Freitag, 2. Dezember 2016

»Sully«-Kritiken: Eastwood einmal mehr in der Populismus-Schublade

Dogmatische Wissenschaftsfeindschaft: Clint Eastwoods "Sully" ist eine gut verpackte reaktionäre Botschaft
Es ist eines jener Bilder, die einmal gesehen, für immer im Gedächtnis bleiben: Ein Airbus, der mitten im Hudson-River vor Manhattan schwimmt, nachdem der Pilot wegen Totalausfalls der Triebwerke notwassern musste. Innerhalb von wenigen Stunden wurde der Kapitän, Chesley “Sully” Sullenberger, einer der berühmtesten Piloten der Welt nach Charles Lindbergh. Doch was geschah danach?

Clint Eastwood erzählt jetzt diese Geschichte, erzählt von Zweifeln und Rechtfertigungen und den Untersuchungen des Unglücks, denen sich der mutige Pilot ausgesetzt sah. Eine Beleidigung des Helden? Sully ist ein sehr menschlicher, aber auch ein sehr klassischer Hollywood-Film geworden.

"Mayday Mayday!!" - ein Flugzeug fliegt zwischen den Wolkenkratzern von Manhattan, stürzt ab zwischen den Häuserschluchten New Yorks, kracht in einem Feuerball in eines der Hochhäuser. Ein Albtraum nur, aber im Kino ans kollektive 9/11-Gedächtnis rührend, ein Albtraum der Hauptfigur, dem das, was er kurz davor durchlebt hat, erst jetzt ins Bewusstsein fährt.

Dann sieht man den älteren Mann mit dem silbrigen Haar und dem schmucken Schnurrbart joggen. Am Hudson-River, den die Kamera in prächtige, warme Abendrotfarben taucht. "Sully" ist zuerst einmal ein schöner Film, ein Film mit klassischen Tugenden des musikalisch-beiläufigen Erzählens.

mehr:
- Helden-Majestätsbeleidigung (Rüdiger Suchsland, Telepolis, 02.12.2016)

mein Kommentar: 
In meinem Post zur Entscheidung des Nobelpreiskommittees, Bob Dylan den Literaturnobelpreis zu verleihen, 
Endlich: Bob Dylan kriegt den Literaturnobelpreis – »The way we look at the world…« (13.10.2016)
habe ich Eastwood und die Perry-Rhodan-Serie als Pendants zum Mißverstanden-Werden Dylans als Beispiele für das sofortige Einsortieren in bereitstehende Schubladen angeführt.
Dürfte es auch etwas differenzierter sein?
Genauso wie Monitor-Redakteur Casdorff packte auch Zukunftsforsscher Jungk Perry Rhodan fast reflexhaft in die faschistoide Schublade, aus meiner Sicht ähnlich kurzsichtig wie Vorwürfe an die Adresse Dylans, bestimmte Lieder bei seinen Auftritten in der VR China nicht zu spielen (Blowin’ in the Idiot WindMaureen Dowd, NY Times, 09.04.2011) oder für seine Auftritte eine E-Gitarre zu verwenden.
Noch einmal: Das Problem sind weder Dylan noch Eastwood, das Problem ist das reflexhafte Verwenden unserer Schubladen!
Fazit des Artikels: Kritisiert nicht die Spezialisten, ihr blickt ja doch nicht durch!
Was aber ist, wenn die Spezialisten-Clique korrumpiert und nur noch an ihrem Machterhalt ist?


“Daß ihr Menschen”, rief ich aus, “um von einer Sache zu reden, gleich sprechen müßt: ’das ist töricht, das ist klug, das ist gut, das ist bös!’ und was will das alles heißen? Habt ihr deswegen die innern Verhältnisse einer Handlung erforscht? Wißt ihr mit Bestimmtheit die Ursachen zu entwickeln, warum sie geschah, warum sie geschehen mußte? Hättet ihr das, ihr würdet nicht so eilfertig mit euren Urteilen sein”. [Johann Wolfgang von Goethe, Die Leiden des jungen Werthers, Am 12. August]


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Hauptkritikpunkte waren, dass
  • der Film, anders als "normale" Hollywoodproduktionen, nicht die Handlung in den Vordergrund stelle
  • einige Rollen jeweils nur aus einem langen Monolog bestehen
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mein Kommentar: 
Kapieren die Kritiker die Dinge erst, wenn ein Etikett draufklebt?
Wer käme auf die Idee, dem Film »Ein andalusischer Hund« vorzuwerfen, er stelle nicht die Handlung in den Vordergrund und gebe keine Antworten?
Das ist nicht die Aufgabe des Surrealismus!

siehe auch:

- Ein eindeutiger Held (Lukas Foerster, der Freitag, 02.12.2016)
- Der Mann, der auf dem Hudson landete (Peter Körte, FAZ, 30.11.2016)
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Das Unbehagen in der Kultur ist der Titel einer 1930 erschienenen Schrift von Sigmund Freud. Die Arbeit ist, neben Massenpsychologie und Ich-Analyse von 1921, Freuds umfassendste kulturtheoretische Abhandlung; sie gehört zu den einflussreichsten kulturkritischen Schriften des 20. Jahrhunderts. Thema ist der Gegensatz zwischen der Kultur und den Triebregungen. Die Kultur ist bestrebt, immer größere soziale Einheiten zu bilden. Hierzu schränkt sie die Befriedigung sexueller und aggressiver Triebe ein; einen Teil der Aggression verwandelt sie in Schuldgefühl. Auf diese Weise ist die Kultur eine Quelle des Leidens; ihre Entwicklung führt zu einem wachsenden Unbehagen. [Das Unbehagen in der Kultur, Wikipedia, abgerufen am 02.12.2016]

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siehe auch:
- Sigmund Freud: Das Unbehagen in der Kultur (ZEIT-Magazin, 01.08.1980)
- Zu Sigmund Freud „Das Unbehagen in der Kultur“ (Astrid Schmidt, FU Berlin, VS Literatur- und Kulturtheorie, 2007, PDF)
- Das Unbehagen in der Kultur - Sigmund Freud (Alexander Fiedler, Otto-Friedrich-Univerität Bamber, Fachbereich Europäische Ethnologie, WS 2012/2013, auf seiner Internet-Seite, PDF)

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Freud war von Beginn an, wie er sagte, nicht so sehr Seelenarzt, sondern eher ein „Konquistadorentemperament“, jemand, der noch unerforschte geistige Kontinente erobern wollte. Dabei stieß er aber schon früh an seine inneren Grenzen. Denn obwohl er, nach Eroberung des Kontinents des Unbewussten, durch seine Neurosenlehre im Grunde „die gesamte Menschheit zum Patienten“ gemacht hatte – schon wegen der weltweiten Verbreitung der Religionen und ihrer säkularen Ersatzideologien – scheute er zurück, wenn es um praktische Konsequenzen aus dieser Auffassung ging: Konkrete Gesellschaftskritik, politische Schritte zur Neurosenprophylaxe lehnte er seiner inneren Einstellung nach ab. [Das Unbehagen in der Kultur, Freuds Zurückschrecken vor praktischen Konsequenzen, Wikipedia, abgerufen am 02.12.2016]
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Mein Kommentar:
Freuds Neffe Edward Bernays hat gut dran verdient, vor den praktischen Konsequenzen nicht zurückzuschrecken:

Angewandte Psychoanalyse: Masse und Mob – Wie sich Emotionen in der Menge entladen, und wie sie gesteuert werden können (Post, 14.03.2016) 
Es gibt in der Geschichte der Menschheit immer wieder Situationen, in denen Menschen vor den praktischen Konsequenzen nicht zurückgeschreckt sind.
Es darf vermutet werden, daß das »Zurückschrecken« eine wertvolle kulturelle Errungenschaft ist! (Nachteil: die Verkaufszahlen gehen zurück…)

Mit anderen Worten: Demut, Rücksichtnahme, Selbstbeschränkung, Selbstaufgeklärtheit, d.h. Anerkennung, daß man selber der Fall ist, mit dem man eigentlich handeln muß. Nicht die anderen sind die Faschisten, die Dummköpfe, die Radikalen, sondern man muß sich selbst als potentiellen Faschisten, potentiellen Radikalen in sein Urteil miteinbeziehen…« [Bazon Brock in einem RT-Interview zu unlösbaren Problemen]
siehe dazu auch:
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Bernie Sanders, Spike Lee und der Mann mit den Atomcodes

Im Gespräch Der Senator Bernie Sanders und der Filmemacher Spike Lee diskutieren über Trumps Erfolg und Clintons Fehler – und wie man es 2017 besser machen könnte

Bernie Sanders stürmt mit dem Kopf voran in das Hotelzimmer im Zentrum von Manhattan. Der Mann hat keine Zeit zu verlieren. Dies ist nicht der lustige Wahlkampf-Bernie. So, wie er heute auftritt, fühlt es sich sogar falsch an, ihn überhaupt Bernie zu nennen. Senator Sanders zeigt sich als gestandener Politiker mit 40-jähriger Erfahrung, der dafür brennt, der Politik seiner Gegner mit seinen eignen politischen Vorstellungen zu begegnen und der kein Verständnis für Leute hat, die stattdessen lieber lamentieren und rumjammern. Das einzige, was noch an den Wahlkampf-Sanders erinnert, ist die Angewohnheit, alles zweimal zu sagen.

Spike Lee hingegen ist ein emotionaler Mensch. Er hat für Sanders Wahlkampf gemacht und will von ihm in den Arm genommen werden. Er will die Bestätigung, dass die Welt verrückt geworden ist, aber wieder in Ordnung kommen wird. Er will seine Wunden lecken. Sanders kann das zwar verstehen, macht aber auch keinen Hehl daraus, dass es ihn nervt. Die beiden stehen politisch auf derselben Seite, haben aber unterschiedliche Funktionen inne. Der eine steht für die politische Gegnerschaft zu Trump, der andere für die kulturelle. Lee erhofft sich von Sanders Orientierung darüber, wie die Oppositionsarbeit gegen Trumps Politik funktionieren könnte, er will aber auch hören, dass Annäherung und Zusammenarbeit mit Trump nicht auf Kosten von Grundwerten geht.

Hier besteht Dissens. Lee kann es sich leisten, in absolute Opposition zu Trump zu gehen und dessen Unterstützer zu denunzieren. Der eigentlich als kompromisslos bekannte Sanders hingegen ist in diesem Punkt sogar zurückhaltender als seine Kollegen wie der US-amerikanischePolitiker Harry Reid. Der Minderheitenführer im Weißen Haus hat Trump öffentlich als „Sexualstraftäter“ bezeichnet, „der über eine Million Stimmen weniger erhalten hat als Clinton und in seiner Kampagne auf Bigotterie und Hass setzte“.

Sanders verurteilt diese Seite an Trump, aber er weigert sich – wahrscheinlich aus politischem Pragmatismus heraus – Millionen weißer Wähler aus der Arbeiterschicht als Rassisten zu bezeichnen. Lee ist nicht so ohne weiteres bereit, den Trump-Wählern diesen Vertrauensvorschuss zu geben. Hier ist, was sie sich zu sagen haben.

mehr:
- "Wo liegt die Hoffnung?" (Emma Brockes, der Freitag, 01.12.2016)

Adventsrätsel, das zweite von vierundzwanzig

Unter Hundertausend einer bringt es wohl zum »u«.
Mit »a« ist es bedeutend leichter, da kommt es von der Kuh.



Donnerstag, 1. Dezember 2016

„Amerika ist verantwortlich für diese Katastrophe“


Während wir uns über bombardierte Schulen und Krankenhäuser die Krokodilstränen aus den Augenwinkeln wischen, wird 3 Flugstunden weit weg Realpolitik betrieben, und ich weiß oft echt nicht, wer da in den USA das Sagen hat. Manchmal denke ich, daß sowohl NSA wie auch CIA als auch die US-Armee an die kurze Leine genommen werden sollten – falls das überhaupt noch möglich ist…

Der Krieg in Syrien wird noch schlimmer werden, ist sich Nahost-Experte Günter Meyer sicher. Warum aus seiner Sicht Präsident Baschar al-Assad im Amt bleiben muss und eine Flugverbotszone wohl nicht helfen würde.
mehr:
- „Amerika ist verantwortlich für diese Katastrophe“ (Marc Etzold interviewt Günter Meyer, Leiter des Zentrums für Forschung zur Arabischen Welt an der Universität Mainz, Wirtschaftswoche, 03.10.2016)

zu Syrien und aggressiven US-amerikanischen Maßnahmen siehe auch:
- "Die geheime Geschichte der NATO-Übung, die beinahe einen Nuklearkrieg ausgelöst hätte" (Post, 28.11.2016)
- Die Empfänger der Fördermaßnahmen aus den USA (Post, 29.10.2016) 
- Stationierung von US-Marines in Norwegen (Post, 28.10.2016)
- Afghanistan – das Operationsergebnis (Post, 10.10.2016)
- Wenn wir nicht mehr an das System glauben: Militärisch-industrielle Angstunternehmer (Post, 08.10.2016)
- Humanitäre Katastrophe in Syrien? – Wir sind die Guten! (Post, 05.10.2016)
- Syrien: Die US-Blame-Game-Strategie knirscht (Post, 25.09.2016)
- Irak-Krieg: Die andere Hälfte der Geschichte (Post, 04.08.2016)
- Philip Breedlove: Wie ein Netzwerk um den Nato-Militärchef den Ukrainekonflikt anheizte (Post, 26.07.2016) 
- Chilcot-Bericht zum Irakkrieg: Ein Kriegsverbrechen des britischen und amerikanischen Imperialismus – Was lernen wir daraus? (Post, 09.07.2016)
- Die nebelige Banalität des Bösen: Donald Rumsfeld (Post, 07.07.2016)
- Allein gegen alle: Wayne Morse, Barbara Lee (Post, 06.07.2016)
- Vor 48 Jahren: Die Tonkin-Resolution läutet den Vietnamkrieg ein (Post, 04.07.2016)
- General Breedlove – Geleakte E-Mails des Ex-NATO-Kommandanten belegen Kriegspropaganda (Post, 04.07.2016)
- Wie es zum Bürgerkrieg in der Ukraine kam (Post, 10.06.2016)
- Die Gebietsverluste Mexikos (Post, 25.05.2016)
- Mißgeburt CIA: Augen zu und durch (Post, 21.05.2016)
- Das unaufhaltsam erscheinende Spiel mit dem Feuer: Der atomare Rüstungswettlauf in Osteuropa (Post, 15.05.2016)
- US-Bodentruppen auch im Jemen im Einsatz (Post, 09.05.2016)
- Mazedonien: Der nächste manipulierte Umsturz? (Post, 03.05.2016)
- NATO rüstet in Osteuropa auf (Post, 02.05.2016)
- »Ein Imperium hat niemals genug!« (Post, 28.04.2016)
- Libyen: Die Plünderung eines Staates (Post 14.04.2016)
- US-Zentralkommando der Streitkräfte: Was nicht paßt, wird passend gemacht (Post, 06.04.2016)
- US-amerikanisches Vormachtstreben mit NATO-Söldnern (Post, 02.04.2016)
- Jugoslawien 1999: Unter den Bomben der NATO (Post, 02.04.2016)
- Permanente Stationierung von US-Truppen in Osteuropa (Post, 01.04.2016)
- Robert F. Kennedy: »USA schuld am islamischen Dschihad« (Post, 25.03.2016)
- Vertuschung von CIA-Staatsmorden (Pot, 03.03.2016)
- NGOs im Great Game… Die National Endowment for Democracy (Post, 19.02.2016)
- USA: Der militärisch-industrielle Komplex (Post, 12.01.2016)

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Die Alawiten (arabisch علويون‎DMG ʿAlawīyūntürkisch Arap Aleviler) bzw. Nusairier (arabisch نصيريون‎DMG NuṣairiyūntürkischNusayriler) sind eine religiöse Sondergemeinschaft des Nahen Ostens,[1][2] die im späten 9. Jahrhundert im Irak entstanden ist und zum schiitischen Spektrum des Islam gehört.[1] Sie sind nicht zu verwechseln mit den türkischen und kurdischen Aleviten, die früher Kizilbasch genannt wurden.[1][2]
Alawiten leben heute hauptsächlich in Syrien, der Türkei und im Libanon. Der Hauptsiedlungsraum ist ein Gebiet, das sich von der türkischen Provinz Hatay im Norden südwärts über das syrische Küstengebirge, den Dschebel Ansariye, bis in die Ebene von Akkar im Nordlibanon erstreckt. Nach Osten hin bildet der Orontes die Grenze dieses Gebietes. In Hatay selbst finden sich alawitische Gemeinden vor allem in und um Antakya und Samandağ sowie in der Küstenebene von İskenderun.[3]
Außerhalb dieser relativ geschlossenen Siedlungszone gibt es noch mehrere alawitische Siedlungsinseln im Landesinneren Syriens, in den Gebieten um Hama und Homs und auf den Golanhöhen sowie in der türkischen Çukurova-Ebene (Kilikien) in den Gebieten in und um die Städte Mersin, in Tarsus und Adana.[4] In der älteren Literatur wird außerdem eine alawitische Gemeinde für die Stadt ʿĀna am mittleren Euphrat erwähnt.[5]
Durch Arbeitsmigration sind im 20. Jahrhundert auch bedeutende alawitische Gemeinden in Damaskus, in der libanesischen Stadt Tripoli sowie in verschiedenen westlichen Ländern entstanden.[6] Die genaue Anzahl der Alawiten ist nicht bekannt. Schätzungen gehen von 3 Mio. Alawiten weltweit aus.  [Alawiten, Wikipedia, abgerufen am 02,12,2016]
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Peter Scholl Latour rastet aus Syrien , Salafisten, Islam Der Talkshow Eklat [12:14]

Der Sünder Veröffentlicht am 05.09.2012
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Adventsrätsel, das erste von vierundzwanzig

Ich bin nicht, ich war nicht, ich werde nicht sein.
Du meinst, ich scherze? Ich sage Dir: nein!
Ich stehe ja sichtlich vor Deinem Gesicht,
und kannst Du mich raten, so nennst Du mich nicht.

Mittwoch, 30. November 2016

Vom Kampf um die Realitätskonstruktion im postfaktischen Zeitalter

Zum erklärten "postfaktischen Zeitalter" passend fürchten traditionelle Instanzen der Wahrheit die neue Medienöffentlichkeit
Die Verbreitung von Fake-News und Social Bots, die solche massenhaft posten, scheint allmählich zu einem Politikum zu werden, das oben auf der Agenda steht. War zuvor eher das ungeahndete Posten von Hassbotschaften das Problem, so wird nun von verschiedenen Seiten behauptet, dass Falschinformationen die Präsidentschaftswahl beeinflusst hätten, die wieder einmal ziemlich knapp ausgefallen ist. Gerne nehmen die traditionellen Medien, die zwar auch das Internet und Soziale Netzwerke nutzen, das Thema auf, um auf die ungeordnete und wilde Cyberwelt aufmerksam zu machen, wo bislang unkontrolliert Propaganda, Falschinformationen oder Gerüchte fabriziert werden.

Letztlich geht es darum, die wilde Welt im Internet zu zähmen, wozu das Bild aufgebaut wird, dass die neuen digitalen Medien erst die Unwahrheit eingeführt haben, während zuvor weder Fake-News noch Gerüchte verbreitet wurden. Und zudem wird die Vorstellung genährt, dass die Menschen urteilsunfähige Trottel sind, die sich schnell von Falschinformationen verführen lassen und zu den die Infektion weiter verbreitenden Wirten der Meme werden. Die bringen vornehmlich die Bösen in den Umlauf, gegenwärtig die russische Regierung allen voran, die mit Trollen und Propagandamedien die vom Westen gepachtete Wahrheit unterminiert. Die Sorge vor den Falschinformations- und Gerüchtefluten passt zur Ausrufung des "postfaktischen Zeitalters" (Postfaktisches Zeitalter - Darauf einen Bommerlunder). Es könnte freilich sein, dass es auch um einen Kampf darum geht, welche Instanzen und Medien in der Gesellschaft "das Sagen" haben. Die "Lügenpresse" der einen werden die Fake-Medien der anderen gegenübergestellt.

Da gibt es Aktivisten, die ebenso schwindeln, wie das Trump und Clinton gemacht haben, oder Medien, die betont einseitig sind wie Breitbart.com oder Foxnews.com, aber im Wahlkampf waren auch Leitmedien wie Washington Post oder New York Times einseitig, nämlich gegen Trump. Wo in einem Wahlkampf Milliarden für Werbung, Propaganda und Manipulation verprasst werden, ist es kein Wunder, dass nüchterne Einschätzungen und differenzierte Berichterstattung besonders in einem gespaltenen Land mit einem fixierten Zwei-Parteien-System auch ganz ohne Russen keine Chance haben. Zur Verbreitung der "interessanten" Nachrichten für ein bestimmtes Publikum, das jetzt wie schon früher in einer Nachrichtenblase gefangen ist, tragen sicherlich die gut demokratischen und kapitalistischen Mechanismen der Sozialen Medien und der Suchmaschinen bei, die nach dem erfolgreichen Google-Prinzip das bevorzugen, was am meisten gesucht, geklickt oder weitergeleitet wird.

mehr:
- Von der "Lügenpresse" zum Kampf gegen Fake-News (Florian Rötzer, Telepolis, 28.11.2016)

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Der Begriff postfaktische Politik bezeichnet ein politisches Denken und Handeln, bei dem Fakten nicht mehr im Mittelpunkt stehen. Die Wahrheit einer Aussage tritt hinter den Effekt der Aussage auf die eigene Klientel zurück. In einem demokratischen Diskurs wird – nach dem Ideal der Aufklärung – über die zu ziehenden Schlussfolgerungen aus belegbaren Fakten gestritten. In einem postfaktischen Diskurs wird hingegen gelogen, abgelenkt oder verwässert – ohne dass dies entscheidende Relevanz für das Zielpublikum hätte. Entscheidend für die von postfaktischer Politik angesprochenen Wähler ist, ob die angebotenen Erklärungsmodelle eine Nähe zu deren Gefühlswelt haben.[1] [Postfaktische Politik, Wikipedia, abgerufen am 30.11.2016]

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"Der Westen ist im permanenten Ausnahmezustand" - Bazon Brock [13:39]

RT Deutsch Veröffentlicht am 24.09.2015
Was ist Demokratie und wie lange kann ein Ausnahmezustand dauern, um die Grundrecht zu beschneiden? Bazon Brock, Künstler und Kunsttheoretiker, über das Ideal einer Demokratie und das Scheitern Deutschlands. Mehr auf unserer Webseite: http://rtdeutsch.com Folge uns auf Facebook: https://www.facebook.com/rtdeutsch Folge uns auf Twitter: https://twitter.com/RT_Deutsch Folge uns auf Google+: https://plus.google.com/1068940314550... RT Deutsch nimmt die Herausforderung an, die etablierte deutsche Medienlandschaft aufzurütteln und mit einer alternativen Berichterstattung etablierte Meinungen zu hinterfragen. Wir zeigen und schreiben das, was sonst verschwiegen oder weggeschnitten wird. RT - Der fehlende Part.


siehe auch:
- Sein und Streit - Die ganze Sendung: Steckt die Wahrheit in der Krise? (Moderation: Simone Miller, Deutschlandradio Kultur, 25.09.2016)
- Wie Realität hergestellt wird: Sprachverdrehungen, scheinbare Gewissheiten und Geschichtsklitterung (Post, 05.11.2016)
- Schneller als die Fakten erlauben (Sascha Lobo, SPON, 06.11.2016)
- US-Präsidentschaftswahl : Das Ende der Aufklärung (Adrian Daub, ZON, 09.11.2016)
- US-Wahl : Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch (Slavoj Žižek, SPON, 13.11.2016)
- "Post-truth" ist das internationale Wort des Jahres (Der Standard, 16.11.2016)
- Rolling-Stone-Journalistin wegen böswilliger Verleumdung verurteilt (Alexander und Bettina Hammer, Telepolis, 17.11.2016)
- When the facts don’t matter, how can democracy survive? (Catherine Rampell, Washington Post, 17.10.2016)

mein Kommentar:
Nicht auf die Sprachverwendung hereinfallen! Die Frage ist nicht, ob sich die Politik von den Fakten entfernt sondern
1. wie weit und
2. wieviele Leute merken es?

Gerüchteverbreitung als Form der Aufklärung [46:23]


Bazon Brock Veröffentlicht am 19.10.2016
Zum Erscheinen des Bandes »Kritik der kabarettistischen Vernunft« Nietzsche behauptete, Nüchternheit und Kälte seien die Tugenden der Vorurteilslosigkeit. Sein Pathos hieß Distanz. Distanz aber ist eine aristokratische Form der Nähe. Kritik ist eine Form der Anerkennung und Gegnerschaft ist eine Form der Vermeidung von Feindschaft. Alle diese Distanzgesten definiert die kabarettistische Vernunft. Seit 1900 hat sie die Führung der Erkenntnisanstrengung im Politischen, im Sozialen und häufig auch im Ästhetischen übernommen. Heute übertrifft Volker Pispers in jeder Hinsicht das Differenzierungsvermögen von Jürgen Habermas – soweit es um Fragen der Wirkung geht. Mit Hegel überholte das Werden das Sein, mit den Kabarettisten überholt die Wirkung die Werke als Einheit von Entstehen und Bestehen. Die höchste Form der Wirksamkeit ist das Gerücht, das zwischen Geheimnis (schwarze Mystik) und Banalität (weiße Mystik) vermittelt. Aber das Banale bezeichnet etwas, das alle für selbstverständlich halten und deshalb als Problem nicht erkennen. Autor Bazon Brock und Verleger Christian Boros stellten den Band „Kritik der kabarettistischen Vernunft. Ein autobiografisches Scherbengerücht“ vor.


Harald Lesch fordert endlich Konsequenzen aus dem Wissen um den Klimawandel zu ziehen (#HAV16) [19:36]

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Veröffentlicht am 21.11.2016
Prof. Dr. Harald Lesch erklärt, wie wir unseren Planeten und sein Klima durch die Art und Weise, wie wir Landwirtschaft betreiben verändern. Dabei stehen die Gier nach abstrakten Dingen wie Geld und Reichtum einer konkreten Natur gegenüber, die sich beschreiben lässt, mit der wir aber nicht verhandeln können. Genauso unvereinbar ist das Wissen um die Erderwärmung und ihre Gründe mit den Konsequenzen, die wir daraus ziehen.


siehe dazu:
- Monsanto: Roundup Ready v2.0 (Post, 28.11.2016)
- Zunehmende Resistenzen – Das Monster auf dem Acker (Post, 30.07.2016)

Tschernobyl: Ein Verhüterli für 2 Milliarden Euro

Tausende Tonnen Stahl gegen lebensbedrohliche Strahlung: Ein neuer Sarkophag soll 100 Jahre vor den Folgen der Atomkatastrophe in Tschernobyl schützen. Die Ukraine will an dem symbolischen Ort künftig auch auf erneuerbare Energien setzen.


30 Jahre nach der Atomkatastrophe von Tschernobyl in der Ukraine haben Spezialisten in einem historischen Schritt die Atomruine mit einer gigantischen Schutzhülle verschlossen. "Yes, wir haben es geschafft", sagte Staatschef Petro Poroschenko bei einem Festakt am Dienstag nahe des havarierten Meilers. Der neue Sarkophag garantiere 100 Jahre Sicherheit vor radioaktiver Strahlung, sagte er.

Hendricks: Probleme nicht gelöst 

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks würdigte die Leistung der Ingenieure, doch seien die Probleme in Tschernobyl damit nicht gelöst. Auch in 100 Jahren sei die Ruine noch eine Belastung für künftige Generationen, warnte sie in Berlin. Deutschland hat sich nach Angaben des Ministeriums mit etwa 200 Millionen Euro am Bau der gigantischen Schutzhülle beteiligt.

Am 26. April 1986 war ein Test in Tschernobyl außer Kontrolle geraten, Reaktor 4 explodierte. Eine radioaktive Wolke breitete sich von der damaligen Sowjetrepublik über Weißrussland und Teile Russlands auch bis nach Westeuropa aus. Bis heute gelten manche Landstriche als verstrahlt. Die neue, mehr als 36.000 Tonnen schwere Schutzhülle gilt als Meilenstein im Kampf gegen die tödliche Strahlung. Sie soll einen Betonsarkophag ergänzen, der von der Sowjetunion nach der Kernschmelze vor 30 Jahren errichtet worden war.

mehr:
- Tschernobyl: Riesige Schutzhülle schließt Atomruine ein (heise News, 29.11.2016)

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Unmittelbar nach dem Unglück und bis Ende 1987 wurden etwa 200.000 Aufräumarbeiter („Liquidatoren“) eingesetzt. Davon erhielten ca. 1000 innerhalb des ersten Tages nach dem Unglück Strahlendosen im Bereich von 2 bis 20 Gray (Gy). Die später eingesetzten Liquidatoren erhielten demgegenüber wesentlich geringere Strahlendosen bis zu maximal etwa 0,5 Gy, bei einem Mittelwert von etwa 0,1 Gy. Die Zahl der Liquidatoren erhöhte sich nach Angaben der WHO in den folgenden Jahren auf 600.000 bis 800.000. Die Zahl ist nicht exakt bezifferbar, da nur 400.000 Liquidatoren registriert wurden und auch deren Daten unvollständig sind. Die Liquidatoren wurden später für ihre Arbeit mit einer Medaille gewürdigt.
Im Frühjahr und Sommer 1986 wurden etwa 116.000 Personen aus der 30-Kilometer-Zone rund um den Reaktor evakuiert. Später wurden zirka 240.000 weitere Personen umgesiedelt. Für die ukrainischen Evakuierten wurde ein mittlerer Dosiswert von 17 mSv (Schwankungsbereich 0,1 bis 380 mSv) errechnet, für die weißrussischen Evakuierten ein Mittelwert von 31 mSv (mit einem maximalen Durchschnittswert in zwei Ortschaften von 300 mSv).
In den ersten Tagen nach dem Unfall führte die Aufnahme von radioaktivem Iod mit der Nahrung zu stark schwankenden Schilddrüsendosen in der allgemeinen Bevölkerung von im Mittel etwa 0,03 bis 0,3 Gy mit Spitzenwerten bis zu etwa 50 Gy. Eine Ausnahme davon bildeten die wenigen Einwohner von Prypjat, die durch die rechtzeitige Ausgabe von Tabletten mit stabilem Jod (Iodblockade) wesentlich geringere Schilddrüsendosen erhielten.
Die nichtevakuierte Bevölkerung erhielt während der mehr als 20 Jahre seit dem Unfall sowohl durch externe Bestrahlung als auch durch Aufnahme mit der Nahrung als interne Strahlenexposition effektive Gesamtdosen von im Mittel etwa 10 bis 20 mSv bei Spitzenwerten von einigen 100 mSv. Heute erhalten die fünf Millionen Betroffenen in kontaminierten Gebieten generell Tschernobyl-bedingte Dosen von unter 1 mSv/Jahr, doch rund 100.000 erhalten immer noch mehr als 1 mSv pro Jahr.
Siehe auchAuswirkung von Strahlenbelastungen [Nuklearkatastrophe von Tschernobyl, Exponierte Personengruppen, Wikipedia, abgerufen am 30.11.2016]
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siehe auch:
- "Yes! Wir haben es geschafft!" (Tagesschau, 29.11.2016)
- Schutzhülle der Superlative für Tschernobyl (Tagesschau, 29.11.2016)
- Tschernobyl: Alle Artikel und Hintergründe (SPON, abgerufen am 30.11.2016)

Vattenfall Werbung [0:33]

SnakeX82X Veröffentlicht am 20.05.2013

mein Kommentar:
Wenn eins sicher ist, dann das menschliche Restrisiko!

E.ON-Chef Dr. Johannes Teyssen vor der Ethikkommission Atomkraft [1:57]

StimmenDerWirtschaft Veröffentlicht am 18.07.2012
Dr. Johannes Teyssen, seit 2010 Vorstandsvorsitzender der E.ON AG, nimmt im April 2011 vor der Ethikkommission Atomkraft Stellung zu wirtschaftlichen und sozialen Aspekten einer "sicheren Energieversorgung".


Herbert Grönemeyer - Kinder an die Macht 1985 [3:20]

fritz5194 Hochgeladen am 03.09.2010

mein Kommentar:

Weiß gar nicht, was Du hast, Herbert, sind sie doch schon!

siehe auch:

- Die zehn schwersten atomaren Unfälle (Post, 25.03.2011)
- Drei Jahre Fukushima – verdrängt und vergessen? (Post, 21.05.2015)
dazu siehe auch:
- Fukushima: Die Kosten explodieren (Florian Rötzer, Telepolis, 28.11.2016)
- Massive Propaganda sorgt für Nein zur Schweizer Atomausstiegs-Initiative (Ralf Streck, Telepolis, 28.11.2016)
- Atomkraft ist ein Irrweg (Mirja Schneemann, Greeenpeace, 14.12.2010)
- Rückbau Atomkraftwerke: »Ein gigantischer Griff ins Klo« (Post, 29-07-2016)
- Bundesumweltministerin: Atomkraft war ein Irrweg (Andreas Wilkens, heise News, 07.04.2016)

Werbung: Sag mal E.ON... | extra 3 | NDR [0:31]


extra 3 Veröffentlicht am 03.12.2014
Risiken auslagern: Das machen ja inzwischen alle. Die Banken haben ihre Bad Banks. E.ON trennt sich von seiner Atom-, Kohle- und Gas-Sparte. Und wir uns von dieser Werbung.


Ein Roboter von der Größe eines Planeten…

Der renommierte Sicherheits-Experte warnte auf dem Security-Kongress der Telekom vor einer grenzenlosen Vernetzung. Staatliche Regulierung sei unausweichlich.
Mit einer düsteren Bilanz der Sicherheit im Internet of Things hat der Autor und Sicherheits-Experte Bruce Schneier in Frankfurt vor den Folgen einer grenzenlosen Vernetzung gewarnt. Die Menschheit baue derzeit einen "Roboter von Größe eines Planeten" – sei sich der Folgen aber kaum bewusst.

Nicht nur Daten, auch Menschen gefährdet

"Das Internet ist die komplexeste Maschine, die die Menschheit je geschaffen hat", erklärte der Autor. Durch die Verknüpfung mit dem Internet of Things, also der Einbindung von Sensoren und Aktoren, habe das System eine unbekannte Brisanz erlangt. Seien bisher durch IT-Attacken allenfalls Daten gefährdet worden, gehe es nun darum, dass Menschen geschädigt oder verletzt werden könnten.

Bei der IT-Sicherheit sieht Schneier ein gewaltiges Marktversagen: So bemühten sich zwar Sicherheitsteams großer Konzerne darum, Smartphones so sicher zu halten wie möglich. Bei Geräten wie einem digitalen Videorecorder oder einem Thermostat mit Internetanschluss gäbe es diese Teams jedoch nicht. Oft seien bei den billigen Geräte nicht mal eine Update-Möglichkeit vorgesehen. Zudem würden Geräte wie Kühlschränke auch sehr viel seltener ausgetauscht als Smartphones.

Nicht mein Problem

Der Kunde sei mit der Problematik überfordert. Der kaufe schließlich ein Gerät wie einen Videorecorder aufgrund des Preises und der gebotenen Funktionen. "Wenn das Gerät genutzt wird, auf der anderen Seite der Erdkugel zum Beispiel Brian Krebs zu attackieren, ist es dem Kunden egal", sagte Schneier.

Als Folge dieses Marktversagens sieht der Sicherheitsexperte staatliche Regulierung als unumgänglich an. So würden potenziell gefährliche Produkte wie Autos oder medizinische Geräte einem Zertifizierungsprozess unterzogen. Bisher sei das Internet von solchen Eingriffen weitestgehend verschont geblieben. "Die Ära von Spaß und Spielen ist aber nun vorbei", mahnte Schneier.

mehr:
- Bruce Schneier zur Netz-Sicherheit: "Die Ära von Spaß und Spielen ist vorbei" (Torsten Kleinz, heise News, 29.11.2016)
siehe auch:
Polit-Spam: Österreichs Fernmeldebehörde will ermitteln (Daniel AJ Sokolov, heise News, 30.11.2016)

Nach Großstörung bei der Telekom: heise Security bietet TR069-Test (Jürgen Schmidt, heise Security, 29.11.2016)

mein Kommentar:

Die Ausbeutung von Gefühlen hilflosen Ausgeliefert-Seins ist bestimmt ein lukratives Geschäftsmodell; dabei darf natürlich nicht vergessen werden, daß der wirkliche Feind im Kreml sitzt! 

Internet der Dinge einfach erklärt [3:11]

explainity Veröffentlicht am 01.02.2016
Das „Internet der Dinge“, kurz IoT für "Internet of Things", ist ein vielbenutzter Begriff in der heutigen digitalen Welt. Kurz gefasst heißt es: Dinge sind über das Internet miteinander vernetzt. Was sich ganz genau dahinter verbirgt, erklären wir euch in diesem Clip. Häufig gleichbedeutend wird der Begriff „Internet of Everything“ genannt, also frei übersetzt das „Internet von Allem“. Hier sind dann nicht nur Dinge, sondern auch Menschen, Daten und Prozesse miteinander verbunden. --------------- Dieses Erklärvideo wurde produziert von explainity GmbH Homepage: www.explainity.com E-Mail: info@explainity.com Wenn Sie Interesse an einem eigenen explainity Erklärvideo haben, besuchen Sie unsere Website www.explainity.com oder nehmen Sie Kontakt mit uns auf. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage. Diesen Erklärfilm dürfen Sie gerne für eigene Zwecke frei verwenden und bei sich einbinden. Bitte beachten Sie jedoch, dass der Erklärfilm weder inhaltlich noch grafisch verändert werden darf. Geben Sie bei einer Verwendung bitte stets explainity als Quelle an und verweisen Sie bei Veröffentlichungen im Internet auf www.explainity.com.


Das Internet der Dinge (Full Dokumentation) [58:55]

Terri Limones Veröffentlicht am 26.01.2014
Dokumentation 2014


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Der aus dem englischen Sprachraum stammende Begriff Big Data [ˈbɪɡ ˈdeɪtə] (von englisch big ‚groß‘ und data ‚Daten‘) bezeichnet Datenmengen, welche
  • zu groß,
  • zu komplex,
  • zu schnelllebig oder
sind, um sie mit manuellen und herkömmlichen Methoden der Datenverarbeitung auszuwerten.[1] Im deutschsprachigen Raum ist der traditionellere Begriff Massendaten. „Big Data“ wird häufig als Sammelbegriff für digitale Technologien verwendet, die in technischer Hinsicht für eine neue Ära digitaler Kommunikation und Verarbeitung und in sozialer Hinsicht für einen gesellschaftlichen Umbruch verantwortlich gemacht werden.[2] Er steht dabei grundsätzlich für große digitale Datenmengen, aber auch für deren Analyse, Nutzung, Sammlung, Verwertung und Vermarktung.[3]
In der Definition von Big Data bezieht sich das „Big“ auf die drei Dimensionen volume (Umfang, Datenvolumen), velocity(Geschwindigkeit, mit der die Datenmengen generiert und transferiert werden) sowie variety (Bandbreite der Datentypen und -quellen).[4] Erweitert wird diese Definition um die zwei V's value und validity, welche für einen unternehmerischen Mehrwert und die Sicherstellung der Datenqualität stehen.[5]Der Begriff „Big Data“ unterliegt als Schlagwort einem kontinuierlichen Wandel; so wird mit ihm ergänzend auch oft der Komplex der Technologien beschrieben, die zum Sammeln und Auswerten dieser Datenmengen verwendet werden.[6][7] Die gesammelten Daten können dabei aus verschiedensten Quellen stammen (Auswahl):
  • die Nutzung von Social Media Informationen und Interaktionen,
  • von Behörden und Unternehmen erhobene und gesammelte Daten.
„Big Data“ umfasst auch Bereiche, die als „intim“ bzw. „privat“ gelten: Der Wunsch der Industrie und bestimmter Behörden, möglichst freien Zugriff auf diese Daten zu erhalten, sie besser analysieren zu können und die gewonnenen Erkenntnisse zu nutzen, gerät dabei unweigerlich in Konflikt mit geschützten Persönlichkeitsrechten der Einzelnen. Ein Ausweg ist allein durch eine
  • Anonymisierung der Daten vor dem Ausbeuten, wenn nicht schon durch
  • Anonymisierung vor dem Auswerten
zu erreichen. Klassische Anwender sind Provider sozialer Netzwerke und von Suchmaschinen. Die Analyse, Erfassung und Verarbeitung von großen Datenmengen ist heute in vielen Bereichen alltäglich.
Big Data kann Geschäftsprozess-Verbesserungen in allen Funktionsbereichen von Unternehmen, vor allem aber im Bereich der Technologieentwicklung und Informationstechnik sowie des Marketings erzeugen.[9] Die Erhebung und Verwertung der Datenmengen dient dabei im Allgemeinen der Umsetzung von Unternehmenszielen oder zur staatlichen Sicherheit. Bisher haben vor allem große Branchen, Unternehmen und Anwendungsbereiche der Wirtschaft, Marktforschung, Vertriebs- und Servicesteuerung, Medizin, Verwaltung und Nachrichtendienste die entsprechenden digitalen Methoden für sich genutzt: Die erfassten Daten sollen weiterentwickelt und nutzbringend eingesetzt werden. Die Erhebung der Daten dient dabei meistens für konzernorientierte Geschäftsmodelle sowie Trendforschung in den sozialen Medien und Werbeanalysen, um zukunftsweisende und möglicherweise gewinnbringende Entwicklungen zu erkennen und in Prognosen umzumünzen.[10] [Big Data, Wikipedia, abgerufen am 30.11.2016]
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Best Documentary Films Doku Die Macht der Algorithmen (Zufälle gibt es nicht) {42:21}

GoldenKnightVFX
Am 10.04.2017 veröffentlicht 
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zuletzt aktualisiert am 01.04.2019