Montag, 17. Februar 2014

Heute vor 413 Jahren – 17. Februar 1600: Giordano Bruno stirbt auf dem Scheiterhaufen

Ein »Ketzer« wird den Flammen übergeben 

Jahrhundertelang verbreitete die heilige Inquisition der römisch­-katholischen Kirche Angst und Schrecken. Unerbittlich wurden sogenannte Ketzer gefoltert und auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Als Ketzer galten alle, die am katholischen Glauben oder den Lehren der Kirche zweifelten. 

















Statue des Giordano Bruno an der Stätte seiner Hinrichtung auf dem Campo dei Fiori in Rom, 2000


Ein prominentes Opfer war der Philosoph Giordano Bruno (* 1548): Der Dominikanermönch, Dichter und Philosoph wurde am 17. Februar 1600 auf dem Campo dei Fiori in Rom öffentlich verbrannt, weil er behauptete, Jesus sei nicht der Sohn Gottes und das Universum sei unendlich. Zuvor hatte er acht Jahre in den Kerkern der Inquisition verbracht. Als dem von Folterungen gezeichneten Bruno vom römischen Gouverneur das Todesurteil verkündet wurde, sprach dieser: »Ihr verhängt das Urteil vielleicht mit größerer Furcht, als ich es annehme.« Papst Clemens VIII. hatte das Jahr 1600 zum Jubeljahr erklärt, sodass Rom voller Pilger war. Die öffentliche Hinrichtung eines »Ketzers« war einer der Höhepunkte der Feierlichkeiten; die Kirche wollte ein Zeichen setzen. Kein Wort soll über Brunos Lippen gekommen sein, als er den Feuertod starb. 

Was am 17. Februar noch geschah: 
1801: Thomas Jefferson wird dritter Präsident der USA. […im 36. Wahlgang, Hinzufügung von mir]
Harenberg - Abenteuer Geschichte 2014 

Sonntag, 16. Februar 2014

Wie werde ich (ein bißchen) freier?

Frei sein – der wohl älteste Traum des Menschen, Aber wie lässt er sich verwirklichen? Und was genau bedeutet das überhaupt: Freiheit? Ein Überblick über die wichtigsten Positionen
von Johannes Winter



Zenon von Kition (~334-262 v, Chr.) 

Gleichmut statt Zorn 

In unserem Alltag lassen wir uns oft von Affekten leiten: In der Liebe macht die Eifersucht rasend, bei der Arbeit treibt der Ehrgeiz, und wenn am Badesee die Mücken nerven, packt uns der Zorn. Der Begründer der Stoa, Zenon von Kition, hätte empfohlen, sich von derartigen Gemütserregungen loszusagen. Innere Freiheit bedeutet für Zenon, sich nicht von seinen Affekten beherrschen zu lassen, sondern vielmehr mit Gleichmut und Gelassenheit in die Welt zu blicken. Für diesen Gefühlszustand kannten die Stoiker den Ausdruck apatheia, der an das moderne Krankheitsbild der Apathie denken lässt. Doch ist die apatheia nicht mit kalter Teilnahmslosigkeit zu verwechseln: Gemeint ist eher eine gewisse "stoische Ruhe". Diese gewinnt ein Mensch, wenn er die Welt hinnimmt, Unabänderliches als solches anerkennt. Etwa die Mücken am See.


Michel de Montaigne (1533-1592) 

Wider den Herdentrieb 

Freiheit ist für Montaigne vor allem dies: geistige Unabhängigkeit. Nichts macht unfreier, als sich von der Masse im eigenen Denken beeinflussen, gar bestimmen zu lassen. Autonom im Geiste ist nur, wer dem Sog der Mehrheitsmeinungwidersteht: "Deshalb ist es nicht genug, sich von der großen Herde abgesondert zu haben; es ist nicht genug, den Ort zu wechseln, man muss sich von den Herdentrieben befreien, die in uns selbst sind: man muss sich losreißen und zu sich selbst zurückführen." Geistig unabhängig zu sein, heißt aber keineswegs, zeitlebens dieselben Positionen zu vertreten. Die Vorstellung unwandelbarer und notwendiger Einsichten lehnt Montaigne strikt ab. Vielmehr erkennt er im steten Wandel das Ordnungsprinzip des menschlichen Lebens und der menschlichen Freiheit schlechthin. "Nur Narren sind frei von Ungewissheit und Schwanken", so Montaigne in seinen "Essais" (1580-1588).


Immanuel Kant (1724-1804) 

Freier Gehorsam 

So paradox es sich anhören mag: Für Kant ist die Freiheit gebunden an einen Gehorsam gegenüber der Pflicht. Diese Pflicht aber ist keine, die dem Menschen aufgezwungen wird, sondern die ihm seine eigene Vernunft gebietet. Sie lautet: "Handle so, dass die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne." Kants berühmter kategorischer Imperativ fordert, von etwaigen Vorteilen, situativen Gegebenheiten, Stimmungen und Neigungen gänzlich abzusehen und sich stets kritisch zu fragen: Was würde passieren, wenn die Maxime meines Handeins zum Gesetz verallgemeinert würde? In dieser Abstraktionsleistung und ihrer handelnden Umsetzung liegt für Kant das Wesen der menschlichen Freiheit.


John Stuart Mill (1806-1873) 

Frauen zuerst 

Der englische Philosoph war ein energischer Verfechter der individuellen Freiheit. "Über sich selbst, über seinen eigenen Körper und Geist ist ein Individuum souverän", schreibt Mill in seinem bahnbrechenden Werk "On Liberty" (1859). Niemand, weder der Staat noch die Gesellschaft mit ihren Sitten und Moralvorstellungen, habe das Recht, einem Menschen vorzuschreiben, wie er sein Leben gestaltet, welchen Ideen er anhängt, mit wem er sich verbündet; es sei denn, andere Menschen kämen dabei zu Schaden. Entsprechend forderte der Philosoph auch und insbesondere die Gleichstellung der Frau in allen Bereichen des Lebens: "Die gegenwärtige rechtliche und moralische Unterwerfung der Frau", so Mill, "ist das bedeutendste und wahrscheinlich letzte bestehende Relikt des primitiven Zustands der Gesellschaft."


Herbert Marcuse (1898-1979) 

Freiheit durch Technik 

Eine Gesellschaft, die den Imperativen der Marktwirtschaft gehorcht, kann nach Herbert Marcuse den Bedürfnissen des Einzelnen nicht gerecht werden – und so gibt es in ihr auch keine individuelle Freiheit. "Wäre das Individuum nicht mehr gezwungen, sich auf dem Markt als freies ökonomisches Subjekt zu bewähren", wäre dies "eine der größten Errungenschaften der Zivilisation", schreibt Marcuse in "Der eindimensionale Mensch" (1964). "Das Individuum wäre frei, Autonomie über ein Leben auszuüben, das sein eigenes wäre." Eine wichtige Funktion spricht Marcuse in diesem Zusammenhang der Technik zu: Erst wenn sie uns harte, körperlich ruinöse Arbeit abnimmt und uns ein Dasein jenseits der bloßen Bedürfnisbefriedigung ermöglicht, sind wir frei, unser Leben zu gestalten. Die Technik, so Marcuse, "bleibt die wahrhafte Basis aller Formen menschlicher Freiheit". 


Ludwig Wittgenstein (1889-1951) 

Raus aus dem Fliegenglas 

Für Ludwig Wittgenstein ist das Philosophieren als Tätigkeit insgesamt ein Projekt therapeutischer Selbstbefreiung. In seinem posthum erschienenen Werk "Philosophische Untersuchungen" (1953) schreibt er programmatisch: "Was ist dein Ziel in der Philosophie? – Der Fliege den Weg aus dem Fliegenglas zeigen." Die meisten philosophischen Probleme sind für Wittgenstein nichts als Scheinprobleme, die aus einer unreflektierten Verwendung unserer Sprache resultieren. Die Philosophie ist aus dieser Sicht ein fortwährender "Kampf gegen die Verhexung unsres Verstandes durch die Mittel unserer Sprache". Um sich von diesen Verhexungen zu befreien, rät Wittgenstein zu einer möglichst präzisen, reichhaltigen und alltagsbezogenen Untersuchung unserer Redemuster. Er würde zum Beispiel raten, sich vor Augen zu führen, dass es nicht das Gleiche ist, "an etwas zu glauben" (z. B. Gott) oder "zu glauben, dass etwas der Fall ist" (z. B. dass die Erde rund ist). Das Ziel der sprachlichen Therapie ist klar: Freier leben, weil man sich gewissen Fragen und Zweifeln nicht mehr stellen muss und stattdessen etwas wirklich Sinnvolles tun kann. 


Jean-Paul Sartre (1905-1980) 

Wähle dich selbst 

Der Mensch ist zur Freiheit verurteilt", lautet einer der wohl berühmtesten Sätze aus Sartres Schrift "Der Existenzialismus ist ein Humanismus" (1946). Einen unfreien Menschen gibt es für Sartre schlichtweg nicht. Der Mensch ist nicht festgelegt auf ein bestimmtes Sein, weder durch seine Gene noch durch widrige Umstände; er selbst macht sich zu dem, der er ist. Selbst im Gefängnis wäre er nicht unfrei, denn immerhin hätte er noch die Freiheit, sich zu seiner Situation zu verhalten. Die Freiheit ist mithin kein Gegenstand der Wahl, sie ist so unhintergehbar wie das Faktum unserer Geburt. "Tatsächlich sind wir eine Freiheit, die wählt, aber wir wählen nicht, frei zu sein", so Sartre. Verlieren können wir unsere Freiheit also gar nicht – wohl aber können wir vor ihr fliehen. Ein unaufrichtiger Mensch - ein "homme de mauvaise foi" – weigert sich, Verantwortung zu übernehmen, welche unmittelbar aus seiner Freiheit resultiert.

aus Philosophie Magazin 6/2013

Samstag, 15. Februar 2014

»Frau Raab will nach Hause«

Publik Forum macht auf eine Ausstellung im Sprengel-Museum in Hannover aufmerksam:



















Mrs Raab wants to go home.


Zornig und zärtlich: Zoltán Jókay hat alte Menschen fotografiert. Das Sprengel Museum in Hannover zeigt seine Bilder 

Eine alte Dame schaut aus dem Fenster. »Frau Raab will nach Hause« steht neben dem Foto. Würdevoll treten die alten Menschen dem Betrachter entgegen, auf 64 schlichten Tafeln im Sprengel Museum Hannover. Doch die Klarheit ist trügerisch. Viele der Abgebildeten waren längst wunderlich, verwirrt oder von Einsamkeit und Armut gezeichnet, als Zoltán Jókay sie kennenlernte. Der Fotograf wollte sie nicht als Opfer darstellen; seine Bilder sollen nicht Mitleid wecken, sondern Respekt und Sympathie: »Sie sind, was wir sein werden; und wir sind, was sie waren«, sagt er über die Porträtierten, »wir sitzen eigentlich in einem Boot.« 


Das Schlimmste am Alter ist die Einsamkeit, sagt Zoltán Jókay:
Der Fotograf hat alte Menshen im Heim oder in ihrer Wohnung portratiert und zu jedem der Bilder einen kurzen Text geschrieben








»Frau Weiss lebt immer noch in ihrer Wohnung. Sie weiß nicht mehr, welches Jahr ist, sie weiß nichts mehr von Jahreszeiten, Wochen und Tagen. Frau Weiss ist verloren und ihre Erinnerungen sind vergangen«


Über das, was im Alter auf uns zukommen wird, weiß Jókay Bescheid. Um Geld zu verdienen, ließ sich der mehrfach ausgezeichnete Fotograf vor einigen Jahren zum »Demenzbetreuer« umschulen. Seitdem besucht er mehrmals in der Woche Menschen mit Demenz. Als billige Hilfskraft soll er das leisten, wofür ein unmenschliches System Altenpflegern keine Zeit ein­ räumt: den Menschen zuhören, mit ihnen sprechen, ihnen Gesellschaft leisten. 














»Frau Schauseil hat mir gerne von ihrer Lebensweise erzählt. ›Joschi, ganz gleich wohin ich dieser Tage gehe … ‹, so begann sie stets. Als ich sie das letzte Mal besuchen wollte, war ihre Tür versiegelt und sie selbst war gestorben.«



»Demenz ist furchtbar«, sagt Jókay, »aber sie müsste nicht so schlimm sein, wenn man sich liebevoll um diese Menschen kümmern würde«. Wenn Jókay über die Zustände in der Pflege spricht, wird er zornig. »Die Pfleger können nichts dafür«, sagt er, »das ist ein krankes System.« 


















»Alles war besser, als mein Mann noch gelebt hat.«


Seine Fotos zeigen nicht das System und dessen Missstände, sondern Menschen voller Würde und Originalität; man ahnt, dass der Fotograf sie längst liebgewonnen hat. Schmerz und Trauer scheinen in den Texten auf, die Jókay den Bildern beigestellt hat: »Als mein Mann noch gelebt hat, war alles besser« – in dem schlichten Satz liegt die ganze Tragik des Alters. Es hat lange gedauert, bis Jókay seine Klienten fragte, ob er sie fotografieren dürfe. Weil er schüchtern sei, behauptet er: »Gute Fotografen sind oft schüchtern.« Aber vielleicht brauchen Bilder dieser Qualität auch einfach viel Zeit, Nähe und Vertrautheit? Gerade arbeitet Jókay an einer Porträt-Serie von unbegleiteten Flüchtlingskindern. »Das könnten unsere Kinder sein«, sagt er zornig. »Und wie behandeln wir die?« 
Andrea Teupke

Das Sprengel Museum Hannover zeigt »Mrs. Raab wants to go home« bis zum 16. März 2014

aus Publik Forum Nr. 2 ⎮ 2014
 

Montag, 10. Februar 2014

Elektronische Gesundheitskarte: Ärzte sind keine Hilfspolizisten

Pressemitteilung der Freien Ärzteschaft vom 10.02.2014

Elektronische Gesundheitskarte: Ärzte sind keine Hilfspolizisten

Die elektronische Gesundheitskarte (eGK) steht mit dem Rücken zur Wand. Nach Bekanntwerden des vernichtenden Rechtsgutachtens der Kassenärztlichen Bundesvereinigung ist die neue Karte als Versicherungsnachweis gescheitert und stellt ein Sicherheitsrisiko für Patienten und Ärzte dar. Das erklärte die Freie Ärzteschaft (FÄ) am Montag in Essen. „Dass die Karten als Schlüssel zu hochsensiblen Patientendaten gar nicht geeignet sind, weil die Kassen die Identität der Versicherten nicht prüfen, war bisher nur Insidern bekannt. Nun ist diese Bombe geplatzt“, teilte Wieland Dietrich, Vorsitzender der FÄ, mit.

Der Umgang mit individuellen Sozial- und Medizindaten erfordere einen sehr hohen Sicherheitsstandard. Wie bei der Ausstellung eines Personalausweises müsse beim Ausstellen der eGK jeder Bürger zum Nachweis seiner Identität persönlich und zweifelsfrei authentifiziert werden. Das sei 2004 auch Grundlage für das eGK-Projekt gewesen. Die Krankenkassen hätten dies aber systematisch versäumt.

„Mit diesen ungeprüften Karten können die Ärzte auch keine Versichertenstammdaten abgleichen, denn die Identität des Trägers ist nicht sicher“, erläuterte Dietrich. „Und Personalausweise ständig zu überprüfen, ist keine ärztliche Aufgabe.“ Erstens seien Ärzte nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs keine Beauftragten der Krankenkassen – also auch keine Hilfspolizisten. Zweitens ändere die Prüfung des Personalausweises nichts an einem falschen Inhaber der elektronischen Gesundheitskarte. „Wenn die Zuordnung der Person zur Karte nicht stimmt, bleibt die Karte in jedem Fall ein Sicherheitsrisiko – für den falschen Träger hinsichtlich seiner Gesundheit, für den Arzt in Sachen Haftung.“

Mit freundlichen Grüßen,

Der Vorstand der Freien Ärzteschaft e.V.
Wieland Dietrich, Dr. Silke Lüder, Dr. Axel Brungraber, Dr. Christian Scholber, Dr. Heinz-Jürgen Hübner



V.i.S.d.P: Wieland Dietrich, Freie Ärzteschaft e.V., Vorsitzender, Gervinusstraße 10, 45144 Essen, Tel.: 0201-45859851, E-Mail: mail@freie-aerzteschaft.de, www.freie-aerzteschaft.de






Als Kasper beim Arzt sitzt, traut er seinen Augen nicht: Im Computer seines Arztes stehen alle Krankheiten, die er jemals hatte. Denn seine Medizindaten werden irgendwo zentral gespeichert. Dort stillen auch Unternehmen ihren Datenhunger. Und das kostet Kasper den Job. – So jedenfalls erlebt es die Hauptfigur in dem Videoclip „Kasper und die elektronische Gesundheitskarte“, den junge Künstler für die Aktion „Stoppt die e-card“ hergestellt haben. „Das mag heute noch wie eine Fiktion klingen, könnte aber bittere Realität werden, wenn Medizindaten außerhalb von Praxen und Kliniken gespeichert werden“, sagte Dr. Silke Lüder, Sprecherin der Aktion, heute in Hamburg.



Das Zwei-Minuten-Video informiert die Bürger auf unterhaltsame Weise über die Hintergründe des bereits zehn Jahre andauernden Projekts elektronische Gesundheitskarte (eGK) und zieht die Versprechen von den sicheren Daten in Zweifel. „Die NSA hat vorgemacht, wie schnell Daten zu entschlüsseln sind“, betonte Dr. Manfred Lotze, Vertreter der Ärzteorganisation IPPNW in dem Bündnis. „Das sollte auch den letzten Sicherheitsgläubigen eines Besseren belehren. Wer Medizindaten braucht, holt sie sich – illegal durch Datendiebstahl oder legal mit Hilfe von kurzfristigen Gesetzesänderungen. Das geben wir mit dem Kurzfilm beispielhaft und für jedermann verständlich zu bedenken.“ 

Denn die Geheimdienste sind mit ihrem Latein noch nicht am Ende: Nun will die NSA hochverschlüsselte Daten knacken. Berichten der Washington Post zufolge entwickelt der US-Geheimdienst derzeit Quantencomputer. Auch in Europa wird daran gearbeitet. Der eGK-Sicherheitsarchitektur liegt das mehr als 35 Jahre alte RSA-Verfahren zugrunde. Quantencomputer ermöglichen ein noch schnelleres Knacken der RSA-Funktionen. Es ist also nur eine Frage der Zeit, bis sich auch die Medizindaten auf den zentralen Servern ausspähen lassen. 

„Diese Entwicklung stellt die Sicherheitsarchitektur der geplanten Telematik-Infrastruktur in unserem Gesundheitswesen in Frage“, sagte Kai-Uwe Steffens, Informatiker und Sprecher des „Arbeitskreises Vorratsdatenspeicherung“. Patientenvertreterin Gabi Thiess aus Hamburg dazu: „Das Mammutprojekt eGK verschlingt nicht nur Unmengen von Geld, das in der Patientenversorgung viel dringender gebraucht würde, sondern könnte in Zukunft auch dem Datenmissbrauch Tür und Tor öffnen. Das müssen die Bürger wissen.“ Auch Kasper ist jetzt schlauer: „Meine Daten gehören mir“, betont er am Ende des Films. 

„Stoppt die e-card“ ist ein breites Bündnis von 54 Bürgerrechts- organisationen, Datenschützern, Patienten- und Ärzteverbänden. Unter anderem gehören dazu: Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung, Digitalcourage, Chaos Computer Club, IPPNW, Freie Ärzteschaft e.V., NAV-Virchowbund, Deutsche AIDS-Hilfe. Das Bündnis lehnt die eGK ab und fordert, das milliardenschwere Projekt einzustampfen. 

Pressekontakt: Dr. Silke Lüder, mobil 0175 1542744 V.i.S.d.P.: Dr. Silke Lüder, Grachtenplatz 7, 21035 Hamburg 


Sonntag, 9. Februar 2014

Heute vor 213 Jahren – 9. Februar 1801: Der Frieden von Lunéville

Das Heilige Römische Reich in Agonie

Feuerwerk in Paris anlässlich des Friedensschlusses von Lunéville, 1801
 »Um den Übeln des Kriegs ein Ende zu machen«, unterzeichneten Frankreich und Österreich am 9. Februar 1801 in der lothringischen Stadt Lunéville einen Friedensvertrag, der den zweijährigen Krieg beendete. Seine Bestimmungen galten auch für das römisch-deutsche Reich und bedeuteten für Österreich und das Reich eine schwere Niederlage. Frankreich nahm mit diesem Vertrag auch offiziell die gesamten linksrheinischen Gebiete in Besitz, die es schon seit 1794 besetzt hielt. Jene weltlichen deutschen Fürsten, die dadurch Gebietsverluste erlitten, sollten vom Reich durch Säkularisation kirchlicher Herrschaften auf der rechten Rheinseite entschädigt werden. Zudem erhielt Frankreich ein Mitsprache- und Interventionsrecht für die innerdeutsche Politik und erlangte zudem die Anerkennung seiner Tochterrepubliken in den Niederlanden, der Schweiz und Italien. Napoleon hatte damit seinen Einfluss erheblich ausgeweitet – das Alte Reich war dem Niedergang geweiht.

Was am 9. Februar noch geschah:

1907: In London demonstrieren 3000 Bürgerrechtlerinnen (Suffragetten) für das Frauenwahlrecht.

Harenberg - Abenteuer Geschichte 2014

Donnerstag, 30. Januar 2014

30. Januar 1969: Letzter Liveauftritt der Beatles

Der letzte Gig der Pilzköpfe 

Auf dem Dach ihres Apple-Studios in der Londoner Savile Row spielten die Beatles heute vor 45 Jahren, am 30. Januar 1969, zum letzten Mal gemeinsam in der Öffentlichkeit. Es war allerdings kein normales Konzert, denn der Gig war weder öffentlich angekündigt noch war (zumindest anfänglich) Publikum zugegen. Nach sieben Jahren beispiellosen Erfolgs kriselte es in der Band. Zwei Jahre zuvor war ihr Manager Brian Epstein gestorben, die einzige Person, die es verstanden hatte, die vier Individualisten zusammenzuhalten. 
 
Beatles-Konzert auf dem Dach ihres Apple-Studios in London

Im Januar 1969 begann die Gruppe ein Filmprojekt zu ihrem Album »Let it be«. Dazu sollte es ein Konzert vor Publikum geben, doch die Musiker konnten sich nicht auf einen Ort einigen. Daher fiel die Wahl schließlich auf das Dach des Hauses, in dem das eigene Studio untergebracht war. Fünf Songs spielten die zerstrittenen Pilzköpfe auf dem Dach, darunter »Get back« und »Don’t let me down«. Bald merkten die ersten Passanten, was auf dem Dach vorging. Immer mehr Menschen liefen zusammen, einige kletterten auf benachbarte Dächer und auch Polizisten tauchten auf. Nach 42 Minuten war das Konzert beendet – und schrieb Musikgeschichte. 

The Beatles (1960-70) 
britische Rockband 
ihre erste Single »Love me do« erschien 1962 
verkauften mehr als 1 Mrd. Tonträger 
Harenberg – Abenteuer Geschichte 
 

Übernehmen Markus Lanz und Fiona Erdmann »Die Anstalt«? (Sendung vom 30.01.2014)

Moderator Rudi Cerne Wenn am 7. Februar die Olympischen Winterspiele in Sotschi beginnen, wird Rudi Cerne für das ZDF live berichten. In den 80er Jahren gehörte der Moderator zu den erfolgreichsten Eiskunstläufern der Welt. Bei „Markus Lanz“ erinnert sich Cerne an die Anfänge seiner Karriere auf dem Eis, sagt, wie er heute über seinen vierten Platz bei der Olympiade 1984 in Sarajevo denkt und verrät, was er von den Spielen in Sotschi erwartet.
Kabarettisten Claus von Wagner und Max Uthoff Deutschlands Flaggschiff des Kabaretts ist wieder da. Ab dem 4. Februar leiten Claus von Wagner und Max Uthoff im ZDF „Die Anstalt“. Mit Schärfe, Witz und Tempo werden die Kabarettisten an den bestehenden politischen und gesellschaftlichen Verhältnissen des Landes rütteln. Bei „Markus Lanz“ sagen von Wagner und Uthoff, was sie von der Großen Koalition halten und verraten, ob sie die FDP vermissen.
Schauspielerin Fiona Erdmann Vor einem Jahr zog sie ins Dschungelcamp und belegte den vierten Platz – Fiona Erdmann. Von ihrer Teilnahme an der Sendung „Ich bin ein Star – holt mich hier raus!“ erhoffte sich das ehemalige Model neue Aufträge. Bei „Markus Lanz“ sagt die 25-Jährige, was ihr die Zeit im Dschungel gebracht hat und erzählt, was sie heute macht.
Moderator und Schauspieler Werner Schulze-Erdel Über zehn Jahre moderierte er die Game-Show „Familien Duell“ – Werner Schulze-Erdel. Ein Einzug ins Dschungelcamp kommt für den Schauspieler und Moderator nicht in Frage. Bei „Markus Lanz“ erzählt der 61-Jährige, wie er vom Schauspieler zum Game-Show Moderator wurde und erklärt, wie er den Spitznamen „Häuptling weiße Socke“ bekam. (Text: ZDF)
Deutsche Erstausstrahlung: Do 30.01.2014 ZDF
[Quelle: Folge 568, fernsehserien.de]

Max Uthoff & Claus von Wagner bei Markus Lanz vom 30.01.2014 im Interview (Solo) {18:40}

Politi-K-abarett & BGE Bibliothek
Am 18.06.2016 veröffentlicht 
Ausschnitt Max & Claus!
Hier die Komplette Sendung! ;)
https://www.youtube.com/watch?v=LCCOf…

Mein Kommentar:
Wow! Daß die beiden witzig sind, wußte ich. Aber so witzig! Stand-up fast noch besser als in ihrer Sendung! – Intelligenz ist geil!
Man beachte die Gesichter der übrigen Gäste:
Rudi Cerne sieht häufig so aus, als ob er drauf wartet, wegen Teilnahme an dieser Talkrunde (»Darf ich jetzt mitlachen?«) gleich ’ne Ohrfeige zu kassieren,
Fiona Erdmann versucht ständig die Fassung zu bewahren und gut auszusehen, damit nur keiner mitkriegt, wie wenig sie von dem Gesagten verstanden hat  und
Werner Schule-Edel guckt manchmal so, als ob er denkt: »Wow, die kann man ja sogar verstehen – und sie denken so ähnlich wie ich!«

siehe auch:
- die komplette Sendung (YouTube)
Protest gegen Interview – Lanz-Petition geht vorzeitig zu Ende (SPON, 31.01.2014)
Neues "Anstalt"-Team Kabarettist keilt gegen ZDF-Kollegen Lanz (SPON, 23.01.2014)
- Neues "Anstalt"-Team legt sich mit dem ZDF-Kollegen an: "Ich finde, Markus Lanz sollte sich entschuldigen" (Rupert Sommer, kressNews, 23.01.2014)

Mittwoch, 29. Januar 2014

Heute vor 60 Jahren – 29. Januar 1954: Eden-Plan zur Wiedervereinigung Deutschlands

Westintegration oder Wiedervereinigung? 

Am 25. Januar 1954 begann in Berlin ein Treffen der Außenminister der vier Siegermächte USA, UdSSR, Großbritannien und Frankreich. Auf dem Programm der Konferenz stand auch die ungelöste Deutschlandfrage. Die Bundesrepublik hatte bereits Verträge abgeschlossen, die Westdeutschland weitgehend in das westliche Bündnis integrierten. Die Sowjetunion hatte unmißverständlich gegen ein wiedervereinigtes Deutschland innerhalb dieses Bündnisses Stellung genommen.

Außenminister Molotow (Mitte, rechts) begrüßt den britischen Kollegen
Anthony Eden (Mitte) in der Berliner Botschaft der UdSSR (1.2.1954)
Der britische Außenminister Anthony Eden (1897-1977) stellte heute vor 60 Jahren, am 29. Januar 1954, auf der Viermächtekonferenz einen Plan zur Wiedervereinigung vor: Auf der Grundlage freier Wahlen in West- und Ostdeutschland sollte eine gesamtdeutsche Nationalversammlung zusammentreten, deren erste Aufgabe es wäre, eine Verfassung auszuarbeiten, um die Bildung einer gesamtdeutschen Regierung zu ermöglichen. Der sowjetische Außenminister lehnte den Eden-Plan als inakzeptabel ab und trug seine eigenen Vorstellungen vor: Die Westdeutschen sollten in einer Volksabstimmung zwischen der Alternative Westverträge oder Friedensvertrag und Wiedervereinigung entscheiden. Die Diskussion der Deutsch­ landfrage wurde ergebnislos abgebrochen.

Was am 29. Januar noch geschah: 
1929: Der Antikriegsroman »Im Westen nichts Neues« von Erich Maria Remarque erscheint.
Harenberg – Abenteuer Geschichte 


Freitag, 24. Januar 2014

KenFM: Was ist Propaganda?

KenFM über: Was ist Propaganda? {17:49}

Am 24.01.2014 veröffentlicht
KenFM
Was ist Propaganda?
Propaganda ist Manipulation. Diese Manipulation dient der Täuschung. Propaganda ist das A und O heutiger Medienberichterstattung und wird als Waffe immer dann zum Einsatz gebracht, wenn es darum geht, ein bevorstehendes Ereignis so zu beeinflussen, dass das Ergebnis den eigenen Vorstellungen entspricht.
Propaganda ist eine Art Spiel und folgt den Spielregeln der Soziologie. Propaganda zielt immer auf die Masse ab. Derjenige, der die Propaganda betreibt, möchte vor allem die Meinungshoheit erobern. Sprich: Definieren, was die Massen später als Wahrheit akzeptieren.
Ausgehend von DIESER Wahrheit fällt die Öffentlichkeit, an die die Propaganda wie ein Medikament verabreicht wird, später ihr Urteil.
Beispielsweise, ob sich die eigene Armee an einem Waffengang in Land X beteiligen soll oder nicht.
Propaganda, die von einer Regierung kreiert wird, richtet sich vor allem an deren eigene Bevölkerung. Sie gilt es in erster Linie zu manipulieren, denn über sie hat die Regierung die größte Macht.
Warum, liegt auf der Hand. Die eigene Bevölkerung kann dem Informations-Hurrikan, der mit der Propagandaschlacht ab Punkt X losgetreten wird, nicht wirklich ausweichen. Schon gar nicht in modernen Mediengesellschaften.
Es geht der Propaganda nie darum, dass sich der mündige Bürger anhand aller verfügbarer Quellen eine EIGENE Meinung bildet. Propaganda will, dass du die Meinung des Propaganda-Auftraggebers übernimmst. Auch Propaganda bietet dem kritischen Konsumenten von Nachrichten unterschiedliche Quellen, nur entstammen diese in Wahrheit den selben Think-Tanks. Sie wurden im Vorfeld auf Einheitlichkeit getrimmt.
Kein Bürger hat im Alltag die Zeit, alle angegebenen Quellen auf Herz und Nieren zu prüfen. Kaum ein Bürger ahnt, dass, auch wenn er unterschiedliche Zeitungen zu einem Thema liest, die Quellen, auf die er sich am Ende des Tages berufen kann, extrem übersichtlich sind. Die gesamte Propaganda-Maschine ist hochkomplex und wurde über Jahrzehnte immer weiter „verbessert".
http://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Ma...
http://www.rp-online.de/politik/georg... http://www.atlantik-bruecke.org/willk...
http://www.stern.de/politik/deutschla...
http://de.wikipedia.org/wiki/Edward_B...
http://tinyurl.com/kfjgx33
http://tinyurl.com/lab2xxw
http://www.spiegel.de/politik/ausland...
http://www.berliner-zeitung.de/politi...
http://www.nzz.ch/aktuell/internation...
http://www.fr-online.de/syrien/syrien...
http://www.berliner-zeitung.de/politi...
http://www.zeit.de/politik/ausland/20...
http://derstandard.at/1252771834274/I...
http://persiangulffund.com/qatar-the-...
http://www.wsws.org/de/articles/2013/...
http://www.focus.de/politik/ausland/k...
http://www.jungewelt.de/2014/01-22/05...
http://www.spiegel.de/politik/ausland...
http://www.stern.de/politik/ausland/b...
http://tinyurl.com/o35um8g
http://www.policymic.com/articles/793...
http://www.youtube.com/watch?v=X-nGkQ...
http://www.sueddeutsche.de/politik/pr...
http://www.sueddeutsche.de/politik/st...
http://tinyurl.com/ntabpaw
Krieg tötet wahllos. In der „Hoffnung", unter den Opfern wären auch einen Handvoll derer, die man gerne loswerden möchte.
Jeder, der das geschehen lässt, macht sich moralisch betrachtet zumindest der Unterlassenen Hilfeleistung schuldig. Beihilfe zum Massenmord bringt den Sachverhalt jedoch eher auf den Punkt.
Was kann uns von der Generation unserer Großeltern unterscheiden? Dass wir aufstehen, wenn es darauf ankommt!
Es kommt immer darauf an.
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siehe auch:
Propaganda (Susan Bonath, KenFM, 28.12.2017)
Me, Myself and Media 27 – Im Fadenkreuz der Propaganda (Susan Bonath, KenFM, 28.12.2017)
Die Propaganda-Matrix: Wie der CFR den geostrategischen Informationsfluss kontrolliert (Eine Studie von Swiss Propaganda Research, September 2017 – PDF)
- Edward Bernays und die angewandte Psychoanalyse: Masse und Mob – Wie Emotionen gesteuert werden können (Post, 20.02.2014)
zuletzt aktualisiert am 23.08.2019
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Donnerstag, 23. Januar 2014

Lebst Du schon oder richtest Du noch Deinen Computer ein?

(war, glaub’ ich, ein Messeplakat der Firma Intel)

Dank an die beiden Spender!

Mittwoch, 22. Januar 2014

Heute vor 109 Jahren – 22. Januar 1905: Petersburger Blutsonntag

Truppen feuern auf Arbeiter 

Die Stimmung war schlecht in St. Petersburg im Januar 1905. Es herrschten Brotknappheit und die Leute litten unter den katastrophalen Arbeitsbedingungen. In vielen Betrieben wurde gestreikt. Über 100.000 Menschen sollen es gewesen sein, die sich schließlich am 22. Januar 1905 versammelten, um nach dem Gottesdienst zum Winterpalast des Zaren zu marschieren und dem russischen Kaiser eine Bittschrift zu übergeben. Freiheit, Brot und bessere Arbeitsbedingungen waren die Losung. Ein orthodoxer Pope führte den Protestzug an, die Demonstranten trugen Fahnen mit religiösen Motiven und auch Bilder der Zarenfamilie in ihren Reihen. 
 
Soldaten lösen während des sogenannten Petersburger Blutsonntags
eine friedliche Demonstration von etwa 140.000 Arbeitern brutal auf. (chronik.net)

Soldaten hatten den Zugang zum Winterpalast abgeriegelt. Als die Demonstranten nicht anhielten, kam es zunächst zu Handgemengen, dann eröffneten die Truppen das Feuer auf die Arbeiter. 150 Menschen wurden getötet, Tausende verletzt. Die blutige Niederschlagung des friedlichen Protestzugs versetzte die Volksseele vielerorts im Zarenreich in Aufruhr, weitere Streiks und Demonstrationen folgten. Die Treue des Volkes zum Zaren litt erheblich. Der Blutsonntag war der Beginn der ersten Russischen Revolution von 1905
  Harenberg – Abenteuer Geschichte 2014 

Dienstag, 21. Januar 2014

Apple 1984 – 2013: Über die Halbwertzeit von Werbeaussagen




In OS X 10.9 Mavericks hat Apple still und heimlich das Sync Services Framework entfernt, welches iTunes das lokale Synchronisieren von Kalender, Kontakten, E-Mail-Konten, Safari-Lesezeichen und früher auch Notizen sowie Erinnerungen mit einem iOS-Gerät ermöglichte. Kurz gesagt: Unter Mavericks wurde in iTunes auf der Geräte-Seite die “Info”-Sektion entfernt.
In Apples Support-Foren finden sich mehrere Threads zum Wegfall dieser Funtkion.
Möchte man seine privaten Daten nun auf iPhone, iPod touch oder iPad übertragen bzw. synchronisieren, bleibt nur noch der Weg über das Internet – sei es iCloud, Google, Exchange oder ein anderer Sync-Dienst. Im Grunde wir die iCloud aber obligatorisch.
In Zeiten der unkontrollierten Totalüberwachung stößt dies verständlicherweise vielen Nutzern sauer auf – zurecht.
Apple liefert keine Erklärung, warum man die lokale Synchronisation dieser Daten jetzt unterbindet.

Diese Neuerung bringt für Nutzer und wohl auch für Apple Probleme mit sich:

  • Die Nutzerdaten werden auf ausländischen Internet-Servern gehostet.
  • Auch wenn Apple den Datenschutz hoch hält, verliert der Nutzer durch diese Änderung die Kontrolle über die seine Daten.
  • Ältere iPhone, iPad und iPod-Generationen, die iCloud nicht unterstützen, gehen unter Mavericks leer aus.
  • Die Europäische Kommission dürfte über diesen erzwungenen Internet-Sync nicht erfreut sein, nimmt sie doch Datenschutz in letzter Zeit überraschend ernst.

Lösungen:

Quelle: giga.de
unten auf der Seite finden sich jede Menge Kommentare…



Gehackter Kühlschrank verschickt Spam-Mails 

In den USA wurde ein Netz von internetfähigen Geräten aufgedeckt, welches zum Versand von Spam-E-Mails genutzt wurde.
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Montag, 20. Januar 2014

All Along the Watchtower

Bob Dylan: All Along The Watchtower, Explored [7:55]

Veröffentlicht am 15.06.2016
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SOURCES AND FURTHER READING:

Clinton Heylin, "Bob Dylan: The Recording Sessions, 1960-1994" (pg 69-71)
https://books.google.com/books?id=c9d...
Albin J. Zak III, "Bob Dylan and Jimi Hendrix: Juxtaposition and Transformation "All along the Watchtower" Journal of the American Musicological Society, Vol. 57, No. 3 (Fall 2004), pp. 599-644
Nicholas Taylor, "Bob Dylan: John Wesley Harding" (via Pop Matters) 2000
http://www.popmatters.com/review/dyla...
Robert Johnson Wikipedia:
https://en.wikipedia.org/wiki/Robert_...
Herb Bowie, "All Along The Watchtower" (via Reason To Rock)
http://www.reasontorock.com/tracks/wa...
D.A. Pennebaker, "Don't Look Now" 1967
http://www.imdb.com/title/tt0061589/
Kees de Graaf, "All Along The Watchtower Analysis (via his website)
http://www.keesdegraaf.com/index.php/...
 

"There must be some way out of here" said the joker to the thief
"There's too much confusion", I can't get no relief
Businessmen, they drink my wine, plowmen dig my earth
None of them along the line know what any of it is worth.

"No reason to get excited", the thief he kindly spoke
"There are many here among us who feel that life is but a joke
But you and I, we've been through that, and this is not our fate
So let us not talk falsely now, the hour is getting late".

All along the watchtower, princes kept the view
While all the women came and went, barefoot servants, too.

Outside in the distance a wildcat did growl
Two riders were approaching, the wind began to howl.


Bishop Barron on Bob Dylan's "All Along the Watchtower" [5:42]

Hochgeladen am 19.01.2008
Another part of a video series from Wordonfire.org. Bishop Barron will be commenting on subjects from modern day culture. For more visit http://www.wordonfire.org.
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Samstag, 18. Januar 2014

Pink Floyd Live at Pompeii (1972)

  Pink Floyd: Live at Pompeii (1972), Director’s Cut (2003)


Pink Floyd Live at Pompeii directors cut. Full HQ 1972 [1:31:43]



  1. "Echoes, Part 1"/"On the Run" (Studio-Filmaufnahme) (Uncredited) (von Meddle/The Dark Side of the Moon, 1971/1973)
  2. "Careful with That Axe, Eugene" (B-Seite von der "Point Me at the Sky" Single, 1968)
  3. "A Saucerful of Secrets" (von A Saucerful of Secrets, 1968)
  4. "Us and Them" (Studio-Filmaufnahme) (von The Dark Side of the Moon, 1973)
  5. "One of These Days I'm Going to Cut You into Little Pieces" (auch bekannt als "One of These Days", von Meddle, 1971)
  6. "Mademoiselle Nobs" (von dem Album Meddle, 1971 vorher bekannt als "Seamus")
  7. "Brain Damage" (Studio-Filmaufnahme) (von The Dark Side of the Moon, 1973)
  8. "Set the Controls for the Heart of the Sun" (von A Saucerful of Secrets, 1968)
  9. "Echoes, Part 2" (von Meddle, 1971)
 

Freitag, 17. Januar 2014

Vor 500 Jahren – um 1500: Die Tomate kommt nach Europa

»Goldene Äpfel« aus der Neuen Welt 

Ursprünglich wuchs die Tomate als wilde Pflanze in den Andengebieten Perus und Ecuadors. Lange bevor sie nach Europa kam, war sie in Richtung Norden, nach Mittelamerika, gewandert bzw. gebracht worden. Ihr heutiger Name leitet sich vom Wort »xitomatl« ab, mit dem die in Mexiko siedelnden Azteken die nunmehr kultivierte Pflanze und ihre Frucht bezeichneten. Wer sie mit dem Schiff nach Europa brachte, ist ungewiss. Kolumbus, der 1492 erstmals in der Neuen Welt landete, wird immer wieder als Importeur genannt, doch es scheint wohl eher Hernando Cortez (1485-1547) gewesen zu sein, der spanische Eroberer Mexikos. 

Auf jeden Fall war die Tomate um 1530/40 in Europa bekannt. Sie landete wie die Kartoffel zunächst im spanischen Sevilla, dem wichtigsten Hafen für den Handel mit der Neuen Welt. Von dort aus trat die köstliche Frucht ihren Siegeszug um die ganze Welt an. Auch nach Nordamerika gelangte sie interessanterweise über Europa. Es sind wohl zunächst hellgelbe Sorten kultiviert worden, denn ihr italienischer Name »pomodore« heißt wörtlich übersetzt »goldener Apfel«. 
Harenberg – Abenteuer Geschichte 2014 

Montag, 13. Januar 2014

Stürmen, rammen, untergraben 

Die Entwicklung von Festungsbau und Belagerungstechnik ging Hand in Hand: jedes Mal, wenn bei der Belagerung neuartige Waffen, Apparaturen und Ideen zum Einsatz kamen, überlegten sich die Verteidiger neue Maßnahmen, um sich zu schützen. Anfangs wurde mit Leitern und Rammspornen belagert, die Belagerten wurden ausgehungert und man grub ihnen das Wasser ab. Bereits im alten Ägypten und bei den Persern wurden auch Maschinen zur Erstürmung von befestigten Städten verwendet. Überliefert ist, dass es bewegliche Türme gab, die Infanteristen einen sicheren Aufstieg auf Mauern oder Dächer boten, aber sie dienten auch Bogenschützen als eine Plattform zum Kampf »auf Augenhöhe«. Caesars Truppen führten Türme mit zehn Etagen in ihren Reihen, der Turm, der bei der Belagerung Jerusalems eingesetzt wurde, war 22 m hoch. 

Belagerung Jerusalems durch die Römer um 70 n. Chr. (kolorierter Stich, 19. Jh.)
Mit dem Einsatz von Geschützen trat ein grundlegender Wandel in der Belagerungstechnik ein. Katapulte schossen jetzt Pfeile und Bolzen, aber auch Steine und mit Pech gefüllte Krüge als Brandsatz in die belagerten Städte und richteten große Schäden an. 

Was am 13. Januar noch geschah: 
1902: Im Roten Rathaus von Berlin wird die erste Volkshochschule gegründet. 
Harenberg – Abenteuer Geschichte 2014