Die Psychologie betreffenden Posts habe ich in »Roths Psychoblog« eingestellt. Eine Liste der Musikvideos findet sich unter »Tornado’s Music Favourites« (siehe unter »Links«). Das Posten eines Videos schließt das Hinzufügen des Infotextes mit ein. (Ich bemühe mich, offensichtliche Werbung wegzulassen) Dieser gibt also nicht notwendigerweise meine Meinung wieder! Das verwendete Bild stammt aus Bob Dylan’s Video »Jokerman«. Ich speichere keine Daten!
Die EU will die Wasserversorgung in private Hände geben.Das Bedeutet:1. Das Trinkwasser wird teurer (in Portugal 400%) und in einigen Jahren ist die Wasserqualität so schlecht,das wir zum Kaffee kochen teures Wasser aus PET-Flaschen kaufen müßen und die Wasserindustrie macht Geld,Geld und nochmals Geld.
Konzern-Profite versus Grundbedürfnis - Wasser - Privatisierung und ihre Folgen - Doku {32:28}
under dok Am 24.03.2013 veröffentlicht
Die Politik (wie üblich) als Helfershelfer der Konzerne. Siehe auch das Video „Nestle-Chef Brabeck über Profitabilität und soziale Verantwortung" auf diesem Kanal.
"Ernährung" von Richard David Precht und Peter Brabeck-Letmathe {57:57}
Salziges Wasser Am 03.03.2017 veröffentlicht
Von Peter Brabeck-Letmathe:
• Ernährung für ein besseres Leben: Eine Reise von den Anfängen der industriellen Nahrungsproduktion zur Nutrigenomik → http://amzn.to/2F8d82H
Von Richard David Precht:
• Tiere denken: Vom Recht der Tiere und den Grenzen des Menschen → http://amzn.to/2CUe1GR
• Noahs Erbe. Vom Recht der Tiere und den Grenzen des Menschen → http://amzn.to/2FQw0kN
• Die Kunst, kein Egoist zu sein: Warum wir gerne gut sein wollen und was uns davon abhält → http://amzn.to/2tgdjo1
• Warum gibt es alles und nicht nichts: Ein Ausflug in die Philosophie → http://amzn.to/2F9NhrW
• Immer mehr ist immer weniger: Gesammelte Essays → http://amzn.to/2tafiKA
Weitere Literatur zum Thema:
• How Not to Die: Entdecken Sie Nahrungsmittel, die Ihr Leben verlängern - und bewiesenermaßen Krankheiten vorbeugen und heilen → http://amzn.to/2Du7cRI
• Fettlogik überwinden → http://amzn.to/2FxFaCA
• Wie lange reicht die Ressource Wasser? Vom Umgang mit dem blauen Gold → http://amzn.to/2oxR2wf
• Trinkwasserversorgung in Extremsituationen: Survivalwissen für Notfälle und auf Reisen → http://amzn.to/2F7YqZC
ich frage: Gibt es irgendwo auf der Welt ein einziges Beispiel, wo die Menschen einen Vorteil hatten? Wenn die negativen Erfahrungen die positiven bei weitem übersteigen: Warum dann TTIP, warum versuchen Politiker der EU weiterhin, an einer Privatisierung der Wasserversorgung zu arbeiten? Cui bono?? ==========
Die Verpflichtung zur Marktöffnung durch das GATS-Abkommen, das internationale Allgemeine Abkommen über den Handel mit Dienstleistungen, das auch die Privatisierung der Wasserwirtschaft fördert, könnte dazu führen, dass lokale und genossenschaftliche Initiativen zur Wasserversorgung einem Verdrängungswettbewerb ausgesetzt werden und sie nicht mehr staatlich gefördert werden dürfen.[22]
Ähnliche Diskussionen um Privatisierung gibt es auch für andere Bereiche der Daseinsvorsorge, die im Rahmen des GATS fortschreitend liberalisiert werden sollen.[GATS, Private Wasserversorgung, Wikipedia, zuletzt abgerufen am 27.03.2018]
Umweltschutz und Verbraucherschutz unter den Rädern des TTIP, Jürgen Knirsch, Greenpeace {17:02}
Campact Am 05.02.2014 veröffentlicht
Aktiv werden gegen das Freihandelsabkommen: http://www.campact.de/ttip Vortrag am 27. Januar 2014 im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Zukunftsfragen kontrovers" an der TU Braunschweig
Das geplante Freihandelsabkommen mit den USA bringt uns allerlei Unappetitliches auf den Tisch, wie Chlorhühnchen und Hormonfleisch. Das ist das klare Ziel der USA bei den derzeit laufenden Verhandlungen.
Erwin Pelzig - Privatisierung der europäischen Wasserversorgung {3:25}
peacefulwarrior2012 Am 03.02.2013 veröffentlicht
Erwin Pelzig über die Privatisierung der europäischen Wasserversorgung
http://www.right2water.eu/de
TTIP: Der Angriff auf die Demokratie und Verbraucherschutz 26.11.2013 - die Bananenrepublik {7:12}
Urban Priol über TTIP bei Attac in Freiburg [15:48]
Veröffentlicht am 08.05.2014
Der ehemalige Anstaltsleiter Urban Priol (ZDF), parodiert bei der "Kul-Tour" Veranstaltung von Attac in Freiburg, über das umstrittene Freihandelsabkommen TTIP...
Öffentlicher Rundfunk in Deutschland ist der teuerste der Welt
In Neuseeland wurde in den 1980er und 1990er Jahren viel privatisiert. Manches davon bereuten die Neuseeländer später (zum Beispiel die Privatisierung der Bahn, die 2008 offiziell für gescheitert erklärt und rückgängig gemacht wurde) - anderes war dagegen eine Erfolgsgeschichte: Zum Beispiel die Privatisierung von Radio und Fernsehen.
Das meinen zumindest die Wirtschaftswissenschaftler Justus Haucap, Christiane Kehder und Ina Loebert. Sie sind Verfasser eines Gutachtens des libertären Prometheus-Instituts, in dem sie vorrechnen, dass die Neuseeländer nur 69 Millionen Euro pro Jahr für ihren öffentlich-rechtlichen Rundfunks zahlen, während die Deutschen dafür mit siebeneinhalb Milliarden Euro so viel ausgeben müssen wie kein anderes Volk der Welt. Rechnet man Zuschauer mit ein, sieht das Verhältnis nur bedingt besser aus: Dann erreichen ARD und ZDF pro Million Euro grade einmal 4.143 Nutzer, während es in Großbritannien 7.429, in Frankreich 8.537 und in Neuseeland 163.793 sind. mehr: - Gutachten: ARD und ZDF sollten nach neuseeländischem Vorbild reformiert werden (Peter Mühlbauer, Telepolis, 26.05.2015)
Der exzentrische Engländer Paul Dirac gilt als einer der genialsten Physiker aller Zeiten. Ein wichtiges Vermächtnis von ihm wird bis heute grob unterschätzt
Dirac wurde kurz nach seiner Dissertation mit nur 24 Jahren weltbekannt, als er zeigen konnte, dass die beiden Formulierungen der Quantenmechanik von Werner Heisenberg und Erwin Schrödinger, um die sich beide heftig stritten, äquivalent waren. Nur zwei Jahre später entwickelte er die nach ihm benannte Dirac-Gleichung, die Einsteins Relativitätstheorie in die Quantenmechanik mit einbezog und mit dem Spin, einer rätselhaften Eigenschaft von Elementarteilchen, in Verbindung gebracht wird. 1933 erhielt er zusammen mit Schrödinger den Nobelpreis.
mehr: - Die großen Zahlen der Physik (Alexander Unzicker, Telepolis, 26.05.2015)
Paul Dirac and the religion of mathematical beauty [45:43]
Legendary Physicist and Florida State Professor Paul Dirac [3:59]
Hochgeladen am 20.10.2009
Paul A.M. Dirac was a giant of modern physics, one of the "founding fathers" of quantum mechanics. The video clip is from "Fifty Years of Florida State University", Part II.
Dirac Lecture 2011 - Beauty and truth:their intersection in mathematics and science [1:16:25]
Veröffentlicht am 27.03.2012
Lord Robert M. May Zoology Department, Oxford University, supported by the Royal Society of NSW & Australian Institute of Physics.
"In the mists of prehistory, it seems clear that our ancestors sought to make sense of their world through myth and magic, memorably associated with evocative cave paintings, stone circles, and the like. The Greeks attempt to understand the motions of heavenly bodies were constrained by essentially aesthetic ideas about the perfection of circles. Did the advent of the experimental method overturn this conjunction of truth with beauty? Dirac's equation speaks eloquently and amazingly to a contrary view. My talk will cover this general ground in an opinionated way."
Der Krieg ist ein besseres Geschäft als der Friede. Ich habe noch niemanden gekannt, der sich zur Stillung seiner Geldgier auf Erhaltung und Förderung des Friedens geworfen hätte. Die beutegierige Canaille hat von eh und je auf Krieg spekuliert.
The most common way people give up their power is by thinking they don't have any.
(AliceWalker, *1944, US-amerikanische Schriftstellerin und Aktivistin)
Menschen kämpfen für ihre Freiheit und gewinnen diese mittels einer sehr harten Schule. Ihre Kinder, aufgewachsen in Gelassenheit, lassen sie sich wieder entgleiten, diese armen Narren. Und deren Enkel avancieren einmal mehr zu Sklaven.
(D. H. Lawrence, 1885 - 1930, englischer Schriftsteller)
Der Westen gewann die Weltherrschaft nicht durch die Überlegenheit seiner Ideen oder Werte oder Religion, sondern vielmehr durch seine Überlegenheit bei der Anwendung organisierter Gewalt.
Unbedingt anschauen: Ein echter, neutraler Europäer analysiert Ukraine-Konflikt [7:21]
Veröffentlicht am 27.01.2015
Like http://www.facebook.com/newskritik - Das stärkt uns. Top-Journalist analysiert und kritisiert aus europäischer Sicht die Ukraine-Krise. Fazit: Europa schadet sich selber, weil es seine Interessen gegen fremde Interessen eintauscht.
November 2014
- G20-Gipfel: Obama bezeichnet Putins Kurs als Gefahr für die Welt (Stern, 15.11.2014) Die Ukraine-Krise ist ein zentrales Thema beim G20-Gipfel. US-Präsident Barack Obama hat die russische Politik in dem Konflikt erneut scharf kritisiert. Die EU droht, die Sanktionen zu verschärfen. - Nachrichtenmosaik Ukraine Folge 88 (Hans Springstein, Nutzerbeitrag, der Freitag, 11.11.2014)
Ukraine Gesammelte Nachrichten und Informationen zu den Ereignissen in der Ukraine und deren Hintergründen, ohne Gewähr und Anspruch auf Vollständigkeit und fast ohne Kommentar
- Ukraine: Die Zeichen stehen auf Krieg (Florian Rötzer, Telepolis, 07.11.2014)
Poroschenko ist geschwächt, Kiew überweist keine Renten in die Ostukraine, der Flughafen von Donezk ist das ukrainische Kobane
Nach den von den Machthabenden in den "Volksrepubliken" durchgeführten Wahlen nehmen die Kämpfe wieder zu. Wie üblich beschuldigen sich beide Seiten gegenseitig, mit den Angriffen begonnen zu haben, beide Seiten haben allerdings auch Interesse, Positionen zu halten oder einzunehmen, so lange der Waffenstillstand nicht wirklich eingehalten und die vereinbarte Pufferzone geschaffen wurde. Allerdings scheinen beide Seiten das Minsker Abkommen wie schon frühere Vereinbarungen, angefangen vom ersten Assoziierungsabkommen über die mit Janukowitsch geschlossenen Vereinbarung über die friedliche Lösung des Konflikts bis hin zur Genfer Vereinbarung als wertlos zu betrachten, zumal der ukrainische Präsident Poroschenko geschwächt aus den Wahlen hervorgegangen ist und die Falken, Nationalisten und Rechten gestärkt wurden. Gut möglich, dass nun mit einer republikanischen Mehrheit im US-Kongress die Ukraine auch militärisch stärker gegenüber Russland und den Separatisten aufgerüstet werden könnte. Der russische Präsident will hingegen nicht zu eng mit den "Volksrepubliken" verbunden werden, eine Begegnung mit deren Führern soll es nicht geben. - Vertrauliche Gespräche deutscher Unternehmer in Moskau (Ulrich Heyden, Telepolis, 07.11.2014)
Eine hochrangige Delegation deutscher Unternehmer sprach in Moskau mit Regierungsmitgliedern über Geschäftsbeziehungen unter Sanktionsbedingungen
Das Treffen von 20 Vertretern deutscher Unternehmen mit dem russischen Vizepremier Igor Schuwalow und Außenminister Sergej Lawrow fand am Mittwoch in Moskau hinter verschlossenen Türen statt, berichtete der Moskauer Kommersant. Bei den Gesprächen ging es um "den Erhalt der Geschäftsbeziehungen unter den Bedingungen der Sanktionen", berichtete das Blatt unter Berufung auf einen namentlich nicht genannten Informanten aus dem Kreis der deutschen Delegation. Oktober 2014
- Ukraine und Russland einigen sich auf vorläufigen Gaspreis (ZEIT Online, 19.10.2014) Vorläufige Einigung im Gasstreit: Bis Ende März haben Russland und die Ukraine einen Gaspreis festgelegt. Die Ukraine bittet dafür um finanzielle Hilfe des Westens.
- Zahlt die EU die ukrainische Gasrechnung? (Ralf Streck, Telepolis 18.10.2014)
Bei den Gesprächen über den Ukraine-Konflikt in Mailand gab es offenbar nur im Gasstreit Annäherung, weil alle Konfliktparteien daran interessiert sind Am Rande des Europa-Asien-Gipfels (Asem) in Mailand wurde versucht, einer Lösung im Ukraine-Konflikt näher zu kommen. Bundeskanzlerin Angela Merkel konnte nach einer zweiten Gesprächsrunde am Freitag keinen Durchbruch erkennen. Der russische Präsident Wladimir Putin sprach von einer feindlichen Haltung, während der italienische Gastgeber Matteo Renzi auf konstruktive Gespräche verwies. Russland hatte im Vorfeld gedroht, Gaslieferungen nach Europa zu drosseln, falls die Ukraine im Winter die Pipelines anzapft, womit der Druck zur Zahlung der Milliardenschulden vor dem Winter vergrößerte wurde. Dort erwarten ohne Einigung viele Menschen einen kalten Winter, weil auch die Kohle aus der umkämpften Region fehlt.
- Putin und Poroschenko tricksen Merkel aus: EU soll Gas-Schulden der Ukraine zahlen (DeutscheWirtschaftsNachrichten, 18.10.2014) Die EU sieht sich im Gas-Streit mit Russland einer überraschenden neuen Allianz gegenüber: Wladimir Putin und Petro Poroschenko haben sich darauf geeinigt, dass die EU die offenen Rechnungen bei Gazprom übernimmt. Der vermeintliche Kampf um die Achtung des Völkerrechts dürfte die europäischen Steuerzahler zunächst 4,5 Milliarden Euro kosten.
- Kremlin surprised Poland won’t give Ukraine free coal (Russia Today, 17.10.2014)
Now that Ukraine wants to receive Polish coal, and not Russian gas, free of charge, the Kremlin said it is surprised at Warsaw’s inconsistency towards Ukraine’s energy crisis. “Our Polish partners have reacted in such a lively way to news of Ukraine wanting to get Polish coal almost free of charge,” Dmitry Peskov, the spokesman of Russian President Vladimir Putin, said. The Russian President was in Milan Friday with European and Asian leaders at the ASEM summit. Peskov sees a major inconsistency in Warsaw’s attitude towards Ukraine in terms of which resources can be obtained for free and which cannot. The aide told Poland it shouldn’t be surprised that Ukraine wants to receive coal without paying, since Poland thinks that giving Ukraine Russian gas for free is fair.
On Thursday, Poland’s Deputy Prime Minister Janusz Pehochinsky expressed disappointment that Ukraine hasn’t yet paid for 100,000 tons of Polish coal.
- SPON - Ohne Putin-Bashing gehts wohl nicht (Alles Schall und Rauch, 13.10.2014) Wenn man die Schlagzeile und den Inhalt der Artikel des "Schmiergel" und des "Lokus" miteinander vergleicht muss man meinen, es handelt sich um Berichte von zwei verschiedenen Veranstaltungen. Dabei in beiden Fällen geht es um das Formel1-Rennen in Sochi vom Wochenende, der erste "Grosse Preis von Russland" nach Fertigstellung der Rennstrecke auf dem Olympiagelände. Der Schmiergel schreibt als Einführung "Der Große Preis von Russland - da durfte Wladimir Putin natürlich nicht fehlen. Der Präsident genoss die Show, bei der er sich wunderbar ins Rampenlicht rücken konnte. Aber die Inszenierung hat ihren Preis." Der Lokus bringt genau das Gegenteil: "Es sollte seine Bühne werden, doch Russlands Präsident Wladimir Putin hat auf einen öffentlichen Auftritt vor dem Großen Preis von Russland verzichtet. Stattdessen schickte er den Vize-Ministerpräsidenten nach Sotschi an die Seite von Bernie Ecclestone." Ja was stimmt denn nun?
- Massengräber bei Donezk (Hintergrund, 06.10.2014) In der Ostukraine wurden offenbar von ukrainischen Kampfverbänden Zivilisten hingerichtet und verscharrt. Die Anzahl der Opfer und die näheren Umstände bleiben bislang unklar Zitat: Die scheinbar einzige Gewissheit, die es bislang im Zusammenhang mit den Leichenfunden vom 23. September gibt, ist, dass um sie ein Propagandakrieg entbrannt ist. Immerhin scheint soviel klar: Mindestens neun Menschen wurden hingerichtet und anschließend verscharrt. Der Faktenlage nach befanden sie sich in Gefangenschaft ukrainischer Kampfverbände.
- Obama-Vize blamiert Merkel: USA haben EU zu Sanktionen gegen Russland gezwungen (Deutsche WirtschaftsNachrichten, 05.10.2014) Die Amerikaner haben erstmals öffentlich eingeräumt, die EU gegen ihren Willen zu Sanktionen gegen Russland gezwungen zu haben. US-Vizepräsident Joe Biden sagte, Obama habe darauf bestanden, dass die EU wirtschaftlichen Schaden in Kauf nehme, um die Russen zu strafen. Die Ausführungen Bidens machen klar, dass Angela Merkel und ihre EU-Kollegen auf Druck der USA ihren eigenen Völkern Schaden zugefügt haben. Wer sich diesem Bündnis anschließt, wird zum Papagei der US-Interessenspolitik. Merkels schöne Worte von der freien Selbstbestimmung klingen in diesem Kontext wie der blanke Hohn.
- Mitteleuropäischer Block gegen Russlandsanktionen (Telepolis, 01.10.2014)
In Tschechien, Ungarn, der Slowakei und Österreich wächst der Unmut über die außenpolitischen Vorgaben aus Brüssel In den letzten Monaten verabschiedete die EU mehrmals Wirtschaftssanktionen gegen Russland, die unter anderem den Zugang zum Finanzmarkt und die Erdölförderung betreffen. Russland reagierte darauf mit einem Lebensmittelimportstopp, der nach Berechnungen des niederländischen Finanzkonzerns ING Groep N.V. Schäden in Höhe von 6,7 Milliarden Euro anrichten wird.
Nicht alle EU-Mitgliedsländer sind vom Sinn der Sanktionen gegen Russland überzeugt: Am bislang deutlichsten sagte das der tschechische Präsident Miloš Zeman am Freitag: In eine siebzehnminütigen Ansprache auf der Konferenz Dialogue of Civilizations kritisierte er, dass die Maßnahmen nicht nur wirkungslos, sondern sogar schädlich seien. Man müsse sie deshalb aufheben und stattdessen einen Dialog entwickeln, in dessen Rahmen Informationen "unzensiert" ausgetauscht werden.
Bob Dylan - Masters of War - lyrics
[5:56]
President Eisenhower warned of the dangers of the military industrial complex in a farewell address in February, 1961. This remark is one of the sparks that ignited Dylan’s rage and the release of the song. Decades after the release of The Freewheelin’ Bob Dylan and “Masters of War,” Dylan said, “It’s not an anti-war song. It’s speaking against what Eisenhower was calling a military industrial complex.” (Lynskey 56, Hervorhebung von mir). Dylan also wrote this song to criticize American leaders and the military industrial complex that Eisenhower warned of. “It was meant as a realization of the times, what war was coming to and why war became a pointless act, rather than a means of defense.” (Masters… 1). As you can see, Bob Dylan was very young when this remarkable song was written and released. His senses were heightened with the alarming, warring times of 1960’s and he had an emotional climax with the conflicts that were taking place around him. The lyrics of song prove just how disgusted he really was with the “war profiteers.”
- Facebook-Propaganda: Kiews Verteidigungsminister erntet Spott für Bericht über Atomschlag (SPIEGEL Online, 22.09.2014)
Das war dann doch zu viel der Propaganda: Der ukrainische Verteidigungsminister behauptete, Luhansk sei von russischen Atomgranaten getroffen worden. Auch aus den eigenen Reihen musste er sich Belehrungen über Waffentechnik gefallen lassen.
- Nach der Maidan-Revolution ist die Ukraine nur noch eine totalitäre Kloake (Der Unbequeme, 22.09.2014)
Mit den Revolutionen ist es so eine Sache: in der Regel werden sie mit wohlklingenden Parolen und hehren Zielen gemacht, die Realität sieht aber bald völlig anders aus. Unterdrückung, Terror und Blut waren in der Geschichte die unmittelbaren Folgen vieler Revolutionen und auch mit der jüngsten "demokratischen Revolution" in der Ukraine verhält es sich genauso.
- »Atmosphäre der Angst« (junge Welt, 21.09.2014) Partei
der Regionen boykottiert Parlamentswahlen in der Ukraine: Ihre
Politiker werden vom rechten Mob attackiert. Gespräch mit Jelena
Bondarenko
Interview: Frank Schumann
Rechter Terror in Kiew: Am Dienstag wurde der Abgeordnete Witali Schurawski (Partei der Regionen) aus dem Parlament gezerrt, in einen Müllcontainer »entsorgt« und mit einem Autoreifen traktiert
Foto: sreenshot youtube.com/euronews
Jelena Bondarenko, Abgeordnete des Parlaments in Kiew, hat sich am 12. September mit einem offenen Brief ans Ausland gewandt, weil sie die Arbeit der Opposition in der Ukraine sowohl in der Werchowna Rada als auch außerhalb des Parlaments unzulässig behindert sieht.
Der Innenminister Arsen Awakow soll erklärt haben, wenn Jelena Bondarenko im Parlament auftrete, möchte er zur Pistole greifen. Julia Timoschenko hat ja schon mal einen ähnlichen Wunsch in bezug auf den russischen Präsidenten geäußert. Das zeigt zwar, wes Geistes Kind solche selbsternannten Demokraten sind. Aber sollte man solche Kraftmeierei ernstnehmen?
Wenn man schon einmal auf Sie geschossen hätte – und mir ist das im Dezember 2013 in Kiew widerfahren –, dann würden Sie Drohungen dieser Art nicht nur als primitive Rhetorik nehmen.
- Teure Partnerschaft (junge Welt, 20.09.2014) Das Assoziierungsabkommen mit der Ukraine wurde unterzeichnet. Es ist ein ökonomischer Witz: Keiner der Beteiligten kann sich den machtpolitisch motivierten Unsinn leisten Von Rainer Rupp
Hab euch! Der momentan leitende Kiewer Oligarch Poroschenko präsentiert den vermeintlichen EU-Blankoscheck »Assoziierungsabkommen«
Foto: AP Photo/Mykola Lazarenko
Zeitgleich haben diese Woche das Parlament der EU in Strasbourg und jenes der Ukraine in Kiew mit großem Pomp ein Assoziierungsabkommen unterzeichnet. Bilder von den langanhaltendem, nicht enden wollenden standing ovations gingen um die Welt. In der Tat ein historischer Augenblick: Wächst da zusammen, was zusammengehört? EU und ukrainische Junta können nun gemeinsam untergehen und ihre Bevölkerung dabei mitnehmen. Das unfreiwillig Komische daran: Keine der beiden Seiten kann sich das leisten.
Um die Bewältigung der finanziellen Folgen dieser Vereinbarung wenigstens etwas weiter in die Zukunft zu verschieben (ein gern benutztes Instrument aktueller Politik in der EU und deren Mitgliedsstaaten), haben Kiew und Brüssel flugs vereinbart, den Beginn der Assoziierung bis zum 1. Januar 2016 zu verzögern. Das wurde von den Maidan-Neofaschisten als Verrat Poroschenkos an der »nationalen Sache« gewertet, weshalb sie versuchten, mal wieder das Parlament zu stürmen. Doch ohne den Aufschub wären sofort die russischen Zölle für alle Waren aus der Ukraine auf das Niveau, wie es für die Importe aus dem EU-Bereich gilt, angehoben worden. Da Rußland nach wie vor der bei weitem größte Abnehmer ukrainischer Produkte ist (von denen die meisten im Westen nicht absetzbar wären) hätte das sofortige Inkrafttreten der Assoziierung die Ukraine zwischen sechs und zehn Milliarden Euro im Jahr an Exportverlusten gekostet. Spätestens dann wäre der ökonomische und staatliche Kollaps des trotz westlicher Hilfen bereits wirtschaftlich und finanziell am Boden liegenden Landes unvermeidlich gewesen.
- UKRAINE – Machtkampf in der Ukraine: Merkel und die EU sitzen in der Falle (Deutsche WirtschaftsNachrichten, 16.09.2014) In der Ukraine ist ein offener Machtkampf zwischen Präsident Poroschenko und den von Angela Merkel und der EU unterstützten Politikern „Jaz“ Jazenjuk und Julia Timoschenko ausgebrochen. Amerikaner und Russen bereiten unterdessen offenbar die Teilung der Ukraine vor. So wie die Dinge jetzt stehen, bleibt für die Europäer eine altbekannte Rolle: Die des Zahlmeisters für den Scherbenhaufen in der West-Ukraine.
Die aktuellen Entwicklungen in der Ukraine sind für die europäischen Steuerzahler äußerst besorgniserregend: Zwischen den politischen Spitzenkräften ist ein offener Machtkampf ausgebrochen. Der stellvertretende Außenminister Danylo Lubkivskiy ist am Wochenende zurückgetreten – aus Protest gegen die Verschiebung des Assoziierungsabkommens mit der EU: „Wenn eine Entscheidung verschoben wird, ist es keine Entscheidung“, schrieb der Diplomat auf Facebook. Das Wall Street Journal berichtet, Lubkivskiy habe seinen Rücktritt damit begründet, dass die Verschiebung „das falsche Signal für alle ist: für den Aggressor, für die Verbündeten und vor allem für die Bürger der Ukraine“. - Ex-US-Botschafter über Ukraine-Krise „Das ist ein Familienstreit“ (taz, 14.09.2014?) Putins aktuelle Politik ist die Folge von Provokationen des Westens, sagt Jack Matlock, ehemaliger US-Botschafter in Moskau. Zitat: »Putin hat gesagt, er könnte Kiew in zwei Wochen einnehmen. Die Russen wollen diese Region nicht wirklich. Das sind wirtschaftliche Katastrophengebiete. Sie wären eine enorme Last.« - Zorniger Wirtschafts-Boss: Merkel agiert gegen Russen „in Abstimmung mit den USA“
(DeutscheWirtschaftsNachrichten, 11.09.2014)
Der Präsident der österreichischen Wirtschaftskammer, Christoph Leitl, hat in einem TV-Interview Bundeskanzlerin Angela Merkel
vorgeworfen, ihre harte Haltung gegen Russland mit Washington
abzustimmen. Bisher galten in der EU solche Aussagen für hohe Vertreter
des Establishments als absolutes Tabu. Das bemerkenswerte Interview im
Wortlaut.
Der Präsident der österreichischen Wirtschaftskammer, Christoph
Leitl, hat am späten Mittwochabend im ORF klare Worte gefunden, was er
von den EU-Sanktionen hält – nämlich nichts. Leitl, der in Österreich
mit Sicherheit nicht als skrupelloser Geschäftsmann gesehen wird,
sondern eher als besonnener Interessensvertreter, verwies in einem für
den ruhigen Mann außerordentlich engagierten Gespräch auf die langfristigen
Folgen der Sanktionen gegen Russland: Sie schaden den Bürgern in
Europa, weil das Vertrauen zu Russland zerstört werde. Dies könne man auch kurzfristig nicht wieder herstellen. Am Ende des Interviews wagt Leitl sogar einen Tabubruch: Er spricht
offen an, dass Angela Merkel die deutsche und damit die EU-Außenpolitik
mit den Amerikanern abstimmt. Das ist im Zusammenhang mit der
Ukraine-Krise sehr ungewöhnlich: Bis jetzt haben alle
offiziellen Repräsentanten stets versucht, die Sanktionen als Maßnahme
zur Erhaltung von grundlegenden rechtsstaatlichen Prinzipien zu
begründen. Aus dem Interview wird jedoch klar, dass es sich um
Interessenspolitik handelt. Leitl ist ein wichtiger Vertreter des
österreichischen Establishments, sein Wort hat Gewicht: Die
Wirtschaftskammer ist Teil der österreichischen Sozialpartnerschaft und
steht traditionell unter dem Einfluss der konservativen ÖVP, die
ironischerweise aktuell auch den Außenminister stellt.
- Time to end the bloody Ukraine conflict
(NachDenkSeiten, 11.09.2014) If the United States and Europe were thinking rationally, the NATO
summit in Wales last week would have been an opportunity to discuss a
lasting resolution to the violent crisis in Ukraine, which has claimed
thousands of lives and crippled the country’s economy. Instead, amid a
fragile cease-fire agreement between Kiev and pro-Russian rebels in the
east, the assembled world leaders used the summit for more belligerent
talk and reckless saber-rattling, with their ultimate goal increasingly
unclear. The goal seemed more preparing the NATO alliance for a new Cold
War with Russia than exploring how to make peace, even as Moscow was
helping to bring about the cease-fire agreement.
Quelle: The Washington Post
- "Bomben, die nie geworfen wurden, können platzen wenn sie gemeldet werden" – Wie macht man ein friedliebendes Volk kriegslüstern? (Konstantin Wecker, Neue Rheinische Zeitung, 10.09.2014) „Wie wird die Welt regiert und in den Krieg geführt? Diplomaten
belügen Journalisten und glauben es, wenn sie’s lesen.“ Karl Kraus, der
die Manipulation der Massen in den Kriegszeiten des ersten Weltkrieges
durchschaute und wie kein anderer messerscharf analysierte, verachtete
die meisten Journalisten. Er verabscheute den „Journalismus und die
intellektuelle Korruption, die von ihm ausgeht, mit ganzer Seelenkraft“.
Karl Kraus (1874-1936), öster-
reichischer Schriftsteller und
scharfer Kritiker des Hetzjourna-
lismus oder der "Journaille"
Ich hielt das lange für übertrieben, zumal ich hervorragende und
unbestechliche JournalistInnen kenne und schätze. Mittlerweile befallen
mich Zweifel an meiner Loyalität.
Klar, es gibt sie noch, diese aufrechten Vertreter ihres Fachs.
Aber wo dürfen sie noch schreiben? Die Propagandamaschine läuft bereits
und es ist erschreckend, wie ein Großteil der Zunft einem Plan zu folgen
scheint, der trotz des Widerspruchs der meisten Leser die Wirklichkeit
im Sinne einflussreicher Geldgeber gestaltet.
„Als einer der Pioniere der Medienkritik hatte Karl Kraus erkannt,
dass die Medien die Wirklichkeit nicht abbilden, sondern erzeugen, dass
Meinungen und Stimmungen nicht einfach entstehen, sondern gemacht
werden“, schreiben Mathias Bröckers und Paul Schreyer in ihrem
lesenswerten Buch “Wir sind die Guten“ und sie zitieren noch einmal
einen der wichtigsten Sätze von Karl Kraus:
„Ich habe erlebt, wie Krieg gemacht wird, wie Bomben, die nie
geworfen wurden, nur dadurch, dass sie gemeldet wurden, zum Platzen
kommen.“
- MH 17 – Der Zwischenbericht liegt vor und lässt viele Fragen offen
(Telepolis, 09.09.2014)
Heute morgen um 10.00 veröffentlichten die niederländischen Behörden den lang erwarteten Zwischenbericht [PDF - 4.6 MB] zum Absturz/Abschuss von MH 17. Wer sich von dem Bericht eine möglichst lückenlose Aufklärung der Ereignisse erhofft hat, wird jedoch enttäuscht sein. Von Jens Berger.
Das was jedoch abzusehen. Sinn und Zweck der Untersuchungen war es, das Unglück aus Flugsicherheitsaspekten heraus zu beleuchten. Und da lief alles erwartungsgemäß rund – die Maschine war fehlerfrei, die Crew fit und auch die Fluglotsen machten ihren Job offenbar fehlerfrei. Zur Frage, warum der Luftraum oberhalb von 33.000 Fuß nicht gesperrt war, obgleich (nicht nur) die ukrainischen Behörden Informationen darüber hatten, dass die Separatisten womöglich in Besitz von Flugabwehrraketensystemen sind, die auch in wesentlich größeren Höhen eine potentielle Gefahr für Zivilflugzeuge darstellen, geht der Bericht gar nicht erst ein. Und auch ansonsten hält man sich bemerkenswert vornehm zurück, wenn es um politische Aussagen geht.
- Strickmuster der Ukraineberichterstattung
(altermannblog, 08.09.2014) Wenn die ukrainische Putschistenregierung (sie ist nicht durch Wahlen
legitimiert) etwas verlautbart, dann wird das unhinterfragt 1:1 von
unseren Qualitätsmedien weiterverbreitet. Alles was die
Propaganda-Website ukrinform
schreibt, wird gerne genommen, auch wenn es noch so abstrus ist. Wer
kann sich erinnern, wie ab und zu mit großem Tamtam von Dutzenden Panzerwagen
der russischen Armee berichtet wurde, die dann teilweise auf
ukrainischem Territorium noch vernichtet wurden? Normalerweise würde bei
so etwas sofort die Golineh Atai, Katrin Eigendorf
oder ähnliche Qualitätsreporterinnen auftauchen, die dann vor
brennenden Wracks das russische Böse in die Welt posaunen (notfalls auch
mit Hilfe von Blue Screen). Eine andere Konifere ist Lielischkies,
der auch Nachrichten gerne kreativ gestaltet und anschließend das
Versehen bedauert. Der Tagesspiegel (Du hast richtig gelesen – nicht der
Kopp-Verlag) hat eine Dokumentation über die Manipulationen des zwangsgebührenfinanzierten Senders gebracht (Chapeau!), der aber munter so weiter macht: Hier die Panne 2.0. Bis heute hat man keine Bilder der zerstörten Panzer gesehen, auch nicht die OSZE, aber die Falschmeldungen sind in der Welt und erzeugen Russenangst.
- Wie die Regierung Kiew die Aufklärung der Brand-Tragödie in Odessa sabotiert
(Telepolis, 08.09.2014) Der Untersuchungsausschuss der Stadtratsabgeordneten von Odessa löste sich auf, weil die Innenbehörde keine Informationen rausrückte. Drei verhaftete rechte Gewalttäter wurden freigelassen
Am Donnerstag stellte der von Abgeordneten des Stadtrates Odessa gebildete Untersuchungsausschuss zum Brand im Gewerkschaftshaus von Odessa, bei dem mindestens 48 Menschen starben (Die Tragödie von Odessa), seine Arbeit ein. Dies berichtete das regierungskritische Nachrichtenportal "Tajmer". Die Mitglieder des Untersuchungsausschusses begründeten ihre Entscheidung damit, dass die Innenbehörde und die Generalstaatsanwaltschaft wichtige Informationen und Dokumente der Ermittlungen zurückhalten.
- Offener Brief an Angela Merkel
(Telepolis, 03.09.2014)
Amerikanische Ex-Geheimdienstmitarbeiter warnen vor Behauptungen der Geheimdienste zur Ukraine und erinnern an die irakischen Massenvernichtungswaffen
Wir, die Unterzeichner, sind langjährige Veteranen der US-Nachrichtendienste. Wir unternehmen den außergewöhnlichen Schritt, diesen offenen Brief an Sie zu schreiben, um Ihnen die Gelegenheit zu geben, vor dem NATO-Gipfel am 4. und 5. September Einblick in unsere Sicht der Dinge zu bekommen.
Originalartikel: - Memorandum For: Angela Merkel: Beware of Fixed Intelligence on Ukraine-- Think WMDs (OpEdNews, 31.08.2014) We the undersigned are long-time
veterans of U.S. intelligence. We take
the unusual step of writing this open letter to you to ensure that you have an
opportunity to be briefed on our views prior to the NATO summit on September
4-5.
Es gebe keine Hinweise auf eine russische Präsenz auf ukrainischem
Boden, so ein Sprecher der OSZE. Die Nato hatte zuletzt behauptet,
Beweise für russische Militär-Operationen zu haben. Kiew spricht seit
Tagen von einer „Invasion“ durch Putins Truppen.
Die OSZE hat aufgrund ihrer Beobachtungen in der Ost-Ukraine keine
Hinweise auf eine Präsenz von russischen Truppen auf ukrainischem Boden.
Die Organisation ist mittlerweile mit 250 Mitarbeitern in der Region
und kann offenbar einigermaßen unbehindert beobachten. Die Nato hatte
zuletzt behauptet, Beweise für russische Militär-Operationen zu haben.
Die ukrainische Führung spricht seit Tagen von einer „Invasion“ der
russischen Armee. siehe dazu auch: - OSZE: „Keine Hinweise auf Präsenz von russischen Truppen auf ukrainischem Boden“ (DeutscheWirtschaftsNachrichten, 01.09.2014) Die OSZE hat aufgrund ihrer Beobachtungen in der Ost-Ukraine
keine Hinweise auf eine Präsenz von russischen Truppen auf ukrainischem
Boden. Das sagte ein Sprecher der Organisation den Deutschen Wirtschafts
Nachrichten. Die Organisation ist mittlerweile mit 250 Mitarbeitern in
der Region und kann offenbar einigermaßen unbehindert beobachten. Die
Nato hatte zuletzt behauptet, Beweise für russische Militär-Operationen
zu haben. Die ukrainische Führung spricht seit Tagen von einer
„Invasion“ der russischen Armee.
- Krieg in der Ukraine – Brandstifter und Brandbeschleuniger - Ein Kommentar von WOLFGANG BITTNER (Hintergrund, 01.09.2014)
In der Ukraine herrscht blutiger Bürgerkrieg. Am 29. August 2014 geben die Vereinten Nationen bekannt, seit Mitte April 2014, dem Beginn der Kämpfe, seien bereits mehr als 2.800 Menschen zu Tode gekommen. In der Morgenzeitung lesen wir: „Schock im Westen: Putin schickt Soldaten in die Ukraine. NATO schlägt Alarm, Merkel droht mit schärferen Sanktionen gegen Russland.“
- Putin verteidigt die Kämpfer von "Noworossija"
(Telepolis, 01.09.2014)
Mit seinen Äußerungen zu Neurussland erhöht Putin den Druck auf Kiew und die westlichen Länder, welche die ukrainische Regierung unterstützen Der russische Präsident rückt jetzt öffentlich näher an die Aufständischen in der Ost-Ukraine heran. Bisher hatte der Kreml-Chef "Noworossija", den Staat im Südosten der Ukraine, für den die Aufständischen in der Ost-Ukraine kämpfen, nicht erwähnt.
Seit Freitag hat sich das geändert: In einer Presseerklärung des Kreml taucht in der Überschrift das erste Mal das Wort Noworossija auf. Und am Sonntagabend konnte man in einem Interview, welches der staatliche russische Fernsehsender Pervi Kanal ausstrahlte, hören, wie der russische Präsident über die Beendigung des Krieges und die Aufständischen in der Ostukraine denkt.
Mein Kommentar: Ich glaube, es ist ziemlich einfach: Putin hat die Entwicklung vorhergesehen und wußte, daß es angesichts der latenten Aggressivität Kiews gegenüber der russischsprachigen Bevölkerung im Osten der Ukraine [siehe: Ukraine 7 – Der Sprachenkonflikt als Teil des Ukraine-Konfliktes, 03.05.2014], der US-amerikanischen (5 Milliarden US-Dollar investieren für Freiheit und Demokratie? Wer das glaubt, der gehört verprügelt!) und der westeuropäischen Einmischung zu kriegerischen Auseinandersetzungen und zu dem Versuch einer ethnischen Säuberung durch die faschistische Regierung in Kiew kommen würde. (Kiew will die russischsprachigen Menschen loswerden – etwa 15-20 Prozent der Bevölkerung, die Bodenschätze und die Industrieanlage der Ostukraine aber behalten.) Putin hat sich noch rechtzeitig die Krim geschnappt – er müßte noch blauäugiger sein als Gorbatschow, um seinen Mittelmeerhafen aufzugeben – und danach abgewartet. Er konnte sich die Hände reiben angesichts der US-gesteuerten Medienberichterstattung, der nach kurzer Zeit – zumindest bei der westlichen Intelligenzia – die Glaubwürdigkeit vollkommen abhanden kam und den Fehlleistungen der Kiewer und der US-Politiker (Timoschenkos – »dem Dreckskerl [Putin] in den Kopf schießen« und Nulands – »Fuck the EU« – Telefonate). Nun hat Europa brav sanktioniert und mit der Ukraine einen Klotz am Bein, der der finanziell schwankenden EU nach all den Banken-Desastern und den aufgespannten Rettungsschirmen zu schwer werden dürfte. Putin hat von Anfang an auf ein Patt gespielt, weil er am Verhandlungstisch die besseren Karten in der Hand hat. Ich bin gespannt, ob er seinen Korridor zur Krim und wie die EU die Ukraine über den Winter bekommt. Nach soviel Tamtam ist die EU der Ukraine gegenüber in der Pflicht. Worüber keiner bisher gesprochen hat, ist der wahre Konflikt in der Ukraine: da geht es nicht um West oder Ost, da geht es um oben (die Oligarchen-Klicke) gegen unten. Dieser ganze Konflikt ist von den ukrainischen Oligarchen hochgekocht worden, um nun mit frischem EU-Geld ihr korruptes Spiel noch eine Weile weiterspielen und sich dann verdrücken zu können. Wie die EU dann Freiheit und Demokratie in ein solch verfilztes Land bringen will, kann sie sich dann von den Griechen zeigen lassen… Wenigstens hat die Sache ein Gutes: Die alte EU wird den USA jetzt endlich kritischer gegenüberstehen – oder sie geht unter…
Wer mir bei dem ganzen Theater leid tut, ist Obama. Der muß innenpolitisch sowas von unter Druck stehen, daß er das ganze Spiel mitgespielt hat und vom Friedensnobelpreisträger (in Oslo werden sie in Zukunft vorsichtiger sein) zum Falken mutiert ist… [Nope, we can’t…] Ich wäre gespannt, irgendwann einmal zu erfahren, was da alles hinter den Kulissen abgelaufen ist.
gefunden in »Politfratzen« (Die Anmerkung, 11.09.2014)
Und Angie hat – das muß ich ihr lassen – zum ersten Mal in ihrer Regierungszeit mal was richtig gemacht: brav mitgekläfft (was anderes ist ihr wohl nicht übrig geblieben angesichts der deutschen »Souveränität«) und sich ansonsten bedeckt gehalten. Und ich werde mich mit zunehmendem Alter in meinem Sessel zurücklehnen und auf Politiker und Journalisten warten, die Format haben. Vielleicht wird’s ja noch was vor meiner Rente…
[…] Ich habe gar nichts gegen die Menge; Doch kommt sie einmal ins Gedränge, So ruft sie, um den Teufel zu bannen, Gewiß die Schelme, die Tyrannen. […] Was ich sagen wollt, Verbietet mir keine Zensur! Sagt verständig immer nur, Was jedem frommt, Was ihr und andere sollt; Da kommt, Ich versichr’ euch, so viel zur Sprache, Was uns beschäftigt auf lange Tage.
O Freiheit süß der Presse! Nun sind wir endlich froh; Sie pocht von Messe zu Messe In dulci jubilo. Kommt, laßt uns alles drucken Und walten für und für; Nur sollte keiner mucken, Der nicht so denkt wie wir.
Was euch die heilige Preßfreiheit Für Frommen, Vorteil und Früchte beut? Davon habt ihr gewisse Erscheinung: Tiefe Verachtung öffentlicher Meinung. […] Nichts schmerzlicher kann den Menschen geschehn, Als das Absurde verkörpert zu sehn.
Dummes Zeug kann man viel reden, Kann es auch schreiben, Wird weder Leib noch Seele töten, Es wird alles beim alten bleiben.
Dummes aber, vors Auge gestellt, Hat ein magisches Recht; Weil es die Sinne gefesselt hält, Bleibt der Geist ein Knecht. […] Das Tüchtige, und wenn auch falsch, Wirkt Tag für Tag, von Haus zu Haus; Das Tüchtige, wenn’s wahrhaft ist, Wirkt über alle Zeiten hinaus.
Ich übernehme keine Haftung für die Inhalte externer Links, verweise diesbezüglich auf RogerMurtaughund gehe im übrigen davon aus, daß die Besucher meines Blog imstande sind, sich ihre eigenen Gedanken zu machen.
(Was ja auch Ziel dieses Blogs ist!)
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