Die Psychologie betreffenden Posts habe ich in »Roths Psychoblog« eingestellt. Eine Liste der Musikvideos findet sich unter »Tornado’s Music Favourites« (siehe unter »Links«). Das Posten eines Videos schließt das Hinzufügen des Infotextes mit ein. (Ich bemühe mich, offensichtliche Werbung wegzulassen) Dieser gibt also nicht notwendigerweise meine Meinung wieder! Das verwendete Bild stammt aus Bob Dylan’s Video »Jokerman«. Ich speichere keine Daten!
The Marmalade - Reflections Of My Life [3:53] (Text) Reflections of My Life war ein Hit der schottischen Popgruppe The Marmalade. Die Hit Single wurde im Herbst 1969 veröffentlicht und war weltweit in den Charts. Der Song erreichte den 3. Platz der Britischen Singlecharts, Platz 10 der US Billboard Hot 100 und war in Deutschland auf Platz 20 der Charts. Bis November 1971 verkaufte sich der Titel 1 Million mal, bis heute erreichte Reflections of My Life einen Umsatz von mehr als 2 Millionen Stück.
Heute vor 50 jahren, am 5. Oktober 1962, begann mit dem Streifen »James Bond jagt
Dr. No« die Geschichte der erfolgreichsten Kinofilmserie aller
Zeiten. Die Figur des genialen und mit allen Wassern
gewaschenen britischen Geheimagenten avancierte zur
Ikone, der Name des coolen Helden wurde sprichwörtlich. Die
Rolle des James
Bond spielen zu dürfen, war
und ist für viele Schauspieler ein Traum, nachdem der Schotte Sean
Connery als Geheimagent 007 weltberühmt geworden war. Erdacht hat die Figur der
englische Schriftsteller lan Fleming, der während des Kriegs selbst im Geheimdienst
tätig war und 1953 den ersten Bond-Roman vorlegte.
Plakat zum ersten James-Bond-Film, 1962
Viele Details und Merkmale der Bond-Filme sind
seit der Premiere 1962 beibehalten worden. Die
Filmmusik und die Eröffnungssequenz, die Rolle
eines attraktiven Bond-Girls als Gespielin, schnelle,
technisch raffinierte Fahrzeuge,
ein äußerst gefährlicher Gegenspieler, heiße Verfolgungsfahrten, aufwendige Stunts und exotische Schauplätze. Ein offensichtlich erfolgreicher Mix: Die 25 Filme
lockten weltweit
über 8 Mrd. Menschen in die Kinos.
Schon die Römer zählten den oberen Naheraum zu ihrem Reich,
obschon sie nur eine kleine Oberschicht im Vergleich zur Urbevölkerung
darstellten, deren vorgeschichtliche Siedlungen an verschiedenen
Stellen des heutigen Stadtgebietes lagen. Bedeutung für diese
Bevölkerung der vorrömischen Zeit hatten die von den Kelten
angelegten Fliehburgen am Rand des Hochwaldes. Zeugnisse der
Urbevölkerung sind erhalten, so eine Badeanlage unter der Kirche in Heiligenbösch. Im 8. Jahrhundert sind mit dem Christentum die ersten,
wohl hölzernen Kirchen in unserer Gegend gebaut worden.
Der erste Ritter von (Ober)Stein wird 1075 erwähnt. Doch wohnte er
noch am Fuße des Felsens, denn das Alte und Neue Schloß errichtete
sein Geschlecht erst 100 beziehungsweise 250 Jahre später und
beherrschte von dort die kleine reichsfreie Herrschaft Oberstein. Bis
1418 erwarben die Grafen den Idarbann, das Bollenbachtal und die
südlich gelegenen Winterhauchwaldungen hinzu. Schon 1277 wird
erstmals das
Dorf ›unter Stein‹ genannt, und 1346 wurde ihm sogar Frankfurter
Stadtrecht verliehen. In einem Sammelprivileg, das Karl IV. für das
Bistum Trier erteilte, war auch Oberstein aufgeführt. Später erscheint
es zweifelhaft, ob das alte Stadtrecht aufrechterhalten geblieben ist.
Idar wird auch in alten Urkunden als Flecken bezeichnet. Obwohl ein
Jahrhundert später als Oberstein erstmals erwähnt, wird es von
Gelehrten für die ältere Siedlung gehalten. Dort war auch die Kirche,
wohin die gesamte Umgebung mit Oberstein eingepfarrt war. In den
folgenden Jahrhunderten lösten sich die Herrschaften in bunter
Erbfolge ab. Es wurde viel gestritten und oft mit Waffen gedroht.
Wichtigere Erscheinung war aber das im 16. Jahrhundert aufkommende
Schleifen von Edelsteinen und 1609 wurde sogar eine erste
Zunftordnung für Achatschleifer erlassen, womit Graf Philipp Franz von
Daun-Oberstein eine Verschleppung des Gewerbes in andere
Gegenden verhinderte. Ende des 18. Jahrhunderts löste sich nach dem Tod des Grafen Christian Carl Reinhard die Herrschaft Oberstein in
verschiedene Teile auf. Der Idarbach wurde Staatsgrenze zwischen
kurtrierischem Gebiet östlich und dem westlich angrenzenden
badischen Land. 1796 wurde das linke Rheinufer Frankreich
zugesprochen und damit war auch das Schicksal Obersteins vom
westlichen Nachbarn abhängig. Es kam zum Saardepartement.
Im Zusammenhang mit dem Wiener Kongreß gelangte das Birkenfelder
Gebiet an das Herzogtum Oldenburg. Es entstand das Fürstentum
Birkenfeld mit der Amtsstadt Oberstein, deren Bezirk die
Bürgermeistereien Oberstein, Fischbach und Herrstein bildeten. 1937
kam dieser Landesteil zu Preußen und bildete zusammen mit dem
Restkreis St. Wendel-Baumholder den Landkreis Birkenfeld. Noch unter
oldenburgischer Herrschaft wurden Oberstein und Idar durch Gesetz
vom 22. September 1933 zur Stadtgemeinde IdarOberstein vereinigt,
zu der 1969 neun Gemeinden (Enzweiler, Hammerstein, Göttschied,
Regulshausen,
Nahbollenbach, Mittelbollenbach, Kirchenbollenbach, Weierbach und
Georgweierbach) im Rahmen der großen Verwaltungsreform in
Rheinland-Pfalz hinzugeschlagen wurden.
Die damit eingeläutete ›Neue Zeit‹ ist auch den Jüngeren unter uns
bekannt. Nicht aber das Stadtbild, das sich den alteingesessenen
Bürgern Idar-Obersteins in den Jahren vor und nach der
Jahrhundertwende bis hin zu den dreißiger Jahren bot.
Die Erinnerung hieran soll mit diesem Büchlein wachgerufen und in die
kommenden Jahrzehnte hinein erhalten werden. Viele Ereignisse längst
vergangener Generationen werden im Zusammenhang mit den
fotografischen Reminiszenzen wieder wach und veranlassen vielleicht
den einen oder anderen jungen Idar-Obersteiner sich einmal mit der
Geschichte seiner eigenen Familie zu befassen.
1. Beginnen wir mit drei historischen Bilddokumenten unserer Stadt. Hier
sind der bekannte Stich des Matthaeus Merian aus seiner ›Topographia Palatinatus Rheni‹ aus der Zeit um 1645, ›Schloß und Stättlein Oberstein‹
sowie eine Zeichnung des bekannten Zeichenlehrers Wiesner ›Idar um
1860‹ zu nennen. Die dritte Zeichnung läßt viel ›malerische Freiheit‹
erkennen, gibt aber dennoch einen Eindruck über die ungefährte Lage des
Stadtteils Oberstein. Die drei Dokumente lassen den fast kaum noch
vorstellbaren Weg deutlich werden, den unsere Stadt in rund dreieinhalb
Jahrhunderten
zurückgelegt hat.
2. Von historischem Wert ist auch der gotische Flügelaltar der Felsenkirche. Er wurde von einem als ›Meister des Obersteiner Altars‹ bekannten Künstler um 1410 am Mittelrhein geschaffen.
3. Der Marktplatz Oberstein um 1890 mit Blick auf die alte Gasse und die Felsenkirche in ihrer ursprünglichen Form. Sie wurde Ende der zwanziger Jahre renoviert und erhielt einen abgeänderten Turm.
Als erfolgreicher Gegenspieler der
Kreuzritter wurde Saladin
(1138-1193), der mächtigste muslimische Herrscher seiner Zeit, zum Helden der islamischen Welt. Im Juli 1187 hatte er in der Schlacht bei Hattin am See Genezareth, der wahrscheinlich größten Schlacht der Kreuzzüge, das Heer der Kreuzfahrer
vernichtend geschlagen, in einer großzügigen Geste aber hatte er den meisten Rittern Leben und
Freiheit
geschenkt.
Die Übergabe der Stadtschlüssel Jerusalems an Saladin, Buchmalerei, 15. Jh.
Nach dem glänzenden Sieg von Hattin war der Weg bereitet für die Rückeroberung von Jerusalem, die für ihn
kaum strategische, aber umso
mehr symbolische Bedeutung hatte. Nach kurzer
Belagerung ergaben sich
die Verteidiger kampflos und überreichten Saladin
Am 2. Oktober 1187, heute
vor 825 jahren, die Schlüssel
der Stadt. Die wohlhabenden Christen konnten sich freikaufen. jenen, die das Kopfgeld nicht bezahlen konnten, stand eigentlich die Versklavung bevor, doch
der muslimische Sieger ließ die meisten ziehen. Da solch ritterliches Verhalten in der
Zeit der Kreuzzüge eine große
Ausnahme war, genoss Saladin, der »edle Heide«, auch im Abendland großen Respekt als weiser, gerechter Herrscher.
[…] Ich habe gar nichts gegen die Menge; Doch kommt sie einmal ins Gedränge, So ruft sie, um den Teufel zu bannen, Gewiß die Schelme, die Tyrannen. […] Was ich sagen wollt, Verbietet mir keine Zensur! Sagt verständig immer nur, Was jedem frommt, Was ihr und andere sollt; Da kommt, Ich versichr’ euch, so viel zur Sprache, Was uns beschäftigt auf lange Tage.
O Freiheit süß der Presse! Nun sind wir endlich froh; Sie pocht von Messe zu Messe In dulci jubilo. Kommt, laßt uns alles drucken Und walten für und für; Nur sollte keiner mucken, Der nicht so denkt wie wir.
Was euch die heilige Preßfreiheit Für Frommen, Vorteil und Früchte beut? Davon habt ihr gewisse Erscheinung: Tiefe Verachtung öffentlicher Meinung. […] Nichts schmerzlicher kann den Menschen geschehn, Als das Absurde verkörpert zu sehn.
Dummes Zeug kann man viel reden, Kann es auch schreiben, Wird weder Leib noch Seele töten, Es wird alles beim alten bleiben.
Dummes aber, vors Auge gestellt, Hat ein magisches Recht; Weil es die Sinne gefesselt hält, Bleibt der Geist ein Knecht. […] Das Tüchtige, und wenn auch falsch, Wirkt Tag für Tag, von Haus zu Haus; Das Tüchtige, wenn’s wahrhaft ist, Wirkt über alle Zeiten hinaus.
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