Donnerstag, 4. September 2008

Was auf uns zukommt

Während die Chinesen noch ihren Glücksrausch nach den gelungen Olympischen Spielen ausschlafen, man sich in Tibet jetzt voll auf die anstehenden Säuberungen konzentrieren kann, der Dalai Lama im Krankenhaus liegt, die EU über Sanktionen gegen die bösen Russen streitet und Deutschland erstmals seine Armen zählt und überlegt, wieviel man zum Leben braucht, gewinnen die amerikanischen Präsidentschaftskandidaten mehr an Kontur.

Barack Obamas Krönungsshow in Denver kostete 60 Millionen Dollar. Er fordert schon seit Monaten mehr deutsche Soldaten in Afghanistan. Jetzt bezieht er Prügel von deutschen Politikern, die es nicht einsehen, daß wir uns am Hindukusch die Hände dreckig machen und in Amerika dafür die Steuern gesenkt werden können. Sogar dem CSU-Vorsitzenden Erwin Huber ist was dazu eingefallen: „Mehr deutsche Soldaten nach Afghanistan für Steuersenkungen in Amerika ist eine abwegige Idee." Inzwischen haben auch sogar schon einige Obamas Buch gelesen: In „Audacy of Hope" aus dem Jahr 2006 schreibt er: „Obwohl mir alle Belege zeigen, dass die Todesstrafe nur wenig tut, um Verbrechen zu verhindern, glaube ich, dass es einige Verbrechen gibt – mehrfachen Mord, die Vergewaltigung und Tötung von Kindern –, die so schändlich sind, so völlig inakzeptabel, dass die Gesellschaft das Recht hat, ihre Empörung mit der Todesstrafe voll zum Ausdruck zu bringen.“ Der Oberste Gerichtshof befand im Juni 2008 solche Strafen als nicht rechtens. Obama lehnt das Urteil jedoch ab und John McCain ist empört.

Kommen wir damit also zu den Republikanern: Die Kandidatin für das Amt des Vizepräsidenten Sarah Palin ist die erste weibliche Gouverneurin von Alaska und gesellschaftspolitisch konservativ. Sie ist Mitglied bei Feminists for Life of America, die sich als strikte Abtreibungsgegner positionieren, auch bei Vergewaltigungsopfern und Inzestschwangerschaften. Sie lehnt sexuelle Aufklärung im Schulunterricht ab und spricht sich stattdessen für Programme zur Förderung der sexuellen Enthaltsamkeit bei Jugendlichen aus. Sie ist ferner Mitglied der National Rifle Association, Befürworterin der Todesstrafe und lehnt gleichgeschlechtliche Ehen ab. Zugleich hat sie auch einen Ruf als Reformerin und konsequente Korruptionsbekämpferin. Sie sprach sich dagegen aus, Intelligent Design neben der Evolutionstheorie in den Lehrplan aufzunehmen.
Außenpolitisch gilt sie als unerfahren, bezeichnete aber im Juni 2008 während eines Gottesdienstes öffentlich den Irakkrieg als Gottes Wille. (aus Wikipedia)
Auch beim österreichischen Standard gibt es eine Zusammenfassung ihrer politischen Positionen.
Aus dem englischen Wikipedia: FFL describes its broader vision as opposition to all forms of violence, considered as "inconsistent with the core feminist principles of justice, nonviolence and nondiscrimination" including the death penalty, assisted suicide, euthanasia, infanticide, and child abuse. FFL does not take an official stance on contraception but they do seek a traditional feminist goal of equality in the workplace."
Mit Widersprüchen scheint die Frau keine Probleme zu haben.
Daß ihre 17-jährige Tochter schwanger ist, ist ja inzwischen – wie auch einige andere Dinge aus ihrem Leben – genüßlich breitgetreten worden.
(Was lernen wir daraus: Schwanger werden kann man auch ohne Aufklärung im Unterricht.)

Hinter soviel Gestöber tritt John McCain in den Hintergrund. Ein Freund von ihm, der mit ihm in nordvietnamesischer Kriegsgefangenschaft war, George "Bud" Day, 83 und höchstdekorierter noch lebender Amerikaner erzählt Beeindruckendes.

Noch ein kurzer Blick auf Arnie, der wohl zu den übernächsten Wahlen antreten wird: Transfette verboten.

Und zuletzt müßt Ihr Euch unbedingt noch eine Frau genau ansehen: Wow!

Hält sich bei Auftritten ihres Mannes stets im Hintergrund: Cindy McCain

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