Die Psychologie betreffenden Posts habe ich in »Roths Psychoblog« eingestellt. Eine Liste der Musikvideos findet sich unter »Tornado’s Music Favourites« (siehe unter »Links«). Das Posten eines Videos schließt das Hinzufügen des Infotextes mit ein. (Ich bemühe mich, offensichtliche Werbung wegzulassen) Dieser gibt also nicht notwendigerweise meine Meinung wieder! Das verwendete Bild stammt aus Bob Dylan’s Video »Jokerman«. Ich speichere keine Daten!
Mal wieder Zeit für eine traurige Nachricht – die Nachricht vom Tod des unabhängigen Journalismus in Deutschland. Offiziell wurde er noch nicht zu Grabe getragen, aber der Leichenduft erfüllt die ganze Republik.
Aktuell tritt er etwas deutlicher zutage und erfüllt die Kommentarspalten im Internet mit Spott und Hohn über eine außerordentlich einseitige Berichterstattung zum Thema Ukraine, zudem erleben wir Erscheinungen in der deutschen Presselandschaft, die man sonst nur in autokratischen Ländern gewohnt ist … wie zum Beispiel Russland.
Die Gleichschaltung der deutschen Presse – und damit der Tod des bundesdeutschen Journalismus und das Ende der “Vierten Gewalt” – ist öffentlich bestätigt worden: hätte es noch eine freie, unabhängige Presse gegeben, wäre ein Aufschrei durch die Republik gegangen: wie ein russischer Autokrat hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel die Chefs des deutschen – bezahlten – Journalismus zusammengerufen und sie auf eine gemeinsame Linie eingeschworen. Ähnliches erlebt man sonst in Bananenrepubliken, wenn Putschisten die Radiosender besetzen, um IHRE Wahrheit unters Volk zu bringen. Anstatt eines Aufschreis deutscher Journalisten gab es jedoch … nur Stille und regierungskonforme Berichterstattung. Erinnern wir uns noch mal daran, wie der Skandal nebenbei erwähnt wurde, siehe Jakob Augstein im Freitag:
Ein paar Monate zuvor, am 8. Oktober 2008, hatte es ein sonderbares Treffen gegeben, das in diesem Zusammenhang Erwähnung finden soll. Die Bundeskanzlerin hatte an jenem Tag die bedeutenden Chefredakteure der bedeutenden Medien eingeladen. Es war die Zeit, in die der Ausbruch der großen Finanzkrise fiel. Man findet keinen ausführlichen Bericht über dieses Treffen, der veröffentlicht worden wäre und überhaupt nur wenige Erwähnungen in den Archiven, nur hin und wieder einen Nebensatz, eine knappe Bemerkung. An einer Stelle liest man in dürren Worten, worum es an diesem Abend im Kanzleramt ging: Merkel bat die Journalisten, zurückhaltend über die Krise zu berichten und keine Panik zu schüren.
mehr: - Der Tod des bundesdeutschen Journalismus (Eifelphilosoph, ZeitZeitung, 08.06.2015) siehe auch: - Wozu noch Journalismus. Beitrag zu einer Serie (Jakob Augstein, Freitag-Community, 15.02.2010) Zitat:
»Wir Journalisten sollten eine Religion der Ungläubigkeit predigen! Ein Heiliger Orden der Ungläubigen, das sollten wir sein. Wir sollten unseren Dienst in Klöstern der Wahrheit tun, über die Schriften gebeugt. Und diese Klöster sollten weit, weit weg sein von den Palästen.« (Guy Talese)
Zitat:
»Aber das “besondere” Handwerk … bedarf spezieller Ausbildung, über die auch ganz offen gesprochen wird – zum Beispiel bei der Kölner Journalistenschule:
Das Sponsoringkonzept der Kölner Journalistenschule gibt Unternehmen die Möglichkeit,
schon während der Ausbildung Kontakt zu den angehenden Politik- und Wirtschaftsjournalisten der Kölner Journalistenschule zu knüpfen;
ihre Öffentlichkeitsarbeit, die Entwicklung ihrer Branche und ihre Unternehmensstrategie den Kölner Journalistenschülern vorzustellen;
die Ausbildung, einzelne Ausbildungselemente oder die technische Ausstattung der Kölner Journalistenschule finanziell zu unterstützen.
Hier können sich Unternehmen schon während der Ausbildung genehme Journalisten kaufen, mieten oder warm halten, hier kann man angehende Meinungsbildner in Deutschland “von der Pike auf” formen, damit es später keine bösen Überraschungen gibt. Den Service nehmen folgende Unternehmen in Anspruch: Bayer, Ergo, RWE, Henkel, Telekom, BP und einige andere hochrangige Konzerne in Deutschland. Der Fettdruck wurde von der Schule selbst vorgenommen – und sagt genug aus. Hier kauft man sich als Konzern Politik- und Wirtschaftsmeinung.
Die Ukrainekrise hat gezeigt, wie erfolgreich die Züchtung von “Systemjournalisten” betrieben worden ist: 2014 ist es gar nicht mehr notwendig, das die Kanzlerin die Chefredakteure zur Befehlsausgabe ruft – das Meinungsbildungspersonal wird gezielt geschult und schon im Vorfeld selektiert.
Es kommt auch zu gezielten “Säuberungen” – wie bei Zeit-online, wo freie Journalisten diszipliniert (“gefeuert”) werden, die früher mal für “den Feind” geschrieben haben (siehe den aktuellen Fall von Alisa Bauchina bei Heise [Neue Feindsender?, Telepolis, 25.04.2014], – oder den Fall Moritz Gathmann, ebenfalls bei Heise [Chaos bei Zeit Online: Mal gilt der Ethik-Kodex, mal gilt er nicht, Marcus Klöckner, Paul Schreyer, Telepolis, 20.03.2014]) …. obwohl es im Prinzip zum “Lebenselixier der Demokratie” gehört, bei jeder Art von Konflikt die Interessen BEIDER SEITEN herauszuarbeiten.«
Die Oligarchie bei Platon (427–347 v. Chr.) ist die gesetzlose Herrschaft der Reichen, die nur an ihrem Eigennutz interessiert sind. Sie fällt wie die Aristokratie unter die Herrschaft der Wenigen, wobei diese als gesetzmäßige, am Gemeinwohl ausgerichtete Herrschaft gilt.[1] Diese Idee wurde zunächst von seinem Schüler Aristoteles (384–324 v. Chr.), und später vom griechischen Historiker Polybios (um 200 v. Chr.–etwa 118 v. Chr.) weiterentwickelt. Grundsätzlich bestand in der antiken Staatstheorie seit Platon die Idee, dass jede am Gemeinwohl orientierte Herrschaftsform(Monarchie [auch: Basileia], Aristokratie, Demokratie) ein entartetes, nur an den Interessen der Herrschenden orientiertes Gegenstück hat (Tyrannis, Oligarchie, Ochlokratie).[2] [Oligarchie, Historische Theoriebildung, Wikipedia]
============================= Der Sozialwissenschaftler Björn Wendt über die Bilderberg-Konferenz, ein Elite-Zirkel der besonderen Art
Vom 10-14. Juni kommen sie wieder zu einem verschwiegenen Treffen zusammen: Hochrangige Politiker, Spitzenmanager, Wissenschaftler und andere gewichtige Funktionsträger der westlichen Welt nehmen auch in diesem Jahr an der Bilderberg-Konferenz teil. Für die Zusammenkunft haben sich "die Bilderberger", wie die Mitglieder des Elite-Zirkels bezeichnet werden, einen idyllischen Ort ausgewählt: das Hotel Interalpen in der Nähe von Buchen in Tirol.
In einem zweiteiligen Interview beleuchtet der Soziologe Björn Wendt das Treffen der Mächtigen für Telepolis. Wendt ist Autor der Studie "Die Bilderberg-Gruppe - Wissen über die Macht gesellschaftlicher Eliten". Im ersten Teil des Interviews beschreibt der Sozialwissenschaftler, worauf er das Augenmerk bei seiner Auseinandersetzung mit Bilderberg gelegt hat. Fest steht für ihn: Sowohl die Wissenschaft in Deutschland als auch die Medien haben sich mit dem Elite-Zirkel bisher nur sehr unzureichend auseinandergesetzt.
►Herr Wendt, warum haben Sie sich in Ihrer Studie mit der Bilderberg-Gruppe auseinandergesetzt?
Björn Wendt: Weil die Soziologie und die Politikwissenschaft, also genau die Disziplinen, mit denen ich mich im Studium auseinandergesetzt haben, seit nun über 60 Jahren einen großen Bogen um die Bilderberg-Gruppe machen. Das gilt zumindest für die Wissenschaft in Deutschland.
►Aber Sozialwissenschaftler waren bei den Konferenzen eingeladen.
Björn Wendt: Das stimmt. Ralf Dahrendorf, Daniel Bell, Zbigniew Brzezinski oder Joseph Nye waren etwa bei Bilderberg, um nur vier prominente Beispiele zu nennen. Dieses Involviert-Sein der Sozialwissenschaften auf der einen Seite und ihr Desinteresse an der wissenschaftlichen Thematisierung der Bilderberg-Konferenz im öffentlichen Raum auf der anderen Seite, erschien mir erklärungsbedürftig.
Anlässlich der Verleihung des Preises des Westfälischen Friedens 2012 an Helmut Schmidt hält dieser eine Rede zur aktuellen Situation Europas. Vollständige Rede Link:http://www.wdr.de/mediathek/html/regi...Die Rede präsentiert Phoenix in einem Ausschnitthttp://youtu.be/6Vc8KFaDzCc`
KenFM zeigt: Regime-Change in der Ukraine? Dr. Daniele Ganser im Kino Babylon Berlin {1:50:14}
Veröffentlicht am 06.06.2015 Aus der Physik wissen wir, dass Ursache und Wirkung miteinander zu tun haben, und kennen auch eine Reihenfolge. Erst die Ursache, dann die Wirkung. Ein Glas, das zerschlagen am Boden liegt, musste erst fallen.
Kein logisch denkender Mensch würde diese zeitliche Abfolge beim Beobachten von Naturgesetzen in Frage stellen. Geht es dann aber um die "Physik" politischer Ereignisse, wird dies ständig versucht. Bevor sich die Krim in der Ukraine von der Regierung in Kiew abspaltete und es zur sogenannten Krim-Krise kam, die bis heute anhält und zu einem Bürgerkrieg im Land und massivem Stress mit Moskau führte, kam es in der Ukraine zu einem "Regime-Change", der nicht ohne Tote auskam. Auf dem Maidan-Platz wurden zig Bürger mit und ohne Uniform von Kugeln getötet, die von Scharfschützen auf Dächern abgefeuert worden waren. Hier handelt es sich um klassischen Mord, der dazu führen sollte, Chaos zu stiften, um so einen Putsch vorzubereiten. Wer die Schützen waren, wer sie bezahlte und ihnen den Befehl gab, sowohl auf Demonstranten als auch Polizisten zu schießen, ist bis heute nicht wirklich geklärt. Fest steht: Erst als im Anschluss der damalige Präsident Janukowitsch das Land fluchtartig verließ und die NATO-Marionette Poroschenko ins Amt gehievt wurde, reagierte Putin in Moskau und unterstütze die Abspaltung der Krim. Auf der Krim befindet sich der wichtigste Militärstütpunkt Moskaus. Sevastopol. Offiziell gemietet bis 2042. In der Westpresse wird dieser zeitliche Ablauf einfach um 180 Grad gedreht und damit die Geschichte auf den Kopf gestellt. Manipulation der öffentlichen Meinung als Basis für Kriegs-Propaganda gegen Russland. Der Schweizer Historiker Dr. Daniele Ganser folgte der Einlandung von KenFM und Free21 nach Berlin, um die Geschehnisse in der Ukraine in ihrer korrekten zeitlichen Abfolge darzulegen. Eingebettet wird sein Vortrag in die Geschichte zahlosser Regierungsputsche, die eben alles andere sind als ein Demokratieexport. Oft wurde durch einen Putsch die Demokratie beseitigt. Was den Menschen gern als Regime-Change verkauft wird, sprich Befreiung von der Diktatur mit Hilfe von Außen, stellt sich bei genauerem Hinsehen oft als Import eines (anderen, dem Westen wohlgesinnten) Diktators dar.
In diesem Spiel sind die USA bis heute federführend. Welche Rolle spielten sie damals auf dem Maidan und welche Folgen hat der Regime-Change oder Putsch in Kiew für Europa, und damit auch für Deutschland? Knappe zwei Stunden Geopolitik im Kino Babylon in Berlin, mit aktuellem Bezug. Spannend und vor allem erhellend, wenn es darum geht, wie in den Massenmedien die Wahrheit verbogen wird, um auch den Bürger der BRD wieder für Krieg zu begeistern. In Zeiten des Internet hat die Staatspropaganda es dann aber zunehmend schwerer, Menschen flächendeckend das Gehirn zu waschen. Die öffentliche Meinung ist das zweitgrößte Imperium auf diesem Planeten. WIR sind nicht Machtlos. Bildung hilft, die vermeintliche eigene Ohnmacht konsequent als das zu erkennen, was sie ist: Das Resultat bewusster Propaganda. Bildung ist hier das effektivste Gegengift. Bilde Dich. Mach Dich auf die Suche nach anderen Quellen. Macht Dir Dein eigenes Bild. Dr. Daniele Ganser kann dabei ein Anfang sein. http://www.kenfm.de http://www.facebook.com/KenFM.de http://www.twitter.com/TeamKenFM http://kenfm.de/unterstutze-kenfm
Zitate:
»Als Folge der Orientierung an singulären Ereignissen vernachlässigt die Berichterstattung die Darstellung von Hintergründen, Ereigniszusammen- hängen und langfristigen Entwicklungen. (Philips 1976; Murdock 1981). Sloterdijk hat diesen Mangel als ,,Informationszynismus" bezeichnet und ihnauf den ,,additiven Stilder Medien" und ihren ,,uferlosen Empirismus" zurückgeführt. (Sloterdijk 1983, Kp. 11, B. 2). Carey stellt fest, daß „how and why are the most problematic aspects of American journalism: the dark continent and invisible landscape" (Carey 1986, 149).«
»Ratzinger wäre falsch interpretiert, wenn man ihn als Antidemokraten beschriebe. Er plädiert für eine christliche Demokratie. Ich würde das übersetzen in ein Theorem, an dem ich seit längerer Zeit arbeite: Was uns demnach bevorsteht, ist die globale Wende in den »autoritären Kapitalismus« – und zwar auf der Grundlage eines neo-autoritären WerteDenkens. Ratzingers Visionen lassen sich mühelos in einen solchen Kontext einordnen. Das 21. Jahrhundert wird zum Labor des Neu-Autoritarismus, das heißt des Kapitalismus, der die Demokratie nicht mehr nötig hat.«
[Peter Sloterdijk im Gespräch mit Marius Meller (2005): Die Hühner sind die Verlierer der Geschichte.
Schluss mit der Demokratie? Der Philosoph Peter Sloterdijk über Europas Krise und den autoritären Kapitalismus
in: Tagespiegel v. 24.06.2015]
»Ohne ein jahrelanges Abstumpfungs- und Elastizitätstraining kann kein menschliches Bewußtsein mit dem zurechtkommen, was ihm beim Durchblättern einer einzigen umfangreicheren Illustrierten zugemutet wird; ohne intensive Übung verträgt keiner, will er nicht geistige Desintegrationserscheinungen riskieren, dieses pausenlose Flimmern von Wichtigem und Unwichtigem, das Auf und Ab von Meldungen, die jetzt eine Höchstaufmerksamkeit verlangen und im nächsten Augenblick total desaktualisiert sind.«
[Peter Sloterdijk, „Kritik der zynischen Vernunft", Bd. 2, Frankfurt am Main 1983, S. 563]
»die heutigen Medien bilden die Fortsetzung des Furchtherrschaftssystems mit anderen Mitteln. Die Schrecken der Verdammnis gehen heute abgemildert auf die Schrecken der sozialen Erfolglosigkeit über. Die Säkularisation unserer Kultur bezieht sich auf die Verweltlichung des Schreckens. Dass der Himmel leer ist, damit können wir leben, doch dass die Hölle stark bevölkert ist, dafür haben wir täglich Evidenz. Die Massenmedien haben die Fähigkeit, die Universalien der jetzigen Furchtsteuerungen in große Populationen hineinzutragen. Für Journalisten in diesem Bereich zieht das eine enorme berufsethische Problematik nach sich.
Die modernen Medien leisten dasselbe wie die Volksbelustigungen des Römischen Reiches von der Augustus-Ära an. Über die Völker des Reiches von Rom aus zu herrschen wäre praktisch und atmosphärisch unmöglich gewesen ohne die Bereitschaft des Princeps, das Volk bei Laune zu halten. Das war die Softpower-Komponente der antiken Sozialpolitik. Sie hatte auch eine Hardpower-Seite: die Alimentationen. Dieses Doppelsystem, Alimentation und Unterhaltung, tritt unweigerlich wieder in Erscheinung, wenn moderne Demokratien in eine Saturierungsphase übergehen und bei vielen Akteuren das Gefühl entsteht, man habe schon mehr als genug Demokratie gewagt. Die Politik folgert: Also schalten wir die Bürger aus. Deprimieren wir sie mit dem Schauspiel hohler Politikformen, bis sie das Interesse verloren haben, den Rest erledigen wir.«
[»Der Bilder-Ernstfall«, Christine Eichel im Interview mit Peter Sloterdijk, Focus, 15.11.2010]
»Die unerschöpfliche ‘Ordnungs’kapazität der Massenmedien gründet in ihrem additiven Stil». […] Dieses additive Prinzip, mit dem problemlos «Hungertod und Kaviarfrühstück» usw. verknüpft werden können, macht aus der Gleichförmigkeit der ‘Und’-Reihe schleichend eine sachliche Gleichwertigkeit und eine subjektive Gleichgültigkeit.«
[Kritik der zynischen Vernunft, S. 570ff, zit. in Briefe an Franz Böni, Werkstatt Fredi Lerch, 1984]
»Die täglichen Nachrichtenflut erzeugt ein Bewusstsein, dem alles gleichgültig und beliebig wird. Neun Symphonien mit Karajan stehen ungerührt neben 10 kleinen Negerlein im Nord-Süd-Dialog, ein Toter lag 10 Wochen unentdeckt im Badezimmer, Yorkshire Pudeldame gebar Drillinge. Ungeheures steht ungerührt neben Banalem. Diesen additiven Stil kennzeichneten Musil, Kästner oder Frank Thieß als das enthemmend Bewusstseinsmodell der Moderne, dem man vorzugsweise in der Presse und im Lexikon begegnet. Es schafft ungewohnt einen zynischen Stil, wo im Extremfall die Presse bittet, eine Hinrichtung zu verschieben, damit man sie in einer besseren Beleuchtung darstellen kann. Fakten werden, wie in der Wissenschaftstheorie der Gegenwart, als Konstruktionen begriffen, die man häufig beliebig selbst herstellen kann. Die beiden komplementären Medien sind dabei das Lexikon und die Zeitung, mit denen der Zyklus unseres Wissens mit einem Minimum an Strukturierung und einem Maximum an Information enzyklopädisiert wird. Häufig ist der Journalist ein Gesinnungstäter, der bedenkenlos Betroffenheit ohne Kenntnis der wahren Faktenlage erzeugen möchte.«
[Informationszynismus, Holger Freiherr von Dobeneck, Das Sloterdijk-Alphabet, kritisch-lexikalische Einführung in seinen Ideenkosmos, S. 128, Googlebooks]
Zwei geschichtsrevisionistische Gesetze rufen politische Beobachter auf den Plan und provozieren Kritik von Experten
Kurz vor dem Gipfel der G7 im bayrischen Elmau hat Ukraines Präsident Petro Poroschenko das Bündnis der Industrienationen zur Geschlossenheit bei der Unterstützung seiner Regierung aufgerufen. Wie Nachrichtenagenturen vermeldeten, telefonierte er in dieser Sache auch mit US-Präsident Barack Obama.
Während der Konflikt zwischen Kiew und Moskau sowie die fragile Situation im Osten des Landes das Gipfeltreffen am Sonntag und Montag wohl bestimmen wird, sorgt die Führung in Kiew mit zwei Gesetzesinitiativen für Aufsehen: Zum einen sollen Orts- und Straßennamen aus der Sowjetzeit beseitigt werden. Zugleich könnte eine neue Regelung Nazi-Kollaborateure ehren und Kritik an ihnen unter Strafe stellen. Die internationalen Reaktionen sind verhalten bis besorgt.
Betroffen seien Dutzende Ortschaften und hunderte Straßen im Land, schrieb Leonid Berschidski von der Nachrichtenagentur Bloomberg. Poroschenko unterzeichnete demnach am 15. Mai ein Gesetz, das vordergründig die Sowjetunion und das deutsche Nazi-Regime gleichsetzt und Ehrungen von Vertretern beider Systeme verbietet. Die Regelung folgt der Politik der neuen Führung in Kiew, die in ihrem Einflussgebiet seit dem Maidan-Umsturz zahlreiche Statuen des russischen Revolutionsführers Wladimir Iljitsch Lenin hat beseitigen lassen. Das von Poroschenko Mitte Mai unterzeichnete Gesetz droht nun jenen mit Strafen, die "den kriminellen Charakter" der Sowjetunion und Nazi-Deutschlands leugnen.
Von den damit begründeten Umbenennungen sind bislang mindestens zwei Ortschaften betroffen: Dnipropetrowsk und Kirowograd. Der erste Ort ist nach Gregori Petrowski benannt, einem sowjetischen Politiker, der die Ukraine von 1920 bis 1930 regierte. Kirowograd trägt seinen Namen im Andenken an den Bolschewisten Sergei Kirow. Zu erwarten sei die Umbenennung dutzender anderer Ortschaften mit einer ähnlichen Namensgeschichte, schreibt Berschidski. Die schwer überschaubaren Kosten für die geschichtsrevisionistische Initiative wird mit umgerechnet rund 212 Millionen Euro angegeben. mehr: - Kiew stellt nun Kritik an den eigenen Nazis unter Strafe (Harald Neuber, Telepolis, 07.06.2015)
Merkel und Obama bei Weißwurst und Brezn sollten die Bilder dominieren
War die Demonstration in München eher gutbürgerlich und ohne besondere Vorkommnisse abgelaufen, kam es in Garmisch zu ersten Rangeleien. Das Polizeiaufgebot in der Festung Werdenfelser Land ist mit rund 24.000 Kräften offensichtlich noch deutlich größer, als bisher bekannt.
Nachdem es am Samstag bei der Demonstration mit etwa drei-bis viertausend Teilnehmern trotz massivem Polizei-Aufgebot zu ersten Rangeleien und dem Einsatz von Pfefferspray gekommen war, beruhigte sich die Lage - nicht zuletzt aufgrund eines abendlichen Sommergewitters. Am Sonntagvormittag wurde dann von einer kleinen Gruppe Demonstranten die B2 und damit die Zufahrt zu Schloss Elmau per Sitzblockade unterbrochen.
Von der Blockade durch 12 Personen und der anschließenden Räumung durch Polizeikräften sind bislang keine Bilder zu finden. Wurden in Garmisch-Partenkirchen am Samstag 6 Personen festgenommen, so wurden am Sonntag 5 Beteiligte der B2-Blockade verhaftet. Gegen Sonntagmittag sammelten sich etwa 150 Personen beim Camp an der Loisach, um den Inhaftierten einen Besuch abzustatten.
Kulisse "Volkstümlich und bürgernah"
Die Inszenierung des G7-Gipfels in Schloss Elmau ist ganz offensichtlich darum bemüht, die internationalen Medien mit idyllischen Aufnahmen aus der weiß-blauen Bergwelt zu fluten und mögliche Bilder von Demonstrationen in diesem Umfeld mit allen Mitteln zu vermeiden. Das Gelände um Schloss Elmau ist weiträumig abgesperrt. Dabei kommen offensichtlich neben Landespolizisten aus dem Freistaat auch solche aus anderen Bundesländern sowie Bundespolizisten wie auch Polizisten aus Österreich zum Einsatz.
Bedingt durch die Blockade der B2 am Sonntagmorgen wurden für den Transport der handverlesenen Journalisten, die ursprünglich mit Bussen zu ihren Außenposten in Sichtweite des Hotels gebracht werden sollten, Hubschrauber der Heeresflieger der Bundeswehr eingesetzt. Wo dieser Einsatz der Bundeswehr im Inneren, der sonst eher bei Naturkatastrophen üblich ist, letztlich verbucht wird, ist nicht bekannt. Es ist nicht ausgeschlossen, dass der Einsatz als Übung bezeichnet wird und in der Aufstellung der inzwischen mit über 300 Millionen bezifferten Kosten des Gipfels gar nicht auftaucht. mehr: - G7: Volkstümlicher Vormittag statt Demonstranten auf der B2 (Christoph Jehle, Telepolis, 07.06.2015)
G7 Brotzeit: Obama mit Merkel bei Bier und Weißwurst in Krün [1:12]
Veröffentlicht am 07.06.2015
Bei bestem Wetter ist US-Präsident Barack Obama zum G7-Gipfel in Bayern angekommen. Zur Begrüßung gab es eine Brotzeit in Krün. Zusammen mit Angela Merkel und ihrem Ehemann. siehe auch: - Die G7-Regierungschefs sollen außer Sicht- und Hörweite ihrer Kritiker tagen dürfen (Florian Rötzer, Telepolis, 07.06.2015)
Das Schloss, der Gipfel und die Macht: G7 - Countdown für zwei Tage Weltpolitik | Kontrovers [44:06]
Veröffentlicht am 03.06.2015
Kontrovers im Internet: http://www.br.de/kontrovers Es ist das Politereignis des Jahres: Am 7. und 8. Juni 2015 treffen sich sieben Staats- und Regierungschefs zum G7-Gipfel auf Schloss Elmau. Abgeschieden, in einem einsamen Gebirgstal soll an den beiden Tagen über eine Welt diskutiert werden, die scheinbar aus den Fugen geraten ist: Ukraine-Krise, Flüchtlingskatstrophen, IS-Terror. Ein Gipfel in Zeiten von Krieg und Terrorgefahr. Über ein Jahr lang hat die Filmautorin Autorin Kirsten Esch die Akteure vor Ort beobachtet: Die minutiösen Vorbereitungen im Tagungsort Schloss Elmau, den Neubau der Luxus-Suiten für die Staatsgäste und mittendrin den Hotelchef Dietmar Müller-Elmau. Für ihn geht mit dem Gipfel in seinem Schloss ein Traum in Erfüllung. Autorin: Kirsten Esch
In der aktuellen Ausgabe: Aron Doll - @Aronius Friedrich Küppersbusch - http://fb.me/FriedrichKueppersbusch Jürgen Ohl - @JuergenOhls Kathrin Röhle Lars Schall - @LarsSchall
Das probono Magazin ist eine wöchentlich erscheinende Produktion der probono Fernsehproduktion GmbH. Fragen und Anregungen zu speziellen Themen aus den Resorts Politik und Gesellschaft nehmen wir jederzeit gerne per E-Mail an online@probono.tv, via Twitter @probonoTV oder telefonisch unter +49 0221.92 01 18 - 0.
mein Kommentar: Bei so viel Qualitäts-Journalismus wird’s einem gleich warm ums Herz…
Wie habe ich früher Karl-May-Bücher verschlungen! Während die Hippies in der westlichen Welt das System zu überwinden versuchten, floh ich in die narzißtisch hochgestapelte Welt eines Dauerversagers. Und obwohl ich die Verfilmungen – unter anderem mit dem durchgeknallten Nierentisch-Bösewicht Klaus Kinski, dem damals noch nicht so lustigen Mario Girotti und dem auf eklig pomadisierten Mario Adorf – entsetzlich platt und hölzern fand, war der edle, gebrochen deutsch sprechende französische Rote für mich doch attraktiver als der kackende Frank Zappa. Nun ist der in Frankreich so gut wie unbekannte Pierre Brice, der bis zu seinem Tod nicht nur unverschämt gut aussah und den sein »Old Surehand«-Partner Steward Granger nicht leiden konnte, sondern die in den Filmen vermittelten moralischen Werte – so einfach gestrickt sie auch waren – unverdrossen hochhielt, heute in den frühen Morgenstunden mit 86 Jahren an den Folgen einer Lungenentzündung gestorben. Eine bessere Symbolfigur hätte sich die junge Bundesrepublik als wehrhafte Demokratie nicht wünschen können!
Karl May: "Der Schatz im Silbersee" - Trailer (1962) [3:42]
Pierre Brice - der ewige Winnetou wird 80, Teil 1 [5:15]
Hochgeladen am 14.07.2009
Es war diese eine Rolle, die das Leben des damals 33jährigen Pierre Louis le Bris verändert hat. Und es war diese eine Rolle als Häuptling der Mescalero-Apachen, die den Franzosen Pierre Brice nie mehr loslasen sollte. Einmal Winnetou, immer Winnetou - das sagten schon damals die Kritiker.
Kulmbach TV gratuliert einem alten Freund zum heutigen 80. Geburtstag mit einer zweitteiligen Kurzbiografie. Lieber Pierre alles Gute zu deinem Ehrentag.
Redaktion: Axel Klawuhn Kamera: Thomas Großmann, Andi Hübner Ton & Schnitt: Klaus Metzler, Andi Hübner
Bad Segeberg - Pierre Brice 1989 [7:07]
Hochgeladen am 20.06.2010
Winnetou der Häuptling der Apatschen
Winnetou - Pierre Brice ---- Das Goldene Jubiläum 2012 in Kroatien [3:23]
Veröffentlicht am 05.01.2013
Mit Pierre Brice und 150 Gästen auf den Spuren von Karl May. Die Legende ist zurück! mehr auf www.mali-alan.de
Thomas Gottschalk im Gespräch mit Pierre Brice 1986 [3:15]
Bully Herbig’s Film fand Pierre Brice ganz furchtbar…
PIERRE BRICE ist gestorben - "WINNETOU" war sein Leben- 06.06. 2015 [1:19]
Veröffentlicht am 06.06.2015
Es gibt kaum einen Schauspieler, der so für eine Rolle steht wie Pierre Brice: "Winnetou" war sein Leben, brachte ihm Ruhm und Preise. Bereut hat er es nie, der ewige Apachen-Häuptling zu sein. Jetzt ist Pierre Brice im Alter von 86 Jahren gestorben. zzz
Den Vietnam-GIs wurden die Haare geschoren, an der Heimatfront wuchsen sie bis zum Boden. Im Sommer 1965 formte sich von den USA ausgehend eine Freak-Armee der freien Liebe und des Drogenkonsums – gegen das Establishment. Die Flower-Power-Generation wurde Vorbote gesellschaftlicher Umbrüche und hinterlässt Spuren bis ins Silicon Valley [dieser und die folgenden roten Textblöcke sind aus 50 Jahre »Summer of Love«: Enthemmte Jünglinge, LSD-Glück und Liebe, Wolf Reiser, Cicero, 04.06.2015]
Herbst der Gammler 1967- Doku komplett - Aussteiger Hippies Anti NATO Antikapitalismus [1:02:49]
Veröffentlicht am 12.11.2014 „Herbst der Gammler“ : mit diesem Dokumentarfilm wurde Peter Fleischmann 1967 bekannt. Am Vorabend der Studentenrevolten, nannte der anständige westdeutsche Bürger jene „Gammler“, die sich die Haare wachsen ließen und sich der Wirtschaftwunder-fleißigkeit verweigerten: dabei verstand sich Springers Boulevardpresse als Sprachrohr des angeblich „gesunden Volksempfindens“, das sich über die Verweigerung der Jungen erregten:
Peter Fleischmann drehte seinen Beitrag zum aufkeimenden öffentlichen Generationskonflikt in der Bundesrepublik mit großer Sympathie für die jungen Leute. Ein erfrischendes Plädoyer gegen den deutschen Nachkriegsmief…
San Francisco im Juni 1965. Die ersten Prototypen der Love-Generation finden sich ein und begründen den ewigen Sommer des Lebens, in dem ihre Ideale aus Musik und Protest, aus Poesie und Rausch, aus Farbe und Fantasie explodieren. Es ereignet sich Monat für Monat steigernd eine Mega-Party, die zwei Jahre später bereits im Chaos endet. Und doch hat sie unendlich viel ausgelöst; in der Welt der Kultur, der Wirtschaft und der Politik und vor allem in den Herzen vieler Menschen. „Wenn du hierher kommst“, sollte dann Scott McKenzie singen, „be sure to wear some flowers in your hair“.
"San Francisco (Be Sure to Wear Flowers in Your Hair)" is a song, written by John Phillips of The Mamas & the Papas, and sung by Scott McKenzie. It was written and released in June 1967 to promote the Monterey Pop Festival.
McKenzie's song became an instant hit. The lyrics tell the listeners, "If you're going to San Francisco, be sure to wear some flowers in your hair". Due to the difference between the lyrics and the actual title, the title is often quoted as "San Francisco (Be Sure to Wear Some Flowers in Your Hair)". "San Francisco" reached number four on the Billboard Hot 100 in the United States, and was number one in the United Kingdom and most of Europe. The single is purported to have sold over 5 million copies worldwide. The song is credited with bringing thousands of young people to San Francisco, California during the late 1960s.[citation needed]
In Central Europe, young people adopted "San Francisco" as an anthem for freedom, and it was widely played during Czechoslovakia's 1968 Prague Spring uprising against Soviet rule.[citation needed]
The song has been featured in several films, including Frantic, The Rock and Forrest Gump (Wikipedia).
Aus allen Teilen von God’s own country strömten junge Leute herbei, geschmückt mit Pfauenfedern, Stirnbändern, goldgelben Batiktüchern, befransten Wildlederminis, indischen Umhängen. Sie rochen nach Weihrauch, Patchouli und Kiff. Enthemmte Jünglinge trommelten auf Bongos ein, ihre körperbemalten und zu Rainbow und Gypsie umgetauften Girlies tanzten in wilder Ekstase. Unmengen von Einberufungsbefehlen für Vietnam verbrannten in Lagerfeuern. Der Beat-Poet Allen Ginsberg sang Pyjama tragend und im LSD-Glück Buddha-Mantras. Er schuf den Begriff „Flower Power“, ein Vorläufer der heute so bieder daherkommenden Landlust-Bewegung der deutschen Provinzen. Allen Ginsberg and Paul McCartney playing "A Ballad of American Skeletons" [8:21] Text
Veröffentlicht am 13.08.2012
'A Ballad of American Skeletons' was performed by Allen Ginsberg and Paul McCartney for an evening of poetry and performance at The Royal Albert Hall promoted by Goldmark entitled 'The Return of the Reforgotten' in 1995.
What is Goldmark?
A family business started by Mike Goldmark, we've been selling art from the Goldmark Gallery in Uppingham, UK for over 40 years and hold over 50,000 items in stock. Explore a wide range of the very best art and ceramics available to you through our website http://www.goldmarkart.comwhere you'll also find scholarship pages, books, online catalogues and even GoldmarkTV! Enjoy your visit here: http://bit.ly/18ZF7Lv
This video is of footage of a lively debate between Timothy Leary and Ram Dass. The topics range from humanism, God, and the differences between them.
zum Video siehe: - Watch Timothy Leary and Ram Dass Debate the Universe (Andrei Burke, Ultraculture, 06.10.2014) They cover a lot of ground in the 18 minute clip, as expected from two of the lead researchers of the Harvard Psilocybin Project. They seamlessly move from the future of humankind, the nature of God, and the political situation in the 1980s. Leary is pitch-perfect in his psychedelic anti-establishment transhumanist prophet role, with Ram Dass playing the foil to the mystico-futurist gobbledygook with his calm, measured and insightful responses–like when he points out that science might be capable of taking as many lives as the idea of God. They come off like a psychedelic Abbott and Costello, and this weird drawn out banter is like their “Who’s on First?” routine–in that it goes absolutely nowhere while remaining uproariously hilarious.
- Boks of the Times: Tune In, Turn On, Turn Page (Dwight Garner, New York Times, 07.01.2010) In the winter of 1960-61, when their lives began to overlap in Cambridge, Mass., Timothy Leary, Richard Alpert, Andrew Weil and Huston Smith resembled tweedy extras from “Mad Men.” These future psychedelic pioneers were still buttoned-down intellectuals and careerists, men who leaned more toward martinis than marijuana. - Film Review for “Dying to Know: Ram Dass & Timothy Leary” (Suzette Sherman, Lending Insight, 17.10.2014)
Die so genannten Diggers verteilten kostenlos Suppen, Orwell- und Hesse-Bücher sowie seltsam halluzinogene Truthahnsandwiches. Timothy Leary gab unverlangte Pressekonferenzen und rief eine spirituelle Revolution aus. Wahrsager prophezeiten ein goldenes „Aquarius & Let The Sunshine In“-Zeitalter, die Hells Angels verteilten Betelnüsse an die überforderten Polizisten, und Abbie Hoffman, Ober-Hippie der ersten Stunde, kündigte das abendliche Freikonzert mit Jefferson Airplane, Janis Joplin und den Grateful Dead an.
First Bay Area Hippie Commune and the grateful dead ,jefferson airplane, janis joplin [5:55]
Veröffentlicht am 08.11.2012 Abbie Hoffman on Yippie Tactics - 1968 [5:45]
Hochgeladen am 25.08.2009
Abbie Hoffman discusses Yippie guerilla theater tactics in advance of the 1968 Democratic National Convention
Der grosse Denker und Wissenschaftler im Porträt. U.a. mit Eric Burdon, Ernst Jünger, Aldous Huxley und Timothy Leary ("der ultimative trip - der entdecker des LSD wird 100", 2006)
Report from the Haight-Ashbury district of San Francisco, the centre of the new hippie movement [22:30]
Veröffentlicht am 23.05.2014 This is the new avant garde left bank area of San Fran which has evolved over the past number of years, the last 18 months has seen tremendous increase of so-called hippies who have invaded and live in this area.
This is a protest against middle and upper class people of San Fran, it is a belief of the people that we the middle class have done a very poor job in running our government and our way of life Ref X19046701 http://www.itnsource.com/en/shotlist/...
I'd thought it would be something like King's Road [London], only more. Somehow I expected them all to own their own little shops. I expected them to all be nice and clean and friendly and happy … (on the contrary, I discovered them to be) hideous, spotty little teenagers. [George Harrison, Wikiquote, abgerufen am 14.10.2016]
San Francisco: Summer of Love, 1967 [7:08]
Hochgeladen am 05.02.2009
San Francisco, Haight Ashbury, 1967
Summer of Love, Verano del Amor
Rebels: A Journey Underground #3 - Turn On the Revolution [46:47]
Veröffentlicht am 05.07.2012
In 1959 a twenty-six year old creative writing student named Ken Kesey became a guinea pig for LSD experiments conducted by the CIA and later used this experience to write "One flew over the cuckoo's nest." Timothy Leary, a Harvard research psychologist turned rebel guru, told people to "Turn on, tune in, drop out!" while an anti-war activist named Abbie Hoffman led a peace demonstration at the 1968 Chicago democratic convention. This film delves into the world of hippies and yippies; young people who put themselves at risk in pursuit of "perception" and democratic freedom.
Anfang April hatten sich über 100.000 gnadenlos friedlich gestimmte Blumenkinder zwischen Haight-Ashbury und der Bay Area sesshaft gemacht. Überall gab es Lesungen, Straßentheater, Musik. Am 4. April 1967 flog sich Paul Mc Cartney mit Frank Sinatras Lear Jet ein, um sich ein Bild von der Flower-Power-Revolution zu machen. Er hatte ein paar Songs der noch geheimen „Sergeant Pepper“-LP im Gepäck, jenem Beatles- Opus, das Wochen später zur Hymne der Bewegung werden sollte. Am 7. August tauchte der leicht überdosierte „Lucy In The Sky“-Kapellen-Kollege George Harrison auf. Dessen Inspektion missriet zum Horrortrip. Fassungslos rettete er sich vor einer Masse pickliger Teenager und aufdringlicher, nickelbebrillter Drogendealer zurück nach London. Sein Resümee: „It’s all too much.“ Die lokale Polizei hatte zunächst keine gesetzliche Handhabe, um gegen diese Freak-Armee vorzugehen. Bei einer der ersten Razzien ging ihr ausgerechnet der russische Ballettstar Nurejew ins Netz. Das war Wasser auf die Mühlen der rotzfrech-trashigen Underground- Magazine und half bestens, das ohnehin gereizte Klima zwischen Love-Freaks und Hate-Spießern zu vergiften.
George Harrison on Haight Asbury [1:51]
Veröffentlicht am 10.07.2012
George Harrison interviewed about what Haight Asbury was REALLY like...
"We went up to San Francisco in a Lear jet. Derek took us to visit a disc jockey, and we went straight from the airport to the radio station in a limo. The DJ gave us some concoction and then we went off to Haight-Ashbury. I went there expecting it to be a brilliant place, with groovy gypsy people making works of art and paintings and carvings in little workshops. But it was full of horrible spotty drop-out kids on drugs, and it turned me right off the whole scene. I could only describe it as being like the Bowery: a lot of bums and drop-outs; many of them very young kids who'd dropped acid and come from all over America to this mecca of LSD.
We walked down the street, and I was being treated like the Messiah. The Beatles were pretty big, and for one of them to be there was a big event. I became really afraid, because the concoction that the DJ had given me was having an effect. I could see all the spotty youths, but I was seeing them from a twisted angle. It was like the manifestation of a scene from an Hieronymus Bosch painting, getting bigger and bigger, fish with heads, faces like vacuum cleaners coming out of shop doorways... They were handing me things - like a big Indian pipe with feathers on it, and books and incense - and trying to give me drugs. I remember saying to one guy: 'No thanks, I don't want it.' And then I heard his whining voice saying, 'Hey, man - you put me down.' It was terrible. We walked quicker and quicker through the park and in the end we jumped in the limo, said, 'Let's get out of here,' and drove back to the airport.
It certainly showed me what was really happening in the drug culture. It wasn't what I'd thought - spiritual awakenings and being artistic - it was like alcoholism, like any addiction. The kids at Haight-Ashbury had left school and dossed out there, and instead of drinking alcohol they were on all kinds of drugs.
That was the turning-point for me - that's when I went right off the whole drug cult and stopped taking the dreaded lysergic acid. I had some in a little bottle (it was liquid). I put it under a microscope, and it looked like bits of old rope. I thought that I couldn't put that into my brain any more.
People were making concoctions that were really wicked - ten times stronger than LSD. STP was one; it took its name from the fuel additive used in Indy car racing. Mama Cass Elliot phoned us up and said, 'Watch out, there's this new one going round called STP.' I never took it. They concocted weird mixtures and the people in Haight-Ashbury got really fucked up. It made me realise: 'This is not it.' And that's when I really went for the meditation."
Wenn ich mir diese ganzen Videos ansehen und die Einstellungen von Bob Dylan und Frank Zappa, dann denke ich: »Die waren alle verrückt!« Wenn ich mir aber folgendes Video ansehe – und man sollte nicht vergessen, daß die CIA eine staatliche Organisation ist –, dann denke ich »Die Hippies mögen verrückt gewesen sein, aber sie waren nur nervig. Die CIA ist jedoch Ausdruck der dazu kongruenten Verrücktheit des Staates – und der ist gefährlich!« CIA - Geheime Operationen_Teil 1 (ARTE Doku) [1:37:24]
Veröffentlicht am 29.01.2015
Diese Dokumentation von Arte beleuchtet die Geschichte des US-Geheimdienstes CIA und seine geheimen Operationen.
Flashback Trailer (1990) [1:27] Veröffentlicht am 01.07.2012
Ram Dass: Hippies vs. Cops? [5:15]
Veröffentlicht am 31.01.2013
Ram Dass uses the examples of the fight between the counter-culture and police from the depths of the 1960s revolution to remind us not to get caught in our roles. To find that place within where we are all one... that was why the revolution failed and created division and problems that still echo today. This message from the 60s has much meaning for all the current modern day conflicts we deal with not just issues with the police.Visit my website: http://ericlan4.wix.com/cosmicjoke
[…] Ich habe gar nichts gegen die Menge; Doch kommt sie einmal ins Gedränge, So ruft sie, um den Teufel zu bannen, Gewiß die Schelme, die Tyrannen. […] Was ich sagen wollt, Verbietet mir keine Zensur! Sagt verständig immer nur, Was jedem frommt, Was ihr und andere sollt; Da kommt, Ich versichr’ euch, so viel zur Sprache, Was uns beschäftigt auf lange Tage.
O Freiheit süß der Presse! Nun sind wir endlich froh; Sie pocht von Messe zu Messe In dulci jubilo. Kommt, laßt uns alles drucken Und walten für und für; Nur sollte keiner mucken, Der nicht so denkt wie wir.
Was euch die heilige Preßfreiheit Für Frommen, Vorteil und Früchte beut? Davon habt ihr gewisse Erscheinung: Tiefe Verachtung öffentlicher Meinung. […] Nichts schmerzlicher kann den Menschen geschehn, Als das Absurde verkörpert zu sehn.
Dummes Zeug kann man viel reden, Kann es auch schreiben, Wird weder Leib noch Seele töten, Es wird alles beim alten bleiben.
Dummes aber, vors Auge gestellt, Hat ein magisches Recht; Weil es die Sinne gefesselt hält, Bleibt der Geist ein Knecht. […] Das Tüchtige, und wenn auch falsch, Wirkt Tag für Tag, von Haus zu Haus; Das Tüchtige, wenn’s wahrhaft ist, Wirkt über alle Zeiten hinaus.
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