Montag, 25. Mai 2009

Schröpfen gegen das Karpaltunnelsyndrom

Schröpfkopfmassage, unblutig. Mit der blutigen Variante, bei der vor dem Aufsetzen der Schröpfköpfe die Haut leicht angeritzt wird, kann bei Karpaltunnelsyndrom geholfen werden.















Die Wirksamkeit des blutigen Schröpfens beim Karpaltunnelsyndrom konnte erstmals belegt werden. Häufig ist die Brachialgie mit Nacken- und Schulterschmerzen assoziiert. Forscher der Universitat Essen haben sich diese Verbindung zwischen Handgelenk und Schulter zunutze gemacht. In einer randomisierten kontrollierten Therapiestudie wurden 52 Brachialgiepatienten in zwei Gruppen unterteilt Eine Gruppe wurde im Schulterbereich blutig geschröpft – dabei werden die Schröpfköpfe an Hautstellen angesetzt, die zuvor mit einer kleinen Kanüle oder Lanzette eingeritzt wurden –, die Kontrollgruppe bekam eine Wärmetherapie. Nach sieben Tagen gingen die Beschwerden (Schmerzen in Schulter und Hand, Kribbeln, Taubheitsgefühl) der Schröpfgruppe um 60 Prozent zurück, in der Kontrollgruppe nur um 23 Prozent. Der Wirkmechanismus basiert vermutlich auf dem Prinzip der Reflexzonen. Das Schröpfen fördert die Durchblutung und muskuläre Spannungslösung in einem bestimmten Areal – hier im Schulterdreieck. Dies wiederum habe günstige reflektorische Effekte auf den betroffenen Nerv, so die Naturmediziner.
aus Der Kassenarzt Nr./2009

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen