Sonntag, 22. September 2013

Heute vor zehn Jahren – 22. September 2003: Colosseum auf dem Jazz-Festival Viersen

Colosseum wurde 1968 vom Schlagzeuger Jon Hiseman und dem Saxophonisten Dick Heckstall-Smith gegründet. Das vielschichtige instrumentale Spektrum wurde 1970 durch den Rhythm-and-Blues-Sänger Chris Farlowe noch erweitert. (Wikipedia)

Vor zehn Jahren trat die Band auf dem Jazz-Festival Viersen auf:
Colosseum - Rockpalast (2003) - FULL 58 min [58:53]

Hochgeladen am 11.12.2011
Felállás/Line-up:

Chris Farlowe - vocals
Mark Clarke - bass, vocals
Clem Clempson - guitar, vocals
Dave Greenslade - keyboard
Barbara Thompson - saxes
Jon Hiseman - drums

Setlist:

01 - Tomorrow's Blues
02 - Interview w. Jon Hiseman Pt. I
03 - I Could Tell You Tales
04 - Interview Jon Hiseman Pt. II
05 - Valentyne Suite
06 - Interview w. Jon Hiseman Pt. III
07 - Lost Angeles
08 - In The Heat Of The Nite

Colosseum: The Complete Reunion Concert 1994 - FULL:
http://www.youtube.com/watch?v=eKrSnZ...


Colosseum: The Complete Reunion Concert 1994 - FULL [1:51:55]

Hochgeladen am 24.12.2011
Mark Clarke: Bass guitar, vocals.
Dave "Clem" Clempson: Guitars, vocals.
Chris Farlowe: Vocals.
Dave Greenslade: Keyboards EMU Proteus 2 & Roland U20, Hammond Organ, Vibraphone, vocals.
Dick Heckstall-Smith: Saxophones.
Jon Hiseman: Drums, percussion, cymbals.

Setlist:

01. Those About To Die
02. Skelington
03. Elegy
04. Tanglewood '63 The Valentyne Suite
05. January's Search
06. February's Valentyne
07. The Grass Is Always Greener
08. Rope Ladder To The Moon
09. Theme For An Imaginary Western
10. The Machine Demands Another Sacrifice
11. Solo Colonia (Drumsolo)
12. Lost Angeles
13. Stormy Monday Blues
14. Walking In The Park

Colosseum - Rockpalast (2003) - FULL 58 min:
http://www.youtube.com/watch?v=HZNM2K...


Und eines der Stücke von Colosseum, das mir am besten gefällt:
Tanglewood ’63, unvergessen, wenn Dick Heckstall-Smith (2004 an Krebs gestorben) Saxophon und Klarinette zusammen spielte…
COLOSSEUM LIVE Beat Club 1970 & Paris 1971, part 1 [17:41]
Veröffentlicht am 30.10.2013
COLOSSEUM LIVE Beat Club 1970, Paris 1971, part 1
The Machine Demands a Sacrifice, Tanglewood ´63, Take Me Back to Doomsday (beginning) Beat Club 1970

unvergessen auch ihre Valentyne Suite:
Colosseum - Valentyne Suite - Live - Montreux (1969) (Remastered) [14:48]
Veröffentlicht am 05.10.2014
Recorded live at Montreux Jazz Festival, Switzerland, June 22, 1969
Audio Remastered by BrunoSamppa, 2014

bei 11:13 eine kurze Reminiszenz an »Whiter Shade of Pale«

  1. "Valentyne Suite Theme One: January's Search" (Dave Greenslade)
  2. "Valentyne Suite Theme Two: February's Valentyne" (Greenslade)
  3. "Valentyne Suite Theme Three: The Grass is Always Greener" (Heckstall-Smith, Hiseman) 


zuletzt aktualisiert am 12.06.2016

Donnerstag, 19. September 2013

Deutschland hat Merkel verdient oder Wahlkampf im Pädophilie-Gulli

Die empörte Debatte um die Pädophilie-Vergangenheit der Grünen finde ich schwer erträglich.
Grüne Pädophilie-Debatte – Trittins Flucht nach vorn (tagesschau.de)
Politologe Franz Walter verteidigt Trittin gegen Rücktrittsforderungen (Tagesspiegel)
Wer sich Zeit nehmen möchte, kann hier lesen, wie es einem Mann mit einem kleinen Mädchen in der Badewanne damals erging.

Ich finde es furchtbar, wie schnell Urteile gefällt werden und Dinge, die vor über 30 Jahren geschahen, ohne Wissen um den Hintergrund mit der Meßlatte heutigen Wissens beurteilt werden.

 

 
Es ist schade, aber in der Natur der Dinge liegend, daß die Suche nach Neuem oder Anderem mit Fehlern behaftet ist, die später souverän und selbstgerecht verurteilt werden können.
Und es liegt auch anscheinend in der Natur der Dinge, daß Ideen von Leuten vereinnahmt werden, die glauben – wie die Stadtindianer (bis heute noch nie von denen gehört) –, im Windschatten anderer ihr eigenes Süppchen kochen zu können:
Auch schon in Lüdenscheid haben die Stadtindianer unerträglichen Druck gemacht, viele Delegierte sind erschöpft von den entnervenden Debatten und wollen nicht als intolerant dastehen, so stimmen sie der Forderung der Gruppe zu, die in falscher Solidarität Schwule und Päderasten vereint. Erst als der Sturm der Entrüstung losbricht, merken die Grünen, was sie da angerichtet haben. Ein Sonderparteitag schwächt die Passagen ab. "Wir wollen euch nicht hören!" rufen viele Delegierte, als die Stadtindianer das Mikrofon erobern. Auf die Idee aber, dass die Truppe da vorne ein Fall für Polizei und Jugendamt wäre, kommt offenbar niemand. (aus der Süddeutschen, 26.05.2013)


"Jagt mich nicht für etwas, was ich nicht getan habe" (Welt, 20.04.2013)
Zeitgeist förderte bei Grünen gefährliche Tendenzen (Welt, 14.05.2013)
Die Nürnberger "Stadtindianer-Kommune" gibt es noch (nordbayern.de, 23.05.2013)
Kommentar Pädophilie-Debatte – Kulturkampf von rechts (taz, 18.09.2013)

Die Suche nach Selbstbestimmung – und damit war auch die Selbstbestimmung von Kindern gemeint – war damals Thema. Und es ging in der damaligen Diskussion der Grünen nie um die Bedürfnisse der Erwachsenen, sondern einzig um die Bedürfnisse der Kinder. Gesellschaftspolitisch Progressive wagten sich auf unbekanntes Terrain vor, wozu Konservative einfach zu feige waren. (Politisch konservative Hirne waren schon immer in der Tendenz alternativlos. Es ist einfach nicht vorstellbar, daß die Kübel selbstgerechter Häme, die jetzt über Daniel Cohn-Bendit und Jürgen Trittin ausgekippt werden, auch einmal einen Politiker der jetzigen Regierungsparteien treffen.)


Zur Frage, was Trittin eigentlich getan hat (das geht ja schnell unter):

Jürgen Trittin, damals Student und einer der Göttinger Kandidaten für den Stadtrat, zeichnete 1981 in einem Papier des Kommunalwahlkampfes »Programm für Göttingen« mit vier anderen Personen verantwortlich im Sinne des Presserechts.

Auf Seite 33 fordert die Alternativ-Grüne-Initiativen-Liste Göttingen (AGIL) im Kapitel „Schwule und Lesben“ Änderungen im Sexualstrafrecht: zum einen die Abschaffung des Paragrafen 175, der damals noch sexuelle Kontakte mit Homosexuellen unter 21 Jahren unter Strafe stellte. Darüber hinaus wird die Forderung erhoben, die Paragrafen 174 und 176 des Strafgesetzbuchs so zu fassen, „dass nur Anwendung oder Androhung von Gewalt oder der Missbrauch eines Abhängigkeitsverhältnisses unter Strafe stehen“.
[…]
Die Forderungen im Kapitel „Schwule und Lesben“ hatte die AGIL [Alternativ-Grüne-Initiativen-Liste Göttingen] damals komplett von der „Homosexuellen Aktion Göttingen“ schreiben lassen, die die Seite auch unterzeichnet hat. Dieses Prozedere sei „nicht ungewöhnlich für die Grünen in dieser Zeit, die sich damals als Sammlungskraft für sehr unterschiedliche Bewegungen verstanden“, analysiert der Politologe Franz Walter. Dazu habe auch gehört, „verschiedensten Gruppierungen als Plattform zu dienen und ihnen Raum zu geben“.
[…]
Die Forderung nach einer strafrechtlichen Freistellung von Pädophilie findet sich schon 1980 im ersten Grundsatzprogramm der Grünen im Kapitel „Gegen die Diskriminierung von sexuellen Außenseitern“ – damals noch mit dem Hinweis versehen, dass die Partei sich mit den Auswirkungen dieser Straftatbestände noch intensiv auseinandersetzen müsse. Ab Mitte der 80er Jahre stießen pädophilenfreundliche Positionen bei den Grünen immer stärker auf Kritik, nicht zuletzt durch den Widerspruch von Feministinnen. 1989 distanzierte sich der Bundeshauptausschuss der Grünen schließlich klar von diesen Positionen. (aus dem Tagesspiegel vom 16.09.2013 – Hervorhebungen von mir –, ich mußte über eine Stunde im Internet suchen, bis ich genauere Informationen darüber fand, was Jürgen Trittin eigentlich genau getan hat. Das spricht für sich.)

Kuscheln mit den Indianern (taz vom 22.04.2010)
Die grünen Pädophilen (schnutzel.blog.de, 17.09.2013)

In dieser Atmosphäre und in der Wahlkampf-Zeit haben die Grünen das Format, einen unabhängigen Wissenschaftler, Franz Walter, mit der Aufarbeitung ihrer Geschichte zu beauftragen, und er hat die Freiheit, alles zu jedem ihm genehmen Zeitpunkt zu berichten.

Franz Walter soll Grünen-Vergangenheit aufklären (ZEIT, 24.05.2013; beachte auch die Kommentare!)
So etwas gehört gewürdigt, und ich drücke Jürgen Trittin alle verfügbaren Daumen, daß er genügend Deutsche-Eiche-Format besitzt, es auszuhalten, wenn die Wildschweine sich an ihm reiben. Aber in dieser Zeit ist anscheinend nicht genügend Raum, um den Mut dieser Partei zu würdigen. Es ist ja so verführerisch, sich in den Fehlern der anderen zu suhlen.

Dany le Rouge, wie sich Daniel Cohn-Bendit nennen ließ, veröffentlichte sein Buch „Der große Basar“ im Jahr 1975. Es berichtet von seiner Zeit als Kindergärtner in der Frankfurter Sponti-Szene. „Mein ständiger Flirt mit den Kindern nahm erotische Züge an“, heißt es darin und „es kam vor, dass einige Kinder meinen Hosenlatz geöffnet und angefangen haben, mich zu streicheln“.
Er habe zurückgestreichelt, behauptet Cohn-Bendit in dem Buch.
[…] Einer Tat ist Cohn-Bendit nie beschuldigt worden. Kein von ihm betreutes Kind hat ihm Missbrauch vorgeworfen. Es sind seine Worte, die ihn verfolgen, und inzwischen nicht mehr nur ihn. Die Debatte um Cohn-Bendit ist zu einer Debatte über „die pädophile Vergangenheit“ seiner Partei geworden.
[] Ende der Sechzigerjahre diskutierten in der BRD auch Sexualwissenschaftler und Kriminologen über einen neuen Umgang mit sexuellen Kontakten zwischen Kindern und Erwachsenen.
[…] Die sexuelle Revolution fegte mit dem, was ihre Anhänger für verklemmt und spießig hielten auch viele Bedenken beiseite. Noch in den Anfangsjahren der Bundesrepublik war das gesellschaftliche Klima geprägt von tabuisierter, unterdrückter Sexualität, erklärt Sexualwissenschaftlerin Sophinette Becker. Überall habe man sexuell Verbotenes gewittert, warnte vor dem „bösen fremden Onkel“ und übersah den Inzest in der eigenen Familie.
Erst die sexuelle Liberalisierung der späten Sechzigerjahre führte schließlich zu einer Liberalisierung des Sexualstrafrechts. Gleichwohl war es auch in den Achtzigerjahren noch restriktiv. Ersatzlos gestrichen wurde der Paragraph 175 des Strafgesetzbuches in der BRD erst 1994, in der DDR bereits 1988. Am „sittlichen Empfinden“ weiter Teile der Bevölkerung änderte die Strafrechtsreform zunächst nichts. Homosexualität galt noch lange Zeit danach als „widernatürlich“.
Den Grünen ging es darum, überkommene Verbote zu beseitigen. „Der Topos dieser Zeit war, dass die Unterdrückung der Sexualität zu psychischen Störungen und damit zu einer unfreien Gesellschaft führt“, schreibt Becker.
  (Die Grünen und ihr Umgang mit Pädophilie, Frankfurter Rundschau Online, 16.05.2013)


Der Focus vom 17.05.2013 zitiert aus Cohn-Bendits Buch folgendermaßen:
„Mein ständiger Flirt mit den Kindern nahm erotische Züge an. Es ist mir mehrmals passiert, dass einige Kinder meinen Hosenlatz geöffnet und angefangen haben, mich zu streicheln. Das stellte mich vor Probleme. Aber wenn sie darauf bestanden haben, habe ich sie dennoch gestreichelt.“

Beim Vergleich mit dem Text der Frankfurter Rundschau fällt auf, daß bei der Rundschau folgender Satz fehlt: »Das stellte mich vor Probleme.« Aber daß Cohn-Bendit mit dem Explorationsbedürfnis der Kinder Probleme hatte, paßt nicht ins Pädophilie-Bild. Wir fragen auch lieber nicht nach, welche Probleme das waren. Das stört das klare Bild.

Ich frage: Warum kann solch ein Text einzig und allein durch die Pädophilie-Brille gelesen und verstanden werden? Warum ist es kaum möglich, Cohn-Bendits Handeln als falsch verstandenen Versuch zu sehen, Kinder vor einem »Nein!« zu schützen? Warum muß sein Handeln als Ausdruck seiner sexuellen Bedürfnisse und Orientierung interpretiert werden? (auf vielfliegertreff bezeichnet Ostschneiser [Post #3, 22.07.2013] Cohn-Bendit als bekennenden Pädophilen) Muß ich jetzt selbst Angst davor haben, als Pädophiler oder Dulder von Kindesmißbrauch dazustehen?


Sex ist auch heute noch ein wirksamer Katalysator zur öffentlichen Meinungsmache.

Die Grünen werden aufgerufen, sich um die Opfer ihrer falschen Politik der Pädophilie-Duldung zu kümmern.
Gibt es irgend jemanden, der das Format hat, sich für den Paragraphen 175 StGB zu entschuldigen und jemanden, der sich für die durch ihn beschädigten Seelen kümmert? 

(Ab 1973 »waren nur noch homosexuelle Handlungen mit männlichen Jugendlichen unter 18 Jahren strafbar, wogegen das Schutzalter bei lesbischen und heterosexuellen Handlungen bei 14 Jahren lag.« aus Wikipedia)


aus Wikipedia:
Eine Verhaftungs- und Prozesswelle in Frankfurt am Main zeigte 1950/51 erschütternde Folgen:
„Ein Neunzehnjähriger springt vom Goetheturm, nachdem er eine gerichtliche Vorladung erhalten hat, ein anderer flieht nach Südamerika, ein weiterer in die Schweiz, ein Zahntechniker und sein Freund vergiften sich mit Leuchtgas. Insgesamt werden sechs Selbstmorde bekannt. Viele der Beschuldigten verlieren ihre Stellung.“[15]
[…]
Fünf Jahre später rechtfertigte 1962 der unter Konrad Adenauer vorgelegte Regierungsentwurf eines Strafgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland[19] – entgegen dem Vorschlag der Großen Strafrechtskommission von 1959 (wo Vertreter von CDU/CSU selten anwesend waren)[20] – die Aufrechterhaltung des § 175 wie folgt:
„Vor allem stände auch für die Homosexuellen nichts im Wege, ihre nähere Umgebung durch Zusammenleben in eheähnlichen Verhältnissen zu belästigen.[21] […] Ausgeprägter als in anderen Bereichen hat die Rechtsordnung gegenüber der männlichen Homosexualität die Aufgabe, durch die sittenbildende Kraft des Strafgesetzes einen Damm gegen die Ausbreitung eines lasterhaften Treibens zu errichten, das, wenn es um sich griffe, eine schwere Gefahr für eine gesunde und natürliche Lebensordnung im Volke bedeuten würde.“[22]
und meinte weiterhin:
„Die von interessierten Kreisen in den letzten Jahrzehnten wiederholt aufgestellte Behauptung, dass es sich bei dem gleichgeschlechtlichen Verkehr um einen natürlichen und deshalb nicht anstößigen Trieb handele, kann nur als Zweckbehauptung zurückgewiesen werden. […] Wo die gleichgeschlechtliche Unzucht um sich gegriffen und großen Umfang angenommen hat, war die Entartung des Volkes und der Verfall seiner sittlichen Kraft die Folge.“[23]
Durch das 1. StrRG vom 25. Juni 1969 […] entfiel nun auch § 175b (Sodomie).



Ein Freund von mir erzählte mir in den 80ern, seine kleine Tochter habe in der Badewanne angefangen seinen Schwanz zu lutschen. Er sei vor Schreck wie erstarrt gewesen und habe nicht gewußt, was er tun solle, das dann aber abgebrochen. Er fühle sich so oder so schuldig.
Ein Pädophiler? Quatsch! Wir haben mit Inbrunst versucht, unsere Kinder ohne unterdrückende Strukturen zu erziehen:

Damit schlägt aber die väterliche Macht in Gewalt um und die ‹Rollenharmonie› zwischen den einzelnen Familienangehörigen, in erster Linie die zwischen Vater und Sohn, hört auf [1]: Der ‹Kampf der Geschlechter› und der ‹Generationenkonflikt› beginnen wichtig zu werden. Eine ihrer Folgeerscheinungen sind die Neurosen.
Sie treten auf, wenn die kämpferische Auseinandersetzung mit den Autoritäten nicht geleistet werden kann, und zeigen sich in Krankheitserscheinungen, die aggressive, vor allem aber sexuelle Themen zum Ausdruck bringen. Tun und Lassen sind durch ein früh errichtetes ängstendes Gewissen mit seinen Ge- und Verboten geregelt. Der Kranke ist in diesem ‹von selbst› funktionierenden Verhalten gebunden und gefangen.


[…] lohnt die Lektüre trotzdem, da [der Text] sowohl den Protest 68er Bewegung psychologisch vorwegnimmt als auch die angeblich durch diese entstandenen Erziehungsprobleme in einen größeren Zusammenhang stellt. In Bezug auf die Erwerbssituation wie auch die Stellung der Väter in der Erziehung ist der fast 50 Jahre alte Text auch noch heute aktuell.
[Zur Soziologie der Psychoanalyse, Post vom 27. März 2008]

Ein Mann, der sich stundenlang mit mir über alles mögliche unterhalten hat, in dem Bestreben, in diesem Land etwas zum Positiven hin zu verändern. Wenn ich mir die heutigen Rettungsschirm-, NSA- oder Out-of-area-Eingriffs-Diskussionen anhöre, wünsche ich mir die 70er und 80er zurück! Die bedrückende Alternativlosigkeit, der zunehmende Materialismus und die fortschreitende Unterhöhlung von Arbeitnehmerrechten der heutigen Zeit kotzen mich einfach nur an!

Und nun muß ich mir mitansehen, wie die Suchenden von damals sich mit Dreck beschmeißen lassen müssen von Leuten, die nie den Mut des Aufbegehrens hatten, die sich im Laufen mit der Meute sicher fühlen, den ewigen Abnickern, die ihre Wut über das eigene ungelebte Leben nun an den Suchern von damals ablassen, um ihr eigenes Versagen zu rechtfertigen. Einfach nur ekelhaft!


Ich zitiere mich selbst:

… an dieser Stelle meinen herzlichen Glückwunsch und meine Anerkennung an alle, die diesen Weg gegangen sind und einiges an Federn – wenn nicht mehr – gelassen haben. […] Wir wollten die Welt verändern, weil wir sie unerträglich fanden und uns mitverantwortlich fühlten (und auch immer noch fühlen). Das Ergebnis ist, daß ich mir ab und zu schon wie ein Dinosaurier vorkomme und mich über Dinge freue, die für ganz viele inzwischen selbstverständlich sind. Ob es um Emanzipation, Umwelt- oder globales Bewußtsein, Meditation, Spiritualität oder Sexualität geht: Wir haben einiges erreicht. Ich wünsche künftigen Generationen, daß sie das von sich auch sagen können… [Geburtstag vom 2. Mai 2008]

Wir haben am nächsten Wochenende die Wahl zwischen einer Kanzlerin, von der wir nicht wissen, wo sie steht und was sie will und einem Kanzlerkandidaten, der, nach seinem Verhältnis zu den Medien gefragt, den Mut hat, den Stinkefinger zu zeigen. Wir haben Medien, die sich nicht entblöden, zu fragen, ob Steinbrück damit den Wähler beleidigt und eine FDP-Type, die meint, dieser Mann habe nicht das Format für das Amt des Bundeskanzlers, weil er sich nicht unter Kontrolle habe.
Günther Jauch, Endpurt im Wahlkampf – Wer kann jetzt noch punkten (00:14, Mediathek, Das Erste)
Und wir haben ein Volk, dem die konturlose Angela lieber ist als ein Mann mit Ecken und Kanten:
Deutschland hat Angela verdient.

Vielleicht liege ich ja völlig falsch. Vielleicht wollen die Menschen keine andere Gesellschaft, vielleicht wollen sie einfach nur ein Auto:

Die Meinung der Arbeiter über Studenten der 68er-Bewegung [0:43]

Veröffentlicht am 21.08.2012
Gegen-Sozialismus.jimdo.com
Zitat:»Irgendwie wollten die Arbeiter nicht das richtige Klassenbewußtsein eintwickeln. Vielleicht wollten sie lieber einen Opel Kadett… Dutschke & Co. hofften auf ein Proletariat, das es nicht gab.«
Nachtrag vom 24. September 2013:

Wenn man die Hippies und die 68er als den Aufstand gegen die Väter interpretiert, haben wir mit Angela I., wie sie nach der gewonnene Bundestagswahl auch genannt wird, die Supermama, die ein ganzes Volk an der Brust in den Schlaf wiegt. Vom Aufstand gegen die Väter zur mütterlichen Schlaftablette: mehr geht wohl nicht, die Sinusurve ist an ihrem Maximum angekommen. Ich bin sehr gespannt auf die nächsten Jahre:

- Der Rettungsschirm für Griechenland wird nicht funktionieren.
- Kritik an Ausländern und dem Islam wird automatisch politisch korrekt in die rechte Schublade verfrachtet, und unser Staat wirft sich der überzogenen Ansprüchlichkeit sei es von jüdischer sei es von islamischer Seite aus falsch verstandener Toleranz an den Hals (siehe z. B. Staatsvertrag mit Muslimen beschlossen, WELT, 14.06.2013). Eine offene Diskussion halten wir anscheinend nicht aus.
- Die Sozialsysteme sind überlastet, der Kapitalismus frißt sich selbst auf.
- Wir haben keine westliche Systemtheorie, die mit Phänomenen wie der NSA-Affäre oder der Problematik des arabischen Frühlings denkerisch umzugehen imstande ist.
- Sprache wird mißbraucht, Gesetze unterlaufen, Beispiel: Statt die Wehrpflicht abzuschaffen, was eine Grundgesetzänderung notwendig machen würde, wird sie einfach nur ausgesetzt.

zuletzt aktualisiert am 13.06.2015

Sonntag, 15. September 2013

Der Fall Wilhelm Reich

(Es dauert einige Zeit, bis der Post vollständig geladen ist…)

Zur Zeit läuft der Film »Der Fall Wilhelm Reich« in den Kinos.

Wilhelm Reich auf Wikipedia
Andreas Peglau, Wilhelm Reich – Ein biografischer Rundgang (PDF bei der Wilhelm-Reich-Gesellschaft)
eine typische Spiegel-Rezension:
- "Der Fall Wilhelm Reich" – Der Orgasmus-Esoteriker (Jenni Zylka, SPON, 06.09.2013)

Der Fall Wilhelm Reich Trailer Deutsch/German [HD] {2:06}


Am 29.07.2013 veröffentlicht
MovieNewsTrailer
Kinostart: 5. September 2013
Regie: Antonin Svoboda
Mit : Klaus Maria Brandauer, Julia Jentsch, Jeanette Hain
Filmbeschreibung :
Wilhelm Reich (Klaus Maria Brandauer) ist einer von Deutschlands gefragtesten Wissenschaftler und Psychologen. Doch die Ansichten des Österreichers kollidieren mit denen der Nazis und so muss er im Jahre 1939 in die USA fliehen wo er hofft seine Forschungsarbeiten fortsetzen zu können. Der Psychoanalytiker beschäftigt sich intensiv mit der von ihm entwickelten Orgon-Therapie und konstruiert zudem noch den „Cloudbuster", eine Maschine, die Regen produzieren soll. Doch sein Hauptaugenmerk legt Wilhelm Reich auf die ursprüngliche Energie des Lebens. Seine Tochter Eva (Julia Jentsch) und seine neue Frau Ilse (Jeannette Hain) unterstützen ihn bei seiner Forschungsarbeit, doch als ehemaliger Kommunist ist er dein Dorn im Auge von Senator Joseph McCarthy. Er wird beschattet und überwacht. Zudem wird seine treue Mitarbeiterin Aurora (Birgit Minichmayr) massiv von Regierungsmitarbeitern unter Druck gesetzt. Nachdem er sich wiederholt gerichtlichen Anordnungen und Aufforderungen entzieht, wird er zu einer Haftstrafe verurteilt.


Der österreichische Filmregisseur und -produzent Antonin Svoboda produzierte schon 2009 die TV-Dokumentation »Wer hat Angst vor Wilhelm Reich?«

Wer hat Angst vor Wilhelm Reich {1:34:11}

Revolutionsschule Österreich
Am 12.08.2016 veröffentlicht
Die ÖSTERREICHISCHE REVOLUTIONSSCHULE empfiehlt:
"Wer hat Angst vor Wilhelm Reich?" - Die Dokumentation über den revolutionären Österreichischen Arzt, Politiker, Therapeuten und Forscher Wilhelm Reich. Österreich, 2009
Ausgewählte Werke:
"Die Funktion des Orgasmus" 1927
"Massenpsychologie des Faschismus" 1933
"Die sexuelle Revolution" 1936
"Rede an den kleinen Mann" 1947

Alter Info-Text (Am 23.08.2011 veröffentlicht):
Reich hinterließ ein interdisziplinäres Werk, das weit über die Grenzen der Psychologie oder Psychoanalyse hinausgeht: Auf der Makroebene ragen seine Arbeiten bis hinein in die politische Soziologie; auf der Mikroebene erstrecken sie sich über Biologie, Mikrobiologie bis hin zur Paraphysik. Man kann seine Beschäftigung als jeweils logische und unmittelbare Konsequenz der zuvor erbrachten Ergebnisse aus Forschungsarbeiten betrachten, die bei der Frage nach dem Verständnis und der Therapie psychischer Beeinträchtigungen ansetzen.
Der heute mögliche Gesamtüberblick über sein Lebenswerk lässt deutlich erkennen, dass ein roter Faden seine Arbeiten durchzieht. Reich beginnt als Psychoanalytiker, beschreibt sehr ausführlich das Vorhandensein der verschiedenen Abwehrmuster des Menschen (Charakterpanzerungen, zunächst psychisch, dann somatisch) und die Möglichkeiten ihrer Auflösung.
Seine konsequente Verfolgung der energetischen Basis (was Freud Libido-Ökonomie nannte, aber nicht weiter verfolgte) führte ihn zur Frage, was denn eigentlich das Lebendige sei, zur Entwicklung der Sexualökonomie und schließlich zur „Entdeckung des Orgons".
Seine besondere Aufmerksamkeit galt der Erforschung der Krebserkrankungen, seiner Meinung nach eine Erkrankung des gesamten Organismus, der eine gestörte Pulsation des Orgons im Körper zugrunde liege, die wiederum in der Unfähigkeit des Organismus wurzele, sich vollständig den vegetativen Zuckungen im Orgasmus hinzugeben. Diese Unfähigkeit, die orgastische Impotenz des Menschen bzw. ihre Behebung, ist ein Kernpunkt seiner Arbeit.
Zahlreiche Autoren, auch wissenschaftliche Kritiker, bestätigten, dass Reichs Werk durch Stringenz und Logik gekennzeichnet ist (Fragestellung, Forschung, Ergebnisse, neue Implikationen). Die sexuelle Revolution der 1970er Jahre hat sich kaum - und wenn geschehen, dann oft in Verkennung seiner Auffassung von Sexualität - auf Reich berufen.
Eine Dokumentation aus dem Jahre 2009.
Weitere Informationen:
http://www.berndsenf.de/MenuLebensene... (Prof. Bernd Senf)
http://www.orgon.de/
http://www.orgoninstitut.de/
http://www.orgonelab.org/index_de.htm
http://www.orgonpraxis.de/

In obigem Film kommt auch Annelie Keil zu Wort (siehe auch Wie wir wurden, was wir sind, Post vom 3. Juli 2008, Artikel aus Publik Forum)

Bei FAKJU (für anarchistische Kinder- und Jugendpolitik) gibt es ebenfalls eine filmische Biographie:

Die Biographie von Wilhelm Reich (full movie) {29:05}

Am 01.01.2012 veröffentlicht
Ihr seid im Forum "FAKJU" fuer anarchistische Kinder und Jugendpolitik willkommen :
You are all welcome to visit the forum
for anarchistic children and youth-politics : http://fakju.forumo.de
Musik von :
AnarchyX & Dominic G. Joutsen
http://www.myspace.com/anarchyxanarchyx
http://www.myspace.com/DominicJoutsen



Bei Telepolis: Reich, die CIA und MKULTRA (Erster von vier Teilen über die Hintergründe des aktuellen Kinofilms)

Letztlich finde ich die Diskussion darüber, ob Reich verrückt oder nicht verrückt war, obsolet.

Erhellender scheint mir zu sein, sich bewußt zu machen,
1. vor welchem gesellschaftspolitischen Hintergrund Reichs Forschungen abliefen (Kommunistenverfolgung in der McCarthy-Ära, bis heute extreme Sexualfeindlichkeit, Bigotterie und Kontrollwahn in den USA, siehe auch MKULTRA)


Das Gehirnwäsche-Programm der CIA (Doku) Deckname Artischocke {44:29}

Am 13.01.2012 veröffentlicht
vatomato1
Das Gehirnwäsche-Programm der CIA (Doku) Deckname Artischocke GERMAN Dokumentation Deutsch
In den 50er Jahren führte die CIA geheime Experimente zur Gehirnwäsche durch. Den Opfern wurden Drogen verabreicht, sie wurden unter Hypnose gesetzt und gefoltert. Ziel dieser Versuche war es, den menschlichen Willen zu brechen, um z. B. sowjetische Agenten zur Preisgabe von Geheimnissen zu zwingen.
Einige der unter dem Decknamen "Artischocke" durchgeführten Experimente verliefen tödlich. Zu den beteiligten CIA-Wissenschaftlern gehörte Frank Olson. Im November 1953 stürzte er aus dem Fenster eines New Yorker Hotels. Sein Tod wurde als Selbstmord deklariert. Doch als Olsons Sohn nach über 40 Jahren den Leichnam exhumieren und obduzieren ließ, stellte sich heraus, dass sein Vater wahrscheinlich Opfer eines Verbrechens geworden war.
Die Dokumentation folgt den Spuren Olsons, der zunächst mit der Erprobung biologischer Waffen beschäftigt war, darunter Anthrax. Zeugen sprechen erstmals über die Hintergründe der streng geheimen Tätigkeit. Und in Olsons Nachlass finden sich Amateurfilme und Dias, die der Wissenschaftler in seinen letzten Lebensjahren machte und die faszinierende Einblicke in die Welt des US-Geheimdienstes während des Kalten Krieges gewähren.
Ein Verdacht drängt sich auf: Frank Olson war schockiert über die grauenhaften Verhöre der CIA, die größtenteils in Deutschland stattfanden - an Kriegsgefangenen, an Flüchtlingen aus Osteuropa, die man für Spione hielt, und an eigenen Landsleuten.
Nach der Rückkehr von seiner letzten Europareise im August 1953 wollte Olson aussteigen. Das konnte die CIA nicht zulassen. Denn Olson kannte Staatsgeheimnisse auf dem Gebiet der biologischen Kriegsführung, die um keinen Preis bekannt werden durften.
gehirnwäsche doku mk ultra deckname artischocke cia geheimdienst folter gedanken kontrolle usa mind control dokumentation deutsch

siehe auch:
- HOLMES: MKULTRA ASSASSIN? PATSY? PSYCHIATRIC CASUALTY? auf Jon Rappoport’s Blog
- Dr. Alan Scheflin: MK-ULTRA, Age Regression and Infantilism
- Wikipedia-Eintrag: Donald Ewen Cameron
- Wikipedia-Eintrag: Church Committee
- Wikipedia-Eintrag: Operation Northwoods
- Wikipedia-Eintrag: Pont-Saint-Esprit, Massenvergiftung

aus Wikipedia:
Mitte der 1950er wurde Cameron Professor für Psychiatrie der McGill University, leitender Psychiater des Royal Victoria Hospitals und Direktor des Alan Memorial Institutes. 1952/53 war er Präsident der American Psychiatric Association. Ferner wurde er zum Präsident des Psychiatrieverbandes von Quebec und Kanada, der World Psychiatric Association (Weltverband der Psychiatrie), der Gesellschaft für Biologische Psychiatrie und des Amerikanischen Psychopathologischen Verbandes gewählt.[…]
1956/57 begab sich Val Orlikow, die Frau des kanadischen Parlamentsmitglieds David Orlikow, wegen Depressionen zu ihm in Behandlung. An ihr, wie auch an hunderten weiteren Patienten mit geringfügigen Problemen, machte er seine Driving-Experimente mit LSD und Elektroschocks. Als Val Orlikow das Allan Memorial wieder verließ, hatte sie den Verstand eines Kleinkinds und keine Erinnerung mehr an ihren Ehemann und ihre Kinder. Erst zehn Jahre nach Camerons Tod, nachdem die Orlikows von einer Kongressanhörung zu den CIA-Gehirnwäsche-Experimenten lasen, gelang es ihnen, diese „Behandlungen“ aufzudecken.Eine weitere Patientin war Linda McDonald. Im Jahre 1962, nach der fünften Schwangerschaft, bekam sie postnatale Depressionen. Innerhalb von drei Wochen in seiner Klinik diagnostizierte Cameron, dass sie unter akuter Schizophrenie litt. Er behandelte sie innerhalb von vier Monaten mit 102 Elektroschocks, 6 Joule Elektrizität pro Behandlung, und setzte sie für 86 Tage in ein künstliches Koma. Dies löschte ihr Gedächtnis auf Kleinkindniveau, sie musste wieder lernen auf die Toilette zu gehen. Sie hatte keine Erinnerungen mehr über ihr früheres Leben, bei der Rückkehr erkannte sie ihre eigene Familie nicht mehr. [Donald Ewen Cameron, Wikipedia]

Da muß man sich fragen: Wer ist hier krank?

Ewen Cameron, Memory Thief - Part 1 [8:49]
Hochgeladen am 28.07.2006
Scottish documentary on Ewen Cameron, who worked with the CIA on brainwashing techniques using electroshock therapy. His grisly methods and CIA funding are detailed in the book by John Marks (1979), "The Search for the Manchurian Candidate" and the later book, "In The Sleep Room: The Story of the CIA Brainwashing Experiments."

2. mit welcher Hysterie die amerikanischen Medien und die Öffentlichkeit auf die Ideen von Reich reagierte,

gefunden bei Nachrichtenbrief, orgonomie.net


3. welche Deutungssysteme in den 30er bis 60er Jahren zur Verfügung standen, um die Ideen und Entdeckungen Reichs zu beschreiben.

Man stelle sich einfach einmal mehrere Minuten lang vor, was mit einem Menschen geschieht, der von der Psychoanalytischen Vereinigung (die in ihren Anfängen zweifellos Sektencharakter hatte) und von der kommunistischen Partei hinausgeworfen, von den Nazis als Jude verfolgt, nun in den USA als vermeintlicher Moral-Verderber und Scharlatan angeprangert und von der FDA in schöner Regelmäßigkeit vor Gericht gezerrt wird: Wer hält so etwas aus?


Es liegt in der Natur der Sache, daß es über Wilhelm Reich keine »objektiven« Informationen geben kann, da all diese Informationen auf die eine oder andere Weise gefärbt sind.


- Ein Interview (Linda Moulton-Howe auf dwij.org) mit Michael Mannion (Project Mindshift, The Re-Education of the American Public Concerning Extraterrestrial Life, 1947 to the Present)
- Wolfgang Büntig, Das Werk von Wilhelm Reich und seinen Nachfolgern (PDF auf wilhelm-reich-gesellschaft.de)
- Wilhelm Reich, Leben und Forschung (PDF bei ewaldboehmer.de)
- James M. Murphy, The man who started the sexual revolution (The Times literary supplement)
- Wilhelm Reich: the man who invented free love (Guardian, 15 September 2013, weitere Links zu interessanten Artikeln funktionieren noch)
- Joachim Trettin, Wilhelm Reich und die Orgonomie (auf trettin-tv.de)
- Persönliche Erinnerungen an Wilhelm Reich (Ein Vortrag von Dr. Morton Herskowitz, gehalten am 3. November 1993 an der Universität Hamburg, gefunden bei trettin-tv.de)
- Emotional Plague Bibliography – A Record of Various Deliberated Misrepresentations, Distortions, Attacks and Smears directed Against Wilhelm Reich and His Supporters in the Science of Orgonomy Since the 1930s (bei orgonelab.org)
- Listen, Little Man! – A Review (hermespress.com)
- Jürgen Fischer, Hör nochmal zu, kleiner Mann (auf orgon.de)
- Warum guter Sex die Welt heilen kann (Matthias Heine, ZEIT Online, 03.11.2007)

»Die Erfahrung des Besiegtwerdens enthält Erkenntnischancen,
die ihren Anlass überdauern.«


Kate Bush - Cloudbusting - Official Music Video [6:56] Text Übersetzung
Hochgeladen am 17.12.2010
Official music video for the single "Cloudbusting" written, produced and performed by the British singer Kate Bush. It was the second single released from her no.1 1985 album Hounds of Love. "Cloudbusting" peaked at no.20 in the UK Singles Chart.

The music video, directed by Julian Doyle, was conceived by Terry Gilliam and Kate Bush. The video features Canadian actor Donald Sutherland playing the role of Wilhelm Reich, and Bush playing the part of his young son, Peter.



Cloudbuster-Bauanleitung, heilige Geometrie, ... Orgonenergie Segen oder Fluch? Teil 14 A von 16 [8:13]
Veröffentlicht am 14.06.2012
Der Orgonit-Cloudbuster wie auch diverse andere Orgonenergie generierende Geräte werden nach „heiliger Geometrie" gefertigt. Die Rohre eines Cloudbusters werden in hexagonaler Anordnung platziert (6 Rohre, 6 Kristalle). Manche Hersteller gießen, wie man im Film sehen kann, auch gleich ein Hexagramm mit ein - doppelt hält besser!
Das Hexagramm wird übrigens in der Hexerei und dem Satanismus seit Jahrhunderten verwendet. Er wird oft als das mächtigste Zeichen im Okkultismus betrachtet und deshalb bei Fluch- und Schicksalsritualen verwandt. Bill Schnöbelen, der früher Satanist war, schreibt: „Für den Hexer ist das Sechseck ein mächtiges Instrument um Satan anzurufen."
Ups!
Energetisches Wohlbefinden und Harmonisierung für Mensch und Natur nach satanischen Vorgaben? Cloudbuster Bauanleitung nach Vorlagen zur Dämonenanrufung? Weihwasser und Blut im Orgonit-Mix? Dämonen-Anrufung durch den Einsatz von Orgonit-Cloudbustern? Es ist doch seltsam, daß genau jene, die behaupten, es gäbe Satan überhaupt nicht, am tiefsten im Okkultismus drinhängen - auch wenn dies heute als "ganzheitlich" und "alternativ" bezeichnet wird!
Wer interessiert sich heutzutage eigentlich noch für die Wahrheit?
Ist sie vielen nicht einfach viel zu unbequem? Wer ist sich noch bewusst, was Wahrheit überhaupt ist und was sie bedeutet? Wer schwimmt noch gegen den Strom und macht nicht alles mit, was die Masse mitmacht?
Daß Orgonit mittlerweile unter einem anderem Namen selbst im Teleshopping anzutreffen ist, spricht eine eigene, ganz deutliche Sprache! Nicht alles was Heilung verspricht, heilt auch! Man muß sich nur mal die ganzen Hersteller-Seiten anschauen und sieht ganz deutlich, daß viele nur von anderen Seiten abgeschrieben haben. Es scheint so, als wüßten viele wirklich nicht, mit was sie da eigentlich hantieren!
Dieser Film mit insgesamt 16 Teilen dient als Warnung an alle, die mit dem Thema Orgonenergie in irgendeiner Weise in Berührung gekommen sind. Des Weiteren dient er ausschließlich informativen Zwecken, gemäß dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland Artikel 5 Abs. 1:
„Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt."
Orgonenergie - Segen oder Fluch?
Was hat es mit der von Don & Carol Croft ins Leben gerufenen weltweiten „Orgonit-Gifting-Bewegung", bei der Orgonit an Mobilfunksendeanlagen, militärischen Einrichtung, ehemaligen Kultplätzen sowie in Gewässern ausgebracht wird wirklich auf sich? Was sind die eigentlichen Hintergründe? Was soll diese durch Orgonite generierte Orgonenergie bewirken und was bewirkt Orgon schlußendlich?
Warum wird Orgonit massenhaft in Flüsse, in's Meer, in Bäche und Gewässer gekippt und warum glauben jene, die so etwas tun, sie täten etwas Positives für Mensch, Tier und Natur?
In dieser Welt passiert nichts, ohne daß es vorher bestimmt wurde.
Diese Serie klärt auf und ist zugleich an alle eine Warnung, sich mit der Materie genauestens auseinanderzusetzen und Schadensbegrenzung zu betreiben! Jeder kann diese Informationen alle prüfen und sich selbst ein Bild über die Fakten machen! Quellenangaben und Denkanstösse finden sich in der Serie genügend. Es fragt sich nur, wer hat an der Wahrheit heutzutage überhaupt noch ein Interesse und wer lebt nicht nur nach seinem eigenen Gutdünken? Warum sagt der Gründer der "Chuch of Satan (Satanskirche), Wilhelm Reich sei ein Name, den man sich für die Magie der Zukunft merken solle? Wieso betont Don Croft, die Orgonite hätten ein Eigenleben und würden von jemandem gesteuert? Wieso integrieren Orgonithersteller alchemistische Substanzen, Blut, Weihrauch, Essenzen, Symbole, etc. in ihre Orgonite und warum gießen die schwarzafrikanischen Shamanen jetzt selbst Orgonit? Wer profitiert von der ganzen Bewegung wirklich? Wer hat den Mut, sich mit der Wahrheit überhaupt auseinanderzusetzen?
Leute - wacht auf! Macht Euch selbst schlau und überprüft alles! Wir wollen nicht einfach irgendetwas behaupten, sondern, die Menschen anregen, die Hintergründe der ganzen Orgon-Thematik selbst zu beleuchten! Informiert Euch, wer was erfunden hat und warum und was es wirklich bewirkt. Glaubt nicht das, was die meisten Hersteller auf ihren Seiten alle einfach irgendwo abgeschrieben haben!
Da diese 16-teilige Serie ausschließlich zu gemeinnützigen Zwecken dient und keine kommerziellen Ziele verfolgt werden, wird bei Verwendung von Bildern zusätzlich auf die "Fair Use Clause" der Berner Konvention zu internationalem Copyright verwiesen. Grafiken werden nur zum Zwecke der Bebilderung des Contents verwendet, um den Inhalt dem Betrachter verständlicher zu machen. 

- Formstrahler (Biosensor-Physik)

- Erich Neumann [Wikipedia]
- Freud, Jung, and Reich (John Madziarczyk, Lost Highway Times...Paths in Oblivion, 06.09.2007)
- C.G. Jung und Wilhelm Reich über den Nationalsozialismus (Nachrichtenbrief, Orgonomie.net, 20.12.2013)
- Frühe Bindung, Kulturentwicklung und Identität (Ruth Priese)
- SIT und die Individualpsychologie Alfred Adlers – Fremde oder alte Verwandte? (Matthias Wenke, SIT Institut, 12.06.2013)


zuletzt aktualisiert am 16.11.2016


Mittwoch, 11. September 2013

Heute vor 40 Jahren – 11. September 1973: Salvador Allende kommt um

Während des von General Augusto Pinochet geführten und vom US-Geheimdienst CIA finanziell unterstützten Putschs kommt der freigewählte sozialistische Ministerpräsident Chiles Salvador Allende Gossens beim Sturm auf den Präsidentenpalast ums Leben.



Die Chronik der Ereignisse auf der Hompage von Dieter Wunderlich

"I don't see why we need to stand by and watch a country go communist due to the irresponsibility of its own people. The issues are much too important for the Chilean voters to be left to decide for themselves." (Henry Kissinger


Die Rolle von Henry Kissinger bei der Beteilung der USA am Militärputsch legt matices dar 

Obduktionsbericht: Salvador Allende beging Selbstmord (SPIEGEL Online, 02.07.2011)
Diplomarbeit Georg Schendl, Der Fall Pinochet – Chile 1973. Zur Praxis und Theorie der Menschenrechte (Universität Wien, Oktober 2008 – PDF)
Mord in Chile: Kissinger verklagt (taz, 11.09.2001)
Kann Henry Kissinger ausgeliefert werden? (Martin McLaughlin, World Socialist Website, 27.10.1998)
Vor einem Unterausschuß des Repräsentantenhauses machte Colby im April dieses Jahres eine -- streng geheime -- Aussage über die CIA-Aktivitäten in Chile, deren 48-Seiten-Protokoll einige Zeit später der demokratische Abgeordnete Michael Harrington einsehen konnte. Er durfte das Skript zweimal hintereinander durchlesen und hielt die wichtigsten Punkte aus dem Gedächtnis in einem siebenseitigen vertraulichen Brief fest, den er an mehrere Kongreßabgeordnete schickte; einer der Briefe gelangte, Anfang dieses Monats, auch an die "New York Times" und die "Washington Post".
Laut Harrington berichtete Colby, daß die CIA in Chile
  • drei Millionen Dollar bereits im Jahre 1964 an die chilenischen Christdemokraten zahlte, um deren Präsidentschaftskandidaten Eduardo Frei zu stützen;
  • je 100 000 Dollar in den Jahren 1969 und 1970 an innenpolitische Gegner des neuen Präsidentschaftskandidaten Allende vergab, um dessen Wahl zu vereiteln;
  • nach der Allende-Wahl mit 350 000 Dollar Kongreßabgeordnete zu bestechen versuchte, damit sie den Wahlsieger nicht als Präsidenten bestätigten;
  • nach Allendes Amtsantritt bis 1973 fünf Millionen Dollar ausgab, um die innenpolitische Situation des Landes zu "destabilisieren"; > bei den Kongreßwahlen vom Frühjahr 1973 Anti-Volksfront-Kandidaten mit 1,5 Millionen Dollar unterstützte; * noch einen Monat vor Allendes Sturz, im August 1973, eine weitere Million stiftete.
Keine der genannten Aktionen unternahm die CIA, so Colby, ohne die ausdrückliche Billigung des sogenannten "Vierziger-Ausschusses" zur Überwachung der Geheimdienste, dessen Vorsitzender gegenwärtig Außenminister Kissinger ist. Die Regierung, so Colby, wußte also über die chilenischen Abenteuer der CIA Bescheid.
[CHILE: Tatenlos zusehenMartin McLaughlin, Der Spiegel, 16.09.2074]

Quelle: antinazi.wordpress.com
















Der bolivianische Präsident Evo Morales wurde bei seiner Rückreise von einer Wirtschaftskonferenz in Russland am 2. Juli 2013 zur Landung in Wien gezwungen. Grund dafür war offenbar ein Hinweis aus den USA, nach dem sich der Whistleblower Edward Snowden an Mord der Präsidentenmaschine befunden haben soll.
Siehe dazu:
- Verweigerte Überflugrechte für Morales – Spanien entschuldigt sich bei Bolivien wegen Snowden-Vorfall (Süddeutsche, 16.07.2013)

Bei einem Treffen mit dem Generalsekretär der UNO, Ban-Ki-Moon, kritisierte Venezuelas Außenminister Elias Jaua im Namen des Mercosur (abgekürzte Bezeichnung für den Gemeinsamen Markt Südamerikas), dass die Verweigerung der Überflugrechte für das Flugzeug des Präsidenten von Bolivien, Evo Morales, durch vier europäische Länder eine Verletzung der Wiener Verträge sowie weiterer internationaler Vereinbarungen darstelle.

Wie die kubanische Nachrichtenagentur Prensa Latina berichtete, kündigte Morales an, er werde bei dem nächsten Treffen der UNASUR (Internationale Organisation der zwölf südamerikanischen Staaten) vorschlagen, die USA vor internationalen Gerichten wegen Menschenrechtsverletzungen anzuklagen. Damit solle eine Wiederholung eines Vorfalls wie in seinem Fall, in Zukunft verhindert werden. "Ich hatte viel Vertrauen in die Präsidentschaft von Barack Obama, der aus einem diskriminierten Sektor stammt. Ich kann nicht verstehen, das dieser Diskriminierte einen anderen Diskriminierten diskriminiert.“ (Quelle: Portal america21.de)

Aus Dokumenten, die Wikileaks gemeinsam mit zahlreichen Medien weltweit aufbereitet und veröffentlicht hat, geht hervor, daß der stellvertretende Staatssektretär des Vatikans, Giovanni Benelli, den Militärputsch gegen die Regierung Salvador Allendes auf diplomaticher Ebene untersützte. (Quelle: Portal america21.de)

Floh de Cologne – Letzte Rede Allendes



Wir werden es nicht vergessen (emmemm.de)
40 Jahre Militärputsch in Chile – Kampf gegen das Schweigen (taz)
40 Jahre Militärputsch in Chile – Der alte Gegensatz lebt fort (taz)

William Blum, US Interventionen von 1945 bis zur Gegenwart, ein kleiner Ausschnitt (gefunden bei miprox.de)