Montag, 3. November 2014

Vor 120 Jahren – Spätes 19. Jahrhundert: Der Bau moderner Talsperren beginnt

Garanten der Wasserversorgung 

Das Stauen von Flüssen zur Bewässerung von Feldern praktizierten schon Ägypter und Assyrer vor Tausenden von Jahren. Im Mittelalter speicherten bescheidene Dämme auch in deutschen Ländern bereits Wasser. Der moderne Talsperrenbau begann in Deutschland jedoch erst in den frühen 1890er-Jahren, als die aufstrebenden Industriestädte an Rhein und Ruhr mehr Trinkwasser für die Bevölkerung und mehr Brauchwasser für Werke und Fabriken benötigten. Die ersten deutschen Talsperren entstanden in den Mittelgebirgstälern oberhalb von Ruhr und Wupper. Das herausragende Bauwerk dieser Ära war die Eschbachtalsperre in Remscheid, die 1891 vollendet war und die Stadt fortan mit Trinkwasser versorgte. 
Talsperre Klingenberg in Sachsen, errichtet ab 1911 (Foto um 1915)
Die Eschbachtalsperre, zu der Ingenieure und Vertreter von Stadtverwaltungen in Scharen pilgerten, gab der Entwicklung einen entscheidenden Impuls. In den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts verstrich kaum einmal ein Vierteljahr, ohne dass irgendwo in Deutschland eine Talsperre eröffnet wurde. Der »Großmeister« des Talsperrenbaus war der Ingenieur Otto Adolf Intze (1843-1904), nach dessen Plänen 46 Talsperren errichtet wurden. 

Was am 3. November noch geschah: 
1970: Salvador Allende wird Präsident in Chile. 
siehe dazu auch:
- Heute vor 40 Jahren – 11. September 1973: Salvador Allende kommt um (Post, 11.09.2013)
- Heute vor 44 Jahren – 4. September 1970: Salvador Allende wird zum Präsidenten Chiles gewählt (Post, 04.09.2014)

 Harenberg – Abenteuer Geschichte 2014

Chinas Yangtse (Jangtsekiang) und der Drei Schluchten Damm [43:13]

Veröffentlicht am 18.11.2012


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen