Montag, 6. Januar 2014

Heute vor 102 Jahren – 6. Januar 1912: Alfred Wegener stellt die Theorie der Kontinentaldrift vor

Und sie bewegt sich doch!

Als Alfred Wegener (1880-1930) am 6. Januar 1912 vor die Versammlung der Geologischen Vereinigung in Frankfurt trat, um in einem Gastvortrag »Neue Ideen über die Herausbildung der Großformen der Erdrinde« vorzustellen, ging der Privatdozent für Meteorologie ein großes Wagnis ein. Er vertrat als Fachfremder eine Theorie, die einen der scheinbar unverrückbaren Lehrsätze der versammelten Kapazitäten in Frage stellte: dass die Gestalt der Erde starr, die Lage der Kontinente unveränderlich sei. Die Ignoranz der etablierten Wissenschaftler feierte Triumphe: Sie verlachten Wegener und bezeichneten seine Theorie als »Geopoesie«.
Grafische Darstellung der Theorie Wegeners auf einer Briefmarke, 1980

Es sollte noch fast ein halbes Jahrhundert dauern, bis die Erkenntnisse des großen Geistes, seine Theorie der Kontinentaldrift allgemein Anerkennung fand: Die Kontinente bildeten einst eine Einheit, den Urkontinent Pangäa. Dann trennten sich die Landmassen und treiben seither auseinander. Die Übereinstimmung der Küste Westafrikas mit der Ostküste Lateinamerikas ist augenfällig, jeder Bucht an der südamerikanischen Küste entspricht ein Vorsprung an der afrikanischen und umgekehrt. Wegener führte viele weitere Argumente an und brachte das hergebrachte Weltbild ins Wanken.


Was am 6. Januar noch geschah:

1389: Die neu gegründete Universität zu Köln wird mit einem Gottesdienst im Dom eröffnet.

Harenberg - Abenteuer Geschichte 2014



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