Sonntag, 20. August 2017

Shitstorm über Schröder

Warum soll es verwerflicher sein, für Rosneft statt für VW zu arbeiten?

Gerhard Schröder und die SPD gehören zusammen wie Pech und Schwefel. Es spricht für sich, dass ein Politiker, der es als eine besondere Auszeichnung empfindet, Genosse der Bosse zu sein, der mit der Agenda 2010 den Boom im deutschen Niedriglohnsektor zu verantworten hat, und der angibt, mit "Bild und Glotze" regiert zu haben, vom aktuellen Kanzlerkandidaten als Mutmacher und Stimmungskanone angefragt wurde. Doch aufregen darüber könnten sich eigentlich nur die unermüdlichen Protagonisten von Rosa-Rot-Grün, die von einer solchen Konstellation noch immer einen Politikwechsels erhoffen.

Dabei war nie zu erwarten, dass sich die SPD von Schröder distanziert. Schließlich gehört er zur SPD wie auch Gustav Noske, der sich selber 1918 als Bluthund gegen aufmüpfige Arbeiter von den Freikorps feiern ließ. Bei der SPD ist er trotzdem nie in Ungnade gefallen und gehört weiterhin zum Partei-Inventar. Dass ehemalige SPD-Politiker wie ihre Kollegen aus anderen bürgerlichen Parteien später in die Wirtschaft gehen und dort hochdotierte Posten einnehmen, gehört ebenfalls zum politischen Spiel im Kapitalismus.

Die Nichtregierungsorganisation LobbyControl versucht seit Jahren, dort so etwas wie zivilisatorische Maßstäbe einzuziehen. Es soll eine gewisse Karenzzeit eingeführt werden, bis Politiker ihr Insiderwissen der Wirtschaft zur Verfügung stellen können. Doch solange wollen die meisten betroffenen Politiker nicht warten. Sie wissen natürlich, dass sie am meisten verdienen, wenn sie möglichst schnell von der Politik in die Wirtschaft wechseln.

Immer wenn sich die Drehtür zwischen Politik und Wirtschaft zu schnell dreht, gibt es mehr oder weniger heftige Debatten, die immer auch parteipolitisch geprägt sind. Doch sie werden schnell auch wieder beendet. Denn alle Parteien in Regierungsverantwortung sind grundsätzlich zum Wechsel in die Wirtschaft bereit und daher werden sie dann auch nur einige Details, nie aber das Prozedere als solches kritisieren.

mehr:
- Gerhard Schröder, Rosneft und seine Kritiker (Peter Nowak, Telepolis, 18.08.2017)
Übrigens gehört Friedrich Merz, ehemaliger CDU-Vorsitzender seit 2004 zur amerikanischen Anwaltskanzlei "Mayer, Brown, Rove & Maw", die Hudson Advisors berät. Hudson Advisors ist die Inkassotochter von Lone Star, die die anschließende Verwertung der von Lone Star aufgekauften Kredite übernimmt. [Raubtierkapitalismus, die Nächste, Post, 19.01.2008; Quelle: "Heuschrecke" Lone Star gehört zu Bushs Unterstützerkreisen in Texas (Helga Zepp-LaRouche, Neue Solidarität Nr. 33/2006)]
Min Kommentar:
Fast überflüssig zu erwähnen: Nachdem Deutschland alle möglichen Brücken nach Russland abgebrochen hat, ist es praktisch, dort noch einen Fuß in der Tür zu haben. In Zeiten des politisch-korrekten Putin-Bashings wird Schröder mal wieder zum Prügelknaben gemacht.

Die wahren US Interessen in der Ukraine - ARD Monitor {5:19}

Veröffentlicht am 20.03.2014
Demokratie oder doch nur Geld durch Fracking etc.? Die echten Absichten und Ziele der USA in der Ukraine
Mehr Hintergrund-Infos zum Ukraine-Konflikt: http://www.lt-news.com

Jobs for the boys: Biden's son signs for Ukraine gas giant {3:35}

Veröffentlicht am 14.05.2014
A son of the US Vice-President has joined the board of directors of Ukraine's largest private gas producer. Hunter Biden now leads the company's legal unit - getting the position a few weeks after his father's trip to Kiev. And, as Marina Portnaya explains, this could be more than just a coincidence. READ MORE: http://on.rt.com/bisl8z

siehe auch:
- Biden’s Son Hunter Discharged From Navy Reserve After Failing Cocaine Test (Colleen McCain Nelson, Julian E. Barnes, Wallstreet Journal, 16.10.2014)

Die Männerfreundschaft Schröder-Putin - Bazon Brock 30.04.2014 3sat - Bananenrepublik {7:34}

Veröffentlicht am 02.05.2014

Samstag, 19. August 2017

Obamas Rekord-Tweet zu Charlottesville

Während Donald Trump nach seinen Äußerungen zu Charlottesville heftig in der Kritik steht, schreibt sein Vorgänger Twitter-Geschichte. Barack Obamas Reaktion auf die rassistischen Ausschreitungen hat mehr Likes bekommen als je ein Tweet zuvor. 

Das gefällt mehr als drei Millionen Twitter Usern: Der Tweet von Barack Obama zu den Ausschreitungen in Charlottesville hat die meisten „Gefällt mir“-Angaben in der Twitter-Geschichte bekommen. „Niemand ist mit Hass auf einen Menschen wegen dessen Hautfarbe, Hintergrund oder Religion geboren worden“, schrieb der ehemalige Präsident der Vereinigten Staaten am Samstag.
mehr:
- Mandela-Zitat: Obamas Tweet zu Charlottesville bricht Rekorde (FAZ.net, 16.08.2017)

Freitag, 18. August 2017

Die 68er als Vorbild für die Neue Rechte

Ideengeschichte Thomas Wagner spricht mit den neuen Rechtsintellektuellen. Sie knüpfen an den Geist von 1968 an

Als am Wochenende die amerikanische Neue Rechte, die Alt-Right-Bewegung und der Klu Klux Klan durch Charlottesville marschierten, skandierten sie: „You will not replace us!“ – „Ihr werdet uns nicht ersetzen.“ Da das Pronomen „you“ und das Nomen „jew“ akkustisch schwer zu differenzieren sind, konnte man auch hören: „Der Jude wird uns nicht ersetzen.“

Die Parole von der Ersetzung baut eine beunruhigende Brücke in die Alte Welt. Die Idee des „grand remplacement“ stammt von dem Franzosen Renaud Camus. Er geht davon aus, dass die europäischen Völker durch Masseneinwanderungen mit anderen „ausgetauscht“ werden sollen. Die Drahtzieher dieses gespenstischen Vorgangs beschreibt Blogger und Publizist Martin Sellner so: „Nationale und internationale Konzerne, die sich durch das Fehlen von Einwanderungsgrenzen eine Lohnkostenminderung und vom Abbau ethnokultureller Gemeinschaften eine Erleichterung ihres Wirtschaftstreibens erwarten.“ Aber auch Parteien auf Stimmenfang. Camus’ Buch ist eine Bibel der Neuen Rechten, es ist in Götz Kubitscheks Antaios-Verlag erschienen. Sellner ist der Kopf der österreichischen Identitären.

mehr:
- Kubitschek träumt (Mladen Gladić, der Freitag 33/2017)

Eine gigantische Abhörmaßnahme

Überwachung Die sächsische Justiz hat jahrelang Bürger abhören lassen. Ihr Vergehen: Sie haben sich gegen rechts engagiert. Man benutzte sie als Lockvögel

Es war so ähnlich wie früher im Stasi-Staat. Beamte in Zivil folgten Holger S. (Name geändert) mit ihrem Dienstwagen. Sie beobachteten ihn in der Freizeit. Sie machten Aufnahmen. „Ich habe ein Foto vorliegen, bei dem ich gerade meine Einkäufe in den Kofferraum meines Autos lege“, sagt S. konsterniert. Der Mann war einer der führenden Leute bei der „Betriebssportgemeinschaft Chemie Leipzig“, einem bekannten örtlichen Fußballverein. Die Fans des Viertligisten gelten als links, als engagiert, manchmal eifernd. Die Staatsanwaltschaft ordnete eine Überwachung an. Sie ging offenbar davon aus, dass sie über die BSG Chemie Aktionen gegen Rechtsradikale und Neonazis ermitteln könnte.

Es war eine gigantische Abhörmaßnahme, die sich gegen 14 Leipziger richtete. Allein über Holger S. wurden 24.000 Seiten von Abschriften der Mitschnitte angelegt. Die Behörden wollten so nachweisen, dass der Beschattete einer kriminellen linken Vereinigung angehört habe. Die Gruppe soll in 16 konkreten Fällen Rechtsextreme angegriffen haben. „Die Personen wurden als Nazis beschimpft, verunglimpft und verprügelt“, hatte Oberstaatsanwalt Oliver Möller die Vorwürfe im Herbst, kurz nach Bekanntwerden der Überwachung, begründet. Um den vermeintlichen Tätern auf die Spur zu kommen, warf die Dresdner Justiz ein regelrechtes Big-Brother-Netz aus. 32 Telefonanschlüsse wurden observiert und dabei 838 Telefonkontakte abgefangen. Nach drei Jahren, unzähligen Stunden Ermittlungsarbeit und hunderttausenden Blatt Papier war das Ergebnis bescheiden: Aus Mangel an Beweisen wurde das Verfahren im November 2016 eingestellt.

mehr:
- Unter Verdacht (Martin Linke, der Freitag 32/2017, 10.08.2017)

Nachlese zum G20-Gipfel

Das Komitee für Grundrechte und Demokratie im Nachtrag zu den Auseinandersetzungen in Hamburg

In der ersten Hälfte des Juli schien es in Deutschland nur ein Thema zu geben. Die linke Militanz bei den Protesten gegen den G20-Gipfel in Hamburg wurde von einer ganz großen Koalition zu einer Generalabrechnung mit allen gemacht, die es wagten, noch daran zu erinnern, dass es Gewalt nicht nur bei einem Teil der Protestierer gibt. Nicht nur linke Zentren wie die Rote Flora waren zum Abschuss freigeben, auch das politisch sehr gemäßigte Gängeviertel in Hamburg geriet in den Fokus, weil es sich mit der Roten Flora solidarisiert hat.

Auch in Frankfurt wurde die Schließung von linken Zentren gefordert, weil die sich ebenfalls mit den Hamburger Floristen solidarisiert haben. Da die meisten dieser Zentren rechtsgültige Verträge haben, konnte die Politik des kurzen Prozesses nicht umgesetzt werden. Doch die Kampagne hat durchaus politische Folgen, die AfD sieht sich bestätigt, wenn ihre Parolen gegen die Linke von einer ganz großen Koalition vor- oder nachgebetet werden. Nun macht die Rechtspartei Wahlwerbung mit der Parole: "Den linken Terror stoppen."

Auch wer in den Tagen nach dem Hamburger Gipfel auf die Polizeigewalt und die Einschränkung der Grundrechte verwies, musste sich schon vorwerfen lassen, linke Militanz zu verteidigen. Das zeigte sich besonders deutlich, als der CDU-Rechtsaußen Wolfgang Bosbach eine Talkshow verlies, weil die linke Publizistin Jutta Ditfurth es wagte, über Polizeigewalt zu reden und dabei eigene Beobachtungen zur Grundlage machte. Bosbach sah damit die Polizei beleidigt, die er mit seinem Abgang ausdrücklich unterstützen wollte. Doch auch der Hamburger SPD-Bürgermeister hat nach dem G20-Gipfel mehrmals jegliche Polizeigewalt rundweg abgestritten.

mehr:
- G20: Die Eskalation begann mit der Ernennung von Dudde zum Polizeichef (Peter Nowack, Telepolis, 17.08.2017)

siehe auch:
- Polizist empfindet G20-Gipfel als »bodenlose Frechheit« (Elsa Koester, Neues Deutschland, 08.06.2017)

Wolfgang Bosbach RASTET bei Maischberger aus und verlässt die Sendung ! 12.07.17 {31:35}

Veröffentlicht am 12.07.2017
Bosbach Maischberger

- Das nachträgliche G20-Theater gerät zur Provinzposse (Rüdiger Suchsland, Telepolis, 13.07.2017)
mein Kommentar:
Wenn Bosbach, den staatstragenden Naiven spielend, Grenzen zu ziehen versucht, die sich einfach nicht ziehen lassen, dann kommt sowas dabei raus:
»Es ist atemberaubend, dass hier der Polizei auch nur der Ansatz eines Vorwurfs gemacht wird. […] Es ist pures Glück, dass es keine Toten gab. Das waren bürgerkriegsähnliche Zustände. […] Wenn der Staat ein 'Wehret den Anfängen!' nicht beherzigt, werden die Zustände immer schlimmer.« [Bosbach in der Talkshow, zitiert in: TV-Kritik "Maischberger: "Bosbach verlässt Talkrunde - seine Gegnerin bleibt sitzen, Axel Wolfsberger, Focus, 13.07.2017]
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Der damalige Innenminister Claudio Scajola äußerte in der Öffentlichkeit, dass die Polizei „ihre Aufgabe würdevoll erfüllt“ habe. Der damalige Vizeminister Gianfranco Fini sagte, dass die Demonstranten bekommen hätten, „was sie verdienten“.[55] [G8-Gipfel in Genua 2001, Aufarbeitung, Wikipedia, abgerufen am 19.08.2017]
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Die Ereignisse in der Polizeikaserne und die Gerichtsverfahren veranlassten die britische Zeitung The Guardian zu der Aussage: „Genoa tells us that when the state feels threatened, the rule of law can be suspended. Anywhere.“ (Genua sagt uns, dass, wenn der Staat sich bedroht fühlt, die Herrschaft des Gesetzes außer Kraft gesetzt werden kann – überall.)[62] [G8-Gipfel in Genua 2001, Aufarbeitung, Wikipedia, abgerufen am 19.08.2017]
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Seit dem Gipfel und verstärkt nach den Terroranschlägen am 11. September 2001 gilt nach dem Summit policing der Grundsatz, für G8/G20-Gipfel einen Ort zu wählen, der möglichst abgelegen ist und gut abgesichert werden kann. Laut Tony Blair soll verhindert werden, dass die publizistische Wirkung von Protesten den Gipfel in den Augen der Öffentlichkeit ruiniert.[1] [G8-Gipfel in Genua 2001, Wikipedia, abgerufen am 19.08.2017]
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mein Kommentar:
für mich war der G20-Gipfel auch eine Machtdemonstration des Staates!

siehe auch:
- Aufräumarbeiten nach dem G20-Gipfel: Was würde geschehen, wenn… (Post, 23.07.2017)
- G20-Gipfel: Ausschluss von Journalisten vom G20-Gipfel war fehlerhaft (ZON, 19.08.2017, beachte auch die Kommentare!)
mein Kommentar:
Na sowas, Fehlinformationen! Das hätte ich mir nie im Leben vorstellen können! :-)

Donnerstag, 17. August 2017

Trump ist Rassist! – Na und?

Alt-Right Viele Kritiker des Neoliberalismus übersehen den Rassismus Donald Trumps. Das ist leichtfertig

Rassismus begleitet die Geschichte der USA von Beginn an. Als am 4. Juli 1776 die Gründerväter die Unabhängigkeitserklärung mit der Präambel unterzeichneten, dass alle Menschen gleich und frei geboren seien, empfanden sie es als Selbsverständlichkeit, dass schwarze Menschen davon ausgenommen wurden. Seitdem ringt das Land mit den Folgen der „Ursünde“, wie Barack Obama die Sklaverei nannte. Und es stimmt auch, dass die heutigen Rassisten bereits in den Jahren von Obamas Präsidentschaft wieder erstarkten. Ein Schwarzer im Weißen Haus – das war für viele „White Supremacists“ ein Beweis ihrer kruden Verfallsthesen. Im Internet und in ihren Talk-Radios warnten sie vor einem „Genozid an Weißen“.

Trotz dieser langen Vorgeschichte gilt: Der rassistische Hass, der sich gerade in dem 40.000-Einwohner-Ort Charlottesville austobte, ist ohne einen Präsidenten Donald Trump so nicht vorstellbar. In der Universitäts-Stadt versammelten sich Tausende Neonazis, Ku-Klux-Klan-Anhänger, rechte Paramilitärs und Vertreter der „alternativen Rechten“, der Alt-Right. Trauriger Höhepunkt war das Attentat eines Rechtsextremen, der sein Auto in eine Gegendemonstration lenkte. Die 32-jährige Heather Heyer starb, 19 Menschen wurden verletzt.

Und was tat Trump? Er sprach von schlimmer Gewalt auf „vielen Seiten“. Im Netz wurde er dafür von Neonazis bejubelt, die sehr genau registrierten, dass der Präsident eben nicht die „White Supremacists“ verurteilte. 48 Stunden später rang er sich den Satz ab: „Rassismus ist böse.“ Überzeugt klang das nicht. Trump hat immer wieder die Nähe zur extremen Rechten gesucht und im Wahlkampf rassistische Botschaften verbreitet. Das alles ist bekannt, und so kann der rassistische Exzess von Charlottesville auch nicht wirklich überraschen. Wenn der Hater-in-Chief im Weißen Haus sitzt, fühlen sich viele Hassgetriebene ermutigt, sich ihrer letzten moralischen Fesseln zu entledigen.

mehr:
- Hater-in-Chief (Jan Pfaff, der Freitag 33/2017)

- Trumps Pressekonferenz: Lehrstunde in Nazi-Verharmlosung (Sascha Lobo, SPON, 16.08.2017)

Jan Pfaff erklärt uns im Freitag, wie leichtfertig es möglicherweise ist, wenn die Neobliberalismus-Kritiker den latenten Rassismus Donald Trumps übersehen, und Sascha Lobo nimmt für uns im Spiegel Trumps Argumentations-Ketten unter Zuhilfenahme der eristischen Dialektik Schopenhauers Satz für Satz auseinander und weist nach, daß Amerikas Rechtsextreme sich diese Rechthaber-Taktik auf ihren Internet-Foren zunutze machen. Wikipedia lehrt uns: 
Heute wird diese Form der Argumentation auch als Rabulistik bezeichnet. Die Bedeutungen von Logik und Dialektik sind heute klar voneinander abgegrenzt. Dies ist aber eher eine Folge der Neubestimmung der Dialektik durch Schopenhauers Rivalen Hegel. [Eristische Dialektik, Eristik, Logik und Dialektik, abgerufen am 17.08.2017]
Wann haben ethische Maßstäbe die USA je daran gehindert, ein anderes Land anzugreifen? Da gab es noch keinen Trump.
Wieviele Menschen sind von der politisch korrekten Elite der USA (also Politikern, die Frauen eben nicht an die Möse greifen und genau gelernt haben, was sie vor Kameras oder Reporten sagen und nicht sagen dürfen) in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg getötet oder ins Elend geworfen worden?
Wieviele Länder sind von eben diesen sauberen und nicht-gestörten Politikern und Wirtschaftbossen bedrängt, destabilisiert oder ins Machtvakuum expediert worden?

Alan Shore Closing Argument On The Abuses Of Government {4:00}

Veröffentlicht am 11.09.2014
Epic closing argument from ABC's Boston Legal that illustrates the erosion of our Constitutional liberties and abusive government. This can no longer be defined as a Republican versus Democrat issue. Both parties are equally responsible, as are we, the electorate, for we continue to vote the same quality of politician(s) into office over and over.

Note: ABC owns the copyright © to both the audio track and graphic.* Used for educational purposes only.

* Edited for time and content

Was regen wir uns über den Umgang mit Schwulen in Russland auf. Denen geht’s besser, als den Schwarzen noch in den 60er/70er Jahren in den USA.
Wieviele Milliarden US-Dollar hat Trump in die Ukraine gepumpt, um einen politischen Umsturz zu provozieren?
Wieviele Soldaten, Kanonen und Raketen-Abschußbasen ließ Trump an der Grenze zu Russland stationieren, um den gestörten Putin in seinen aggressiven Weltmachtbestrebungen zu beschränken?
Und wieviele Medien und Politiker haben Trump zugejubelt, als er nach einem erneuten sytischen Giftgas-Massakter ein paar Löcher in eine Startbahn geschossen hat?
Große Teile der US-amerikanischen Bevölkerung sind nun mal rassistisch, und große Teile der russischen Bevölkerung sind nun mal homophob. Und sowohl der russische wie auch der amerikanische Präsident müssen dieser Tatsache Rechnung tragen.
dazu:
- USA und der "Westen": Too big to fail? (Willy Wimmer, Freie Welt, 17.08.2017)

Wir reden hier ständig über die falschen Dinge. Daß Trump eine entsetzliche Kindheit gehabt haben muß, steht für mich genauso fest, wie die Tatsache, daß es bisher kein US-Nachkriegspräsident geschafft hat, den militärisch-industriellen Komplex unter Kontrolle zu bringen – und die Tatsache, daß sich unsere eingemerkelten [von eingenordeten] Post-Pegida-Journalisten jetzt des öfteren bemühen, während der Ukraine-Krise verlorengegangenes Vertrauen wieder herzustellen – wenn es nicht gerade um Russland geht.

Die Welt ist weder unter Putin noch unter Trump besser oder schlechter geworden, nur anders.
Und über dieses »anders« könnte man sich ja mal irgendwann in Ruhe unterhalten…
Unsere bekannten Schubladen funktionieren nicht mehr so gut, und die Fassaden bröckeln (Meinungsvielfalt sei Dank?) deutlich schneller als früher – 
als alles noch viel besser war?

Ein Letztes: Unser Problem heißt nicht Trump sondern USA.
Wenn Trump vom Fenster weg ist, kommt der nächste TTIP-Vorstoß.
Werden wir uns dem unterwerfen, weil uns unter Trump so sehr der Arsch auf Grundeis gegangen ist, daß wir nur noch erleichtert sind, daß es keinen Krieg gegeben hat und in der Folge dankbar alles durch- und abwinken???

Mittwoch, 16. August 2017

Mehmet Scholl im Kampf um die Deutungshoheit nicht mehr auf Linie

Seit Jahren steht Mehmet Scholl als Fußballexperte vor der ARD-Kamera. Nun ist es zum Krach gekommen: Scholl ließ zwei Sendungen ausfallen, offenbar passte ihm nicht, dass der Sender über Dopingvorwürfe berichten wollte.

Aufmerksame TV-Zuschauer dürften irritiert gewesen sein. Am vergangenen Mittwoch, kurz vor dem Confed-Cup-Halbfinale zwischen Portugal und Chile, stand nicht wie üblich Mehmet Scholl als Fußballexperte vor der ARD-Kamera, sondern Thomas Hitzlsperger. Der Grund dafür: Streit zwischen Scholl und dem Sender.

Scholl, 46, soll sich im Vorfeld der Sendung geweigert haben, über die Dopingvorwürfe gegen das russische Nationalteam zu sprechen. Das berichtet die "Bild"-Zeitung. Stattdessen habe Scholl über die Erfolge der DFB-Mannschaften sprechen wollen. Einig wurden sich der Experte und die ARD-Redaktion nicht - also soll Scholl vor Sendebeginn das Studio verlassen haben. Auch das zweite Halbfinale zwischen Deutschland und Mexiko ließ er aus, jeweils sprang Hitzlsperger ein.

Die ARD bestätigte dem SPIEGEL den Disput. "Ja, es gab eine Meinungsverschiedenheit", teilte Sportkoordinator Axel Balkausky auf Anfrage mit. Das sei jedoch an sich nicht außergewöhnlich. Man werde das Thema "intern klären". Ob tatsächlich die Dopingberichterstattung Streitanlass gewesen ist, ließ Balkausky unkommentiert.


Dass Scholl mit dem Doping-Thema nichts anzufangen weiß, ist nicht neu. Schon in der Vergangenheit hatte der ehemalige Profi des FC Bayern behauptet, zu dopen ergebe im Fußball keinen Sinn, weil der Sport zu komplex sei. Ein fragwürdiger Standpunkt, den viele aktuelle und ehemalige Fußballer vertreten. Verschiedene Anti-Doping-Experten sehen das anders. Und dass im Fußball gedopt wurde und wird, gilt als sicher.
mehr:
- Streit um Dopingberichterstattung: Scholl boykottierte ARD-Sendungen (SPON, 05.07.2017)

n24 berichtet:
Confed Cup: Weshalb Mehmet Scholl sich wirklich zurück zog {0:47}

Veröffentlicht am 05.07.2017
Der Ex-Fußballprofi Mehmet Scholl ist während des Confed Cups plötzlich von der ARD-Bildfläche verschwunden. Angeblich fühlte er sich unwohl. Wie die Bild berichtet, soll seine Abreise ganz andere Gründe gehabt haben.

in der Südddeutschen Zeitung erschienen über zehn Artikel:
- ARD-Kommentator Mehmet Scholl wollte im TV-Studio nicht über Doping sprechen (Süddeutsche Zeitung, 05.07.2017)
- Doping im Fußball: Mehmet Scholl hat nicht verstanden, worum es geht (Martin Schneider, Süddeutsche Zeitung, 08.07.2017)
Also alles klar: Klappe zu, Affe tot!

bei Google finden sich ähnlich viele Artikel bei der FAZ:
- Fußball-Experte ARD und Scholl trennen sich nach Streit beim Confed Cup (FAZ, 10.08.2017)
- ARD und Mehmet Scholl: Die Wahrheit liegt auf dem Platz (Michael Hanfeld, FAZ, 10.08.2017)

etwa doppelt so viele Artikel finden sich bei Google zum Thema Confed Cup – Russland – Doping
- Confed-Cup-Aus und Doping-Verdacht – Russischer Scherbenhaufen (25.06.2017)
- Das gesamte WM-Team Russlands steht wohl unter Doping-Verdacht – Russen-Team unter Doping-Verdacht (sport1, 25.06.2017)


Scholl zu dem Konflikt im Telefoninterview:
Mehmet Scholl explains his boykott in the ARD! [Ger] {2:10}

Veröffentlicht am 08.08.2017

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Seit Scholl bei den beiden Halbfinalspielen des Confed Cups fehlte, gab es Berichte über die Gründe. In seiner Sendung Mehmets Schollplatten im Bayerischen Rundfunk sagte er dazu, dass er vor den Partien über das Thema Doping sprechen sollte. Er habe gesagt: „Ich möchte, dass diese Story für diesen schönen Tag draußen bleibt. Da haben die gesagt, die bleibt nicht draußen und ich darf mich nicht ins Programm einmischen. Da habe ich gesagt: Ich gehe. Und dann bin ich gegangen.“ Diese Aktion wird von den Medien als Grund der Vertragsauflösung angenommen.[20] [Mehmet Scholl, Sportkommentator und Moderator, Wikipedia, abgerufen am 16.08.2017]
(Was Scholl sagte, ist oben in dem Telefoninterview zu hören…)


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Der Spiegel überschrieb: »Scholl boykottierte ARD-Sendungen«
Die Süddeutsche Zeitung hat verstanden: »Mehmet Scholl hat nicht verstanden, worum es geht«
rp Online (10.08.2017) wiegelt ab: »Kein großer Verlust«
und Oliver Fritsch macht in seinem Kommentar in der Zeit klar: »Dieser Sport braucht keinen Sprücheklopfer, er braucht Journalismus.«
(Mehmet Scholl : Es ist nicht mehr die Zeit für lustige Sprüche, ZON, 10.08.2017), 
nachdem ihn zwei Tage zuvor der Satiriker Leo Fischer auf dem Zeit-Twitter-Account für tot erklärt hatte:
Fake-Meldung auf Twitter: „Zeit Magazin“ erklärt Mehmet Scholl für tot (Focus, 10.08.2017)

mein Kommentar:
Daß gerade die Doping-Vorwürfe gegen Russland (gerade auch, da in diesem Jahr der Confed-Cup in Russland stattgefunden hat) immer wieder auf die erste Seite gehoben werden, hat doch ein seltsames »Geschmäckle«.
(siehe: Sport, Staats-Doping und zweierlei Maß, Post, 14.08.2018)
Daß in Russland gedopt wird, kommt auf die Titelseite, daß in Deutschland ähnlich systematisch gedopt wurde (jetzt, wo’s rauskommt, sind wir natürlich sauber), kommt unter ferner liefen.
Und das Geschmäckle wird bei der Lektüre über Scholls Rausschmiß bei der ARD stärker, wenn man bedenkt, daß sich alle unsere Mainstream-Medien über den Rauswurf Scholls ähnlich äußern. In keiner Zeitung oder keinem Fernsehbericht wurde Scholls Rauswurf bedauert oder sogar kritisiert. Unterschiedlich waren nur Anzahl und Inhalt der Begründungen, weshalb Scholl nach acht Jahren als Co-Kommentator einfach nicht mehr tragbar war.

Unisono berichten die Leitmedien, 
er wolle nicht über Doping im Sport reden und
er habe zweimal die Sendung geschwänzt und/oder 
er habe sich schon mehrfach verplappert und/oder 
er wolle der Redaktion in ihre Sendungsgestaltung reinreden. 
Auf jeden Fall sollte für jeden unbedarften Leser nachvollziehbar sein, daß Scholl sein Geld – aus welchem Grund auch immer – einfach nicht mehr wert ist – und daß das aber auch rein gar nichts mit den ständigen Medien-Sticheleien gegen Russland zu tun hat, wo Scholl keine Lust hat sich dafür mißbrauchen zu lassen.
… unisono bei allen Leitmedien!

Ich bin gespannt, wem nächstes Jahr was aufstößt, wenn unsere eingenordeten Leitmedien (»Lügenpresse« ist ja inzwischen »Unwort des Jahres«, und »gleichgeschaltet« ist zu braun) über die Fußball-WM in Russland berichten…

Dienstag, 15. August 2017

Bundestagswahl-»Trance« 2017: Boxen gegen den hypnotischen Nebel der alternativlosen Beliebigkeit

„Ich brauche Dich“, sagt die Schlaftablette, „mach bitte schön den Mund auf und sag aaah!“ – Das wirkt! Eine Partei und ein Volk machen den Mund auf, schlucken brav und die Schlaftablette macht, wie bisher schon, auch den Tag zur Nacht! – Nicht, dass ich Ihnen zu nahetreten möchte, Frau Merkel, aber Wahrheit ist keine Beleidigung.

Es ist nun einmal so: Wenn ich Sie sehe, sinken mir die Mundwinkel herunter und die Lider gleich mit. Wissen Sie, ich denke an Zeiten, als das Griechenland-Problem noch für knapp 40 Milliarden zu lösen war. Zukünftig dürften in Wahrheit keine 400 Milliarden mehr reichen. Meinen Sie auch, dass Sie da was verschlafen haben? So schlaftablettenmäßig? Nein, klar, Ihre Rente ist sicher…

Oder, was ich auch so bei mir denke:

Bei uns gibt es doch ziemlich viel Leute, die keinen Cent auf die Seite kriegen und bei denen am 20. Monatsende ist. Sie kennen solche Leute nicht, aber eine gute Bekannte von mir - ihr Mann hat sie recht frühzeitig verlassen - hat drei Kinder alleine großgezogen und dabei in der mobilen Altenpflege gearbeitet. Später, als die Kinder groß waren, deutschlandweit. Bis ein Burn Out sie stoppte. Für längere Zeit. Da war sie aber schon über 60. Heute kriegt sie 700 Euro Rente. Das zwingt sie mit ihren 67 Jahren, vier Tage in der Woche ein paar Stunden im Kindergarten in der Küche zu arbeiten. Angestellt bei der Caritas, einem Arbeitgeber, wie ich ihn keinem wünsche. So kriegt sie noch 350 Euro. Ohne die geht´s gar nicht. Gut, sie hat Kinder, die würden sie nie hängen lassen, aber wie sagte sie mir kürzlich: "So lange ich auf den eigenen Beinen stehen kann, will ich nicht anderen zur Last fallen."

mehr:
- Die politische Schlaftablette (Johannes G. Klinkmüller, Freie Welt, 06.12.2016)

siehe auch:
- Umfrage: Jeder Zweite hält Wahlen für sinnlos (SPON, 14.02.2000)

Ist Deutschland noch eine Demokratie? Merkel und Seehofer sagen die Wahrheit {3:54}

Veröffentlicht am 11.03.2012
Wer den Info-Text lesen will, gehe auf Youtube

- Wahljahr 2017 – Warum man auf keinen Fall wählen sollte (NewsTopAktuell, 10.04.2017)
- Die Qual der (Nicht-) Wahl: Professoren erklären, warum Menschen nicht wählen gehen (Julia Löffelholz, Schwäbisches Tagblatt, 20.09.2013)
- Das Paradoxon der rationalen Entscheidung: Wählen gehen ist irrational! (Florian Freistetter, ScienceBlogs, 19.08.2017)
demgegenüber versucht der Freitag einen motivierenden Aktivierungs-Ruck (für den Fall, daß wir’s vergessen haben – das wäre dann die Auswirkung der posthypnotischen Amnesie):
- Es geht um was! (der Freitag, 10.08.2017)

Führen durch hinterherlaufen: Volker Pispers {7:18}

Veröffentlicht am 19.09.2013
mein Kommentar: 
mal schon was von »Pacing & Leading« gehört?
- Rapport, Pacing und Leading (Landiedel-Seminare)

siehe auch:
- Widersprüchliche Botschaften – Die neue Merkel macht Wahlkampf gegen die alte Merkel (Sascha Lehnartz, n24, 28.05.2017 – Zitat:)
Im zwölften Jahr ihrer Kanzlerschaft ist sie im Begriff, das Rollenmodell einer postmodernen und postideologischen Politikerin zu perfektionieren.
Ausgerechnet sie, der Kritiker gern vorhielten, ihr fehle das Wahlkämpfer-Gen, macht jetzt hypermodernen Wahlkampf: einen Wahlkampf, bei dem Politik von Inszenierung nicht mehr zu unterscheiden ist und der – das ist die eigentliche Pointe – sich gegen eine Politik richtet, welche die Kanzlerin selbst zu verantworten hat. […]
Es ist die Vollendung eines virtuosen Zirkels, der einen Großteil der verfügbaren Positionen in der politischen Debatte miteinschließt. Als Anbieterin eines solchen politischen Pauschalangebots, das für Willkommenskulturschaffende und Grenzpfosten gleichermaßen attraktiv wirkt, ist Merkel europaweit stilprägend. […]
Ideologische Rundumversorgung à la Merkel macht Schule. Kein Wunder, dass da kaum noch eine Opposition weiß, wogegen sie opponieren soll.
Volker Pispers definiert Angela Merkel perfekt! {1:57}

Veröffentlicht am 12.11.2013
Einfach genial!

- Redezeit: Neugier genügt (Ulrike Herrmann, WDR 5, 07.09.2016)
- Wahlkampf: Müntefering wirft Merkel Beliebigkeit vor (FAZ.net, 03.07.2009 – Zitat:)
Unterdessen glauben Umfragen zufolge mehr als zwei Drittel der Deutschen zufolge nicht an die Versprechen der CDU-Vorsitzenden, die Mehrwertsteuer nicht zu erhöhen und Steuerentlastungen vorzunehmen. 72 Prozent der Befragten des ZDF-Politbarometers gehen davon aus, dass die Union ihr Versprechen nicht einhalten werde. Selbst 59 Prozent der Unionsanhänger vertrauten der Kanzlerin bei dieser Ankündigung im Wahlprogramm der Union nicht, heißt es in der am Freitag veröffentlichten Umfrage der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen.
Auch bei der Befragung für den ARD-Deutschlandtrend hatten 78 Prozent angegeben, sie nähmen der CDU-Vorsitzenden das Versprechen von Steuersenkungen nach der Wahl angesichts der Krise nicht ab und halten dies für unglaubwürdig.

Volker Pispers - Angela Merkel und ihr Duktus (Neues aus der Anstalt 10/2013) {5:34}

Veröffentlicht am 11.10.2013
Volker Pispers

Mütter-Diktatur - Mutti ist die Best(i)e {10:05}

Veröffentlicht am 18.05.2013
http://www.youtube.com/user/Zweckkind
www-youtube-com-user-Zweckkind
http://twitter.com/Zweckkind

3sat, Kulturzeit, März 2013
Mutti ist die Best(i)e
Die heimliche Diktatur der Mütter
Gespräch mit dem Psychoanalytiker und -therapeuten Dr. Torsten Milsch über sein Buch "Mutti ist die Best(i)e"

"Das Mutti-System ist eine hermetisch geschlossene Gruppe mit genau zwei Hierarchiestufen: Erstens Mutti und zweitens alle Anderen."

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Kurzbeschreibung bei Amazon:
"Niemand hat je die Herrschaft der Mütter hinterfragt. Sie sind schließlich liebevoll und wollen immer nur das Beste. Aber es gibt nicht nur liebevolle und sorgende Mütter, sondern auch viele, die ihre Macht missbrauchen, damit ihre Kinder abhängig bleiben. Wie gefährlich ein Machtmissbrauch solcher »Muttis« ist, zeigt der Arzt und Psychoanalytiker Torsten Milsch am »Mutti-Syndrom« von Kontrollzwang, Unterdrückung und Bevormundung in Familie und Gesellschaft. Bestimmte Mütter, die »Muttis«, entscheiden alternativlos alleine, was falsch und was richtig für ihre Familie ist. Sie kontrollieren Tagesablauf, Freizeit und Kontakte, sie dulden keine abweichende Meinung. Mutti-Kinder lernen so schon früh, dass sie nur gemocht werden, wenn sie immer brav sind. Das macht sie abhängig von der Zuwendung von außen, eigene Gefühle verdrängen sie und werden unglückliche und unselbstständige Mutti-Männer und Mutti-Frauen. Sie leben abhängig machende »Mutti-Muster« in ihren Familien und Firmen sowie in »Mutti-Systemen« wie Medien, Parteien und Religionen. Torsten Milsch weist aus 30-jähriger Erfahrung als Arzt und Psychoanalytiker den Weg aus Machtmissbrauch und Pseudo-Liebe: Beziehungsbildung mit Aufklärung, Empathie und Dialog für Freiheit und Verantwortung in Familie, Beruf und Gesellschaft."

Als eBook bei Amazon (Kundenrezesionen lesen!):
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NEWW!! Hans Joachim Maaz bei Anne Will Wenn es so weiter geht kann es nur schlimmer werden {10:13}

Veröffentlicht am 03.01.2017
(zuur ganzen Sendung: ) - Neues Buch über Angela Merkel: Christlich geprägte Beliebigkeit (Thorsten Denkler, Süddeutsche Zeitung, 17.05.2010)
- Eine kritische Bilanz: Merkels Versagen (Philip Plickert, FAZ, 27.06.2017 – Zitat:)
Lässt man die Merkel-Jahre Revue passieren, findet man mehrere große Entscheidungen ohne Plan und abrupte opportunistische Wenden – mit gravierenden Konsequenzen für die gesellschaftliche Stabilität und den Wohlstand in Deutschland. Das von ihren Spin Doctors gezeichnete Bild einer Physikerin, die alle Dinge „vom Ende her denkt“, die quasi naturwissenschaftlich die Konsequenzen, Chancen und Risiken abwägt, ist Fiktion. Offensichtlich ist der Kontrollverlust in der Flüchtlingskrise. Aber auch in der Euro-Krise fehlte ihr die klare Sicht. Und mit der ruckartigen Energiewende hat sie ein industriepolitisches Abenteuer gestartet, das sie planwirtschaftlich angeht. Der Ausgang ist ungewiss.
Loriot Bundestagsrede {2:24}

Veröffentlicht am 28.05.2009
Die Bundestagsrede von Loriot -Vicco von Bülow als Karl-Heinz Stiegler MdB. Die KOMMENTARE zu diesem Video habe ich DEAKTIVIERT. Den unfreiwilligen Schwachsinn des gemeinen Web- und YouTube-Kommentators kann man wahrscheinlich nur verkraften wenn man selbst auch nur soweit zählen kann wie man Finger hat. Und wenn Mama und Papa Geschwister sind hilft das bestimmt auch.

„Meine Damen und Herren!
Politik bedeutet, und davon sollte man ausgehen, das ist doch, ohne darum herum zu reden, in Anbetracht der Situation, in der wir uns befinden. Ich kann meinen politischen Standpunkt in wenigen Worten zusammenfassen:
Erstens das Selbstverständnis unter der Voraussetzung, zweitens und das ist es was wir unseren Wählern schuldig sind, drittens die konzentrierte Beinhaltung als Kernstück eines zukunftweisenden Parteiprogramms.
Wer hat denn, und das muss vor diesem hohen Hause einmal unmissverständlich ausgesprochen werden. Auch die wirtschaftliche Entwicklung hat sich in keiner Weise, das kann auch von meinen Gegnern nicht bestritten werden, ohne zu verkennen, dass in Brüssel, in London die Ansicht herrscht, die Regierung der Bundesrepublik habe da und, meine Damen und Herren, warum auch nicht? Aber wo haben wir denn letzten Endes, ohne die Lage unnötig zuzuspitzen, da meine Damen und Herren liegt doch das Hauptproblem. Bitte denken Sie doch einmal an die Altersversorgung. Wer war es denn, der seit 15 Jahren, und wir wollen einmal davon absehen, dass niemand behaupten kann, als hätte sich damals, so geht es doch nun wirklich nicht.
Wir haben immer wieder darauf hingewiesen, dass die Fragen des Umweltschutzes, und ich bleibe dabei, wo kämen wir sonst hin, wo bliebe unsere Glaubwürdigkeit? Eins steht doch fest, und darüber gibt es keinen Zweifel, wer das vergisst, hat den Auftrag des Wählers nicht verstanden.
Die Lohn- und Preispolitik geht von der Voraussetzung aus, dass die mittelfristige Finanzplanung, und im Bereich der Steuerreform ist das schon immer von ausschlaggebender Bedeutung gewesen. Meine Damen und Herren, wir wollen nicht vergessen, draußen im Lande, und damit möchte ich schließen, hier und heute stellen sich die Fragen, und ich glaube, Sie stimmen mit mir überein, wenn ich sage, letzten Endes, wer wollte das bestreiten.
Ich danke Ihnen."

- Merkel und die Ehe für alle: Die Respektlose (Stefan Niggemeier, SPON, 29.06.2017 – Zitat:)
Aber es geht bei dieser Art des Regierens etwas verloren, und das ist Respekt. Merkels Art des Pragmatismus ist respektlos gegenüber Argumenten und Überzeugungen, und sie ist respektlos gegenüber dem politischen Prozess. Es ist bezeichnend, dass sie sich darüber beklagt, dass die Einführung der Ehe für alle nun zu einem politischen Streitthema wird, dabei ist genau das angemessen: Eine offene Auseinandersetzung zwischen den verschiedenen Positionen, mit der Möglichkeit, sich auch als Partei klar zu positionieren. Merkel hat diese Auseinandersetzung jahrelang verhindert und will ihr selbst jetzt noch entgehen, wo sie sich nicht mehr verhindern lässt?
Umgekehrt geht auch der Respekt für die Politikerin Merkel verloren. Ihre schier grenzenlose Flexibilität, ihr Prinzip der Prinzipienlosigkeit, ist zweifellos ein entscheidender Grund für ihren Erfolg. Man konnte sich darauf verlassen, dass sie sich im entscheidenden Moment durch keine eigenen Überzeugungen davon abhalten lassen würde, bislang gepflegte Sicherheiten über Bord zu werfen. Eine Nichtüberzeugungstäterin, das schien in dieser verwirrenden, sich rasant ändernden Welt die beste Regierungschefin zu sein.
Aber gleichzeitig wächst - nicht nur bei Martin Schulz - der Wunsch nach einer Politikerin, mit der man sich inhaltlich auseinandersetzen kann. Die auf einem Fundament von Überzeugungen und Werten handelt, und mit Leidenschaft und Argumenten erklärt, wenn sie ihre Position ändert.

Loriot Vertreterbesuch {10:31}

Veröffentlicht am 06.11.2013
Loriot Vertreterbesuch
Einer der besten Sketche überhaupt!

Loriot, unvergessen und absolut zeitlos. Kurz und knapp: Genial !

- Was Angela Merkel alles nicht weiß und deshalb auch nicht bewerten wird (Stean Niggemeier auf seiner Seite, 15.07.2013? – Zitat:)
Merkel redet darüber, worüber man reden müsste, ohne darüber zu reden. […]
In der ARD hat sie heute das Gegenteil gesagt, aber wer wäre überrascht, wenn sie übermorgen wieder das Gegenteil sagt […]
Tja. Hat die Kanzlerin den Eindruck, […]? Man weiß es nicht. Man wird es nie erfahren. Es ist aussichtslos, sie zu fragen. […]
Und tatsächlich ist ja das Interview immerhin insofern sachdienlich, als es die fehlende Bereitschaft der Kanzlerin, Antworten zu geben, für jeden, der sie sehen will, sichtbar macht. […]
Aber dass es so normal geworden ist, dass eine Kanzlerin sich systematisch und dreist der kleinsten inhaltlichen Festlegung verweigert, dass so ein Interview wie das in der „Zeit“ gar keinen Schluckauf in dieser Hinsicht mehr auslöst. Und dass diese Kanzlerin größte Zustimmungswerte im Volk genießt und mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen kann, die zukünftige Regierung zu führen. Das bestürzt mich dann doch.
Dieter Hildebrandt - Helmut Kohl: Der Mond ist aufgegangen {4:01}

Veröffentlicht am 05.10.2010
Dieter Hildebrandt stellt das Gedicht "Der Mond ist aufgegangen" von Matthias Claudius in der für Helmut Kohl typischen Vortragsart dar.


- Merkel – Synonym für Beliebigkeit? (Frank Karnbach auf seiner Seite, 30.06.2017)
- Ich bin raus! (Jaklin Chatschadorian, DieFarbedesGranatapfels, 30.06.2017 – Zitat:)
Innerhalb der Partei werden Missstände unter den Teppich gekehrt. Wer mit seiner Kritik Gefahr läuft öffentlich wahr genommen zu werden, wird auf möglicherweise parteischädigendes Verhalten hingewiesen und darf „froh sein“, dass man nicht gegen ihn vorgeht. Eigentlich ist genau diese Unterwürfigkeit gegenüber dem Nächsthöheren in der Hierarchie „gelebter Orient“.
Das Streiten haben wir nicht nur verlernt, es ist verpönt. Die Meinungsbildung in der Partei ist Sache der Vorsitzenden, vorzugsweise hinter verschlossenen Türen oder im Rahmen eines Gespräches mit einer Modezeitschrift. Vorschläge, die nicht der Linie von Parteifunktionären (die Basis ist und bleibt irrelevant) entsprechen, werden ignoriert; mal freundlich dezent, mal mit dem Verdrehen der Augen. Parteiarbeit ist fast ausschließlich auf die Organisation von Mehrheiten ausgerichtet. Die Basis traut sich nicht Gedachtes auszusprechen und begrenzt sich selbst auf Wahlplakatdienstleistungen.

Hypnotische Auslöser - einfach erklärt {4:30}

Veröffentlicht am 08.09.2015
Was sind die so genannten "Anker" oder "Trigger", die in der Hypnose Gefühle oder sogar Aktionen auslösen können?
Wie schafft es ein Hypnotiseur, das jemand nur auf ein einziges Wort hin plötzlich in Hypnose fällt?
Antworten zu diesen und mehr Fragen gibt es hier - einfach erklärt und anschaulich dargestellt!
Viel Spaß :)
mein Kommentar:
Das geistert mir schon länger im Kopf herum: Könnte es sein, daß Merkels fallende Mundwinkel und ihre »Raute« nichts anderes sind als Hypnose-»Trigger«? (Angela Merkel als Milton-Erickson-Schülerin? Siehe den vorletzten Link ganz unten im Post)
Der Kabarettist Jens Neutag: Angela Merkel - Eine Bilanz {4:54}

Veröffentlicht am 17.05.2016
Wer Jens Neutag noch nicht kennt, wird einen der besten Kabarettisten Deutschlands erleben
www.jensneutag.de
www.kabarett-news.de/Jens-Neutag-Infoseite.html


- Politik der Beliebigkeit – Die CDU steckt in einer Identitätskrise (Leonard Novy, Deutschlandfunk Kultur, 05.04.2011)
Weil es der Union an einem übergeordneten, integrativen Politik- und Wertemodell für eine christdemokratische Partei in einer zunehmend säkularen Gesellschaft mangelt. Erst ein solcher Überbau jedoch würde den diversen Einzelpolitiken und -projekten Sinn verleihen, es möglich machen, sie mit langfristigen, übergreifenden Zielen zu verbinden.
Den parteiinternen Diskurs darüber hat Angela Merkel stets gemieden und der CDU auf Grundlage ihrer unumwundenen Machtposition ein irgendwie moderneres, aber eben auch beliebigeres Antlitz verliehen. Nun, da der Erfolg ausbleibt, wird die Misere der Partei offensichtlich. Die CDU steckt mitten in der Identitätskrise, denn sie hat keine Identität.
Politik lässt sich eben nicht im Labor machen – nicht einmal von einer promovierten Physikerin. Politik im Allgemeinen und Parteipolitik im Besonderen lebt von Ideen, Visionen und Werten – und vom demokratischen Streit darüber. Nur so entstehen Wettbewerb und belastbare Bindungen, nicht über den Vollzug vermeintlicher Sachzwänge und erst recht nicht durch eine Politik hektischer Handlungssimulation vor Landtagswahlen.
Das setzt freilich Willen und Fähigkeit voraus, die eigenen Werte zu reflektieren und sie programmatisch in den Diskurs einzubringen. Doch sind Werte wie "Freiheit", "Wohlstand" und "Gerechtigkeit" in den Programmen aller Parteien zu abstrakten Leerformeln ohne Aussage- und Orientierungskraft geworden. Vom Koalitionsvertrag der aktuellen Regierung ganz zu schweigen. Gerade dieses Dokument macht deutlich, dass diese Unbestimmtheit kurzfristig zwar gewisse Vorteile zu versprechen mag, schon mittelfristig aber zum Problem wird. Es fehlt die Linie, es fehlt das Projekt.
Führung in der Politik bedeutet mehr, als ein Amt zu erobern und zu verteidigen. Und wer Politik auf Problemlösung und technokratisches Management reduziert, beraubt eine Gesellschaft der Offenheit der Wege und der Möglichkeit des Konflikts darüber. Der Erfolg der Grünen – das ist letztlich auch ein Protest des Bürgertums gegen diese Selbstabdankung demokratischer Politik.

Volker Pispers - Merkel Muppet Show… {8:39}

Veröffentlicht am 08.09.2014
!Keine Satire :)

- Verhalten der Kanzlerin Psychoanalytiker deuten das Phänomen Angela Merkel (Andrea Dernbach, Tagesspiegel, 04.05.2014 – Zitat:)
„Mutti“, die populärste Merkel-Lesart, wurde, was wunder im Kreise so vieler Analytiker, heiß diskutiert. Und kritisiert. Die Einschätzung, die „Kinder“-Bürger überließen sich Merkel allzu kindlich („regressiv eingerastetes Vertrauen“ nennt es der Freiburger Analytiker Tilmann Moser), fand nicht nur die Berliner Analytikerin und Politikwissenschaftlerin Angelika Ebrecht-Laermann „etwas eindimensional“. Es stecke „etwas Diffamierendes“ im Wort Regression. […]
Am Ende steht eine „am Rednerpult, die zwischen Königin und Schutzmantelmadonna changiert“, die Bannung von Aggression und Gefahr sei allerdings vom Kopf in die Hände gerutscht, in die berühmte Merkel-Raute. Für Ebrecht-Laermann ist es Sigmund Freuds Raute. Der habe die geometrische Figur in der frühen „Traumdeutung“ als Symbol des weiblichen Genitals gelesen. Es löse den Schrecken der Kastration aus, seine „öffentliche Zurschaustellung durch die Kanzlerin“ nehme ihm den aber wieder. Wie überhaupt die Merkel-Ära eine „Krise der politischen Repräsentation“ bedeute. Sie werde spannungslos, verflache, erschlaffe. […]
Was will die Frau also? Das Rätsel Merkel wurde an jenem Wochenende in Frankfurt nicht gelöst. Wenn selbst die Fachleute ratlos sind – was einige selbst offen eingestanden –, wird es uns wohl noch eine Zeit lang beschäftigen.

Loriot Psychiaterin {5:22}

Veröffentlicht am 16.10.2012

- Hans-Joachim Maaz: Wir sind allesamt gestört (Marc Brost, Merlind Theile, ZON, 02.05.2014)

- Merkel-Bashing: Die Angst der alten Männer vor jungen Flüchtlingen (Sascha Lehnartz, N24, 29.11.2015 – Zitat:)
„Mutti“ ist eine Chiffre, die nur scheinbar die Erkenntnis der ödipalen Struktur der Beziehung aus männlicher Sicht belegt. Die schwach verborgene Boshaftigkeit des Prädikats besteht darin, dass es genau das aufruft, was Angela Merkels Biografie nicht hergibt, was traditionelle, christlich-konservative Lebensentwürfe für Frauen aber nun einmal vorsehen: Mutterschaft.
Spätestens nach Merkels Wiederwahl 2013 schien es, als hätte sich ihr eigenes politisches Lager mit dem Fremdkörper an der Parteispitze weitgehend abgefunden. Alle anderen richteten sich mehr oder minder gemütlich ein in Merkels scheinbar visionslosem Pragmatismus. […]
Selbst die Opposition wirkte nicht mehr ernsthaft unzufrieden. Eine Naturwissenschaftlerin, die, so der allseits gepflegte Merkel-Mythos, die „Dinge stets vom Ende her“ denke, schien letztlich nicht fehlbesetzt zu sein, um Deutschland und Europa durch flackernde Krisenjahre zu steuern.
TOLERANZ - Gerhard Polt's Toleranzgrenzen {13:25}

Veröffentlicht am 23.04.2016
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Das Erste, November 2014
ARD-Themenwoche "Toleranz"
Gerhard Polt über Toleranz ...
Kabarett und die ARD-Themenwoche "Toleranz" - man könnte meinen, das passt nicht zusammen. Es passt aber, wenn sich der Meister der geschliffenen Pointen, Gerhard Polt, überhöht und satirisch brillant zum Thema äußert. Pointiert und kraftvoll sinniert er über den Begriff "Toleranz" und stellt erst einmal lakonisch fest, dass Toleranz kein deutscher Begriff ist: Das Tolerieren ist schließlich nicht der Deutschen Stärke! Mit dem ihm eigenen Humor zitiert Gerhard Polt auch bei diesem heiklen Thema wie selbstverständlich den engstirnigen Bürger, der wenig reflektiert, aber dafür lautstark seine Meinung propagiert.

- Angela Merkel – Eine Verneigung (Christoph Schwennicke, Cicero, 06.06.2017 – Zitat:)
Als Mädchen noch Poesiealben hatten und keine Facebook-Pinnwände, sah man sich gelegentlich vor die Aufgabe gestellt, sich empathische Sinnsprüche abzutrotzen. Gott sei Dank gab es Klassiker, auf die man zurückgreifen konnte. Einer ging so: „Wenn die Flüsse aufwärts fließen und die Hasen Jäger schießen und die Mäuse Katzen fressen, dann erst will ich dich vergessen.“
Der Spruch kommt mir in den Sinn, wenn ich dieser Tage an Angela Merkel denke. Denn die Zeit, die das ewige Gedenken sichern sollte, weil sie nie kommt – sie ist gekommen. Die Kanzlerin hat es geschafft, dass, politisch gesehen, die Flüsse aufwärts fließen. Ihr eigener vor allem. Wenn jemand als Regierungschef einen groben Schnitzer begeht, und knapp zwei Jahre später erneut der 40-Prozent-Marke in den Umfragen und einer dritten Wiederwahl im September zustrebt, dann ist das nichts weniger als eine tiefe Verneigung wert.
Tun wir kurz das, was das vergessliche Wahlvolk in seiner Mehrheit nicht tut: Erinnern wir uns. Angela Merkel öffnete in einem historisch einmaligen Akt die Grenzen und ließ unkontrolliert Menschen im Millionenmaßstab ins Land. Dieser von ihr hergestellte Ausnahmezustand dauerte 180 Tage an und wurde von anderen beendet, allen voran von einem österreichischen Außenminister, der die Grenzen wieder schloss. Seither ist Deutschland ein anderes Land. Politisch und gesellschaftlich.
Das von manchen prognostizierte Wirtschaftswunder durch die Zuwanderung ist ausgeblieben, stattdessen haben sich Kriminalität und mörderische Gewalt in markant höherem Maße eingestellt. Die Angst vor Attentaten ist keine Phobie, sondern begründet. Köln, Berlin, Ansbach, Freiburg und Würzburg stehen als Chiffren dafür.
Die Versorgung und Unterbringung der Migranten kostet Bund, Länder und Kommunen jedes Jahr im Schnitt der Berechnungen und nach Auswertung der Kosten von 2016 etwa 50 Milliarden Euro. Finanzminister Wolfgang Schäuble hortet jeden Euro an Überschuss, um ihn für die notwendige und gebotene Hilfe der zumeist jungen Männer bereitzuhalten. Langfristig werden 400 Milliarden Euro an Qualifizierungskosten veranschlagt, wie die Heinrich-Böll-Stiftung erheben ließ. Den etwa 50 Milliarden jedes Jahr (das sind nur die ganz direkten Kosten für Verpflegung, Unterbringung und Beschulung) stehen unverändert 100 bis 140 Milliarden Euro an Investitionsstau bei der öffentlichen Infrastruktur gegenüber, der sich nicht zuletzt in den bald zwölf Regierungsjahren Merkels eingestellt hat. Mit anderen Worten: Hätte man das Geld für die Sanierung von Schulen, Straßen und öffentlichen Einrichtungen ausgegeben statt für die Akuthilfe der Flüchtlinge, Deutschland erstrahlte in ganz neuem Glanz. […]
Und doch ist Angela Merkel auf dem Weg zur ihrer vierten Amtszeit. Es ist Zeit, dieser Kanzlerin Respekt zu zollen. So zu irren und zu fehlen und doch zu bleiben, das ist zwar keine Staatskunst. Aber allerhöchste Machtkunst.

Dieter Hildebrandt über Politik in Deutschland {12:06}

Veröffentlicht am 26.11.2013
http://www.youtube.com/user/ThiefTime...
www.youtube.com-user-ThiefTimeless2
http://twitter.com/ThiefTimeless

Dieter Hildebrandt über politisches Kabarett in Deutschland
Ausschnitte aus "Kabarett, Kabarett"
Doku von Josef Rödl, Deutschland 2010
3sat - Juni 2012

Dieter Hildebrandt Zitate:
"... dass man sich auch vor dem Eventualfall schützen muss, dass der Staat zum Terroristen wird."
"Wenn man verboten wird, muss man die Gunst der Stunde nutzen."
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Der Dokumentarfilm "Kabarett, Kabarett" geht auf Spurensuche quer durch die aktuelle Kabarettszene und erinnert an die Anfänge, Höhe- und Wendepunkte des politischen Kabaretts in West- und Ostdeutschland. Eine amüsante, geistreiche und zum Nachdenken provozierende Momentaufnahme und Zeitreise. Die interessantesten, streitbarsten und unterschiedlichsten Querdenker im deutschsprachigen Kabarett sprechen direkt und unverblümt über ihre Kunst und ihre Kunstfiguren. Sie verraten, was sie antreibt und wer oder was sie zur satirischen Höchstform auflaufen lässt: Politiker, Provinzler, Kleinbürger, Großkopferte und nicht zuletzt sie selbst. Sie entlarven Zensur im neuen Gewand und reflektieren über die Schlagkraft einer Pointe.

Film von Josef Rödl, Deutschland 2010
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Neuester Eurokraten-Irrsinn, Intolerantes Toleranzpapier
Die EU will Kritik am Feminismus, Religionen, Politikern, etc. verbieten
http://www.heise.de/tp/news/Intoleran...
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Das Kartell der Staatsplünderer - Partei-Stiftungen als Selbstbedienungsladen
http://www.welt.de/politik/deutschlan...


mein Kommentar:
In einem Land, in welchem Bundestagspräsidenten (Philipp Jenninger), die beim Erzählen einer wahren Geschichte nicht dran denken, sich publikumswirksam die Haare zu raufen und sich den Kopf auf dem Rednerpult blutig zu schlagen, innerhalb weniger Tage von einem politisch korrekten Shitstorm aus dem Amt getrieben werden,  
in einem Land, in welchem Buchautoren (Eva Hermann) von einer pennenden Journalistin mißverstanden werden, 
was sie nicht gesagt haben widerrufen und sich dafür entschuldigen sollen, 
in sogenannten Talkshows öffentlich hingerichtet und vom höchsten Gericht für die Falschversteherin auch noch verantwortlich gemacht werden,
in einem Land, in welchem Bankvorstände (Thilo Sarrazin), wenn sie politisch Unkorrektes in Buchform niederlegen, dieses öffentlich auch noch zu wiederholen wagen, nicht breit diskutiert sondern gedrängt werden, ihr Amt niederzulegen;
in einem Land, in welchem Kritik als »Anti-ismus« desavouiert wird, sprießen Scheren in den Köpfen und breitet sich im Land eine alternativlose Grabesstille aus.

siehe:
- Die gleichgeschaltete Einheitspresse (Hadmud Danisch, Ansichten eines Informatikers, 28.01.2017)

Prof. Norbert Bolz über Thilo Sarrazin und linke Medien.mp4 {9:59}

Veröffentlicht am 03.11.2010
Norbert Bolz, Professor für Medientheorie Medienwissenschaft Medienberatung diskutiert u.a. mit Ulrike Draesner (Schriftstellerin) über Political Correctness, Peter Sloterdijk, Thilo Sarrazin, linke Medien, Intoleranz und direkter Demokratie.

siehe auch:
- Deutschlands Hypnotherapeutin Nr. 1 und das Herstellen von Alternativlosigkeit (Post, 18.01.2016)
- Deutschland hat Merkel verdient oder Wahlkampf im Pädophilie-Gulli (Post, 19.09.2013)