Freitag, 2. März 2018

Vor 350 Jahren – 1675-1690: »Zauberer-Jackl«-Prozesse im Salzburger Land

Salzburger Hexenprozesse

Im August 1675 wurde die Salzburger Abdeckerin Barbara Koller nach einem unter Folter erpressten Geständnis als Hexe hingerichtet. Anschließend geriet ihr 15-jähriger Sohn Jakob, der »Schinder-Jackl« oder »Zauberer-Jackl«, in den Blick der Verfolger. Er konnte jedoch untertauchen und wurde seitdem nie wieder gesehen. Die größte Hexenverfolgungswelle in Mitteleuropa galt einem Phantom. 

Jakob hatte wohl eine Bettlerbande von Kindern und jugendlichen um sich geschart. Viele von ihnen wurden aufgegriffen und einer Schadenszauber-Verschwörung angeklagt. Aus Todesangst, Verwirrung oder auch aus Geltungsdrang nannten sie zahlreiche Personen, mit denen Jakob angeblich in Verbindung stand. Verdächtigungen und Verhaftungen gingen in die Hunderte. Da es sich zumeist um Arme, Bettler und Landstreicher handelte, drohte und folterte man bedenkenlos. 

Szene aus den Zeiten des Hexenwahns: Verbrennung dreier Frauen
auf dem Marktplatz von Guernsey, kolorierter Holzschnitt, um 1580
Bis 1690 wurden insgesamt 232 Personen, meist jugendliche, angeklagt, die jüngsten waren zwischen drei und fünf Jahre alt. 167 wurden nach Folterungen hingerichtet, die jüngsten zehn Jahre alt. Mehr als zwei Drittel der Hingerichteten waren männlich. 

Die Salzburger Hexen- und Bettlerprozesse stießen zwischen 1678 und 1721 ähnliche Verfolgungswellen in den Nachbargebieten Österreich, Süddeutschland und Liechtenstein an. 

Harenberg – Abenteuer Geschichte 2018 

HD! Hexenwahn und Zauberei [Doku] {2:59:50}

Am 17.12.2017 veröffentlicht
Lisa F  
Salzburg hält einen traurigen Europarekord: Zwischen 1675 und 1681 wurden dort 139 Menschen als Hexen und Zauberer hingerichtet. Die Opfer waren zu 90 Prozent sozial ausgegrenzte Menschen.
Acaso la poesía nos pueda revelar, por fin, la verdad del derecho penal? ¿Y si no fueran los juristas, los estudiosos de las ciencias sociales, sino los poetas quienes mejor han comprendido.
Film Gräfin Mariza 1974 'Gräfin Mariza' ist eine deutsche Operettenverfilmung unter der Regie von Eugen York (nach der Operette Gräfin Mariza von Emmerich Kálmán 1924).

Die Europäische Hexenjagd Arte Doku Kleine Eiszeit, Kirche, Mittelalter, Folter, Verfolgung {49:14}

Am 17.12.2017 veröffentlicht
Diego Basa  
Die Hexenprozesse von Salem im Jahr 1692 bildeten den Beginn einer Reihe von Verhaftungen, Anklagen und Hinrichtungen wegen Hexerei in Neuengland.

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