim alten bleiben.
Dummes aber, vors Auge gestellt, Hat ein magisches Recht; Weil es die Sinne gefesselt hält, Bleibt der Geist ein Knecht. […] Das Tüchtige, und wenn auch falsch, Wirkt Tag für Tag, von Haus zu Haus; Das Tüchtige, wenn’s wahrhaft ist, Wirkt über alle Zeiten hinaus.
Ich übernehme keine Haftung für die Inhalte externer Links, verweise diesbezüglich auf RogerMurtaughund gehe im übrigen davon aus, daß die Besucher meines Blog imstande sind, sich ihre eigenen Gedanken zu machen.
(Was ja auch Ziel dieses Blogs ist!)
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