Sonntag, 31. Mai 2015

Der Ukraine-Konflikt – Aktuelles, Teil 3

 

Der Krieg ist ein besseres Geschäft als der Friede. 
 Ich habe noch niemanden gekannt, 
 der sich zur Stillung seiner Geldgier 
auf Erhaltung und Förderung des Friedens geworfen hätte. 
Die beutegierige Canaille 
hat von eh und je auf Krieg spekuliert.
(Carl von Ossietzky, 1882 - 1945, in der Weltbühne vom 8. Dezember 1931;
gefunden bei ossietzky.net)




The most common way people give up their power 
is by thinking they don't have any. 
(Alice Walker, *1944, US-amerikanische Schriftstellerin und Aktivistin)



Menschen kämpfen für ihre Freiheit
und gewinnen diese mittels einer sehr harten Schule.
Ihre Kinder, aufgewachsen in Gelassenheit,
lassen sie sich wieder entgleiten, diese armen Narren.
Und deren Enkel avancieren einmal mehr zu Sklaven. 
(D. H. Lawrence, 1885 - 1930, englischer Schriftsteller)



Der Westen gewann die Weltherrschaft 
nicht durch die Überlegenheit seiner Ideen 
oder Werte oder Religion, 
sondern vielmehr durch seine Überlegenheit 
bei der Anwendung organisierter Gewalt. 
(Samuel Phillips Huntington, 1927-2008, US-amerikanischer Politikwissenschaftler und Autor)

Unbedingt anschauen: Ein echter, neutraler Europäer analysiert Ukraine-Konflikt [7:21]

Veröffentlicht am 27.01.2015
Like http://www.facebook.com/newskritik - Das stärkt uns.
Top-Journalist analysiert und kritisiert aus europäischer Sicht die Ukraine-Krise.
Fazit: Europa schadet sich selber, weil es seine Interessen gegen fremde Interessen eintauscht.


November 2014 

G20-Gipfel: Obama bezeichnet Putins Kurs als Gefahr für die Welt (Stern, 15.11.2014)
Die Ukraine-Krise ist ein zentrales Thema beim G20-Gipfel. US-Präsident Barack Obama hat die russische Politik in dem Konflikt erneut scharf kritisiert. Die EU droht, die Sanktionen zu verschärfen.

- Nachrichtenmosaik Ukraine Folge 88 (Hans Springstein, Nutzerbeitrag, der Freitag, 11.11.2014)
Ukraine Gesammelte Nachrichten und Informationen zu den Ereignissen in der Ukraine und deren Hintergründen, ohne Gewähr und Anspruch auf Vollständigkeit und fast ohne Kommentar

Ukraine: Die Zeichen stehen auf Krieg (Florian Rötzer, Telepolis, 07.11.2014)
Poroschenko ist geschwächt, Kiew überweist keine Renten in die Ostukraine, der Flughafen von Donezk ist das ukrainische Kobane
Nach den von den Machthabenden in den "Volksrepubliken" durchgeführten Wahlen nehmen die Kämpfe wieder zu. Wie üblich beschuldigen sich beide Seiten gegenseitig, mit den Angriffen begonnen zu haben, beide Seiten haben allerdings auch Interesse, Positionen zu halten oder einzunehmen, so lange der Waffenstillstand nicht wirklich eingehalten und die vereinbarte Pufferzone geschaffen wurde. Allerdings scheinen beide Seiten das Minsker Abkommen wie schon frühere Vereinbarungen, angefangen vom ersten Assoziierungsabkommen über die mit Janukowitsch geschlossenen Vereinbarung über die friedliche Lösung des Konflikts bis hin zur Genfer Vereinbarung als wertlos zu betrachten, zumal der ukrainische Präsident Poroschenko geschwächt aus den Wahlen hervorgegangen ist und die Falken, Nationalisten und Rechten gestärkt wurden. Gut möglich, dass nun mit einer republikanischen Mehrheit im US-Kongress die Ukraine auch militärisch stärker gegenüber Russland und den Separatisten aufgerüstet werden könnte. Der russische Präsident will hingegen nicht zu eng mit den "Volksrepubliken" verbunden werden, eine Begegnung mit deren Führern soll es nicht geben.


Vertrauliche Gespräche deutscher Unternehmer in Moskau (Ulrich Heyden, Telepolis, 07.11.2014)
Eine hochrangige Delegation deutscher Unternehmer sprach in Moskau mit Regierungsmitgliedern über Geschäftsbeziehungen unter Sanktionsbedingungen
Das Treffen von 20 Vertretern deutscher Unternehmen mit dem russischen Vizepremier Igor Schuwalow und Außenminister Sergej Lawrow fand am Mittwoch in Moskau hinter verschlossenen Türen statt, berichtete der Moskauer Kommersant. Bei den Gesprächen ging es um "den Erhalt der Geschäftsbeziehungen unter den Bedingungen der Sanktionen", berichtete das Blatt unter Berufung auf einen namentlich nicht genannten Informanten aus dem Kreis der deutschen Delegation.


Oktober 2014 

- Ukraine und Russland einigen sich auf vorläufigen Gaspreis (ZEIT Online, 19.10.2014)
Vorläufige Einigung im Gasstreit: Bis Ende März haben Russland und die Ukraine einen Gaspreis festgelegt. Die Ukraine bittet dafür um finanzielle Hilfe des Westens.

- Zahlt die EU die ukrainische Gasrechnung? (Ralf Streck, Telepolis 18.10.2014)
Bei den Gesprächen über den Ukraine-Konflikt in Mailand gab es offenbar nur im Gasstreit Annäherung, weil alle Konfliktparteien daran interessiert sind 

Am Rande des Europa-Asien-Gipfels (Asem) in Mailand wurde versucht, einer Lösung im Ukraine-Konflikt näher zu kommen. Bundeskanzlerin Angela Merkel konnte nach einer zweiten Gesprächsrunde am Freitag keinen Durchbruch erkennen. Der russische Präsident Wladimir Putin sprach von einer feindlichen Haltung, während der italienische Gastgeber Matteo Renzi auf konstruktive Gespräche verwies. Russland hatte im Vorfeld gedroht, Gaslieferungen nach Europa zu drosseln, falls die Ukraine im Winter die Pipelines anzapft, womit der Druck zur Zahlung der Milliardenschulden vor dem Winter vergrößerte wurde. Dort erwarten ohne Einigung viele Menschen einen kalten Winter, weil auch die Kohle aus der umkämpften Region fehlt.

- Putin und Poroschenko tricksen Merkel aus: EU soll Gas-Schulden der Ukraine zahlen (DeutscheWirtschaftsNachrichten, 18.10.2014)
Die EU sieht sich im Gas-Streit mit Russland einer überraschenden neuen Allianz gegenüber: Wladimir Putin und Petro Poroschenko haben sich darauf geeinigt, dass die EU die offenen Rechnungen bei Gazprom übernimmt. Der vermeintliche Kampf um die Achtung des Völkerrechts dürfte die europäischen Steuerzahler zunächst 4,5 Milliarden Euro kosten.

- Kremlin surprised Poland won’t give Ukraine free coal (Russia Today, 17.10.2014)
Now that Ukraine wants to receive Polish coal, and not Russian gas, free of charge, the Kremlin said it is surprised at Warsaw’s inconsistency towards Ukraine’s energy crisis. 

 “Our Polish partners have reacted in such a lively way to news of Ukraine wanting to get Polish coal almost free of charge,” Dmitry Peskov, the spokesman of Russian President Vladimir Putin, said. The Russian President was in Milan Friday with European and Asian leaders at the ASEM summit

 Peskov sees a major inconsistency in Warsaw’s attitude towards Ukraine in terms of which resources can be obtained for free and which cannot. The aide told Poland it shouldn’t be surprised that Ukraine wants to receive coal without paying, since Poland thinks that giving Ukraine Russian gas for free is fair.

On Thursday, Poland’s Deputy Prime Minister Janusz Pehochinsky expressed disappointment that Ukraine hasn’t yet paid for 100,000 tons of Polish coal.

- SPON - Ohne Putin-Bashing gehts wohl nicht (Alles Schall und Rauch, 13.10.2014)
Wenn man die Schlagzeile und den Inhalt der Artikel des "Schmiergel" und des "Lokus" miteinander vergleicht muss man meinen, es handelt sich um Berichte von zwei verschiedenen Veranstaltungen. Dabei in beiden Fällen geht es um das Formel1-Rennen in Sochi vom Wochenende, der erste "Grosse Preis von Russland" nach Fertigstellung der Rennstrecke auf dem Olympiagelände. Der Schmiergel schreibt als Einführung "Der Große Preis von Russland - da durfte Wladimir Putin natürlich nicht fehlen. Der Präsident genoss die Show, bei der er sich wunderbar ins Rampenlicht rücken konnte. Aber die Inszenierung hat ihren Preis." Der Lokus bringt genau das Gegenteil: "Es sollte seine Bühne werden, doch Russlands Präsident Wladimir Putin hat auf einen öffentlichen Auftritt vor dem Großen Preis von Russland verzichtet. Stattdessen schickte er den Vize-Ministerpräsidenten nach Sotschi an die Seite von Bernie Ecclestone." Ja was stimmt denn nun?

- Massengräber bei Donezk (Hintergrund, 06.10.2014)
In der Ostukraine wurden offenbar von ukrainischen Kampfverbänden Zivilisten hingerichtet und verscharrt. Die Anzahl der Opfer und die näheren Umstände bleiben bislang unklar
Zitat:
Die scheinbar einzige Gewissheit, die es bislang im Zusammenhang mit den Leichenfunden vom 23. September gibt, ist, dass um sie ein Propagandakrieg entbrannt ist. Immerhin scheint soviel klar: Mindestens neun Menschen wurden hingerichtet und anschließend verscharrt. Der Faktenlage nach befanden sie sich in Gefangenschaft ukrainischer Kampfverbände.

- Obama-Vize blamiert Merkel: USA haben EU zu Sanktionen gegen Russland gezwungen (Deutsche WirtschaftsNachrichten, 05.10.2014)
Die Amerikaner haben erstmals öffentlich eingeräumt, die EU gegen ihren Willen zu Sanktionen gegen Russland gezwungen zu haben. US-Vizepräsident Joe Biden sagte, Obama habe darauf bestanden, dass die EU wirtschaftlichen Schaden in Kauf nehme, um die Russen zu strafen. Die Ausführungen Bidens machen klar, dass Angela Merkel und ihre EU-Kollegen auf Druck der USA ihren eigenen Völkern Schaden zugefügt haben. Wer sich diesem Bündnis anschließt, wird zum Papagei der US-Interessenspolitik. Merkels schöne Worte von der freien Selbstbestimmung klingen in diesem Kontext wie der blanke Hohn.

Mitteleuropäischer Block gegen Russlandsanktionen (Telepolis, 01.10.2014)
In Tschechien, Ungarn, der Slowakei und Österreich wächst der Unmut über die außenpolitischen Vorgaben aus Brüssel 
In den letzten Monaten verabschiedete die EU mehrmals Wirtschaftssanktionen gegen Russland, die unter anderem den Zugang zum Finanzmarkt und die Erdölförderung betreffen. Russland reagierte darauf mit einem Lebensmittelimportstopp, der nach Berechnungen des niederländischen Finanzkonzerns ING Groep N.V. Schäden in Höhe von 6,7 Milliarden Euro anrichten wird.
Nicht alle EU-Mitgliedsländer sind vom Sinn der Sanktionen gegen Russland überzeugt: Am bislang deutlichsten sagte das der tschechische Präsident Miloš Zeman am Freitag: In eine siebzehnminütigen Ansprache auf der Konferenz Dialogue of Civilizations kritisierte er, dass die Maßnahmen nicht nur wirkungslos, sondern sogar schädlich seien. Man müsse sie deshalb aufheben und stattdessen einen Dialog entwickeln, in dessen Rahmen Informationen "unzensiert" ausgetauscht werden.

Bob Dylan - Masters of War - lyrics [5:56]

Veröffentlicht am 04.11.2013
via YouTube Capture

“Masters of War”: An Analysis (songfacts, Kommentar 17, 3. Absatz)
President Eisenhower warned of the dangers of the military industrial complex in a farewell address in February, 1961. This remark is one of the sparks that ignited Dylan’s rage and the release of the song. Decades after the release of The Freewheelin’ Bob Dylan and “Masters of War,” Dylan said, “It’s not an anti-war song. It’s speaking against what Eisenhower was calling a military industrial complex.” (Lynskey 56, Hervorhebung von mir). Dylan also wrote this song to criticize American leaders and the military industrial complex that Eisenhower warned of. “It was meant as a realization of the times, what war was coming to and why war became a pointless act, rather than a means of defense.” (Masters… 1). As you can see, Bob Dylan was very young when this remarkable song was written and released. His senses were heightened with the alarming, warring times of 1960’s and he had an emotional climax with the conflicts that were taking place around him. The lyrics of song prove just how disgusted he really was with the “war profiteers.” 
siehe auch:
- Heute vor 45 Jahren – 25. Juli 1965: Die Geburtsstunde des Folk-Rock (Post, 25.07.2010, viertes Video)


September 2014 

- Facebook-Propaganda: Kiews Verteidigungsminister erntet Spott für Bericht über Atomschlag (SPIEGEL Online, 22.09.2014)
Das war dann doch zu viel der Propaganda: Der ukrainische Verteidigungsminister behauptete, Luhansk sei von russischen Atomgranaten getroffen worden. Auch aus den eigenen Reihen musste er sich Belehrungen über Waffentechnik gefallen lassen.

- Nach der Maidan-Revolution ist die Ukraine nur noch eine totalitäre Kloake (Der Unbequeme, 22.09.2014)
Mit den Revolutionen ist es so eine Sache: in der Regel werden sie mit wohlklingenden Parolen und hehren Zielen gemacht, die Realität sieht aber bald völlig anders aus. Unterdrückung, Terror und Blut waren in der Geschichte die unmittelbaren Folgen vieler Revolutionen und auch mit der jüngsten "demokratischen Revolution" in der Ukraine verhält es sich genauso.

- »Atmosphäre der Angst« (junge Welt, 21.09.2014) 
Partei der Regionen boykottiert Parlamentswahlen in der Ukraine: Ihre Politiker werden vom rechten Mob attackiert. Gespräch mit Jelena Bondarenko
Interview: Frank Schumann

Rechter Terror in Kiew: Am Dienstag wurde der
Abgeordnete Witali Schurawski (Partei der Regionen)
aus dem Parlament gezerrt, in einen Müllcontainer
»entsorgt« und mit einem Autoreifen traktiert
Foto: sreenshot youtube.com/euronews
Jelena Bondarenko, Abgeordnete des Parlaments in Kiew, hat sich am 12. September mit einem offenen Brief ans Ausland gewandt, weil sie die Arbeit der Opposition in der Ukraine sowohl in der Werchowna Rada als auch außerhalb des Parlaments unzulässig behindert sieht.

Der Innenminister Arsen Awakow soll erklärt haben, wenn Jelena Bondarenko im Parlament auftrete, möchte er zur Pistole greifen. Julia Timoschenko hat ja schon mal einen ähnlichen Wunsch in bezug auf den russischen Präsidenten geäußert. Das zeigt zwar, wes Geistes Kind solche selbsternannten Demokraten sind. Aber sollte man solche Kraftmeierei ernstnehmen?


Wenn man schon einmal auf Sie geschossen hätte – und mir ist das im Dezember 2013 in Kiew widerfahren –, dann würden Sie Drohungen dieser Art nicht nur als primitive Rhetorik nehmen.


- Teure Partnerschaft (junge Welt, 20.09.2014)
Das Assoziierungsabkommen mit der Ukraine wurde unterzeichnet. Es ist ein ökonomischer Witz: Keiner der Beteiligten kann sich den machtpolitisch motivierten Unsinn leisten 
Von Rainer Rupp
Hab euch! Der momentan leitende Kiewer Oligarch
Poroschenko präsentiert den vermeintlichen
EU-Blankoscheck »Assoziierungsabkommen«
Foto: AP Photo/Mykola Lazarenko
Zeitgleich haben diese Woche das Parlament der EU in Strasbourg und jenes der Ukraine in Kiew mit großem Pomp ein Assoziierungsabkommen unterzeichnet. Bilder von den langanhaltendem, nicht enden wollenden standing ovations gingen um die Welt. In der Tat ein historischer Augenblick: Wächst da zusammen, was zusammengehört? EU und ukrainische Junta können nun gemeinsam untergehen und ihre Bevölkerung dabei mitnehmen. Das unfreiwillig Komische daran: Keine der beiden Seiten kann sich das leisten.

Um die Bewältigung der finanziellen Folgen dieser Vereinbarung wenigstens etwas weiter in die Zukunft zu verschieben (ein gern benutztes Instrument aktueller Politik in der EU und deren Mitgliedsstaaten), haben Kiew und Brüssel flugs vereinbart, den Beginn der Assoziierung bis zum 1. Januar 2016 zu verzögern. Das wurde von den Maidan-Neofaschisten als Verrat Poroschenkos an der »nationalen Sache« gewertet, weshalb sie versuchten, mal wieder das Parlament zu stürmen. Doch ohne den Aufschub wären sofort die russischen Zölle für alle Waren aus der Ukraine auf das Niveau, wie es für die Importe aus dem EU-Bereich gilt, angehoben worden. Da Rußland nach wie vor der bei weitem größte Abnehmer ukrainischer Produkte ist (von denen die meisten im Westen nicht absetzbar wären) hätte das sofortige Inkrafttreten der Assoziierung die Ukraine zwischen sechs und zehn Milliarden Euro im Jahr an Exportverlusten gekostet. Spätestens dann wäre der ökonomische und staatliche Kollaps des trotz westlicher Hilfen bereits wirtschaftlich und finanziell am Boden liegenden Landes unvermeidlich gewesen.

- UKRAINE – Machtkampf in der Ukraine: Merkel und die EU sitzen in der Falle (Deutsche WirtschaftsNachrichten, 16.09.2014)
In der Ukraine ist ein offener Machtkampf zwischen Präsident Poroschenko und den von Angela Merkel und der EU unterstützten Politikern „Jaz“ Jazenjuk und Julia Timoschenko ausgebrochen. Amerikaner und Russen bereiten unterdessen offenbar die Teilung der Ukraine vor. So wie die Dinge jetzt stehen, bleibt für die Europäer eine altbekannte Rolle: Die des Zahlmeisters für den Scherbenhaufen in der West-Ukraine.
Die aktuellen Entwicklungen in der Ukraine sind für die europäischen Steuerzahler äußerst besorgniserregend: Zwischen den politischen Spitzenkräften ist ein offener Machtkampf ausgebrochen. Der stellvertretende Außenminister Danylo Lubkivskiy ist am Wochenende zurückgetreten – aus Protest gegen die Verschiebung des Assoziierungsabkommens mit der EU: „Wenn eine Entscheidung verschoben wird, ist es keine Entscheidung“, schrieb der Diplomat auf Facebook. Das Wall Street Journal berichtet, Lubkivskiy habe seinen Rücktritt damit begründet, dass die Verschiebung „das falsche Signal für alle ist: für den Aggressor, für die Verbündeten und vor allem für die Bürger der Ukraine“.

- Ex-US-Botschafter über Ukraine-Krise „Das ist ein Familienstreit“ (taz, 14.09.2014?)
Putins aktuelle Politik ist die Folge von Provokationen des Westens, sagt Jack Matlock, ehemaliger US-Botschafter in Moskau.
Zitat:
»Putin hat gesagt, er könnte Kiew in zwei Wochen einnehmen. Die Russen wollen diese Region nicht wirklich. Das sind wirtschaftliche Katastrophengebiete. Sie wären eine enorme Last.«

- Zorniger Wirtschafts-Boss: Merkel agiert gegen Russen „in Abstimmung mit den USA“ (DeutscheWirtschaftsNachrichten, 11.09.2014)
Der Präsident der österreichischen Wirtschaftskammer, Christoph Leitl, hat in einem TV-Interview Bundeskanzlerin Angela Merkel vorgeworfen, ihre harte Haltung gegen Russland mit Washington abzustimmen. Bisher galten in der EU solche Aussagen für hohe Vertreter des Establishments als absolutes Tabu. Das bemerkenswerte Interview im Wortlaut. 
Der Präsident der österreichischen Wirtschaftskammer, Christoph Leitl, hat am späten Mittwochabend im ORF klare Worte gefunden, was er von den EU-Sanktionen hält – nämlich nichts. Leitl, der in Österreich mit Sicherheit nicht als skrupelloser Geschäftsmann gesehen wird, sondern eher als besonnener Interessensvertreter, verwies in einem für den ruhigen Mann außerordentlich engagierten Gespräch auf die langfristigen Folgen der Sanktionen gegen Russland: Sie schaden den Bürgern in Europa, weil das Vertrauen zu Russland zerstört werde. Dies könne man auch kurzfristig nicht wieder herstellen.
Am Ende des Interviews wagt Leitl sogar einen Tabubruch: Er spricht offen an, dass Angela Merkel die deutsche und damit die EU-Außenpolitik mit den Amerikanern abstimmt. Das ist im Zusammenhang mit der Ukraine-Krise sehr ungewöhnlich: Bis jetzt haben alle offiziellen Repräsentanten stets versucht, die Sanktionen als Maßnahme zur Erhaltung von grundlegenden rechtsstaatlichen Prinzipien zu begründen. Aus dem Interview wird jedoch klar, dass es sich um Interessenspolitik handelt. Leitl ist ein wichtiger Vertreter des österreichischen Establishments, sein Wort hat Gewicht: Die Wirtschaftskammer ist Teil der österreichischen Sozialpartnerschaft und steht traditionell unter dem Einfluss der konservativen ÖVP, die ironischerweise aktuell auch den Außenminister stellt.

- Time to end the bloody Ukraine conflict (NachDenkSeiten, 11.09.2014)
If the United States and Europe were thinking rationally, the NATO summit in Wales last week would have been an opportunity to discuss a lasting resolution to the violent crisis in Ukraine, which has claimed thousands of lives and crippled the country’s economy. Instead, amid a fragile cease-fire agreement between Kiev and pro-Russian rebels in the east, the assembled world leaders used the summit for more belligerent talk and reckless saber-rattling, with their ultimate goal increasingly unclear. The goal seemed more preparing the NATO alliance for a new Cold War with Russia than exploring how to make peace, even as Moscow was helping to bring about the cease-fire agreement.
Quelle: The Washington Post


- "Bomben, die nie geworfen wurden, können platzen wenn sie gemeldet werden" – Wie macht man ein friedliebendes Volk kriegslüstern? (Konstantin Wecker, Neue Rheinische Zeitung, 10.09.2014)
„Wie wird die Welt regiert und in den Krieg geführt? Diplomaten belügen Journalisten und glauben es, wenn sie’s lesen.“ Karl Kraus, der die Manipulation der Massen in den Kriegszeiten des ersten Weltkrieges durchschaute und wie kein anderer messerscharf analysierte, verachtete die meisten Journalisten. Er verabscheute den „Journalismus und die intellektuelle Korruption, die von ihm ausgeht, mit ganzer Seelenkraft“.

Karl Kraus (1874-1936), öster-
reichischer Schriftsteller und
scharfer Kritiker des Hetzjourna-
lismus oder der "Journaille"

Quelle: wikipedia

Ich hielt das lange für übertrieben, zumal ich hervorragende und unbestechliche JournalistInnen kenne und schätze. Mittlerweile befallen mich Zweifel an meiner Loyalität.
Klar, es gibt sie noch, diese aufrechten Vertreter ihres Fachs. Aber wo dürfen sie noch schreiben? Die Propagandamaschine läuft bereits und es ist erschreckend, wie ein Großteil der Zunft einem Plan zu folgen scheint, der trotz des Widerspruchs der meisten Leser die Wirklichkeit im Sinne einflussreicher Geldgeber gestaltet.


„Als einer der Pioniere der Medienkritik hatte Karl Kraus erkannt, dass die Medien die Wirklichkeit nicht abbilden, sondern erzeugen, dass Meinungen und Stimmungen nicht einfach entstehen, sondern gemacht werden“, schreiben Mathias Bröckers und Paul Schreyer in ihrem lesenswerten Buch “Wir sind die Guten“ und sie zitieren noch einmal einen der wichtigsten Sätze von Karl Kraus:

„Ich habe erlebt, wie Krieg gemacht wird, wie Bomben, die nie geworfen wurden, nur dadurch, dass sie gemeldet wurden, zum Platzen kommen.“

- MH 17 – Der Zwischenbericht liegt vor und lässt viele Fragen offen (Telepolis, 09.09.2014)
Heute morgen um 10.00 veröffentlichten die niederländischen Behörden den lang erwarteten Zwischenbericht [PDF - 4.6 MB] zum Absturz/Abschuss von MH 17. Wer sich von dem Bericht eine möglichst lückenlose Aufklärung der Ereignisse erhofft hat, wird jedoch enttäuscht sein. Von Jens Berger.
Das was jedoch abzusehen. Sinn und Zweck der Untersuchungen war es, das Unglück aus Flugsicherheitsaspekten heraus zu beleuchten. Und da lief alles erwartungsgemäß rund – die Maschine war fehlerfrei, die Crew fit und auch die Fluglotsen machten ihren Job offenbar fehlerfrei. Zur Frage, warum der Luftraum oberhalb von 33.000 Fuß nicht gesperrt war, obgleich (nicht nur) die ukrainischen Behörden Informationen darüber hatten, dass die Separatisten womöglich in Besitz von Flugabwehrraketensystemen sind, die auch in wesentlich größeren Höhen eine potentielle Gefahr für Zivilflugzeuge darstellen, geht der Bericht gar nicht erst ein. Und auch ansonsten hält man sich bemerkenswert vornehm zurück, wenn es um politische Aussagen geht.


siehe dazu auch:
- Spektakulärer Zwischenbericht: Flug MH17 vermutlich abgestürzt (Der Postillion, 09.09.2014)
Den Haag (dpo) - Der niederländische Sicherheitsrat hat heute morgen den lange ersehnten Zwischenbericht zum Schicksal von Malaysia Airlines Flug 17 vorgelegt. Die ersten Ergebnisse der großangelegten Untersuchung scheinen nun einen schrecklichen Verdacht zu erhärten: Demnach deute vieles darauf hin, dass Flug MH17 seinen Zielflughafen in Kuala Lumpur nicht erreicht habe und stattdessen abgestürzt sei.

- Strickmuster der Ukraineberichterstattung (altermannblog, 08.09.2014)
Wenn die ukrainische Putschistenregierung (sie ist nicht durch Wahlen legitimiert) etwas verlautbart, dann wird das unhinterfragt 1:1 von unseren Qualitätsmedien weiterverbreitet. Alles was die Propaganda-Website ukrinform schreibt, wird gerne genommen, auch wenn es noch so abstrus ist. Wer kann sich erinnern, wie ab und zu mit großem Tamtam von Dutzenden Panzerwagen der russischen Armee berichtet wurde, die dann teilweise auf ukrainischem Territorium noch vernichtet wurden? Normalerweise würde bei so etwas sofort die Golineh Atai, Katrin Eigendorf oder ähnliche Qualitätsreporterinnen auftauchen, die dann vor brennenden Wracks das russische Böse in die Welt posaunen (notfalls auch mit Hilfe von Blue Screen). Eine andere Konifere ist Lielischkies, der auch Nachrichten gerne kreativ gestaltet und anschließend das Versehen bedauert. Der Tagesspiegel (Du hast richtig gelesen – nicht der Kopp-Verlag) hat eine Dokumentation über die Manipulationen des zwangsgebührenfinanzierten Senders gebracht (Chapeau!), der aber munter so weiter macht: Hier die Panne 2.0. Bis heute hat man keine Bilder der zerstörten Panzer gesehen, auch nicht die OSZE, aber die Falschmeldungen sind in der Welt und erzeugen Russenangst.

- Wie die Regierung Kiew die Aufklärung der Brand-Tragödie in Odessa sabotiert (Telepolis, 08.09.2014)
Der Untersuchungsausschuss der Stadtratsabgeordneten von Odessa löste sich auf, weil die Innenbehörde keine Informationen rausrückte. Drei verhaftete rechte Gewalttäter wurden freigelassen
Am Donnerstag stellte der von Abgeordneten des Stadtrates Odessa gebildete Untersuchungsausschuss zum Brand im Gewerkschaftshaus von Odessa, bei dem mindestens 48 Menschen starben (Die Tragödie von Odessa), seine Arbeit ein. Dies berichtete das regierungskritische Nachrichtenportal "Tajmer". Die Mitglieder des Untersuchungsausschusses begründeten ihre Entscheidung damit, dass die Innenbehörde und die Generalstaatsanwaltschaft wichtige Informationen und Dokumente der Ermittlungen zurückhalten.


- Offener Brief an Angela Merkel (Telepolis, 03.09.2014)
Amerikanische Ex-Geheimdienstmitarbeiter warnen vor Behauptungen der Geheimdienste zur Ukraine und erinnern an die irakischen Massenvernichtungswaffen
Wir, die Unterzeichner, sind langjährige Veteranen der US-Nachrichtendienste. Wir unternehmen den außergewöhnlichen Schritt, diesen offenen Brief an Sie zu schreiben, um Ihnen die Gelegenheit zu geben, vor dem NATO-Gipfel am 4. und 5. September Einblick in unsere Sicht der Dinge zu bekommen.

Originalartikel: 
- Memorandum For: Angela Merkel: Beware of Fixed Intelligence on Ukraine-- Think WMDs (OpEdNews, 31.08.2014)
We the undersigned are long-time veterans of U.S. intelligence. We take the unusual step of writing this open letter to you to ensure that you have an opportunity to be briefed on our views prior to the NATO summit on September 4-5. 

- OSZE widerspricht Nato: „Keine russischen Truppen in der Ukraine“ (Deutsch-türkische Nachrichten, 01.09.2014)
Es gebe keine Hinweise auf eine russische Präsenz auf ukrainischem Boden, so ein Sprecher der OSZE. Die Nato hatte zuletzt behauptet, Beweise für russische Militär-Operationen zu haben. Kiew spricht seit Tagen von einer „Invasion“ durch Putins Truppen. 
Die OSZE hat aufgrund ihrer Beobachtungen in der Ost-Ukraine keine Hinweise auf eine Präsenz von russischen Truppen auf ukrainischem Boden. Die Organisation ist mittlerweile mit 250 Mitarbeitern in der Region und kann offenbar einigermaßen unbehindert beobachten. Die Nato hatte zuletzt behauptet, Beweise für russische Militär-Operationen zu haben. Die ukrainische Führung spricht seit Tagen von einer „Invasion“ der russischen Armee.
siehe dazu auch:
- OSZE: „Keine Hinweise auf Präsenz von russischen Truppen auf ukrainischem Boden“ (DeutscheWirtschaftsNachrichten, 01.09.2014)
Die OSZE hat aufgrund ihrer Beobachtungen in der Ost-Ukraine keine Hinweise auf eine Präsenz von russischen Truppen auf ukrainischem Boden. Das sagte ein Sprecher der Organisation den Deutschen Wirtschafts Nachrichten. Die Organisation ist mittlerweile mit 250 Mitarbeitern in der Region und kann offenbar einigermaßen unbehindert beobachten. Die Nato hatte zuletzt behauptet, Beweise für russische Militär-Operationen zu haben. Die ukrainische Führung spricht seit Tagen von einer „Invasion“ der russischen Armee.

- Krieg in der Ukraine – Brandstifter und Brandbeschleuniger - Ein Kommentar von WOLFGANG BITTNER (Hintergrund, 01.09.2014)
In der Ukraine herrscht blutiger Bürgerkrieg. Am 29. August 2014 geben die Vereinten Nationen bekannt, seit Mitte April 2014, dem Beginn der Kämpfe, seien bereits mehr als 2.800 Menschen zu Tode gekommen. In der Morgenzeitung lesen wir: „Schock im Westen: Putin schickt Soldaten in die Ukraine. NATO schlägt Alarm, Merkel droht mit schärferen Sanktionen gegen Russland.“

- Putin verteidigt die Kämpfer von "Noworossija" (Telepolis, 01.09.2014)
Mit seinen Äußerungen zu Neurussland erhöht Putin den Druck auf Kiew und die westlichen Länder, welche die ukrainische Regierung unterstützen 
Der russische Präsident rückt jetzt öffentlich näher an die Aufständischen in der Ost-Ukraine heran. Bisher hatte der Kreml-Chef "Noworossija", den Staat im Südosten der Ukraine, für den die Aufständischen in der Ost-Ukraine kämpfen, nicht erwähnt. 

 Seit Freitag hat sich das geändert: In einer Presseerklärung des Kreml taucht in der Überschrift das erste Mal das Wort Noworossija auf. Und am Sonntagabend konnte man in einem Interview, welches der staatliche russische Fernsehsender Pervi Kanal ausstrahlte, hören, wie der russische Präsident über die Beendigung des Krieges und die Aufständischen in der Ostukraine denkt. 

Mein Kommentar:
Ich glaube, es ist ziemlich einfach: Putin hat die Entwicklung vorhergesehen und wußte, daß es angesichts der latenten Aggressivität Kiews gegenüber der russischsprachigen Bevölkerung im Osten der Ukraine [siehe: Ukraine 7 – Der Sprachenkonflikt als Teil des Ukraine-Konfliktes, 03.05.2014], der US-amerikanischen (5 Milliarden US-Dollar investieren für Freiheit und Demokratie? Wer das glaubt, der gehört verprügelt!) und der westeuropäischen Einmischung zu kriegerischen Auseinandersetzungen und zu dem Versuch einer ethnischen Säuberung durch die faschistische Regierung in Kiew kommen würde. (Kiew will die russischsprachigen Menschen loswerden – etwa 15-20 Prozent der Bevölkerung, die Bodenschätze und die Industrieanlage der Ostukraine aber behalten.) 

Putin hat sich noch rechtzeitig die Krim geschnappt – er müßte noch blauäugiger sein als Gorbatschow, um seinen Mittelmeerhafen aufzugeben – und danach abgewartet. Er konnte sich die Hände reiben angesichts der US-gesteuerten Medienberichterstattung, der nach kurzer Zeit – zumindest bei der westlichen Intelligenzia – die Glaubwürdigkeit vollkommen abhanden kam und den Fehlleistungen der Kiewer und der US-Politiker (Timoschenkos – »dem Dreckskerl [Putin] in den Kopf schießen« und Nulands – »Fuck the EU« – Telefonate). 

Nun hat Europa brav sanktioniert und mit der Ukraine einen Klotz am Bein, der der finanziell schwankenden EU nach all den Banken-Desastern und den aufgespannten Rettungsschirmen zu schwer werden dürfte. Putin hat von Anfang an auf ein Patt gespielt, weil er am Verhandlungstisch die besseren Karten in der Hand hat. Ich bin gespannt, ob er seinen Korridor zur Krim und wie die EU die Ukraine über den Winter bekommt. Nach soviel Tamtam ist die EU der Ukraine gegenüber in der Pflicht.

Worüber keiner bisher gesprochen hat, ist der wahre Konflikt in der Ukraine: da geht es nicht um West oder Ost, da geht es um oben (die Oligarchen-Klicke) gegen unten. Dieser ganze Konflikt ist von den ukrainischen Oligarchen hochgekocht worden, um nun mit frischem EU-Geld ihr korruptes Spiel noch eine Weile weiterspielen und sich dann verdrücken zu können. Wie die EU dann Freiheit und Demokratie in ein solch verfilztes Land bringen will, kann sie sich dann von den Griechen zeigen lassen…
Wenigstens hat die Sache ein Gutes: Die alte EU wird den USA jetzt endlich kritischer gegenüberstehen – oder sie geht unter…


Wer mir bei dem ganzen Theater leid tut, ist Obama. Der muß innenpolitisch sowas von unter Druck stehen, daß er das ganze Spiel mitgespielt hat und vom Friedensnobelpreisträger (in Oslo werden sie in Zukunft vorsichtiger sein) zum Falken mutiert ist… [Nope, we can’t…] Ich wäre gespannt, irgendwann einmal zu erfahren, was da alles hinter den Kulissen abgelaufen ist. 

gefunden in »Politfratzen« (Die Anmerkung, 11.09.2014)

Und Angie hat – das muß ich ihr lassen – zum ersten Mal in ihrer Regierungszeit mal was richtig gemacht: brav mitgekläfft (was anderes ist ihr wohl nicht übrig geblieben angesichts der deutschen »Souveränität«) und sich ansonsten bedeckt gehalten.
Und ich werde mich mit zunehmendem Alter in meinem Sessel zurücklehnen und auf Politiker und Journalisten warten, die Format haben. Vielleicht wird’s ja noch was vor meiner Rente…


Ukraine-Serie:

- Ukraine 20 – ARD-Programmbeirat bestätigt Publikumskritik (18.09.2014, zuletzt aktualisiert am 04.10.2014)
- Ukraine 19 – Die Ukraine, korrupter Journalismus und der Glaube der Atlantiker (29.08.2014, zuletzt aktualisiert am 19.10.2014)
- Ukraine 18 – Putin als Projektionsfläche für die deutsche Sehnsucht nach dem »Starken Mann«? (23.08.2014)
- Ukraine 17 – I love Putin, Putin loves you (19.08.2014, zuletzt aktualisiert am 29.10.2014)
- Ukraine 16 – Eine Gefährdung unserer Europäischen Kultur (18.08.2014, zuletzt aktualisiert am 19.08.2014)
- Ukraine 15 – Die – zumindest teilweise – Vernichtung eines gepanzerten russischen Phantom-Konvois (15.08.2014, zuletzt aktualisiert am 02.09.2014)
- Ukraine 14 – »Wir sind Menschen des Friedens« (29.07.2014, zuletzt aktualisiert am 15.08.2014)
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Samstag, 30. Mai 2015

Georges Soros, Philanthrop, Soziopath und Strippenzieher

Wenn jemand falsch parkt, einen Gegenstand entwendet, geliehenes Geld nicht zurückgibt, jemanden tötet oder Steuern hinterzieht, haben wir Wertmaßstäbe, in die sein Handeln eingeordnet werden kann. Es gibt aber Menschen, die stehen so weit oben in den gesellschaftlichen, politischen oder wirtschaftlichen Hierarchien, daß ihr Handeln nicht mehr mit Wertemaßstäben gemessen werden und nicht mehr eingeordnet werden kann. Sie brauchen keine Bombe abzuwerfen, keinen Abzug zu drücken, sie brauchen keinen Schlagstock.

Wo Georges Soros überall seine Finger drin hat, ist kaum nachvollziehbar. Nachdem er im letzten Jahrhundert mit Wetten gegen die Währung von Staaten den dicken Reibach gemacht hat, schmeißt man diesem Kerl heutzutage die Doktorwürden hinterher. Er hat Geld angehäuft, indem er gekonnt eine Art von Lotto-Monopoly gespielt hat. Mit den Wertmaßstäben unseres Systems ist er kaum noch zu greifen.


Zuvörderst hätte unseren Lohnschreibern auffallen müssen, daß kaum Fettaugen auf der dünnen Offshore-Nachrichtensuppe schwimmen. Aber nein, die Nachrichtenagenturen kupferten von SZ und NDR eiligst ab. Und keiner fragte: Wer läßt hier warum ein paar mehr oder weniger unsympathische Multimillionäre über die Klinge springen? Denn daß da nicht Gut gegen Böse angetreten war und es weit gewichtigere Steuerverweigerer gibt als Peter Graf, ist offensichtlich. Auch, daß ein toter Gunter Sachs sich nicht mehr wehren kann.

Binsenweisheit: Wer sich nur mit kriminellen Tricks um Steuergesetze herumdrücken kann, ist in der kapitalistisch gepolten Welt auch dann bloß ein Zwerg, wenn er auf Hunderten Millionen Euro oder Dollar sitzt. Riesen sind jene, die über den (Steuer-)Gesetzen stehen, sie mitformulieren und sich nach Gusto zunutze machen, gelegentlich sogar direkt in die Staatskassen greifen: multinationale Konzerne der Finanz-, Rüstungs-, Öl-, Dienstleistungs- und der Informationsindustrie. Die Bertelsmänner, nicht die Zumwinkels.

Die Flicks, Klattens, Mohns, Schmidt-Ruthenbecks, Porsches, Boschs, Ottos, Quandts und Springers, die Gates, Buffets und Soros haben es nicht nötig, ihre Kohle im Geldköfferchen per Privatjet auf die Bahamas zu schaffen. Sie können sich gegebenenfalls einen ganzen Staat nebst Regierung kaufen – oder ihn zugrunde richten, wie es George Soros mittels globaler Währungsspekulation vor 15 Jahren mit Thailand, den Philippinen und mit Indonesien machte (»Asienkrise«). Der »Philanthrop« Soros saugte damals Milliarden US-Dollar aus dem Hunger und Elend von Millionen Mitmenschen.

Nicht die Steuervermeidungs-Taktiker auf den Cayman- oder den Jungferninseln sind von Belang, sondern die Strategen in den Machtzentren der Londoner City, in Luxemburg und an der Wall Street (s. a. Johann-Günther König, »The City of London Corporation«, Ossietzky 9/13). Dort werden die Instrumente entwickelt und gepflegt, mit denen die globale Plutokratie ihr verbrecherisches Wesen legalisiert. Steueroasen sind nur eines ihrer vielen Konstrukte. Ist unserer plötzlich so aufklärerischen Investigativ-Journaille denn gar nicht aufgefallen, daß dieses oberste Machtkartell trotz aller Offshore-»Enthüllungen« kaum erwähnt wurde? 

(Volker Bräutigam, Hoeneß oder Soros, Ossietzky, 11/2013)


1956 zog er in die USA und übernahm 1968 einen Investmentfonds (Hedgefonds) in Curaçao.[2] Auch seine späteren Quantum Funds, die er gemeinsam mit Jim Rogers gründete, haben ihren Sitz in Offshore-Finanzzentren, wie den Niederländischen Antillen und den Jungferninseln. Er entzog damit seine Geschäfte der Kontrolle durch die US-Finanzaufsicht.
[…]
Soros hat die Ehrendoktorwürden der New Yorker Universität The New School, der Universität Oxford (1980), der Wirtschaftshochschule Budapest und der Yale-Universität (1991) erhalten. 2012 wurde er mit dem Adam-Smith-Preis der National Association for Business Economics (NABE) ausgezeichnet. Soros war zweimal verheiratet und hat fünf Kinder. [George Soros, Karriere, Wikipedia, abgerufen am 30.05.2015]


Mechanische Kraft auf ein 
Piezoelement bewirkt 
eine elektrische Spannung
[Quelle: Wikipedia]
In den Niederlanden wurde vor kurzem ein Solar-Radweg gebaut (Energie-Revolution: Niederländer bauen Radweg aus Solar-Modulen, Green Economy, Wirtschaftswoche, 26.10.2014). Was, wenn man im Straßenbelag von Autobahnen piezoelektrische Elemente einbringt?
- Stromgewinnung auf der Autobahn (RichtigStrom, 24.02.2015) 
Dann erzeugt ein Auto, das auf der Straße fährt durch die Eigenheit des piezoelektrischen Elementes Strom.
Wenn ich eine solche Autobahn privat baue, kann ich Mautgebühren kassieren. Aber nicht nur: Jedes Auto, welches auf meiner Autobahn fährt, erzeugt zusätzlich Strom, den ich verkaufen kann. Dann brauche ich den Menschen in Paris nur von den tollen Geschäften in Saarbrücken und den Saarbrückenern von den tollen Sehenswürdigkeiten in Paris vorzuschwärmen, egal, in welcher Richtung die Leute fahren: ich verdiene.
Ähnlich ein Waffenhändler: egal, weshalb wer gegen wen kämpft, wenn die Leute kämpfen, verdiene ich dran. Ähnlich die Medien: egal, mit welcher Aufgeregtheit ich die Menschen heute versorge: Ich kann sicher sein, daß die Leute morgen wissen wollen, was aus der Sache geworden ist.
Direkter Piezoeffekt: Durch mechanischen Druck 
verlagert sich der positive (Q+) und negative 
Ladungsschwerpunkt (Q–). Dadurch entsteht ein Dipol, 
eine elektrische Spannung am Element [Quelle: Wikipedia]

Das Ziel ist also: Bewegung herzustellen, an der ich verdienen kann. Ich kann die Menschen von Norden nach Süden schicken oder von Westen nach Osten: dann verdiene ich nur an einer Richtung. Aber wenn ich Inhaber der Straße bin, verdiene ich, wenn ich die Menschen in Bewegung bringen kann, egal, in welche Richtung sich die Menschen bewegen. Solch ein Mann ist Soros.

yyy

xxx
nivaldo nunes
Am 09.08.2014 veröffentlicht 
7773


Weil wir sie so gern haben 
Immer wollen wir andere bewundern, ja, geradezu in den Himmel heben. Wir sind außer Rand und Band, zollen ihnen frenetischen Beifall. Begeistert antworten wir auf die Fangfrage, ob wir Millionäre wie sie werden wollen, mit Ja. Dabei sind wir blind dafür, welche fragwürdigen Figuren wir da anhimmeln und verehren. Der Lichtzauber des Profitmachens verklärt ihre Gestalten. Bei jedem Einkauf im Supermarkt lassen wir uns von den Strippenziehern des alles beherrschenden Geldwesens korrumpieren. Jeder Billigeinkauf umweltschädlich produzierter Hähnchenbrust macht uns zu ihren Komplizen. Messerscharf können sie uns jederzeit mit der Nase darauf stoßen, wie schamlos wir von indischer Kinderarbeit, afrikanischer Sklavenschinderei und lateinamerikanischer Umweltzerstörung profitieren. Irgendwann jedoch folgt die Ernüchterung. Der plötzliche Blick auf sündige Verfehlungen, ja gemeine Schurkereien unserer Idole entsetzt uns so, daß wir von einer Minute auf die andere die Angehimmelten fallenlassen. Wir werden zornig und setzen uns damit erneut ins Unrecht. Womit haben die Vielgepriesenen unseren Sinneswandel verdient? Haben sie jemals verhehlt, daß sie keinerlei Beschränkung ihrer Allmacht dulden? Unsere nun einsetzende Aufregung sei maßlos übertrieben, argumentieren sie. Wir sollen doch nicht so tun, als ob wir nicht längst versuchten, den Prämissen ihrer tollkühnen Unternehmungen im Rahmen unserer Möglichkeiten zu folgen. Selber daran schuld, wer nicht so erfolgreich wie sie die Steuerbehörden hinters Licht zu führen in der Lage ist, rufen sie uns zu. Wo liegt beim Umgehen von Steuerverpflichtungen ein nennenswerter Unterschied zwischen zehn Euro und zehn Millionen Euro? Das denken sie hinterhältig grinsend – denn mit uns reden sie ja gar nicht. Sie reden nur mit Ihresgleichen. Wenn sie mit der politischen Kaste noch Umgang pflegen, mag diese sich gefälligst einbilden, auf Augenhöhe mit ihnen zu verkehren. Der Staat als solcher gehört in ihren Augen ja abgeschafft. Sie hassen ihn wie die Pest, wenn er ihnen zu nahe kommt. Er ist nur gut als Zähmungsinstrument für unerwünschte Aufmüpfige oder als Rettungsdienst bei finanziellen Pleiten. Alles andere erledigen sie selbst. Sie helfen Notleidenden nach Gutdünken und an Zwecke gebunden, sonst nicht. Wer Beträge mit genügend Nullen auf dem Konto hat, hat jedwede Gesellschaft hinter sich gelassen. Ganz gleich, ob er Spekulationsgewinne verwaltet oder in der kombinierten Wurst-Fußball-Branche sein großes Geld macht. Geld stinkt nicht. Es duftet allemal verführerisch. 
Harald Kretzschmar (Volker BräutigamHoeneß oder Soros, Ossietzky, 11/2013)

George Soros -- Obama's Boss -- America's Communist Leader -- CommieTunes 13 [9:56]

Hochgeladen am 29.11.2010
http://www.commieblaster.com/george-s... - CommieTunes Episode 13 showcases George Soros. He bought the 2008 election and America's President. Now he's running the country -- Starring Communists, Socialists and Marxists, George Soros, Barack Obama, Hillary Clinton, Arianna Huffington and John Podesta. Special Guest Stars, Glenn Beck, Richard Poe, Phil Kent, The Blaze. More CommieTunes: http://commieblaster.com/commietunes/, Mountains of Reference Data here: http://commieblaster.com


»Wenn der Betrachter findet, daß meine Bilder dem gesunden Menschenverstand Hohn sprechen, wird er sich einer offensichtlichen Tatsache bewußt. Ich möchte aber trotzdem hinzufügen, daß für mich die Welt ein Hohn auf den gesunden Menschenverstand ist.« [René Magritte, zit. nach Hans Holländer, Die Bildsprache Magrittes, Gleichsatz]
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1988 erzielte Soros mit dem Kauf und Verkauf von Aktienpaketen der französischen Großbank Société Générale rund 2,2 Millionen US-Dollar Spekulationsgewinn. Die Transaktion erregte zunächst kein Aufsehen. 2006 wurde er von einem französischen Gericht in letzter Instanz für schuldig befunden, von vertraulichen Informationen profitiert zu haben, und wegen Insiderhandels zu einer Geldstrafe in Höhe seines mutmaßlichen Gewinns verurteilt.[5] Seine im Dezember 2006 eingereichte Beschwerde beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte[6] scheiterte, da der Gerichtshof im Oktober 2011 das Urteil des französischen Gerichts bestätigte. [7][8] [George Soros, Karriere, Wikipedia]
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Bekannt wurde Soros unter anderem am 16. September 1992, dem „Black Wednesday“, als er in der Überzeugung, das Pfund Sterling sei überbewertet, massiv gegen diese Währungwettete. Dazu tauschte er geliehene Pfund in andere europäische Währungen, hauptsächlich Deutsche Mark und Französische Franc.
Im Juni 1993 spekulierte Soros gegen die Deutsche Mark. Soros verkündete seine Absicht, in großen Mengen Wertpapiere der Bundesrepublik Deutschland zugunsten französischer Wertpapiere abzustoßen. In einem Interview forderte er: „Down with the D-Mark!“ [George Soros, Spekulationsgeschäfte als Vorhersagen, Wikipedia]
=====================  
Soros hat 1997 durch Finanzspekulationen gegen Indonesien, Malaysia, Japan und Russland den gesamten asiatischen Wirtschaftraum in Schwierigkeiten gebracht:
The foreign ministers of the 10 ASEAN countries believed that the well co-ordinated manipulation of their currencies was a deliberate attempt to destabilize the ASEAN economies. Former Malaysian Prime Minister Mahathir Mohamad accused George Soros of ruining Malaysia's economy with "massive currency speculation". Soros claims to have been a buyer of the ringgit during its fall, having sold it short in 1997. [1997 Asian financial crisis, Panic amongst lenders and withdrawal of credit, engl. Wikipedia]
===================== 

Da kann ich doch genausogut nachts eine Prostituierte überfallen, zusammenschlagen und vergewaltigen und nachher Vorträge drüber halten, daß diese Frauen nicht genügend geschützt werden!

Finanzterroristen [4:25]


Hochgeladen am 21.05.2010
"Pelzig, willst Du andeuten, daß der Taliban-Terror vergleichbar ist mit der Finanzwirtschaft?"
"Nee, ich möcht' s net andeuten, ich möcht's direkt e mal behaupt'n ..."
"Aufgemerkt! Die EU hat vor ein paar Jahr'n genau definiert was Terrorismus ist ...1 - 2 - 3 ..."
Erwin Pelzig erklärt einen Terrorismus der besonderen Art: Finanzterror und seine Akteure.

- Portrait: Alter Meister (Heike Faller, ZEIT Online, 05.07.2009)
2008, im Jahr des Absturzes, erzielte der Spekulant und Wohltäter George Soros acht Prozent Rendite, weil er die Katastrophe kommen sah. Eine Begegnung mit dem Milliardär in New York
- int. Haftbefehl wegen Betrug: Putin vs. Soros (Tom Heneghan, Julius-Hensel-Blog, 24.01.2012)

=====================  
Im Zuge der Euromaidan-Proteste richtete seine Stiftung in der Ukraine das Ukraine Crisis Media Center ein und unterstützte damit verschiedene Einrichtungen. Nach dem Regierungswechsel forderte er einen "Marshall-Plan" für das Land. Am 23. August 2014 bedankte sich der Präsident Petro Poroschenko bei George Soros für dessen "Unterstützung der Ukraine und ihrer demokratischen Entwicklung"; er und Soros sprachen darüber, wie man die Attraktivität des Landes für Investoren erhöhen könne.[36]
In einem ZDF-Interview im November 2014 forderte Soros, der stark in ukrainischen Staatsanleihen investiert hat, dazu auf, den Sparkurs, den Bundeskanzlerin Angela Merkel der ganzen EU diktiere, zugunsten der Ukraine aufzugeben: „Leider scheint sie nicht zu begreifen, dass ihre Sparpolitik unangemessen ist in Kriegszeiten wie diesen. Wer im Krieg ist, muss an erster Stelle seine Ressourcen nutzen – und wenn nötig seinen Einsatz noch erhöhen.“ Wollte die EU diese massive Unterstützung der Ukraine meiden, könne es übel ausgehen für sie, so Soros.[37]  [Politisches und wirtschaftliches Engagement in der Ukraine, George Soros, Wikipedia]   
=====================   

Ich frage: Wie ist es möglich, daß dieser Verbrecher Millionen von Menschen in Leiden stürzt und dann von den Eliten dieser Welt noch hofiert wird?
- Top 10 Things to Remember George Soros By (Tod Shriber, TraderDaily, 27.07.2011)

Erwin Pelzig -- Fragen [4:33]


Hochgeladen am 27.09.2011
Ausschnitt aus der Sendung "Neues aus der Anstalt" vom 27.09.2011:
Frank-Markus Barwasser aka Erwin Pelzig hat Fragen, Fragen, Fragen...

Schools TRAIN people to be IGNORANT to be a usual victims to the military industrial complex [0:57]

Veröffentlicht am 01.03.2012
Frank Zappa on Schools ~ DO NOT FORGET TO SHARE THIS INFO
https://en.wikipedia.org/wiki/Frank_Z...

Serenading the cattle with my trombone (Lorde - Royals) [4:14]

Veröffentlicht am 03.08.2014
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Durch das Interview vom KenFM mit Mathias Bröckers bin ich dran erinnert worden, was ich in irgendeinem YouTube-Video gehört habe. (Dauert, bis ich die Quelle gefunden habe…)
Ich behaupte mal: alle Nachrichten, die die Ukraine verlassen, passieren das Ukraine Crisis Media Center. Und da hat Soros die FInger drin:
PR-Netzwerk gegen "russische Propaganda" (L. Applebaum, Community, der Freitag, 23.03.2014)
siehe auch:
George Soros und die zwangsoffene Gesellschaft (Leandra Bernstein, Neue Solidarität, 28/2008)
Wie das ZDF ukrainische Rechtsextreme und Nazis verharmlost (23.02.2014)
- The Ukrainian Crisis Media Center is founded (Operation Gladio.net, 02.03.2014)
- ZDF-Skandal: Berichte im Auftrag Kiews? (L. Applebaum, Community, der Freitag, 07.04.2014)

CNN 27 May George Soros on Ukranie and Russia [6:56]

Veröffentlicht am 29.05.2014

- Medienmanipulation (D von Gimi, Forum Humanistenteam, 08.04.2014)
Verschwörungstheorie um "heute journal" – Macht sich das ZDF zum Sprachrohr rechter Ukrainer? (Focus, 10.04.2014)
Beschwerde über desinformierende Ukraine-Bericht- erstattung des NDR resp. der Redaktion ARD-aktuell (Volker Bräutigam, 01.05.2014, PDF)
Vertrauen verloren (Preußische Allgemeine, 03.05.2014)
Auswärtiges/Kleine Anfrage – Berichterstattung zur Ukraine (Bundestag, 12.05.2014)
OSCE – EU – USA: Medien Manipulation: Ukraine: Westen unterstützt Wahl mit vorgehaltener Waffe (Balkan-Blog, 23.05.2014)
Deutsche Medien lügen – dumm? (Udo's Welt, 21.08.2014)


I'm The Slime - Frank Zappa [3:12] Text  Übersetzung


Veröffentlicht am 02.06.2014
I'm The Slime - Frank Zappa

Mathias Bröckers: »Die Deutungshoheit der großen Medien ist schwer angekratzt«

KenFM im Gespräch mit: Mathias Bröckers [2:03:06]

Veröffentlicht am 12.09.2014
Die Medien beschreiben nicht die Realität, sie erzeugen sie. Zu diesem Ergebnis kommt Mathias Bröckers im Gespräch mit KenFM.

Bröckers hat unter anderem drei Bücher über 9/11 veröffentlicht und wurde so zum Bestsellerautor. Spätestens seit dem 11. September 2001 konnte jeder klassische Journalist erkennen, dass sich die unabhängige Berichterstattung auch in Deutschland massiv veränderte. Wer damals nicht bereit war, die offizielle Terror-Version der 19 Räuber nicht vollständig zu schlucken, wer bei offenen Fragen nachbohrte, geriet automatisch ins Fadenkreuz und wurde sukzessive auf’s Abstellgleis geschoben.

Diese Mechanik, unbequeme Köpfe zu entsorgen, zieht sich bis in unsere Tage und wurde massiv ausgebaut. Das Ergebnis können wir aktuell an der medialen Darstellung der Ukraine-Krise erkennen.

Das, was die Massenmedien seit Monaten der Bevölkerung zu verkaufen versuchen, und das, was die Menschen auf der Straße wirklich denken, hat wenig bis gar nichts miteinander zu tun. Immer mehr Menschen, auch Senioren, trauen der deutschen Medienlandschaft und ihren Protagonisten nicht mehr über den Weg.

Aber anstatt sich von der Politik vollständig abzuwenden, begeben sie sich ins Internet, um hier selbständig nach alternativen Quellen zu suchen. Das ehemalige Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" hat sich spätestens seit seinem "Stoppt Putin jetzt“-Titel selbst ins Aus geschossen und wurde für dieses Hetz-Cover jetzt vom Deutschen Presserat abgemahnt.

Mathias Bröcker hat als Mitbegründer der TAZ nichts an Biss und Spott verloren, wenn es um das Beschreiben der Medien-Realität geht. Er ist ein politischer Journalist, der sich festbeißt und zur Entspannung immer wieder die Stratocaster rausholt, um auf seinem Kreuzberger Balkon den Blues zu spielen.

Sein aktuelles Buch "Wir sind die Guten“, das er zusammen mit Paul Schreyer innerhalb kürzester Zeit zu Papier brachte, beschäftigt sich mit der aktuellen Situation in Europa und dem Konflikt mit Russland.

Bröckers schafft es, aus all den Puzzle-Teilen, die uns die Nachrichten seit Monaten um die Ohren hauen, ein Bild zusammenzusetzen, dass dem Bürger schlüssig aufzeigt, um was es im Großen und Ganzen in der Ukraine geht und wer hier die Strippen zieht.

Während die USA in Europa das tun, was sie als Imperium global auch tun - Monopoly spielen, haben sie es bei Russland mit einer Atommacht zu tun, die Schach bevorzugt.

Bröckers bezeichnet sich selber als Putinversteher, was nicht meint, dass er ein Putinverehrer ist(!). Das Buch "Wir sind die Guten - Ansichten eines Putinverstehers oder wie uns die Medien manipulieren" ist bei aller politischen Bildung, wie Geopolitik inszeniert und lanciert wird, auch eine knallharte Abrechnung mit den Massenmedien, die - von wenigen Ausnahmen abgesehen - alle über Bord geworfen haben, was Journalismus ausmacht.

Sie sind zu Lokalausgaben des NATO-PR-Büros verkommen.

http://www.kenfm.de
http://www.facebook.com/KenFM.de
http://www.twitter.com/wwwkenfmde
http://kenfm.de/unterstutze-kenfm

Zitat »auf Kindergarten-Niveau wird mit dem Finger auf Putin gezeigt«
zum Stichwort »Kindergarten-Niveau« siehe:
   - Ukraine und USA: Interessen, Nebelkerzen und Deutungshoheit (27.11.2014)

siehe auch:
- Der militärische Teil des EU-Assoziierungsabkommens mit der Ukraine (Post, 21.05.2015)
- Der umstrittene Assoziationsvertrag (Der ganz normale Wahnsinn, 16.09.2014)

einige Links zur Rasmussen-Propaganda:
- US-Armee fährt Panzer an russischer Grenze auf (Post, 19.10.2014)
- Ukraine 9 – Wider die veröffentlichte Meinung (Post, 11.05.2014)
- Ukraine 15 – Die – zumindest teilweise – Vernichtung eines gepanzerten russischen Phantom-Konvois (Post, 15.08.2014)
- Ukraine 19 – Die Ukraine, korrupter Journalismus und der Glaube der Atlantiker (29.08.2014)
- NATO-Osterweiterung: Nicht versprechen und nicht zuhören (Post, 11.04.2014)

Vorratsdatenspeicherung: Kripo warnt vor "Pervertierung des Grundrechtsschutzes"

Von schier allen Seiten kommen Proteste: Für die einen hebelt der Regierungsentwurf zum Protokollieren von Nutzerspuren die Freiheitsrechte aus, für die anderen stellt er diese weit über Belange der Strafverfolger.
Glücklich mit dem Beschluss des Bundeskabinetts zur neuen Vorratsdatenspeicherung scheint nur die CDU/CSU-Bundestagsfraktion zu sein. Einen "Quantensprung für die innere Sicherheit" verspricht sich zumindest Unionsvize Thomas Strobl (CDU) von dem Gesetzentwurf. Verbindungs- und Standortdaten könnten der Polizei künftig helfen, gegen "Einbrecherbanden, Kinderpornographie und Terrorismus" vorzugehen. Nur an einigen Stellen wie etwa den Speicherfristen "hätten wir uns mehr vorstellen können".

Lob und Schweigen

Auch Bundesinnenminister Thomas de Maizière lobte den Gesetzentwurf, den Justizminister Heiko Maas (SPD) ausarbeiten ließ, als "wirksam und maßvoll zugleich". Es sorge für mehr Sicherheit für die Bürger und schütze ihre Freiheit. Zugleich zeigte sich der CDU-Politiker genauso wie Maas überzeugt, dass "dieses Gesetz die Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts und des Europäischen Gerichtshofs vollumfänglich einhält".

Die SPD-Fraktion schweigt offiziell zu dem Vorstoß, auch wenn es hinter den Kulissen brodelt. Die Gegner der Vorratsdatenspeicherung seien in den Reihen der Sozialdemokraten "zahlreicher als gedacht", meint ihr Netzexperte Lars Klingbeil. Er und Mitstreiter setzen nun auf den nicht-öffentlichen SPD-Parteikonvent am 20. Juni: Bislang haben sich rund 100 Parteikreise in Anträgen zu dem Treffen gegen das Regierungsvorhaben ausgesprochen.

Parteitagsregie

Doch noch ist unklar, ob es überhaupt zu einem Votum darüber kommt und welche Aussagekraft ein solches hätte. Ein bindender Beschluss müsste eigentlich auf einem richtigen Parteitag gefällt werden. Zuletzt sprachen sich die Sozialdemokraten bei einem solchen Anlass 2011 für die Vorratsdatenspeicherung aus. Auf jeden Fall dürfte ein Aufstand an der Basis bald verpuffen, glaubt der Ex-SPD-Bundestagsabgeordnete Jörg Tauss: "Die Helden werden wieder reihenweise kippen."

Von einem "schwarzen Tag für unsere Grund- und Freiheitsrechte", sprach Jan Korte, Vize der Bundestagsfraktion der Linken. Die bereits jetzt vorgetragenen Forderungen aus der Union, das Instrument deutlich auszuweiten, zeigten, wohin die Reise gehen solle. Für die Grünen gehört die Vorratsdatenspeicherung "endgültig auf die Müllhalde". FDP-Politiker unterstrichen, dass die Koalition dem Rechtsstaat einen Bärendienst erweise und eine neue Klage vor dem Bundesverfassungsgericht geradezu herausfordere.

mehr:
- Vorratsdatenspeicherung: Kripo warnt vor "Pervertierung des Grundrechtsschutzes" (heise News, 28.05.2015)

siehe auch:
- Genmais? – Nein, nein, nein, ja! Fuck the Bürger! (Post, 20.04.2014)

Ein Blick in die TTIP-Zukunft: Internationales Schiedsgericht als Ersatz-Goldmine

Muss El Salvador einem australischen Konzern 14 Prozent seines Staatshaushalts als entgangenen Gewinn zahlen, weil es aus Sorge um das Trinkwasser eine Schürflizenz verweigert?
Befürworter wie Kritiker internationaler Handelsabkommen warten derzeit mit Spannung auf den für Ausgang einer Klage der seit 2013 zum australischen OceanaGold-Konzern gehörigen kanadischen Minengesellschaft Pacific Rim gegen den mittelamerikanischen Kleinstaat El Salvador. Von dessen Steuerzahlern will Pacific Rim 301 Millionen US-Dollar Schadensersatz, weil das Land dem Unternehmen den Goldabbau nicht gestatten will.


301 Millionen Dollar – das erscheint in Deutschland nicht wie eine besonders große Summe. Dafür könnte man hierzulande nicht einmal eine halbe Elbphilharmonie bauen. Für die Steuerzahler in El Salvador ist die Summe dagegen beachtlich: Das Bruttoinlandsprodukt des Landes beträgt nämlich nur 24,3 Milliarden Dollar – und der Staatshaushalt umfasst lediglich 4,2 Milliarden Dollar. Da schmerzen auch die sechs Millionen Dollar an Steuergeld, die El Salvador bislang alleine an Prozesskosten aufwenden musste. Zum Vergleich: In Deutschland, wo jährlich 2.737,6 Milliarden Euro erwirtschaftet werden, läge die vergleichbare Forderung bei 33,91 Milliarden Euro.

Im Boden von El Salvador werden trotz intensiver Suche der Konquistadoren noch 1,4 Millionen Unzen Gold vermutet - außerdem beachtliche Mengen an Silber und Kupfer. Allerdings könnte den Bürgern des Landes durch einen Abbau ohne entsprechende Schutzvorschriften langfristig mehr Schaden als Nutzen entstehen: Als es 2008 in San Sebastián wegen solcher Schäden zu einer "Wasserkrise" kam, stoppte der damalige Staatspräsident Antonio Saca die Vergabe neuer Genehmigungen zum Abbau von Bodenschätzen. Dieses de-facto-Moratorium erhielten seine beiden Nachfolger aufrecht.

Das durchkreuzte die Pläne der Firma Pacific Rim, die 2002 die Erlaubnis zur Erkundung der Goldvorkommen El Salvadors bekommen und 2004 eine Genehmigung zum Goldabbau in der Nordprovinz Cabañas beantragt hatte. 2009 verklagte Pacific Rim die salvadorianische Regierung vor dem International Centre for the Settlement of Investment Disputes (ICSID) der Weltbank - und zwar nicht nur auf 77 Millionen Dollar Schadensersatz für die Investitionen zur Erkundung der Vorkommen, sondern zusätzlich auf 234 Dollar wegen entgangener Gewinne.

mehr:
- Internationales Schiedsgericht als Ersatz-Goldmine (Peter Mühlbauer, Telepolis, 29.05.2015)

The Mouse That Roared: Trailer (1959) [2:31]

Hochgeladen am 04.12.2011
Trailer for the 1959 comedy "The Mouse That Roared" starring Peter Sellers.

Catch-22 (4/10) Movie CLIP - I'm Desperate (1970) HD [2:40]
Man beobachte, was die beiden Krankenschwestern machen: köstlich!

Hochgeladen am 23.11.2011
Catch-22 movie clips: http://j.mp/1BcPxTS
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When Yossarian (Alan Arkin) is injured, his desperation to leave the military is increased.

FILM DESCRIPTION:
Director Mike Nichols and writer-actor Buck Henry followed their enormous hit The Graduate (1967) with this timely adaptation of Joseph Heller's satiric antiwar novel. Haunted by the death of a young gunner, all-too-sane Capt. Yossarian (Alan Arkin) wants out of the rest of his WW II bombing missions, but publicity-obsessed commander Colonel Cathcart (Martin Balsam) and his yes man, Colonel Korn (Henry), keep raising the number of missions that Yossarian and his comrades are required to fly. After Doc Daneeka (Jack Gilford) tells Yossarian that he cannot declare him insane if Yossarian knows that it's insane to keep flying, Yossarian tries to play crazy by, among other things, showing up nude in front of despotic General Dreedle (Orson Welles). As all of Yossarian's initially even-keeled friends, such as Nately (Art Garfunkel) and Dobbs (Martin Sheen), genuinely lose their heads, and the troop's supplies are bartered away for profit by the ultra-entrepreneurial Milo Minderbinder (Jon Voight), Yossarian realizes that the whole system has lost it, and he can either play along or jump ship. Though not about Vietnam, Catch-22's ludicrous military machinations directly evoked its contemporary context in the Vietnam era. Cathcart and Dreedle care more about the appearance of power than about victory, and Milo cares for money above all, as the complex narrative structure of Yossarian's flashbacks renders the escalating events appropriately surreal. Confident that the combination of a hot director and a popular, culturally relevant novel would spell blockbuster, Paramount spent a great deal of money on Catch-22, but it wound up getting trumped by another 1970 antiwar farce: Robert Altman's MASH. With audiences opting for Altman's casual Korean War iconoclasm over Nichols' more polished symbolism, the highly anticipated Catch-22 flopped, although the New York Film Critics Circle did acknowledge Arkin and Nichols. Despite this reception, Catch-22's ensemble cast and pungent sensibility effectively underline the insanity of war, Vietnam and otherwise.

CREDITS:
TM & © Paramount (1970)
Cast: Alan Arkin, Anthony Perkins
Director: Mike Nichols
Producers: John Calley, Martin Ransohoff, Clive Reed
Screenwriters: Joseph Heller, Buck Henry

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und wie geht es weiter?
Haben wir in 20 Jahren dann Kriege, um die Beschlüsse irgendwelcher Schiedsgerichte umzusetzen?

Riding the bomb [3:12]

Hochgeladen am 19.03.2007
:)
zzz