Sonntag, 18. November 2012

Seit 90 Jahren: Der Volkstrauertag als Gedenktag

Stilles Gedenken an die Gefallenen 

Kranzniederlegung anlässlich des Volkstrauertages, 2001
 Dem Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft ist in Deutschland seit 1922 der Volkstrauertag gewidmet. Zunächst lag der Tag in der Passionszeit vor Ostern und auch der »Geist« des Gedenkens war ein anderer: Nach dem Ersten Weltkrieg war der Gedenktag bei aller Trauer über die Opfer noch weithin von der Kriegsbegeisterung und dem Mythos des soldatischen Heldentods getragen. Redner ergingen sich vielfach in den alten militaristischen Phrasen vom Schlage »Deutschland muss leben, auch wenn wir sterben müssen«. 
Heldengedenktag 1940 in Berlin: Adolf Hitler schreitet die Front des Ehrenbataillons
der Wehrmacht ab. Hinter ihm von links: Generaloberst Keitel, Generaloberst v. Brauchitsch,
Großadmiral Raeder und Generalfeldmarschall Göring (verdeckt), hinter
Generaloberst Keitel General der Infanterie Reinhardt. (aus Wikipedia)
 Die Nationalsozialisten veränderten den Charakter des Gedenktags vollends und nannten ihn »Heldengedenktag«. 1952 verlegte man den Gedenktag an das Ende des Kirchenjahrs, in den Monat November, eine Woche vor den kirchlichen Totensonntag, zwei Wochen vor den ersten Advent. Seither gedenkt das Land in schlichten Zeremonien mit Kranzniederlegungen den Opfern der Kriege. Im Bundestag findet eine zentrale Gedenkstunde statt, bei der der Bundespräsident eine Rede hält. 

 Was am 18. November noch geschah: 
 1901: Die USA erhalten das alleinige Recht zu Bau und Verwaltung des Panamakanals.
Brockhaus - Abenteuer Geschichte 2012


Lage des Panamakanals (aus Wikipedia)

Acquiring Panama 1901-1904
History of US Intervention in Panama
Hay–Pauncefote Treaty







Karte und Längsprofil (aus Wikipedia)


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