Montag, 16. Juli 2012

Ärzte verdienen…


Sehr geehrte Damen und Herren,
zu Ihrer Information erhalten Sie unten stehend einen Leserbrief von Herrn Dr. Bernd Lücke, den er zu einem Artikel aus der Welt zum Thema „Ärzte verdienen 5500 Euro netto“ (http://www.welt.de/wirtschaft/article107927076/Aerzte-verdienen-netto-5500-Euro-im-Monat.html) geschrieben hat und der am Wochenende in der Welt veröffentlicht worden ist.



Viel zu wenig
Zu: "Ärzte verdienen 5500 Euro netto" vom 7. Juli

Das von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung ermittelte durchschnittliche Nettoeinkommen eines niedergelassenen Arztes beträgt knapp 5500 Euro. Das ist das, was nach Abitur, sechsjährigem Studium und mindestens fünfjähriger Facharztweiterbildung als Verdienst von der eigenen Praxis zu erwarten ist. Stellt sich die Frage, ob junge Ärzte dafür bereit sind, durchschnittlich 60 Stunden in der Woche zu arbeiten und das unternehmerische Risiko und Verantwortung für im Schnitt drei bis zehn Beschäftigte zu tragen? Man bedenke: Das Realeinkommen der Ärzte ist seit 1990 um 50 Prozent gesunken. Keine andere Berufsgruppe hat so viel einbüßen müssen. Bei besseren Verdienstmöglichkeiten für die gut ausgebildeten Mediziner in alternativen Berufsfeldern nimmt auch der Ärztemangel seinen Anfang. Zudem sollen nur die Besten eines Abiturjahrgangs Medizin studieren, während der Spitzenverband der Krankenkassen auf der anderen Seite der Meinung ist, dass schon 5500 Euro im Vergleich mit dem Durchschnittsverdienst in Deutschland zu viel sind und deswegen selbst seit drei Jahren den Inflationsausgleich verweigert.

Dr. med. Bernd Lücke, Vorsitzender des Hartmannbundes, Landesverband Niedersachsen, Hannover


Mit freundlichen Grüßen
Ute Böker
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Landesverband Niedersachsen Hartmannbund - Verband der Ärzte Deutschlands e. V. 


Anmerkung von mir:

Viele glauben ja, daß Psychotherapeuten selber einen an der Waffel haben.
Inzwischen bin ich dieser Ansicht nicht mehr ganz abgeneigt:
Um auf das Einkommen eines Psychotherapeuten zu kommen, muß das Durchschnittseinkommen eines Niedergelassenen halbiert werden.
Wer macht wohl den Job für das Geld freiwillig?
Da wundert es nicht, wenn das Durchschnittsalter von Psychotherapeuten in Deutschland bei 53 Jahren liegt. 

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