Dienstag, 23. August 2016

Eine Rückschau auf die deutsche Nachkriegspolitik durch die Brille von Egon Bahr

Egon Bahr war seit 1956 Mitglied der SPD. Von 1960 bis 1966 war Bahr Leiter des Presse- und Informationsamtes des Landes Berlin und als solcher Sprecher des vom Regierenden Bürgermeister Willy Brandt geführten Senats. Auf Bahr geht das Motto sozialliberaler Ostpolitik „Wandel durch Annäherung“ und die „Politik der kleinen Schritte“ zurück.[6] Von 1966 bis 1969, während der Amtszeit von Brandt als Außenminister, war Bahr Sonderbotschafter und im Range eines Ministerialdirigenten Leiter des Politischen Planungsstabes im Auswärtigen Amt, wo er die „neue Ostpolitik“ im Detail vorbereitete. Nach der Bundestagswahl 1969 folgte er Brandt als Staatssekretär ins Bundeskanzleramt. Brandt sandte ihn Ende 1969 als Bevollmächtigten der Bundesregierung nach Moskau. Als Unterhändler in Moskau und Ost-Berlin war Bahr maßgeblich am Moskauer VertragWarschauer VertragTransitabkommen sowie dem Grundlagenvertrag beteiligt. Letztere wurden durch Bahr und den Chefunterhändler der DDR Michael Kohl unterzeichnet. Bahr selbst kommentierte den Vertrag mit den Worten, die „Nicht-Beziehungen zwischen den beiden deutschen Staaten“ würden nun durch „schlechte Beziehungen“ abgelöst.[7]
Bahr wird bisweilen als „Architekt der Ostverträge“ bezeichnet und galt – im Hinblick auf die Entspannungspolitik – als einer der wichtigsten und einflussreichsten Berater Willy Brandts und als sein vielleicht engster Freund: Als Herbert Wehner, Chef der SPD-Bundestagsfraktion, in der Fraktionssitzung am 7. Mai 1974 anlässlich von Brandts Rücktritt ausrief: „Willy, du weißt, wir alle lieben dich“, schlug Bahr die Hände vors Gesicht und hatte einen Weinkrampf. Das wurde gefilmt. Wie er später sagte, empfand er Wehners Ausruf als unfassbaren Gipfel von Heuchelei, da er der Auffassung war, dass Wehner den Sturz von Brandt seit langem betrieben und am Ende mit bewirkt hatte.[8]
Laut der Historikerin Daniela Münkel fragte der geheime Verbindungsmann der DDR-Regierung Hermann von Berg Bahr in einer Unterredung am 21. März 1972, wie er sich zu der Möglichkeit von „Maßnahmen gegen die CDU/CSU“ durch die DDR-Staatssicherheit stelle, um Brandts Mehrheit bei den bevorstehenden Ratifizierungen der Ostverträge im Bundestag zu sichern. Nachdem er sich mit Brandt und Kanzleramtsminister Horst Ehmke beraten habe, habe Bahr bei einem weiteren Treffen am 24. März das nun auch um die Möglichkeit von Bestechung erweiterte Angebot zurückgewiesen. Bahr dementierte allerdings 2013, derartige Gespräche geführt zu haben. In einem Gespräch mit Michael Kohl am 25. April hat er nach eigener Darstellung das Angebot, vor dem bevorstehenden Misstrauensvotum Stimmen der Opposition zu kaufen, mit dem Hinweis abgelehnt, die Bundesregierung würde in diesem Falle „mit denselben Mitteln“ arbeiten wie die Opposition: „Was möglich wäre, würde versucht.“[9] (vgl. Steiner-Wienand-Affäre)
Von 1972 bis 1990 war Bahr Mitglied des Deutschen Bundestages. Er zog 1976 und 1980 als direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Flensburg – Schleswig und sonst stets über die Landesliste Schleswig-Holstein in den Bundestag ein. Nach dem Rücktritt von Willy Brandt am 7. Mai 1974 gehörte Bahr dem Kabinett des ab 16. Mai 1974 amtierenden Bundeskanzlers Helmut Schmidt nicht mehr an. Als Erhard Eppler das Amt des Bundesministers für wirtschaftliche Zusammenarbeit niederlegte, trat Bahr jedoch an seiner Stelle am 8. Juli 1974 erneut in die Bundesregierung ein. Nach der Bundestagswahl 1976 schied er am 14. Dezember 1976 endgültig aus der Bundesregierung aus. Von 1976 bis 1981 war er Bundesgeschäftsführer der SPD. Vor allem auf sein Betreiben hin wurde der damalige Bundesvorsitzende der JusosKlaus Uwe Benneter, aus der SPD ausgeschlossen. Benneter hatte zuvor geäußert, die DKP sei ein potenzieller Bündnispartner der SPD, da es sich bei ihr nur um einen „politischen Gegner“ und nicht etwa, wie bei der CDU, um einen „Klassengegner“ handele. Außerdem hatte Benneter auch den Status der Jungsozialisten als SPD-Nachwuchsorganisation in Frage gestellt. Ab 1980 war er im Bundestag Vorsitzender des Unterausschusses für Abrüstung und Rüstungskontrolle.
In den 1980er Jahren vertrat Bahr wiederholt die Auffassung, ein Friedensvertrag für Deutschland als Ganzes sei zur Fiktion geworden. Es könne „nur um zwei Friedensverträge für die beiden deutschen Staaten gehen“.[10] Im September 1986 sicherte Bahr bei Gesprächen im Auftrag der SPD-Führung dem DDR-Staats- und Parteichef Erich Honecker zu, dass „bei der Regierungsübernahme durch die SPD“ nach der Bundestagswahl 1987 „die Regierung der BRD voll die Staatsbürgerschaft der DDR respektieren wird“; dies solle „Teil einer offiziellen Regierungserklärung sein und würde […] von J. Rau […] bei der Bekanntgabe seines Regierungsprogramms eindeutig gesagt werden.“[11] In einer Rede auf dem „Münchner Podium in den Kammerspielen ’88“ : „Ich kenne die Formeln und habe sie selbst benutzt, von der Wiedervereinigung, die gebetsmühlenhaft wiederholt werden, als hätte sich in vierzig Jahren nichts Wesentliches verändert. Aber Gebetsmühlen können die Wirklichkeit nicht verändern.“ [12] Es gebe dringendere Probleme – z. B. Hunger, Aids, Umweltzerstörung, Bevölkerungsexplosion, Rüstung –, und diese ließen sich nicht mit einer Lösung der deutschen Frage verbinden. Daher werde es zwei deutsche Staaten geben, während sich Abrüstungsprozesse vollzögen, eine Westeuropäische Union versucht und „das Europäische Haus“ entworfen werde. „Wer dabei die deutsche Frage aufwirft, stört Europa. Die Deutschen dürfen kein Störenfried mehr sein.“ Im Spätherbst 1988 bezeichnete er die Forderungen nach der deutschen Wiedervereinigung als „Sonntagsrederei, (…) Lüge, Heuchelei, die uns und andere vergiftet, politische Umweltverschmutzung“.[13] Noch fünf Tage nach dem Fall der Berliner Mauer nannte er es eine „Lebenslüge, über Wiedervereinigung zu reden“.[14] [Egon Bahr, Politische Tätigkeit, Wikipedia, abgerufen am 23.08.2016]
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Zum Gedenken an Egon Bahr [6:52]

Veröffentlicht am 20.08.2015
Egon Bahr (* 18. März 1922 in Treffurt; † 20. August 2015)

Deutschland hat einen der wichtigsten Politiker der Nachkriegszeit verloren. Egon Bahr gehörte zu denen, die über Jahrzehnte für die Annäherung der beiden deutschen Staaten gekämpft haben - trotz Mauer und Kaltem Krieg.

Zur Erinnerung ein Kontraste-Interview vom 21.09.1972 zur Zukunft der Verhandlungen zum Grundlagenvertrag zwischen D-Ost und D-West, nach dem Ende der sozialliberalen Koalition und vor den vorgezogenen Neuwahlen 1972.
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Interview mit Egon Bahr über die Nachkriegszeit 1945 - 1949 (1/2) [36:35]

Veröffentlicht am 15.12.2014
In diesem 1994 produzierten Interview spricht Egon Bahr über die Zeit unmittelbar nach dem Kriegsende, Vergewaltigungen, wochenlange Stromausfälle, Lebensmittelrationen, die Anfänge der Berliner Zeitung, den ersten Berliner Bürgermeister Arthur Werner, Karl Maron (später erster Innenminister der DDR), die Ergebnisse der Potsdamer Konferenz, wie er Journalismus von Peter Wyden erlernte, die Zusammenarbeit mit Hans Wallenberg, die non-fraternization Vorgaben der Amerikaner aber auch die Toleranz der Amerikaner, Jakob Kaiser, Konrad Adenauer und dem Unterschied zwischen den "befreiten" und "besiegten" Deutschen.
Außerdem spricht er über den Druck der sowjetischen Militäradministration als es um die Gründung der unterschiedlichen Parteien bzw. die Zwangsverschmelzung von Parteien ging und den anstehenden Winter 1945, auf den sich die Menschen vorbereiten mussten.

19:38 Bemerkenswert ist sein Vergleich der Diskussion um die Schuldfrage von Nazi-Deutschland nach Kriegsende zur heutigen Behandlung der DDR-Vergangenheit, der angesichts der heutigen Diskussion zum Thema "Unrechtsstaat" wieder besonders aktuell ist.

Das Interview führte Michael Kloft.

Interview mit Egon Bahr über die Nachkriegszeit 1945 - 1949 (2/2) [35:19]

Veröffentlicht am 23.12.2014
In diesem zweiten Teil des 1994 produzierten Interviews mit Egon Bahr spricht dieser darüber, dass sich nur wenige Deutsche für die Nürnberger Prozesse interessiert hat, dem Gefühl der Befreiung und die dadurch freigesetzten Energien, die Tagesrationen mit drei Zigaretten, die er von den Amerikanern bekam, das Platzen der Münchener Konferenz und deren Bedeutung für die dann folgende Teilung Deutschlands, den wirtschaftlichen Aufschwung im westlichen Teil und das Hinnehmen der Teilung durch West-Deutschland. Außerdem geht es um die Rolle von Ludwig Erhard im Zusammenhang mit der Währungsreform von 1948, Kurt Schumacher und Konrad Adenauer.

20:00 Der Hungerwinter 1946/47 wird nur kurz gestreift. Auch an die Luftbrücke erinnert sich Egon Bahr, der damals in Tempelhof wohnte, und den die startenden und landenden Flugzeuge nicht beim Schlafen gehindert hatten. Er spricht über Ernst Reuter und General Clay und wie entscheidend es war, dass die Amerikaner Berlin nicht verlassen haben.

Das Interview führte Michael Kloft.
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Geheimoperation Ostpolitik (WDR 2010) [43:56]

Veröffentlicht am 02.01.2015
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Historische Hintergründe zum "Wandel durch Annäherung" (Dokumentation). Ein außenpolitischer Schwerpunkt der ersten SPD/FDP-Bundesregierung Brandt/Scheel war die Besserung der Beziehungen zur DDR und zur Sowjetunion. Neben Egon Bahr sprechen u. a. Erhard Eppler und Valentin Falin.

[Doku] Der Geheimdiplomat Egon Bahr - Zum Tode von Egon Bahr [HD] [43:49]

Veröffentlicht am 30.08.2015
Politiker wie ihn gibt es heute kaum noch. Eine untergegangene "Spezies", ein wahrer "homo politicus". Egon Bahr, Jahrgang 1922, meinungsfreudig, mit klarer Überzeugung, Patriot. Egon Bahr ist keiner, der seine Standpunkte an Umfrageergebnissen orientiert. Keiner, der politische Visionen mit Machtstrategien verwechselt. Und auch keiner, der nach attraktiven Angeboten aus der Wirtschaft schielt. "Tricky Egon" ist der Spitzname für das SPD-Urgestein. Ausgeklügelte Reisediplomatie, sagenumwobene Geheimtreffen, waghalsige Versprechungen und sehr vorsichtige Zugeständnisse - damit hatte der Visionär Bahr großen Erfolg.
Menschen wie ihn, so haben viele den Eindruck, gibt es in der deutschen Politik heute nicht mehr. Eine untergegangene "Spezies", ein wahrer "homo politicus" so wie sein Parteifreund Helmut Schmidt: meinungsfreudig, mit klarer Überzeugung, Patriot. Keiner, der seine Standpunkte an Umfrageergebnissen orientiert, keiner, der politische Visionen mit Machtstrategie verwechselt, auch keiner, der nach attraktiven Angeboten aus der Wirtschaft schielte.
Ein Leben voller Bewegung, das die Menschen bis heute fasziniert. "Tricky Egon", ein Spitzname, der seine Art Politik zu machen, auf den Punkt bringt. Eine Mischung aus ausgeklügelter Reisediplomatie, sagenumwobenen Geheimtreffen und einer eigentümlichen Kombination aus waghalsigen Versprechungen und sehr vorsichtigen kleinen Schritten. Ein politischer Visionär, der die deutsch-deutschen Beziehungen immer im Auge hatte und früh realisierte, welche Politik nötig war, um dem Ziel Deutsche Einheit Schritt für Schritt näher kommen zu können. Ein Patriot mit Visionen und Prinzip, mit Kalkül und Riecher . Seit Anfang der 1960er Jahre einer der wichtigsten Männer an der Seite von Willy Brandt. Die Graue Eminenz und "Strippenzieher", seit 1969 unterwegs als Geheimdiplomat mit der Lizenz zum schonungslosen Sondieren, in Ost und West. Ein Virtuose der geheimen Drähte und back channels . Es ging um reale Gestaltungsräume für seine Neue Ostpolitik, die er 1963 schon auf den Nenner "Wandel durch Annäherung" gebracht hatte und er hauchte ihr mehr Leben ein, als erwartet werden konnte.
"Der Geheimdiplomat Egon Bahr" ein Film über einen Ausnahmepolitiker. Was hatte und hat er, was andere nicht haben? Gibt seine Biographie darüber Aufschluss? Sind es die ganz besonderen Erfahrungen im Zweiten Weltkrieg und während des demokratischen Wiederaufbaus, die ihn zu einem Visionär für Deutschland gemacht haben? Ein Leben, das wechselvoll und zunächst so gar nicht zugeschnitten war auf eine klassisch durchgeplante Politikerkarriere, wie sie in der jüngeren Generation heute so üblich zu sein scheint? Suchen die Menschen deswegen bis heute so zahlreich Rat und Wegweisung bei ihm?
Nicola Graef macht sich auf die Suche nach dem "Geheimnis" von Egon Bahr, dem Politiker und dem Menschen. Blicke hinter die Pokerface-Fassade. Seit einem halben Jahr begleitet die Autorin den nach wie vor äußerst umtriebigen "Strippenzieher". Termine gibt es genug. Besonders die Begegnungen mit den Weggefährten Helmut Schmidt und Henry Kissinger erzählen eindrucksvoll von der weltgeschichtlichen Bedeutung Egon Bahrs und davon, wie "Global Player" miteinander umgehen.
Erstmals ist er bereit, auch über seine privaten Leidenschaften zu plaudern, zusammen mit seiner Ehefrau Adelheid Bonnemann-Böhner. Auf die späte Liebe zu Egon Bahr angesprochen, lacht die Mittsiebzigerin. "Kennen gelernt haben wir uns im Kontext der Politik. Dann war ich Jahre später auf Kur. Neben wem sollte ich zum Abendessen platziert werden? Egon Bahr. Ich sagte zu der Leitung des Hauses: Auf keinen Fall, neben den will ich nicht. Naja, und dann saßen wir doch nebeneinander und das änderte alles."
"Der Geheimdiplomat Egon Bahr" das Portrait einer ebenso aktiven wie schillernden Persönlichkeit der legendären bundesrepublikanischen Politikergeneration, für die Pflichtbewusstsein, Arbeitsethos, Glaubwürdigkeit und Zuverlässigkeit höchste Tugenden waren Tugenden, nach denen sich heutzutage viele im Land wieder zu sehnen scheinen.
Eine Dokumentation von Nicola Graef anlässlich des 90. Geburtstags von Egon Bahr (18. März 2012).

Egon Bahr zur Souveränität der BRD, Totalüberwachung und Steuerung hinter der Fassade [13:58]

Veröffentlicht am 22.11.2013
Bemerkenswertes Interview das so manchem endgültig die Augen öffnen sollte. 
Egon Bahr machte 1940 zunächst eine Ausbildung zum Industriekaufmann bei der Rheinmetall Borsig AG in Berlin. Von 1942 bis 1944 nahm er als Soldat am Zweiten Weltkrieg teil, zuletzt als Fahnenjunker-Unteroffizier an der Luftkriegsschule VI in Kitzingen, wurde dann allerdings wegen „Einschleichens in die Wehrmacht" als „nichtarischer" Rüstungsarbeiter zu Rheinmetall-Borsig rückversetzt, denn er hatte (vergebens) seine jüdische Großmutter verheimlicht.[1] Nach dem Krieg arbeitete er als Journalist bei der Berliner Zeitung, anschließend bei der Allgemeinen Zeitung (Berlin) und dem Tagesspiegel (Berlin).[2] Von 1950 bis 1960 war er Chefkommentator und Leiter des Bonner Büros des RIAS. 1959 wurde er als Presseattaché an die Deutsche Botschaft in Ghana abgeordnet.

Egon Bahr war von 1972 bis 1990 Mitglied des Deutschen Bundestages. Er zog 1976 und 1980 als direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Flensburg -- Schleswig und sonst stets über die Landesliste Schleswig-Holstein in den Bundestag ein. Nach dem Rücktritt von Willy Brandt schied auch Bahr am 7. Mai 1974 zunächst aus der Bundesregierung aus. Am 7. Juli 1974 wurde er jedoch von Bundeskanzler Helmut Schmidt als Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit erneut in die Bundesregierung berufen. Nach der Bundestagswahl 1976 schied er am 14. Dezember 1976 endgültig aus der Bundesregierung aus. Von 1976 bis 1981 war er Bundesgeschäftsführer der SPD. Vor allem auf sein Betreiben hin wurde der damalige Bundesvorsitzende der Jusos, Klaus Uwe Benneter, aus der SPD ausgeschlossen. Benneter hatte zuvor geäußert, die DKP sei ein potenzieller Bündnispartner der SPD, da es sich bei ihr nur um einen „politischen Gegner" und nicht etwa, wie bei der CDU, um einen „Klassengegner" handele. Außerdem hatte Benneter auch den Status der Jungsozialisten als SPD-Nachwuchsorganisation in Frage gestellt. Ab 1980 war er im Bundestag Vorsitzender des Unterausschusses für Abrüstung und Rüstungskontrolle. -wikipedia

Quelle und komplettes Interview ist noch bei www.monitor.de zu sehen

zu diesem Thema siehe auch:
- Egon Bahr: Drei Briefe und ein Staatsgeheimnis (Post, 27.05.2015)
Die „Kanzlerakte“ – Dichtung oder Wahrheit (Terra-Kurier, 06.07.2009, 09.03.2015)
Brandt war empört, dass man von ihm verlangte, »einen solchen Unterwerfungsbrief« zu unterschreiben. Schließlich sei er zum Bundeskanzler gewählt und seinem Amtseid verpflichtet. Die Botschafter könnten ihn wohl kaum absetzen! Da musste er sich belehren lassen, dass Konrad Adenauer diese Briefe unterschrieben hatte und danach Ludwig Erhard und danach Kurt Georg Kiesinger . Dass aus den Militärgouverneuren inzwischen Hohe Kommissare geworden waren und nach dem sogenannten Deutschlandvertrag nebst Beitritt zur Nato 1955 die deutsche Souveränität verkündet worden war, änderte daran nichts. Er schloss: »Also habe ich auch unterschrieben« – und hat nie wieder davon gesprochen. [Egon Bahr, Mein Deutschland (Teil 9): Drei Briefe und ein Staatsgeheimnis, Die Zeit, 14.05.2009]

Egon Bahr über Geopolitik Russlands - 20.11.2014 [14:40]

Veröffentlicht am 30.11.2014
Egon Bahr plädiert für eine weniger aggressive Politik gegenüber Russland und versucht die geostrategischen Interessen der beteiligten Mächte näher zu beleuchten.

mein Kommentar:
Man möge mir folgende Frage beantworten:
Wie kann es sein, daß Frau Illner in ihrer Talkshow nach der Strategie Russlands fragt und es anscheinend niemandem auffällt, daß sich in der öffentlich-rechtlichen Medienlandschaft anscheinend niemand Gedanken über die Strategie der USA macht?
Fällt das denn niemandem auf? Herrscht da möglicherweise ein Denkverbot?

Egon Bahr: SPD-Politiker, Vordenker und Stratege | SWR1 Leute [32:31]

Veröffentlicht am 14.05.2013
Willy Brandt und Egon Bahr - Bahr, inzwischen 93 Jahre alt, erinnert sich in einem gerade erschienen Buch an den früheren Bundeskanzler, an seine eigene Rolle als Unterhändler der Warschauer und Moskauer Verträge, an heftige Auseinandersetzungen und Anfeindungen in der früheren Bundesrepublik. Kanal abonnieren unter: 

Egon Bahr zur Frage "Was bleibt?" [5:55]

Veröffentlicht am 13.11.2014
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Montag, 22. August 2016

Die US-amerikanische Suppe muß ausgelöffelt werden: Die Ukraine nimmt die Donbass-Bevölkerung als Geisel

Mit Minsk II, auch „Minsker Abkommen“ genannt,[1] wird der vom französischen Präsidenten François Hollande, der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel, dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko sowie dem russischen Präsidenten Wladimir Putin ausgehandelte und von den Teilnehmern der Trilateralen Kontaktgruppe am 12. Februar 2015 unterzeichnete "Maßnahmenkomplex zur Umsetzung der Minsker Vereinbarungen" bezeichnet. Unterzeichner sind die OSZE-Beauftragte Heidi Tagliavini, der frühere Präsident der Ukraine Leonid Kutschma, der Botschafter der Russischen Föderation in der Ukraine Michail Surabow sowie die Separatistenführer der selbstproklamierten und international nicht anerkannten „Volksrepubliken“ Luhansk und DonezkIgor Plotnizki und Alexander Sachartschenko.
[…]
Beobachter bezweifelten schon früh, dass das Abkommen durchdacht sei: Bereits kurz nach der Unterzeichnung der Vereinbarung traten russlandtreue Kämpfer zum Sturm auf Debalzewe an, eroberten den Ort drei Tage nach der offiziell verkündeten Waffenruhe, womit das Abkommen bereits gebrochen war. Im weiteren Verlauf schwelte der Konflikt mit wechselnder Intensität weiter. Im Juni griffen die regierungsfeindlichen Truppen den Ort Marjinka westlich von Donzek an, im August 2015 kam es im Frontabschnitt von Mariupol zu einem schweren Angriff.[8][9][10] Der Historiker Juri Felschtinski analyiserte: „Die Minsker Verträge sind für Putin eine militärische List zur Umgruppierung der Streitkräfte und zum Überdenken der Situation. Sie sind so zusammengestellt, dass Russland zu nichts verpflichtet wird. Sämtliche Verpflichtungen übernehmen die „Separatisten“ oder Kiew, und sogar Europa – aber nicht Russland. Die Interpretation der Verträge ist beliebig – von jeder der beteiligten Seite. Es ist absolut unmöglich herauszubekommen, wer gegen was verstoßen hat, die „Separatisten“ tragen keine Verantwortung, vor niemandem.“ [11] [Minsk II, Wikipedia, abgerufen am 22.08.2016]
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[…]Ukraine/Russland Die Diplomatie in der erneut aufgeflammten Ukraine-Krise ist einmal mehr zum Erliegen gekommen. Der Ausweg kann nur Minsk II heißen

Wer wen wozu auf der Krim attackiert hat, ob der russische oder eher der ukrainische Geheimdienst Legenden verbreitet, lässt sich nicht klären. Woran man sich halten kann, ist die Aussage von Wladimir Putin, wonach weiteres Verhandeln im Normandie-Format zwischen der Ukraine, Russland, Deutschland und Frankreich keinen Sinn mehr ergibt. Da jenes Forum bisher als diplomatischer Überbau des Minsk-II-Vertrages gilt, wird dem russischen Präsidenten nachgesagt, er wolle aus dem Minsker Prozess aussteigen. Was nachvollziehbar wäre, nachdem die Kiewer Regierung nie wirklich eingestiegen ist.

Es könnte in Berlin oder Paris manchem Kurzzeitgedächtnis entfallen sein: Als am 12. Februar 2015 in der weißrussischen Hauptstadt das Abkommen ausgehandelt war, lautete dessen Kernaussage, dass die prorussischen Volksrepubliken im Donbass formal Teil der Ukraine bleiben, doch auf weitgehende Autonomie rechnen dürfen. Die sollte sowohl in einer reformierten Verfassung wie einzelnen Gesetzen verankert sein. Was lässt sich nach anderthalb Jahren vorweisen? Bis auf eine brüchige Waffenruhe so gut wie nichts. Das in Kapitel drei von Minsk II vereinbarte „Gesetz über den besonderen Status des Donbass“ wird vom Parlament in Kiew blockiert. Das unter Kapitel sechs erwähnte Dekret über eine Amnestie für Teilnehmer „an Kriegshandlungen in einzelnen Bezirken der Regionen Donezk und Luhansk“ lässt ebenso auf sich warten, wie das für in Kapitel acht angemahnte „Maßnahmen zur Verbesserung der humanitären Lage im Donbass“ zutrifft. Stattdessen hat die Regierung Poroschenko sämtliche Sozialtransfers in die Region der Abtrünnigen gekappt. Wer als Pensionär innerhalb des Donbass lebt, muss sich seine Rente außerhalb des Donbass abholen. Oder darauf verzichten und auf Alimentierung durch Hilfe aus Russland oder durch den ukrainischen Oligarchen Rinat Achmetow hoffen.

mehr:
- Putin sagt ab (Lutz Herden, der Freitag, 22.08.2016)

General a.D. Harald Kujat über Minsk II - 11.02.2015 [12:40]

Veröffentlicht am 20.02.2015
General a.D. Harald Kujat spricht über Minsk II und die geopolitischen Faktoren in diesem Krieg.

USA geben nur "Rebellen" Schuld an Minsk II Verletzungen - OSZE-Bericht widerspricht [1:45]

Veröffentlicht am 04.06.2015
Mehr auf unserer Webseite: http://rtdeutsch.com

Glaubt man den Angaben des US-Außenministeriums, dann könnte man zu der Überzeugung gelangen, dass die ukrainische Regierung kein einziges Mal die Waffenstillstandsvereinbarung gebrochen hat. Allerdings spricht der aktuelle OSZE-Bericht von neun Verletzungen auf Seiten der Volksmilizen und acht durch die ukrainischen Streitkräfte. Weitere neun konnten nicht zugeordnet werden. RT Washington Korrespondentin Gayane Chichakyan konfrontierte Marie Harf, die Sprecherin des US-Außenministeriums mit diesen Zahl und fragte, wie auf dieser Basis die USA zu der Aussage kommen "Die überwiegende Mehrheit der Waffenstillstandsverletzungen erfolgte durch die Rebellen“. Die Antwort von Harf ist ziemlich selbstentlarvend.

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Nach Kreuzverhör: USA gestehen Verletzung des Waffenstillstands durch ukrainische Armee ein [12:08]

Veröffentlicht am 29.05.2015
Nach langem Lavieren hat der Sprecher des US-Außenministeriums auf die Fragen der RT-Reporterin Gayane Chichakyan schließlich doch einräumen müssen, dass die ukrainische Armee mit Artillerieangriffen mehrmals das Waffenstillstandsabkommen zwischen Kiew und den ostukrainischen Selbstverteidigungskräften gebrochen habe.

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Hubert Seipel im Dialog mit Alfred Schier am 14.11.2015 [31:16]

Veröffentlicht am 16.11.2015
Kein westlicher Journalist kam Russlands Präsident Wladimir Putin näher als Hubert Seipel. Für die Dreharbeiten zu seiner Dokumentation „Putin und ich“ erlebte Seipel das russische Staatsoberhaupt über Wochen bei ein- und ausgeschalteter Kamera - beim Billardspiel, im Präsidenten-Jet oder bei der Jagd. Im Dialog mit Alfred Schier spricht Grimme-Preisträger Seipel über die Person Putin, über die Perspektive des Westens sowie über die Interessen Putins in der Ukraine und in Syrien.
Alfred Schier spricht Im Dialog mit Hubert Seipel.
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Blank ziehende Mongolen, andere Kulturen, westliche Werte und die Banalität des Bösen

Mongolische Trainer ziehen vor Kampfrichter blank | Rio 2016 | Sportschau [5:48]

Veröffentlicht am 21.08.2016
http://www.sportschau.de/olympia
Der Mongole Mandakhnaran Ganzorig ließ sich im Kampf um Bronze zu früh bejubeln: Sein Verhalten wurde als Unsportlichkeit gewertet und Ikhtiyor Navruzov gewinnt mit dem letzten gegebenen Punkt. Doch ohne außergewöhnlichen Protest geben sich die mongolischen Trainer nicht geschlagen.

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Quelle: Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung?,
Wikipedia, abgerufen am 22.08.2016
Arendt bezeichnet Eichmann als normalen Menschen. Abgesehen davon, dass er eine Karriere im SS-Apparat machen wollte, hatte er kein Motiv, vor allem war er nicht übermäßig antisemitisch. Er war psychisch normal, kein Dämon oder Ungeheuer. Er erfüllte nur seine Pflicht, er hat nicht nur Befehlen gehorcht, sondern dem Gesetz gehorcht.[2] Der Gesetzgeber war Adolf Hitler mit seinem Führerwillen, Eichmann war nicht länger Herr über [s]ich selbständern konnte [er] nichts. Eichmanns Unfähigkeit, selbst zu denken, zeigte sich vor allem an der Verwendung klischeehafter Phrasen, einem Verstecken hinter der Amtssprache. Als auf der Wannseekonferenz die Spitzen von Ministerien, Justiz und Wehrmacht der Endlösung unwidersprochen zustimmten, fühlte Eichmann sich jeder Verantwortung enthoben: die gute Gesellschaft stimmte zu, was sollte er als kleiner Mann da machen? Nach der Wannseekonferenz, als er im Kreis der Großen fachsimpeln durfte, waren minimale Zweifel, eventuelle Gewissensbisse verschwunden. Sein Gewissen hatte er an die Oberen abgetreten. In diesem Augenblick fühlte ich mich wie Pontius Pilatus, bar jeder Schuld.[3] Im Gegensatz dazu betont Arendt, dass es auch unter der totalitären Herrschaft Wahlmöglichkeiten, eine Moral gibt. [Eichmann in Jerusalem, Inhalt und Wirkung, Wikipedia, abgerufen am 22.08.2016]
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Das Milgram-Experiment ist ein erstmals 1961 in New Haven durchgeführtes psychologisches Experiment, das von dem Psychologen Stanley Milgramentwickelt wurde, um die Bereitschaft durchschnittlicher Personen zu testen, autoritären Anweisungen auch dann Folge zu leisten, wenn sie in direktem Widerspruch zu ihrem Gewissen stehen. Der Versuch bestand darin, dass ein „Lehrer“ – die eigentliche Versuchsperson – einem „Schüler“ (ein Schauspieler) bei Fehlern in der Zusammensetzung von Wortpaaren jeweils einen elektrischen Schlag versetzte. Ein Versuchsleiter (ebenso ein Schauspieler) gab dazu Anweisungen. Die Intensität des elektrischen Schlages sollte nach jedem Fehler erhöht werden. Diese Anordnung wurde in verschiedenen Variationen durchgeführt. [Milgram-Experiment, Wikipedia, abgerufen am 22.08.2016]
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Through an interpreter, one of his soldiers asked one of the Americans if he believed in God. The American shook his head no and said he didn’t. Overhearing the conversation, Hasanzada quickly ordered the interpreter not to respond. But it was no use: the Afghan soldier had seen the American’s body language and understood. “My soldier got very upset, quit the army within days, and gave his salary to poor local people,” says Hasanzada. “At least he didn’t react with his Kalashnikov.” [aus Afghanistan: ‘Green on Blue’ Killings Explained, Sami Yousafzai, Newsweek, 27.08.2012]

»Trotz allem Positiven, das in den vergangenen Jahrzehnten erreicht wurde, haben wir es bisher nicht geschafft, einen effektiven Mechanismus der Zusammenarbeit auszuarbeiten. Die bisher ausgebauten Koordinationsorgane geben Russland keine realen Möglichkeiten, bei der Vorbereitung der Beschlussfassung mitzuwirken. Heutzutage werden Entscheidungen manchmal überhaupt ohne uns getroffen. Wir werden dann nachdrücklich gebeten, sie zu bestätigen. Dann spricht man wieder von der Loyalität gegenüber der NATO. Es wird sogar gesagt, ohne Russland sei es unmöglich, diese Entscheidungen zu verwirklichen. - Wir sollten uns fragen, ob das normal ist, ob das eine echte Partnerschaft ist.«  [aus Putins Rede vom 25.09.2001 vor dem deutschen Bundestag (Wortprotokoll auf der Seite des Deutschen Bundestages)]

»Ich habe [den italienischen Verteidigungsminister] so verstanden, dass die Anwendung von Gewalt nur dann als legitim gilt, wenn sie auf der Grundlage einer Entscheidung der NATO, der EU oder der UNO basiert. Wenn er das tatsächlich meint, dann haben wir verschiedene Standpunkte. Oder ich habe mich verhört. Legitim ist eine Anwendung von Gewalt nur dann zu nennen, wenn ihr ein UNO-Beschluss zu Grunde liegt. Und man darf die UNO nicht durch die NATO oder die EU ersetzen.« [aus Putins Rede 2007 auf der 43. Münchner "Sicherheitskonferenz" in deutscher Übersetzung; Quelle: russland.ru, veröffentlicht bei der AG Friedensforschung, Kassel]

Es war der erste Auftritt eines russischen Staatspräsidenten auf der Sicherheitskonferenz. Und er wirbelte das transatlantische Wohlgefühl ordentlich durcheinander: Den USA unterstellte er das Streben zu "monopolarer Weltherrschaft", sie hätten "ihre Grenzen in fast allen Bereichen überschritten". Die Nato warnte er vor "ungezügelter Militäranwendung". Nordatlantik-Allianz und Europäische Union würden anderen Ländern ihren Willen aufzwingen und auf Gewalt setzen, so Putin. Die Nato-Osterweiterung kritisierte Russlands Präsident massiv, weil deren militärische Infrastruktur "bis an unsere Grenzen" heranreiche. 
Nato-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer reagierte sichtlich verärgert: Was Putin gesagt habe passe nicht zur viel beschworenen "Partnerschaft zwischen Russland und der Nato". […] Wie könne man sich denn sorgen, "wenn Demokratie und Rechtsstaat näher an die Grenzen rücken", fragte er mit Blick auf Putins Äußerung gegen die Nato-Osterweiterung. [Sicherheitskonferenz in München: Putin schockt die Europäer, Sebastian Fischer, SPON, 10.02.2007] 


»Die EU war tatsächlich überrascht von der Krise, da in Brüssel nicht damit gerechnet wurde, dass Russland mit militärischen Maßnahmen auf ein ursprünglich rein technisches Freihandelsabkommen reagieren würde.« [Dr. Lina Fix, Russland-Expertin der DGAP (Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik), in einem Interview mit dem Deutsch-Türkischen Journal: Das Assozierungsabkommen mit der EU war Auslöser des KonfliktesDeutsch-Türkisches Journal, 04.07.2014 – dazu auch: Der militärische Teil des EU-Assoziierungsabkommens mit der Ukraine, Post, 21.05.2015)]

Weil wir am Recht festhalten, es stärken und nicht dulden, dass es durch das Recht des Stärkeren ersetzen wird, stellen wir uns jenen entgegen, die internationales Recht brechen, fremdes Territorium annektieren und Abspaltung in fremden Ländern militärisch unterstützen. Und deshalb stehen wir ein für jene Werte, denen wir unser freiheitliches und friedliches Zusammenleben verdanken. Wir werden Politik, Wirtschaft und Verteidigungsbereitschaft den neuen Umständen anpassen. [Bundespräsident Gauck in seiner Rede zum Ausbruch des Zweiten Weltkriegs am 1. September 2014 in Danzig/Polen.]
siehe auch:
- Putin hat gesprochen! Howgh! – Die Valdai-Rede und die Rede vor der UN-Vollversammlung (Post, 26.10.2014) 

Ihr Denken veränderte die Welt ☆ Hannah Arendt [1:53:27]


Veröffentlicht am 09.11.2014
"EICHMANN IN JERUSALEM. EIN BERICHT VON DER BANALITÄT DES BÖSEN" ist ein Buch der politischen Theoretikerin Hannah Arendt, das sie anlässlich des 1961 vor dem Bezirksgericht Jerusalem geführten Prozesses gegen den SS-Obersturmbannführer Adolf Eichmann verfasste. Es beruhte auf ihren Prozessberichten in der amerikanischen Presse, erschien erstmals 1963 und rief mehrere langanhaltende Kontroversen hervor.

"Ihr Denken veränderte die Welt ☆ Hannah Arendt" ist ein deutscher Spielfilm von Margarethe von Trotta aus dem Jahr 2012 mit Barbara Sukowa in der Rolle der politischen Theoretikerin und Publizistin Hannah Arendt.

Seine Weltpremiere hatte der Film am 11. September 2012 beim 37. Toronto International Film Festival,[2] die Deutschlandpremiere fand am 8. Januar 2013 im Essener Kino Lichtburg statt, der deutsche Kinostart war am 10. Januar 2013. In der Schweiz kam der Film am 17. Januar, in Österreich am 22. Februar 2013 erstmals in die Kinos.

Der Film spielt in den Jahren 1960 bis 1964 und konzentriert sich auf die Zeit Hannah Arendts im Exil in New York. In jenen Jahren wollte sie das Handeln der Menschen unter dem Nazi-Regime verstehen.

Ausgangspunkt der Handlung ist der Eichmann-Prozess, der möglich geworden war, nachdem im Mai 1960 der Mossad den in Argentinien untergetauchten SS-Obersturmbannführer aufgespürt und nach Israel entführt hatte. Arendt schlägt dem Magazin The New Yorker vor, über den Prozess in Jerusalem zu berichten. Der Herausgeber William Shawn ist begeistert über das Angebot der für klare Standpunkte und scharfsinnige Analysen geschätzten berühmten Denkerin.

Im April 1961 reist Arendt nach Jerusalem, wo sie ihren alten Freund Kurt Blumenfeld wiedertrifft. Sie besucht dort alle wichtigen Gerichtsverhandlungen, in denen sie akribisch alles protokolliert. Der Film baut dabei Originalmaterial in die Spielhandlung ein. Eichmann entpuppt sich im Verlauf des Prozesses nicht als bestialisches Monster, sondern als ein mittelmäßiger Bürokrat, was Arendt überrascht. Im Laufe des Prozesses wird sie auch Zeugin, wie Holocaustüberlebende während der Befragung zusammenbrechen.

Über die Dialoge, die Arendt mit ihrem Mann Heinrich Blücher, ihrer Freundin Mary McCarthy und ihrer Sekretärin Lotte Köhler führt, wird der Zuschauer über ihre politisch-philosophischen Überlegungen informiert. Zwischenszenen handeln von Arendts Leben in Deutschland vor 1933 und von ihrer Beziehung zu Martin Heidegger.

Nach zwei Jahren intensiver Arbeit, umfangreichen Recherchen und vielen Diskussionen schreibt Arendt eine Artikelserie, die sofort einen Skandal in den USA, Israel und in der Welt provoziert. Sie zieht sich aufs Land zurück, um sich der öffentlichen Aufmerksamkeit zu entziehen. Auch viele ihrer Freunde kritisieren sie heftig. Vor allem werden Arendt ihre Anschuldigungen an die Judenräte, mit den deutschen Behörden kooperiert zu haben, ihre These von der „Banalität des Bösen“ und ihre mangelnde Liebe zu den Juden vorgeworfen. Ihre akademische Karriere scheint gefährdet, als sie von Leitern ihrer Universität aufgefordert wird, die Universität zu verlassen. In einer nicht authentischen, für den Film erfundenen Szene wird sie während eines Waldspazierganges von Agenten des Mossad bedrängt, die Veröffentlichung ihres geplanten Buchs Eichmann in Jerusalem aufzugeben.

Arendt jedoch bleibt konsequent bei ihrer Haltung und scheut keine Auseinandersetzungen. Bei ihren Vorlesungen sind die Hörsäle überfüllt, die Studenten hören mit Interesse ihre Analysen und unerschrockenen Schlussfolgerungen. Von den Freunden halten nur noch ihr Mann sowie Mary McCarthy und Lotte Köhler zu ihr.

Besetzung

Barbara Sukowa als Hannah Arendt
Janet McTeer als Mary McCarthy
Klaus Pohl als Martin Heidegger
Nicholas Woodeson als William Shawn
Axel Milberg als Heinrich Blücher
Julia Jentsch als Lotte Köhler
Ulrich Noethen als Hans Jonas
Michael Degen als Kurt Blumenfeld
Victoria Trauttsmansdorf als Charlotte Beradt
Freiderike Becht als Young Hannah Arendt
Harvey Friedman als Thomas Miller
Megan Homosexuell als Francis Wells
Claire Johnson als Frau Serkin
Gilbert Johnston als Professor Kahn
Tom Leik als Jonathan Schell

zur Arendt-Kontroverse siehe:
- Das Böse der Lächerlichkeit preisgeben (Thomas Hummitzsch, Glanz & Elend, Datum unbekannt, abgerufen am 01-09-2016) und
- xxx ()

mein Kommentar:
Wir wollen also Freiheit und Demokratie in die ganze Welt exportieren, Deutschland am Hindukusch verteidigen und die Ursachen der Flüchtlingsströme bekämpfen…
Was Hannah Arendt als die »Banalität des Bösen« bezeichnet, ist nach ihren Worten die Dummheit, nicht gewillt zu sein, sich vorzustellen, was im anderen vor sich geht. Bevor wir uns immer und immer wieder mit dem Appell an unsere sogenannten »westlichen Werten« selbst hypnotisieren, sollten wir Hannah Arendts Standpunkt ganz intensiv bebrüten – und uns dabei an Kants Definition der Aufklärung erinnern…


Sonntag, 21. August 2016

Doping bei Olympia: Der schwarze Medaillenspiegel

Runter vom Treppchen! Die Olympiageschichte ist voller Sieger, die später des Dopings überführt wurden. Sie mussten ihre Medaillen zurückgeben. Ein Ranking der Schande

Eine Liste der überführten Dopingsünder, die Medaillen zurückgeben mussten, finden Sie hier.
Olympia hat Pause, der schwarze Medaillenspiegel ruht nie. Er zeigt das Ranking aller Nationen, denen in der Geschichte der Olympischen Spiele, ob Sommer oder Winter, Medaillen wegen Dopings aberkannt wurden. Es ist die pharmazeutische Tabelle, eine Statistik des Betrugs, eine Liste des Gifts, eine Hall of Shame.

Manche Betrüger erwischt es ganz schnell, während der Spiele. In Rio ließen sich der kirgisische Gewichtheber Isat Artykow und Serghei Tarnovschi, ein Kanufahrer aus Moldau, erwischen. Bei anderen dauert es sehr lange, bis man sie ertappt. Ihnen werden Nachtests zur Falle. Im Januar 2017 entzog das IOC drei Chinesinnen die Goldmedaillen. Sie hatten 2008 in Peking jeweils im Gewichtheben gesiegt, waren aber gedopt. China steigt damit auf Rang fünf. Auch die Weißrussin Nadseja Astaptschuk, die 2008 im Kugelstoßen Bronze holte, ist ihre Medaille wieder los. Schon im November wurde ihrer Landsfrau Natallja Michhnewitsch im gleichen Wettbewerb Silber entzogen.

Erst im November 2016 hatte das IOC dem zweifachen kasachischen Olympiasieger im Gewichtheben, Ilja Iljin, die Medaillen aberkannt. Alleine seit Mitte Oktober wurden in 37 Fällen Athleten und Athletinnen ihre Medaillen von 2008 und 2012 aberkannt. Kasachstan stieg damit dank seiner Gewichtheber gleich auf Platz drei in den Medaillenspiegel ein.

Seit den Spielen von Athen 2004 lagert das IOC Tausende Urin- und Blutproben von vergangenen Spielen und testet sie teilweise Jahre später nach. Der Grund: Im Laufe der Zeit verfeinern sich die Analysemethoden. Die Wissenschaft entdeckt zum Beispiel neue Abbauprodukte. Das erleichtert die Jagd nach den Dopern. Man kann drauf wetten, dass auch der eine oder andere Gewinner von Rio irgendwann erwischt wird – und sei es in fünf oder in zehn Jahren. Das Signal an die Sportler ist klar: Ihr dürft euch nie sicher sein! Das Signal an die Fans: alle Angaben ohne Gewähr.

mehr:
- Doping bei Olympia: Der schwarze Medaillenspiegel (Paul Blickle, Oliver Fritsch, ZON, 19.08.2016)

Die kuriosesten Doping-Fälle bei Olympia [2:00]

Veröffentlicht am 01.08.2012
http://youtube.com/thesimpleshow - Doping bei den Olympischen Spielen gibt es seit fast 100 Jahren. Pionier auf diesem Gebiet war ein amerikanischer Marathonläufer. Die Mischung, die er sich damals zuführte, hatte jedoch nichts mit heutigen Doping-Methoden zu tun.

Prof. Dr. Werner Franke: Vortrag "Doping: – Verbrechen im nationalen Interesse" [2:04:39]

Veröffentlicht am 22.01.2016
FDP Neujahrsempfang Wiesloch 17.1.2016
Prof. Dr. Werner Franke
Vortrag "Doping: Körperverletzender (BGH) Missbrauch der Wissenschaft – Verbrechen im nationalen Interesse"

siehe auch:

Sport, Staats-Doping und zweierlei Maß (Post, 14.08.2016)
und:
- Doping in the United States (engl. Wikipedia, abgerufen am 21.08.2016)
U.S. swimmer Lilly King spars with Russia's Yulia Efimova over doping (Nathan Fenno, Los Angeles Times, 21.08.2016)
Olympia 2016 in Rio Olympia und die USA: Künstliche Realität (Tagesspiegel, 20.08.2016)
The US wins Olympic gold in doping (Chris Mills, BGR, 17.08.2016)
Pillen, Pulver, teurer Urin (Thomas Renggli, Tagesanzeiger.Ch.-Blog, 15.08.2016)
Justin Gatlin on criticism by Lilly King: I've done what I need to do (ESPN, 14.08.2016)
- Sports 2016 Olympis – Team USA Is About to Be Kicked Off its Doping High Horse in Rio (Sean Gregory, Time, 13.08.2016)
The Chuck Wielgus Blog: Creating a State-Sponsored Doping Program (Chuck Wielgus, USA Swimming, 12.08.2016)
Sport Olympia 2016 "Die haben uns Medaillen geklaut. Das ist krank" (Die Welt, 11.08.2016)
Olympische Spiele: Kalter Krieg im Schwimmbecken (Sabrina Knoll, ZON, 10.08.2016)
- USA flag-bearer Michael Phelps admits doubts about doping in the pool (Chris Barrett, stuff, 04.08.2016)
Doping im Sport: USA und Russland (Schutzengel-orga.News, 31.07.2016)
Olympia: 45 Athleten früherer Spiele positiv auf Doping getestet (ZON, 11.07.2016)
- Olympics: Michael Phelps says he doesn’t think he has ever competed in a clean sport (Todd Blym, Gold Coast Bulletin, 03.08.2016)
IOC-Beschluss zu Russland: Welt-Anti-Doping-Agentur reagiert enttäuscht (SPON, 25.07.2016)
Doping: US-Sport kämpft um Glaubwürdigkeit (Heinz P. Kreuzer, FAZ, 27.06.2001)
- Feind im eigenen Haus – Dem Spitzensport in den Vereinigten Staaten droht ein gigantischer Skandal: Haben mehrere hundert Athleten ungestraft gedopt? Ein Insider will vor Gericht auspacken. (Udo Ludwig, Michael Wulzinger, Der Spiegel, 1/2001, gefunden bei CarminaRo)
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Freitag, 19. August 2016

Heute vor 25 Jahren – 19. August 1991: Putsch in Moskau

Am Montag, dem 19. August 1991, einen Tag bevor Staats- und Parteichef Michail Gorbatschow und eine Gruppe führender Politikder der Sowjetrepubliken den neuen Unionsvertrag über die »Gemeinschaft Unabhängiger Staaten« (GUS) unterzeichnen sollten, versuchte eine Gruppe, die sich selbst »Staatskomitee für den Ausnahmezustand« (GKTschP) nannte, die Macht in Moskau zu ergreifen. Alle Beteiligten waren erst unter Gorbatschow auf ihre Positionen gelangt. Zu den Mitgliedern gehörten: 
 – Gennadi Janajew (1937–2010), Vizepräsident der UdSSR 
 – Dimitri Jasow (geb. 1924), Verteidigungsminister 
 – Wladimir Krjutschkow (1924–2007), Vorsitzender des KGB 
 – Walentin Pawlow (1937–2003), Ministerpräsident 
 – Boris Pugo (1937–1991), Innenminister 
 – Oleg Baklanow (geb. 1932), Mitglied des ZK der KPdSU 
 – Wassili Starodubzew (1931–2011), Vorsitzender des Bauernverbandes – Alexander Tisjakow (geb. 1926), Präsident des Verbandes der Staatsunternehmen 
 Zu den weiteren Mitinitiatoren des Putsches gehörten: 
 – Walentin Warennikow (1923–2009), stellvertretender Verteidigungsminister 
 – Oleg Schenin (1937–2009), Mitglied des Politbüros und Sekretär des ZK der KPdSU 
 – Anatoli Lukjanow (geb. 1930), Vorsitzender des Obersten Sowjets 
 – Waleri Boldin (1935–2006), Abteilungsleiter im ZK der KPdSU und Stabschef Michail Gorbatschows 
 – Juri Plechanow (1930–2002), KGB-General und Chef des Personenschutzes des Präsidenten 
 Die Gruppe verkündete, dass Gorbatschow erkrankt und daher von seinen politischen Ämtern befreit sei. Vizepräsident Janajew wurde zum Interimspräsidenten ernannt. Gorbatschow selbst war seit dem 4. August im Urlaub in Foros auf der Halbinsel Krim. Dort wurde er vom Nachmittag des 18. August bis zum 21. August festgesetzt und isoliert, nachdem er seine Zustimmung zur Verhängung des Notstandes und die Übertragung seiner Vollmachten an den Vizepräsidenten verweigert hatte. Er kehrte am 22. August nach Moskau zurück. 
 Die Streitkräfte und Teile des KGB verweigerten dem Staatskomitee die Loyalität. Die in Moskau aufgefahrenen Panzertruppen unterstellten sich dem Präsidenten der Russischen Föderation Boris Jelzin. Nach dem Scheitern des Putsches am 21. August beging Pugo Selbstmord, die anderen Mitglieder des Komitees wurden verhaftet, kamen aber in den Jahren 1992 und 1993 ohne Verfahren wieder frei. Die russische Staatsduma amnestierte sie 1994. Warennikow, der dem Komitee nicht angehört hatte, verweigerte die Amnestie und wurde im August 1994 vom Obersten Gericht Russlands wegen Befehlsnotstandes freigesprochen.
mehr:
- »Von Machtwechsel keine Rede« (Arnold Schölzel im Gespräch mit Hans Modrow, junge Welt, 19.08.2016)
siehe auch:

Täuschung - Die Methode Reagan, Ressourcenkriege und medial vemittelte Feindbilder (Post, 06.05.2015)


Vor 20 Jahren: Moskau zwischen Goldrausch und Gewalt {21:45}

spiegeltv
Am 05.05.2015 veröffentlicht
Wer schnell zu Geld kommen möchte, sollte sein Glück in Moskau versuchen. Die ehemalige Metropole des real existierenden Sozialismus ist Mitte der Neunzigerjahre eine Stadt der unbegrenzten Möglichkeiten geworden. Es herrscht eine Art kapitalistischer Urzustand, in dem fast alle Werte und Regeln außer Kraft gesetzt sind. Gier und Gewalt sind die einzig verlässlichen Eckdaten. Die Zahl derer, die auf der Strecke bleiben, steigt mit jedem Tag und jeder Nacht.
Die Verschleuderung des damaligen "Volkseigentums" zu Spottpreisen begünstigte damals Mafiosi und raffgierige Spekulanten. "So wurde die westliche Idealvorstellung von freier Marktwirtschaft hier bei uns vollzogen", erzählt der Journalist. "Wenn Sie begreifen möchten, warum Putin so populär ist, dann schauen Sie sich heute in Ulan Ude um. Er hat damals den Saustall ausgemistet." [Der Ferne Osten Russlands befindet sich im AufbruchRamon Schack, Telepolis, 22.11.2014]
siehe zur Situation Russlands in den letzten 20 Jahren:
- Der Ferne Osten Russlands befindet sich im Aufbruch (Post, 22.11.2014)

Spiegel TV - Magazin 165 - Der Putsch - Moskau, August 1991 {31:24}

Christel Bushmann
Am 22.06.2016 veröffentlicht
Der Putsch - Moskau, August 1991.
Eine Reportage für Spiegel TV von Christel Buschmann (25.08.1991).
www.christelbuschmann.com

Ende einer Supermacht Putsch gegen Gorbatschow [43:43]

Doku Channel
Am 04.04.2012 veröffentlicht
Neue Videos auf den Kanal ! Die Welt hält am 19. August 1991 den Atem an: Panzer in Moskau. Kommunistische Hardliner haben Gorbatschow an seinem Urlaubsort festgesetzt. Der Westen befürchtet die Wiedergeburt des Kalten Kriegs.
Die Machtzentren in USA und Europa reagieren alarmiert, die Börse nervös. Als die Nachrichtenagentur TASS verbreitet, Gorbatschow sei aus "gesundheitlichen Gründen" zurückgetreten, scheint das Ende der Perestroika nahe mit unabsehbaren Folgen für den globalen Entspannungsprozess. Besonders groß ist die Sorge in Deutschland. In den neuen Bundesländern stehen noch knapp 300.000 sowjetische Soldaten, deren vollständiger Abzug erst für 1994 vertraglich vereinbart ist.

Michail Gorbatschow - EXTREMER Weltveränderer und Privatmann [HD Doku DEUTSCH] 2016 {1:01:45}

camila senere
Am 05.04.2016 veröffentlicht
Er läutete das Ende des Kalten Krieges ein, ließ den Eisernen Vorhang fallen und ermöglichte die deutsche Wiedervereinigung. Am 2. März 2016 wird Michail ...
Michail Gorbatschow - EXTREMER Weltveränderer und Privatmann [HD Doku DEUTSCH] 2016
Alter Info-Text, 136.03.2016:
Er läutete das Ende des Kalten Krieges ein, ließ den Eisernen Vorhang fallen und ermöglichte die deutsche Wiedervereinigung. Am 2. März 2016 wird Michail Gorbatschow 85 Jahre alt.
Die welthistorischen Veränderungen, die er ab 1985 als neuer Kreml-Chef einleitete, wirken weit in die Gegenwart hinein. Was trieb Gorbatschow an, die Sowjetunion von einer Diktatur hin zu mehr Demokratie zu führen? Was waren seine Ziele?
Für diese Dokumentation - eine Zusammenarbeit von "ZDF-History" und Phoenix - gab Gorbatschow ein neues und ausführliches Exklusiv-Interview. Darin schildert er auch seine Kindheit und Jugend, die Bedeutung seiner Lebensliebe zu seiner verstorbenen Ehefrau Raissa sowie seine Zeit nach 1991, als die Sowjetunion unterging und er den Kreml verlassen musste. Die filmische Spurensuche führt daher auch in seine südrussische Heimat und seinen Geburtsort. Die Dokumentation des Osteuropahistorikers Ignaz Lozo ist ein Porträt nicht nur des Weltpolitikers und Friedensnobelpreisträgers, sondern vor allem auch des Menschen Michail Gorbatschow.

Geheimnisse des Kalten Krieges Schlachtfeld Europa [Doku 2016 HD] {1:09:18}

Billy Gonsoulin
Am 30.06.2017 veröffentlicht
Vor 25 Jahren endete der Kalte Krieg, der Jahrzehnte lang wie ein Alptraum über Europa gelegen hatten. Die Mauer war gefallen, Nato und Warschauer Pakt zogen gewaltige Panzerarmeen ab.
Sie räumten ihre hochgesicherten Depots taktischer Atomwaffen. Mitteleuropa war nicht zum alles verschlingenden nuklea-ren Schlachtfeld geworden. Das Gleichgewicht des Schreckens zwischen den rivalisierenden Supermächten hatte letztlich die erhoffte Wirkung gezeigt.
Der Dritte Weltkrieg fand nicht statt. Die Dokumentation legt ein ganz besonderes Augenmerk auf die bitteren Realitäten eines möglichen Schlachtfeldes in Deutschland, auf die Planungen der Supermächte auf beiden Seiten der innerdeutschen Grenze.

Der Kalte Krieg Jagd auf den Inneren Feind - Reportage über den Kalten Krieg [43:09]

Veröffentlicht am 20.05.2013
45 Jahre von 1945 bis 1990 saß die Welt auf einem Pulverfass. Und oft schien es, als würde Feuer an die Lunte gelegt, die das Fass zur Explosion bringt. Die ideologischen Auseinandersetzungen zwischen Ost und West arteten zur Rüstungsspirale aus. Aber auch verbal verhärteten sich die Fronten.
Die psychologische Komponente spielte eine zunehmend wichtige Rolle im Wettkampf der Systeme um Macht und Einfluss. Die Sendereihe Der Kalte Krieg ist eine politische Enzyklopädie jener fast 50 Jahre, die auf den Zweiten Weltkrieg folgten.

Der Kalte Krieg Reagan und Gorbatschow Doku über Reagan und Gorbatschow {43:51}

Torben Henningsens
Am 21.05.2013 veröffentlicht
45 Jahre -- von 1945 bis 1990 -- saß die Welt auf einem Pulverfaß. Und oft schien es, als würde Feuer an die Lunte gelegt, die das Faß zur Explosion bringt. Die ideologischen Auseinandersetzungen zwischen Ost und West arteten zur Rüstungsspirale aus. Aber auch verbal verhärteten sich die Fronten. Die psychologische Komponente spielte eine zunehmend wichtige Rolle im Wettkampf der Systeme um Macht und Einfluß. Die Sendereihe "Der Kalte Krieg" ist eine politische Enzyklopädie jener fast 50 Jahre, die auf den Zweiten Weltkrieg folgten. Mehr als fünf Jahre haben der britische Produzent Sir Jeremy Isaacs und sein Team aus internationalen Rechercheuren und Historikern zur Erarbeitung des Konzepts und zur Fertigstellung dieser Serie gebraucht.

Der Kalte Krieg Uncle Sams Hinterhof - Reportage über Uncle Sams Hinterhof {43:42}

Sabine Kierchners
Am 21.05.2013 veröffentlicht
Die Kommunistenfurcht des Kalten Krieges veranlasst die Regierenden in Washington, in Lateinamerika linksgerichtete Regierungen zu bekaempfen (Guatemala, Chile, Granada) und rechtsgerichtete Machthaber, sogar Rebellen zu unterstuetzen (Nicaragua, El Salvador). Washington will in "seiner" Hemisphaere Ruhe und Ordnung. Menschenrechte und die Charta der Vereinten Nationen spielten eine untergeordnete Rolle.

Sieg des Westens Der Kalte Krieg 1978-1991 {44:56}

doku.world
Am 28.09.2018 veröffentlicht
1978 marschierte die sowjetische Armee in Afghanistan ein. Seitdem kämpfte die UdSSR am Hindukusch gegen Gotteskrieger, die von den USA finanziert wurden. Es war ein Krieg um Macht und Einflusssphären. 1981 gelang es den Vereinigten Staaten das Wettrüsten gegen die Sowjetunion zu gewinnen. Die zweite Hälfte der 80er Jahre war charakterisiert durch die Auflösung der Sowjetunion. Mit dem Fall der Berliner Mauer 1989 und seinen politischen Folgen ging der "Kalte Krieg" zu Ende.

Moskau, Mythen, Mauerfall Wie der Kreml mit der deutschen Einheit rang (Doku) {54:11}

Danny Nichols
Am 02.02.2017 veröffentlicht

Alter Info-Text (11.12.2013):
Die Dokumentation beschreibt die Rolle der sowjetischen Führung am Zustandekommen der Wiedervereinigung, zeigt das Ringen und die atemberaubenden Positionswechsel des Kreml.
Es war offensichtlich nicht für die Öffentlichkeit bestimmt, doch die Mikrophone übertrugen es: "Eigentlich müssten wir uns jetzt besaufen", sagte Helmut Kohl zu Hans- Dietrich Genscher am 10. Februar 1990 leise in Moskau vor dem Beginn der Ergebnispressekonferenz nach Verhandlungen mit der Führung der Sowjetunion. Der Schlüssel zur Wiedervereinigung lag in Moskau. Gorbatschow übergab ihn den deutschen drei Monate nach dem Mauerfall widerstrebend zwar, aber unwiderruflich.
Der Film zeigt mit Blick auf die Deutschlandpolitik auch die vielen Widersprüche und die Sprunghaftigkeit des damaligen Präsidenten der Sowjetunion. Innenpolitisch war Gorbatschow seit 1990 mehr ein Getriebener denn ein Gestalter feilschte regelrecht um die Milliardenzahlungen aus Deutschland.
Der Russland-Experte Ignaz Lozo sprach in Georgien, Russland und Deutschland mit Entscheidungsträgern und Zeitzeugen, wie z.B. Michail Gorbatschow, Eduard Schewardnadse, dem damaligen Bonner Kanzleramtschef Horst Teltschik und dem damaligen deutschen Finanzminister Theo Waigel. Ebenso kommen der Musiker Peter Maffay, der gemeinsam mit der DDR-Band "Karat" aufgetreten ist, sowie ehemalige DDR-Oppositionelle und Bürger zu Wort.
Welche Auswirkungen hatte die Politik von Perestroika und Glasnost auf die DDR? Wollte Gorbatschow wirklich die Einheit, wie im Nachhinein behauptet wird? Und welcher war wirklich der Song der Einheit?

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rfilm 
Am 16.10.2014 veröffentlicht
Alter Info-Text, 21.11.2014:
280 Standorte, 50 Flugplätze, 500.000 Soldaten, 7.500 Panzer und etwa ein Zehntel des DDR-Territoriums. Als triumphale Sieger 1945 gekommen, beschlagnahmte die Rote Armee weite Flächen in der DDR und schuf damit einen einzigen großen Militärstandort, die größte Konzentration an Waffen und Kriegstechnik weltweit. Einer der größten Standorte war Altengrabow unweit von Magdeburg. Die unvorstellbaren Dimensionen des Waffen- und Technikarsenals beeindruckte die NATO noch während des Abzugs der Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland, den sich Deutschland etwa 20 Milliarden DM kosten ließ. "Es ist heute immer noch unvorstellbar, wie friedlich die Russen den Abzug bewältigt haben. Es war in der Weltgeschichte eine militärische und vor allem logistische Meisterleistung. Und es gab viele brenzlige Situationen - immerhin zog hier die größte Militärmacht Europas ab", erinnert sich Oberstleutnant a.D. Jürgen Rößler, der zwischen 1991 und 1994 auf Seiten der Bundeswehr den Abzug der gesamten russischen Luftarmee begleitete.
Die meisten früheren Sowjetsoldaten erinnern sich gern an ihre Dienstzeit in der DDR, schließlich gab es doppelten Sold und eine für sowjetische Verhältnisse paradiesische Versorgung. "Es war die schönste Zeit meines Lebens", schwärmt noch heute der ehemalige Stabsfähnrich Igor Ponomerenko. Trotzdem: Nahezu 50 Jahre blieb die Besatzungsmacht abgeschottet unter sich. Sie traute weder der NVA noch der DDR-Staatsführung über den Weg. Dem DDR-Bürger zeigte sie sich nur während der Kulturveranstaltungen.
Hinterlassenschaften der Roten Armee finden sich bis heute, doch 20 Jahre später hat sich viel verändert. Die Reportage geht auf Spurensuche. Die Autoren befragen deutsche und russische Zeitzeugen und zeigen anhand beeindruckender historischer Filmaufnahmen den größten friedlichen Truppenabzug der Geschichte.
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UDSSR - Doku - Der sowjetische Kollaps {42:02}

Lord Seth
Am 04.06.2017 veröffentlicht

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siehe auch