Was ist dran an den Versprechen - oder Horrorszenarien - des Transhumanismus?
Auf Vorschlag eines Kollegen aus der Anatomie will ich ein paar Gedanken über den Transhumanismus zur Diskussion stellen. Dieser Kollege hatte gerade das neue Buch des israelischen Geschichtsprofessors Yuval Noah Harari gelesen: "Homo Deus: Eine Geschichte von Morgen". Dieses erschien bereits 2015 auf Hebräisch, ist inzwischen in acht Sprachen übersetzt und in Deutschland gerade ein Bestseller.
Von Trans-, Post- und Über- und Gottmenschen
Eine These ist, laut besagtem Anatomen, dass es Intelligenz ohne Bewusstsein geben könne. Auf der Wikipediaseite zum Buch finden sich (unter anderem) die weiteren Thesen, beim Humanismus handle es sich um eine Religion, die die Menschen im 21. Jahrhundert dazu motivieren solle, nach Unsterblichkeit, Glück und Macht zu streben. Nun stehe uns mit neuen Technologien eine Ablösung der Menschheit durch einen Übermenschen - oder eben den Homo Deus, den Gottmenschen - mit übernatürlichen Fähigkeiten wie der Unsterblichkeit bevor.
mehr:
- Homo Deus: Gehirn-Upload, Unsterblichkeit, Künstliche Intelligenz (Stephan Schleim, Telepolis, 12.05.2017)
siehe auch:
- Kann Intelligenz gelernt werden? (Hagen Glatzle, Erfolgreichlernen24, wahrscheinlich Mai 2011)
- Die logischen Kategorien von Lernen und Kommunikation (Post, 25.11.2012)
siehe aber auch:
- Entwicklerkonferenz i/o – Künstliche Intelligenz, immer, überall (Matthias Kremp, SPON, 18.05.2017)
- Spielzeug als "Waffe": Elfjähriger führt Sicherheitsexperten vor (n-tv, 17.05.2017)
- Vermutlicher Hackerangriff: Hauptbahnhof in Washington zeigt Porno (SPON, 17.05.2017)
Sonntag, 14. Mai 2017
Filmempfehlung: Watchmen – Von Göttern und Kategorien
The Comedian opening fight scene 1080p {2:51}
Watchmen - Favorite Scene {1:56}
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Die 10 besten COMICS aller Zeiten! {12:33}
Watchmen: Platz Nr. 2, ab 9:14
Ref-Liste hier
Watchmen deutscher Trailer HD {2:27}
Rorschach & Prison Psychiatrist / Childhood | Watchmen (2009) | 4K ULTRA HD {3:19}
Watchmen End Scene {3:01}
Veröffentlicht am 26.02.2016
Seit Robert Rodriguez' Filmversion von Frank Millers Noir-Comic "Sin City" (2005) hält sich hartnäckig das Gerücht, eine Comicadaption sei dann gelungen, wenn sie die emblematischen Momente der Vorlage möglichst genau nachstellt. Oder, ließe sich auch sagen, einfach abpaust. Als sei das gleiche Bild hier und dort doch irgendwie dasselbe, als spielten unterschiedliche mediale oder Rezeptionsbedingungen dabei keine Rolle.
Ein solcher Abpauser ist auch Zack Snyder, der mit einem als Genrereißer gelungenen Remake des Zombie-Klassikers "Dawn of the Dead" (2004) debütierte, um mit "300" (2006) Frank Millers gleichnamigen Comic über 300 spartanische Muskelprotze, die einer Perserflotte Einhalt gebieten, im Computer Ikon für Ikon nachzustellen. Was bei Millers stark vom Film beeinflussten Stil zur Not noch zu rechtfertigen sein mag, wird spätestens bei Alan Moores und Dave Gibbons "Watchmen"-Saga heikel, deren komplexe Storyarchitektur auch eine Meditation über die Potenziale des Comics als Form darstellt.
"Watchmen", der Comic, steckt voller versteckter Spuren, arbeitet mit fein konstruierten Strukturen und entfaltet seine Geschichte mittels apokrypher Schriften in Anhängen (Autobiografien, Zeitungsausschnitte, usw.) quasi krossmedial. Der Leser wird zum Detektiv, der zurückblättert, Spuren und Anspielungen aufdeckt, Vergleiche anstellt und selbst die Zeitspanne wählt, für die er sich einem Panel oder einer Seite widmet. Das Kino, zumal das auf Klarheit und instantane Reize bedachte Blockbusterkino, unterliegt freilich ganz anderen Bedingungen. Schon deshalb, aber auch auf Grund seines komplexen Plots, galt "Watchmen" jahrelang als unverfilmbar, selbst ein Meister des skurril-verqueren Kinos wie Terry Gilliam ließ von dem Stoff bald wieder ab.
mehr:
- Der wahre Kowalski (Thomas Groh, Perlentaucher, 03.03.2009, untere Hälfte der Seite, Hervorhebungen im Original)
Watchmen Die Wächter Trailer german 2009 {2:16}
Watchmen - Final Scene {1:36}
siehe auch:
- Die Helden von "Watchmen": Stell dich über das Recht (Martin Zeyn, taz, 04.03.2009)
- Im Kino: "Watchmen - Die Wächter": Die dunkle Ritterin (Fritz Göttler, Süddeutsche Zeitung, 17.05.2010)
- Kritik: Watchmen (Christian Westhus, BereitsGesehen, Datum unbekannt)
- Kritik zu Watchmen - Die Wächter (Sabine Horst, epd-Film, 01.04.2009)
- Kino-Kritik: Watchmen (Torten Dewi, Wortvogel, 24.02.2009)
Watchmen intro Bob Dylan "the times they are a changin' " {3:10} Text (Songtexte.com) Übersetzung (Songtexte.com) Interpretation (Songfacts.com)
HD Watchmen, 'The American Dream' {2:53}
Veröffentlicht am 07.03.2011
Watchmen - the opening fight scene. A great way to start a movie.
The Comedian's Funeral {3:14}
The Comedian's Funeral {3:14}
Hochgeladen am 28.07.2009
So i basically did this because every time I watch the movie I get really into the funeral with the song and everything. Then half way through it cuts to Laurie and Sally. So I was just curious as to what it would look like if the entire funeral was done to the song without cutting to the flashbacks. Please note I did this at 3 in the morning in like 10 minutes, i was too lazy to try and match the song to the clips that well (hence why there is no Manhattan on the line "Neon God". I mean seriously that's perfect for him!!!) Then I was also too lazy to fix the aspect ratio. So yeah, let's see how long before youtube takes this down.
Hochgeladen am 21.07.2011
Me, bitter? Fuck no. All rights go to Warner Bros.
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Watchmen – Die Wächter (Originaltitel: Watchmen) ist ein auf dem gleichnamigen Comicroman von Autor Alan Moore und Zeichner Dave Gibbons basierender Superhelden-Film des Regisseurs Zack Snyder aus dem Jahr 2009.
Der Film spielt entsprechend der Comicvorlage 1985 in einer alternativen Welt, die sich u. a. durch das Auftreten der Vigilanten Minutemen und später der Watchmen unterscheidet. Besonders deutlich ist der Unterschied durch die dritte Amtszeit von Richard Nixon als Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, und dass die USA im Vietnamkrieg dank eines übermenschlichen Wesens auf ihrer Seite als Sieger hervorgegangen sind. Dadurch hat sich die Bedrohung eines nuklearen Weltuntergangs aber erheblich zugespitzt.[Watchmen – Die Wächter, Handlung, Wikipedia, abgerufen am 14.05.2017]
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Die 10 besten COMICS aller Zeiten! {12:33}
Veröffentlicht am 24.09.2016
Wir schauen nicht nur Filme, nein, wir lesen auch gerne Comics. Deshalb gibt es heute die 10 besten Comics aller Zeiten.
Watchmen: Platz Nr. 2, ab 9:14
Ref-Liste hier
Watchmen deutscher Trailer HD {2:27}
Hochgeladen am 23.01.2009
Neuester Watchmen HD Trailer zur mit Spannung erwarteten Verfilmung von Zack Snyder. Wer überwacht die Wächter?
Rorschach & Prison Psychiatrist / Childhood | Watchmen (2009) | 4K ULTRA HD {3:19}
Veröffentlicht am 17.12.2016
Rorschach Interrogation Scene | Watchmen (2009) Ultimate Cut
No copyright infringement intended. FAIR USE. Copyright Disclaimer Under Section 107 of the Copyright Act 1976, allowance is made for "fair use" for purposes such as criticism, comment, news reporting, teaching, scholarship, and research.
No copyright infringement intended. FAIR USE. Copyright Disclaimer Under Section 107 of the Copyright Act 1976, allowance is made for "fair use" for purposes such as criticism, comment, news reporting, teaching, scholarship, and research.
Watchmen End Scene {3:01}
Veröffentlicht am 26.02.2016
Seit Robert Rodriguez' Filmversion von Frank Millers Noir-Comic "Sin City" (2005) hält sich hartnäckig das Gerücht, eine Comicadaption sei dann gelungen, wenn sie die emblematischen Momente der Vorlage möglichst genau nachstellt. Oder, ließe sich auch sagen, einfach abpaust. Als sei das gleiche Bild hier und dort doch irgendwie dasselbe, als spielten unterschiedliche mediale oder Rezeptionsbedingungen dabei keine Rolle.
Ein solcher Abpauser ist auch Zack Snyder, der mit einem als Genrereißer gelungenen Remake des Zombie-Klassikers "Dawn of the Dead" (2004) debütierte, um mit "300" (2006) Frank Millers gleichnamigen Comic über 300 spartanische Muskelprotze, die einer Perserflotte Einhalt gebieten, im Computer Ikon für Ikon nachzustellen. Was bei Millers stark vom Film beeinflussten Stil zur Not noch zu rechtfertigen sein mag, wird spätestens bei Alan Moores und Dave Gibbons "Watchmen"-Saga heikel, deren komplexe Storyarchitektur auch eine Meditation über die Potenziale des Comics als Form darstellt.
"Watchmen", der Comic, steckt voller versteckter Spuren, arbeitet mit fein konstruierten Strukturen und entfaltet seine Geschichte mittels apokrypher Schriften in Anhängen (Autobiografien, Zeitungsausschnitte, usw.) quasi krossmedial. Der Leser wird zum Detektiv, der zurückblättert, Spuren und Anspielungen aufdeckt, Vergleiche anstellt und selbst die Zeitspanne wählt, für die er sich einem Panel oder einer Seite widmet. Das Kino, zumal das auf Klarheit und instantane Reize bedachte Blockbusterkino, unterliegt freilich ganz anderen Bedingungen. Schon deshalb, aber auch auf Grund seines komplexen Plots, galt "Watchmen" jahrelang als unverfilmbar, selbst ein Meister des skurril-verqueren Kinos wie Terry Gilliam ließ von dem Stoff bald wieder ab.
mehr:
- Der wahre Kowalski (Thomas Groh, Perlentaucher, 03.03.2009, untere Hälfte der Seite, Hervorhebungen im Original)
Watchmen Die Wächter Trailer german 2009 {2:16}
Hochgeladen am 28.04.2009
Eine neue Comicverfilmung die vielversprechend aussieht...
Veröffentlicht am 16.11.2012
"Tonight, a comedian died in New York"
-Rorschach
No Copyright Infringement Intended
-Rorschach
No Copyright Infringement Intended
siehe auch:
- Die Helden von "Watchmen": Stell dich über das Recht (Martin Zeyn, taz, 04.03.2009)
- Im Kino: "Watchmen - Die Wächter": Die dunkle Ritterin (Fritz Göttler, Süddeutsche Zeitung, 17.05.2010)
- Kritik: Watchmen (Christian Westhus, BereitsGesehen, Datum unbekannt)
- Kritik zu Watchmen - Die Wächter (Sabine Horst, epd-Film, 01.04.2009)
- Kino-Kritik: Watchmen (Torten Dewi, Wortvogel, 24.02.2009)
Watchmen intro Bob Dylan "the times they are a changin' " {3:10} Text (Songtexte.com) Übersetzung (Songtexte.com) Interpretation (Songfacts.com)
Veröffentlicht am 01.01.2014
opening scene of the movie watchmen with music by Bob Dylan The times they are a changin '
HD Watchmen, 'The American Dream' {2:53}
Hochgeladen am 10.07.2009
The warped reality of America's fallen society. Presented in glorious high definition.
Watchmen 2009 Hallelujah Leonard Cohen {4:47} Text (Songtexte.com) Übersetzung (Songtexte.com) Interpretation (Songfacts.com)
Veröffentlicht am 06.10.2014
Samstag, 13. Mai 2017
Rentner als Freibad-Retter: Geld, Ideen, Ausdauer, gute Pommes
Das Freibad im hessischen Oberscheld sollte schließen, wie Hunderte andere. Doch eine Gruppe Rentner besorgte, was der Kommune fehlte: Geld, Ideen, Ausdauer, gute Pommes.
An einem Samstagmorgen, kurz vor neun, macht sich eine Gruppe Männer daran, das Waldschwimmbad Oberscheld ein weiteres Jahr zu retten. Franz Kern, dessen rechte Hand nach einer Operation in einem Verband steckt, verteilt Aufgaben an die fünf älteren Männer um ihn herum: Rasen mähen, Zaun ausbessern, Holzbänke pinseln. Einige Helfer stehen in Blaumännern bereit, andere tragen feste Arbeitsschuhe und Käppis gegen die Frühlingssonne, die so trotzig gegen die Morgenkälte anstrahlt, als wolle sie mitmachen bei diesem ungewöhnlichen Arbeitseinsatz. Viel Zeit ist ja nicht mehr. Bald soll das Schwimmbad öffnen.
Überall in Deutschland machen in diesem Frühjahr wieder die Freibäder auf, die meisten finanziert mit öffentlichem Geld. Im Fall des Oberschelder Waldschwimmbades ist die Saisoneröffnung an diesem Samstag keine Selbstverständlichkeit. Eigentlich ist sie sogar ein Wunder. Eines, das sich jedes Jahr im Mai in dem Dorf im waldigen Irrscheldetal ereignet, dort wo das ländliche Hessen fast an Nordrhein-Westfalen stößt.
Vor rund zwölf Jahren schien die Geschichte des Waldschwimmbads zu Ende zu sein. Damals war die Anlage dem Verfall überlassen: das Becken undicht, die Technik veraltet. In den toten Winkeln der Umkleiden konnte man auf dem nackten Beton die Spinnen zählen. Und weil die Stadt Dillenburg, zu der die 2000-Einwohner-Gemeinde Oberscheld gehört, überschuldet war, wollte sie das Freibad, das in den sechziger Jahren gebaut worden war, schließen. Keine ungewöhnliche Idee: Ungefähr 6.700 öffentliche Bäder werden in Deutschland noch betrieben, etwa 1.500 haben laut einer Statistik der DLRG zwischen 2007 und 2015 zugemacht.
Doch in Oberscheld kam es anders. Jemand nahm die Sache in die Hand. Wütende Bürger taten sich zusammen und gründeten einen Verein. Zu ihrem Vorsitzenden wählten sie Franz Kern.
mehr:
- Ehrenamt: Alt macht neu (Astrid Geisler, ZON, 12.05.2017)
An einem Samstagmorgen, kurz vor neun, macht sich eine Gruppe Männer daran, das Waldschwimmbad Oberscheld ein weiteres Jahr zu retten. Franz Kern, dessen rechte Hand nach einer Operation in einem Verband steckt, verteilt Aufgaben an die fünf älteren Männer um ihn herum: Rasen mähen, Zaun ausbessern, Holzbänke pinseln. Einige Helfer stehen in Blaumännern bereit, andere tragen feste Arbeitsschuhe und Käppis gegen die Frühlingssonne, die so trotzig gegen die Morgenkälte anstrahlt, als wolle sie mitmachen bei diesem ungewöhnlichen Arbeitseinsatz. Viel Zeit ist ja nicht mehr. Bald soll das Schwimmbad öffnen.
Überall in Deutschland machen in diesem Frühjahr wieder die Freibäder auf, die meisten finanziert mit öffentlichem Geld. Im Fall des Oberschelder Waldschwimmbades ist die Saisoneröffnung an diesem Samstag keine Selbstverständlichkeit. Eigentlich ist sie sogar ein Wunder. Eines, das sich jedes Jahr im Mai in dem Dorf im waldigen Irrscheldetal ereignet, dort wo das ländliche Hessen fast an Nordrhein-Westfalen stößt.
Vor rund zwölf Jahren schien die Geschichte des Waldschwimmbads zu Ende zu sein. Damals war die Anlage dem Verfall überlassen: das Becken undicht, die Technik veraltet. In den toten Winkeln der Umkleiden konnte man auf dem nackten Beton die Spinnen zählen. Und weil die Stadt Dillenburg, zu der die 2000-Einwohner-Gemeinde Oberscheld gehört, überschuldet war, wollte sie das Freibad, das in den sechziger Jahren gebaut worden war, schließen. Keine ungewöhnliche Idee: Ungefähr 6.700 öffentliche Bäder werden in Deutschland noch betrieben, etwa 1.500 haben laut einer Statistik der DLRG zwischen 2007 und 2015 zugemacht.
Doch in Oberscheld kam es anders. Jemand nahm die Sache in die Hand. Wütende Bürger taten sich zusammen und gründeten einen Verein. Zu ihrem Vorsitzenden wählten sie Franz Kern.
mehr:
- Ehrenamt: Alt macht neu (Astrid Geisler, ZON, 12.05.2017)
»Die meisten Macho-Kommentare und Beleidigungen kamen von den Müttern«
Als die Mädchenmannschaft AEM Lleida sich für ein Jungenturnier anmeldete, haben alle gelacht. Das Lachen dürfte ihnen jetzt vergangen sein.
Real Madrid, Atlético de Madrid und FC Barcelona sind drei der bekanntesten Fußballclubs weltweit. Trotzdem ist Frauenfußball in Spanien immer noch eine Nischensportart – Real tut sich bis heute schwer, Mädchen überhaupt in den Club aufzunehmen. Zum Glück bewiesen einige Spanierinnen jetzt, dass es kein Y-Chromosom braucht, um exzellenten Fußball zu spielen.
Lücken nutzen, Tore versenken
Dass die Mädchen überhaupt am Turnier teilnehmen durften, verdanken sie einem Schlupfloch in den Bestimmungen der Liga. Für die Altersgruppe der unter 14-Jährigen ist das Geschlecht für die Teilnahme nicht relevant. Eigentlich wird diese Regelung genutzt, um leere Plätze mit Mädchen aufzufüllen. Das Team von AEM Lleida beschloss aber, sich als reine Mädchenmannschaft anzumelden.
Am Anfang lachten viele über die Spielerinnen des AEM Lleida. Wie sollten sie gewinnen – gegen so viele gute Jungs? Tja, sie besiegten sie alle. 13 Mannschaften räumten die Kickerinnen im Verlauf des Turniers aus dem Weg, ohne mit der Wimper zu zucken. Für sie war das überhaupt nicht überraschend, sie waren an das Siegen schon gewöhnt.
mehr:
- Diese Fußballerinnen haben bei einem Turnier alle Jungs weggebolzt (Anna Christin Koch, ze.tt, 12.05.2017, Zitat aus dem Artikel:)
Veröffentlicht am 02.04.2017
Na, da müssen wir wohl die Liga-Bestimmungen ändern…
Real Madrid, Atlético de Madrid und FC Barcelona sind drei der bekanntesten Fußballclubs weltweit. Trotzdem ist Frauenfußball in Spanien immer noch eine Nischensportart – Real tut sich bis heute schwer, Mädchen überhaupt in den Club aufzunehmen. Zum Glück bewiesen einige Spanierinnen jetzt, dass es kein Y-Chromosom braucht, um exzellenten Fußball zu spielen.
Lücken nutzen, Tore versenken
Dass die Mädchen überhaupt am Turnier teilnehmen durften, verdanken sie einem Schlupfloch in den Bestimmungen der Liga. Für die Altersgruppe der unter 14-Jährigen ist das Geschlecht für die Teilnahme nicht relevant. Eigentlich wird diese Regelung genutzt, um leere Plätze mit Mädchen aufzufüllen. Das Team von AEM Lleida beschloss aber, sich als reine Mädchenmannschaft anzumelden.
Am Anfang lachten viele über die Spielerinnen des AEM Lleida. Wie sollten sie gewinnen – gegen so viele gute Jungs? Tja, sie besiegten sie alle. 13 Mannschaften räumten die Kickerinnen im Verlauf des Turniers aus dem Weg, ohne mit der Wimper zu zucken. Für sie war das überhaupt nicht überraschend, sie waren an das Siegen schon gewöhnt.
mehr:
- Diese Fußballerinnen haben bei einem Turnier alle Jungs weggebolzt (Anna Christin Koch, ze.tt, 12.05.2017, Zitat aus dem Artikel:)
In einem Interview mit der New York Times erklärte Vorsitzende des Clubs José María Salmerón: Viele Eltern seien besorgt gewesen, der psychische Druck könnte den Mädchen zu viel werden. Als die Mädchen sich bewehrten und einen Sieg nach dem anderen einfuhren, gingen stattdessen die Eltern der Jungenteams auf die Barrikaden: „Es ist seltsam, aber die meisten Macho-Kommentare und Beleidigungen kamen von den Müttern der Jungen, gegen die wir spielten.“Un equipo femenino de Lleida hace historia al ganar una liga masculina {1:45}
Veröffentlicht am 02.04.2017
Na, da müssen wir wohl die Liga-Bestimmungen ändern…
Freitag, 12. Mai 2017
Kapitalismus, Wertegemeinschaft, Herrenmenschen
Prof. Dr. Rainer Mausfeld im Gespräch zum Themenkomplex Rassismus, Kolonialismus und Kapitalismus
Vorurteil – Diskriminierung – Entmenschlichung. Würde diese Kausalkette einen universell gültigen Rassismus als Basis der kapitalistischen Gesellschaft beschreiben? Wenn ja – welche menschliche Eigenschaft führt zu dieser Negierung einer universellen Menschenwürde?
Rassismus in dem weiteren Sinne, wie er heute in der Rassismus-Forschung verstanden wird, ist keineswegs eine universelle menschliche Erscheinung. Er stellt also keine natürliche Reaktion auf „Überfremdung“ dar, sondern entwickelte sich erst in dem Maße, in dem man es als notwendig erachtete, soziale Ungleichheit zu rechtfertigen. Seine Entstehung hängt, wie besonders Immanuel Wallerstein aufgezeigt hat, eng mit der Entstehung kapitalistischer Organisationsweisen zusammen. Rassismus unterscheidet sich also grundlegend von Phänomenen der Fremdenangst oder Fremdenfeindlichkeit, die vermutlich universell sind.
Historische Analysen zeigen, dass Rassismus keine Reaktion auf Andersartigkeit und Fremdheit ist, sondern gerade diese „Andersartigkeit“ erst behauptet und somit erzeugt. So bringt auch der antiislamische Rassismus die Art der wesensmäßigen „Andersartigkeit“ von Muslimen erst hervor, die die „westliche Wertegemeinschaft“ für ihre eigene politische Identitätsstiftung und für die Legitimation ihrer Herrschaftsbedürfnisse benötigt.
Rassistische Diskriminierung als eine systematische Form der Entmenschlichung lässt sich also keineswegs einfach als Ausdruck einer allgemein-menschlichen Neigung verstehen oder auf individuelle Vorurteile reduzieren. Rassismus hat sich erst unter spezifischen historischen und ökonomischen Bedingungen entfaltet.
Natürlich muss auch der Rassismus – wie alle Produktionen unseres Geistes – eine geeignete Grundlage in bestimmten Eigenschaften und Neigungen unseres Geistes haben. Unser Geist zeichnet sich dadurch aus, dass wir von Natur aus über eine einzigartige Flexibilität verfügen, auf der Basis nahezu x-beliebiger Merkmale, sei es Hautfarbe, Religion, Herkunft, Geschlecht, sexuelle Orientierung, etc., andere aus der sozialen Kategorie „Meinesgleichen“ auszugrenzen. In welcher Art und in welcher Weise eine solche Ausgrenzungsbereitschaft aktiviert wird, hängt jedoch wesentlich von kulturellen Faktoren ab.
Dennoch stellt unsere Bereitschaft, auf der Basis nahezu x-beliebiger Merkmale anderen das zu verwehren, was wir an Eigenschaften und Rechten für uns und die als „Unseresgleichen“ Empfundenen beanspruchen, im gesellschaftlichen Bereich eine Art „Schwachstelle“ unseres Geistes dar, die sich leicht für Zwecke der politischen Manipulation nutzen lässt. Der „Rassismus von oben“, mit dem jeweilige Machteliten diese Neigungen unseres Geistes strategisch für ihre Belange ausnutzen, ist also anders zu behandeln als Erscheinungsformen eines „Rassismus von unten“.
Die psychischen Widerstände gegen die Idee einer universellen Menschenwürde und damit einer Gleichwertigkeit aller Menschen haben ihre Wurzeln in dieser natürlichen Neigung des Menschen, den als fremd empfundenen Anderen nicht in vollem Umfang das zu gewähren, was er an Menschenwürde ganz selbstverständlich für sich selbst beansprucht. Daher bedurfte es eines langen Prozesses und schmerzlicher kollektiver Erfahrungen, bis eine solche Idee als moralische Leitnorm kodifiziert werden konnte.
mehr:
- Rassismus Kapitalismus und die Wertegemeinschaft der „Herrenmenschen“ (Hintergrund, 12.10.2016)
Muhammad Ali memorial: Rabbi Michael Lerner {8:53}
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Vorurteil – Diskriminierung – Entmenschlichung. Würde diese Kausalkette einen universell gültigen Rassismus als Basis der kapitalistischen Gesellschaft beschreiben? Wenn ja – welche menschliche Eigenschaft führt zu dieser Negierung einer universellen Menschenwürde?
Rassismus in dem weiteren Sinne, wie er heute in der Rassismus-Forschung verstanden wird, ist keineswegs eine universelle menschliche Erscheinung. Er stellt also keine natürliche Reaktion auf „Überfremdung“ dar, sondern entwickelte sich erst in dem Maße, in dem man es als notwendig erachtete, soziale Ungleichheit zu rechtfertigen. Seine Entstehung hängt, wie besonders Immanuel Wallerstein aufgezeigt hat, eng mit der Entstehung kapitalistischer Organisationsweisen zusammen. Rassismus unterscheidet sich also grundlegend von Phänomenen der Fremdenangst oder Fremdenfeindlichkeit, die vermutlich universell sind.
Historische Analysen zeigen, dass Rassismus keine Reaktion auf Andersartigkeit und Fremdheit ist, sondern gerade diese „Andersartigkeit“ erst behauptet und somit erzeugt. So bringt auch der antiislamische Rassismus die Art der wesensmäßigen „Andersartigkeit“ von Muslimen erst hervor, die die „westliche Wertegemeinschaft“ für ihre eigene politische Identitätsstiftung und für die Legitimation ihrer Herrschaftsbedürfnisse benötigt.
Rassistische Diskriminierung als eine systematische Form der Entmenschlichung lässt sich also keineswegs einfach als Ausdruck einer allgemein-menschlichen Neigung verstehen oder auf individuelle Vorurteile reduzieren. Rassismus hat sich erst unter spezifischen historischen und ökonomischen Bedingungen entfaltet.
Natürlich muss auch der Rassismus – wie alle Produktionen unseres Geistes – eine geeignete Grundlage in bestimmten Eigenschaften und Neigungen unseres Geistes haben. Unser Geist zeichnet sich dadurch aus, dass wir von Natur aus über eine einzigartige Flexibilität verfügen, auf der Basis nahezu x-beliebiger Merkmale, sei es Hautfarbe, Religion, Herkunft, Geschlecht, sexuelle Orientierung, etc., andere aus der sozialen Kategorie „Meinesgleichen“ auszugrenzen. In welcher Art und in welcher Weise eine solche Ausgrenzungsbereitschaft aktiviert wird, hängt jedoch wesentlich von kulturellen Faktoren ab.
Dennoch stellt unsere Bereitschaft, auf der Basis nahezu x-beliebiger Merkmale anderen das zu verwehren, was wir an Eigenschaften und Rechten für uns und die als „Unseresgleichen“ Empfundenen beanspruchen, im gesellschaftlichen Bereich eine Art „Schwachstelle“ unseres Geistes dar, die sich leicht für Zwecke der politischen Manipulation nutzen lässt. Der „Rassismus von oben“, mit dem jeweilige Machteliten diese Neigungen unseres Geistes strategisch für ihre Belange ausnutzen, ist also anders zu behandeln als Erscheinungsformen eines „Rassismus von unten“.
Die psychischen Widerstände gegen die Idee einer universellen Menschenwürde und damit einer Gleichwertigkeit aller Menschen haben ihre Wurzeln in dieser natürlichen Neigung des Menschen, den als fremd empfundenen Anderen nicht in vollem Umfang das zu gewähren, was er an Menschenwürde ganz selbstverständlich für sich selbst beansprucht. Daher bedurfte es eines langen Prozesses und schmerzlicher kollektiver Erfahrungen, bis eine solche Idee als moralische Leitnorm kodifiziert werden konnte.
mehr:
- Rassismus Kapitalismus und die Wertegemeinschaft der „Herrenmenschen“ (Hintergrund, 12.10.2016)
Muhammad Ali memorial: Rabbi Michael Lerner {8:53}
Veröffentlicht am 10.06.2016
Rabbi Michael Lernerspeaks at Muhammad Ali's memorial service.
Der Staat schützt sich
Wie Israel- und Kapitalismuskritiker an der Ausübung ihrer Grundrechte behindert werden – Beispiele „falscher“ Ansichten aus der bayrischen Landeshauptstadt. Teil 1 von 3
In Artikel 21 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte steht im zweiten Satz, dass jeder Mensch das Recht auf gleichen Zugang zu öffentlichen Ämtern in seinem Land hat. Artikel 23 betont das Recht auf freie Berufswahl. Dass dem nicht immer so ist, durfte kürzlich etwa Kerem Schamberger in München aufgrund seiner „linken Gesinnung“ feststellen. Der 30-jährige bezeichnet sich als Kommunist, obwohl dieser Begriff „sehr dehnbar“ ist, wie er schreibt. Kommunist sein bedeutet für ihn „auch kritisch gegenüber jeglichen dogmatischen Verkrustungen, insbesondere in den eigenen Strukturen, aufzutreten.“
Schamberger ist Mitglied der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP), engagiert sich unter anderem in der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes, beides Organisationen, die vom Verfassungsschutz beobachtet werden, und arbeitet seit dem 01. Januar 2017 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung an der Ludwig-Maximilians-Universität in München (LMU). Eigentlich hätte er die Forschungsstelle schon am 01. Oktober antreten sollen, aber der Verfassungsschutz prüfte seinen Fall monatelang, um dann, nach einem halben Jahr, zu dem Ergebnis zu kommen, dass Schambergers Eintreten für die marxistisch-leninistische Lehre und die Selbstbezeichnung als Kommunist nicht mit der freiheitlich-demokratischen Grundordnung in Deutschland zu vereinbaren seien.
Dass Schamberger die Stelle nun doch noch antreten konnte, hat der angehende Doktorand dem Rückgrat der Verantwortlichen in der LMU zu verdanken, die sich über das Ergebnis des Verfassungsschutzes letztlich hinwegsetzten. Man kenne Kerem, seit er Student ist. Er sei auf keinen Fall ein Verfassungsfeind, wie eine weitere Befragung Schambergers gezeigt habe, so Professor Michael Meyen. Für Schamberger, der sich juristischen Beistand von der ehemaligen Bundesjustizministerin Herta Däubler-Gmelin holte und Solidarität verschiedenster politischer und gesellschaftlicher Spektren erhielt, ist es ein mutiger Schritt der Universität, „sich über die Empfehlung einer sogenannten Sicherheitsbehörde hinwegzusetzen.“
Es entspreche nicht unserem Grundgesetz, die „unselige Politik der Berufsverbote wieder zu beleben“, und es sei „sehr bedauerlich, dass hier in Bayern überhaupt noch Schritte in Richtung Berufsverbote gegangen werden“, so Schamberger. Wissenschaftler würden fast nur vom Staat angestellt. Die Gesinnungsprüfung komme somit einem De-facto-Berufsverbot gleich. Wer im öffentlichen Dienst arbeiten möchte, muss Fragen zur „Verfassungstreue“ beantworten und Mitgliedschaften in sogenannten extremistischen Organisationen angeben. Von Scharmberger wurden Videos und Fotos seiner Teilnahme legaler Demonstrationen angefertigt, um ihn einer vermeintlich verfassungsfeindlichen Gesinnung zu überführen. Für ihn ist die sogenannte Verfassungstreueprüfung lediglich ein „Mittel, um Leute zu disziplinieren“.
mehr:
- Innenpolitik: Münchner Freiheit – Teil 1: Gesinnungsprüfung (Flo Osrainik, Hintergrund, 31.01.2017)
- Innenpolitik: Münchner Freiheit – Teil 2: Redeverbot (Flo Osrainik, Hintergrund, 31.01.2017)
- Innenpolitik: Münchner Freiheit – Teil 3: Veranstaltungsverbot (Flo Osrainik, Hintergrund, 31.01.2017)
In Artikel 21 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte steht im zweiten Satz, dass jeder Mensch das Recht auf gleichen Zugang zu öffentlichen Ämtern in seinem Land hat. Artikel 23 betont das Recht auf freie Berufswahl. Dass dem nicht immer so ist, durfte kürzlich etwa Kerem Schamberger in München aufgrund seiner „linken Gesinnung“ feststellen. Der 30-jährige bezeichnet sich als Kommunist, obwohl dieser Begriff „sehr dehnbar“ ist, wie er schreibt. Kommunist sein bedeutet für ihn „auch kritisch gegenüber jeglichen dogmatischen Verkrustungen, insbesondere in den eigenen Strukturen, aufzutreten.“
Schamberger ist Mitglied der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP), engagiert sich unter anderem in der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes, beides Organisationen, die vom Verfassungsschutz beobachtet werden, und arbeitet seit dem 01. Januar 2017 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung an der Ludwig-Maximilians-Universität in München (LMU). Eigentlich hätte er die Forschungsstelle schon am 01. Oktober antreten sollen, aber der Verfassungsschutz prüfte seinen Fall monatelang, um dann, nach einem halben Jahr, zu dem Ergebnis zu kommen, dass Schambergers Eintreten für die marxistisch-leninistische Lehre und die Selbstbezeichnung als Kommunist nicht mit der freiheitlich-demokratischen Grundordnung in Deutschland zu vereinbaren seien.
Dass Schamberger die Stelle nun doch noch antreten konnte, hat der angehende Doktorand dem Rückgrat der Verantwortlichen in der LMU zu verdanken, die sich über das Ergebnis des Verfassungsschutzes letztlich hinwegsetzten. Man kenne Kerem, seit er Student ist. Er sei auf keinen Fall ein Verfassungsfeind, wie eine weitere Befragung Schambergers gezeigt habe, so Professor Michael Meyen. Für Schamberger, der sich juristischen Beistand von der ehemaligen Bundesjustizministerin Herta Däubler-Gmelin holte und Solidarität verschiedenster politischer und gesellschaftlicher Spektren erhielt, ist es ein mutiger Schritt der Universität, „sich über die Empfehlung einer sogenannten Sicherheitsbehörde hinwegzusetzen.“
Es entspreche nicht unserem Grundgesetz, die „unselige Politik der Berufsverbote wieder zu beleben“, und es sei „sehr bedauerlich, dass hier in Bayern überhaupt noch Schritte in Richtung Berufsverbote gegangen werden“, so Schamberger. Wissenschaftler würden fast nur vom Staat angestellt. Die Gesinnungsprüfung komme somit einem De-facto-Berufsverbot gleich. Wer im öffentlichen Dienst arbeiten möchte, muss Fragen zur „Verfassungstreue“ beantworten und Mitgliedschaften in sogenannten extremistischen Organisationen angeben. Von Scharmberger wurden Videos und Fotos seiner Teilnahme legaler Demonstrationen angefertigt, um ihn einer vermeintlich verfassungsfeindlichen Gesinnung zu überführen. Für ihn ist die sogenannte Verfassungstreueprüfung lediglich ein „Mittel, um Leute zu disziplinieren“.
mehr:
- Innenpolitik: Münchner Freiheit – Teil 1: Gesinnungsprüfung (Flo Osrainik, Hintergrund, 31.01.2017)
- Innenpolitik: Münchner Freiheit – Teil 2: Redeverbot (Flo Osrainik, Hintergrund, 31.01.2017)
- Innenpolitik: Münchner Freiheit – Teil 3: Veranstaltungsverbot (Flo Osrainik, Hintergrund, 31.01.2017)
Donnerstag, 11. Mai 2017
Medienhetze gegen Systemkritik
Wenn ein prominenter Akteur den schmalen Pfad der politischen Orthodoxie verlässt, erschlagen ihn die Medien
Xavier Naidoo ist einer der erfolgreichsten Sänger Deutschlands. Allerdings hat er einen Makel: Seine politischen Äußerungen missfallen einer Medienlandschaft, die sich Pluralismus auf die Fahnen schreibt, aber politische Meinungsvielfalt nur dann gutheißt, solange sie sich in jenem engen Korridor bewegt, in dem die vorherrschende Sicht auf die Dinge als unantastbar gilt. Gedanken zu einem Musterbeispiel bedenklicher journalistischer Einstimmigkeit.
"Marionetten", das ist der Titel eines neuen Liedes von Xavier Naidoo und den Söhnen Mannheims. Das Stück handelt von Abgeordneten des Bundestages, die aus Sicht Naidoos Marionetten sind - Marionetten, an den Fäden von mächtigen Personen im Hintergrund. Was diese Äußerungen für eine Medienlandschaft bedeutet, der Herrschaftskritik allenfalls noch als eigentümliches Relikt einer längst vergangenen Zeit bekannt ist, liegt nahe: Xavier Naidoo überschreitet, so der Tenor der derzeitigen Berichterstattung, eine Grenze - eine Grenze, die nicht hätte überschritten werden dürfen.
Und so formiert sich ein Journalismus, der anstelle von Aufklärung, Dialog und sachlicher Berichterstattung zu jenen Instrumenten greift, mit denen ein maximaler Grad an publizistischer Gewalt erreicht werden kann.
Ohne kritische Distanz, gebrauchen Journalisten im Zusammenhang mit Naidoo die Kampfbegriffe Verschwörungstheorie und Verschwörungstheoretiker - und damit der Leser auch ja versteht, dass zu dem "Sohn Mannheims" Abstand zu halten ist, rückt die Qualitätspresse ihn in die rechte Ecke.
mehr:
- Medienhetze gegen Systemkritik (Marcus Klöckner, Telepolis, 10.05.2017)
siehe auch:
- „Hurensöhne Mannheims“ – Böhmermanns bitterböse Naidoo-Parodie (n24, 05.05.2017)
- Von Marionetten und Reichsbürgern (Carly Laurence, Blog.Zeit, 05.05.2017)
- Moral als Speerspitze des Imperialismus oder Was nicht ins Narrativ paßt, wird durch Etikettierung »weggemacht« (Post, 26.04.2017)
- Journalismus als Echokammer (Post, 30.03.2017)
- Medien: intellektuelle Korrumpierbarkeit in Konfliktzeiten (Post, 06.02.2016)
- »Unwort des Jahres« – Die Lufthoheit über meinem Gehirn (Post, 14.01.2016)
- Flüchtlingspolitik : Die Grenzen des Guten (Post, 18.10.2015)
- Propaganda machen immer nur die anderen (Post, 12.09.2015)
- Feinde auf allen Seiten (Post, 10.11.2009)
- Eva Herman: Hat sie oder hat sie nicht? (Post, 19.10.2007)
Xavier Naidoo ist einer der erfolgreichsten Sänger Deutschlands. Allerdings hat er einen Makel: Seine politischen Äußerungen missfallen einer Medienlandschaft, die sich Pluralismus auf die Fahnen schreibt, aber politische Meinungsvielfalt nur dann gutheißt, solange sie sich in jenem engen Korridor bewegt, in dem die vorherrschende Sicht auf die Dinge als unantastbar gilt. Gedanken zu einem Musterbeispiel bedenklicher journalistischer Einstimmigkeit.
"Marionetten", das ist der Titel eines neuen Liedes von Xavier Naidoo und den Söhnen Mannheims. Das Stück handelt von Abgeordneten des Bundestages, die aus Sicht Naidoos Marionetten sind - Marionetten, an den Fäden von mächtigen Personen im Hintergrund. Was diese Äußerungen für eine Medienlandschaft bedeutet, der Herrschaftskritik allenfalls noch als eigentümliches Relikt einer längst vergangenen Zeit bekannt ist, liegt nahe: Xavier Naidoo überschreitet, so der Tenor der derzeitigen Berichterstattung, eine Grenze - eine Grenze, die nicht hätte überschritten werden dürfen.
Und so formiert sich ein Journalismus, der anstelle von Aufklärung, Dialog und sachlicher Berichterstattung zu jenen Instrumenten greift, mit denen ein maximaler Grad an publizistischer Gewalt erreicht werden kann.
Ohne kritische Distanz, gebrauchen Journalisten im Zusammenhang mit Naidoo die Kampfbegriffe Verschwörungstheorie und Verschwörungstheoretiker - und damit der Leser auch ja versteht, dass zu dem "Sohn Mannheims" Abstand zu halten ist, rückt die Qualitätspresse ihn in die rechte Ecke.
mehr:
- Medienhetze gegen Systemkritik (Marcus Klöckner, Telepolis, 10.05.2017)
siehe auch:
- „Hurensöhne Mannheims“ – Böhmermanns bitterböse Naidoo-Parodie (n24, 05.05.2017)
- Von Marionetten und Reichsbürgern (Carly Laurence, Blog.Zeit, 05.05.2017)
- Moral als Speerspitze des Imperialismus oder Was nicht ins Narrativ paßt, wird durch Etikettierung »weggemacht« (Post, 26.04.2017)
- Journalismus als Echokammer (Post, 30.03.2017)
- Medien: intellektuelle Korrumpierbarkeit in Konfliktzeiten (Post, 06.02.2016)
- »Unwort des Jahres« – Die Lufthoheit über meinem Gehirn (Post, 14.01.2016)
- Flüchtlingspolitik : Die Grenzen des Guten (Post, 18.10.2015)
- Propaganda machen immer nur die anderen (Post, 12.09.2015)
- Feinde auf allen Seiten (Post, 10.11.2009)
- Eva Herman: Hat sie oder hat sie nicht? (Post, 19.10.2007)
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Mittwoch, 10. Mai 2017
Vergesst Trump, lest Spitzer!
Wenn von „Ansteckung" die Rede ist, dann denken wir an Bakterien, Viren und andere Erreger, die Krankheiten übertragen. Man spricht dann auch von einer Infektion durch bestimmte Erreger. Diese ist nicht nur vom Typ des Erregers, sondern auch vom Immunsystem der angesteckten Person abhängig, denn nicht jede Übertragung von Erregern führt zu einer Infektion. Zudem können auch völlig harmlose Erreger übertragen werden, beispielsweise Keime, die wir alle in der Haut, im Mund oder Darm mit uns herumtragen. Umgekehrt kann Leiden auch ohne Krankheitserreger an andere Menschen weiter gegeben werden. Meint man diese Übertragung ganz unabhängig vom Mechanismus, so spricht man von Kontagiosität. Sie ist eine Größenangabe der Wahrscheinlichkeit, dass es durch Kontakt zu einer Übertragung der Krankheit (wie auch immer) auf eine andere Person kommt.
Mit dem Phänomen der sozialen Ansteckung hat sich die Wissenschaft - Soziologie, Psychologie, Medizin, Ökonomie und zuletzt die Informatik - seit geraumer Zeit beschäftigt. Im Extremfall spricht man von Massenhysterie, bei der bestimmte Krankheitssymptome auftreten, die durch soziale Ansteckung bedingt sind. Eine Reihe solcher hysterischer Epidemien sind bekannt und in der medizinischen Fachliteratur beschrieben (20, 32).
Auf den ersten Blick mag es widersprüchlich erscheinen, dass Einsamkeit ansteckend sein soll. Wie kann man von jemandem angesteckt werden, der allein ist? Versteht man unter Einsamkeit jedoch das Erleben von sozialer Isolation ( und nicht die soziale Isolation selbst, die gar nicht gegeben sein muss), so wird durchaus widerspruchsfrei denkbar, dass sich dieses Erleben durch soziale Interaktion auf andere übertragen kann.
Im Extremfall spricht man von Massenhysterie, bei der bestimmte Krankheitssymptome durch soziale Ansteckung bedingt sind.
- Soziale Ansteckung (Manfred Spitzer, Editorial in der Zeitschrift Nervenheilkunde, Nr. 5/2017)
Verzeichnis der Editorials von Manfred Spitzer in der Zeitschrift Nervenheilkunde (Post, 04.12.2009)
Preisfrage:
Wieso kommt Manfred Spitzer darauf, einen solchen Artikel zu verfassen?
Mit dem Phänomen der sozialen Ansteckung hat sich die Wissenschaft - Soziologie, Psychologie, Medizin, Ökonomie und zuletzt die Informatik - seit geraumer Zeit beschäftigt. Im Extremfall spricht man von Massenhysterie, bei der bestimmte Krankheitssymptome auftreten, die durch soziale Ansteckung bedingt sind. Eine Reihe solcher hysterischer Epidemien sind bekannt und in der medizinischen Fachliteratur beschrieben (20, 32).
Auf den ersten Blick mag es widersprüchlich erscheinen, dass Einsamkeit ansteckend sein soll. Wie kann man von jemandem angesteckt werden, der allein ist? Versteht man unter Einsamkeit jedoch das Erleben von sozialer Isolation ( und nicht die soziale Isolation selbst, die gar nicht gegeben sein muss), so wird durchaus widerspruchsfrei denkbar, dass sich dieses Erleben durch soziale Interaktion auf andere übertragen kann.
Auch Verhaltensweisen wie Juckreiz und das sich Kratzen oder Gähnen können ansteckend sein (19). Man spricht hier von Verhaltensansteckung (engl.: behavioral contagion), bei Gefühlserlebnissen wie beispielsweise ansteckender Heiterkeit oder ansteckendem Unmut hingegen von emotionaler Ansteckung (emotional contagion). In der Finanzwelt spricht man von financial contagion, und meint damit, dass Finanzkrisen deshalb so tückisch sind, weil alle das Gleiche fühlen und tun und genau dadurch die Krise überhaupt erst entsteht:
Wenn alle Geld abheben, weil alle Angst haben, das Geld würde knapp, kommt es aufgrund von emotionaler (die Angst der anderen wird zu meiner Angst) und verhaltensmäßiger (die anderen gehen zur Bank, also gehe ich auch zur Bank) Ansteckung zum Desaster. Denn erst die Ansteckung bewirkt, dass die Angst und das Verhalten tatsächlich berechtigt sind: Wenn alle Angst um ihr Geld haben und es vom Konto abheben, wird es tatsächlich knapp!
Im Extremfall spricht man von Massenhysterie, bei der bestimmte Krankheitssymptome durch soziale Ansteckung bedingt sind.
Ein nicht unbeträchtlicher Teil der Weltbevölkerung glaubt an die Auferstehung der Toten. Einem aufgeklärten Christen erscheint dies harmlos, aber nicht immer war das so. Betrachten wir ein Beispiel, das sich im Frühling 1856 in Südafrika ereignet hat. Ein Mädchen namens Nongqawuse holte Wasser aus einem Teich. Nach ihrer Rückkehr erzählte sie ihrem Onkel, dass sie am Teich drei Geister gesehen habe, die ihr aufgetragen hatten, den Menschen in ihrem Dorf zu erzählen, dass die Toten auferstehen würden, wenn der gesamte Stamm (das waren über 100.000 Menschen) das gesamte Vieh (mehr als 400.000 Tiere) töten würde. Zunächst glaubte ihr niemand, aber schon einen Tag später hatte ihr Onkel eine ähnliche Erscheinung und erzählte sie den Häuptlingen und vielen Mitgliedern des Stammes. Daraufhin wurden etwa 400.000 Tiere tatsächlich geschlachtet, was eine Hungerkatastrophe und den Tod von mehr als 80.000 Menschen (über drei Viertel des gesamten Stammes!) nach sich zog.
mehr:- Soziale Ansteckung (Manfred Spitzer, Editorial in der Zeitschrift Nervenheilkunde, Nr. 5/2017)
Verzeichnis der Editorials von Manfred Spitzer in der Zeitschrift Nervenheilkunde (Post, 04.12.2009)
Preisfrage:
Wieso kommt Manfred Spitzer darauf, einen solchen Artikel zu verfassen?
Dienstag, 9. Mai 2017
Egal wie bescheuert wir sind, wir sind das Volk!
Rettungshelfer eilen zu einer Reihe von Unfällen bei Schwabach. Doch dann ist kein Durchkommen: Anstatt eine Rettungsgasse zu bilden, haben viele Autofahrer ihr Fahrzeug verlassen, um "zu gucken". Die Polizei ist entsetzt: Es geht um Menschenleben.
Auf der Autobahn A6 in Bayern sind die Einsatzkräfte am Vormittag kurz vorm Verzweifeln: Sie wurden zu verschiedenen Auffahrunfällen gerufen, doch kommen erst gar nicht zum Unfallort durch. Dicht an dicht stehen Lastwagen auf der rechten Spur. Sie müssen erst umrangiert werden, damit wenigstens im Ansatz eine Rettungsgasse gebildet werden kann.
Einige Auto sind verlassen. Die Fahrer haben sich mit ihren Handys zur Unfallstelle begeben, um Schnappschüsse von einem Getränkelaster zu machen, dessen Ladung - vor allem Getränke-Dosen - sich quer über die Fahrbahn verteilt hat. Bei der Unfallserie in der Nähe von Schwabach in Mittelfranken wird der Fahrer eines Kleintransporters schwer verletzt und muss mit dem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen werden.
mehr:
- Unfallserie auf A6 in Bayern: Dutzende Gaffer blockieren Rettungskräfte (n-tv, 08.05.2017)
siehe auch:
- Wanderer wollen nicht von Helikopter gerettet werden (n24, 03.05.2017)
- Rettungskräfte schauen Lkw-Fahrer beim Crash zu (n24, 05.05.2017)
- Wegen gestrichener Flüge - Passagiere prügeln sich an US-Flughafen (SPON, 09.05.2017)
- "Naked Attraction" – "Gucke mal, ein beschnittener Penis" (Verena Maria Dittrich, n-tv, 09.05.2017)
- Seelenlose Architektur – Zürich verschandelt sich selbst (Roman Hollenstein, Neue Zürcher Zeitung, 11.05.2017)
siehe auch:
- Deutsche Leitkultur – Wir sind viel zu zurückhaltend (Jörg Bong, SPON, 07.05.2017)
natürlich darf auch DAS deutsche Qualitätsblättchen nicht fehlen:
- Streit um Bild-Aufnahmen: Grönemeyer ringt mit Reportern vor Gericht (n-tv, 10.05.2017)
und auch nicht der Feminismus:
- Stilkolumne: Hehre Motive (Tillmann Prüfer, ZON, 10.05.2017)
- Wie die Sexvideos einer Frau gegen ihren Willen viral gingen – und sie sich dann umbrachte (Barbara Bachmann, Krautreporter, 14.05.2017)
siehe aber auch:
- Ehrenamt: Alt macht neu (Astrid Geisler, ZON, 12.05.2017)
- Diese Fußballerinnen haben bei einem Turnier alle Jungs weggebolzt (Anna Christin Koch, ze.tt, 12.05.2017)
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Auf der Autobahn A6 in Bayern sind die Einsatzkräfte am Vormittag kurz vorm Verzweifeln: Sie wurden zu verschiedenen Auffahrunfällen gerufen, doch kommen erst gar nicht zum Unfallort durch. Dicht an dicht stehen Lastwagen auf der rechten Spur. Sie müssen erst umrangiert werden, damit wenigstens im Ansatz eine Rettungsgasse gebildet werden kann.
Einige Auto sind verlassen. Die Fahrer haben sich mit ihren Handys zur Unfallstelle begeben, um Schnappschüsse von einem Getränkelaster zu machen, dessen Ladung - vor allem Getränke-Dosen - sich quer über die Fahrbahn verteilt hat. Bei der Unfallserie in der Nähe von Schwabach in Mittelfranken wird der Fahrer eines Kleintransporters schwer verletzt und muss mit dem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen werden.
mehr:
- Unfallserie auf A6 in Bayern: Dutzende Gaffer blockieren Rettungskräfte (n-tv, 08.05.2017)
siehe auch:
- Wanderer wollen nicht von Helikopter gerettet werden (n24, 03.05.2017)
- Rettungskräfte schauen Lkw-Fahrer beim Crash zu (n24, 05.05.2017)
- Wegen gestrichener Flüge - Passagiere prügeln sich an US-Flughafen (SPON, 09.05.2017)
- "Naked Attraction" – "Gucke mal, ein beschnittener Penis" (Verena Maria Dittrich, n-tv, 09.05.2017)
- Seelenlose Architektur – Zürich verschandelt sich selbst (Roman Hollenstein, Neue Zürcher Zeitung, 11.05.2017)
siehe auch:
- Deutsche Leitkultur – Wir sind viel zu zurückhaltend (Jörg Bong, SPON, 07.05.2017)
natürlich darf auch DAS deutsche Qualitätsblättchen nicht fehlen:
- Streit um Bild-Aufnahmen: Grönemeyer ringt mit Reportern vor Gericht (n-tv, 10.05.2017)
und auch nicht der Feminismus:
- Stilkolumne: Hehre Motive (Tillmann Prüfer, ZON, 10.05.2017)
Damenmode unterstützte die Vorstellung vom "schwachen Geschlecht". Die Zeiten sind vorbei. Heute tragen Frauen ihre politischen Forderungen als Druck auf dem T-Shirt.- Busenblitzer war gestern: "Underboob" ist der neueste Trend (n-tv, 09.05.2017)
Diese Busenblitzer sind kein Versehen. Konnte man bisher nicht genug V-Ausschnitt tragen, um Einblick zu gewähren, trägt die modische Frau von heute ja nun bauchfrei. Dabei kann es dann zum neuen Look des "Underboob" kommen, also dem Dekolleté von unten.
Busenblitzer ziehen immer. Das war bei Janet Jacksons Nippelgate-Auftritt 2004 so und ist heute nicht anders. Nur wird die Brust heute nicht mehr vermeintlich versehentlich entblößt, sondern mit voller Absicht: Underboob heißt der Trend, der die Promi-Welt im Sturm erobert hat. Unter XXXS-Oberteilen oder Mini-Bikinis blitzt der untere Teil der Brust hervor, am besten inszeniert auf einem von unten geschossenen Instagram-Foto.Sex sells, Häme auch:
Ins Rollen gebracht haben den Trend, den es bei sexy Fotoshootings übrigens schon länger gab, die Meister der Sex-sells-Inszenierung: die Kardashian-Jenner-Schwestern. Kim Kardashian posierte schon im letzten Sommer mit Underboob - nicht zu verwechseln mit ihrem unübersehbaren Pracht-Hinterteil - und auch die Schwestern Kendall, Kylie, Khloé und Kourtney machten schnell mit. Andere Stars und Blogger ließen sich die garantierte Aufmerksamkeit natürlich nicht entgehen, zerschnitten ihre T-Shirts auf Mikrogröße und hielten ihre halbe Brust in die Kameras.
- Wie die Sexvideos einer Frau gegen ihren Willen viral gingen – und sie sich dann umbrachte (Barbara Bachmann, Krautreporter, 14.05.2017)
siehe aber auch:
- Ehrenamt: Alt macht neu (Astrid Geisler, ZON, 12.05.2017)
- Diese Fußballerinnen haben bei einem Turnier alle Jungs weggebolzt (Anna Christin Koch, ze.tt, 12.05.2017)
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Sonntag, 7. Mai 2017
Wirtschaftseliten: ohne Bezug zur gesellschaftlichen Realität?
Pink Floyd - Money (Official Music Video) {4:43} Text(Songtxte.com) Übersetzung (ebda) Meaning (Planckmachine)
Pelzig erklärt Goldman Sachs {9:19}
Eliten haben im Moment keinen guten Ruf und stehen unter besonderer Beobachtung - auch die Wirtschaftseliten. Aber wer gehört dazu? Und sind die Chefs der großen Konzerne wirklich die "Global Player"?
mehr:
Too Big To Fail: Trailer # 4 (HBO Films) {1:11}
Too Big to Fail - Top Bankers {1:15}
Veröffentlicht am 24.03.2013
Too Big to Fail clip {2:04}
Veröffentlicht am 10.04.2013
Documentary The Last Days Of Lehman Brothers Moral Hazard 2008 {59:04}
siehe auch:
- Lobbyismus: Delikate Beziehung (3sat, 05.05.2017)
- The damage done by the EU’s revolving doors (Harry Blain, OpenDemocracy.Net, 26.09.2016)
- Lobbyisten - die stille Macht im Land (SWR Fernsehen, 03.12.2014)
- Lobbyisten - die stille Macht im Land (gleichnamiger Begleittext, SWR Fernsehen, 03.12.2014, beachte das Interview mit Bernd Hartmann, die »Informationen zum Herunterladen und die »weiterführenden Links«!, wie auch den folgenden Link:)
- Inklusive Verwaltung – Der vorübergehende Seitenwechsel aus der Privatwirtschaft in den Staatsdienst (Bernd Hartmann, Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste, gefunden beim SWR-Fernsehen, 07.11.2012, PDF)
- Das Versagen der Eliten (Corinna Emundts, Deutschlandfunk, 25.05.2008)
- Eliten zwischen Alter und Neuer Politik – Konstanz und Wandel der Konfliktlinien in den Eliten der Bundesrepublik (Ursula Hoffmann-Lange, Kooperativer Bibliotheksverbund, Berlin-Brandenburg, Datum unbekannt, direkter PDF-Download)
- Ursula Hoffmann-Lange, Eliten, Macht und Konflikt in der Bundesrepublik (Verlag Leske+Budrich, Opladen, 1992, GoogleBooks)
siehe ebenfalls:
- Michael Hartmann (Soziologe) [Wikipedia] (Interview-Partner in der obigen 3sat-Doku)
im Wikipedia-Eintrag (abgerufen am 07.05.2017) wird u.a. auf die beiden folgenden Arbeiten Hartmanns hingewiesen:
Veröffentlicht am 25.06.2014
The official promo video for 'Money' by Pink Floyd, taken from the album 'The Dark Side Of The Moon'
Originally released in 1973, 'The Dark Side of The Moon' became Pink Floyd's first number 1 album in the US, remaining on the chart for 741 weeks between 1973 and 1988. One of the best-selling and most critically acclaimed albums of all time, The Dark Side of The Moon also introduced the iconic album cover artwork by Hipgnosis, after a request for a 'simple and bold' design.
The album was re-mastered in 2011 and Discovery (1CD), Experience (2CD), Immersion (6CD) and vinyl editions are currently available. Go to http://www.whypinkfloyd.com for more details.
Discovery edition CD: http://smarturl.it/dsotmdisc
Experience edition CD: http://smarturl.it/dsotmexp
Immersion edition : http://smarturl.it/dsotmimm
Vinyl edition: http://smarturl.it/dsotmvinyl
Discovery iTunes: http://smarturl.it/dsotmdiscit
Experience iTunes: http://smarturl.it/dsotmexit
Spotify: http://smarturl.it/dsotmspot Pink Floyd The Early Years 1965-1972
Originally released in 1973, 'The Dark Side of The Moon' became Pink Floyd's first number 1 album in the US, remaining on the chart for 741 weeks between 1973 and 1988. One of the best-selling and most critically acclaimed albums of all time, The Dark Side of The Moon also introduced the iconic album cover artwork by Hipgnosis, after a request for a 'simple and bold' design.
The album was re-mastered in 2011 and Discovery (1CD), Experience (2CD), Immersion (6CD) and vinyl editions are currently available. Go to http://www.whypinkfloyd.com for more details.
Discovery edition CD: http://smarturl.it/dsotmdisc
Experience edition CD: http://smarturl.it/dsotmexp
Immersion edition : http://smarturl.it/dsotmimm
Vinyl edition: http://smarturl.it/dsotmvinyl
Discovery iTunes: http://smarturl.it/dsotmdiscit
Experience iTunes: http://smarturl.it/dsotmexit
Spotify: http://smarturl.it/dsotmspot Pink Floyd The Early Years 1965-1972
Pelzig erklärt Goldman Sachs {9:19}
Veröffentlicht am 19.11.2012
Noch Fragen ?
Goldman sachs Doku : http://www.veoh.com/watch/v42406152yh...
Quelle : ZDF - Neues aus der Anstalt vom 13.11.2012
Goldman sachs Doku : http://www.veoh.com/watch/v42406152yh...
Quelle : ZDF - Neues aus der Anstalt vom 13.11.2012
mehr:
- Wirtschaftseliten: Die da oben (3sat, 05.05.2017)
Wirtschaftseliten Die da oben {21:13}
Veröffentlicht am 07.05.2017
politik, eliten, deutschland, geldsystem, russland, usa, syrien, nato, demokratie, ezb, obama, ttip, ukraine, krieg
Too Big To Fail: Trailer # 4 (HBO Films) {1:11}
Hochgeladen am 16.05.2011
Subscribe to HBO: http://itsh.bo/10qIqsj
Too Big to Fail - Top Bankers {1:15}
Veröffentlicht am 24.03.2013
Too Big to Fail clip {2:04}
Veröffentlicht am 10.04.2013
Documentary The Last Days Of Lehman Brothers Moral Hazard 2008 {59:04}
Veröffentlicht am 28.07.2014
The heads of Wall Street's biggest investment banks were summoned to an evening meeting by the US Treasury Secretary, Hank Paulson, to discuss the plight of another - Lehman Brothers. After six months' turmoil in the world's financial markets, Lehman Brothers was on life support and the government was about to pull the plug. Lehman CEO, Dick Fuld, recently sidelined in a boardroom coup, spends the weekend desperately trying to resuscitate his beloved company through a merger with Bank of America or UK-based Barclays. But without the financial support of Paulson and Lehman's fiercest competitors, Fuld's empire - and with it, the stability of the world economy - teeters on the verge of extinction.
siehe auch:
- Lobbyismus: Delikate Beziehung (3sat, 05.05.2017)
- The damage done by the EU’s revolving doors (Harry Blain, OpenDemocracy.Net, 26.09.2016)
- Lobbyisten - die stille Macht im Land (SWR Fernsehen, 03.12.2014)
- Lobbyisten - die stille Macht im Land (gleichnamiger Begleittext, SWR Fernsehen, 03.12.2014, beachte das Interview mit Bernd Hartmann, die »Informationen zum Herunterladen und die »weiterführenden Links«!, wie auch den folgenden Link:)
- Inklusive Verwaltung – Der vorübergehende Seitenwechsel aus der Privatwirtschaft in den Staatsdienst (Bernd Hartmann, Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste, gefunden beim SWR-Fernsehen, 07.11.2012, PDF)
- Das Versagen der Eliten (Corinna Emundts, Deutschlandfunk, 25.05.2008)
- Eliten zwischen Alter und Neuer Politik – Konstanz und Wandel der Konfliktlinien in den Eliten der Bundesrepublik (Ursula Hoffmann-Lange, Kooperativer Bibliotheksverbund, Berlin-Brandenburg, Datum unbekannt, direkter PDF-Download)
- Ursula Hoffmann-Lange, Eliten, Macht und Konflikt in der Bundesrepublik (Verlag Leske+Budrich, Opladen, 1992, GoogleBooks)
siehe ebenfalls:
- Michael Hartmann (Soziologe) [Wikipedia] (Interview-Partner in der obigen 3sat-Doku)
im Wikipedia-Eintrag (abgerufen am 07.05.2017) wird u.a. auf die beiden folgenden Arbeiten Hartmanns hingewiesen:
- Deutsche Eliten: Die wahre Parallelgesellschaft? (Aus Politik und Zeitgeschichte, bpb, 01.04.2014)
- Eliten in Deutschland (Aus Politik und Zeitgeschichte, gefunden im Webarchiv des Bundestages, bpb, 01.03.2004)
Pink Floyd - " Us and Them " {7:06} Text (Songtexte.com) Übersetzung (Songtexte.com) Songfacts
- Eliten in Deutschland (Aus Politik und Zeitgeschichte, gefunden im Webarchiv des Bundestages, bpb, 01.03.2004)
Pink Floyd - " Us and Them " {7:06} Text (Songtexte.com) Übersetzung (Songtexte.com) Songfacts
Veröffentlicht am 30.04.2015
Live at Earl's Court London 1994
Pink Floyd on their 1973 album The Dark Side of the Moon. The music was written by Richard Wright and lyrics by Roger Waters and it is sung by David Gilmour, with harmonies by Wright.
Pink Floyd on their 1973 album The Dark Side of the Moon. The music was written by Richard Wright and lyrics by Roger Waters and it is sung by David Gilmour, with harmonies by Wright.
Thema Arbeit: Berichterstattung mit blinden Flecken und Nebelkerzen
Hans-Jürgen Arlt im Interview über die blinden Flecken im Journalismus beim Thema Arbeit
Über die Digitalisierung berichten Medien, "als seien alle Getriebene, als sei ein Wettlauf im Gang, dessen Beginn, dessen Verlauf und dessen Ziel niemand kennt, aber alle rennen so schnell sie können und werden in den Medien auch dazu aufgefordert zu rennen". Das sagt Hans-Jürgen Arlt im Interview mit Telepolis, der für die Otto-Brenner-Stiftung die Kurzstudie Die Zukunft der Arbeit als öffentliches Thema. Presseberichterstattung zwischen Mainstream und blinden Flecken ausgearbeitet hat.
Zusammen mit dem Journalisten Martin Kempe und dem Sozialwissenschaftler Sven Osterberg konzentriert sich Arlt auf die Berichterstattung großer Medien im Hinblick auf den gewaltigen Umbruch der Arbeitsgesellschaft, wie er derzeit zu beobachten ist. 360 Artikel der Jahrgänge 2014 und 2015 von Medien wie etwa dem Spiegel, der Zeit oder der Süddeutschen Zeitung, haben die drei Autoren analyisert.
Eines der Ergebnisse lautet: Medien berichten zwar facettenreich, wenn sie das Thema Arbeit aufgreifen, allerdings übernehmen Journalisten immer wieder stark die Perspektive der Wirtschaft, die sich vor allem an Proftimaximierung und Effizienz interessiert. "Nur ganz selten wird die Perspektive umgedreht, wird gefragt, wie die computergestützte Wirtschaft zu guter Arbeit, zu einer guten Gesellschaft, zu gutem Leben beitragen kann", sagt Arlt.
Im Interview geht Arlt, der als Honorarprofessor am Institut für Theorie und Praxis der Kommunikation an der Universität der Künste in Berlin tätig ist, auf die blinden Flecke der Berichterstattung beim Thema Arbeit näher ein und blickt mit einem kritischen Auge auf die weitere Entwicklung: "Wenn die Arbeit dem Selbstlauf der Wirtschaft überlassen wird, sind Krisen und Katastrophen vorprogrammiert."
mehr:
- Eine Berichterstattung, die ausblendet und Nebelkerzen wirft (Hans-Jürgen Arlt im Interview mit Marcus Klöckner, Telepolis, 05.05.2017)
Über die Digitalisierung berichten Medien, "als seien alle Getriebene, als sei ein Wettlauf im Gang, dessen Beginn, dessen Verlauf und dessen Ziel niemand kennt, aber alle rennen so schnell sie können und werden in den Medien auch dazu aufgefordert zu rennen". Das sagt Hans-Jürgen Arlt im Interview mit Telepolis, der für die Otto-Brenner-Stiftung die Kurzstudie Die Zukunft der Arbeit als öffentliches Thema. Presseberichterstattung zwischen Mainstream und blinden Flecken ausgearbeitet hat.
Zusammen mit dem Journalisten Martin Kempe und dem Sozialwissenschaftler Sven Osterberg konzentriert sich Arlt auf die Berichterstattung großer Medien im Hinblick auf den gewaltigen Umbruch der Arbeitsgesellschaft, wie er derzeit zu beobachten ist. 360 Artikel der Jahrgänge 2014 und 2015 von Medien wie etwa dem Spiegel, der Zeit oder der Süddeutschen Zeitung, haben die drei Autoren analyisert.
Eines der Ergebnisse lautet: Medien berichten zwar facettenreich, wenn sie das Thema Arbeit aufgreifen, allerdings übernehmen Journalisten immer wieder stark die Perspektive der Wirtschaft, die sich vor allem an Proftimaximierung und Effizienz interessiert. "Nur ganz selten wird die Perspektive umgedreht, wird gefragt, wie die computergestützte Wirtschaft zu guter Arbeit, zu einer guten Gesellschaft, zu gutem Leben beitragen kann", sagt Arlt.
Im Interview geht Arlt, der als Honorarprofessor am Institut für Theorie und Praxis der Kommunikation an der Universität der Künste in Berlin tätig ist, auf die blinden Flecke der Berichterstattung beim Thema Arbeit näher ein und blickt mit einem kritischen Auge auf die weitere Entwicklung: "Wenn die Arbeit dem Selbstlauf der Wirtschaft überlassen wird, sind Krisen und Katastrophen vorprogrammiert."
mehr:
- Eine Berichterstattung, die ausblendet und Nebelkerzen wirft (Hans-Jürgen Arlt im Interview mit Marcus Klöckner, Telepolis, 05.05.2017)
Samstag, 6. Mai 2017
Vor 20 Jahren - Mai 1997: Sturz von Präsident Mobutu in Zaire
König der Kleptokraten
Mit westlicher Hilfe errichtete er eine der korruptesten und am längsten bestehenden Diktaturen Afrikas. Joseph-Désiré Mobutu (1930 bis 1997), Offizier der belgischen Kongo-Armee, stieg nach der Unabhängigkeit Kongos 1960 im Regierungsapparat auf. Er nutzte die Rivalität unter den Spitzenpolitikern und putschte sich im November 1965 an die Macht. Mit äußerster Brutalität hielt er das Land zusammen und vernichtete alle Kritiker – einige ließ er den Krokodilen vorwerfen. Als Antikommunist strich er üppige Hilfsgelder, insbesondere aus den USA, ein. Der Präsident und sein Clan bereicherten sich maßlos (»Kleptokratie«).
1971 ließ der mit Leopardenfellmütze und Fliegenwedel auftretende Autokrat sein Land in Zaire und seinen Namen in Mobutu Sese Seko Kuku Ngebendu wa za Banga »der Krieger (oder Hahn), der von Eroberung zu Eroberung schreitet, ohne Angst zu haben« umbenennen. In einem bizarren Personenkult kündigten Ausrufer hymnisch von seiner kriegerischen und sexuellen Potenz.
Nach dem Ende des Ost-West-Konflikts rückten die westlichen Verbündeten von Mobutu ab. Rebellengruppen gewannen an Boden und eroberten im Mai 1997 die Hauptstadt Kinshasa. Der bereits schwer kranke Präsident floh mit seinen Ehefrauen und Schätzen nach Marokko, wo er im September seinem Krebsleiden erlag.
Mit westlicher Hilfe errichtete er eine der korruptesten und am längsten bestehenden Diktaturen Afrikas. Joseph-Désiré Mobutu (1930 bis 1997), Offizier der belgischen Kongo-Armee, stieg nach der Unabhängigkeit Kongos 1960 im Regierungsapparat auf. Er nutzte die Rivalität unter den Spitzenpolitikern und putschte sich im November 1965 an die Macht. Mit äußerster Brutalität hielt er das Land zusammen und vernichtete alle Kritiker – einige ließ er den Krokodilen vorwerfen. Als Antikommunist strich er üppige Hilfsgelder, insbesondere aus den USA, ein. Der Präsident und sein Clan bereicherten sich maßlos (»Kleptokratie«).
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| Mobutu Sese Seko bei einer Pressekonferenz vor seinem Sturz im Mai 1997; der Diktator Zaires trug gern Mützen aus Leopardenfell |
Nach dem Ende des Ost-West-Konflikts rückten die westlichen Verbündeten von Mobutu ab. Rebellengruppen gewannen an Boden und eroberten im Mai 1997 die Hauptstadt Kinshasa. Der bereits schwer kranke Präsident floh mit seinen Ehefrauen und Schätzen nach Marokko, wo er im September seinem Krebsleiden erlag.
Harenberg - Abenteuer Geschichte 2017
Peter Scholl-Latour - Afrikanische Totenklage - Globalisierung - Doku Teil3von9 {9:49}
Hochgeladen am 18.09.2009
Freitag, 5. Mai 2017
Wie die Massenmedien Meinung lenken
"unstrittig" vs. "umstritten" - Wie die Massenmedien Meinung lenken {15:48}
NuoViso.TV
Am 05.05.2017 veröffentlicht
Am 05.05.2017 veröffentlicht
Als Dr. Michael Lüders, der bekannte Nah-Ost-Experte, am 5. April 2017 bei Markus Lanz seine Sicht der Dinge zum Giftgasangriff in Syrien erklärte, war der Moderator Lanz sichtlich beeindruckt von dieser Darstellung, entsprach sie doch gar nicht dem gewohnten transatlantisch verordneten Weltbild. Dr. Lüders erwähnte Vergleiche zum Giftgasangriff in Syrien von 2013, bei dem bis heute die wahre Täterschaft weiter unklar sei, genauso wie jetzt beim jüngsten Anschlag mit Giftgas in Syrien nicht mit vollkommener Sicherheit die Täterfrage geklärt sei.
So viel Abweichung vom Syrien-Narrativ der Massenmedien war dann wohl doch etwas zu viel, denn seit diesem Tag lässt sich eine Kampagne in den Massenmedien gegen Dr. Lüders erkennen. Den Auftakt dazu lieferte am 9. April 2107 die Moderatorin Anne Will, die Dr. Lüders mit einer ungewöhnlichen Berufsbeschreibung in ihrer Sendung vorstellte. Plötzlich war er kein Nah-Ost-Experte mehr, sondern ein Geschäftsmann, der durch seine abweichenden Analysen finanziell profitiert. Wer Vita und Expertise von Dr. Lüders kennt, konnte sofort erkennen welch hinterhältiger Angriff hier stattfand. Da die von ihm vorgebrachten Fakten schwerlich zu widerlegen sind, wird nach altem Rezept ein persönlicher Angriff gestartet und genau so eine konzertierte Aktion lässt sich nun beobachten. Zeitungen wie die FAS oder auch Spiegel-Online oder das Medienportal MEEDIA bedienen sich jetzt der Vokabel „umstritten“, wenn sie über Dr. Lüders berichten. Dies ist die Vorstufe zum Verschwörungstheoretiker und wird gern verwendet, um Themengebiete zu einem geistigen Sperrgebiet zu erklären. Wird jemand unbequem, dass gilt er eben als umstritten. Aber wenn neue Nachrichten Unruhe verursachen, dann sollte man sich nicht auf die Überbringer der Nachricht stürzen, sondern man sollte sich zuerst die Unruhestifter genauer ansehen.
Dass es auch anders geht, konnte man am 24. April bei der ARD sehen, als die Reportage „Tod einer Polizistin“ gezeigt wurde. Es ging um den Fall der 2007 ermordeten Polizistin Michele Kiesewetter. Der Film überraschte mit auffallend guter Recherche und brachte wirklich erstaunliche Fakten zu Tage, denn die Anzahl der Unstimmigkeiten bei diesem Fall macht einen doch sehr nachdenklich. Augenzeugen, deren Aussagen nicht aufgenommen wurden, Polizisten, die sich bei späteren Befragungen an nichts mehr erinnern wollten, Zeugen des Vorfalls, die plötzlich versterben usw, usf. Es entstand der Eindruck, dass gewisse Kreise auf keinen Fall wollen, dass der Fall je aufgeklärt wird und man den Mord an Michele Kiesewetter in die rechte Szene abschieben wollte. Der Fund der Mordwaffen im Wohnmobil des NSU-Trios erscheint unter diesen Umständen in einem ganz anderen Licht.
Gute Recherche, Aufklärung, alles was man von den Medien eigentlich erwarten sollte, präsentierte die ARD in dieser Dokumentation. Aber schon einen Tag später werden auch diese Filmemacher schon wieder angegriffen. Zu viel Wahrheit ist wohl nicht erwünscht ….
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So viel Abweichung vom Syrien-Narrativ der Massenmedien war dann wohl doch etwas zu viel, denn seit diesem Tag lässt sich eine Kampagne in den Massenmedien gegen Dr. Lüders erkennen. Den Auftakt dazu lieferte am 9. April 2107 die Moderatorin Anne Will, die Dr. Lüders mit einer ungewöhnlichen Berufsbeschreibung in ihrer Sendung vorstellte. Plötzlich war er kein Nah-Ost-Experte mehr, sondern ein Geschäftsmann, der durch seine abweichenden Analysen finanziell profitiert. Wer Vita und Expertise von Dr. Lüders kennt, konnte sofort erkennen welch hinterhältiger Angriff hier stattfand. Da die von ihm vorgebrachten Fakten schwerlich zu widerlegen sind, wird nach altem Rezept ein persönlicher Angriff gestartet und genau so eine konzertierte Aktion lässt sich nun beobachten. Zeitungen wie die FAS oder auch Spiegel-Online oder das Medienportal MEEDIA bedienen sich jetzt der Vokabel „umstritten“, wenn sie über Dr. Lüders berichten. Dies ist die Vorstufe zum Verschwörungstheoretiker und wird gern verwendet, um Themengebiete zu einem geistigen Sperrgebiet zu erklären. Wird jemand unbequem, dass gilt er eben als umstritten. Aber wenn neue Nachrichten Unruhe verursachen, dann sollte man sich nicht auf die Überbringer der Nachricht stürzen, sondern man sollte sich zuerst die Unruhestifter genauer ansehen.
Dass es auch anders geht, konnte man am 24. April bei der ARD sehen, als die Reportage „Tod einer Polizistin“ gezeigt wurde. Es ging um den Fall der 2007 ermordeten Polizistin Michele Kiesewetter. Der Film überraschte mit auffallend guter Recherche und brachte wirklich erstaunliche Fakten zu Tage, denn die Anzahl der Unstimmigkeiten bei diesem Fall macht einen doch sehr nachdenklich. Augenzeugen, deren Aussagen nicht aufgenommen wurden, Polizisten, die sich bei späteren Befragungen an nichts mehr erinnern wollten, Zeugen des Vorfalls, die plötzlich versterben usw, usf. Es entstand der Eindruck, dass gewisse Kreise auf keinen Fall wollen, dass der Fall je aufgeklärt wird und man den Mord an Michele Kiesewetter in die rechte Szene abschieben wollte. Der Fund der Mordwaffen im Wohnmobil des NSU-Trios erscheint unter diesen Umständen in einem ganz anderen Licht.
Gute Recherche, Aufklärung, alles was man von den Medien eigentlich erwarten sollte, präsentierte die ARD in dieser Dokumentation. Aber schon einen Tag später werden auch diese Filmemacher schon wieder angegriffen. Zu viel Wahrheit ist wohl nicht erwünscht ….
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