Mittwoch, 26. April 2017

Spießrutenlaufen mit Stil: Obama im Cowboy-Land

2008 beendete Barack Obama, der erste farbige Präsident der USA, die Bush-Ära und eröffnete ein neues Kapitel in der Geschichte der Vereinigten Staaten. Obama wollte Amerika verändern - wie weit ist er gekommen? Die erste Folge der vierteiligen Dokumentation "Die Ära Obama" erzählt, wie Obama an die Macht kam und den Börsencrash meisterte.
mehr:
- erste Folge der vierteiligen Dokumentation "Die Ära Obama" (in der Arte-Mediathek verfügbar bis 03.05.2017)

Die Ära Obama 2/4: Der schönste Tag des Präsidenten Doku (2016) {55:49}

Veröffentlicht am 23.10.2016
Die zweite Folge „Der schönste Tag des Präsidenten“ erzählt von der schwierigen Reformierung des amerikanischen Gesundheitssystems.

»Der gängigen Meinung nach war das [der Kampf für eine Gesundheitsreform] politischer Selbstmord.« [Obama, Zitat aus dem Film]
»Die Unternehmer und Firmen, für die ich arbeitete, wollten eine Gesundheitsreform unbedingt verhindern.« [Frank Lutz, Kommunikationsberater der Republikaner, Zitat aus dem Film]
»Dies bedeutete einen gewaltigen Eingriff der Staatsmacht in die individuelle Entscheidungsfreiheit der Bürger, was wir auf keinen Fall unterstützen konnten. Es verletzte ein Grundprinzip der Republikaner.« [Rohit Kumar, Leiter der Policy-Entwicklung, Senat, Republikaner, Zitat aus dem Film]
Obama als »Joker« (Screenshot aus dem Film)
»Sozialismus bedeutet, sie nehmen mein Geld und geben es anderen Leuten, die es nicht verdient haben, weil sie nie dafür gearbeitet haben. « [Aussage einer Protestlerin gegen die Gesundheitsreform, Zitat aus dem Film]
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Zwischen dem 1. Oktober 2013 und dem 31. März 2014 schrieben sich über sieben Millionen Amerikaner neu für eine Krankenversicherung ein. Die Zahl erreichte damit trotz der Probleme bei der Umsetzung die vorherige Schätzung.[56] Allerdings ergaben Umfragen, dass gerade die Bevölkerungsgruppe, die am meisten von den Reformen profitieren sollte, sich bislang kaum beteiligt hat. Die sozial Schwächsten mit der geringsten formalen Bildung wurden von Informationen nicht erreicht und haben auch kein Interesse. Den Medien wird vorgeworfen, die Gesundheitsreform nur als politischen Konflikt berichtet zu haben und in viel zu geringem Maß Informationen über die Inhalte zu vermitteln.[57]
Zum Stichtag 1. April 2014 war der Anteil der Amerikaner ohne Krankenversicherung mit 15,6 % annähernd auf die Werte vor der Finanzkrise ab 2007 gefallen.[58] Durch eine Verlängerung der Einschreibephase bis 15. April ergab sich eine weitere Steigerung der Werte, mehr als 8 Millionen wurden bis zu diesem Datum neu versichert.[59] Als primärer Grund gilt die Ausweitung von Medicaid in den Bundesstaaten, die die Erweiterungsmöglichkeiten wahrgenommen haben. Daneben wirkt sich die Erholung des US-Arbeitsmarktes auf die von Arbeitgebern angebotenen Krankenversicherungen aus.[60] Außerdem haben bisher nicht-versicherte Arbeitnehmer unter dem Druck der Versicherungspflicht die schon bisher angebotenen Versicherungen über den Arbeitgeber abgeschlossen.[61] [Obama Care, Vorläufige Ergebnisse, Wikipedia, abgerufen am 28.04.2017]
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Die Ära Obama 3/4 [German HD] {59:14}

Veröffentlicht am 07.10.2016
4-tlg. Dokumentation über die Amtszeit des US-Präsidenten Barack Obama. Obama selbst und seine engsten Angehörigen blicken auf die ersten Jahre zurück, die für Millionen von Wählern eine neue Ära der Hoffnung darstellen sollten. Mit welchen Maßnahmen wollte der Präsident seine Nation verändern und auf welche Widerstände ist er dabei gestoßen? Inwiefern haben sich die USA in der Amtszeit Obamas tatsächlich zum Besseren entwickelt? Und welche Ziele sind auf der Strecke geblieben?

Peter Scholl Latour rastet aus Syrien, Salafisten, Islam Der Talkshow Eklat {12:14}

Veröffentlicht am 05.09.2012

»Natürlich gibt es in Teilen Libyens chaotische Zustände. […] Die jungen Leute haben ein neues Freiheitsbewußtsein entwickelt.« [Julian Reichelt, seit Februar 2017 Vorsitzender der Bild-Chefredaktion, Zitat in obiger Fernsehdiskussion]

»Die Freiheitskämpfer von gestern benehmen sich wie die Truppen Gaddafis. […] Ich bin dieses humanitäre Geschwafel leid. […] Es gibt 12 Millionen Alawiten dort. Die Leute sind eingeschworen auf das Regime und haben da Schlüsselstellungen inne. Wenn die Salafisten, das ist die Gegenkraft, dort gewinnen, werden sie massakriert werden. Die Leute werden bis zum Letzten kämpfen!« [Peter Scholl-Latour, Zitat in obiger Fernsehdiskussion]
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Die Alawiten (arabisch علويونDMG ʿAlawīyūntürkisch Arap Aleviler) bzw. Nusairier (arabisch نصيريونDMG Nuṣairiyūntürkisch Nusayriler) sind eine religiöse Sondergemeinschaft in Vorderasien,[1][2] die im späten 9. Jahrhundert im Irak entstanden ist und zum schiitischen Spektrum des Islam gehört.[1] Sie sind nicht zu verwechseln mit den türkischen und kurdischen Aleviten, die früher Kizilbasch genannt wurden.[1][2] [Alawiten, Wikipedia, abgerufen am 28.04.2017]
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mein Kommentar:
Wieso kommen solche Aussagen (und Ansichten, wie die von Scholl-Latour in obiger Fernseh-Diskussion) nicht von links? 
Ist jemandem aufgefallen, daß in der Obama-Dokumentation die Alawiten gar nicht vorkommen?

zu Peter Scholl-Latour siehe:
Peter Scholl-Latour wird heute 90 Jahre alt (Post, 09.03.2014)

"Wir haben dem Assad-Regime und den anderen Akteuren deutlich gesagt, dass eine rote Linie überschritten würde, wenn Chemiewaffen eingesetzt würden", erklärte Obama bei einer Pressekonferenz am 20. August 2012. Sollte Syriens Machthaber Giftgas einsetzen, hätte dies "enorme Konsequenzen", so Obama. Vielleicht lag es am damals nahenden Duell mit dem Republikaner Mitt Romney, dass dem sonst so sprachversierten Präsidenten nicht ganz klar war, welch klares Bild er mit der "roten Linie" zeichnete - und welche Erwartungen er damit auslöste.
Ein Jahr später blickt die Welt schockiert auf die Bilder und Videos aus Syrien, die die Opfer eines brutalen Angriffs mit noch unbekannten Kampfstoffen zeigen sollen. Die Opposition wirft dem Assad-Regime vor, Giftgas eingesetzt zu haben und so 1300 Menschen getötet zu haben. [Matthias Kolb, Giftgaseinsatz in Syrien: Auf der roten Linie, Süddeutsche Zeitung, 22.08.2013]

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Die Giftgasangriffe von Ghuta vom 21. August 2013 sind eine Reihe von Giftgasangriffen, die im Verlauf des syrischen Bürgerkriegs in der Region Ghuta östlich von Damaskus stattgefunden haben. Eine UNO-Untersuchung vor Ort wies den Einsatz des chemischen Kampfstoffs Sarin in hoch konzentrierter Form nach, der mittels Boden-Boden-Raketen verschossen wurde.[1][2][3] Unterschiedlichen Angaben zufolge starben dabei 281,[4] 355,[5] 1429[6] oder 1729[7] Menschen. Einige tausend Personen sollen mit neurotoxischen Reaktionen in die Krankenhäuser eingeliefert worden sein.[5] Welche Bürgerkriegspartei für den Giftgasangriff verantwortlich ist, ist nach wie vor umstritten.
Nachdem die USA verlauten ließen, im Besitz von geheimdienstlichen Beweisen für die Schuld der syrischen Regierung an dem Giftgaseinsatz zu sein, bezweifelte Russlands Präsident Wladimir Putin die Existenz derartiger Beweise. Er warnte die USA vor einem Militärschlag und forderte sie dazu auf die Beweise der UN vorzulegen.[61] Unterdessen sprach sich das britische Unterhaus am 29. August in einer Abstimmung gegen eine militärische Intervention aus.  [Giftgasangriffe von Ghuta, Folgen, Wikipedia, abgerufen am 29.04.2017]
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President Obama plays himself in Steven Spielberg spoof film {2:18}

Veröffentlicht am 28.04.2013
Barack Obama has pretended to be Daniel Day-Lewis playing the US President in a spoof film made with Steven Spielberg. The US President introduced a clip at the annual White House Correspondents' Association dinner, saying the Hollywood director's next movie would be called Obama. Obama can be seen claiming he is actually Day-Lewis and revealing how difficult he found it to play the role. Report by Jeremy Barnes.

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TOP 10 Barack Obama Jokes (dbate) {5:37}

Veröffentlicht am 19.04.2016
Unser TOP 10-Video der besten Barack Obama Jokes.
Barack Obama in Hannover. Seine Reise zur Hannover-Messe am kommenden Sonntag wird vermutlich der letzte Besuch des US-Präsidenten in Deutschland sein. Obama ist auf einer Art Abschieds-Tour, bevor im November die Amerikaner eine/n Nachfolger/in wählen. Lange hat man Barack Obama nicht mehr so entspannt gesehen wie in den letzten Monaten. Er tanzt bei Staatsbesuchen in Lateinamerika. Und er erzählt unablässig lustige Anekdoten und macht Scherze.

dbate hat einmal die besten Witze des US-Präsidenten zusammengestellt. Very funny, Mr. President!

Mehr Videos gibt´s hier:
http://dbate.de
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http://twitter.com/dbateonline
http://instagram.com/dbate.de

Ellen's Tribute to the Obamas {5:23}

Veröffentlicht am 19.01.2017
To commemorate President Obama's last day in office, Ellen took a look back at some of her favorite moments with President Obama and the First Lady.

Sting - Englishman In New York {4:27}   Text (Songtexte.com)

Hochgeladen am 11.01.2011
Music video by Sting performing Englishman In New York. (C) 1987 A&M Records

Moral als Speerspitze des Imperialismus oder Was nicht ins Narrativ paßt, wird durch Etikettierung »weggemacht«

Diese Zusammenfassung ist nicht verfügbar. Klicke hier, um den Post aufzurufen.

Heute vor 80 Jahren – 26. April 1937: Die deutsche Legion Condor bombardiert Guernica

Generalprobe für den Luftkrieg 

Im Spanischen Bürgerkrieg (1936-39) erhielt General Francisco Franco massive Unterstützung durch die faschistischen Mächte Italien und Deutschland. Hitler und Göring sahen den Krieg auch als Möglichkeit, die gerade aufgerüstete deutsche Luftwaffe zu testen, und schickten die Legion Condor. Diese bombardierte Ende März 1937 die Kleinstadt Durango; der Luftschlag forderte mehr als 330 Tote. 

Nachdem ein Aufklärungsflugzeug Menschen auf dem Marktplatz als »Partisanenbataillone« ausgemacht hatte, starteten am Nachmittag des 26. April 1937 von Vitoria und Burgos aus mehrere Bomberstaffeln der Legion Condor und warfen auf die baskische Stadt Guernica (baskisch: Gernika) in drei Wellen 22-40 Tonnen Spreng-, Splitter- und Brandbomben. Anschließend schossen die Bord-MGs auf die flüchtenden Menschen. Etwa 300 Menschen wurden getötet (früher ging man von über 1600 aus) und 80% der Gebäude zerstört. Kurz darauf eroberten Francos Truppen die bis dahin republikanische Stadt. Die Schrecken des Angriffs wurden durch das großformatige Ölbild »Guernica«, das Pablo Picasso für den spanischen Pavillon der Pariser Weltausstellung im gleichen Jahr malte, weltweit bekannt. 

Was am 26. April noch geschah: 

1925: Paul von Hindenburg wird zum zweiten Reichspräsidenten der Weimarer Republik gewählt
[Harenberg – Abenteuer Geschichte 2017]

Internationale Brigaden deutsch {43:39}
Veröffentlicht am 20.06.2012
Ein unterhaltsamer und interessanter Film über eine oftmals längst vergessene Zeit, in der Menschen alles aufgaben um für ihr Ideal einer gerechteren Gesellschaft einzustehen. Diese Doku berichtet über die Internationalen Brigaden.
Zehntausende Antifaschisten meldeten sich 1936 freiwillig, um die demokratische Republik in Spanien gegen den Putsch der Faschisten zu schützen. Allein gelassen vom Rest der Welt kämpften diese Freiwilligen zusammen mit der spanischen Bevölkerung für etwas was den meisten heute als selbstverständlich gilt. Freiheit, Gleichheit und eine Gesellschaft der Solidarität.

Volksfronten - 1936 Spanien Bürgerkrieg Anarchisten Kommunisten {10:39}

Hochgeladen am 11.11.2009

Dienstag, 25. April 2017

Vor 1340 Jahren – 677: Erste Anwendung des Griechischen Feuers

Flammenwerfer des Mittelalters 

Das Griechische Feuer war die Brand- und Fernwaffe der Byzantiner, die vor allem im Kampf zur See verheerend wirkte (»Seefeuer«). Als Erfinder wird der aus Baalbek (heute Libanon) stammende Architekt Kallinikos genannt. Die um 670 entwickelte, hoch brennbare Flüssigkeit wurde nach Art des Flammenwerfers mit Spritzrohren (Siphons) am Bug des Schiffes auf die gegnerischen Schiffe gespritzt oder in angezündeten Töpfen hinübergeschleudert. Die Siphons waren Druckpumpen aus Bronze mit einer Düse, die von unten befeuert wurden. Ab dem 9. Jahrhundert kamen auch Handsiphons für den Nahkampf (Strepton) hinzu. 
Die Verbrennung eines feindlichen Schiffes durch das Griechische Feuer,
Buchmalerei, 12. Jahrhundert
Die verwendeten Brandmittel entwickelten die Byzantiner stetig weiter. Sie bestanden aus Erdöl oder Asphalt, die mit Baumharz, Schwefel und gebranntem Kalk, später auch Salpeter, gemischt wurden. 

Erstmals zum Einsatz kam das Griechische Feuer wahrscheinlich während der arabischen Belagerung Konstantinopels (674-678) im Jahr 677 in der Seeschlacht von Kyzikos. Das neue Kampfmittel beendete nicht nur die Belagerung, sondern verschaffte Byzanz auch für Jahrhunderte die Vorherrschaft zur See. Der letzte Einsatz ist für 1187 belegt. Das von Byzanz streng gehütete Geheimwissen ging vermutlich 1204 bei der Plünderung Konstantinopels durch westliche Kreuzfahrer verloren. 

[Harenberg - Abenteuer Geschichte 2017] 

Montag, 24. April 2017

Die antirussische Sprache des westlichen Medien-Mainstreams

Die Spannungen zwischen der Nato und Russland haben die Zahl der Alarmstarts von Kampfjets drastisch ansteigen lassen. Im vergangenen Jahr wurde ein neuer Rekord in der Ära nach dem Kalten Krieg registriert. 

Kampfflugzeuge der Nato haben 2016 so viele Alarmstarts absolviert wie seit dem Kalten Krieg nicht mehr. Von europäischen Militärbasen aus seien im vergangenen Jahr rund 780 Einsätze zur Identifizierung und Überwachung russischer Flugzeuge geflogen worden, sagte ein Sprecher des zuständigen Bündnisstützpunktes in Ramstein der Deutschen Presse-Agentur. 2015 waren es mit 410 Einsätzen nur etwa halb so viele gewesen. 

Bei sogenannten Alarmstarts müssen die Piloten mit ihren Jagdflugzeugen innerhalb von wenigen Minuten in der Luft sein, um zum Beispiel durch Sichtkontakt festzustellen, ob von einem verdächtigen Luftfahrzeug eine Gefahr ausgeht. Notfalls könnte dieses dann mit Gewalt aufgehalten werden. 

Alarmstarts, die nichts mit russischen Flugzeugen zu tun haben, sind in Europa vergleichsweise selten. Von den insgesamt 870 Einsätzen im Vorjahr wurden lediglich rund 90 wegen Militärflugzeugen anderer Staaten oder nicht sofort identifizierbarer Passagier- oder Frachtmaschinen geflogen.
mehr:
- Konflikt mit Russland – Nato fliegt Rekordzahl an Kampfjet-Einsätzen (SPON, 22.04.2017)

siehe auch:
- Sprache, Narrative und Empfindlichkeiten im Konflikt mit Russland (Post, 24.04.2017)
Deutsche glauben den Medien nicht (Post, 26.12.2014) mit langer Link-Liste!

Sprache, Narrative und Empfindlichkeiten im Konflikt mit Russland


Ein Narrativ ist eine sinnstiftende Erzählung, die Einfluss hat auf die Art, wie die Umwelt wahrgenommen wird. Es transportiert Werte und Emotionen,[1] ist in der Regel auf einen Kulturkreis bezogen und unterliegt dem zeitlichen Wandel. In diesem Sinne sind Narrative keine beliebigen Geschichten, sondern etablierte Erzählungen, die mit einer Legitimität versehen sind.[2][3]
Bekannte Beispiele sind der Mythos vom Tellerwäscher zum Millionär[4] und der Aufruf zum Wettlauf zum Mond, der in den USA starke Kräfte gebündelt und die Nation hinter einer Idee versammelt hat. Bestimmendes Element hinter einem Narrativ ist weniger der Wahrheitsgehalt,[5][4]sondern ein gemeinsam geteiltes Bild mit starker Strahlkraft.[6]
Weit verbreitet ist die Meinung, dass Narrative gefunden und nicht erfunden werden.[7] Konsens ist, dass Narrative Orientierung geben und Zuversicht vermitteln.[4]
Mit dem verstärkten Interesse an den Neurowissenschaften und der Rolle von Emotionen und des Unterbewussten in Entscheidungsprozessen ist auch die Bedeutung von Narrativen in der öffentlichen Diskussion gewachsen.[8][9]  [Narrativ, Wikipedia, abgerufen am 24.04.2017]
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Bedeutende Teile des politischen Establishments in Amerika bereiten aktiv einen Krieg gegen Russland vor. Das ist die einzig plausible Erklärung für die Wortwahl, die führende Republikaner und Demokraten seit Wochen in Bezug auf Russland und seinen Präsidenten Putin verwenden.
„Ist Wladimir Putin ein Kriegsverbrecher?“, fragte etwa der republikanische Senator Marco Rubio (Florida) Trumps designierten Außenminister Rex Tillerson während einer Anhörung am 11. Januar. „Sind Wladimir Putin und seine Gefolgsleute Ihrer Ansicht nach verantwortlich für den Befehl zur Ermordung zahlloser Dissidenten, Journalisten und politischer Gegner?“

In seiner Antwort bezeichnete Tillerson Russland zwar als bedeutende Bedrohung der US-amerikanischen Interessen, übernahm aber nicht Rubios Wortwahl. Empört gab Senatorin Jeanne Shaheen von den Demokraten daraufhin zu bedenken, dass Tillerson „nicht bereit ist, Senator Rubios Charakterisierung von Wladimir Putin als Kriegsverbrecher zuzustimmen“.

Dieses Muster wiederholte sich während der Nominierungsanhörung des designierten Verteidigungsministers, General James Mattis, vor dem Senat am 12. Januar. Der republikanische Senator John McCain, der Putin im Dezember als „Schurken und Mörder“ und das angebliche Ausspionieren von E-Mails der Demokraten als „Kriegsakt“ bezeichnet hatte, kündigte an, dass die USA „in absehbarer Zukunft in einen globalen Konflikt eintreten werden ... Wir haben handfeste [d. h. militärische] Machtmittel, wir werden damit drohen, sie zu diplomatischen Zwecken nutzen und zuweilen auch einsetzen.“

mehr:
- Sprache des Kriegs gegen Russland in Washington (Joseph Kishore, World Socialist Website, 16.01.2017)

siehe auch:
Die indoktrinierte Elite (Maren Müller, Ständige Publikumskonferenz, 02.04.2017)
besonders lesenswert:
- Ein Pawlow-Rundfunkrat: ARD-Kritiker als Geisteskranke bezeichnet (Ulli Gellermann, Rationalgalerie, Zitat:)
Sie machen sich zum Fürsprecher von Kriegstreibern und Massenmördern […] Vermutlich hätten Sie auch Journalisten verleumdet, die kritisch über die Reichspogromnacht oder die Morde in Srebrenica berichtet haben. […] Und erwägen Sie auch therapeutische Hilfe.  [Gerhard Bronner, Mitglied im SWR-Rundfunkrat, in einer Antwort-Mail an Volker Bräutigam auf dessen Programmbeschwerde]
- Programmbeschwerde: Die Manipulation wird fortgesetzt: Nichts über die Ukraine (Volker Bräutigam, 0815-Info, 30.03.2017)
- Eine Beschwerde feiert demnächst Jahrestag (Maren Müller, Ständige Publikumskonferenz, 01.10.2015)
   - Publizist Volker Bräutigam erhebt beim Rundfunkrat Beschwerde (Post, 06.11.2014, mit Putins Erläuterung der russischen Flugbewegungen)

mehr zu Volker Bräutigam:
   Programmbeschwerde: ARD Tagesschau lügt erneut zu Syrien und erhält Nachhilfeunterricht (Friedrich Klinkhammer, Volker Bräutigam, StatusQuoNews, 09.02.2016)
Fiese Finten der ARD (II) (Volker Bräutigam, Ossietzky, 2/2015) auch zu finden bei
Die nicht demokratisch gewählten „Volksvertreter“ im NDR-Rundfunkrat: Fiese Finten der ARD (Volker Bräutigam, Neue Rheinische Zeitung, 18.01.2015)

Publizist Volker Bräutigam erhebt beim Rundfunkrat Beschwerde (Post, 06.11.2014) 

siehe auch:
- Ukraine 7 – Der Sprachen- bzw. der ethnische Konflikt als Teil des Ukraine-Konfliktes (Post, 03.05.2014)
aktualisiert am 05.05.2017

Mittwoch, 12. April 2017

Birgit Dressel nahm der BRD die Unschuld

In den Jahren vor ihrem Tod 1987 nimmt die Siebenkämpferin Birgit Dressel rund 100 verschiedene Medikamente und Substanzen zu sich, darunter Anabolika. Aufgeklärt ist der Fall aber auch 30 Jahre später nicht - weil die Beteiligten noch immer schweigen.

Am 10. April 1987 verlor der bundesdeutsche Sport seine Unschuld. Eine Unschuld, mit der es schon damals nicht allzu weit her war. An jenem Freitag starb die Siebenkämpferin Birgit Dressel kurz vor ihrem 27. Geburtstag nach tagelangem Martyrium an Multiorganversagen. Ihr Tod ist bis heute nicht restlos aufgeklärt. Die Beteiligten schweigen, der Fall Dressel bleibt Trauma wie Schandfleck.

"Der Tod von Birgit Dressel vor 30 Jahren bleibt bis heute eine der größten Tragödien des deutschen Sports", sagte Präsident Alfons Hörmann vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB). "Sie ist ein Opfer medizinischer Praktiken geworden, die unverantwortlich waren", meinte Clemens Prokop, Präsident des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV). Und Dopingexperte Fritz Sörgel nennt Dressels Tod "eine Folge des massiven Gebrauchs und Missbrauchs aller möglichen Stoffe. Von harmlosen Nahrungsergänzungsmitteln bis zu Dopingmitteln in Höchstdosen".

mehr:
- 30 Jahre nach dem Todesdrama Birgit Dressel nahm der BRD die Unschuld (n-tv, 10.04.2017)

SWR Aktuell RP 10.04.2017 - Der Fall Birgit Dressel {2:31}

Veröffentlicht am 16.04.2017

mein Kommentar:
Die arme BRD, Birgit Dressel nahm ihr die Unschuld…

WDR Sport inside 27.11.2016 - Die Schutzgeld-Erpresser {22:04}

Veröffentlicht am 01.01.2017

siehe auch:
- Doping bei Olympia: Der schwarze Medaillenspiegel (Post, 21.08.2016)
- Sport, Staats-Doping und zweierlei Maß (Post, 14.08.2016)
- Doping: Neue Anschuldigungen gegen Kenia (Post, 25.08.2015)

Samstag, 8. April 2017

Giftgasangriff in Chan Schaichun (Syrien): Täter sind noch unbekannt

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Bei dem Giftgasangriff am 4. April 2017 während des Bürgerkriegs in Syrien starben mindestens 86 Menschen und weitere wurden verletzt.[6] Die Provinz Idlib wurde damals von einem syrischen Rebellenbündnis kontrolliert und galt als wichtigste Hochburg der Rebellen. Von Expertenteams der Vereinten Nationen sowie von Regierungen verschiedener Staaten verantwortlich gemacht für den Angriff wurde die syrische Regierung.[7]
Nach wochenlangen Gefechten mit vorrückenden Regierungstruppen und zahlreichen Luftangriffen gaben die verbliebenen Kämpfer des HTS und verbündeter Milizen den Ort am 20. August 2019 nach eigenen Angaben auf.[8]
[Chan Schaichun, Wikipedia, abgerufen am 03.10.2019]
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Die Beschuldigungen gegen Baschar al-Assad sind deutlich. Weniger dagegen, aus welchem Interesse heraus er eine solch' verheerende Wirkung riskiert haben soll
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Die Täter sind noch unbekannt. Niemand kann im Augenblick mit Gewissheit sagen, wer für die Giftgas-Opfer in Chan Schaichun verantwortlich ist. Auch die Institutionen nicht, deren Funktion und Glaubwürdigkeit stets als essentiell für ein nicht von Willkür geprägtes Miteinander herausgestrichen werden. Im Fall des Giftgas-Angriffs ist die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) eine erste wichtige Adresse.

Laut einem Briefing vor dem UN-Sicherheitsrat vom Mittwoch, den 05. April, das also noch am selben Tag des Angriffs abgehalten wurde, ist die OPCW erst dabei, "Informationen von allen zur Verfügung stehenden Quellen zu sammeln und zu analysieren". Man werde bei der ersten Gelegenheit ein Untersuchungsteam an Ort und Stelle schicken.

mehr:
- Giftgasangriff in Syrien: Täter sind noch unbekannt (Thomas Pany, 06.04.2017)

Michael Lüders bei M. Lanz: Syrien, Giftgas, Türkei {25:58 – Start bei 9:19}

Tu Was
Am 06.04.2017 veröffentlicht 
Markus Lanz vom 5. April 2017
Mit Rainer Langhans, Gisela Getty, Michael Lüders, Edmund Maser und Stephan Harbort. (Quelle: ZDF / Markus Lanz Videos)
Dazu: Giftgaseinsatz zur Beeinflussung der öffentlichen Meinung im Umfeld von Konferenzen zu Syrien? Zynischer geht es nicht. – Siehe Lüders bei Lanz.
"Markus Lanz weist darauf hin, dass zur Zeit ein Wettkampf um die Deutungshoheit tobt. War es Assad, im Zusammenhang mit den Russen? Michael Lüders berichtete davon, dass auch ein früherer, massiver Giftgaseinsatz vom August 2013 Assad in die Schuhe geschoben worden war, tatsächlich aber der damalige Einsatz in der Nähe von Damaskus auf ein Zusammenspiel zwischen der Al Nusra-Front und dem türkischen Geheimdienst zurückging. In seinem aktuellen Buch „Die den Sturm ernten. Wie der Westen Syrien ins Chaos stürzte“ hat Michael Lüders den damaligen tödlichen Vorgang geschildert und belegt. (Näheres zum interessanten Buch von Michael Lüders siehe zum Beispiel)."
(siehe: http://www.nachdenkseiten.de/?p=37725)
Was geschah in Idlib? (Von Karin Leukefeld)
Syrien-Konferenz in Brüssel von vermeintlichem Giftgasangriff überschattet. Westen verurteilt Regierung – ohne Beweise
Eigentlich sollte es am Dienstag und Mittwoch in Brüssel darum gehen, wie Syrien und seine Nachbarländer in Zukunft unterstützt werden können. Eingeladen hatte die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini, »Kovorsitzende« waren Deutschland, Norwegen, Großbritannien, Katar und Kuwait sowie die Vereinten Nationen, die von dem Syrien-Beauftragten Staffan De Mistura vertreten wurde. Vertreter von insgesamt 70 Staaten und internationalen Hilfsorganisationen waren in die belgische Hauptstadt gereist, um darüber zu beraten, wieviel Geld für welche Gebiete in Syrien und in den Nachbarländern aufgebracht werden soll – und unter welchen Bedingungen.
Doch noch bevor die ersten Gespräche beginnen konnten, bestimmte ein Luftangriff in dem syrischen Ort Khan Scheikhun (Provinz Idlib) die Tagesordnung. Mehr als 70 Menschen waren dabei am Dienstag getötet worden, Hunderte wurden verletzt. Ein Krankenhaus, das die Verletzten versorgte, wurde mit einer Rakete beschossen.
Die Nachrichten über einen angeblichen Giftgasangriff war von der bewaffneten Opposition in Khan Scheikhun verbreitet worden. Verantwortlich seien entweder »russische oder syrische Kampfjets«. Die »Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte« in Großbritannien sorgte für die weltweite Verbreitung der Nachricht, die »Nationale Koalition« (Etilaf) in Istanbul forderte eine Sondersitzung des UN-Sicherheitsrates. Unmittelbar darauf verurteilte Mogherini den Angriff und machte den syrischen Präsidenten verantwortlich. Frankreich, Großbritannien und die USA legten in Windeseile einen Resolutionsentwurf für den UN-Sicherheitsrat vor. US-Außenminister Rex Tillerson forderte Russland auf, den syrischen Präsidenten »zu stoppen«. Der UN-Beauftragte De Mistura forderte eine internationale Untersuchung und warnte vor vorschnellen Schuldzuweisungen.
siehe: https://www.jungewelt.de/artikel/3085...
- Niederschrift nach Gehör (Jan Reichow, Syrien-Skandals128739886.online.de, 06.04.2017)
siehe auch:
ARD-Faktenfinder unter Beschuss (Jens Bernert, Blauer Bote, 23.04.2017)
Türkei: Prozess bringt das Thema Waffenlieferungen an syrische Dschihadisten wieder auf (Florian Rötzer, Telepolis, 15.04.2017)
- Ist Michael Lüders als „Fake-News-Verbreiter“ überführt? (Stefan Niggemeier, Über Medien, 20.04.2017)
Anne Will arbeitet mit einer bösartigen Unterstellung, so Michael Lüders im NDS-Interview (Marcus Klöckner interviewt Michael Lüders, NachDenkSeiten, 15.04.2017)
Das Jüngste Gericht (Kareem Shaheen, The Guardian, übersetzt von Holger Hutt, der Freitag, 13.04.2017)
Krieg in Syrien Giftgas-Angriffe unter falscher Flagge? (Silvia Stöber und Patrick Gensing, tagesschau.de und Andrej Reisin, NDR, Tagesschau FaktenFinder, 10.04.2017)
Wer steckt hinter dem syrischen Giftgas-Angriff? (Fabian Köhler, Telepolis, 30.10.2015)

Cumhuriyet publishes video for weaponry in lorries affiliated to Turkish intelligence {2:24}

Syria Fighting Terrorism
Am 29.05.2015 veröffentlicht 
Cumhuriyet publishes video for weapons and munitions in lorries affiliated to Turkish intelligence in route to al-Nusra Front terrorists in Syria

Rote Linie, Rattenlinie (Seymour Hersh, Lettre international, Sommer 2014)
False-Flag-Operation mit zahlreichen Toten? (Peter Mühlbauer, Telepolis, 09.04.2014)
aktualisiert am 08.03.2019