Dienstag, 3. März 2015

Die nächste Eskalation im Wirtschaftskrieg: Putin ruiniert die französischen Dessous-Macher

Frankreichs Unterwäsche ist weltberühmt und weltweit beliebt. Das hilft der Industrie leider wenig – weil Russinnen nun per Gesetz Baumwoll-Schlüpfer tragen sollen. Mit seltsamer Begründung.

Sie schweben über die Bühne, lächeln verführerisch in die Kamera, tanzen gehüllt in Spitzenbodys, knappe Höschen, funkelnde BHs und halterlose Strümpfe so, als ob gerade die Party des Jahres steigt. Immerhin scheut die französische Lingerie-Marke Etam keinen Aufwand, wenn Dienstagabend im edlen Molitor-Schwimmbad im Westen von Paris ihre neueste Show stattfindet (ETAM LIVE SHOW auf der Paris Fashion Week, PR Newswire27.02.2015). Gleich 80 langbeinige Schönheiten, dazu Rap-Star Snoop Dogg sowie vier andere bekannte Sänger, Gruppen und DJs hat der französische Wäsche-Spezialist engagiert, um Victoria's Secret aus den USA Konkurrenz zu machen.

Das vor fast hundert Jahren in Berlin von Max Lindemann gegründete Familienunternehmen mit Sitz in Paris ist längst einer der führenden Lingerie-Hersteller Europas. Französische Unterwäsche ist weltberühmt. Wie die Französinnen gilt sie als sexy und verführerisch. Auch sonst könnten die Ausgangsvoraussetzungen besser nicht sein. Denn Frankreich ist mit unzähligen Boutiquen spezialisierter Ketten wie eben Etam, Princesse Tam-Tam, Orcanta und Darjeeling ein Paradies für Liebhaber feinster Spitzen. Gleichzeitig sind die Französinnen Europameisterinnen beim Kauf von Unterwäsche.

Und doch kämpft der Spezialzweig der französischen Modeindustrie mit dem Niedergang. So wurden in den letzten Jahren zahlreiche bekannte Dessous-Marken übernommen, Produktionsstandorte in Frankreich geschlossen und Hunderte von Stellen gestrichen. Nun ereilte die französische Lingerie-Industrie die nächste Hiobsbotschaft, da mit Les Atelières der nächste Unterwäscheproduzent vor dem Aus steht. Der Dessoushersteller aus der Nähe von Lyon ist pleite. Dabei war der Ex-Wirtschafts-Minister Arnaud Montebourg nicht müde geworden, Les Atelières als Vorbild für Produkte "made in France" zu loben.

Immerhin handelte es sich um eine Kooperative, die hochwertige Dessous in Frankreich in Handarbeit fertigte – als eine der letzten französischen Unterwäschemarken. Denn fast alle von ihnen haben die Produktion längst in Niedriglohnländer in Nordafrika verlegt, um mit den aus Asien von Modeketten wie H&M importierten Billig-BHs und -Slips mithalten zu können. Etam etwa verfügt zwar noch immer über eine Produktionsstätte in Mouvaux bei Lille in Nordfrankreich, doch der Großteil der Lingerie-Kollektion der Gruppe wird in Tunesien hergestellt.

Russland-Krise lähmt französische Dessous-Hersteller
Les Atelières wurde jedoch nicht nur die Billig-Konkurrenz zum Verhängnis. Dem Dessoushersteller, der eine eigene Linie vertrieb, aber auch für andere Marken als Zulieferer arbeitete, setzte auch der Einbruch des russischen Marktes zu. Das liegt nicht nur an der Wirtschaftskrise dort, sondern auch einem im Juli in Kraft getretenen Einfuhrverbot für Spitzenunterwäsche in die sogenannte Eurasische Wirtschaftsunion, zu der Russland, Kasachstan und Weißrussland gehören.


mehr:
- Wirtschaft – Russlands Rache – Höschen-Verbot ruiniert französische Dessousmacher (Die Welt)
siehe auch:
- Cette fois, c'est (vraiment) la fin pour les ex-Lejaby (Challenges, 17.02.2015)
Le tribunal de commerce de Lyon a prononcé la liquidation judiciaire de la coopérative des "Atelières", composée notamment d'ex-ouvrières de Lejaby.

mein Kommentar:
krieg ich Deine Hubschrauber-Träger nicht, will ich auch Deine Höschen nicht.

Показ Estelle haute creation и Х.О. в галереях "Времена года" [3:44]

Veröffentlicht am 28.08.2012

Ex-Lejaby - Muriel Pernin "Il nous faut entre 500 000 et 1 million d'euros" [5:37]

Veröffentlicht am 06.03.2014
Arnaud Montebourg monte au créneau pour sauver cette petite entreprise composée d'ex ouvrières de Lejaby, désormais spécialisée dans la lingerie haute gamme. Un symbole du made in France. Muriel Pernin la fondatrice est soulagée. Bourdin & Co est une émission d'information dans laquelle interviennent en direct les acteurs de l'actualité.

mein Kommentar:
krieg ich Deine Hubschrauber-Träger nicht, will ich auch Deine Höschen nicht.

À bord du BPC Mistral [4:00]

Veröffentlicht am 24.06.2014
45eNord.ca visite le Bâtiment de projection et de commandement (BPC Mistral).

Igitt, naß und kalt! Dnn doch liebe noch’n bißchen Unterwäsche…

[+16] GRAND DEFILE SEXY LINGERIE 2014-2015 [2:48]

Veröffentlicht am 14.10.2014
[+16] GRAND DEFILE SEXY LINGERIE 2014-2015

Renaud - Mistral Gagnant [2:59] Text und Übersetzung bei Renaud en boche
Hochgeladen am 07.05.2010
PV


Montag, 2. März 2015

Wrestling im Manchester-Kapitalismus: Putin vs. russische Oligarchen

Ein näherer Blick auf WLADIMIR PUTIN {1:06:46}

Jasinna
Veröffentlicht am 24.10.2014
Die einen finden Putin grundsätzlich mal schlecht, und wiederum andere würden ihn am liebsten sofort gegen Frau Merkel eintauschen.
In diesem Vid habe ich mal versucht herauszufinden, ob ich diesen Putin so ein bißchen verstehen kann.
Interessanter Artikel über die "Sezession" der Krim :
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton...

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Mit Manchesterkapitalismus wird eine wirtschaftsgeschichtliche Periode in der Phase der industriellen Revolution in Großbritannien ab Mitte des 18. Jahrhunderts bezeichnet. Der Begriff wird zumeist kapitalismuskritisch verwendet und ist oft verbunden mit einer Kritik am Laissez-faire-Liberalismus. Verwandt ist der Begriff Manchesterliberalismus, der für eine im 19. Jahrhundert praktizierte Wirtschaftspolitik steht.[1][2] 
[Manchester-Kapitalismus, Wikpedia, zuletzt abgerufen am 12.11.2016] 
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Beispiel für die Verwendung kompromittierender Photos aus dem Video (Min. 20:18)
Mitspieler
Boris Jelzin

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In der Verfassungskrise 1993 löste er das Parlament (Kongress der Volksdeputierten), das sich seinen Wirtschaftsreformen widersetzt hatte, ohne Rechtsgrundlage auf. Daraufhin enthob das Parlament Jelzin seines Amtes und ernannte den bisherigen Vizepräsidenten Ruzkoi zum neuen Präsidenten. Jelzin setzte sich jedoch mit Hilfe des Militärs durch. 
Jelzin gilt in Russland als eine der zentralen Figuren der Coupon-Privatisierung der Neunziger Jahre. Diese trug wesentlich zum Entstehen der postsowjetischen Oligarchie bei.
Russland geriet in seiner Regierungszeit in eine tiefe Wirtschaftskrise, in seiner Amtszeit halbierte sich Russlands Bruttonationaleinkommen. Ungeachtet der innenpolitischen Probleme nahm Jelzin als erster russischer Präsident am G-7-Gipfeltreffen der westlichen Industrienationen am 8. Juli 1994 in Neapel teil.
Die Wirtschaftsmisere ging auch aufgrund des massiven Einbruchs der Rohölpreise weiter, so dass Russland am 17. August 1998 zahlungsunfähig war und selbst die Guthaben auf Privatkonten eingefroren wurden.
In Jelzins Amtszeit fiel auch der Erste Tschetschenienkrieg.
Gerüchte über eine Alkoholkrankheit Jelzins gab es während seiner ganzen Amtszeit.[5]
Am 31. Dezember 1999 erklärte Jelzin seinen Rücktritt, er übergab um 12:00 Uhr Moskauer Zeit die Regierungsgeschäfte an Ministerpräsident Wladimir Putin. Eine der ersten Amtshandlungen Putins garantierte Jelzin dann die Freiheit vor Strafverfolgung. 
[Boris JelzinWikipedia, abgerufen am 02.03.2015 – Hervorhebungen von mir] 
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siehe auch:

- Die Couponprivatisierung im Rückblick (Rudi Hermann, Radio Praha, 09.10.2001)
Zitat:
Allerdings hat sich gezeigt, dass Unternehmen, die nach sogenannten Standardmethoden privatisiert, das heisst direkt oder über Auktion an einen Investor teilverkauft wurden, heute besser dastehen als Unternehmen, die mehrheitlich über die Couponmethode neue Eigentümer fanden - gerade deshalb, weil ein konkreter Eigentümer eher in der Lage war, langfristig und strategisch zu denken und dafür auch das nötige Kleingeld einschiessen und Know How beibrigen konnte. Das Paradebeispiel für eine geglückte Privatisierung dieser Art ist die Automobilfabrik Skoda Mlada Boleslav. Die führenden Köpfe der Couponprivatisierung allerdings halten dem entgegen, dass es nicht viele solcher gut und erfolgreich zu privatisierender Unternehmen gegeben habe und dass sich die ausländischen Investoren nur die Rosinen aus dem Kuchen gepickt hätten. Die Erfahrugen anderer Länder, etwa Polen, zeigen allerdings, dass heute mit einer Privatisierung in bedächtigerem Tempo in längerfristiger Perspektive eher bessere Resultate erzielt wurden. Damit der Hauptvorteil der Couponprivatisierung, die Geschwindigkeit der Entstaatlichung und der Schaffung eines marktwirtschaftlichen Umfelds, hätte greifen können, hätte laut Fachleuten ein besserer legislativer und institutioneller Rahmen geschaffen werden sollen.

Schwere Vorwürfe wegen Schwarzmeer-Immobilie (BILD, 21.05.2014)
(Seit Beginn der Statistik im Jahr 1986 ist die Bild-Zeitung die am meisten gerügte Zeitung mit 109 Rügen.[92]) 
[Bild_(Zeitung), Presserat_und_BildWikipedia, abgerufen am 02.03.2015]

weitere Mitspieler
Boris Abramowitsch Beresowski (Wikipedia)
Die zwielichtigen Proteges von Deripaska: Michail und Lew Tschernoi (Netstudien.de/Russland)
Wladimir Alexandrowitsch Gussinski (Wikipedia)
   bei Netstudien
- Roman Arkadjewitsch Abramowitsch (Wikipedia)
   bei Netstudien
Michail Maratowitsch Fridman (Wikipedia)
   bei Netstudien
Vitaly Malkin (Forbes)
   bei Netstudien
Michail Borissowitsch Chodorkowski (Wikipedia)
   bei Netstudien
- zu Chodorowski:
- Michail Chodorkowski und der Westen (Mathias Rude, Hintergrund, 13.02.2015) 
- The roublemaker (Telegraph, 25.07.2004)
Zitat: 
As Khodorkovsky got richer and richer, he left a longer and longer trail of defrauded Western investors […].
Als Chodorkowski immer reicher wurde, hinterließ er immer mehr betrogene westliche Investoren […].  
[The roublemaker (Telegraph, 25.07.2004 – Google-Übersetzer]
- Chodorkowski und der Westen (Hamburgischer Richterverein, 2/11, 13)
Die Ukraine steht vor der Pleite, ukrainische Oligarchen unter Führung von Firtasch planen die gewinnbringende Rettung
[Florian Rötzer, Deutsche Politiker im Verbund mit ukrainischen OligarchenTelepolis, 04.03.2015]
- Dissidenten (Chefduzen.de, 05.03.2015)

RUSSLAND - PUTIN STOPPT DIE US- RAUBRITTER {10:40}

Wetterbilder Chemnitz
Veröffentlicht am 26.01.2015 
Text: Youtube
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Die bitter-bizzare Chronik des Putinismus

Russland Wo Gangster zu Künstlern werden: Peter Pomerantsevs bitter-bizzare Chronik des Putinismus

So schlecht wie seit Jahrzehnten nicht mehr verstehen sich Russland und der Westen, der Krieg in der Ostukraine hat eine tiefe Kluft aufgerissen. Zunehmend schrille nationalistische Töne sorgen in Russlands Medien dafür, dass Wladimir Putins Rückhalt in der Bevölkerung nicht schwindet. Der Kreml hat die Sender unter Kontrolle, der Versuch, die öffentliche Wahrnehmung zu verzerren, ist ein fester Bestandteil von Putins Regierungsstil, seit er vor 15 Jahren erstmals ins Präsidentenamt kam. Doch der Putinismus wurzelt tiefer. Wie das neue Buch von Peter Pomerantsev deutlich macht, liegen seine Ursprünge in den Wirren der postsowjetischen Umwälzungen.

Pomerantsev, als Sohn russischer Emigranten in Großbritannien geboren, hat als Fernsehproduzent in Moskau fast ein Jahrzehnt lang Dokumentarfilme und Reality-Shows fürs russische Publikum hergestellt. Er kehrte in den frühen Nullerjahren in das Land seiner Eltern zurück, mitten in einem großen Ölboom, der vielen Russen einen gewissen Wohlstand einbrachte – einigen wenigen sogar enormen Reichtum. Besonders in der Hauptstadt erblühten der Glamour und die Extravaganz. Pomerantsevs Nothing Is True and Everything Is Possible ist eine unterhaltsame, bisweilen auch trostlose Chronik jener Jahre.

mehr:
- Jenseits von jedem (Tony Wood, Freitag, 25.02.2015)

Politik ohne Volk

Das Verhältnis vieler Bürger zur Politik ist gestört: Die einen verachten die Regierenden, die anderen haben längst mit ihnen abgeschlossen. Die Cicero-März-Ausgabe geht diesem Phänomen auf die Spur

Edward Clare, britischer Premierminister in Sue Townsends Politposse „Number Ten“, kommt nach einer Befragung im Parlament von Westminster zu einer erschütternden Erkenntnis: Er habe den Kontakt mit dem wahren Leben der Leute verloren, klagt er dem Bobby, der seit ewigen Zeiten den Eingang seines Amtssitzes bewacht. „Ich bin seit Jahren nicht mehr mit öffentlichen Verkehrsmitteln gefahren und habe genauso lange keinen Liter Milch mehr gekauft oder auf eine Behandlung im staatlichen Krankenhaus gewartet.“ Ob ihn seine Berater nicht in Kontakt mit der Wirklichkeit hielten, fragt der Bobby. Darauf Clare, dem Vorbild Tony Blair nicht nur phonetisch ähnlich: „Die leben doch in der gleichen Blase wie ich, Jack!“

Abgehoben, entkoppelt, weit weg von der Wirklichkeit und ihren Problemen: Diesen Eindruck haben viele Menschen vom Politikbetrieb. Das Raumschiff Berlin zieht seine Kreise in einem eigenen Orbit. Die Besatzung aus Politikern und Hauptstadtjournalisten wird als kungelnde Einheit wahrgenommen, als politisch-publizistischer Komplex. Presse und Politik? Alles eine Bagage! Ein grober Vorwurf, der uns aber nachdenklich machen sollte.

Was läuft schief? Für die Titelgeschichte dieser Ausgabe ist ein Reporterteam von Cicero ausgeschwärmt in die zwei Welten, die nicht recht zueinanderfinden. Von einer Hamburger Hafenkneipe übers Berliner Kanzleramt bis zu einem Milchwirt im Allgäu. Wir haben mit Wählern gesprochen, die nicht mehr wählen wollen, und Angela Merkel dabei beobachtet, wie sie neben Ukrainekrise und Griechendrama versucht, in zwei Stunden dem wirklichen Leben der Menschen auf die Spur zu kommen. Bundestagspräsident Norbert Lammert stellt sich im Interview der Frage, weshalb es diese Distanz zwischen den Repräsentanten im Parlament und den Repräsentierten im Land gibt, was Politiker dagegen tun können und was das Pegida-Phänomen darüber aussagt.



mehr:
- Politik ohne Volk (Christoph Schwennicke, Cicero, 25.02.2015)

Ottfried Fischer - Höhlengleichnis [6:40]

Hochgeladen am 02.06.2009
Ottfried Fischer am Aschermittwoch der Kabarettisten 2009

In der Medizin oder der Psychologie bedeutet, so sagt uns Wikipedia, eine »Störung« eine erhebliche Abweichung im Erleben oder Verhalten (Störung, Wikipedia)
In der Physik wird der Begriff »Störung« verwendet, um einen Einfluß von außerhalb des Systems zu beschreiben  (Störung, Wikipedia)
Bleiben wir bei der Psychologie: Stavros Mentzos hat eines der wenigen Lehrbücher der Psychotherapie geschrieben, welches ich ganz gelesen habe: »Lehrbuch der Psychodynamik«, Untertitel: »Die Funktionalität der Dysfunktionalität psychischer Störungen« (Googlebooks). Hier wird es allmählich wärmer: Das scheinbar »Gestörte« funktioniert nach Mechanismen, die uns nicht so leicht zugänglich sind. Es scheint Einflüsse auf das Geschehen zu geben die (so die physikalische Definition) von außerhalb des Systems her kommen, und – für uns – unerwartete Wirkungen zeigen. Mein Supervisor Scherf meinte immer: »Wenn ein Blitz aus heiterem Himmel kommt, stimmt was mit der Wetterbeobachtung nicht.«

Die Sonnenfinsternis am 29. Mai 1919 gab Beobachtern die Möglichkeit, Sterne zu photographieren, die zu diesem Zeitpunkt sehr nahe bei der Sonne standen. Auf den Aufnahmen erschienen die Sterne gegenüber ihrem »normalen« Position verschoben.
Was in diesem Fall als »Störung« interpretiert werden könnte (also eine Differenz zwischen dem Erwarteten und dem tatsächlich Beobachtbaren), war damals der Beweis für die Richtigkeit der Einsteinschen Voraussagen in der Allgemeinen Relativitätstheorie: Lichtteilchen werden aufgrund ihrer Masse von der Sonne abgelenkt. (Annus mirabilis, Wikipedia)

Einen Schritt zurück:
Die Verwendung des Begriffs »Störung« in der Physik beinhaltet das Verstehen bestimmter Abläufe als durch eine begrenzte Anzahl von Faktoren beeinflußte Zustandsveränderung.
Das Erste Newtonsche Gesetz lautet: 
»Ein Körper verharrt im Zustand seiner Bewegung, so lange keine äußere Kraft auf ihn einwirkt.« 
Wenn wir also eine Kugel auf einer idealen Oberfläche (also ohne Reibungsverlust) rollen sehen, und sie macht eine Kurve, dann kann man dies als »Störung« verstehen. Dann wirkt etwas von außerhalb des Systems auf die Kugel. Mit »System« ist in diesem Fall die Anzahl derjenigen Objekte und Kräfte gemeint, die wir – in unserem inneren Modell des Versuches - als wirkend ansehen.

Übertragen auf die Psychologie: Bei dysfunktionalem Verhalten führt das Verhalten zu anderen als den intendierten bzw. erwarteten Ergebnissen. Homosexualität ist eine Ausrichtung in Bezug auf mögliche Sexualpartner, die für »normale« Menschen unerwartet ist. Machen wir uns bewußt: in wenigen Tagen jährt sich die Streichung des sogenannten Schwulenparagraphen 175 StGB zum einundzwanzigsten Mal: der Bundestag strich ihn am 15. März 1994 (20 Jahre Abschaffung §175 – Homosexualität: Ein Paragraf verschwindet, Abendzeitung, 11.06.2014). Bevor wir in Sochi Putin die buntlackierten Fingernägel zeigen (Bunte Fingernägel unerwünscht: Sotschi, der Sport und die Politik, Politik im Spiegel, 08.02.2014), erinnern wir uns: Noch 1962 hatte der der unter Konrad Adenauer vorgelegte Regierungsentwurf eines Strafgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland[18] die Aufrechterhaltung des § 175 wie folgt gerechtfertigt:
» Ausgeprägter als in anderen Bereichen hat die Rechtsordnung gegenüber der männlichen Homosexualität die Aufgabe, durch die sittenbildende Kraft des Strafgesetzes einen Damm gegen die Ausbreitung eines lasterhaften Treibens zu errichten, das, wenn es um sich griffe, eine schwere Gefahr für eine gesunde und natürliche Lebensordnung im Volke bedeuten würde« (Wikipedia, § 175, Entwicklung in der alten Bundesrepublik) 
Noch Ende der 80er Jahre wurden Schwule in Deutschland nicht zur psychoanalytischen Ausbildung zugelassen!

Zurück zur Physik: »Störung« bedeutet also, daß in unserem inneren Modell eines Versuchsablaufs nicht alle Wirkfaktoren enthalten sind. Wären sie dies, gäbe es keine Störung (also kein unerwartetes Verhalten). Die physikalische Verwendung des Begriffs »Störung« als eines Einflusses von außerhalb des Systems meint somit nicht das System da draußen in der Welt, sondern das Bild, welches wir von dem System im Kopf haben.Konkret: Wenn sich ein System anders verhält, als wir das erwarten, fehlt in unserem inneren Model des (äußeren) Systems mindestens ein Wirkfaktor.
Unsere neue Definition von »Störung« könnte also dann lauten »›Störung‹ bezeichnet die Diskrepanz zwischen dem tatsächlichen und dem erwarteten Geschehen.«
Die Realität ist nie das Problem. Das Problem sind immer nur wir (bzw. unsere inneren Blder), die entweder unrealistische Erwartungen (Löwe und Zebra sitzen gemeinsam am Lagerfeuer und mampfen am Spieß gebratene Marshmellows) oder nicht alle Wirkfaktoren auf dem Schirm haben.
Kurz zur Homosexualität: in den 20er Jahren wurde die Strafbarkeit homosexueller Handlungen mit dem Schutz der Volksgesundheit begründet.
In gestörten Familien finden wir Psychotherapeuten häufig einen sogenannten »Symptomträger«. Magersüchtige z.B. können solche Symptomträger sein. Die Systemischen Therapeuten sagen: »Das Problem ist eine Lösungsstrategie.« So verstanden wäre die psychosomatische Erkrankung des Symptomträgers der Versuch, die Störung (siehe Sündenbock, Begriffsherkunft, Wikipedia) einzugrenzen und zu isolieren. Ähnlich wie bei Angstanfällen wir die unangenehme Energier im Gesamtsystem an einem bestimmten Punkt entladen, und die Aufmerksamkeit wird auf den Entladungsvorgang gerichtet (und somit von der »Krankheit« als solcher abgelenkt).

Zurück zu dem Cicero-Artikel:
Der Artikel geht davon aus, dass in der Beziehung zwischen Politikern und dem Volk etwas schief läuft, dass etwas in der Beziehung zwischen »Raumschiff Berlin« und dem Volk »gestört« ist. Anscheinend verhält sich das Volk desinteressiert. Man stelle sich zwei Fußballmannschaften vor, und eine spielt nicht mit, und man fragt sich, weshalb dies so ist. Zu unserer Vorstellung von funktionierender Demokratie gehört, dass die beiden Mannschaften miteinander (bzw. gegeneinander) spielen. Wenn die Mannschaft des Volkes das Mitspielen verweigert, gibt es in der Demokratie ein Problem.
Ich habe gerade einen Patienten in Therapie, der das Mitspielen in der Familie verweigert. Die unausgesprochene Forderung von Seiten der Familie an mich als den Therapeuten lautet: »Mach, dass er wieder funktioniert«. Für mich ist völlig klar, dass der junge Mann nicht funktionieren will. Und als Patientenversteher ist es erst einmal meine Aufgabe, den jungen Mann zu verstehen. Sein »dysfunktionales« Verhalten hat eine Funktion, über die ich mir noch nicht im Klaren bin. Aber ich bin mir sicher: das gemeinsame Unbewusste der Beteiligten sieht dies im Moment als die beste Lösung zur Stabilisierung des Systems an. Möglicherweise ist ja das Desinteresse der Bevölkerung am politischen Geschehen etwas, dass das gemeinsame Unbewusste als die beste Strategie zur Stabilisierung des Systems ansieht. Diese Stabilisierungsstrategie ist nur auf der Oberfläche etwas, das »schief« läuft. Möglicherweise ist dies sowohl für das »Raumschiff Berlin« wie auch für die freiheitlich-demokratische Bevölkerung Deutschlands das ca. zurzeit Beste, was getan werden kann und Ausdruck der unbewussten Wünsche der Beteiligten.
An diesem Punkt Sind meine psychotherapeutischen Fantasien gefragt: möglicherweise ist es für die Funktionsfähigkeit des Raumschiffes am günstigsten, wenn die Regierten desinteressiert sind. Wir desinteressiert ist, stört nicht (siehe: Stuttgart 21). Der wiederkehrende hohe Aufwand (finanziell und organisatorisch) bei den Transporten der Castor-Behälter ist für die Regierenden wahrscheinlich sehr aufwändig und frustrierend. In diesem Fall wäre es wohl tatsächlich einfacher, die Atomkraftgegner wären desinteressiert. In diesem Fall würde das Volk stören. Wenn man sich das Fußballspiel folgendermaßen vorstellt: auf der einen Seite spielt die Mannschaft »Volk«, und der Gegner wäre die Mannschaft »Flash« (also eine Mannschaft aus Spielern, die sich blitzschnell bewegen können, vielleicht auch (wie bei bei »Predator«) sich zeitweilig unsichtbar machen können, dann wäre der Grund dafür, dass die Mannschaft »Volk« nicht mitspielt, der, dass ihre Spieler aufgrund der Übermacht des Gegners und seiner übermächtigen Möglichkeiten völlig frustriert sind, weil es keine realistische Möglichkeit gibt, gegen diesen Gegner zu bestehen. Als bei den Demonstrationen damals in Stuttgart Demonstranten von Wasserwerfern blind gespritzt wurden, hatte ich sofort die Fantasie: »Jetzt herrscht so große Angst, die demonstrieren so schnell nicht wieder.« Wenn wir als Bild des Problem-Modells statt einem Fußball-ein Volleyball-Spiel nehmen und annehmen, dass der Mannschaft »Volk« der Blick auf das gegnerische Feld verwehrt ist, wäre dies ein möglicherweise noch eindrucksvolleres Modell: wie soll man sich gegen Bälle wehren, die mit großer Wucht quasi aus dem »Nichts« kommen?


siehe auch: Aus Angst vor der Mafia? Fünf Eigentore in den letzten vier Minuten!
 (Blick.ch, 31.10.2014)
Die Schlussphase beim Spiel zwischen Sleman und Pemarang in Indonesien verläuft eher unkonventionell .
Was ist denn hier los?
Noch vier Minuten sind zu spielen beim Playoff-Spiel der indonesischen First Division (dritthöchste Liga) zwischen PSS Sleman und PSIS Semarang. Es steht 0:0.
Und dann fallen plötzlich noch fünf Tore – und erst noch alles Eigentore!


Was ist denn hier los? Noch vier Minuten sind zu spielen beim Playoff-Spiel der indonesischen First Division (dritthöchste Liga) zwischen PSS Sleman und PSIS Semarang. Es steht 0:0. Und dann fallen plötzlich noch fünf Tore – und erst noch alles Eigentore!

Sonntag, 1. März 2015

Medienpropaganda anläßlich der Nemzow-Ermordung

Eine solche Schlagzeile habe ich eigentlich erwartet, denn wenn jemand in “Kreml-Nähe” erschossen wird, dann waren es bestimmt die Putin-Schergen direkt aus Putins Ankleidezimmer. Jedenfalls ist dies der – gewollt erweckte – Eindruck unserer Hauptflussmedien. Der oberkluge Röttgen weiß schon wer dahintersteckt und bekommt die Schlagzeile in der WELT.
mehr:
- Boris Nemzow von Putin persönlich erlegt (AltermannBlog, 01.03.2015)

Mein Kommentar:
Jemand hat Boris Nemzow erschossen. Und die Propaganda-Maschine läuft an:
- Röttgen sieht Verantwortung Putins für Nemzow-Mord (Jochen Gaukele, Die Welt, 28.02.2015)
Scharfer Angriff auf Wladimir Putin nach der Ermordung seines Kritikers Nemzow: CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen wirft Russlands Präsident "Aggression nach außen und Aggression im Inneren" vor.

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Propaganda (von lateinisch propagare ‚weiter ausbreiten, ausbreiten, verbreiten‘) bezeichnet einen absichtlichen und systematischen Versuch, öffentliche Sichtweisen zu formen, Erkenntnisse zu manipulieren und Verhalten zum Zwecke der Erzeugung einer vom Propagandisten oder Herrscher erwünschten Reaktion zu steuern.[1] (Propaganda, Wikipedia)
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- Es ist nur Propaganda, wenn's die Russen machen (Post, 28.11.2014)

Der ungeklärte Mord an Boris Nemzow [2:22]


Veröffentlicht am 12.03.2015
Sabine Schiffer über mediale Zuweisungen und Vorverurteilungen
Ist die Bezeichnung „Kremlkritiker“ schon eine Schuldzuweisung in eine bestimmte Richtung? In der Berichterstattung über den Mord an dem Oppositionellen Boris Nemzow werden Zuweisungen eingestreut, die eine Schuld des Kremls nahelegen, obwohl der Fall nach wie vor ungeklärt ist. Am 1.3. titelte die BZ: „Der Kremlmord! und eine Lokalzeitung aus Bayern überschrieb ihren Artikel: „Mord in Sichtweite des Kremls“. Auf tagesschau.de hieß es bereits in den ersten Berichten, dass der Mord in der „Nähe des Kremls“ ausgeführt worden sei beziehungsweise auf einer Brücke, die sich „unmittelbar am Kreml“ befindet. In der Berichterstattung geht man teilweise so weit, dass der Eindruck entsteht, die Ermittlungen in alle Richtungen seien ein geschicktes Ablenkungsmanöver Putins. Dabei sollte man sich – so Schiffer - genau diese „Ermittlungen in alle Richtungen“ in Deutschland und anderswo wünschen. In Fälle wie dem Absturz der malaysischen Passagiermaschine MH17, den NSU-Morden oder auch dem Oktoberfestattentat von 1980 kann man durch Vertuschungen, Vorurteile oder Versäumnisse bis heute keine schlüssigen Erklärungen vorweisen. Wie der Mord an Nemzow sind auch diese Fälle nach wie vor ungeklärt und sollten medial als solches behandelt werden.

Dr. Sabine Schiffer ist Gründerin des Institutes für Medienverantwortung. Für weltnetz.tv produziert sie regelmäßig ihre Kolumne Wikipedia ist keine Quelle
http://weltnetz.tv/

Unsere westliche Propaganda läuft wie geschmiert: Wir sind die Guten! Egal, was wir tun, wir sind die Guten! Und die anderen sind die Bösen. Wir brauchen auch nichts Böses zu tun(und wenn doch – siehe Irakkrieg mit mittlerweile 1,5 Millionen Toten und IS, dann haben wir uns leider geirrt, aber wir haben es gut gemeint), sind unsere Leitmedien-Chefs in den transatlantischen Think-Tanks doch äußerst effektiv gehirngewaschen: eine Tagung hier, ein Essen da, Hotel inklusive; man sieht sich, man trifft sich, man schüttelt sich die Hände und gehört dazu. (Projektive Identifizierung, Post, 01.03.2015)
Wie Röttgen Putin im Ukraine-Konflikt einschätzt, kann man hier nachlesen:
- „Putin hat keine Zukunftsvision für Russland“ (IP Online, 21.05.2014) – Brave Gymnasiasten-Naivität! Solche Fahnenträger werden gebraucht, stromlinienförmig, angepaßt und auf unserem Polit-Parkett erfolgreich. Die Leute glauben, was sie vor sich herbeten! Damit die Wähler, die die Ukraine finanzieren und damit auch den Krieg, den die Regierung in Kiew gegen das eigene Volk führt (in Syrien für den SPIEGEL inakezptabel: Brutaler Militäreinsatz in Syrien: Assad führt Krieg gegen das eigene Volk
, bei den nach Freiheit, Demokratie, sicheren Konten und Straffreiheit lechzenden ukrainischen Oligarchen kann unsere Leitmedien-Landschaft je mal ein Auge zudrücken), bei der Stange bleiben, benötigt es noch die mediale Dauerberieselung:
Tagesschau sachlich und objektiv: »Putin, einsam und verlassen«
 (Post, 19.11.2014), dazu:
- Angeblich einsamer Putin im Bild: “Tagesschau”-Chef Gniffke kanzelt Kritiker ab (Meedia, 18.11.2014)
- Gleichgeschaltete Propaganda vom “isolierten Putin” 
 (Propagandaschau, 16.11.2014)
Ukraine 15 – Die – zumindest teilweise – Vernichtung eines gepanzerten russischen Phantom-Konvois (Post, 15.08.2014)
Es hat sich anscheinend kaum ein Reporter eines Leitmediums gewundert, daß dieser Konvoi aus gepanzerten russischen Fahrzeugen nach vier Tagen aus den Medien verschwunden war…
Manche Katastrophen-Meldungen schaffen es auch gar nicht in die Medien, weil sie für den Geschmack unserer Konsumenten einfach zu bescheuert sind:
- Facebook-Propaganda: Kiews Verteidigungsminister erntet Spott für Bericht über Atomschlag (SPIEGEL Online, 22.09.2014); na, da habe ich mir grad selbst widersprochen, macht nix… oder
- Resolution 758 / Ukraine Freedom Support Act (Gert Ewen Ungar, Nutzerbeitrag, Der Freitag)
Am 4.12. verabschiedete das Abgeordnetenhaus des US-Kongresses mit 411 zu 10 Stimmen die Resolution 758. Das an Diktaturen erinnernde Abstimmungsergebnis blieb in den deutschen Medien ebenso unkommentiert, wie die Resolution trotz ihrer enormen politischen Tragweite ebenfalls unerwähnt blieb. Der US-Kongress verabschiedete am 11.12. den Ukraine Freedom Support Act. Obama hat den Ukraine Freedom Support Act unterzeichnet, der damit Gesetz ist. Auch das war den deutschen Qualitätsmedien bestenfalls eine Randnotiz wert, ein Ausleuchten der Konsequenzen erfolgte nicht. Daher müssen wieder mal die Blogs die aufklärende Arbeit leisten, die der Qualitätsjournalismus sich weigert zu erbringen. Einen Vorteil hat das, denn in den Blogs darf man ohne Rücksicht auf die transatlantische Anbindung des Chefredakteurs formulieren. Diese Freiheit liest sich dann so: Beide Texte, die Resolution 758 ebenso wie der Ukraine Freedom Support Act sind erschütternde Dokumente größenwahnsinnigen Denkens, ohne jeden Bezug zur Realität, bis ins Komma verlogen, die Tatsachen verdrehend, reine Heuchelei.


Whereas the Russian Federation’s invasion of, and military operations on, Ukrainian territory represent gross violations of Ukraine’s sovereignty, independence, and territorial integrity and a violation of international law, including the Russian Federation’s obligations under the United Nations Charter;
In Anbetracht des Einmarschs der Russischen Föderation in die Ukraine und in Anbetracht der militärischen Operationen der Russischen Föderation auf ukrainischem Gebiet, was eine grobe Verletzung der Ukrainischen Souveränität, ihrer Unabhängigkeit und territorialen Integrität darstellt, darüber hinaus gegen internationales Recht verstößt und einen Verstoß gegen die UN-Charta darstellt; (Übersetzungen: GEU) 
Piet Klocke 7 T 7 K Hund [1:34]

Hochgeladen am 07.06.2009
Heiratsantrag


Im Dezember 2014 verabschiedete der US-Kongress einstimmig den „Ukraine Freedom Support Act“.[516] Das Gesetz sieht erstmals Rüstungsexporte für die Ukraine vor. Der Kongress genehmigt der US-Regierung im laufenden Haushaltsjahr 100 Millionen US-Dollar  und jeweils 125 Millionen US-Dollar in den darauf folgenden beiden Jahren. Mit diesen Mitteln solle die USA die ukrainischen Streitkräfte unter anderem mit „Panzerabwehrwaffen, Munition, Artillerieaufklärungsradar, Feuerleitsysteme und Überwachungsdrohnen“ ausstatten, um „die Souveränität und territoriale Unversehrtheit der Ukraine wiederherzustellen“. Weiterhin wird die US-Regierung dazu aufgefordert, für ukrainische Waffenproduzenten, die bisher vor allem nach Russland exportierten, „angemessene alternative Märkte“ zu finden.[517] Am 16. Dezember 2014 erklärte Präsident Barack Obama das Gesetz unterzeichnen zu wollen. Er habe zwar Bedenken, weil sich die USA in diesem Fall nicht mit ihren Verbündeten über neue Strafmaßnahmen abgestimmt hätten, das Gesetz verschaffe ihm aber einen Spielraum für neue Sanktionen.[518] (Krieg in der Ukraine 2014, Internationale Reaktionen auf die Krise, USA, Wikipedia, zweitletzter Absatz)

Seit Immanuel Kant wissen deutsche Gymnasiasten, daß politische Institutionen zur Wahrheitsfindung ungeeignet sind… Aber da das Denken bekanntermaßen Zeit braucht, lassen es unsere – Dank transatlantischer Think-Tanks – gleichgeschalteten Medien mit Verdächtigungen, Schuldzuweisungen, Befürchtungen und einer einheitlichen Sprachregelung dauerregnen.

- »Es gibt ein NATO-Netzwerk in den deutschen Medien« (Post, 13.09.2014)
zu den mit eindeutigen Assoziationen verbundenen Schlagworten, die ständig auf unseren Geist herabprasseln zählen:
- OSZE-Beobachter (obwohl es gar keine waren, siehe: Gabriele Krone-Schmalz bei Frank Elstner über Ukraine, Militärbeobachter in Zivil und die Notwendigkeit eines sauberen Journalismus, Post, 24.11.2014)
- prorussische Separatisten (die sind nicht für den Anschluß an Russland, die sind für ihre russischen Wurzeln, für ihre Geschichte und ihre Kultur, die ihnen die Kiewer Regierung wegnehmen will. -Ukraine 7 – Der Sprachen- bzw. ethnische Konflikt als Teil des Ukraine-Konfliktes (03.05.2014, zuletzt aktualisiert am 27.09.2014)
- Völkerrechtsbruch (Die NATO hat im Jugoslawienkrieg selbst das Völkerrecht gebrochen – siehe: Frieden muss gestiftet werden, Post, 24.11.2014 –, von den USA im Irakkrieg 2003 ganz zu schweigen…)
- Annexion der Krim (Annexion – Sprache: So wird Realität hergestellt, Post, 14.02.2015)

manches findet wohl nicht den Weg in die Leitmedien, weil dies die Weltanschauung der Medienkonsumentenstören würde. Bis zu den von Merkel und Hollande angestrengten Waffenstillstandsverhandlungen in Kiew war das Schwimmen im Fahrwasser der USA angesagt:


Aachener Friedenspreis 2014 Gabriele Krone Schmalz hält die Laudatio 01 09 2014 Bananenrepublik [28:01]


Veröffentlicht am 18.07.2015 
alter Info-Text: Veröffentlicht am 04.09.2014

- Der Aufruf der 60: störende Abweichler (Post, 12.12.2014)

Anfang November des letzen Jahres hatte der Journalist Volker Bräutigam die Nase voll von der katastrophisierenden Dauerberieselung und erhob Beschwerde beim NDR-Rundfunktrat:
Zwei der vielen Falschaussagen seien hier im Wortlaut wiedergegeben:
„(...) Seit Monaten stellt die NATO fest, dass immer wieder russische Kampfflugzeuge den nordeuropäischen Luftraum verletzen. (...)“
„ (...) Die Luftraumverletzungen über dem Baltikum und über Finnland und Schweden finden teilweise auch über dem Festland statt (...)“
Beide Behauptungen sind nachweislich falsch, was fraglos auch dem sachkundigen BW-Intimus bewusst war. Luftraumverletzungen führen seitens der Regierungen der betroffenen Staaten zu sofortigen und öffentlich erhobenen Protesten, sowohl bei der verantwortlichen Regierung als auch bei den internationalen Flugsicherheitsbehörden. Proteste gegen vonrussischen Militärmaschinen verursachte Luftraumverletzungen sind aktuell aber nicht bekannt. Dass der Autor die Ereignisse nicht nur wissentlich falsch darstellte - die NATO selbst hat am 29.10. betont, es habe keinerlei Luftraumverletzungen von russischen Fliegern gegeben; das ist in den DLF-Nachrichten auch so gemeldet worden - sondern dass R. Clement es in böswilliger und agitatorischer Absicht formulierte, belegen folgenden Sätze:

(...) „Noch hat die NATO diese Maschinen nicht abgeschossen, sondern eskortiert und abgedrängt. Wie lange die Allianz das aber so gestalten wird, ist offen. Denn die hier eklatante Verletzung des Luftraums würde auch schärfere Maßnahmen erlauben. (...)
Ich darf Sie auffordern, nicht nur diese Zitate, sondern den gesamten Beitrag im Lichte der gesetzlich festlegten Programmgrundsätze des DeutschlandRadio-Staatsvertrages zu würdigen:
§6(Gestaltung der Sendungen): „(...)In den Sendungen der Körperschaft soll ein objektiver Überblick über das Weltgeschehen (...) vermittelt werden (...)“
„(...) Die Sendungen sollen (...) der Verständigung unter den Völkern dienen. (...)“
§7 (Berichterstattung) „(...) Die Berichterstattung soll umfassend, wahrheitsgetreu und sachlich sein. (...) Berichte sind sorgfältig zu prüfen. (...)“


mehr:
Russische Fernbomber über der Nordsee – Kein Grund zur Aufregung (dcrc, 28.04.2014)
"Massive Luftraumverletzungen" – Experte: Moskau könnte es zu weit treiben (Rolf Clement)
Die Nato spricht noch von russischen "Manövern", doch "Sicherheitsexperte" Rolf Clement ist sich sicher: 28 russische Kampfflugzeuge sind in den letzten zwei Tagen in europäischen Luftraum eingedrungen - erstmals sogar bis in ein Seegebiet westlich von Portugal. "Das waren massive Luftraumverletzungen, wie wir sie bislang nicht gekannt haben", so Clement im Deutschlandfunk. Nato-Abfangjäger drängten die Maschinen ab - in Zukunft könnte sich die Nato dazu gezwungen sehen, die russischen Jets abzuschießen, befürchtet Clement.

Piet Klocke-Ruhe bewahren [6:03]

Veröffentlicht am 27.03.2013

- Agitatorisch, kriegshetzerisch (Hintergrund, 06.11.2014), siehe auch
- ARD-Desinformation zur Ukraine: Beschwerde beim NDR-Rundfunkrat durch Ex-Tagesschau-Redakteur Volker Bräutigam (barth-engelbarth, 29.04.2014)
An diesem Punkt will ich’s mal gut sein lassen. Wer sich eine Zusammenfassung des Medienzirkus um den Abschuß von MH 17 antun will, bitte:
- Ukraine 13 – Unser westliches System und die MH 17-Berichterstattung (Post, 27.07.2014)

- Medienkritik – Das Publikum weiss mehr als wir (TagesWoche, 17.12.2014)


Christoph Hörstel:

Einkreisung Russlands durch die NATO [15:06]

Veröffentlicht am 05.01.2015
Christoph Hörstel im Interview mit iranischem Rundunk über die aktuelle Weltpolitik um Russland.
Quelle AntikriegTV: https://www.youtube.com/watch?v=WTUNT...


Wladimir Putin: Der Westen führt einen Vernichtungskrieg gegen Russland [15:51]
Veröffentlicht am 01.07.2015
18 Dezember 2014. Ausschnitte aus der großen Pressekonferenz mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in Moskau. Wladimir Putin beantwortete die Fragen bezüglich der aktuellen Beziehungen zwischen Russland und dem Westen. Quelle RT. 
Alte info: Veröffentlicht am 19.12.2014
Der Westen, angeführt von den USA, hat auf die Zerstörung Russlands abgezielt. Ausgewählte Ausschnitte aus der großen Pressekonferenz mit Russlands Staatspräsident Wladimir Putin am 18 Dezember 2014 in Moskau. Quelle RT: https://www.youtube.com/watch?v=IVFEi...

aktualisiert am 08.07.2016