Sonntag, 27. November 2016

AIDS - Erbe der Kolonialzeit

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Französisch-Äquatorialafrika (französisch Afrique-Équatoriale française, AEF) war von 1910 bis 1958 eine französische Kolonie im zentralen Afrika zwischen Golf von Guinea und dem westlichen Sudan. Hauptstadt war Brazzaville am Kongo.
1895 war bereits die Kolonie Französisch-Westafrika von Frankreich gegründet worden. Sie wurde 1958 ebenfalls aufgelöst.

Nachdem im Küstengebiet des späteren Gabun seit dem 15. Jahrhundert die Portugiesen dominierten, errichtete Louis Edouard Bouet-Willaumez dort 1839 die ersten französischen Stützpunkte. 1875 wurde Gabun französische Kolonie. Die Expansion in das Binnenland setzte erst in den 1880er Jahren ein. Sie ist insbesondere mit dem Namen des Grafen Pierre Savorgnan de Brazza verbunden, der ab 1880 den Mittelkongo (Moyen-Congo) zur französischen Interessen- und Einflusssphäre erklärte. Der Versuch, in Äquatorialafrika ein französisches Kolonialreich vom Atlantik bis zum Indischen Ozean zu errichten, scheiterte aber 1898, als die Franzosen in Faschoda am Nil auf die Briten trafen (Faschoda-Krise).
Die faktische Okkupation des Ubangi-Schari-Territoriums setzte 1889 mit der Errichtung des ersten französischen Stützpunkts in Bangui ein. Von hier aus wurde das Gebiet bis 1894 weitgehend unter französische Kontrolle gebracht. Der Widerstand der indigenen Gesellschaften dauerte bis an den Vorabend des Ersten Weltkrieges an.
Mit der Schlacht bei Kousséri (22. April 1900), in der drei vereinigte französische Militärexpeditionen unter dem Kommando von Amédée-François Lamy über die Truppen des afro-arabischen Usurpators Rabih b. Fadlallah siegten, wurde die französische Machtstellung am Tschadsee zementiert. Am 5. September 1900 erfolgte die Einrichtung des Militärterritoriums Tschad (Chad) als weitere Verwaltungseinheit. Sitz der Verwaltung wurde das Kousséri gegenüber am Logone gegründete Fort Lamy (benannt nach dem in der Schlacht gefallenen Truppenführer; heute N’Djamena). In den folgenden Jahren unterwarfen die Franzosen ihrer Herrschaft auch die zentralsudanesischen Länder Kanem (1901–1905), Wadai (1903–1911), Borku und Tibesti (1911–1918) im Norden der Kolonie.
1906 wurden zunächst Ubangi-Schari und das Tschad-Territorium zur Kolonie Ubangi-Schari-Tschad vereinigt. 1910 wurden dieses Gebilde mit den bis dahin selbständigen Kolonien Gabun und Mittelkongo zur Föderation Französisch-Äquatorialafrika zusammengeführt und Brazzaville zur Hauptstadt bestimmt. Teile wurden mit dem Vertrag vom 4. November 1911 (Marokko-Kongo-Abkommen) an die deutsche Kolonie Kamerun abgetreten (Neukamerun). Das französische Angebot eines größeren Gebiets Äquatorialafrikas gegen das deutsche Togo lehnte Deutschland ab. Frankreich erhielt stattdessen die Nordost-Ecke Kameruns (Entenschnabel).[1] Nachdem Deutschland den Ersten Weltkrieg verloren hatte, forderte es Neukamerun von Deutschland und erhielt es im Friedensvertrag von Versailles 1919.
[Französisch-Äquatorialafrika, Errichtung der Kolonialherrschaft, Wikipedia, abgerufen am 30.08.2019]
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Aids das Erbe der Kolonialzeit HD DOKU 2016 {52:00 - Start bei 41:01}

Doku2K16
Am 08.12.2016 veröffentlicht 
alter Info-Text: 
Dokumentation - 52 Min. Arte Mediathek
Sendetermine und Verfügbarkeit:
Sendetermine: Freitag, 2. Dezember um 1.15 Uhr Dienstag, 13. Dezember um 9.25 Uhr Online vom 26. November bis zum 3. Dezember 2016 Verfügbar in den deutsch- und französischsprachigen Ländern Europas
Seit der Entdeckung von HIV vor etwa 30 Jahren hat dieses Virus der Wissenschaft zahllose Rätsel aufgegeben. Woher kam es und wie konnte es sich zur schlimmsten Pandemie unserer Zeit entwickeln? Wissenschaftler aus Belgien, den USA und dem Kongo glauben, den Ursprung des Virus um das Jahr 1900 in Afrika ausgemacht zu haben. Bereiteten die Kolonialmächte der Aids-Pandemie den Weg? Infektionskrankheiten sind weltweit auf dem Vormarsch. Sars, Vogelgrippe, HIV und jetzt Ebola fordern jährlich Tausende Tote und bringen ganze Länder an den Rand des Abgrunds. HIV tötete bislang mehrere zehn Millionen Menschen, mehr als 30 Millionen sind infiziert. Neben der Suche nach einem Impfstoff ist die größte Herausforderung, die Dynamik der Aids-Pandemie zu verstehen. Woher kam der Erreger, wie fand er den Weg in den Menschen und was ließ ihn zur Pandemie anschwellen? Es brauchte Jahrzehnte interdisziplinärer Forschung, um HIV diese Geheimnisse abzuringen. Virologen, Biologen und Historiker haben die Spuren des Aids-Virus bis zu seinen Anfängen zurückverfolgt, die lange vor dem Beginn der 80er Jahre liegen, als HIV in der Homosexuellenszene an der Westküste der USA Angst und Schrecken verbreitete. In Krankenhäusern und Laboren in der Demokratischen Republik Kongo stießen die Forscher auf ein Archiv von Gewebeproben aus der Kolonialzeit. Demzufolge grassierte bereits Anfang der 1960er Jahre eine Epidemie in Afrika. Lange zuvor muss also das Virus vom Schimpansen auf den Menschen übergesprungen sein; ein Vorgang, der nicht zwangsläufig eine Pandemie auslösen muss. Haben die Kolonialherren mit ihrer rücksichtslosen Ausbeutung von Mensch und Natur die Ausbreitung erst ermöglicht?

Dokumentation Das Doktoren Bataillon {1:23:38 – Start bei 30:54}

hans vader
Am 04.07.2014 veröffentlicht 



Das Vorgehen der mobilen Teams folgte einem standardisiertem Ablauf: Die Lymphknoten wurden zunächst getastet. Waren sie vergrößert, so wurden sie punktiert. Im Fall eines positiven Resultats wurde mit Atoxyl behandelt. 1926 konnte Jamot diese Strategie in Kamerun verwirklichen. Die Prävalenz lag dorT 1919 bei 60 %. Jamot schaffte es, mit seiner Strategie diese bis 1930 auf 0,2 - 4,1% zu senken [29].

Die zahlreichen Forschungsexpeditionen und die rasante Entwicklung neuer Medikamente zeigen die enormen Anstrengungen, die von den Kolonialherren unternommen wurden, um die Ursachen der Schlafkrankheit aufzuklären und sie zu bekämpfen. Allerdings standen hauptsächlich eigennützige Motive hinter der Kontrolle der Schlafkrankheit. Wie aus der Aussage König Leopolds II zu entnehmen, wollte man die Menschen als neu gewonnenes Humankapital nicht verlieren [83]
[Die afrikanische Schlafkrankheit in der Demokratischen Republik Kongo – Eine Analyse der Strategien ihrer Bekämpfung durch Nationale Institutionen, die Weltgesundheitsorganisation und Nichtregierungsorganisationen, Friederike Becker, Dissertation, Tropenmedizinischen Abteilung der Missionsärztlichen Klinik Würzburg, November 2010]

Ärzte und Teamleiter kamen prinzipiell aus dem Mutterland oder wurden zur Not aus anderen Teilen Europas angeworben. Einige von ihnen, wie Dr. Eugene Jamot, waren hochbegabte energische Enthusiasten, doch die Mehrzahl hatte ein eher pragmatisches Verhältnis zu ihrer Arbeit. Einheimische waren nur im medizinischen Hilfspersonal, als Krankenschwestern oder Pfleger zugelassen. Außerdem sollten sich die Kosten in Grenzen halten, was im Gesundheitswesen -damals wie heute- oft zum Sparen an der falschen Stelle führt und tödliche Folgen haben kann.

In den französischen Kolonien stellte man kleine mobile Teams auf, die das Land bereisten. Oft bestanden diese aus einem weißen Arzt und einer Handvoll einheimischer Sanitäter, ausgerüstet mit einigen Spritzen, Mikroskopen und den notwendigen Medikamenten zur Behandlung einer speziellen Krankheit (z.B. Schlafkrankheit, Lepra bzw. Malaria). Die Organisationsform erwies sich als wirkungsvoll und wurde später von anderen Ländern übernommen. Allein zur Bekämpfung der Schlafkrankheit, die vom Ende des Zweiten Weltkriegs bis zur Unabhängigkeit der afrikanischen Staaten durchgeführt wurden, verabreichte man insgesamt 12-13 Millionen präventive Injektionen.

Man muss anerkennen, dass die Kampagnen durchaus positive Wirkungen zeigten. Vor der Unabhängigkeit wurde die afrikanische Schlafkrankheit in vielen Ländern auf einen Tiefstand gebracht.

Um mit beschränkten personellen und materiellen Ressourcen eine größtmögliche Wirkung zu erzielen, verzichtete man auf die zeitraubende Sterilisierung von Spritzen und Nadeln nach jedem einzelnen Patienten, womit nun andere Krankheiten übertragen werden konnten. 2️⃣
[Raj Spielmann, Was konnte den HI-Virus zur Seuche werden lassen?, Telepolis, 20.07.2012 – Hervorhebung von mir]

HIV-1-M, weltweit am meisten verbreitet, ist Nachkomme eines Schimpansen-Virus, das um 1908 in Kamerun auf den Menschen übertragen wurde.
[Aids-Verschwörung: Woher kam das Virus wirklich?, SPON, 20.07.2012] 

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Human blood samples from 1959 and 1960 from Kinshasa, the capital and the largest city of the Democratic Republic of the Congo on the Congo River, led scientists to extrapolate the virus back to the early 1900s, likely around 1908 in Africa.[1] Around that time the virus may have been transmitted from another species.[1] Paralleling the HIV discoveries, primate researchers found Simian immunodeficiency virus (SIV), which was widespread among many species of chimpanzees.[1]
In 2006, scientists reported the origin of HIV came from a species of chimpanzees that were "penned in" a 100-square-mile section of Cameroon bracketed by the Boumba River to the west, the Sangha River to the east, "this patch of tropical forest is sealed into an inland peninsula to the south by the Ngoko River."[1] One hypothesis is that a Bantu hunter became infected while processing a chimpanzee.[1][2] In the early 1900s the area was experiencing an upheaval as the German Empire took over the land in 1884, naming the colony Kamerun.[1] The hypothesis follows that the infected hunter would have visited or moved to a more densely populated area and passed the infection on via sexual contact.[1]
Using the same virus tracing technologies, scientists extrapolate about a "chimp patient zero" that existed within a million years ago, although it is likely impossible to further limit the time frame.[1] This chimp would have had to have eaten SIV-infected monkeys from two distinct species, a red-capped mangabey, and a spot-nosed guenon.[1] Normally these viruses would have been defeated separately, or never interacted.[1] But in "chimp zero", a relatively rare occurrence of pieces of the two viruses combined and thrived, leading to the virus that later was introduced to humans and became one virus.[1] Scientists have found a dozen HIV strains spread from chimps, monkeys, and gorillas, but one is responsible for the majority of the human infections causing a high percentage of the almost 36 million people who have died as of 2014.[1] The research is being used to study the prevention of other "patient zero" events with other viruses.[1]  

Menschliche Blutproben aus den Jahren 1959 und 1960 aus Kinshasa , der Hauptstadt und größten Stadt der Demokratischen Republik Kongo am Kongo , veranlassten die Wissenschaftler, das Virus bis in die frühen 1900er Jahre zu extrapolieren, wahrscheinlich um 1908 in Afrika. [1] In dieser Zeit wurde das Virus möglicherweise von einer anderen Art übertragen. [1] Parallel zu den HIV-Entdeckungen fanden Primatenforscher das Simian Immunodeficiency Virus (SIV), das unter vielen Schimpansenpopulationen weit verbreitet war. [1]

Im Jahr 2006 berichteten Wissenschaftler, dass die Ursache für HIV eine Population von Schimpansen war, die in einem 100 Quadratmeilen großen Teil Kameruns "eingepfercht" wurden, der im Westen am Fluss Boumba und im Osten am Fluss Sangha liegt "Der tropische Wald ist durch den Fluss Ngoko auf einer Binnenhalbinsel im Süden versiegelt." Eine Hypothese ist, dass sich ein Bantu-Jäger während der Verarbeitung eines Schimpansen infiziert hat. [1] [2] In den frühen 1900er Jahren erlebte das Gebiet einen Umbruch, als das Deutsche Reich 1884 das Land übernahm und die Kolonie Kamerun nannte. [1] Die Hypothese lautet, dass der infizierte Jäger ein dichter besiedeltes Gebiet besucht oder dorthin gezogen wäre und die Infektion durch sexuellen Kontakt weitergegeben hätte. [1]

Mit den gleichen Technologien zur Verfolgung von Viren extrapolieren die Wissenschaftler einen "Schimpansenpatienten Null", der vor einer Million Jahren existierte, obwohl es wahrscheinlich unmöglich ist, den Zeitrahmen weiter zu begrenzen. [1] Dieser Schimpanse hätte SIV-infizierte Affen von zwei verschiedenen Arten essen müssen, einem Mangabey mit roter Kappe und einem Guenon mit fleckiger Nase. [1] [ Zitieren erforderlich ] Normalerweise wären diese Viren separat besiegt worden oder hätten nie miteinander interagiert. [1] [ Zitieren benötigt ] Aber in "Schimpanse Null", ein relativ seltenes Auftreten von Stücken der beiden Viren kombiniert und gedieh, was zu dem Virus, das später in den Menschen eingeführt wurde und ein Virus wurde. [1] [ Zitieren benötigt ] Wissenschaftler haben ein Dutzend HIV-Stämme gefunden, die von Schimpansen, Affen und Gorillas verbreitet wurden, aber einer ist für die Mehrzahl der menschlichen Infektionen verantwortlich, die einen hohen Prozentsatz der fast 36 Millionen Menschen verursachten, die bis 2014 gestorben sind Die Forschung wird verwendet, um die Prävention anderer "Patient Null" -Ereignisse mit anderen Viren zu untersuchen. [1]
[AIDS cases, Virus origins, engl. Wikipedia, abgerufen am 27.11.2016 – Google-Übersetzer]
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  • The first known case of HIV in a human occurs in a man who died in the Congo, later (from his preserved blood samples) confirmed as having HIV infection.[3]

[Timeline of HIV/AIDS, Pre-1980s, engl. Wikipedia, abgerufen am 30.08.2019]
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Der kanadische Epidemiologe Jacques Pépin errechnete, dass in Französisch-Äquatorialafrika allein 3,9 Millionen Impfungen gegen die Schlafkrankheit verabreicht wurden – die meisten davon mit nicht-sterilen Nadeln. Auch andere Krankheiten wie Lepra und Malaria wurden mit Injektionen behandelt. Es liegt nahe, dass sich der HI-Virus auf diesem Wege weiter ausbreitete - nur ein einziger Infizierter konnte somit unbemerkt viele weitere Menschen anstecken.
[The Bloody Truth, Ein Film von Carl Gierstorfer, docdays.de, undatiert]

[…] the effort to cure smallpox and sleeping sickness through aggressive diagnosis/treatment/inoculation campaigns using traveling “mobile clinics” that had inadequate equipment for the scale of the job they were doing. For example, one sleeping sickness expedition in 1916 into what is now Central African Republic diagnosed/treated more than 89,000 people with just 6 syringes (the number of needles isn’t recorded). Over more than a decade, these mobile clinics, pioneered by Dr. Eugene Jamot, reached – and injected – millions of people.
[…] die Bemühung, Pocken und Schlafkrankheiten durch aggressive Diagnose-, Behandlungs- und Impfkampagnen zu heilen, wobei „mobile Kliniken“ eingesetzt wurden, die für den Umfang ihrer Arbeit nicht ausreichend ausgerüstet waren. Zum Beispiel diagnostizierte / behandelte 1916 eine Expedition gegen Schlafkrankheit in die heutige Zentralafrikanische Republik mehr als 89.000 Menschen mit nur 6 Spritzen (die Anzahl der Nadeln wird nicht erfasst). In mehr als einem Jahrzehnt erreichten und injizierten diese mobilen Kliniken, deren Pionier Dr. Eugene Jamot war, Millionen von Menschen.
[Ebola and "the French Disease", Greg Laden’s Blog, 27.10.2014 – Google-Übersetzer] 
siehe auch:
- Aids – Erbe der Kolonialzeit (doku5, nicht mehr auffindbar) 
- Der Werdegang des HI-Virus (Ilka Lehnen-Beyel, Bild der Wissenschaft, 27.06.2008)
- HIV-1 in 1908? Another Sad Comedy of Errors from Michael Worobey (Edward Hooper, AIDS-Origins, 10.09.2008)
- Direct evidence of extensive diversity of HIV-1 in Kinshasa by 1960 ( Michael Worobey[1], Marlea Gemmel[1], Dirk E. Teuwen[2,3], Tamara Haselkorn[1], Kevin Kunstman[4], Michael Bunce[5], Jean-Jacques Muyembe[6,7], Jean-Marie M. Kabongo[6], Raphaël M. Kalengayi[6], Eric Van Marck[8], M. Thomas P. Gilbert[1,9] & Steven M. Wolinsky[4]
1. Ecology and Evolutionary Biology, University of Arizona, Tucson, Arizona 85721, USA
2. Sanofi Pasteur, F-69367 Lyon Cedex 07, France
3. UCB SA Pharma, Braine l’Alleud, BE-1420, Belgium
4. The Feinberg School of Medicine, Northwestern University, Chicago, Illinois 60611, USA
5. Ancient DNA Laboratory, School of Biological Sciences and Biotechnology, Murdoch University, Perth, Western Australia 6150, Australia
6. Department of Anatomy and Pathology, University of Kinshasa, Kinshasa B.P. 864, Democratic Republic of the Congo
7. National Institute for Biomedical Research, National Laboratory of Public Health, Kinshasa B.P. 1197, Democratic Republic of the Congo
8. Department of Pathology, University Hospital, University of Antwerp, Antwerp B-2610, Belgium
9. Present address: Centre for Ancient Genetics, Biological Institute, University of Copenhagen, Copenhagen DK-2100, Denmark, 
US National Library of Medicine, National Institutes of Health, Published in final edited form as: Nature. 2008 Oct 2; 455(7213): 661–664, doi:  10.1038/nature07390)

- History of HIV & AIDS (L.B. Chavan, National Journal of Community Medicine Vol 2 Issue 3 Oct-Dec 2011, PDF)
- Mythology of ‘Patient Zero’ and how AIDS virus traveled to the United States is all wrong (Ariana Eunjung Cha, 26.10.2016)
- AIDS: The making of the 'Patient Zero' myth (Science Daily, 26.10.2016)
- HIV’s Patient Zero exonerated (Sara Reardon, Nature, 27.10.2016)

Freitag, 25. November 2016

Propaganda in den Öffentlich-Rechtlichen: »Putins geheimes Netzwerk«

Gestern Nacht habe ich mir Teile dieses Frontal 21-Berichts angetan, nach 20 Minuten hatte ich die Nase voll. Selten habe ich mich für unsere Medien dermaßen geschämt. Untermalt durch bedrohliche Stimmung erzeugende Begleitmusik bekam der Zuschauer die russische Version dessen vorgeführt, was die USA seit Jahrzehnten tun – unter dem Motto: Böse ist’s wenn’s die anderen machen. (siehe dazu:
- - NGOs im Great Game… Die National Endowment for Democracy, Post, 19.02.2016)
Das unterirdische Machwerk deutschen Qualitätsjournalismus’ ist noch bis Mitte Dezember 2017 in der ZDF-Mediathek zu bestaunen:
- Putins geheimes Netzwerk (Frontal 21, ZDF, 04.10.2016)

Für diejenigen, die sich eine genauere Analyse antun wollen (mir ist meine Energie dafür zu schade):

Kritische Analyse zur Frontal21-Dokumentation: "Putins geheimes Netzwerk" • TEIL 1 [2:21:51]

Mainz FreeTV Veröffentlicht am 06.10.2016 
Nach "Mensch Putin" und Machtmensch Putin" legt das ZDF nach, zwar nicht mehr zur besten Sendezeit, dafür aber im Gewand des bislang renommierten ZDF-Formats "frontal21". Nach der Kurzversion, eine Woche zuvor, sendet das ZDF am 4. Oktober 2016 eine Dokumentation zum Thema "Putins Propagandanetzwerke" und haut damit abermals ein Statement raus, das das ZDF abermals nicht in gutem Licht erscheinen lässt, denn hinter der vorgeblichen Propagandakritik in ang. investigativer Form, verbirgt sich bei genauerem Hinsehen so derart viel perfide Manipulation und letztlich auch wieder PROPAGANDA, dass man das alles nicht so unkommentiert stehen lassen kann. Vor allem deswegen nicht, weil hier auch wieder die Friedensfahrt nach Moskau von Prof. Dr. Rainer Rothfuss und Owe Schattauer und 250 weiteren Friedensaktivisten in schlimmster verleumderischer Form diffamiert wird und allein daran sich ermessen lässt, welch vorgefasste Meinungen hier zu der zielführenden Storyline der Dokumentation umgestrickt wurden, um dann mit perfider "perfekter" fernsehtechnischer Aufmachung als Objektivität und Fakten dem Zuschauer verkauft zu werden. Diese "Dokumentation", im Rahmen des Sendeformats "frontal21", als das zu enttarnen, was sie eigentlich ist, nämlich letzt ein schlimmes Propagandamachwerk, habe ich mir die Zeit genommen und sie Minute für Minute "filetiert", mit Erklärungen, Ergänzungen, alternativen Sichtweisen und der rein "technischen" Sicht als selbst erfahrener Filmemacher, Fotograf und "Fernseh-Grafiker". Es bedurfte dafür einiger Zeit, darum sind es letztlich zwei Teile geworden, die trotz ihrer Länge, so hoffe ich, sehr viel Spannendes und Informatives beinhalten.

Frontal 21 - Die Protagonisten kommentieren: Dr. Rainer Rothfuß [1:58]

RT Deutsch Veröffentlicht am 05.10.2016 
In der Frontal 21-Sendung "Putins geheimes Netzwerk - Wie Russland den Westen spaltet" kommt den Friedensaktivisten um Dr. Rainer Rothfuß die zweifelhafte Rolle zuteil, in der Erzählung von Russlands "Propagandakrieg" als "nützliche Idioten" des Kremls zu dienen. Hintergrund: Der frühere Universiätsprofessor Dr. Rothfuß hatte gemeinsam mit seinen Mitstreitern privat eine zweiwöchige Friedensfahrt von Berlin nach Moskau organisiert. Dass bei dem Tross, bestehend aus rund 250 Teilnehmern auch ein ZDF-Team dabei war, stimmte die Aktivisten hoffnungsvoll. Besteht vielleicht doch die Chance auf faire Berichterstattung, wenn sich die Reporter die Zeit nehmen, ein eigenes Bild zu machen? Mitnichten, statt einen ausgewogenen Beitrag über die Aktion zu drehen, sollten Rothfuß und Co. dem ZDF lediglich als Statisten in einem Sammelsurium von Vorwürfen gegen Russland dienen. Der Wissenschaftler kommentiert gegenüber RT Deutsch wie er das Ergebnis von ZDF Frontal 21 bewertet. Mehr auf unserer Webseite: https://deutsch.rt.com/ Folge uns auf Facebook: https://www.facebook.com/rtdeutsch Folge uns auf Twitter: https://twitter.com/RT_Deutsch Folge uns auf Google+: https://plus.google.com/1068940314550... RT Deutsch nimmt die Herausforderung an, die etablierte deutsche Medienlandschaft aufzurütteln und mit einer alternativen Berichterstattung etablierte Meinungen zu hinterfragen. Wir zeigen und schreiben das, was sonst verschwiegen oder weggeschnitten wird. RT - Der fehlende Part.

Frontal 21 - Die Protagonisten kommentieren: Mark Bartalmai [2:20]

RT Deutsch Veröffentlicht am 05.10.2016 
Mit Filmemachen kennt Mark Bartalmai sich aus. Auf eigene Faust reiste er in die umkämpften Gebiete der Ostukraine und drehte einen Dokumentarfilm über den Krieg. Diese Arbeit brachte Bartalmai auch einen Auftritt bei Frontal 21 im ZDF ein. Gegenüber RT Deutsch erläutert der Filmemacher, wie er über das Bild denkt, welches von ihm und seiner Arbeit in der öffentlich-rechtlichen Produktion gezeichnet wurde. Mehr auf unserer Webseite: https://deutsch.rt.com/ Folge uns auf Facebook: https://www.facebook.com/rtdeutsch Folge uns auf Twitter: https://twitter.com/RT_Deutsch Folge uns auf Google+: https://plus.google.com/1068940314550... RT Deutsch nimmt die Herausforderung an, die etablierte deutsche Medienlandschaft aufzurütteln und mit einer alternativen Berichterstattung etablierte Meinungen zu hinterfragen. Wir zeigen und schreiben das, was sonst verschwiegen oder weggeschnitten wird. RT - Der fehlende Part.
zu Mark Bertalmai:
- Ukrainian Agony - Der verschwiegene Krieg (Post, 21.06.2015)

Owe Schattauers Frontal21/ZDF- Nachwort [8:20]

druschba.info Veröffentlicht am 30.09.2016 
Owe zur "Frontal21 Berichterstattung" In einer beachtenswerten Fesstellung hat heute Owe Schattauer auf die "Frontal21" Berichterstattung geantwortet. Dem ist nichts mehr hinzuzufügen. Facebooklink: https://www.facebook.com/owe.schattau... 2.Teil: https://www.youtube.com/watch?v=49frR... Webseite: http://www.druschba.info

"Frontal21" & "DIE ZEIT" vs. Friedensfahrt nach Russland und Mark Bartalmei [1:52:44]

Mainz FreeTV Veröffentlicht am 02.10.2016 
WIE (eigentlich berechtigte) PROPAGANDAKRITIK zur PROPAGANDA hoch 2 wird! Das ZDF-Magazin "Frontal21" bekleckert sich nicht mit Ruhm, sondern besudelt sich mit perfiden Halbwahrheiten und der bewussten Diskreditierung der "Friedensfahrt nach Russland" und dem Filmemacher Marc Bartalmai! "Frontal21" zusammen mit der Wochenzeitung "DIE ZEIT" tönen, SIE werden uns jetzt wahre und widerwärtige PROPAGANDA der Ostukrainer "Separatisten" aufzeigen, natürlich aus Moskau gesteuert u.s.w.! Doch dann beginnt der Beitrag mit der Druschba-Friedensfahrt nach Russland … HÄÄÄÄ?! ... Allein die Friedensfahrt in Verbindung mit solch einem Thema zu setzen ist schon mal so derart TENDENZIÖS, dass ich hier auch nur wieder "Mainstream-Propaganda" wittere, diesmal im Gewand von ang. seriöser Propaganda-Kritik/Entlarvung . Frontal 21 verwurstet hier drei Dinge miteinander, die nun wirklich getrennt behandelt gehören und ich wette, mehr wird es zum Thema Russlandfahrt auch nicht im ZDF zu sehen geben. Ein PROPAGANDAKONSTRUKT der ganz perfiden Art, speziell zugeschnitten auf das uninformierte und unkritische "ZDF-ü60-Publikum", in dem Fakten und dreiste Lügen so lange durcheinander gewürfelt werden, bis ein derartiger „Informationsgiftcocktail“ dabei heraus gekommen ist, der selbst härteste Kampftrinker sofort ins Jenseits befördert ... Hier formt sich eine Endlosschleife aus Propaganda und Gegenpropaganda in der die Friedensfahrt nach Russland so eingebunden wird, dass sie am Ende wie eine RT-organisierte russische Kremel PROPAGANDA-FAHRT, von "blind-blöden Russlandfetischisten" dasteht ... EKELHAFTER habe ich Faktenverdrehung und Ummünzen und Verdrehen von Wahrheiten selten erlebt. EIN journalistischer SuperGAU, im Gewand des "seriösen Journalismus" eines "renommierten" Formats wie "Frontal 21". – Und bevor jetzt die Unkenrufe kommen: Natürlich betreibt auch Russland Propaganda, aber nicht einen Deut perfider und ekelhafter wie "wir" es hier im Westen tun, die Russen haben von den Profis gelernt und machen es jetzt nach, also ist das "hohe Ross", was Moral in Bezug auf Propaganda angeht, auf dem dieser Beitrag hier sitzt schon mal eine absolute FARCE. Und selbst, wenn die Anschuldigungen und Ermittlungen in Bezug auf die russische Propaganda stimmen, was zum TEUFEL haben Mark Bartalmai und die „Friedensfahrt nach Russland“ damit zu tun. Das diese beiden "Dinge" in diesem Kontext in dem Beitrag behandelt werden, dient nur dem Zweck, diese beiden "Dinge" zu diskreditieren, ja geradezu zu "verteufeln" und das ist wiederum so derart EKELHAFTE PROPAGANDA, dass es diesen Beitrag so richtig aus dem moralisch korrekten Journalistenhimmel schießt … Ich versuche mit diesem Beitrag heraus zu arbeiten, wie hier gearbeitet worden ist und zu welchem Zweck! Und es geht um mehr als nur diesen Bericht, denn wir sind im "Zeitalter der Medien-Aufklärung" angekommen, was auch allerhöchste Zeit wurde! LINKS: Frontal21 Beitrag: https://www.youtube.com/watch?v=EiAgz... Ukrainian Agony - Der verschwiegene Krieg (kompletter Film) https://www.youtube.com/watch?v=sy759... Lauffeuer - Eine Tragödie zerreißt Odessa zu Beginn des Ukrainischen Bürgerkrieges. [Dokumentation] https://www.youtube.com/watch?v=LXRIu... Deadly Dust - Todesstaub https://www.youtube.com/watch?v=-Hzta... Hier der LINK zum Interview des ZDF mit Mark, UNCUT! https://www.youtube.com/watch?v=VEtSI... ... unbedingt anschauen, ist eine 1zu1 Bestätigung, was ich hier schon vermutet habe!

»Das macht mir insofern Sorge: Wenn Menschen nicht mehr glauben, was in den Medien informiert wird, wenn Menschen auch Politikern nicht mehr glauben, dann fliegt uns unser wunderschönes System Demokratie früher oder später um die Ohren.« [Gabriele Krone Schmalz im Gespräch mit Frank Elstner, youtube-Video ab 8:00)
Ich versuche einfach das, was ich weiß und das, was ich recherchiere […], die Dinge zu verbreiten, so gut es geht und versuche […] auch mal Journalismus dazu zu nutzen, zu deeskalieren, ein bißchen gelassener den Blick und vor allen Dingen nicht einseitig den Blick. Es gibt Interessen auf der einen, und es gibt Interessen auf der anderen Seite. Und manche Dinge sind so simpel. [Gabriele Krone Schmalz im Gespräch mit Frank Elstner, youtube-Video ab 12:20]
Jean-Luc Schaffhauser zur Anti-Propaganda-Resolution der EU: „Wir leben in einem totalitären System“ [7:50]
RT Deutsch Veröffentlicht am 24.11.2016 
Das EU-Parlament hat mehrheitlich für eine Resolution gestimmt, die Maßnahmen gegen angebliche "russische Propaganda" vorsieht. Vor allem RT und Sputnik werden in der Resolution als "gefährlichste Instrumente der russischen Propaganda" bezeichnet und mit Methoden der Terrormiliz "Islamischen Staat" gleichgesetzt. In diesem Zusammenhang hat RT mit dem französischen EU-Abgeordneten Jean-Luc Schaffhauser gesprochen. Der Parlamentarier meint, dass diese Resolution die europäischen Institutionen noch mehr diskreditieren wird. „Hier im Parlament existiert keine russische Propaganda. Es gibt nur einige Menschen, die uns an die Realität erinnern, während das Parlament diese Realität nicht akzeptiert. In Europa, in unseren Institutionen, im Parlament will man nicht das Offensichtliche, die Wahrheit sehen. Zum Glück gibt es auch unabhängige Medien, die eine andere Sicht bieten“, sagt Jean-Luc Schaffhauser. Mehr auf unserer Webseite: https://deutsch.rt.com/ Folge uns auf Facebook: https://www.facebook.com/rtdeutsch Folge uns auf Twitter: https://twitter.com/RT_Deutsch Folge uns auf Google+: https://plus.google.com/1068940314550... RT Deutsch nimmt die Herausforderung an, die etablierte deutsche Medienlandschaft aufzurütteln und mit einer alternativen Berichterstattung etablierte Meinungen zu hinterfragen. Wir zeigen und schreiben das, was sonst verschwiegen oder weggeschnitten wird. RT - Der fehlende Part.

ZAPP: Vertrauen in Medien ist gesunken [13:46]
Newskritik Archiv Veröffentlicht am 22.12.2014 
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siehe auch:
- EU-Parlament fordert strategische Kommunikation gegen russische Propaganda (Florian Rötzer, Telepolis, 25.11.2016)

mein Kommentar:
Die Medien-Knallköpfe (ich schere sie jetzt ganz einfach mal über einen Kamm) stehen da und jammern: »Man glaubt uns nicht mehr, diese ›Lügenpresse‹-Krakeeler sind Ewiggestrige, politisch rechts, Esoteriker, ausländerfeindlich, Verschwörungstheoretiker, nützliche Idioten Moskaus usw. usw.«
Leute, diese Suppe habt ihr euch selbst eingebrockt! Wer halbwegs kritisch die Ukraine-Berichterstattung verfolgt hat, fühlt sich von Euch zwangsläufig nur noch für dumm verkauft! Weshalb sollte ich für ein Revolverblatt, welches auf der Titelseite ruft »Stoppt Putin jetzt!«, auch nur einen Pfennig ausgeben?! Bin ich denn blöde?

KenFM im Gespräch mit: Wolfgang Herles ("Die Gefallsüchtigen")

KenFM im Gespräch mit: Wolfgang Herles ("Die Gefallsüchtigen") [1:43:45]

KenFM Veröffentlicht am 07.11.2016 
„Der Kaiser ist nackt!“ Politische Journalisten hatten schon immer zwei Probleme. Auf der einen Seite traten sie bei ihren Recherchen den Mächtigen auf die Füße, auf der anderen Seite zerstören sie durch die Veröffentlichung der recherchierten Fakten das Weltbild derer, die die jeweiligen politischen Eliten als Führung akzeptiert hatten. Die meisten Menschen - auch in sogenannten aufgeklärten Gesellschaften, Demokratien - wollen systematisch belogen werden. Für das konsequente Wegsehen der Bevölkerung, z.B. auf wessen Kosten der angebliche Wohlstand erzeugt wird, wählt der so zum Komplizen gemachte Bürger eine Führung, die nicht mit Fragen nach Ethik oder Verantwortung eine Art Aufwachprozess einleitet. Dauerkoma auf beiden Seiten. Diese Form der Stabilität basiert auf dem unsichtbaren Deal beider Ebenen - Herrscher und Beherrschte - die entsprechenden Tabu-Themen zu erkennen und im täglichen Leben zu umschiffen. Dies geschieht jedoch erst im zweiten Step, durch Leugnung. Am Anfang steht immer das konsequente Unsichtbarmachen offensichtlicher Lügen vor dem eigenen Intellekt. Der politische Journalist stört diesen Prozess der chronischen, aber eben ausgeglichenen Ignoranz und er hat dabei einen Partner auf seiner Seite, den auf lange Sicht niemand betäuben kann. Das Gewissen eines jedes Menschen. Politische Journalisten stören den Seelenfrieden. Vor allem den all jener Personen, deren Zurechtkommen mit der Wirklichkeit ausschließlich auf Selbstbetrug und Selbsttäuschung beruht. Politische Journalisten erklären in aller Öffentlichkeit: „Der Kaiser ist nackt“. Für das Zerstören des so süchtig machenden Trugbildes werden sie im Anschluss von fast allen gehasst. Wobei die Herrschenden sich wiederum der Beherrschten bedienen, und über die von ihnen massiv manipulierten Massenmedien das gemeine Volk dazu aufzustacheln, den Überbringer der Botschaft zu ächten, zu verunglimpfen oder zu attackieren, was den großen Vorteil hat, dass die vielen Spielarten der Menschenjagd keinen Platz mehr für die Frage lassen, was konkret hat denn der in Ungnade gefallene Journalist eigentlich recherchiert? Die Masse sehnt sich nach einem väterlichen Diktator. Dieser erinnert sie an die Zeit der eigenen Kindheit. Familiäre "Sicherheit" in einem autoritären Umfeld. Ähnlich süchtig nach sektenhafter Führung lechzt der embeddete Journalist nach Anerkennung durch die Mächtigen. Er tut alles, um sich als loyaler Schüler vor ihnen bemerkbar zu machen. Der Kotau vor der Macht scheint deutlich attraktiver zu sein, als die eigentliche Aufgabe des Journalisten - das Suchen nach der Wahrheit und die Kontrolle der Macht. Wolfgang Herles hat den größten Teil seiner beruflichen Laufbahn beim ZDF verbracht. Zuletzt leitete und moderierte er die Kultursendung „Aspekte“. Herles ist eine Art Spielverderber. Er will, umgeben von Kollegen, die an Gefallsucht leiden, nicht nur nicht mitgehen, er prangert deren Kollaboration an. Damit macht sich Herles im öffentlichen Journalismusbetrieb keine Freude, nur sieht der Mann das auch nicht als seine primäre Aufgabe. Um Noam Chomsky aus seinem aktuellen Werk „Wer beherrscht die Welt?“ zu zitieren: „Wer sich in den Dienst des Staates stellt, wird in der Regel von den Mainstream-Intellektuellen gelobt; wer diesen Dienst verweigert, muss mit Strafe rechnen.“ Das Interview, das Ken Jebsen für KenFM mit Wolfgang Herles führte, wird erhebliche Schmerzen im System verursachen. Vor allem bei den Kollegen, die sich zu Alpha-Journalisten hochgebuckelt haben. Herles ist ein Insider, ein Whistleblower und er hat dem Dauer-Kotau der Branche vor der Politik vollkommen satt. Sein Buch „Die Gefallsüchtigen“ ist mehr als eine Abrechnung mit den Kollegen von einst, es ist ein Appell an uns, die Konsumenten dieser Presse, aber vor allem die Bürger dieses Landes. Erkennen wir endlich wieder den Wert des politischen Journalismus als Teil des Immunsystems der Demokratie. Verteidigen wir diese Demokratie. Sie ist unser Eigentum - und Eigentum verpflichtet. Inhaltsübersicht: 00:19:14 Islam, Religion und Wissenschaft, Bildungsstolz und das „Pathos der Leistung“ 00:34:48 Journalismus unter Druck: zwischen Zeitungssterben, Fußball und marktkonformer Berichterstattung 00:53:30 Vom Verfall der Lese-und Schreibkultur: Wie das Netz Medien und Mediennutzer verändert 01:02:48 Bildung vs Kapitalismus: Gebildeter Bürger oder bloß „Fit für den Arbeitsmarkt“? 01:22:48 Globale und Nationale Eliten: Geistige, materielle und kulturelle Spaltung macht Verantwortung medialer Vermittlung innerhalb der Gesellschaft notwendig 01:31:28 Zukunftsvision Bildungsfernsehen: Umstrukturierung des gebührenfinanzierten Fernsehens +++ Dir gefällt unser Programm? Informationen zu Unterstützungsmöglichkeiten hier: https://kenfm.de/kenfm-unterstuetzen/ https://www.kenfm.de https://www.facebook.com/KenFM.de https://www.vk.com/kenfm https://www.twitter.com/TeamKenFM https://www.youtube.com/wwwKenFMde

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In seiner Publikation „Die Gefallsüchtigen“ kritisierte Wolfgang Herles ähnlich wie Ulrich Tilgner den „Quotenfetischismus“ des ZDF, dem nichts ferner liege als Kritik, Provokation und Aufklärung. Medien und Politiker folgten der „Macht des Marktes“, was zu einem platten homogenen Unterhaltungsprogramm und zur Niveausenkung führe. Die Aufgabe, vierte Gewalt zu sein, würden die Gebührensender „dramatisch verfehlen“. Herles plädiert daher für eine radikale Programmreform, die Abschaffung des Gebührenfernsehens und eine Finanzierung aus Steuermitteln.
„Das Fernsehen wird unterschätzt, weil es ja als reines Unterhaltungsmedium missbraucht wird. Es ist aber das letzte Medium, das noch Mehrheiten erreichen könnte – auch erreichen könnte mit ernsthafteren, strittigeren, unbequemeren, unkonventionelleren Inhalten. Wir nutzen diese Chance aber nicht. Wir senden Sport ohne Ende, dafür sind die Gebühren bestimmt nicht da. Wir senden Krimis ohne Ende, senden jeden Tag mehrere Krimis, als ob Krimis die Realität abbilden würden. Das sind die Märchen unserer Zeit. Und in den zahllosen Talkshows wird zwar geredet, aber nicht wirklich debattiert, denn es läuft immer auf das Fühlen hinaus. Wir sind in einer politischen Situation, in der das Fühlen – Willkommenskultur nur als Beispiel, gegen die ich nichts habe – aber das Fühlen gilt uns mehr als das Wissen und mehr als das Reflektieren.[5][6][7][8]“ [Wolfgang Herles, Publikationen, Wikipedia, abgerufen am 25.11.2016]
  • 1996 Herbert Quandt Medien-Preis in der Kategorie Unternehmensportraits
  • 2000 Ernst-Schneider-Preis in der Kategorie Große Wirtschaftssendung für den Beitrag „MACHTSPIELE – (Deutsche Bank). Wechseljahre – Wie Rolf Breuer die Deutsche Bank globalisiert“
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siehe auch:
- Wolfgang Herles und die Lügenpresse Was heißt hier Ansage? (Paul Wrusch, taz, 02.02.2016)

50 Jahre ZDF - aspekte Wolfgang Herles im Interview. [4:52]

zdf aspekte Veröffentlicht am 09.11.2015 
Wolfgang Herles und die „Seichtigkeits-Spirale“ - aus unserer Jubiläumsreihe zum 50. von 'aspekte'. Wolfgang Herles startet am 1. Januar 2000 mit aspekte aus der Hauptstadt ins 21. Jahrhundert. Seine aspekte sollten populärer, polemischer und politischer werden, ein "Stachel im Fleisch der Mächtigen", so Herles’ Kulturdefinition. Und: 'aspekte' ist viel unterwegs. Globalisierung, Umbrüche, die digitale Welt - Herles‘ Themen. Neben guten Büchern und ihren Autoren. Immer wieder auch die Irrungen und Wirrungen der "Berliner Republik", Verdrängung der deutschen Vergangenheit, Erstarken der Neo-Nazis. Am 11. September 2001, einem Dienstag, tagte die Redaktionskonferenz und erlebte ‚live‘ die Anschläge in New York. Die Ereignisse dieses Tages und ihre Folgen werden prägend für weite Teile des aspekte-Programms der nächsten Jahre. Freiheit. Sicherheit. Fundamentalismus, Überwachung. Herles warnt, befragt zum Kultur-Fernsehen des Jahres 2015, vor der „Seichtigkeits-Spirale“. Noch drei Tage - bis zum 11.11. Dann endet unsere Reihe zum 50ten von aspekte mit Highlights und Interviews 50 Tage lang rund um diesen Geburtstag. Da kommt also noch was - bis dann die Narren übernehmen.

Wir müssen so berichten, wie es Frau Merkel vorgibt! - ZDF Journalist Wolfgang Herles - HD 720 [1:34]

ॐ Die Bewusstseinsbrücke ॐ Veröffentlicht am 01.02.2016 
ZDF Journalist Wolfgang Herles : "Wir müssen so berichten, wie es Frau Merkel vorgibt" "Hoffentlich wird jetzt auch das letzte Schlafschaf endlich wach" Ganze Sendung: http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dr... Manipulation der Presse durch Netzwerke der großen Privatbanken - Die Anstalt (ZDF 29.04.2014): https://www.youtube.com/watch?v=wmq2Z... Die illegalen, strafbaren Machenschaften zwischen Banken und Politiker - Neues aus der Anstalt 2012: https://www.youtube.com/watch?v=eVVPa... Ergänzung: Der Fernsehrat der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten setzt sich aus ca. 70% Politikern zusammen. Das Verfassungsgericht hat dies in einem Urteil bemängelt, die Quote von Politikern ist viel zu hoch. Das Urteil wird bis heute von den Regierungen und Parteien ignoriert. Das Volk schläft immer noch tief und fest. Wacht endlich auf!!!! Es reicht!!!! Mit friedlichen Mitteln voraus in eine neue bessere Welt, es gibt unendlich viele Alternativen, man muß nur danach suchen, das ist alles, mal aufstehen ihr Schafe!

Pelzig hält sich - Sportfreunde Stiller - Georg Schramm - Wolfgang Herles - Teil 1 [12.12]

Heike Reikel Veröffentlicht am 16.10.2013 
Pelzig hält sich. Pelzig hält sich ist eine deutsche satirische Talksendung des ZDF. In dieser empfängt der Kabarettist Frank-Markus Barwasser in seiner Rolle als Erwin Pelzig prominente Gäste.Das Konzept lehnt sich an Barwassers Sendung Aufgemerkt! Pelzig unterhält sich an, die er von 1998 bis zu seinem vertraglichen Wechsel zum ZDF Ende 2010 für das Bayerische Fernsehen produzierte.[1][2] Nach seinem Wechsel zu der ZDF-Politsatire Neues aus der Anstalt verlängerte der Bayerische Rundfunk seinen Vertrag nicht [3], so dass er das Angebot vom ZDF für seine regional eingefärbte Late-Night-Show annahm. Barwasser selber sagte zum Konzept der Sendung: „Es ist ein Senderwechsel, kein Formatwechsel", kündigte jedoch einige kleinere Veränderungen an.[4] Im Jahr 2011 wurden sieben Ausgaben gesendet.[5] Neben den Gesprächen mit prominenten Gästen tritt Pelzigs Patenstudentin Clara S. in unregelmäßigen Abständen auf. Sie war erstmals in der Sendung vom 12. April 2011 zu Gast.

Pelzig hält sich - Sportfreunde Stiller - Georg Schramm - Wolfgang Herles - Teil 3 [12:50]

Heike Reikel Veröffentlicht am 16.10.2013 
Pelzig hält sich. Die Sportfreunde Stiller sind eine deutsche Indiepop-Gruppe, die 1996 in Germering bei München gegründet wurde. 2004 schafften Sänger Peter Brugger, Bassist Rüde Linhof und Schlagzeuger Florian Weber mit dem Album "Burli" den endgültigen Durchbruch. 2006 wurden die "Sporties" mit dem WM-Hit "54, 74, 90,2006″ und dem Album "You Have To Win Zweikampf" zu Topstars. 2007 mit "La Bum" und 2009 mit dem Liveprojekt "MTV Unplugged in New York" folgten weitere Nummer-1-Platten. Nach längerer Pause erschien 2013 ihr neues Album "New York, Rio, Rosenheim". Die Sportfreunde Stiller engagieren sich auch immer wieder für soziale Projekte, beispielsweise mit der Renovierung eines zum Abbruch vorgesehenen Hauses in der Münchner Innenstadt.

Pelzig hält sich - Sportfreunde Stiller - Georg Schramm - Wolfgang Herles - Teil 4 [12:51]

Heike Reikel Veröffentlicht am 16.10.2013 
Pelzig hält sich. Heute Abend (15. Oktober) sehen Sie um 23.45 Uhr nach dem Länderspiel im ZDF die nächste Ausgabe von Pelzig hält sich. Zu Gast sind die Augsburger Textil-Rebellin Sina Trinkwalder, die stellvertretende CSU-Generalsekretärin Dorothee Bär, der Schriftsteller Ilija Trojanow, dem gerade wegen seines Datenschutz-Engagements die Einreise in die USA verweigert wurde, sowie Schleswig-Holsteins SPD-Chef Ralf Stegner. "Pelzig hält sich" bereitet sich also gedanklich schon mal auf die Große Koalition vor. PS: Wenn Sie den letzten Pelzig vom 17. September verpasst haben, können Sie die gesamte Ausgabe nach wie vor in der ZDF-Mediathek nachholen.

Desolation Row 24 6 1998 Birmingham [8:57]   Text (Official Bob Dylan Site)   Übersetzung (Nick-Cave.net)   Interpretation (Musiker-Board, Rockhard-Forum)

John Spoor Veröffentlicht am 04.10.2014
"Equality, I spoke the word/ As if a wedding vow/ Ah, but I was so much older then, I'm younger than that now"

Landesbischof Meister im postfaktischen Zeitalter: Eliten lügen

Hannover. Der hannoversche Landesbischof Ralf Meister hat den Populismus in der jüngsten Zeit scharf verurteilt. Es sei nicht neu, dass von Populisten viel gelogen werde, sagte der evangelische Theologe am Mittwoch in seinem turnusgemäßen Bericht vor der in Hannover tagenden Landessynode. "Aber so offen und unverschämt, wie von gesellschaftlichen Eliten, übrigens auch den wirtschaftlichen, in den vergangenen Monaten gelogen wurde - das ist ungewohnt in unseren Demokratien." 

Es sei vielfach analysiert worden, mit welchen falschen oder verzerrten Positionen Meinungen mobilisiert würden, um damit Zorn oder Hass hervorzurufen. Der Effekt sei immer gleich: Haltungen würden demontiert. "Am längsten ist die Liste der Lügen von Donald Trump", unterstrich der Bischof. Auch während der Debatte um den "Brexit" habe die Wahrheit keine Lobby gehabt. 

Viele Menschen wollten keine Zusammenhänge mehr verstehen, die Wahrheit interessiere sie nicht. Persönliche Probleme und Betroffenheiten würden zum Maßstab der Politik. "Eine Stimmung wird geschürt, die Rassismus salonfähig macht, die entwürdigt und verletzt", sagte Meister. Populismus verspreche schnelle Fakten, einfache Lösungen, Durchgreifen, Aufräumen und Durchsetzen: "Er prononciert sich als Volkes Stimme, obwohl er tatsächlich nur für eine Minderheit spricht."
mehr:
- Kritik am Populismus (Landeskirche Hannovers, 23.11.2016, Hervorhebung von mir)

Hans-Joachim Maaz bei Anne Will: "Wenn es so weiter geht kann es nur schlimmer werden" [12:05]

Der politisch perfekte Wahnsinn Veröffentlicht am 20.11.2016 
ganze Sendung: https://www.youtube.com/watch?v=EcmbQ...
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Donnerstag, 24. November 2016

Reaktionen auf den Wahlsieg Donald Trumps: so bezeichnend wie erschütternd

Kolumne Grauzone: Die Reaktionen auf den Wahlsieg Donald Trumps sind so bezeichnend wie erschütternd. In Redaktionen, Parteien und akademischen Einrichtungen hat sich offenbar ein Milieu gebildet, das den Kontakt zu großen Teilen der Bevölkerung verloren hat
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Selten, wirklich selten hat sich der in dieser Hinsicht ohnehin schon anfällige deutsche Medienbetrieb dermaßen blamiert wie in seinen Reaktionen auf die Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten – einige löbliche Ausnahmen ausgenommen.

Gleichgültig in welcher Richtung man den Senderknopf am Radio drehte, welchen Fernsehsender man wählte oder welche Homepage man aufrief: allenthalben Entsetzen, Unglaube, Fassungslosigkeit.

Und während man so hörte und schaute und las, stellte sich immer stärker und immer banger die Frage: Himmel, in welcher Welt leben all diese Menschen eigentlich? Wo muss man sich intellektuell in den vergangenen Jahren aufgehalten, in welchem Kokon muss man sich eingesponnen haben, um von dem Wahlergebnis allen Ernstes überrascht worden zu sein?

mehr:
- Die Bankrotterklärung eines ganzen Milieus (Alexander Grau, Cicero, 13.11.2016)
siehe auch:
- Tagesschau: Unseriöse Berichterstattung und Dünkel (Thomas Pany, Telepolis, 24.11.2016)
- Die Trump-Panik – Die 30er reloaded: Hochfinanz gegen Mr. Unberechenbar (Post, 14.11.2016)
- USA, Dark Money, Trump – Wir haben es nicht gesehen! (11.11.2016)
- Warum schweigen die Lämmer? – Der Mensch im Geflecht von Medien, Manipulation und Macht (Post, 16.07.2016)

nachdenKEN über: Donald Trump und Antiamerikanismus [45:45]

KenFM Veröffentlicht am 20.11.2016 
Der neue Präsident der USA heißt Donald Trump. Noch nie hat eine Person, die sich für den Posten im Weißen Haus beworben hat, schon im Vorfeld so viel Dresche bekommen wie Donald Trump. Doch auch seit das Rennen gelaufen ist, reißt das offene und ununterbrochene Bashing ihm gegenüber nicht ab. Die rassistischen Sprüche, mit denen Trump Teile seines Wahlkampfes bestritt, fanden ihr Echo in den Systemmedien, die bis heute mit ähnlich rassistischen Abwertungen Trump selber, aber vor allem die, die ihn gewählt haben, zu entwürdigen versuchen und als vollkommene Idioten abzustempeln. Trump-Wähler sind Abschaum - so wird seit Tagen verkündet. Der Spiegel verstieg sich rund eine Woche nach der Wahl dazu, Trump einen Antisemiten zu nennen. Nur, wie passen dazu die Standing Ovations ihm gegenüber, als dieser in den letzten Tagen des Wahlkampfs vor AIPAC sprach? Sind amerikanische Juden einem Antisemiten auf dem Leim gegangen? Sind wirklich alle Trump-Wähler „White Trash“, oder ist diese gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, produziert von den Massenmedien, nicht selber Rassismus in seiner übelsten Form? Fakt ist: Der Sieg Trumps ist vor allem eine Niederlage der System-Medien. Ihnen ist es nicht gelungen, trotz monatelanger Propaganda für Clinton und gegen Trump, die öffentliche Meinung derart zu diktieren, dass der Wähler sich genötigt gesehen hätte, den Liebling der Medien Hillary Clinton zu wählen. Der Sieg Trumps und vor allem die Reaktion in Deutschland auf ihn zeigt aber auch das Versagen der Linken. Trump erreicht in den USA-Wähler, die auch die AfD in Deutschland anspricht. Menschen, die nicht per se rechts ticken, sondern die vor allem enttäuscht sind. Enttäuscht von linker Politik, linken Medien und linken Aktivisten. Sie alle haben den Kontakt zur Straße verloren, Leben intellektuell entrückt. Der größte Teil der Linken auch in Deutschland hat sich mit dem Wirtschaftsfaschismus arrangiert und schaut dem Abbau des Sozialstaates weitgehend zu. Linke haben sich „eingerichtet“ und wollen - so wie die Grünen - nur noch bessere Posten in der Machtpyramide ergattern. Glaubwürdigkeit sieht anders aus. Die Linken von heute sind von einem Rudi Dutschke so weit entfernt, wie der Friedensnobelpreisträger Obama von echtem Change, sprich fairer Beteiligung der Massen an erarbeitetem Wohlstand. Teilhabe bedeutet für die offiziellen Wortführer der Linken in nahezu allen Bereichen vor allem persönliche Bereicherung und persönliche Teilhabe am großen Kuchen des vom Volk erarbeiteten Staatsvermögen. Wir erleben in der Reaktion der Medien auf Trump den Niedergang eines elitären Systems, das unfähig ist, sich selber zu hinterfragen und das, ähnlich wie damals die Genossen in der DDR kurz vor Mauerfall, nur noch in der Lage ist, auf die die längst Ausgereisten verbal einzuschlagen. Damals war man Verräter des Sozialismus, heute ist man White Trash. Die Wahl Trumps wird auch in Europa und speziell in der BRD ihre Auswirkungen haben, mit leichtem Delay. Die Wiederwahl Angela Merkels 2017 ist so „sicher“ wie der Wahlsieg von Hilary Clinton 2016 es war. Den Volksparteien geht der Hintern auf Grundeis und das ist auch gut so. Hochmut kommt vor den Fall. Ken Jebsen denkt nach dem spontanen Webcam-Kommentar zu Trumps Sieg erneut über Trump und die Folgen nach. Er fordert auf, die Zeichen der Zeit zu erkennen. „Mehr Demokratie wagen“ bedeutet 2016 mehr zivilen Ungehorsam, mehr direkte Demokratie und weniger Ehrfurcht vor einer politischen Kaste, die große Teile der Bevölkerung für dumm, unfähig und gefährlich hält. Die USA sind die dynamischste Demokratie der Welt, doch dass sich ausgerechnet die Fans von gestern jetzt nicht zu schade sind, jedes anti-amerikanische Klischee zu bemühen, um ihren Unmut über den Ausgang der letzten US-Wahl auszudrücken, lässt tief blicken. Sind vielleicht die System-Medien als Stimme der Einfluss-Reichen und Schönen nicht wirklich an echter Demokratie interessiert? +++ Dir gefällt unser Programm? Informationen zu Unterstützungsmöglichkeiten hier: https://www.kenfm.de/kenfm-unterstuet... https://www.kenfm.de https://www.facebook.com/KenFM.de https://www.vk.com/kenfm https://www.twitter.com/TeamKenFM https://www.youtube.com/wwwKenFMde

Narzisstisch kranke Politiker - Hans-Joachim Maaz im NuoViso Talk [41:14]

NuoViso.TV Veröffentlicht am 20.05.2016 
Die Machtelite der DDR klammerte sich krampfthaft an ihre Ideologien. Trotzdem kam des Ende dieses Regimes. Das gleiche klammernde, realitätsverweigernde Verhalten lässt sich bei der heutigen Bundesregierung beobachten. Die Parallelen zwischen den beiden Systemen sind nicht äußerlich, aber psychologisch deutlich zu erkennen, sagt Psychotherapeut, Psychoanalytiker und Autor Hans-Joachim Maaz. Er bespricht die narzisstischen Persönlichkeitsstörungen der Politelite mit Hagen Grell im NuoViso Talk. Unsere Gesellschaft ist zu großen Teilen narzisstisch krank, sagt Maaz, der in den letzten Monaten in Vorträgen vor der inneren Spaltung Deutschlands durch ideologische Gräben warnte. Insbesondere die politischen Eliten zeigten sehr häufig ein Verhalten, was sonst bei narzisstisch gestörten Persönlichkeiten beoachtet werden kann. Sie sind leicht reizbar und können leicht gekränkt und provoziert werden. Sie dulden keine Widerrede und wollen unliebsame Meinungen verbieten. Sie schließen sich in ihre eigene Ideologie ein, können keine Fehler zugeben und halten an ihren Plänen fest, auch wenn sie dafür keinen Rückhalt mehr haben. Aber auch in der Bevölkerung ist zu beobachten, dass viele Menschen sich nicht gesund verhalten: Sie können keine Gegenmeinungen akzeptieren, sich nicht in einen andere Standpunkt versetzen, missverstehen Vieles als Angriff und tragen in sich einen Gefühlsstau, der sich bei kleinen Auslösern entlädt. Gerade dies schaffe ein brenzliges soziales Klima, so Maaz, welches zu unnötiger Gewalt führen kann und eine innere Spaltung des Landes befürchten lässt. Das Gegengift zu diesen Fehlentwicklungen stelle langfristig eine gesunde Erziehungs- und Beziehungskultur zu Kinder dar und kurzfrist das schrittweise Überwinden politischer Korrektheit, das Abwenden von Ideologien und eine offene Kommunikation über die Probleme und Heilung der real existierenden Persönlichkeitsstörungen in hohen Positionen und allgemein im Volk.

TRUMP! - Im Gespräch mit Dr. Daniele Ganser [15:01]

NuoViso.TV
Veröffentlicht am 07.12.2016
Donald Trump ist US-Präsident. NuoViso Moderator Robert Stein ist durch das Land gefahren, um Stimmen über den Trumpsieg zu sammeln. In dieser Folge ist Robert Stein im Gespräch mit Dr. Daniele Ganser. Mehr TRUMP!-Interviews gibt es auf: http://plus.nuoviso.tv ------------------------------------------------------------------------------------- NEU: http://Nuo7.de Bitte unterstütze unsere Arbeit mit einer Spende: https://www.paypal.com/cgi-bin/webscr... Oder mit einem Premiumabo: http://nuoviso.tv/premium-abo/ Bitte den Beitrag teilen, kommentieren & liken


TRUMP! - Im Gespräch mit Dr. Helmut Roewer [16:23]

NuoViso.TV
Veröffentlicht am 27.12.2016

Donald Trump ist US-Präsident. NuoViso Moderator Robert Stein ist durch das Land gefahren, um Stimmen über den Trumpsieg zu sammeln. In dieser Folge ist Robert Stein im Gespräch mit dem ehemaligen Präsident des Thüringer Landesamtes für Verfassungsschutz Dr. Helmut Roewer Mehr TRUMP!-Interviews gibt es auf: http://plus.nuoviso.tv ------------------------------------------------------------------------------------- NEU: http://Nuo7.de Bitte unterstütze unsere Arbeit mit einer Spende: https://www.paypal.com/cgi-bin/webscr... Oder mit einem Premiumabo: http://nuoviso.tv/premium-abo/ Bitte den Beitrag teilen, kommentieren & liken

TRUMP! Im Gespräch mit Peter Orzechowski [55:33]

NuoViso.TV
Veröffentlicht am 05.12.2016
Donald Trump ist US-Präsident. NuoViso Moderator Robert Stein ist durch das Land gefahren, um Stimmen über den Trumpsieg zu sammeln. In dieser Folge ist Robert Stein im Gespräch mit Buchautor Peter Orzechowski.



BILD-reife transatlantische Hysterie: Der Kreml spioniert uns alle aus!

Ein Blick in die Propaganda-Küche der Transatlantiker, nach denen Europa schon von Russland untergraben und das Ende nahe ist

In transatlantischen Kreisen geht nach der Wahl von Donald Trump weiterhin die Furcht um, dass der neue Präsident mit seinem angekündigten Isolationismus und seiner Wertschätzung von Putin die seit Jahren gepflogene und mit dem Ukraine-Konflikt hochgefahrene Anti-Russland-Politik aufgeben könnte. Umso verbissener wird die "russische Gefahr" beschworen. Allerdings ist noch keineswegs ausgemacht, ob Trump nicht gut konservativ doch wieder an die Demonstration militärischer Macht unter George W. Bush anschließt.

Seine Tendenz, nach pensionierten Generälen zu suchen, wie James N. Mattis, der Verteidigungsminister werden könnte, oder John Kelly, der möglicherweise zum Außenminister ernannt wird, lässt erahnen, dass sein Isolationismus mit militärischer Drohpolitik einhergehen könnte. Einen Haudegen als Sicherheitsberater hat er eh schon mit Michael T. Flynn erwählt. Als Verteidigungsminister ist auch Ex-General Stanley A. McChrystal im Gespräch. Viele der Militärs sind in der Obama-Zeit mit dem Weißen Haus angeeckt. Durchaus denkbar, dass sich ein außenpolitischer Stil der Interventionen durchsetzt wie Trumps im Wahlkampf gegen Obamas zögerliche Haltung geäußerte Vorstellung, mal schnell zusammen mit Putin den IS in Syrien auszulöschen. So in der Art dachte man bekanntlich zu Beginn in der Bush-Administration. Man greift schnell mit überwältigender Gewalt ein und zieht sich schnell wieder zurück. Bush, der sich zunächst über Nation-Building lustig machte, landete bekanntlich in langen Kriegen, die sich auch unter Trump noch fortsetzen.

Der den Bericht "The Kremlin's Trojan Horses" bewerbende Beitrag "Der russische Plot gegen Europa" von Alina Polyakova für den Atlantic Council, bei dem sie auch arbeitet und ebenso beim Council on Foreign Relations engagiert ist, ist ein gutes Beispiel dafür, wie die öffentliche Meinung beeinflusst werden soll, um die militärische Drohgebärde und die Rüstungsetats aufrechtzuerhalten. Kurioserweise wird Polyakova auch als Expertin für Desinformation bezeichnet, was sie tatsächlich in dem Beitrag und als Mitautorin des Berichts des Atlantic Council demonstriert, der mit einem Grußwort von Radosław Sikorski daherkommt, dem früheren polnischen Außenminister und jetzigem Mitarbeiter des Center for Strategic and International Studies, das auch zum transatlantischen Netzwerk gehört.

Auf dem düster-bedrohlich designten Cover des Berichts werden Marine LePen, Nigel Farage und Gehard Schröder als Trojanische Pferde des Kreml herausgestellt. Als prorussische Parteien gelten neben den rechten wie der Front National, die Morgenröte, Ukip, Jobbik, AfD, die Schwedendemokraten oder die Lega Nord auch die Partito Democratico, die deutsche Linkspartei, Labour, Syriza und die französischen Republikaner. Die unübersehbaren Unterschiede werden mit einer angeblich geschickten Strategie Russlands weggebügelt: "The influence strategy is tailored to each country’s cultural and historical context." 

mehr: 
- Atlantic Council über die "Trojanischen Pferde des Kreml" (Florian Rötzer, Telepolis, 22.11.2016) 

mein Kommentar:
Schämt sich da eigentlich keiner?
gar keiner?
nicht ein kleines bißchen?
Und solche Leute wollen tatsächlich ernst genommen werden…

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Der Atlantic Council ist eine Denkfabrik und Public Policy-Gruppe in Washington D.C. Ihr Auftrag ist die Förderung von konstruktiver Führung und Engagement in internationalen Angelegenheiten auf Basis der zentralen Rolle der atlantischen Gemeinschaft bei der Bewältigung der internationalen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts.[1]
Bis zu seiner Nominierung als Verteidigungsminister der Vereinigten Staaten war Chuck Hagel[2] Vorsitzender.
Am 15. Januar 2014 übernahm Jon Huntsman junior den Vorsitz von Brent Scowcroft.[3] [Atlantic Council, Wikipedia, abgerufen am 24.11.2016]
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Adobe Flash Player ist für den Mac gefährlicher denn je

Wieder einmal musste Adobe einen Notfall-Patch für den Flash Player veröffentlichen und Anwender bitten, ihn schnellstmöglich aufzuspielen. Angreifer können beim Besuch von Websites sonst die Kontrolle über euren Mac übernehmen. Doch es gibt noch eine andere Lösung.
mehr:
- Adobe Flash Player ist für den Mac gefährlicher denn je (Thorsten Gundlach, MacLife, 11.03.2016)

siehe auch:
- Gefährliche Lücke im Flash Player (n-tv, 23.01.2015)
- Kommentar: Weg mit Flash! (Herbert Braun, heise Security, 17.07.2015)
- Vorgebliches Flash-Update installiert unerwünschte Mac-Programme (Leo Becker, heise Security, 14.04.2016)

Dienstag, 22. November 2016

Syrien: Der Boomerang der verdeckten CIA-Operationen

"Timber Sycamore" - ein falsches Programm und irreführende Wahrnehmungen. US-Spezialtruppen warnen vor Dschihadisten 

Es gibt die kleinen Meldungen, die kaum registriert werden, die aber doch ein bezeichnendes Licht auf einen Konflikt werfen, der in vorgegebenen Schablonen präsentiert wird. Zu den kleinen Meldungen gehört der Bericht eines ehemaligen Kämpfers der US-Spezialtruppen, Jack Murphy, über einen Zwischenfall in Jordanien, der sich Anfang November zutrug. 

Dabei wurden drei US-Soldaten am Eingang eines militärischen Ausbildungslagers im Süden des Landes erschossen. Murphy berichtet von einem sich aufdrängenden Verdacht, dass ein IS-Sympathisant dafür verantwortlich ist. Nicht auszuschließen sei es, dass der Schütze zu einer Gruppe "moderater Rebellen" gehört, die von US-Spezialtruppen im Auftrag der CIA ausgebildet wurden.
mehr:
- Syrien: Der Boomerang der verdeckten CIA-Operationen (Thomas Pany, Telepolis, 18.11.2016)

siehe auch:
- Humanitäre Katastrophe in Syrien? – Wir sind die Guten! (Post, 05.10.2016)
- Syrien: Die US-Blame-Game-Strategie knirscht (Post, 25.09.2016)
- SYRIEN, von Bomben und Lügen heimgesucht (AlterMannBlog, 28.09.2016)
- Syrien: Ein militärischer Sieg Russlands ist die nächste rote Linie (Post, 12.02.2016)
- Wüstenflüsse, wie ein Diktator verrückt wird, westliche Werte und ein moderater Moderator (Post, 23.07.2016, dort verlinkt und Textauszug aus:)
- Das Great-Man-Made-River-Projekt (Angelika Gutsche, Freitag-Community, 13.05.2015)
- Syrien: Putin über die Verweigerung der USA verärgert (Post, 15.10.2015)
- Westen soll 2012 russischen Syrien-Friedensplan ohne Assad ignoriert haben (14.10.2015)
- Syrien: Es darf gebombt werden (Post, 11.10.2015)


Screenshot aus dem Mausfeld-Vortrag »Warum schweigen die Lämmer?«