Dienstag, 29. November 2016

KenFM im Gespräch mit: Ulrich Teusch ("Lückenpresse")

KenFM im Gespräch mit: Ulrich Teusch ("Lückenpresse") {1:46:47}

KenFM
Am 29.11.2016 veröffentlicht 
"Es gibt n u r ein perspektivisches Sehen, n u r ein perspektivisches ‚Erkennen‘; und je mehr Affekte wir über eine Sache zu Worte kommen lassen, je mehr Augen, verschiedene Augen wir uns für dieselbe Sache einzusetzen wissen, um so vollständiger wird unser ‚Begriff‘ dieser Sache, unsere ‚Objektivität‘ sein."
Diese Erkenntnis von Friedrich Nietzsche und ist von zentraler Bedeutung, vor allem, wenn man sich entschließt, den Beruf des Journalisten auszuüben. Bis heute lernen Journalisten während des Studiums und später in den Redaktionen, sie mögen bitte objektiv sein. Doch diese geforderte Objektivität existiert gar nicht. Niemand ist neutral. Wir alle haben Standpunkte, Meinungen und sind individuell sozialisiert. Kein Mensch kann daher ein objektives, ein all umfassendes Bild von einer Person oder einem Geschehen produzieren, denn schon der Auswahl einer Story geht eine höchst subjektive Entscheidung voraus.
Der Teil der Realität, der es in die Zeitung, die Talkshow, die Nachrichten geschafft hat, ist immer nur ein winziger Ausschnitt der unüberschaubaren Gegenwart. Massenmedien beschreiben daher nicht die Realität, sie erzeugen ein Paralleluniversum, das für den Durchschnittskonsumenten zur Gegenwart wird. Dieser Eindruck fußt dann aber auf einer Selbsttäuschung. Presse ist nur perspektivisch vermittelbar. Nur durch die Konzentration, das Erzeugen von Lücken, ist Information vermittelbar. Wer einen bestimmten Standpunkt vermitteln will, muss den größten Teil aller anderen Standpunkte konsequent ausblenden, um nicht zu verwirren.
Der Begriff "Lügenpresse", der in großen Abständen immer wieder auf der Straße Hochkonjunktur erfährt und das Misstrauen der Bevölkerung gegenüber der Mainstreampresse zum Ausdruck bringen soll, beruht daher auf einer Fehleinschätzung der Presse an sich.
Presse lügt immer, wenn man sie daran misst, ob sie die absolute Wahrheit publiziert. Das kann sie gar nicht. Eine Lüge beginnt aber schon dann, wenn man bewusst Teile der Wahrheit weglässt, obschon man weiß, dass dieses Weglassen zu einer groben Verzerrung dessen führen würde, was man tatsächlich weiß.
Presse ist immer Lückenpresse. Sie informiert nur zum Teil und das meiste von dem, was da draußen geschieht, steht eben nicht in der Zeitung, schafft es eben nicht über die Presse in unser Bewusstsein.
Trotz oder gerade wegen dieser berufsbedingten Lücken bei der Berichterstattung, sollten Pressevertreter aufrichtig sein. Sie sollten stets einräumen, immer nur einen perspektivischen Ausschnitt der Realität veröffentlichen zu können. Der Absolutheitsanspruch, mit dem große Pressehäuser jahrzehntelang ihren Job gemacht haben, ist absurd und wird durch das Internet entzaubert. Das hat ernsthafte Folgen für die Machtstruktur der Eliten, die ihre Stabilität vor allem aus der Kontrolle der Medien bezogen haben. Massenmedien sind Kontrollinstrumente gegenüber dem Volk und werden durch entsprechende Gate-Keeper gesteuert.
Dass dieses Netzwerk der Alpha-Journalisten es nicht mehr schafft, die Bevölkerung kollektiv an der Nase herumzuführen, indem relevante Informationen konsequent unterdrückt werden, zeigt der für die Eliten überraschende Wahlsieg eines vollkommenen Außenseiters wie Donald Trump. Trump konnte in den Lücken gedeihen, die von der Mainstreampresse erst erzeugt wurden. Das Netz ist zur ernsthaften Konkurrenz der kontrollierten Presse geworden. Das Meinungskartell verliert an Boden. Die Lücken der Presse werden zur Chance für die Demokratie, wenn hier ein neuer Netzjournalismus das Vertrauen der Bürger gewinnt.
KenFM traf sich mit Prof. Dr. Ulrich Teusch, um mit ihm über dessen aktuelles Buch "Lückenpresse" zu sprechen. Es handelt sich um eine detaillierte Analyse der Medienkrise. Teusch prophezeit das Ende der Presse, wie wir sie bisher kannten. Der Wahlsieg Trumps gibt seinen Thesen recht.
Eine detaillierte Inhaltsübersicht zum Interview findest Du auf unserer Homepage.
https://kenfm.de/ulrich-teusch-luecke...
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Montag, 28. November 2016

Wovon träumt das Internet?

Werner Herzogs neuer Dokumentarfilm begegnet der digitalen Revolution 

Leonard Kleinrock, einer der Pioniere des Internets, führt Werner Herzog durch die Hallen der University of California. Sein Ziel ist ein kleiner, unscheinbarer Raum. Zu den ersten Tönen von Wagners Rheingold öffnet er die Tür. Eine riesige Maschine steht wie ein Kühlschrank in der Ecke des Raums. Es ist ein "Mini-Computer" aus dem Jahr 1969. Das erste Bauteil der Technologie, die die Schöpfung des Internets möglich machte.

Zu den Bläsern aus Wagners Oper fährt die Kamera über die Hülle des riesigen Rechners, schaut in sein, mit gewaltigen Kartuschen gefülltes, Inneres. Mit Hilfe dieser Platinen wurde die erste Nachricht über ein Netzwerk von einem Computer an einen anderen Computer geschickt. Es ist die Geburtsstunde des Internet, der Ausgangspunkt für die Explosion der Informationstechnologie, durch die der Film in zehn Kapiteln führt. 

mehr:
 - Wovon träumt das Internet? (Karsten Munt, Telepolis, 24.11.2016) 

Lo And Behold: Reveries of the Connected World - Official Trailer [2:43]

Magnolia Pictures & Magnet Releasing Veröffentlicht am 01.06.2016 
Like on Facebook: https://www.facebook.com/LoandBeholdFilm Legendary master filmmaker Werner Herzog (Grizzly Man, Cave of Forgotten Dreams) examines the past, present and constantly evolving future of the Internet in Lo and Behold: Reveries of the Connected World. Working with NETSCOUT, a world leader in-real time service assurance and cybersecurity, which came aboard as a producer and led him into a new world, Herzog conducted original interviews with cyberspace pioneers and prophets such as PayPal and Tesla co-founder Elon Musk, Internet protocol inventor Bob Kahn, and famed hacker Kevin Mitnick. These provocative conversations reveal the ways in which the online world has transformed how virtually everything in the real world works, from business to education, space travel to healthcare, and the very heart of how we conduct our personal relationships. In the words of executive producer Jim McNiel, “It’s a journey even Werner, with his immense imagination and inquisitive mind, didn’t expect. Unless you have lived in the technology space, you don’t yet fully appreciate what dwells there.” Herzog adds: “It is one of the biggest revolutions we as humans are experiencing.” See it in theatres, On Demand, Amazon Video and iTunes August 19th http://www.loandbeholdfilm.com
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Postfaktisches Zeitalter - Darauf einen Bommerlunder

Von der Benennungsmacht der politischen Eliten und der Medien
"Postfaktisch" ist ein Begriff, der derzeit in den Medien landauf landab zu hören ist. Die Moderatoren der großen Polit-Talkshows gebrauchen ihn so genüsslich wie ein Kind, das sich über ein besonders tolles Weihnachtsgeschenk freut. Die Kommentatoren in den großen Medien verwenden ihn mit dem Gestus der Bedeutungsschwangerschaft, so als stünde alleine schon durch den Gebrauch des Wortes die Entdeckung der Weltformel kurz bevor. Anders gesagt: Wer derzeit "dazu" gehören will, der spricht von "postfaktisch", von der postfaktischen Zeit oder - ganz großes Tennis - vom postfaktischen Zeitalter. Aber leben wir tatsächlich in einer Zeit, in der Fakten keine Rolle mehr spielen?

Zugegeben: Das klingt alles gar nicht so schlecht. Nein, es klingt sogar ziemlich gut. Wer von der postfaktischen Zeit spricht, hört sich nicht so an, als habe er die Schule frühzeitig verlassen. Wer vom postfaktischen Zeitalter spricht, von dem darf man erwarten: Er hat Bildung genossen und verfügt deshalb wohl über das, was man bisweilen als "Durchblick" bezeichnet. Und das ist heute, also in einer Zeit, in der jeder öffentlich alles sagen kann und darf (welch ein unerträglicher Zustand), was ihm gerade so durch die "Großhirnrinde zuckt" (Rupert Lay), von großem Wert.

Schließlich brauchen die Menschen "Orientierung"', sie brauchen kluge Analysten, die in der Lage sind, die "komplexen Verhältnisse" auch sprachlich auf den Punkt zu bringen. Denn: Ist es nicht so, dass durch Benennung Klarheit geschaffen wird? Ist es nicht so, dass Orientierung dringend nötig ist, wenn die "Nebelkerzenwerfer", die "Vereinfacher der Wahrheit" und "Apokalyptiker" ihren Auftritt haben?

Mit diesem kleinen Aufriss, der nicht frei von Ironie ist, befinden wir uns inmitten jenes Schlachtfeldes im Bereich der Sprache, auf dem gegenwärtig um Deutungshoheiten gekämpft wird.

mehr:
- Postfaktisches Zeitalter - Darauf einen Bommerlunder (Marcus Klöckner, Telepolis, 20.11.2016)

siehe auch:
- Gestern Europa und morgen die ganze Welt? (Tomas Konicz, Telepolis, 19.11.2016)

Monsanto: Roundup Ready v2.0

Dicamba oder 3,6-Dichlor-2-methoxybenzoesäure. Im Rahmen von Roundup Ready Xtend kommt es als weniger flüchtige Formulierung zum Einsatz.

Die US-Umweltschutzbehörde EPA genehmigt ersten Teil einer "neuen" Monsanto-Herbizidstrecke
Die weltweite Landwirtschaft hat mit der zunehmenden Resistenz von Unkräutern gegenüber dem Herbizid Glyphosat zu kämpfen. Die Agrarindustrie in den Vereinigten Staaten setzt nun verstärkt auf genetisch verändertes Saatgut, das gegen mehrere Herbizide gleichzeitig tolerant gemacht wurde. Gerade erst hatte die US-Umweltschutzbehörde EPA die Herbizidmischung Enlist Duo von Dow AgroSciences genehmigt (Kapitulation vor der Agrarchemie-Industrie). Auch bei Monsanto arbeitet man an einem Update, das der um sich greifenden Glyphosat-Resistenz bei Unkräutern begegnen soll. Nun bekam zunächst die "Xtendimax mit Vapor Grip"-Technologie als Teil eines Monsanto-Programms den behördlichen Segen für die Anwendung auf Soja- und Baumwollfeldern in 34 US-Bundestaaten. Das vollständige Roundup Xtend- System soll nächstes Jahr zum Einsatz auf die Äcker kommen.

Die im November 2016 zugelassene Herbizidformulierung funktioniert im Zusammenspiel des Wuchsstoffherbizids Dicamba mit genetisch modifiziertem Monsanto-Saatgut, dem die Herbizidtoleranz mittels Genuity Roundup Ready 2 Yield-Technologie eingebaut wurde. Im nächsten Jahr sollen Felder von 60.700 Quadratkilometern mit Roundup Ready 2 Xtend-Soja (MON87708 x MON89788) und 12.000 Quadratkilometern Bollgard II XtendFlex-Baumwolle bestellt werden.

Bei der EPA ist noch ein anderes Genehmigungsverfahren anhängig, das eine weitere Monsanto-Technologie betrifft: Roundup Xtend. Das Saatgut ist das gleiche, nur kommt bei diesem Soja eine Mischung aus Dicamba und Glyphosat als Herbizid zum Einsatz, Bollgard II XtendFlex-Baumwolle verträgt zusätzlich noch Glufosinat. Xtend ist ein Bestandteil von Monsantos Roundup Ready Plus-Plattform, die den Bauern eine pro-aktive Unkrautbekämpfung näherbringen und Anreize für die gleichzeitige Nutzung mehrerer Herbizide schaffen soll.

mehr:
- Roundup Ready v2.0 (Bernd Schröder)
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siehe auch:
- Zunehmende Resistenzen – Das Monster auf dem Acker (Post, 30.07.2016)
- Gerichtsprozess gegen Monsanto: Medien verweigern Berichterstattung (Post, 24.08.2015)
- Superweeds als Symbol für den entfesselten Kapitalismus (Post, 29.05.2015)
- Monsanto? Brauchen wir nicht (Post, 29.04.2009)
- Gen-Scheiß, die nächsten drei von allen (Post, 31.03.2008)
- Bush & Monsanto (Post, 16.03.2008)
- Monsanto, mit Gift und Genen (Post, 12.03.2008)
- Gen Mais macht Ratten krank (Post, 30.05.2007)

"Die geheime Geschichte der NATO-Übung, die beinahe einen Nuklearkrieg ausgelöst hätte"

Nate Jones legt Chronik zu Able Archer 83 vor

Genau 33 Jahre nach dem NATO-Manöver Able Archer 83 veröffentliche der US-Historiker Nate Jones seine Analyse des wohl riskantesten Zeitpunktes des Kalten Kriegs. Als Direktor des Freedom of Information Act Project des an der George Washington University angesiedelten National Security Archive führte Jones über ein Jahrzehnt einen Kampf um die Freigabe von Geheimdokumenten, die Aufschluss über die tatsächlichen Begebenheiten der heißesten Phase des Ost-West-Konflikts erlauben. (Der letzte Tag - Staatsgeheimnisse und Rätsel um ABLE ARCHER 83)

Die Bedeutung der Krise war lange bestritten oder herunter gespielt worden, während andere Kommentatoren wie der vormalige CIA-Chef und Verteidigungsminister Robert Gates die Ereignisse von 1983 für gefährlicher als die Kuba-Krise halten. Nachdem Jones 2015 endlich die Freigabe der mit höchster Geheimhaltungssufe "TOP SECRET UMBRA GAMMA WNINTEL NOFORN NOCONTRACT ORCON" versiegelten Studie des President's Foreign Intelligence Advisory Board von 1990 erwirkte, erlaubt die nun solide Informationslage Historikern eine abschließende Bewertung. (Um Haaresbreite - USA geben Geheimbericht von 1990 zu Able Archer 83 frei)

Jones nun erschienenes Buch Able Archer 83: The Secret History of the NATO Exercise That Almost Triggered Nuclear War besteht im Wesentlichen aus den zum Teil von ihm freigeklagten Regierungsdokumenten, die auch online im Able Archer 83 Sourcebook eingesehen werden können. Diesen stellt er eine eigene Analyse voran, in welcher er auf die widersprüchlichen Darstellungen eingeht. So wurde etwa übereinstimmend fälschlich die von Historikern akzeptierte Legende übernommen, dass Staatschefs an der Übung teilgenommen hätten.

Ähnlich verhält es sich mit dem Seemannsgarn von Sicherheitsberater Robert McFarlane, der seit dem Iran-Contra-Skandal eigentlich keine Glaubwürdigkeit mehr beanspruchen kann. Dennoch tischte Schlitzohr McFarlane unkritischen ZDF-Historikern erfolgreich die Mär auf, die CIA hätte den Präsidenten auf dem Höhepunkt der Krise vor der sowjetischen Kriegsangst gewarnt und Reagan daraufhin seine aggressive Rhetorik zurückgefahren.

Der für ZDF-Zuschauer als Held der Krise erscheinende Brandstifter Reagan hatte in Wirklichkeit erst 1984 Wind von der sowjetischen Nervosität bekommen, nachdem ihm bereits der TV-Film "The Day After" die Augen ein wenig für die Realität des Atomkriegs geöffnet hatte (The Day After - Der politische Katastrophenfilm war näher an der Realität, als lange bekannt war).

Waren bereits die über die Jahre bekannt gewordenen Darstellungen unterschiedlich bewertet worden, so wird auch Jones zweifellos kompetente Arbeit differenziert gesehen. So vermag Reagan-Chronist Jason Saltoun-Ebin nicht zu erkennen, dass die damaligen Ereignisse tatsächlich in einen nuklearen Schlagabtausch geführt hätten.

mehr:
- "Die geheime Geschichte der NATO-Übung, die beinahe einen Nuklearkrieg ausgelöst hätte" (Markus Kompa, Telepolis, 20.11.2016)

siehe auch:
Able Archer 83: "Um Haaresbreite" (Post, 13.11.2015)
Täuschung - Die Methode Reagan, Ressourcenkriege und medial vemittelte Feindbilder (Post, 14.05.2015)

Sonntag, 27. November 2016

AIDS - Erbe der Kolonialzeit

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Französisch-Äquatorialafrika (französisch Afrique-Équatoriale françaiseAEF) war von 1910 bis 1958 eine französische Kolonie im zentralen Afrika zwischen Golf von Guinea und dem westlichen Sudan. Hauptstadt war Brazzaville am Kongo.
1895 war bereits die Kolonie Französisch-Westafrika von Frankreich gegründet worden. Sie wurde 1958 ebenfalls aufgelöst.

Nachdem im Küstengebiet des späteren Gabun seit dem 15. Jahrhundert die Portugiesen dominierten, errichtete Louis Edouard Bouet-Willaumez dort 1839 die ersten französischen Stützpunkte. 1875 wurde Gabun französische Kolonie. Die Expansion in das Binnenland setzte erst in den 1880er Jahren ein. Sie ist insbesondere mit dem Namen des Grafen Pierre Savorgnan de Brazza verbunden, der ab 1880 den Mittelkongo (Moyen-Congo) zur französischen Interessen- und Einflusssphäre erklärte. Der Versuch, in Äquatorialafrika ein französisches Kolonialreich vom Atlantik bis zum Indischen Ozean zu errichten, scheiterte aber 1898, als die Franzosen in Faschoda am Nil auf die Briten trafen (Faschoda-Krise).
Die faktische Okkupation des Ubangi-Schari-Territoriums setzte 1889 mit der Errichtung des ersten französischen Stützpunkts in Bangui ein. Von hier aus wurde das Gebiet bis 1894 weitgehend unter französische Kontrolle gebracht. Der Widerstand der indigenen Gesellschaften dauerte bis an den Vorabend des Ersten Weltkrieges an.
Mit der Schlacht bei Kousséri (22. April 1900), in der drei vereinigte französische Militärexpeditionen unter dem Kommando von Amédée-François Lamy über die Truppen des afro-arabischen Usurpators Rabih b. Fadlallah siegten, wurde die französische Machtstellung am Tschadsee zementiert. Am 5. September 1900 erfolgte die Einrichtung des Militärterritoriums Tschad (Chad) als weitere Verwaltungseinheit. Sitz der Verwaltung wurde das Kousséri gegenüber am Logone gegründete Fort Lamy (benannt nach dem in der Schlacht gefallenen Truppenführer; heute N’Djamena). In den folgenden Jahren unterwarfen die Franzosen ihrer Herrschaft auch die zentralsudanesischen Länder Kanem (1901–1905), Wadai (1903–1911), Borku und Tibesti (1911–1918) im Norden der Kolonie.
1906 wurden zunächst Ubangi-Schari und das Tschad-Territorium zur Kolonie Ubangi-Schari-Tschad vereinigt. 1910 wurden dieses Gebilde mit den bis dahin selbständigen Kolonien Gabun und Mittelkongo zur Föderation Französisch-Äquatorialafrika zusammengeführt und Brazzaville zur Hauptstadt bestimmt. Teile wurden mit dem Vertrag vom 4. November 1911 (Marokko-Kongo-Abkommen) an die deutsche Kolonie Kamerun abgetreten (Neukamerun). Das französische Angebot eines größeren Gebiets Äquatorialafrikas gegen das deutsche Togo lehnte Deutschland ab. Frankreich erhielt stattdessen die Nordost-Ecke Kameruns (Entenschnabel).[1] Nachdem Deutschland den Ersten Weltkrieg verloren hatte, forderte es Neukamerun von Deutschland und erhielt es im Friedensvertrag von Versailles 1919.
[Französisch-Äquatorialafrika, Errichtung der Kolonialherrschaft, Wikipedia, abgerufen am 30.08.2019]
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Aids das Erbe der Kolonialzeit HD DOKU 2016 {52:00 - Start bei 41:01}

Doku2K16
Am 08.12.2016 veröffentlicht 
alter Info-Text: 
Dokumentation - 52 Min. Arte Mediathek
Sendetermine und Verfügbarkeit:
Sendetermine: Freitag, 2. Dezember um 1.15 Uhr Dienstag, 13. Dezember um 9.25 Uhr Online vom 26. November bis zum 3. Dezember 2016 Verfügbar in den deutsch- und französischsprachigen Ländern Europas
Seit der Entdeckung von HIV vor etwa 30 Jahren hat dieses Virus der Wissenschaft zahllose Rätsel aufgegeben. Woher kam es und wie konnte es sich zur schlimmsten Pandemie unserer Zeit entwickeln? Wissenschaftler aus Belgien, den USA und dem Kongo glauben, den Ursprung des Virus um das Jahr 1900 in Afrika ausgemacht zu haben. Bereiteten die Kolonialmächte der Aids-Pandemie den Weg? Infektionskrankheiten sind weltweit auf dem Vormarsch. Sars, Vogelgrippe, HIV und jetzt Ebola fordern jährlich Tausende Tote und bringen ganze Länder an den Rand des Abgrunds. HIV tötete bislang mehrere zehn Millionen Menschen, mehr als 30 Millionen sind infiziert. Neben der Suche nach einem Impfstoff ist die größte Herausforderung, die Dynamik der Aids-Pandemie zu verstehen. Woher kam der Erreger, wie fand er den Weg in den Menschen und was ließ ihn zur Pandemie anschwellen? Es brauchte Jahrzehnte interdisziplinärer Forschung, um HIV diese Geheimnisse abzuringen. Virologen, Biologen und Historiker haben die Spuren des Aids-Virus bis zu seinen Anfängen zurückverfolgt, die lange vor dem Beginn der 80er Jahre liegen, als HIV in der Homosexuellenszene an der Westküste der USA Angst und Schrecken verbreitete. In Krankenhäusern und Laboren in der Demokratischen Republik Kongo stießen die Forscher auf ein Archiv von Gewebeproben aus der Kolonialzeit. Demzufolge grassierte bereits Anfang der 1960er Jahre eine Epidemie in Afrika. Lange zuvor muss also das Virus vom Schimpansen auf den Menschen übergesprungen sein; ein Vorgang, der nicht zwangsläufig eine Pandemie auslösen muss. Haben die Kolonialherren mit ihrer rücksichtslosen Ausbeutung von Mensch und Natur die Ausbreitung erst ermöglicht?

Dokumentation Das Doktoren Bataillon {1:23:38 – Start bei 30:54}

hans vader
Am 04.07.2014 veröffentlicht 



Das Vorgehen der mobilen Teams folgte einem standardisiertem Ablauf: Die Lymphknoten wurden zunächst getastet. Waren sie vergrößert, so wurden sie punktiert. Im Fall eines positiven Resultats wurde mit Atoxyl behandelt. 1926 konnte Jamot diese Strategie in Kamerun verwirklichen. Die Prävalenz lag dorT 1919 bei 60 %. Jamot schaffte es, mit seiner Strategie diese bis 1930 auf 0,2 - 4,1% zu senken [29].

Die zahlreichen Forschungsexpeditionen und die rasante Entwicklung neuer Medikamente zeigen die enormen Anstrengungen, die von den Kolonialherren unternommen wurden, um die Ursachen der Schlafkrankheit aufzuklären und sie zu bekämpfen. Allerdings standen hauptsächlich eigennützige Motive hinter der Kontrolle der Schlafkrankheit. Wie aus der Aussage König Leopolds II zu entnehmen, wollte man die Menschen als neu gewonnenes Humankapital nicht verlieren [83]
[Die afrikanische Schlafkrankheit in der Demokratischen Republik Kongo – Eine Analyse der Strategien ihrer Bekämpfung durch Nationale Institutionen, die Weltgesundheitsorganisation und Nichtregierungsorganisationen, Friederike Becker, Dissertation, Tropenmedizinischen Abteilung der Missionsärztlichen Klinik Würzburg, November 2010]

Ärzte und Teamleiter kamen prinzipiell aus dem Mutterland oder wurden zur Not aus anderen Teilen Europas angeworben. Einige von ihnen, wie Dr. Eugene Jamot, waren hochbegabte energische Enthusiasten, doch die Mehrzahl hatte ein eher pragmatisches Verhältnis zu ihrer Arbeit. Einheimische waren nur im medizinischen Hilfspersonal, als Krankenschwestern oder Pfleger zugelassen. Außerdem sollten sich die Kosten in Grenzen halten, was im Gesundheitswesen -damals wie heute- oft zum Sparen an der falschen Stelle führt und tödliche Folgen haben kann.

In den französischen Kolonien stellte man kleine mobile Teams auf, die das Land bereisten. Oft bestanden diese aus einem weißen Arzt und einer Handvoll einheimischer Sanitäter, ausgerüstet mit einigen Spritzen, Mikroskopen und den notwendigen Medikamenten zur Behandlung einer speziellen Krankheit (z.B. Schlafkrankheit, Lepra bzw. Malaria). Die Organisationsform erwies sich als wirkungsvoll und wurde später von anderen Ländern übernommen. Allein zur Bekämpfung der Schlafkrankheit, die vom Ende des Zweiten Weltkriegs bis zur Unabhängigkeit der afrikanischen Staaten durchgeführt wurden, verabreichte man insgesamt 12-13 Millionen präventive Injektionen.

Man muss anerkennen, dass die Kampagnen durchaus positive Wirkungen zeigten. Vor der Unabhängigkeit wurde die afrikanische Schlafkrankheit in vielen Ländern auf einen Tiefstand gebracht.

Um mit beschränkten personellen und materiellen Ressourcen eine größtmögliche Wirkung zu erzielen, verzichtete man auf die zeitraubende Sterilisierung von Spritzen und Nadeln nach jedem einzelnen Patienten, womit nun andere Krankheiten übertragen werden konnten. 2️⃣
[Raj Spielmann, Was konnte den HI-Virus zur Seuche werden lassen?Telepolis, 20.07.2012 – Hervorhebung von mir]

HIV-1-M, weltweit am meisten verbreitet, ist Nachkomme eines Schimpansen-Virus, das um 1908 in Kamerun auf den Menschen übertragen wurde.
[Aids-Verschwörung: Woher kam das Virus wirklich?SPON, 20.07.2012] 

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Human blood samples from 1959 and 1960 from Kinshasa, the capital and the largest city of the Democratic Republic of the Congo on the Congo River, led scientists to extrapolate the virus back to the early 1900s, likely around 1908 in Africa.[1] Around that time the virus may have been transmitted from another species.[1] Paralleling the HIV discoveries, primate researchers found Simian immunodeficiency virus (SIV), which was widespread among many species of chimpanzees.[1]
In 2006, scientists reported the origin of HIV came from a species of chimpanzees that were "penned in" a 100-square-mile section of Cameroon bracketed by the Boumba River to the west, the Sangha River to the east, "this patch of tropical forest is sealed into an inland peninsula to the south by the Ngoko River."[1] One hypothesis is that a Bantu hunter became infected while processing a chimpanzee.[1][2] In the early 1900s the area was experiencing an upheaval as the German Empire took over the land in 1884, naming the colony Kamerun.[1] The hypothesis follows that the infected hunter would have visited or moved to a more densely populated area and passed the infection on via sexual contact.[1]
Using the same virus tracing technologies, scientists extrapolate about a "chimp patient zero" that existed within a million years ago, although it is likely impossible to further limit the time frame.[1] This chimp would have had to have eaten SIV-infected monkeys from two distinct species, a red-capped mangabey, and a spot-nosed guenon.[1] Normally these viruses would have been defeated separately, or never interacted.[1] But in "chimp zero", a relatively rare occurrence of pieces of the two viruses combined and thrived, leading to the virus that later was introduced to humans and became one virus.[1] Scientists have found a dozen HIV strains spread from chimps, monkeys, and gorillas, but one is responsible for the majority of the human infections causing a high percentage of the almost 36 million people who have died as of 2014.[1] The research is being used to study the prevention of other "patient zero" events with other viruses.[1]  

Menschliche Blutproben aus den Jahren 1959 und 1960 aus Kinshasa , der Hauptstadt und größten Stadt der Demokratischen Republik Kongo am Kongo , veranlassten die Wissenschaftler, das Virus bis in die frühen 1900er Jahre zu extrapolieren, wahrscheinlich um 1908 in Afrika. [1] In dieser Zeit wurde das Virus möglicherweise von einer anderen Art übertragen. [1] Parallel zu den HIV-Entdeckungen fanden Primatenforscher das Simian Immunodeficiency Virus (SIV), das unter vielen Schimpansenpopulationen weit verbreitet war. [1]

Im Jahr 2006 berichteten Wissenschaftler, dass die Ursache für HIV eine Population von Schimpansen war, die in einem 100 Quadratmeilen großen Teil Kameruns "eingepfercht" wurden, der im Westen am Fluss Boumba und im Osten am Fluss Sangha liegt "Der tropische Wald ist durch den Fluss Ngoko auf einer Binnenhalbinsel im Süden versiegelt." Eine Hypothese ist, dass sich ein Bantu-Jäger während der Verarbeitung eines Schimpansen infiziert hat. [1] [2] In den frühen 1900er Jahren erlebte das Gebiet einen Umbruch, als das Deutsche Reich 1884 das Land übernahm und die Kolonie Kamerun nannte. [1] Die Hypothese lautet, dass der infizierte Jäger ein dichter besiedeltes Gebiet besucht oder dorthin gezogen wäre und die Infektion durch sexuellen Kontakt weitergegeben hätte. [1]

Mit den gleichen Technologien zur Verfolgung von Viren extrapolieren die Wissenschaftler einen "Schimpansenpatienten Null", der vor einer Million Jahren existierte, obwohl es wahrscheinlich unmöglich ist, den Zeitrahmen weiter zu begrenzen. [1] Dieser Schimpanse hätte SIV-infizierte Affen von zwei verschiedenen Arten essen müssen, einem Mangabey mit roter Kappe und einem Guenon mit fleckiger Nase. [1] [ Zitieren erforderlich ] Normalerweise wären diese Viren separat besiegt worden oder hätten nie miteinander interagiert. [1] [ Zitieren benötigt ] Aber in "Schimpanse Null", ein relativ seltenes Auftreten von Stücken der beiden Viren kombiniert und gedieh, was zu dem Virus, das später in den Menschen eingeführt wurde und ein Virus wurde. [1] [ Zitieren benötigt ] Wissenschaftler haben ein Dutzend HIV-Stämme gefunden, die von Schimpansen, Affen und Gorillas verbreitet wurden, aber einer ist für die Mehrzahl der menschlichen Infektionen verantwortlich, die einen hohen Prozentsatz der fast 36 Millionen Menschen verursachten, die bis 2014 gestorben sind Die Forschung wird verwendet, um die Prävention anderer "Patient Null" -Ereignisse mit anderen Viren zu untersuchen. [1]
[AIDS cases, Virus origins, engl. Wikipedia, abgerufen am 27.11.2016 – Google-Übersetzer]
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  • The first known case of HIV in a human occurs in a man who died in the Congo, later (from his preserved blood samples) confirmed as having HIV infection.[3]

[Timeline of HIV/AIDS, Pre-1980s, engl. Wikipedia, abgerufen am 30.08.2019]
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Der kanadische Epidemiologe Jacques Pépin errechnete, dass in Französisch-Äquatorialafrika allein 3,9 Millionen Impfungen gegen die Schlafkrankheit verabreicht wurden – die meisten davon mit nicht-sterilen Nadeln. Auch andere Krankheiten wie Lepra und Malaria wurden mit Injektionen behandelt. Es liegt nahe, dass sich der HI-Virus auf diesem Wege weiter ausbreitete - nur ein einziger Infizierter konnte somit unbemerkt viele weitere Menschen anstecken.
[The Bloody Truth, Ein Film von Carl Gierstorfer, docdays.de, undatiert]

[…] the effort to cure smallpox and sleeping sickness through aggressive diagnosis/treatment/inoculation campaigns using traveling “mobile clinics” that had inadequate equipment for the scale of the job they were doing. For example, one sleeping sickness expedition in 1916 into what is now Central African Republic diagnosed/treated more than 89,000 people with just 6 syringes (the number of needles isn’t recorded). Over more than a decade, these mobile clinics, pioneered by Dr. Eugene Jamot, reached – and injected – millions of people.
[…] die Bemühung, Pocken und Schlafkrankheiten durch aggressive Diagnose-, Behandlungs- und Impfkampagnen zu heilen, wobei „mobile Kliniken“ eingesetzt wurden, die für den Umfang ihrer Arbeit nicht ausreichend ausgerüstet waren. Zum Beispiel diagnostizierte / behandelte 1916 eine Expedition gegen Schlafkrankheit in die heutige Zentralafrikanische Republik mehr als 89.000 Menschen mit nur 6 Spritzen (die Anzahl der Nadeln wird nicht erfasst). In mehr als einem Jahrzehnt erreichten und injizierten diese mobilen Kliniken, deren Pionier Dr. Eugene Jamot war, Millionen von Menschen.
[Ebola and "the French Disease", Greg Laden’s Blog, 27.10.2014 – Google-Übersetzer] 
siehe auch:
Aids – Erbe der Kolonialzeit (doku5, nicht mehr auffindbar) 
- Der Werdegang des HI-Virus (Ilka Lehnen-Beyel, Bild der Wissenschaft, 27.06.2008)
- HIV-1 in 1908? Another Sad Comedy of Errors from Michael Worobey (Edward Hooper, AIDS-Origins, 10.09.2008)
- Direct evidence of extensive diversity of HIV-1 in Kinshasa by 1960 ( Michael Worobey[1], Marlea Gemmel[1], Dirk E. Teuwen[2,3], Tamara Haselkorn[1], Kevin Kunstman[4], Michael Bunce[5], Jean-Jacques Muyembe[6,7], Jean-Marie M. Kabongo[6], Raphaël M. Kalengayi[6], Eric Van Marck[8], M. Thomas P. Gilbert[1,9] & Steven M. Wolinsky[4]
1. Ecology and Evolutionary Biology, University of Arizona, Tucson, Arizona 85721, USA
2. Sanofi Pasteur, F-69367 Lyon Cedex 07, France
3. UCB SA Pharma, Braine l’Alleud, BE-1420, Belgium
4. The Feinberg School of Medicine, Northwestern University, Chicago, Illinois 60611, USA
5. Ancient DNA Laboratory, School of Biological Sciences and Biotechnology, Murdoch University, Perth, Western Australia 6150, Australia
6. Department of Anatomy and Pathology, University of Kinshasa, Kinshasa B.P. 864, Democratic Republic of the Congo
7. National Institute for Biomedical Research, National Laboratory of Public Health, Kinshasa B.P. 1197, Democratic Republic of the Congo
8. Department of Pathology, University Hospital, University of Antwerp, Antwerp B-2610, Belgium
9. Present address: Centre for Ancient Genetics, Biological Institute, University of Copenhagen, Copenhagen DK-2100, Denmark, 
US National Library of Medicine, National Institutes of Health, Published in final edited form as: Nature. 2008 Oct 2; 455(7213): 661–664doi:  10.1038/nature07390)

- History of HIV & AIDS (L.B. Chavan, National Journal of Community Medicine Vol 2 Issue 3 Oct-Dec 2011, PDF)
- Mythology of ‘Patient Zero’ and how AIDS virus traveled to the United States is all wrong (Ariana Eunjung Cha, 26.10.2016)
- AIDS: The making of the 'Patient Zero' myth (Science Daily, 26.10.2016)
- HIV’s Patient Zero exonerated (Sara Reardon, Nature, 27.10.2016)

Freitag, 25. November 2016

Propaganda in den Öffentlich-Rechtlichen: »Putins geheimes Netzwerk«

Gestern Nacht habe ich mir Teile dieses Frontal 21-Berichts angetan, nach 20 Minuten hatte ich die Nase voll. Selten habe ich mich für unsere Medien dermaßen geschämt. Untermalt durch bedrohliche Stimmung erzeugende Begleitmusik bekam der Zuschauer die russische Version dessen vorgeführt, was die USA seit Jahrzehnten tun – unter dem Motto: Böse ist’s wenn’s die anderen machen. (siehe dazu:
NGOs im Great Game… Die National Endowment for Democracy, Post, 19.02.2016)
Das unterirdische Machwerk deutschen Qualitätsjournalismus’ ist noch bis Mitte Dezember 2017 in der ZDF-Mediathek zu bestaunen:
- Putins geheimes Netzwerk (Frontal 21, ZDF, 04.10.2016)

Für diejenigen, die sich eine genauere Analyse antun wollen (mir ist meine Energie dafür zu schade):

Kritische Analyse zur Frontal21-Dokumentation: "Putins geheimes Netzwerk" • TEIL 1 [2:21:51]

Mainz FreeTV Veröffentlicht am 06.10.2016 
Nach "Mensch Putin" und Machtmensch Putin" legt das ZDF nach, zwar nicht mehr zur besten Sendezeit, dafür aber im Gewand des bislang renommierten ZDF-Formats "frontal21". Nach der Kurzversion, eine Woche zuvor, sendet das ZDF am 4. Oktober 2016 eine Dokumentation zum Thema "Putins Propagandanetzwerke" und haut damit abermals ein Statement raus, das das ZDF abermals nicht in gutem Licht erscheinen lässt, denn hinter der vorgeblichen Propagandakritik in ang. investigativer Form, verbirgt sich bei genauerem Hinsehen so derart viel perfide Manipulation und letztlich auch wieder PROPAGANDA, dass man das alles nicht so unkommentiert stehen lassen kann. Vor allem deswegen nicht, weil hier auch wieder die Friedensfahrt nach Moskau von Prof. Dr. Rainer Rothfuss und Owe Schattauer und 250 weiteren Friedensaktivisten in schlimmster verleumderischer Form diffamiert wird und allein daran sich ermessen lässt, welch vorgefasste Meinungen hier zu der zielführenden Storyline der Dokumentation umgestrickt wurden, um dann mit perfider "perfekter" fernsehtechnischer Aufmachung als Objektivität und Fakten dem Zuschauer verkauft zu werden. Diese "Dokumentation", im Rahmen des Sendeformats "frontal21", als das zu enttarnen, was sie eigentlich ist, nämlich letzt ein schlimmes Propagandamachwerk, habe ich mir die Zeit genommen und sie Minute für Minute "filetiert", mit Erklärungen, Ergänzungen, alternativen Sichtweisen und der rein "technischen" Sicht als selbst erfahrener Filmemacher, Fotograf und "Fernseh-Grafiker". Es bedurfte dafür einiger Zeit, darum sind es letztlich zwei Teile geworden, die trotz ihrer Länge, so hoffe ich, sehr viel Spannendes und Informatives beinhalten.

Frontal 21 - Die Protagonisten kommentieren: Dr. Rainer Rothfuß [1:58]

RT Deutsch Veröffentlicht am 05.10.2016 
In der Frontal 21-Sendung "Putins geheimes Netzwerk - Wie Russland den Westen spaltet" kommt den Friedensaktivisten um Dr. Rainer Rothfuß die zweifelhafte Rolle zuteil, in der Erzählung von Russlands "Propagandakrieg" als "nützliche Idioten" des Kremls zu dienen. Hintergrund: Der frühere Universiätsprofessor Dr. Rothfuß hatte gemeinsam mit seinen Mitstreitern privat eine zweiwöchige Friedensfahrt von Berlin nach Moskau organisiert. Dass bei dem Tross, bestehend aus rund 250 Teilnehmern auch ein ZDF-Team dabei war, stimmte die Aktivisten hoffnungsvoll. Besteht vielleicht doch die Chance auf faire Berichterstattung, wenn sich die Reporter die Zeit nehmen, ein eigenes Bild zu machen? Mitnichten, statt einen ausgewogenen Beitrag über die Aktion zu drehen, sollten Rothfuß und Co. dem ZDF lediglich als Statisten in einem Sammelsurium von Vorwürfen gegen Russland dienen. Der Wissenschaftler kommentiert gegenüber RT Deutsch wie er das Ergebnis von ZDF Frontal 21 bewertet. Mehr auf unserer Webseite: https://deutsch.rt.com/ Folge uns auf Facebook: https://www.facebook.com/rtdeutsch Folge uns auf Twitter: https://twitter.com/RT_Deutsch Folge uns auf Google+: https://plus.google.com/1068940314550... RT Deutsch nimmt die Herausforderung an, die etablierte deutsche Medienlandschaft aufzurütteln und mit einer alternativen Berichterstattung etablierte Meinungen zu hinterfragen. Wir zeigen und schreiben das, was sonst verschwiegen oder weggeschnitten wird. RT - Der fehlende Part.

Frontal 21 - Die Protagonisten kommentieren: Mark Bartalmai [2:20]

RT Deutsch Veröffentlicht am 05.10.2016 
Mit Filmemachen kennt Mark Bartalmai sich aus. Auf eigene Faust reiste er in die umkämpften Gebiete der Ostukraine und drehte einen Dokumentarfilm über den Krieg. Diese Arbeit brachte Bartalmai auch einen Auftritt bei Frontal 21 im ZDF ein. Gegenüber RT Deutsch erläutert der Filmemacher, wie er über das Bild denkt, welches von ihm und seiner Arbeit in der öffentlich-rechtlichen Produktion gezeichnet wurde. Mehr auf unserer Webseite: https://deutsch.rt.com/ Folge uns auf Facebook: https://www.facebook.com/rtdeutsch Folge uns auf Twitter: https://twitter.com/RT_Deutsch Folge uns auf Google+: https://plus.google.com/1068940314550... RT Deutsch nimmt die Herausforderung an, die etablierte deutsche Medienlandschaft aufzurütteln und mit einer alternativen Berichterstattung etablierte Meinungen zu hinterfragen. Wir zeigen und schreiben das, was sonst verschwiegen oder weggeschnitten wird. RT - Der fehlende Part.
zu Mark Bertalmai:
Ukrainian Agony - Der verschwiegene Krieg (Post, 21.06.2015)

Owe Schattauers Frontal21/ZDF- Nachwort [8:20]

druschba.info Veröffentlicht am 30.09.2016 
Owe zur "Frontal21 Berichterstattung" In einer beachtenswerten Fesstellung hat heute Owe Schattauer auf die "Frontal21" Berichterstattung geantwortet. Dem ist nichts mehr hinzuzufügen. Facebooklink: https://www.facebook.com/owe.schattau... 2.Teil: https://www.youtube.com/watch?v=49frR... Webseite: http://www.druschba.info

"Frontal21" & "DIE ZEIT" vs. Friedensfahrt nach Russland und Mark Bartalmei [1:52:44]

Mainz FreeTV Veröffentlicht am 02.10.2016 
WIE (eigentlich berechtigte) PROPAGANDAKRITIK zur PROPAGANDA hoch 2 wird! Das ZDF-Magazin "Frontal21" bekleckert sich nicht mit Ruhm, sondern besudelt sich mit perfiden Halbwahrheiten und der bewussten Diskreditierung der "Friedensfahrt nach Russland" und dem Filmemacher Marc Bartalmai! "Frontal21" zusammen mit der Wochenzeitung "DIE ZEIT" tönen, SIE werden uns jetzt wahre und widerwärtige PROPAGANDA der Ostukrainer "Separatisten" aufzeigen, natürlich aus Moskau gesteuert u.s.w.! Doch dann beginnt der Beitrag mit der Druschba-Friedensfahrt nach Russland … HÄÄÄÄ?! ... Allein die Friedensfahrt in Verbindung mit solch einem Thema zu setzen ist schon mal so derart TENDENZIÖS, dass ich hier auch nur wieder "Mainstream-Propaganda" wittere, diesmal im Gewand von ang. seriöser Propaganda-Kritik/Entlarvung . Frontal 21 verwurstet hier drei Dinge miteinander, die nun wirklich getrennt behandelt gehören und ich wette, mehr wird es zum Thema Russlandfahrt auch nicht im ZDF zu sehen geben. Ein PROPAGANDAKONSTRUKT der ganz perfiden Art, speziell zugeschnitten auf das uninformierte und unkritische "ZDF-ü60-Publikum", in dem Fakten und dreiste Lügen so lange durcheinander gewürfelt werden, bis ein derartiger „Informationsgiftcocktail“ dabei heraus gekommen ist, der selbst härteste Kampftrinker sofort ins Jenseits befördert ... Hier formt sich eine Endlosschleife aus Propaganda und Gegenpropaganda in der die Friedensfahrt nach Russland so eingebunden wird, dass sie am Ende wie eine RT-organisierte russische Kremel PROPAGANDA-FAHRT, von "blind-blöden Russlandfetischisten" dasteht ... EKELHAFTER habe ich Faktenverdrehung und Ummünzen und Verdrehen von Wahrheiten selten erlebt. EIN journalistischer SuperGAU, im Gewand des "seriösen Journalismus" eines "renommierten" Formats wie "Frontal 21". – Und bevor jetzt die Unkenrufe kommen: Natürlich betreibt auch Russland Propaganda, aber nicht einen Deut perfider und ekelhafter wie "wir" es hier im Westen tun, die Russen haben von den Profis gelernt und machen es jetzt nach, also ist das "hohe Ross", was Moral in Bezug auf Propaganda angeht, auf dem dieser Beitrag hier sitzt schon mal eine absolute FARCE. Und selbst, wenn die Anschuldigungen und Ermittlungen in Bezug auf die russische Propaganda stimmen, was zum TEUFEL haben Mark Bartalmai und die „Friedensfahrt nach Russland“ damit zu tun. Das diese beiden "Dinge" in diesem Kontext in dem Beitrag behandelt werden, dient nur dem Zweck, diese beiden "Dinge" zu diskreditieren, ja geradezu zu "verteufeln" und das ist wiederum so derart EKELHAFTE PROPAGANDA, dass es diesen Beitrag so richtig aus dem moralisch korrekten Journalistenhimmel schießt … Ich versuche mit diesem Beitrag heraus zu arbeiten, wie hier gearbeitet worden ist und zu welchem Zweck! Und es geht um mehr als nur diesen Bericht, denn wir sind im "Zeitalter der Medien-Aufklärung" angekommen, was auch allerhöchste Zeit wurde! LINKS: Frontal21 Beitrag: https://www.youtube.com/watch?v=EiAgz... Ukrainian Agony - Der verschwiegene Krieg (kompletter Film) https://www.youtube.com/watch?v=sy759... Lauffeuer - Eine Tragödie zerreißt Odessa zu Beginn des Ukrainischen Bürgerkrieges. [Dokumentation] https://www.youtube.com/watch?v=LXRIu... Deadly Dust - Todesstaub https://www.youtube.com/watch?v=-Hzta... Hier der LINK zum Interview des ZDF mit Mark, UNCUT! https://www.youtube.com/watch?v=VEtSI... ... unbedingt anschauen, ist eine 1zu1 Bestätigung, was ich hier schon vermutet habe!

»Das macht mir insofern Sorge: Wenn Menschen nicht mehr glauben, was in den Medien informiert wird, wenn Menschen auch Politikern nicht mehr glauben, dann fliegt uns unser wunderschönes System Demokratie früher oder später um die Ohren.« [Gabriele Krone Schmalz im Gespräch mit Frank Elstner, youtube-Video ab 8:00)
Ich versuche einfach das, was ich weiß und das, was ich recherchiere […], die Dinge zu verbreiten, so gut es geht und versuche […] auch mal Journalismus dazu zu nutzen, zu deeskalieren, ein bißchen gelassener den Blick und vor allen Dingen nicht einseitig den Blick. Es gibt Interessen auf der einen, und es gibt Interessen auf der anderen Seite. Und manche Dinge sind so simpel. [Gabriele Krone Schmalz im Gespräch mit Frank Elstner, youtube-Video ab 12:20]
Jean-Luc Schaffhauser zur Anti-Propaganda-Resolution der EU: „Wir leben in einem totalitären System“ [7:50]
RT Deutsch Veröffentlicht am 24.11.2016 
Das EU-Parlament hat mehrheitlich für eine Resolution gestimmt, die Maßnahmen gegen angebliche "russische Propaganda" vorsieht. Vor allem RT und Sputnik werden in der Resolution als "gefährlichste Instrumente der russischen Propaganda" bezeichnet und mit Methoden der Terrormiliz "Islamischen Staat" gleichgesetzt. In diesem Zusammenhang hat RT mit dem französischen EU-Abgeordneten Jean-Luc Schaffhauser gesprochen. Der Parlamentarier meint, dass diese Resolution die europäischen Institutionen noch mehr diskreditieren wird. „Hier im Parlament existiert keine russische Propaganda. Es gibt nur einige Menschen, die uns an die Realität erinnern, während das Parlament diese Realität nicht akzeptiert. In Europa, in unseren Institutionen, im Parlament will man nicht das Offensichtliche, die Wahrheit sehen. Zum Glück gibt es auch unabhängige Medien, die eine andere Sicht bieten“, sagt Jean-Luc Schaffhauser. Mehr auf unserer Webseite: https://deutsch.rt.com/ Folge uns auf Facebook: https://www.facebook.com/rtdeutsch Folge uns auf Twitter: https://twitter.com/RT_Deutsch Folge uns auf Google+: https://plus.google.com/1068940314550... RT Deutsch nimmt die Herausforderung an, die etablierte deutsche Medienlandschaft aufzurütteln und mit einer alternativen Berichterstattung etablierte Meinungen zu hinterfragen. Wir zeigen und schreiben das, was sonst verschwiegen oder weggeschnitten wird. RT - Der fehlende Part.

ZAPP: Vertrauen in Medien ist gesunken [13:46]
Newskritik Archiv Veröffentlicht am 22.12.2014 
Like http://www.facebook.com/newskritik - Das stärkt uns. Kein Wunder sinkt das Vertrauen der Leute in die Medien. Es wird überall manipuliert, unkontrolliert abkopiert, Nachrichten von Agenturen abgekauft, usw. Inzwischen weiss ein jeder, dass man den Massenmedien nicht bei Allem glauben sollte. Daran sind die Massenmedien vielfach selber Schuld.

siehe auch:
- EU-Parlament fordert strategische Kommunikation gegen russische Propaganda (Florian Rötzer, Telepolis, 25.11.2016)

mein Kommentar:
Die Medien-Knallköpfe (ich schere sie jetzt ganz einfach mal über einen Kamm) stehen da und jammern: »Man glaubt uns nicht mehr, diese ›Lügenpresse‹-Krakeeler sind Ewiggestrige, politisch rechts, Esoteriker, ausländerfeindlich, Verschwörungstheoretiker, nützliche Idioten Moskaus usw. usw.«
Leute, diese Suppe habt ihr euch selbst eingebrockt! Wer halbwegs kritisch die Ukraine-Berichterstattung verfolgt hat, fühlt sich von Euch zwangsläufig nur noch für dumm verkauft! Weshalb sollte ich für ein Revolverblatt, welches auf der Titelseite ruft »Stoppt Putin jetzt!«, auch nur einen Pfennig ausgeben?! Bin ich denn blöde?