Samstag, 14. November 2015

Medial inszenierter Empörungsstoff: Aufgeregtheiten verkaufen sich

Am Dienstag vergangener Woche meldete „Focus Online“ an prominentester Stelle, dass ein islamisches Bündnis in Duisburg getrennte Schwimmzeiten für Muslime im Hallenbad fordere. Die Geschichte ist über ein halbes Jahr alt und überholt: Die Stadt hat den Vorschlag längst abgelehnt.

„Focus Online“ hat einen Artikel aus der WAZ vom Februar genommen und den Inhalt einfach als neu ausgegeben. Inzwischen steht unter dem Text eine als „Update“ verbrämte Korrektur.

Man könnte das für einen peinlichen Fehler halten. Für „Focus Online“ ist es ein großer Erfolg. Die alte, überholte Geschichte wurde in den sozialen Netzwerken zehntausendfach geteilt. Laut der Auswertung von Storyclash war es die siebtmeistgeteilte Medien-Geschichte der vergangenen Woche in Deutschland.

Mit dem Satz „Soweit kommt es noch“ verbreiteten verschiedene Pegida-Ableger das „Focus Online“-Stück auf Facebook. Die AFD machte es zum Teil ihrer „Herbstoffensive 2015″.

mehr:
- Stoff für Fremdenfeinde: die erfolgreiche Social-Media-Strategie von „Focus Online“ (Stefan Niggemeier, 14.11.2015?)

Abu Dujana - Darf man schwimmen im Islam ? [1:30]

Hochgeladen am 28.06.2011
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mein Kommentar:
Man muß sich nicht über jede Absurdität aufregen. Energiesparen ist angesagt!

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