Dienstag, 9. Juni 2015

Wladimir Putin: Der Westen führt einen Vernichtungskrieg gegen Russland

Wladimir Wladimirowitsch Putin (russisch Владимир Владимирович Путин, wiss. Transliteration Vladimir Vladimirovič Putin, Aussprache [vɫɐˈdʲimʲɪr vɫɐˈdʲimʲɪrəvʲɪtɕ ˈputʲɪn]  anhören?/i; * 7. Oktober 1952 in LeningradRussische SFSRSowjetunion) ist ein russischer Politiker. Er ist seit dem 7. Mai 2012 Präsident der Russischen Föderation; dasselbe Amt hatte er bereits von 2000 bis 2008 inne. Von 1999 bis 2000 und erneut von Mai 2008 bis Mai 2012 war Putin Ministerpräsident Russlands.
Nach vorherrschender Einschätzung westlicher Politikwissenschaftler entwickelte sich Russland während Putins Präsidentschaft zunehmend in eine illiberale Richtung und entfernte sich von demokratischen Standards. Das von ihm gestaltete politische System, für das die russische Präsidialadministration den Begriff „gelenkte Demokratie“ verwendet, wird in der Fachliteratur oft als halbdemokratisch, halbautoritär oder auch als autoritär charakterisiert.[1] Ein zentrales Merkmal ist die „Vertikale der Macht“, eine umfassende strikte Befehlskette, in die sich die staatlichen Organe einzuordnen haben. Dieses Herrschaftssystem wird von Kritikern als Putinismus bezeichnet.
Es gelang Putin, die eigenständige politische Macht einiger zuvor sehr einflussreicher Unternehmer („Oligarchen“) zu brechen. Diese Aktionen, ein zeitweiser wirtschaftlicher Aufschwung, seine Außenpolitik und seine Linie in der Terrorismusbekämpfung sorgten für eine schwankende, aber im Durchschnitt große Popularität bei der Bevölkerung Russlands. Eine wichtige Rolle spielte dabei die positive Darstellung seiner Politik in staatlichen und staatsnahen Medien sowie die weitgehende Ausschaltung oppositioneller Medien.
Durch die Annexion der Krim im März 2014 wurde das sich seit dem Ende des Kalten Krieges normalisierende Verhältnis Russlands zum Westen sowie die europäische Friedensordnung zerrüttet.[2]
 [Wladimir Wladimirowitsch Putin, Wikipedia]

Wladimir Putin: Der Westen führt einen Vernichtungskrieg gegen Russland {15:51}

Veröffentlicht am 19.12.2014
Der Westen, angeführt von den USA, hat auf die Zerstörung Russlands abgezielt. Ausgewählte Ausschnitte aus der großen Pressekonferenz mit Russlands Staatspräsident Wladimir Putin am 18 Dezember 2014 in Moskau. Quelle RT: https://www.youtube.com/watch?v=IVFEi...

Russlands Präsident Putin exklusiv im ARD Interview | Günther Jauch | NDR [31:33]

Veröffentlicht am 17.11.2014
Der russische Präsident Wladimir Putin hat im ARD-Exklusivinterview seine Sicht der Ukraine-Krise dargestellt - und zugleich die Rolle des Westens kritisiert.
(Das Gespräch führte Hubert Seipel)
Was ich an Putin mag? Er redet klar und unverblümt und (Video bei 11:00) fragt: »Und was ist die Frage?« Ein Politiker, der eine Frage hören möchte und dann erst antwortet!

Noam Chomsky: Drohnenkrieg, Staatsterror, westliche Werte und das Propagandamodell

Avram Noam Chomsky [ˈævɹəm ˈnoʊəm ˈtʃɑːmskɪ] (* 7. Dezember 1928 in PhiladelphiaPennsylvaniaUSA) ist emeritierter Professor für Linguistik am Massachusetts Institute of Technology (MIT), einer der weltweit bekanntesten linken Intellektuellen und seit den 1960er Jahren einer der prominentesten Kritiker verschiedener Aspekte der US-amerikanischen Politik.
Chomsky ist einer der bekanntesten US-amerikanischen Sprachwissenschaftler (Linguisten) der Gegenwart, der – durch die Verbindung der Wissenschaftsdisziplinen Linguistik, Kognitionswissenschaften und Informatik – vor allem in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts starken Einfluss auf deren Entwicklung ausübte. Seine Beiträge zur allgemeinen Sprachwissenschaft sowie seine Modelle der Generativen Transformationsgrammatik veränderten den bis dahin vorherrschenden US-amerikanischen Strukturalismus. Seine Kritik am Behaviorismus förderte den Aufstieg der Kognitionswissenschaft. Chomsky war ab den 1960er und 1970er Jahren oft im politischen und wissenschaftlichen Diskurs öffentlich präsent. Zu seinen bedeutendsten medientheoretischen Arbeiten gehörte die Entwicklung der Theorie des Propagandamodells zusammen mit Edward S. Herman, das manipulative Einflüsse wirtschaftlicher Interessengruppen mit Hilfe der Massenmedien auf demokratische Gesellschaften erklärt.

Seit Chomskys Kritik am Vietnamkrieg trat er immer wieder als scharfer Kritiker der US-amerikanischen Außen- und Wirtschaftspolitik in Erscheinung und wurde als Kapitalismus- und Globalisierungskritiker weltweit bekannt. Dem Arts and Humanities Citation Index von 1992 zufolge ist Chomsky im Zeitraum zwischen 1980 und 1992 die am häufigsten zitierte lebende Person der Welt gewesen. Er bezeichnet sich als Libertären Sozialisten (synonym mit Anarchismus) mit Sympathien für den Anarchosyndikalismus und ist Mitglied der Industrial Workers of the World und der Internationalen Organisation für eine Partizipatorische Gesellschaft (IOPC).[1] [Noam Chomsky, Telepolis]

Noam Chomsky: US-Drohnenkrieg, Folter und Terror - Politik des Iran [6:04]

Veröffentlicht am 19.04.2015
AntikriegTV l Prof. Noam Chomsky (USA) - Intellektueller, Philosoph - Imperialistische US-Politik und aggressive Expansionspolitik Israels. Euronews.

Antikrieg TV http://www.antikrieg.tv
http://www.facebook.com/antikriegtv

ANTIKRIEG.TV Deutschsprachige Medienbeiträge sowie ins Deutsche übersetzte, ausgewählte Beiträge z.B. von Democracy Now (USA), Russia Today, Telesur (Lateinamerika)
Gleichzeitig empfehlen und verweisen wir auf deutschsprachige Nachrichtenseiten, wie Weltnetz.TV, Kontext TV, Hintergrund, Junge Welt, Nachdenkseiten und Beitrage der Occupy Bewegung

Noam Chomsky - The Propaganda Model [6:52]

Veröffentlicht am 27.09.2014
Noam Chomsky on how media corporations function.

siehe auch:
- „Niemand kann ganz allein etwas verändern“ (Eida Edemariam, der Freitag, 18.04.2013)
Noam Chomsky hat in manchem Buchladen sein eigenes Regal, so viele politische Titel hat er geschrieben. Eine Begegnung

Montag, 8. Juni 2015

Deutsche Chefredakteure als Kanzleramtsmitarbeiter

Mal wieder Zeit für eine traurige Nachricht – die Nachricht vom Tod des unabhängigen Journalismus in Deutschland. Offiziell wurde er noch nicht zu Grabe getragen, aber der Leichenduft erfüllt die ganze Republik.
Aktuell tritt er etwas deutlicher zutage und erfüllt die Kommentarspalten im Internet mit Spott und Hohn über eine außerordentlich einseitige Berichterstattung zum Thema Ukraine, zudem erleben wir Erscheinungen in der deutschen Presselandschaft, die man sonst nur in autokratischen Ländern gewohnt ist … wie zum Beispiel Russland.

Die Gleichschaltung der deutschen Presse – und damit der Tod des bundesdeutschen Journalismus und das Ende der “Vierten Gewalt” – ist öffentlich bestätigt worden: hätte es noch eine freie, unabhängige Presse gegeben, wäre ein Aufschrei durch die Republik gegangen: wie ein russischer Autokrat hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel die Chefs des deutschen – bezahlten – Journalismus zusammengerufen und sie auf eine gemeinsame Linie eingeschworen. Ähnliches erlebt man sonst in Bananenrepubliken, wenn Putschisten die Radiosender besetzen, um IHRE Wahrheit unters Volk zu bringen. Anstatt eines Aufschreis deutscher Journalisten gab es jedoch … nur Stille und regierungskonforme Berichterstattung. Erinnern wir uns noch mal daran, wie der Skandal nebenbei erwähnt wurde, siehe Jakob Augstein im Freitag:

Ein paar Monate zuvor, am 8. Oktober 2008, hatte es ein sonderbares Treffen gegeben, das in diesem Zusammenhang Erwähnung finden soll. Die Bundeskanzlerin hatte an jenem Tag die bedeutenden Chefredakteure der bedeutenden Medien eingeladen. Es war die Zeit, in die der Ausbruch der großen Finanzkrise fiel. Man findet keinen ausführlichen Bericht über dieses Treffen, der veröffentlicht worden wäre und überhaupt nur wenige Erwähnungen in den Archiven, nur hin und wieder einen Nebensatz, eine knappe Bemerkung. An einer Stelle liest man in dürren Worten, worum es an diesem Abend im Kanzleramt ging: Merkel bat die Journalisten, zurückhaltend über die Krise zu berichten und keine Panik zu schüren.

mehr:
- Der Tod des bundesdeutschen Journalismus (Eifelphilosoph, ZeitZeitung, 08.06.2015)
siehe auch:
- Wozu noch Journalismus. Beitrag zu einer Serie (Jakob Augstein, Freitag-Community, 15.02.2010)
Zitat:
»Wir Journalisten sollten eine Religion der Ungläubigkeit predigen! Ein Heiliger Orden der Ungläubigen, das sollten wir sein. Wir sollten unseren Dienst in Klöstern der Wahrheit tun, über die Schriften gebeugt. Und diese Klöster sollten weit, weit weg sein von den Palästen.« (Guy Talese)
Zitat:
»Aber das “besondere” Handwerk … bedarf spezieller Ausbildung, über die auch ganz offen gesprochen wird – zum Beispiel bei der Kölner Journalistenschule:
Das Sponsoringkonzept der Kölner Journalistenschule gibt Unternehmen die Möglichkeit,
  • schon während der Ausbildung Kontakt zu den angehenden Politik- und Wirtschaftsjournalisten der Kölner Journalistenschule zu knüpfen;
  • ihre Öffentlichkeitsarbeit, die Entwicklung ihrer Branche und ihre Unternehmensstrategie den Kölner Journalistenschülern vorzustellen;
  • die Ausbildung, einzelne Ausbildungselemente oder die technische Ausstattung der Kölner Journalistenschule finanziell zu unterstützen.

Hier können sich Unternehmen schon während der Ausbildung genehme Journalisten kaufen, mieten oder warm halten, hier kann man angehende Meinungsbildner in Deutschland “von der Pike auf” formen, damit es später keine bösen Überraschungen gibt. Den Service nehmen folgende Unternehmen in Anspruch: Bayer, Ergo, RWE, Henkel, Telekom, BP und einige andere hochrangige Konzerne in Deutschland. Der Fettdruck wurde von der Schule selbst vorgenommen – und sagt genug aus. Hier kauft man sich als Konzern Politik- und Wirtschaftsmeinung.

Die Ukrainekrise hat gezeigt, wie erfolgreich die Züchtung von “Systemjournalisten” betrieben worden ist: 2014 ist es gar nicht mehr notwendig, das die Kanzlerin die Chefredakteure zur Befehlsausgabe ruft – das Meinungsbildungspersonal wird gezielt geschult und schon im Vorfeld selektiert.

Es kommt auch zu gezielten “Säuberungen” – wie bei Zeit-online, wo freie Journalisten diszipliniert (“gefeuert”) werden, die früher mal für “den Feind” geschrieben haben (siehe den aktuellen Fall von Alisa Bauchina bei Heise
[Neue Feindsender?, Telepolis, 25.04.2014], – oder den Fall Moritz Gathmann, ebenfalls bei Heise [Chaos bei Zeit Online: Mal gilt der Ethik-Kodex, mal gilt er nicht, Marcus Klöckner, Paul Schreyer, Telepolis, 20.03.2014]) …. obwohl es im Prinzip zum “Lebenselixier der Demokratie” gehört, bei jeder Art von Konflikt die Interessen BEIDER SEITEN herauszuarbeiten.« 
Alisa von Faces of Ukraine auf der Montagsmahnwache am Brandenburger Tor in Berlin am 05.05.14 [4:29]

Veröffentlicht am 06.05.2014

dazu siehe auch:
- Freischreiber-Vorsitzender Benno Stieber wirft David Schraven schlechten Stil vor: "Es grenzt an Rufmord" (Bülend Ürük, Newsroom, 12.03.2014)

Bilderberger, Oligarchen und der Kampf um die Deutungshoheit

Die Oligarchie bei Platon (427–347 v. Chr.) ist die gesetzlose Herrschaft der Reichen, die nur an ihrem Eigennutz interessiert sind. Sie fällt wie die Aristokratie unter die Herrschaft der Wenigen, wobei diese als gesetzmäßige, am Gemeinwohl ausgerichtete Herrschaft gilt.[1] Diese Idee wurde zunächst von seinem Schüler Aristoteles (384–324 v. Chr.), und später vom griechischen Historiker Polybios (um 200 v. Chr.–etwa 118 v. Chr.) weiterentwickelt. Grundsätzlich bestand in der antiken Staatstheorie seit Platon die Idee, dass jede am Gemeinwohl orientierte Herrschaftsform (Monarchie [auch: Basileia], Aristokratie, Demokratie) ein entartetes, nur an den Interessen der Herrschenden orientiertes Gegenstück hat (TyrannisOligarchieOchlokratie).[2] [Oligarchie, Historische Theoriebildung, Wikipedia]
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Der Sozialwissenschaftler Björn Wendt über die Bilderberg-Konferenz, ein Elite-Zirkel der besonderen Art

Vom 10-14. Juni kommen sie wieder zu einem verschwiegenen Treffen zusammen: Hochrangige Politiker, Spitzenmanager, Wissenschaftler und andere gewichtige Funktionsträger der westlichen Welt nehmen auch in diesem Jahr an der Bilderberg-Konferenz teil. Für die Zusammenkunft haben sich "die Bilderberger", wie die Mitglieder des Elite-Zirkels bezeichnet werden, einen idyllischen Ort ausgewählt: das Hotel Interalpen in der Nähe von Buchen in Tirol.


In einem zweiteiligen Interview beleuchtet der Soziologe Björn Wendt das Treffen der Mächtigen für Telepolis. Wendt ist Autor der Studie "Die Bilderberg-Gruppe - Wissen über die Macht gesellschaftlicher Eliten". Im ersten Teil des Interviews beschreibt der Sozialwissenschaftler, worauf er das Augenmerk bei seiner Auseinandersetzung mit Bilderberg gelegt hat. Fest steht für ihn: Sowohl die Wissenschaft in Deutschland als auch die Medien haben sich mit dem Elite-Zirkel bisher nur sehr unzureichend auseinandergesetzt.
►Herr Wendt, warum haben Sie sich in Ihrer Studie mit der Bilderberg-Gruppe auseinandergesetzt?
Björn Wendt: Weil die Soziologie und die Politikwissenschaft, also genau die Disziplinen, mit denen ich mich im Studium auseinandergesetzt haben, seit nun über 60 Jahren einen großen Bogen um die Bilderberg-Gruppe machen. Das gilt zumindest für die Wissenschaft in Deutschland.

►Aber Sozialwissenschaftler waren bei den Konferenzen eingeladen.
Björn Wendt: Das stimmt. Ralf Dahrendorf, Daniel Bell, Zbigniew Brzezinski oder Joseph Nye waren etwa bei Bilderberg, um nur vier prominente Beispiele zu nennen. Dieses Involviert-Sein der Sozialwissenschaften auf der einen Seite und ihr Desinteresse an der wissenschaftlichen Thematisierung der Bilderberg-Konferenz im öffentlichen Raum auf der anderen Seite, erschien mir erklärungsbedürftig.

mehr:
- "Es ist eine Privatisierung und Re-Oligarchisierung der Politik zu beobachten" (Marcus Klöckner, Telepolis, 08.06.2015)
siehe auch:
Der Tod des bundesdeutschen Journalismus (Wir-Zeitung, 08.06.2015)
- Bilderberger: „Die einflussreichste Gruppe der Welt“ (unzensuriert.at, 07.06.2015)
The Bilderbergers with Dr. Joseph Farrell (Catherine, The Solari Report, 06.06.2015)
Pepe Escobar: Why NATO is terrified of Russia (Strategic Culture Foundation, 01.05.2015)
USA schont ihre »ISIS«-Freunde (Pepe Escobar, Einar Schlereth, 11.03.2015)
Journalist Christoph Maria Fröhder ARD-Mann rechnet mit "Tagesschau" und "Tagesthemen" ab (PolitParadox, 07.02.2015)
ARD-Mann Fröhder rechnet mit "Tagesschau" und "Tagesthemen" ab (SPIEGEL Online, 06.02.2015)
- Michail Gorbatschow warnt vor Krieg in Europa – Der Krieg gegen Russland hat längst begonnen - Es ist Krieg, und keiner merkt es (Gottfried Böhmer und Rainer Kahni, Gesellschaft FreundederKünste, 19.01.2015)
- Panik im Mittelstand (Wolfgang Michal, The European, 23.09.2014)
Ukrainisches TV entlarvt die eigenen Lügen (AllesSchallundRauch, 09.08.2014)
Mark Franchetti berichtet (MopperKopp, Freitag-Community, 20.06.2014)
Fascists/neo-nazis Will Never Allow Real Elections In Ukraine (Pepe Escobar, Informationclearinghouse, 08.03.2014)
- Bilderberger-Netzwerk (Grafik auf Wissenschaft3000, 04.06.2013)
Das wandernde Auge – Der besonders exklusive VIP-Club (Pepe Escobar, Lars Schall, 08.06.2012)
The West's tragedy of capital (Pepe Escobar, Al Jazeera, 11.11.2011)
Hidden Agenda Behind “War on Terror”: The Conquest of Oil, Gas, Water and Vital Resources (Pepe Escobar, Einar Schlereth, Globalresearch, 27.12.2011)
Maulkorb für den Staatsanwalt – Wie die Politik die Justiz beeinflusst. (Christoph Maria Fröhde, Hans Leyendecker, Video auf EpochenVideo, Dezember 2010)
Kein Wort, kein Bild vom Bilderberg (Volker Bräutigam, Ossietzky, 12.06.2010, veröffentlicht auf Schattenblick)
Locked Doors, closed curtains (in  Paul Jeffers, The Bilderberg Conspiracy, 2009, Google Books)
Jack Shafer’s Bilderberg Article: A Response (Kurt Nimmo, InfoWars, 10.06.2008)
- The masters of the universe (Pepe Escobar, Asia Times Online, 22.05.2003)
- Die Bilderberg-Konferenz (Geschichte Berlins)

Schmidt erläutert die NWO ist da aber keiner kapiert´s {5:08}


Veröffentlicht am 24.09.2012
Anlässlich der Verleihung des Preises des Westfälischen Friedens 2012 an Helmut Schmidt hält dieser eine Rede zur aktuellen Situation Europas. Vollständige Rede Link: http://www.wdr.de/mediathek/html/regi... Die Rede präsentiert Phoenix in einem Ausschnitt http://youtu.be/6Vc8KFaDzCc`

KenFM zeigt: Regime-Change in der Ukraine? Dr. Daniele Ganser im Kino Babylon Berlin {1:50:14}

Veröffentlicht am 06.06.2015
Aus der Physik wissen wir, dass Ursache und Wirkung miteinander zu tun haben, und kennen auch eine Reihenfolge. Erst die Ursache, dann die Wirkung. Ein Glas, das zerschlagen am Boden liegt, musste erst fallen.
Kein logisch denkender Mensch würde diese zeitliche Abfolge beim Beobachten von Naturgesetzen in Frage stellen. Geht es dann aber um die "Physik" politischer Ereignisse, wird dies ständig versucht.
Bevor sich die Krim in der Ukraine von der Regierung in Kiew abspaltete und es zur sogenannten Krim-Krise kam, die bis heute anhält und zu einem Bürgerkrieg im Land und massivem Stress mit Moskau führte, kam es in der Ukraine zu einem "Regime-Change", der nicht ohne Tote auskam.
Auf dem Maidan-Platz wurden zig Bürger mit und ohne Uniform von Kugeln getötet, die von Scharfschützen auf Dächern abgefeuert worden waren. Hier handelt es sich um klassischen Mord, der dazu führen sollte, Chaos zu stiften, um so einen Putsch vorzubereiten.
Wer die Schützen waren, wer sie bezahlte und ihnen den Befehl gab, sowohl auf Demonstranten als auch Polizisten zu schießen, ist bis heute nicht wirklich geklärt. Fest steht: Erst als im Anschluss der damalige Präsident Janukowitsch das Land fluchtartig verließ und die NATO-Marionette Poroschenko ins Amt gehievt wurde, reagierte Putin in Moskau und unterstütze die Abspaltung der Krim.
Auf der Krim befindet sich der wichtigste Militärstütpunkt Moskaus. Sevastopol. Offiziell gemietet bis 2042.
In der Westpresse wird dieser zeitliche Ablauf einfach um 180 Grad gedreht und damit die Geschichte auf den Kopf gestellt. Manipulation der öffentlichen Meinung als Basis für Kriegs-Propaganda gegen Russland.
Der Schweizer Historiker Dr. Daniele Ganser folgte der Einlandung von KenFM und Free21 nach Berlin, um die Geschehnisse in der Ukraine in ihrer korrekten zeitlichen Abfolge darzulegen.
Eingebettet wird sein Vortrag in die Geschichte zahlosser Regierungsputsche, die eben alles andere sind als ein Demokratieexport. Oft wurde durch einen Putsch die Demokratie beseitigt. Was den Menschen gern als Regime-Change verkauft wird, sprich Befreiung von der Diktatur mit Hilfe von Außen, stellt sich bei genauerem Hinsehen oft als Import eines (anderen, dem Westen wohlgesinnten) Diktators dar.
In diesem Spiel sind die USA bis heute federführend. Welche Rolle spielten sie damals auf dem Maidan und welche Folgen hat der Regime-Change oder Putsch in Kiew für Europa, und damit auch für Deutschland?
Knappe zwei Stunden Geopolitik im Kino Babylon in Berlin, mit aktuellem Bezug. Spannend und vor allem erhellend, wenn es darum geht, wie in den Massenmedien die Wahrheit verbogen wird, um auch den Bürger der BRD wieder für Krieg zu begeistern. In Zeiten des Internet hat die Staatspropaganda es dann aber zunehmend schwerer, Menschen flächendeckend das Gehirn zu waschen.
Die öffentliche Meinung ist das zweitgrößte Imperium auf diesem Planeten. WIR sind nicht Machtlos. Bildung hilft, die vermeintliche eigene Ohnmacht konsequent als das zu erkennen, was sie ist: Das Resultat bewusster Propaganda. Bildung ist hier das effektivste Gegengift. Bilde Dich. Mach Dich auf die Suche nach anderen Quellen. Macht Dir Dein eigenes Bild.
Dr. Daniele Ganser kann dabei ein Anfang sein.
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Zitate:

»Als Folge der Orientierung an singulären Ereignissen vernachlässigt die Berichterstattung die Darstellung von Hintergründen, Ereigniszusammen- hängen und langfristigen Entwicklungen. (Philips 1976; Murdock 1981). Sloterdijk hat diesen Mangel als ,,Informationszynismus" bezeichnet und ihnauf den ,,additiven Stilder Medien" und ihren ,,uferlosen Empirismus" zurückgeführt. (Sloterdijk 1983, Kp. 11, B. 2). Carey stellt fest, daß „how and why are the most problematic aspects of American journalism: the dark continent and invisible landscape" (Carey 1986, 149).« 
[Hans-Jürgen Bucher, Pressekritik und Informationspolitik, Kap. 2, Formen der Pressekritik,2.4 Pressekritik aIs Kritik pressespezifischer Darstellungsformen,2. Einwände gegen die Kohärenz der Berichterstattung, PDF]
»Ratzinger wäre falsch interpretiert, wenn man ihn als Antidemokraten beschriebe. Er plädiert für eine christliche Demokratie. Ich würde das übersetzen in ein Theorem, an dem ich seit längerer Zeit arbeite: Was uns demnach bevorsteht, ist die globale Wende in den »autoritären Kapitalismus« – und zwar auf der Grundlage eines neo-autoritären WerteDenkens. Ratzingers Visionen lassen sich mühelos in einen solchen Kontext einordnen. Das 21. Jahrhundert wird zum Labor des Neu-Autoritarismus, das heißt des Kapitalismus, der die Demokratie nicht mehr nötig hat.« 
[Peter Sloterdijk im Gespräch mit Marius Meller (2005): Die Hühner sind die Verlierer der Geschichte. Schluss mit der Demokratie? Der Philosoph Peter Sloterdijk über Europas Krise und den autoritären Kapitalismus in: Tagespiegel v. 24.06.2015]
»Ohne ein jahrelanges Abstumpfungs- und Elastizitätstraining kann kein menschliches Bewußtsein mit dem zurechtkommen, was ihm beim Durchblättern einer einzigen umfangreicheren Illustrierten zugemutet wird; ohne intensive Übung verträgt keiner, will er nicht geistige Desintegrationserscheinungen riskieren, dieses pausenlose Flimmern von Wichtigem und Unwichtigem, das Auf und Ab von Meldungen, die jetzt eine Höchstaufmerksamkeit verlangen und im nächsten Augenblick total desaktualisiert sind.« 
[Peter Sloterdijk, „Kritik der zynischen Vernunft", Bd. 2, Frankfurt am Main 1983, S. 563]    
»die heutigen Medien bilden die Fortsetzung des Furchtherrschaftssystems mit anderen Mitteln. Die Schrecken der Verdammnis gehen heute abgemildert auf die Schrecken der sozialen Erfolglosigkeit über. Die Säkularisation unserer Kultur bezieht sich auf die Verweltlichung des Schreckens. Dass der Himmel leer ist, damit können wir leben, doch dass die Hölle stark bevölkert ist, dafür haben wir täglich Evidenz. Die Massenmedien haben die Fähigkeit, die Universalien der jetzigen Furchtsteuerungen in große Populationen hineinzutragen. Für Journalisten in diesem Bereich zieht das eine enorme berufsethische Problematik nach sich.
Die modernen Medien leisten dasselbe wie die Volksbelustigungen des Römischen Reiches von der Augustus-Ära an. Über die Völker des Reiches von Rom aus zu herrschen wäre praktisch und atmosphärisch unmöglich gewesen ohne die Bereitschaft des Princeps, das Volk bei Laune zu halten. Das war die Softpower-Komponente der antiken Sozialpolitik. Sie hatte auch eine Hardpower-Seite: die Alimentationen. Dieses Doppelsystem, Alimentation und Unterhaltung, tritt unweigerlich wieder in Erscheinung, wenn moderne Demokratien in eine Saturierungsphase übergehen und bei vielen Akteuren das Gefühl entsteht, man habe schon mehr als genug Demokratie gewagt. Die Politik folgert: Also schalten wir die Bürger aus. Deprimieren wir sie mit dem Schauspiel hohler Politikformen, bis sie das Interesse verloren haben, den Rest erledigen wir.«    
[»Der Bilder-Ernstfall«, Christine Eichel im Interview mit Peter Sloterdijk, Focus, 15.11.2010]
»Die unerschöpfliche ‘Ordnungs’kapazität der Massenmedien gründet in ihrem additiven Stil». […] Dieses additive Prinzip, mit dem problemlos «Hungertod und Kaviarfrühstück» usw. verknüpft werden können, macht aus der Gleichförmigkeit der ‘Und’-Reihe schleichend eine sachliche Gleichwertigkeit und eine subjektive Gleichgültigkeit.« 
[Kritik der zynischen Vernunft, S. 570ff, zit. in Briefe an Franz Böni, Werkstatt Fredi Lerch, 1984]
»Die täglichen Nachrichtenflut erzeugt ein Bewusstsein, dem alles gleichgültig und beliebig wird. Neun Symphonien mit Karajan stehen ungerührt neben 10 kleinen Negerlein im Nord-Süd-Dialog, ein Toter lag 10 Wochen unentdeckt im Badezimmer, Yorkshire Pudeldame gebar Drillinge. Ungeheures steht ungerührt neben Banalem. Diesen additiven Stil kennzeichneten Musil, Kästner oder Frank Thieß als das enthemmend Bewusstseinsmodell der Moderne, dem man vorzugsweise in der Presse und im Lexikon begegnet. Es schafft ungewohnt einen zynischen Stil, wo im Extremfall die Presse bittet, eine Hinrichtung zu verschieben, damit man sie in einer besseren Beleuchtung darstellen kann. Fakten werden, wie in der Wissenschaftstheorie der Gegenwart, als Konstruktionen begriffen, die man häufig beliebig selbst herstellen kann. Die beiden komplementären Medien sind dabei das Lexikon und die Zeitung, mit denen der Zyklus unseres Wissens mit einem Minimum an Strukturierung und einem Maximum an Information enzyklopädisiert wird. Häufig ist der Journalist ein Gesinnungstäter, der bedenkenlos Betroffenheit ohne Kenntnis der wahren Faktenlage erzeugen möchte.« 
[Informationszynismus, Holger Freiherr von Dobeneck, Das Sloterdijk-Alphabet, kritisch-lexikalische Einführung in seinen Ideenkosmos, S. 128, Googlebooks]


Sonntag, 7. Juni 2015

Geschichtsschreibung in der Ukraine

Zwei geschichtsrevisionistische Gesetze rufen politische Beobachter auf den Plan und provozieren Kritik von Experten
Kurz vor dem Gipfel der G7 im bayrischen Elmau hat Ukraines Präsident Petro Poroschenko das Bündnis der Industrienationen zur Geschlossenheit bei der Unterstützung seiner Regierung aufgerufen. Wie Nachrichtenagenturen vermeldeten, telefonierte er in dieser Sache auch mit US-Präsident Barack Obama.

Während der Konflikt zwischen Kiew und Moskau sowie die fragile Situation im Osten des Landes das Gipfeltreffen am Sonntag und Montag wohl bestimmen wird, sorgt die Führung in Kiew mit zwei Gesetzesinitiativen für Aufsehen: Zum einen sollen Orts- und Straßennamen aus der Sowjetzeit beseitigt werden. Zugleich könnte eine neue Regelung Nazi-Kollaborateure ehren und Kritik an ihnen unter Strafe stellen. Die internationalen Reaktionen sind verhalten bis besorgt.

Betroffen seien Dutzende Ortschaften und hunderte Straßen im Land, schrieb Leonid Berschidski von der Nachrichtenagentur Bloomberg. Poroschenko unterzeichnete demnach am 15. Mai ein Gesetz, das vordergründig die Sowjetunion und das deutsche Nazi-Regime gleichsetzt und Ehrungen von Vertretern beider Systeme verbietet. Die Regelung folgt der Politik der neuen Führung in Kiew, die in ihrem Einflussgebiet seit dem Maidan-Umsturz zahlreiche Statuen des russischen Revolutionsführers Wladimir Iljitsch Lenin hat beseitigen lassen. Das von Poroschenko Mitte Mai unterzeichnete Gesetz droht nun jenen mit Strafen, die "den kriminellen Charakter" der Sowjetunion und Nazi-Deutschlands leugnen.

Von den damit begründeten Umbenennungen sind bislang mindestens zwei Ortschaften betroffen: Dnipropetrowsk und Kirowograd. Der erste Ort ist nach Gregori Petrowski benannt, einem sowjetischen Politiker, der die Ukraine von 1920 bis 1930 regierte. Kirowograd trägt seinen Namen im Andenken an den Bolschewisten Sergei Kirow. Zu erwarten sei die Umbenennung dutzender anderer Ortschaften mit einer ähnlichen Namensgeschichte, schreibt Berschidski. Die schwer überschaubaren Kosten für die geschichtsrevisionistische Initiative wird mit umgerechnet rund 212 Millionen Euro angegeben.

mehr:
- Kiew stellt nun Kritik an den eigenen Nazis unter Strafe (Harald Neuber, Telepolis, 07.06.2015)

G7 bei Weißwurst und Brezn: Politik als Unterhaltungsabteilung des miltärisch-industriellen Komplexes

Merkel und Obama bei Weißwurst und Brezn sollten die Bilder dominieren
War die Demonstration in München eher gutbürgerlich und ohne besondere Vorkommnisse abgelaufen, kam es in Garmisch zu ersten Rangeleien. Das Polizeiaufgebot in der Festung Werdenfelser Land ist mit rund 24.000 Kräften offensichtlich noch deutlich größer, als bisher bekannt.

Nachdem es am Samstag bei der Demonstration mit etwa drei-bis viertausend Teilnehmern trotz massivem Polizei-Aufgebot zu ersten Rangeleien und dem Einsatz von Pfefferspray gekommen war, beruhigte sich die Lage - nicht zuletzt aufgrund eines abendlichen Sommergewitters. Am Sonntagvormittag wurde dann von einer kleinen Gruppe Demonstranten die B2 und damit die Zufahrt zu Schloss Elmau per Sitzblockade unterbrochen.

Von der Blockade durch 12 Personen und der anschließenden Räumung durch Polizeikräften sind bislang keine Bilder zu finden. Wurden in Garmisch-Partenkirchen am Samstag 6 Personen festgenommen, so wurden am Sonntag 5 Beteiligte der B2-Blockade verhaftet. Gegen Sonntagmittag sammelten sich etwa 150 Personen beim Camp an der Loisach, um den Inhaftierten einen Besuch abzustatten.

Kulisse "Volkstümlich und bürgernah"
Die Inszenierung des G7-Gipfels in Schloss Elmau ist ganz offensichtlich darum bemüht, die internationalen Medien mit idyllischen Aufnahmen aus der weiß-blauen Bergwelt zu fluten und mögliche Bilder von Demonstrationen in diesem Umfeld mit allen Mitteln zu vermeiden. Das Gelände um Schloss Elmau ist weiträumig abgesperrt. Dabei kommen offensichtlich neben Landespolizisten aus dem Freistaat auch solche aus anderen Bundesländern sowie Bundespolizisten wie auch Polizisten aus Österreich zum Einsatz.

Bedingt durch die Blockade der B2 am Sonntagmorgen wurden für den Transport der handverlesenen Journalisten, die ursprünglich mit Bussen zu ihren Außenposten in Sichtweite des Hotels gebracht werden sollten, Hubschrauber der Heeresflieger der Bundeswehr eingesetzt. Wo dieser Einsatz der Bundeswehr im Inneren, der sonst eher bei Naturkatastrophen üblich ist, letztlich verbucht wird, ist nicht bekannt. Es ist nicht ausgeschlossen, dass der Einsatz als Übung bezeichnet wird und in der Aufstellung der inzwischen mit über 300 Millionen bezifferten Kosten des Gipfels gar nicht auftaucht.

mehr:
- G7: Volkstümlicher Vormittag statt Demonstranten auf der B2 (Christoph Jehle, Telepolis, 07.06.2015)

G7 Brotzeit: Obama mit Merkel bei Bier und Weißwurst in Krün [1:12]

Veröffentlicht am 07.06.2015
Bei bestem Wetter ist US-Präsident Barack Obama zum G7-Gipfel in Bayern angekommen. Zur Begrüßung gab es eine Brotzeit in Krün. Zusammen mit Angela Merkel und ihrem Ehemann.

siehe auch:
- Die G7-Regierungschefs sollen außer Sicht- und Hörweite ihrer Kritiker tagen dürfen (Florian Rötzer, Telepolis, 07.06.2015)

Das Schloss, der Gipfel und die Macht: G7 - Countdown für zwei Tage Weltpolitik | Kontrovers [44:06]

Veröffentlicht am 03.06.2015
Kontrovers im Internet: http://www.br.de/kontrovers
Es ist das Politereignis des Jahres: Am 7. und 8. Juni 2015 treffen sich sieben Staats- und Regierungschefs zum G7-Gipfel auf Schloss Elmau. Abgeschieden, in einem einsamen Gebirgstal soll an den beiden Tagen über eine Welt diskutiert werden, die scheinbar aus den Fugen geraten ist: Ukraine-Krise, Flüchtlingskatstrophen, IS-Terror. Ein Gipfel in Zeiten von Krieg und Terrorgefahr.
Über ein Jahr lang hat die Filmautorin Autorin Kirsten Esch die Akteure vor Ort beobachtet: Die minutiösen Vorbereitungen im Tagungsort Schloss Elmau, den Neubau der Luxus-Suiten für die Staatsgäste und mittendrin den Hotelchef Dietmar Müller-Elmau. Für ihn geht mit dem Gipfel in seinem Schloss ein Traum in Erfüllung.
Autorin: Kirsten Esch

mein Kommentar:
außer Sicht- und Hörweite?
In Frankreich liegen doch noch die beiden Hubschrauberträger in der Gegend rum. (Helikopter-Träger für Moskau: Hollandes verkorkster Kriegsschiff-Deal, Stefan Simons, SPIEGEL Online, 26.11.2014) Da müßte man auch nicht so viel absperren! Und Volksmusik können die Franzosen auch!

le deserteur Renaud [3:41] Text und Übersetzung

Veröffentlicht am 11.06.2013
Hommage humoristique en photos 

Wieder MH-17 und wieder: Nebelbomben gegen Russland

Seit dem Zweiten Weltkrieg läuft im Westen eine ununterbrochene Propaganda-Maschinerie gegen Moskau. Egal, was man in die Finger kriegt: entweder die Sowjets oder Putin sind schuld und die Bösen. Damit hält man unsere Leute bei der Stange und rechtfertigt an die 1000 US-Militärstützpunkte rund um die Welt.
Was hat man über MH-17 in unseren Leitmedien nicht alles gehört: menschenverachtender Umgang mit den Leichen, deren Besitztümer zudem noch entwendet werden usw. Vor einigen Wochen geisterte die nächste Anschuldigung durch die Medien: Russland soll Satellitenaufnahmen manipuliert haben.
Dreh- und Angelpunkt dieser Beschuldigungen ist die Recherche-Plattform Bellingcat.

Der Alte Mann hat sich mal wieder viel Arbeit gemacht:
- Wahrheit = Lügen ins Quadrat (AlterMannBlog, 04.06.2015)
„Handfeste Beweise“: Separatisten schossen MH17 ab (Focus, 10.11.2014)
- Was wir aus der Berichterstattung über den Bellingcat-Report lernen (Florian Haarms, SPIEGEL-Blog, 04.06.2015)
- MH17-Bilder – Experte hat starke Zweifel an Bellingcat (n-tv, 03.06.2015)
- Angebliche russische MH-17-Fotofälschungen. Bellingcat. Übereifrige deutsche Lügenpresse hat mal wieder die Enten-Torte im Gesicht. / Wiedenroths tägliche Politik-Karikatur (Finanznachrichten.de)
Wer sich um eine gründliche Recherche der Faktenlage auch immer wieder bemüht ist Gabriele Wolff:
- Ukraine-Intermezzo: wie Bellingcat arbeitet (2) (Gabriele Wolff, 28.03.2015)
In ihrem Artikel verweist sie auf den Blogger Eliot Higgins, der ein Video zeigt, auf dem angeblich russische Artillerie von rusischem Territorium aus in die Ukraine schießt:
- How blogger Brown Moses used open-source information to analyse missile attacks on Ukraine – video (The Guardian, 17.02.2015)
Drauf hängt sich die ZEIT gleich dran:
- Untersuchung – Ukraine soll von Russland aus beschossen worden sein (ZEIT Online, 18.02.2015)

probono Magazin Folge 46: Antipathie ersetzt Recherche [8:35]

Veröffentlicht am 04.06.2015
Nett, nett, dieser Journalismus. Antipathie ersetzt zunehmend die Recherche. Ey, ganz ehrlich: Geh sieben!

Hintergrundinformationen zur Bellingcat-Analyse:
Hogymag, Bellingcat-Analyse MH 17 so unseriös wie BILD und SPON: http://bit.ly/Bellingcat_Analyse
Life in the Lanzone, An analysis of the analysis: http://bit.ly/analysis_of_analysis

Informationen zu allen weiteren Beiträgen gibt es in unserer Netzlese auf Storify: https://storify.com/probonotv/probono...

In der aktuellen Ausgabe:
Aron Doll - @Aronius
Friedrich Küppersbusch - http://fb.me/FriedrichKueppersbusch
Jürgen Ohl - @JuergenOhls
Kathrin Röhle
Lars Schall - @LarsSchall

Das probono Magazin ist eine wöchentlich erscheinende Produktion der probono Fernsehproduktion GmbH.
Fragen und Anregungen zu speziellen Themen aus den Resorts Politik und Gesellschaft nehmen wir jederzeit gerne per E-Mail an online@probono.tv, via Twitter @probonoTV oder telefonisch unter +49 0221.92 01 18 - 0.


mein Kommentar:
Bei so viel Qualitäts-Journalismus wird’s einem gleich warm ums Herz…

Samstag, 6. Juni 2015

Winnetou ist gestorben

Wie habe ich früher Karl-May-Bücher verschlungen! Während die Hippies in der westlichen Welt das System zu überwinden versuchten, floh ich in die narzißtisch hochgestapelte Welt eines Dauerversagers. Und obwohl ich die Verfilmungen – unter anderem mit dem durchgeknallten Nierentisch-Bösewicht Klaus Kinski, dem damals noch nicht so lustigen Mario Girotti und dem auf eklig pomadisierten Mario Adorf – entsetzlich platt und hölzern fand, war der edle, gebrochen deutsch sprechende französische Rote für mich doch attraktiver als der kackende Frank Zappa. Nun ist der in Frankreich so gut wie unbekannte Pierre Brice, der bis zu seinem Tod nicht nur unverschämt gut aussah und den sein »Old Surehand«-Partner Steward Granger nicht leiden konnte, sondern die in den Filmen vermittelten moralischen Werte – so einfach gestrickt sie auch waren – unverdrossen hochhielt, heute in den frühen Morgenstunden mit 86 Jahren an den Folgen einer Lungenentzündung gestorben.
Eine bessere Symbolfigur hätte sich die junge Bundesrepublik als wehrhafte Demokratie nicht wünschen können!

Karl May: "Der Schatz im Silbersee" - Trailer (1962) [3:42]

Hochgeladen am 19.11.2009
mehr Infos: http://www.rialtofilm.de/silbers.htm . . . . . . . . . Jetzt auf BluRay bestellen: http://www.amazon.de/gp/product/B003J...

Karl May: "Winnetou I" - Trailer (1963) [4:40]

Hochgeladen am 25.11.2009

Pierre Brice - der ewige Winnetou wird 80, Teil 1 [5:15]

Hochgeladen am 14.07.2009
Es war diese eine Rolle, die das Leben des damals 33jährigen Pierre Louis le Bris verändert hat. Und es war diese eine Rolle als Häuptling der Mescalero-Apachen, die den Franzosen Pierre Brice nie mehr loslasen sollte. Einmal Winnetou, immer Winnetou - das sagten schon damals die Kritiker.

Kulmbach TV gratuliert einem alten Freund zum heutigen 80. Geburtstag mit einer zweitteiligen Kurzbiografie. Lieber Pierre alles Gute zu deinem Ehrentag.

Redaktion: Axel Klawuhn
Kamera: Thomas Großmann, Andi Hübner
Ton & Schnitt: Klaus Metzler, Andi Hübner
Bad Segeberg - Pierre Brice 1989 [7:07]

Hochgeladen am 20.06.2010
Winnetou der Häuptling der Apatschen
Winnetou - Pierre Brice ---- Das Goldene Jubiläum 2012 in Kroatien [3:23]

Veröffentlicht am 05.01.2013
Mit Pierre Brice und 150 Gästen auf den Spuren von Karl May.
Die Legende ist zurück!
mehr auf www.mali-alan.de
Thomas Gottschalk im Gespräch mit Pierre Brice 1986 [3:15]


Bully Herbig’s Film fand Pierre Brice ganz furchtbar…

PIERRE BRICE ist gestorben - "WINNETOU" war sein Leben- 06.06. 2015 [1:19]

Veröffentlicht am 06.06.2015
Es gibt kaum einen Schauspieler, der so für eine Rolle steht wie Pierre Brice: "Winnetou" war sein Leben, brachte ihm Ruhm und Preise. Bereut hat er es nie, der ewige Apachen-Häuptling zu sein. Jetzt ist Pierre Brice im Alter von 86 Jahren gestorben.
zzz