Montag, 3. September 2007

Medizin und Mitgefühl

Sprechstunde: Die Droge Arzt

Bereits in den 1950er-Jahren lud der ungarische Arzt Michael Balint Allgemeinmediziner in London zu Seminaren ein, um sich mit ihnen über die Wirkung und Bedeutung der »Droge Arzt« auszutauschen. Der Pionier der psychosomatischen Medizin ging davon aus, dass etwa ein Drittel der Arbeit eines praktischen Arztes Psychotherapie sei, ob er diese gelernt habe oder nicht. Inzwischen haben zahlreiche wissenschaftliche Studien bewiesen: Je besser die Beziehung zwischen Arzt und Patient, desto wirksamer ist die Behandlung – unabhängig von den Symptomen, mit denen ein Patient in die Praxis kommt.

Die Einsicht, dass es nötig ist, sich einem Patienten zuzuwenden, um ihm helfen zu können, ist vielen Medizinern dennoch fremd geblieben. Und spielt in der technisch ausgerichteten und an Symptomen orientierten Ausbildung nach wie vor keine Rolle, zumindest in Deutschland. Auch das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, das 2004 eigens eingerichtet wurde, um herauszufinden, welche Therapien nachweislich wirken, beschränkt sich darauf, bei neuen Medikamenten die Spreu vom Weizen zu trennen.

»Mit der Frage nach dem Stellenwert der Empathie für den Behandlungserfolg haben wir uns noch nicht beschäftigt«, sagt Sprecherin Anna-Sabine Ernst – als sei der Zusammenhang zwischen dem, was verordnet wird, und dem, der es verordnet, ohne jede Bedeutung.

Axel Meeßen, Leiter der Abteilung Grundsatzfragen der medizinischen Versorgung beim Verband der Angestellten-Krankenkassen (VdAK), ist davon überzeugt, »dass der häufigste Grund für das Absetzen von Medikamenten und den Abbruch einer Behandlung Probleme in der Beziehung zwischen Arzt und Patient« seien. Mitgefühl müsse daher »immer Bestandteil der ärztlichen Leistung sein« und keine extra abzurechnende »Sonderleistung«.

»Ohne Vertrauen läuft gar nichts«, bestätigt der niedergelassene Allgemeinmediziner Hans-Michael Mühlenfeld. »Um meine Patienten langfristig begleiten zu können, muss ich dafür sorgen, dass sie sich bei mir gut aufgehoben fühlen.« Der Landesvorsitzende des Bremer Hausärzteverbandes begrüßt daher die erst kürzlich zwischen Krankenkassen und Ärztevertretern vereinbarte Aufwertung der sprechenden Medizin bei der Vergütung als »ersten Schritt« für mehr Kommunikation und Mitgefühl in der Diagnostik. Darüber hinaus müsse die Fähigkeit, eine gute Arzt-Patienten-Beziehung herzustellen, ähnlich wie in Großbritannien, Teil der Ausbildung werden und auch später in der Fortbildung immer wieder trainiert werden.

Eine Bewertung von Ärzten und Krankenhäusern etwa durch Patientenverbände, Verbraucherzentralen oder Krankenkassen kann ebenfalls dafür sorgen, der vertrauensvollen Beziehung zwischen Arzt und Patient mehr Geltung zu verschaffen: Indem öffentlich gemacht wird, welche Ärzte auch zuhören können und welche nicht.
• Birgit-Sara Fabianek



Jon Kabat Zinn wuchs zur Zeit des Vietnamkriegs in den Straßen von New York auf. »Wir waren eine entschlossene, manchmal etwas wirrköpfige Generation auf der Suche nach Authentizität und Verheißung, die uns die amerikanische Gesellschaft im kalten Krieg nicht geben konnte. Im Alter von 22 Jahren las ich ein Plakat mit der Aufschrift: »Die drei Säulen des Zen«. Ich hatte keine Ahnung, was das war, ging aber zu dem Vortrag und begann zu meditieren. Und das tue ich jetzt täglich, seit über 40 Jahren«, antwortet der Mediziner auf die Frage, was ihn inspirierte, das Thema Achtsamkeit aus der buddhistischen Lehre herauszulösen und in die medizinische Versorgung zu integrieren. In Deutschland erschien zuletzt 2006 sein Buch »Zur Besinnung kommen«.


»Wir wollen auch die kranke Medizin verändern«

Über Verantwortung und Mitgefühl in der Medizin. Fragen an Jon Kabat-Zinn, Gründer der Achtsamkeitsmedizin in den USA
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Von Eva Baumann-Lerch

Publik-Forum: Professor Kahat-Zinn, was verstehen Sie unter Achtsamkeit?
Kabat-Zinn: Achtsamkeit (englisch mindfulness) bedeutet: Ganz in der Gegenwart, im Hier und Jetzt zu sein. Sich seiner Gefühle, Gedanken und Handlungen voll bewusst zu werden. Dieses Gewahrsein ist ohne Wertung und kann zu einer Geisteshaltung werden, die das ganze Leben prägt.

Publik-Forum: Wie haben Sie das im Krankenhausalltag umgesetzt?
Kabat-Zinn: Wir haben es einfach probiert und geschaut, was passiert. Zuerst haben wir uns im Keller des medizinischen Instituts mit Patienten verabredet, die unzufrieden mit ihrer Behandlung waren und deren Heilung nicht voranging. Dazu haben wir Übungen aus der Atemmeditation des Zen, aus der Vipassana-Meditation und auch ein wenig Yoga zusammengestellt und mit den Patienten geübt. Danach passierte Folgendes: Menschen mit schweren chronischen Krankheiten stellten Veränderungen fest, Fortschritte, die sie vorher trotz jahrelanger Behandlung nicht machen konnten. Wir haben das dokumentiert und ausgebaut, bis ich Ende der 1970er-Jahre die Stress Reduction Clinic gründen konnte.

Publik-Forum: Bei welchen Krankheiten sind diese Übungen sinnvoll?
Kabat-Zinn: MBSR kann bei fast allen Krankheiten und in jedem Stadium angewendet werden, wenn die Patienten dafür offen sind. Wir sagen ihnen gleich zu Beginn, dass sie viel Disziplin brauchen, acht Wochen lang, etwa 45 Minuten täglich. Wir versprechen ihnen keine Heilung, nur eine größere Ruhe und Gelassenheit, mit ihrer Situation umzugehen. Aber oft erleben wir. dass die Krankheitssymptome tatsächlich zurückgehen.

Publik-Forum: Ist das nachgewiesen?
Kabat-Zinn: Wir haben eine große Anzahl an Studien, die das belegen und auch im Internet verfügbar sind. Ein Beispiel: Psoriasispatienten, also Menschen, die an Schuppenflechte leiden, wurden angehalten, während der Bestrahlung zu meditieren. Während sie also in dem Lichtkasten saßen und ihre kranke Haut bestrahlt wurde, übten sie sich in Achtsamkeit und machten sich empfänglich für das heilende Licht. Die Haut dieser Patienten heilte viermal schneller als die von Patienten einer Vergleichsgruppe, die nicht meditiert hatten.

Publik-Forum: Die Medizin ist eine hochentwickelte Wissenschaft mit beeindruckenden und präzisen technischen Geräten. Reicht das nicht?
Kabat-Zinn: Die Medizin ist von der Technik entmachtet worden. Sie achtet nicht mehr auf die Gefühle, die Geschichten, die Deutungen der Patienten, sondern bedient vor allem Geräte. Dabei gehen wichtige Hinweise und Therapiemöglichkeiten verloren. Die Selbstheilungskräfte, die in den Menschen liegen, werden dadurch nicht mehr angesprochen.

Publik-Forum: Warum bieten Sie diese Übungen in der Klinik an, statt Patienten an Meditationszentren zu verweisen?
Kabat-Zinn: Die meisten Patienten würden niemals ein Meditationszentrum betreten. Sie haben ja mit Buddhismus oder anderen Strömungen nichts zu tun, warum sollten sie auch? Sie lassen sich auf unsere Methode ein, weil sie leiden und weil sie der Autorität der Ärzte vertrauen. Außerdem soll MBSR nicht nur eine nette kleine Therapie für einzelne Patienten sein, denen sonst nichts hilft. Wir wollen auch die Medizin selbst verändern. Denn auch die Medizin leidet an einer Krankheit: Sie ignoriert die tiefe innere Wirklichkeit der menschlichen Existenz. Es war meine Vision, die gesamte Denkstruktur der Medizin und all die falschen Vorstellungen über die Arzt-Patienten-Beziehung umzukrempeln.

Publik-Forum: Sie meinen, die Krankenhäuser sind selbst krank?
Kabat-Zinn: Krankenhäuser sind Orte, die das Leiden der ganzen Gesellschaft an sich ziehen. Buddhistisch formuliert sind sie Dukkha-Magneten. Ihre Kraftfelder ziehen diejenigen an, die zu einer bestimmten Zeit am meisten leiden. Die Menschen kommen in die Klinik, wenn sie nirgendwo anders mehr hinkönnen, wenn sie keine Optionen und Ressourcen mehr haben. Kann es einen besseren Ort geben, um Wege der Achtsamkeit zu üben, zur Überwindung von Kummer und Leid?

Publik-Forum: Sie hoben diese Übungen aus der buddhistischen Meditationspraxis abgeleitet. Können sich auch gläubige Katholiken, praktizierende Muslime oder Atheisten dorauf einlassen?
Kabat-Zinn: Um MBSR zu üben, muss man weder an Karma noch an Wiedergeburt glauben. Es geht bei dieser Praxis ausschließlich darum, achtsam in sich selbst hineinzufühlen, den inneren Zustand ohne alle Wertung anzunehmen. Das hat eine heilsame Wirkung, ganz unabhängig von religiöser Überzeugung. Wege der Achtsamkeit gibt es ja nicht nur im Buddhismus, sondern auch in anderen Religionen. Denken Sie an Qi Gong, Hatha-Yoga oder christliche Kontemplation.

Publik-Forum: Sie propagieren das nicht nur für Patienten, sondern auch für Ärzte, Psychologen und Pflegende. Worum sollten Mediziner meditieren?
Kabat-Zinn: Wer meditiert, wird innerlich klar und kann sich besser in sein Gegenüber einfühlen. Ein Arzt, der achtsam und innerlich wach ist, wird zutreffendere und genauere Diagnosen stellen und passendere Therapien veranlassen.

Publik-Forum: Die Debatte dreht sich bei uns in Deutschland vor allem um den Kostendruck im Gesundheitswesen. Kann ein Arzt überhaupt mitfühlend sein, wenn er nur drei Minuten Zeit für jeden Patienten hat und im Wartezimmer zwanzig andere warten?
Kabat-Zinn: In drei Minuten geht gar nichts. Wirklich – in drei Minuten kann man unmöglich verantwortlich arbeiten. Wenn mir das als Arzt zugemutet wird, muss ich streiken oder den Job hinschmeißen. Aber wenn einem Arzt auch nur eine Viertelstunde zur Verfügung steht, kann er seine Achtsamkeit einsetzen, Kranke Menschen sind dafür sehr empfänglich. Sie sehen das am Blick, sie hören es in der Stimme, sie spüren es an der Art, wie sie angefasst und behandelt werden. Es macht einen Riesenunterschied für die Heilung, ob Ärzte gehetzt und abweisend oder präsent und mitfühlend sind.

Publik-Forum: Geht der Anspruch nicht über das hinaus, was menschlich und innerhalb des Gesundheitssystems möglich ist?
Kabat-Zinn: Wenn man Mitgefühl als Willensanstrengung betrachtet, ist es bald erschöpft. Durch die Schulung der Achtsamkeit kann sich aber ein grundsätzliches Mitgefühl entwickeln, das ohne Anstrengung einfach da ist. Dieses Mitgefühl wirkt von sich aus, es ist wie die Sonne, die nicht darauf achtet, wem sie ihre Strahlen zukommen lässt, sondern einfach wärmt und strahlt.

Publik-Forum: Was brauchen Patienten, um sich gut behandelt zu fühlen?
Kabat-Zinn: Wir wollen gesehen werden, vollständig und ohne Urteil, mit allem, was wir sind. Wir wollen Fürsorge erfahren, Mitgefühl und echte Begegnung.




Achtsamkeit trainieren

Stressbewältigung durch Achtsamkeit (Mindful Based Stress Reduction, kurz: MBSR) ist eine in den USA entwickelte Methode, Stress, Unruhe und körperliche Schmerzen durch innere Achtsamkeit zu bewältigen. Dabei handelt es sich um ein Übungsprogramm, das im Wesentlichen aus Meditationspraktiken besteht. Neben der traditionellen Sitzmeditation gehören Yogahaltungen und der sogenannte Body Scan zum Programm. Beim Body Scan wird der Körper von innen mit annehmender Aufmerksamkeit systematisch »abgescannt«. MBSR wird den Teilnehmern in achtwöchigen Kursen vermittelt. Während dieser Zeit kommen die Patienten einmal wöchentlich zu einer zweistündigen Übungssitzung zusammen. Außerdem verpflichten sie sich, täglich 45 Minuten zu Hause zu üben.

Wissenschaftliche Studien scheinen die Wirksamkeit des Programms zu belegen. Insbesondere dokumentieren sie eine Linderung von körperlichen und psychischen Symptomen, wachsendes Selbstvertrauen und Kreativität sowie eine verbesserte Immunabwehr. In den Vereinigten Staaten haben in den letzten Jahrzehnten rund 12 000 Menschen an diesen Kursen teilgenommen. Auch in Europa gibt es ein wachsendes Interesse an der Methode. Im deutschsprachigen Raum wird MBSR bereits in einigen Kliniken eingesetzt, beispielsweise am Knappschaftskrankenhaus in Essen und am psychosomatischen Zentrum Waldviertel in Eggenburg in Österreich.
• Eva Baumann-Lerch

Kontakt: MBSR-Verband unter Tel. 030/79 70 11 04 oder im Internet unter www.mbsr-verband.org

aus Publik-Forum Nr. 15/2007

Donnerstag, 30. August 2007

Klare Worte in Palästina

Helga Baumgarten lehrt Politik an der Universität Bir Zeit

Ab wann ist man Nahostexperte? Nach der Lektüre von 50 Büchern über diese Weltgegend? Oder nachdem man selbst drei Werke darüber geschrieben hat? Oder muss man mindestens ein Jahr in Jerusalem gelebt haben?

Die beiden letztgenannten Zuschreibungen treffen auf Helga Baumgarten zu, die erste vermutlich auch. Seit über 20 Jahren lebt die gebürtige Schwäbin in Ostjerusalem. Die ausgebildete Journalistin lehrt Politologie an der palästinensischen Universität Bir Zeit unweit Ramallah. Immer wieder meldet sie sich in Artikeln und Büchern zu Wort. Dreh- und Angelpunkt ihres Schaffens und Schreibens ist dabei der palästinensisch-israelische Konflikt. Helga Baumgarten sieht sich als Aufklärerin. »In den palästinensischen Gebieten und auch hier in Ostjerusalem leben wir in einem Land unter Besatzung. Viele Europäer haben die Fehlwahrnehmung, dass mit dem Beginn des Oslo-Friedensprozesses hier im Lande der Frieden begann«, fasst sie ihre Erfahrung aus Deutschlandreisen und Vorträgen vor deutschsprachigen Touristen in Jerusalem zusammen.

Haben da die ausländischen Medien versagt, indem sie in Hörern, Lesern und Zuschauern den Eindruck entstehen ließen, ab 1993 habe ein Friedensprozess begonnen? Haben es Korrespondenten versäumt, die unblutigen Seiten der israelischen Besatzung zu beleuchten? Diese sind vielfältig: Ob Palästinenser in Ostjerusalem ein Haus bauen wollen, ob Palästinenser aus Bethlehem die heiligen Stätten in Jerusalem besuchen möchten oder ein Bauer im Gazastreifen seine Schnittblumen für den Valentinstag ausführen will – allesamt benötigen sie Israels Zustimmung. »Diese Besatzung ist wesentlich intensiviert worden«, erklärt Helga Baumgarten.

Die Frau mit den kurzen Haaren scheut nicht die klaren Worte. Einmal wurde deshalb in Leipzig das Podium, auf dem sie saß, gestürmt. Immer wieder ruft sie Ereignisse in Erinnerung, die die westlichen Medien aus welchen Gründen auch immer ausblenden. Wer etwa konnte seinerzeit hören oder lesen, dass selbst Hamas-Gründer Scheich Ahmed Yassin Gespräche und Verhandlungen mit Israel angeboten hatte? Israel ging nicht darauf ein. Für Helga Baumgarten hat sich daran bis heute nichts geändert. »Wir haben keinerlei israelische Bereitschaft, wirkliche Verhandlungen mit den Palästinensern aufzunehmen«, stellt sie fest. Auch für die Staatengemeinschaft hat sie kritische Worte übrig: »Wir haben keinerlei Bereitschaft seitens des Westens, Druck auszuüben auf Israel.«

Ohne Druck aber sieht Baumgarten keine Möglichkeit für eine Wende. »Kein Staat der Welt, der die militärische und politische Stärke hat, die Israel besitzt, ist bereit, nachzugeben, wenn kein Druck auf ihn ausgeübt wird. Und dieser Druck fehlt bis heute. Die Rechnung dafür bezahlen alle Palästinenser, aber auch viele Menschen in Israel.«
■ Johannes Zang
aus Publik-Forum 15/2007

Dienstag, 28. August 2007

Wünschenswertes

Geh deinen Weg ruhig - mitten in Lärm und Hast -
und wisse, welchen Frieden die Stille dir schenken kann.

Steh mit allen auf gutem Fuß, wenn es geht,
aber gib dich selber dabei nicht auf.

Sag deine Wahrheit immer ruhig und klar,
und höre die anderen auch an,
selbst die langweilig Stumpfen -
auch sie haben ihre Geschichte.

Laute und zänkische Menschen meide.
Sie sind eine Plage für dein Gemüt.

Wenn du dich selbst mit anderen vergleichen willst,
wisse, daß Eitelkeit oder Bitterkeit auf dich warten;
denn es wird immer größere und geringere Leute geben
als dich.

Freue dich an deinen Erfolgen und an deinen Plänen.
Strebe wohl darnach, weiterzukommen, doch bleibe bescheiden:
Das ist ein guter Besitz im wechselnden Glück des Lebens.

Übe dich in Vorsicht bei deinen Geschäften:
Die Welt ist voll von Tricks und Betrug.
Aber werde dadurch nicht blind
für das, was dir an Tugend begegnet.
Es gibt so viele, die sich um Gutes bemühen,
und im Leben um dich her verbirgt sich viel Heldentum.

Sei du selbst!
Vor allem: heuchle keine Zuneigung, wo du sie nicht spürst;
doch denke auch nicht verächtlich von der Liebe,
wo sie sich wieder regt.
Sie erfährt so viel Entzauberung, erträgt so viel Dürre,
und wächst doch so voller Ausdauer immer neu wie das Gras.

Nimm den Ratschluß der Jahre mit Freundlichkeit an
und gib deine Jugend mit Anmut zurück, wenn sie endet.

Pflege die Kräfte deines Gemütes,
damit es dich schützen kann, wenn Unglück dich trifft;
aber erschöpfe dich nicht durch dunkle Vorahnungen.
Viele Ängste entstehen nur aus Erschöpfung und Verlassenheit.

Erwarte eine heilsame Selbstbeherrschung von dir,
Du bist ein Kind der Schöpfung,
nicht weniger, als die Bäume und Sterne es sind.
Du hast ein Recht darauf, hier zu sein.
Und ob du es merkst oder nicht, ohne Zweifel
entfaltet die Schöpfung sich so, wie sie es soll.

Lebe darum im Frieden mit Gott,
wie immer du ihn jetzt für dich begreifst;
und was auch immer deine Mühen und Träume sind,
in der verwirrenden Unruhe des Lebens,
halte Frieden mit deiner eigenen Seele.

Mit all ihrem Trug,
mit ihrer Plackerei
und ihren zerronnenen Träumen:
die Welt ist immer noch schön!

Lebe sorgfältig.
Versuche, glücklich zu sein.
St. Paul's Church, Baltimore, USA (1692)
Dank an Herrn W.

Dienstag, 14. August 2007

Andere Bewußtseinszustände…

Nachdem konfusius so viele tolle Bilder gepostet hat, möchte ich hier anhand eines Videos zeigen, wie einfach es ist, mithilfe bestimmter Übungen andere Bewußtseinszustände hervorzurufen und lineares Denken innerhalb von Sekundenbruchteilen zu verlassen…

Casting [0:15]

Hochgeladen am 28.05.2006
Casting de Kungfu, menudo salto!!

Bei Risiken und Nebenwirkungen schlagen Sie Ihren Arzt oder beißen den Apotheker!

Lache ess gesonnd! – Die Achte

Bahnhof

Ein Obersteiner geht im Bahnhof zum Fahrkartenschalter und sagt: „Ich hätt’ geere e Faahrkard no Frankfurt.” Daraufhin fragt der Beamte: „Frankfurt am Main oder Frankfurt an der Oder?” Antwortet der Obersteiner: „Daat ess ma egal. Ich weere am Bahnhuhf abgehuhl.”


Bloß kein 13.

Ein Idarer und ein Obersteiner unterhalten sich über das bevorstehende Weihnachtsfest. Der Idarer sagt: „Dies Johr fällt jo Heilischomend of Freedach.” Meint der Obersteiner: „Hoffentlich nedd off de 13.”


Das Geräusch

Ein Idarer will sich eine Kettensäge kaufen. Nachdem er sich umgesehen hat, entscheidet er sich für ein Modell. Der Verkäufer meint: „Gute Wahl, die packt 20 Buchen am Tag.” Drei Tage später kommt der Idarer zurück und knallt die Kettensäge auf die Ladentheke: „Wat hosste mir do fiere Scheesdreck verkaaft? Von weje 20 Buche am Daach, noch nedd een honn eech geschafft.” Der Verkäufer nimmt die Säge und startet den Motor. Darauf der Idarer: „Watt ess daat fiere Geräusch?”


Bus zu hoch

Ein Reisebus mit Idarern fährt durch den Hunsrück. Vor einer Brücke hängt ein Schild „Maximale Durchfahrtshöhe 3 Meter”. Der Busfahrer bremst scharf ab und geht den Bus nachmessen: Oje, 3,05 Meter. Er überlegt kurz, dann nimmt er Hammer und Meißel, steigt auf den Bus und beginnt die Brücke zu bearbeiten. Ein Obersteiner hält an und fragt, was Sache ist. Der Busfahrer erklärt ihm, dass ihm 5 Zentimeter fehlen, um unter der Brücke durchzukommen. „Ejjh, dann sei doch nedd soo domm onn loss eenfach e bissje Loft oss de Reefe!” Sagt der Idarer: „Datt harr eesch mir aach schon iewerläht, aber ett ess joo uuwe zuviel…”


Malermeister

Ein Obersteiner soll in der Börse das Treppengeländer streichen.
Nach drei Tagen fragt der Chef nach der Leistung. „Am erschde Daach zehn Etagen, gister 5 und heit waren’s zwo Etagen.” Der Chef ist sauer: „Warum werden es denn immer weniger?” „Ejjh, de Weech zomm Eemer wird doch aach emmer weerer…”


Nicht geschüttelt

Kommen zwei Idarer in eine Bar in Oberstein: „Martini!” Fragt der Barkeeper: „Dry?” ∙ „Nee, zwoo!”


Der Ausflug an die Mosel

Ein Idarer und ein Obersteiner Verein machen gemeinsam einen Ausflug. Aus Kostengründen haben sie einen Doppeldeckerbus gemietet. Es geht an die Mosel. Unten sitzen die Obersteiner, und schon bei Morbach ist da eine Riesenstimmung, es wird gesungen und getrunken. Nur oben, wo die Idarer sitzen, ist es verdächtig still. Das kommt dem Obersteiner Vorsitzenden doch etwas komisch vor. Er geht hoch und fragt: „Warress denn medd ouch los, dir seid so schdell und sengt aach kee Lejdcher?” Antwortet ein blasser Idarer: „Dir hodd goud lache, dir hodd Jo aach e Fahrer…”


Der Hellseher

Sitzen zwei Idarer auf einem Baum und sägen an dem Ast, auf dem sie sitzen. Kommt ein Obersteiner vorbei und meint: „Wenn dier so werra macht, lejht dier ball alle zwai off der Nas’.” „Besserwisser!”, ignorieren die Idarer den Ratschlag und machen weiter. Eine halbe Stunde später kommt der Obersteiner zurück, als die beiden Idarer aus der Böschung neben dem Baum krabbeln und sich die verstauchten Glieder reiben. Als sie den Obersteiner sehen, meint der eine: „Guck, doo kemmt de Hellseher…”

aus: Reesche Leit onn areme Deiwel

Freitag, 10. August 2007

Donnerstag, 9. August 2007

Die Stimme der Künftigen

Warum braucht die Menschheit einen Weltzukunftsrat? Fragen an den Initiator Jakob von Uexküll

Jakob von Uexküll
geboren 1944, ist der Initiator und Gründer des Weltzukunftsrates. 1980 stiftete der vormalige Briefmarkenhändler den als „Alternativen Nobelpreis“ bekannten „Right Livelihood Award“, von 1984 bis 1989 war er für die Grünen im Europäischen Parlament.
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Am 10. Mai ist auf Ihre Initiative in Hamburg der Weltzukunftsrat gegründet worden. Warum diese neue Organisation?

Wir haben den Weltzukunftsrat (WFC) gegründet, weil die Entscheidungen und Nichtentscheidungen, die heute getroffen werden, einen viel längeren und tiefgreifenderen Einfluss auf das Leben künftiger Generationen haben, als noch vor wenigen Jahren. Doch die künftigen Generationen haben keine Repräsentanz in der Weltpolitik. Deswegen tritt der WFC an, um die heutige Politik auf ihre Zukunftsverträglichkeit hin zu prüfen.

Mit welchen Instrumenten will der WFC Einfluss nehmen?

Vor allem durch die Zusammenarbeit mit Parlamentariern. Der WFC arbeitet eng mit dem Internationalen Parlamentarier-Netzwerk zusammen, Mit dieser Organisation veranstalten wir gemeinsame Hearings, wie zuletzt im November 2006 anlässlich des Weltklima-Gipfels in Nairobi. Ferner gibt es Signale aus dem Generalsekretariat der Vereinten Nationen, mit dem WFC als ständigem Beraterkreis zusammenzuarbeiten.

Dem WFC gehören fünfzig Mitglieder aus allen Erdteilen an. Welche Kriterien waren bei seiner Besetzung ausschlaggebend?

Zunächst haben wir Organisationen und Einzelpersonen um Vorschläge gebeten. So sind 500 Nominierungen bei uns eingegangen. Daraus wurden zwanzig Personen ausgewählt. Bestimmend dabei war die Repräsentanz der Erdteile und Generationen. Außerdem wollten wir Stimmen aus Regierungen und Parlamenten, aus Zivilgesellschaft, Wissenschaft, Wirtschaft und Kunst einbinden. Diese Kerngruppe hat dann die restlichen dreißig Ratsmitglieder gewählt.

Als ersten Arbeitsschwerpunkt hat der Gründungskongress des WFC den Klimawandel identifiziert. Warum dieses Thema?

Es ist das überragende Thema der Weltpolitik. Beim Klimawandel geht es nicht nur um Ökologie, sondern genauso um globale Gerechtigkeit, Sicherheitspolitik, Armutsbekämpfung, Migration. All diesen Herausforderungen können wir nur begegnen, wenn wir weltweite Klimagerechtigkeit und Klimasicherheit schaffen.

Sie haben einen Aufruf zum Ausbau erneuerbarer Energien an den G8-Gipfel formuliert Was gibt Ihnen die Hoffnung, dass dieser Appell dort wahrgenommen wird?

Es gibt bei den politischen und wirtschaftlichen Eliten einen große Orientierungsbedarf. Denn seit einigen Monaten ist das Bewusstsein dafür gewachsen, dass heute einschneidende Schritte notwendig, aber auch möglich sind.

Woher nehmen Sie Ihren Optimismus, dass noch genügend Zeit bleibt, die drohende Klimakatastrophe abzuwenden?

Kein Mensch weiß, ob die Zeit reicht. Sie ist äußerst knapp. Wir wollen dafür eintreten, dass die verbleibenden Chancen genutzt werden. Ob dies gelingt, hängt von jedem Einzelnen ab: von seinem Konsumverhalten und davon, wie er seinen politischen Einfluss als Wähler geltend macht, um den Druck aufzubauen, der für Veränderungen notwendig ist.

aus Publik-Forum 10/2007

Vorsicht, Werbung!

Mittwoch, 8. August 2007

Privatkassen wollen gegen Gesundheitsreform klagen

Die privaten Krankenversicherer (PKV) wollen gegen die Gesundheitsreform klagen. „Es ist klar, dass ein PKV-Unternehmen Verfassungsbeschwerde einreichen wird“, sagte der Sprecher der Deutschen Krankenversicherung (DKV), Frank Neuhaus. Eine Bereitschaft zur Klage hatten in den vergangenen Monaten mehrere Unternehmen erkennen lassen, darunter vor allem die großen Drei, Debeka, DKV und Allianz. Die Krankenversicherer kritisieren vor allem zwei Punkte. So sollen sie ab dem 1. Januar 2009 gezwungen werden, einen neuen Basistarif anzubieten, dessen Prämie den Höchstbeitrag der GKV (derzeit rund 520 Euro) nicht überschreiten darf. Zugleich sollen in dem Tarif jedoch – wie in der PKV üblich – Alterungsrückstellungen gebildet werden. Die privaten Versicherer halten das für nicht finanzierbar und sehen darin einen Eingriff in ihre unternehmerische Freiheit. Für rechtswidrig halten sie auch die Regelung, nach der Versicherte künftig einen Teil ihrer Alterungsrückstellungen bei einem Wechsel des Versicherers mitnehmen dürfen.
aus dem Niedersächsischen Ärzteblatt 6/2007

Montag, 6. August 2007

Warum gibt es Materie?

Kurz nach dem Urknall muss es ebenso viele Antimaterie wie Materieteilchen gegeben haben. Nach den bekannten Gesetzen der Physik hätten diese beiden Materieformen sich gegenseitig völlig vernichten müssen. Doch dann gäbe es heute keinerlei feste Stoffe, weder Sterne noch Planeten. Warum überlebte in diesem Vernichtungskampf die Materie?

Die Theorie der Antimaterie entwickelte der englische Physiker Paul Dirac 1928. Die Skepsis seiner Theorie gegenüber legte sich erst sieben Jahre später, als Carl David Anderson das erste Antiteilchen entdeckte: das Anti-Elektron oder Positron. Seitdem waren in großen Beschleunigern zu allen bekannten Teilchen deren Antiteilchen zu erzeugen. Diese verhalten sich wie Spiegelbilder zu ihren Materiepartnern: Alle Eigenschaften sind gleich, bis auf die elektrische Ladung.

Treffen zwei Vertreter der bei den Familien aufeinander, so zerstören sie sich und gehen in einem Strahlungsblitz auf. Das erklärt, warum es im Universum keine Antimaterie gibt. Doch dieses Phänomen birgt eines der tiefgreifendsten Rätsel.

Nach heutiger Kosmologie war das Universum im ersten Augenblick nach dem Urknall erfüllt mit einem unvorstellbar heißen Gas, in dem sich Strahlung, Teilchen und Antiteilchen ständig ineinander umwandelten. Durch die Expansion des Universums kühlte sich dieses brodelnde Inferno ab. Eine hundertmilliardstel Sekunde nach dem Big Bang war das Universum etwa auf die Größe unseres heutigen Sonnensystems angewachsen, die Temperatur auf eine Million Milliarden Grad gesunken. Jetzt entstanden die Elementarteilchen, wie wir sie heute kennen. Eigentlich hätte die Natur damals genauso viele Materie wie Antimaterieteilchen produzieren müssen. Wäre es so gewesen, hätten sich alle Teilchen gegenseitig vernichtet; übrig geblieben wäre nur Strahlung.

Physiker wissen heute, dass damals auf jeweils etwa zehn Milliarden Teilchen-Antiteilchen-Paare genau ein überschüssiges Teilchen kam, das den Vernichtungskampf überlebte. Dieser winzige Überschuss bildete die gesamte Materie im Universum. Woher kam diese für unsere Existenz entscheidende Vorliebe der Natur? Den entscheidenden Anstoß für eine mögliche Antwort gab 1967 der russische Physiker Andrej Sacharow. Er sagte eine Asymmetrie zwischen Materie und Antimaterie voraus, die in einem rasch expandierenden Universum zu dem heute beobachteten Überschuss führte.

Tatsächlich fanden Physiker mit Beschleunigern die erwarteten Unterschiede im Zerfall instabiler Teilchen. Aber es zeigte sich schnell, dass die Abweichungen von der vollständigen Symmetrie zu klein waren, um die heutige Materiemenge erklären zu können.

In neuen Theorien spielen Neutrinos und das Higgs-Teilchen entscheidende Rollen. Letzteres soll dafür sorgen, dass es überhaupt Teilchen mit Masse gibt. Die Existenz von nicht nur einem, sondern zwei unterschiedlichen Higgs-Teilchen könnte das Rätsel des Materieüberschusses erklären. Mit Spannung erwarten die Forscher deshalb das Anlaufen des neuen Beschleunigers LHC in Genf 2008. Mit ihm wollen sie das theoretisch vorhergesagte Higgs-Teilchen entdecken. Vielleicht werden sie noch mehr unbekannte Teilchen finden, mit denen sich die Existenz von Materie klären lässt.

aus dem Rheinischen Merkur Nr. 29 vom 19. Juli 2007 (Autor: Thomas Bührke)

Montag, 30. Juli 2007

Der Weg unserer Gesundheitspolitik

Prof. Dr. med. Karl Lauterbach hat ein Buch geschrieben: „Der Zweiklassenstaat. Wie die Privilegierten Deutschland ruinieren“ (erschienen bei Rowohlt, 14,90 Euro). Sabine Rieser hat im Deutschen Ärzteblatt (DÄ 25/2007) eine Rezension geschrieben. Einige Ärzte haben zu der Rezension Leserbriefe geschrieben. Die beiden von Priv.-Doz. H. Schellong und Prof. Serban-Dan Costa wurden im DÄ 30/2007 veröffentlicht.

Wohin der Weg des deutschen Gesundheitswesens führt, bekommen die Kliniken inzwischen zu spüren: Ausschreibungsboom ungebrochen im DÄ 30/2007.

Mittwoch, 11. Juli 2007

Medienkritik

• Tony Blair attackierte in einer Rede bei Reuter Journalisten : "Sie reagieren immer hektischer, peitschen immer bedenkenloser Themen hoch und zielen immer schamloser auf den Bauch statt das Hirn des Publikums. Wenn die Medien die wachsende Politikverdrossenheit kritisieren, dann müssen sie bei sich selber nach den Ursachen suchen", sagt Blair.
(Blair kritisiert Medienhype, Spindoktor,  13.06.2007)

In diesem Kontext auch ein Interview mit John Stauber von PRWatch, ebenfalls über Spindoktor

• Zur regierungsunkritischen Berichterstattung der US-Medien eine Analyse auf NZZ-Online

• Wer kennt Marshall McLuhan?

• Die vierte Gewalt oder Wer kontrolliert die Kontrolleure?

• Zum philosophischen Hintergrund: Aufklärung

• und damit sind wir bei Sartre:
Aus einer Zusammenfassung von »Ist der Existentialismus ein Humanismus?« (Vortrag 1945)

Die zentrale These des atheistischen Existenialismus, den Sartre im Gegensatz zu christlichen Existentialisten wie Gabriel MARCEL und Karl JASPERS repräsentiert, beruht auf der vor allem in "L'être et le néant" breit entwickelten Überzeugung, daß "die Existenz der Essenz vorangehe, oder ... daß man von der Ichheit [der Subjektivität des Individuums, seinem Bewußtsein als "Pour-soi" als cartesianischen cogito] ausgehen müsse", d.h., daß "der Mensch zuerst existiert, sich begegnet, in der Welt auftaucht und sich danach definiert". Der Autor verdeutlicht dieses Verhältnis der Existenz zur Essenz am entgegengesetzten Fall, am Modell eines beliebigen Gebrauchsgegenstandes - eines Papiermessers: seiner "Existenz" geht ein festgelegter Begriff - die Summe seiner konkreten Zweckbestimmungen und Erzeugungstechniken - voraus, auf den als seine "Essenz" der es herstellende Handwerker sich bezieht. Dieser Begriff erlaubt ihm auch, das Messer beliebig oft zu reproduzieren. Nimmt man nun, in Analogie zum Handwerker, einen "Schöpfer-Gott" an, der mit der Schaffung des Menschen in derselben Weise einen deutlichen Begriff des zu verfertigenden "Menschen" (der "menschlichen Natur" u.ä.) verbinden muß wie der Produzent (oder Benutzer) des Papiermessers, so "verwirklicht der individuelle Mensch [als Geschöpf] einen bestimmten Begriff, der im göttlichen Verstande ist", und seine "Essenz" geht seiner "Existenz" voraus. Leugnet man aber, wie Sartre, diesen Schöpfer-Gott, so ist offensichtlich, daß es keine ihrer tatsächlichen Verwirklichung vorausgehende "menschliche Natur" geben kann, da es keinen Gott gibt, um sie zu "entwerfen". Im Gegenteil, der Mensch ist lediglich so, "wie er sich konzipiert - ja nicht allein so, sondern wie er sich will und wie er sich 'nach' der Existenz konzipiert...; der Mensch ist nichts anderes als wozu er sich macht". Dieser Selbst-"Entwurf" des Menschen vollzieht sich in absoluter Freiheit und vollkommener Verantwortlichkeit. Alles menschliche Sein als "Für-sich" ist nicht nur frei, sondern ist selbst Freiheit.

"Der Mensch ist nicht zuvor, um danach frei zu sein, sondern es gibt keinen Unterschied zwischen dem Sein des Menschen und seinem Freisein." (L'être et le néant) Die Freiheit seiner Wahl, die den Menschen zwingt, sich zu "machen", anstatt zu sein, ist jedoch nicht allein die individuelle Freiheit des "Sich"-Wählens, sondern bindet darüber hinaus die ganze Menschheit. "Tatsächlich gibt es nicht 'eine' unserer Handlungen, die, indem sie den Menschen schafft, der wir sein wollen, nicht gleichzeitig ein Bild des Menschen schafft, so wie wir meinen, daß er sein soll." Der Mensch, der sich als individuelles Subjekt wählt, ist unausweichlich zugleich universaler "Gesetzgeber" und mit dem Gewicht seiner vollen und tiefen Verantwortlichkeit belastet. Dieser Schlüsselsatz des Essays entfernt sich bereits merklich von der pessimistisch-solipsistischen Grundhaltung, die in "L'être et le néant"das Besußtsein als cogito in seiner Beziehung zur "Existenz des Anderen" an zwei fundamentale Verhaltensweisen band: sie zu negieren und zu beherrschen ("Sadismus") oder sich ihr zu unterwerfen ("Masochismus"). Der Existentialismus läßt die "Wirklichkeit" des Menschen allein aus seiner "Aktivität" hervorgehen, d.h. aus seiner Freiheit, eine "kontingente [zufällige, nicht notwendige] Situation" zu transzendieren oder zu akzeptieren, in der er sich immer schon vorfindet, in die er "geworfen" ist. "Der Mensch ist nichts anderes als sein Entwurf, er existiert nur in dem Maße, in dem er sich verwirklicht, er ist also nichts anderes als die Gesamtheit seiner Handlungen, nichts anderes als sein Leben."
(aus Kindlers Literaturlexikon, Hervorhebungen von mir)

und damit sind wir bei Sigmund Freud:
Der Leser wird besser verstehen, welche besondere Bedeutung die frühe Kindheit für die Psychoanalyse hat, wenn wir auf den Grundpfeiler der psychoanalytischen Lehre, auf das Unbewußte und seine spezifische Dynamik verweisen; denn ein Hauptcharakter des Unbewußten ist die Beziehung zum Infantilen – das Unbewußte ist das Infantile (Freud, VII, 401). Mit der Entdeckung des Unbewußten hat Freud die Vorstellung, die sich die Philosophie und klassische Psychologie vom psychischen Geschehen machten, grundlegend revolutioniert. Die große Bedeutung dieser Entdeckung – die nicht ein Postulat, sondern das Ergebnis von systematischen Beobachtungen darstellt – wird erst verständlich, wenn wir uns in Erinnerung rufen, daß bis zu seiner Zeit »bewußt« und »psychisch« identisch waren (Freud, XIV, 57), man das Bewußtsein für das wesentliche Regulationssystem hielt, welches, in der Kindheit nur unvollständig ausgebildet, im Laufe der Jugendjahre seine Reife erlangt und die Grundlage für alles seelische Erleben darstellt. Neben dieser formalen Organisation existiert ein Gefühlsleben, welches seine eigenen Gesetze hat und von den Prinzipien der Bedürfnisse und Leidenschaften beherrscht ist.

Mit der Freudschen Erkenntnis kam es zu einer Umkehrung der herkömmlichen Denkkategorien und dadurch zu einer tief gehenden Verunsicherung des Menschen. Freud konnte zeigen, daß das Unbewußte die Basis allen seelischen Erlebens ist. Das grundsätzliche Infragestellen der Macht des Verstandes und des Bewußtseins und die Existenz des Unbewußten bedeutet für den Menschen eine schwer erträgliche Verunsicherung, nämlich nicht Herr im eigenen Hause zu sein, seine Gefühle und Phantasien letztlich nicht mit der Kraft des Verstandes beherrschen zu können.

aus Jochen Stork, Die Seelische Entwicklung des Kleinkindes aus Psychoanalytischer Sicht, in Tiefenpsychologie Bd. 2 (Hsg. Dieter Eicke) Hervorhebungen von mir

Der Verfall des Internet

Bruce Willis scheint einer der Leute zu sein, die zwar nichts auf aber umso mehr im Kopf haben.
Beim Spindoktor gibt’s noch weiterführende Links.

Sonntag, 1. Juli 2007

Der Psychische Apparat

Genug aufs Filpchart gemalt, hier kann man ihn sich ansehen:


Weibliche Genitalverstümmelung

Es gibt sie noch.
Zu einem Artikel im Deutschen Ärzteblatt

Freitag, 29. Juni 2007

Gegen Zwangs-QM

Das uns Ärzten von der Regierung und der dahinter stehenden QM-Lobby aufgezwungene sogenannte Qualitätsmanagement sei, so will man uns Ärzten weismachen, in der Industrie längst Standard. Dem setze ich die Manager-Kritik von Jonathan Elis und René Tissen entgegen, die in ihrem Buch „Die sieben Todsünden im Management“ feststellen: (Zitat) „verrät die Aufmerksamkeit, die dem Qualitätsmangement gewidmet wird, wie sehr die Manager der Vergangenheit verhaftet sind … In den wissensorientierten Branchen hat Qualitätskontrolle eher wenig verloren. Wie will man die Qualität von Serviceleistungen bemessen? … ISO und ITO sind die heutigen Qualitätssiegel. Dabei ist der eigentliche Sinn dieser Standards nichts als Standardisierung … Muß ein Floristikunternehmen mit 46 Angestellten seine Arbeit wirklich nach denselben Verfahrensvorschriften abwickeln wie ein multinationaler Konzern mit 250.000 Mitarbeitern? Der gesunde Menschenverstand würde Nein sagen; aber die Zertifikationsinstitute sagen Ja.“ Die ersten Auswertungen der QM-Anwendungen in Artzpraxen haben gezeigt, daß in schlecht organisierten Praxen die Qualität nach Einführung des QM gesunken ist. Dies ist doch genau das Gegenteil dessen, was – im besten Sinne interpretiert – beabsichtigt war. Die Konsequenz muß lauten: Schluß mit Zwangs-QM, Vorrang für den gesunden Menschenverstand. Der sagt nämlich (Zitat) „Sich allein auf Qualität zu konzentrieren, heißt, Manager kümmern sich ausschließlich um die greifbare Aspekte (z.B. Organisationsqualität) anstatt auch um die weniger greifbaren.“ Zum Beispiel: Wird der Patient davon gesund?
aus einem Leserbrief an das Deutsche Ärzteblatt


Durch dieses bescheuerte Qualitätsmanagement wird nur eines passieren: Es wird eine Mentalität entstehen, die der Geisteshaltung in der kommunistischen Planwirtschaft ähnelt: Jeder weiß, daß es Quatsch ist und nicht funktioniert, und jeder wird mitmachen und so tun, als ob es funktioniert. Die einzigen, die was davon haben, sind Sesselfurzer, die sich dadurch ihre Daseinsberechtigung erarbeiten und 30jährige Grünschnäbel, die keinen Bock haben, etwas mit Patienten zu tun zu haben und den Kämpfern an der Front sagen, wo’s langgeht.

Siehe auch meine Posts vom 24.2.2007 und 10.5.2006

Montag, 25. Juni 2007

Von Lucy zu Gorillas im Nebel

Wie ich in meinem Post über die 68er Bewegung (Die 68er Revolution – Wie es anfing, ) ankündigte, hier die näheren Zusammenhänge zwischen Zeitgeist, Lucy und den Gorillas: Angesichts der geistigen Entwicklung in den 50er und 60er Jahre (Stichworte: Emanzipationsbewegung der schwarzen Bevölkerung in den USA, Kommunistenhatz unter McCarthy, Nahostkonflikt, 68er Studentenrevolte) sahen sich weite Teile der westlichen Bevölkerung stark verunsichert. Überall schwebte der Umbruch in der Luft, und der machte vielen Angst, hauptsächlich den Machthabern, die sie an die arbeitende Bevölkerung pflichtschuldigst weitergaben. Angesichts der zunehmend längeren Haarfrisuren der männlichen Bevölkerung sahen sich auch viele, die bisher gar nicht darüber nachgedacht hatten, in ihrer sexuellen Identität infrage gestellt.

Ein kurzer Exkurs zu Sigmund Freuds Geschichte von den drei Kränkungen der Menschheit:
"Mit dieser Hervorhebung des Unbewussten im Seelenleben haben wir aber die böse­sten Geister der Kritik gegen die Psychoanalyse aufgerufen. Wundern Sie sich darüber nicht und glauben Sie auch nicht, daß der Widerstand gegen uns nur an der begreiflichen Schwie­rigkeit des Unbewussten oder an der relativen Unzugänglichkeit der Erfahrung gelegen ist, die es erweisen. Ich meine, er kommt von tiefer her. Zwei große Kränkun­gen ihrer naiven Eigen­liebe hat die Menschheit im Laufe der Zeiten von der Wissen­schaft erdulden müssen. Die er­ste, als sie erfuhr, daß unsere Erde nicht der Mittelpunkt des Weltalles ist, sondern ein winzi­ges Teilchen eines in seiner Größe kaum vorstellba­ren Weltsystems. Sie knüpft sich für uns an den Namen Kopernikus, obwohl schon die alexandrinische Wissenschaft ähnliches ver­kündet hatte. Die zweite dann, als die biolo­gische Forschung das angebliche Schöpfungsvor­recht des Menschen zunichte machte, ihn auf die Abstammung aus dem Tierreich und die Unvertilgbarkeit seiner animali­schen Natur verwies. Diese Umwertung hat sich in unseren Tagen unter dem Einfluss von Ch. Darwin, Wallace und ihren Vorgängern nicht ohne das hef­tigste Sträuben der Zeitgenossen vollzogen. Die dritte und empfindlichste Kränkung aber soll die men­schliche Grössensucht durch die heutige psychologische Forschung erfahren, welche dem Ich nachweisen will, daß es nicht einmal Herr ist im eigenen Hause, sondern auf kärgli­che Nachrichten angewiesen bleibt von dem, was unbewusst in seinem Seelenleben vorgeht."
[aus: Christoph Kraiker, Die Geschichte von den drei Kränkungen (vom Verfasser übersetzter und überarbeiteter Vortrag, gehalten unter dem Titel "Stories on Psycho­analysis" auf der Joint Conference on Ericksonian Hypnosis and Psychotherapy 1992 in Jerusalem. Erschienen unter dem Titel: „The story of the three blows“ in: Hypnos XXI, No 3, 1994, pp 176-180)]

Das Besondere für mich an den 68ern ist, daß die progressiven Kräfte versuchten, bekanntes Wissen in der alltäglichen Realität umzusetzen. Der Spruch »unter den Talaren der Muff von tausen Jahren« meinte nichts anderes als daß die Lehrenden zwar Wahrheiten verkündeten, sie aber nicht selbst lebten. Wie ist denn die Frauenemanzipationsbewegung entstanden? Während die Männer vom sozialistischen deutschen Studentenbund (SDS) stundenlang debattierten, saßen Freundinnen und Ehefrauen in den Nebenräumen und kümmerten sich um die Kinder. Dann ging ihnen ein Licht auf: Warum müssen wir hier mit den Kindern rumsitzen, und unsere Männer schwingen große Reden?

Die 60er und 70er Jahre waren also eine Zeit großer Umwälzungen auf der einen und großer Verunsicherung auf der anderen Seite. In einer solchen Atmosphäre hatte die Entdeckung des »Missing Link« enorme Bedeutung, war er doch sicheres Indiz, daß die Theorien von Darwin nicht nur theoretisch sondern tatsächlich stimmten, daß nicht nur Pflanzen und Tiere sondern auch der Mensch Produkt einer nach bestimmten Gesetzmäßigkeiten ablaufenden Entwicklung waren. Und die »Affen« mit den langen Haaren, die auch noch »freie Liebe« (aus der Protestbewegung gegen den Vietnamkrieg: »Make love not war!«) propagierten (siehe Kommune 1) liefen in zunehmender Anzahl in der Gegend rum. (Man erinnere sich: Noch Anfang der 60er Jahre durfte eine Frau nur mit Zustimmung ihres Ehemannes den Führerschein machen, und er konnte ihr Arbeitsverhältnis kündigen!)

Die Entdeckung des Australopethicus afarensis (siehe meinen oben erwähnte Post mit den entsprechenden Links) war für viele eine Befreiung, die ungefähr folgendes ausdrückte: »Die Wissenschaft beweist, daß wir Recht haben. Das heißt, daß Sexualität zu unserem Wesen gehört, und was zu unserem Wesen gehört, gehört auch gelebt.« Und für die konservativen Kräfte stellte sie eine Niederlage dar.

Sein Skelettaufbau sowie Fußspuren des Australopethicus afarensis, die Mary Leakey in Äthiopien gefunden hatte, ließen es so gut wie sicher erscheinen, daß Lucy aufrecht gegangen war: damals eine Sensation! Mary Leakey war mit Louis Leakey verheiratet und hatte mit ihm zwei Söhne, Richard und Jonathan, alles berühmte Paläoanthropologen. (Ihr Vater war übrigens mit Howard Carter befreundet, der 1922 das Grab von Tutanchamun gefunden hatte.) Mary Leakey war 1959 weltberühmt geworden, als sie in der Olduvai-Schlucht in Tansania den Schädel eines Australopethicus boisei fand, des ältesten je gefundenen Hominiden.

Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band - U2 & Paul Mccartney [Live 8 in Hide Park, London 05'] [2:26]   Text   Übersetzung (Songtexte.com)

Hochgeladen am 27.06.2010
Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band
U2 & Paul Mccartney
Concert Live 8
Hide Park of London
2005

Veröffentlicht am 16.07.2012

Damals ging es in der Auseinandersetzung »was ist menschlich, was ist tierisch« um die Definition des Menschen als selbstreflektierenden und Werkzeuge gebrauchenden Wesens, was ihn von den Tieren unterscheide. (Was wir Menschen immer anzustellen glauben müssen, um uns selbst zu beweisen, daß wir was Besonderes sind!) Es gibt drei Arten von Menschenaffen: Schimpansen, Gorillas und Orang-Utans. Louis Leakey nun schaffte es, drei Frauen von der Notwendigkeit zu überzeugen, diese Menschenaffenarten näher zu untersuchen: ab 1960 beobachtete Jane Goodall das Verhalten von Schimpansen im Gombe Stream Nationalpark in Tansania, Dian Fossey (der Mord an ihr ist bis heute nicht aufgeklärt) untersuchte ab Ende der 60er Jahre das Verhalten von Gorillas (verfilmt mit Sigourney Weaver in »Gorillas im Nebel«), und ab Ende der 70er kümmerte sich Biruté Galdikas um Orang-Utans auf Borneo. Leakey war der Auffassung, daß der Gebrauch von Werkzeugen den Vormenschen zu einem echten Menschen mache. Obwohl Jane Goodall bei Schimpansen den Gebrauch von Werkzeugen nachweisen konnte, konnte dies die populäre Auffassung von der Definition des Menschen bisher nicht ins Wanken bringen. (Auch das wird die Zeit ändern.) Leakey war der Meinung, nur Frauen seien dazu in der Lage, über lange Zeit einsam zu sein, um dieser Aufgabe nachgehen zu können…

Joe Cocker - With A Little Help From My Friends [5:58]

Hochgeladen am 04.11.2006
Queen's Golden Jubilee 
3 june 2002
Phil Collins - drums
Brian May - guitar

Lucy in the Sky with Diamonds (live) - The Beatles [4:14]
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Und so führte letzlich Lucy unter anderem Dian Fossey in den Nebel der Vorgeschichte des Menschen…



und hier noch ein Link zu einem Bericht über den Film, den Hubert von Goisern über Jane Goodall gedreht hat:
- African Queen - Von Goisern nach Gombe (HubertvonGoisern, März 2007)
siehe auch:
- Talk Spezial mit Jane Goodall und Hubert von Goisern (Servus TV, 06.10.2014)

Und weil Ihr den ganzen Wust von Informationen so brav habt über Euch ergehen lassen, hier zur Belohnung noch eins der schönsten Stücke von Hubert von Goisern (Heast as nit):

Hubert von Goisern, Die Alpinkatzen - Heast as net [4:22]


Hochgeladen am 03.10.2009
Music video by Hubert von Goisern und die Alpinkatzen performing Heast as net. (C) 1994 BMG Ariola Austria GmbH

… aber er kann auch anderster … (Koa Hiatamadl)

Hubert von Goisern und die Alpinkatzen - Koa Hiatamadl [4:00]


Hochgeladen am 05.04.2011
Hubert von Goisern und die Alpinkatzen - Koa Hiatamadl (1992)

Text :

Esgrausaugatenschiaschaurignschachtlzoti­genhoiwangedenweiwer, huldioeoedei,
mogst mi Du ned, mog i di...

Jo mei, jo mei,
wann i mer um a dirndl schau,
dann woas i schon genau,
rund muß sei und a wengerl resch,
ju mei.

Jo mei, jo mei,
die meißten Weiber ham a Gstell,
san dürr und mager wie der Wöll
mei, jo mei, a solch eine, die kunts nie sei.

Koa Hiatamadl mog i ned,
hoat koana dickn Wadl net,
i mog a Madl aus der Stadt,
was dicke Wadln hat.

Koa Hiatamadl mog i ned,
hoat koana dickn Wadl net,
i mog a Madl aus der Stadt,
was dicke Wadln hat.

Jodler...

Jo mei, jo mei,
die Moni mit de grianen Hoar
is scheener no wia vorigs Joahr,
hoat a grad net wenig auf der woag.

Mei o mei,
die andern medl kenn i schon,
da renn i lieber glei davon,
is nix dran, net hind und net voran.

Koa Hiatamadl mog i ned,
hoat koana dickn Wadl net,
i mog a Madl aus der Stadt,
was dicke Wadln hat.

Koa Hiatamadl mog i ned,
hoat koana dickn Wadl net,
i mog a Madl aus der Stadt,
was dicke Wadln hat.

Schee san dia, Landlertanz,
schee san dia, Almenkranz,
drom auf'm Huat wo's schee quickgizen duat.

Hipduliö, hipduliö, hipduliö, hipduliö,
Hipduliö, hipduliö, hipduliö, hipduliö

Jodler...

… einen hab’ ich noch, einen hab’ ich noch: Solide Alm (die schönere Version habe ich nicht gefunden)

HUBERT von GOISERN & die ALPINKATZEN - Solide Alm "Live aus München 1992" [4:39]


Veröffentlicht am 18.01.2014
Hubert von Goisern & die Alpinkatzen - Solide Alm "Live aus München 16.11.1992 " Bayern3 TV (Neuer upload wegen zuvor festgestellter Störung des vorhergehenden Uploads)

zuletzt aktualisiert am 23.02.2016

Die Post ist da

Frau Ursula Neumann, eine ganz rührige Kollegin, hat wieder einige interessante Artikel auf ihrer Seite: www.ursula-neumann.de
Ich werde den Link auch in meine Linkliste aufnehmen.

And then there were thirty-three…


(damals hieß die Zeitung, glaube ich, noch »Idar-Obersteiner Nachrichten«)

Genesis In Concert 1976 (speed corrected) {44:32}
panurge987
Am 11.09.2012 veröffentlicht 
I used Sony Vegas to fix the speed issue that this footage has always had (even the version on the Trick of The Tail DVD was way too fast). I don't understand why the Genesis people couldn't be bothered to fix this before releasing it on their DVD. It was a pretty simple fix.

Genesis Live in Concert 1976 HD / HQ Full Show in one Video ! {42:38}

oldGenesisStuff
Am 11.08.2012 veröffentlicht 
Hey , i have uploaded the full concert from " Genesis Live in Concert 1976 " for you in HD and HQ . Enjoy it :)
You can download the movie from genesis-movement.org


Genesis - France TV " Melody " Live 1974 - All Songs - HD - Rework - best quality on YouTube {30:25}

oldGenesisStuff
Am 24.12.2012 veröffentlicht 
Hello my Genesis friends , I wish all to you a merry christmas and a happy new year .
This video is a great rework from the TV show " Melody " in france . The video is now in HD and 16:9 format .
The show has the following songs : Supper's Ready , I Know what I Like
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(die beiden letzten Bilder sind aus der HAZ)

Mit folgendem Lied habe ich Genesis kennengelernt. Damals waren Stücke, die nicht auf eine (Vinyl-)Single paßten, sehr rar, wurden auch in kaum einer Hitparade gespielt, weil zu sperrig. AFN (American Forces Network) spielte damals sonntags, zwischen elf und zwölf Uhr, solche fast unbekannten Stücke. Von dem hier war ich total begeistert und schickte eine Postkarte an den Sender, auf welcher ich nach dem Namen des Stückes und der Gruppe fragte. Antwort: Genesis, Firth of Fifth, von der LP Selling England by the Pound (der Titel des Stücks ist eine Anspielung auf einen Meeresarm in England mit berühmten Brückenkonstruktionen, der LP-Titel war damals ein Wahlkampfslogan der Labour Party). Hier die Aufführung aus dem Jahr 2007:

Genesis - Firth Of Fifth - Seconds Out - Superior Quality [8:40]


Veröffentlicht am 18.03.2012
nuff said.
Hier nochmal für Fans das Piano-Intro:
13 year old girl plays Firth of Fifth by Genesis [1:18]

Veröffentlicht am 28.07.2013
Piano intro to Genesis' Firth of Fifth.
To see her Lamb Lies Down on Broadway intro video, go to...
https://www.youtube.com/watch?v=D-oGy...
In »Dancing with the Moonlit Knith« kommmt der Plattentitel vor. Auf dem Hannover-Konzert hat Genesis das Stück nicht gespielt. Als Sänger ist hier noch Peter Gabriel zu sehen

Genesis - Genesis - Dancing with the Moonlit Knight - LIVE 1973 (Remastered HQ) [6:36] Text


Hochgeladen am 10.09.2011
Audio remastered by me - I've found many videos with this song live, but each had really terrible sound. I couldn't find a video from this concert with good audio, so I did my best to remaster it and I hope that you will enjoy it too.
Shepperton Studios - 1973 - Selling England by the Pound - Dancing with the Moonlit Knight.
I think that Selling England by the Pound was their best album. I love Genesis with Peter Gabriel



und das haben sie auch gespielt: »Follow You, Follow Me«

Genesis - Follow You Follow Me [3:47]

Hochgeladen am 27.02.2009
R-Kive is available to order now
Digital: smarturl.it/RKivedigital
Physical: smarturl.it/RkiveCD




Genesis können auch böse sein und sich über sich selbst lustig machen: »Land of Confusion« (man beachte die Anspielung auf 2001 – Odyssee im Weltraum)
Genesis Land of Confusion [5:31]

Hochgeladen am 13.10.2009

Der Text in deutscher Übersetzung:

Land des Chaos
Ich muß tausende Träume geträumt habenGejagt von tausenden Schreien.Ich kann sie marschieren hören.Sie kommen die Straße herauf.
Hast Du heute schon die Zeitung gelesen?Sie sagen, die Gefahr wäre vorbei.Aber ich sehe noch immer ihre Feuer,die sie in die Nacht hinausbrennen.
Zu viele Menschen, zu viele Leute,machen zu viele Probleme!Und es gibt nicht viel Liebe zu verteilen.Seht Ihr denn nicht, das hier ist das Land des Chaos!
Wir sind es, die in dieser Welt lebenund diese Hände sind es, die uns gegeben sind.Gebrauchen wir sie also und versuchen wir,einen Ort daraus zu machen, in dem es sich zu leben lohnt.
Oh Supermann, wo bist Du jetzt,wo hier alles drunter und drüber geht?Die mächtigen Männer aus Stahlverlieren Stunde um Stunde mehr die Kontrolle.
Der Ort ist hier und die Zeit ist jetzt!Also sehen wir der Zukunft entgegen.Und es gibt nicht viel Liebe zu verteilen.Sag mir, warum ist hier das Land des Chaos?
Ich weiß noch, vor langer Zeit...Die Sonne schien,und die Sterne glänzten in der Nacht,Der Klang Deines Lachens, als ich Dich in den Armen hielt,So lange ist das schon her...
Heut Nacht komme ich nicht nach Hause.Meine Generation wird es richtig machen!Wir werden nicht bloß Versprechungen machen,von denen wir schon wissen, daß wir sie sowieso nie halten werden.
Zu viele Menschen, zu viele Leute,machen zu viele Probleme!Und es gibt nicht viel Liebe zu verteilen.Seht Ihr denn nicht, das hier ist das Land des Chaos!
Wir sind es, die in dieser Welt lebenund diese Hände sind es, die uns gegeben sind.Gebrauchen wir sie also und versuchen wir,einen Ort daraus zu machen, für den es sich zu kämpfen lohnt.
Wir sind es, die in dieser Welt leben,und dies sind die Namen, die uns gegeben wurden.Traut Euch und zeigt allen,wohin unser Leben führen soll.

The video opens with a caricatured Ronald Reagan (voiced by Chris Barrie), Nancy Reagan, and a chimpanzee (parodying Reagan's film Bedtime for Bonzo), going to bed at 16:30 (4:30 PM). Nancy is absorbed in reading ‘His Way’, Kitty Kelley's unauthorized biography of Frank Sinatra, in which claims are made of sexual relations between Sinatra and the then actress Nancy Davis prior to her marriage to Reagan. Reagan, holding a teddy bear, goes to sleep and begins to have a nightmare, which sets the premise for the entire video. The video intermittently features a line of stomping feet, illustrating an army marching through a swamp, and they pick up heads of Cold War-era political figures in the swamp along the way (an allusion to Motel Hell).
Caricatured versions of the band members are shown playing instruments on stage during a concert: Tony Banks on an array of synthesizers (as well as a cash register), Mike Rutherford on a four-necked guitar (parodying Rutherford's dual role as the band's guitar and bass-player), and two Phil Collins puppets: one on the drums, and one singing.
During the second verse, the video features various world leaders giving speeches on large video screens in front of mass crowds; the video shows Benito MussoliniAyatollah Ruhollah KhomeiniMikhail Gorbachev and his aides (appearing like Frank Sinatra's 'rat pack'), and Muammar al-Gaddafi. Meanwhile, Reagan is shown putting on a Superman suit, fumbling along the way, while Collins sings,
Oh Superman where are you now
When everything's gone wrong somehow
The men of steel, the men of power
Are losing control by the hour.
Meanwhile, the "real world" Reagan is shown drowning in his own sweat (at one point, a rubber duck floats by).
During the bridge, the Superman-costumed Reagan and a Monoclonius-type dinosaur (with punk jewellery) watch a television showing various clips (apparently from the Spitting Image show itself), including Johnny CarsonLeonard Nimoy as Mr. Spock(with a Rubik's Cube), and Bob Hope. This segues into a sequence apparently set in prehistoric times, where the Monoclonius-type and a theropod-type dinosaur (wearing a bow-tie) meet up with Ron and Nancy Reagan and a rather outlandish mammal eats an egg and reads a newspaper. At the end of this part, the ape from the prologue is shown throwing a bone in the air (an allusion to 2001: A Space Odyssey).
As the bone begins to fall there is a sudden switch to Collins catching a falling phone which he uses to inform the person on the other end that he "won't be coming home tonight, my generation will put it right" (which is when a caricature of a 1980s Pete Townshend is seen playing a chord on guitar and giving a thumb-up for putative mentioning of his own song, "My Generation") and on the "we're not just making promises" verse the bone lands (on top of David Bowie and Bob Dylan). Reagan is then shown riding the Monoclonius through the streets while wearing a cowboy hat and wardrobe (a reference to Reagan's down-home public persona and ranch). As the video nears its climax, there are periodic scenes of a large group of spoofed celebrity puppets, including Tina TurnerMichael JacksonMadonnaBill Cosby and Hulk Hogan singing along to the chorus of the song, in a spoof of the charity-driven song "We Are the World", with Pope John Paul II playing an electric guitar.
At the end of the video, Reagan awakens from his dream, and surfaces from the sweat surrounding him; Nancy at this point is wearing a snorkel. After taking a drink (missing his mouth and, indeed, his face), he fumbles for a button next to his bed. He intends to push the one labelled "Nurse", but instead presses the one titled "Nuke", setting off a nuclear weapon. Reagan then replies "Man, that's one heck of a nurse!" Nancy whacks him over the head with her snorkel.
The video, directed by John Lloyd & Jim Yukich and produced by Jon Blair, won the short-lived Grammy Award for Best Concept Music Video during the 30th Annual Grammy Awards.[4] The video was also nominated for an MTV Video Music Award for Best Video of the Year in 1987, but lost to "Sledgehammer" by Peter Gabriel (coincidentally, Genesis' former lead singer). It also made the number-one spot on The Village Voice critic Robert Christgau's top 10 music videos in his year-end "Dean's List" feature, and number three on the equivalent list in his annual survey of music critics, Pazz & Jop (again losing out to "Sledgehammer").[5] (Land of Confusion, engl. Wikipedia)

Ein phantastisches Schlagzeug-Duett von Phil Collins und Chester Thompson, der die Band schon seit vielen Jahren begleitet, gab es auch:
Genesis - Conversations with 2 stools (drum duet) [6:44]

Hochgeladen am 26.04.2011
"Conversations with 2 stools" (drum duet: Phil Collins & Chester Thompson) + beginning of "Los endos".
Live in Rome (July 14th, 2007), album "When In Rome 2007".




Und zum Schluß noch »Los Endos«

Genesis: Los Endos live 1976 [7:02]

Hochgeladen am 13.01.2012
This is "Los Endos" from the laserdisc "Genesis In Concert 1976".



Und hier noch die Setlist (das Wort kenne ich auch erst seit heute) des Hannover-Konzerts:

Behind The Lines / Duke’s End
Turn It On Again
No Son Of Mine
Land Of Confusion
In The Cage / The Cinema Show / Duke’s Travels
Afterglow
Hold On My Heart
Home By The Sea / Second Home By The Sea
Follow You Follow Me
Firth Of Fifth / I Know What I Like
Mama
Ripples
Throwing It All Away
Domino
Drum Duet
Los Endos
Tonight Tonight Tonight
Invisible Touch

I Can’t Dance
The Carpet Crawlers



=> HAZ-Artikel vom 25.6.07
=> Songtexte
=> Wikipedia
=> offizielle Webseite
=> Photogallerie vom deutschen Fanclub
=> zu einem Aufsatz von Udo Gerhards, Was ist Progressive Rock? (siehe die Kapitel 1.3.3 und 1.3.4)
aktualisiert am 24.01.2015