Sonntag, 6. Dezember 2015

Kritizismus – die Forster-Kant-Debatte

Mit Kritizismus (von griech. κρίνειν scheiden, sondern, sichten, unter- sowie entscheiden bis zu [ver]urteilen und richten mit κριτική τέχνη: die Kunst[fertigkeit] der Beurteilung, Unterscheidung; s.a. KritikKriteriumKrise) bezeichnete Immanuel Kant seine grundsätzliche Vorgehensweise, in der Erkenntnistheorie nach den Bedingungen der Möglichkeit der Erkenntnis und der Geltung von Urteilen zu fragen. So sind bei Kant die Kategorien als apriorische Denkformen die Grundvoraussetzung und Werkzeuge des Urteilens und des Wahrnehmens. Kants Kritizismus ist ein Ergebnis seiner Kritik der reinen Vernunft. (Kritizismus, Wikipedia)
Die Ordnung und Regelmäßigkeit an den Erscheinungen, die wir Natur nennen, bringen wir selbst hinein, und würden sie auch nicht darin finden können, hätten wir sie nicht, oder die Natur unseres Gemüts ursprünglich hineingelegt. (Immanuel Kant (1781): Kritik d.r.V., Werke, A, Bd.IV, S.125) (Kritizismus, Streit zwischen Kant und Forster, Wikipedia)
- Empirie und ordnende Systematik (in Yomb May, Georg Forsters literarische Weltreise, De Gruyter, GoogleBooks, S. 84 ff.)
- Teleologie (Wikipedia)


Teleologie (altgriechisch τέλος télos „Zweck, Ziel, Ende“ und λόγος lógos „Lehre“) ist die Lehre, dass Handlungen oder überhaupt Entwicklungsprozesse an Zwecken orientiert sind und durchgängig zweckmäßig ablaufen.[1] Der Begriff hat eine längere Vorgeschichte, der Ausdruck dafür wurde aber erst vom deutschen Philosophen Christian Wolff in seiner Philosophia rationalis, sive logica (1728) eingeführt.[2]
- Intuitives Wissen – Zhuangzi, die Freude der Fische (23.08.2015)
- Die Kant-Forster-Kontroverse im Spiegel der Forschung (Tanja van Hoorn, Dem Leibe abgelesen, Georg Forster im Kontext der physischen Anthropologie des 18. Jahrhunderts; in Hallesche Beiträge zur Europäischen Aufklärung, Nr. 23, Schriftenreihe des Interdisziplinären Zentrums für die Erforschung der Europäischen Aufklärung Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, GoogleBooks, S. 108ff)
- Johann Friedrich Blumenbach als ungenannter Gegner in Georg Forsters Streit mit Immanuel Kant über den Rassenbegriff (in: Norbert Klatt, Kleine Beiträge zur Blumenbach-Forschung, Klatt-Verlag, 2010, PDF)
Vor dem Hintergrund der fehlenden philosophischen Schulung führte der Aufsatz „Ueber den Gebrauch teleologischer Principien in der Philosophie“ Forster jedoch die Schwierigkeit vor Augen, Kant beizukommen. Zumindest geht das aus Forsters Brief vom 19. November 1788 an Friedrich Heinrich Jacobi (1743-1819) hervor.[117] Dieser Brief zeigt zudem, daß Kants neue Abhandlung ihre Wirkung auf Forster nicht verfehlt hat und ihn anspornte, sich mit Kant näher zu befassen. In dem schon genannten Brief an Friedrich Heinrich Jacobi heißt es hierzu:
Mein nächstes Studium, wenn ich Muße gewinnen kann, soll seyn die Kantische Philosophie, mit der ich gar gerne aufs Reine wäre.
Als eine Frucht dieser Bemühungen kann Forsters Brief an Blumenbach vom 4. April 1789 angesehen werden,118 in dem Forster mit Anspielungen auf Kants „Kritik der reinen Vernunft“ über Blumenbachs „Bildungstrieb“ reflektiert, dessen neue Ausgabe er soeben erhalten hatte. Gleichzeitig deutet Forster damit gegenüber seinem Onkel an, daß er begonnen hat, sich mit Kants kritischem Denken vertraut zu machen.

Blumenbach's Racial Categories [7:41]

Veröffentlicht am 03.11.2013
Many people have attempted to tackle the issue of race in their own way. Google Johann Friedrich Blumenbach and his thesis On The Natural Variety of Mankind.

siehe auch:
- Das tragische Leben des Georg Forster (Post, 05.12.2015)

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