Sonntag, 27. Mai 2018

3 nach 9: Warum Marius Müller-Westernhagen seine »Echos« zurückgibt

Marius Müller-Westernhagen will nach den Antisemitismus-Schlagzeilen um den Musikpreis Echo alle seine Trophäen zurückgeben. Das kündigte der Musiker am Dienstag auf Facebook an. "Die Verherrlichung von Erfolg und Popularität um jeden Preis demotiviert die Kreativen und nimmt dem künstlerischen Anspruch die Luft zum Atmen. Eine neue Stufe der Verrohung ist erreicht", erklärte er. Zuvor hatte Bild.de berichtet.
Am vergangenen Donnerstag waren die Rapper Kollegah und Farid Bang für ihr Album "Jung, Brutal, Gutaussehend 3" ausgezeichnet worden. Es enthält Textzeilen wie "Mein Körper definierter als von Auschwitzinsassen" und "Mache wieder mal 'nen Holocaust, komm' an mit dem Molotow". Dass diese Musik beim Echo preiswürdig ist, hatte heftige Kritik und eine Debatte über Antisemitismus ausgelöst.
mehr:
- Antisemitismus-Skandal: Marius Müller-Westernhagen gibt alle sieben Echos zurück (SPON, 17.04.2018)

Marius Müller-Westernhagen über seinen ECHO-Verzicht nacht dem Kollegah-Skandal // 3nach9 {17:19}

Am 25.05.2018 veröffentlicht 
3nach9
"Provokation um der Provokation willen ist substanzlos und dumm", so äußerte sich Marius Müller Westernhagen zu den rappenden Preisträgern Kollegah und Farid Bang bei der diesjährigen ECHO-Verleihung und will alle seine Auszeichnungen zurückgeben, auch die aus dem vergangenen Jahr, als er die Trophäe für sein Lebenswerk erhielt. Seit Ende der 60er-Jahre ist der geborene Düsseldorfer auf musikalischen Bühnen zu Hause, im August geht er auf große Tournee und erzählt bei 3nach9, welche gesellschaftliche Verantwortung Künstler in unserem Land haben.

Unzensiertes Live-Video: Skandal auf dem ECHO 2018: CAMPINO sagt FARID BANG & KOLLEGAH die Meinung! {4:53}

Am 13.04.2018 veröffentlicht 
N-PARC Trittau
Wir haben geahnt dass da jetzt was spektakuläres von CAMPINO kommt - und haben mit dem Handy einfach mal draufgehalten.


Freitag, 25. Mai 2018

Künstliche Intelligenz und die Sprache: Worte von schauriger Kraft

Schon Wittgenstein machte darauf aufmerksam, wie Sprache unser Bild der Welt beeinflußt:
Man hört immer wieder die Bemerkung, daß die Philosophie keinen Fortschritt mache, daß die gleichen philosophischen Probleme, die schon die Griechen beschäftigten, uns noch beschäftigen. Die das aber sagen, verstehen nicht den Grund, warum es so sein muß.
Der ist aber, daß unsere Sprache sich gleich geblieben ist und uns immer wieder zu denselben Fragen verführt. Solange es ein Verbum «sein» geben wird, das zu funktionieren scheint wie «essen» und «trinken», solange es Adjektive «identisch», «wahr», «falsch», «möglich» geben wird, solange von einem Fluß der Zeit und von einer Ausdehnung des Raumes die Rede sein wird, usw., usw., solange werden die Menschen immer wieder an die gleichen rätselhaften Schwierigkeiten stoßen, und auf etwas starren, was keine Erklärung scheint wegheben zu können. [Ludwig Wittgenstein, Vermischte Bemerkungen: Aus dem Nachlaß (1950/51), Suhrkamp, Frankfurt/Main, 1977, S. 163]


Beispiel 1: Künstliche Intelligenz bei Autos und Rasenmähern

Fahren ohne Fahrer - Das selbstfahrende Auto und der Untergang der Autoindustrie {10:00}

Am 26.01.2017 veröffentlicht 
Wissenswert

- Rasenroboter-Test: Sechs von acht Geräten mähen gut (help.orf.at, 30.04.2018)


Die Philosophie ist ein Kampf gegen die Verhexung unseres Verstandes durch die Mittel unserer Sprache.
[Ludwig WittgensteinPhilosophische Untersuchungen 109 (1953, posthum)]
Was soll dieses Gelabere von selbstfahrenden Autos, wenn es schon solche Probleme bei autonomen Rasenmähmaschinen gibt!

Rasenroboter Test 2018: Zwei Mähroboter versagen im Sicherheitstest {3:55}

Am 24.04.2018 veröffentlicht 
Stiftung Warentest
8 Rasenroboter waren im Test – wir zeigen die Unterschiede der Mähroboter, wie wir getestet haben und welche beiden Geräte in der Sicherheitsprüfung versagt haben. Alle Testergebnisse der Rasenmähroboter unter ►►► http://www.test.de/rasenroboter ◄◄◄
Fünf Mähroboter im Test waren für Flächen bis 1 000 Quadrat­meter und drei Geräte für große Flächen über 1 000 Quadrat­meter. Preisspektrum: Zwischen 800 und 2 850 Euro. Im Test­feld sind Produkte so namhafter Hersteller wie Bosch, Gardena und Husqvarna. Doch obwohl sechs von acht Rasenmährobotern gut mähten, erreichte am Ende keiner eine bessere Note als Befriedigend. Denn bei allen Mährobotern im Test gibt es ein Unfall­risiko. Insbesondere spielende Kinder können von den Rasenmäher-Robotern verletzt werden. Bei zweien sind die Sicher­heits­bedenken so groß, dass die Stiftung Warentest die rote Karte zog.
Ein stehendes Kind erkannten alle Rasenmäher-Roboter. Bei krabbelnden Kindern hielten sechs ebenfalls recht­zeitig an. Zwei Modelle fuhren auf die Fußattrappe auf und hinterließen deutliche Schnitte an dem Kinder­schuh. Barfuß hätte das zu heftigen Verletzungen geführt. Vergleich­bare Unfälle mit selbst­fahrenden Rasenmähern hat es bereits gegeben. Wir bewerteten daher beide Mähroboter mit mangelhaft.
Jenseits aller Sicher­heits­bedenken: Der Rasen kann sich bei den meisten Robotern sehen lassen – auch an Stellen, an denen sie oft rangieren, etwa vor der Lade­station. Nur ein Rasenroboter schneidet unsauber. Folge: ausgefranste, bräunende Grasspitzen. Dasselbe Gerät schwächelt auch als Einziges bei zehn Zenti­meter hohem Rasen, den alle anderen Mähroboter im Test problemlos schaffen.
Folgende Mähroboter waren im Test (Ausgabe 5/2018):
Rasenroboter für Flächen bis 1000 Quadratmeter:
• Al-Ko Robolinho 110
• Ambrogio L60B+
• Bosch Indego 400 Connect
• Gardena smart Sileno 19060-60
• Robomow RC304u
Rasenroboter für Flächen größer als 1000 Quadratmeter
• Honda Miimo 310
• Husqvarna Automower 420
• Viking iMow MI 632C


Beispiel 2: Alexa, ein aufgemotztes ELIZA


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ELIZA ist ein 1966 von Joseph Weizenbaum entwickeltes Computerprogramm, das die Möglichkeiten der Kommunikation zwischen einem Menschen und einem Computer über natürliche Sprache aufzeigen sollte.
Den Namen ELIZA wählte Weizenbaum in Anlehnung an das Schauspiel Pygmalion von George Bernard Shaw.[1] Das Programm kann über Skripte verschiedene Gesprächspartner simulieren. Bekannt geworden ist es für die oberflächliche Simulation eines Psychotherapeuten, der die non-direktiven Methoden der klientenzentrierten Psychotherapie nach Carl Rogers verwendet.
Weizenbaum schrieb das Programm in MAD-SLIP für eine IBM 7094, die das Time-Sharing-System CTSS des Massachusetts Institute of Technology verwendete.
ELIZA kann als frühe Umsetzung des Turing-Tests gesehen werden. Diesen hätte es jedoch nicht bestanden, da ein Benutzer recht einfach herausfinden kann, dass er mit einer Maschine kommuniziert.
[ELIZA, Wikipedia, abgerufen am 25.05.2018]
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siehe dazu:
Ein Amazon-Echo hat das Gespräch eines Ehepaares ohne dessen Wissen aufgezeichnet und an einen Bekannten geschickt. Der Konzern nennt den Vorfall „höchst ungewöhnlich“.
[Alexa belauscht Ehepaar – und verschickt das Gespräch an einen Kollegen, FAZ, 25.05.2018]

Wie wär’s, wenn ich einem Zigarettenautomaten künstliche Intelligenz zuschriebe (natürlich ein Pleonasmus: KI IST schon eine Zuschreibung): 
Es ist doch toll, wenn ich auf einen Knopf drücke, und unten kommt die Marke raus, die ich wollte…

Die Ergebnisse der Philosophie sind die Entdeckung irgendeines schlichten Unsinns und die Beulen, die sich der Verstand beim Anrennen an die Grenze der Sprache geholt hat. Sie, die Beulen, lassen uns den Wert jener Entdeckung erkennen.
[Ludwig Wittgenstein, Philosophische Untersuchungen 119 (1953, posthum)]

Donnerstag, 24. Mai 2018

Die Skripals und das Giftgas: für unsere Qualitätsmedien nicht mehr interessant?

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Mit der Entlassung von Sergei Skripal aus dem Krankenhaus an einen unbekannten Ort entstehen neue Fragen
Der 66-jährige russische Ex- und Doppelagent Sergei Skripal hat sich offenbar von dem Anschlag vom 4. März erholt und ist gestern aus dem Krankenhaus entlassen worden. Bei seiner Tochter Julia war dies viel schneller erfolgt, sie wurde bereits am 9. April entlassen. Der Polizist Nick Bailey, der die beiden auf der Parkbank gefunden hatte, war auch im Krankenhaus behandelt, aber schnell wieder entlassen worden.

Die britische Regierung, die zu schnell und ohne Beweise von einem Nowitschok-Anschlag, der von Russland ausgegangen sein soll, gesprochen hat, will die beiden Skripals weiterhin von der Öffentlichkeit fernhalten. Die Polizei gab bekannt, die Ermittlungen des "Antiterror-Polizeinetzwerks" würden fortgesetzt. Aus Gründen des Schutzes der beiden Skripals wurde weder erklärt, wo sie sich aufhalten, noch welche Schutzmaßnahmen ergriffen wurden.
Bei Sergei Skripal teilte die Polizei schon gar nichts darüber mit, warum er es vorzieht, an einem geheimen Ort versteckt zu werden und jeden Kontakt mit der Öffentlichkeit zu vermeiden. Julia soll in einem von ihr angeblich verfassten Text, den die Polizei veröffentlichte, erklärt haben, sie wünsche keine Besuche, auch nicht von Verwandten oder von der russischen Botschaft.
Das kann man glauben oder nicht. Seltsam daran ist, dass die Polizei sicher lange und ausgiebig die beiden Skripals verhört hat, ohne dass die Untersuchung dadurch Fortschritte gemacht zu haben scheint. Es wurden nicht einmal neue vorläufige Ergebnisse bekannt.
Zunächst war erklärt worden, dass das Nervengift aus der Nowitschok-Gruppe - offiziell wurde nicht gesagt, um welches Gift es sich handelt, angeblich soll es A-234 gewesen sein - tödlich wirke, es sei das tödlichste Nervengift, das bislang entwickelt wurde. Es wurde von sowjetischen Wissenschaftlern in militärischen Geheimlabors erfunden, aber nach dem Ende des Kalten Kriegs durch Beteiligte schnell bekannt gemacht.
mehr:
- Warum überlebten die Skripals den Anschlag mit dem angeblich tödlichsten Nervengift Nowitschok? (Florian Rötzer, Telepolis, 19.05.2018)

Yakovenko: "What's happening in the UK?" {1:01}

Am 20.04.2018 veröffentlicht 
RT UK
"Why is no-one calling for this meeting?"
Alexander Yakovenko (diplomat)​ slams British journalists over the Skripal case as he asks "what's happening in the UK?"

siehe auch:
- Meinung: Der unglaubliche Fall Skripal wird immer rätselhafter - London schuldet Moskau eine Erklärung (Robert Bridge, RTDeutsch, 22.05.2018)

Nachrichtensprecher rastet aus und sagt die WAHRHEIT! (Mit deutschen Untertiteln) {1:59}

Am 09.05.2016 veröffentlicht 
Christian Meyer-Pedersen
Keine Untertitel sichtbar? Die Übersetzung findet ihr am Ende dieses Textes.
Dieser britische Nachrichtensprecher, der sich Jonathan Pie nennt, ist eigentlich gar keiner, sondern Satiriker Tom Walker, der auf seinem Youtube-Kanal https://www.youtube.com/user/tomwalke... kein Blatt vor den Mund nimmt, wenn es um die wahren Hintergründe der Nachrichten geht, die uns täglich präsentiert werden. Wer in England unterwegs ist und Jonahtan Pie live sehen möchte findet hier die aktuellen Termine: http://www.jonathanpie.com/
Da die Untertitel bei einigen nicht funktionieren, habe ich hier das Transkript noch mal in deutsch angehängt:
… Ein militärisches Eingreifen des Vereinigten Königreiches ist unwahrscheinlich …
Warum machen wir das draußen? …
Nun, weil es kalt ist und es fängt zu regnen an und wir können das genau so gut im Studio machen. Ich fragte mich gerade warum …
Ja, Sie haben leicht Reden in Ihrem Elfenbeinturm. Ich frage mich nur …
Ach ja? Ach wirklich? Okay. Habt ihr gehört, was er gerade gesagt hat? Also er sagte: „Warum machst du nicht ein einziges Mal in deinem Leben die verdammten Nachrichten?!“ Okay, nein nein nein. Nein, ich mache jetzt … Nein. Hier sind die verdammten Nachrichten!
Ex-Werber, Fernseh- und PR-Mann, Alt-Etonier und gelegentlicher Schweinepriester David Cameron möchte gern Syrien bombardieren. Dummerweise war Russland zuerst da und Amerika macht es schon seit Ewigkeiten. Er möchte Syrien bombardieren, um den Fluss von Flüchtlingen zu stoppen, die vor den Bomben fliehen.
Er hofft außerdem, dass sich dadurch dem wachsenden Einfluss des islamischen Extremismus Einhalt gebieten lässt. Die Bombardierung Syriens zerstört natürlich die einzige verbliebene multikulturelle Gesellschaft in der Region, und öffnet sie somit dem wachsenden Einfluss des islamischen Extremismus.
Syrien zu bombardieren ist daher vollkommen SCHWACHSINNIG!
Zu den anderen Nachrichten … nein. … Nein nein nein, ich mach’ die … Nein! ich mach’ die verdammten Nachrichten!
Zu den anderen Nachrichten: Muslime sind schlecht. China ist schlecht, aber nicht so schlecht, wie früher. Und Russland ist immer schlecht. Atomwaffen sind gut. Und zu sagen, man sollte auf den Einsatz von Atomwaffen verzichten, ist schlecht.
Zur Wirtschaft: Schulden sind gut. Korrupte Banken sind schlecht, aber nicht schlecht genug, dass wir etwas dagegen unternehmen müssten. Und Armut im Vereinigten Königreich ist reine Einbildung.
Zum Wohnungsmarkt: Jeremy Corbyns Pläne, erschwingliche Wohnungen zu bauen und Sozialwohnungen für die ärmsten Menschen unserer Gesellschaft zu schaffen, ist eine fürchterliche Idee. Das sagt zumindest Multimillionär, Immobilienmagnat und komplettes Arschloch Sir Alan Sugar.
Zur Umwelt: Da gibt es nichts, worüber wir uns Sorgen machen müssten. Also konsumieren Sie einfach weiter, wie gewohnt.
Und zu guter Letzt – Unterhaltung: Matt Damons intelligente und sprachgewandte Betrachtungen über Sexualität in Hollywood, die uns zeigen, das er ein absolut homophober Idiot ist
Mein Name ist Jonathan Pie und das waren die VERDAMMTEN NACHRICHTEN!
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Was haben wir vom Untergang der Titanic gelernt? - Georg Schramm über "verschollene Zivilisationen" {2:31}

Am 16.05.2018 veröffentlicht 
MrMarxismo
"Verschollene Zivilisationen" - Was haben wir vom Untergang der Titanic gelernt? - Georg Schramm
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Literaturnobelpreis: Die Selbstzerfleischung einer Elite-Truppe

Mit der Absage des diesjährigen Nobelpreises sollte das Komitee eigentlich beginnen, sich neu zu ordnen. Aber im edelsten Gremium des Literaturbetriebs toben die bösen Geister.

Mehr als zwei Wochen währte die Pause im fortlaufenden Skandal um die Schwedische Akademie: Der Literaturnobelpreis für das Jahr 2018 war abgesagt, die Zeit zur Neuordnung schien gekommen. Doch nun toben sie wieder, die bösen Geister im edelsten Gremium, das es innerhalb des literarischen Betriebs gibt.
Am Dienstagabend veröffentlichten drei Mitglieder der Akademie, die im Laufe des Skandals ihre Funktionen vorläufig aufgegeben hatten, aber nicht formell ausgeschieden waren, einen Brief an die Rest-Akademie: Sie könnten sich eine Rückkehr vorstellen, um die Institution zu retten, doch nur unter der Bedingung, dass eines der im Amt verbliebenen Mitglieder, nämlich der Literaturkritiker Horace Engdahl, seinen Sitz in der Akademie aufgebe. Dieser antwortete postwendend: Die Hobbys der ausgeschiedenen Mitglieder interessierten nicht. Er sei auf Lebenszeit zum Mitglied der Akademie bestimmt, und er gedenke, es bis zu seinem Tod zu bleiben.
mehr:
- Literaturnobelpreis: Die Schwedische Akademie zerfleischt sich weiter (Thomas Steinfeld, Süddeutsche Zeitung, 23.05.2018)

siehe auch:
- Nobelpreis posthum (Tom Appletom, Telepolis, 20.05.2018)

Nord Stream 2: Im Würgegriff Russlands oder in der Fracking-Traufe?

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Vorabdruck. Mit dem Bau der Pipeline »Nord Stream 2« will die Bundesrepublik zum Verteilerzentrum für Erdgas werden. Das missfällt einigen EU-Mitgliedern und den USA, die Russland außen vor lassen wollen

In diesen Tagen erscheint beim Kölner Papy-Rossa-Verlag das Buch »Die deutsch-russischen Energiebeziehungen« von Franziska Lindner. Wir dokumentieren im folgenden ein leicht bearbeitetes und gekürztes Kapitel über die »Nord Stream 2«-Pipeline und den Widerstand dagegen. Wir danken der Autorin und dem Verlag für die freundliche Genehmigung zum Vorabdruck. (jW)
Im September 2015, also mehr als ein Jahr nach der Verhängung der sektoralen Wirtschaftssanktionen durch die EU gegenüber Russland, wurde zum Ausbau der Ostseepipeline die Projektgesellschaft Nord Stream 2 AG gegründet. Das löste bei den Staaten, die bereits der Leitung »Nord Stream 1« kritisch gegenüberstanden, ein unangenehmes Déjà-vu aus. Zwei weitere Stränge sollen noch im Jahr 2018 begonnen werden und voraussichtlich Ende 2019 in Betrieb gehen, was einer Verdoppelung der Transportkapazität für russisches Erdgas direkt nach Deutschland gleichkäme. Allen voran die Ukraine, Polen und die baltischen Staaten fürchten neben ihrem Bedeutungsverlust als Transitländer und der Verschlechterung ihrer Versorgungssicherheit eine neue deutsch-russische Kooperation, die sich zu ihrem Schaden auf außenpolitische Fragen ausweiten könnte.
mehr:
- Voller Energie (Franziska Lindner, junge Welt, 24.05.2018)
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siehe auch:
- Nord Stream: Explosives Erdgas (Wolfgang Pomrehn, Telepolis, 23.05.2018)
ARTE | Mit offenen Karten - "Die Energieversorgung der EU." Teil 2/2. {11:42}
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" Das Ende der Kohle?" - Mit offenen Karten | ARTE {12:16}
Am 28.10.2017 veröffentlicht 
der Wolpertinger.
Heute setzen die Volkswirtschaften vor allem auf erneuerbare Energien, Erdöl und Erdgas. Doch auch Kohle spielt im weltweiten Energiemix weiter eine wichtige Rolle. Ihr Einsatz geht allerdings zulasten der Umwelt. Immerhin entfällt die Hälfte aller CO2-Emissionen der Energiebranche auf Kohle. Warum ist ihr Ende dennoch nicht abzusehen?
Beitragslänge: 12.17 Minuten
Erstausstrahlung: Oktober 2017
PINS zur Sendung: https://www.pinterest.de/theWolpertin...
Video in französischer Sprache: https://youtu.be/6ef8pTq7Rgg
Bücher/Lektüre zum Thema: https://www.amazon.de/s/ref=nb_sb_nos...
Aktuelle Nachrichten zum Thema: https://news.google.com/news/?ned=de&...
Spielfilme zum Thema:
Der lange Abschied von der Kohle - https://vimeo.com/235012646
Das Wunder von Lengede - https://www.youtube.com/watch?v=X0N4Q...
69 Tage Hoffnung - https://www.youtube.com/watch?v=MdKhr...
Quelle: https://www.arte.tv/de/videos/RC-0140...

ARTE | Mit offenen Karten - "Die Energieversorgung der EU." Teil 2/2. {11:42}
Am 11.04.2017 veröffentlicht 
der Wolpertinger.
Russland ist das wichtigste Lieferland, sowohl für Erdöl als auch für Erdgas. Danach kommt Norwegen das etwa ein Viertel der benötigten Erdöl- und Erdgasmenge liefert. Aus Algerien stammen etwa 11 %. Hinzu kommen Länder mit einem geringeren Anteil, wie z. B. Katar und Libyen. Aus diesen fünf Ländern – Russland, Norwegen, Algerien, Katar und Libyen – stammen 68,8 % der Erdölimporte und 72,6 % der Erdgasimporte.
Die Länder der Europäischen Union verfügen nur über wenig fossile Energierohstoffe und müssen mehr als die Hälfte ihres Energiebedarfs durch Importe decken. MIT OFFENEN KARTEN untersucht die Energiesituation der EU, die Ursachen und Folgen ihrer Importabhängigkeit und die möglichen Alternativen.
Beitragslänge:
Erstausstrahlung:
arte.de
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" Das Schwarze Meer: Geopolitik der Pipelines." Teil 2/2. - Mit offenen Karten | ARTE {9:17}

Am 17.04.2017 veröffentlicht 
der Wolpertinger.
An das Schwarze Meer grenzen die Türkei, Bulgarien, Rumänien, die Ukraine, Russland und Georgien. Es ist fast ein Binnenmeer und mit dem Mittelmeer nur durch die türkischen Meerengen Bosporus und Dardanellen verbunden. Seine Lage zwischen Südosteuropa, Südrussland und dem Kaukasus macht es zu einer Drehscheibe für den Transport von Erdöl und Erdgas.
Nach dem Zerfall der Sowjetunion wollten sich deren Nachfolgerepubliken aus der Abhängigkeit von Russland lösen. Das galt insbesondere für Aserbaidschan und in geringerem Maße für Kasachstan. Beide Staaten fördern Erdöl und Erdgas, vor allem im Kaspischen Meer, und suchen nach neuen Exportwegen für ihre Rohstoffe.Das ist wiederum von Interesse für die europäischen Staaten, die ihre Bezugsquellen diversifizieren wollen, um bei der Einfuhr von Erdöl und Erdgas nicht zu sehr von Russland abhängig zu sein. Und da das Kaspische Meer ein Binnenmeer ist, erscheint die Schwarzmeerregion als besonders geeignet, um die wertvollen Rohstoffe in die wichtigsten Verbraucherländer in Europa und Amerika zu exportieren.
1999 wurde eine Öl-Pipeline zwischen Baku und der georgischen Hafenstadt Supsa in Betrieb genommen. Sie war die erste, die Russland umging, wurde von amerikanischen Mineralölfirmen verlegt und war eine direkte Konkurrenz für die russische Leitung Baku-Grosny-Noworossijsk.Ergänzt wird sie inzwischen durch die Baku-Tiflis-Ceyhan-Pipeline, kurz BTC genannt, die durch die Türkei verläuft und ebenfalls Russland umgeht. Auch sie wurde von einem Konsortium unter Führung von amerikanischen Firmen gebaut und ist seit 2005 in Betrieb.
Die amerikanischen Interessen sind energiewirtschaftlicher und strategischer Art. Die USA möchten den Einfluss Russlands in der Region zurückdrängen und stützen sich dabei auf die Ukraine und auf Georgien. Und 2004 setzten die USA durch, dass Rumänien und Bulgarien in die NATO aufgenommen wurden.
Die Europäische Union grenzt ans Schwarze Meer, seit ihr Rumänien und Bulgarien 2007 beigetreten sind.In Brüssel setzt man sich für den Bau einer Erdgas-Pipeline von der Türkei bis nach Österreich ein. Sie soll durch Bulgarien, Rumänien und Ungarn verlaufen und Europa von 2015 an direkt mit Erdgas vom Kaspischen Meer versorgen. Durch diese "Nabucco" genannte Erdgasleitung könnte auch iranisches Gas strömen, was aber aufgrund des amerikanischen Drucks nicht sicher ist. Deshalb stellt sich die Frage, ob sich der Bau der Pipeline überhaupt lohnt, wenn sie weder russisches noch iranisches Gas transportieren wird.
Ein zweites von der EU unterstütztes Projekt ist eine Öl-Pipeline vom rumänischen Constanta ins italienische Triest. Dadurch soll Erdöl vom Kaspischen Meer nach Westeuropa gelangen. Es würde zunächst mit Tankern vom Ostufer des Schwarzen Meeres zu der 1300 km langen Pipeline transportiert werden. Das hätte mehrere Vorteile:
- Es handelt sich um die kürzeste Strecke vom Kaspischen Meer nach Mittel- und Westeuropa. Außerdem werden die überlasteten türkischen Meerengen umgangen.
- In Triest könnte die Leitung an die Transalpine Ölleitung angeschlossen werden, durch die Österreich und Deutschland versorgt werden.
- Und die energiewirtschaftliche Abhängigkeit von Russland könnte vermindert werden.Rumänien, Serbien und Kroatien unterschrieben im April 2008, aber bisher weder Slowenien noch Italien. Und die Teilnahme Italiens ist aufgrund seiner geografischen Lage für das Projekt unumgänglich. Das Schwarze Meer ist für Russland, die EU und die USA sowohl von strategischer als auch von energiepolitischer Bedeutung. Die Kontrolle über den Transport von Erdöl und Erdgas in der Region ist hart umkämpft, wie erst im Sommer 2008 wieder durch den russisch-georgischen Krieg deutlich wurde. Beitragslänge: 9.15 Minuten Erstausstrahlung: Oktober 2008 Video in französischer Sprache: https://youtu.be/J2qZwlufb68 Aktuelle Nachrichten/News zum Thema: https://news.google.com/news/search/s... Literatur: http://ddc.arte.tv/zur-das-thema/das-... Spielfilme zum Thema: Black Sea - https://www.youtube.com/watch?v=HDFiw... Tristia - Eine Schwarzmeer Oyssee - https://youtu.be/TRb8TcGxx90 Yangin Var - https://www.youtube.com/watch?v=HvfoH... Blauer Ozean - https://www.youtube.com/watch?v=0fSw0... Original DVD/VOD in der ARTE Boutique: http://boutique.arte.tv/f2765-dessous... Quelle: ddc.arte.tv/de
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Mit offenen Karten 10.02.2018 | Wer verteidigt Europa? {14:14}

Am 10.02.2018 veröffentlicht 
Kartensammlung
✔️ Sendung: Arte - Mit offenen Karten (HD)
✔️ Titel: Wer verteidigt Europa?
✔️ Erstausstrahlung: 10.02.2018
✔️ Kurzbeschreibung: 67 Jahre gab es keinen Krieg unter den Mitgliedsstaaten der EU, aber neue internationale Konflikte, die Flüchtlingskrise, Terrorismus und Cyberkriege bedrohen diese Stabilität. Daher kam 2017 wieder die Diskussion über eine eigenständige europäische Verteidigungspolitik auf. Aber geht das überhaupt ohne Nato und USA? Angesichts all der Kriege in Libyen, Syrien, Mali und der Ukraine stellt sich die Frage, ob die EU mit ihren 512 Millionen Einwohnern auf ewig ein Hafen des Friedens bleiben kann. 67 Jahre gab es keinen Krieg unter den Mitgliedsstaaten, aber neue internationale Konflikte, die Flüchtlingskrise, Terrorismus und Cyberkriege bedrohen diese Stabilität. Daher kam 2017 wieder die Diskussion über eine eigenständige europäische Verteidigungspolitik auf. Aber geht das überhaupt ohne Nato und USA?
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Rohingya: ein Beispiel, wie sich die Islamisten die Schwarz-Weiß-Malerei des Westens zunutze machen

Unter den mindestens 53 mit Messern, Spaten und Eisenstangen ermordeten Opfern waren zehn Frauen und 23 Kinder - 14 davon jünger als acht Jahre


In der birmanischen Provinz Rakhine griff die islamistische Arakan Rohingya Salvation Army (ARSA) am 25. August 2017 30 Polizeiposten und Armeestützpunkte an. Die in den Wochen darauf folgenden kriegerischen Auseinandersetzungen veranlassten einen großen Teil der Bevölkerung, das Konfliktgebiet zu verlassen: Ethnische Birmanen (Bamar) flohen ins Landesinnere, moslemische Bengalischsprecher, für die sich in den 1990er Jahren in westlichen Medien der Name "Rohingya" etablierte, eher über die Grenze nach Bangladesch - in das Gebiet, aus dem ihre Vorfahren während der britischen Kolonialzeit einwanderten.

In vielen westlichen Medien werden diese Ereignisse sehr verkürzt dargestellt: Rohingya waren dort eine verfolgte Minderheit, Bamar deren Verfolger (vgl. Wird Rakhine der neue Kosovo? und Aung San Suu Kyi kritisiert "Fake News" über Konflikt in Rakhine). Dabei fiel unter den Tisch, dass die ARSA (die früher "Harakah al-Yakin" hieß - also "Glaubensbewegung"), den Erkenntnissen der International Crisis Group (ICG) nach enge Verbindungen zu pakistanischen und saudischen Islamisten hatte.

Zwangskonvertierte Frauen sollten behaupten, die Täter seien Buddhisten gewesen


Am 24. September meldete die birmanische Armee die Entdeckung eines Massengrabes mit den Leichen von 20 Erwachsenen und acht Kindern (vgl. Birma: UN-Beobachter und ein Massengrab). Am Tag darauf fand man 17 weitere verscharrte Tote. Die Getöteten waren nach Angaben der Streitkräfte Hindus, die "auf grausame Weise" von islamistischen Kämpfern der ARSA getötet wurden.
mehr:
- Amnesty-Bericht bestätigt Rohingya-Massaker an Hindus in Birma (Peter Mühlbauer, Telepolis, 24.05.2018)

siehe auch:

Mittwoch, 23. Mai 2018

Regime-Change: It’s the oil, stupid!

Der Kampf um Ressourcen ist mittlerweile die zweithäufigste Konfliktursache. Auch der Einsatz von Gewalt nahm bei diesem Konflikttyp stetig zu. Die Ursachen sind meist vielschichtig und liegen oft primär in politischen Problemen und Auseinandersetzungen. 

mms der Vereinten Nationen Ressourcenknappheit wird als eines der größten strukturelle Risiken für Konflikte im 21. Jahrhundert diskutiert.[1] Unter Ressourcen fallen z.B. Gesteine, Salze, fossile Brennstoffe, Mineralien, Metalle, Böden, Wälder, Wasser, Wind oder Sonnenenergie.[2] Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen stellte bereits 2009 fest, dass es ein "signifikantes Potenzial für die Verschärfung von Konflikten um natürliche Ressourcen in den nächsten Dekaden" gibt.[3] Anlässlich des Internationalen Tages für die Verhütung der Ausbeutung der Umwelt in Kriegen und bewaffneten Konflikten am 6. November 2017 betonte der UN-Generalsekretär, dass die Umwelt selbst oft "Opfer" von Kriegen werde und deshalb der Schutz natürlicher Ressourcen zentral für Frieden und nachhaltige Entwicklung sei.[4] 



Ressourcenknappheit und Ressourcenreichtum – beides ist ein Konfliktrisiko

Die Konkurrenz um Ressourcen ist ein wichtiger Faktor im internationalen Konfliktgeschehen. Zugleich zeichnen die statistischen Fakten – im Widerspruch zu manchem Katastrophenszenario – ein differenzierteres Bild: Laut Heidelberger Konfliktbarometer spielte 2017 das Thema Ressourcen in 97 von insgesamt 385 Konflikten niedriger bis hoher Intensität eine Rolle[5]. Die Bedeutung von Ressourcen als Konfliktgegenstand hat in den letzten Jahren zugenommen. Sie rangieren heute nach sogenannten Regime-Konflikten, in denen es um die Veränderung des politischen Systems geht, auf Platz zwei. Zudem werden Ressourcenkonflikte immer gewalttätiger ausgetragen. So nahm der sporadische oder massive Einsatz von Gewalt in den letzten Jahren stetig zu (2000: ca. 30%, 2010: 44%, 2017: 65% in). Ressourcen spielten 2017 in 17 von insgesamt 36 Gewaltkonflikten mit hoher Intensität eine entscheidende Rolle – darunter der Kampf um Drogen in Mexiko, um Ackerland in Nigeria oder um wertvolle Bodenschätze in der DR Kongo. 

Der Großteil der vom Heidelberger Konfliktbarometer verzeichneten Ressourcenkonflikte (80%) ist innerstaatlicher Natur. Dabei kann sowohl ein Mangel als auch ein Überfluss an Ressourcen eine konfliktauslösende bzw. eskalierende Wirkung entfalten. Beispielsweise ging es bei den Hungerunruhen 2010 in Haiti vor allem um knappe Nahrungsmittel, während etwa das erneute Aufflammen von Gewalt im Südsudan 2013 eng mit dem Kampf um politische Vorherrschaft und der Kontrolle über die reichen Ölreserven verbunden ist. 

Dagegen spielten nur in 17 von 65 zwischenstaatlichen Konflikten Ressourcen eine zentrale Rolle. Dabei ging es meist um die Verteilung knapper Ressourcen, wie etwa fossile Brennstoffe oder Wasser. Beispielhaft sei an dieser Stelle auf große Dammprojekte verwiesen, wie etwa Indiens Ankündigung eines neuen Staudamms am Chanab-Fluss, der auch durch Pakistan fließt, oder der in Äthiopien entstehende Renaissance-Staudamm am Blauen Nil, der auch den Sudan und Ägypten mit Wasser versorgt. Knappheit und Reichtum sind eng miteinander verknüpft, denn je stärker ein Rohstoff international nachgefragt wird, desto höhere Rendite können die Konfliktparteien auf nationaler Ebene realisieren. 

Eine differenzierte Analyse zeigt, dass Ressourcen allein nur selten für die Entstehung oder Eskalation gewaltsamer Konflikte ausschlaggebend sind. So hatten von den 2017 gezählten 97 Ressourcenkonflikten lediglich sechs die Auseinandersetzung um Ressourcen als einzigen Gegenstand bzw. Ursache. Bei allen anderen Konflikten ging es primär um etwas anderes – etwa um regionale Vorherrschaft oder Territorien. Die sechs "reinen" Ressourcenkonflikte waren zudem von weitaus geringerer Intensität als andere Auseinandersetzungen (zwei Konflikte gänzlich ohne Gewalt, vier gewalttätige Krisen und keinerlei Kriege). Offensichtlich – und dies ist die wichtigste Erkenntnis aus den statistischen Daten – sind Ressourcenknappheit bzw. Ressourcenreichtum allein in den seltensten Fällen Ursache für Konflikte. Um die komplexen Konfliktdynamiken besser verstehen zu können, lohnt ein detaillierter Blick auf die wichtigsten theoretischen Erklärungsansätze.

mehr:
- Ressourcenkonflikte (Solveigh Richter, Bundeszentrale für politische Bildung, 17.05.2018)

Jochen Scholz über geopolitische Ursachen des Krieges in Syrien {8:47}

Am 29.10.2016 veröffentlicht 
RT Deutsch
Jochen Scholz, ehemaliger Referent im Verteidigungsministerium, äußert sich im Gespräch mit RT Deutsch-Reporter Stefan Dyck zu den Ursachen des Syrien-Kriegs. Das Gespräch fand am Rande des Kongresses „Brandherd Syrien“ bei Kassel statt.
Mehr auf unserer Webseite: https://deutsch.rt.com/

" Das Erdölfördermaximum." Der Peak-Oil. - Mit offenen Karten | ARTE {12:15}

Am 08.04.2017 veröffentlicht 
der Wolpertinger.
Erdöl ist bekanntlich ein fossiler Energieträger. Das geförderte Erdöl wächst nicht nach, wird also irgendwann zur Neige gehen. Und daraus ergibt sich natürlich die Frage, wann es soweit sein wird. Wann wird das Ölfördermaximum erreicht sein und die Produktion zurückgehen?
In den kommenden 20 Jahren wird der Energiebedarf ständig zunehmen, vor allem in den Schwellenländern. Und vom durchschnittlichen Wirtschaftswachstum wird abhängen, wann das Ölfördermaximum erreicht sein wird.
Der unausweichliche Anstieg des Ölpreises wird zur Erschließung von Vorkommen führen, die bisher als unwirtschaftlich galten. Die erwiesenen und die möglichen Ölreserven der Arktis lagern im Wesentlichen unter dem Meeresgrund vor der Küste Russlands und westlich von Grönland. Die geschätzten Vorkommen sind riesig, aber die Angaben sind widersprüchlich und unzuverlässig.
Da sich fossile Energieträger nicht erneuern, wird es irgendwann ein globales Ölfördermaximum geben. Dann wird die Menge an förderbarem Erdöl ihren höchsten Stand erreicht haben. Da die Erdölreserven von großer wirtschaftlicher und geopolitischer Bedeutung sind, werden sie oft zu hoch eingeschätzt. MIT OFFENEN KARTEN erläutert die zum Teil heftigen Diskussionen darüber, wann es so weit sein wird.
Beitragslänge: 12.16 Minuten
Erstausstrahlung: November 2010
Video in französischer Sprache:
Aktuelle Nachrichten /News zum Thema: https://news.google.com/news/search/s...
Map der weltweiten Ölreserven nach Ländern: https://www.eia.gov/beta/internationa...
Spielfilme zum Thema:
Die vierte Revolution - https://www.youtube.com/watch?v=U8MwY...
Literaturnachweis: http://ddc.arte.tv/zur-das-thema/das-...
Original DVD/VOD in der ARTE Boutique:
Quelle: ddc.arte.tv/de

PEAK OIL deutsch Ölfördermaximum {17:24}

Am 20.08.2014 veröffentlicht 
Nature23
Erdöl

siehe auch:
- Der "Meister Schlag" der USA gegen Venezuela (Stella Calloni, Voltaire.net, 14.05.2018)
- Kriegsreporter im Jemen: “Es ist schwer neutral zu bleiben” (Al Sharmani-Armani, European Journalism Observatory, 04.05.2018)
- Der Krieg um die Vorherrschaft im Nahen Osten (Angelika Gutsche, Freitag-Community, 20.04.2018)
- Ressourcenkriege (Johannes Heinle, Sapereaude, 2018?)
- Gier nach Öl: Daniele Ganser zum Syrien-Krieg der NATO (Gero R. Rüger, NeoPresse, 27.07.2017)
- Der Angriff von Bush und Blair auf den Irak 2003 (aus: Daniele Ganser, Illegale Kriege: Wie die NATO-Länder die UNO sabotieren. Eine Chronik von Kuba bis Syrien, Orell Füssli Verlag, Zürich, 8. Auflage, 2017)
- Der Irakkrieg, das Öl und die Glaubwürdigkeit des Westens (Paul Schreyer, NachDenkSeiten, 19.07.2016)
Wesley Clark: „Es gab einen Putsch“ und „Wir werden 7 Regierungen stürzen“ (Post, 12.04.2015)

Freitag, 18. Mai 2018

Krieg unter ziemlich besten Freunden: Gaddafi, Sarkozy und die Zerstörung Libyens

Korruption auf Regierungsebene, ein auf Lügen basierender Krieg und die Abgründe der Machtelite: Die Verhaftung eines dubiosen französischen Geschäftsmannes öffnet den Blick auf die skandalöse Vorgeschichte der Verwüstung Libyens.

Im Januar 2018 wird ein enger Vertrauter und Freund des früheren französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy auf Antrag der französischen Justiz in London verhaftet. Mit der Verhaftung des Geschäftsmannes Alexandre Djouhri holt Sarkozy, neben vielen anderen Untersuchungen, auch seine Vergangenheit auf dem libyschen Kriegsschauplatz ein. 
Zugleich bietet sich der Welt ein Bild der real existierenden Politik Europas, das so gar nicht dem Narrativ entspricht, welches den Wählern in jeder Tagesschau allabendlich präsentiert wird. Routinierte Journalisten und Talkshow-Politiker tun das, was die französische Justiz und Medien wie Mediapart [1] Le Monde oder Libération seit Jahren recherchiert haben, gerne als Verschwörungstheorie ab (dieser Begriff erspart eine Menge an Recherchen). 
Tatsächlich aber ist es der Blick in einen Abgrund, dessen Konturen seit Anfang des Jahres 2018 immer klarer hervortreten. Es ist auch ein Fallbeispiel dafür, wie mörderische und völkerrechtswidrige Kriege auch heute noch auch bei uns mit Propaganda-Kampagnen als notwendige Kriege, ja als humanitäre Interventionen verkauft werden. [2]
mehr:

Nowitschok – »Nur Russland«?

Am Montag wurde der Leiter des tschechischen militärischen Forschungsinstituts in Brno gefeuert – auf Anweisung der Verteidigungsministerin Karla Šlechtová höchstpersönlich. Der entlassene Bohuslav Šafář hatte zuvor ausgesagt, dass das tschechische Militär in geringen Mengen Nowitschok herstellte und damit die Erklärungdes tschechischen Präsidenten Milos Zeman bestätigt. Gestern meldete dann auch noch das Investigativteam der Süddeutschen, dass auch der BND in den 90-ern im Besitz von Nowitschok war. Diese jüngsten Entwicklungen im Fall Skripal – der zum folgenreichsten Zerwürfnis zwischen dem Westen und Russland seit den Ereignissen auf der Krim 2014 eskalierte – illustrieren exemplarisch, dass die zentrale Frage nach der Herkunft des Nowitschok bis heute ungeklärt ist.
mehr:
- Ich selbst könnte Nowitschok herstellen (Jakob Reimann, NachDenkSeiten, 17.05.2018)

Montag, 14. Mai 2018

Hoffnung erweckt… die Preise winken oder: Erst wird geleistet, dann vergeben!

Heutzutage bekommen die Leute schon Preise, wenn sie nur Hoffnungen geweckt haben. Wenn wir schon beim Entwerten unserer sogenannten westlichen Werte sind, dann machen wir doch mit unseren Preisen gleich weiter!

2011 hatte Ikea (»schraubst Du noch?«) angekündigt, bis 2016 die Haltungsbedingungen ihrer Hühner, deren totes Fleisch später zu Dumpingpreisen an Möbelhaus-Durchhechler verfüttert werden sollte, zu verbessern (mehr Platz, Beschäftigungsmöglichkeiten usw. )!

Prompt bekam der schwedische Möbelgigant von der Organisation »Compassion in World Farming« (CIWF, ich drücke mal die Daumen, daß das nicht nur eine Ein-Mann-Organisation ist!) einen Preis: »Good Chicken Award«. 

Die fröhlich-grün winkenden CIWF-Fähnchen (»Wir sind die Guten«) auf den Ikea-Hühnerfleisch-Billigspeisen (»gut« muß ja nicht teuer sein), mit denen sich die gehetzten Ikea-Schnäppchenjäger außer den notwendigen Kalorien quasi im Vorbeigehen noch ein gutes Gewissen einverleiben konnten, verliehen den Massenkantinen in den darauffolgenden Jahren ein beseeligendes Bio-Flair – bis denn die Albert-Schweitzer-Stiftung für unsere Mitwelt 33.000 Leute in Gang setzte, die in einer Online-Petition die Umsetzung der 2011 gegebenen Versprechen einforderte.

Das schwedische Möbelhaus gab nach fünf Jahren Billig-Werbung den Preis zurück, und die Tierschützer waren enttäuscht.
siehe:
- IKEA gibt Tierschutzpreis zurück (yumda, 18.12.2017)

Wobei der Arbeitsaufwand für das Preis-Vergeben natürlich  sehr viel geringer ist als Versprechen-Einfordern – diese Öko-Alternativen sollten sich endlich mal ans Energie-Sparen machen!!

Ähnlich naiv zeigte sich das Nobelpreis-Komitee welches 2009 den Friedensnobelpreis an Barack Obama verlieh (Begründung: »für seine außergewöhnlichen Bemühungen, die internationale Diplomatie und die Zusammenarbeit zwischen den Völkern zu stärken« – was immer das konkret heißen soll, Quelle: Wikipedia, abgerufen am 14.05.2018)

Why Palestinians Throw Rocks {0:35}

Am 12.12.2006 veröffentlicht 
guiltybill
I think it's a safety issue.

Angeregt von Obamas Friedensnobelpreis trainierten dann ab 2012 unter Anleitung eines ehemaligen britischen Offiziers einige hundert syrische Aktivisten (von Anfang an von der britischen Regierung finanziell unterstützt)
1. das Aufsetzen weißer Helme (wahrscheinlich von den Briten gesponsert) und
2. auf Anruf entweder ein gehetztes Gesicht zu machen, medizinische Scheintätigkeiten auszuführen oder demokratisch in die Kamera zu lächeln, 
3. ohne daß ihnen dabei die Helme runterfallen.

Syrian Rebel Fail Compilation {3:09}

Am 29.06.2015 veröffentlicht 
WarLeaks
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Die Weißbehelmten wurden ab 2013 dann auch von der begeisterten westlich-saudi-arabischen Wertegemeinschaft mit im Schnitt etwa 30 Millionen US-Dollar  pro Jahr unterstützt.
Als sie ihre Aufgaben bis 2016 soweit gelernt hatten, daß sich Zuschauer nicht mehr totlachten, kriegten sie den alternativen Nobelpreis (Right Livelihood Award) – ein phantastisches Werbe-Element (genauso wie der »Good Chicken Award« für Ikea)

Im Gegensatz zu Ikea haben meines Wissens weder Obama noch die Weißhelme ihre Preise bisher zurückgegeben (wozu auch, für Politiker und Propaganda-Organisationen gelten bekanntermaßen andere Regeln als für kapitalistische Wirtschaftsunternehmen).

Für künftige Preisverleihungen empfehle ich 
- die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte 
- die UOSSM (organisations de secours et soins médicaux, auf der französischen Wikipedia habe ich seltsamerweise nix gefunden; hochprofessionelle Internetpräsenz des deutschen Ablegers: www.uossm-germany.de) und
die Syrian American Medical Society Foundation (SAMS) 
Meine Recherchen deuten unzweifelhaft und mit hoher Evidenz darauf hin, daß jede Beschäftigung mit diesen Gruppierungen zu einer Riesenblamage führt!

Vor wenigen Tagen hat Emmanuel Macron den Karlspreis verliehen bekommen.
Der Spiegel weiß auch schon, warum:
- Auszeichnung für Macron Die Preisfrage (Georg Blume, SPON, 10.05.2018)

Das konnte nicht einmal mehr Martin Sonneborn verhindern, der in einem Satz seiner kurzen Rede vor dem EU-Parlament versuchte, dem französischen Staatspräsidenten eine Information in Sachen »westliche Werte« zu verpassen. Bis auf den Ausrutscher im letzten Satz sehr hörenswerte Rede:

Auf ein Wort, Monsieur Macron ... {1:37}

Am 17.04.2018 veröffentlicht 
Martin Sonneborn
Macron zu Besuch im EU-Parlament
Hintergrund's-Info's: Wenn man nur eine Minuten Zeit hat, kann man viele Probleme Europas nur in aller Kürze anreißen…
Smiley!

Aber mal im Ernst, Herr Sonneborn: 
Sachsenschlächter Karl der Große, wäre vom IS, von Giftgas und auch von Marschflugkörpern mit Sicherheit sowas von begeistert gewesen…

Sonntag, 13. Mai 2018

Stille Post bei allen Medien: Quellen berufen sich auf Quellen berufen sich auf Quellen…

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Der Originalartikel wurde inzwischen gelöscht. Trotzdem verbreitet sich der Artikel immer weiter im Netz.
Die Originalquelle:
Schwedische Ärzte: Weißhelme töten Kinder für Fake-VIDEO der Giftgas-Attacke (18+)
08.04.2017 - Sputniknews
Im Archiv: https://archive.is/05RFc
Diese beruft sich wiederum auf eine amerikansiche Quelle "Veterans Today".
Über Veterans Today und dessen Herausgeber Gordon Duff gibt es viel zu lesen im Web.
So nahm zum Beispiel Dailyslave diese Seite bereits 2014 unter die Lupe und schrieb:
"To conclude, any information that is sourced from Veterans Today should be dismissed as disinformation. The website and the people associated with it have no credibility. Other sites that promote Veterans Today material should also be questioned considering it is an admitted disinformation outlet."
Quelle: http://archive.is/60XlO
Psiram (Ja, bitte jetzt nicht schimpfen mit uns) führt Gordon Duff, den Autor des Artikels als "Antsemitisch gesinnten Truther, Holocaustleugner und Verschwörungstheoretiker"
Den Artikel auf den sich Sputniknews unter anderem beruft, findet ihr hier:
06.04.2017 - Veterans Today
http://archive.is/s0FwS
Und geht man jetzt noch einmal eine Stufe tiefer in der Recherche, so landet man hier:
17.03.2017 - The Indicter
http://archive.is/kr8nI
Da wir als Laien die medizinischen Eingriffe/Abläufe so nicht beurteilen können, machen wir bei der Tiefenrecherche genau hier einen Punkt. Wenn ihr wollt, könnt ihr euch in diesen hier verlinkten Quellen selbst ein Bild machen und die verbreiteten Informationen einstufen.
Es ist gut möglich, dass die Weißhelme in dieser Ausnahmesituation falsch reagiert haben. Wobei man keinen Weißhelm im Video sieht. Und für uns sehen diese Personen auch eher nach Laien aus - die irgendwas versuchen - als nach medizinischem Fachpersonal.
Die Aussage, dass hier Weißhelme gezielt Kinder getötet haben, um dann mit diesen ein Video zu drehen, halten wir für falsch!
Kommen wir nun zu den Kopien von Spucknicht und deren Verbreitung
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Die AK-Kopie von Sputiniknews:
8. April 2017 - Anonymousnews
Westliche Hilfsorganisation „Weißhelme“ tötet Kinder für Fake-Video über Giftgas-Attacke (18+)
Im Archiv: http://archive.is/HScb8
Und die Kopie von der AK-Kopie:
09.04.2017 / Der Wächter
http://archive.is/OF5sO
09.04.2017 / 17:30 Uhr - Der Wächter (Facebook)
https://www.facebook.com/waechter.investigativ/posts/1858110641080596
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Natürlich hat sich der Artikel auch gleich auf den entsprechenden Portalen weiter verbreitet.
So findet sich eine Kopie vom Original (Sputniknews) auf K-Networld mit dem Zusatz:
"In SputnikNews ist dieser Artikel nicht mehr aufrufbar! Bis man weiß warum, habe ich ihn hier nochmal für Euch eingestellt!"
Und darum verbreitet K-Networld den Artikel auch lieber erst einmal weiter, weil man nicht weiß warum!!!
Wahrscheinlich, weil er einfach nur Bullshit war und darum wieder gelöscht wurde!!!
Weiterhin haben folgende Medien diesen Artikel "sofort" weiter verbreitet, denn Sputniknews ist eine verlässliche Quelle 
Der Patriot (Mit Link auf K-Networld)
http://archive.is/gfUx4
Politia (Textkopie von Sputniknews)
http://archive.is/o4aYH
Friedliche Lösungen (Mit Link auf Politia)
http://archive.is/V8Cgx
ZAROnews (Textkopie von Sputniknews)
http://archive.is/8ONFA
Hallemax (Textkopie von Anonymousnews)
http://archive.is/XVddz
News-Front (Textkopie von Sputniknews)
https://archive.is/IJ7G8
Auch war dieses Video und der oben erwähnte Artikel von "The Indicter" schon vor ein paar Wochen Thema bei:
19. März - Blauer Bote
http://archive.is/Ul1jv
25. März - Der Honigmann (Mit Link auf Baluer Bote)
http://archive.is/RXYdL
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Noch einige Anmerkungen von uns:
Aus der Überschrift "Schwedische Ärzte: Weißhelme töten Kinder..."
wird bei Anonymousnews
die Überschrift "Westliche Hilfsorganisation „Weißhelme“ tötet Kinder..."
Sehr wichtig natürlich, dass es sich um eine "westliche" Hilfsorganisation handelt der Kinder tötet.
Der Eingangssatz wurde auch modifiziert!
So wurde aus einer Mutmaßung (Sputniknews) ein Fakt (Anonymousnews)
Sputniknews: (Will aufgedeckt haben)
Die Vereinigung „Schwedische Ärzte für Menschenrechte“ (SWEDHR) will eine haarsträubende Lüge der syrischen Hilfsorganisation Weißhelme aufgedeckt haben...
Anonymousnews: (Hat aufgedeckt)
Die schwedische Ärztevereinigung SWEDHR hat eine haarsträubende Lüge der in Syrien operierenden prowestlichen „Hilfsorganisation“ Weißhelme aufgedeckt...
Uncut-News baute noch einmal eine neue Variante und schrieb als Überschrift:
Vom Westen unterstützte Rebellen ermorden Kinder für Propagandavideos
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Zusammengefasst gibt es ein kurzes Video, welches augenscheinlich Laien zeigt, die sich an vermutlich gestorbenen oder sterbenden Kindern zu schaffen machen und selbst nicht so genau wissen, was sie da tun. Dann gibt es Einschätzungen von Ärzten zu diesem Video und jede Menge unseriöse russlandtreue Medien, die diese Info aufbauschen und gehörig weiter verbreiten. Und es funktioniert wie Flüsterpost und am Ende steht der Bürger, der keine Zeit hat sich über Herkunft der Informationen Gedanken zu machen. Oder jener, welcher Russischen Quellen mehr Vertrauen schenkt als westlichen Medien.
Das eine derartige Situation wie in dem kurzen Video gezeigt, weder durch Laien beurteilt, noch die Zusammenhänge um das Video herum vernünftig eingeschätzt und eingeordnet werden können, ist hoffentlich unseren Fans klar. 
Danke fürs lesen!

bevor der Artikel nicht mehr aufzufinden ist:
komplett übernommen aus Facebook (We Watch Fake Anonymous, 09.04.2018)

dazu:
- Anonymous und die Millionen (Mira Nagar, SHZ.de, 07.06.2016)
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