Wer sich gestern den Panoramabericht über das Liberale Sparbuch ansah – bezeichnenderweise nach Dieter Wedels »Gier«, dem konnte wirklich übel werden: Vor der Wahl als Möglichkeit milliardenschwerer Einsparungen gepriesen (genau: 10,5 Milliarden EUR), versinkt das Sparbuch der FDP nach der Wahl einfach in der Versenkung.
Bezeichnend das Statement der FDP-Staatssekretärin Gudrun Kopp zu den nicht umgesetzten Einsparmaßnahmen: »Ach wissen Sie, vor der Wahl und nach der Wahl…« (Videoposition 1:40)
Man achte auch auf Position 3:30 über die Anzahl der Staatssekretäre im Außenministerium.
Man gewinnt, wenn man sich unterschiedlichen Statements – vor allem von Guido Westerwelle – anhört, tatsächlich den Eindruck, daß da Leute am Machen sind, denen es vor allem um die eigenen Pfründe geht und die vor der Wahl einfach alles von sich geben, um dem potentiellen Wähler zu gefallen – eine Schmierenkömödie!
Wohltuend dagegen die Rede des zum Populisten heruntergeschriebenen Oskar Lafontaine vom 19. Januar in Saarbrücken. (Könnte es sein, daß er sich im März 1999 tatsächlich aus der Schröder-Regierung zurückzog, weil er Schröders neoliberale Wende nicht mitmachen wollte?)
Hier seine Bundestagsrede zur Finanzkrise
Freitag, 22. Januar 2010
Montag, 18. Januar 2010
Filmtip – Shoppen
Shoppen ist ein deutscher Spielfilm des Regisseurs Ralf Westhoff. Der Film zeigt 18 Frauen und Männer und ihre Versuche, bei einem Speed-Dating neue Beziehungs-Partner zu finden.
Beim Speed-Dating stellen sich fremde Menschen einander im Fünf-Minuten-Takt vor. Im Rennen gegen den Sekundenzeiger geht es darum, sich optimal zu verkaufen, während man den anderen taxiert.
Mehr bei Arte
Der Film wird am 2. Februar um 3:00 Uhr wiederholt.
Beim Speed-Dating stellen sich fremde Menschen einander im Fünf-Minuten-Takt vor. Im Rennen gegen den Sekundenzeiger geht es darum, sich optimal zu verkaufen, während man den anderen taxiert.
Mehr bei Arte
Der Film wird am 2. Februar um 3:00 Uhr wiederholt.
Schmerzmittel – auch gegen Seelenschmerz?
Das Schmerzmittel Paracetamol hilft nicht nur gegen Kopfweh, sondern scheint auch Herzschmerz und verletzte Gefühle lindern zu können. Das legen zwei Studien eines US-Psychologenteams mit insgesamt 87 Freiwilligen nahe. In beiden Untersuchungen verringerte der Wirkstoff die negativen Gefühle, die durch soziale Ausgrenzung oder eine Zurückweisung hervorgerufen werden. Erklären lässt sich das wohl damit, dass sowohl körperlicher als auch sozialer Schmerz von den gleichen Hirnregionen gesteuert werden.
mehr bei Bild der Wissenschaft
Wenn sowohl körperlicher als auch seelischer Schmerz von den gleichen Hirnregionen gesteuert wird, könnte das auch eine Erklärung dafür sein, daß wir dafür das gleiche Wort benutzen.
mehr bei Bild der Wissenschaft
Wenn sowohl körperlicher als auch seelischer Schmerz von den gleichen Hirnregionen gesteuert wird, könnte das auch eine Erklärung dafür sein, daß wir dafür das gleiche Wort benutzen.
Dank an Oster
Springer und die 68er – ein Online-Archiv
Wie das Deutschland-Radio meldet, hat der Springer-Verlag gestern ein Online-Archiv ins Netz gestellt mit fast 6.000 Artikeln aus den Jahren 1966 bis 68.
Von wem werden wir regiert – Wie käuflich ist die Regierung?
Hintergründe Über die CDU-Spendenaffäre bei der Tagesschau
und noch mehr bei Wikipedia
Die FDP handelt natürlich ebenfalls ganz uneigennützig, damals wie heute.
Da ist es doch wohltuend, wenn sich Hildegard Hamm-Brücher, die große alte Dame der FDP zu Wort meldet und ihrer eigenen Partei Klientelpolitik vorwirft. Michael Bräuninger vom Hamburgischen Weltwirtschaftsinstitut bezweifelt die Wirksamkeit der Konjunkturmaßnamen der Bundesregierung und stärkt den Verdacht, daß unter dem Deckmantel des Krisenmanagements letztlich Partei- und Machtpolitik betrieben wird.
Silke Engel bei der Tagesschau über Parteien und ihre Großspender
und noch mehr bei Wikipedia
Die FDP handelt natürlich ebenfalls ganz uneigennützig, damals wie heute.
Da ist es doch wohltuend, wenn sich Hildegard Hamm-Brücher, die große alte Dame der FDP zu Wort meldet und ihrer eigenen Partei Klientelpolitik vorwirft. Michael Bräuninger vom Hamburgischen Weltwirtschaftsinstitut bezweifelt die Wirksamkeit der Konjunkturmaßnamen der Bundesregierung und stärkt den Verdacht, daß unter dem Deckmantel des Krisenmanagements letztlich Partei- und Machtpolitik betrieben wird.
Silke Engel bei der Tagesschau über Parteien und ihre Großspender
Mittwoch, 13. Januar 2010
Wachsen tut weh…
Raus aus der Komfortzone!

von Satyananda

von Satyananda
• Neulich hatten wir ein Schweige-Retreat in einem einsamen Haus an der Ostseeküste. Eine bunt gemischte Gruppe versammelte sich – Menschen aus den alten und aus den neuen Bundesländern, junge und nicht mehr ganz so junge, Karrierefrauen, gestresste Geschäftsleute, aber auch solche, die im Begriff waren, aus dein Rattenrennen auszusteigen oder die es bereits hinter sich hatten. Sie alle einte das Bedürfnis, an einem stillen Ort zu sich selbst zu kommen und sich zu entschleunigen. Nicht alle waren geübte Meditierer/innen. „Ich nehme immer wieder mal einen Anlauf“, sagte Harald, ein junger Rechtsanwalt aus Thüringen, „aber meistens hin ich abends fix und fertig, wenn ich nach zwölf Stunden Hektik in der Kanzlei nach Hause komme.“
KEIN IDYLLISCHER WELLNESS-EVENT
So wie ihm ging es auch anderen in der Gruppe. „Wer regelmäßig meditieren will,“ schlug ich vor, „sollte das morgens tun – gleich nach dem Aufwachen. Dazu gehört ein bisschen Disziplin. Aber die erste halbe Stunde des Tages gehört euch allein – dann kommen die Verpflichtungen, das Unvorhergesehene, der Stress, die Hektik, und am Abend ist man so platt, dass man nicht mehr meditieren kann.“
Als wir verkündeten, dass die Tage mit Oshos Dynamischer Meditation beginnen würden, reagierten manche mit banger Neugierde. Dynamische Meditation? Chaotisches Atmen, Toben, Schreien, Weinen, Lachen, Hüpfen…
„Die Dynamische Meditation ist das größte Geschenk, das Osho den gestressten Zivilisationsmenschen des 21. Jahrhunderts hinterlassen hat“, sagte ich.
„Ehrlich gesagt“, murrte Ulrike aus Lübeck, „habe ich ein bisschen Schiss davor.“ Verständnisvolles Gelächter. Es war jetzt klar, dass das Schweigeretreat kein idyllischer Wellness-Event sein würde. Wir mussten erst mal aus der Komfortzone austreten, um dann mit uns selbst zu experimentieren. Wer schweigt, wird unweigerlich auf sich zurückgeworfen. In der Stille begegnen wir unseren Ängsten, unseren Schwächen, unseren Illusionen. Dazu gehört Mut.
Aber schon am ersten Tag erlebten die Teilnehmer, was für ein ungeheures Potenzial im Schweigen steckt. Wenn es keine verbale Kommunikation gibt, verlagert sich der Austausch ganz von selbst auf die energetische Ebene. Ein kurzer Blick, eine kleine Geste, die Aura, die Ausstrahlung sind wichtiger als tausend Worte.
Alle hatten schon bald das Gefühl, dass sie sich auf dieser Ebene viel unmittelbarer und intensiver kennenlernten und näher kamen als mit Worten. Nicht reden heißt auch Kraft sparen. Die Kraft baut sich während des Retreats auf. Sie wird jeden Tag stärker. Man kann sie geradezu mit Händen greifen. Sie macht wach und lebendig, und schon bald mündet sie in ein überwältigendes Glücksgefühl.
Leider ging das alles an Hubert völlig vorbei. Ausgerechnet an Hubert, dem Jüngsten unter uns, Jurastudent aus Heidelberg. Gleich am Anfang hatte er in der Vorstellungsrunde gesagt, dass er ein Osho Lover sei und schon viele seiner Bücher gelesen habe. Trotzdem hatte er keinen leichten Start in der Gruppe.
WENN DAS SCHWEIGEN SCHWERFÄLLT
Er fiel auf, weil er immer wieder versuchte, andere Teilnehmer in Gespräche zu verwickeln. Die wollten sich aber lieber an die Spielregeln halten und ließen ihn abblitzen. Schließlich versuchte er in der Küche ein Gespräch mit der Köchin in Gang zu bringen. Aber auch die zeigte sieh nicht gesprächig. Zur Dynamischen Meditation kam er zu spät.
Am zweiten Tag war dann Schluss. Eine Teilnehmerin kam zu mir und flüsterte aufgeregt: „Hubert reist ab!“
Ich machte mich auf die Suche nach Hubert und fand ihn vor der Tür des Hauses im Mantel und mit gepacktem Koffer – abreisebereit.
„Du willst abreisen?“, fragte ich und spürte, dass er furchtbar aufgeregt war.
„Ich halte das nicht länger aus! Ich kann nicht mehr.“
„Was hältst Du nicht aus?“
„Das Schweigen, Mann! Das ist einfach zu viel für mich. Ich hin hier hergekommen, weil ich meditieren wollte. Auf Schweigen habe ich keinen Bock. Ich will mich austauschen mit anderen Menschen, die auch meditieren.
„Aber du wusstest doch, dass das ein Schweige-Retreat ist, oder?“
„Nee, das ist irgendwie an mir vorbeigegangen. Vielleicht habe ich es auch verdrängt. Jedenfalls habe ich mir das Retreat anders vorgestellt.“
„Wie denn?“
„Na, jedenfalls nicht so, dass man sieh gegenseitig anschweigt. Besonders bei den Mahlzeiten … diese bedrückende Stille. Es kommt mir so vor, als wenn meine Eltern nicht mehr mit mir reden.“
„Aha“, dachte ich, „jetzt wird es spannend.“
„Soll ich dir mal eine Erfahrung aus meinem eigenen Leben erzählen?“, fragte ich Hubert.
„Was denn?“, fragte er etwas irritiert zurück.
„Ich habe immer nur in schwierigen Situationen etwas dazugelernt. Wenn es mir gut ging, wenn ich auf der Erfolgswelle surfte, hatte ich keine Lust, etwas in meinem Leben zu verändern. Ich war schon Fünfzig, als ich endlich begriffen habe, dass ich mich aus der Komfortzone herausbewegen muss, wenn ich mich innerlich entwickeln will.“
Hubert winkte ab: „Da bin ich schon drüber raus. Und weißt du was? Ich bin der Neue Mensch! Ich meditiere wie Buddha und genieße wie Zorba. Ich mache grundsätzlich nur noch das, was mir Spaß macht!“
Ich nahm Hubert in den Arm und sagte: „Okay, Junge, dann wünsche ich dir viel Glück und eine gute Heimreise. Schade, dass du gehst. Komm wieder …!“
KEIN IDYLLISCHER WELLNESS-EVENT
So wie ihm ging es auch anderen in der Gruppe. „Wer regelmäßig meditieren will,“ schlug ich vor, „sollte das morgens tun – gleich nach dem Aufwachen. Dazu gehört ein bisschen Disziplin. Aber die erste halbe Stunde des Tages gehört euch allein – dann kommen die Verpflichtungen, das Unvorhergesehene, der Stress, die Hektik, und am Abend ist man so platt, dass man nicht mehr meditieren kann.“
Als wir verkündeten, dass die Tage mit Oshos Dynamischer Meditation beginnen würden, reagierten manche mit banger Neugierde. Dynamische Meditation? Chaotisches Atmen, Toben, Schreien, Weinen, Lachen, Hüpfen…
„Die Dynamische Meditation ist das größte Geschenk, das Osho den gestressten Zivilisationsmenschen des 21. Jahrhunderts hinterlassen hat“, sagte ich.
„Ehrlich gesagt“, murrte Ulrike aus Lübeck, „habe ich ein bisschen Schiss davor.“ Verständnisvolles Gelächter. Es war jetzt klar, dass das Schweigeretreat kein idyllischer Wellness-Event sein würde. Wir mussten erst mal aus der Komfortzone austreten, um dann mit uns selbst zu experimentieren. Wer schweigt, wird unweigerlich auf sich zurückgeworfen. In der Stille begegnen wir unseren Ängsten, unseren Schwächen, unseren Illusionen. Dazu gehört Mut.
Aber schon am ersten Tag erlebten die Teilnehmer, was für ein ungeheures Potenzial im Schweigen steckt. Wenn es keine verbale Kommunikation gibt, verlagert sich der Austausch ganz von selbst auf die energetische Ebene. Ein kurzer Blick, eine kleine Geste, die Aura, die Ausstrahlung sind wichtiger als tausend Worte.
Alle hatten schon bald das Gefühl, dass sie sich auf dieser Ebene viel unmittelbarer und intensiver kennenlernten und näher kamen als mit Worten. Nicht reden heißt auch Kraft sparen. Die Kraft baut sich während des Retreats auf. Sie wird jeden Tag stärker. Man kann sie geradezu mit Händen greifen. Sie macht wach und lebendig, und schon bald mündet sie in ein überwältigendes Glücksgefühl.
Leider ging das alles an Hubert völlig vorbei. Ausgerechnet an Hubert, dem Jüngsten unter uns, Jurastudent aus Heidelberg. Gleich am Anfang hatte er in der Vorstellungsrunde gesagt, dass er ein Osho Lover sei und schon viele seiner Bücher gelesen habe. Trotzdem hatte er keinen leichten Start in der Gruppe.
WENN DAS SCHWEIGEN SCHWERFÄLLT
Er fiel auf, weil er immer wieder versuchte, andere Teilnehmer in Gespräche zu verwickeln. Die wollten sich aber lieber an die Spielregeln halten und ließen ihn abblitzen. Schließlich versuchte er in der Küche ein Gespräch mit der Köchin in Gang zu bringen. Aber auch die zeigte sieh nicht gesprächig. Zur Dynamischen Meditation kam er zu spät.
Am zweiten Tag war dann Schluss. Eine Teilnehmerin kam zu mir und flüsterte aufgeregt: „Hubert reist ab!“
Ich machte mich auf die Suche nach Hubert und fand ihn vor der Tür des Hauses im Mantel und mit gepacktem Koffer – abreisebereit.
„Du willst abreisen?“, fragte ich und spürte, dass er furchtbar aufgeregt war.
„Ich halte das nicht länger aus! Ich kann nicht mehr.“
„Was hältst Du nicht aus?“
„Das Schweigen, Mann! Das ist einfach zu viel für mich. Ich hin hier hergekommen, weil ich meditieren wollte. Auf Schweigen habe ich keinen Bock. Ich will mich austauschen mit anderen Menschen, die auch meditieren.
„Aber du wusstest doch, dass das ein Schweige-Retreat ist, oder?“
„Nee, das ist irgendwie an mir vorbeigegangen. Vielleicht habe ich es auch verdrängt. Jedenfalls habe ich mir das Retreat anders vorgestellt.“
„Wie denn?“
„Na, jedenfalls nicht so, dass man sieh gegenseitig anschweigt. Besonders bei den Mahlzeiten … diese bedrückende Stille. Es kommt mir so vor, als wenn meine Eltern nicht mehr mit mir reden.“
„Aha“, dachte ich, „jetzt wird es spannend.“
„Soll ich dir mal eine Erfahrung aus meinem eigenen Leben erzählen?“, fragte ich Hubert.
„Was denn?“, fragte er etwas irritiert zurück.
„Ich habe immer nur in schwierigen Situationen etwas dazugelernt. Wenn es mir gut ging, wenn ich auf der Erfolgswelle surfte, hatte ich keine Lust, etwas in meinem Leben zu verändern. Ich war schon Fünfzig, als ich endlich begriffen habe, dass ich mich aus der Komfortzone herausbewegen muss, wenn ich mich innerlich entwickeln will.“
Hubert winkte ab: „Da bin ich schon drüber raus. Und weißt du was? Ich bin der Neue Mensch! Ich meditiere wie Buddha und genieße wie Zorba. Ich mache grundsätzlich nur noch das, was mir Spaß macht!“
Ich nahm Hubert in den Arm und sagte: „Okay, Junge, dann wünsche ich dir viel Glück und eine gute Heimreise. Schade, dass du gehst. Komm wieder …!“
Donnerstag, 7. Januar 2010
Viele entlassene Guantanamo-Häftlinge unter Terror-Verdacht
Die Zahlen sind alarmierend und befeuern die Kritik an der von US-Präsident Obama versprochenen Schließung Guantanamos: Jeder fünfte aus dem Lager entlassene Gefangene steht laut einer neuen Statistik wieder unter Terrorverdacht - oder ist bereits rückfällig geworden.
mehr:
- Guantanamo – Immer mehr Ex-Häftlinge schließen sich Terrorgruppen an (SPON, 07.01.2010)
mein Kommentar:
Wundert sich einer?
Seltsame Logik: Erst werden sie weggesperrt, weil sie unter Terrorverdacht stehen, dann dürfen sie nicht wieder rausgelassen werden, weil sie Terroristen werden könnten.
"Pelzig hält sich" (vom 4. Dezember 2012) - ZDF (4/4) {15:23}
mehr:
- Guantanamo – Immer mehr Ex-Häftlinge schließen sich Terrorgruppen an (SPON, 07.01.2010)
mein Kommentar:
Wundert sich einer?
Seltsame Logik: Erst werden sie weggesperrt, weil sie unter Terrorverdacht stehen, dann dürfen sie nicht wieder rausgelassen werden, weil sie Terroristen werden könnten.
"Pelzig hält sich" (vom 4. Dezember 2012) - ZDF (4/4) {15:23}
WiSoLePo - Wissen Sozial Leute Politik
Am 06.12.2012 veröffentlicht
Die komplette Sendung vom 4. Dezember 2012.
Zu Gast:
Grünen-Politiker Fritz Kuhn,
Publizist und Fernsehmoderator Roger Willemsen
und
Klimaforscher Mojib Latif.
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitra...
Tags:
Talk Show Talkshow "Erwin Pelzig" "Frank Markus Barwasser" Sendung Gast Gäste Grünen Politiker "Fritz Kuhn" Publizist Fernsehmoderator "Roger Willemsen" Klimaforscher "Mojib Latif"
Die komplette Sendung vom 4. Dezember 2012.
Zu Gast:
Grünen-Politiker Fritz Kuhn,
Publizist und Fernsehmoderator Roger Willemsen
und
Klimaforscher Mojib Latif.
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitra...
Tags:
Talk Show Talkshow "Erwin Pelzig" "Frank Markus Barwasser" Sendung Gast Gäste Grünen Politiker "Fritz Kuhn" Publizist Fernsehmoderator "Roger Willemsen" Klimaforscher "Mojib Latif"
Mittwoch, 6. Januar 2010
Von was für Leuten werden wir regiert? – Tony Blair
Tony Blair und das irakische Öl
Die Gründe für den Irakkrieg haben Bush und Blair fabriziert, der ehemalige britische Regierungschef kann nun für den "Erfolg" kassieren und auch am irakischen Öl verdienen.
mehr bei Telepolis
Die Gründe für den Irakkrieg haben Bush und Blair fabriziert, der ehemalige britische Regierungschef kann nun für den "Erfolg" kassieren und auch am irakischen Öl verdienen.
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Dienstag, 22. Dezember 2009
Geburt Christi
Hättest du der Einfalt nicht, wie sollte
dir geschehn, was jetzt die Nacht erhellt?
Sieh’, der Gott, der über Völkern grollte,
macht sich mild und kommt in dir zur Welt.
Hast du dir ihn größer vorgestellt?
Was ist Größe? Quer durch alle Maße,
die er durchstreicht, geht sein grades Los.
Selbst ein Stern hat keine solche Straße.
Siehst du, diese Könige sind groß,
und sie schleppen dir vor deinen Schoß
Schätze, die sie für die größten halten,
und du staunst vielleicht bei dieser Gift –:
aber schau in deines Tuches Falten,
wie er jetzt schon alles übertrifft.
Aller Amber, den man weit verschifft,
jeder Goldschmuck und das Luftgewürze,
das sich grübend in die Sinne streut:
alles dieses war von rascher Kürze,
und am Ende hat man es bereut.
Aber (du wirst sehen): Er erfreut.
dir geschehn, was jetzt die Nacht erhellt?
Sieh’, der Gott, der über Völkern grollte,
macht sich mild und kommt in dir zur Welt.
Hast du dir ihn größer vorgestellt?
Was ist Größe? Quer durch alle Maße,
die er durchstreicht, geht sein grades Los.
Selbst ein Stern hat keine solche Straße.
Siehst du, diese Könige sind groß,
und sie schleppen dir vor deinen Schoß
Schätze, die sie für die größten halten,
und du staunst vielleicht bei dieser Gift –:
aber schau in deines Tuches Falten,
wie er jetzt schon alles übertrifft.
Aller Amber, den man weit verschifft,
jeder Goldschmuck und das Luftgewürze,
das sich grübend in die Sinne streut:
alles dieses war von rascher Kürze,
und am Ende hat man es bereut.
Aber (du wirst sehen): Er erfreut.
aus: Das Marien-Leben, 1912
Rainer Maria Rilke
Rainer Maria Rilke
Die drei dunklen Könige
von Wolfgang Borchert
Er tappte durch die dunkle Vorstadt. Die Häuser standen abgebrochen gegen den Himmel. Der Mond fehlte, und das Pflaster war erschrocken über den späten Schritt. Dann fand er eine alte Planke. Da trat er mit dem Fuß gegen, bis eine Latte morsch aufseufzte und losbrach. Das Holz roch mürbe und süß. Durch die dunkle Vorstadt tappte er zurück. Sterne waren nicht da.
Als er die Tür aufmachte (sie weinte dabei, die Tür), sahen ihm die blaßblauen Augen seiner Frau entgegn. Sie kamen aus einem müden Gesicht. Ihr Atem hing weiß im Zimmer, so kalt war es. Er beugte sein knochiges Knie und brach das Holz. Das Holz seufzte. Dann roch es mürbe und süß ringsum. Er hielt sich ein Stück davon unter die Nase. Riecht beinahe wie Kuchen, lachte er leise. Nicht, sagten die Augen der Frau, nicht lachen. Er schläft.
Der Mann legte das süße, mürbe Holz in den kleinen Blechofen. Da glomm es auf und warf eine Handvoll warmes Licht durch das Zimmer. Die fiel hell auf ein winziges rundes Gesicht und blieb einen Augenblick. Das Gesicht war erst eine Stunde alt, aber es hatte schon alles, was dazu gehört: Ohren, Nase, Mund und Augen. Die Augen mußten groß sein, das konnte man sehen, obgleich sie zu waren. Aber der Mund war offen, und es pustete leise daraus. Nase und Ohren waren rot. Er lebt, dachte die Mutter. Und das kleine Gesicht schlief.
Da sind noch Haferflocken, sagte der Mann. Ja, antwortete die Frau, das ist gut. Es ist kalt. Der Mann nahm noch von dem süßen, weichen Holz. Nun hat sie ihr Kind gekriegt und muß frieren, dachte er. Aber er hatte keinen, dem er dafür die Fäuste ins Gesicht schlagen konnte. Als er die Ofentür aufmachte, fiel wieder eine Handvoll Licht über das schlafende Gesicht. Die Frau sagte leise: Kuck, wie ein Heiligenschein, siehst du? Heiligenschein! dachte er, und er hatte keinen, dem er die Fäuste ins Gesicht schlagen konnte.
Dann waren welche an der Tür. Wir sahen das Licht, sagten sie, vom Fenster. Wir wollen uns zehn Minuten hinsetzten. Aber wir haben ein Kind, sagte der Mann zu ihnen. Da sagten sie nichts weiter, aber sie kamen doch ins Zimmer, stießen Nebel aus den Nasen und hoben die Füße hoch. Wir sind ganz leise, flüsterten sie und hoben die Füße hoch. Dann fiel das Licht auf sie. Drei waren es. In drei alten Uniformen. Einer hatte einen Pappkarton, einer einen Sack. Und der dritte hatte keine Hände. Erfroren, sagte er, und hielt die Stümpfe hoch. Dann drehte er dem Mann die Manteltaschen hin. Tabak war drin und dünnes Papier. Sie drehten Zigaretten. Aber die Frau sagte: Nicht, das Kind. Da gingen die vier vor die Tür, und ihre Zigaretten waren vier Punkte in der Nacht. Der eine hatte dicke umwickelte Füße. Er nahm ein Stück Holz aus einem Sack. Ein Esel, sagte er, ich habe sieben Monate daran geschnitzt. Für das Kind. Das sagte er und gab es dem Mann. Was ist mit den Füßen? fragte der Mann. Wasser, sagte der Eselschnitzer,, vom Hunger. Und der andere, der dritte? fragte der Mann und befühlte im Dunkeln den Esel. Der dritte zitterte in seiner Uniform: Oh, nichts, wisperte er, da sind nur die Nerven. Man hat eben zuviel Angst gehabt. Dann traten sie die Zigaretten aus und gingen wieder hinein.
Sie hoben die Füße hoch und sahen auf das kleine schlafende Gesicht. Der Zitternde nahm aus seinem Pappkarton zwei gelbe Bonbons und sagte dazu: Für die Frau sind die.
Die Frau machte die blassen Augen weit auf, als sie die drei Dunkeln über das gebeugt sah. Sie fürchtete sich. Aber da stemmte das Kind seine Beine gegen ihre Brust und schrie so kräftig, daß die drei Dunklen die Füße aufhoben und zur Tür schlichen. Hier nickten sie nochmal, dann stiegen sie in die Nacht hinein.
Der Mann sah ihnen nach. Sonderbare Heilige, sagte er zu seiner Frau. Dann machte er die Tür zu. Schöne Heilige sind das, brummte er, und sah nach den Haferflocken. Aber er hatte kein Gesicht für seine Fäuste.
Aber das Kind hat geschrien, flüsterte die Frau, ganz stark hat es geschrien. Da sind sie gegangen. Kuck mal, wie lebendig es ist, sagte sie stolz. Das Gesicht machte den Mund auf und schrie.
Weint er? fragte der Mann.
Nein, ich glaube, er lacht, antwortete die Frau.
Beinahe wie Kuchen, sagte der Mann und roch an dem Holz, wie Kuchen. Ganz süß.
Heute ist ja auch Weihnachten, sagte die Frau.
Ja, Weihnachten, brummte er, und vom Ofen her fiel eine Handvoll Licht auf das kleine schlafende Gesicht.
Als er die Tür aufmachte (sie weinte dabei, die Tür), sahen ihm die blaßblauen Augen seiner Frau entgegn. Sie kamen aus einem müden Gesicht. Ihr Atem hing weiß im Zimmer, so kalt war es. Er beugte sein knochiges Knie und brach das Holz. Das Holz seufzte. Dann roch es mürbe und süß ringsum. Er hielt sich ein Stück davon unter die Nase. Riecht beinahe wie Kuchen, lachte er leise. Nicht, sagten die Augen der Frau, nicht lachen. Er schläft.
Der Mann legte das süße, mürbe Holz in den kleinen Blechofen. Da glomm es auf und warf eine Handvoll warmes Licht durch das Zimmer. Die fiel hell auf ein winziges rundes Gesicht und blieb einen Augenblick. Das Gesicht war erst eine Stunde alt, aber es hatte schon alles, was dazu gehört: Ohren, Nase, Mund und Augen. Die Augen mußten groß sein, das konnte man sehen, obgleich sie zu waren. Aber der Mund war offen, und es pustete leise daraus. Nase und Ohren waren rot. Er lebt, dachte die Mutter. Und das kleine Gesicht schlief.
Da sind noch Haferflocken, sagte der Mann. Ja, antwortete die Frau, das ist gut. Es ist kalt. Der Mann nahm noch von dem süßen, weichen Holz. Nun hat sie ihr Kind gekriegt und muß frieren, dachte er. Aber er hatte keinen, dem er dafür die Fäuste ins Gesicht schlagen konnte. Als er die Ofentür aufmachte, fiel wieder eine Handvoll Licht über das schlafende Gesicht. Die Frau sagte leise: Kuck, wie ein Heiligenschein, siehst du? Heiligenschein! dachte er, und er hatte keinen, dem er die Fäuste ins Gesicht schlagen konnte.
Dann waren welche an der Tür. Wir sahen das Licht, sagten sie, vom Fenster. Wir wollen uns zehn Minuten hinsetzten. Aber wir haben ein Kind, sagte der Mann zu ihnen. Da sagten sie nichts weiter, aber sie kamen doch ins Zimmer, stießen Nebel aus den Nasen und hoben die Füße hoch. Wir sind ganz leise, flüsterten sie und hoben die Füße hoch. Dann fiel das Licht auf sie. Drei waren es. In drei alten Uniformen. Einer hatte einen Pappkarton, einer einen Sack. Und der dritte hatte keine Hände. Erfroren, sagte er, und hielt die Stümpfe hoch. Dann drehte er dem Mann die Manteltaschen hin. Tabak war drin und dünnes Papier. Sie drehten Zigaretten. Aber die Frau sagte: Nicht, das Kind. Da gingen die vier vor die Tür, und ihre Zigaretten waren vier Punkte in der Nacht. Der eine hatte dicke umwickelte Füße. Er nahm ein Stück Holz aus einem Sack. Ein Esel, sagte er, ich habe sieben Monate daran geschnitzt. Für das Kind. Das sagte er und gab es dem Mann. Was ist mit den Füßen? fragte der Mann. Wasser, sagte der Eselschnitzer,, vom Hunger. Und der andere, der dritte? fragte der Mann und befühlte im Dunkeln den Esel. Der dritte zitterte in seiner Uniform: Oh, nichts, wisperte er, da sind nur die Nerven. Man hat eben zuviel Angst gehabt. Dann traten sie die Zigaretten aus und gingen wieder hinein.
Sie hoben die Füße hoch und sahen auf das kleine schlafende Gesicht. Der Zitternde nahm aus seinem Pappkarton zwei gelbe Bonbons und sagte dazu: Für die Frau sind die.
Die Frau machte die blassen Augen weit auf, als sie die drei Dunkeln über das gebeugt sah. Sie fürchtete sich. Aber da stemmte das Kind seine Beine gegen ihre Brust und schrie so kräftig, daß die drei Dunklen die Füße aufhoben und zur Tür schlichen. Hier nickten sie nochmal, dann stiegen sie in die Nacht hinein.
Der Mann sah ihnen nach. Sonderbare Heilige, sagte er zu seiner Frau. Dann machte er die Tür zu. Schöne Heilige sind das, brummte er, und sah nach den Haferflocken. Aber er hatte kein Gesicht für seine Fäuste.
Aber das Kind hat geschrien, flüsterte die Frau, ganz stark hat es geschrien. Da sind sie gegangen. Kuck mal, wie lebendig es ist, sagte sie stolz. Das Gesicht machte den Mund auf und schrie.
Weint er? fragte der Mann.
Nein, ich glaube, er lacht, antwortete die Frau.
Beinahe wie Kuchen, sagte der Mann und roch an dem Holz, wie Kuchen. Ganz süß.
Heute ist ja auch Weihnachten, sagte die Frau.
Ja, Weihnachten, brummte er, und vom Ofen her fiel eine Handvoll Licht auf das kleine schlafende Gesicht.
Die Weihnachtsgans
von Marie Branowitzer-Rodler
In einem Vorort von Flensburg lebten in der hungrigen Zeit nach dem Krieg zwei nette alte Frauen. Damals war es noch bannig schwer, für Weihnachten einen Festbraten zu kriegen. Nun hatte aber eine der beiden Frauen die Möglichkeit, bei einem Bauern für Zeug eine magere aber springlebendige Gans umzutauschen. In einem Korb verpackt, brachte Fräulein Agathe das Tier nach Hause. Und sofort fingen sie und ihre Schwester an, auf die Gans aufzupassen und sie zu mästen.
Die beiden Frauen hatten eine Wohnung zur Miete im zweiten Stock. Und keiner im Haus wußte, daß in einer der Stuben der Schwestern ein Federvieh hauste, das verwöhnt, gefüttert und großzügig aufgezogen wurde. Agathe und Emma nahmen sich vor, keinem Menschen etwas davon zu sagen. Und das aus zwei Gründen: erstens gibt es neidische Leute, die sich keine Gans leisten konnten, und zweitens wollten die Frauen um nichts in der Welt die Gans, wenn sie dick und fett und fein gebraten ist, mit näheren Verwandten teilen. Darum hatten die beiden in den sechs Wochen bis zu dem 24. Dezember auch keinen Besuch mehr. Sie lebten nun bloß noch für die Gans.
Und so kam dann der Morgen des 23. Dezember heran. Es war ein klarer, feiner Wintertag. Die ahnungslose Gans stolzierte vergnügt herum – ihren Korb in der Küche nahe der Schlafstube der beiden Schwestern – und war ordentlich am Schnattern. Die beiden Frauen mochten sich nicht anschauen. Nicht, daß sie böse aufeinander waren, das natürlich nicht. Nein, nun war die Frage, wer die Gans schlachten sollte.
„Das tust du!“ sagte Agathe, stand vom Bett auf, zog sich schnell an, nahm den Kuhkopf-Korb, ließ ihre schimpfende Schwester stehen und ging aus der Wohnung. Was sollte unsere arme Emma tun? Diese knurrte vor sich hin und dachte, ob sie nicht ihren Nachbarn fragen sollte, die Gans um die Ecke zu bringen. Doch diesen Gedanken ließ sie wieder fallen, denn sonst hätte man in diesem Jahr auch einen großen Teil von der Gans abgeben müssen. Sie nahm sich ein Herz und machte sich an das greuliche Unternehmen, nicht ohne dabei lauthals zu heulen.
Als Agathe nach einer ganzen Zeit wieder nach Hause kam, lag die Gans auf dem Küchentisch und der lange Hals bummelte über die Tischkante. Er war bloß nicht zu sehen, dafür aber zwei alte nette Frauen, die sich heulend in den Armen lagen.
„Wie… wie… “, heulte Agathe los, „Wie hast du das bloß gemacht, Emma?“ „Mit… mit… VERONAL!“ heulte Emma. „Ich habe ein paar von deinen Schlaftabletten aufgelöst und in das Futter gegeben und nun ist sie … huhu … tot. Aber rupfen mußt du sie… huhu… “ Aber weder Emma noch Agathe konnten sich dazu entschließen. In der Küche stand der leere Korb, da war keine Gans mehr, die schnatternd „Guten Morgen“ sagte. Und so saßen die beiden eng umschlungen auf dem Sofa und heulten sich aus. Endlich nahm sich Agathe zusammen und fing an, den noch warmen Vogel zu rupfen. Eine Feder nach der anderen flog in den Papiersack, der von Emma festgehalten wurde. Und dann sagte Agathe: „Emma, du nimmst die Gans nun aus“, und ging in die Wohnstube, setzte sich auf das Sofa und heulte in das Kissen.
Emma lief ihrer Schwester nach und sagte einfach, daß könnte sie nicht tun. Daraufhin wurden sich die beiden einig, denn es war nun schon spät am Abend, das Unternehmen von der Gans auf den anderen Tag zu verschieben.
Emma lief ihrer Schwester nach und sagte einfach, daß könnte sie nicht tun. Daraufhin wurden sich die beiden einig, denn es war nun schon spät am Abend, das Unternehmen von der Gans auf den anderen Tag zu verschieben.Am nächsten Tag wurden Agathe und Emma in aller Frühe aus dem Schlaf gerissen. Mit einem Ruck saßen die beiden Frauen gleichzeitig senkrecht im Bett und schauten mit großen Augen nun auf die offene Küchentür. Und wer kam da hereinspaziert? Eine ulkige, leise schnatternde Gans, die am ganzen Leib zitterte und bebte!
Diese Geschichte ist tatsächlich wahr, aber das kommt noch besser. Als ich am Weihnachtsabend den beiden Frauen noch schnell ein kleines Päckchen bringen wollte, da kam mir doch wahrhaftig eine vergnügt schnatternde Gans entgegen, die ich aber bloß am Kopf erkennen konnte, denn das ganze Tier steckte in einem warmen Pullover, den die beiden Frauen in aller Eile für ihren Liebling zusammengestrickt hatten. Diese Pullover-Gans hat noch sieben Jahre gelebt und ist dann eines natürlichen Todes gestorben.
Donnerstag, 17. Dezember 2009
David hackt Goliath
Dienstag, 15. Dezember 2009
Jedes Jahr mehr?
1973 – der erste Bericht des Club of Rome war noch nicht so alt (»Grenzen des Wachstums«), sagte mir ein Mit-Unterprimaner: »Das Problem ist ja nicht nur, daß es immer mehr sein muß. Es muß immer mehr mehr sein.«
mehr bei Telepolis
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Donnerstag, 10. Dezember 2009
Deutsche und die Medizin
18 Arztkontakte pro Jahr hat durchschnittlich jeder Deutsche. Damit sind wir Weltmeister (der europäische Durchschnitt liegt unter der Hälfte dieser Zahl!). Wir haben die kürzesten Kontaktzeiten zwischen Arzt und Patient (30% unter dem europäischen Durchschnitt). Fast die Hälfte unserer Bevölkerung hat mindestens eine chronische Erkrankung, 70% sind es bei den über 70-Jährigen. 56% der chronisch Kranken nehmen fünf und mehr Medikamente.
aus einem Rundschreiben des Deutschen Hausärzteverbandes
Montag, 7. Dezember 2009
RSS-Ticker, ein nützliches Firefox-AddOn
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Mit ein bißchen Gefummel wird man es wohl auch in anderen Browsern unterbringen können, das Internet hat da ja viele Infos.
Freitag, 4. Dezember 2009
DIAGNOSTIK – Das Bauchgefühl der Hausärzte
Erfahrene Hausärzte haben ein Gespür dafür, wie ernst es um ihre Patienten steht. Auch wenn die Diagnose noch gar nicht gestellt ist. Mit diesem „Bauchgefühl“ der Hausärzte haben sich jetzt Forscher der Universität Maastricht, Niederlande, näher beschäftigt. Demnach können bei Allgemeinärzten einerseits Alarmglocken schrillen, obwohl es noch keinen gesicherten Hinweis auf eine ernsthafte Erkrankung gibt. In diesen Fällen wird der Arzt eine besonders umfassende Diagnostik einleiten, um nichts zu übersehen. Es gibt aber auch Fälle, in denen das Bauchgefühl dem Hausarzt signalisiert, dass keine akute Gefahr besteht, obwohl die Diagnose noch nicht bekannt ist. In weiteren Studien wollen die Niederländer herausfinden, wie zuverlässig das Bauchgefühl arbeitet, wie es sich diagnostisch nutzen lässt und welche Faktoren dieses besondere hausärztliche Gespür beeinflussen.
BMC Family Practice, 2009; (in press)
BMC Family Practice, 2009; (in press)
MMW-Forschritte in der Medizin Nr. 39/2009
CHRONISCHE SCHMERZEN – Schulter unter Beschuss
Bei chronischen Schulterschmerzen sind Bewegungsübungen sinnvoller als eine Schockwellen-Therapie. In einer Studie mit 104 Patienten mit Schulterbeschwerden seit mindestens drei Monaten verglichen Wissenschaftler aus Oslo beide Methoden. Nach 18 Wochen berichteten 64% der Patienten, die wöchentlich zweimal an krankengymnastischen Übungen teilgenommen hatten, über eine Besserung ihrer Beschwerden. In der Gruppe der Patienten, die einmal wöchentlich eine extrakorporale Schockwellentherapie erhalten hatten, war es nur jeder Dritte.
BMJ vom 16.9.2009
BMJ vom 16.9.2009
MMW-Forschritte in der Medizin Nr. 39/2009
INFEKTIONSGEFAHR? – Der Duschkopf als Bakterienschleuder
Bakterien scheinen in Duschköpfen ein ideales Biotop vorzufinden: Forscher von der University of Colorado stellten bei der Untersuchung von Duschen in neun US-Großstädten teils bedenkliche Konzentrationen verschiedener opportunistischer Erreger fest. Mithilfe von Gensonden wurde u. a. mehrfach Mycobacterium avium gefunden, ein Erreger von atypischen Lungenentzündungen. Die Bakterien-Konzentrationen in den Duschköpfen waren mehr als hundertfach höher als im Leitungswasser. Die Autoren schließen ein Gesundheitsrisiko für Patienten mit Immunschwäche oder Atemwegserkrankungen nicht aus.PNAS 2009, doi: 10.1073/pnas.0908446106
MMW-Forschritte in der Medizin Nr. 39/2009
ARZNEIVERORDNUNGS-REPORT 2009 – Warum steigen die Ausgaben immer noch?
Obwohl die Zahl der Verordnungen nur geringfügig zugenommen hat, hat die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) 2008 5,3% mehr für Arzneimittel ausgegeben als im Vorjahr. Damit liegen die Arzneimittelkosten 5 Mrd. Euro über den Kosten für ärztliche Behandlung. Der Ausgabenanstieg 2008 erklärt sich vor allem durch einige wenige kostenintensive Arzneimittelgruppen: Angiotensinhemmstoffe (+113 Mio.), Antidiabetika (+125 Mio., Immuntherapeutika (+429 Mb.) und Tumortherapeutika (+235 Mio.). Dies macht 6% des Kostenanstiegs von 1,4 Mrd. Euro aus.
Arzneiverordnungs-Report 2009, Springer-Verlag Berlin Heidelberg
Arzneiverordnungs-Report 2009, Springer-Verlag Berlin HeidelbergMMW-Forschritte in der Medizin Nr. 39/2009
Multitasking – Nein danke!
Kostenloser PDF-Download bei Schattauer
Zitat:
»Multitasker haben größere Schwierigkeiten, irrelevante Reize aus der Umgebung oder aus ihrem Gedächtnis zu ignorieren sowie einer irrelevanten Aufgabe nicht nachzugehen.«
Zitat:
»Multitasker haben größere Schwierigkeiten, irrelevante Reize aus der Umgebung oder aus ihrem Gedächtnis zu ignorieren sowie einer irrelevanten Aufgabe nicht nachzugehen.«
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