Sonntag, 21. August 2016

Doping bei Olympia: Der schwarze Medaillenspiegel

Runter vom Treppchen! Die Olympiageschichte ist voller Sieger, die später des Dopings überführt wurden. Sie mussten ihre Medaillen zurückgeben. Ein Ranking der Schande

Eine Liste der überführten Dopingsünder, die Medaillen zurückgeben mussten, finden Sie hier.
Olympia hat Pause, der schwarze Medaillenspiegel ruht nie. Er zeigt das Ranking aller Nationen, denen in der Geschichte der Olympischen Spiele, ob Sommer oder Winter, Medaillen wegen Dopings aberkannt wurden. Es ist die pharmazeutische Tabelle, eine Statistik des Betrugs, eine Liste des Gifts, eine Hall of Shame.

Manche Betrüger erwischt es ganz schnell, während der Spiele. In Rio ließen sich der kirgisische Gewichtheber Isat Artykow und Serghei Tarnovschi, ein Kanufahrer aus Moldau, erwischen. Bei anderen dauert es sehr lange, bis man sie ertappt. Ihnen werden Nachtests zur Falle. Im Januar 2017 entzog das IOC drei Chinesinnen die Goldmedaillen. Sie hatten 2008 in Peking jeweils im Gewichtheben gesiegt, waren aber gedopt. China steigt damit auf Rang fünf. Auch die Weißrussin Nadseja Astaptschuk, die 2008 im Kugelstoßen Bronze holte, ist ihre Medaille wieder los. Schon im November wurde ihrer Landsfrau Natallja Michhnewitsch im gleichen Wettbewerb Silber entzogen.

Erst im November 2016 hatte das IOC dem zweifachen kasachischen Olympiasieger im Gewichtheben, Ilja Iljin, die Medaillen aberkannt. Alleine seit Mitte Oktober wurden in 37 Fällen Athleten und Athletinnen ihre Medaillen von 2008 und 2012 aberkannt. Kasachstan stieg damit dank seiner Gewichtheber gleich auf Platz drei in den Medaillenspiegel ein.

Seit den Spielen von Athen 2004 lagert das IOC Tausende Urin- und Blutproben von vergangenen Spielen und testet sie teilweise Jahre später nach. Der Grund: Im Laufe der Zeit verfeinern sich die Analysemethoden. Die Wissenschaft entdeckt zum Beispiel neue Abbauprodukte. Das erleichtert die Jagd nach den Dopern. Man kann drauf wetten, dass auch der eine oder andere Gewinner von Rio irgendwann erwischt wird – und sei es in fünf oder in zehn Jahren. Das Signal an die Sportler ist klar: Ihr dürft euch nie sicher sein! Das Signal an die Fans: alle Angaben ohne Gewähr.

mehr:
- Doping bei Olympia: Der schwarze Medaillenspiegel (Paul Blickle, Oliver Fritsch, ZON, 19.08.2016)

Die kuriosesten Doping-Fälle bei Olympia [2:00]

Veröffentlicht am 01.08.2012
http://youtube.com/thesimpleshow - Doping bei den Olympischen Spielen gibt es seit fast 100 Jahren. Pionier auf diesem Gebiet war ein amerikanischer Marathonläufer. Die Mischung, die er sich damals zuführte, hatte jedoch nichts mit heutigen Doping-Methoden zu tun.

Prof. Dr. Werner Franke: Vortrag "Doping: – Verbrechen im nationalen Interesse" [2:04:39]

Veröffentlicht am 22.01.2016
FDP Neujahrsempfang Wiesloch 17.1.2016
Prof. Dr. Werner Franke
Vortrag "Doping: Körperverletzender (BGH) Missbrauch der Wissenschaft – Verbrechen im nationalen Interesse"

siehe auch:

Sport, Staats-Doping und zweierlei Maß (Post, 14.08.2016)
und:
- Doping in the United States (engl. Wikipedia, abgerufen am 21.08.2016)
U.S. swimmer Lilly King spars with Russia's Yulia Efimova over doping (Nathan Fenno, Los Angeles Times, 21.08.2016)
Olympia 2016 in Rio Olympia und die USA: Künstliche Realität (Tagesspiegel, 20.08.2016)
The US wins Olympic gold in doping (Chris Mills, BGR, 17.08.2016)
Pillen, Pulver, teurer Urin (Thomas Renggli, Tagesanzeiger.Ch.-Blog, 15.08.2016)
Justin Gatlin on criticism by Lilly King: I've done what I need to do (ESPN, 14.08.2016)
- Sports 2016 Olympis – Team USA Is About to Be Kicked Off its Doping High Horse in Rio (Sean Gregory, Time, 13.08.2016)
The Chuck Wielgus Blog: Creating a State-Sponsored Doping Program (Chuck Wielgus, USA Swimming, 12.08.2016)
Sport Olympia 2016 "Die haben uns Medaillen geklaut. Das ist krank" (Die Welt, 11.08.2016)
Olympische Spiele: Kalter Krieg im Schwimmbecken (Sabrina Knoll, ZON, 10.08.2016)
- USA flag-bearer Michael Phelps admits doubts about doping in the pool (Chris Barrett, stuff, 04.08.2016)
Doping im Sport: USA und Russland (Schutzengel-orga.News, 31.07.2016)
Olympia: 45 Athleten früherer Spiele positiv auf Doping getestet (ZON, 11.07.2016)
- Olympics: Michael Phelps says he doesn’t think he has ever competed in a clean sport (Todd Blym, Gold Coast Bulletin, 03.08.2016)
IOC-Beschluss zu Russland: Welt-Anti-Doping-Agentur reagiert enttäuscht (SPON, 25.07.2016)
Doping: US-Sport kämpft um Glaubwürdigkeit (Heinz P. Kreuzer, FAZ, 27.06.2001)
- Feind im eigenen Haus – Dem Spitzensport in den Vereinigten Staaten droht ein gigantischer Skandal: Haben mehrere hundert Athleten ungestraft gedopt? Ein Insider will vor Gericht auspacken. (Udo Ludwig, Michael Wulzinger, Der Spiegel, 1/2001, gefunden bei CarminaRo)
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Freitag, 19. August 2016

Heute vor 25 Jahren – 19. August 1991: Putsch in Moskau

Am Montag, dem 19. August 1991, einen Tag bevor Staats- und Parteichef Michail Gorbatschow und eine Gruppe führender Politikder der Sowjetrepubliken den neuen Unionsvertrag über die »Gemeinschaft Unabhängiger Staaten« (GUS) unterzeichnen sollten, versuchte eine Gruppe, die sich selbst »Staatskomitee für den Ausnahmezustand« (GKTschP) nannte, die Macht in Moskau zu ergreifen. Alle Beteiligten waren erst unter Gorbatschow auf ihre Positionen gelangt. Zu den Mitgliedern gehörten: 
 – Gennadi Janajew (1937–2010), Vizepräsident der UdSSR 
 – Dimitri Jasow (geb. 1924), Verteidigungsminister 
 – Wladimir Krjutschkow (1924–2007), Vorsitzender des KGB 
 – Walentin Pawlow (1937–2003), Ministerpräsident 
 – Boris Pugo (1937–1991), Innenminister 
 – Oleg Baklanow (geb. 1932), Mitglied des ZK der KPdSU 
 – Wassili Starodubzew (1931–2011), Vorsitzender des Bauernverbandes – Alexander Tisjakow (geb. 1926), Präsident des Verbandes der Staatsunternehmen 
 Zu den weiteren Mitinitiatoren des Putsches gehörten: 
 – Walentin Warennikow (1923–2009), stellvertretender Verteidigungsminister 
 – Oleg Schenin (1937–2009), Mitglied des Politbüros und Sekretär des ZK der KPdSU 
 – Anatoli Lukjanow (geb. 1930), Vorsitzender des Obersten Sowjets 
 – Waleri Boldin (1935–2006), Abteilungsleiter im ZK der KPdSU und Stabschef Michail Gorbatschows 
 – Juri Plechanow (1930–2002), KGB-General und Chef des Personenschutzes des Präsidenten 
 Die Gruppe verkündete, dass Gorbatschow erkrankt und daher von seinen politischen Ämtern befreit sei. Vizepräsident Janajew wurde zum Interimspräsidenten ernannt. Gorbatschow selbst war seit dem 4. August im Urlaub in Foros auf der Halbinsel Krim. Dort wurde er vom Nachmittag des 18. August bis zum 21. August festgesetzt und isoliert, nachdem er seine Zustimmung zur Verhängung des Notstandes und die Übertragung seiner Vollmachten an den Vizepräsidenten verweigert hatte. Er kehrte am 22. August nach Moskau zurück. 
 Die Streitkräfte und Teile des KGB verweigerten dem Staatskomitee die Loyalität. Die in Moskau aufgefahrenen Panzertruppen unterstellten sich dem Präsidenten der Russischen Föderation Boris Jelzin. Nach dem Scheitern des Putsches am 21. August beging Pugo Selbstmord, die anderen Mitglieder des Komitees wurden verhaftet, kamen aber in den Jahren 1992 und 1993 ohne Verfahren wieder frei. Die russische Staatsduma amnestierte sie 1994. Warennikow, der dem Komitee nicht angehört hatte, verweigerte die Amnestie und wurde im August 1994 vom Obersten Gericht Russlands wegen Befehlsnotstandes freigesprochen.
mehr:
- »Von Machtwechsel keine Rede« (Arnold Schölzel im Gespräch mit Hans Modrow, junge Welt, 19.08.2016)
siehe auch:

Täuschung - Die Methode Reagan, Ressourcenkriege und medial vemittelte Feindbilder (Post, 06.05.2015)


Vor 20 Jahren: Moskau zwischen Goldrausch und Gewalt {21:45}

spiegeltv
Am 05.05.2015 veröffentlicht
Wer schnell zu Geld kommen möchte, sollte sein Glück in Moskau versuchen. Die ehemalige Metropole des real existierenden Sozialismus ist Mitte der Neunzigerjahre eine Stadt der unbegrenzten Möglichkeiten geworden. Es herrscht eine Art kapitalistischer Urzustand, in dem fast alle Werte und Regeln außer Kraft gesetzt sind. Gier und Gewalt sind die einzig verlässlichen Eckdaten. Die Zahl derer, die auf der Strecke bleiben, steigt mit jedem Tag und jeder Nacht.
Die Verschleuderung des damaligen "Volkseigentums" zu Spottpreisen begünstigte damals Mafiosi und raffgierige Spekulanten. "So wurde die westliche Idealvorstellung von freier Marktwirtschaft hier bei uns vollzogen", erzählt der Journalist. "Wenn Sie begreifen möchten, warum Putin so populär ist, dann schauen Sie sich heute in Ulan Ude um. Er hat damals den Saustall ausgemistet." [Der Ferne Osten Russlands befindet sich im AufbruchRamon Schack, Telepolis, 22.11.2014]
siehe zur Situation Russlands in den letzten 20 Jahren:
- Der Ferne Osten Russlands befindet sich im Aufbruch (Post, 22.11.2014)

Spiegel TV - Magazin 165 - Der Putsch - Moskau, August 1991 {31:24}

Christel Bushmann
Am 22.06.2016 veröffentlicht
Der Putsch - Moskau, August 1991.
Eine Reportage für Spiegel TV von Christel Buschmann (25.08.1991).
www.christelbuschmann.com

Ende einer Supermacht Putsch gegen Gorbatschow [43:43]

Doku Channel
Am 04.04.2012 veröffentlicht
Neue Videos auf den Kanal ! Die Welt hält am 19. August 1991 den Atem an: Panzer in Moskau. Kommunistische Hardliner haben Gorbatschow an seinem Urlaubsort festgesetzt. Der Westen befürchtet die Wiedergeburt des Kalten Kriegs.
Die Machtzentren in USA und Europa reagieren alarmiert, die Börse nervös. Als die Nachrichtenagentur TASS verbreitet, Gorbatschow sei aus "gesundheitlichen Gründen" zurückgetreten, scheint das Ende der Perestroika nahe mit unabsehbaren Folgen für den globalen Entspannungsprozess. Besonders groß ist die Sorge in Deutschland. In den neuen Bundesländern stehen noch knapp 300.000 sowjetische Soldaten, deren vollständiger Abzug erst für 1994 vertraglich vereinbart ist.

Michail Gorbatschow - EXTREMER Weltveränderer und Privatmann [HD Doku DEUTSCH] 2016 {1:01:45}

camila senere
Am 05.04.2016 veröffentlicht
Er läutete das Ende des Kalten Krieges ein, ließ den Eisernen Vorhang fallen und ermöglichte die deutsche Wiedervereinigung. Am 2. März 2016 wird Michail ...
Michail Gorbatschow - EXTREMER Weltveränderer und Privatmann [HD Doku DEUTSCH] 2016
Alter Info-Text, 136.03.2016:
Er läutete das Ende des Kalten Krieges ein, ließ den Eisernen Vorhang fallen und ermöglichte die deutsche Wiedervereinigung. Am 2. März 2016 wird Michail Gorbatschow 85 Jahre alt.
Die welthistorischen Veränderungen, die er ab 1985 als neuer Kreml-Chef einleitete, wirken weit in die Gegenwart hinein. Was trieb Gorbatschow an, die Sowjetunion von einer Diktatur hin zu mehr Demokratie zu führen? Was waren seine Ziele?
Für diese Dokumentation - eine Zusammenarbeit von "ZDF-History" und Phoenix - gab Gorbatschow ein neues und ausführliches Exklusiv-Interview. Darin schildert er auch seine Kindheit und Jugend, die Bedeutung seiner Lebensliebe zu seiner verstorbenen Ehefrau Raissa sowie seine Zeit nach 1991, als die Sowjetunion unterging und er den Kreml verlassen musste. Die filmische Spurensuche führt daher auch in seine südrussische Heimat und seinen Geburtsort. Die Dokumentation des Osteuropahistorikers Ignaz Lozo ist ein Porträt nicht nur des Weltpolitikers und Friedensnobelpreisträgers, sondern vor allem auch des Menschen Michail Gorbatschow.

Geheimnisse des Kalten Krieges Schlachtfeld Europa [Doku 2016 HD] {1:09:18}

Billy Gonsoulin
Am 30.06.2017 veröffentlicht
Vor 25 Jahren endete der Kalte Krieg, der Jahrzehnte lang wie ein Alptraum über Europa gelegen hatten. Die Mauer war gefallen, Nato und Warschauer Pakt zogen gewaltige Panzerarmeen ab.
Sie räumten ihre hochgesicherten Depots taktischer Atomwaffen. Mitteleuropa war nicht zum alles verschlingenden nuklea-ren Schlachtfeld geworden. Das Gleichgewicht des Schreckens zwischen den rivalisierenden Supermächten hatte letztlich die erhoffte Wirkung gezeigt.
Der Dritte Weltkrieg fand nicht statt. Die Dokumentation legt ein ganz besonderes Augenmerk auf die bitteren Realitäten eines möglichen Schlachtfeldes in Deutschland, auf die Planungen der Supermächte auf beiden Seiten der innerdeutschen Grenze.

Der Kalte Krieg Jagd auf den Inneren Feind - Reportage über den Kalten Krieg [43:09]

Veröffentlicht am 20.05.2013
45 Jahre von 1945 bis 1990 saß die Welt auf einem Pulverfass. Und oft schien es, als würde Feuer an die Lunte gelegt, die das Fass zur Explosion bringt. Die ideologischen Auseinandersetzungen zwischen Ost und West arteten zur Rüstungsspirale aus. Aber auch verbal verhärteten sich die Fronten.
Die psychologische Komponente spielte eine zunehmend wichtige Rolle im Wettkampf der Systeme um Macht und Einfluss. Die Sendereihe Der Kalte Krieg ist eine politische Enzyklopädie jener fast 50 Jahre, die auf den Zweiten Weltkrieg folgten.

Der Kalte Krieg Reagan und Gorbatschow Doku über Reagan und Gorbatschow {43:51}

Torben Henningsens
Am 21.05.2013 veröffentlicht
45 Jahre -- von 1945 bis 1990 -- saß die Welt auf einem Pulverfaß. Und oft schien es, als würde Feuer an die Lunte gelegt, die das Faß zur Explosion bringt. Die ideologischen Auseinandersetzungen zwischen Ost und West arteten zur Rüstungsspirale aus. Aber auch verbal verhärteten sich die Fronten. Die psychologische Komponente spielte eine zunehmend wichtige Rolle im Wettkampf der Systeme um Macht und Einfluß. Die Sendereihe "Der Kalte Krieg" ist eine politische Enzyklopädie jener fast 50 Jahre, die auf den Zweiten Weltkrieg folgten. Mehr als fünf Jahre haben der britische Produzent Sir Jeremy Isaacs und sein Team aus internationalen Rechercheuren und Historikern zur Erarbeitung des Konzepts und zur Fertigstellung dieser Serie gebraucht.

Der Kalte Krieg Uncle Sams Hinterhof - Reportage über Uncle Sams Hinterhof {43:42}

Sabine Kierchners
Am 21.05.2013 veröffentlicht
Die Kommunistenfurcht des Kalten Krieges veranlasst die Regierenden in Washington, in Lateinamerika linksgerichtete Regierungen zu bekaempfen (Guatemala, Chile, Granada) und rechtsgerichtete Machthaber, sogar Rebellen zu unterstuetzen (Nicaragua, El Salvador). Washington will in "seiner" Hemisphaere Ruhe und Ordnung. Menschenrechte und die Charta der Vereinten Nationen spielten eine untergeordnete Rolle.

Sieg des Westens Der Kalte Krieg 1978-1991 {44:56}

doku.world
Am 28.09.2018 veröffentlicht
1978 marschierte die sowjetische Armee in Afghanistan ein. Seitdem kämpfte die UdSSR am Hindukusch gegen Gotteskrieger, die von den USA finanziert wurden. Es war ein Krieg um Macht und Einflusssphären. 1981 gelang es den Vereinigten Staaten das Wettrüsten gegen die Sowjetunion zu gewinnen. Die zweite Hälfte der 80er Jahre war charakterisiert durch die Auflösung der Sowjetunion. Mit dem Fall der Berliner Mauer 1989 und seinen politischen Folgen ging der "Kalte Krieg" zu Ende.

Moskau, Mythen, Mauerfall Wie der Kreml mit der deutschen Einheit rang (Doku) {54:11}

Danny Nichols
Am 02.02.2017 veröffentlicht

Alter Info-Text (11.12.2013):
Die Dokumentation beschreibt die Rolle der sowjetischen Führung am Zustandekommen der Wiedervereinigung, zeigt das Ringen und die atemberaubenden Positionswechsel des Kreml.
Es war offensichtlich nicht für die Öffentlichkeit bestimmt, doch die Mikrophone übertrugen es: "Eigentlich müssten wir uns jetzt besaufen", sagte Helmut Kohl zu Hans- Dietrich Genscher am 10. Februar 1990 leise in Moskau vor dem Beginn der Ergebnispressekonferenz nach Verhandlungen mit der Führung der Sowjetunion. Der Schlüssel zur Wiedervereinigung lag in Moskau. Gorbatschow übergab ihn den deutschen drei Monate nach dem Mauerfall widerstrebend zwar, aber unwiderruflich.
Der Film zeigt mit Blick auf die Deutschlandpolitik auch die vielen Widersprüche und die Sprunghaftigkeit des damaligen Präsidenten der Sowjetunion. Innenpolitisch war Gorbatschow seit 1990 mehr ein Getriebener denn ein Gestalter feilschte regelrecht um die Milliardenzahlungen aus Deutschland.
Der Russland-Experte Ignaz Lozo sprach in Georgien, Russland und Deutschland mit Entscheidungsträgern und Zeitzeugen, wie z.B. Michail Gorbatschow, Eduard Schewardnadse, dem damaligen Bonner Kanzleramtschef Horst Teltschik und dem damaligen deutschen Finanzminister Theo Waigel. Ebenso kommen der Musiker Peter Maffay, der gemeinsam mit der DDR-Band "Karat" aufgetreten ist, sowie ehemalige DDR-Oppositionelle und Bürger zu Wort.
Welche Auswirkungen hatte die Politik von Perestroika und Glasnost auf die DDR? Wollte Gorbatschow wirklich die Einheit, wie im Nachhinein behauptet wird? Und welcher war wirklich der Song der Einheit?

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rfilm 
Am 16.10.2014 veröffentlicht
Alter Info-Text, 21.11.2014:
280 Standorte, 50 Flugplätze, 500.000 Soldaten, 7.500 Panzer und etwa ein Zehntel des DDR-Territoriums. Als triumphale Sieger 1945 gekommen, beschlagnahmte die Rote Armee weite Flächen in der DDR und schuf damit einen einzigen großen Militärstandort, die größte Konzentration an Waffen und Kriegstechnik weltweit. Einer der größten Standorte war Altengrabow unweit von Magdeburg. Die unvorstellbaren Dimensionen des Waffen- und Technikarsenals beeindruckte die NATO noch während des Abzugs der Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland, den sich Deutschland etwa 20 Milliarden DM kosten ließ. "Es ist heute immer noch unvorstellbar, wie friedlich die Russen den Abzug bewältigt haben. Es war in der Weltgeschichte eine militärische und vor allem logistische Meisterleistung. Und es gab viele brenzlige Situationen - immerhin zog hier die größte Militärmacht Europas ab", erinnert sich Oberstleutnant a.D. Jürgen Rößler, der zwischen 1991 und 1994 auf Seiten der Bundeswehr den Abzug der gesamten russischen Luftarmee begleitete.
Die meisten früheren Sowjetsoldaten erinnern sich gern an ihre Dienstzeit in der DDR, schließlich gab es doppelten Sold und eine für sowjetische Verhältnisse paradiesische Versorgung. "Es war die schönste Zeit meines Lebens", schwärmt noch heute der ehemalige Stabsfähnrich Igor Ponomerenko. Trotzdem: Nahezu 50 Jahre blieb die Besatzungsmacht abgeschottet unter sich. Sie traute weder der NVA noch der DDR-Staatsführung über den Weg. Dem DDR-Bürger zeigte sie sich nur während der Kulturveranstaltungen.
Hinterlassenschaften der Roten Armee finden sich bis heute, doch 20 Jahre später hat sich viel verändert. Die Reportage geht auf Spurensuche. Die Autoren befragen deutsche und russische Zeitzeugen und zeigen anhand beeindruckender historischer Filmaufnahmen den größten friedlichen Truppenabzug der Geschichte.
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UDSSR - Doku - Der sowjetische Kollaps {42:02}

Lord Seth
Am 04.06.2017 veröffentlicht

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siehe auch

Donnerstag, 18. August 2016

Reif für die Anstalt: Der US-Wahlkampf als Dreckschleuder

[Die verwendeten Bilder sind ScreenShots aus dem Vortrag von Rainer Mausfeld:

Während Donald Trump Hillary Clinton mit der deutschen Bundeskanzlerin vergleicht, versuchen Parteigänger der Demokraten den Milliardär mit dem gestürzten ukrainischen Staatspräsidenten in Verbindung zu bringen

Der republikanische US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump hat seine demokratische Konkurrentin Hillary Clinton auf einer Wahlkampfveranstaltung in Youngtown im US-Bundesstaat Ohio mit der deutschen Bundeskanzlerin verglichen, um Wähler vor ihr zu warnen: "Hillary Clinton", so Trump mit Verweis auf die Migrationspolitik der CDU-Politikerin, wolle "Amerikas Angela Merkel werden", was für die USA unter anderem in Sachen Kriminalitätsanstieg "eine Katastrophe" bedeuten würde. "Unser Land", spielte der Milliardär auf Massaker und Unruhen in der jüngsten Zeit an, "hat genug Probleme - wir brauchen nicht noch weitere."

mehr:
- USA: Negativwahlkampf mit Janukowitsch und Merkel (Peter Mühlbauer, Telepolis, 17.08.2016)



Is America This Stupid? [2:41]

Hochgeladen am 26.02.2010
This is not about climate change, abortion or race. This is about being a moron.

Mirrored from http://www.firedoglake.com

(1) South Dakota Legislature
Legislative Research Council
Capitol Building, 3rd Floor
500 East Capitol Avenue
Pierre, SD 57501-5070
(605) 773-3251
Staff Fax (605) 773-4576
Legislator Fax (Session Only) (605) 773-6806
http://legis.state.sd.us/email/index....

(2) Congressman Trent Franks

Washington Office
2435 Rayburn House Office Building
Washington, DC 20515
Phone: 202-225-4576
Fax: 202-225-6328
DC Staff Directory

District Office
7121 West Bell Road
Suite 200
Glendale, AZ 85308
Phone: 623-776-7911
Fax: 623-776-7832
AZ Staff Directory

https://forms.house.gov/franks/email_...

Bill Maher - America IS a Stupid Country and now there's proof [2:25]

Hochgeladen am 03.04.2011
Bill Maher has said time and time again that America is a stupid country. Now he has found proof in a survey conducted using the U.S. Citizenship Test. All content belongs to Bill Maher and HBO.

siehe auch:
Kreationismus revisited (Post, 11.08.2016)
- "In den USA gehen sechs Millionen Stimmen verloren" (Post, 19.07.2016)
US-Wahlkampf: Trump und die Wrestling-Show ignorieren! (Post, 09.03.2016)
- Volker Pispers: "... bis neulich 2014" (Post, 18.11.2014)
- Snowden hat sein Leben riskiert (Post, 28.10.2014)
aktualisiert am 19.08.2016


Dienstag, 16. August 2016

West-Propaganda und Double-Binds

Wissen Sie noch, wie das in den Hochzeiten des Kalten Krieges war? Der böse Russe lauerte überall, während der gute Westen seine Werte verteidigte. „Gut“ und „böse“ waren sauber verteilt. Orientierung kein Problem. 

Ein Vierteljahrhundert später wurden die Dinge dann kompliziert: Entspannungspolitik, Abrüstung, Gorbatschows Perestroika, die deutsche Vereinigung, das Ende der Ost-West Konfrontation. Eine Riesenchance, gemeinsam statt gegeneinander über die Gestaltung der Zukunft nachzudenken, unterschiedliche Erfahrungen in die Waagschale zu werfen und zu überlegen, wie man Völkerverständigung – immerhin eines der erklärten Ziele deutscher Außenpolitik – konkret umsetzen kann: jeder soll sich sicher fühlen, allen soll es besser gehen und strittige globale Fragen werden auf der Grundlage des entstandenen Vertrauens zwischen Ost und West behandelt. Was für eine Chance!
mehr:
- Propaganda (Gabriele Krone-Schmalz, RusslandNews, 02.08.2016)
siehe auch:
Wladimir Putin, als Bösewicht für die Medien unbezahlbar (Propagandaschau, 10.08.2016)
- US-Vertreter in Russland Schikanen gegen US-Diplomaten (Tagesschau, 08.07.2016)
Jelena Issinbajewa – Russischer Leichtathletik-Star: Systematisches Doping in Deutschland (Focus, 31.05.2016)


zu den Doping-Vorwürfen gegenüber Russland:
- Sport, Staats-Doping und zweierlei Maß (Post, 14.08.2016)

Bomben und Elend in Syrien - Gabriele Krone-Schmalz bei Anne Will 14.02.2016 {59:19}


Veröffentlicht am 14.02.2016
'Bomben und Elend in Syrien - Lässt sich der Krieg stoppen?' Gabriele Krone-Schmalz bei Anne Will 
Anne Will vom 14.02.2016
Über den Syrien-Krieg diskutieren Martin Schulz, Harald Kujat, Gabriele Krone-Schmalz, Kurt Pelda und Marwan Khoury.

mein Kommentar zum Vorfilm:
»Putin unterstützt Machthaber Assad und brüskiert damit die westliche Koalition.«
Das ist propagandistische Pseudo-Objektivität. Heißt das, daß Putin die westliche Koalition nicht brüskieren darf? Und heißt das, daß der Westen nicht darüber nachdenken braucht, daß er Russland brüskiert hat?
Als sich die NATO in den 90er Jahren zunehmend nach Osten ausdehnte, war es dem Westen herzlich egal, daß sich Russland brüskiert fühlte!
Ich erinnere an die Reaktion des damaligen NATO-Generalsekretärs Jaap de Hoop Scheffer auf Putins Rede vor der Münchner Sicherheitskonferenz:
Es war der erste Auftritt eines russischen Staatspräsidenten auf der Sicherheitskonferenz. Und er wirbelte das transatlantische Wohlgefühl ordentlich durcheinander: Den USA unterstellte er das Streben zu "monopolarer Weltherrschaft", sie hätten "ihre Grenzen in fast allen Bereichen überschritten". Die Nato warnte er vor "ungezügelter Militäranwendung". Nordatlantik-Allianz und Europäische Union würden anderen Ländern ihren Willen aufzwingen und auf Gewalt setzen, so Putin. Die Nato-Osterweiterung kritisierte Russlands Präsident massiv, weil deren militärische Infrastruktur "bis an unsere Grenzen" heranreiche.
Nato-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer reagierte sichtlich verärgert: Was Putin gesagt habe passe nicht zur viel beschworenen "Partnerschaft zwischen Russland und der Nato". […] Wie könne man sich denn sorgen, "wenn Demokratie und Rechtsstaat näher an die Grenzen rücken", fragte er mit Blick auf Putins Äußerung gegen die Nato-Osterweiterung. [Sicherheitskonferenz in München: Putin schockt die Europäer, Sebastian Fischer, SPON, 10.02.2007]
Es ist eigentlich ganz einfach: Russland fühlt sich mit der NATO-Osterweiterung unwohl, und der Westen reagiert mit der Aussage: »Ihr fühlt falsch.«
Die Reaktion des NATO-Generalsekretärs erinnert mich an ein Kapitel (Die Forschungen zur Schizophrenie und die Entstehung der "Double-Bind"-Hypothese) aus dem Buch von  Wolfgang Walker, Abenteuer Kommunikation. Hier ein kurzer Ausschnitt:
„Ein junger Mann, der sich von einem akuten schizophrenen Schub leidlich gut erholt hatte, wurde im Krankenhaus von seiner Mutter besucht. Er freute sich über ihr Kommen und legte ihr impulsiv seinen Arm um die Schultern, worauf sie erstarrte. Er zog seinen Arm zurück, und sie fragte: ,Liebst du mich nicht mehr?’ Daraufhin wurde er rot, und sie sagte: ‚Lieber, du darfst nicht so leicht verlegen werden und Angst vor deinen Gefühlen bekommen.’ Der Patient war danach nicht in der Lage, länger als ein paar Minuten mit ihr zusammenzusein, und nachdem sie gegangen war, griff er einen Assistenten an und wurde ins Bad gesteckt." 
  Es lohnt sich, diese aufschlußreiche Szene noch einmal in Zeitlupe Revue passieren zu lassen: Der Patient freut sich über den Besuch seiner Mutter. Er drückt dieses Gefühl in einer spontanen, nonverbalen Handlung aus, indem er sie umarmt. Daraufhin erstarrt die Mutter. Diese nonverbale Reaktion macht es für jedermann ersichtlich, daß sie sich in einer derartigen emotionalen Nähe zu ihrem Sohn ausgesprochen unwohl fühlt. Die nonverbale Reaktion des Sohnes ist vollkommen angemessen. Er zieht sich wieder von ihr zurück. Was nun folgt, ist ein verbaler Kommentar der Mutter. Sie kleidet ihn in die rhetorische Frage „Liebst du mich nicht mehr?“. Darauf reagiert der Sohn zu Recht mit Verwirrung, denn die Mutter leugnet verbal ihre nonverbale Botschaft. Überdies ist ihre Frage suggestiv, da sie zwei Vorannahmen enthält: 1. Das Verhalten des Sohnes weist keinerlei realen Bezug zu ihrem eigenen auf, und 2. Das Verhalten des Sohnes ist ein Akt der Ablehnung, der nur aus Mangel an Liebe zu ihr erklärt werden könne. Eine inhaltlich offene Frage (z. B. „Was ist denn gerade vorgefallen, daß du dich wieder von mir zurückziehst?") hätte dem Sohn die Möglichkeit eröffnet, ihr zu erzählen, wie er die Situation erlebt hatte. Beide wären also in einen Akt der Metakommunikation eingetreten.9 Stattdessen deutet die Mutter die nonverbale Reaktion des Sohnes, ein hilfloses Erröten, sofort als „Angst vor Gefühlen“ um. Damit entzieht sie ihm jegliche Möglichkeit, sich zu der vorangegangenen Interaktionssequenz zu äußern. Überdies stürzt sie ihn in extreme Zweifel bezüglich seiner Wahrnehmung und seiner Emotionen. Die Folge ist ein Gefühl hilfloser Ohnmacht. 
[Wolfgang Walker, Abenteuer Kommunikation, Stuttgart: Klett-Cotta, 1996, S. 93ff., Hervorhebung von mir]
zu Putins Rede vor der Müncher Sicherheitskonferenz:
- Der Ukraine-Konflikt 3 – Westliche Naivität oder westliche Machtpolitik? (Post, 25.03.2014) 

zum Mitdenken noch ein Video:
Putin spricht deutsch und Klartext [1:34]

Veröffentlicht am 20.04.2014
Die Propaganda wirkt:
2014 in Deutschland wird "Putinversteher" als Schimpfwort benutzt!

siehe dazu:
- Proletarsky zavod (Proletarsky.ru, 2015)

Hubert Seipel über Wladimir Putin & Geopolitik - Jung & Naiv: Folge 246 {1:37:00}

Tilo Jung
Am 11.12.2015 veröffentlicht
Werde ein Naivling ► http://bit.ly/1A3Gt6E
Mit Hubert Seipel, Dokumentarfilmer, Journalist und Autor vom Buch "Putin - Innenansicht der Macht", das gerade erschienen ist. Hubert kennt den russischen Präsidenten wie kein zweiter deutscher Journalist. Doch wer ist Wladimir Putin? Ist er böse und wirklich immer schuld? Was hat er gemacht bevor er Präsident wurde? Warum wurde Putin überhaupt Präsident? Was ist Geopolitik? Gab es den "Krieg gegen den Terror" schon vorm 11. September? Wie war das damals in Georgien und Südossetien? Welche Rolle spielt Russland in der Ukraine? Welche Interessen hat Russland in Syrien? Ist Putin ein Diktator? Ist Putin homophob? Ist er religiös?
Das und vieles mehr in Folge 246...
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Tilo Jung
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Lange Fassung(73min)
Hochgeladen von madursklixxl am 29.02.2012
http://www.youtube.com/watch?v=j0_Zkh...
Die längere Version ist um satte 30 min. erweitert und in wesentlichen Teilen ausführlicher!
Um es klar zu sagen "DEUTLICHER".
Das Interview führte Markus Brauck
Für seine ARD-Doku "Ich, Putin" ist Hubert Seipel dem Russen sehr nahe gekommen. Im Interview spricht der renommierte Filmemacher über den, wie er es nennt, "gefährlichen" Charme des Russen.
Putin:
Eine seiner Ersten Forderungen im Amt galt der Wirtschaft (Oligarchen) sich aus der Politik raus zuhalten! (Michail Borissowitsch Chodorkowski zB.)
Was ihm auch gelang, im Gegensatz zur übrigen globalisierten Welt, die nach der Pfeife der Konzerne tanzt!
Der animalische Putin wirkt doch gänzlich anders, sozusagen handfest.
Nicht wie die abgehobenen unnahbaren an Eliteschulen ausgebildeten die zu Teilnehmern einer Parallelgesellschaft werden und sich nicht mehr erinnern das Volk vertreten zu müssen.
Im Oktober letzten Jahres wurden Gerüchte kolportiert, der russische Ministerpräsident Vladimir Putin habe, als er von den höchsten russischen Generälen gefragt wurde, auf welches Bedrohungsszenario sie die russische Armee vorbereiten sollen, geantwortet, sie mögen Russland auf die Situation von Armageddon vorbereiten. Vladimir Putin hat nun, im Rahmen seines erfolgversprechenden Wahlkampfes um die russische Präsidentschaft, seinen sechsten programmatischen Artikel publiziert. In dem Artikel legt Vladimir Putin dar, wie er als Präsident gedenkt, die russischen Streitkräfte in den nächsten zehn Jahren weiterzuentwickeln.
2007 hatte Vladimir Putin auf der Münchner Sicherheitskonferenz mit ausgesprochen deutlichen Worten die aggressive und vertragsbrüchige Politik der NATO-Staaten kritisiert, die auf die Einkreisung, Einschnürung und Destabilisierung von Russland und seinen Freunden abzielt.
" Wir haben ein beispielloses Programm zur Entwicklung und Modernisierung der Streitkräfte und des militärisch-industriellen Komplexes Russlands verabschiedet und implementieren es. Insgesamt werden im nächsten Jahrzehnt zu diesem Zweck etwa 23 Billionen Rubel bereitgestellt."
23 Billionen Rubel, das sind umgerechnet zum Tageskurs rund 590 Mrd Euro oder etwa 780 Mrd US-Dollar, die Vladimir Putin in den nächsten zehn Jahren für die Modernisierung der russischen Streitkräfte und des militärisch-industriellen Komplexes ausgeben will. Umgerechnet sind das etwa 78 Milliarden US-Dollar jährlich. Das ist ein gigantischer Betrag, der größer ist als der gegenwärtige russische Verteidigungshaushalt, und der im internationalen Vergleich nur durch die noch viel gigantischeren Rüstungsausgaben der USA in den Schatten gestellt wird, deren jährliches Rüstungsbudget unter Barack Obama auf inzwischen etwa 700 Milliarden US-Dollar jährlich gestiegen.
http://nocheinparteibuch.wordpress.co......
Russland und die Welt im Wandel. Vollständiger Wortlaut
Thema: Wladimir Putins außerpolitischer Beitrag in Moskowskije Nowosti
"Wer das Vertrauen untergräbt
"Ich denke nach wie vor, dass die Sicherheit aller Länder der Welt unteilbar und hypertrophe Gewaltanwendung unzulässig ist und dass die grundlegenden Völkerrechtsnormen von allen strikt befolgt werden sollten. Eine Vernachlässigung dieser Prinzipien führt zu einer Destabilisierung der internationalen Beziehungen.
Durch eben dieses Prisma betrachten wir einige Aspekte des Verhaltens der USA und der Nato, die der heutigen Entwicklungslogik widersprechen und sich auf Stereotype aus dem Blockdenken stützen. Alle verstehen, was ich damit meine: die Nato-Erweiterung, die die Errichtung von neuen Objekten der Militärinfrastruktur einschließt, und die von den USA inspirierten Pläne der Allianz zur Aufstellung der europäischen Raketenabwehr. Ich hätte dieses Thema nicht erwähnt, wenn solche Spielchen nicht unmittelbar an den russischen Grenzen geführt, wenn sie unsere Sicherheit und die Stabilität auf der Welt nicht gefährden würden."
weiter lesen:
http://de.rian.ru/opinion/20120227/26...
(Der Text ist extremst umfangreich und bestätigt in allen Aspekten das was Aufklärer Verschwörungsgläubige Investigativer Journalismus und zahlreiche opponente Blogs schon immer behaupten!
So gesehen ist Putin unser BESTER FREUND!)

Jeff Goldblum rettet erneut die Welt: seltsam, der Junge

Porträt Jeff Goldblum ist mit 62 erstmals Vater geworden und hat einen Hund namens Woody Allen. Nun rettet er in „Independence Day: Wiederkehr“ erneut die Welt

Bedeckt mit Lippenstiftspuren weiblicher Fans sitzt Jeff Goldblum dort, wo er jeden Mittwochabend sitzt: am Piano, auf der Bühne eines schicken Dinnerclubs in East Hollywood, dem Stadtteil von Los Angeles, in dem fast alle Bewohner außerhalb der USA geboren sind. Genau wie Woody Allen genießt Goldblum die regelmäßigen Auftritte im Rahmen seiner eigenen Freestyle-Jazz-Night, die von seinen Kollegen des Mildred Snitzer Orchestra zusammengehalten wird, während Goldblum aus dem Bauch heraus dazu improvisiert.

Er tanzt zwischen den Tischen, imitiert mehr schlecht als recht mal einen Politiker, mal einen Filmstar, um dann wieder an sein Instrument zurückzukehren. Dort versucht Goldblum dann, mit seiner Band mitzuhalten, die Stücke von Thelonious Monk und Miles Davis interpretiert. „Ich bin immer wieder überrascht von dem, was sie spielen“, ruft er dem Publikum zu und wirkt dabei aufrichtig erstaunt; sein Gesicht weitet sich wie das einer Comicfigur.

Goldblum ist sehr umgänglich für einen Schauspieler, der so allgegenwärtig ist wie er. „Lassen Sie uns über alles sprechen, auch über Kleinigkeiten“, fordert er mich auf, als wir uns zum ersten Mal treffen. Er interessiert sich für Details: „Woher kommen Sie? Wie viele Kinder haben Sie? Welches Verhältnis haben Sie zu Ihrer Mutter?“ Doch wenn man sich mit einem seiner ehemaligen Kollegen aus dem Jazz-Club über ihn unterhält, handelt es sich dabei um eine einseitige Intimität. Goldblum selbst sei „undurchschaubar und seltsam“, sagt der Kollege. „Finden Sie nicht?“

mehr:
- Seltsam, der Junge (Eve Barlow, der Freitag, 10.08.2016)

INDEPENDENCE DAY 2 Trailer German Deutsch | Wiederkehr | Film 2016 [2:59]

Veröffentlicht am 13.12.2015
Independence Day 2 Trailer German Deutsch | Wiederkehr | Film 2016 OT: Independence Day Resurgence (2016) 

Kinostart: 14 Juli 2016

Wir wussten immer, dass sie zurückkehren werden! Nachdem INDEPENDENCE DAY den Begriff Eventkino neu definiert hat, entführt das nächste epische Kapitel die Zuschauer in eine globale Katastrophe von unvorstellbarem Ausmaß. Mit Hilfe der Alien-Technologie haben die Nationen der Welt gemeinsam ein gigantisches Abwehrprogramm entwickelt, um die Erde zu schützen. Aber nichts kann uns vor der hochentwickelten und nie dagewesenen Stärke der Aliens bewahren. Lediglich durch den Einfallsreichtum einiger mutiger Männern und Frauen kann unsere Welt vor der Zerstörung gerettet werden.

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Russland zwischen Ost und West, ungestümem Wachstum und wilder Marktwirtschaft

Russland Moskau zwischen Ost und West, ungestümem Wachstum und wilder Marktwirtschaft. Eine Rückkehr nach 30 Jahren (Teil 1)

Auf den Moskauer Lenin-Bergen gibt es diese herrlichen russischen Parkbänke, die so niedrig sind, dass auch Frauen die Chance haben, ihre Beine rechtwinklig aufzustellen. Links von mir erhebt sich das 1953 errichtete 240 Meter hohe Hauptgebäude der Lomonossow-Universität (MGU), rechts deren 2005 aus Marmor und Granit erbaute Bibliothek. Dorthin wollte ich gerade, erfuhr aber, die Bibliothek „arbeite“, wie man hier sagt, erst ab elf. Ein seltener Moment der Ruhe und des Nachdenkens darüber, was mir in dieser gigantisch-grandiosen, atemberaubenden Stadt so alles schon widerfahren ist.

Vor 30 Jahren war ich hier als Doktorandin am Lateinamerika-Institut der Akademie der Wissenschaften. In der ersten Hälfte der 80er lagen bleierne Jahre der Stagnation über dem Land. Die Perestroika ließ sich nicht vorausahnen, geschweige denn das, was danach noch kommen sollte. Nach fünf Jahren Studium in Leningrad („eine fremde Stadt hieß damals noch Leningrad, und das Meer hieß einfach Meer“, singt der unvergleichliche Hans-Eckardt Wenzel) hatte ich schon etwas „Russland im Blut“. Bis heute blieb dieses Land ein wichtiger Teil meines Fühlens und Denkens. Wissenschaftlich mit ihm beschäftigt habe ich mich freilich nie.

Olympische Geher


Drei Jahrzehnte später bin ich über die Ostpartnerschaft des Akademischen Austauschdienstes DAAD nach Moskau zurückgekehrt, nunmehr als Leipziger Professorin für Internationale Beziehungen, um Vorlesungen an der Moskauer Universität zu halten. Zwischen beiden Aufenthalten herrscht die absolute Leere, es fehlen Eindrücke der Gorbatschow-Zeit, des Umbruchs danach, der Jelzin- und Putin-Jahre. Ist das nachgerade ideal für den unvoreingenommenen Vergleich, weil keinerlei Zwischenerfahrung diffundieren kann?

Sicher hat sich mein Blick genauso gewandelt wie die Perspektive meiner russischen Gastgeber, einst treue, wenn auch nicht unkritische Bürger der sozialistischen Sowjetunion, heute angekommen in einer wilden Marktwirtschaft irgendwo zwischen russisch-orthodoxem Glauben, esoterischen Fiktionen, einem ordnungsschaffenden Putin und ja, noch immer, dem etwas sehnsüchtigen Blick nach Westen. Und Moskau selbst, wo erkenne ich Altes, Überkommenes? Und wo ist diese Stadt sogar westlichen Standards längst davongeeilt?

mehr:
- Geliebte Kakerlaken (Heidrun Zinecker, der Freitag, 10.08.2016)

ᴴᴰ Mythos Moskau - Metropole im Wandel [Doku] [Deutsch] [44:29]

Veröffentlicht am 08.04.2016
Einst als “drittes Rom” oder “Mütterchen Mokau” verklärt, ist Russlands Hauptstadt heute ein Moloch, der unter massivem Verkehr leidet. Autor Tom Kühne findet spannende Spuren von gestern, wenn er die Metropole im Wandel zeigt
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Sonntag, 14. August 2016

Will Washington den Atomkrieg?

„Atomwaffen wieder im Spiel“(1), so titelte am Sonntag, dem 25. Januar 2015, die Frankfurter Allgemeine. Die NATO sorge sich über russische Drohgebärden und erwäge Gegenmaßnahmen. Auch der SPIEGEL(2) hatte über zunehmend provokante Manöver russischer Militärjets im Baltikum berichtet. Diese Manöver sollen unter anderem mit Überschallflugzeugen des Typs TU-22M (NATO-Codename "Backfire") und mit Turboprop-Maschinen vom Typ TU-95H, ("Bear") geflogen worden sein(3).
mehr:
- Wiederkehr der nuklearen Option: Will Washington den Atomkrieg? (Wolfgang Effenberger, Neue Rheinische Zeitung, 14.08.2016)

Aufrüstung, Abschreckung, Angst - Wie gefährlich ist der neue Ost West Konflikt - Arte Doku HD [52:11]

Veröffentlicht am 07.07.2016
Polen und die baltischen Republiken fordern vor dem NATO-Gipfel in Warschau die dauerhafte Stationierung von Kampftruppen und sind bereit, dafür die NATO-Russland-Grundakte aufzukündigen. NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg versichert ihnen Beistand: "Wer einen unserer Partner angreift, greift uns alle an, wir sind gerüstet." Moskau hingegen zeigt mit dem Finger auf die NATO und den Westen, sieht dort die Ursache für die neue Eiszeit.

Im estnischen Narva wird deutlich, wie die Balten, die direkt an der Grenze zu Russland leben, diese Spannungen empfinden. Die Angst vor Russland hat starken Einfluss auf den Umgang mit der zahlenmäßig starken russischsprachigen Minderheit in Estland und Lettland.

Ortswechsel. Moskau. Militärparade zum "Tag des Sieges", mit dem Russland das Ende des Zweiten Weltkriegs feiert. Hier das umgekehrte Bild. Russen berichten, welche Ängste sie im Hinblick auf die NATO und den Westen haben.

Wie gefährlich die geopolitische Situation in Europa ist, zeigt sich im ostukrainischen Soledar. Eine Beobachtermission aus russischen und ukrainischen Offizieren beobachtet hier gemeinsam - mit Unterstützung der OSZE - den fragilen Waffenstillstand.

Hochrangige Politiker, Militärs und Experten aus Ost und West beziehen in der Dokumentation Stellung und geben ihre Einschätzung zu der Frage ab, wie explosiv der neue Ost-West-Konflikt ist, der als Propagandakrieg längst in den digitalen Medien tobt.

Das Comeback der Rüstungsindustrie ARD Doku 2016 [43:53]

Veröffentlicht am 19.04.2016
Deutsche Waffen tauchen immer wieder in Krisengebieten der Welt auf, im Irak, in Syrien, in Katar, in Bürgerkriegen in Afrika. Aber stand nach dem Zweiten Weltkrieg nicht fest, dass deutsche Waffen nie wieder Unheil in der Welt anrichten sollten?


Am 6. Januar 1944 reiste Ruscheweyh mit einem Diplomatenpass als Konsul aus Liechtenstein und einem Cadillac aus Richtung Österreich nach Liechtenstein ein. Er war Staatsbürger Liechtensteins geworden. Auch er diente sich später den US Besatzern an. Der Nazi-Agent Ruscheweyh hatte auch Kontakte zu Naval in Frankreich, der quasi Präsident von “Nazi-Frankreich” und der Mitarbeiter des französischen Nazi-Kollaborateurs Petain war. Seine Miliz machte Jagd auf Juden und Linke in Frankreich. Ruscheweyh legte auch Gold von Laval in Liechtenstein ein. Der deutsche Nazi-Admiral Canaris wollte auch Laval bestechen. Während Laval in Frankreich zum Tode verurteilt wurde, befand sich sein Millionen-Gold im Anwesen von Ruscheweyh in Liechtenstein in der Villa “Octogon”. Ruscheweyh war Eigentümer einer geheimnisvollen Villa in Liechtenstein/Schaan, die den Namen “Octogon” trägt.

Ab August 1946 planten die US Besatzer die Aufrüstung der Bundesrepublik mithilfe des Nazi-Agenten Ruscheweyh. Er war in der Organisation von heimlichen Rüstungsgütern geübt. Der Kalte Krieg eskaliert in Form der Berlin-Blockade.
Der Nazi-Agent wurde in den USA in Kalifornien (Santa Barbara) bearbeitet und die USA versuchten die antikommunistische CDU zu stärken, damit die Wiederbewaffnung forciert werden kann.

Die Bundesrepublik wird gegründet und der CDU Kandidat Adenauer wird erster Bundeskanzler. Linke Ideologien sollten bekämpft werden. Offiziell hatte “die Verfassung” eine Wiederbewaffnung Westdeutschlands verboten. Anfang 1952 kehrt Ruscheweyh in seine Villa “Octogon” nach Liechtenstein (Schaan) aus den USA kommend zurück, wo er die Organisation “Octogon” wohl mit CIA-Hilfe gründet. Die Gesellschaft soll Import und Export und Vermögensverwaltung betreiben und die Waffengeschäfte für Deutschland abwickeln. Der Gesellschaft gehörte der CIA Agent Wright und ein Minister Liechtensteins namens Dr. Voigt sowie der spanische Direktor und Waffenfabrikant der Hispano-Suiza aus Genf im Aufsichtsrat an. Ruscheweyh hatte auch gute Kontakte zum deutschen Agenten Gehlen
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siehe auch:
Atlantic Council: Putin plant einen "kleinen Krieg" (Florian Rötzer, Telepolis, 12.08.2016)
zum Atlantic Council siehe auch:
Ein Report über die Bereitschaft des NATO-Bündnisses, einen Krieg gegen Russland zu führen und ihn zu gewinnen. (Post, 02.04.2016)
Zur US-Militärstrategie und zur NATO-Aufrüstung in Osteuropa:
Früherer CIA-Chef will Assad Angst einjagen (Thomas Pany, Telepolis 11.08.2016)
NATO rüstet in Osteuropa auf (Post, 02.05.2016)
»Ein Imperium hat niemals genug!« (Post, 28.04.2016)
US-Zentralkommando der Streitkräfte: Was nicht paßt, wird passend gemacht (Post, 06.04.2016)
Permanente Stationierung von US-Truppen in Osteuropa (Post, 01.04.2016)
Verbreitung von Regierungspropaganda und Täuschung der Bevölkerung: Leben in einer Scheinwelt mittels Inszenierungen? (Post, 22.03.2016)
Hauptfeind Russland: Pentagon will Präsenz in Europa stärken (Post, 05.02.2016)

siehe auch:

- Eine Beschwerde feiert demnächst Jahrestag (Maren Müller, Ständige Publikumskonferenz der öffentlich-rechtlichen Medien, 01.10.2015)
Zitat aus der Beschwerde von Volker Bräutigam vom 03.11.2014:
In dem Beitrag behauptete der Autor wiederholt und wahrheitswidrig, russische Kampfflugzeuge hätten am Vortag, 29. 10., die Lufträume anderer europäischer Staaten verletzt und außerdem die Zivilluftfahrt gefährdet. Die NATO habe russische Luftraumverletzungen „in nie dagewesenem Umfang“ registriert. (…) Luftraumverletzungen führen seitens der Regierungen der betroffenen Staaten zu sofortigen und öffentlich erhobenen Protesten, sowohl bei der verantwortlichen Regierung als auch bei den internationalen Flugsicherheitsbehörden. Proteste gegen von russischen Militärmaschinen verursachte Luftraumverletzungen sind aktuell aber nicht bekannt. (…)“

Jetzt, nach elf Monaten, bekam ich den einstweiligen Ablehnungsbescheid des Hörfunkratsvorsitzenden: „(…) der Programmausschuss des Hörfunkrats hat sich (…) mit Ihrer Beschwerde befasst und ist zu folgendem Ergebnis gekommen: Der Programmausschuss stimmt der Auffassung des Intendanten von (sic!) Deutschlandradio in dessen Schreiben vom 7. November 2014 an Sie zu. Insbesondere betont der Programmausschuss, dass der Intendant in diesem Schreiben die fehlerhafte Berichterstattung durch (sic!) Herrn Clement an diesem Morgen eingeräumt und sich entschuldigt hat. Auch Herr Clement hat Hörerinnen und Hörern gegenüber sein Bedauern zum Ausdruck gebracht. Der Programmausschuss sieht daher keine Veranlassung, den Hörfunkrat mit der Beschwerde zu befassen. (…) Sollten Sie mit dieser Entscheidung nicht einverstanden sein, haben Sie die Möglichkeit, sich mit ihrer Beschwerde an den Hörfunkrat zu wenden. (…)“
Zitat aus dem Widerspruch von Volker Bräutigam gegen den einstweiligen Ablehnungsbescheid:
Und deshalb rufe ich dieses Gremium hiermit auch förmlich an.
Erstens deshalb, weil Herrn Clement nicht einfach nur ein Fehler unterlief, sondern weil er bewusst eine antirussische, hetzerische Falschmeldung in die Welt gesetzt hat und dies in Zeiten von Krieg und Kriegsgefahr nicht folgenlos bleiben darf.

Zweitens, weil der Intendant Dr. Steul sich für diese absichtliche Irreführung der Hörerschaft nicht selbst entschuldigen und damit die Sache auf sich beruhen lassen kann; er kann allenfalls die Hörer darum bitten, diese unsägliche Fehlleistung zu entschuldigen.

Drittens, weil der Hinweis „Auch Herr Clement hat Hörerinnen und Hörern gegenüber sein Bedauern zum Ausdruck gebracht“ eine Dreistigkeit der Sonderklasse darstellt: Autor Clement hat nicht d e n Hörerinnen und Hörern gegenüber sein Bedauern geäußert, sondern allenfalls ein paar ausgewählten Rezipienten gegenüber. Offiziell, öffentlich, der Hörerschaft gegenüber, haben sich weder DRadio noch dessen Autor Clement zu der Falschberichterstattung erklärt, wie man das von einem gebührenfinanzierten Sender mit Fug und Recht erwarten durfte. Sie haben keine allgemein empfangbare Berichtigung veröffentlicht, nichts zur Korrektur eines induzierten abwegigen Feindbildes im Publikum unternommen, geschweige denn die Hörerschaft für die agitatorisch-propagandistische Entgleisung um Verzeihung gebeten; von einem Gelöbnis der Besserung gar nicht erst zu reden.
[…]
Nun ist die Spannung kaum mehr zu ertragen: Wird der Hörfunkrat des Deutschlandradios meine Programmbeschwerde vom 3. November 2014 noch im Jahre des Herrn 2015 beraten – oder wird das Jahr 2016 darüber anbrechen? Und wird der für russophobe AgitProp im DRadio zuständige Chefredakteur Clement noch vor Weihnachten über russische Panzerdivisionen schwadronieren, die über das Baltikum herfallen, Teile Polens und der Ukraine besetzen und selbstverständlich auf den Untergang Westeuropas aus sind?

zum unermüdlichen Beschwerdeführer Bräutigam:
- Publizist Volker Bräutigam erhebt beim Rundfunkrat Beschwerde (Post, 06.11.2014)
Fiese Finten der ARD (II) (Volker Bräutigam, Ossietzky, 2/2015)  auch zu finden bei
Die nicht demokratisch gewählten „Volksvertreter“ im NDR-Rundfunkrat: Fiese Finten der ARD (Volker Bräutigam, Neue Rheinische Zeitung, 18.01.2015)
Programmbeschwerde: ARD Tagesschau lügt erneut zu Syrien und erhält Nachhilfeunterricht (Friedrich Klinkhammer, Volker Bräutigam, StatusQuoNews, 09.02.2016)