Sonntag, 31. August 2014

Heute vor 117 Jahren – 31. August 1897: In Basel tagt der Erste Zionistische Weltkongress

Die Vision vom Judenstaat 

»Der Zionismus erstrebt die Schaffung einer öffentlich-rechtlich gesicherten Heimstätte in Palästina für diejenigen Juden, die sich nicht anderswo assimilieren können oder wollen.« So lautet die zentrale Passage des Programms, das am 31. August 1897 auf dem Ersten Zionistischen Kongress in Basel von 204 Abgesandten jüdischer Gemeinden aus aller Welt verabschiedet wurde. Führender Kopf und treibende Kraft des modernen Zionismus war der österreichisch-ungarische Jurist und Journalist Theodor Herzl
Theodor Herzl, Begründer der zionistischen Bewegung,
auf dem Basler Kongress, August 1897
Herzl hatte 1896 vor dem Hintergrund des sich manifestierenden Antisemitismus seine programmatische Schrift »Der Judenstaat« veröffentlicht und auch die Einberufung des Basler Kongresses vorangetrieben. Herzl plädierte für einen »Abzug« der großen Masse der Juden aus Europa und bewies in seiner Begründung für die Notwendigkeit der Schaffung einer »nationalen Heimstätte« in Palästina eine geradezu prophetische Weitsicht: »Frieden den Juden, Sieg den Christen. Wir müssen den Frieden schließen, weil wir nicht länger kämpfen können, weil wir uns später unter ungünstigeren Bedingungen ergeben müssten.« 

Theodor Herzl (1860-1904) 
▪︎ entstammte dem assimilierten Budapester Judentum 
▪︎ Korrespondent der Wiener »Neuen Freien Presse« 
▪︎ Präsident der Zionistischen Weltorganisation 
 Harenberg – Abenteuer Geschichte 2014

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