Montag, 14. Juli 2014

Heute vor 110 Jahren – 14. Juli 1904: Der Burenführer Paulus Kruger stirbt im Exil in der Schweiz

Freiheitskämpfer und Rassist 

Paulus Kruger (1825-1904), im Deutschen auch »Ohm Kruger« genannt, war Spross deutscher Einwanderer, die sich bald den BurenKapholländer«) anschlossen. Von den Briten aus der Kapkolonie nach Norden, nach Transvaal, verdrängt, organisierte Kruger erfolgreich den militärischen Widerstand, als die Briten 1877 auch Transvaal annektierten. 1882 wurde er zum Präsidenten des Burenstaats gewählt. Als ein erneuter Krieg nicht zu gewinnen war, ging Krüger ins Exil in die Schweiz, wo er heute vor 110 Jahren starb. 

Porträt Paulus Krugers in der französischen
Zeitschrift »Le Petit Journal«, Dezember 1900

Als vor einigen Jahren im Schweizer Sankt Gallen die Paul-Kruger-Straße wegen der unbestrittenen rassistischen Gesinnung des Namengebers umbenannt werden sollte, entbrannte ein Streit um Sinn oder Unsinn solcher Initiativen. Der einstige Burenführer und Präsident (1882-1900) der Südafrikanischen Republik (Transvaal) galt den Gegnern der Umbenennung als Freiheitskämpfer. Er repräsentierte ein kleines Volk, das einen opferreichen Kampf gegen den britischen Goliath geführt hatte, der sich die Burenrepubliken wegen seiner Bodenschätze einverleiben wollte, was schließlich auch gelang. 

Was am 14. Juli noch geschah: 
1789: Mit dem Sturm der Pariser Bürger auf die Bastille beginnt die Französische Revolution
Harenberg – Abenteuer Geschichte 2014 

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