Freitag, 19. Februar 2016

Eine CIA-NGO im Great Game: Das National Endowment for Democracy

Wenn wir in Deutschland über NGOs reden, assoziieren wir den Begriff für gewöhnlich mit Organisationen wie Greenpeace, attacBUND oder den Goethe-Instituten
Und wenn Putin die NGOs an die Leine zu legen versucht, geht bei uns in Deutschland ein gewaltiges Rauschen durch den digitalen wie den Blätter-Wald unserer Leitmedien. Und so, wir wir es in den Qualitäts-Nachrichten vermittelt bekommen, ist Putins Vorgehen antidemokratisch und Beweis für sein totalitäres Regime.

Putin nimmt schlecht vorbereiteten WDR Chefredakteur auseinander 1/3 {15:00}


Veröffentlicht am 09.04.2013
LT-News.com
Jörg Schönenborn (Vater der Demokratieabgabe) im Interview mit russischem Präsidenten Vladimir Putin im April 2013. 

Jörg Schönenborn bemerkt zu Beginn des Gesprächs, die deutsche Übersetzung des russischen Begriffs ausländischer NGOs laute »ausländische Agenten«. Ich glaube nicht, daß der russische Staatschef einem Deutschen Chefredakteur Überetzungshilfen geben muß. (In Deutschland sagt man ja auch »Versicherungsagent« oder »Agent eines Künstlers«)
Dafür, daß in Deutschland für »Spion« auch »Agent« gesagt wird, ist Russland nicht verantwortlich.
Ich bin mir absolut sicher, daß Schönenborn das weiß! Die russische Sprachregelung ist absolut die gleiche wie die in dem entsprechenden Gesetz der USA aus dem Jahr 1938 (siehe FARA, Wikipedia)
Putin sagt in dem Video, in der russischen Förderation gebe es 654 nicht-staatliche Organisationen, die in den vier Monaten nach Erlass des international kritisierten Gesetzes etwa 1 Milliarde US-Dollar erhalten hätten, alleine etwa 850 Millionen davon über ausländische Vertretungen. Das sind doch klare Zahlen. Da kann man doch was dagegensetzen, wenn die Zahlen nicht stimmen!
zum kompletten Interview: Wladimir W. Putin im Gespräch mit WDR Chefredakteur Jörg Schönenborn (WDR ARD tagesschau) [35:32]

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National Endowment for Democracy (NED) ist eine US-amerikanische Stiftung und Denkfabrik mit dem erklärten Ziel der weltweiten Förderung der liberalen Demokratie. Sie wurde 1983 vom US-Kongress in Washington, D.C. gegründet und erhält von diesem für ihre Arbeit eine jährliche Finanzierung aus dem US-Bundeshaushalt.Der Kongress schuf NED als halbstaatlichen Arm der Außenpolitik. Trotz der staatlichen Finanzierung handelt es sich rechtlich um eine private, gemeinnützige Organisation. Das ermöglicht dem Staat die Weitergabe von Haushaltsmitteln an ausländische Organisationen über einen Dritten. [Hervorhebung von mir] Die jährlichen Zuwendungen aus dem US-Haushaltsbuget sind Bestandteil des Budgets des Außenministeriums. Im Finanzjahr 2010 waren es 118 Millionen US-Dollar.[1] (National Endowment for Democracy, Wikipedia)
Rechte Kritiker wie Pat Buchanan nennen die NED-Aktivitäten eine "weltweite Agitation für demokratische Revolutionen und Einmischung in innere Angelegenheiten anderer Länder, besonders in Diktaturen und undemokratische Regime".[6]
Linke Kritiker behaupten, das NED fördere nur politische Kandidaten mit engen Verbindungen zum Militär und mit dem Willen zur Unterstützung von Investitionen US-amerikanischer Konzerne in ihren Ländern, hingegen keine, die diese Investitionen regulieren oder verhindern wollen. So sagt Bill Berkowitz von der Initiative Working for Change: "NED funktioniert wie ein infrastruktureller Komplettservice. Es liefert Geld, technische Unterstützung, Medien-Know-How, zeitgemäße Ausstattung und assistiert bei Öffentlichkeitsarbeit für ausgewählte politische Gruppen, zivile Organisationen, Gewerkschaften, Dissidenten-Bewegungen, Studentengruppen, Verlage, Zeitungen und andere Medien. Sein Ziel ist es, progressive Bewegungen zu destabilisieren, besonders solche mit sozialistischen oder demokratisch-sozialistischen Neigungen". [7]
Im Oktober 2003 kommentierte das Mitglied der Republikanischen Partei Ron Paul die Aktivitäten des NED wie folgt: "Was die NED in fremden Staaten unternimmt, wäre in den USA illegal. (...) Es ist orwellianisch zu behaupten, US-Manipulationen von Wahlen in fremden Staaten würde die Demokratie befördern. Wie würden die Amerikaner reagieren, wenn die Chinesen mit Millionen von Dollar bestimmte pro-Chinesische Politiker unterstützen würden? Wäre das eine 'demokratische Entwicklung'?" [8]
Unterstützer meinen, NED fördere weltweit eine Vielzahl von sozialdemokratischen und liberalen Gruppen, darunter auch anti-amerikanische, sofern diese sich an Normen und Prinzipien der Demokratie halten, wie beispielsweise in Indonesien und der Ukraine. NED fokussiere seine Finanzierungen eher auf demokratisch denkende Organisationen als auf Oppositionsgruppen, die Fundamentalismus oder jede Art von Diktatur offen vertreten. Michael McFaul, US-amerikanischer Diplomat und von Januar 2012 bis Februar 2014 US-Botschafter in Russland, argumentierte im Dezember 2004 in der Washington Post unter der Überschrift 'Meddling' In Ukraine: Democracy is not an American plot., dass die Stiftung NED schwerlich ein Instrument der US-Außenpolitik sei, finanziere es doch selbst pro-demokratische Organisationen gegen den Widerstand der US-Regierung wie auch nicht-demokratische Regierungen im Ausland.[9] 
[National Endowment for Democracy, Kritik und Meinungen, Wikipedia, abgerufen am 19.02.2016]
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"Eine Menge von dem, was wir heute tun, wurde vor 25 Jahren von der CIA verdeckt getan." Allen Weinstein in Washington Post, Sept. 21, 1991. 
[National Endowment for Democracy, Einzelbeispiele, Zitat, Wikipedia] 
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Positionen 15: Der Tiefe Staat – Mythos oder Wirklichkeit? {2:43:56; Start ab 1:10:32}

KenFM
Am 25.08.2018 veröffentlicht 
Der Tiefe Staat. Eine Begrifflichkeit, die im öffentlichen Diskurs nur selten Verwendung findet. Man könnte fast meinen, dass es sich hierbei bloß um einen Mythos handelt. Die 15. Ausgabe von „Positionen – Politik verstehen“ möchte Licht ins Dunkel des Tiefen Staates bringen und fragt: „Der Tiefe Staat: Mythos oder Wirklichkeit?“.
Ist der Tiefe Staat real? Und wenn ja, wie konnte es ihm gelingen, so lange nicht von den Menschen wahrgenommen zu werden, obwohl sie von seinem Handeln direkt betroffen sind? Die Öffentlichkeit, die Gesellschaft, wir alle?
Uwe Soukup, Patrik Baab, Ullrich Mies und Dr. Daniele Ganser haben sich in ihrer beruflichen Laufbahn eingehend mit staatlichen Strukturen beschäftigt, die außerhalb des Rampenlichts manifest sind. Anhand zahlreicher Beispiele versuchen die Gäste, dem Tiefen Staat seinen Tarnumhang vom Leibe zu reissen.
Sie sind sich einig: Wer das Versteckspiel zwischen offiziellem und „inoffiziellem“ Staat beenden möchte, muss zu allererst für Transparenz sorgen. Dem Zuschauer wird schnell klar, dass der Tiefe Staat weit mehr als eine geheime Untergrundorganisation ist, die im Verborgenen die Fäden zieht. Ganz im Gegenteil: So spielen etwa der Tiefe Staat und repräsentative Demokratie in derselben Mannschaft. Ihre neoliberalen Mitspieler – u.a. die Geheimdienste oder Corporate Media – passen sich gekonnt die Bälle zu und bilden zusammen ein „Erfolgsteam“, neben dem selbst der FC Bayern nur wie ein Kreisliga-Team daher kommt.
Geschickt hat diese Mannschaft des Tiefen Staates, unter dem Einsatz von positiv klingenden Parolen wie „Liberalisierung der Arbeitswelt“ dafür gesorgt, die Lohnabhängigen so sehr mit sich selbst zu beschäftigen, dass den meisten die Zeit und die Kraft fehlt, das falsche Spiel dieser Mannschaft zu durchschauen, obwohl es sich tagtäglich vor ihren Augen abspielt. Es ist – um mit einer Metapher von Daniele Ganser zu sprechen – wie beim Fußball: als ob FC-Bayern-Spieler Thomas Müller in das Trikot von Borussia Dortmund schlüpfen würde, um sich dann in deren Strafraum zu schleichen, Eigentore zu schießen und so der eigenen Mannschaft zum Sieg zu verhelfen.
Doch genau hier liegt auch die Hoffnung versteckt: Denn wir als Zuschauer am Spielfeldrand haben die Chance, dieses Tarnmanöver zu durchschauen, indem wir uns die Spieler auf dem Feld ganz genau anschauen, sie und ihre Trikots unter die Lupe nehmen und prüfen, für welche Mannschaft welcher Spieler auf dem Feld tatsächlich spielt.
Diese Ausgabe von „Positionen – Politik verstehen“ soll diesen „Ent-tarnungs-Prozess" ein Stück weit anschieben. Freilich, ohne zu vergessen, dass das Spiel erst gewonnen ist, wenn man aus dem neu erworbenen Wissen auch ins Handeln kommt. Erst wenn sich die gesellschaftlichen Kräfte der tatsächlichen Umstände bewusst werden, stehen die Zeichen auf Veränderung und der Tiefe Staat wird als das erkannt, was er ist: Kein Mythos, sondern Wirklichkeit. Unmöglich? Wohl kaum. Wir sind in der Überzahl!
Die Gäste sind:
Ullrich Mies - Publizist, Fassadendemokratie
Patrik Baab - Journalist, Im Spinnennetz der Geheimdienste
Dr. Daniele Ganser - Historiker und Friedensforscher, Nato-Geheimarmeen
Uwe Soukup - Historiker, Der 2. Juni 1967
Inhaltsübersicht:
0:00:36 Personenvorstellungen
0:03:04 Barschel, Ohnesorg, Gladio – Tiefer Staat, was ist das?
0:33:44 Fassadendemokratie und selektive mediale Informationspolitik
0:49:09 Die weltumspannenden Verstrickungen nationaler Geheimdienste
1:13:57 Der October Surprise Deal im Wahlkampf Jimmy Carter/Ronald Reagan 1980
1:20:19 Wahrnehmungen und Reaktionen des Normalbürgers auf den Tiefen Staat
1:34:32 Warum hält der deutsche Wähler an Angela Merkel fest?
1:41:02 Lösungsmodelle: Menschheitsfamilie und tiefer denken
1:48:18 Gegen den Tiefen Staat hilft nur Transparenz
1:54:51 Den Tiefen Staat überwinden, aber wie?
2:18:49 Wie funktioniert Mut zur Gelassenheit?
2:35:49 Fünf Schlussworte
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STRATFOR Chef legt die Außenpolitik der USA offen: Ukraine, Russland, Deutschland, Nahost {12:52; Start ab 3:39}

LT-News.com
Am 26.08.2015 veröffentlicht 
Ziel: Allianz zwischen Russland und Deutschland verhindern

War on democracy - National endowment for democracy {1:13}

steeeeea 
Am 21.08.2007 veröffentlicht
The national endowment for democracy

the National Endowment for Democracy: 2 true minutes {2:00}

HappyMorlock
Am 17.08.2008 veröffentlicht
An introduction to the NED.

The CIA and the National Endowment for Democracy {6:52}

moqawma5 
Am 01.03.2012 veröffentlicht

National Endowment for Democracy's 30th Anniversary Celebration {51:44}

National Endowment for Democracy
Live übertragen am 13.11.2013
Live from the National Archives in Washington, DC. Remarks by: 
Speaker John Boehner (R-OH)
and
Democratic Leader Nancy Pelosi (D-CA),
followed by a panel discussion with:
Senator Bob Menendez (D-NJ),
Senator John McCain (R-AZ),
Representative Ed Royce (R-CA),
Representative David Price (D-NC),
moderated by George Stephanopoulos.

Evo Morales – Die Elite der USA will den ganzen Planeten beherrschen und ausplündern {2:25}

Wahrheitssuche2017
Am 26.09.2014 veröffentlicht
Source: Google the title

Alter Info-Text:
In diesem Interview mit RT erläutert Evo Morales, Präsident Boliviens, seine Ansichten zur Außenpolitik der USA. Die USA sind bestrebt, durch Invasionen und Putsche so viele Länder wie möglich unter ihre Kontrolle zu bringen, um diese anschließend auszuplündern. Hierzu dienen Vorwände wie der Kampf gegen den Terrorismus oder die Menschenrechte, wobei die USA selbst Staatsterrorismus betreiben, Menschenrechte verletzten und den Völkermord an den Palästinensern durch Israel unterstützen. 

Mein Kommentar:
Vor wenigen Jahren noch hätte ich ein solches Video nach wenigen Sekunden weggeklickt, weil es mir zu schräg erschienen wäre und mir der Geruch von Verschwörungstheorie unangenehm gewesen wäre.

Nach zwei Jahren internet-Recherche zur Ukraine-Krise glaube ich, daß sehr viel für Morales’ Sicht der Dinge spricht.


In dem Zusammenhang eine interessante Meldung:

Am 21. Februar wird in Bolivien in einem Volksentscheid darüber abgestimmt, ob der derzeitige Präsident Evo Morales, das Recht hat, auch für eine vierte Amtszeit zu kandidieren. Die Opposition, die auch im Besitz der einflussreichsten Medien ist, fährt in diesem Kontext eine Schmutzkampagne historischen Ausmaßes gegen den dreimal wiedergewählten Präsidenten. Die US-Stiftung „National Endowment for Democracy“ finanziert Dutzende bolivianischer NGOs die sich an der Kampagne gegen Evo beteiligen. […]
Der neue “schmutzige Krieg” gegen Evo begann vor einigen Wochen mit einer Pressekampagne: Es wurde über eine angebliche „Vorschubleistung“ vonseiten Morales’ zugunsten seiner Ex-Freundin Gabriela Zapata Montaño berichtet. Die Hetzoperation wurde weit und breit aufgegriffen, wobei nur wenige Medien den Hintergrund erläuterten: Morales hatte sich von der Frau im Jahr 2007 distanziert; dabei wurde Zapata Montaño erst 2013 - also sechs Jahre später - bei der chinesischen Firma „CAMC Engineering Co.“ eingestellt, die (wohl bemerkt) nichts mit der bolivianischen Regierung zu tun hat. „Wir sind davon überzeugt, dass das alles von den Vereinigten Staaten ausgeht“, erläuterte Morales seine Sicht auf das Thema im Fernsehsender „Bolivisión“ und fügte dem hinzu, dass man ihm früher bereits „Aufruhr, Drogenhandel und Terrorismus“ anzukreiden versucht habe. „Und jetzt, da man nichts mehr zum Ausdenken hat, wirft man mir eben die Vetternwirtschaft vor.“

Nichtsdestotrotz fuhr die von den Initiatoren der „Nein“-Kampagne in Umlauf gesetzte Desinformation fort. Man schrak selbst vor Tricks auf Anfängerniveau nicht zurück. Die Opposition veröffentlichte zwei gefälschte Fotos, die einige Journalisten eilfertig aufgriffen. Auf dem einen sieht man angeblich Evo Morales zusammen mit Zapata Montaño bei einer Begegnung, die nicht einmal stattfand:

Die Unterlage zeigt den Präsidenten mit Mayra Medinacceli, einer Leibwächterin. Das zweite Foto, ein minderwertiges Machwerk des Zementfabrik-Chefs und Ex-Präsidentschaftskandidaten Samuel Doria Medina, zeigt angeblich eine Rechnung, die beweisen soll, dass Morales 1.400 Bolivianos - umgerechnet 200 US-Dollar - für einen Haarschnitt ausgegeben hätte.

Man bemerkt gleich, dass die Autoren der „Nein“-Kampagne nur auf eines abzielen - und zwar: rund um Morales ein ideologisches Konstrukt aus Vetternwirtschaft und Korruption aufzubauen und so seinem Image zu schaden, um die Unentschiedenen, deren Zahl sich auf ungefähr 15 Prozent beläuft, gegen den Staatschef aufzustellen. Die Methode lautet: „Ausdenken und verbreiten. Wer wird schon danach von den Widerlegungen erfahren, wenn die Regierung die Medien nicht kontrolliert?“ Offenkundig bedient man sich dabei einer in allen Aspekten ruchlosen Logik, das alle Mittel recht seien.
  […]
Die US-Stiftung „National Endowment for Democracy“ (NED), die verschiedene Destabilisierungsprozesse auf unserem Kontinent gegen nationale, fortschrittliche und linke Volksregierungen sponsert, gab zwischen 2003 und 2014 rund 8 Millionen US-Dollar aus, um - laut offiziellen Statistiken - zwei Dutzend bolivianischer NGOs zu finanzieren.  
[Juan Manuel Karg, Boliviens Präsident: "Obama: Hören Sie auf die Welt in ein Schlachtfeld zu verwandeln" - USA will Morales stürzen, RT deutsch, 17.02.2016, gefunden bei Sott.net – Hervorhebungen im Original]
Mein Kommentar:
Wenn diese Meldung falsch wäre, ließe sie sich ganz einfach widerlegen. Und ich bin ganz sicher, daß bei uns in Deutschland viele auf der Lauer liegen, um RT deutsch in dieser Richtung etwas nachzuweisen!
Aber angesichts dieser Meldung: Wer will Putin sein Vorgehen gegen die NGOs verdenken! 

Eklat um Evo Morales: Präsidentenmaschine in Wien gestoppt {1:31}

SPIEGEL TV
Am 03.07.2013 veröffentlicht
Boliviens Präsident Morales hat den Flughafen Wien verlassen: Nach einem unfreiwilligen Zwölf-Stunden-Stopp konnte seine Maschine wieder abheben. Gerüchte, er verstecke den NSA-Whistleblower Snowden an Bord, haben sich nicht bestätigt.

Dirk Pohlmann über "Der duale Staat: Recht, Macht und Ausnahmezustand" {2:06:59 – Start ab 2:01:33}

Gruppe42
Am 16.05.2018 veröffentlicht
"Der Staat - das klingt in unseren Ohren nicht unbedingt freundlich, aber es klingt nach Recht und Ordnung. In der Schule und an der Universität erfahren wir von den ehernen Regeln der Demokratie. Gewaltenteilung, Rechtsstaat, Wahlen, parlamentarische Repräsentanz, alles scheint altehrwürdig und wohlgeregelt im Staats und Verfassungsrecht. Bis in die Details und bis in die letzten Winkel ist festgelegt, wer nach welchen Regeln für was zuständig und verantworlich ist. Dass daran nicht gerüttelt wird, dafür sorgt die Demokratie, sie bezeichnet sich selbst gerne als „wehrhaft“.
Da ist ein Begriff wie „Deep State“ oder „Dualer Staat“ störend. Er legt nahe, dass es neben dem bekannten, demokratisch legitimierten Staat noch einen anderen gibt, der nicht gewählt wird, der sich selbst ermächtig, der eingreift, wann es passt. Aber wann? Wer bildet ihn? Was tut er? Wann tötet er? Warum liest man darüber so wenig? Und warum beschäftigen sich „seriöse“ Medien damit eigentlich überhaupt nicht? Medien, Politiker und Universitätslehrer verweisen den Begriff des „parallelen Staates" gerne in den Bereich der „Verschwörungstheorien“.
Und doch ist er real. In allen Staatsformen, aber insbesondere in der Demokratie, gibt es im Unterschied zum normativen Ideal die realpolitische Existenz eines „Machtstaates“ oder „Maßnahmenstaates“, des "Deep State". Auch akademische Politologen und Rechtswissenschaftler haben sich damit beschäftigt, ausnahmslos Personen, die sich mit dem Widerspruch zwischen Realpolitik einerseits und der Idee des liberalen Rechtsstaates andererseits beschäftigt haben. Sie haben erkannt: Der „Deep State" hängt mit den Erfordernissen der Hegemonialmacht im „Grossraum“ zusammen.
Dementsprechend gibt es Länder, in denen der „Tiefe Staat“ Alltagswissen ist, z.B. die Türkei oder Italien. Dort ist die Realität des parallelen Staates so unübersehbar zutage getreten, dass auch Staatspräsidenten von ihm reden - müssen. Und es gibt Länder, in denen man in öffentlichen Ämtern nicht von ihm sprechen kann, ohne Reputation und Karriere zu riskieren.
Die staatstragenden Kräfte vieler Länder blenden diese Realität deshalb weiter aus. Oder sie versuchen es zumindest. Aber auch in diesen Ländern ist der „Deep State“ aktiv geworden. Nicht nur in Vasallenstaaten, sondern auch im Zentralreich des Hegemons selbst.
Anhand praktischer Beispiele legt der Journalist Dirk Pohlmann praktisch und theoretisch dar, was es mit dem "Deep State“ auf sich hat. Sein Vortrag ist eine Mischung aus staatsrechtlicher Analyse und Bericht, wann und wo der Deep State sichtbar geworden ist. Ein spannendes Thema, dessen Bedeutung kaum überschätzt werden kann. Es ist besser, darüber Bescheid zu wissen, als nur die Konsequenzen verständnislos erleben zu müssen.
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Im Zusammenhang mit der Enthüllung geheimdienstlicher Überwachungsprojekte der USA durch den Whistleblower Edward Snowden wurde die Präsidentenmaschine Morales' in der Nacht vom 2. zum 3. Juli 2013 wegen drohenden Treibstoffmangels zur Landung auf dem Flughafen Wien gezwungen, nachdem die Länder Frankreich, Italien, Spanien und Portugal den Überflug der Maschine, aus Moskau kommend auf dem Flug nach Südamerika, verboten hatten, wobei die Republik Frankreich das Verbot kurzfristig, kurz vor Erreichen ihres Territoriums, ausgesprochen hatte. Der spanische Botschafter in Wien, Alberto Carnero, versuchte sodann vergeblich, sich eine Einladung zum „Kaffeetrinken“ an Bord der stehenden Maschine zu verschaffen. Morales hat den Vorgang nach seiner Landung in La Paz dargestellt:
„[Das ist ein] Anschlag auf eine regierungsoffizielle Delegation […], eines der außergewöhnlichsten Vorkommnisse in der Geschichte des internationalen Rechts. […] [Carnero sagte], wenn wir auf den Kanaren zwischenlanden wollten, müsse das Präsidentenflugzeug allerdings zuvor durchsucht werden. Ich fragte nach dem Grund. Der Botschafter erwähnte den Namen Snowden. […] Ich wiederholte: […] ‚Sie glauben, der Präsident Evo ist ein Lügner. Der Präsident lügt nicht‘. […] Carnero: ‚Erst müssen wir mit unseren Freunden sprechen.‘ Welche Freunde Spaniens mochten das wohl sein? Ich fragte den Botschafter, er antwortete nicht. Die Vereinigten Staaten haben auf eine für die moderne Demokratie und zivilisierte Gesellschaften unvorstellbare Weise gehandelt. Sie haben alle Grundsätze des gegenseitigen Vertrauens und der internationalen Abkommen gebrochen und einen Teil des europäischen Kontinents behandelt wie ihre Kolonien... Das ist eine schwere Verletzung der Menschenrechte, der größten Errungenschaften der Französischen Revolution. [Das ist] […] ein Zeichen ihres [sc. der USA] Niedergangs. […] [Der Vorgang] zeigt, dass der Rassismus gegenüber den Indios, den Völkern und deren demokratischen und revolutionären Entwicklungen, bei einigen Regierungen Europas noch immer ungebrochen wirksam ist: in ihren Augen sind wir ein Hindernis für die Zivilisation. [… Der Rassismus kaschiert eine Entscheidung], die in den Eingeweiden Washingtons getroffen wurde. Diese [sc. europäischen] Regierungen empfinden nicht einmal mehr Scham darüber, dass sie kolonisiert sind und ihren Kolonisator auch noch zu decken haben. […] Das feindliche Vorgehen gegen uns, das viele als Staatsterrorismus bewerten, macht souveräne Regierungen ohnmächtig. […] Es ist eine Ohrfeige für die Menschheit, wie auch ein neuer Schlag gegen die globale Sicherheit. […] Europa […] wirkt heute wie ein Gespenst auf dem Rückzug, [… es] droht im Neo-Obskurantismus zu versinken. Als indigene Völker [… sind wir] in der Lage, brüderlich mit den mutigen Völkern dieser Welt und Europas dafür zu kämpfen, dem imperialistischen Kolonialismus ein Ende zu machen und die verlorene Würde wieder zu erlangen.“[12]
Morales kritisierte daraufhin die USA und bot Edward Snowden Asyl an. Er sagte, sein Land brauche die USA nicht, und drohte damit, die US-amerikanische Botschaft zu schließen. 
[Evo Morales, Zur erzwungenen Landung in Wien am 2. Juli 2013, Wikipedia, abgerufen am 19.02.2016]
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Neben dem bereits genannten Titel „World Hero of Mother Earth“ der UN-Generalversammlung vom Oktober 2009 wurde Morales vielfach national und international ausgezeichnet:
Obwohl er selbst keine höhere Bildung genoss, ist Evo Morales heute im Besitz von mehr als 20 Ehrendoktortiteln[18], die Mehrheit davon im Ausland. Eine Auswahl davon:
  • 12. August 2011: Universität Renmin in China.
  • Am 19. September 2011 erhielt Evo Morales die Ehrendoktorwürde der Universität von Havanna im Fachgebiet Politikwissenschaft für seine Verdienste um eine Neubegründung dieser Wissenschaftsdisziplin. In der Ernennungsurkunde werden dabei besonders seine Anstrengungen gewürdigt, die Völker des Südens „zu Protagonisten ihrer eigenen Entwicklung“ zu machen.[20]
  • Im August 2013 wurde er von der Universidad Nacional de Lanús (UNLa, Argentinien) dafür ausgezeichnet, dass er ein Orientierungspunkt in der Verteidigung der Würde, Gleichheit, Freiheit und Integration der Völker Lateinamerikas sei.[21]
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Südamerikas Weg zur Souveränität // Doku {1:17:47}

Veröffentlicht am 19.07.2014
Albert Zweistein
South of the Border ist ein Dokumentarfilm aus dem Jahr 2009 von Oliver Stone.
In Südamerika ist eine Revolution im Gange, aber die Welt weiss nichts davon. Oliver Stone macht sich auf den Weg in fünf verschiedene Länder um die sozialen und politischen Bewegungen als auch die falsche Wahrnehmung der Massenmedien zu erforschen. In ungezwungenen Gesprächen mit den Präsidenten Hogu Chavez (Venezuela) , Evo Morales (Bolivien), Lula Da Silva (Brasilien), Christina Kirchner (Argentinien), als auch Ihrem Ehemann und Ex Präsidenten Nesto Kirchner , Rafael Lugo (Paraguay), Rafael Correa (Equador) und Raul Castro (Kuba) bekommt Oliver Stone einen noch nie dagewesenen Zugang auf Informationen und wirft ein neues Licht auf die Geschehnisse und Veränderungen in der Region.
Doku: Russlands Weg zur Souveränität
http://youtu.be/niiz8N0BzSU
Auf der Suche nach der Wahrheit?
hier kann sich jeder auf deutsch Informieren!
http://de.ria.ru/politics/
Doku 2015 - Krieg in Europa!!! Bald auch bei uns? - Ukraine/Donbass 18+
https://youtu.be/KUsfbLKE2AM
Big American Show - Warum Du nichts Wert bist! // Doku 2015 // deutsch
https://youtu.be/juAi9PejXTY
DEUTSCHLAND BEREITET SICH ZUM KRIEG VOR?
https://youtu.be/gH8popwiw0I
Bitte weiter verbreiten!!!!!

dazu siehe auch:
- Was US-Stiftungen in Russland fördern (Friedrich Homann, Telepolis, 11.10.2016)
George Soros, seine Ukraine-Investitionen und der Maidan (Post, 08.04.2016)
Putin und die USA: unpassende »Umtriebe«, FARA und die NGOs (Post, 17.08.2015)
Georges Soros, Philanthrop, Soziopath und Strippenzieher (Post, 30.05.2015)
George Soros – Geld für die Ukraine (Post, 25.11.2014)
- Ukraine 10 - Joe Bidens Sohn fällt die Treppe hoch (Post, 12.05.2014, zuletzt aktualisiert am 29.10.2014)


In Zeitungen, Radio und Fernsehen wird Russland unaufhörlich verteufelt. Die Berichterstattung über die Ereignisse folgt einem einheitlichen, grob vereinfachenden Muster. Russlands Vorgehen wird als Verkörperung des Bösen schlechthin dargestellt. Präsident Wladimir Putin ist der Teufel in Person.

Auf der Strecke bleiben der historische Hintergrund, die Wirtschaftsinteressen, der politische Kontext und die geostrategischen Überlegungen, die Russlands Vorgehen zugrunde liegen. Die vorgegebene Botschaft darf nicht durch Fakten beeinträchtigt werden. Keine Lüge ist zu absurd oder zu lächerlich. Die Propagandakampagne soll das Publikum nicht überzeugen, sondern es einschüchtern.

Der Leitartikel der New York Times vom Montag („Russlands Aggression“) enthält nicht die Spur einer Analyse. Er besteht ausschließlich aus Beschimpfungen, Säbelrasseln und uneingeschränkter Heuchelei.

Eingangs wirft die Times Putin vor, er nutze „die ukrainischen Krise auf zynische und empörende Weise, um auf der Krim die Kontrolle zu übernehmen”. Das stellt die Realität auf den Kopf. Die Vereinigten Staaten haben in der Ukraine rechte und faschistische Kräfte unterstützt, um in einem an Russland grenzenden Land einen Regimewechsel herbeizuführen. Dieses Vorgehen wurde in einem Telefongespräch vor der Weltöffentlichkeit entlarvt, das letzten Monat durchsickerte. In dem Gespräch diskutierten der US-Botschafter in der Ukraine und die stellvertretende amerikanische Außenministerin über die Zusammensetzung einer neuen, von den USA unterstützten Regierung. Diese Episode findet in der Times natürlich keine Erwähnung.

Mit atemberaubendem Zynismus verlangt die Times von Obama, Putin klar zu machen, dass Russland „sich eindeutig außerhalb zivilisierter Normen bewegt und dafür mit seinem internationalen Ansehen und seinen Wirtschaftsbeziehungen teuer bezahlen muss“.

Wer bewegt sich außerhalb “zivilisierter Normen”? Die Vereinigten Staaten haben in einem Land nach dem anderen – von Panama, Grenada und Vietnam bis nach Afghanistan, Irak, Libyen und Syrien – eingegriffen. Ihre Militäraktionen haben in den vergangenen 25 Jahren mindestens eine Million Menschen das Leben gekostet. […]
Putins Vorgehen wird als „nicht nachvollziehbar“ hingestellt. Weshalb sollte er sich durch „die Ausdehnung der Nato in die baltischen Staaten“, „die Aufnahme von Ländern wie Polen oder Rumänien in die Europäische Union“, „die Demütigung Serbiens durch die Nato“ oder „die angebliche Verfälschung eines UN-Mandats durch den Westen, um Krieg in Libyen führen zu können“, bedroht fühlen? Putin ist offensichtlich verrückt!  
[US-Medien verschärfen Propaganda gegen Russland (World Socialist Website, 05.03.2014]

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2004 veröffentlichte Venezuelas Präsident Hugo Chávez Dokumente, die zeigten, das NED zivile Vereinigungen des Landes wie Súmate (Vereinigung zur Förderung von Verfassung und Demokratie) finanzierte, sowie die Verdreifachung dieser Zuwendungen von 250.000 $ auf 0.9 Mio. $ 2000/2001. [10] María Corina MachadoAlejandro Plaz, und andere Mitglieder von Súmate wurden wegen der Annahme dieser Gelder zur Wählerbeeinflussung für das Wiederwahlreferendum 2004 von der Regierung Chavez des Landesverrats und der Konspiration angeklagt. [11]
Um die politische Transformation in Osteuropa nach 1990 voranzutreiben, soll NED Millionen Dollar investiert haben. Der US-Autor William Blum beschrieb die Kampagnen der US-Regierung zur Destabilisierung anhand von Bulgarien und Albanien.[13] 
[National Endowment for Democracy, Einzelbeispiele, Venezuela, Osteuropa, Wikipedia, abgerufen am 19.02.2016]
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Da wir gerade beim Geld sind:
It is well-known, although forbidden for the establishment media to mention, that Soros worked closely with USAID, the National Endowment for Democracy (now doing work formerly assigned to the CIA), the International Republican Institute, the National Democratic Institute for International Affairs, the Freedom House, and the Albert Einstein Institute to initiate a series of color revolutions in Eastern Europe and Central Asia following the engineered collapse of the Soviet Union.
[George Soros admits to funding the Ukraine crisisHangtheBankers, 02.06.2014] 
zuletzt aktualisiert am 29.10.2016


Donnerstag, 18. Februar 2016

Putin 1 – Wer ist hier wie krank?

Das bekannteste Beispiel eines Double Bind (einer Art psychologischer Zwickmühle) geht so:
Eine Mutter besucht ihren Sohn in der Psychiatrie. 
Als Geschenk hat sie ihm ein rot- und ein grünkariertes Hemd mitgebracht. 
Freudig zieht der Sohn das rotkarierte Hemd an.
Die Mutter macht ein traurig-gekränktes Gesicht und sagt:
»Gefällt Dir das grünkarierte Hemd nicht?«
(in ähnlicher Weise nachzulesen in 
- Schöne Bescherung [Post, 29.03.2010, viertletzter Absatz])

Die unablässige Kommunikationsverweigerung durch den Westen, 

die ignorante Verleugnung objektiv nachvollziehbarer russischer/sowjetischer Interessen, die andauernde Interpretation russischen (oder sowjetischen) Handelns als böse, wie auch die ständige Pathologisierung Putins scheinen inzwischen zum wesentlichen Element westlicher Selbstdefinition zu gehören. Wenn das nur kein Rohrkrepierer wird…

2016-02-16 zdf Markus Lanz mit u.a. Gerhart Baum, Dirk Müller, Psychiater Borwin Bandelow [1:14:34]


Veröffentlicht am 17.02.2016
Zu Gast sind Bundesminister a.D. Gerhart Baum, Journalistin Katja Gloger, Börsenexperte Dirk Müller, Psychiater Borwin Bandelow und TV-Köchin Meta Hiltebrand

Das hohe intellektuelle Niveau seiner Sendung unterstreicht Markus Lanz gleich zu Beginn mit seiner ersten Frage an Gerhart Baum. Er fragt nach dessen Einschätzung des Auftretens von Vladimir Putin auf der Münchner Sicherheitskonferenz.


Die Konferenz wird jedes Jahr von Protesten durch Friedensinitiativen und Rüstungsgegner begleitet.[22] Im Februar 2002 wurden über 750 Menschen in Gewahrsam genommen, weil sie sich an den verbotenen Protesten beteiligten, das DGB-Haus wurde für mehrere Stunden von der Polizei umstellt.[23] Zusätzlich kam es mehrmals, teilweise bundesweit, zu Hausdurchsuchungen im Rahmen der Sicherheitskonferenz.[24][25] Auf der linksalternativenInternetplattform Indymedia kritisierten Teilnehmer der Demonstration die Polizei, im Besonderen das USK, für ihr Auftreten in München während der Konferenz.[26][27][28] Im Jahr 2003 demonstrierten 35.000 Menschen gegen den bevorstehenden Irakkrieg.[29][30] 2004 registrierten Mitglieder der Deutschen Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union Übergriffe auf Journalisten.[31]Das globalisierungskritische Netzwerk Attac kritisiert die „militärische Ausrichtung“ der Konferenz.[32] Zum Schutz der Teilnehmer muss daher eine hohe Anzahl von Polizeikräften aufgeboten werden, so die Veranstalter; im Jahr 2009 waren es 3500.[33] Des Weiteren werden mehrere hundert Soldaten der Bundeswehr für logistische Unterstützungsleistungen bereitgestellt.[34] Rudolf Stumberger kritisiert in der Zeitschrift Stern die damit verbundenen Kosten.[35] Seit 2003 wird als Gegenveranstaltung zeitgleich die Internationale Münchner Friedenskonferenz durchgeführt.[36] Die Internet-Zeitung ngo-online kritisierte 2007 Bemerkungen des damaligen Sicherheitskonferenzvorsitzenden in Bezug auf das Demonstrationsrecht und den Ausschluss kritischer Positionen und Parteien von der Sicherheitskonferenz.[37] (Münchner Sicherheitskonferenz, Kritik, Wikipedia)

Seltsam… Habe ich was übersehen? Jedenfalls vermeldet die Westdeutsche Zeitung, Putin sei gar nicht dagewesen:
- Münchener Sicherheitskonferenz – Russland löst USA ab: Putin profitiert von Obamas Vorsicht (Ulli Tückmantel, WZ, 15.02.2016)

Unter dem Stichwort »München« finden sich bei der FAZ u.a. folgende Artikel:
- Syrische Opposition: Putin ist zu allem fähig (Rainer Hermann, 14.02.2016)
- Senator McCain: Putin nutzt die Flüchtlinge als Waffe (Rainer Hermann, 14.02.2016)
- Gegen den Westen Russland, die Schutzmacht des Unrechts (Matthias Müller von Blumencron, 13.02.2016)
- Poroschenko in München: Ukrainischer Präsident wirft Putin Aggression vor (13.02.2016)
- Hoffnung auf Feuerpause Von der Leyen: Russland und Syrien betreiben doppeltes Spiel (13.02.2016)
- Bürgerkrieg Russland lehnt Feuerpause in Syrien ab (11.02.2016), nachdem einen Tag vorher schon klargestellt worden war, weshalb das schlimm ist:
- Krieg in Syrien: Mindestens 500 Tote bei Kämpfen in Aleppo (10.02.2016)


1. Wahrhaftigkeit und Achtung der Menschenwürde
Die Achtung vor der Wahrheit, die Wahrung der Menschenwürde und die wahrhaftige Unterrichtung der Öffentlichkeit sind oberste Gebote der Presse. Jede in der Presse tätige Person wahrt auf dieser Grundlage das Ansehen und die Glaubwürdigkeit der Medien.
2. Sorgfalt
Recherche ist unverzichtbares Instrument journalistischer Sorgfalt. Zur Veröffentlichung bestimmte Informationen in Wort, Bild und Grafik sind der nach den Umständen gebotenen Sorgfalt auf ihren Wahrheitsgehalt zu prüfen und wahrheitsgetreu wiederzugeben. Ihr Sinn darf durch Bearbeitung, Überschrift oder Bildbeschriftung weder entstellt noch verfälscht werden. Unbestätigte MeldungenGerüchte und Vermutungen sind als solche erkennbar zu machen. Symbolfotos müssen als solche kenntlich sein oder erkennbar gemacht werden. (Pressekodex, Inhalt des Pressekodex, Punkte 1 und 2 von 16, Wikipedia)
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Grundsätzlich ist ein psychogenetischer Narzissmus-Begriff (Narzissmus als notwendige Entwicklungsstufe und normalesallgegenwärtiges Phänomen) von dem geläufigeren, diagnostisch verwendeten, negativ im Sinne einer Fehlentwicklung konnotiertenBegriff zu unterscheiden. Im letzteren charakterpathologischen Sinne verstand Freud unter Narzissmus die Libido, die auf das eigene Ich gerichtet ist, anstatt auf ein Objekt. Dies führe zu einer Charaktereigenschaft, bei der ein geringes Selbstwertgefühl durch übertriebene Einschätzung der eigenen Wichtigkeit und den großen Wunsch nach Bewunderung kompensiert werde. In dieser Tradition des Begriffsverständnisses bezeichnet Narzissmus die im Zeichen einer Ethik der Reife[2] zu überwindende Entwicklungsphase, die durch genitale, ödipalisierte Objektsexualität abzulösen ist.In der weiteren Entwicklung des Begriffes kam es jedoch zu einer weiteren Differenzierung der Bedeutung. Narzissmus wurde etwa von Heinz Kohut als wichtiges Element der Persönlichkeit angesehen, nicht nur als Phase, die jeder Mensch durchläuft, sondern auch als wichtige Funktion im Erwachsenenalter, um das Selbst als psychische Struktur zu stabilisieren. Alice Miller sieht den Begriff als positive Eigenschaft, wie sie unter anderem in Das Drama des begabten Kindes erläutert. Narzisstisch zu sein ist für sie etwas Normales, Gesundes und bezeichnet jemanden, der seine Interessen verfolgen kann. Eine narzisstische Störung entsteht laut Miller, wenn ein Kind seine eigenen Gefühle und Interessen nicht artikulieren durfte und später dafür ein „Ventil“ braucht. Das äußert sich meistens in Depression und/oder Gefühlen der Großartigkeit, die aber nur zwei Seiten derselben Medaille darstellen.Die wissenschaftliche Verwendbarkeit des Begriffs wird aufgrund seiner Vagheit gelegentlich in Frage gestellt.[3] (Narzissmus, Mehrdeutigkeit des Begriffs, Wikipedia)
Eine Schlüsselfigur in der postfreudianischen Theoriebildung war Sándor Ferenczi. In Arbeiten wie Versuch einer Genitaltheorie (1924) modifizierte er Freuds Konzept des primären Narzissmus. Ferenczi verstand den primären Narzissmus nicht als Stadium, das überwunden werden muss, um zum Objekt zu gelangen.[16] Er deutete ihn stattdessen als den archaischen Urgrund, aus dem jede psychische Ontogenese erfolge, als das uranfänglich gegebene, narzisstisch wünschende und wollende Ich, das die Libido dem Sehnen nach dem vorgeburtlichen Paradies der fetalen Intrauterinexistenz unterwerfe. Mit dieser Remythologisierung des Subjektbegriffs gab Ferenczi nicht nur der Ich-Psychologie und der neofreudianischen Schule (Karen HorneyErich Fromm), sondern auch der englischen Objektbeziehungstradition (Michael Balint) entscheidende Impulse.[17]Während die freudsche Libidotheorie eine Theorie innerpsychischer Konflikte war, lokalisierte Ferenczi den zentralen Konflikt außerhalb der Person, im Spannungsfeld zwischen dem Ich und einer Umwelt, die die narzisstische Ruhe und das regressive Streben des Ich störe und behindere.[17] Mehr noch entfernte Ferenczi sich von Freud, als er unterstellte, in diesem Spannungsfeld sei – neben einem konflikthaften Verlauf – auch ein harmonischer, weitgehend konfliktfreier Entwicklungsverlauf möglich. Psychologiehistorisch ist dies der bedeutsamste Punkt, weil Ferenczi den Narzissmus hier zu einer Störung umdeutete, für die schädliche Umweltbedingungen verantwortlich seien.[17] Alfred Adler hatte, obwohl der Terminus „Narzissmus“ in seinen Schriften kaum vorkommt, für diese Deutung bereits zuvor ein günstiges Klima und viele theoretische Bedingungen geschaffen.[18] (Narzissmus, Pathologisierung des Narzissmus bei Ferenczi, Wikipedia) 
Michael Balint konzipierte den primären Narzissmus 1965 als das Bedürfnis des Säuglings, geliebt zu werden. Die Frustration dieser Liebe führt nach Balint entweder zu sekundärem Narzissmus oder zu aktiver Objektliebe, die das Kind erlernt, um wiederum selbst geliebt zu werden.[22] Balints Konzeption des primären Narzissmus (den er als „primäre Liebe“ bezeichnet) lehnte sich weitgehend an die seines Lehrers Ferenczi an. Balint schrieb jedoch hauptsächlich über die Ohnmacht und Abhängigkeit des Kindes von der Mutter. Die Omnipotenzgefühle, die in Ferenczis Beschreibungen des primären Narzissmus im Vordergrund stehen, deutete Balint als Sekundärbildungen, als einen „verzweifelte[n] Versuch, sich selbst gegen ein vernichtendes Gefühl der Ohnmacht zu verteidigen“.[23]Balints besonderes Interesse galt der „Grundstörung“, den pathogenen Entwicklungen zwischen Mutter und Kind, die in einen grundlegenden Mangel der psychischen Struktur münden; nach Balint äußert dieser Mangel sich darin, dass menschliche Nähe entweder gemieden oder in übertriebener Weise gesucht wird.[24]Gelingender Narzissmus entgeht, so vermuten Jean Laplanche und Jean-Bertrand Pontalis, in einem bestimmten Reifungsschritt den Aporien reiner Spiegelbildlichkeit (vergleiche auch Spiegelstadium) durch Übertragung der narzisstischen Libido auf einen realen Anderen als geliebtes Vorbild. Geglückter „Narzissmus wäre dadurch gekennzeichnet, dass sich das Subjekt durch dieses Bild liebend ergreifen lässt“.[25] Damit träte in Form narzisstischer Identifikation an die Stelle reiner Selbstbezogenheit die „Verinnerlichung einer (intersubjektiven) Beziehung“. In diesem Sinn leistet der Narzissmus nicht nur einen notwendigen Beitrag zur Ich-Bildung (Freud) überhaupt, sondern zur innerseelischen Strukturbildung des Selbst, indem es dieses als Instanz etabliert (vergleiche unten Narzissmus in der Selbstpsychologie). (Narzissmus, Spätere Psychoanalyse, Wikipedia) 
Heinz Kohut griff Hartmanns Definition des Selbst 1971 und 1977 auf, ging über Hartmann aber hinaus und erklärte, das Selbst sei das „Zentrum des seelischen Universums“ jedes Menschen.[32] Kinder haben, so schreibt Kohut, vor allem drei Bedürfnisse: a. ein Bedürfnis nach Responsivität der Eltern (in Gestalt eines grandios-narzisstischen Verhaltens des Kindes, das von den Eltern gespiegelt und bestätigt wird), b. ein Bedürfnis danach, sich von den Eltern eine idealisierte Vorstellung zu bilden, sowie c. ein Bedürfnis nach Zugehörigkeit bzw. nach einem Alter Ego.[33] Ein intaktes, d.h. ein autonomes Selbst entwickelt das Kind dann, wenn Befriedigung und Frustration dieser Bedürfnisse so gegeneinander ausbalanciert sind, dass es lernt, sich auch aus eigener Kraft zu stabilisieren. Pathologischer Narzissmus entsteht nach Kohut dann, wenn die Responsivität der Eltern entweder chronisch unzureichend oder die Frustration traumatisch ist. Als ein typisches Symptom benannte er das beständige Hungern nach Bewunderung und Wertschätzung.[34] (Narzissmus, Selbstpsychologie, Wikipedia)
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Putin spricht deutsch und Klartext [1:34]

Veröffentlicht am 20.04.2014
Die Propaganda wirkt:
2014 in Deutschland wird "Putinversteher" als Schimpfwort benutzt!

Wenn man die obigen Wikipedia-Ausschnitte auch nur halbwegs aufmerksam überfliegt, wird einem deutlich, wie platt in der Lanz-Talkrunde argumentiert wird…
Gerhart Baum wirft Putin vor: »Der Mann hat ja überhaupt kein historisches Verständnis. Der hat nicht erlebt, was Kalter Krieg war. Kalter Krieg war Sowjet-Imperium, war gegenseitige Rüstung, war Bedrohung, also: das war eine ganz andere Situation!«
aha: Wir haben kein Sowjet-Imperium mehr (auch wenn der Westen Narzisst Putin unterstellt, er habe Expansions-Wünsche), 
wir haben auch keine gegenseitige Rüstung :
- Angst sells: Die Neuorganisation der russischen Streitkräfte bereitet US-Militärs Sorgen (Post, 01.11.2015)
zu Militärausgaben:
In den vergangenen fünf Jahren habe Russland seine Investitionen im Verteidigungssektor um jährlich rund zehn Prozent erhöht, während einige europäische Nato-Länder ihre Ausgaben um bis zu 40 Prozent gekürzt hätten. "Ich weiß, es ist nicht leicht, diesen Trend zur Kürzung der Verteidigungsausgaben umzukehren und ich erwarte auch nicht, dass das über Nacht passiert", sagte Rasmussen. "Aber unsere Sicherheit ist das Fundament unseres Wohlstands und unserer Lebenskultur, und um das zu bewahren, müssen wir in Verteidigung investieren", fügte er hinzu. Bei dem Treffen der Verteidigungsminister werde über "die kurz- und langfristigen Folgen der Ukraine-Krise für die Nato" beraten werden. Es seien bereits Sofortmaßnahmen eingeleitet worden, um die Verteidigung der Bündnispartner zu verbessern.
(gibt es eigentlich einen denglischen Ausdruck für »Milchmädchenrechnung«?)
[Quelle: Islamnigut2, Screenshot aus dem folgenden Video]
Russland vs. NATO Droht ein neuer Kalter Krieg Monitor 21.08.14 [9:17]

Veröffentlicht am 22.08.2014
Seit der Annexion der Krim scheint im Ukraine-Konflikt klar, wer gut und wer böse ist. Aggressiver Putin, friedliebender Westen. Doch der jetzige Konflikt hat eine Vorgeschichte: Auch die NATO hat Russland immer wieder vor den Kopf gestoßen: Durch die Modernisierung des Waffenarsenals, durch die Aufnahme osteuropäischer Staaten und geringe Kooperation bei Rüstungsverhandlungen wurde die jetzige Eiszeit bereits vor Jahren eingeleitet. Und Hardliner fordern jetzt noch mehr: Stationierung von Kampftruppen, Aufrüstung und Erweiterung. Führende Sicherheitsberater warnen vor einer neuen Ost-West Konfrontation: Noch nie seit dem Ende des Kalten Krieges war die Situation so gefährlich wie jetzt.
Quelle : ARD

und auch keine Bedrohung:

Putin lacht über Reporterfrage [0:26]


Veröffentlicht am 10.02.2014
Amazon Prime kostenlos: http://bit.ly/30TageFreeAmazonPrime
Nato meldet: Russland marschiert in die Ost-Ukraine ein (Post, 13.11.2014)
Daniele Ganser: Nato dehnt sich aus und nicht Russland (Post, 23.11.2014)
Keine Propaganda: Noch ein U-Boot! Oh Gott! (Post, 11.12.2014)

Putin: Wenn der NATO-Raketenschild kommt, "müssen wir auch etwas tun"

Veröffentlicht am 15.06.2012
http://de.euronews.com/ Die geplante Nato-Raketenabwehr bleibt ein rotes Tuch für Russlands Präsident Wladimir Putin.  
Kurz vor einem Treffen mit US-Präsident Barack Obama drohte Putin mit einem neuen "Wettrüsten".

Russland fühlt sich durch das System bedroht und erwägt die Stationierung atomar bestückbarer Langstreckenraketen in der Ostsee-Exklave Kaliningrad rund um das frühere Königsberg.

Putin: Westen führt einen Vernichtungskrieg gegen Russland [15:51]

Veröffentlicht am 19.12.2014
Weitere interessante Informationen ( + Aufklärungsmaterialien im Shop ) finden Sie auf: http://www.chemtrail.de/

alter Info-Text:
Veröffentlicht am 01.07.2015
18 Dezember 2014. Ausschnitte aus der großen Pressekonferenz mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in Moskau. Wladimir Putin beantwortete die Fragen bezüglich der aktuellen Beziehungen zwischen Russland und dem Westen. Quelle RT.

hört Putin überhaupt jemand zu?
Putin hält sein Land systematisch auf Westkurs (Die Welt, 24.05.2002)
Die Zeiten sind begreiflicherweise vorbei. Aber nicht, weil Putin ein kranker Narzisst ist, wie diese Talk-Show suggerieren will, sondern, weil der Westen Russland ständig auf den Pelz rückt.
Putin hat ein ums andere Ml seine Hände ausgestreckt und ist ein ums andere Mal wie der Stier in die Muleta gelaufen.
Hat jemand seiner Rede vor dem deutschen Bundestag 2001 zugehört?
»Trotz allem Positiven, das in den vergangenen Jahrzehnten erreicht wurde, haben wir es bisher nicht geschafft, einen effektiven Mechanismus der Zusammenarbeit auszuarbeiten. Die bisher ausgebauten Koordinationsorgane geben Russland keine realen Möglichkeiten, bei der Vorbereitung der Beschlussfassung mitzuwirken. Heutzutage werden Entscheidungen manchmal überhaupt ohne uns getroffen. Wir werden dann nachdrücklich gebeten, sie zu bestätigen. Dann spricht man wieder von der Loyalität gegenüber der NATO. Es wird sogar gesagt, ohne Russland sei es unmöglich, diese Entscheidungen zu verwirklichen. - Wir sollten uns fragen, ob das normal ist, ob das eine echte Partnerschaft ist.«
Hat irgendjemand seine Rede vor der Münchner Sicherheitskonferenz 2007 verstehen wollen?
Ingo Schulze klagte 2014 in der Süddeutschen Zeitung:
Es ist kein gutes Zeichen, wenn das Wort "verstehen" negativ besetzt wird. (Diffamiert als "Russlandversteher", Ingo Schulze, Süddeutsche Zeitung, 31.03.2014)
Publizist Volker Bräutigam erhebt beim Rundfunkrat Beschwerde (Post, 06.11.2014)
Der Ukraine-Konflikt 3 – Westliche Naivität oder westliche Machtpolitik? (25.03.2014, zuletzt aktualisiert am 26.07.2014) 
- Sicherheitskonferenz in München: Putin schockt die Europäer (Sebastian Fischer, SPON, 10.02.2007)
US-Weltherrschaft, überlegene russische Waffen - mit seiner aggressiven Rhetorik schreckte Putin seine Zuhörer in München. Die fragten sich anschließend: Warum macht Russlands Präsident das? Aus Sorge um den Weltfrieden? Aus Frust über den eigenen Bedeutungsverlust? […]
[fehlt nur die Frage: weil er ein kranker, machtgeiler Narzisst ist?] 
Es war der erste Auftritt eines russischen Staatspräsidenten auf der Sicherheitskonferenz. Und er wirbelte das transatlantische Wohlgefühl ordentlich durcheinander: Den USA unterstellte er das Streben zu "monopolarer Weltherrschaft", sie hätten "ihre Grenzen in fast allen Bereichen überschritten". Die Nato warnte er vor "ungezügelter Militäranwendung". Nordatlantik-Allianz und Europäische Union würden anderen Ländern ihren Willen aufzwingen und auf Gewalt setzen, so Putin. Die Nato-Osterweiterung kritisierte Russlands Präsident massiv, weil deren militärische Infrastruktur "bis an unsere Grenzen" heranreiche.
Nato-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer reagierte sichtlich verärgert: Was Putin gesagt habe passe nicht zur viel beschworenen "Partnerschaft zwischen Russland und der Nato". Er sehe da "einen Bruch", sagte de Hoop Scheffer und er fügte hinzu: "Ich kann nicht verbergen, dass ich enttäuscht bin." Wie könne man sich denn sorgen, "wenn Demokratie und Rechtsstaat näher an die Grenzen rücken", fragte er mit Blick auf Putins Äußerung gegen die Nato-Osterweiterung.
Der CDU-Außenpolitiker und Oppositionsführer im Berliner Abgeordnetenhaus, Friedbert Pflüger, sagte zu SPIEGEL ONLINE, er teile die Enttäuschung des Generalsekretärs. Eigentlich habe man von Putin eine Rede zur strategischen Partnerschaft zwischen Nato und Russland erwartet, "aber davon war er weit entfernt". Es sei "viel Verletzung" bei Putin spürbar gewesen, "Verletzung über die verlorene Weltmachtrolle", so Pflüger.
Man muß sich wirklich fragen, wes Geistes Kind diese Leute (sei es der SPON-Schreiber, sei es der NATO-Generalsekretär oder sei es der CDU-Außenpolitiker Pflüger) sind, und ich frage mich allen Ernstes, ob Kollege Bandelow bei diesem Skat-Club in der Dämmerung  nicht schon auf einen Kilometer irgendwelche Schäden festzustellen imstande ist. Mit dem Mentalisieren kann's bei den Herren ja nicht so weit her sein. Und wenn Menschen in unserem demokratischen System als »Putin-Versteher« abqualifiziert werden, dann ist, so denke ich, Kollege Bandelow ganz besonders gefragt.
„Kinder bis etwa 3 Jahre sind naive Realisten, sie halten die Weise, wie die Welt ihnen erscheint, unhinterfragt für wahr und für alle zugänglich, sie verstehen noch nicht, dass ihre Überzeugungen zu Sachverhalten nur Annahmen sind, die den realen Tatbestand treffen oder auch verfehlen können“ (Bischof-Köhler 2011, S. 330). 
»Mentalisieren heißt, sich selbst von außen zu sehen und den anderen von innen.« (Die Entwicklung der Mentalisierungsfähigkeit, Post, 19.07.2015)
Ukraine 13 – Unser westliches System und die MH 17-Berichterstattung (27.07.2014, zuletzt aktualisiert am 14.09.2014)
Ukraine 15 – Die – zumindest teilweise – Vernichtung eines gepanzerten russischen Phantom-Konvois (15.08.2014, zuletzt aktualisiert am 02.09.2014) 
Aachener Rede (Gabriele Krone-Schmalz, 14.09.2014)
Ukraine 20 – ARD-Programmbeirat bestätigt Publikumskritik (18.09.2014, zuletzt aktualisiert am 04.10.2014)
Manöver "Noble Jump": Nato-General verteidigt Aufrüstung in Osteuropa (SPON, 18.06.2015)

siehe auch:
- Verliert der US-Präsident seine Selbstbeherrschung? (BüSo, 02.11.2010)
- Psychologie – Raubtiere ohne Kette (Frank Thadeusz, SPON, 15.04.2013)
Die weitaus größere Zahl von Psychopathen, vermuten die Forscher, läuft frei herum und zeichnet sich teilweise sogar durch besonderen Erfolg im Beruf aus. Mit ihren schwerkriminellen Pendants teilen diese Menschen zwar die Eigenschaft beinahe völliger Furchtlosigkeit und Gefühlskälte - anders als den inhaftierten Killern gelingt es ihnen jedoch, die Störung in einen Vorteil umzumünzen: Sie zerstückeln niemanden, sondern machen Karriere.

Psychologen bezeichnen diese Vertreter der verstörenden Geistesdeformation deshalb als erfolgreiche Psychopathen. "Aufgrund irgendeines darwinistischen Narrenstreichs besitzen sie genau die Persönlichkeitsmerkmale, für die viele von uns alles geben würden", sagt Dutton. Das Selbstbewusstsein dieser Sorte Mensch funkt stets auf höchster Frequenz. Kaum je plagt sie ein Anflug von Selbstzweifeln oder schlechtem Gewissen. Dutton ist deshalb überzeugt, dass Durchschnittsmenschen von der psychopathischen Art des Denkens lernen können.

"Psychopathie ist wie Sonneneinstrahlung. Wenn man zu viel davon abbekommt, ist sie gefährlich. Aber bei einem vernünftigen Umgang hat sie einen positiven Einfluss auf das Wohlbefinden und die Lebensqualität", behauptet der Psychologe in einem Buch, das in dieser Woche in Deutschland erscheint(*).

Lange galt es unter Experten als nahezu ausgeschlossen, dass Psychopathen überhaupt in ein annähernd normales Berufsleben integriert werden könnten. Ihre Sprunghaftigkeit, Impulsivität, Verantwortungslosigkeit und ihr übersteigertes Gefühl der eigenen Wichtigkeit machten es diesen Menschen unmöglich, für längere Zeit einen Job zu behalten, davon waren die Psychologen überzeugt.

Mit hoher Wahrscheinlichkeit, so die Experten, müsse der psychopathische Lebensstil früher oder später hinter Gittern enden. Entsprechend konzentrierte sich die Forschung auf jene menschlichen Monstrositäten, die dazu neigen, ihre Opfer in Kellerverliesen zu foltern, zu häuten und auszuweiden.

Erst allmählich dämmert den Psychologen, dass sich die von der Persönlichkeitsstörung Betroffenen wie Raubtiere ohne Kette auch in den Spitzenpositionen der Gesellschaft tummeln. Gerade moderne Unternehmen mit ihren sich rasch wandelnden Strukturen stellen den idealen Nährboden für psychopathische Aufsteiger dar. Wie das sogar auf gedeihliche Weise funktionieren kann, beschreibt Dutton am
Beispiel von Steve Jobs. […]
Für sein Buchprojekt startete Dutton jetzt eine breit angelegte Untersuchung, um herauszufinden, in welchen Berufen Psychopathen vorwiegend Fuß fassen. Die vorderen Plätze belegen Firmenchefs und Anwälte. Auf Platz vier landeten die Chirurgen. "Sie müssen Leuten ziemlich üble Dinge antun, und das kann man nur, wenn man die Tatsache abspalten kann, dass da ein Mensch vor einem liegt, an dem man herumschneidet", lautet Duttons Begründung.

Weit oben auf der Liste, auf Platz acht, liegen auch die Geistlichen - wenig überraschend, findet Dutton:
"Psychopathen tun sich immer dort hervor, wo es dynamische Machtstrukturen gibt, die sie kontrollieren und manipulieren können. In dieser Hinsicht unterscheidet sich die Kirche nicht von anderen Unternehmen."

Verwundert notierte der Wissenschaftler allerdings, wie wenig Berührungsängste die Befragten mit dem Persönlichkeitstest hatten. Darauf angesprochen, dass sie in der Psychopathie-Skala ziemlich weit oben liegen, reagierten die Betroffenen in der Regel völlig entspannt. "Die meisten sagen nur: ,Das überrascht mich überhaupt nicht. Ich könnte meinen Job gar nicht machen, wenn es anders wäre.'"

Den Unterschied zwischen einem psychopathischen und einem normalen Unternehmenslenker fasst Dutton so zusammen: "Ein normaler Mensch würde sich in der Toilette einschließen und kotzen, wenn er gerade eine Milliarde versemm
elt hätte. Der Psychopath geht unverdrossen nach Hause und denkt nicht mehr daran."  
Verblüfft notierten Board und Fritzon, dass die Manager die Patienten aus der abgeriegelten Nervenklinik in jenen Eigenschaften sogar übertrafen, die dem psychopathischen Spektrum zugeschrieben werden: Unaufrichtigkeit, manipulatives Verhalten, Egozentrik, Mangel an Empathie, Sturköpfigkeit und herrisches Auftreten. Wegen dieser verblüffenden Befunde streiten sich die Gelehrten, ob die Häufung solcher Persönlichkeitsmerkmale tatsächlich als Störung zu bezeichnen ist oder ob es sich womöglich eher um eine überhöhte Form eines normalen Verhaltens handelt. Checklisten-Erfinder Robert Hare plädiert dafür, ab einem bestimmten Punktewert in seinem Test eine eindeutige Psychopathie-Diagnose zu stellen.

Kevin Dutton hingegen ist davon überzeugt, dass die Übergänge fließend sind. "Mit der Psychopathie verhält es sich wie bei den Tarifzonen auf einer U-Bahn-Karte. Wir haben es mit einem Spektrum zu tun, auf dem fast jeder von uns seinen Platz hat. Nur eine kleine Minderheit bevölkert die Innenstadt."

Der harte Kern dieses beunruhigenden Menschenschlags gibt den Wissenschaftlern noch immer Rätsel auf. Die Psychologen fragen sich, wieso der verstörende Seelenzustand der Psychopathie überhaupt entstehen konnte - und ob dieser sogar nützlich sein könnte. Handelt es sich womöglich, wie Dutton spekuliert, "um eine heimtückische, evolutionäre Huckepackvariante dessen, was früher in der Menschheitsgeschichte einmal sinnvoll war"?

Denkbar wäre beispielsweise, dass die so furcht- und gewissenlos Handelnden die Nachfahren jener Krieger sind, die in archaischen Gesellschaften das Überleben ihres Stammes sicherten. Möglich sei aber auch, dass es sich um einen "biologischen Blindgänger" handle, räumt Dutton ein.

Aufschluss könnte die Lösung eines weiteren Mysteriums geben, das die Psychologen neuerdings beschäftigt: Warum gelingt es manchen Psychopathen, aus ihrer Störung überaus erfolgreich Kapital zu schlagen, während andere Betroffene ihr Leben anscheinend von Kindesbeinen an gezielt durch schlimmste Gewaltverbrechen ruinieren?
 
Das Ergebnis der Befragung war irritierend. Auf Spitzenplätzen landeten ausgerechnet zwei Staatenlenker, die in den Augen ihrer Wähler das bessere Amerika verkörperten: John F. Kennedy und Bill Clinton.

Einer der vermeintlich größten Bösewichte der jüngeren US-Geschichte hingegen landete abgeschlagen auf einem hinteren Platz, mit einigem Abstand hinter Abraham Lincoln: Richard Nixon.

"Es mag überraschen, dass Nixon unter dem Durchschnitt liegt, was psychopathische Eigenschaften anbelangt", erläutert Lilienfeld, "aber die Historiker haben ihn vor allem als angespannt, nervös und paranoid beschrieben."

Ganz anders sein großer Gegenspieler John F. Kennedy: ein gesundheitlich schwer angeschlagener Mann, der dem Volk dennoch das Bild eines kraftstrotzenden Tatmenschen verkaufen konnte; der in der Kuba-Krise die Nerven behielt und dem Gegner Sowjetunion trotzte, obwohl die Welt am Rande eines Atomkriegs stand.

Mit Bill Clinton teilte JFK den promiskuitiven Lebensstil und scheinbar unerschöpfliche Reserven an Charisma. Doch ihren Weggefährten blieben beide Männer merkwürdig fremd. Clinton etwa wirkte auf seinen Berater George Stephanopoulos "wie ein Kaleidoskop", das für jeden alles sein konnte und dessen wahre Persönlichkeit schwer zu fassen sei.

Gewöhnlich wird Psychopathen ein Mangel an Empathie attestiert. Doch Dutton vermutet, dass die meisten Betroffenen im Gegenteil in besonderer Weise fähig sind, die Empfindungen ihrer Mitmenschen zu entschlüsseln. Nur nutzen sie ihr Wissen dann lediglich zu ihrem Vorteil.

Eine Studie legt nahe, dass Psychopathen im Gesicht ihres Gegenübers sogenannte Mikroausdrücke wahrnehmen können - winzige und unwillkürliche Bewegungen der Gesichtsmuskulatur, die im Bruchteil einer Sekunde ablaufen und die wahre Verfassung eines Menschen offenbaren.

Aufgrund dieser Fähigkeit sind Psychopathen talentiert darin, anderen etwas vorzugaukeln. Laut Dutton stellen deshalb auch Sekten ein ideales Biotop für die skrupellosen Schwindler dar.

So hält etwa der Göttinger Psychologe Borwin Bandelow "das Phänomen Rote Armee Fraktion in der Rückschau für den Auswuchs der Selbstdarstellung eines Einzelgängers" - Andreas Baader. Dem "charismatischen Terror-Zampano" sei es in Wahrheit nie um Politik gegangen. "Sein Ziel war das Ausagieren seiner Persönlichkeitsstörung", analysiert Bandelow.

Wie man seine Anhänger unverblümt und auf überaus komfortable Weise ausbeutet, führte in den siebziger Jahren ein anderer Sektenführer virtuos vor. Der Inder Chandra Mohan Jain, besser bekannt als Bhagwan, predigte seinen Jüngern Bescheidenheit, strebte für sich selbst jedoch den Besitz eines Rolls-Royce für jeden Tag des Jahres an.  
siehe auch:
- Gehirne von Narzissten auffällig verändert (Ulrike von Leszczynski. die Welt, 27.06.2013)
In seinem Buch "Die Narzissmusfalle" rätselt der österreichische Psychiater und Neurologe Reinhard Haller über den Grund. Er sieht ihn in einem heftigen Fachstreit der "Psycho-Wissenschaften". Die eine Gruppe sehe pathologischen Narzissmus als die bedeutendste Persönlichkeitsstörung überhaupt an. Die andere argumentiere, narzisstische Züge seien in der Gesellschaft so weit verbreitet, dass sie zur Norm geworden seien. Einigung scheint nicht in Sicht. […]

"Als Basis gilt ein Mangel an Selbstwertgefühl, der dann überkompensiert wird", erläutert DPGGN-Experte Maier. Die Ursachen werden oft in der Kindheit gesucht – bei den Eltern. Sowohl das Überbehüten als auch die Vernachlässigung von Kindern gelten als Risikofaktoren. […]

Narzissmus in seiner Reinform sei eine durch und durch destruktiv wirkende Kraft, schreibt Reinhard Haller. Sie könne für Familie und Arbeitswelt zu einer nicht enden wollenden Qual und zu jahrelangem Negativ-Stress werden. Selbst erfahrene Ärzte und Psychologen bissen sich an den Narzissten, die sich behandeln lassen wollen, die Zähne aus.
- Macht und seelische Störung (Volker Faust, Psychosoziale Gesundheit, Datum unbekannt)
Kurz nach seiner Nominierung gab Eagleton auf ein Pressekonferenz jedoch bekannt, dass er drei Mal wegen "nervöser Erschöpfung und Überarbeitung" im Krankenhaus gewesen sei. Später wurde er konkreter: Es handelte sich um Depressionen, die zwei Mal durch eine Elektroschocktherapie und einmal durch eine einfache "Ruhekur" behandelt wurden (sein Arbeitstempo galt als unerreicht und für seine Mitarbeiter gehörig stress-beladen).

Eagletons Eröffnungen schlugen in der amerikanischen Öffentlichkeit wie eine Bombe ein. In dieser Phase der Unsicherheit befragte man zuerst Prominente, die ihn kannten. Ihr einhelliges Urteil: Ihnen sei nie etwas Negatives aufgefallen, er sei ein zwar stark angespannter, aber höchst energischer (Wahl-) Kämpfer, ein guter Demokrat, gesund und vernünftig. (Eine typische Politiker-Aussage war übrigens: "Ich habe den Eindruck, dass wohl 60 % aller Senatsmitglieder nicht ganz ausgeglichen sind. Aber von allen Menschen, die mir je als geistig gesund und vernünftig erschienen, würde ich Thomas Eagleton an erster Stelle nennen".)

Doch das half nichts: Die jetzt hochkochende nationale Debatte warf nach Ansicht der psychiatrischen Experten vor allem auf zwei wichtige Aspekte bedenkliche Schlaglichter:

1. Die Einstellung der US-Amerikaner zu psychischen Störungen generell

2. die althergebrachte und tief verwurzelte Vorstellung, dass jede Konsultation eines Experten wegen eines emotionalen Problems auf etwas "Schmutziges, Widerliches, Korruptes, Gesetzwidriges oder Unheimliches" schließen lasse (zitiert nach R. R. Fieve).

Es ging also zum einen um ein ausgeprägtes Misstrauen, dass man jeden Führer mit einer psychiatrischen Vorgeschichte entgegen brachte, gleichgültig, wie diese beschaffen war und zweitens um die Unheimlichkeit eines schwer fassbaren psychischen Problems, jedenfalls für den Durchschnittsbürger, das man lieber zur Seite schiebt und schon gar nicht unter seinen politischen Führern verbreitet sehen möchte.

Der Psychiater R. R. Fieve zitierte dazu folgende bezeichnende Bemerkungen: "Elektroschockbehandlung ist etwas, worüber man nicht bei jeder beliebigen Cocktailparty reden kann". Oder: "Wir sind zwar aufgeklärt genug, über unsere psychoanalytischen Sitzungen zu sprechen, auch in Gesellschaft, aber eine schwere, klinisch behandlungsbedürftige Depression würde man schon lieber verheimlichen". Oder: "Der Gedanke an eine psychiatrische Klinik lässt uns an sabbernde, irre und gewalttätige, halluzinierende Patienten denken, an Psychotiker, die nicht in der Lage sind, ihre sexuellen und aggressiven Affekte unter Kontrolle zu halten". Und: "Bei psychischen Störungen denken wir halt sofort an unverständlich schnatternde Typen aus Film, Fernsehen, Theater und Literatur, bis hin zu Frankensteins Elektroschockmaschine". Und zuletzt: "Präsident Johnson kann die Narbe seiner Gallenblasenoperation in einer Fernsehsendung vorführen, Präsident Eisenhower über seinen Stuhlgang berichten, aber eine psychiatrische Behandlung ist halt eine widerwärtige Sache".

Dazu R. R. Fieve: Unsere körperliche Gesundheit macht uns Sorgen und keiner findet etwas dabei. Unsere geistige Gesundheit lässt zu wünschen übrig, und keiner wagt darüber zu sprechen. Gesellschaftlich sind die Betroffenen damit gebrandmarkt, und zwar nicht nur wenn sie Politiker sind. Jeder, der einmal in einer Nervenklinik war, muss sich wahrscheinlich für den Rest seines Lebens gefallen lassen, dass man ihn nicht ganz für voll nimmt, gleichgültig, wie gut er über sein Leiden hinweg gekommen ist.

Eagleton hielt durch, aber vergeblich: Die "doppelte Moral des amerikanischen Volkes" (Fieve) machte es unvermeidlich, dass sich McGovern zwar anfangs unbeeindruckt zeigte, ihn am Schluss aber trotzdem auffordern musste, seine Kandidatur zur Vize-Präsidentschaft niederzulegen, obgleich die Meinung des Volkes plötzlich unsicher zu werden schien. Doch George McGovern konnte es sich nicht leisten, die frühere Krankheit seines Vize-Kandidaten zum Wahlkampfthema Nummer 1 machen zu lassen (worauf seine politischen Gegner mit Hilfe der ihr wohl gesonnenen Medien hinarbeiteten). Diese Strategien waren - wie so oft in der Politik - nicht sauber, aber darum ging es letztlich nicht. Es ging um die Einstellung des Volkes, die besagt:

Eagleton mag ein seelischer Grenzfall gewesen sein, den man in dem politisch hochkochenden Wahlkampf-Klima in eine geistige Erkrankung gedrängt hat. Doch als Führer können wir ihn einfach nicht tolerieren. Denn der Gedanke, ein Führer könne sich als fehlbar erweisen, war und ist uns unerträglich (nach R. R. Fieve 1981).

Der spätere Wahlsieger - wir deuteten es schon an - soll dann am Ende seines zermürbend langen Rücktritt-Manövers tatsächlich depressiv geworden sein.
 
Bandelow versteigt sich innerhalb von zwei Minuten zu der Äußerung, Putin und Erdogan seien Leute, die der Psychiater in der Dämmerung auf 200 Meter als Narzissten erkennen könne und begründet seine diagnostischen Aussagen mit der Tatsache, Putin gehe mit freiem Oberkörper auf die Jagd und präsentiere sich immer mal wieder als eine Art James Bond.

Noam Chomsky: Die inszenierte Terrorkampagne der USA und der Orwellscher Fanatismus gegenüber Putin [19:25]

Veröffentlicht am 18.04.2015
Er ist ein Superstar in der Welt der Intellektuellen, ein überaus produktiver Autor und selbst ernannter Anarchist, der auch mit 86 Jahren nicht kürzer tritt. Er prangert immer noch Unrecht an, dabei hat er im Allgemeinen den Westen in der Schusslinie.
Noam Chomsky: “Auf der internationalen Bühne rasen wir auf einen Abgrund zu, in den wir fallen werden und der die Aussichten für ein menschenwürdiges Überleben erheblich reduzieren wird.”
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Interview in Schriftform und Quelle:http://x2t.com/359006