Donnerstag, 18. Oktober 2012

Heute vor 44 Jahren – 18. Oktober 1968: Bob Beamon pulverisiert den Weitsprung-Weltrekord

Der Olympiasieger im Weitsprung von 1968 ging mit seinem sensationellen Weltrekord von 8,90 m in die Geschichte der Leichtathletik ein. Mit diesem Satz verbesserte Bob Beamon den bestehenden Weltrekord seines Landsmanns Ralph Boston um 55 cm und es sollte 23 Jahre dauern, bis sein Jahrhundert-Sprung überboten werden sollte.

Beamon wuchs als Waisenkind in New York City (Queens) auf und besuchte dort eine Hilfsschule. Im Sport lag die Chance zum sozialem Aufstieg und nachdem er sich zunächst im Basketball versucht hatte, widmete er sich als Jugendlicher intensiver der Leichtathletik. Mit fünfzehn Jahren sprang er bereits 7,34 m. Man erkannte sein Talent und holte ihn an die Universität von El Paso. 1967 belegte er bei den amerikanischen Meisterschaften mit einer Weite von 7,84 m den dritten Platz, dies bedeutete zugleich die Qualifikation für die Olympischen Spiele im Folgejahr.

In Mexiko gelang Bob Beamon am 18. Oktober 1968 der "Sprung ins nächste Jahrhundert", sein erster Versuch im olympischen Finale brachte zugleich die Entscheidung: 8,90 m bedeuteten den Sieg und einen für lange Zeit unantastbaren Weltrekord. Geholfen hatte ihm dabei neben der Höhenluft Mexico-Citys (2 240 m ü. NN) auch der Rückenwind. Seine Rekordweite blieb bis 1991 ungeschlagen, dann verbesserte sie der Amerikaner Mike Powell auf 8,95 m. Bob Beamon konnte diese einmalige Leistung nie wiederholen.
Berichte auf olympia.ard.de und auf SPIEGEL-Online




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