Samstag, 17. Mai 2014

Heute vor 60 Jahren – 17. Mai 1954: Der Oberste Gerichtshof der USA hebt die Rassentrennung an Schulen auf

Ungleiche Hautfarbe, gleiche Schule? 

Vor 60 Jahren, am 17. Mai 1954, ebnete der Oberste Gerichtshof der USA in Washington mit einer Grundsatzentscheidung den Weg für die Gleichberechtigung in den Schulen. Die Trennung von schwarzen und weißen Kindern sollte 100 Jahre nach Ende der Sklaverei in den USA endlich aufgehoben werden. Vorangegangen waren wachsende Proteste der schwarzen Bevölkerung. Die »Nationale Vereinigung zur Förderung farbiger Bürger« klagte gegen die Rassentrennung an Schulen. 

Ein schwarzer Schüler unter Schutz der Nationalgarde
auf dem Weg zu seiner Schule in Kentucky, 1956

Der Fall der kleinen Linda Brown aus Kansas landete so vor dem Obersten Gerichtshof. Linda musste täglich acht Kilometer zur Schule für Schwarze fahren, weil die Schule für Weiße direkt vor ihrer Haustür sie nicht aufnehmen wollte. Die beklagten Südstaaten warnten die Richter davor, sich in ihre Belange einzumischen. Der Ku-Klux-Klan drohte sogar mit einem neuen Bürgerkrieg. Doch das Oberste Gericht ließ sich nicht beeindrucken, die neun Richter beschlossen einstimmig, die Rassentrennung sei verfassungswidrig. Nach dem Urteil weigerten sich besonders die Südstaaten, es umzusetzen. So dauerte es in South Carolina neun Jahre, bis die erste gemeinsame Schule eröffnet wurde. 

Was am 17. Mai noch geschah: 
1992: Bei München wird der neue Franz-Josef-Strauß-Flughafen in Betrieb genommen. 

Harenberg - Abenteuer Geschichte 2014 
siehe auch:
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Freitag, 16. Mai 2014

Ukraine 11 – Unsere Medien: Nicht-Berichten und Sprachverdrehung und der Krieg »Reich gegen Arm«

 
Telepolis (17.05.2014) und RIA Novosti (16.05.2014) berichten übereinstimmend, die ukrainische Staatsanwaltschaft habe die beiden abtrünnigen Volksrepubliken Donezk und Lugansk, die beiden östlichsten Oblasts, zu „Terrororganisationen“ erklärt. (siehe auch Ukrainian News, 16.05.2014) Telepolis: »auf Anweisung des Justizministers Pavlo Petrenko«

Russisch in der Ukraine (Quelle: FAZ.net)
In keinem unserer »Leitmedien« habe ich diese Entscheidung bisher (Stand: 14.08.2014) erwähnt gefunden. 

Am 17.05. (Stand:16:19, geleseen: 20:00) berichtet die Tagesschau vom ergebnislosen zweiten Treffen des Runden Tischs und verniedlicht das ausgrenzende Verhalten der Übergangsregierung.

Nach den Gesprächen im ostukrainischen Charkiv sagte Regierungschef Arseni Jazenjuk, die Führung in Kiew sei bereit, "alles für eine Einheit des ukrainischen Staates zu tun". Um eine Lösung der Krise zu finden, solle es weitere Runde Tische geben.
[…]
Wie bereits beim ersten, ergebnislosen Treffen am vergangenen Mittwoch in der Hauptstadt Kiew waren die Führer der bewaffneten Separatisten auch dieses Mal nicht eingeladen.
[…]
Jazenjuk betonte er erneut, dass es Verhandlungen mit "Terroristen" nicht geben werde. Gemeint sind die militanten prorussischen Kräfte, die in den Metropolen Lugansk und Donezk unabhängige Volksrepubliken ausgerufen hatten. Zugleich sprach er sich für einen besonderen Schutz der russischen Sprache und für eine "Dezentralisierung der Macht" aus - also für die Abgabe von Zuständigkeiten aus der Hauptstadt Kiew an die Regionen.
Der kommunistische Abgeordnete Alexander Bandurka kritisierte die Teilnehmerauswahl beim Runden Tisch. "Wir reden nicht mit denen, die gegen uns sind", sagte er. "Wir können sie nicht ignorieren." Die Volksabstimmungen, in denen sich die Regionen Donezk und Lugansk unabhängig erklärten, hätten zwar rechtlich keine Konsequenz, zeigten aber doch den Willen der Menschen und dürften nicht ignoriert werden, sagte Walery Holenko, der Chef der Regionalverwaltung von Lugansk. Die Menschen hätten sich massenhaft an dem Referendum beteiligt, sagte Holenko.

Jazenjuk beteuert also, alles für die Einheit des ukrainisches Staates zu tun, während kommunistische Abgeordnete die Teilnehmerauswahl kritisieren. Was damit gemeint ist, daß die »Führer der bewaffneten Separatisten« wieder nicht eingeladen waren, bleibt unklar. Auf den Videos meines Posts über Mariupol (10.05.2014) waren die Menschen der Stadt – bis auf eine Ausnahme – unbewaffnet. Natürlich gibt es bei einer halben Million Menschen auch Bewaffnete! Den Rest kann man sich denken. Wenn man jetzt alle zu bewaffneten Separatisten – und nach dem Beschluß der Staatsanwaltschaft sogar die beiden Regionen – zu Terroristen erklärt, wer käme dann noch nach Kiew, selbst wenn er eingeladen würde?

Aber die Tagsschau beschwichtigt und erklärt: »Gemeint sind die militanten prorussischen Kräfte, die in den Metropolen Lugansk und Donezk unabhängige Volksrepubliken ausgerufen hatten.« 
Was für eine Sprachverdrehung! 

Volker Pispers über antirussische Propaganda der USA in Deutschland [6:19] [6:20]

Veröffentlicht am 22.12.2013
Ausgewählte Ausschnitte mit Volker Pispers über antirussische Propaganda der USA in Deutschland.

Wie Telepolis weiter berichtet, stellt der schwedische Außenminister, der sich gerade in Kiew aufhält (Was hat der da eigentlich zu suchen? Was wäre, wenn der russische Außenminister nach Mariupol kommt?), klar, daß er von ordnungsgemäßen Wahlen ausgeht. (Kiew erklärt "Volksrepubliken" in Donezk und Lugansk zu "Terrororganisationen", Telepolis, 17.05.2014)

Interessant ist, dass er zwar jetzt schon die Übergangsregierung als "vollständig legitim" bezeichnete, aber meinte, es sei trotzdem wichtig für die Stabilität, "so schnell wie möglich eine vollständig legitime Regierung" zu haben. Zwar würden die Separatisten die Wahl in der Ostukraine zu stören versuchen, er sei aber überzeugt, dass "freie und faire Wahlen im Großteil der Ukraine" durchgeführt werden können. Das macht schon deutlich, dass der Westen das Wahlergebnis auch dann anerkennen wird, wenn größere Teile der Ostukraine nicht an den Wahlen teilnehmen. 
(Kiew erklärt "Volksrepubliken" in Donezk und Lugansk zu "Terrororganisationen", Telepolis, 17.05.2014)
 
Auch dies berichten unsere Leitmedien nicht. 

Genausowenig wie über die Empfehlung des Chefs der Übergangsregierung Jazeniuk, der dem künftigen Präsidenten empfiehlt, als erstes nach Brüssel zu reisen und seine Unterschrift unter den wirtschaftlichen Teil des EU-Assoziierungsabkommens zu setzen. (Quelle: RIA Novosti, 16.05.2014)

Auch nicht berichtet wird über die Beschlußvorlage im ukrainischen Parlament über die Auflösung der kommunistischen Partei. (Quelle: RIA Novosti, 16.05.2014)

Auch nicht berichtet wird über Julia Timoschenkos Vorschlag, parallel zur Präsidentenwahl am 25. Mai ein Referendum zur EU- und zur NATO-Mitgliedschaft der Ukraine abzuhalten. (Quelle: RIA Novosti, 16.05.2014)

Die westlich ausgerichtete ukrainische Polit-Prominenz wirft sich der EU dermaßen ungehemmt in die Arme, daß es einem schon fast peinlich ist. Die West-Ukraine entscheidet über die Gesamt-Ukraine und West-Politiker erkennen die Wahl schon jetzt an. Gibt es jetzt noch jemanden im politischen Westen, der »Nein« sagen kann?

Wir werden in ein paar Jahren die Suppe auszulöffeln haben, wenn wir neben Griechenland den nächsten Rettungsschirm für die Ukraine aufzuspannen haben. Die ukrainischen und US-amerikanischen Oligarchen dürfen dann über den Sieg des freien Westens ihren Champagner trinken, während sich die Bevölkerung über immer größere Löcher in den sozialen Netzen wundert, abgehalfterte Politiker vor den Türen der ukrainisch-US-amerikanischen Energiekonzerne Schlange stehen und sich die Polizei nun auch noch mit der ukrainischen Mafia herumschlagen muß.

Die beiden »terroristischen Oblasts« können sich selbst nicht am Leben halten und werden unter die russische Decke zu schlüpfen versuchen, und der Westen wird Russland dafür noch mit ein paar Sanktionen belegen.

Die Sache ist gelaufen, meinen Glückwunsch an die US-amerikanischen und ukrainischen Oligarchen!

John D. Rockefeller über die Weltherrschaft (mit deutschen Untertiteln) [1:23]

Veröffentlicht am 27.06.2012
John D. Rockefeller der IV - 1991 über die Weltherrschaft und über Pat Buchanan. Deutsch übersetzt von BilderbergerTV.
(zur Lang-Version)

Europa hat eine Gelegenheit versäumt und die Amis lachen sich ins Fäustchen.
Und während die Welt noch auf die Ukraine starrt und hofft, daß sich ein Krieg verhindern läßt, haben unsere europäischen und US-amerikanischen Eliten schon den nächsten Braten in der Röhre: das transatlantischen Freihandelsabkommen. Wäre doch gelacht, wenn die Schere zwischen Arm und Reich nicht noch ein bißchen weiter auseinandergehen würde…

Wealth Inequality in America [6:24]
Veröffentlicht am 20.11.2012
Infographics on the distribution of wealth in America, highlighting both the inequality and the difference between our perception of inequality and the actual numbers. The reality is often not what we think it is.
References:
http://www.motherjones.com/politics/2...
http://danariely.com/2010/09/30/wealt...
http://thinkprogress.org/economy/2011...
http://money.cnn.com/2012/04/19/news/...

Die Reichen werden immer schneller reicher (Telepolis, 19.05.2014) 
Zitat:
»Die tausend reichsten Briten haben zusammen nach der Times ein Vermögen von über 630 Milliarden Euro, ein Drittel des britischen BIP. Und es geht ihnen immer besser, zumindest was die Anhäufung des Vermögens angeht, das sich allein in einem Jahr um 15,4 Prozent vermehrt hat. Von solchen Lohnsteigerungen können die normalen Angestellten nur träumen, auch für die meisten Selbständigen und Kleinunternehmer ist das Jenseits des Vorstellbaren. 104 Milliardäre leben jetzt in Großbritannien. Das sind pro Kopf der Gesamtbevölkerung mehr als in jedem anderen Land – und on London leben mit 72 Milliardären mehr als in allen anderen Großstädten. Seit 2009 hat sich das Vermögen der tausend Reichsten verdoppelt.«

Europa: „Putsch einer kleinen Elite gegen den demokratischen Staat“ (DeutscheWirtschaftsNachrichten, 24.05.2014) 
Jürgen Roth, einer der bekanntesten investigativen Autoren Deutschlands, deckt in seinem neuen Buch auf, wie ein kleines Netzwerk der politischen und wirtschaftlichen Elite den sozialen und demokratischen Staat abschaffen will. Roth ist der Auffassung, dass Europa wegen der Machenschaften dieser Clique zerbrechen wird. Er sagt, dass sich die Apathie Deutschlands eines Tages bitter rächen werde.

- »Die reichsten fünf Prozent besitzen mehr Vermögen als angenommen« – Studie der Europäischen Zentralbank zur Vermögensverteilung in der EU, 14.7.2014 (engl. Originalfassung) (Blätter für deutsche und internationale Politik)
One very well established fact about the distribution of wealth, one that is often recurring in the public debate, is its substantial positive skew. That is, only a small percentage of the population hold a considerable fraction of total wealth. For instance, in the US, the one percent richest households hold approximately 30 percent of total household wealth; the five percent richest households hold approximately 60 percent of wealth. Good measurement of these relative shares of wealth holdings are important. For instance, macro-economic models are sometimes calibrated using these shares. In addition, the wealth distribution is a topic of broad public interest.
Dowloadlink für die gesamte Studie am Ende des Artikels

- Einkommensunterschiede – Die Ungleichheit in Amerika wächst (NachDenkSeiten, 09.09.2014)
Nur die obersten 10 Prozent profitieren von steigenden Einkommen, zeigt eine Untersuchung der amerikanischen Notenbank. Seit der Finanzkrise gibt es insgesamt eine langsame Erholung.
Die Einkommensunterschiede in den Vereinigten Staaten haben sich in den vergangenen drei Jahren deutlich verstärkt. Das durchschnittliche Familieneinkommen stieg real, also um Preissteigerungen bereinigt, von 2010 bis 2013 zwar um 4 Prozent. Dieser Zuwachs kam aber nur bei den obersten 10 Prozent an, deren Einkommen im Durchschnitt um 10 Prozent auf 397.500 Dollar stiegen. In mittleren Einkommensklassen stagnierten die Einkommen, während sie bei den unteren Einkommensklassen sanken. Das zeigt eine statistische Erhebung der Notenbank Federal Reserve zur Finanzlage von Familien, die die Fed alle drei Jahre durchführt.
Die Untersuchung verdeutlicht, wie sehr die Finanzkrise die finanzielle Lage der privaten Haushalte in Mitleidenschaft gezogen hat und wie lange es dauert, bis diese Verluste aufgeholt sind. Selbst das Durchschnittseinkommen in der höchsten Einkommensklasse liegt noch niedriger als 2007 direkt vor der Krise.
Quelle: FAZ

dazu paßt auch:
- For The First Time Ever, More Than Half The Members Of Congress Are Millionaires (02.06.2014) 
Wealthy members of Congress are living the high life at taxpayer expense, while most of the rest of the country continues to suffer through one of the worst economic periods in our lifetimes. According to an analysis conducted by the Center for Responsive Politics earlier this year, more than half of the members of Congress are millionaires. This is the first time that this has ever happened in U.S. history. In addition, the same study found that a hundred members of Congress are actually worth at least five million dollars. We have a government of the wealthy, by the wealthy and for the wealthy, but as you will see below, that isn’t stopping members of Congress from wasting taxpayer money in some incredibly bizarre ways. Millions of dollars are being spent on “office expenses” and on the hair care needs of Senators, but very little is being done to stop this abuse. It is almost as if the American people have just accepted that this is how “big government” is supposed to operate.

- Neue Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) – Reichtum in Deutschland wächst und verfestigt sich (Franz Kersjes, Neue Rheinische Zeitung, 15.10.2014)
Ebenso wie die Armut hat auch der private Reichtum in Deutschland über die vergangenen zwei Jahrzehnte deutlich zugenommen. Der Anteil der Personen, die nach dem in der Wissenschaft verbreiteten relativen Reichtumsbegriff reich oder sehr reich sind, liegt heute um ein gutes Drittel höher als Anfang der 1990er Jahre: Galten 1991 noch 5,6 Prozent aller Menschen in Deutschland wegen ihres verfügbaren Haushaltseinkommens als reich oder sehr reich, waren es 2011, dem jüngsten Jahr, für das Daten vorliegen, 8,1 Prozent. Zudem haben vor allem die Einkommen der sehr Reichen stärker zugelegt als im Durchschnitt der Gesellschaft. .

Georg Schramm - Der Krieg "Reich gegen Arm" - Warren Buffet - Deutscher Kleinkunstpreis 2013 [3:44]

Veröffentlicht am 25.02.2013 
Der Deutsche Kleinkunstpreis, verliehen durch das Mainzer Forum-Theater "unterhaus", ehrt hervorragende Künstler aus Kabarett und Kleinkunst. Der Preis gilt als die bedeutendste Auszeichnung auf allen Gebieten der Kleinkunst. Durch die Veranstaltung führt in diesem Jahr Georg Schramm.

- Umfrage: Keine Außenpolitik ist die beste Außenpolitik (Telepolis, 20.05.2014)
Steinmeier will Graben zwischen dem Willen der politischen Eliten und dem der Bevölkerung "überbrücken" 
Der 2003 verstorbene Ständerat Sigmund Widmer prägte für die schweizerische Haltung im Kalten Krieg das Bonmot "keine Außenpolitik ist die beste Außenpolitik". Dieses Heraushalten, das die Eidgenossenschaft damals praktizierte, würde in Deutschland heute deutlich besser ankommen als die Außenpolitik, die die politische Elite dort aktuell anstrebt.
- Von ARD & Co. übersehen? US-Parlament fordert Kontrolle der US-Kriegsführung (Telepolis, 20.05.2014) 
Während unsere Medien ausführlich, aber wenig ausgewogen über den Bürgerkrieg in der Ukraine berichten, schweigen sie zu Initiativen für den Frieden: Im “Authorization Review and Determination Act” fordert Barbara Lee die Aufhebung der Militärgewalt-Ermächtigung AUFM, der sie 2001 als einzige Abgeordnete nicht zustimmte. Die Kriegführung der USA soll wieder parlamentarisch kontrolliert werden. 
Das AUMF ist das am 14.9.2001 erlassene Ermächtigungsgesetz für den „Führer der freien Welt“ George W. Bush. Unter dem Schock der 9/11-Anschläge verabschiedeten beide Kammern des US-Parlaments die „Authorization for Use of Military Force“ (AUMF). Damit bekam der Bush II. volle Präsidialgewalt über Krieg und Frieden, über Leben und Tod. Alle Einspruchs- und Kontrollkompetenzen wurden im AUMF von den Parlamentariern der am besten bewaffneten Demokratie der Welt in einem historisch beispiellosen Akt der Selbstkastration abgeschafft. Es gab nur eine einzige Gegenstimme gegen das AUFM: Die von Congresswoman Barbara Lee – sie kämpft jetzt weiter gegen das US -Ermächtigungsgesetz, das auch Obama für sich in Anspruch nimmt.

Der Unterschied Faschischmus - Kapitalismus. Grafikbearbeitung: Wilfried Kahrs / QPress
(gefunden bei Kritisches Netzwerk)
- Die Herrschaft der Wenigen (Ossietzky, 10/2014) 
Vielleicht wird man sie später einmal als postdemokratisches Phänomen, als extremen Ausdruck des Primats der Ökonomie betrachten. Heute werden sie gern in Osteuropa, vor allem aber in Rußland verortet: Oligarchen. Sie heißen Abramowitsch, Beresowski, Lebedew, Chordokowski, Usmanow und werden in der Regenbogenpresse als exzentrische Milliardäre beschrieben, die Fußballclubs aufkaufen, sich mit teuren Yachten gegenseitig übertrumpfen und Schlösser und Gemälde sammeln. Anfang der 1990er Jahre gab es in Rußland auf Grund der chaotischen Verhältnisse unter Boris Jelzin für einige wenige skrupellose Glücksritter die Chance, in kurzer Zeit vom Tellerwäscher zum Millionär zu werden. Es war jener Raubtierkapitalismus, welcher es einigen Personen ermöglichte, unverschämten Reichtum anzuhäufen. In den Ländern der ehemaligen Sowjetunion sind diese Sumpfblüten eines zerfallenen Imperiums bis heute zu finden. Aber machen wir uns nichts vor: Diese Superreichen, welche mit Hilfe ihres immensen Vermögens wirtschaftlichen und politischen Einfluß ausüben, gibt es in fast allen Ländern.  
Kapitalistische Demokratie. Grafikbearbeitung: Wilfried Kahrs / QPress(gefunden bei Kritisches Netzwerk)

Claus von Wagner - "Theorie der feinen Menschen" - 3sat 13.10.2013 [44:08]

Veröffentlicht am 02.06.2014
Ausschnitte aus dem Programm "Theorie der feinen Menschen" von Claus von Wagner im 3sat Festival.


zuletzt aktualisiert am 19.10.2014


Ukraine 10 - Joe Bidens Sohn fällt die Treppe hoch (12.05.2014)

Donnerstag, 15. Mai 2014

Richter gegen Chefredakteur 5:0

Den Link zu folgendem Artikel habe ich beim altermannblog gefunden.
- Der Journaille ins Stammbuch (0815-Info.news, 14.05.2014)

Wie schreibt der alte Mann so schön: »Feinstes Florett« 

Chapeau!


Mittwoch, 14. Mai 2014

Heute vor 25 Jahren – Carlos Menem wird argentinischer Ministerpräsident

Von einer Krise in die nächste 

Wachsende Arbeitslosigkeit und steigende Inflationsraten führten zu einem Sieg der peronistischen Partei bei den Wahlen im Mai 1989 in Argentinien: Carlos Menem wurde am 14. Mai 1989, heute vor 25 Jahren, argentinischer Präsident und blieb es zehn Jahre lang. Der Sohn syrischer Einwanderer begann seine politische Karriere zu Lebzeiten des von ihm bewunderten Juan Perón in der Provinz La Rioja, die er später als Gouverneur regierte. Die Zeit der Militärdiktatur (1976-1983) verbrachte er teils im Gefängnis, teils unter Hausarrest.

Carlos Menem und seine Frau Zulema Yoma bei der Siegesparade in Buenos Aires, Juli 1989

 Menems Amtszeit begann mit Erfolgen: Er besiegte die Hyperinflation, koppelte die Währung 1:1 an den US-Dollar und privatisierte die Staatsbetriebe. Zudem gelang es ihm, die einflussreichen Militärs zu neutralisieren. Aber es half nichts: Ab September 1998 erlebte Argentinien die stärkste Rezession des Jahrzehnts. Wegen seiner Wirtschaftspolitik, der Tolerierung von Korruption und der Begnadigung von verurteilten militärischen Führern verlor er schließlich die Unterstützung der Armen und der Arbeiterklasse, die ihn gewählt hatten. Im Dezember 1999 löste ihn Fernando de la Rúa als Präsident ab. 

Was am 14. Mai noch geschah: 
1948: David Ben Gurion ruft in Tel Aviv den Staat Israel aus. 

Harenberg - Abenteuer Geschichte 2014 

Dienstag, 13. Mai 2014

Montag, 12. Mai 2014

Ukraine 10 - Joe Bidens Sohn fällt die Treppe hoch


Jobs for the boys: Biden's son signs for Ukraine gas giant {3:35}

Veröffentlicht am 14.05.2014 
A son of the US Vice-President has joined the board of directors of Ukraine's largest private gas producer. Hunter Biden now leads the company's legal unit - getting the position a few weeks after his father's trip to Kiev. And, as Marina Portnaya explains, this could be more than just a coincidence. READ MORE: http://on.rt.com/bisl8z
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Robert Hunter Biden (* 4. Februar 1970 in WilmingtonDelaware) ist ein US-amerikanischer RechtsanwaltWirtschaftslobbyist und der zweite Sohn des ehemaligen Vizepräsidenten der Vereinigten StaatenJoe Biden.
Biden war verheiratet und hat drei Töchter.[1] Mittlerweile ist er mit der Witwe seines Bruders Beau Biden liiert.[2] Er hält den Grad einen Juris Doctor der Rechtswissenschaften der Yale Law School.[3] Zunächst war Biden als Unternehmer und später als Manager in der Finanzbranche tätig. Unter anderem hatte er mit einem Verwandten und dem Offshore-Banking-Experten Allen Stanford gemeinsam einen Hedgefonds gegründet.[4] Durch Bill Clinton wurde Biden Direktoriumsmitglied für E-Commerce-Politik-Angelegenheiten im United States Department of Commerce.[3] Im Jahr 2006 wurde Biden auf Vorschlag George W. Bushs und bestätigt durch den US-Senat in das Board of Directors des Bahnunternehmens Amtrak aufgenommen,[5] schied jedoch bereits 2009 wieder aus.[6] Darüber hinaus ist Biden als Rechtsanwalt bei der New Yorker Großkanzlei Boies, Schiller & Flexner beschäftigt.[7]
Als Mitbegründer und Manager der Investmentfirma Rosemont Seneca Partners sitzt Biden in den Aufsichtsräten mehrerer Organisationen wie dem Truman National Security Project, das sich um Führungskräfte im Bereich der nationalen Sicherheit bemüht. Zudem ist er Assistenzprofessor an der School of Foreign Service an der Georgetown University, Vorsitzender des US-amerikanischen Ablegers des Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen[6] und Mitglied verschiedener Denkfabriken und Nichtregierungsorganisationen.[8]
Am 12. Mai 2014 gab der größte private Gasproduzent in der Ukraine Burisma Holdings in einer Pressemitteilung bekannt, den Verwaltungsrat mit Biden zu erweitern.[3] Besondere Brisanz erhielt diese Ernennung durch die gleichzeitig grassierende Krise in der Ukraine, in der die russische Staatsführung der US-Regierung und damit auch Bidens Vater vorwarf, Drahtzieher der politischen Verwerfungen in der Ukraine zu sein.[7] Eine republikanernahe Publikation sprach den Verdacht aus, die ukrainische Firma könne mit der Berufung von Biden jr. versuchen, sich eine bevorzugte Behandlung durch die US-Regierung zu verschaffen.[9] In einem Blogbeitrag versammelte Adam Taylor etliche Stimmen, wonach die Personalie die diplomatischen Bemühungen der US-Regierung zur Lösung des Konflikts in der Ukraine gefährdeten.[10] Sevim Dağdelen von der Linken sah in dem Vorgang nicht nur einen Interessenkonflikt, sondern wertete den Ukraine-Konflikt nunmehr als „eine handfeste Auseinandersetzung [der USA] um Ressourcen und Kapital“.[11][Hunter Biden, Wikipedia, abgerufen am 13.09.2019]
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White House, State Dept on Hunter Biden {2:00}

Veröffentlicht am 13.05.2014 
White House, State Dept on Hunter Biden 
May 13, 2014 
www.FreeBeacon.com

- Sohn des US-Vizepräsidenten – Hunter Biden wegen Kokain aus Marine entlassen (freiewelt.net, 17.10.2014)
- Vice: Biden son’s brief Navy career ended after positive cocaine test (Russia Today, 17.10.2014)
- Zweifelhafter Trumpf (junge Welt, 23.09.2014)
Ein neuer Jäger in der Ukraine gesichtet (altermannblog, 17.05.2014)
The Ties That Biden (Der Freitag, 15.05.2014)
Reiner Zufall: Sohn von US-Vize Biden heuert bei Gaskonzern in der Ukraine an (Entwicklungspolitik Online, 15.05.2014)
Eine Personalie mit Nebenwirkungen (Tagesschau, 15.04.2014)
Sohn von US-Vizepräsident profitiert von Ukraine-Politik (Telepolis, 15.05.2014)
Hunter Biden: Sohn des US-Vizepräsidenten arbeitet für ukrainischen Gaskonzern (SPIEGEL Online, 14.05.2014)
Hunter Biden joins the team of Burisma Holdings (Burisma, 12.05.2014)
Biden-Besuch in Kiew: USA versprechen Ukraine neue Millionenhilfe (SPIEGEL Online, 22.04.2014) 
- The Biden family business (New York Post, 28.07.2012)


Die wahren US Interessen in der Ukraine - ARD Monitor [5:20]
Veröffentlicht am 20.03.2014 
Demokratie oder doch nur Geld durch Fracking etc.? Die echten Absichten und Ziele der USA in der Ukraine
mehr unter www.lt-news.com


Die Gewinner der Ukraine-Krise - Hunter Biden - Nachdenkseiten {4:50}

antikriegTV
Am 18.05.2014 veröffentlicht 
Am Montag vermeldete der ukrainische Energiekonzern Burisma eine Personalie mit besonderer Bedeutung: Hunter Biden soll künftig als neues Vorstandsmitglied den Konzern in rechtlichen Fragen beraten und in internationalen Gremien vertreten. Hunter Biden ist der Sohn des US-Vizepräsidenten Joseph Biden und Burisma hat starke wirtschaftliche Interessen im Süden und Osten der Ukraine. Selbst im schmutzigen Öl- und Gasgeschäft kommt es selten vor, dass die politische Klasse derart schamlos persönliche Interessen verfolgt. Wie lange wollen wir uns das noch gefallen lassen? Von Jens Berger.
http://www.nachdenkseiten.de/?p=21712

Mein Kommentar:
Vorneherum wird Angst geschürt, hintenherum macht sich Vitamin B am Fleischtopf breit.

Konstantin Wecker- Empört euch {6:48}


Im Burisma-Kielwasser dieser Polit-Hyänen tummeln sich auch der Oligarch Igor Kolomojskij (Gouverneur der Region Dnjepropetrowsk und Mitglied der Privat-Gruppe) und Alexander Kwasniewski, ehemaliger polnischer Präsident und Vorsitzender der von Wiktor Pintschuk gründeten Yalta European Strategies (zum YES-Vorstand gehören u.a. Jean-Pierre Saltiel, Rothschild Conseil International und Stephane Fouks, Havas):
Ergänzungen zu „Die Gewinner der Ukraine-Krise (Teil II)“ (NachDenkSeiten, 15.05.2014) 

na denn: Guten Appetit!

Das Elitetreffen des Ostens fand statt (Alles Schall und Rauch, 21.10.2013) 
Noch so ein Treffen der Elite über dass die westlichen Medien nie berichten fand zwischen dem 19. und 22. September in Jalta in der Ukraine statt. Siehe meinen ersten Artikel darüber: "Das östliche Pendant der Elitetreffen heisst YES". Ende September 2013 jährte sich die YES-Konferenz in Jalta zum zehnten Male. Die Abkürzung bedeutet "Yalta European Strategy" und ist eine Art Bilderberg-Konferenz des Ostens mit teilweise den selben Teilnehmern.
La main de Soros & Co. dans le désordre ukrainien II par Laurent Glauzy (le librepenseur.org, 19.04.2014)
L’Ukraine et la Rothschild Connexion 
Soros et Pintchouk ont également des connexions avec la dynastie des Rothschild. En 2011, George C. Karlweis, conseiller du baron Edmond de Rothschild, révélait que Rothschild avait fourni à Soros des capitaux pour fonder la banque d’investissement Quantum group of Funds.  
Les couples d'influence (Le Point, 13.12.2002)
Il y a ceux qui ont voulu nous parler d'amour. Ceux qui se sont dit que cela servirait leur carrière. Ceux qui se sont battus pour en être. Ceux qui ont refusé. Ceux qui ne veulent pas se faire photographier avec leur conjoint. Ceux qui ont voulu savoir avec qui ils voisineraient: c'est à la fois tentant et risqué de figurer dans un « Who's Who » des couples d'influence.  

Ukraine 9 – Wider die veröffentlichte Meinung (11.05.2014)


zuletzt aktualisiert am 13.09.2019

Sonntag, 11. Mai 2014

Ukraine 9 – Wider die veröffentlichte Meinung

Auffällig an der Medienberichterstattung über die Ukraine-Krise ist, 

1. daß kein einziges der deutschen (Qualitäts?-) Leitmedien (ARD, ZDF, SPIEGEL, ZEIT, STERN, FAZ, taz)
- die Expansionspolitik der USA, der NATO und der EU in den vergangenen Jahren,
- das EU-Assoziierungs-Abkommen mit der Ukraine,
- die Präsenz von EU-Politikern, US-Nachrichtendienstlern oder US-Söldnern in der Ukraine,
- die faschistoide Ausrichtung vieler Polit-/Wirtschafts-Oligarchen der Ukraine, mit denen sich die westliche Politik gemein gemacht hat,
- die Versuche der ukrainischen Regierungen der letzten Jahre, die Verwendung der russischen Sprache in der Ukraine zurückzudrängen
- das stereotype Beschuldigen Putins oder
- die aggressiven Äußerungen des NATO-Generalsekretär Rasmussen oder von US-Regierungsvertretern
in Frage gestellt hat;
Nun schauen Sie sich Anders Fogh Rasmussen an. Dieser Mann hat scheinbar vergessen, dass er nur Generalsekretär ist. Er war ja selbst an der Entstehung des Strategischen Konzepts der NATO 2010 beteiligt. Und das sieht vor, mit Russland zu kooperieren. Und was passiert? Rasmussen heizte nach meinem Verständnis die Krise verbal ständig weiter an, ruft zur Stärkung der Verteidigungsbereitschaft auf, äußert sich zu Truppenverlegungen ins Baltikum. Der müsste eigentlich deeskalieren und tut das Gegenteil. Deswegen fragten sich erfahrene Köpfe wie Egon Bahr, warum diesen Mann eigentlich niemand zurückpfeift. Rasmussen kommuniziert teilweise wie ein militärischer Oberkommandierender, der er nicht ist! Und die Medien greifen das auf, statt es zu kritisieren. (Ukraine-Berichterstattung: Programmbeschwerde beim Rundfunkrat, Kommunikationswissenschaftler Stefan Slaby im Interview, Hintergrund, 06.02.2016)

Ich nehme mir die Freiheit, auch das Video der Rede eines Rechtsaußen-Politikers (Karl Richter, Bürgerinitiative Ausländerstopp) einzubetten: 
Erste Politiker erkennen Merkels Steuerung der Gewalt in der Ukraine [3:57]

Veröffentlicht am 04.03.2014
BIA-Stadtrat Karl Richter weißt auf die erhebliche Verantwortung westlicher
Politiker und Parteien für die Eskalation in der Ukraine hin und forderten
dazu auf, die Einmischung unverzüglich zu stoppen.

Besonders perfide, so Richter, sei es, daß bundesdeutsche Parteien in der
Ukraine mit „faschistischen Banden" zusammenarbeiteten, während sie in der
Bundesrepublik gleichzeitig versuchten, die NPD zu verbieten.

 2. die »gleichgeschaltet« wirkende Verwendung der Begriffe
- Annexion
- pro-russische Separatisten
- OSZE-Beobachter/OSZE-Mission oder
- die Anweisung, den Begriff »Referendum« in Anführungszeichen zu setzen oder mit dem Zusatz »illegal« oder »sogenannt« zu versehen (Niemand wagt es, laut zu protestieren Junge Welt, 15.05.2014);

3. der fehlende Versuch, das Handeln Putins aus einer russischen, empathischen Sicht oder dem Blick auf die (jüngere oder ältere) Geschichte verstehen zu wollen, verbunden mit der abwertenden Reaktion auf solche Versuche, sowie der Versuch, »Russland-Versteher« des Antiamerikanismus zu bezichtigen und ihnen zu unterstellen, sie stünden den Handlungsweisen Putins kritiklos gegenüber oder sie wollten zurück in die Verhältnisse des Kalten Krieges;


Matthias Platzeck (»In aller Öffentlichkeit was Positives über Rußland zu sagen, das ist ja heute schon fast verboten.«) und Jens Weißflog:
Sich über Russland positiv zu äußern in Deutschland... ist heldenhaft! [1:45]

Veröffentlicht am 14.01.2015
Quelle:
Deutschland+Russland
Verbreitet das Video und erzählt es euren Mitmenschen!
Schaut in meine Playlists zu den verschiedenen Themen und guckt euch die Videos vom ältesten zum neuesten an, um alle Sachverhalte zu verstehen https://www.youtube.com/channel/UCzaQ...
Noch eine Sache zu den Bewertungen: Bitte bewertet die Videos nicht danach, ob ihr den Inhalt verabscheut oder ablehnt, sondern danach ob ihr das Video für informativ haltet und ob ihr weiterhin über solche Sachen informiert werden wollt.
Beispiel: Es wird ein Video gezeigt auf dem bewiesen wird wie ukrainische Nazis die Zivilbevölkerung töten. Das man das nicht gut findet und verabscheut ist schon klar, aber wenn man es dann negativ bewertet, gelangt das Video nie an die breite Öffentlichkeit, aber das ist das Ziel! Positive Bewertung abzugeben ist ganz wichtig!
Übrigens: Das Datum was vor den Videos steht muss nicht unbedingt stimmen. Ich habe es soweit wie möglich versucht korrekt zu halten, aber es manchmal auch nicht herausgefunden und dann das zuletzt gefundene Hochladedatum genommen. Wenn einer das korrekte Datum kennt, bitte melden, dann werde ich es korrigieren.

4. das (selbst-) kritiklose Herunterbeten 
- von Verdächtigungen gegen Putin (»es wird vermutet«, »XY unterstellt Putin«, »XY warnt Putin«)
[ein Permanentlink zum Titel »Putin-Bashing« auf dem altermannblog]
- und der Mär von der moralischen Überlegenheit des Westens

5. die einseitige Beurteilung des Aufenthaltes russischer oder westlicher Offzieller in der Ukraine;

ZDF Heute Journal verstrickt sich in Propaganda-Lügen [1:10]


(Und wenn dann das ZDF einem Fake aufsitzt, verniedlicht dies ZDF-Nachrichtensprecher Claus Kleber in seiner Entschuldigung, redet von einem betrunkenen Hauptmann von Köpenick und bringt auch zum Schluß noch einen Seitenhieb auf Russland unter: als Anzeichen dafür, wie sehr doch Russland mittlerweile die Bewohner der Ost-Ukraine mitsamt der Polizei eingeschüchtert habe. Link zum Info)
Steinmeier verklappt Propaganda an die Schweine da draußen
[Propaganda-Fernsehen; Quelle: Die Anmerkung]

 
6. daß sich von den in der Öffentlichkeit bekannten Politikern und Journalisten fast nur diejenigen mit Ihrer West-Kritik aus dem Fenster hängen, die schon im Rentenalter befinden:
- Gerhard Schröder
- Helmut Schmidt
- Helmut Kohl
- Egon Bahr
- Peter Scholl-Latour
- Gabriele Krone-Schmalz
und die alsdann abgewatscht wurden. (Erstaunlicherweise habe ich dies bei Frau Krone-Schmalz nicht beobachtet.)

In der folgenden Diskussionsrunde erklärt der Grünen-EU-Abgeordnete Werner Schulz in Zivil gekleidete Soldaten zu zivilen Beobachtern:
Ukraine: OSZE Beobachter waren doch Militärs so lügen Politiker [0:48]


Gabriele Krone-Schmalz [14:23]


Fr. Krone-Schmalz erklärt Putin und Russische Außenpolitik [7:37]


Helmut Schmidt, zum Beispiel, wurde angeraten, sich angesichts seiner Senilität doch mit Meinungsäußerungen zurück zu halten, um sich nicht selbst zu demontieren;

7. die magelnde Selbstkritik und die erstaunlich hohe Anzahl von Kommentatoren, die in ihren Kommentaren zu den Berichten deren Einseitigkeit, Konformität und Qualität kritisierten 

und schließlich

8. das Nicht-Berichten bestimmter Ereignisse. 

Ukraine11 – Unsere Medien: Nicht-Berichten und Sprachverdrehung 
siehe dazu auch:
- People-Powered Media Mobilizes Masses While Mass Media Remains Silent (AlterNet, 07.02.2014) 
If we continue to build the independent, people-powered media, greater numbers of people will build up immunity to the destructive misinformation of corporate media.

Volker Pispers - Meinungen und Stimmungen 2014 [21:11]



In welch glücklichem Land leben wir!
Worüber uns die Leitmedien nicht informieren, erfahren wir in der Kabarett-Sendung!

Inzwischen gibt es (habe ich heute auch zum ersten Mal gelesen) anscheinend auch die Sparte »investigatives Kabarett«. Das muß man sich wirklich auf Trommelfell und Großhirnrinde zergehen lassen! (Das erinnert ein bißchen an die Ausstellung von Mark Lombardi im New Yorker Whitney Museum, welches der CIA um die Ausleihe eines seiner Bilder nachfragte, um genauere Einsicht in die Vernetzung von Osama bin Laden gewinnen zu können.)

Investigativen Journalismus betreibt – möglicherweise nicht mehr lange – auch »die Anstalt«.

Die Anstalt - Folge 3 - vom 29.04.2014 [HD] [49:35] [48:39]

JapuDCret Veröffentlicht am 28.03.2015 
© ZDF Die Polit-Satire mit Max Uthoff und Claus von Wagner Playlist mit allen Folgen: https://www.youtube.com/playlist?list... =========================== sonstige Informationen über die Sendung Titelmusik: Kraftklub – Juppe Regie: Frank Hof Drehbuch: Max Uthoff, Claus von Wagner, Dietrich Krauß Erstausstrahlung: 4. Februar 2014 auf ZDF https://www.youtube.com/watch?v=U2_XH... =========================== bei Fragen wenden Sie sich bitte an folgende E-Mail Adresse: Japu_D_Cret@web.de

Das ZDF steht wahrscheinlich in diesen Wochen vor einer schwierigen Entscheidung:
Werden durch die Anstalt zu viele unangenehme Tatsachen unters Volk gebracht, oder ist die Ausstrahlung so etwas wie die »Schwarzwaldklinik« (der Vergleich ist für die Älteren) oder »Germany’s next Topmodel« (der Vergleich ist für die Jüngeren) für kritische Politik-Interessierte? Die könnten sich im Studio oder vor dem Fernseher so auf- bzw. abregen, damit sie danach eben nicht auf die Straße gehen. (Marguerite A. Sechehaye, La réalisation symbolique – Symbolische Wunscherfüllung)

- Zeit vs. ZDF – Journalismus aus der Anstalt (Cicero, 07.08.2014)
Der Streit um eine ZDF-Satire aus der „Anstalt“ zeigt: Journalistische Unabhängigkeit wird in Deutschland sehr eigenwillig definiert. Parteimitgliedschaften sind in Ordnung, Engagement in zivilgesellschaftlichen Organisationen nicht 
Journalistische Unabhängigkeit? Wenn es um Medien in Zentralasien oder Afrika geht, wissen sie in Deutschland immer ganz genau, was sich gehört und was nicht. Staatsnähe ist ein Übel. Parteinähe geht auch nicht: Weil sich im kurdischen Irak politische Gruppierungen in den Medien festsetzen, vergeben die Reporter ohne Grenzen den Stempel „nicht unabhängig“. 
Seitdem sich die ZDF-Sendung „Die Anstalt“ auf dem Höhepunkt der Empörung über die Ukraine-Berichterstattung mit dem deutschen Qualitätsjournalismus beschäftigte, diskutiert man nun auch hier darüber, was geht und was nicht geht.


Nachrichtenansager Claus Kleber im Rededuell mit Joe Kaeser 26.03.2014 - Bananenrepublik {5:37}

Am 28.03.2014 veröffentlicht 
Bananenrepublik1
zu dem »Rededuell« siehe:
- Dr. Seltsam ist heute online (Frank Schirrmacher, FAZ, 28.03.2014)

In die Reihe der Felsen in der Brandung hat sich jetzt auch der Kunst- und Kulturtheoretiker Bazon Brock eingereiht. Wie schon in einigen anderen Fernsehinterviews, die man in den letzten Wochen sehen konnte (Reinhold Beckmann – Gerhard Schröder, Klaus Kleber – Siemens Vorstandschef Joe Kaeser), forderte die Moderatorin Tina Mendelsohn auf 3sat den emeritierten Professor immer unverblümter und hilfloser dazu heraus, Altkanzler Schröder ob seiner Umarmung Putins die mediale Watschn zu verpassen, hatte dem altgedienten Intellektuellen aber schließlich nichts mehr entgegen zu setzen.

Die Männerfreundschaft Schröder-Putin - Bazon Brock 3sat 30.04.2014 - die Bananenrepublik [7:32]

Bevor er bedankt ausgeblendet wurde, wunderte sich Brock über das abrupt erscheinende Interview-Ende: »’N bißchen schnell…«

Bazon Brock ließ Tina Mendelsohn die Luft raus kommentierte genüßlich das Existenz-Blog (30.04.2014)

siehe auch:

- Ohne alternative Medien gibt es keine Wahrheit über die Kriege (Alles Schall und Rauch, 07.04.2010)
- Türkei: Kein Unterschied zwischen einem Cyberangriff und einem militärischen Angriff (Telepolis, 28.03.2014) 
Die Regierung versucht, das geleakte Gespräch über die Auslösung eines militärischen Konflikts mit Syrien für sich zu nutzen 
Der Verdacht besteht schon lange, dass die türkische Regierung über die Unterstützung der syrischen Opposition hinaus auch aus innenpolitischen Gründen mit dem Syrien-Konflikt zündelt (Türkisches Parlament erlaubt Armee militärische Operationen auf syrischem Gebiet). Dass ausgerechnet zeitlich passend während einer Wahlkampfveranstaltung ein syrisches Kampfflugzeug abgeschossen wurde und Regierungschef Erdogan diesen "Akt der syrischen Aggression" auch gleich mitteilte, spricht dafür. Die türkische Regierung drängte auch wegen der dauernden Vorfälle an der Grenze und der vielen Flüchtlinge aus Syrien auf die Einrichtung einer Flugverbotszone oder eines humanitären Korridors, blieb aber damit alleine. Bis auf die Bereitstellung von Patriot-Raketenabwehrsystemen in der Nähe der syrischen Grenze (Gefährliche Defensive der NATO) hat die Nato dem Drängen nicht nachgegeben.
und dazu:
- Verstörend: 1914...2014? (Telepolis, Forum-Kommentar 29.03.2014) 
Der Vorfall reiht sich in eine lange Liste anderer Vorfälle ein, bei denen die Qualitätsmedien wichtige Informationen vorenthalten haben. Im Mai 2013 verübte eine syrische Terrorgruppe, in den Qualitätsmedien mal als Rebellen mal als Opposition bezeichnet, einen verheerenden Bombenanschlag in der Türkei. Ankara übte sich in Kriegsrhetorik. Eine linke Hackergruppe veröffentlichte daraufhin interne Dokumente, aus denen hervorging, dass der türkische Geheimdienst von den Anschlagsplänen schon im Vorfeld wusste, die Terroristen aber einreisen ließ. Die türkische Regierung räumte die Vorwürfe ein. Die Qualitätsmedien schwiegen. https://www.jungewelt.de/downloads/pdf.php?id=8657
- „Der Maidan“ und die Medien (Links-Netz, April 2014) 
In den tonangebenden Zeitungen sowie im Fernsehen werden die Namen von Straßen und Plätzen in letzter Zeit so oft und so selbstverständlich genannt wie die Vornamen von Kindern und die Namen von Haustieren. Ob „Gezi“, „Taksim“, „Tahrir“ oder „Maidan“ – mit diesen Wörtern jonglieren Journalisten „angeberisch wie ein Kleinbürger-Tourist, der sich als Habitué aufspielen will“ (Max Frisch) – also als Weltenkenner, der sich überall auskennt wie in seinem Stadtviertel oder Dorf. Dieser zunächst nur lächerliche Sprachgebrauch verliert seine Harmlosigkeit, wenn man seine politischen Implikationen einbezieht.
- Der Journaille ins Stammbuch (0815-Info - Die News hinter der News, 14.05.2014)
- Stoppt die Nazis in der Ukraine (Alles Schall und Rauch, 16.05.2014) 
- Lüge in Kriegszeiten (Telepolis, 29.07.2014) 
- Vorverurteilung ist in (junge Welt, 31.07.2014) 
- Ukraine-Krise – Fünf Tickets für die Front (ZEIT Online, 09.08.2014)
Unterwegs mit jungen Russen, die in den ukrainischen Krieg ziehen – und das, obwohl sie Putin hassen.
Die ukrainischen Männer werden »Russen« genannt. Der Link auf der Übersichtsseite lautet »Unterwegs mit Russlands Kämpfern«
Man beachte auch die Kommentare…



zuletzt aktualisiert am 06-02-2016


Ukraine 8 – Mariopol und die Berichterstattung (10.05.2014)
Der Ukraine-Konflikt 5 – Die Nagelprobe des Journalismus (21.04.2014)