Mittwoch, 13. September 2017

iTunes wird umgebaut

Cupertino (dpa/tmn) - Apple baut iTunes radikal um. Die Version 12.7 kommt komplett ohne Zugang zum iOS-Appstore. Nutzer können Apps künftig nur noch über ihre Mobilgeräte suchen und installieren, wie " Mac & i" berichtet.
mehr:
- Technik – Neues iTunes 12.7 wirft den App Store raus (Süddeutsche Zeitung, 13.09.2017)
siehe auch:
- Kein App Store mehr: Apple startet Totalumbau von iTunes (Ben Schwan, Mac&i, 13.09.2017)

Immer noch kein Russen-Hack!

In den USA und in Frankreich war die Erregung über die angebliche russische Einmischung groß, jetzt findet man das Fehlen vor der Bundestagswahl bedrohlich
In Deutschland herrscht Ruhe vor der anstehenden Bundestagswahl. In Umfragen bewegt sich wenig, mal geht es um einen Punkt nach oben, mal um einen nach unten. Die FDP wird in den Bundestag wieder einziehen, die AfD auch, die in Konkurrenz mit der Linken und der FDP vielleicht die stärkste Oppositionspartei werden könnte, wenn auch nur knapp, die Angst vor den Fremden und das Nationale lockt auch mit immer neuen Provokationen keine weiteren Anhänger mehr hervor, die Union, aber auch die SPD sind weiter nach rechts gerückt, um eine weitere Erosion zu verhindern. Dass es so weitergeht wie bislang mit einer Großen Koalition deutet sich bereits an, SPD-Spitzenkandidat Martin Schulz hat schon mal genannt, was angeblich unverrückbare Forderungen für eine Fortsetzung der Koalition sein sollen.

Auch sonst ist es im Land ruhig. Befürchtet wurde, dass russische Hacker irgendwie in die Wahl eingreifen könnten, wie sie dies angeblich in den USA und in Frankreich gemacht hatten, oder dass russische Trolle und staatliche Medien Fake News verbreiten. Als es vor zwei Jahren ein Angriff auf die Server des Bundestags stattfand, bei dem angeblich 16 Gigabyte an Daten von einigen Abgeordnetenbüros geklaut worden sein sollen, darunter auch vom Wahlkreisbüro von Angela Merkel, wurde dies russischen Hackern zugeschrieben, die auch bei den Hacks im amerikanischen Wahlkampf eine Rolle gespielt haben sollen und nach ihren Methoden und Werkzeugen APT28, Fancy Bear oder Pawn Storm benannt werden.

Ob es tatsächlich russische Hacker im Dienste des russischen Geheimdienstes waren, stützt sich in allen Fällen weiter auf mehr oder weniger schlüssige Vermutungen. Angeblich, so heißt es mittlerweile eher, würde Russland nicht wirklich einen Kandidaten unterstützen - und man hätte sich mit Trump wohl auch keinen Gefallen getan und wäre mit Macron gescheitert -, sondern angezielt werde, Misstrauen in den demokratischen Prozess zu schüren und für politische Instabilität zu sorgen.

mehr:
- Was ist los? - Bundestagswahl ohne russische Beeinflussungskampagne (Florian Rötzer, Telepolis, 13.09.2017)

mein Kommentar:
»mehr oder weniger schlüssige Vermutungen«…
Ich vermute auch mal: Die spinnen einfach alle!
Um die Angst vor diesem russischen expansionistischen Narzissten aufrecht zu erhalten, sind seit Beginn der Ukraine-Krise ständig Katastrophenmeldungen medial verbreitet worden: gepanzerte russische Konvois, gefährliche EU-Luftraumverletzungen, geheimnisvolle U-Boote, und als dann in den USA der nächste Narzisst gewählt wurde, waren Abgehängte, Enttäuschte und Wutbürger  die Verantwortlichen, und um das Narrativ der unverdienten Clinton-Niederlage abzurunden, wurden russische Manipulationen von Wahlmaschinen ins Feld geführt und medial verbreitet. Diese Angst (vor einer Entdämonisierung Putins) schwappt transatlantisch nun in unsere Medien, die im Prinzip ähnlich mit Fake-News jonglieren wie irgendwelche Netzwerke.

dazu:

- "Stoppt Putin jetzt!"-Cover war nur halbschlimm (Post, 11.09.2014)

Dienstag, 12. September 2017

USA: Lebenserwartung und Präsidentschaftswahlen

Unterschiede in der Lebenserwartung haben sich auf die Präsidentschaftswahl in den USA ausgewirkt

Wer hat Donald Trump gewählt? Noch immer wird nach den Schuldigen gesucht, die die USA in die Hände eines unberechenbaren, narzisstischen und politisch unerfahrenen Bauunternehmers, der als Milliardär versprach, das Volk gegen die eingekapselte Elite in Washington zu vertreten.

Es waren die Abgehängten, die Menschen auf dem Land, die Wutbürger, vor allem Männer, die Trump an die Macht brachten. Und jetzt gibt es noch einen Zusammenhang: Trump wurde von Menschen mit einer geringeren Lebenserwartung gewählt. Da könnte man sich fragen, ob sie dies gemacht haben, um besser und länger zu leben oder um schneller Schluss mit dem Leben zu machen, wenn Trump alles zerhaut und womöglich die Nation in einen Krieg führt. Vielleicht ist es auch nur die Verzweiflung oder die Wut, die Menschen dazu bringt, sich in einer Situation ohne wirkliche Alternative für einen Systemwechsel zumindest auf personeller Ebene nach der Devise zu entscheiden, dass es schlimmer nicht werden kann.

Jacob Bor von der Boston University School of Public Health (BUSPH) hat die Daten in den Gemeinden bei den Wahlen 2008 und 2016 ausgewertet und sie mit der Lebenserwartung in den Counties zwischen 1980 und 2014 verglichen. Die Lebenserwartung stieg, so schreibt er in seinem Beitrag im American Journal of Public Health im Durchschnitt während der 30 Jahre um 5 Prozent an, aber nicht überall gleichmäßig. In manchen Gemeinden stieg die Lebenswartung um bis zu 10 Jahre an, in anderen stagnierte sie oder ging sogar zurück.

Bor stellte fest, dass in den Counties, in denen die Lebenserwartung um weniger als 3 Jahre in den vergangenen 20 Jahren angestiegen war, der Anteil der Wähler für die Republikaner und damit auch für Trump um 10 Prozent gestiegen ist. Wo die Lebenserwartung dagegen um mehr als 7 Jahre gestiegen ist, nahm der Anteil der Stimmen für die Demokraten um 3,5 Prozent zu. Daraus ließe sich ableiten, dass die konservativen Republikaner für diejenigen interessanter sind, die von der Zukunft wenig erwarten, weil sie mit einer schwierigen Gegenwart konfrontiert sind und daher vielleicht lieber das erhalten wollen, was jetzt ist, auch wenn es nicht so erfreulich ist.

mehr:
- Trump gewann in den Counties, in denen die Lebenserwartung unterdurchschnittlich stieg (Florian Rötzer, Telepolis, 12.09.2017)

mein Kommentar:
Ist das nicht eine tolle Nachricht? 
Wutbürger haben eine geringere Lebenserwartung!

Die ehrlichsten Minuten im Fernseh {4:37}

Veröffentlicht am 12.01.2013
notbeusedforprofit  
Hier eine Szene aus der TV-Serie "The Newsroom" des Oscarpreisträger Aaron Sorkin, welche die Wahrheit über den Zustand von Amerika beschreibt. Die Serie zeigt den Alltag der Nachrichtenredaktion eines fiktiven Kabelsenders.
Ein junge Frau aus dem Publikum fragt das Expertenteam auf der Bühne: "Können Sie erklären warum die USA das großartigste Land der Welt ist?" Darauf bekommt sie eine Antwort die nicht die üblichen Propagandalügen beinhaltet, sondern die Wahrheit beschreibt:
"Wir sind nicht daß großartigste Land der Welt, das ist meine Antwort. Wir sind 7. in der Alphabetisierung, 27. in der Mathematik, 22. in der Wissenschaft, 49. in der Lebenserwartung, 178. in der Kindersterblichkeit, 3. im Durchschnittseinkommen, 4. in der Arbeitsbevölkerung und 4. bei den Exporten.
Wir führen die Welt nur in drei Kategorien an. In der Anzahl Menschen die in Gefängnissen sitzen, in der Anzahl Leuten die glauben Engel gibt es wirklich und in den Verteidigungsausgaben, wo mir mehr ausgeben als die nächsten 27 Länder zusammen, davon sind 25 unsere Alliierten.
Wenn sie fragen, was macht uns zum großartigsten Land der Welt, dann hab ich keine verdammte Ahnung von was sie reden. Wegen dem Yosemite Nationalpark?
Es war einmal so. Wir standen für das was richtig war. Wir kämpften für Gerechtigkeit. Wir verabschiedeten Gesetze aus moralischen Gründen. Wir kämpften gegen die Armut und nicht gegen die Armen. Wir opferten uns und kümmerten uns um unsere Nachbarn. Wir machten das was wir sagten. Wir haben nicht damit geprahlt.
Wir haben tolle Sachen auf den modernsten technologischen Errungenschaften gebaut. Wir haben den Weltraum erforscht. Wir besiegten Krankheiten. Wir förderten der Welt besten Künstler und wir hatten mal der Welt beste Wirtschaft. Wir haben nach den Sternen gegriffen und handelten wie Männer. Wir strebten nach Intelligenz und haben sie nicht belächelt. Wir waren nicht so voller Angst wie jetzt.
Wir waren das alles und haben das alles gemacht weil wir informiert waren. Durch großartige Menschen die wir verehrt haben. Der erste Schritt ein Problem zu lösen ist zu erkennen es gibt eins. Amerika ist nicht mehr das großartigste Land der Welt. Genug gesagt?"

Boston Legal Speech on America {5:14}

Veröffentlicht am 07.07.2008
helpfreespeech  
The telivision show Boston Legal tells the straight honest truth about the USA

mein Kommentar:
Der Filmausschnitt stammt aus dem Jahr 2008!!!
Und wenn jemand wie Donald Trump Präsident wird, fließen jede Menge Krokodilstränen, und alle sprechen eifrig in die Kamera: »Wir konnten uns das nicht vorstellen!«
Und dann wird von den abgehängten Weißen geredet (»white trash«), den Wutbürgern, den Unvernünftigen, die den Teufel mit dem Beelzebub auszutreiben versuchen.
Das politisch-wirtschaftliche System wird so gut wie nie infrage gestellt, nur von ein paar Intellektuellen mit dem Charme einer Stahlbetondecke, denen sowieso nur ein paar Nerds zuhören.
Was ist nur los?

- Interview mit Noam Chomsky: "Die Bundesrepublik war sozialistischer als die DDR" (Claus Hulverscheidt, Kathrin Werner, Süddeutsche, 21.10.2016)

Zivilklage gegen Saudi-Arabien: Neue Vorwürfe wegen Unterstützung der 9/11-Anschläge

Saudische Botschaft soll bereits 1999 einen Testversuch ("dry run") für die Entführung von Flugzeugen finanziert oder auch beauftragt haben
Der Kongress hatte im September des letzten Jahres ein Veto des damaligen US-Präsidenten Barack Obama gegen das Gesetz "Justice Against Sponsors of Terrorism Act" (JASTA) aufgehoben, um es Angehörigen der Anschlagsopfer zu ermöglichen, Ziviklagen wegen Terrorunterstützung gegen Staaten in den USA zu führen. Gemeint ist damit Saudi-Arabien. Dafür hatte sich auch der damalige Präsidentschaftskandidat und jetzige Präsident Donald Trump ausgesprochen, was er wegen seiner nun größeren Nähe zu Saudi-Arabien bedauern könnte.

Obama hatte zuvor sein Veto eingelegt, so seine Begründung, weil er fürchtete, dass das Gesetz, das die Immunität von saudischen Regierungsvertretern aufheben kann, gegen die USA gewendet werden könnte. Das ist allerdings nicht ganz abwegig, schließlich könnten anderen Staaten den USA oder Regierungsvertretern wie Geheimdienstmitarbeitern oder Soldaten ebenfalls vorwerfen, Terrorismus zu unterstützen. Die EU hatte auch von dem Gesetz abgeraten, die Wahrung der Immunität sei ein Kern der Diplomatie und ein Pfeiler des internationalen Rechts. Auch hier fürchtet man, dass andere Staaten mit dem Verweis auf den Präzedenzfall gegen die USA und ihre Nato-Verbündeten vorgehen könnten. Als das Gesetz eingeführt wurde, drohte Saudi-Arabien mit dem Verkauf von US-Staatsanleihen in Höhe von 750 Milliarden US-Dollar, ließ es aber dann doch sein.

Die erste Massenklage von Familienangehörigen und Versicherungen gegen Saudi-Arabien wurden 2003 eingereicht. Im März 2017 legten 1500 Menschen, die beim Anschlag verletzt wurden, und 850 Angehörige von Opfern am Manhattan Federal Court eine weitere Klage gegen Saudi-Arabien ein. Der Vorwurf lautet, die Monarchie habe "der al-Qaida-Terrororganisation materielle Unterstützung und Ressourcen zukommen lassen und die 9/11-Anschläge ermöglicht". Saudi-Arabien hat einen Antrag bei dem Bundesgericht in New York eingereicht, die Klage fallen zu lassen. Die Kläger haben bis November Zeit, darauf zu reagieren.

mehr:
- Zivilklage gegen Saudi-Arabien: Neue Vorwürfe wegen Unterstützung der 9/11-Anschläge (Florian Rötzer, Telepolis, 11.09.2017)

siehe auch:
- 9/11-Skepsis erreicht den Mainstream (Post, 11.09.2014)

George Soros und die ethnischen Säuberungen in Myanmar

Was wollen George Soros, Saudi-Arabien und China in Birma?

In der birmanischen Provinz Rakhine gibt es seit einem Angriff der islamistischen Arakan Rohingya Salvation Army (ARSA) kriegerische Auseinandersetzungen zwischen dieser Guerillagruppe und der Armee, die einen großen Teil der Bevölkerung veranlassten, das Konfliktgebiet zu verlassen: Ethnische Birmanen (Bamar) fliehen ins Landesinnere, moslemische Bengalischsprecher eher über die Grenze nach Bangladesch, wo angeblich bereits ein knappes Drittel dieser als "Rohingya" bekannten und insgesamt etwa eine Million Menschen umfassenden Minderheit angekommen sein soll.

In vielen westlichen Medien werden diese Ereignisse sehr verkürzt dargestellt - oft wird dabei ohne weitere Belege der Textbaustein verwendet, die Rohingya seien "vielleicht die am meisten verfolgte Minderheit weltweit" (vgl. Aung San Suu Kyi kritisiert "Fake News" über Konflikt in Rakhine). Die Berichterstattung ist so einseitig, dass in Alternativmedien wie Strategic Culture bereits darüber spekuliert wird, ob aus Rakhine nicht ein "neuer Kosovo" werden kann. In diese serbischen Provinz marschierte 1999 die NATO ein und erlaubte es der Guerrillagruppe UÇK, dort einen eigenen Staat einzurichten (vgl. Klares Votum für ein unabhängiges Mafiastan).

Diesen Einmarsch begleitete damals eine ebenfalls sehr einseitige Berichterstattung in Medien der NATO-Länder (was dazu führte, dass sich die Nachrichten in ARD und ZDF teilweise massiv von denen des ORF im Nicht-Nato-Staat Österreich unterschieden). Erst später mussten auch deutsche Massenmedien zugeben, dass ein angebliches "Massaker" an Zivilisten eine Schießerei zwischen einer UÇK-Einheit und Sicherheitskräften war, und dass es den "Hufeisenplan" einer Vertreibung der ethnischen Albaner, an dem sich der damalige SPD-Verteidigungsminister Rudolf Scharping sehr lautstark alle Zweifel verbeten hatte, gar nicht gab (vgl. Der Kosovo, die UCK und Psychedelia à la Rudolf Scharping). Stattdessen mussten fast alle Serben aus dem Kosovo fliehen.

mehr:
- Wird Rakhine der neue Kosovo? (Peter Mühlbauer, Telepolis, 12.09.2017)

siehe auch:
Aung San Suu Kyi – preisgekrönte Freiheitskämpferin zwischen den Stühlen (Post, 24.11.2014)
Frieden muss gestiftet werden (Post, 24.11.2014)

Samstag, 9. September 2017

Portugal – Rechtspopulismus? Fehlanzeige

Lissabon Portugal ist heute – mit linker Regierung – Musterschüler der EU. Dem Rechtsruck entkommt es mit einer besonderen Haltung

Die Luft Lissabons ist milder als in anderen europäischen Metropolen, das Leben nicht so teuer und die Menschen freundlicher. Sie gehen auch anders – langsamer, entspannter. Sobald man das von Touristen und Haschischverkäufern in Beschlag genommene Zentrum verlässt, ist die Stadt wunderbar altmodisch. Wie in Wien haben die Straßenbahnen und Cafés ihren ursprünglichen Charakter bewahrt, dem auch die Galerien und Pop-up-Clubs nichts anhaben können, die in den vergangenen Jahren entstanden sind. Der Rhythmus des Lebens und die Wehmut, die Art, wie der Tejo sich undeutlich im Meer widerspiegelt: In Lissabon stößt Europa auf Afrika und Südamerika. Die Wellen des offenen Meeres, die das Muster der gepflasterten Bürgersteige prägen, reichen bis nach Rio de Janeiro.


Portugal ist den Zuckungen des alten Kontinents entkommen. Merkwürdigerweise ist man hier frei von der Wut, die andernorts herrscht, obwohl das Land in den vergangenen Jahren stärker unter der Wirtschaftskrise und mehreren politischen Finanzskandalen zu leiden hatte als die meisten anderen europäischen Staaten. Bis 2014 dem Spardiktat der Troika unterworfen, werden die Portugiesen nun von einer von der KP und dem Linksblock tolerierten sozialistischen Minderheitsregierung unter Premierminister António Costa geführt, die das Land erfolgreich verwaltet.


Die Sozialisten rückten von der rigiden Austeritätspolitik ab, ergriffen ein paar soziale Maßnahmen, sorgten mit Investitionen für eine leichte Belebung der Wirtschaft und haben es bislang immer geschafft, alle fälligen Schulden zu tilgen – auch wenn die Regierung nach wie vor ein Haushaltsdefizit aufweist. Portugal ist die Gangrän erspart geblieben, dieser trockene Brand der Zehen, der den Großteil des europäischen Kontinents befallen hat: der Rechtspopulismus. Bei den letzten Parlamentswahlen erhielt die Partei der nationalen Erneuerung, die mit der Forderung „Portugal den Portugiesen“ antrat, weniger als 0,5 Prozent der abgegebenen Stimmen.

mehr:
- Immun gegen Populismus (Olivier Guez, der Freitag 34/2017)

Krisenstaat Portugal: Wie die EZB die nächste Pleite hinauszögert {4:40}

Veröffentlicht am 10.02.2017
Der Fehlende Part
Die europäische Zentralbank ist zuständig für die Geldpolitik der Eurozone und versucht offenbar die nächste Krise noch etwas hinaus zu zögern. Hanno Vollenweider beschreibt ein konkretes Instrument der EZB mit dem die Zentralbanker versuchen, den Euro wenigstens noch für das Superwahljahr 2017 stabil zu halten.
Unter dem Pseudonym Hanno Vollenweider, veröffentlicht der Whistleblower seine persönlichen Erfahrungen und gewährt uns so einen Blick hinter die Fassade vom Finanzsystem und privaten Organisationen.

Finanzdelfin befragt Finanzminister: Entwicklungsland Griechenland? Portugal auf dem Irrweg? {5:53}

Veröffentlicht am 19.03.2017
Tilo Jung  
Werde ein Naivling ► http://bit.ly/1A3Gt6E
Fanshop ► http://fanshop-jungundnaiv.de/
Premiere von Tyler in der BPK: Am Mittwoch war Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) in der Bundespressekonferenz um seine „Eckwerte des Bundeshaushalts 2017“ vorzustellen. Sobald das eigentliche Thema erschöpfend abgefragt ist, besteht bei solchen BPK-Terminen meistens die Chance noch Fragen zu anderen Sachverhalten zu stellen...
Mehr dazu im Artikel im Naiv-Blog: http://www.jungundnaiv.de/2017/03/19/...

mein Kommentar:
Wenn man jetzt eine Zeitung hätte, der man glauben könnte, dann könnte man sich eine Meinung bilden…

Aung San Suu Kyi – preisgekrönte Freiheitskämpferin zwischen den Stühlen

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Aung San Suu Kyi wird vorgeworfen, sich nicht um die Lage der Rohingya, einer muslimischen Ethnie im Westen des Landes, zu kümmern und zur von internationalen Organisationen als Völkermord[47] bezeichneten Politik der Unterdrückung und Vertreibung der Rohingya zu schweigen.[48] Fragen zur Lage der Rohingya beantwortet sie ausweichend.[49] Hierfür werden taktische Gründe angenommen, nicht ihre überwiegend buddhistischen Anhänger verärgern zu wollen.[48] [Aung San Suu Kyi, Kritik, Wikipedia, abgerufen am 09.09.2017]
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Islamistische Separatisten haben enge Verbindungen nach Saudi-Arabien, Pakistan und Afghanistan

Seit die "Harakah al-Yakin" ("Glaubensbewegung"), die sich in "Arakan Rohingya Salvation Army" (ARSA) umbenannt hat, am 25. August mehrere Polizeiposten und einen Armeestützpunkt angriff, wird im birmanischen Bundesstaat Rakhine gekämpft. Bei diesen Kämpfen gab es den Erkenntnissen des UN-Sonderberichterstatters Yanghee Lee nach bislang etwa 1000 Tote - die birmanische Regierung geht von ungefähr der Hälfte aus. Während Buddhisten aus den Kampfgebieten in den Osten Birmas flüchten, setzten sich von den etwa eine Million Rohingya, für die die ARSA einen eigenen Staat erkämpfen will, bis zu 270.000 nach Bangladesch ab, wo man ihre Sprache spricht.

Der Begriff "Rohingya" etablierte sich für die birmanischen Bengalischsprecher erst Mitte der 1990er Jahre. Ihre Vorfahren wanderten vor allem während der britischen Kolonialzeit ein, als das heutige Bangladesch ebenso zum Empire gehörte wie Birma.1 Aus diesem Grund verwehrten man ihnen in Birma die Staatsbürgerschaft, was maßgeblich dazu beitrug, dass westlichen Medien die Minderheit vor allem als Opfer und andere Volksgruppen vor allem als Täter schildern, obwohl die ARSA buddhistische und hinduistische Dörfer attackiert und deren Bewohner vertreibt.

Dass sich diese ARSA bis vor kurzem "Glaubensbewegung" nannte, ist kein Zufall: Den Erkenntnissen der International Crisis Group (ICG) und des ehemaligen indischen Türkeibotschafters M.K. Bhadrakumar nach wurde ihr Anführer Ata Ullah im pakistanischen Karatschi geboren und wuchs im Wahabitenkönigreich Saudi-Arabien auf, wo viele andere führende Mitglieder und Finanziers der 2012 gegründeten Gruppe leben. Die Ausbildung der Guerillakämpfer übernahmen dem ICG-Bericht nach Veteranen, die als islamistische Kämpfer in Afghanistan und anderen Ländern Kriegserfahrungen gesammelt hatten.

mehr:
- Aung San Suu Kyi kritisiert "Fake News" über Konflikt in Rakhine (Peter Mühlbauer, Telepolis, 9.09.2017)

siehe dazu:
- Burma im Zwiespalt – Zwischen Demokratie und Nationalismus (Franz-Johannes Litsch, BuddhaNetz.org, 2014?, PDF)

Vorsicht:
Folgender Screenshot aus dem nächsten Video könnte ausgezeichnet als Beleg für die Gewaltbereitschaft buddhistischer Mönche herangezogen werden:
Spielender Mönchsnovize (Quelle: Screenshot aus folgendem Video der Deutsche-Welle-Nachrichten)
Myanmar: Hass zwischen den Religionen | DW Nachrichten {3:27}

Veröffentlicht am 10.02.2017
DW Deutsch  
Die Rohingyas sind als Moslems eine Ethnie in Myanmar. Ein Volk, das nie richtig integriert war. Kurz vor den Wahlen hetzen im Land die nationalistischen Buddhisten gegen Muslime. Unterstützt werden sie durch die Regierung, die um jede Stimme kämpft.
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Tip: Man führe sich die Kommentare auf Youtube zu Gemüte!
und dann erinnere man sich an folgendes Bild:


Das œ24-Bild wie auch die Geschichte dahinter (Video) finden sich hier:
- Unsere Qualitätsmedien: Das sind keine Irrtümer; das sind Lügen, Propaganda und Zensur! (Post, 09.12.2014)

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Seit April 2011[27] sind in Myanmar die Anfänge eines Demokratisierungsprozesses zu verzeichnen. Anlass und Nahziel dieser neuen Politik ist die Lockerung der internationalen Handelsblockaden, die das Land in der Vergangenheit stark isoliert hatten. Unter anderem wurden nach Informationen des Europäischen Auswärtigen Diensts die große Mehrzahl politischer Gefangener freigelassen, neue Vorschriften im Arbeits- und Investitionsrecht erlassen, die Kontrolle der Medien gelockert und mehr als 120 Gewerkschaften genehmigt.[27] Im Juli 2013 kündigte Thein Sein die Freilassung aller politischen Gefangenen bis zum Jahresende an, die ersten der etwa 150 Gefangenen kamen daraufhin eine Woche später frei.[28]
Am 1. April 2012 fanden Nachwahlen statt, nachdem zahlreiche Abgeordnete Regierungsämter übernommen und insgesamt 157 Kandidaten von 17 Parteien sich für die Nachbesetzung der freigewordenen 45 Parlamentssitze beworben hatten. Anteilmäßig waren lediglich sechs Millionen Wähler des 54-Millionen-Volks zu diesen Nachwahlen wahlberechtigt. An der Zusammensetzung des Parlaments hat die Nachwahl kaum etwas geändert, da die neu gewählten Abgeordneten mit 45 von insgesamt 664 Abgeordneten nur sieben Prozent aller Mandate innehaben.[29] Die vom Militär dominierte Union Solidarity and Development Party hat rechnerisch nach wie vor eine klare Mehrheit. Allerdings zog Aung San Suu Kyi als Spitzenkandidatin der Partei NLD im Ergebnis der Nachwahlen erstmals in das Parlament ein – nicht ohne sehr kritisch darauf hinzuweisen, dass die neue Verfassung immer noch Vorrechte des Militärs festschreibt, etwa dass ein Viertel der Parlamentsmandate an Militärangehörige vergeben werden müssen.[24] Suu Kyi wurde auch Vorsitzende des Unterausschusses für Rechtsstaatlichkeit.[27] Die NLD gewann laut Medienberichten in 112 von 129 Wahllokalen die meisten Stimmen.[30] Dies wird vielerorts als Aufbruchzeichen für eine weitere Demokratisierung gewertet.[29]
Bei der folgenden Wahl am 8. November 2015 gewann die NLD 77 % der Sitze im Parlament.[31] Aung San Suu Kyi konnte jedoch nicht selbst Präsidentin werden, da ihre beiden Söhne britische Pässe haben.[32] Im März 2016 wurde Htin Kyaw, ein enger Vertrauter von Aung San Suu Kyi, zum neuen Präsidenten gewählt. Aung San Suu Kyi wurde in der Folge zur Außenministerin ernannt.[33] [Myanmar, Demokratisierungsprozess, Wikipedia, abgerufen am 11.09.2017, Hervorhebung von mir]
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zur Situation in Myanmar (man beachte dabei auch wie die Medien berichten!)

Rohingya-Vertreibung in Myanmar: Nobelpreisträgerin Aung San verstärkt Gewaltspirale {4:08}

Veröffentlicht am 04.09.2017
RT Deutsch  
Seit 2016 verfolgen die Streitkräfte Myanmars eine systematische Vertreibung der Rohingya. Nobelpreisträgerin und Regierungschefin Myanmars Aung San Suu Khi, die im Westen als Heldin gilt, verteidigt die muslimische Minderheit nicht. Jüngste Aussagen der Politikein lösten eine neue Gewaltspirale aus. Mehr auf unserer Webseite: https://deutsch.rt.com/

2013‐06‐09 ‐ Myanmar ‐ Buddhisten hetzen gegen Muslime {8:28}

Veröffentlicht am 10.02.2017
Lucel Iphring  

Man lasse sich die letzten Sätze des Videos auf dem Trommelfell zergehen:
»Aber von einer Friedensnobelpreisträgerin kann man erwarten…«
»Nichts schmerzt so sehr wie fehlgeschlagene Erwartungen, aber gewiß wird auch durch nichts ein zum Nachdenken fähiger Geist so lebhaft wie durch sie erweckt, die Natur der Dinge und seine eigene Handlungsweise zu erforschen, um die Quelle seiner irrigen Voraussetzungen zu entdecken und womöglich künftig richtiger zu ahnen.« [Benjamin Franklin]
unter den Kommentaren schießt Sin Nei (vor 1 Woche) den Vogel ab:
»Die sind schlimmer als der isis drecks Buddhisten«
VORSCHLAG:
Jedem der Kommentatoren einen Knüppel in die Hand und alle in einem Fußballstadion einsperren… (oh, das ist vielleicht zu aggressiv) oder
jedem ein Mikrofon, einen Verstärker und einen Lautsprecher und alle usw.…

Myanmar: Are crimes against humanity taking place? * Warning: Distressing images * - BBC Newsnight {13:58}

Veröffentlicht am 10.03.2017
BBD Newsnight  
** Warning this report contains distressing images from the start ** Are there crimes against humanity taking place in Myanmar? And is Aung San Suu Kyi turning a blind eye? Newsnight and BBC Our World's joint investigation reveals the extent of the appalling treatment of the minority Rohingya Muslim community. Jonah Fisher has this report - which contains some shocking images. Watch Jonah Fisher's extended report for BBC Our World - Freedom and Fear in Myanmar - on Saturday and Sunday at 21.30 GMT on the News Channel and BBC World
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Tangerine Dream – Musik aus geordneten Geräuschen

Margarete Kreuzers Dokumentarfilm über Tangerine Dream

Die Band Tangerine Dream zählt zu den einflussreichsten musikalischen Projekten der elektronischen Musik - weltweit. Ihre nunmehr fast 50-jährige Geschichte wurde wesentlich von ihrem 2015 verstorbenen Mitgründer Edgar Froese mitgeschrieben. Die Filmemacherin Margarete Kreuzer widmet Froese und Tangerine Dream nun einen Dokumentarfilm, in dem sie historisches Material präsentiert, Zeitgenossen zu Wort kommen lässt - und als "Komponistin im Hintergrund" die Geschichte des Projektes zu interpretieren versucht.


"The Dream is always the same", hört man die Stimme Tom Cruises während der Traumsequenz im Film "Risky Business" (dt. "Lockere Geschäfte", USA 1983, Regie: Paul Brickman) vor einem atmosphärischen Synthesizer-Hintergrund sprechen. Die Filmmusik zu diesem Film stammt von Tangerine Dream; es ist einer von über 30 Film-Soundtracks, die die deutschstämmige Band zwischen zwischen 1977 und 2003 komponiert hat.


Die flächigen Ebenen, durchzogen von Sequenzer-Rhythmen und wenigen, einfachen Melodiebögen sind typisch für die Musik Tangerine Dreams. Sie bilden einen Stil, der sich als der immer-gleiche Soundtrack elektronisch-musikalischer Träume umschreiben ließe. Die Veränderungen, die die Band über mehr als vier Jahrzehnte durchgemacht hat, die Wechsel der "Begleitmusik" und des Equipments, bilden die Grundlage der Variationen dieses Themas.

mehr:
- Musik aus geordneten Geräuschen (Stefan Höltgen, Telepolis, 09.09.2017)

REVOLUTION OF SOUND TANGERINE DREAM | Trailer deutsch german [HD] {2:12}

Veröffentlicht am 09.08.2017
kinofilme
http://youtube.com/vipmagazin | "Revolution of Sound Tangerine Dream" (Trailer deutsch german) | Kinostart: 07.09.2017

Berlinale Studio Tangerine Dream und Denk ich an Deutschland in der Nacht {3:47}

Veröffentlicht am 22.02.2017
Mensa in Deutschland
Sie sind die Pioniere der elektronischen Musik. Schon 1970 experimentieren sie mit Rauschgeneratoren und den ersten Synthesizern: die Berliner Band "Tangerine Dream". Im Zentrum der Band steht das musikalische Genie Edgar Froese: ein Hochbegabter, der erst Malerei und Bildhauerei studierte, bevor er zur Musik fand.

Jean-Michel Jarre with Tangerine Dream - Track Story {4:47}

Veröffentlicht am 22.02.2017
jeanmicheljarre
Tangerine Dream came together with Jarre late 2014 to put the finishing touches to their work on ‘Zero Gravity’, just before founding member, genius and the only continuous member of the group, Edgar Froese passed away in January 2015. Jarre therefore has decided to dedicate the release of ‘Zero Gravity’ to Froese’s Memory.
Zero Gravity is a new track from Jean-Michel Jarres new album Electronica available now.
Boxset: http://myplay.me/1efn
iTunes: http://smarturl.it/jmj_eproject_itunes
Amazon: http://smarturl.it/jmj_eproject_amazon
Visit Jean-Michel Jarre:
https://www.facebook.com/jeanmicheljarre
https://instagram.com/jeanmicheljarre/
https://twitter.com/jeanmicheljarre
http://jeanmicheljarre.com/
To be amongst the first to find out who will be revealed next as Collaborator on JMJs new album on the legacy of electronic music released on October 16th 2015 subscribe to this channel or the official iTunes Podcast series here http://smarturl.it/ilsxjp
Credits:
Creative Director: Laurent Blin
Camera & Light 2014 Footage with Edgar Fröse: Louis Hallonet
Camera & Light 2015 Footage: Martin Ludl - Produktion: Reinhard Fenzl www.sonuva-project.com
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Die Ukraine auf der Sucha nach ihrer Identität

Sozialer Druck schadet der ergebnisoffenen Forschung

Der Begriff "Holodomor" setzt sich aus den ukrainischen Wörtern "Holod" ("Hunger") und "Mor" ("Tod") zusammen und steht für das Verhungern von drei bis fünf Millionen Menschen in den Jahren 1932 und 1933. Die UNESCO, sprach in einer Resolution von 2007 zwar von einer "nationalen Tragödie des ukrainischen Volkes", die aus Stalins Politik der Zwangskollektivierung der Landwirtschaft resultierte, erwähnte aber auch die zahlreichen Opfer in nichtukrainischen Gebieten wie der Wolgaregion, dem Nordkaukasus und Kasachstan, wo vor allem ethnische Russen verhungerten.

Manchen ukrainischen Politikern reichte das nicht. Sie forderten, dass die UNESCO die Hungerkatastrophe als geplanten Völkermord an ethnischen Ukrainern einstufen sollte, was in Russland unter anderem auf den Widerspruch des Archipel-Gulag-Autors Alexander Solschenizyn stieß, der diese Forderung mit den "kühnen Verdrehungen des bolschewistischen Agitprops" verglich. Die Duma, das russische Parlament, formulierte damals eine Erklärung, in der es heißt: "Es gibt keinen historischen Beweis dafür, dass es sich um eine nach ethnischen Kriterien organisierte Hungersnot handelte [-] Millionen Sowjetbürger unterschiedlicher Herkunft fielen ihr zum Opfer" (vgl. Retrospektives Nation Building).

mehr:
- Historikerstreit um ukrainischen Holodomor (Peter Mühlbauer, Telepolis, 08.09.2017)

Holodomor - Völkermord an Ukrainern {7:10}

Veröffentlicht am 03.05.2015
Bastian Meyer
Holodomor (dt. Tötung durch Hunger) ist die Bezeichnung für den von der Sowjetunion begangenen Völkermord am ukrainischen Volk (1932/33). Bis jetzt ist dies nicht offiziell als Völkermord anerkannt worden.

siehe auch:
- Die Erkenntnisse der Psychoanalyse können auch der Politik nutzen (Post, 13.12.2017)

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Der Begriff Holodomor (ukrainisch Голодоморwörtliche Übersetzung: Tötung durch Hunger) bezeichnet eine schwere, menschengemachte Hungersnot in der Ukraine in den Jahren 1932 und 1933, der mehrere Millionen Menschen zum Opfer fielen. Die Bewertung der historischen Ereignisse ist umstritten. Im Kern der Debatte steht die Frage, ob die Hungersnot durch die Politik Stalins vorsätzlich verursacht wurde, um den Widerstand der Ukrainer zu brechen, oder ob die Ursachen in erster Linie in wetterbedingten Missernten und der Zwangskollektivierung zu finden sind, wie sie es auch in anderen Sowjetrepubliken zu jener Zeit gab.
Nach Berechnungen der Ukrainischen Akademie der Wissenschaften, die im November 2008 veröffentlicht wurden, betrug die Opferzahl in der Ukraine ca. 3,5 Millionen Menschen.[1] Andere Schätzungen gehen von 2,4 Millionen bis 7,5 Millionen Hungertoten aus. Der britische Historiker Robert Conquest beziffert die Gesamtopferzahl auf bis zu 14,5 Millionen Menschen. Hierbei wurden neben den Hungertoten auch die Opfer der Kollektivierung und Entkulakisierung und der Geburtenverlust hinzugerechnet.[2]
Die Ukraine bemüht sich seit der Unabhängigkeit im Jahr 1991, vor allem aber unter dem ehemaligen Präsidenten Wiktor Juschtschenko, um eine internationale Anerkennung des Holodomors als Völkermord. Die Regierung Russlands versucht, dies zu verhindern.[3] [Holodomor, Wikipedia, abgerufen am 09.09.2017]
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Im Dezember 1927 hatte der XV. Parteitag der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (damals als Kommunistische Allunions-Partei (Bolschewiki) bezeichnet) Maßnahmen zur beschleunigten Industrialisierung der Sowjetunion beschlossen, die im ersten Fünfjahrplan für die Periode 1928 bis 1932 niedergelegt wurden. Im Hinblick auf die traditionell in der Dorfgemeinschaft verwurzelte Landwirtschaft ging man nach einer landwirtschaftlichen Krise im Jahre 1928 von den bisherigen Experimenten einer freiwilligen Kollektivierung zur Zwangskollektivierung über. Ziel war eine Steigerung der landwirtschaftlichen Produktion, um mit Exportüberschüssen aus diesem Sektor die Einfuhr für die Industrialisierung benötigter Wirtschaftsgüter wie Ausrüstungen für Industriebetriebe finanzieren zu können. Diese Steigerungen hoffte man durch Modernisierungsmaßnahmen wie die Zusammenlegung landwirtschaftlicher Flächen, die Einführung neuer Anbaumethoden und durch die Mechanisierung zu erreichen. Ferner sollte die in der Periode der Neuen Ökonomischen Politik noch mögliche Taktik der Bauern, ihre Überschüsse zu horten und in Mangelzeiten zu höheren Preisen auf den Markt zu bringen, ein für alle mal beendet werden.
Im Zuge der Zwangskollektivierung kam es zunächst zu einer Verringerung der Anbaufläche und einer Schrumpfung des Viehbestandes. Durch den Ausfall tierischer Zugkraft und das Ausbleiben maschineller Zugkraft verringerte sich in der Ukraine die Anbaufläche für Getreide um 14 %, das Erntevolumen sank sogar um 20 %. Hinzu kam, dass die Kolchosenund Sowchosen einen deutlich niedrigeren Hektarertrag erwirtschafteten als die Einzelbauern.[5] [Holodomor, HintergrundWikipedia, abgerufen am 09.09.2017]
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Freitag, 8. September 2017

Ein „sexistisches Gedicht“?

Lyrik In Berlin ist ein erbitterter Streit um das spanisches Gedicht „avenidas“ an der Fassade der Alice-Salomon-Hochschule entbrannt. Zu Recht

Lyrik schafft es nicht allzu oft in die Kommentarspalten, selbst wenn Gedichte – wie vor ein paar Jahren anlässlich eines Poetikfestivals in Berlin – mit politischem Nachdruck in der ganzen Stadt plakatiert werden. Um die acht spanischen Zeilen des inzwischen 92-jährigen Eugen Gomringer allerdings ist ein öffentlicher Streit entbrannt, der all jene Lügen straft, die glauben, Literatur vermöge nicht(s) zu bewegen. An der Fassade der renommierten Alice-Salomon-Hochschule, an der Soziale Arbeit, Gesundheit und Erziehung und seit 2006 auch Biografisches und Kreatives Schreiben gelehrt wird, sorgt das Gedicht avenidas („Alleen“) von 1951 für heftigen Wirbel. Überdimensional ist an der Wand der Hochschule zu lesen:

avenidas
avenidas y flores
flores
flores y mujeres
avenidas
avenidas y mujeres
avenidas y flores y mujeres y un admirador

Davon fühlen sich manche Studentinnen belästigt, die das Gedicht als Beispiel einer lyrischen Tradition lesen, die Frauen (mujeres) naturmetaphorisch mit Blumen (flores) gleichsetzt und zum Objekt eines bewundernden männlichen Blickes (admirador) macht. Deshalb hat der AStA schon 2016 gegen das „sexistische Gedicht“ interveniert. Es reproduziere, so das Argument, die „klassische patriarchale Kunsttradition“, in der Frauen nur als „die schönen Musen“ wahrgenommen würden, „die männliche Künstler zu kreativem Schaffen inspirieren“. Die Studierendenvertretung fordert, dass das Gedicht entfernt wird.

mehr:
- Ein „sexistisches Gedicht“? (Ulrike Baureithel, der Freitag 36/2017)
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siehe auch:
- Streit um Gedicht an Hochschulfassade – Sind Männer nicht auch hübsch?  (Margarete Stokowski, SPON, 05.09.2017)
mein Kommentar:
vielleicht wäre es hilfreich, wenn man die Angelegenheit gelassener sehen würde…
Aber vielleicht steckt ja in dem Vorschlag auch schon was patriarchal-sexistisches…
Was würde geschehen, wenn sich Künstler einer genderkorrekten inneren Zensur unterwerfen müßten? Vielleicht sollte frau sich mal mit Faust II beschäftigen…
Sollen sie sich doch die Köpfe heißdiskutieren!

Ihr werdet sagen, Peter Panter sei ein altmodischer Spießer. Ich möchte dafür plädieren, dass er ein Mensch ist. [Kurt Tucholsky,  Iste Goetheüber Goethes »Tagebuch«, in: Kritiken und Rezensionen, veröffentlicht in der Weltbühne, 30.09.1920]

Frank Zappa - Titties and beer (with subtitles) {6:38}

Veröffentlicht am 14.03.2011
bolimozak
The Palladium, NYC, NY, October 31, 1977
Baby Snakes DVD
Frank Zappa -- lead guitar, vocals
Adrian Belew -- guitar, vocals
Peter Wolf -- keyboards
Tommy Mars -- keyboards, vocals
Ed Mann -- percussion, vocals
Patrick O'Hearn -- bass
Terry Bozzio -- drums, vocals

"Das ist doch kein Abgas-Skandal"

Luftverschmutzung Die Überschreitung von Emissionsgrenzwerten durch die Autoindustrie ist Folge der politischen Reaktion auf die Krise von 2007, sagt der Umwelt-Experte Hans-Jochen Luhmann


der Freitag: Herr Luhmann, wenn es um den Diesel-Skandal geht...
Hans-Jochen Luhmann:
Entschuldigung, ich muss Sie da gleich in der Diagnose korrigieren. Es geht hier um ein Versagen, wovon der so genannte Diesel-Skandal ein Symptom ist. Es handelt sich um ein systematisches Versagen der Kraftfahrtbundesämter in Europa. Die setzen die Vorgaben des EU-Gesetzgebers nicht um. Und das lassen die Mitgliedstaaten zu. Ungeprüft sind somit sämtliche behauptete Fahrzeugeigenschaften, nicht nur das Detail „Diesel-Abgase“. Bei der Wortwahl „Diesel-Skandal“ handelt es sich also, um den Titel von Elisabeth Wehlings wunderbarem Buch zu variieren, um ein „einer Nation eingeredetes Denken – um daraus Partial-Politik zu machen“. Intention der Wortschöpfung ist das Setzen eines engen Fokus, um anderes aus dem Zielfernrohr zu nehmen. Wird ernstlich hingeschaut, so vermag eine ganze Kette von Umgehungen zum Vorschein zu kommen. Was bei den Stickoxid-Werten von Diesel-Fahrzeugen auffiel, das progressive Auseinanderdriften von Soll- und Ist-Werten, von 30 Prozent bei Euro 2 auf 700 Prozent bei Euro 6, zeichnet sich auch ab bei den Angaben zum CO2-Ausstoß, auch bei Benzinern. Selbst bei den Lärmemissionen schummeln die Autohersteller. Wir sind nicht am Ende, wir sind immer noch am Anfang.

Politiker wie Verkehrsminister Alexander Dobrindt und Umweltministerin Barbara Hendricks geben sich bis heute überrascht und verwundert. Waren Sie auch verwundert? Ja, ein solches Ausmaß von Rechtslosigkeit innerhalb der EU hatte ich mir nicht träumen lassen. Verwundert bin ich heute über die gelassenen Reaktionen darauf; und über den Umgang der Medien, die sich lediglich an unwesentlichen Details der Unternehmen festbeißen, das Staatsversagen hingegen beinahe unthematisiert lassen. Frau Hendricks ist eine kluge Frau. Also wird sie vermutlich bei Amtsübernahme nach den Leichen im Keller ihres Hauses gefragt haben. Die hier thematisierte Leiche wurde unter Federführung des BMU in den Jahren 2007 bis 2009 in den Keller gelegt. Zumindest ihr Vor-Vorgänger, Sigmar Gabriel, kann kaum verwundert gewesen sein.

Um welche Leichen handelt es sich? Im Nachgang zur Finanzkrise 2007 und der ihr folgenden Rezession haben die politisch Verantwortlichen, so das Ergebnis des Untersuchungsausschusses im EU-Parlament, entschieden, die offenkundigen Überschreitungen bei Stickstoffoxiden zu dulden, um die gebeutelte Autoindustrie zu schonen. Konsequenterweise wurde damit eine seit Jahrzehnten verfolgte transatlantische Nachhaltigkeitsstrategie, die zum Abbau der Luftverschmutzung, bewusst an die Wand gefahren. Damals müssen in Berlin der Verkehrs- und der Landwirtschaftsminister zum Umweltminister gegangen sein und um eine rechtliche ‚Lösung’ gebeten haben. Die hatte dann die Form ‚Löcher bohren in die Deckelung’. Nicht sonderlich fantasiereich, diese Form der Leichenproduktion.

Es gibt eine transatlantische Nachhaltigkeitsstrategie, die Jahrzehnte alt ist? Ja, klar, und zwar in Form mehrerer multilateraler Abkommen, die die Qualität unserer Luft verbessern sollten. Das Ganze geht zurück auf den öffentlichen Erregungsvorgang in den 1970er und 80er Jahren, der unter dem Schlagwort Waldsterben steht.

mehr:
- "Das ist doch kein Abgas-Skandal" (Sebastian Puschner, der Freitag, in der vergangenen Woche)

Vortrag 3 - (Hans-Jochen Luhmann) "Regionale ökonomische Chancen" {2:02}

Veröffentlicht am 12.12.2016
Universitäts.club|Wissenschaftsverein Kärnten
Vortrag von Herrn Hans-Jochen Luhmann im Rahmen der Veranstaltung "Landschaft des Wissens 2016 - Wage zu denken!" - "Die Zukunftsfähigkeit von Regionen"

Podiumsdiskussion 2 - "Klimaschutzpolitik und regionale, ökonomische Chancen" {5:38}

Veröffentlicht am 05.12.2016
Universitäts.club|Wissenschaftsverein Kärnten
Podiumsdiskussion (Mittwoch) im Rahmen der Veranstaltung "Landschaft des Wissens 2016" zum Thema "Klimaschutzpolitik und regionale, ökonomische Chancen" - (Peter Heintel, Hans-Jochen Luhmann, Peter Rupitsch, Klaus Wiegandt, Helmut Zwander)

Ja, lügen die Medien denn nun oder nicht?

Walter van Rossum über Wahrheit in den Medien, warum Journalisten oft Brandbeschleuniger sind und sich an geltende Sprachregelungen, Normen und Konventionen halten

Dass den Medien in bürgerlichen Demokratien auch und vor allem die Aufgabe der "Gedankenkontrolle" der Bürgerinnen und Bürger zukommt, hat Noam Chomsky, der meistzitierte Intellektuelle der Welt, in etlichen Publikationen herausgearbeitet und belegt. Diese Funktion der Medien wird - vor allem wohl aufgrund der Zunahme an Kriegen und gesellschaftlicher Segregation - für immer größere Bevölkerungsteile evident. Sie betiteln die Medien daher als "Lügenpresse", legen Programmbeschwerden ein und "basteln" sich ihre Informationen mehr und mehr aus den wenigen unabhängigen Medien und im Netz zusammen.


Wie aber ist es um "unsere" Medien tatsächlich bestellt? Welche Prozesse und Wirkungen zeichnen sich ab? Und ist das Wort "Lügenpresse" dummrechte Kritik und somit tabu? Das erklärt Walter van Rossum im Interview mit Jens Wernicke für das Buch "Lügen die Medien? Propaganda, Rudeljournalismus und der Kampf um die öffentliche Meinung". Ein Auszug aus dem Buch, das gerade im Westend Verlag erschienen ist.

mehr:
- Ja, lügen die Medien denn nun oder nicht? (Jens Wernicke, Telepolis, 07.09.2017)
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UN-Bericht: Assad – wenn er’s schon mal gemacht hat…

»Given that Syrian and Russian forces were conducting an aerial campaign in the area, the absence of indications that Russian forces have ever used chemical weapons in the Syrian Arab Republic, and the repeated use of chemical weapons by the Syrian air force, there are reasonable grounds to conclude that the Syrian air force used chemical weapons in Al-Latamneh on 30 March.« [UN-Giftgasvorwürfe an die syrische Regierung, Bernd Murawski, Telepolis, 07.09.2017]
mein Kommentar:
Nun ja denn…

Donald Trump - Ein Verrückter im Weißen Haus?

Die Berichterstattung über Donald Trump vermittelt oft den Eindruck, mit dem Unternehmer sei ein Wahnsinniger US-Präsident geworden. Ein Blick in die Geschichte und hinter die Kulissen verrät jedoch, dass er und seine Regierung durchaus rational agieren

Ein Selbstdarsteller mit Schauspielerfahrung ist US-Präsident. Ausgestattet ist er mit einer ausgeprägten Dickköpfigkeit und einem Anti-Intellektualismus. Seine scharfen Worte an ausländische Mächte und seine sicherheitspolitischen Entscheidungen animieren Menschen weltweit zu Demonstrationen. Unter dieser Konstellation mutete es als eine Provokation an, dass der Präsident 345 Tage seiner Amtszeit in seinem Privatanwesen Rancho del Cielo verbrachte.

Was wie eine Beschreibung der Präsidentschaft von Donald Trump anmutet, bezieht sich jedoch auf einen seiner Vorgänger: Ronald Reagan. Dennoch gehört der einst von der Schauspielerzunft in den Politikberuf gewechselte Reagan nicht zuletzt wegen seines Beitrags zum Kollaps der Sowjetunion und zur Beendigung des Kalten Krieges zu den beliebtesten US-Präsidenten aller Zeiten. Ob Präsident Trump den Historikern positiv in Erinnerung bleibt, wird sich zeigen. Nach erst acht Monaten im Amt ist die Präsidentschaft des einstigen Immobilienmoguls noch zu frisch. Eine vergleichsweise kurze Zeit – und doch eine gefühlte Ewigkeit.

mehr:
- Donald Trump – Ein Verrückter im Weißen Haus? (Kai-Uwe Hülss, Cicero, 27.08.2017)

Jan van Aken verläßt den Bundestag

Jan Paul van Aken (* 1. Mai 1961 in Reinbek) ist ein deutscher Aktivist für Greenpeace und Politiker (Die Linke). Er ist Mitglied des Auswärtigen Ausschusses und des Unterausschusses für Abrüstung, Rüstungskontrolle und Nichtverbreitung im Deutschen Bundestag. Van Aken zog 2009 über die Hamburger Landesliste seiner Partei in den 17. Deutschen Bundestag ein. Von 2012 bis 2014 war er stellvertretender Parteivorsitzender der Partei Die Linke.[1] Er war einer der acht Spitzenkandidaten seiner Partei für die Bundestagswahl 2013 und wurde durch diese in den 18. Deutschen Bundestag gewählt. [Jan van Aken (Politiker), Wikpedia, abgerufen am 08.09.2017]
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Jan van Aken sagt von sich: "Ich habe den Tunnelblick". Sein Ziel sei schon immer gewesen, „derjenige im Raum zu sein, der mehr weiß als alle anderen zusammen“. Nie mehr als zwei Themen beackern, die aber richtig. So hat es van Aken bei Greenpeace gemacht, da ging es dem promovierten Biologen um die Risiken der Gentechnik. Und so hat er es auch in den acht Jahren als Bundestags-Abgeordneter der Linken gehalten.
mehr:
- Jan van Aken verlässt den Bundestag: Acht Jahre sind genug (Birgit Schmeitzner, B24, 05.09.2017)

siehe auch:
- Van Aken verlässt den Bundestag: "Der Job verändert einen nicht zum Guten" (Interview mit Jan van Aken, n-tv, 23.08.2017)
- Jan van Aken im Interview: „Zu lange Bundestag kann träge machen“ (Markus Decker, Mitteldeutsche Zeitung, 29.07.2017)
- Jan van Aken: "Das war nie meine Kultur" (Moritz von Uslar, ZON, 19.07.2017)
- Van Aken zu G20-Krawallen: "Die Rote Flora hat in Hamburg eine wichtige Funktion" ( Jan van Aken im Gespräch mit Christine Heuer, Deutschlandfunk, 10.07.2017)
siehe dazu auch:
- Nachlese zum G20-Gipfel – Wrestling vs. schonungslose Analyse (Post, 18.08.2017)
- Jan van Aken über karrieregeile Politiker: „Irgendwas läuft richtig schief“ (Interview mit Jan van Aken, taz, 01.07.2016)
- Jan van Aken: „Einige hassen mich richtig“ (Geli Tangermann, N24, 21.06.2016)

Liste der Kleinen Anfragen der Linken (Bundestag, Bundesministerium für Verteidigung)

Klartext bei Anne Will von Jan van Aken - Irreführung der Öffentlichkeit U. v. Leyen {10:53}

Veröffentlicht am 12.04.2017
klar sehen
Sendung vom 09.04.17

Trumps Raketen auf Syrien: Von der Leyen (CDU) vs Jan Van Aken (LINKE) {8:47}

Veröffentlicht am 10.04.2017
politikbildung.de
politikbildung.de | Ursula Von der Leyen (CDU) positioniert sich bei Anne Will klar auf Seiten des US Imperiums, welches wie Jan Van Aken (LINKE) eindeutig belegt Völkerrechtsbruch begangen hat. Von der Leyen begründet ihre Unterstützung damit, bereits zu wissen, dass Assad für den Giftgasangriff verantwortlich sei, obwohl eine Untersuchung noch nicht einmal begonnen wurde. Über ein Motiv denkt sie nicht eine Sekunde nach, sonst wäre ihr schnell klar dass Assad nicht von so einer Aktion profitiert sondern seine Gegner. Von der Leyen hat hier nicht nur Vorverurteilung und Volksverhetzung begangen, sondern auch Völkerrechtsbruch unterstützt.
politikbildung.de bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Meinungen und Beiträge müssen nicht die Sichtweise von politikbildung.de widerspiegeln. politikbildung.de teilt desweiteren mit, dass bei den hochgeladenen Videos stehts nur der Inhalt der Videoauszüge relevant ist und nicht die Personen, welche den Inhalt präsentieren.
Mehr Informationen www.politikbildung.de

Jan van Aken sagt Lindner die Meinung! {4:58}

Veröffentlicht am 24.05.2012
diefreiheitsliebe
Jan van Aken: Herr Lindner sie sind ein Macho der, jedes Mal wenn eine Frau redet, sich die Eier krault. Entschuldigen sie Frau Bundestagspräsidentin" - "Wofür entschuldigen sie sich? Für den Macho oder..." - "Nein für die Eier" Jan van Aken: http://www.jan-van-aken.de/ Infos zur Friedenspolitik: www.diefreiheitsliebe.de

G20-Gipfel: Jan van Aken (DIE LINKE) über Protest und Gewalt {7:17}

Veröffentlicht am 10.04.2017
politikbildung.de
Jan van Aken (Bundestagsabgeordneter DIE LINKE) ist Hauptanmelder der größten Demonstration beim G20-Gipfel in Hamburg. Zwischen 50.000-100.000 Teilnehmer werden zur Demo "Grenzenlose Solidarität statt G20" erwartet. Ist Eskalation da nicht vorprogrammiert? Und ist Gewalt ein legitimes Mittel? Ein dbate-Interview mit Jan van Aken.
Die Kritik am G20-Gipfel in Hamburg ist vielfältig. Während die einen sich über den Austragungsort inmitten der Millionenstadt echauffieren, lehnen andere wie der LINKEN-Politiker Jan van Aken die Zusammenkunft der G20 generell ab. Doch was spricht dagegen, wenn Staatsoberhäupter sich zum Dialog treffen? "Das Problem ist, die reden ja nicht nur. Die fallen da Entscheidungen, die den Rest der Welt betreffen", so der Bundestagsabgeordnete. Die reichsten Länder der Welt hätten sich selbst ermächtigt, Entscheidungen zu treffen, die wiederum Millionen von Menschen in Afrika betreffen und in Armut stürzen.
G20-Gipfel: Kann eine Demo mit 50.000 Teilnehmern überhaupt friedlich bleiben?
Auch deshalb hat van Aken in einem großen Bündnis die Demonstration "Grenzenlose Solidarität statt G20" angemeldet. Über 50.000 Menschen werden dazu erwartet. Nicht unwahrscheinlich, dass sich auch Linksextreme oder Mitglieder des sogenannten "Schwarzen Blocks" der Veranstaltung anschließen. Wie kann sichergestellt werden, dass die Demo friedlich bleibt? "Reden. Reden hilft immer", gibt sich der LINKEN-Politiker zuversichtlich. Man habe ganz klare Absprachen mit den Bündnispartnern getroffen. Gewalt sei nicht erwünscht.
Van Aken: "Ich finde es richtig, dass Mittel des zivilen Ungehorsams eingesetzt werden"
Trotzdem ruft van Aken nicht direkt zu Gewaltverzicht auf. Warum eigentlich nicht? Gewalt sei halt eine Frage der Definition. Wenn man sich als Castor-Gegner Schienen blockiert, werde das in bestimmen Kreisen als Gewalt empfunden. Solche Blockaden findet van Aken richtig und erklärt: "Deshalb finde ich das mit dem Aufruf zu Gewaltverzicht ganz schwierig. (...) Das ist alles eine Auslegungssache."
Im dbate-Interview mit Hendrik Holdmann spricht Jan van Aken außerdem über die Frage, inwieweit Gewalt ein legitimes Mittel sein kann und wann seine G20-Demo Erfolg hätte.
Mehr Videos und News findest Du hier:
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