Freitag, 4. Mai 2018

Skripal-Syrien-Giftgas-Propagandanebel, staatsfinanziertes Russland-Bashing und Verwunderung: Auch Tschechien forschte an Nowitschok

Aktuelle Stunde des Bundestags zu Syrien. Auf die Kurzintervention eines AfD-Abgeordneten, welche Beweise die Bundesregierung für den behaupteten und mit Bomben bestraften Chemiewaffeneinsatz Assads habe, repliziert Christian Schmidt, CSU, ehemaliger Bundesminister für Landwirtschaft und davor Parlamentarischer Staatssekretär im Verteidigungsministerium (Landwirtschaft, Armee, ist doch alles eins, Expertentum wird überschätzt): "Für mich stellt sich die Frage, welchen Kampf Sie hier kämpfen", und endet mit den Worten: "Wir sind hier nicht beim Amtsgericht." Das gesamte Gestammel, jenem unlängst an dieser Stelle verlinkten der zweitbegabtesten Regierungssprecherin über die Beweise zum Casus Skripal nicht unähnlich, können Sie hier genießen. Bemerkenswert sind Schmidts Einlassungen zur vorangegangenen Rede Alexander Gaulands, die nicht nur mit der ihm gestellten Frage nichts zu tun haben, sondern die Zuhörer in einem Maße für blöd verkaufen wollen, das selbst für Unionsverhältnisse exponiert ist. Gauland hatte darauf insitiert, dass der dritte Golfkrieg mit der Propagandalüge begonnen wurde, Saddam Hussein bedrohe seine Nachbarn mit Massenvernichtungswaffen, aber die Inspektoren später solche Waffen nicht finden konnten, und nun für eine gewisse Zurückhaltung gegenüber Assad plädiert, solange nichts klar sei. Der CSU-Mann warf Gauland vor, er habe "völlig danebengelangt", denn Saddam Hussein habe sehr wohl Giftgas besessen und 1988 gegen die Kurden eingesetzt. Woraus wir anscheinend zu folgern gehalten sind, dass für die Zerschlagung des Irak 15 Jahre später schon alle guten und wahren Gründe vorgelegen hätten.
[19. April 2018, Michael Klonovsky, dritter Abschnitt]
mein Kommentar:
Wehe, wenn wir rationales Denken und Systemkritik den Rechtsaußen überlassen!


Diese Enthüllung kommt unerwartet: Tschechien hat nach Darstellung seines Staatschefs mit einem Nervengift aus der Nowitschok-Klasse im Labor experimentiert. Ein eng verwandter Kampfstoff soll den Doppelagenten Skripal vergiftet haben.
In Tschechien ist ein Nervengift aus der hochgefährlichen Nowitschok-Klasse nach Angaben der Staatsführung zu Forschungszwecken synthetisiert worden. "Die Menge des hergestellten Gifts war angeblich klein, und es wurde nach den Versuchen vernichtet", sagte Präsident Milos Zeman im Fernsehsender Barrandov.

Ein Nervengift aus der Nowitschok-Klasse war nach britischen Angaben bei dem Anschlag auf den Doppelagenten Sergej Skripal und dessen Tochter im englischen Salisbury Anfang März verwendet worden. Zeman zufolge dürfte es sich um den Stoff A-234 gehandelt haben, während in Tschechien an der Substanz A-230 geforscht worden sei.

Das Experiment habe im November stattgefunden in einem militärischen Forschungsinstitut in Brünn (Brno), der zweitgrößten tschechischen Stadt. "Wir wissen wo, wir wissen wann, also wäre es Heuchelei, so zu tun, als ob nichts geschehen wäre", sagte der 73 Jahre alte Staatschef. Er berief sich dabei auf einen neuen Bericht des tschechischen Militärnachrichtendienstes. Nach Einschätzung von Fachleuten sind nur wenige Labore in der Welt in der Lage, mit derart gefährlichen Nervenkampfstoffen zu arbeiten.

mehr:
- Überraschung im Skripal-Fall Auch Tschechien forschte an Nowitschok (n-tv, 04.05.2018)
- OPCW-CHEF ZUM FALL SKRIPAL: Nowitschok wahrscheinlich als Waffe hergestellt (Oliver Kühn, FAZ, 04.05.2018)
Überhaupt weckte die britische Argumentation mehr Zweifel als sie beseitigte. Schon die Einordnung des Attentats in die Kategorie Erster Einsatz von Massenvernichtungswaffen auf europäischem Boden seit dem Ersten Weltkrieg war eine maßlose Übertreibung, als habe es sich um einen Giftgasangriff großen Stils gehandelt. Sie stammte von Außenminister Boris Johnson, einem notorischen Aufschneider, Übertreiber und Provokateur, der sich auch zu der Behauptung verstieg, Putin habe den Einsatz, wiederum: "höchstwahrscheinlich", persönlich angeordnet.
Ein ums andere Mal verhedderten sich die Regierungssprecher. Johnson erklärte zunächst, die Wissenschaftler des Militärlabors Porton Down hätten "absolut kategorisch klargemacht, dass das Gift aus Moskau kam". Dann musste er sich von dessen Direktor öffentlich korrigieren lassen: Das britische Forschungszentrum für chemische und biologische Waffen sei nicht in der Lage gewesen, die Herkunft des militärspezifischen Nervengifts festzustellen, worauf das Außenministerium einen Interneteintrag löschte, in dem dies behauptet worden war.
[Auch Geheimdienste irren sich, Theo Sommer, ZON, 10.04.2018] 

- Der Fall Skripal: Schwarze Pädagogik einer Wertegemeinschaft (Karl D. Bredthauer, Blätter für deutsche und internationale Politik, 05/2018)
Mein Kommentar:
Richtig wohltuend, wenn in den sonst so zurückhaltenden »Blättern« mal jemand so dezidiert einen Pflock einschlägt! Leider ist der als Quelle angegebene Artikel von Craig Murray zum Bezahlen. Aber da gibt es ja auch noch die NachDenkSeiten von Albrecht Müller:
- Die Salisbury Tales – was verschweigen Medien und Politik im Falle des vergifteten russischen Doppelagenten? (Jens Berger, NachDenkSeiten, 14.03.2018)
- Craig Murray legt nach und nennt die „Nowitschok-Story“ eine Neuauflage des Schwindels über irakische Massenvernichtungswaffen (Craig Murray, NachDenkSeiten, 15.03.2018)

mein Kommentar:
Ich werde das Gefühl nicht los, daß wir in einer Zeit leben, in der Presseerklärungen, Verdächtigungen und Zeitungsartikel wichtiger sind als Fakten.
Es ist anscheinend wichtiger, Assad einen Schuß vor den Bug zu versetzen (bzw. zu demonstrieren daß man’s kann) als herauszufinden, ob es überhaupt einen Giftgas-Anschlag in Duma gegeben hat.
Das Messen mit zwei Maßstäben beschädigt das Ansehen des Westens. Selber – unter dem Verweis auf Menschenrechte – das Völkerrecht mißachten und währenddessen ständig Russland Völkerrechtsverletzungen vorwerfen ist billig. Der Westen verspielt seine Glaubwürdigkeit, auch bei der eigenen Bevölkerung.


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Nach Katharina Rutschky zielt Schwarze Pädagogik auf die Installation eines gesellschaftlichen Über-Ichs im Kind, auf die Heranbildung einer grundsätzlichen Triebabwehr in der Psyche des Kindes, die Abhärtung für das spätere Leben und die Instrumentalisierung von Körperteilen und Sinnen zugunsten gesellschaftlich definierter Funktionen. Unausgesprochen diene die Schwarze Pädagogik der Rationalisierung von Sadismus und der Abwehr eigener Gefühle des Erziehers oder der Bezugsperson. Die Schwarze Pädagogik bediene sich dabei der Mittel des Initiationsritus (z. B. Introjektion einer Todesdrohung), der Hinzufügung von Schmerz (auch seelischem), der umfassenden Überwachung des Kindes (Körperkontrolle, strenger Verhaltenskodex, Forderung unbedingten Gehorsams), der Tabuisierung von Berührung, der Versagung grundlegender Bedürfnisse und eines übertriebenen Ordnungsdrills.
Alice Miller arbeitet in ihrer Auseinandersetzung mit der Schwarzen Pädagogik besonders einen Aspekt heraus, nämlich wie Kinder dazu gebracht würden, nicht zu merken, dass sie unter der Gewalt von Erwachsenen missbraucht wurden, auch und besonders in der Form sexuellen Missbrauchs.[1]
[Schwarze Pädagogik, Ziele und Mittel der Schwarzen Pädagogik, Wikipedia, abgerufen am 04.05.2018]
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- Auch westliche Staaten forschten an Nowitschok (n-tv, 20.04.2018)
- Giftanschlag auf Ex-Spion – Der Fall Skripal: Eine Chronologie (ZDF-heute, 12.04.2018)
- Großbritannien erneuert Vorwürfe gegen Russland (Der Standard.at, 18.04.2018)
- Sieben Antworten zum Fall Skripal ( Steffen Dobbert, Sybille Klormann , ZON, 29.03.2018)

siehe auch:
- Russland weist 60 US-Diplomaten und andere Auslandsvertreter aus (Der Standard.at, 30.03.2018)
- Neuseeland sucht vergeblich Spione zum Ausweisen (Der Standard.at, 28.03.2018)
Quelle: Die Syrien Propaganda. Wer steckt hinter Weisse Helme und syrische Information für Menschenrechte (Freigeist-Forum-Tübingen, 26.03.2018)
Dazu auch:
Quelle: Reforming the Democracy Bureaucracy (Melinda Haring, Foreign Policy Research Institute, 03.06.2013)
Quelle: The National Endowment for Democracy: Not National and Not for Democracy (Tony Cartalucci, New Eastern Outlook, 24.06.2016)
mein Kommentar:
Ich werde mir in Zukunft Zeit sparen: Wenn mir irgendwo irgendeine US-amerikanische Gesellschaft als Geldgeber unterkommt, wird das für mich heißen: Das US-amerikanische Außenministerium.
Siehe dazu:
- NGOs im Great Game… Das National Endowment for Democracy (Post, 19.02.2016)
Putin, a former KGB officer, told security officials in March that western intelligence agencies use NGOs to “discredit the authorities and destabilise the internal situation in Russia”.
NED has long been demonised by Russian officials and state media. State news agency RIA Novosti claimed in an article earlier this month that NED invested $14 million in the “Ukrainian project” that culminated in the Euromaidan mass protests in 2014, which ousted president Viktor Yanukovych.
“The radicals and rioters got the money where such suspicious people usually get it, in Washington. As it turns out, the National Endowment for Democracy paid for the cookies,” the news agency said, referring to a December 2013 incident in which assistant secretary of state Victoria Nuland handed out cookies to demonstrators.
Putin, ein ehemaliger Offizier von KGB, sagte Sicherheitsbeamten im März, dass Westgeheimdienste NGOs verwenden, um die Behörden “zu diskreditieren und die innere Situation in Russland zu destabilisieren”.
NED ist schon lange von russischen Beamten und Staatsmedien dämonisiert worden. Die Staatsnachrichtenagentur RIA Novosti behauptete in einem Artikel Anfang dieses Monats, dass NED $ 14 Millionen ins “ukrainische Projekt” investiert hätte, das in den Massenprotesten von Euromaidan 2014 kulminierte, die Präsidenten Wiktor Janukowitsch vertrieben.
“Die Radikalen und Aufrührer haben das Geld dort bekommen, wo solche suspekte Menschen es gewöhnlich bekommen, nämlich in Washington. Wie sich herausstellte, bezahlte die Nationale Stiftung für Demokratie für die für die Plätzchen”, schrieb die Nachrichtenagentur, sich auf ein Ereignis im Dezember 2013 beziehend, in dem Ministerialdirektorin Victoria Nuland Plätzchen an Demonstranten ausgeteilt hatte.
[National Endowment for Democracy is first ‘undesirable’ NGO banned in Russia, Alec Luhn, The Guardian, 28.07.2015]
mein Kommentar:
Vladi, gut gemacht!
Da ich grad beim Kommentieren bin, was mich richtig stört: 50 Prozent aller Putin-Meldungen bemühen sich darauf hinzuweisen, daß Putin ehemaliger KGB-Offizier ist. Hat man jemals sowas von George Bush sen. gehört? 
(41. US-Präsident 1989-1993, 1976-77 Direktor des CIA)

Putin spricht deutsch und Klartext {1:34}

Am 20.04.2014 veröffentlicht 
BTBMdotEU  
Die Propaganda wirkt:
2014 in Deutschland wird "Putinversteher" als Schimpfwort benutzt!

Ich hätte nie gedacht, daß ich mal Hermann Göring zitieren würde! Aber, nun ja, die Zeiten ändern sich:
„Nun, natürlich, das Volk will keinen Krieg. Warum sollte auch irgendein armer Landarbeiter im Krieg sein Leben aufs Spiel setzen wollen, wenn das Beste ist, was er dabei herausholen kann, daß er mit heilen Knochen zurückkommt? Natürlich, das einfache Volk will keinen Krieg; weder in Rußland, noch in England, noch in Amerika, und ebenso wenig in Deutschland. Das ist klar.
Aber schließlich sind es die Führer eines Landes, die die Politik bestimmen, und es ist immer leicht, das Volk zum Mitmachen zu bringen, ob es sich nun um eine Demokratie, eine faschistische Diktatur, um ein Parlament oder eine kommunistische Diktatur handelt. (…)
Das Volk kann mit oder ohne Stimmrecht immer dazu gebracht werden, den Befehlen der Führer zu folgen. Das ist ganz einfach. Man braucht nichts zu tun, als dem Volk zu sagen, es würde angegriffen, und den Pazifisten ihren Mangel an Patriotismus vorzuwerfen und zu behaupten, sie brächten das Land in Gefahr. Diese Methode funktioniert in jedem Land.“
[ Hermann Göring, 18. April 1946, Nürnberg, abends in seiner Zelle, „achselzuckend“
(vgl. G.M. Gilbert, „Nürnberger Tagebuch“, Fischer Frankfurt a. M., 1962, S. 270)
(Gilbert war ehemaliger Gerichts-Psychologe beim Nürnberger Prozess gegen Hauptkriegsverbrecher) 

Zitat gefunden in: Hermann Göring: Natürlich will das Volk keinen Krieg, ABER …, Wissensspeicher, orbit9]

zum Thema Propaganda siehe:
- Warum schweigen die Lämmer? – Der Mensch im Geflecht von Medien, Manipulation und Macht (Post, 14.07.2016)
- die Vorträge von Uwe Krüger und Jörg Becker auf der IALANA-Medientagung in Kassel im Januar 2018 (Link: 26. - 28. Januar 2018 in Kassel: Medientagung "Krieg und Frieden in den Medien", Post, 01.02.2018)
aktualisiert am 09.05.2018

Donnerstag, 3. Mai 2018

Arte: Wenn Kritik auf Humor trifft

In Israel erzählt man sich folgenden Witz: Putin, Trump und Netanjahu werden zum lieben Gott gerufen. Dort erklärt er Ihnen: „Ihr seid die wichtigsten Staatsmänner der Welt. Deshalb habe ich euch zu mir gerufen, um gebe euch folgende Botschaft mit. Sagt euren Völkern, dass ich in drei Monaten die Welt untergehen lasse.“

Putin geht daraufhin zu seinen Genossen und sagt ihnen: „Genossen, ich habe zwei schlechte Nachrichten. Erstens, Gott existiert, zweitens, in drei Monaten geht die Welt unter.“

Trump kehrt ebenfalls zu seinen Leuten zurück und erklärt ihnen: „Ich habe eine gute und eine schlechte Nachricht. Die gute ist, dass Gott existiert, die schlechte lautet: In drei Monaten geht die Welt unter.“

Netanjahu geht in sein Kabinett und verkündet dort: „Ich habe zwei gute Nachrichten. Erstens, ich bin der wichtigste Staatsmann der Welt und zweitens, in drei Monaten sind wir die Araber los.“

Darüber können auch eingefleischte Likud-Anhänger lachen.

Als man die säkuläre Premierministerin Golda Meir auf die Wurzeln ihres Volkes ansprach, meinte sie: „Was ist das für ein Gott, der uns dreißig Jahre in der Wüste herumführt, um uns danach auf dem einzigen Flecken abzusetzen, der kein Erdöl hat.“ Historisch verbürgt ist auch die Aussage dieser Frau gegenüber einem jordanischen Unterhändler: „Wir haben zur Kenntnis genommen, dass Sie uns ins Meer werfen wollen, aber Sie werden verstehen, dass wir Ihnen dabei nicht behilflich sein werden.“

Ostentativer Sarkasmus der Hochschule für Gestaltung

Durchaus souverän reagierte die israelische Botschaft in Deutschland auf die Website von Bushido, dem Träger des Integrationspreises. Auf derselbigen sah man das Gebiet von Palästina, ohne den Staat Israel. In einer Presseerklärung kommentiertee die diplomatische Abteilung diesen Fall lakonisch: „Zuerst die Frauen, dann die Homosexuellen, und nun wir. Wir sind stolz, auf der Abschussliste des Preisträgers für Integration zu stehen.“

Die Hochschule für Gestaltung in Tel Aviv gab ihren Studentinnen und Studenten für die Abschlussprüfung ein ziemlich unverfrorenes Prüfungsthema. Sie erhielten die Aufgabe, all die feindlichen Webseiten in ihren Nachbarstaaten, welche ohne Unterlassen Hass und Vernichtung des israelischen Staates predigen, grafisch auf Pepp zu bringen.

Gewiss ist ein derart ostentativer Sarkasmus aufreizend, provokativ und für die Gegenseite ab und zu auch demütigend. Und er lässt sich in dieser Mannigfaltigkeit nur mit einem gewissen Fatalismus erklären. Die Fähigkeit zur Selbstironie könnte allerdings auch ein Grundstein für die Stärke des „Halbstarken“ (Henryk M. Broder) sein, dann nämlich, wenn sie einhergeht mit Selbstkritik und Reflexion.

Pünktlich zum 70-jährigen Jubiläum hat ARTE einen Themenabend zu Israel gestaltet. In der Dokumentation „70 Jahre Israel“ traten drei palästinensische und fünf israelische Historikerinnen und Historiker auf. Dabei fiel auf, wie stromlinienförmig die palästinensischen Experten die eigene Sache vertraten. Da passte kein Blatt zwischen die Phalanx der uniformen Argumentationskette. Einzig der Satz „Unsere Rhetorik war hier nicht ganz hilfreich“ ließ ein klein wenig Raum zum Nachdenken. Er bezog sich auf die martialischen Drohungen der Araber, die von „Massakrierung der Juden“, der „Vernichtung Israels“, „Ausradierung“ usw. im Vorfeld des Sechs-Tage-Krieges phantasierten.

Die drei Historikerinnen und zwei Historiker aus Israel hingegen argumentierten außerordentlich kritisch gegenüber ihrem Heimatland. Ihre Voten waren differenziert, selbstkritisch und zuweilen auch radikal israelfeindlich.

mehr:
- Arte: Wenn Kritik auf Humor trifft (Alain Pichard, Achgut.com, 03.05.2018)

Giftgas: Wundert sich keiner?

Unkommentierte Veränderungen von Berichten verstärken den Verdacht, dass Informationen manipuliert werden, allerdings nicht von Russland
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Unermüdlich graben russische staatliche Medien nach Hinweisen im Fall Skripal und im Fall des angeblichen Giftgasanschlags in Douma, um das Narrativ der westlichen Regierungen zu untergraben, das Russland, vielmehr den Kreml und letztlich Putin dafür verantwortlich macht. In der Regel wird den russischen Behauptungen, beispielsweise den Aussagen der von Russland präsentierten Zeugen aus Douma, nicht nachgegangen. Sie gelten nur als Taktik, um die Menschen zu verwirren und die angeblich auf der Hand liegende russische Verantwortung zu vernebeln. Und die Wahrheit scheint eh kaum mehr jemand wirklich zu interessieren. Die einen glauben das westliche Narrativ, die anderen halten Russland für unschuldig. Dazwischen gibt es kaum etwas.

Beide Vorfälle sind noch nicht aufgeklärt. In Syrien sind noch die OPCW-Inspektoren tätig, so dass noch nicht einmal bestätigt wurde, dass es einen Giftgasangriff gab, geschweige denn, ob er vom syrischen Militär oder von den islamistischen Rebellen durchgeführt wurde. Im Fall Skripal liegt der Öffentlichkeit der nicht-geheime OPCW-Bericht über die analysierten Proben aus dem Blut der Skripals und von den Orten vor. Hier wird allerdings nur der Befund des Labors von Porton Down bestätigt, aber nicht von Nowitschok, sondern nur von einer "toxischen Chemikalie" gesprochen, die "angeblich ein Nervengift" sein soll.

Auch wenn die OPCW nicht den Täter überführen soll und Porton Down sowieso schon erklärte hatte, dass man nicht wisse, woher das Gift komme, ist dieses betont Nebulöse auffällig. Man will weder von Nowitschok, was nur auf Russland verweisen könnte, wie die britische Regierung behauptet, obgleich die Formeln schon länger veröffentlicht wurden, noch überhaupt von einem Nervengift sprechen. Dazu würden passen, dass Nowitschok angeblisch schnell wirken soll. Wenn es tatsächlich, wie behauptet, am Türgriff von Skripals Wohnung aufgetragen wurde, dann hat die Wirkung erst nach Stunden und dem Besuch von zwei Kneipen eingesetzt. Tödlich war das Gift überdies nicht. Julia Skripal scheint schon seit Tagen wieder gesundet zu sein, Skripal selbst soll sich auf dem Weg zur Besserung befinden. Besuchen darf die Skripals niemand.

mehr:
- Seltsame Medienkorrekturen im Skripal-Fall (Florian Rötzer, Telepolis, 03.05.2018)
siehe auch:
- Skripal: Nach dem britischen Sicherheitsberater gibt es noch keine Hinweise auf die Täter (Florian Rötzer, Telepolis, 02.05.2018)
- Skripal-Nervengift-Anschlag ist aus der medialen Aufmerksamkeit verschwunden (Florian Rötzer, Telepolis, 30.04.2018)
- Die Wertegemeinschaft der Wertlosen (AlterMannBlog, 18.04.2018)
- Skripal-Fall: OPCW-Sondersitzung belegt Eskalationsstrategie und Medienkrieg beider Seiten (Florian Rötzer, Telepolis, 05.04.2018)

Syrien: Die "von Assad unterdrückten" Menschen sprechen - und nennen Giftgas-Angriff frei erfunden {4:56}

Am 12.04.2018 veröffentlicht 
RT Deutsch  
Einwohner der syrischen Hauptstadt Damaskus reagierten am Mittwoch auf die Drohungen des US-Präsidenten Donald Trump, wegen eines angeblichen Giftgas-Einsatzes Raketen auf Syrien abfeuern zu wollen. Sie zeigen sich wenig beeindruckt und halten die ganze Story um den vermeintlichen Angriff für erfunden.
Immer wieder beteuern westliche Politiker, dass der syrische Präsident Assad sein Volk "unterdrücken und abschlachten" würde, und man den Menschen deshalb helfen müsse. Eine Straßen-Befragung von Syrern zeigt allerdings ein anderes Bild. Sie unterstützen ihren Präsidenten und halten die USA, ihre Verbündeten und die von ihnen unterstützten Terroristen für die Aggressoren. Dass die syrische Armee Giftgas eingesetzt habe, glaubt hier keiner. Ein Mann sagte, die Vereinigten Staaten suchten nach einem Vorwand, um einen Konflikt auf syrischem Gebiet zu beginnen.
"Wir haben uns daran gewöhnt, wie wir uns in den letzten Jahren an den Krieg, Zusammenstöße und andere mögliche Bedrohungen gewöhnt haben", fuhr er fort. "Die amerikanischen Drohungen und Anschuldigungen, dass Syrien chemische Waffen einsetzt, sind auf ihr Versagen und ihre Schwäche zurückzuführen. Sie gerieten in Panik, da die syrische Armee gewann und das syrische Volk als eine Hand vereint ist und widerstandsfähig."
Ein anderer Bewohner fragte, warum die "Helfer" denn keine Symptome beziehungsweise Schäden durch das angebliche Giftgas erlitten hätten, als sie die Opfer berührten und wuschen? Hatte sich das Gas einfach in Luft aufgelöst?
Auch ein anderer zeigt sich wenig beeindruckt: "Das stärkt unsere Macht und Entschlossenheit. Seit unsere syrische Armee den Terrorismus besiegt hat, wollen die Amerikaner nun einen Angriff starten, um den Terroristen zu helfen, aber sie werden es nicht schaffen. Die syrische Armee ist seit acht Jahren im Krieg, wir sind es gewohnt. Wir haben uns angepasst und unsere Entschlossenheit gesteigert. Unsere Belastbarkeit und Kraft sind gestiegen, wir sind es gewohnt. Sie können nichts tun, sie können uns bedrohen, soviel sie wollen, aber sie werden es nicht schaffen."
Ein anderer fragte: "Ist es möglich, dass die chemische Waffe nur auf Frauen und Kinder abzielte? Sie entfernten die Körper von Frauen und Kindern, ohne Masken oder Helme zu tragen, und ihnen ist nichts passiert. Was ist mit der Luft und dem Wind? Hätte es dann nicht auch die Armee erreicht? Und die Nachbarschaft hinter Duma? Chemisches Gas breitet sich durch den Wind aus."
Am Samstag behaupteten die berüchtigten "Weißhelme", dass am 7. April chemisch gefüllte Munition über Duma abgeworfen wurde, was zum Tod von bis zu 70 Menschen geführt hätte. Das russische Verteidigungsministerium hat die Behauptungen als "Fabrikation" bezeichnet.
"Oder ist das Gas einfach aus der Luft verschwunden?", fragt ein weiterer Syrer. "Dies ist das Ergebnis ihres Scheiterns und ihrer Schwäche. Syrien ist widerstandsfähig und siegreich durch sein Volk, seinen Präsidenten, seine Entschlossenheit und seinen Willen."
Für deutsche Untertitel bitte die Untertitelfunktion auf Youtube aktivieren.

"Giftgas in Duma": Aussagen eines Jungen aus "Beweisvideo" sprechen für Fälschung {2:43}

Am 19.04.2018 veröffentlicht 
RT Deutsch  
Panik, Angst, schreiende Erwachsende und verängstigte Kinder: Szenen aus einem Video, das nach einem mutmaßlichen Giftgasangriff am 7. April in der syrischen Stadt Duma in der örtlichen Klinik gedreht wurde. Das von der oppositionellen Gruppe „Duma Revolution“ veröffentlichte Video gilt als Beweis für einen Chemiewaffeneinsatz seitens der syrischen Armee.
In den Aufnahmen ist auch der 11-Jährige Junge Hassan Diab zu sehen. Darin wird er von angeblichen Rettungskräften mit Wasser übergossen. Ein Mann besprüht ihn mit einem Asthmaspray. Das russische Medienunternehmen WGTRK konnte den Jungen ausfindig machen. Seine Aussage deckt sich nicht mit dem, was das Video angeblich zeigt: Die Folgen eines Giftgaseinsatzes. Mehr auf unserer Webseite: https://deutsch.rt.com/  

Syrien - die Lügenblase des Westens droht zu platzen {15:14}

Der deutsche Schäferhund 
Am 12.04.2018 veröffentlicht 
Selbst im Mainstream, wenn auch zur Nebenzeit, werden die "Beweise" thematisiert und Trump rudert vorerst zurück.
Wissenschaftlicher Dienst des Bundestages-Raketenangriff war Völkerrechtsbruch!
https://www.bundestag.de/blob/551344/...

Inszenierte Fake-News in der Lügenpresse {20:41}

Bojan2264 
Am 12.09.2018 veröffentlicht 
Kommentare sind natürlich nicht deaktiviert, erlaubt und erwünscht. Aber ich würde mich sehr freuen, wenn wir innerhalb der Kommentare halbwegs sachlich bleiben könnnten. Auch wenn dieses Thema zu regen Streitgesprächen ermutigt, was ich gut finde! So werde ich dennoch alle Kommentare die beleidigen oder nur provokant sind löschen. Wenn ihr andere YT Videos oder anderen Quellen habt, werde ich die Kommentare auch freigeben (Nach Sichtung um Spam oder Werbung zu filtern) Daher kann es den ein oder anderen Tag bis zur Freigabe dauern.
Alter Begleittext:
Am 16.04.2018 veröffentlicht 
Dieses Video enthält Ausschnitte aus dem Vortrag von Peter Denk
„Peter Denk - Der Informationskrieg: Lügenpresse vs. Fake-News“
https://www.youtube.com/watch?v=UF7Tk...
Den er bei „eingeSCHENKt.tv“ am 24.08.2017 gehalten hat.
Und als Ergänzung einen Kommentar von Wolfgang Eggert aus deinem Beitrag;
„Staatsterrorismus verstehen: Formen - Motive – Mitspieler“
https://www.youtube.com/watch?v=g_TNt...
Das kleine eingefügte Video über die Weißhelme kann man hier finden https://www.youtube.com/watch?v=3GXz9...
Inhalt
1:11 Die Quellen der Massenmedien über die Lage in Syrien
5:42 Flüchtlinge im Meer - die Macht der Bilder
6:53 Berichterstattung über die Ukraine in der ARD
7:53 Der IS köpft James Foley
10:16 Wolfgang Eggert erklärt den virtuellen Ablenkterrorismus
12:12 weitere Akteure für diesen Ablenkterrorismus Terrorismus aufgedeckt
13:48 Agenturen für Inszenierungen von Katastrophen und Durchführung von Demonstrationen auf Bestellung
16:22 Über die betrügerische Machenschaften der Weißhelme
17:00 Misshandlungen von Kindern für ein Fake-Video der Weißhelme

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Der Aufbau der Organisation seit 2012 wurde von Großbritannien unterstützt; das Land bezuschusste die Schulung und Ausrüstung von Mitgliedern[7] zwischen 2012 und November 2015 mit 15 Millionen Pfund[8] und stockte die Unterstützung bis Oktober 2016 auf 32 Millionen Pfund auf.[9] Tatsächlich war anfangs das britische Außenministerium in der internationalen Mayday Rescue Foundation der größte Geldgeber.[10] Eigenen Angaben zufolge wurden die Weißhelme 2016 auch von Chemonics finanziert, einer privaten Entwicklungshilfe-Organisation aus den USA.[11] Der größte Geldgeber der Weißhelme war 2016 USAID.[12][13]Unter den Geldgebern der Weißhelme sind aber auch das Peace and Stabilization Operations Program der kanadischen Regierung,[14] die dänischeRegierung,[15][16] die deutsche Regierung,[17] die Japan International Cooperation Agency (JICA, ja:国際協力機構),[18][19] das Außenministerium der Niederlande,[20][21] das Außen- und Handelsministerium von Neuseeland[22] und der Conflict, Stability and Security Fund (CSSF) der britischen Regierung.[23]USAID habe seit 2013 mindestens 23 Millionen US-Dollar zukommen lassen. Diese Summe sei Teil eines Budgets von insgesamt 339,6 Millionen Dollar, die USAID für „die Unterstützung von Aktivitäten, die einen friedlichen Übergang zu einem demokratischen und stabilen Syrien verfolgen“ vorgesehen habe.[24] Das Auswärtige Amt erklärte zur Verleihung des Alternativen Nobelpreises an die Weißhelme am 23. September 2016, dass die Fördergelder von 4 Mio. Euro auf 7 Mio. Euro aufgestockt werden. [25]
[Syrischer Zivilschutz (Weißhelme), Finanzierung, Wikipedia, abgerufen am 03.05.2018]
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Quelle: Die Syrien Propaganda. Wer steckt hinter Weisse Helme und syrische Information für Menschenrechte (Freigeist-Forum-Tübingen, 26.03.2018)

Prof. Dr. Norman Paech - Der Syrienkrieg und die Perspektiven Syriens aus völkerrechtlicher Sicht {45:11}

Am 27.09.2017 veröffentlicht 
weltnetzTV  
Der Syrienkrieg hat eine entscheidende Wende genommen, die Regierungstruppen kontrollieren wieder große Teile des Landes. 600 000 Flüchtlinge sind schon an ihre Herkunftsorte zurückgekehrt, die aber oft stark zerstört sind. Das heißt aber nicht, dass die Probleme des Landes sich jetzt nach und nach lösen. Der Politikwissenschaftler und Jurist Norman Peach analysiert die Ursachen und die Perspektiven des Syrien-Konflikts aus völkerrechtlicher Sicht.
Schau dir unser Programm an:
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Die ARD deckt mehrere Kriegslügen auf: UNGLAUBLICH - Seltenheit im Mainstream {9:15}

Am 12.04.2018 veröffentlicht 
klar sehen  
+ + + Wichtiger Beitrag, bitte helft beim Verbreiten + + +
Die ARD deckt Kriegslügen auf:
- Es macht keinen Sinn für Assad, Giftgas einzusetzen
- Russland findet keine Spuren von Giftgas
- Gefälschte "Beweis"-Videos
- Raketenangriff auf Militärstützpunkt vermutlich durch Israel
- Weißhelme sind eine Propaganda-Gruppierung
Unter diesem Beitrag habe ich einige Hintergrund-Infos zu der aktuellen Situation in Syrien gepostet. Bitte beachtet auch diese!

mein Kommentar:
Genauso wie die MH-17-Untersuchungen versickert sind und sich der teilweise zerstörte Konvoi aus gepanzerten russischen Fahrzeugen binnen weniger Tage medial in Luft aufgelöst hat, gehe ich mal davon aus, daß die Giftgas-Aufgeregtheiten in den nächsten Tagen ebenfalls in den gasförmigen Aggregatzustand wechseln werden… Daß sich unsere Qualitätsmedien über eine solch lange Zeit konsequent von Fake-News an der Nase herum führen ließen – besser Schwamm drüber!
aktualisiert am 04.05.2018

Dienstag, 1. Mai 2018

Die Eisenbahner-Streiks in Frankreich

Mit Tai Chi gegen die politische Ökonomie der Ordonnances – die Eisenbahner-Streiks in Frankreich

Die „Methode Macron“ beruht auf einer simplen Devise: „Ihr diskutiert, ich entscheide“. Das hat bislang funktioniert – etwa bei der Reform des Arbeitsrechts, bei der die Regierung Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften zu getrennten Verhandlungen einlud und schließlich mit „Verordnungen“ („Ordonnances“) am Parlament vorbei genau das durchsetzte, was sie sich vorgenommen hatte. Das Parlament hatte am Schluss nur noch die Alternative, das Reformpaket abzunicken oder es ganz zu verwerfen. Parlamentarische Debatten oder Änderungsanträge sind in der auf Effizienz umgestellten Regierungsmaschine Macron unter dem Decknamen „Demokratie“ nicht mehr vorgesehen. Jean Baptiste de Montvalon bescheinigte Macron deshalb „Bonapartismus in seiner Art zu regieren“ (Le Monde vom 27. Februar 2018).

Das Regieren mit Verordnungen ist verfassungsrechtlich hoch umstritten, denn der Artikel 38, der die Anwendung regelt, ist für Ausnahmesituationen und Notfälle gedacht. Diese Ansicht vertrat auch Macron vor seiner Wahl zum Präsidenten, als er dem regierenden Premierminister Manuel Valls öffentlich widersprach, als dieser das Arbeitsrecht mittels Verordnungen durchdrückte.

Jetzt hat sich die Regierung von Édouard Philippe vorgenommen, die staatliche Eisenbahngesellschaft SNCF zu sanieren, d.h. teilweise zu privatisieren und das 1920 erkämpfte beamtenähnliche Eisenbahnerstatut zu liberalisieren, d.h. abzuschaffen. Das bisherige Statut sieht für 140.000 SNCF-Beamte Sonderregelungen für das Pensionsalter und eine faktische Unkündbarkeit vor. Zudem sieht es Kompensationen für Sonderbelastungen des Eisenbahnpersonals (Nacht- und Sonntagsdienste, Ortswechsel) vor, die gemeinhin als „Privilegien“ denunziert werden. Die Reform soll die SNCF auf die Öffnung der Bahninfrastruktur für private Anbieter vorbereiten. Aber die beiden Hauptprobleme der Staatsbahn – der durch Sparprogramme herbeigeführte Investitionsstau und der Schuldenberg von 55 Milliarden Euro mit einer jährlichen Zinslast von rund einer Milliarde – löst das Reformvorhaben nicht. Das Projekt stieß sofort auf den geschlossenen Widerstand der vier bei der SNCF vertretenen Gewerkschaften (CGT, CFDT, FO und SUD Rail).


mehr:
- Ni Macron, ni Privatisation (Rudolf Walther, Links-Netz, April 2018)


Das Beste, was man heutzutage noch hören kann: Pop Around the Clock

Pop Around the Clock (deutsch: Popmusik rund um die Uhr) ist eine Sendereihe der 3sat-Musikredaktion. Erstmals wurde diese Reihe an Silvester 2002 einen kompletten Tag lang (eben rund um die Uhr) ausgestrahlt. Aufgrund des großen Erfolges wurde diese Ausstrahlung in der Mainacht wiederholt.
Seitdem gibt es regelmäßig zu Silvester und am 1. Mai weitere Sendungen, in denen Konzertmitschnitte von Rock- und Popmusik ausgestrahlt werden. Weitere Konzerttage gibt es an drei Samstagen als siebenstündiges Non-Stop-Programm im Sommer u. a. vom New Pop Festival.
[Pop Around the Clock, Wikipedia, abgerufen am 01.05.2018]
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Es begann in den frühen Morgenstunden des 1. Mai 2018 (um 4:30h) mit David Gilmour: Live at Pompeii.
»A Saucerful Of Secrets (1968)« war das erste Album von Pink Floyd, das mir begegnete. Einige Jahre später dachte ich beim Anblick des »Ummagumma«-Covers: »Wow, wem fällt denn sowas ein?!«
Quelle: Pink Floyd Ummagumma “Gigi” Soundtrack Album Cover (Raul, feelnumb, 16.03.2010)
Die Antwort lautete: Storm Thorgerson, dem Hipgnosis-Gründer
siehe auch:
- Hipgnosis' Life in 15 Album Covers: Pink Floyd, Led Zeppelin and More (Cory Grow, Rolling Stone, 02.05.2017)

Auf David Gilmour folgen in der 3sat-Sendung Annie Lennox, Joan Baez, Carole King, Tina Turner, Queen, The Bee Gees und Jeff Lynne’s ELO:

Jeff Lynne's ELO, Alone in the Universe tour 2017 {1:46:28}

Ken Stavensoe Nielsen  
Am 05.09.2017 veröffentlicht 
Full 2017 concert. This is a footage of all the best clips on the internet from all the concerts on the UK tour 2017, Wembley, Glasgow, Hull and Sheffield. Sadly it's not filmed live by me, but I hope you like it :-) 
Setlist is to find on my website: http://10538overture.dk/ELO/YouTube/e... 
More ELO on: http://10538overture.dk/ELO/Fronts/el...
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Die Videos befinden sich noch bis zum 15. Mai auf der 3sat-Mediathek!
- Übersicht (3sat)


Wenn die Welt sich als Illusion erweist…

»The illusion of freedom will continue as long as it's profitable to continue the illusion. At the point where the illusion becomes too expensive to maintain, they will just take down the scenery, they will pull back the curtains, they will move the tables and chairs out of the way and you will see the brick wall at the back of the theater.« [Frank Zappa]
Richard David Precht - schon mal gehört, ist nicht Wissen - Softwareupdate Schule {23:35}

FreiDenken
Am 25.07.2016 veröffentlicht
»Wenn man sich mit einem langweiligen, unglücklichen Leben abfindet, weil man auf seine Mutter, seinen Vater, seinen Priester, irgendeinen Burschen im Fernsehen oder irgendeinen anderen Kerl gehört hat, der einem vorschreibt, wie man leben soll, dann hat man es verdient.« [Frank Zappa]
Verschwörungstheorien - Erfundene Wahrheiten? [Precht/Lesch] {44:28}

Am 08.04.2018 veröffentlicht 
wissenstattangst
Warum aber suchen immer mehr Menschen ihr Heil in Verschwörungstheorien? Das will Richard David Precht vom Physiker, Philosophen und ZDF-Moderator Professor Harald Lesch wissen.
Quelle: https://www.zdf.de/gesellschaft/prech...

»Politik ist die Unterhaltungsabteilung des militärisch-industriellen Komplexes.« [Frank Zappa]
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In den Jahren 1975 und 1976 veröffentlichte das Komitee insgesamt 14 Bände mit Ermittlungsergebnissen. Besondere Aufmerksamkeit erregten die Enthüllungen über erfolgreiche oder versuchte Mordanschläge im Auftrag der USA auf Fidel CastroKubaPatrice LumumbaZaireRafael TrujilloDominikanische Republik; General René SchneiderChile und Ngô Đình Diệm aus Südvietnam. Darüber hinaus beschäftigte sich der Ausschuss auch mit der Untersuchung von Menschenversuchen mit Drogen und Folter[2] im Rahmen des Projekts MKULTRA. Thema war auch das illegale Programm COINTELPRO (COunter INTELligence PROgram), bei dem, beginnend in der McCarthy-Ära, das FBI zwischen 1956 und 1971 politisch linksgerichtete Organisationen innerhalb der USA diskreditiert, manipuliert und überwacht hatte.
Die Ermittlungen ergaben auch, dass verschiedene Abgeordnete der beiden Kammern über einzelne Operationen informiert worden waren. Es fehlte aber an einer Koordination und klaren Verantwortlichkeiten, so dass die einzelnen Abgeordneten es vorzogen, in eine andere Richtung zu schauen.
Unter dem Druck der Veröffentlichungen erließ Präsident Gerald Ford die Executive Order 11905, ein verbindliches Verbot an alle US-Regierungsstellen und deren ausführenden Organe, ausländische Staatschefs gezielt zu töten oder derartige Operationen zu planen.
[Church Committee, Der Ausschuss, Wikipedia, abgerufen am 01.05.2018] 
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Step Into an Optical Illusion {5:16}

SciFri
Am 12.10.2012 veröffentlicht
In Demon Hill, the rules of gravity don't apply as you expect them to. Down is not down, exactly. The room, created by Los Angeles artist Julian Hoeber and on display at the Harris Lieberman Gallery in New York, is modelled on a stock roadside attraction, Hoeber says. It's based on a simple trick: the room is tilted on a compound angle. The result is disorienting and highly popular -- drawing about 20,000 people when it appeared in L.A. Michael Landy, professor of neural science and psychology at New York University, explains how the piece creates a battle between our senses.

siehe auch:
- Warum schweigen die Lämmer? – Der Mensch im Geflecht von Medien, Manipulation und Macht (Post, 14.07.2016)
- Angewandte Psychoanalyse: Masse und Mob – Wie sich Emotionen in der Menge entladen, und wie sie gesteuert werden können (Post, 14.03.2016)
- Wie gehen wir mit gemachter Realität um? (Post, 15.06.2014)
- Realität ist, was wir glauben wollen oder Hirnströme von Friseurpuppen (Post, 29.08.2013)
- Wir geben ihnen Macht 1 (Post, 14.03.2013)
- Beiträge zum Wahrheitsproblem (UserPages, Universität Koblenz, Verfasser und Datum unbekannt)

Montag, 30. April 2018

Gabriele Krone-Schmalz: Die Konfrontationspolitik gegenüber Russland und die Medien

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Gabriele Krone-Schmalz: Die Konfrontationspolitik gegenüber Russland und die Medien {28:05}

Am 16.02.2018 veröffentlicht
weltnetzTV  
In der deutschen Medienlandschaft ist das Wort „Russlandversteher“ zum Schimpfwort geworden. Ganz wie in den Zeiten des Kalten Krieges, wird die Bedrohung aus dem Osten propagiert und die Welt in „böses Russland“ und „guter Westen“ aufgeteilt. Gabriele Krone-Schmalz (ehem. Moskau-Korrespondentin und Moderatorin der ARD) tritt seit Jahren für gute Beziehungen zu unserem Nachbarn Russland ein. In ihrem Vortrag auf der IALANA Medientagung referiert sie über die Konfrontationspolitik gegenüber Russland und die Rolle, die die Medien dabei spielen.
Vom 26.-28.01.2018 fand die IALANA Medientagung in Kassel statt. 350 interessierte BesucherInnen nahmen Teil und folgten aufmerksam dem dichten und hochinteressanten Programmteilen mit vielen äußerst informativen Referaten kompetenter Gäste. Es ging um das Thema „Krieg und Frieden in den Medien“ und die Frage: Kann man ein Leitbild „Friedensjournalismus“, der Wahrheit verpflichtete und deeskalierende Berichterstattung etablieren? Anlass für die Tagung war nicht zuletzt auch die unumstößliche Tatsache, dass das Vertrauen in die Berichterstattung der deutschen Medien zweifelsohne nachgelassen hat.
Auf der Tagung sprachen bzw. diskutierten u.a. Daniela Dahn (Journalistin und Autorin), Max Uthoff (Kabarettist u.a. Die Anstalt und Jurist), Dr. Sabine Schiffer (Institut für Medienverantwortung), Prof. Dr. Günther Rager (TU Dortmund), Maren Müller (Ständige Publikumskonferenz öffentlich-rechtliche Medien e.V.), Markus Fiedler (Lehrer, Autor u.a. von „Die dunkle Seite der Wikipedia“), Prof. Dr. Ulrich Teusch (Autor), Dr. Kurt Gritsch (Institut für Zeitgeschichte Innsbruck), Prof. Dr. Gabriele Krone-Schmalz (ehem. ARD), Albrecht Müller (Herausgeber der NachDenkSeiten), Dr. Uwe Krüger (Universität Leipzig), Ekkehard Sieker (u.a. Team Die Anstalt), Prof. Dr. Jörg Becker (Politikwissenschaftler), Volker Bräutigam und Friedhelm Klinkhammer (ehem. ARD und NDR; Programmbeschwerden), Jens Berger (Redakteur NachDenkSeiten), Pascal Luig (Chefredakteur WeltnetzTV), Jens Wernicke (RUBIKON)) Dr. Ute Finkh-Krämer ((EX-MdB), Reiner Braun (Co-Präsident IPB) und Tilman Wörtz (Peace Counts). Einen musikalischen Höhepunkt setzte zum Abschluss des zweiten Tagungstages Konstantin Wecker mit einem Konzert für die TeilnehmerInnen.
Weltnetz.tv hat an der Medientagung teilgenommen und die einzelnen Beiträge aufgenommen.
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Ein Progaganda-Beispiel: Die OPCW-Inspektoren und die Verzögerungen

Die Versuche, den vermeintlichen Giftgasangriff in Duma aufzuklären, wurden tagelang verzögert.
Die USA, Großbritannien und Frankreich hatten am Samstag als Vergeltung für den mutmaßlichen Angriff Ziele in Syrien bombardiert. Sie werfen den syrischen Behörden nun vor, die Ankunft der Inspektoren zu behindern. Möglicherweise würden Belege für den Angriff vernichtet. 
[OPCW verschiebt nach Schüssen auf UN-Team Inspektion in Duma, Reuters, 18.04.2018]
So oder so ähnlich lauten seit Anfang/Mitte April so gut wie alle Mainstream-Medien-Meldungen über die Aufklärungsversuche der OPCW und die angeblichen Sabotageversuche des Assad-Regimes und Russlands. 
Was wir nicht erfahren ist, daß die UNDSS über das »Go« der OPCW-Inspektoren zu entscheiden hatte und, nachdem ihr Vortrupp beschossen worden war, es für sicherer hielt, noch einige Tage abzuwarten:
OPCW-Direktor Ahmet Üzümcü sagte bei einem Treffen am Sitz der Gruppe in Den Haag nach Angaben von Teilnehmern, ein Vorausteam der Vereinten Nationen sei in Duma beschossen worden. Bei dem Zwischenfall sei auch ein Sprengsatz detoniert, teilte Üzümcü weiter mit.
Die Vereinten Nationen bestätigten den Vorfall ebenfalls. Keiner der UN-Mitarbeiter sei verletzt worden und es habe auch keine größeren Schäden an der Ausrüstung gegeben, sagte UN-Sprecher Stéphane Dujarric. „Soweit ich weiß, konnten sie Duma in denselben Autos verlassen, in denen sie gekommen waren.“ Wer geschossen habe, sei unklar. […]
OPCW-Direktor Üzümcü erklärte, er wisse nicht, wann das Expertenteam nach Duma geschickt werden könne. Dies werde er auch erst in Erwägung ziehen, wenn aus Sicht der UN die Sicherheit gewährleistet sei und das OPCW-Team „ungehinderten Zugang“ zum mutmaßlichen Angriffsort bekomme. […]
Die UN-Sicherheitsexperten hatten zwei Orte in Duma besucht, erklärte Üzümcü. Am zweiten Ort sei es unter Beschuss gekommen und ein Sprengsatz sei explodiert. Das Team sei nach Damaskus zurück gekehrt. Die UN-Sicherheitsexperten würden nun gemeinsam mit den syrischen und russischen Einheiten die Sicherheitslage prüfen. [OPCW in Syrien – Schüsse und Sprengsatzattacke auf UN-Mitarbeiter in Duma, Tagesspiegel, 18.04.2018, Hervorhebung von mir]
siehe auch:
- Syrien: Das Gezerre um die OPCW-Inspektoren und die "Wahrheit "von Douma (Thomas Pany, Telepolis, 16.04.2018)