Montag, 22. August 2016

Die US-amerikanische Suppe muß ausgelöffelt werden: Die Ukraine nimmt die Donbass-Bevölkerung als Geisel

Mit Minsk II, auch „Minsker Abkommen“ genannt,[1] wird der vom französischen Präsidenten François Hollande, der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel, dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko sowie dem russischen Präsidenten Wladimir Putin ausgehandelte und von den Teilnehmern der Trilateralen Kontaktgruppe am 12. Februar 2015 unterzeichnete "Maßnahmenkomplex zur Umsetzung der Minsker Vereinbarungen" bezeichnet. Unterzeichner sind die OSZE-Beauftragte Heidi Tagliavini, der frühere Präsident der Ukraine Leonid Kutschma, der Botschafter der Russischen Föderation in der Ukraine Michail Surabow sowie die Separatistenführer der selbstproklamierten und international nicht anerkannten „Volksrepubliken“ Luhansk und DonezkIgor Plotnizki und Alexander Sachartschenko.
[…]
Beobachter bezweifelten schon früh, dass das Abkommen durchdacht sei: Bereits kurz nach der Unterzeichnung der Vereinbarung traten russlandtreue Kämpfer zum Sturm auf Debalzewe an, eroberten den Ort drei Tage nach der offiziell verkündeten Waffenruhe, womit das Abkommen bereits gebrochen war. Im weiteren Verlauf schwelte der Konflikt mit wechselnder Intensität weiter. Im Juni griffen die regierungsfeindlichen Truppen den Ort Marjinka westlich von Donzek an, im August 2015 kam es im Frontabschnitt von Mariupol zu einem schweren Angriff.[8][9][10] Der Historiker Juri Felschtinski analyiserte: „Die Minsker Verträge sind für Putin eine militärische List zur Umgruppierung der Streitkräfte und zum Überdenken der Situation. Sie sind so zusammengestellt, dass Russland zu nichts verpflichtet wird. Sämtliche Verpflichtungen übernehmen die „Separatisten“ oder Kiew, und sogar Europa – aber nicht Russland. Die Interpretation der Verträge ist beliebig – von jeder der beteiligten Seite. Es ist absolut unmöglich herauszubekommen, wer gegen was verstoßen hat, die „Separatisten“ tragen keine Verantwortung, vor niemandem.“ [11] [Minsk II, Wikipedia, abgerufen am 22.08.2016]
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[…]Ukraine/Russland Die Diplomatie in der erneut aufgeflammten Ukraine-Krise ist einmal mehr zum Erliegen gekommen. Der Ausweg kann nur Minsk II heißen

Wer wen wozu auf der Krim attackiert hat, ob der russische oder eher der ukrainische Geheimdienst Legenden verbreitet, lässt sich nicht klären. Woran man sich halten kann, ist die Aussage von Wladimir Putin, wonach weiteres Verhandeln im Normandie-Format zwischen der Ukraine, Russland, Deutschland und Frankreich keinen Sinn mehr ergibt. Da jenes Forum bisher als diplomatischer Überbau des Minsk-II-Vertrages gilt, wird dem russischen Präsidenten nachgesagt, er wolle aus dem Minsker Prozess aussteigen. Was nachvollziehbar wäre, nachdem die Kiewer Regierung nie wirklich eingestiegen ist.

Es könnte in Berlin oder Paris manchem Kurzzeitgedächtnis entfallen sein: Als am 12. Februar 2015 in der weißrussischen Hauptstadt das Abkommen ausgehandelt war, lautete dessen Kernaussage, dass die prorussischen Volksrepubliken im Donbass formal Teil der Ukraine bleiben, doch auf weitgehende Autonomie rechnen dürfen. Die sollte sowohl in einer reformierten Verfassung wie einzelnen Gesetzen verankert sein. Was lässt sich nach anderthalb Jahren vorweisen? Bis auf eine brüchige Waffenruhe so gut wie nichts. Das in Kapitel drei von Minsk II vereinbarte „Gesetz über den besonderen Status des Donbass“ wird vom Parlament in Kiew blockiert. Das unter Kapitel sechs erwähnte Dekret über eine Amnestie für Teilnehmer „an Kriegshandlungen in einzelnen Bezirken der Regionen Donezk und Luhansk“ lässt ebenso auf sich warten, wie das für in Kapitel acht angemahnte „Maßnahmen zur Verbesserung der humanitären Lage im Donbass“ zutrifft. Stattdessen hat die Regierung Poroschenko sämtliche Sozialtransfers in die Region der Abtrünnigen gekappt. Wer als Pensionär innerhalb des Donbass lebt, muss sich seine Rente außerhalb des Donbass abholen. Oder darauf verzichten und auf Alimentierung durch Hilfe aus Russland oder durch den ukrainischen Oligarchen Rinat Achmetow hoffen.

mehr:
- Putin sagt ab (Lutz Herden, der Freitag, 22.08.2016)

General a.D. Harald Kujat über Minsk II - 11.02.2015 [12:40]

Veröffentlicht am 20.02.2015
General a.D. Harald Kujat spricht über Minsk II und die geopolitischen Faktoren in diesem Krieg.

USA geben nur "Rebellen" Schuld an Minsk II Verletzungen - OSZE-Bericht widerspricht [1:45]

Veröffentlicht am 04.06.2015
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Glaubt man den Angaben des US-Außenministeriums, dann könnte man zu der Überzeugung gelangen, dass die ukrainische Regierung kein einziges Mal die Waffenstillstandsvereinbarung gebrochen hat. Allerdings spricht der aktuelle OSZE-Bericht von neun Verletzungen auf Seiten der Volksmilizen und acht durch die ukrainischen Streitkräfte. Weitere neun konnten nicht zugeordnet werden. RT Washington Korrespondentin Gayane Chichakyan konfrontierte Marie Harf, die Sprecherin des US-Außenministeriums mit diesen Zahl und fragte, wie auf dieser Basis die USA zu der Aussage kommen "Die überwiegende Mehrheit der Waffenstillstandsverletzungen erfolgte durch die Rebellen“. Die Antwort von Harf ist ziemlich selbstentlarvend.

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Nach Kreuzverhör: USA gestehen Verletzung des Waffenstillstands durch ukrainische Armee ein [12:08]

Veröffentlicht am 29.05.2015
Nach langem Lavieren hat der Sprecher des US-Außenministeriums auf die Fragen der RT-Reporterin Gayane Chichakyan schließlich doch einräumen müssen, dass die ukrainische Armee mit Artillerieangriffen mehrmals das Waffenstillstandsabkommen zwischen Kiew und den ostukrainischen Selbstverteidigungskräften gebrochen habe.

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Hubert Seipel im Dialog mit Alfred Schier am 14.11.2015 [31:16]

Veröffentlicht am 16.11.2015
Kein westlicher Journalist kam Russlands Präsident Wladimir Putin näher als Hubert Seipel. Für die Dreharbeiten zu seiner Dokumentation „Putin und ich“ erlebte Seipel das russische Staatsoberhaupt über Wochen bei ein- und ausgeschalteter Kamera - beim Billardspiel, im Präsidenten-Jet oder bei der Jagd. Im Dialog mit Alfred Schier spricht Grimme-Preisträger Seipel über die Person Putin, über die Perspektive des Westens sowie über die Interessen Putins in der Ukraine und in Syrien.
Alfred Schier spricht Im Dialog mit Hubert Seipel.
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Blank ziehende Mongolen, andere Kulturen, westliche Werte und die Banalität des Bösen

Mongolische Trainer ziehen vor Kampfrichter blank | Rio 2016 | Sportschau [5:48]

Veröffentlicht am 21.08.2016
http://www.sportschau.de/olympia
Der Mongole Mandakhnaran Ganzorig ließ sich im Kampf um Bronze zu früh bejubeln: Sein Verhalten wurde als Unsportlichkeit gewertet und Ikhtiyor Navruzov gewinnt mit dem letzten gegebenen Punkt. Doch ohne außergewöhnlichen Protest geben sich die mongolischen Trainer nicht geschlagen.

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Quelle: Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung?,
Wikipedia, abgerufen am 22.08.2016
Arendt bezeichnet Eichmann als normalen Menschen. Abgesehen davon, dass er eine Karriere im SS-Apparat machen wollte, hatte er kein Motiv, vor allem war er nicht übermäßig antisemitisch. Er war psychisch normal, kein Dämon oder Ungeheuer. Er erfüllte nur seine Pflicht, er hat nicht nur Befehlen gehorcht, sondern dem Gesetz gehorcht.[2] Der Gesetzgeber war Adolf Hitler mit seinem Führerwillen, Eichmann war nicht länger Herr über [s]ich selbst, ändern konnte [er] nichts. Eichmanns Unfähigkeit, selbst zu denken, zeigte sich vor allem an der Verwendung klischeehafter Phrasen, einem Verstecken hinter der Amtssprache. Als auf der Wannseekonferenz die Spitzen von Ministerien, Justiz und Wehrmacht der Endlösung unwidersprochen zustimmten, fühlte Eichmann sich jeder Verantwortung enthoben: die gute Gesellschaft stimmte zu, was sollte er als kleiner Mann da machen? Nach der Wannseekonferenz, als er im Kreis der Großen fachsimpeln durfte, waren minimale Zweifel, eventuelle Gewissensbisse verschwunden. Sein Gewissen hatte er an die Oberen abgetreten. In diesem Augenblick fühlte ich mich wie Pontius Pilatus, bar jeder Schuld.[3] Im Gegensatz dazu betont Arendt, dass es auch unter der totalitären Herrschaft Wahlmöglichkeiten, eine Moral gibt. [Eichmann in Jerusalem, Inhalt und Wirkung, Wikipedia, abgerufen am 22.08.2016]
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Das Milgram-Experiment ist ein erstmals 1961 in New Haven durchgeführtes psychologisches Experiment, das von dem Psychologen Stanley Milgramentwickelt wurde, um die Bereitschaft durchschnittlicher Personen zu testen, autoritären Anweisungen auch dann Folge zu leisten, wenn sie in direktem Widerspruch zu ihrem Gewissen stehen. Der Versuch bestand darin, dass ein „Lehrer“ – die eigentliche Versuchsperson – einem „Schüler“ (ein Schauspieler) bei Fehlern in der Zusammensetzung von Wortpaaren jeweils einen elektrischen Schlag versetzte. Ein Versuchsleiter (ebenso ein Schauspieler) gab dazu Anweisungen. Die Intensität des elektrischen Schlages sollte nach jedem Fehler erhöht werden. Diese Anordnung wurde in verschiedenen Variationen durchgeführt. [Milgram-Experiment, Wikipedia, abgerufen am 22.08.2016]
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Through an interpreter, one of his soldiers asked one of the Americans if he believed in God. The American shook his head no and said he didn’t. Overhearing the conversation, Hasanzada quickly ordered the interpreter not to respond. But it was no use: the Afghan soldier had seen the American’s body language and understood. “My soldier got very upset, quit the army within days, and gave his salary to poor local people,” says Hasanzada. “At least he didn’t react with his Kalashnikov.” [aus Afghanistan: ‘Green on Blue’ Killings Explained, Sami Yousafzai, Newsweek, 27.08.2012]

»Trotz allem Positiven, das in den vergangenen Jahrzehnten erreicht wurde, haben wir es bisher nicht geschafft, einen effektiven Mechanismus der Zusammenarbeit auszuarbeiten. Die bisher ausgebauten Koordinationsorgane geben Russland keine realen Möglichkeiten, bei der Vorbereitung der Beschlussfassung mitzuwirken. Heutzutage werden Entscheidungen manchmal überhaupt ohne uns getroffen. Wir werden dann nachdrücklich gebeten, sie zu bestätigen. Dann spricht man wieder von der Loyalität gegenüber der NATO. Es wird sogar gesagt, ohne Russland sei es unmöglich, diese Entscheidungen zu verwirklichen. - Wir sollten uns fragen, ob das normal ist, ob das eine echte Partnerschaft ist.«  [aus Putins Rede vom 25.09.2001 vor dem deutschen Bundestag (Wortprotokoll auf der Seite des Deutschen Bundestages)]

»Ich habe [den italienischen Verteidigungsminister] so verstanden, dass die Anwendung von Gewalt nur dann als legitim gilt, wenn sie auf der Grundlage einer Entscheidung der NATO, der EU oder der UNO basiert. Wenn er das tatsächlich meint, dann haben wir verschiedene Standpunkte. Oder ich habe mich verhört. Legitim ist eine Anwendung von Gewalt nur dann zu nennen, wenn ihr ein UNO-Beschluss zu Grunde liegt. Und man darf die UNO nicht durch die NATO oder die EU ersetzen.« [aus Putins Rede 2007 auf der 43. Münchner "Sicherheitskonferenz" in deutscher Übersetzung; Quelle: russland.ru, veröffentlicht bei der AG Friedensforschung, Kassel]

Es war der erste Auftritt eines russischen Staatspräsidenten auf der Sicherheitskonferenz. Und er wirbelte das transatlantische Wohlgefühl ordentlich durcheinander: Den USA unterstellte er das Streben zu "monopolarer Weltherrschaft", sie hätten "ihre Grenzen in fast allen Bereichen überschritten". Die Nato warnte er vor "ungezügelter Militäranwendung". Nordatlantik-Allianz und Europäische Union würden anderen Ländern ihren Willen aufzwingen und auf Gewalt setzen, so Putin. Die Nato-Osterweiterung kritisierte Russlands Präsident massiv, weil deren militärische Infrastruktur "bis an unsere Grenzen" heranreiche. 
Nato-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer reagierte sichtlich verärgert: Was Putin gesagt habe passe nicht zur viel beschworenen "Partnerschaft zwischen Russland und der Nato". […] Wie könne man sich denn sorgen, "wenn Demokratie und Rechtsstaat näher an die Grenzen rücken", fragte er mit Blick auf Putins Äußerung gegen die Nato-Osterweiterung. [Sicherheitskonferenz in München: Putin schockt die Europäer, Sebastian Fischer, SPON, 10.02.2007] 


»Die EU war tatsächlich überrascht von der Krise, da in Brüssel nicht damit gerechnet wurde, dass Russland mit militärischen Maßnahmen auf ein ursprünglich rein technisches Freihandelsabkommen reagieren würde.« [Dr. Lina Fix, Russland-Expertin der DGAP (Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik), in einem Interview mit dem Deutsch-Türkischen Journal: Das Assozierungsabkommen mit der EU war Auslöser des Konfliktes, Deutsch-Türkisches Journal, 04.07.2014 – dazu auch: Der militärische Teil des EU-Assoziierungsabkommens mit der Ukraine, Post, 21.05.2015)]

Weil wir am Recht festhalten, es stärken und nicht dulden, dass es durch das Recht des Stärkeren ersetzen wird, stellen wir uns jenen entgegen, die internationales Recht brechen, fremdes Territorium annektieren und Abspaltung in fremden Ländern militärisch unterstützen. Und deshalb stehen wir ein für jene Werte, denen wir unser freiheitliches und friedliches Zusammenleben verdanken. Wir werden Politik, Wirtschaft und Verteidigungsbereitschaft den neuen Umständen anpassen. [Bundespräsident Gauck in seiner Rede zum Ausbruch des Zweiten Weltkriegs am 1. September 2014 in Danzig/Polen.]
siehe auch:
- Putin hat gesprochen! Howgh! – Die Valdai-Rede und die Rede vor der UN-Vollversammlung (Post, 26.10.2014) 

Ihr Denken veränderte die Welt ☆ Hannah Arendt [1:53:27]


Veröffentlicht am 09.11.2014
"EICHMANN IN JERUSALEM. EIN BERICHT VON DER BANALITÄT DES BÖSEN" ist ein Buch der politischen Theoretikerin Hannah Arendt, das sie anlässlich des 1961 vor dem Bezirksgericht Jerusalem geführten Prozesses gegen den SS-Obersturmbannführer Adolf Eichmann verfasste. Es beruhte auf ihren Prozessberichten in der amerikanischen Presse, erschien erstmals 1963 und rief mehrere langanhaltende Kontroversen hervor.

"Ihr Denken veränderte die Welt ☆ Hannah Arendt" ist ein deutscher Spielfilm von Margarethe von Trotta aus dem Jahr 2012 mit Barbara Sukowa in der Rolle der politischen Theoretikerin und Publizistin Hannah Arendt.

Seine Weltpremiere hatte der Film am 11. September 2012 beim 37. Toronto International Film Festival,[2] die Deutschlandpremiere fand am 8. Januar 2013 im Essener Kino Lichtburg statt, der deutsche Kinostart war am 10. Januar 2013. In der Schweiz kam der Film am 17. Januar, in Österreich am 22. Februar 2013 erstmals in die Kinos.

Der Film spielt in den Jahren 1960 bis 1964 und konzentriert sich auf die Zeit Hannah Arendts im Exil in New York. In jenen Jahren wollte sie das Handeln der Menschen unter dem Nazi-Regime verstehen.

Ausgangspunkt der Handlung ist der Eichmann-Prozess, der möglich geworden war, nachdem im Mai 1960 der Mossad den in Argentinien untergetauchten SS-Obersturmbannführer aufgespürt und nach Israel entführt hatte. Arendt schlägt dem Magazin The New Yorker vor, über den Prozess in Jerusalem zu berichten. Der Herausgeber William Shawn ist begeistert über das Angebot der für klare Standpunkte und scharfsinnige Analysen geschätzten berühmten Denkerin.

Im April 1961 reist Arendt nach Jerusalem, wo sie ihren alten Freund Kurt Blumenfeld wiedertrifft. Sie besucht dort alle wichtigen Gerichtsverhandlungen, in denen sie akribisch alles protokolliert. Der Film baut dabei Originalmaterial in die Spielhandlung ein. Eichmann entpuppt sich im Verlauf des Prozesses nicht als bestialisches Monster, sondern als ein mittelmäßiger Bürokrat, was Arendt überrascht. Im Laufe des Prozesses wird sie auch Zeugin, wie Holocaustüberlebende während der Befragung zusammenbrechen.

Über die Dialoge, die Arendt mit ihrem Mann Heinrich Blücher, ihrer Freundin Mary McCarthy und ihrer Sekretärin Lotte Köhler führt, wird der Zuschauer über ihre politisch-philosophischen Überlegungen informiert. Zwischenszenen handeln von Arendts Leben in Deutschland vor 1933 und von ihrer Beziehung zu Martin Heidegger.

Nach zwei Jahren intensiver Arbeit, umfangreichen Recherchen und vielen Diskussionen schreibt Arendt eine Artikelserie, die sofort einen Skandal in den USA, Israel und in der Welt provoziert. Sie zieht sich aufs Land zurück, um sich der öffentlichen Aufmerksamkeit zu entziehen. Auch viele ihrer Freunde kritisieren sie heftig. Vor allem werden Arendt ihre Anschuldigungen an die Judenräte, mit den deutschen Behörden kooperiert zu haben, ihre These von der „Banalität des Bösen“ und ihre mangelnde Liebe zu den Juden vorgeworfen. Ihre akademische Karriere scheint gefährdet, als sie von Leitern ihrer Universität aufgefordert wird, die Universität zu verlassen. In einer nicht authentischen, für den Film erfundenen Szene wird sie während eines Waldspazierganges von Agenten des Mossad bedrängt, die Veröffentlichung ihres geplanten Buchs Eichmann in Jerusalem aufzugeben.

Arendt jedoch bleibt konsequent bei ihrer Haltung und scheut keine Auseinandersetzungen. Bei ihren Vorlesungen sind die Hörsäle überfüllt, die Studenten hören mit Interesse ihre Analysen und unerschrockenen Schlussfolgerungen. Von den Freunden halten nur noch ihr Mann sowie Mary McCarthy und Lotte Köhler zu ihr.

Besetzung

Barbara Sukowa als Hannah Arendt
Janet McTeer als Mary McCarthy
Klaus Pohl als Martin Heidegger
Nicholas Woodeson als William Shawn
Axel Milberg als Heinrich Blücher
Julia Jentsch als Lotte Köhler
Ulrich Noethen als Hans Jonas
Michael Degen als Kurt Blumenfeld
Victoria Trauttsmansdorf als Charlotte Beradt
Freiderike Becht als Young Hannah Arendt
Harvey Friedman als Thomas Miller
Megan Homosexuell als Francis Wells
Claire Johnson als Frau Serkin
Gilbert Johnston als Professor Kahn
Tom Leik als Jonathan Schell

zur Arendt-Kontroverse siehe:
- Das Böse der Lächerlichkeit preisgeben (Thomas Hummitzsch, Glanz & Elend, Datum unbekannt, abgerufen am 01-09-2016) und
- xxx ()

mein Kommentar:
Wir wollen also Freiheit und Demokratie in die ganze Welt exportieren, Deutschland am Hindukusch verteidigen und die Ursachen der Flüchtlingsströme bekämpfen…
Was Hannah Arendt als die »Banalität des Bösen« bezeichnet, ist nach ihren Worten die Dummheit, nicht gewillt zu sein, sich vorzustellen, was im anderen vor sich geht. Bevor wir uns immer und immer wieder mit dem Appell an unsere sogenannten »westlichen Werten« selbst hypnotisieren, sollten wir Hannah Arendts Standpunkt ganz intensiv bebrüten – und uns dabei an Kants Definition der Aufklärung erinnern…


Sonntag, 21. August 2016

Doping bei Olympia: Der schwarze Medaillenspiegel

Runter vom Treppchen! Die Olympiageschichte ist voller Sieger, die später des Dopings überführt wurden. Sie mussten ihre Medaillen zurückgeben. Ein Ranking der Schande

Eine Liste der überführten Dopingsünder, die Medaillen zurückgeben mussten, finden Sie hier.
Olympia hat Pause, der schwarze Medaillenspiegel ruht nie. Er zeigt das Ranking aller Nationen, denen in der Geschichte der Olympischen Spiele, ob Sommer oder Winter, Medaillen wegen Dopings aberkannt wurden. Es ist die pharmazeutische Tabelle, eine Statistik des Betrugs, eine Liste des Gifts, eine Hall of Shame.

Manche Betrüger erwischt es ganz schnell, während der Spiele. In Rio ließen sich der kirgisische Gewichtheber Isat Artykow und Serghei Tarnovschi, ein Kanufahrer aus Moldau, erwischen. Bei anderen dauert es sehr lange, bis man sie ertappt. Ihnen werden Nachtests zur Falle. Im Januar 2017 entzog das IOC drei Chinesinnen die Goldmedaillen. Sie hatten 2008 in Peking jeweils im Gewichtheben gesiegt, waren aber gedopt. China steigt damit auf Rang fünf. Auch die Weißrussin Nadseja Astaptschuk, die 2008 im Kugelstoßen Bronze holte, ist ihre Medaille wieder los. Schon im November wurde ihrer Landsfrau Natallja Michhnewitsch im gleichen Wettbewerb Silber entzogen.

Erst im November 2016 hatte das IOC dem zweifachen kasachischen Olympiasieger im Gewichtheben, Ilja Iljin, die Medaillen aberkannt. Alleine seit Mitte Oktober wurden in 37 Fällen Athleten und Athletinnen ihre Medaillen von 2008 und 2012 aberkannt. Kasachstan stieg damit dank seiner Gewichtheber gleich auf Platz drei in den Medaillenspiegel ein.

Seit den Spielen von Athen 2004 lagert das IOC Tausende Urin- und Blutproben von vergangenen Spielen und testet sie teilweise Jahre später nach. Der Grund: Im Laufe der Zeit verfeinern sich die Analysemethoden. Die Wissenschaft entdeckt zum Beispiel neue Abbauprodukte. Das erleichtert die Jagd nach den Dopern. Man kann drauf wetten, dass auch der eine oder andere Gewinner von Rio irgendwann erwischt wird – und sei es in fünf oder in zehn Jahren. Das Signal an die Sportler ist klar: Ihr dürft euch nie sicher sein! Das Signal an die Fans: alle Angaben ohne Gewähr.

mehr:
- Doping bei Olympia: Der schwarze Medaillenspiegel (Paul Blickle, Oliver Fritsch, ZON, 19.08.2016)

Die kuriosesten Doping-Fälle bei Olympia [2:00]

Veröffentlicht am 01.08.2012
http://youtube.com/thesimpleshow - Doping bei den Olympischen Spielen gibt es seit fast 100 Jahren. Pionier auf diesem Gebiet war ein amerikanischer Marathonläufer. Die Mischung, die er sich damals zuführte, hatte jedoch nichts mit heutigen Doping-Methoden zu tun.

Prof. Dr. Werner Franke: Vortrag "Doping: – Verbrechen im nationalen Interesse" [2:04:39]

Veröffentlicht am 22.01.2016
FDP Neujahrsempfang Wiesloch 17.1.2016
Prof. Dr. Werner Franke
Vortrag "Doping: Körperverletzender (BGH) Missbrauch der Wissenschaft – Verbrechen im nationalen Interesse"

siehe auch:

- Sport, Staats-Doping und zweierlei Maß (Post, 14.08.2016)
und:
- Doping in the United States (engl. Wikipedia, abgerufen am 21.08.2016)
- U.S. swimmer Lilly King spars with Russia's Yulia Efimova over doping (Nathan Fenno, Los Angeles Times, 21.08.2016)
- Olympia 2016 in Rio Olympia und die USA: Künstliche Realität (Tagesspiegel, 20.08.2016)
- The US wins Olympic gold in doping (Chris Mills, BGR, 17.08.2016)
- Pillen, Pulver, teurer Urin (Thomas Renggli, Tagesanzeiger.Ch.-Blog, 15.08.2016)
- Justin Gatlin on criticism by Lilly King: I've done what I need to do (ESPN, 14.08.2016)
- Sports 2016 Olympis – Team USA Is About to Be Kicked Off its Doping High Horse in Rio (Sean Gregory, Time, 13.08.2016)
- The Chuck Wielgus Blog: Creating a State-Sponsored Doping Program (Chuck Wielgus, USA Swimming, 12.08.2016)
- Sport Olympia 2016 "Die haben uns Medaillen geklaut. Das ist krank" (Die Welt, 11.08.2016)
- Olympische Spiele: Kalter Krieg im Schwimmbecken (Sabrina Knoll, ZON, 10.08.2016)
- USA flag-bearer Michael Phelps admits doubts about doping in the pool (Chris Barrett, stuff, 04.08.2016)
- Doping im Sport: USA und Russland (Schutzengel-orga.News, 31.07.2016)
- Olympia: 45 Athleten früherer Spiele positiv auf Doping getestet (ZON, 11.07.2016)
- Olympics: Michael Phelps says he doesn’t think he has ever competed in a clean sport (Todd Blym, Gold Coast Bulletin, 03.08.2016)
- IOC-Beschluss zu Russland: Welt-Anti-Doping-Agentur reagiert enttäuscht (SPON, 25.07.2016)
- Doping: US-Sport kämpft um Glaubwürdigkeit (Heinz P. Kreuzer, FAZ, 27.06.2001)
- Feind im eigenen Haus – Dem Spitzensport in den Vereinigten Staaten droht ein gigantischer Skandal: Haben mehrere hundert Athleten ungestraft gedopt? Ein Insider will vor Gericht auspacken. (Udo Ludwig, Michael Wulzinger, Der Spiegel, 1/2001, gefunden bei CarminaRo)
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Freitag, 19. August 2016

Heute vor 25 Jahren – 19. August 1991: Putsch in Moskau

Am Montag, dem 19. August 1991, einen Tag bevor Staats- und Parteichef Michail Gorbatschow und eine Gruppe führender Politikder der Sowjetrepubliken den neuen Unionsvertrag über die »Gemeinschaft Unabhängiger Staaten« (GUS) unterzeichnen sollten, versuchte eine Gruppe, die sich selbst »Staatskomitee für den Ausnahmezustand« (GKTschP) nannte, die Macht in Moskau zu ergreifen. Alle Beteiligten waren erst unter Gorbatschow auf ihre Positionen gelangt. Zu den Mitgliedern gehörten: 
 – Gennadi Janajew (1937–2010), Vizepräsident der UdSSR 
 – Dimitri Jasow (geb. 1924), Verteidigungsminister 
 – Wladimir Krjutschkow (1924–2007), Vorsitzender des KGB 
 – Walentin Pawlow (1937–2003), Ministerpräsident 
 – Boris Pugo (1937–1991), Innenminister 
 – Oleg Baklanow (geb. 1932), Mitglied des ZK der KPdSU 
 – Wassili Starodubzew (1931–2011), Vorsitzender des Bauernverbandes – Alexander Tisjakow (geb. 1926), Präsident des Verbandes der Staatsunternehmen 
 Zu den weiteren Mitinitiatoren des Putsches gehörten: 
 – Walentin Warennikow (1923–2009), stellvertretender Verteidigungsminister 
 – Oleg Schenin (1937–2009), Mitglied des Politbüros und Sekretär des ZK der KPdSU 
 – Anatoli Lukjanow (geb. 1930), Vorsitzender des Obersten Sowjets 
 – Waleri Boldin (1935–2006), Abteilungsleiter im ZK der KPdSU und Stabschef Michail Gorbatschows 
 – Juri Plechanow (1930–2002), KGB-General und Chef des Personenschutzes des Präsidenten 
 Die Gruppe verkündete, dass Gorbatschow erkrankt und daher von seinen politischen Ämtern befreit sei. Vizepräsident Janajew wurde zum Interimspräsidenten ernannt. Gorbatschow selbst war seit dem 4. August im Urlaub in Foros auf der Halbinsel Krim. Dort wurde er vom Nachmittag des 18. August bis zum 21. August festgesetzt und isoliert, nachdem er seine Zustimmung zur Verhängung des Notstandes und die Übertragung seiner Vollmachten an den Vizepräsidenten verweigert hatte. Er kehrte am 22. August nach Moskau zurück. 
 Die Streitkräfte und Teile des KGB verweigerten dem Staatskomitee die Loyalität. Die in Moskau aufgefahrenen Panzertruppen unterstellten sich dem Präsidenten der Russischen Föderation Boris Jelzin. Nach dem Scheitern des Putsches am 21. August beging Pugo Selbstmord, die anderen Mitglieder des Komitees wurden verhaftet, kamen aber in den Jahren 1992 und 1993 ohne Verfahren wieder frei. Die russische Staatsduma amnestierte sie 1994. Warennikow, der dem Komitee nicht angehört hatte, verweigerte die Amnestie und wurde im August 1994 vom Obersten Gericht Russlands wegen Befehlsnotstandes freigesprochen.
mehr:
- »Von Machtwechsel keine Rede« (Arnold Schölzel im Gespräch mit Hans Modrow, junge Welt, 19.08.2016)
siehe auch:

- Täuschung - Die Methode Reagan, Ressourcenkriege und medial vemittelte Feindbilder (Post, 06.05.2015)


Vor 20 Jahren: Moskau zwischen Goldrausch und Gewalt {21:45}

spiegeltv
Am 05.05.2015 veröffentlicht
Wer schnell zu Geld kommen möchte, sollte sein Glück in Moskau versuchen. Die ehemalige Metropole des real existierenden Sozialismus ist Mitte der Neunzigerjahre eine Stadt der unbegrenzten Möglichkeiten geworden. Es herrscht eine Art kapitalistischer Urzustand, in dem fast alle Werte und Regeln außer Kraft gesetzt sind. Gier und Gewalt sind die einzig verlässlichen Eckdaten. Die Zahl derer, die auf der Strecke bleiben, steigt mit jedem Tag und jeder Nacht.
Die Verschleuderung des damaligen "Volkseigentums" zu Spottpreisen begünstigte damals Mafiosi und raffgierige Spekulanten. "So wurde die westliche Idealvorstellung von freier Marktwirtschaft hier bei uns vollzogen", erzählt der Journalist. "Wenn Sie begreifen möchten, warum Putin so populär ist, dann schauen Sie sich heute in Ulan Ude um. Er hat damals den Saustall ausgemistet." [Der Ferne Osten Russlands befindet sich im Aufbruch, Ramon Schack, Telepolis, 22.11.2014]
siehe zur Situation Russlands in den letzten 20 Jahren:
- Der Ferne Osten Russlands befindet sich im Aufbruch (Post, 22.11.2014)

Spiegel TV - Magazin 165 - Der Putsch - Moskau, August 1991 {31:24}

Christel Bushmann
Am 22.06.2016 veröffentlicht
Der Putsch - Moskau, August 1991.
Eine Reportage für Spiegel TV von Christel Buschmann (25.08.1991).
www.christelbuschmann.com

Ende einer Supermacht Putsch gegen Gorbatschow [43:43]

Doku Channel
Am 04.04.2012 veröffentlicht
Neue Videos auf den Kanal ! Die Welt hält am 19. August 1991 den Atem an: Panzer in Moskau. Kommunistische Hardliner haben Gorbatschow an seinem Urlaubsort festgesetzt. Der Westen befürchtet die Wiedergeburt des Kalten Kriegs.
Die Machtzentren in USA und Europa reagieren alarmiert, die Börse nervös. Als die Nachrichtenagentur TASS verbreitet, Gorbatschow sei aus "gesundheitlichen Gründen" zurückgetreten, scheint das Ende der Perestroika nahe mit unabsehbaren Folgen für den globalen Entspannungsprozess. Besonders groß ist die Sorge in Deutschland. In den neuen Bundesländern stehen noch knapp 300.000 sowjetische Soldaten, deren vollständiger Abzug erst für 1994 vertraglich vereinbart ist.

Michail Gorbatschow - EXTREMER Weltveränderer und Privatmann [HD Doku DEUTSCH] 2016 {1:01:45}

camila senere
Am 05.04.2016 veröffentlicht
Er läutete das Ende des Kalten Krieges ein, ließ den Eisernen Vorhang fallen und ermöglichte die deutsche Wiedervereinigung. Am 2. März 2016 wird Michail ...
Michail Gorbatschow - EXTREMER Weltveränderer und Privatmann [HD Doku DEUTSCH] 2016
Alter Info-Text, 136.03.2016:
Er läutete das Ende des Kalten Krieges ein, ließ den Eisernen Vorhang fallen und ermöglichte die deutsche Wiedervereinigung. Am 2. März 2016 wird Michail Gorbatschow 85 Jahre alt.
Die welthistorischen Veränderungen, die er ab 1985 als neuer Kreml-Chef einleitete, wirken weit in die Gegenwart hinein. Was trieb Gorbatschow an, die Sowjetunion von einer Diktatur hin zu mehr Demokratie zu führen? Was waren seine Ziele?
Für diese Dokumentation - eine Zusammenarbeit von "ZDF-History" und Phoenix - gab Gorbatschow ein neues und ausführliches Exklusiv-Interview. Darin schildert er auch seine Kindheit und Jugend, die Bedeutung seiner Lebensliebe zu seiner verstorbenen Ehefrau Raissa sowie seine Zeit nach 1991, als die Sowjetunion unterging und er den Kreml verlassen musste. Die filmische Spurensuche führt daher auch in seine südrussische Heimat und seinen Geburtsort. Die Dokumentation des Osteuropahistorikers Ignaz Lozo ist ein Porträt nicht nur des Weltpolitikers und Friedensnobelpreisträgers, sondern vor allem auch des Menschen Michail Gorbatschow.

Geheimnisse des Kalten Krieges Schlachtfeld Europa [Doku 2016 HD] {1:09:18}

Billy Gonsoulin
Am 30.06.2017 veröffentlicht
Vor 25 Jahren endete der Kalte Krieg, der Jahrzehnte lang wie ein Alptraum über Europa gelegen hatten. Die Mauer war gefallen, Nato und Warschauer Pakt zogen gewaltige Panzerarmeen ab.
Sie räumten ihre hochgesicherten Depots taktischer Atomwaffen. Mitteleuropa war nicht zum alles verschlingenden nuklea-ren Schlachtfeld geworden. Das Gleichgewicht des Schreckens zwischen den rivalisierenden Supermächten hatte letztlich die erhoffte Wirkung gezeigt.
Der Dritte Weltkrieg fand nicht statt. Die Dokumentation legt ein ganz besonderes Augenmerk auf die bitteren Realitäten eines möglichen Schlachtfeldes in Deutschland, auf die Planungen der Supermächte auf beiden Seiten der innerdeutschen Grenze.

Der Kalte Krieg Jagd auf den Inneren Feind - Reportage über den Kalten Krieg [43:09]

Veröffentlicht am 20.05.2013
45 Jahre von 1945 bis 1990 saß die Welt auf einem Pulverfass. Und oft schien es, als würde Feuer an die Lunte gelegt, die das Fass zur Explosion bringt. Die ideologischen Auseinandersetzungen zwischen Ost und West arteten zur Rüstungsspirale aus. Aber auch verbal verhärteten sich die Fronten.
Die psychologische Komponente spielte eine zunehmend wichtige Rolle im Wettkampf der Systeme um Macht und Einfluss. Die Sendereihe Der Kalte Krieg ist eine politische Enzyklopädie jener fast 50 Jahre, die auf den Zweiten Weltkrieg folgten.

Der Kalte Krieg Reagan und Gorbatschow Doku über Reagan und Gorbatschow {43:51}

Torben Henningsens
Am 21.05.2013 veröffentlicht
45 Jahre -- von 1945 bis 1990 -- saß die Welt auf einem Pulverfaß. Und oft schien es, als würde Feuer an die Lunte gelegt, die das Faß zur Explosion bringt. Die ideologischen Auseinandersetzungen zwischen Ost und West arteten zur Rüstungsspirale aus. Aber auch verbal verhärteten sich die Fronten. Die psychologische Komponente spielte eine zunehmend wichtige Rolle im Wettkampf der Systeme um Macht und Einfluß. Die Sendereihe "Der Kalte Krieg" ist eine politische Enzyklopädie jener fast 50 Jahre, die auf den Zweiten Weltkrieg folgten. Mehr als fünf Jahre haben der britische Produzent Sir Jeremy Isaacs und sein Team aus internationalen Rechercheuren und Historikern zur Erarbeitung des Konzepts und zur Fertigstellung dieser Serie gebraucht.

Der Kalte Krieg Uncle Sams Hinterhof - Reportage über Uncle Sams Hinterhof {43:42}

Sabine Kierchners
Am 21.05.2013 veröffentlicht
Die Kommunistenfurcht des Kalten Krieges veranlasst die Regierenden in Washington, in Lateinamerika linksgerichtete Regierungen zu bekaempfen (Guatemala, Chile, Granada) und rechtsgerichtete Machthaber, sogar Rebellen zu unterstuetzen (Nicaragua, El Salvador). Washington will in "seiner" Hemisphaere Ruhe und Ordnung. Menschenrechte und die Charta der Vereinten Nationen spielten eine untergeordnete Rolle.

Sieg des Westens Der Kalte Krieg 1978-1991 {44:56}

doku.world
Am 28.09.2018 veröffentlicht
1978 marschierte die sowjetische Armee in Afghanistan ein. Seitdem kämpfte die UdSSR am Hindukusch gegen Gotteskrieger, die von den USA finanziert wurden. Es war ein Krieg um Macht und Einflusssphären. 1981 gelang es den Vereinigten Staaten das Wettrüsten gegen die Sowjetunion zu gewinnen. Die zweite Hälfte der 80er Jahre war charakterisiert durch die Auflösung der Sowjetunion. Mit dem Fall der Berliner Mauer 1989 und seinen politischen Folgen ging der "Kalte Krieg" zu Ende.

Moskau, Mythen, Mauerfall Wie der Kreml mit der deutschen Einheit rang (Doku) {54:11}

Danny Nichols
Am 02.02.2017 veröffentlicht

Alter Info-Text (11.12.2013):
Die Dokumentation beschreibt die Rolle der sowjetischen Führung am Zustandekommen der Wiedervereinigung, zeigt das Ringen und die atemberaubenden Positionswechsel des Kreml.
Es war offensichtlich nicht für die Öffentlichkeit bestimmt, doch die Mikrophone übertrugen es: "Eigentlich müssten wir uns jetzt besaufen", sagte Helmut Kohl zu Hans- Dietrich Genscher am 10. Februar 1990 leise in Moskau vor dem Beginn der Ergebnispressekonferenz nach Verhandlungen mit der Führung der Sowjetunion. Der Schlüssel zur Wiedervereinigung lag in Moskau. Gorbatschow übergab ihn den deutschen drei Monate nach dem Mauerfall widerstrebend zwar, aber unwiderruflich.
Der Film zeigt mit Blick auf die Deutschlandpolitik auch die vielen Widersprüche und die Sprunghaftigkeit des damaligen Präsidenten der Sowjetunion. Innenpolitisch war Gorbatschow seit 1990 mehr ein Getriebener denn ein Gestalter feilschte regelrecht um die Milliardenzahlungen aus Deutschland.
Der Russland-Experte Ignaz Lozo sprach in Georgien, Russland und Deutschland mit Entscheidungsträgern und Zeitzeugen, wie z.B. Michail Gorbatschow, Eduard Schewardnadse, dem damaligen Bonner Kanzleramtschef Horst Teltschik und dem damaligen deutschen Finanzminister Theo Waigel. Ebenso kommen der Musiker Peter Maffay, der gemeinsam mit der DDR-Band "Karat" aufgetreten ist, sowie ehemalige DDR-Oppositionelle und Bürger zu Wort.
Welche Auswirkungen hatte die Politik von Perestroika und Glasnost auf die DDR? Wollte Gorbatschow wirklich die Einheit, wie im Nachhinein behauptet wird? Und welcher war wirklich der Song der Einheit?

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rfilm 
Am 16.10.2014 veröffentlicht
Alter Info-Text, 21.11.2014:
280 Standorte, 50 Flugplätze, 500.000 Soldaten, 7.500 Panzer und etwa ein Zehntel des DDR-Territoriums. Als triumphale Sieger 1945 gekommen, beschlagnahmte die Rote Armee weite Flächen in der DDR und schuf damit einen einzigen großen Militärstandort, die größte Konzentration an Waffen und Kriegstechnik weltweit. Einer der größten Standorte war Altengrabow unweit von Magdeburg. Die unvorstellbaren Dimensionen des Waffen- und Technikarsenals beeindruckte die NATO noch während des Abzugs der Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland, den sich Deutschland etwa 20 Milliarden DM kosten ließ. "Es ist heute immer noch unvorstellbar, wie friedlich die Russen den Abzug bewältigt haben. Es war in der Weltgeschichte eine militärische und vor allem logistische Meisterleistung. Und es gab viele brenzlige Situationen - immerhin zog hier die größte Militärmacht Europas ab", erinnert sich Oberstleutnant a.D. Jürgen Rößler, der zwischen 1991 und 1994 auf Seiten der Bundeswehr den Abzug der gesamten russischen Luftarmee begleitete.
Die meisten früheren Sowjetsoldaten erinnern sich gern an ihre Dienstzeit in der DDR, schließlich gab es doppelten Sold und eine für sowjetische Verhältnisse paradiesische Versorgung. "Es war die schönste Zeit meines Lebens", schwärmt noch heute der ehemalige Stabsfähnrich Igor Ponomerenko. Trotzdem: Nahezu 50 Jahre blieb die Besatzungsmacht abgeschottet unter sich. Sie traute weder der NVA noch der DDR-Staatsführung über den Weg. Dem DDR-Bürger zeigte sie sich nur während der Kulturveranstaltungen.
Hinterlassenschaften der Roten Armee finden sich bis heute, doch 20 Jahre später hat sich viel verändert. Die Reportage geht auf Spurensuche. Die Autoren befragen deutsche und russische Zeitzeugen und zeigen anhand beeindruckender historischer Filmaufnahmen den größten friedlichen Truppenabzug der Geschichte.
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UDSSR - Doku - Der sowjetische Kollaps {42:02}

Lord Seth
Am 04.06.2017 veröffentlicht

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siehe auch

Donnerstag, 18. August 2016

Reif für die Anstalt: Der US-Wahlkampf als Dreckschleuder

[Die verwendeten Bilder sind ScreenShots aus dem Vortrag von Rainer Mausfeld:

Während Donald Trump Hillary Clinton mit der deutschen Bundeskanzlerin vergleicht, versuchen Parteigänger der Demokraten den Milliardär mit dem gestürzten ukrainischen Staatspräsidenten in Verbindung zu bringen

Der republikanische US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump hat seine demokratische Konkurrentin Hillary Clinton auf einer Wahlkampfveranstaltung in Youngtown im US-Bundesstaat Ohio mit der deutschen Bundeskanzlerin verglichen, um Wähler vor ihr zu warnen: "Hillary Clinton", so Trump mit Verweis auf die Migrationspolitik der CDU-Politikerin, wolle "Amerikas Angela Merkel werden", was für die USA unter anderem in Sachen Kriminalitätsanstieg "eine Katastrophe" bedeuten würde. "Unser Land", spielte der Milliardär auf Massaker und Unruhen in der jüngsten Zeit an, "hat genug Probleme - wir brauchen nicht noch weitere."

mehr:
- USA: Negativwahlkampf mit Janukowitsch und Merkel (Peter Mühlbauer, Telepolis, 17.08.2016)



Is America This Stupid? [2:41]

Hochgeladen am 26.02.2010
This is not about climate change, abortion or race. This is about being a moron.

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Bill Maher - America IS a Stupid Country and now there's proof [2:25]

Hochgeladen am 03.04.2011
Bill Maher has said time and time again that America is a stupid country. Now he has found proof in a survey conducted using the U.S. Citizenship Test. All content belongs to Bill Maher and HBO.

siehe auch:
- Kreationismus revisited (Post, 11.08.2016)
- "In den USA gehen sechs Millionen Stimmen verloren" (Post, 19.07.2016)
- US-Wahlkampf: Trump und die Wrestling-Show ignorieren! (Post, 09.03.2016)
- Volker Pispers: "... bis neulich 2014" (Post, 18.11.2014)
- Snowden hat sein Leben riskiert (Post, 28.10.2014)
aktualisiert am 19.08.2016