Montag, 11. Januar 2016

Vor 94 Jahren – 11. Januar 1922: Erste erfolgreiche Diabetesbehandlung mit Insulin

Hoffnung für Hunderttausende Diabetiker 

Bereits 1869 hatte Paul Langerhans (1847-1888) die körpereigene Bildung des Insulins zur Blutzuckerregulierung in den Langerhans-Inseln der Bauchspeicheldrüse entdeckt. Bald darauf begannen die Forschungen zur Isolierung und Gewinnung des Insulins, um damit Zuckerkranke zu heilen. Ab 1921 experimentierten auch der kanadische Mediziner Frederick Banting (1891-1941) und sein Assistent Charles Best (1899-1978) mit der künstlichen Zugabe von Pankreasextrakt bei Hunden, denen sie die Bauchspeicheldrüse entfernt hatten. 
Charles Best und Frederick Banting mit dem ersten Hund,
der durch Insulin am Leben blieb,  Universität von Ontario, 1921

Nach erfolgreichem Verlauf verabreichten sie am 11. Januar 1922 dem unheilbar zuckerkranken fünfjährigen Theodore Ryder (1916-1993) als erstem Menschen ihr Extrakt, das nach den Langerhans-lnseln Insulin genannt wurde. Ryders Zustand verbesserte sich deutlich, mit über 70 Jahren Insulin-Dauerbehandlung ist er vermutlich der am längsten behandelte Insulin-Patient der Welt. Für seine Entdeckung erhielt Banting 1923 den Medizin-Nobelpreis. Die Forschungen der beiden Pioniere führten zur Lebensverlängerung und Lebensverbesserung für Hunderttausende.

Stationen der Insulinforschung
▪︎ ab 1889 Experimente zur Insulingewinnung
▪︎ 1916 erste Isolierung von Pankreasgewebe zur Therapie
▪︎ 1922 erste erfolgreiche Insulin-Behandlung beim Menschen
▪︎ 1963 erstmals chemische Synthese von Insulin


Harenberg – Abenteuer Geschichte 2016

Sonntag, 10. Januar 2016

Aufklärung, ein Bollwerk gegen die Matrix?

Stefan Zweig ist noch heute fast peinlich aktuell…
- Einleitung: Angst und der heutige Mensch (Klett-Cotta)

Stefan Zweig beim Projekt Gutenberg:
- Leben und Werk

- Die Schule im vorigen Jahrhundert (Die Welt von gestern, 1942)
Auch unsere Lehrer hatten an der Trostlosigkeit jenes Betriebes keine Schuld. Sie waren weder gut noch böse, keine Tyrannen und andererseits keine hilfreichen Kameraden, sondern arme Teufel, die sklavisch an das Schema, an den behördlich vorgeschriebenen Lehrplan gebunden, ihr ›Pensum‹ zu erledigen hatten wie wir das unsere und – das fühlten wir deutlich – ebenso glücklich waren wie wir selbst, wenn mittags die Schulglocke scholl, die ihnen und uns die Freiheit gab. Sie liebten uns nicht, sie haßten uns nicht, und warum auch, denn sie wußten von uns nichts; noch nach ein paar Jahren kannten sie die wenigsten von uns mit Namen, nichts anderes hatte im Sinn der damaligen Lehrmethode sie zu bekümmern als festzustellen, wie viele Fehler ›der Schüler‹ in der letzten Aufgabe gemacht hatte. Sie saßen oben auf dem Katheder und wir unten, sie fragten, und wir mußten antworten, sonst gab es zwischen uns keinen Zusammenhang. Denn zwischen Lehrer und Schüler, zwischen Katheder und Schulbank, dem sichtbaren Oben und sichtbaren Unten stand die unsichtbare Barriere der ›Autorität‹, die jeden Kontakt verhinderte. Daß ein Lehrer den Schüler als ein Individuum zu betrachten hatte, das besonderes Eingehen auf seine besonderen Eigenschaften forderte, oder daß gar, wie es heute selbstverständlich ist, er ›reports‹, also beobachtende Beschreibungen über ihn zu verfassen hatte, würde damals seine Befugnisse wie seine Befähigung weit überschritten, anderseits ein privates Gespräch wieder seine Autorität gemindert haben, weil dies uns als ›Schüler‹ zu sehr auf eine Ebene mit ihm, dem ›Vorgesetzten‹ gestellt hätte. Nichts ist mir charakteristischer für die totale Zusammenhanglosigkeit, die geistig und seelisch zwischen uns und unseren Lehrern bestand, als daß ich alle ihre Namen und Gesichter vergessen habe. Mit photographischer Schärfe bewahrt mein Gedächtnis noch das Bild des Katheders und des Klassenbuchs, in das wir immer zu schielen suchten, weil es unsere Noten enthielt; ich sehe das kleine rote Notizbuch, in dem sie die Klassifizierungen zunächst vermerkten, und den kurzen schwarzen Bleistift, der die Ziffern eintrug, ich sehe meine eigenen Hefte, übersät mit den Korrekturen des Lehrers in roter Tinte, aber ich sehe kein einziges Gesicht von all ihnen mehr vor mir – vielleicht weil wir immer mit geduckten oder gleichgültigen Augen vor ihnen gestanden.

Dieses Mißvergnügen an der Schule war nicht etwa eine persönliche Einstellung; ich kann mich an keinen meiner Kameraden erinnern, der nicht mit Widerwillen gespürt hätte, daß unsere besten Interessen und Absichten in dieser Tretmühle gehemmt, gelangweilt und unterdrückt wurden. Aber viel später erst wurde mir bewußt, daß diese lieblose und seelenlose Methode unserer Jugenderziehung nicht etwa der Nachlässigkeit der staatlichen Instanzen zur Last fiel, sondern daß sich darin eine bestimmte, allerdings sogfältig geheimgehaltene Absicht aussprach. Die Welt vor uns oder über uns, die alle ihre Gedanken einzig auf den Fetisch der Sicherheit einstellte, liebte die Jugend nicht oder vielmehr: sie hatte ein ständiges Mißtrauen gegen sie.

- Eros Matutinus (Die Welt von gestern, 1942) 
Aber das ganze neunzehnte Jahrhundert war redlich in dem Wahn befangen, man könne mit rationalistischer Vernunft alle Konflikte lösen, und je mehr man das Natürliche verstecke, desto mehr temperiere man seine anarchischen Kräfte; wenn man also junge Leute durch nichts über ihr Vorhandensein aufkläre, würden sie ihre eigene Sexualität vergessen. In diesem Wahn, durch Ignorieren zu temperieren, vereinten sich alle Instanzen zu einem gemeinsamen Boykott durch hermetisches Schweigen. Schule und kirchliche Seelsorge, Salon und Justiz, Zeitung und Buch, Mode und Sitte vermieden prinzipiell jedwede Erwähnung des Problems, und schmählicherweise schloß sich sogar die Wissenschaft, deren eigentliche Aufgabe es doch sein sollte, an alle Probleme gleich unbefangen heranzutreten, diesem ›naturalia sunt turpia‹ an. Auch sie kapitulierte unter dem Vorwand, es sei unter der Würde der Wissenschaft, solche skabrösen Themen zu behandeln. Wo immer man in den Büchern jener Zeit nachblättert, in den philosophischen, juristischen und sogar in den medizinischen, wird man übereinstimmend finden, daß jeder Erörterung ängstlich aus dem Wege gegangen wird. Wenn Strafrechtsgelehrte bei Kongressen die Humanisierungsmethoden in den Gefängnissen und die moralischen Schädigungen des Zuchthauslebens diskutierten, huschten sie an dem eigentlich zentralen Problem scheu vorbei. Ebensowenig wagten Nervenärzte, obwohl sie sich in vielen Fällen über die Ätiologie mancher hysterischen Erkrankung vollkommen im klaren waren, den Sachverhalt zuzugeben, und man lese bei Freud nach, wie selbst sein verehrter Lehrer Charcot ihm privatim gestand, daß er die wahre Causa wohl kenne, nie aber öffentlich verlautbart habe.  

- Einleitung (Die Heilung durch den Geist, 1931, Hervorhebungen von mir)
Weil Gesundheit dem Menschen naturhaft zugehört, erklärt sie sich nicht und will nicht erklärt sein. Seinem Leiden aber sucht jeder Gequälte jedesmal einen Sinn. Denn daß die Krankheit sinnlos über sie falle, daß unverschuldet, ohne Ziel und Zweck plötzlich der Leib im Fieber brenne und bis in die Eingeweide hinab glühende Schmerzmesser wühlen – diesen ungeheuren Gedanken einer völligen Sinnlosigkeit des Leidens, der allein schon die moralische Weltordnung vernichtete, hat die Menschheit niemals zu Ende zu denken gewagt. Krankheit erscheint ihr allemal von jemandem gesendet, und der Unfaßbare, der sie schickt, muß ihrer Meinung nach einen Grund haben, sie gerade in diesen einen irdischen Leib zu jagen. Irgend jemand muß dem Menschen böse sein, ihm zürnen, ihn hassen. Irgend jemand will ihn strafen für irgendeine Schuld, für einen Frevel, für ein übertretenes Gebot. Und das kann nur derselbe sein, der alles kann, derselbe, der die Blitze vom Himmel wirft, der Frost und Hitze über die Felder gießt und die Sterne entzündet oder verhüllt, ER, der alle Macht hat, der Allmächtige: Gott. Vom ersten Ursprung an ist darum das Geschehnis der Krankheit unlösbar dem Gefühl des Religiösen verbunden.

- Der Vorausgänger und seine Zeit (Die Heilung durch den Geist, Franz Anton Mesmer, 1931, Hervorhebungen von mir)
Mesmers Tragik: er kam zu früh und kam zu spät. Die Epoche, in die er eintritt, ist eben, weil sie sich auf ihre Vernunft so hahnenstolz viel zugute tut, eine der Intuition völlig abholde, jene (abermals nach Schopenhauers Wort) »superkluge« Epoche der Aufklärung. Auf den Dunkelsinn des Mittelalters, den ehrfürchtig und verworren ahnenden, war gerade der Flachsinn der Enzyklopädisten gefolgt, der Alleswisser, wie man dies Wort wohl am sinnfälligsten übersetzt, jene grobmaterialistische Diktatur der Holbach, La Mettrie, Condillac, der das Weltall als interessanter, aber noch verbesserungsfähiger Mechanismus und der Mensch bloß als kurioser Denkautomat galt. Mächtig aufgeplustert, weil sie keine Hexen mehr verbrannten, die gute alte Bibel als einfältiges Kindermärchen dargetan und dem lieben Gott mit der Franklinschen Leitung den Blitz aus der Hand genommen hatten, erklärten diese Aufklärer (und ihre schwachbeinigen deutschen Nachtänzer) alles für absurden Wahn, was man nicht mit der Pinzette packen, nach der Regeldetri beweisen konnte, derart mit dem Aberglauben auch jedes Samenkorn Mystik aus ihrem glashellen, glasklaren (und ebenso zerbrechlichen) Weltall des Dictionnaire philosophique hinausfegend. Was nicht als Funktion mathematisch nachweisbar war, dekretierte ihr flinker Hochmut als Phantom, was man mit den Sinnen nicht fassen konnte, nicht etwa bloß als unfaßbar, sondern glattweg für nicht vorhanden.
[…] Denn nichts innerhalb der Geschichte, der tatsachenhistorischen wie jener des Geistes, läßt sich an dramatischer Kraft der seelischen Leistung vergleichen, wenn ein einzelner, schwacher, isolierter Mensch sich allein gegen eine riesige, die ganze Welt umspannende Organisation auflehnt. Ob Spartakus, der geprügelte Sklave, gegen die Legionen und Kohorten des Römerreichs oder Pugatschew, der arme Kosak, gegen das gigantische Rußland oder Luther, der breitstirnige Augustinermönch, gegen die allmächtige fides catholica – immer wenn ein Mensch nichts als seine eigene innere Glaubenskraft gegen alle verbündeten Mächte der Welt einzusetzen hat und sich in einen Kampf wirft, der unsinnig scheint in seiner völligen Aussichtslosigkeit, gerade dann teilt sich seine Seelenspannung schöpferisch den Menschen mit und schafft aus dem Nichts unermeßliche Kräfte. Jeder unserer großen Fanatiker für die »Heilung durch den Geist« hat Hunderttausende um sich geschart, jeder mit seinen Taten und Heilungen das Bewußtsein der Zeit erregt und erschüttert, von jedem sind mächtige Strömungen in die Wissenschaft übergegangen. Phantastisch, sich die Situation auszudenken: in einem Zeitalter, da die Medizin dank einer märchenhaften Ausgestaltung ihrer Technik tatsächliche Wunder vollbringt, da sie die winzigsten Atome und Moleküle lebendiger Substanz zu zerteilen, beobachten, photographieren, messen, beeinflussen und zu verändern gelernt hat, da ihr alle andern exakten Naturwissenschaften hilfreich Gefolgschaft leisten und nichts Organisches mehr Geheimnis scheint – gerade in diesem Augenblick zeigt eine Reihe unabhängiger Forscher die Überflüssigkeit dieser ganzen Apparatur in vielen Fällen. Sie tun öffentlich und unwiderlegbar dar, daß auch heute mit nackten Händen nur auf seelischem Wege Heilungen genau so wie einst erzielt werden können, sogar in solchen Fällen, wo vor ihnen die großartige Präzisionsmaschinerie der Universitätsmedizin vergebens gearbeitet hatte. Von außen gesehen, ist ihr System unbegreiflich, beinahe lächerlich in seiner Unscheinbarkeit; Arzt und Patient sitzen friedlich beisammen und scheinen bloß zu plaudern. Keine Röntgenplatten, keine Meßinstrumente, keine elektrischen Ströme, keine Quarzlampen, nicht einmal ein Thermometer, nichts ist vorhanden von dem ganzen technischen Arsenal, das den berechtigten Stolz unseres Zeitalters bildet, und doch wirkt ihre uralte Methode oft mächtiger als die fortgeschrittene Therapie. Daß Eisenbahnzüge fahren, hat an der seelischen Konstitution der Menschheit nichts geändert – bringen sie nicht alljährlich zur Grotte von Lourdes Hunderttausende von Pilgern, die dort einzig durch das Wunder genesen wollen? Und daß Hochfrequenzströme erfunden sind, ändert ebensowenig die Seeleneinstellung zum Geheimnis, denn sie zaubern, in den magischen Stab einer seelenfängerischen Persönlichkeit versteckt, 1930 in Gallspach eine ganze Stadt mit Hotels, Sanatorien und Vergnügungsstätten aus dem Nichts um einen einzigen Menschen herum. Keine Tatsache hat so sichtlich wie der tausendfältige Erfolg der Suggestionskuren und sogenannten Wunderheilungen bewiesen, welche ungeheuren Glaubensenergieen noch im zwanzigsten Jahrhundert bereitliegen und wie viel an praktischer Heilungsmöglichkeit von der bakteriologisch und zellular orientierten Medizin durch lange Jahre bewußt vernachlässigt worden ist, weil sie hartnäckig jede Möglichkeit des Irrationalen leugnete und die seelische Selbsthilfe eigenwillig aus ihren exakten Berechnungen ausschloß.  
siehe auch:
- Zum 75. Todestag von Sigmund Freud am 23. September 2014: Stefan Zweigs Worte an seinem Sarge (Gesprochen am 26. September 1939 im Krematorium London, Magic Mirror Blog/Zauberspiegel Blog, Heinz Schott, 04.09.2014)

- Vor 155 Jahren: Sigmund Freud wird geboren (Post, 08.05.2011)

An das «Goldene Zeitalter» einer gerechten Verteilung von Gütern, einer Aufhebung von Zwang und Triebunterdrückung mag Freud nicht glauben wenngleich er versichert, daß es ihm fernliegt, «das große Kulturexperiment zu beurteilen, das gegenwärtig in dem weiten Land zwischen Europa und Asien angestellt wird». Nein, dazu fehle ihm die Sachkenntnis und die Fähigkeit, über dessen Ausführbarkeit zu entscheiden, «die Zweckmäßigkeit der angewandten Methoden zu überprüfen oder die Weite der unvermeidlichen Kluft zwischen Absicht und Durchführung zu messen». Der «unpolitische» Freud war der Ansicht, daß der Zwang zur Kulturarbeit die «Beherrschung der Masse durch eine Minderheit» erforderte, «denn die Massen sind träge und uneinsichtig, sie lieben den Triebverzicht nicht».

Aber die religiösen Vorstellungen, die aus ihren primitiven Anfängen, der Sehnsucht nach dem schützenden Vater, sich zu Lehrsätzen und Dogmen entwickelt hatten, beruhten nicht auf Erfahrung, nicht auf Denkleistungen. Sie waren Illusionen, «Erfüllungen der ältesten, dringendsten Wünsche der Menschheit», und «das Geheimnis ihrer Stärke ist die Stärke dieser Wünsche». Sie beschwichtigten die Angst vor den Gefahren des Lebens, sie erfüllten das Verlangen nach einer Gerechtigkeit, die auf Erden nicht zu finden sei. Sie versprachen die Einlösung von Wünschen über den Tod hinaus.

Freud sah sie nicht als Irrtümer oder Täuschungen an, all diese Vorstellungen waren aus menschlichen Begehrlichkeiten entstanden. Manche waren den Wahnideen nahe, doch nicht wie diese unbedingt im Widerspruch mit der Realität, allein, mit dem Verstand weder zu beweisen noch zu widerlegen. Man konnte an sie glauben oder nicht, nur sollte man sich nicht darüber hinwegtäuschen, daß man die Wege des korrekten Denkens verließ: «Die Unwissenheit ist die Unwissenheit.» Gerade in Fragen der Religion machten sich die Menschen «aller möglichen Unaufrichtigkeiten und intellektuellen Unarten schuldig».

Hatte die Religion die Menschen sittlicher gemacht? Nein, immer ließen sich Vorschriften veräußerlichen, Absichten vereiteln – wenn Gott allein stark und gut war, konnte der Mensch schwach und sündig sein. Gewiß hatte es zuzeiten geholfen, daß man das Verbot zu morden als Gottes Gebot mit besonderer Feierlichkeit umkleidete. Aber inzwischen hatte man den Heiligenschein von einigen wenigen großen Verboten auf Gesetze und Verordnungen ausgedehnt, denen er schlecht zu Gesicht stand. Wäre es nicht menschlicher, ganz auf ihn zu verzichten, die soziale Notwendigkeit der Kulturvorschriften erkennbar zu machen? Doch wenn, so der advocatus Dei, die religiösen Vorstellungen nicht nur Wunscherfüllungen wären, sondern auch historische Reminiszenzen enthielten? Nein, das waren nur Kinderneurosen, verdrängte Triebansprüche, ähnlich denen in der Vorgeschichte der Menschheit. So war die ganze Religion eine Art allgemeine Zwangsneurose, der gläubigen Menschheit die Wahrheit zu entstellen. So wie man dem Kind vom Storch erzählt.

Was konnte man von Menschen erwarten, die unter Denkverboten standen, narkotisiert waren durch die Religion, schon von früher Kindheit an, da ihre sexuelle Natur betäubt und geleugnet werden mußte? Daher plädiert der Determinist Freud für die «Erziehung zur Realität», zu Nüchternheit und Verantwortlichkeit: […]

[…] Denn «eine Entschädigung für uns, die wir schwer am Leben leiden, verspricht er nicht».

Eindringlich beschwört Freud den alten aufklärerischen Glauben an die Wissenschaft und damit an die Möglichkeit, durch sie etwas über die Realität der Welt zu erfahren, «wodurch wir unsere Macht steigern und wonach wir unser Leben einrichten können». Mochte er noch so oft betont haben, wie kraftlos der Intellekt im Vergleich zum Triebleben sei: «Aber es ist doch etwas Besonderes um diese Schwäche; die Stimme des Intellekts ist leise, aber sie ruht nicht, ehe sie sich Gehör verschafft hat.» Am Ende, «nach unzählig oft wiederholten Abweisungen», würde man sie verstehen, das wollte er gern glauben. Vielleicht war auch die Wissenschaft eine Illusion, doch hatte sie nicht durch ihre großen und bedeutsamen Erfolge den Beweis erbracht, daß sie keine ist? Er war nicht blind gegen ihre Bedingungen und Bedingtheiten. Gerade die Subjektivität allen Denkens, die Beschränkung der Wissenschaft, die Endlichkeit ihrer Resultate gibt ihm Hoffnung auf ihre pragmatische Kraft, ihren Sieg über alle Ideologien: «Nein, unsere Wissenschaft ist keine Illusion. Eine Illusion aber wäre es zu glauben, daß wir anderswoher bekommen könnten, was sie uns nicht geben kann.»
Er war der alte Skeptiker geblieben, der sich in einer immer mehr sich verdunkelnden Welt den Optimismus der Verzweiflung leistete. Oskar Pfister konnte ihm ruhig nachloben, sein wissenschaftlicher Religionsersatz sei «im Wesentlichen der Aufklärungsgedanke des 18. Jahrhunderts in stolzer moderner Auffrischung». Sein «écrasez l'infame» mochte nicht viel bedeuten, gewiß, aber seine leise Stimme erhob sich auch gegen all jene, Ideologen und Politker, die sich nur zu gerne der Religion oder dessen, was sie daraus machten – als Instrumentarium, als Propagandamittel und Hetzwerkzeug bedienten und die ihre gläubigen Anhänger fanden, zahlreicher denn je, triebhafter, mörderischer. Keiner von all denen würde diese Stimme hören. Vermutlich hatte Pfister sogar recht, daß die Menschen, denen die Psychoanalyse «diese ausgeplünderte Welt» als höchste Erkenntnis vorführte, daß diese «armen Leute sich lieber in die Klause ihrer Krankheit flüchteten, als in diese schauerliche Eiswüste zögen».  (aus Annette Meyhöfer, Eine Wissenschaft des Träumens: Sigmund Freud und seine Zeit, 2006 zit. in Vor 155 Jahren: Sigmund Freud wird geboren, Post, 08.05.2011)

- Sendung und Lebenssinn (Triumph und Tragik des Erasmus von Rotterdam, 1934)
An dem Barbarischen der Welt aber, das Gottes Plan tölpisch boshaft mit fortwährender Feindseligkeit immer neu zu verwirren strebt, sah er beharrlich vorbei; nur die obere, die formgebende und schöpferische Sphäre zog ihn brüderlich an, und er hielt es für die Aufgabe jedes Geistigen, diesen Raum zu erweitern und zu verbreitern, damit er einmal wie das Himmelslicht einheitlich und rein die ganze Menschheit umfasse. Denn dies war der innerste Glaube (und der schöne, der tragische Irrtum) dieses frühen Humanismus: Erasmus und die Seinen hielten einen Fortschritt der Menschheit durch Aufklärung für möglich und erhofften eine Erziehungsfähigkeit des einzelnen wie der Gesamtheit durch eine allgemeinere Verbreitung von Bildung, Schrift, Studium und Buch. Diese frühen Idealisten hatten ein rührendes und fast religiöses Vertrauen in die Veredlungsfähigkeit der menschlichen Natur durch beharrliche Pflege des Lernens und Lesens. Als büchergläubiger Gelehrter zweifelte Erasmus niemals an der vollkommenen Lehrbarkeit und Erlernbarkeit des Sittlichen. Und das Problem einer völligen Harmonisierung des Lebens dünkte ihn schon gewährleistet durch diese von ihm als ganz nah erträumte Humanisierung der Menschheit.
„Ich habe mir“, schrieb Zweig am 9. September 1933 an Hermann Hesse, „Erasmus von Rotterdam als Nothelfer gewählt, den Mann der Mitte und der Vernunft, der ebenso zwischen die Mühlsteine des Protestantismus und Katholizismus geriet, wie wir zwischen die großen Gegenbewegungen von heute. Es war mir ein kleiner Trost zu sehen, ... daß man nicht allein ist, wenn man sich anständigerweise mit schweren Entscheidungen und Entschließungen quält, statt es sich bequem zu machen und mit einem Ruck auf den Rücken einer Partei zu springen.“  (Triumph und Tragik des Erasmus von Rotterdam, Biografie, 1934, Künste im Exil)
[…] wer zu lesen versteht, wird die Geschichte unserer Tage in der Analogie entdecken. (Stefan Zweig, Brief an Romain Rolland, 1933, zit. in obigem Artikel, Künste im Exil)
siehe auch:
- Eine kleine Literaturgeschichte (Lorenz Derungs, Deutschunddeutlich, Arbeitsblätter für den Deutschunterricht, PDF)
- Auf dem Weg nach Europa – Stefan Zweigs Ideen und Vorstellungen von einem geeinten Europa – 4.4.3 Der Fortschritt (Maria Fronz, Magisterarbeit, Philosophische Fakultät, Friedrich-Schiller-Universität, Jena, 2013)
Ein weiterer Aspekt der Entgiftung Europas ist der Fortschritt. Geschichte wird von Zweig vor diesem Hintergrund als Kontinuität verstanden, welche zwangsläufig eine progressive Kraft hervorbringt und neue Möglichkeiten oder Lösungen eröffne. Daher seien auch jene Menschen, die Erfindungen und Aufklärung ermöglichen, wie Forscher und Wissenschaftler, vielmehr zu verehren, als Feldherren und Krieger.[235] Wie er ebenfalls in seiner Autobiographie beschreibt, war die ganze Epoche zu Beginn des 20. Jahrhunderts von einem positiven Geschichtsverlauf ausgegangen, denn „dieser Glaube an den ununterbrochenen, unaufhaltsamen ́Fortschritt` hatte für jenes Zeitalter wahrhaftig die Kraft einer Religion; man glaubte an diesen ́Fortschritt` schon mehr als an die Bibel, und sein Evangelium schien unumstößlich bewiesen durch die täglichen neuen Wunder der Wissenschaft und Technik.“[236] Entdeckungen im Sinne einer progressiven Entwicklung von Geschichte würden zu den vorhergehenden Überlegungen Zweigs passen. Jedoch ist der Begriff nicht weiter bestimmt und wird allzu oft mit den technischen Neuerungen im Bereich Transportmittel- und Kommunikation gleichgesetzt.[237]
Seine Wertschätzung der kulturellen Leistungen Einzelner zeigt sich in der Trilogie Drei Meister von 1920 und deren Fortführung in Baumeister der Welt 1936 und wurde durch biographische Porträts von Hölderlin, Tolstoi, Nietzsche und Kleist ergänzt. Zweig orientierte sich dabei an den erprobten traditionellen Erzählverfahren des historischen Romans. Die fortlaufende, chronologische Narration, bei der die Ereignisse durch die Augen des Helden gesehen werden; weist deutliche Tendenzen zum Roman auf. Trotz vielfältiger Übereinstimmungen zwischen dem historischen Roman und den Biographien Zweigs lässt sich dennoch eine starke Konzentration auf die, im Grenzbereich von Kunst und Wissenschaft angesiedelte, historische Biographie konstatieren. Im 20. Jahrhundert entstand eine Debatte um die Einordnung der historischen Biographie. Stefan Zweig behauptete, dass er seine Eigenständigkeit seiner Texte dadurch gewährleisten könne, dass er die Entwicklung einer eigenen Methode vorantrieb. Er erprobte eigene Erarbeitung- und Darbietungsformen der historischen Biographie und verfolgte ein neues Interesse an der Menschlichkeit des Individuums, das über psychologische Erkenntniswege erreicht werden sollte, welche in der Geschichtswissenschaft üblicherweise ausgeklammert wurden. Er war daran interessiert, durch die psychologische Deutung ausgewählter historischer Ereignisse bisher unbekannte innere Zusammenhänge herzustellen. In seiner Vorstellung müssten es die geschickte Auswahl, psychologische Einfühlung und erzählerische Gestaltung dem Autor ermöglichen, ein zutreffendes Bild vom Charakter des Biographierten zu formen.[255] In seinem Aufsatz Die Geschichte als Dichterin formulierte Zweig sogar die Forderung, dass „wer Geschichte verstehen will“[256], Psychologe sein muss. (5.1 Die historische Biographie im 20.Jahrhundert, Maria Fronz, Magisterarbeit, Philosophische Fakultät, Friedrich-Schiller-Universität, Jena, 2013)
Immer waren der Welt Menschen notwendig die sich weigern, zu glauben, die Geschichte sei nichts als eine stumpfe, monotone Selbstwiederholung [...], sondern die unbelehrbar darauf vertrauen, daß sie moralisch Fortschritt bedeute. (Zweig, Erasmus von Roterdam, S. 100, zit. in Maria Fronz, Magisterarbeit, Philosophische Fakultät, Friedrich-Schiller-Universität, Jena, 2013)
Zum einen greift Zweig das „Prinzip Hoffnung“[291] auf. Es gelingt ihm stets die Situation derart zu erklären und Fakten so zu interpretieren, dass der Eindruck entsteht, trotz aller widrigen Umstände würden auf schlimme und schreckliche Ereignisse wieder positive Begebenheiten folgen. Selbst in Zeiten von Fanatismus, Gewalt und Hass, bestünde die Hoffnung auf eine Ablösung durch Frieden, Vernunft und Humanität. Eben dies kann auf Europa und Zweigs Situation übertragen werden. Selbst wenn er und seine Zeitgenossen nicht den Augenblick erlebten, in dem die Idee der europäischen Einigung und des Friedens umgesetzt wurden, so können sie dennoch Vertrauen haben, dass eines Tages die Idee umgesetzt werden wird. (Maria Fronz, Magisterarbeit, Philosophische Fakultät, Friedrich-Schiller-Universität, Jena, 2013, S. 74)
Trotz des Scheiterns seiner Hoffnungen, aller Kritik und Unklarheiten muss Zweig zu Gute gehalten werden, dass er durch das Verfassen des Erasmus als antifaschistischer Humanist in der Zeit der Hitlerdiktatur seine politische und weltanschauliche Meinung ausdrückte und vertrat. Sein Bekenntnis zum Übernationalen ist in der Erasmus-Biographie deutlich erkennbar. Auch Klaus Mann sprach in seinem Nachruf auf Stefan Zweig im Jahr 1942 wertschätzend von seinem Werk, in dem „die Zukunft Europas, unserer Zivilisation, der Zukunft des Menschen an sich“347 ein bestimmendes Thema war. (Maria Fronz, Magisterarbeit, Philosophische Fakultät, Friedrich-Schiller-Universität, Jena, 2013, S. 90)
mein Kommentar:
Es scheint mir, als ob Zweig den gleichen Fehler begangen hat, den er den Aufklärern vorwarf: Er suchte nach einer Art Erlösung im Außen.
Gleich, wie fundamental dieser Fehler auch war, mir sind solche großartigen Scheiterer zehnmal lieber als Narzissten, die sich hinter den Ideen dieser Scheiterer verstecken und sie für ihre Spielchen mißbrauchen:
- This knocks me from the socks (Post, 12.09.2014)
- Wo sind Peter Scholl-Latour und Ulrich Wickert, verdammt nochmal? (25.11.2014)
„Die Ideale, für die Zweig kämpfte: Frieden, individuelle Freiheit, moralische Einigkeit Europas und der Welt, stehen noch immer als Aufgabe vor uns“ und geben seinem Werk eine enorme Zugkraft, die sich bis ins 21. Jahrhundert hinein erstreckt. Die Ausgestaltung der Werte der Europäischen Union349 zeigt, dass die wichtigsten Werte, die in Zweigs Augen als Besonderheit des Kontinents und Kulturkreises Europa standen, später tatsächlich von den Politikern bei der Gründung der Union übernommen wurden. […] verdeutlicht es seine Vorreiterrolle für ein geeintes, friedliches und freies Europa und zeigt, wie viel Literatur auch heute noch den Menschen geben und auch zu aktuellen Debatten und Fragestellungen beitragen kann. […] Anders als zu Zeiten Zweigs liegt heute die Gefahr für Europa darin, dass die Selbstverständlichkeit und die Unwissenheit häufig zu Desinteresse oder Unverständnis der Sache gegenüber führt.  (Maria Fronz, Magisterarbeit, Philosophische Fakultät, Friedrich-Schiller-Universität, Jena, 2013, S. 92)
mein Kommentar:  
Ein Hoch auf solche hoffnungsschwangeren, blauäugigen Magisterarbeiten, die im Auftrag der Polit-Schickeria Literaten wie Stefan Zweig für sich – und die Polit-Klasse in der  Europa-Dauerwerbesendung – zu vereinnahmen versuchen!

siehe zu den hehren europäischen Idealen:
- EPA – TTIP für Arme und die Werte des »alten Europa« (Post, 23.09.2015)
Das EPA-Abkommen zwischen mehreren Ost-Afrika-Ländern und der EU wurde sogar vom Afrika-Beauftragten der Bundeskanzlerin, Günter Nooke kritisiert. Die kenianische Regierung bezeichnete es als pure „Erpressung“. In Kenia kann die heimische Landwirtschaft mit den niedrigpreisigen Importen aus der EU nicht mithalten, wodurch Bauern pleite gehen. Auch steht in dem Freihandelsabkommen zum Beispiel ein Verbot neuer Steuern auf Exportgüter in die EU. Die wären aber nötig, um ein Ausbluten der eigenen Wirtschaft zu verhindern.
zum Schluß:
Anders als im Kino kann man vor dem Bildschirm nur sehr schwer staunen. Dafür aber tritt das Diskursive in den Vordergrund, das Enträtseln und Debattieren. Demokratisierung hätten wir möglicherweise vor Jahren noch gesagt (als wir an unsere Demokratie noch glaubten), und von Aufklärung geträumt.

Wohin also können die gefangenen Bilder fliehen? In „die Gesellschaft“, in „die sozialen Bewegungen“? Und dann in die Natur, ins Unendliche? Schön wäre es gewesen. Indes sind zuerst die mehr oder weniger angrenzenden Areale zu durchkreuzen. Die Kunst. Und das, was wir „Life Sciences“ nennen. Diese Areale haben sich in den letzten Jahren wahrhaft unheimlich ausgedehnt. Nicht, dass sie schon Befreiung bedeuteten, nur insofern, als man Freiheit ohne sie nicht einmal denken kann.
 (Kunst, die wirkt: Das Transmedia-Projekt "Art Girls" sprengt die Fesseln von Genre und Medium, Arte creative)

siehe auch:
- Risse in der Matrix (Nils Marquart, der Freitag, 21.10.2016)
aktualisiert am 24.10.2016
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Samstag, 9. Januar 2016

Leitmedienberichterstattung – alaaaf! Warum werden wir ständig wie kleine Kinder behandelt?

Ich habe so die Nase voll davon, ständig mit irgendwelchen Halbwahrheiten oder Verdrehungen zugetextet zu werden…
Politische Korrektheit (häufig als Adjektiv politisch korrektengl.political correctness [pəˈlɪtɪkəl kəˈrɛktnɪs] und politically correctAbk. PCP.C. und pc) ist ein aus dem englischsprachigen Raum stammendes Schlagwort, das insbesondere in der Theorie der öffentlichen Meinung eine Rolle spielt. In der ursprünglichen Bedeutung bezeichnet der englische Begriff politically correct die Zustimmung zur Idee, dass Ausdrücke und Handlungen vermieden werden sollten, die Gruppen von Menschen kränken oder beleidigen können (etwa bezogen auf Geschlecht oder Rasse).[1] Das Wort als solches ist schon älter, hat aber erst seit Beginn der 1990er Jahre größere Verbreitung gefunden. Damals wurde es von der politischen Rechten bzw. Konservativen in den Vereinigten Staaten aufgegriffen, die die Verwendung und Dominanz „politisch korrekter“ Sprache als Zensur und Einschränkung der Redefreiheit rezipierte und bezeichnete. In der Folge griffen auch konservative Kreise in Europa diese Kritik auf. (Politische Korrektheit, Wikipedia)

Übergriffe in Köln: Henriette Reker gibt Pressekonferenz am 05.01.2016 [41:18]

Veröffentlicht am 05.01.2016
Nach den Übergriffen am Kölner Hauptbahnhof in der Silvesternacht gibt Oberbürgermeisterin Henriette Reker gemeinsam mit dem Kölner Polizeipräsidenten Wolfgang Albers und dem leitenden Polizeidirektor Michael Temme eine Pressekonferenz.

»Bei jedem Brand in einem Asylantenheim steht innerhalb einer juristischen Sekunde fest, dass faschistische, fremdenfeindliche, ausländerfeindliche Nazis die Täter« waren… (Silvester op kölsch, AlterMannBlog)
Pfeiffer über Übergriffe in Köln - 5.1.2016 [5:17]

Veröffentlicht am 06.01.2016
Der Kriminologe Christian Pfeiffer redet über die Übegriffe in Köln auf Frauen (Silvester 2015)
»Anders, als erste Presseberichte suggerierten, handelt es sich nach bisherigem Informationsstand also nicht um enthemmte Männer, nicht um Flüchtlinge, nicht um Muslime, sondern um polizeibekannte Intensivstraftäter mit klarer krimineller Motivation, die diese allerdings zu massiven Sexualdelikten ausdehnten.« (Netz gegen Nazis, zit. in Köln, die Woche danach – das Jahr vor uns, AlterMannBlog, 07.01.2016)
Therapeut zu "Silvester-Übergriffen 2015 Köln" - Schluß mit Vergleichen & Opfer-Beschuldigungen! [10:40]

Veröffentlicht am 07.01.2016
http://www.freiraum-institut.ch Therapeut Jörg Fuhrmann zum unglaublichen Umgang mit den sexuellen Übergriffen und Vergewaltigungen in Köln und diversen anderen deutschen Städten (wie Hamburg, Stuttgart, Berlin, Bielefeld, Weil am Rhein) sowie in Österreich, Finnland und der Schweiz an Silvester 2015. Es kann und darf NICHT sein, dass die Gewaltverbrechen mit anderen verglichen werden und dass den Opfern suggeriert wird, dass sie sich (in der Zukunft oder auch in der Vergangenheit?) "nur" anders verhalten müssen!!! Die Opfer sind weder schuld noch sind sie zu verurteilen. Es gilt die Täter - ganz gleich welcher Herkunft - und deren Taten - ganz gleicher welcher Motivation - klar zu benennen, als das was sie sind. Die "Verabredung" und Durchführung einer deratigen "Missbrauchs-Operation" (es wurde ja die ganze Zeit ausweichend von "organisiertem Verbrechen" gesprochen) muss entsprechend verfolgt und geahndet sowie politisch umgesetzt werden. Die Süddeutsche schreibt: "Zunächst hatte es geheißen, bei den 16 und 23 Jahre alten Männern aus Marokko und Tunesien seien Handys sichergestellt worden. Darauf sei Videomaterial mit "einwandfreien Bezügen" zu den Übergriffen in der Silvesternacht gefunden worden. Außerdem sei ein Zettel mit arabisch-deutschen Übersetzungen von sexistischen Begriffen sichergestellt worden." M an hat die Männer dann mangels Beweisen wieder laufen gelassen. 

KORREKTUR meiner Vermutung in Bezug auf den Münchener Einsatz und die Einbindung der Polizei. Am 07.01. gibt die Polizei bekannt: "Nach den Übergriffen in Köln geraten Polizei und Politik immer mehr in die Kritik. Wie sich nun herausstellt, hat NRW-Innenminister Ralf Jäger offenbar eine Verstärkung der Polizei an Silvester abgelehnt." Nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung hat das Kölner Polizeipräsidium hingegen während der Exzesse rund um den Hauptbahnhof Verstärkung angeboten bekommen, aber nicht angenommen. Hört sich nach einem "Schwarze-Peter-Spiel" an.

Die Polizei Köln bittet weitere Opfer, zeitnah Strafanzeige zu erstatten. Passanten, die Straftaten beobachtet oder sogar auf Handyvideos aufgezeichnet haben, werden gebeten, sich umgehend zu melden. Hinweise werden erbeten unter Tel.-Nr. 0221/229-0

Die Folgen, einer nicht adäquaten Verarbeitung und Ahndung der Taten, für ein gelingendes Zusammenleben scheinen für die Zukunft in diesem Land massiv bedrohlich. Ich wehre mich jedoch dagegen die Hoffnung auf ein friedvolles Deutschland - ja für ein friedvolles Europa - aufzugeben. Ehrlichkeit den Menschen gegenüber - auch denen, welchen man unhaltbare Versprechungen gemacht hat - wäre ein erster Schritt in diese Richtung. Denn es kann nicht sein, dass die Bürger für alles und jeden als Sündenböcke und Projektionsflächen benutzt werden. Von den "normalen Menschen" wollte sicherlich so gut wie niemand eine Kriegsbeteiligung (in welchem Krieg auch immer!).

Links zu Therapeuten (mit Trauma-/ Krisen-Fortbildungen):
http://www.meg-hypnose.de/therapeuten...
http://www.luise-reddemann.de
http://www.senev.de/therap.htm
»Es ist eine absolute Katastrophe, was hier kommunikationstechnisch läuft. […] Je mehr wir versuchen, das wegzudrücken, desto mehr kommt es hintenherum später hoch. […] Wenn man die Ängste der Leute nicht ernst nimmt, wird sich das alles vermischen und kulminieren. […] Klar benennen, nichts beschönigen!« (Jörg Fuhrmann in obigem Video)

siehe auch:
- zdf – mit Propaganda auf Du und Du? (AlterMannBlog, 08.01.2016)
- Übergriffe in Silvesternacht : Asylbewerber unter Verdächtigen von Köln (ZEIT Online, 08.01.2016)
- Übergriffe in Köln : Polizeipräsident Albers in einstweiligen Ruhestand versetzt (ZEIT Online, 08.01.2016)

Mein Kommentar: Pegida hat recht, man darf’s nur nicht laut sagen.


Gabriele Krone Schmalz über NATO in Zivil in der Ukraine, Russland und Medienpropaganda1 [13:24]

Veröffentlicht am 13.09.2014

Zitat Gabriele Krone-Schmalz:
»Ich bin der festen Überzeugung, daß Demokratie nur funktioniert, wenn wir einen sauberen Journalismus haben. […] Ich habe als Journalist gelernt, daß man sehr präzise mit der Sprache umgeht. […] Das macht mir insofern Sorge: Wenn Menschen nicht mehr glauben, was in den Medien informiert wird, wenn Menschen auch Politikern nicht mehr glauben, dann fliegt uns unser wunderschönes System Demokratie früher oder später um die Ohren.« (Video ab 8:00)
 Ich versuche mal eine Antwort auf die in der Überschrift gestellte Frage:
Es scheint eine unglaubliche Angst da oben (sei es in den Chefetagen der Politik, sei es in den Chefetagen der Nachrichtenmedien) vor dem unktrollierbaren Hochkochen des Volkszorns zu geben. – Kann ich sehr gut verstehen! Wenn die Auflage der Bild (ich weigere mich, dieses Blatt eine Zeitung zu nennen) fast doppelt so hoch ist wie die Auflagen der übrigen Tageszeitungen zusammen, dann kann einem schon Angst und bange werden!
Aber: gerade deshalb sind die Forderungen von Gabriele Krone-Schmalz nach einem sauberen Journalismus berechtigt!


Überregionale Tageszeitungen im 4. Quartal 2014
verkaufte Auflage2014-IV vs. 2013-IV
PlatzTitel2014-IVabsolutin %
1Bild2.099.909-213.468-9,2
2Süddeutsche Zeitung381.844-18.803-4,7
3Frankfurter Allgemeine305.257-24.448-7,4
4Die Welt Gesamt (Die Welt + Welt Kompakt)200.854-21.868-9,8
5Handelsblatt118.0342.6892,3
6taz.die tageszeitung53.812-4.309-7,4
7Neues Deutschland30.409-1.681-5,2
Daten-Quelle: IVW / Tabelle: Zeitungs-IVW: Bild, BamS und Welt verlieren mehr als 9%, Handelsblatt wächst wegen ePaper-Abos, Meedia, 20.01.2015)

Es gibt eine bedenklich große Anzahl von Menschen, die sich für den Inhalt der Bild interessieren. Und wer sich für die Bild interessiert, bewegt sich auf einem kaum durch Vernunft erreichbaren Niveau.
Und mit sowas müssen Politiker halt umgehen! Da brennt schon mal eine Sicherung ein wenig schneller durch!
Da werden Kausalbezüge hergestellt, die Übelkeit erzeugen können.

Volker Pispers über Ukraine und Demokratie [8:07]


Veröffentlicht am 07.10.2014
Der Volker Pispers, brilliant wie immer.

Alfons - Immer noch der Krieg [3:28]

Hochgeladen am 18.11.2010
Ein Beitrag von 2003

Leuten, denen man die Bild verkaufen kann, kann man auch einen einsamen und verlassenen Putin verkaufen:

Dreist: ARD und ZDF fälscht vorsätzlich Berichte über G20 Treffen [2:30]

Veröffentlicht am 19.11.2014
Wichtig: Bitte weiterverbreiten! Die ungeheure Manipulation von ARD und ZDF geht weiter! GEZ-finanzierte Medien fälschen Beitrag über Putin beim G20-Gipfel! Der Tenor der Öffentlich-Rechtlichen in ihrer Berichterstattung über den russischen Präsidenten Wladimir Putin auf dem G20 Gipfel in Australien war eindeutig: “Putin isoliert”, “Putin einsam und verlassen”. Als angeblicher Beweis wurde immer wieder eine Videosequenz gezeigt, in der Putin anscheinend alleine an einem 7er Tisch sitzt. Der ARD-Korrespondent in Brisbane, Philipp Abresch, textete dazu munter: 

“Beim Barbecue am Mittag, wie symbolisch, Putin, einsam und verlassen.” und zeigt:

http://s14.directupload.net/images/14...

Das Problem: Putin saß nicht alleine, wie die Berichterstattung suggeriert. Mit Putin am Tisch saß die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff und im weiteren Verlauf noch fünf weitere Staatsoberhäupter. Siehe:

http://s14.directupload.net/images/14...

In allen Beiträgen der ARD und des ZDF zum Thema wurde das Videomaterial so geschnitten, dass Präsidentin Rousseff nicht zu sehen ist und Putin somit als „isoliert“ dargestellt werden konnte. Im Fall der Tagesthemen-Sequenz[3] wurde das Originalmaterial von Reuters, wie von der PropagandaSchau nachgewiesen, sogar in der zeitlichen Abfolge geändert. Der Schnitt erfolgt genau in dem Moment, in dem der Kellner zur Seite tritt und Rousseff sichtbar werden würde. Danach wird eine Szene eingefügt in der sich Putin an den Tisch setzt und den Stuhl heran zieht. Auch in der Tagesschau wurde die Sequenz so geschnitten, dass die brasilianische Präsidentin nicht zu sehen ist.

Angesichts der Tatsache, dass das für die Sequenz[4] genutzte Rohmaterial[5] auch über Bilder verfügt, die Putin bei der Unterhaltung mit Rousseff zeigen (ab Minute 1:50), kann ausgeschlossen werden, dass die ARD und ZDF unwissentlich gehandelt haben.Die absichtliche Manipulation der GEZ-Medien wird zusätzlich noch durch die offizielle Sitzordnung bei diesem Mittagessen belegt. Am selben Tisch wie Putin saßen neben der brasilianischen Präsidentin Rousseff, auch Kanzlerin Merkel, der belgische Premier van Rompuy und darüber hinaus die Staatsoberhäupter von Korea, Argentinien und Italien. Das aber wurde von den ARD- und ZDF-Kommentatoren wissentlich unterschlagen. Sitzplan Mittagessen G20 Gipfel:

https://twitter.com/bkjabour/status/5...

Ein offizielles Video[5] des Treffens auf der G20-Webseite[6] zeigt zudem Putin kurz vor Beginn des Barbecues im Gespräch mit dem französischen Präsidenten François Hollande und dem japanischen Premier Shinzo Abe. Alle Regierungschefs saßen später gemeinsam unter dem Mittags-Zelt. In Anbetracht dieser Faktenlage, erscheint die Erklärung des ARD-Chefredakteurs Kai Gniffke zum Vorfall nicht sehr glaubwürdig.

“Man muss uns schon eine Menge Verbohrtheit unterstellen, um zu glauben, dass wir exakt warten, bis der Kellner Frau Rousseff Wasser nachschenkt, damit man die Brasilianerin nicht sieht”, so Gniffke in Reaktion auf einen Blogeintrag[7] des Medien-Journalisten Stefan Niggemeier. Schaut man sich aber die Zuschauer-Kommentare[8] zu dem Beitrag des ARD-Chefredakteurs an, dann fühlt man sich an den Spruch erinnert: “Deutschland ist endlich wieder das Land der Dichter und Denker: Die Medien dichten. Die Bevölkerung denkt.”

Beschwerden nimmt die ARD bzw. die Tagesschau hier entgegen:

https://www.facebook.com/tagesschau
https://www.facebook.com/DasErste

ARD Tagesschau
Hugh-Greene-Weg 1
22529 Hamburg
Telefon: 040 / 4156-0
Fax: 040 / 4156-7419

Querverweise:

[1]Neue ARD-Lügen: Chefredakteur Gniffke will manipuliertes Video vom »einsamen Putin« erklären
http://propagandaschau.wordpress.com/...

[2] “Der isolierte Putin” – ARD und ZDF (mal wieder) der Medienmanipulation überführt
http://www.rtdeutsch.com/6493/headlin...

[3] Sendung: tagesthemen 15.11.2014 23:15 Uhr
http://www.tagesschau.de/multimedia/s...

[4] Reuters: World leaders on lunch break at G20
https://www.youtube.com/watch?v=LA-ke...

[5] G20 Summit Leaders' retreat barbeque, Parliament House, Brisbane https://streaming-01.xlent.net/?chann...

[6] Public Videos
https://www.g20.org/news/video_gallery

[7] Super-Symbolbilder: „Putin, einsam und verlassen“
http://www.stefan-niggemeier.de/blog/...

[8] Putin einsam oder nicht einsam?
http://blog.tagesschau.de/2014/11/17/...
siehe dazu:
Tagesschau sachlich und objektiv: »Putin, einsam und verlassen« (Post, 19.11.2014)
- Das Publikum will der Presse einfach nicht mehr glauben… (Post, 01.12.2014)
- Ukraine-Berichterstattung: Der Umgang der Medien mit Kritik (Post, 23.11.2014)

aktualisiert am 21.10.2016


Freitag, 8. Januar 2016

Deutschlands Hypnotherapeutin Nr. 1 und das Herstellen von Alternativlosigkeit

Die Übergriffe auf Frauen haben auch etwas mit dem Islam zu tun, sagt Hamed Abdel-Samad. Die strenge Sexualmoral, die Hierarchisierung und Geschlechterapartheid schlage sich oft ins Gegenteil um. Eine Religion, die die Frau entweder als Besitz oder Gefahr sieht, ist Teil des Problems

Man muss nicht zu jedem Thema Stellung beziehen. Vor allem, wenn noch nicht alle Fakten und Details auf dem Tisch liegen. Ich habe mich bis jetzt zu den Ereignissen in Köln nicht geäußert, weil mir dieses Thema emotional nahegeht, und ich lieber meine Meinung sage, statt mein Empfinden publik zu machen. Dennoch will ich ein paar Worte zum Thema der sexuellen Belästigung insgesamt verlieren.

Ich komme aus Ägypten, wo sexuelle Belästigung für Frauen ein unerträgliches Ausmaß erreicht hatte, weil man dieses Phänomen am Anfang entweder verschwiegen oder verharmlost hatte. Zum einen wollte man nicht zugeben, dass in einer vermeintlich moralisch-religiösen Gesellschaft viele Frauen sexuell belästigt werden. Zum anderen hatte man Angst um den Tourismus, der eine der Hauptquellen des Einkommens des Landes ist. Man ging sogar noch weiter und machte die Opfer selbst für das Phänomen verantwortlich. Wegen ihrer Art, sich zu kleiden. Die Verlogenheit und die Angst um das eigene Image hatten dazu geführt, dass aus einem kleinen Phänomen eine Epidemie geworden ist. Über 95 Prozent aller Ägypterinnen berichten heute von alltäglichen Erfahrungen mit sexueller Belästigung und Nötigung.

mehr:
- Silvester-Übergriffe: „Das hat auch mit dem Islam zu tun“ (Hamed Abdel-Samad, Cicero, 08.01.2016)

mein Kommentar: 
Man lehne sich, wie mir das mein Ausbilder vor vielen Jahren oftmals geraten hat, »auf seinem Sessel auf seinem Feldherrnhügel zurück und genieße das Schauspiel«: In diesem Fall gehen die deutschen Medien-Intellektuellen grad mit Eifer und großer Aufgeregtheit aufeinander los.

Natürlich, Ängste sollten ernst genommen werden, wenn sie denn begründet sind. Sofern man es aber mit diffuser, unbegründeter Angst zu tun hat, sollten die Ängstlichen ihre Angst hinterfragen.

Denn: Was genau sollen wir eigentlich ernst nehmen? Sollen wir ernsthaft über die Islamisierung des Abendlandes diskutieren? Ernsthaft über Überfremdung in von Fremdheit unberührten Landstrichen wie den neuen Bundesländern? Müssen wir uns ernsthaft fragen, ob wir Einwanderungsland sein wollen, mit allen Schwierigkeiten, die das nun einmal mit sich bringt?

Diskutiert nicht das ganze Land die Gefahren des Islam rauf und runter?

Was also genau gilt es, ernst zu nehmen? Statt Verständnis für eine Gruppe von Menschen zu fordern, die mit „Wir sind das Volk“- Parolen die friedliche Revolution von 1989 ad absurdum führt, braucht es klare Positionen.
[Timo Stein, Angst vor Überfremdung – Nein, wir dürfen sie nicht ernst nehmen, Cicero, 12.12.2014]


mein Kommentar:
»…daß nicht sein kann, was nicht sein darf!«



Ich gebe zu, das mögen harte Worte gewesen sein (auch wenn ich den Begriff „Lügenpresse“, wie Sie es mir vorwerfen, nicht benutzt habe). Aber tatsächlich kommt es mir doch sehr so vor, als wären da, fast wie von selbst, Sprechverbote entstanden – belegt mit dem Strafmaß der sozialen Ausgrenzung. Und zwar im Zuge eines regelrechten Willkommens-Hypes, der von vielen Medien und den allermeisten Politikern in einer Rigorosität inszeniert wurde, wie ich es nicht für möglich gehalten hätte: ein Totalitarismus der Wohlmeinenden. Das „Gute“, nämlich die deutsche Hilfsbereitschaft, durfte nicht hinterfragt werden. Anstatt einen Plan zu präsentieren, hieß es aus dem Kanzleramt immer nur wieder: „Wir schaffen das!“ Und wer, wie ich, es zwischendurch wagte, sich nach den Details zu erkundigen, wurde und wird immer noch als Defätist abgestempelt. Es hat etwas Wahnhaftes. Und diese Wahnhaftigkeit droht nun in einen wahnhaften Aktionismus umzuschlagen, mit dem weder unserem Land noch jenen gedient ist, die als Flüchtlinge tatsächlich unserer Hilfe bedürfen. Übrigens kommt es mir so vor, als ginge es vielen „Refugees welcome“-Jublern mehr um sich als um die Sache selbst: eine Art Wettlauf um die beste Moral. […]
Lieber Herr Angele, Sie schreiben in Ihrer Replik: „Man muss Dinge, die schwach sind stärken, und Dinge, die zu stark und mächtig sind, schwächen“, dies sei Ihr journalistisches Ethos. Ich kann mit solchen Bekenntnissen, ehrlich gesagt, nicht allzu viel anfangen. Aber wenn das nun schon für Sie gilt: Hatten Sie denn in letzter Zeit nie den Eindruck, dass ausgerechnet die nichthinterfragte Willkommenskultur ein bisschen arg mächtig geworden war? Wenn etwa der Kriminologe Christian Pfeiffer davon berichtet, ihm seien vor einem Interview mit einem öffentlich-rechtlichen Sender Sprechverbote zu gewissen Themen auferlegt worden: Ist denn dann nicht irgendetwas in unserer sogenannten Mediendemokratie kolossal aus dem Ruder gelaufen? Finden Sie es okay, dass Ihr eigener Verleger, Jakob Augstein nämlich, hinter meinem Rücken bei Cicero-Redaktionsmitgliedern Stimmung gegen mich machen will, weil ihm meine Ansichten nicht passen? (Sollten Sie ihm demnächst begegnen, so richten Sie ihm doch bitte aus, er könne sich auch direkt an mich wenden.) Und wie gefällt es Ihnen, wenn das Kulturmagazin eines öffentlich-rechtlichen Senders bei ehemaligen Kollegen anruft, um irgendwelche Ungeheuerlichkeiten über die vermeintlich rechtspopulistischen Umtriebe bei Cicero erzählt zu bekommen? (Bei uns selbst haben sich die Herrschaften übrigens nicht gemeldet, denn das hätte womöglich die Arbeitshypothese gefährdet).  
[Alexander Marguier, Stellungnahme: Kurze Antwort vom „Drecksblatt“, Cicero, 09.01.2016]

Die meisten Opfer von Köln waren Frauen. Gewalt gegen Frauen ist ein Verbrechen. Es gibt keinen Spielraum für Relativierung. Es gibt keinen Platz für Sprüche, nach denen ein Minirock oder ein Blick aus einem Opfer eine Mitverantwortliche machen. Wir lernen gerade wieder: Manch einer macht sich für die Frauenrechte vor allem dann stark, wenn sie von Migranten verletzt werden. Es gibt aber keinen Grund für Einseitigkeit oder Selbstgerechtigkeit. Ohne Zweifel, die Gewalt von Köln war besonders massiv und widerlich. Doch Übergriffe gegen Frauen sind immer noch Alltag, im Büro, auf der Straße und vor allem im vermeintlichen Schutz der Wohnung. Und bei der Schlagzeile "Betrunkene Männer vergreifen sich an Frauen" habe ich ehrlich gesagt bisher an Oktoberfest und Karneval gedacht.

Gewalt gegen Frauen ist nicht mehr oder weniger schlimm als Gewalt gegen Männer. Gewalt gegen Frauen kommt aber häufiger vor, weil es fast immer einen Unterschied bei der Muskelkraft Kraft gibt und oft ein Machtgefälle. Gewalt gegen Frauen wird außerdem in vielen Teilen der Welt von religiösen und anderen kulturellen Mustern gestützt, so wie früher auch bei uns. […]

In Köln hat der Staat Bürger und vor allem Bürgerinnen im Stich gelassen. Darunter sind auch Frauen und Männer der Polizei. Noch heute schieben sich Akteure verschiedener staatlicher Ebenen die Verantwortung zu. Andere versuchen, politische Geländegewinne zu erzielen. Abenteuerlich ist, was wir über das Zurückhalten und die versuchte Manipulation von polizeilicher Information lernen müssen. So werden die Opfer auch noch verhöhnt.
[Silvester in Köln: Die Nacht der Schande (Deutschlandfunk, 09.01.2016 – nicht mehr aufrufbar]

»In Köln hat es in der Silvesternacht ein Polizeiversagen gegeben, genauer gesagt, ein Versagen der Polizeiführung. Die Polizeiführung hat nicht dirigiert. Im Laufe des Abends wurde schon deutlich, was dort passieren könnte, und eine Reaktion hat nicht stattgefunden. Und das ist schlimm, denn wir würden eine solche Diskussion – auch wir beide – heute nicht führen, wenn es einen richtigen Polizeieinsatz gegeben hätte. Und die deutsche Polizei ist doch darauf eingestellt, seit Jahrzehnten, Gewalt aus einer Menschengruppe heraus, Gewalt in einer Menschengruppe, das ist doch das tägliche Geschäft einer Polizei. Nur die war eben nicht da.«
[Gerhart Rudolf Baum: "Die Polizeiführung hat in Köln versagt" (Deutschlandfunk, 09.01.2016]

Derweil driftet die EU auseinander. In Polen und Ungarn regieren nationalistische, ultrakonservative Regierungen. In Südeuropa stellen linke Bewegungen notwendige Reformprozesse infrage. Die Probleme in Griechenland sind ungelöst. In Frankreich klopft der Front National an die Tore zur Macht. Und bei einem Austritt der Briten aus der EU droht ein Super-Gau, der unabsehbare Zentrifugalkräfte freisetzen kann. […]

Es herrscht ein Klima von Engstirnigkeit – in allen politischen Lagern. Offensichtliche Probleme werden nicht benannt, weil sie ideologisch nicht genehm sind, kritische Einwände werden überhört oder gleich diskreditiert. Manchmal hat man den Eindruck, eine ganze gesellschaftliche Kaste verbarrikadiert sich hinter lieb gewordenen Gesinnungsphrasen.

Diese neue Borniertheit verhindert nicht nur, dass die Probleme, die dieses Land zu bewältigen hat, mit Nachdruck angegangen werden, sondern erzeugt zudem erst jene Ressentiments, die zu bekämpfen sie vorgibt – mit gefährlichen innenpolitischen Folgen.
[Alexander Grau, Politischer Diskurs: Weniger Hysterie und mehr Differenzierung bitte, Cicero, 09.01.2016]



Ross Douthat, konservativer Kolumnist der New York Times, forderte den Rücktritt von Angela Merkel, damit ihr Land nicht einen zu hohen Preis für ihre Verrücktheit bezahle. Dabei hatte das Magazin Time Merkel wegen ihrer offenen Flüchtlingspolitik zur Person des Jahres 2015 gewählt. Douthat dagegen schreibt nun: Europas generöse Immigrationspolitik, die oft gegen den Willen der normalen Europäer durchgesetzt werde, drohe den Kontinent zu destabilisien, insbesondere, da der übergroße Anteil der Immigranten junge alleinstehende Männer seien, deren Vorstellungen über Frauenrechte denen in Europa entgegengesetzt seien. „Wenn Sie glauben, dass eine alternde, säkulare, fast homogene Bevölkerung eine Migration dieser Größenordnung friedlich absorbieren könne, dann haben Sie eine großartige Zukunft als Sprecher der derzeitigen Bundesregierung. Sie sind außerdem ein Narr“, schreibt Douthat.

Rechte Websites wie Breitbart.com oder WMD berichten schon seit Monaten minutiös über Übergriffe in Europa. Aber dass sich die New York Times – Douthat ist festangesteller Kommentator auf dem konservativen Spektrum –, sich anschließt, ist überraschend. Die Times hat lange eine pro-Immigrationspolitik vertreten, was Deutschland anging, und hat überdies Merkel gestützt. Am Montag legte das Editorial Board noch einmal nach und drängte das restliche Europa, Merkels Beispiel zu folgen und ebenfalls Flüchtlinge aufzunehmen, damit die Lasten gleichmäßig verteilt würden.
[Eva C. SchweitzerKöln-Diskurs in den USA: Die Stimmung ist gekippt, Cicero, 11.01.2016]


[…] Ich begreife nicht, was die Kanzlerin antreibt bei jenem einzigartigen Sozialexperiment, dem sie die Bevölkerung unterzieht. Es ist ein Experiment mit sehr ungewissem Ausgang, aber exorbitanten Kosten, ein Experiment, für das sie als Chefin der Exekutive bedingt legitimiert ist. Deutschland entwickelt sich im zehnten Regierungsjahr der Angela Merkel zu einem innerlich gespaltenen Land, in dem die Nerven blank liegen und die Gewalt in den Alltag kriecht, Gewalt von rechts, Gewalt von links, Gewalt von Migranten. Man schläft schlecht in diesen Tagen. Deutschland wird peinlich.
Asylbewerber für den Arbeitsmarkt meist unqualifiziert
Womit hat man uns nicht die Sinne benebelt! Erst erzählte man uns, die abertausend Menschen, die aus fernen Ländern hierher kommen, seien eine große Chance für die Wirtschaft, ein einmaliger demografischer Jackpot, der Fachkräftemangel sei bald perdu. Nun hören wir, neun von zehn Migranten seien für den Arbeitsmarkt möglicherweise nicht qualifiziert. Ist es ein Wunder? Musste man damit nicht rechnen?
Dann hieß es, die Aufnahme und Integration könne ein reiches Land wie Deutschland auf jeden Fall stemmen. Nun überfordert schon die Organisation die Länder und Kommunen. Es werden immer mehr Turnhallen zweckentfremdet, Immobilien beschlagnahmt und Provisorien auf Dauer gestellt. In Berlin soll der Aberwitz im Bruch eines Volksentscheids kulminieren. Auf dem Tempelhofer Feld, einem ehemaligen Flughafengelände, gegen dessen Bebauung die Bevölkerung erst 2014 in einem Plebiszit votierte, will der Senat ein Flüchtlingsdorf für bis zu 7000 Personen errichten. Damit hätte Deutschland beste Voraussetzungen, an die Tradition der französischen Banlieues anzuknüpfen.
[Alexander Kissler, Köln-Debatte und Flüchtlingspolitik: Deutschland ist peinlich, Cicero, 12.01.2016]


Leipziger zerlegt Gesine Schwan (SPD) beim "phoenix Bürgerdialog" in Leipzig: „Buhrufe“ (05.12.2018) {8:48}

UbB
Am 05.12.2018 veröffentlicht 
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Leipziger zerlegt Gesine Schwan (SPD) beim phoenix Bürgerdialog in Leipzig: „Buhrufe“ (05.12.2018)
Quelle phoenix



Neben Udo di Fabio sorgen sich auch Hans-Jürgen Papier und Michael Bertrams um den Rechtsstaat
Am 12. Januar ging ein Gutachten des ehemaligen Verfassungsrichters Udo di Fabio online, das dieser im Auftrag der bayerischen Staatsregierung verfasst hatte. Der Bonner Juraprofessor kommt darin zum Ergebnis, dass die Bundeskanzlerin die Grenzen zwar kurzfristig unter Rückgriff auf einen "Notstand" öffnen durfte, dass aber solch eine Maßnahme nur "punktuell" und "auf wenige Tage beschränkt […] zu rechtfertigen gewesen wäre. Für eine "längere oder gar dauerhafte Außerachtlassung des geltenden Rechts" gibt es so eine Rechtfertigung nicht (vgl. Gutachten: Klage gegen Merkels Einlasspolitik hätte gute Chancen).
Die Kanzlerin hat di Fabio zufolge eine "wesentliche Entscheidung […] ohne gesetzliche Grundlage getroffen" - ohne Rücksicht darauf, dass die Kompetenzen dafür dem Grundgesetz nach, nicht bei ihr, sondern bei Bundestag und Bundesrat liegen. Besteht die Bundesregierung weiterhin darauf, die Zuwanderer als Asylbewerber zu werten, dann muss sie di Fabio nach zu den rechtmäßigen Verfahren zurückkehren. Will sie das nicht, muss sie den europäische Flüchtlingsbegriff anwenden, der die Festsetzung einer "Kapazitätsgrenze" verlangt.

Grundlage der Überlegungen des ehemaligen Verfassungsrichters ist unter anderem, dass die Politik der Bundesregierung die Handlungsoptionen von Ländern und Kommunen nicht unangemessen einschränken darf. Dass sie derzeit genau das macht, zeigte die Reaktion des Regierungssprechers Steffen Seibert auf die 31 Syrer, die der Landshuter Landrat Peter Dreier am Donnerstag Abend nach Berlin fahren ließ, weil er keine Asylbewerber mehr unterbringen kann. Für deren Unterbringung, so Seibert trocken, sei nicht der Bund zuständig.
[Peter Mühlbauer, Ex-Verfassungsrichter kritisieren Merkel, Telepolis  15.01.2016]

Es lebe das Volk. Oder auch wiederum nicht. Die Welt hatte schon einmal – vor gar nicht so langer Zeit – ein überraschend günstiges Bild von Deutschland. Das war bei der Fußballweltmeisterschaft 2006. Zuvor war in Medien vor „No-go-Areas“ zum Beispiel in Brandenburg gewarnt worden, wo eine fremdenfeindliche Grundstimmung es für ausländische Besucher gefährlich machen würde, sich frei zu bewegen. Fremdenfeindliche Regungen in der Bevölkerung blieben aber in diesen Wochen gänzlich aus. Auch als feststand, dass die deutsche Nationalmannschaft nur um den dritten Platz spielen konnte. Die Stimmung in den Stadien, auf den Straßen, in den überfüllten Kneipen war prächtig. Die Begeisterung der Gäste über die fröhlichen Deutschen war mindestens so groß und ehrlich wie die über den Verlauf des Turniers. Man sprach allenthalben von dem deutschen Sommermärchen.

Das tut man heute nicht mehr. Heute spricht man von dem „angeblichen deutschen Sommermärchen“. Warum das? Hat sich inzwischen herausgestellt, dass die Fröhlichkeit der Deutschen nur gespielt war? Dass sich hinter den lachenden Gesichtern die üblen Fratzen des alten Deutschland aus Kriegsfilmen verbargen? Wurde die Welt getäuscht? Haben Hunderttausende Deutsche bei diesem Täuschungsmanöver mitgemacht? Wer zählt die Völker, nennt die Namen, die gastlich hier zusammenkamen? Ihre Erinnerungen müssen korrigiert werden.
 
[Jürgen Busche, Zu schön, um wahr zu seinder Freitag, 17.01.2016]

Now You See Me Movie CLIP – Atlas Interrogation (2013) – Mark Ruffalo Movie HD {1:11}

Movieclips Coming Soon
Am 14.05.2013 veröffentlicht
Now You See Me Movie CLIP - Atlas Interrogation (2013) - Mark Ruffalo Movie HD
An FBI agent and an Interpol detective track a team of illusionists who pull off bank heists during their performances and reward their audiences with the money.

Es gibt da in dem obigen Video eine Situation, in welcher sich eine Cola-Pfütze auf dem Tisch ausbreitet und Atlas (vermeintlich um es zu schützen) ein auf dem Tisch liegendes  Handy an sich nimmt. Diese Handlung ist im Situationskontext »alternativlos«.
Später im Film wird deutlich, daß das Handy verwanzt wurde und diese Situation im Verhörraum Atlas die Möglichkeit bot, das Handy an sich zu nehmen und eine Wanze einzubauen.
Heißt: Atlas hat eine Situation herzustellen vermocht, in der er praktisch gezwungen war, das Handy in seine Hand zu nehmen. (Weswegen diese Tatsache niemandem auffiel – auch dem Kino-Publikum nicht)

Zu Angela Merkel zurück: Alles, was in Deutschland in Bezug auf die Flüchtlinge zukünftig an Gesetzen, Regelungen oder Durchführungsbestimmungen bzw. deren Umsetzung geschehen wird, wird vor dem Hintergrund der medialen Orchestrierung der Silvester-Übergriffe bewertet werden. Und darum geht es Merkel!


Wenn schon die Amis Merkel für bekloppt halten (s.o.: Die Stimmung ist gekippt) und die intellektuelle Elite aufschreit (s.o.) – nachdem die ihre Angst zum Ausdruck bringende Mittelschicht in die braun-völkische Ecke gestellt wurde (Pegida), hat sich Angela Merkels Deutschland Handlungsspielraum verschafft (»Always be the smartest guy in the room!«). 

In folgendem Video geht es vermeintlich um einen Informationsfluß von Moderator nach Mentalist. Wer merkt schon, daß – im Gegenteil – der handlungsbestimmende Informationsfluß von Mentalis nach Moderator läuft…

Mentalist David Mitterer im BR - Schwaben und Altbayern (2011) {8:57}

Veröffentlicht am 08.10.2012
Portrait über den Mentalisten David Mitterer.

ab 5:40 Mitterer (scheinbar unsicher): »An … ›Stern‹ … haben Sie nicht gedacht?!
Mit dieser Frage verfestig er den (Miß-)Verstehens-Rahmen, der lautet: »Ich lese Deine Gedanken!«
Dabei geht die situationsbestimmende Botschaft nicht vom Moderator (, der dazu verführt wurde, sich überlegen zu fühlen) zum Mentalisten, sondern umgekehrt: Mitterer suggeriert dem Moderator, welche Karte er jeweils wählen soll! 
(Man beobachte ab 6:30 die Hand- bzw. Fingerbewegungen von Mitterer!)

noch klarer wird die Sache mit den Handbewegungen in folgendem Video:
Unbewusste Beeinflussung - Mentalist David Mitterer {2:43}

Veröffentlicht am 10.10.2012

Man schaue sich das Video nochmal ab 2:00 an. Mitterer sagt dem Moderator: »Ich hab Dich durch Gestik und Sprache darauf gebracht!«
Zum Video davor nochmal: Für den unbefangenen Zuschauer kann Mitterer »Gedanken lesen«, stattdessen suggeriert er jeweils dem Moderator, welche Karte er sich aussuchen soll.

In folgendem Video induziert der Hypnotiseur, der mit zu hoher Geschwindigkeit ein Stopschild überfahren hat, mit Verwirrung (»Sprechen Sie englisch?«) und einigen Fingerschnipsern bei dem Wort »Vergessen« eine Situation, in der er (vermeintlich) die Anweisungen des völlig verwirrten Polizisten befolgt (ab 3:10):


Hypnotist gets out of speeding ticket!!! AMAZING!!! {4:30}


Hochgeladen am 23.12.2009
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Spidey the hypnotist/magician uses NLP patterns to get out of a speeding ticket!
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- Canadian Magician of the Year and Variety Act of the Year nominee
- Performances on Entertainment Tonight, NBC Universal, Discovery Channel, truTV, SyFy, CW, Space, ACTION and many more.
- Hollywood Consultant (Joseph Gordon-Levitt "The Dark Knight" and "Inception" and Academy award winning director Robert Zemeckis "Back to the Future"
- His flourishing career has enabled him to consult and perform for celebrities like Jennifer Lopez, Guy Laliberté (Cirque du Soleil), Dane Cook, David Copperfield, Neil Patrick Harris, Martin Short, Penn & Teller, etc.
REVIEWS:
“Mentalist Marvel!”
- NBC Universal/SyFy
“He's Amazing!!”
- MTV UK
“That was the ULTIMATE magic trick!”
- US Weekly
“You are by far the most outstanding hypnotist/mentalist we have seen. Incredible performance!”
- Canada's Got Talent, Martin Short
"Wicked Sorcerer!"
- People Magazine

Wie schnell man bei gekonnter Beziehungsgestaltung in Trance geraten kann, zeigt folgendes Video mit Spidey:
Man achte auf die oben im Film eingeblendete Zeit:
bei Min. 5:37 begegnen sich die beiden,
bei Min. 6:23 (also nach weniger als einer Minute!!!) ist die Junge Frau stehend in Trance
bei Min. 7:00 (also nach weniger als eineinhalb Minuten!!!) streichelt die junge Frau den Football,
bei Min. 7:35 (also nach weniger als zwei Minuten)  erwacht sie wieder aus ihrer Hypnose!

Hypnotist takes dog away from cute girl {2:43}

Veröffentlicht am 16.12.2013
Spidey, international hypnotist/mentalist, uses hypnotic patterns to take away a cute girl's dog!
WEBSITE: http://www.spideymagic.com
FACEBOOK: www.facebook.com/SpideyMagic


Die von Merkel hergestellte Realität wird sich von nun an in hohem Maße aus den aufgebrachten Urteilen US-amerikanischer Politiker und deutscher intellektueller Medien-Schreiber zusammensetzen. Sie wird tun dürfen/müssen, was sie will/was notwendig ist, weil alle wollen, daß sie was/das tut!
Das unkontrollierte Hereinströmen der Flüchtlinge (plus der medialen Begleitung) entspricht der Fesselung des verhörenden Kommissars, die Silvester-Übergriffe (mit dem dazugehörenden aufgeregten medialen Rauschen) entsprechen der umgekippten Cola-Dose mit der sich auf dem Tisch ausbreitenden Cola-Pfütze, und das An-Sich-Nehmen des überchwemmungsgefährdeten Handys entspricht den kommenden Flüchtlingsgesetzen bzw. den Bewältigungsstrategien der Bundesregierung. Chapeau! 

nochmal aus dem Artikel Köln-Diskurs in den USA: Die Stimmung ist gekippt:

„Wenn Sie glauben, dass eine alternde, säkulare, fast homogene Bevölkerung eine Migration dieser Größenordnung friedlich absorbieren könne, dann haben Sie eine großartige Zukunft als Sprecher der derzeitigen Bundesregierung. Sie sind außerdem ein Narr“, schreibt Douthat.
Was bedeutet das für Deutschland? Es wird eine Situation entstehen, in der Merkel – von außen betrachtet – nicht das tut, was sie will, sondern das tut, wozu alle Welt – dazu gehören auch die weltanschaulich Unverdächtigen – sie auffordert.

Wenn in einem Jahr irgendwelche Flüchtlinge in einem Flugzeug, welches sie in ihre Heimat bringen soll, oder in einem Überwachungsraum eines deutschen Flughafens oder in der Abschiebehaft Gruppen-Suizid begehen, wird alle Welt nicht über die angeblich menschenverachtenden Deutschen herfallen, sondern Merkel wird mit ihrem Persil-Schein winken. Sie wird das getan haben, wozu alle Welt sie gedrängt hat.


Irgendwo habe ich einen Artikel über Merkels Kanzlerschaft gelesen mit dem Titel »Führen durch Hinterherlaufen« (erinnert mich an die Hypnose-Regel »Pacing and leading«).

Die Kölner Übergriffe geraten zu Merkels Persil-Schein, genauso wie die Cola-Pfütze für Atlas die Erlaubnis darstellt, das Handy an sich zu nehmen! (siehe obiges Video)

Sogar der Dalai Lama hat gesagt: »Deutschland muß deutsch bleiben!«, das würde, von einem Deutschen gesagt, sofort zu einem Platzverweis führen.

siehe auch:

- Die Instrumentalisierung der Angriffe auf Frauen in der Kölner Silvesternacht: jedem seine Deutungsschublade (Post, 06.01.2016)
Ein Journalismus, nahe an der Grenze zur Manipulation (Post, 02.01.2016)
Der Abschuß von KAL 007: Das westliche Narrativ in der Schlacht um die Deutungshoheit (Post, 30.12.2015)
Es geht nicht um Wahrheit, es geht nicht um Moral, es geht um Zeitvorsprung (Post, 27.12.2015)
Unsere Welt besteht aus Geschichten (Post, 17.12.2015)
Ja, lügen die Medien denn nun oder nicht? (Post, 12.12.2015)

siehe auch im Umfeld:
Manipulationspraktiken: Der kleine Schubser (Post, 05.09.2015)
- Wie gehen wir mit gemachter Realität um? (Post, 15.06.2014)
- Realität ist, was wir glauben wollen oder Hirnströme von Friseurpuppen (Post, 29.08.2013)
Wir geben ihnen Macht 1 (Post, 14.03.2013)
- So kann man’s auch sehen… (Post, 12.01.2007)


zuletzt aktualisiert am 17.12.2018