Sonntag, 7. Oktober 2012

Vor 43 Jahren – Reflections of my Life wird veröffentlicht


The Marmalade - Reflections Of My Life [3:53] (Text)


Reflections of My Life war ein Hit der schottischen Popgruppe The Marmalade. Die Hit Single wurde im Herbst 1969 veröffentlicht und war weltweit in den Charts. Der Song erreichte den 3. Platz der Britischen Singlecharts, Platz 10 der US Billboard Hot 100 und war in Deutschland auf Platz 20 der Charts. Bis November 1971 verkaufte sich der Titel 1 Million mal, bis heute erreichte Reflections of My Life einen Umsatz von mehr als 2 Millionen Stück.

Freitag, 5. Oktober 2012

Heute vor 60 Jahren – 5. Oktober 1962: Der erste James-Bond-Film kommt ins Kino


»Mein Name ist Bond, James Bond.«
Heute vor 50 jahren, am 5. Oktober 1962, begann mit dem Streifen »James Bond jagt Dr. No« die Geschichte der erfolgreichsten Kino­filmserie aller Zeiten. Die Figur des genialen und mit allen Wassern gewaschenen britischen Geheimagenten avancierte zur Ikone, der Name des coolen Helden wurde sprichwörtlich. Die Rolle des James Bond spielen zu dürfen, war und ist für viele Schauspieler ein Traum, nachdem der Schotte Sean Connery als Geheimagent 007 weltbe­rühmt geworden war. Erdacht hat die Figur der englische Schriftstel­ler lan Fleming, der während des Kriegs selbst im Geheimdienst tätig war und 1953 den ersten Bond-Roman vorlegte.
Plakat zum ersten James-Bond-Film, 1962
Viele Details und Merkmale der Bond­-Filme sind seit der Premiere 1962 beibe­halten worden. Die Filmmusik und die Er­öffnungssequenz, die Rolle eines attraktiven Bond-Girls als Gespielin, schnelle, technisch raffinierte Fahrzeuge, ein äußerst gefährlicher Gegenspieler, heiße Verfolgungsfahrten, auf­wendige Stunts und exotische Schauplätze. Ein offensichtlich erfolg­reicher Mix: Die 25 Filme lockten weltweit über 8 Mrd. Menschen in die Kinos.

Frühe Bond-Filme
·    1963: Liebesgrüße aus Moskau
·    1964: Goldfinger
·    1965: Feuerball
·    1967: Man lebt nur zweimal
·    1969: Im Geheimdienst Ihrer Majestät 
Brockhaus - Abenteuer Geschichte 2012 

Mittwoch, 3. Oktober 2012

Idar-Oberstein in alten Ansichten

Einleitung

Schon die Römer zählten den oberen Naheraum zu ihrem Reich, obschon sie nur eine kleine Oberschicht im Vergleich zur Urbevölkerung darstellten, deren vorgeschichtliche Siedlungen an verschiedenen Stellen des heutigen Stadtgebietes lagen. Bedeutung für diese Bevölkerung der vorrömischen Zeit hatten die von den Kelten angelegten Fliehburgen am Rand des Hochwaldes. Zeugnisse der Urbevölkerung sind erhalten, so eine Badeanlage unter der Kirche in Heiligenbösch. Im 8. Jahrhundert sind mit dem Christentum die ersten, wohl hölzernen Kirchen in unserer Gegend gebaut worden.

Der erste Ritter von (Ober)Stein wird 1075 erwähnt. Doch wohnte er noch am Fuße des Felsens, denn das Alte und Neue Schloß errichtete sein Geschlecht erst 100 beziehungsweise 250 Jahre später und beherrschte von dort die kleine reichsfreie Herrschaft Oberstein. Bis 1418 erwarben die Grafen den Idarbann, das Bollenbachtal und die südlich gelegenen Winterhauchwaldungen hinzu. Schon 1277 wird erstmals das Dorf ›unter Stein‹ genannt, und 1346 wurde ihm sogar Frankfurter Stadtrecht verliehen. In einem Sammelprivileg, das Karl IV. für das Bistum Trier erteilte, war auch Oberstein aufgeführt. Später erscheint es zweifelhaft, ob das alte Stadtrecht aufrechterhalten geblieben ist.

Idar wird auch in alten Urkunden als Flecken bezeichnet. Obwohl ein Jahrhundert später als Oberstein erstmals erwähnt, wird es von Gelehrten für die ältere Siedlung gehalten. Dort war auch die Kirche, wohin die gesamte Umgebung mit Oberstein eingepfarrt war. In den folgenden Jahrhunderten lösten sich die Herrschaften in bunter Erbfolge ab. Es wurde viel gestritten und oft mit Waffen gedroht. Wichtigere Erscheinung war aber das im 16. Jahrhundert aufkommende Schleifen von Edelsteinen und 1609 wurde sogar eine erste Zunftordnung für Achatschleifer erlassen, womit Graf Philipp Franz von Daun-Oberstein eine Verschleppung des Gewerbes in andere Gegenden verhinderte. Ende des 18. Jahrhunderts löste sich nach dem Tod des Grafen Christian Carl Reinhard die Herrschaft Oberstein in verschiedene Teile auf. Der Idarbach wurde Staatsgrenze zwischen kurtrierischem Gebiet östlich und dem westlich angrenzenden badischen Land. 1796 wurde das linke Rheinufer Frankreich zugesprochen und damit war auch das Schicksal Obersteins vom westlichen Nachbarn abhängig. Es kam zum Saardepartement.

Im Zusammenhang mit dem Wiener Kongreß gelangte das Birkenfelder Gebiet an das Herzogtum Oldenburg. Es entstand das Fürstentum Birkenfeld mit der Amtsstadt Oberstein, deren Bezirk die Bürgermeistereien Oberstein, Fischbach und Herrstein bildeten. 1937 kam dieser Landesteil zu Preußen und bildete zusammen mit dem Restkreis St. Wendel-Baumholder den Landkreis Birkenfeld. Noch unter oldenburgischer Herrschaft wurden Oberstein und Idar durch Gesetz vom 22. September 1933 zur Stadtgemeinde IdarOberstein vereinigt, zu der 1969 neun Gemeinden (Enzweiler, Hammerstein, Göttschied, Regulshausen, Nahbollenbach, Mittelbollenbach, Kirchenbollenbach, Weierbach und Georgweierbach) im Rahmen der großen Verwaltungsreform in Rheinland-Pfalz hinzugeschlagen wurden.

Die damit eingeläutete ›Neue Zeit‹ ist auch den Jüngeren unter uns bekannt. Nicht aber das Stadtbild, das sich den alteingesessenen Bürgern Idar-Obersteins in den Jahren vor und nach der Jahrhundertwende bis hin zu den dreißiger Jahren bot. Die Erinnerung hieran soll mit diesem Büchlein wachgerufen und in die kommenden Jahrzehnte hinein erhalten werden. Viele Ereignisse längst vergangener Generationen werden im Zusammenhang mit den fotografischen Reminiszenzen wieder wach und veranlassen vielleicht den einen oder anderen jungen Idar-Obersteiner sich einmal mit der Geschichte seiner eigenen Familie zu befassen.



1. Beginnen wir mit drei historischen Bilddokumenten unserer Stadt. Hier sind der bekannte Stich des Matthaeus Merian aus seiner ›Topographia Palatinatus Rheni‹ aus der Zeit um 1645, ›Schloß und Stättlein Oberstein‹ sowie eine Zeichnung des bekannten Zeichenlehrers Wiesner ›Idar um 1860‹ zu nennen. Die dritte Zeichnung läßt viel ›malerische Freiheit‹ erkennen, gibt aber dennoch einen Eindruck über die ungefährte Lage des Stadtteils Oberstein. Die drei Dokumente lassen den fast kaum noch vorstellbaren Weg deutlich werden, den unsere Stadt in rund dreieinhalb Jahrhunderten zurückgelegt hat.

2. Von historischem Wert ist auch der gotische Flügelaltar der Felsenkirche. Er wurde von einem als ›Meister des Obersteiner Altars‹ bekannten Künstler um 1410 am Mittelrhein geschaffen. 













3. Der Marktplatz Oberstein um 1890 mit Blick auf die alte Gasse und die Felsenkirche in ihrer ursprünglichen Form. Sie wurde Ende der zwanziger Jahre renoviert und erhielt einen abgeänderten Turm.

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Schloss Oberstein 2015 [3:06]
Veröffentlicht am 06.08.2015
Aufnahmen vom Schlossweiher und Schloss Oberstein
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Dienstag, 2. Oktober 2012

Heute vor 825 Jahren – 2. Oktober 1187: Saladin erobert Jerusalem


Wem gehört die Heilige Stadt?

Als erfolgreicher Gegenspieler der Kreuzritter wurde Saladin (1138-1193), der mächtigste muslimische Herrscher seiner Zeit, zum Helden der islamischen Welt. Im Juli 1187 hatte er in der Schlacht bei Hattin am See Genezareth, der wahrscheinlich größten Schlacht der Kreuzzüge, das Heer der Kreuzfahrer vernichtend geschlagen, in einer großzügigen Geste aber hatte er den meisten Rittern Leben und Freiheit geschenkt.
Die Übergabe der Stadtschlüssel Jerusalems an Saladin, Buchmalerei, 15. Jh.
Nach dem glänzenden Sieg von Hattin war der Weg bereitet für die Rückeroberung von Jerusalem, die für ihn kaum strategische, aber umso mehr symbolische Bedeutung hatte. Nach kurzer Belagerung ergaben sich die Verteidiger kampflos und überreichten Saladin
Am 2. Oktober 1187, heute vor 825 jahren, die Schlüssel der Stadt. Die wohlhabenden Christen konnten sich freikaufen. jenen, die das Kopfgeld nicht bezahlen konnten, stand eigentlich die Versklavung bevor, doch der muslimische Sieger ließ die meisten ziehen. Da solch ritterliches Verhalten in der Zeit der Kreuzzüge eine große Ausnahme war, genoss Saladin, der »edle Heide«, auch im Abendland großen Respekt als weiser, gerechter Herrscher.

Was am 2. Oktober noch geschah:
1993: In Moskau findet ein Putschversuch gegen Präsident Boris Jelzin statt.
Brockhaus – Abenteuer Geschichte 2012