Dienstag, 19. Juli 2016

Gauweiler und Wimmer fordern Reue von Merkel

Die beiden Austragspolitiker kritisieren das Schweigen der Bundesregierung zum Chilcot-Bericht


Politiker, die nicht mehr gewählt werden können, sagen häufig interessantere Sachen als solche, die noch der Partei- und Fraktionsdisziplin verpflichtet sind, weil sie ihre Altersversorgung nicht riskieren wollen. Das gilt nicht nur für Norbert Blüm oder Heiner Geißler, sondern auch für Peter Gauweiler und Willy Wimmer:

Die beiden ehemals hochrangigen Unionspolitiker haben im aktuellen Spiegel einen offenen Brief veröffentlicht, in dem sie daran erinnern, was Angela Merkel für eine Politik propagierte, als der Irakkrieg vorbereitet wurde und begann.

Anlass für den offenen Brief ist, dass sich Merkel bislang nicht zum letzte Woche veröffentlichten Chilcot-Bericht äußerte, der den britischen Altpremier Tony Blair hinsichtlich dieses Feldzuges schwer belastet, die damals vorgebrachte Rechtsgrundlage (Resolution 1441 des UN-Sicherheitsrats) als völlig unzureichend ansieht, die Nichtüberprüfung falscher Geheimdienstinformationen kritisiert und feststellt, dass Warnungen vor den mittel- und langfristigen Folgen des Regime Change ignoriert wurden (vgl. Chilcot-Bericht setzt Blair unter Druck und Ließ sich der britische Geheimdienst von Hollywoodfilm inspirieren).

mehr:
- Gauweiler und Wimmer fordern Reue von Merkel (Peter Mühlbauer, Telepolis, 19.07.2016)
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siehe dazu:
- Chilcot-Bericht zum Irakkrieg: Ein Kriegsverbrechen des britischen und amerikanischen Imperialismus – Was lernen wir daraus? (Post, 09.07.2016)

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