Freitag, 18. September 2015

Der Spanner in uns will bedient werden: Leitmedien – Voyeurismus sells!

Zusammenbruch des BMW-Chefs bedient primitiven Voyeurismus

Die Bilder sind eine "Sensation." Medien "müssen" sie der Öffentlichkeit zugänglich machen. Das, was sie zeigen, "muss" man gesehen haben.

BMW-Manager Harald Krüger ist bei einem Auftritt auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt kollabiert. Ein gesundheitliches Problem. Fotografen waren zur Stelle. Ihre Reflexe greifen. Sie tun das, was Fotografen eben tun: Sie fotografieren, sie halten drauf. Die Bilder sind gemacht. Da liegt er nun. Der Chef eines großen Automobilkonzerns. Am Boden. Welch eine Symbolik.

Die Nachrichtenportale und Internetseiten der großen Medien erkennen den Wert der Bilder. Rasch "informieren" sie den Mediennutzer darüber, was Krüger passiert ist. Dank der gestochen scharfen Aufnahmen dürfen sich die Rezipienten den Kollaps des Spitzenmannes aus der Wirtschaft im Detail anschauen. Den Fall, die Körperhaltung, die Gestik, die Gesichtszüge. So sieht es also aus, wenn der "große BMW-Chef" aufgrund eines gesundheitlichen Problems zusammenbricht.

Stern.de, Spiegel Online, Süddeutsche.de, Focus-Online, Bild.de, Welt.de bis hin zu lokalen Medien wie die Osnabrücker Zeitung, Der Westen oder RP Online sind am Geschehen dran - für ihre Leser, versteht sich. Unter Google News finden sich derzeit 374 Artikel zu dem Vorfall, viele davon mit Bildern, die Krüger beim Kollabieren zeigen.

Das ist es, was eine Medienberichterstattung leisten kann, deren überragende Qualität allenfalls von einigen notorischen Medienkritikern in Frage gestellt wird. Klingt in diesen Zeilen Sarkasmus an? Nein, um Himmelswillen. Das ist alles ernst gemeint.

mehr:
- Journalismuskritik: Schaut ihn euch an, den Kollabierenden (Marcus Klöckner, Telepolis, 16.09.2015)
siehe auch den verlinkten FOCUS-ARtikel, der den Sturz Müllers in einem einminütigen Video zeigt:
- Auf der Bühne – BMW-Chef Krüger bricht bei IAA-Präsentation zusammen (FOCUS Online, 15.09.2015)

mein Kommentar:
nicht so eng sehen, ein bißchen Spaß muß sein! The Medium is the Message! Gib’ ma taz!

70er Jahre - Musik Die hartnäckigsten Ohrwürmer [8:57]

Veröffentlicht am 27.03.2013
70er Jahre - Musik Die hartnäckigsten Ohrwürmer
Zeitreise in ein Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts mit Kommentaren unterlegt
1. Thomas Gottschalk und Dschinghis Khan
2. Roberto Blanco - Ein bisschen Spass muss sein
3. Marianne Rosenberg - Er gehört zu mir
4. Rex Gildo - Fiesta Mexicana
5. Helga Feddersen & Didi Hallervorden - Die Wanne ist voll

Fette Frau rutscht aus und stirbt in Rutsche ! [2:15]

Veröffentlicht am 21.10.2012
Das war mein erstes Video ich hoffe es hat euch gefallen !

Marshall Mcluhan Full lecture: The medium is the message - 1977 part 2 v 3 [13:55]

Hochgeladen am 09.08.2011
Herbert Marshall Mcluhan (*1911 - +1979) lecture recorded by ABC Radio National Network on 27 June 1979 in Australia. 
For the best resource collection of his work check out the page Mcluhan on Maui (MOM) here: http://www.mcluhanonmaui.com/
The best documentary about Mcluhan (in four parts) is definitely CBC's Life and Times: Understanding Mcluhan here:
part 1: http://www.youtube.com/watch?v=WvpPb8...
People seriously studying his work I can point to Douglas Hofstaedter. His work resembles Mcluhan's understanding on the basic mechanics behind the mind: http://www.youtube.com/watch?v=n8m7lF...
Further elaboration on the process chiasmus upholds for analogy and the role of metaphor as linguistic device under-grinding its mechanics might find ample references in Patricia's Phd Paper Chi-thinking: Chiasmus and cognition here: http://www.scribd.com/doc/19115184/Ch...
Note that she departs from Mark Turner's assumption of the parable as a substitute for chiasmus.
Then of course there is the great Noam Chomsky who Mcluhan mentiones in his letters as "stuffing language into grammar". Transcripts of his theories on language and the mind can be found here: http://hotbookworm.wordpress.com/cate...

Von Bild verbotener taz-Spot [1:09]

Hochgeladen am 01.10.2009
Im Oktober 2005 ließ die "Bild"-Zeitung diesen zweiteiligen Werbespot der taz per einstweiliger Verfügung sperren. Zwei Jahre später gab das Hamburger Oberverwaltungsgericht der Bild-Zeitung damit recht.
Wieder zwei Jahre später, am 1. Oktober 2009, setzte die taz vorm Bundesgerichtshof durch, ihn doch zeigen zu können.

Die Filmemacher

Gedreht wurde der Werbespot von Jens Junker und Philip Haucke. Die beiden hatten mit dem Spot den "First Steps Commercial Award 2006" gewonnen. In der Begründung hieß es, es gelinge ihnen "auf überzeugende Art und Weise, den Kampf 'David gegen Goliath' zu visualisieren und den journalistischen Anspruch der taz klar von einem 'beschränkten Horizont' abzugrenzen."

- "#BILDnotwelcome": Fußball-Fans fordern Boykott von "Bild"-Aktion (Daniel Raecke, SPON, 16.09.2015)
Anhänger aller Bundesligisten forderten ihre Vereine auf, sich dem "Boykott" St. Paulis anzuschließen. Die Aktion "Wir helfen" wurde immer wieder als "heuchlerisch" bezeichnet, weil die "Bild"-Zeitung seit Jahren "gegen Flüchtlinge hetze". Sogar Anhänger des Lokalrivalen HSV bezeugten dem FC St. Pauli Respekt.
Nochmal n’ Aufreger: Das Medium ist die Botschaft! [Quelle: SPON]
- Nein zu Kampagne: Wir sind Helden watschen "Bild" ab (SPON, 25.02.2011)
"Ich glaub, es hackt" [Judith Holofernes in ihrem Offenen Brief, weiter:] Zum Ende beschreibt Holofernes ihre Sicht auf das Boulevardblatt. Die Zeitung sei weder "augenzwinkernd zu betrachtendes Trash-Kulturgut" noch eine "witzige soziale Referenz". Vielmehr sei sie "ein gefährliches politisches Instrument - nicht nur ein stark vergrößerndes Fernrohr in den Abgrund, sondern ein bösartiges Wesen, das Deutschland nicht beschreibt, sondern macht".
- BILD-Zeitung wirbt mit Holofernes-Absage (taz.blog, 27.02.2011)
Die BILD-Zeitung schaltet in der morgigen Ausgabe der taz eine ganzseitige bezahlte Anzeige (hier als PDF). Darauf zu lesen ist der Brief von Judith Holofernes, in dem sie es ablehnt, in einer Anzeige der BILD-Zeitung zu erscheinen – mit dem Zusatz “BILD bedankt sich bei Judith Holofernes für ihre ehrliche und unentgeltliche Meinung”. In der gleichen Ausgabe erscheint auch ein ganzseitiges taz-Interview mit Judith Holofernes. Sie bezeichnet es darin als “interessant, dass sich die taz dafür zur Verfügung stellt”. Sie will allerdings nicht gegen die BILD-Zeitung klagen: “Ich hab auch keine Lust, da jetzt einen Fehdehandschuh aufzunehmen. Es ist ja doch das Berechenbarste, was sie machen konnten.” Es sei “ein ziemlich lahmer Versuch, ein Rückspiel zu erzwingen, weil man aus der ersten Runde nicht besonders glorios hervorgegangen ist. Aber ich sehe nicht ein, warum ich mich drauf einlassen sollte, wenn ich schon geduscht habe und mit meinen Leuten singend im Bus sitze.”

Judith Holofernes ( Wir sind Helden ) und die BILD ZEITUNG ( GQ ) [14:40]
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