Freitag, 22. Juni 2018

Bis keiner mehr weiß, was los ist: Der Griechenland-Nebel

Der IWF macht mit beim dritten Hilfspaket für Athen - nur mit diesem Versprechen hat Wolfgang Schäuble die Griechenland-Hilfen durch den Bundestag gebracht. Nun laufen sie aus. Und es wird klar: Der Ex-Finanzminister hat die Öffentlichkeit getäuscht.

Drei Jahre lang verfolgt Wolfgang Schäuble diese Sache nun schon. Seit Griechenland im August 2015 zum dritten Mal bei den anderen Euro-Ländern Kredite in Milliardenhöhe tankte, um die Pleite abzuwenden, hat der einstige Finanzminister den Kritikern der Rettungsaktion gebetsmühlenartig versprochen: Auch der Internationale Währungsfonds (IWF), der Hilfspakete nur unter strengen Auflagen vergeben darf, wird sich beteiligen und somit garantieren, dass das Geld eines Tages auch aus Athen zurückkommt.

"Ohne IWF wäre es kein vernünftiges Ergebnis", versprach Schäuble im Mai 2016. "Ich erwarte, dass der IWF an Bord bleibt. Es ist dabei nicht so relevant, mit welcher Summe er sich beteiligt; entscheidend ist, dass er es tut", beteuerte Schäuble im April 2017 erneut. Im wenigen Wochen läuft das dritte Hilfspaket nun aus. Und eine der größten politischen Lebenslügen des einstigen Finanzministers, der sich inzwischen auf seinen Ruheposten als Bundestagspräsident zurückgezogen hat, fliegt auf.

Die Geschäftsgrundlage für die Griechenland-Rettung, die Schäuble den Abgeordneten vor drei Jahren versprochen hatte, hat sich nie materialisiert. Der Bundestag hat dem dritten Hilfspaket nur in der Erwartung zugestimmt, dass sich der IWF beteiligt. Doch dass das bis zum 20. August noch passiert, wenn es ausläuft, glaubt selbst EU-Finanzkommissar Pierre Moscovici nicht mehr. Allein schon aus zeitlichen Gründen sei das "sehr unwahrscheinlich".

Zum letzten Mal treffen sich heute die Euro-Finanzminister, um die Weichen für Athens planmäßigen Ausstieg aus den Finanzhilfen zu stellen. Es wird immer offensichtlicher, dass Schäuble die Volksvertreter bei der Griechenland-Rettung hinter die Fichte geführt hat.

mehr:
- IWF gibt Athen kein Geld Schäubles Griechenland-Lüge fliegt auf (Hannves Vogel, n-tv, 21.06.2018)
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siehe auch:
- Na sowas: Deutschland verdient an Griechenland-Krediten?! (Post, 21.06.2018)
- Rüsten die Griechen für die Allianz? (Wassilis Aswestopoulos, Telepolis, 17.05.2018)
- 90% der griechischen Kredite gingen an Banken (Freeman, AllesSchallundRauch, 03.07.2015)

Infografik: Die Griechenland-Krise {3:43}

Tom Hillenbrand
Am 02.07.2010 veröffentlicht 
Wie geriet die griechische Volkswirtschaft an den Rande des Abgrunds? Dieses SPIEGEL-ONLINE-Video erklärt es anschaulich.
Zuerst erschienen auf der iPad-Version des SPIEGEL vom 14.06.2010.
Von Roman Höfner (Motion-Design), Jens Radü (Sprecher) und Thomas Hillenbrand (Skript).

Griechenland und die Schuldenkrise | Made in Germany {4:25}

DW Deutsch
Am 17.02.2010 veröffentlicht 
Die griechische Schuldenkrise beschäftigt ganz Europa, vor allem die Euro-Länder. Durch die hohe Staatsverschuldung Griechenlands ist der Euro unter Druck. Im Dezember galt die Gemeinschaftswährung als Garant in der Wirtschaftskrise. Dann fiel der Euro auf rund 1.37 Dollar. Mittlerweile haben die EU-Länder grundsätzlich Hilfe angeboten, um die finanzielle Stabilität der Eurozone zu sichern. Und die griechische Regierung sie will einen rigiden Sparkurs fahren. Spüren die Bürger überhaupt etwas von der Staatsverschuldung ihres Landes? Jahrelang haben die Griechen ihren Staatshaushalt nicht im Griff gehabt. Die Menschen haben sich an diese griechische Tragödie gewöhnt, man wurschtelt sich so durch. Wie kommt nun der drohende Bankrott bei den Griechen selbst an? Spüren die in ihrem Alltag die Überschuldung?
Unser Reporter Miltiades Arsenopoulos ist in Athen und fängt die Stimmung vor Ort ein.  

Dirk Müller Hintergründe der Griechenlandkrise! {10:24}

Daniel Lugo
Am 17.02.2010 veröffentlicht 
Klare Worte zur Euro-Krise: Die „Griechen sollen sich selbst helfen und Steuern zahlen“, erklärt die Chefin des IWF radikal – kurz vor neuen Wahlen dort.
Nun ist der griechische Staat tatsächlich korrupt. Wer ist dafür verantwortlich? Sie ahnen es schon! Nicht der kleine Bürger auf der Strasse,
sondern die Kumpel von Frau Lagarde aus der griechischen Schmarotzerschicht, die - wie Spiros Latsis - ihre Milliarden schon lange in Sicherheit gebracht haben, denn sie wussten ja vorher, was passiert.
Alles abgemacht. Man kennt sich.
Was auch in Sicherheit gebracht wurde sind die griechischen Öl- und Gasvorkommen. Während rund um Griechenland im östlichen Mittelmeer ein Bonanza ausgebrochen ist,
weil dort riesige Öl- und Gaslager gefunden wurden, hört man von Griechenland nichts, obwohl es mitten in der Blase hockt. Nur ab und zu dringt etwas an die Öffentlichkeit, das wird aber schnell weggewischt.
Ein Bekanntwerden des Skandals würde die Geschäfte der Oligarchen stören, die gerade dabei sind, die Nordstaaten des europäischen Sauhaufens auszusaugen. Umso mehr engagiert sich – Sie ahnen es wahrscheinlich schon wieder –
Israel an der Sicherstellung möglichst vieler Reserven. Deswegen muss auch der Libanon von der Landkarte verschwinden und Syrien stört gewaltig bei den neuen Gasgeschäften. Vom Ghetto in Gaza ganz zu schweigen,
denn direkt vor Gaza liegen große Erdgasvorkommen. Merken Sie was?
Wenn die Bevölkerung der Deutschlands, Österreichs, der Niederlande und Finnlands wüßte, dass die Griechen ihre Schulden leicht bezahlen könnten, dann wäre der Teufel los.
Man kann getrost davon ausgehen, das in der Berliner Marionettenregierung der griechische Reichtum genau bekannt ist. Die sind ja mit von der Partie.
Zurück zu Erzheuchlerin Lagarde:
Lagarde äußerte trotz der tiefen Einschnitte bei Löhnen und Sozialleistungen und der hohen Arbeitslosigkeit wenig Bedauern über die Lage des westeuropäischen Staates:
„Ich denke mehr an die Kinder, die in einem kleinen Dorf im Niger in die Schule gehen und zwei Stunden Unterricht am Tag erhalten,
sich zu dritt einen Stuhl teilen und sehr froh sind, eine Ausbildung zu bekommen“, sagte sie dem britischen „Guardian“. „Ich habe sie immer im Auge, weil ich glaube, dass sie sogar mehr Hilfe brauchen als die Menschen in Athen.“
Mir wird schon wieder schlecht…

Doku: US-Geostrategie in Griechenland. {14:39}

newscan
Am 21.07.2015 veröffentlicht 
Bis Kopernikus und Galileo behaupteten die Mächtigen, die Erde sei das Zentrum des Weltalls. Gegenteilige Beobachtungen liessen sie von der Inquisition, den Bütteln ihrer Macht verfolgen.
Die damalige Geopolitik wurde allein von der katholischen Kirche betrieben. Die Hintergründe dieser Politik blieben den Menschen verborgen.
Die heutige Geopolitik und Geostrategie wird in den USA entworfen und geplant. Gehilfen zur Erklärung und Durchsetzung dieser Politik sind die "Spin Doktoren", Think Tanks, die von den USA finanzierten diversen Transatlantischen Gesellschaften und NGOs, willfährige und abhängige Politiker und der Mainstream in Europa und nicht zuzletzt Psychologen. Sie erklären nicht, sondern ihre Aufgabe ist es, das Volk über die wahren Hintergründe von permanenten Kriegen und Finanzkrisen wie jetzt in Griechenland, zu täuschen, so sie diese Hintergründe selbst überhaupt verstehen.
Es war das englische Revolverblatt SUN, welches eine Hetzjagd auf Oskar Lafontaine eröffnete, indem es ihn zum "Gefährlichsten Mann Europas" erklärte.
Ziel der USA ist es, mit allen Mitteln den Petrodollar, den sie alleine und in beliebiger Menge drucken können, als Weltwährung zu verteidigen. Niemals darf der Euro so stark werden, dass er den Dollar ablösen könnte.
Alle Theorien, die Konflikte und Krisen anders zu erklären versuchen, sind Fragmentierungsversuche, bewust oder unbewusst zu kurz und stehen auf dem Kopf.
Von Paul Craig Roberts ist folgendes Zitat überliefert:
"So haben wir gelernt, dass Journalisten zugunsten der Regierung Lügen und Propaganda verbreiten, weil sie sich für Patrioten halten. Zugleich glauben die Leser und Hörer dieser Journalisten diese Lügen, weil auch diese sich für Patrioten halten."

Donnerstag, 21. Juni 2018

Dauerbrenner »Krim-Annexion«

Weil wir in der aktuellen und wiederkehrenden Debatte des Verhältnisses zwischen Russland und dem Westen unentwegt dem Schlachtruf „Aber die völkerrechtswidrige Annexion der Krim! “ begegnen, sind wir dankbar für Wolfgang Bittners Text. Albrecht Müller.

Angebliche „Annexion“ der Krim als Kampfbegriff
War der Anschluss der Krim an Russland völkerrechtswidrig?

Von Wolfgang Bittner

Die im März 2014 erfolgte Abspaltung der Krim von der Kiewer Ukraine [Wikipedia-Link, eingefügt von mir; man achte auf die Sprache!!] ist der vorgeschobene Anlass für die Aggressions- und Sanktionspolitik der westlichen Allianz unter Führung der USA mit ihrer NATO gegen die Russische Föderation. „Annexion“, wie diese gewaltlose Separation von Politikern und Medien genannt wird, ist zu einem Kampfbegriff geworden, der gebetsmühlenartig wiederholt wird, obwohl das falsch ist und auch durch die permanente Wiederholung nicht richtig wird. Er dient zur Propaganda gegen Russland, zur Agitation gegen dessen Präsidenten Wladimir Putin sowie zur Rechtfertigung der mit ungeheurem Aufwand betriebenen Aufrüstung und Stationierung von Streitkräften an den russischen Grenzen, insbesondere in Polen und in den baltischen Staaten.[1]
mehr:
- Der Jurist und Autor Wolfgang Bittner zur „Annexion“ der Krim. Anmerkungen zu einem Dauerbrenner. (Wolfgang Bittner, NachDenkSeiten, 20.06.2018)

Dr. Wolfgang Bittner: 73 Jahre Kriegsende – Die Deutschen wollen keinen Krieg! {26:34}

KenFM
Am 11.05.2018 veröffentlicht 
Am Ende des zweiten Weltkrieges gab es in jeder russischen Familie mindestens ein Opfer des Naziregimes.
Bis heute sind die 27 Millionen Toten fester Bestandteil der Erinnerungskultur im heutigen Russland. Jungverheiratete Ehepaare besuchen immer auch ein Kriegsdenkmal.
Der 9. Mai, das für Russland offizielle Ende des zweiten Weltkrieges, gehört zu den bedeutensten Feiertagen im Jahr. Auch in Berlin treffen sich alljährlich am 9. Mai russischstämmige Menschen im Treptower Park, um am sowjetischen Ehrenmal den Toten zu gedenken und an den Untergang Nazideutschlands zu erinnern.
In diesem Jahr initiierten die Macher des PaxTerraMusica-Festivals eine Bühne, um auch deutschen Friedensaktivisten eine Möglichkeit zu geben, dem Tag zu gedenken.
Im Rahmen dieser Friedensdemonstration für Frieden mit Russland und allen Nationen sprachen Dr. Wolfgang Bittner, Gaby Weber, Owe Schattauer und Ken Jebsen.
Inhaltsübersicht:
0:02:28 Der neue Kalte Krieg
0:08:02 Wem nützt das?
0:16:10 Ein Blick in die Zukunft
0:23:29 "Kollektivschuld" – Ein politisches Gedicht von 1975
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siehe auch:
- Es ist immer noch keine Annexion gewesen! (Post, 02.06.2018)
- MH-17: Der Russe war’s! oder doch nicht? Ach, laß man… (Post, 21.06.2018)
- Mordinszenierung in der Ukraine (Post, 31.05.2018)
- Skripal-Anschlag: Bundesregierung verweigert Antwort auf Kleine Anfrage der Linken (Post, 29.05.2018)
- Ukrainische Illusionen (Post, 23.02.2018)
- Maidanmorde: Drei Beteiligte gestehen (Post, 20.11.2017)

Die friedliche Fußball-WM beim gefährlichen Putin

Der NachDenkSeiten-Leser Dietrich Schulze wundert sich und erklärt die inzwischen eingetretene seltsame Ruhe im Umgang mit den Spielen in Russland. Unter I. finden Sie seinen Text: „Friedliche Spiele“. Sein Text hat mich animiert, unter II. ein paar Gedanken zum aktuellen Feindbildaufbau aufzuschreiben. Daran kann man nämlich heute lernen, wie der Hass auf Welsche, Juden, „Zigeuner“ und Russen in der Generation meiner Eltern und Großeltern aufgebaut und geschürt worden ist. Ein praktischer Geschichtsunterricht, auf den wir allerdings gerne verzichtet hätten. Albrecht Müller.
mehr:
- Eine interessante Beobachtung zur WM und was wir aus der Gegenwart zur Erklärung der Feindseligkeiten in der deutschen Geschichte lernen können (Albrecht Müller, NachDenkSeiten, 21.06.2018)

siehe auch:
- Ein Russisches Sommermärchen (Gert-Ewen Ungar, NachDenkSeiten, 19.06.2018)

MH-17: Der Russe war’s! oder doch nicht? Ach, laß man…

Kaum sind Vater und Tochter Skripal – die angeblichen Opfer eines russischen Gift-Anschlages – mangels Beweisen in der Mediengruft des öffentlichen Schweigens verschwunden, zeigt der nächste deutsche Medienfinger erneut auf die Russen: Danach stammte der Raketenwerfer, von dem aus 2014 die malaysische Passagiermaschine MH17 über der Ukraine abgeschossen wurde, vom russischen Militär. Ein internationales Ermittler-Team habe seinen Bericht vorgelegt, wird von der "Tagesschau" berichtet. Und von den epigonalen deutschen Blättern im Chor nachgesungen: FOCUS, SÜDDEUTSCHE, SPIEGEL, alle, alle verkünden diese angebliche Nachricht im Brustton der Überzeugung. Kaum jemand mag erzählen, wer denn dieses Team ist und was es denn genau gesagt hat.

Das "Joint Investigation Team JIT" ist einfach eine „gemeinsame Ermittlungsgruppe“, die auf Zeit für einen bestimmten Fall unter Beteiligung von Behörden aus zwei oder mehr EU-Mitgliedstaaten zusammentritt. Im MH17-Team JIT arbeiten die niederländische Staatsanwaltschaft und die niederländische Nationalpolizei mit den Polizei- und Justizbehörden von Australien, Belgien, Malaysia und der Ukraine zusammen. Kein Russe, versteht sich. Denn die Russen wurden ja von Beginn an als Täter angesehen. So gehen voreingenommene Ermittlungen. Und auch wie die Ermittler zu ihren Ergebnissen gekommen sind, ist spannend: Jennifer Hurst, Kommandantin der australischen Bundespolizei und Teil des JIT, erläuterte den Befund auf der Grundlage einer Animation. Was mag das für eine Animation gewesen sein? Video? Foto-Shop? Virtuelle Realität? Jedenfalls hat das Team dringend die Öffentlichkeit aufgerufen, Hinweise für weitere Ermittlungsschritte zu geben. Von einer Schuldzuweisung ist nicht die Rede. Auch nicht von Beweisen.

mehr:
- MH17: Der Russe war es! War es der Russe? (Ulrich Gellermann, Rationalgalerie, 24.05.2018)
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Na sowas: Deutschland verdient an Griechenland-Krediten?!

Deutschland, Zahlmeister Europas? Tatsächlich hat der Bundeshaushalt von den Griechenlandkrediten auch profitiert – und 2,9 Milliarden Zinsen eingenommen.

Deutschland ist ein großer Profiteur der Milliardenhilfen zur Rettung Griechenlands und hat seit dem Jahr 2010 insgesamt rund 2,9 Milliarden Euro an Zinsgewinnen verdient. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen hervor, die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt.

Am Donnerstag treffen sich die Euro-Finanzminister, um über mögliche weitere Schuldenerleichterungen für Athen zu beraten - Finanzminister Olaf scholz (SPD) hielt sich hierzu lange bedeckt. Das dritte Hilfsprogramm von bis zu 86 Milliarden Euro läuft im August aus. „Es ist Zeit, dass Griechenland auf eigenen Füßen steht“, sagt EU-Finanzkommissar Pierre Moscovici.

- Zinsgewinne in Schuldenkrise – Deutschland verdient Milliarden mit Griechenland-Krediten (Tagesspiegel, 21.06.2018)

siehe auch:
- Wahnsinns-Programme des IWF: Stabilisieren, Deregulieren, Liberalisieren, Privatisieren (Post, 24.09.2015)

Schuldgefängnis, John Maynard Keynes und die Doppelmoral der EU | Mit Yanis Varoufakis {7:07}

acTVism Munich
Am 26.02.2016 veröffentlicht 
Kostenlos acTVism abonnieren: https://www.youtube.com/user/acTVismM...
In diesem Video spricht Yanis Varoufakis, der Gründer von Democracy in Europe Movement 2025 (DiEM25) und ehemalige Finanzminister Griechenlands, über den Begriff des “Schuldgefängnisses” und die ökonomischen Ideen von John Maynard Keynes. Dabei geht Varoufakis auch auf die Doppelmoral der Europäischen Union im Hinblick auf die Durchsetzung wirtschaftlicher Standards bei den Mitgliedsstaaten ein.

mein Kommentar:
Was macht man, wenn einer unangenehme Ansichten hat?
Man stellt ihn in die politisch unkorrekte Ecke!
Wir lieben die Empörung! (Die gibt einem das Gefühl, Recht zu haben und lebendig zu sein!)

VAROUFAKIS - Die Wahrheit Vom Fake Im Fake // Jan Böhmermann (19.03.2015) {4:11}

MUSIC LEGENDS
Am 19.03.2015 veröffentlicht 
VAROUFAKIS - Die Wahrheit Vom Fake Im Fake (19.03.2015) (NEU) Stick The Finger To Germany Was hat Jan Böhmermann denn nun am Mittelfinger von Varoufakis gefaked, oder aber auch nicht? Das ist der Wahrheit!

Varoufakis' Reaktion auf die Videomanipulation durch Günther Jauch {2:11}

DerOpponent
Am 20.04.2015 veröffentlicht 
Weitere Informationen unter:
https://deropponent.wordpress.com/
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Ernst Wolff erklärt den IWF in 5 Minuten. {4:54}

KenFM
Am 09.02.2016 veröffentlicht 
Er sieht aus wie Robert Redford in „Die Unbestechlichen“ und er ist genauso brillant. Die Rede ist von Ernst Wolff, einem Journalisten, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Machenschaften der Geld-Elite bis ins kleinste Detail auszugraben und einer breiten Öffentlichkeit zuzuführen. Das geschieht, wie für einen Autoren üblich, in Buchform, oder indem sich der Journalist Wolff für ein Interview vor die Kameras von KenFM begibt.
Wolff will den Dreck, den er zutage fördert, aber auch erlebbar machen. Die Wut über den Irrsinn bei den Usern verstärken, auf dass sich endlich der überfällige Widerstand regt. Nur so ist Wandel möglich.
Aus diesem Grund lädt Ernst Wolff am 11. Februar 19.30 Uhr in die Berliner Urania. Da Thema lautet:
„Weltmacht IWF - Die Auswirkungen der Programme des Internationalen Währungsfonds in Europa“
Was trocken klingt, erhält, wenn Wolff es präsentiert, einen gewissen Unterhaltungswert, wie dieser Ausschnitt aus Positionen #2 beweist.
http://www.kenfm.de
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http://www.twitter.com/TeamKenFM
http://kenfm.de/unterstutze-kenfm

Varoufakis rechnet ab: mit Merkel, Schäuble und „Troika“ | Heiko Flottau | NachDenkSeiten-Podcast {12:31}

NachDenkSeiten
Am 26.02.2016 veröffentlicht 
Yanis Varoufakis rechnet ab: mit Angela Merkel, mit Wolfgang Schäuble und mit der „Troika“
Persönliche Rechtfertigung oder glatte Wahrheit? Wenn ein Politiker ein Buch schreibt, das den Titel trägt „Die ganze Geschichte. Meine Auseinandersetzung mit Europas Establishment“[1], dann ist wohl beides dabei – die subjektive, aber nicht ganz unberechtigte Sicht des Autors und, zum Teil wenigstens, ein Stück der „objektiven“ Wahrheit – wenn es eine solche denn gibt. Yanis Varoufakis, im Jahr 2015 für einige Monate griechischer Finanzminister, ist ein wort- und schreibgewaltiger Autor, der es an deutlichen Worten über die Beziehungen seines krisengeschüttelten Landes mit den, wie es sieht, überaus selbstgerechten Oberen der EU nicht mangeln lässt. Eine Buchrezension von Heiko Flottau[*].
[…]
* Heiko Flottau war von 1985 bis 1992 und von 1996 bis 2004 Nahostkorrespondent der Süddeutschen Zeitung, mit Sitz in Kairo, von 2005 bis 2009 freier Journalist in Kairo.
NachDenkSeiten – Die kritische Website
http://www.nachdenkseiten.de/?p=41864
10. Januar 2018 um 16:35 Uhr
Heiko Flottau (verant. Jens Berger)
Sprecher: Tom Wellbrock
Fußnoten im Beitrag:
http://www.nachdenkseiten.de/?p=41864...
Links im Beitrag:
https://www.kunstmann.de/buch/yanis_v...

Yanis Varoufakis: Der Weltveränderer (Sternstunde Philosophie, 24.01.16) {54:31}

SRF Kultur
Am 25.01.2016 veröffentlicht 
Mehr zum Thema: http://www.srf.ch/kultur/gesellschaft...
http://www.srf.ch/kultur/gesellschaft...
Er versetzte Europa in Aufregung: Yanis Varoufakis, der Finanzminister in Motorradkluft. Seine EU-Kollegen sahen in ihm den gefährlichen Outlaw, mit dem man nicht reden kann. Doch der Unangepasste verficht im Gespräch mit Stephan Klapproth mit beredter Leidenschaft und Präzision ein anderes Europa.
Homepage Sternstunde Philosophie: http://www.srf.ch/sendungen/sternstun...
Mehr Kultur: http://www.srf.ch/kultur

Mittwoch, 20. Juni 2018

US-Regierung steigt wegen Israel-Kritik aus dem UN-Menschenrechtsrat aus

Kritisiert wird der Rat, weil Staaten wie China, Venezuela oder Kuba Mitglieder sind, gegen Saudi-Arabien oder den Vereinigten Arabischen Emiraten hat die US-Regierung, die die Einseitigkeit kritisiert, allerdings nichts

Ausgerechnet jetzt, wo die Trump-Regierung wegen der Trennung der Kinder von ihren Eltern bei illegal Eingewanderten unter zunehmender Kritik auch seitens republikanischer Abgeordneten steht, ist sie aus dem Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen ausgetreten.

Erst vor zwei Tagen hatte der Jordanier Zeid Ra'ad Al Hussein, seit 2014 der Hochkommissar des Menschenrechtsrats, Ungarn, aber auch die USA wegen des Umgangs mit Flüchtlingen kritisiert. Menschen würden ihre Menschenrechte nicht verlieren, wenn sie die Grenze ohne Visum überschreiten. Er sei tief besorgt über die kürzlich in den USA übernommene Politik, die zur gewaltsamen Trennung der Kinder von ihren Familien führte. Die USA, so forderte er, sollten nun die 1990 in Kraft getretene UN-Kinderrechtskonvention ratifizieren, der bislang alle Staaten außer den USA beigetreten sind.

Nach Nikki Haley und US-Außenminister Mike Pompeo ist der Rat "nicht seinen Namen wert", wenn in ihm Länder wie China, Kuba, die Demokratische Republik Kongo und Venezuela vertreten sind. Pompeo sagte, der Menschenrechtsrat offenbare eine "schamlose Scheinheiligkeit": "Viele der schlimmsten Menschenrechtsverletzungen werden ignoriert, und einige der schlimmsten Menschenrechtsverletzer sitzen im Rat."

Hauptkritik ist, dass der Rat zu oft Israel kritisiert, tatsächlich ist das der Fall und zeugt von einer Einseitigkeit. Haley erklärt, der Rat habe in diesem Jahr bereits 5 Resolutionen gegen Israel beschlossen, mehr als gegen Nordkorea, Iran und Syrien zusammen.

Donald Trump hatte schon zu Beginn seiner Amtszeit dem UN-Menschenrechtsrat deshalb Antisemitismus vorgeworfen und mit dem Austritt gedroht, wenn nicht Reformen umgesetzt werden (US-Regierung oder das zynische Schauspiel mit den Menschenrechten). Offenbar wollte man nun nicht länger warten, dass die Vereinten Nationen und die 47 Länder, die einen Sitz im Menschenrechtsrat haben, diesen nach den Wünschen der USA so umbauen, dass Israels Vorgehen gegen die Palästinenser nicht mehr zum Thema gemacht werden kann. Vielleicht aber wollen die USA auch Saudi-Arabien schützen, das im Februar wegen der zivilen Opfer durch Luftangriffe im Jemen neben den Huthis kritisiert wurde.

mehr:
- US-Regierung steigt wegen Israel-Kritik aus dem UN-Menschenrechtsrat aus (Florian Rötzer, Telepolis, 20.06.2018)
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mein Kommentar:
Der Mann wirbelt einiges durcheinander…
Nicht gleich Panik schieben, aushalten!
Bin mal gespannt, ob und was das für Auswirkungen auf Jean Ziegler hat…

Fußball als Symbol unserer Gesellschaft: Auf Vordermann gebracht!

Porträt Joachim Löw hat den deutschen Fußball dem Zeitgeist anvertraut und war damit „ein Stück weit“ erfolgreich

Wenn eine künftige deutsche Philologie einmal den großen Eintrag zu der Formulierung „ein Stück weit“ für das Grimm’sche oder ein anderes Gesamtwörterbuch erstellen muss, wird es auch um die Frage gehen: War der Fußballlehrer Joachim Löw, der von 2006 bis zur weltweiten Übernahme des Spiels durch chinesische Hybridroboter im Jahr 2032 Teamchef der DFB-Auswahl war und mit ihr 2014 Weltmeister wurde, nur der Verbreiter oder vielleicht sogar der Urheber dieser in drei Worte gegossenen Weisheitsformel? Man kann sich jedenfalls kaum noch vorstellen, dass es vor Löw sinnvolle Verwendungen für diese rhetorische Politik der kleinen Schritte zu großen Zielen gab. Sogar dramatische Causen wie die des 2018 überraschend nicht mehr berücksichtigten Stürmers Sandro Wagner lassen sich damit locker entschärfen: „Ich kann ein Stück weit nachvollziehen, dass er enttäuscht ist, das ist ja klar“, äußerte Löw, nur um dann Wagners Unterstellung, der Bundestrainer umgebe sich bevorzugt mit Jasagern, klar zurückzuweisen: „Das ist ja völlig hanebüchen.“

Der in England bereits berühmte Jungstar Leroy Sané hat sich eine ähnliche Abreibung erspart, indem er auf seine Nichtnominierung für den deutschen WM-Kader einsichtig reagierte. Er will sich von nun an mehr bemühen, was ein Stück weit der einzig mögliche Weg zurück in künftige Aufgebote ist. Löw ist inzwischen lange genug dabei, um zu wissen, dass er seiner Politik der „baby steps“ (wie man das in Amerika nennen würde) gelegentlich deutliche Zeichen hinzufügen muss. Ein Kraftwort wie „hanebüchen“ ist ein hübscher Akzent auf seiner distinguierten Aura. Wer aus der Südwestmetropole Freiburg kommt, kann notfalls auch ein zupackendes Deutsch. Wobei Löw ja längst in Berlin heimisch ist, einvernehmlich getrennt von seiner langjährigen Frau, in der Hauptstadt befreundet mit der Popsängerin Sarah Connor. Der Rest ist Privatleben, umgeben von einer Blase der Diskretion, auf die in einem zivilisierten Land rechnen sollen dürfte, wer sich nicht selbst zum Idioten des Boulevards macht.


siehe auch:
- Auf, Vordermann! (Bert Rebhandl, der Freitag 24/2018)
Heute vor 36 Jahren – 16. Juni 1982: Ein müder Haufen blamiert Deutschland (Post, 16.06.2018)
- Heute vor 44 Jahren – 14. Juni 1974: Der kurioseste Freistoß der WM-Geschichte (Post, 14.06.2018)
- Kopfstöße können Hirnschäden erzeugen (Post, 18.11.2017)
- Hertha kniet (Post, 15.10.2017)
- Frustrierender Kampf gegen das System: Doping-Forscher Simon schmeißt hin (Post, 04.09.2017)
- Mehmet Scholl im Kampf um die Deutungshoheit nicht mehr auf Linie (Post, 16.08.2017)
- Eier, Diesel, Doping: Wir konnten es uns nicht vorstellen (Post, 04.08.2017)


Brave New World: Die EU, die Zensur und das Urheberrecht

Die EU plant eine Zeitenwende: Künftig sollen Inhalte noch vor der Veröffentlichung im Internet herausgefiltert – also zensiert – werden. Die Einführung dieses gefährlichen Prinzips wird von der EU mit dem „unverfänglichen“ Schutz des Urheberrechts verknüpft. Wird das Prinzip der prophylaktischen Löschung vor einer Veröffentlichung jedoch erst einmal akzeptiert, kann es zukünftig auch potenziell zur politischen Zensur genutzt werden. Die Strategie der harmlos formulierten, aber vielseitig einsetzbaren Regelungen nutzen die EU-Institutionen nicht das erste Mal im Zusammenhang mit versuchter Meinungsunterdrückung. Von Tobias Riegel.

Wenn sich die EU-Institutionen mit dem Internet befassen, erzeugen sie oft eine Stimmung der Bedrohung: „Das Netz“ erscheint dann meist als ein Hort des Extremismus, des Populismus, der Hasssprache, der „Feinde Europas und der Demokratie“, der Fake News, der Russen-Propaganda und der Urheberrechtsverletzung. Dass das Internet auch Chance, revolutionäres Element der Aufklärung und sehnsüchtig erwartete Alternative zu dominierenden Medienmonopolen ist, das wird in Brüssel meist negiert. Dementsprechend behandeln die EU-Institutionen den Komplex Internet und die dort verfügbaren „gefährlichen“ Informationen wie einen Feind. Vor diesem Feind müssen die Bürger, die EU-Werte oder nun die Entertainment-Industrie „geschützt“ werden.

Eine neue und in ihren Folgen potenziell dramatische „Schutz“-Maßnahme bezieht sich auf das Urheberrecht: Am 20. Juli stimmt der Rechtsausschuss im Europäischen Parlament über den Richtlinienentwurf zum Schutze des Urheberrechts ab und stellt damit die Weichen für die finalen Verhandlungen im Ministerrat. Entschieden wird nichts weniger, als darüber, ob zukünftig Daten vor(!) der Veröffentlichung unterdrückt werden sollen.

mehr:
- „Kontinuierliche, automatische Überwachung“: Die EU, die Zensur und das Urheberrecht (Tobias Riegel, NachDenkSeiten, 19.06.2018)

siehe auch:
- Sperrwut im Internet (Post, 17.06.2018)

Seit Jahresanfang in Kraft: Das Netzwerkdurchsetzungsgesetz – Knieschuß mit Ansage oder Die Diktatur der Humanität (Post, 28.01.2018)

Trump stellt Weltraum-Armee auf

Donald Trump greift nach den Sternen – in gewisser Weise. Der US-Präsident hat nun die Schaffung einer All-Streitmacht angekündigt.

Luftwaffe, Heer, Marine – und „Space Force“: US-Präsident Donald Trump will die Verteidigung im Weltraum zu einem eigenständigen Teil der US-Streitkräfte machen.

Er habe das Pentagon beauftragt, mit den Vorbereitungen dafür zu beginnen, sagte Trump am Montag in Washington. Die Forderung ist allerdings nicht neu. Ob die Weltraum-Streitmacht Realität werden kann, steht in den Sternen.

mehr:
- US-Präsident Donald Trump will eine Weltraum-Armee gründen (Morgenpost, 19.06.2018)

siehe auch:
Optimistisch trotz Trump: Comey glaubt, dass der Riese erwacht (Hubertus Volmer, n-tv, 20.06.2018)
- Voreingenommene "Jauchegrube": USA treten aus UN-Menschenrechtsrat aus (Hubertus Volmer, n-tv, 19.06.2018)
VÖLLIG ABGEHOBEN – „To defend America!“: Jetzt kommt Trumps Weltraum-Armee (Handelsblatt, 19.06.2018)
- USA bekommen "Space Force": Trump befiehlt Schaffung von Weltraumarmee (n-tv, 18.06.2018)
- "Space Force" Streitkräfte im Weltraum – Trumps Idee belustigt das Netz (Stern, 15.03.2018)

The Best 6 Creative and Funny Axe Apollo Commercials Ever {9:16}

Funny Commercials
Am 26.02.2016 veröffentlicht 
The Best 6 Creative and Funny '"Nothing Beats an Astronaut" Axe Apollo Commercials Ever Unilever is running a television advertising campaign featuring astronauts, a lifeguard and a fireman, promoting Axe and Lynx Apollo. "Lifeguard", aired during the 2013 Super Bowl, shows a woman (Shané Van Der Westhuizen) being rescued from a shark by a heroic lifeguard. The chemistry borne of heroism is totally lost when an astronaut in his suit wanders down the beach. The same scenario is played in an earlier commercial in which the heroic fireman rescues his damsel from a burning building. "Nothing beats an astronaut". The campaign is linked with a contest to win a trip into space hosted by A·A·S·A: AXE Apollo Space Academy, online at axeapollo.com and lynxapollo.com. "Leave a man. Come back a hero".
Axe (also known as Lynx in the United Kingdom, Ireland, Australia, New Zealand, and People's Republic of China) is a brand of male grooming products, owned by the British–Dutch company Unilever and marketed towards the young male demographic.
Axe initiated a marketing campaign whereby the company would select people in a worldwide contest to become astronauts who would fly sub-orbital space missions aboard the XCOR Lynx spaceplane. On December 5, 2013, Axe announced the 23 space cadets who had won the extensive training competition held at the Kennedy Space Center in Florida. The winners were from 23 different countries, some which had never been an astronaut before. The suborbital rides may to take place after the as yet unbuilt Lynx rocket has passed flight test objectives.
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Dienstag, 19. Juni 2018

Brutale Sprache auf dem Vormarsch…

Die Thematisierung des faschistischen Eliminierungsvokabulars im Sprachgebrauch des Bundesvorstandsmitgliedes der LINKEn, Thomas Nord regt anscheinend nicht wenige Menschen und nicht nur organisierte LINKE zu weiteren Beiträgen an. Viele enthalten zusätzliche Infos über die Berliner Verhältnisse. Die meisten Absender wollen aber nicht genannt werden. Das erinnert mich an die Kritik der RLS-Stipendiaten an der Rosa-Luxemburg-Stiftung, die aus Angst um ihr Stipendium anonym bleiben wollten. Auch für Kritiker unter den Mitarbeiterinnen aus dem LINKEn Parteiapparat könnte es an der NORD-Front existentiell eng werden. Wo findet denn ein ausgemusterter Mitarbeiter der LINKEn sonst noch einen Arbeitsplatz oberhalb der Hilfs-& Leiharbeiterebene? Andere fürchten um ihre günstige Listenplatzierung bei den nächsten Wahlen. Diäten oder Nichtdiäten, das ist hier die Frage. Bedeutungsverlustängste … Einbußen beim Lebensstandard. Nun, ganz so schlimm wie bei Daniele Ganser, dem Schweizer Friedensforscher, GLADIO-Entdecker und 9/11-Rechercheur wird’s schon nicht werden. Dem wurden die Lehraufträge an zwei Schweizer Hochschulen gestrichen ….
mehr:
- LINKEn Bundesvorstandsmitglied Thomas Nord nennt Sahra-Freunde: Ungeziefer (Hartmut Barth-Engelbart auf seiner Seite, 19.06.2018)
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Linke Migrations- und realpolitische Verweigerungshypnose

Der Parteitag der Linkspartei in Leipzig hat durch seinen Ablauf und seine Inszenierung endgültig bestätigt, dass radikale Open-Border-Linke und rationale Realsozialisten sich unversöhnlich gegenüberstehen, und – viel schlimmer noch – die Open-Border-Kippingianer jede Abweichung von der reinen Lehre im Geiste stalinistischer Tribunale strafen, wie es die Buhrufe auf Sahra Wagenknechts Rede mitsamt anschließender Aussprache in maoistischer Tradition von Kritik und Selbstkritik aufzeigen. Auch wenn im Leitantrag zum Parteitag nur noch die Rede von „offenen Grenzen“ statt von „offenen Grenzen für alle“ ist, hat diese Wortakrobatik die Situation weder befriedet noch entschärft, sondern vielmehr befeuert.

So interpretieren Wagenknechtianer und Kippingianer diesen Leitantrag jeweils gesondert voneinander, mit völlig divergierenden Auslegungen. Für Sahra Wagenknecht steht damit das Asylrecht für Flüchtlinge auch weiter nicht in Frage (was sie auch nie gefordert hat), sondern es adressiert vielmehr eine schrankenlose Wirtschaftsmigration als realpolitische Unmöglichkeit. Kippings Lesart gibt ein Spiegel-Interview wieder. Auf die Frage „Also gelten offene Grenzen auch für Arbeitsmigranten?“ antwortet sie recht unverblümt: „Ja klar. Sonst hätten wir ja hier nicht festgehalten, dass wir eine solidarische Einwanderungsgesellschaft wollen. Wir stehen an der Seite aller Entrechteten sowohl vor dem Jobcenter, am Werkstor und auf den Fluchtrouten.“

Der Co-Vorsitzende Riexinger toppt diese realpolitische Verweigerungshaltung noch, wenn er in einem geradezu surreal anmutenden Interview mit der Jungen Welt äußert: „Das [also offene Grenzen für alle Menschen] ist eine Frage unserer Identität als internationalistische Partei, die auf dem Parteitag klar entschieden wurde. Wir haben im übrigen viele Forderungen in unserem Programm, die sich vorerst nicht umsetzen lassen. Wir wissen, dass wir es nicht schaffen […] trotzdem fordern wir das“. Ergo: Wir wissen, dass das nicht geht, aber wir machen es trotzdem. Wie der Mann mit solch einer Geisteshaltung dreißig Jahre unbehelligt als Betriebsrat und Gewerkschaftsfunktionär arbeiten sowie Arbeitskämpfe führen konnte, stimmt einen wirklich nachdenklich.

mehr:
- Linke Migrationsfantasien: Die Revolution soll einwandern (Marcus Ermler, Achgut.com, 19.06.2018)

siehe auch:
- Rätselhafte Fragenattacke nach der Rede von Sahra Wagenknecht – des Rätsels Lösung: auch die Linkspartei ist fremdgesteuert (Albrecht Müller, NachDenkSeiten, 11.06.2018)
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Heute vor 65 Jahren – 19. Juni 1953: Julius und Ethel Rosenberg hingerichtet

Opfer der Kommunistenhetze

Julius Rosenberg (* 1918) und Ethel Greenglass (* 1915) waren beide in der kommunistischen Jugend New Yorks aktiv, sie heirateten 1939. Ethels Bruder David Greenglass (1922-2014), ebenfalls Kommunist, wurde zum geheimen Manhattan-Projekt zur Entwicklung der ersten Atombombe abkommandiert. Über seinen Schwager Julius lieferte er 1944-46 der UdSSR Informationen zum Kernwaffenprogramm der USA. 

Der Stein kam ins Rollen, als im amerikanisch-britischen Venona­-Projekt zur Entschlüsselung von Geheimbotschaften 1950 der »Atomspion« Klaus Fuchs enttarnt wurde. Seine Aussagen führten zur Verhaftung von Greenglass, der zunächst seinen Schwager Julius und dann auch seine Schwester Ethel, die die Spionageberichte abgetippt haben soll, belastete. 

Im Prozess gegen Ethel und Julius, der sich geweigert hatte, verhaftete KP-Führer der Mitwisserschaft zu beschuldigen, behauptete die Anklage, das Ehepaar habe der UdSSR den Bau der Atombombe erst ermöglicht. Eine durch die McCarthy-Hetze aufgepeitschte Öffentlichkeit nahm auch an der jüdischen Herkunft der Rosenbergs Anstoß. Am 5. April 1951 wurde das Ehepaar zum Tode verurteilt und trotz internationaler Gnadenappelle, etwa von Papst Pius XII. und Albert Einstein, am 19. Juni 1953 auf dem elektrischen Stuhl hinge­richtet. Nach heutigen Erkenntnissen war zumindest Ethel Rosen­berg unschuldig. 
Harenberg – Abenteuer Geschichte 2018
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Später gab der damalige Attorney GeneralWilliam P. Rogers, zu, dass das Todesurteil gegen Ethel als Bluff benutzt werden sollte, um Julius dazu zu bringen, die Namen weiterer Spione zu verraten, und dass Ethel ihre Unschuld hätte beweisen können; insbesondere hoffte man, dass ihre „mütterlichen Instinkte“ ihre ideologische Linientreue brechen würden.[2] Da beide ihr im 5. Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten verankertes Recht wahrnahmen, sich nicht selbst zu belasten, ging diese Strategie nicht auf.
Jahrzehnte später wurden dank des Einsatzes des Rechtsanwalts Marshall Perlin, des Vorsitzenden des Rosenberg-Komitees, ein Großteil der Prozessakten zugänglich und ein neuer zur Freisprechung der Rosenbergs führender Prozess angestrengt. Dabei erklärte der Vorsitzende Richter 1993, es habe damals keine wirklichen Beweise für eine Beteiligung der Rosenbergs gegeben.
Der im Prozess mitangeklagte Morton Sobell erklärte in einem Interview mit der New York Times vom 11. September 2008, dass Julius Rosenberg als Spion tätig gewesen sei, der neben anderen Daten zu Rüstungsprojekten auch Details zur Atombombe weitergegeben hatte. Die von Rosenberg weitergegebenen Daten zur Atombombe seien aber im Wesentlichen nur zur Bestätigung der Daten anderer Atomspione benutzt worden. Ethel Rosenberg habe davon gewusst, sich aber nicht aktiv beteiligt.[10]
Im Jahr 2008 wurde ein bis dahin unter Verschluss gehaltenes Interview veröffentlicht, in welchem Richard Nixon, damals Vizepräsident unter Eisenhower, eingestand, „dass im Prozess erhebliche Fehler gemacht wurden“ und „Belastungsmaterial manipuliert“ wurde.[11]
[Ethel und Julius Rosenberg, Spätere Aussagen zur Schuld, Wikipedia, abgerufen am 19.06.2018] 
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Sons of Julius & Ethel Rosenberg Ask Obama to Exonerate Their Mother in Nuclear Spy Case {11:00}

Democracy Now!
Am 29.12.2016 veröffentlicht 
http://democracynow.org - Two brothers are making a last-ditch appeal to President Obama to clear their mother’s name. Michael and Robert Meeropol are calling on Obama to posthumously exonerate their mother, Ethel Rosenberg. She, along with their father, Julius Rosenberg, was charged with conspiring to share nuclear secrets with the Soviet Union and executed on June 19, 1953. At the time, FBI Director J. Edgar Hoover accused the couple of committing "the crime of the century." The government alleged the Rosenbergs, along with Morton Sobell, helped the Soviet Union acquire the secret of the atomic bomb. But supporters say there’s no evidence that Ethel Rosenberg took part in espionage. A new report by the Seton Hall School of Law suggests Ethel was used by the government as a pawn for leverage in its attempt to build a case against her husband. We speak to Robert Meeropol, the younger son of Ethel and Julius Rosenberg. He was six years old at the time of their execution.
Democracy Now! is an independent global news hour that airs weekdays on nearly 1,400 TV and radio stations Monday through Friday. Watch our livestream 8-9AM ET: http://democracynow.org
Please consider supporting independent media by making a donation to Democracy Now! today:
http://democracynow.org/donate

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Im Jahr 2015 forderten die Söhne der Rosenbergs, Robert und Michael Meeropol, die US-Regierung auf, ihre Mutter Ethel Rosenberg offiziell zu rehabilitieren.[12] Im Januar 2017 appellierten sie erneut an den US-Präsidenten Barack Obama, noch vor seinem nahen Amtsende anzuerkennen, dass das Todesurteil gegen Ethel Rosenberg unrechtmäßig gewesen sei. Dieses Bittgesuch wurde von 50.000 Unterzeichnern unterstützt.[13]
[Ethel und Julius Rosenberg, Rezeption, Wikipedia, abgerufen am 19.06.2018]
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Bob Dylan Julius & Ethel Video Dailymotion {4:50}

JFKreloaded22
Am 19.09.2014 veröffentlicht 
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Das Grundgesetz, direkte Demokratie und die Stripppenzieher im Hintergrund

Mythos "Weimarer Erfahrungen": Quellen zeigen, dass sich die Verfasser des Grundgesetzes tatsächlich aus Angst vor den Kommunisten gegen Volksabstimmungen entschieden 

Auf wenig sind deutsche Politiker so stolz wie auf das Grundgesetz. Es gilt als der Goldstandard schlechthin, als Basis deutscher Staatskunst und Bollwerk der Freiheit und des Rechtsstaats. Rund um das Grundgesetz hat sich über die Jahrzehnte eine Art Kult entwickelt, ein fester Glaube, wonach aus dieser Regelung die endgültig beste aller denkbaren Welten hervorgehe. Die sagenumwobenen "Väter des Grundgesetzes" erscheinen manchem als Heilige aus grauer Vorzeit, deren Weisheit und Unbestechlichkeit bis heute - und womöglich für alle Zeit - unerreicht bleibt. 

Mit Blick auf die deutsche Geschichte ist das Grundgesetz ohne Frage ein freiheitlicher und rechtsstaatlicher Höhepunkt. Dennoch enthält es gravierende demokratische Defizite, die mit den heiklen, oft ausgeblendeten Umständen seiner Entstehung zu tun haben. 

Nach dem Zweiten Weltkrieg war Deutschland militärisch von fremden Mächten besetzt und in keiner Weise souverän, sondern Spielball der großen Auseinandersetzung zwischen der Sowjetunion und den USA. Die entscheidende Frage dieser Zeit war die deutsche Teilung: Hatte sie Bestand, war sie unvermeidlich, oder sollte die deutsche Politik eine vereinte Nation anstreben? 

Die Westmächte mit den Amerikanern an der Spitze hatten das größte und wertvollste Stück von Deutschland unter ihrer Kontrolle und daher wenig Interesse an einem neutralen Gesamtstaat, für dessen Schaffung man der Sowjetunion Zugeständnisse hätte machen müssen. 1948, als die Beratungen für das Grundgesetz begannen, standen die Zeichen klar auf Trennung. Ein eigener westdeutscher Staat würde geschaffen werden - so wollten es die westlichen Siegermächte. In Deutschland war dieses Ziel unpopulär. Das Volk wünschte eine Vereinigung. In der sowjetisch besetzten Zone wurde dafür offiziell geworben. 

Vor diesem Hintergrund fiel im Westen die Entscheidung, bundesweite Volksabstimmungen generell auszuschließen. Im instabilen Gleichgewicht der Großmächte und dem Bemühen deutscher Politiker, zwischen Besatzern, alten und neuen Eliten ihren Platz zu finden, schienen Referenden ein Risiko, insbesondere wenn die Stimmung im Volk erkennbar von den Plänen an der Spitze abwich - was so direkt natürlich nicht offen zugegeben wurde. Die in späteren Jahren beliebte Erklärung, ominöse "Weimarer Erfahrungen" seien der Grund für diese Entscheidung gewesen, (so jüngst auch wieder Bundespräsident Steinmeier) ist wenig schlüssig und erscheint vorgeschoben.
mehr:
- Weshalb direkte Demokratie nicht im Grundgesetz steht (Paul Schreyer, Telepolis, 18.06.2018)
Schon seit Jahrzehnten bin ich ein ziemlich strikter Anhänger der repräsentativen parlamentarischen Demokratie. Ich habe […] immer Vorbehalte gegenüber Volksentscheiden und Volksbegehren gehabt. Der Grund dafür ist, dass viele Fragen viel zu kompliziert sind, um sie nach Gefühl und Wellenschlag mit Ja oder Nein beantworten zu können.
[Fragen an den Altkanzler: Volksbefragung, Helmut Schmidt, interviewt von Giovanni di Lorenzo, 04.11.2010]
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Dirk Pohlmann vs. Wikipedia

Sobald es um politische Inhalte geht, ist die deutsche Wikipedia kein Online-Lexikon, sondern ein Desinformationsinstrument, das von einer etwa 200 Personen starken Clique beherrscht und missbraucht wird. Diese Clique herrscht wie die Junta einer Bananenrepublik, indem sie alle nicht-konformen Autoren aus der Wikipedia entfernt, mittels Vandalismusmeldungen. Wer abweichende Ansichten veröffentlichen will, wird von Administratoren dieser Gruppe daran gehindert und dann gesperrt, oft sofort und lebenslänglich.

Da vor allem die Wikipedianer, die die meisten Bearbeitungen inne haben, die Administratoren wählen, die dann widerrum als Schiedsrichter auftreten, ist eine hermetische Filterblase entstanden, die absolutistisch herrscht. Sie will vor allem über Einträge bestimmen, bei denen es um innen- und außenpolitisch wichtige Themen geht.

Eine besonders aktive Kerngruppe dieses Personenkreises, den ich „Junta“ nenne, beschäftigt sich mit politischen Gegnern. Sie schreibt deren Einträge negativ um. Zu den Zielpersonen dieser Stasi 2.0 Zersetzungstruppe gehöre seit kurzem auch ich, genauer gesagt, seit ich mit Markus Fiedler über die Machenschaften der Wikipedia Junta in dem alle zwei Wochen erscheinenden Videoblog „Neues aus Wikihausen“ berichte.

Exakt dieselben Personen, die Daniele Ganser seit Jahren in Wikipedia bearbeiten, ihn dort als minderwertigen Akademiker und antisemitischen Verschwörungstheoretiker denunzieren, schreiben jetzt auch meinen Eintrag von neutral auf unsäglich um. Sie grasen das Internet nach für sie nutzbaren Stellungnahmen ab, darunter auch Falschbehauptungen, lassen aber alle positiven Rezensionen in Quellen wie FAZ, Spiegel oder Deutschlandradio Kultur weg, ähnlich wie wir es in „Neues aus Wikihausen 3“ am Beispiel Gabriele Krone-Schmalz erläutert haben.

Genauer gesagt: die Junta-Aktivität begann vier Tage, nachdem Markus Fiedler und ich über die Ex-Stasi IM „Viktoria“ Anetta Kahane berichtet hatten, die mit Cem Özdemir und Heiko Maas auf so gutem Fuß steht, dass ihre Amadeu-Antonio-Stiftung die Task Force des Justizministeriums berät. Die Task Force soll das Internet vor Hatespeech, Fake News und Manipulation bewahren.

Jetzt wird also mein Eintrag manipuliert, weil ich gewagt habe, die Tätigkeit der genannten Manipulationscrew aus dem Dunkel ans Tageslicht zu zerren.

mehr:
- Tagesdosis 19.6.2018 – Die Schauprozesse der Wikipedia Junta (Kommentar Dirk Pohlmann, KenFM, 19.06.2018)
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siehe auch:
- Die Affäre Phillipp Cross (Post, 05.06.2018)
- Wikipedia, der manipulierte Brockhaus der Schwarmintelligenz (Post, 29.05.2018)
- Wikipedia auf dem Weg zum Orwellschen Wahrheitsministerium (Post, 27.05.2018)
- Die dunkle Seite der Wikipedia (Post, 18.07.2017)

Montag, 18. Juni 2018

Habgier vs. Ethik: Die Überlegenheit des Westens, der Primat der Geographie, der zentrale Konflikt unserer Zeit und US-amerikanisches Hegemonie-Streben

Wer seinen Anspruch auf sittliche Hegemonie mit der Prägung durch eine als überlegen empfundene spirituelle Offenbarung begründet, deklariert sich selbst zu Unrecht als aufgeklärt. Leider ist es hierzulande trotzdem beliebt, sich in der Auseinandersetzung mit dem fundamentalistischen Islam auf eben diese Argumentation zu berufen. Natürlich hat die muslimische Welt jene unter dem Begriff „Aufklärung“ subsummierten emanzipatorischen Prozesse in großen Teilen noch immer nicht vollzogen. Natürlich sind Staaten mit langer christlicher Tradition tendenziell freier, fortschrittlicher, wohlhabender und volkswirtschaftlich stärker als islamisch geformte. Aber in diesem Zustand einen Beleg für die segensreichere Wirkung des Christentums zu sehen, ist ein Irrtum.

Korrelationen belegen keine Kausalitäten. Der Status einiger bemerkenswert unchristlicher und deswegen nicht weniger moderner Länder, man denke an Japan, Südkorea oder Taiwan, verlangt eine andere Erklärung. Die Errungenschaften bedeutender Zivilisationen aus vorchristlicher Zeit dürfen ebenfalls nicht ignoriert werden. Bis in das ausgehende Mittelalter hinein ist zudem kaum auszumachen, wer im globalen Vergleich in Führung lag. Wo standen die europäischen Mächte damals wirklich, verglichen mit den arabischen, persischen oder indischen Kulturräumen? Hatte der christliche Westen vor dem Beginn der Neuzeit jemals einen Vorsprung gegenüber Ostasien, insbesondere gegenüber China? Es steckt wohl doch etwas anderes hinter unserer gegenwärtigen Vormachtstellung, als ausgerechnet ein zweitausend Jahre alter Mystizismus.

Es ist etwas geschehen, im Europa des ausgehenden fünfzehnten und beginnenden sechzehnten Jahrhunderts. Etwas höchst Wirkungsvolles, das den Westen in den vergangenen fünfhundert Jahren an die Spitze katapultierte. Ereignet hat es sich nicht, weil unsere Ahnen katholischer oder klüger waren als der Rest ihrer Welt. Europas Vorteil bestand in seiner geographischen Lage.

mehr:
- Das fromme Wunschdenken (Peter Heller, Achgut.com, 16.06.2018)

6000 Jahre Europa {2:49}

Jessica Bernard
Am 03.05.2014 veröffentlicht 
6000 Jahre Geschichte in knapp drei Minuten – das schafft diese Animation. Sie versucht die territorialen Verschiebungen auf der Landkarte Europas und Vorderasiens nachzuzeichnen.
6000 Jahre Europa

„Der Westen eroberte die Welt nicht durch die Überlegenheit seiner Ideen oder Werte oder seiner Religion (zu der sich nur wenige Angehörige anderer Kulturen bekehrten), sondern vielmehr durch seine Überlegenheit bei der Anwendung von organisierter Gewalt. Oftmals vergessen Westler diese Tatsache; Nichtwestler vergessen sie niemals.“ 
[Samuel Phillips Huntington: Kampf der Kulturen. Die Neugestaltung der Weltpolitik im 21. Jahrhundert. 5. Auflage, Siedler bei Goldmann, München 1998, S. 68., gefunden in Wikipedia]

Samuel Huntington on the 'Clash of Civilizations' {22:05}

Krifko
Am 11.09.2011 veröffentlicht 

siehe auch:
- Ohne Grenzen wird es in Europa gefährlich (Berthold Seewald, Welt, 07.10.2018)
Nichts erscheint erstaunlicher bei der philosophischen Betrachtung der menschlichen Angelegenheiten als die Leichtigkeit, mit der die Vielen von Wenigen regiert werden und die stillschweigende Unterwerfung, mit der Menschen ihre eigenen Gesinnungen und Leidenschaften denen ihrer Herrscher unterordnen.
[David HumeEssays Moral and Political. (1741–1742; zusammen mit Political Discourses, 1752, ab 1777 veröffentlicht als Essays, Moral, Political, and Literary.).[56]]

(Doku) - Die einzige Weltmacht, Amerikas Strategie der Vorherrschaft [Zbigniew Brzezinski] {1:20:27}

Freiheit durch Wissen - PODCAST  
Am 14.08.2014 veröffentlicht
Ein Film von Freiheit durch Wissen
Diese Dokumentation berichtet zum einen über Zbigniew Brzezinski, ein polnisch-amerikanischen Politikwissenschaftler, Regierungsberater, Bilderberger und Mitglied des Komitees der 300.
Der Mitbegründer der Trilateralen Komission und CFR-Mitglied schrieb 1997 sein Buch "The Grand Chessboard - Die einzige Weltmacht, Amerikas Strategie der Vorherrschaft".
Desweiteren wird auf sein Buch eingegangen und die Kernaussage, nämlich die langfristigen, geostrategischen Überlegungen bzw. Planungen der USA (Stand 1997) beleuchtet.
Das Kapitel: "Eurasisches Schachbrett" offenbart, dass nach Brzezinski's Ansicht Deutschland und Frankreich in Europa die wichtigsten geostrategischen Akteure sind.
Desweiteren wird deutlich, weshalb gerade die Ukraine derzeit Schauplatz eines Krieges und Umbruches ist und als ein geopolitischer Dreh- und Angelpunkt gilt.
In den geostrategischen Überlegungen geht es vor allem um eins: Ressourcen und letztendlich um Macht.
Weitere Informationen finden Sie unter:
http://freiheitdurchwissen.blogspot.de/
Link zum Buch im PDF-Format:
http://www.attac-leipzig.de/allg/mate...


Vor gerade einmal zwei Jahrzehnten war die Welt ideologische und wirtschaftlich zerbrochen, aber ihre Sicherheit garantierten die gewaltigen strategischen Potenziale zweier Supermächte.
Der globale Gegensatz schob äußerst drängende ökonomische und soziale Fragen an den Rand der internationalen Beziehungen und Tagesordnungen. Und wie jeder Krieg hinterließ uns auch der „kalte Krieg“ – bildlich ausgedrückt – „Blindgänger“. Ich meine damit ideologische Stereotypen, doppelte Standards, irgendwelche Schablonen des Blockdenkens.
Die nach dem „Kalten Krieg“ vorgeschlagene monopolare Welt kam auch nicht zu Stande.
Die Menschheitsgeschichte kennt natürlich auch Perioden monopolaren Zustandes und des Strebens nach Weltherrschaft. Alles war schon mal da in der Geschichte der Menschheit. Aber was ist eigentlich eine monopolare Welt? Wie man diesen Terminus auch schmückt, am Ende bedeutet er praktisch nur eines: es gibt ein Zentrum der Macht, ein Zentrum der Stärke, ein Entscheidungs-Zentrum.
Es ist die Welt eines einzigen Hausherren, eines Souveräns. Und das ist am Ende nicht nur tödlich für alle, die sich innerhalb dieses Systems befinden, sondern auch für den Souverän selbst, weil es ihn von innen zerstört.
Das hat natürlich nichts mit Demokratie gemein. Weil Demokratie bekanntermaßen die Herrschaft der Mehrheit bedeutet, unter Berücksichtigung der Interessen und Meinungen der Minderheit.
Nebenbei gesagt, lehrt man uns – Russland – ständig Demokratie. Nur die, die uns lehren, haben selbst, aus irgendeinem Grund, keine rechte Lust zu lernen.
Ich denke, dass für die heutige Welt das monopolare Modell nicht nur ungeeignet, sondern überhaupt unmöglich ist. Nich nur, weil für eine Einzel-Führerschaft in der heutigen, gerade in der heutigen, Welt weder die militärpolitischen, noch die ökonomischen Ressourcen ausreichen. Aber was noch wichtiger ist – das Modell selbst erweist sich als nicht praktikabel, weil es selbst keine Basis hat und nicht die sittlich-moralische Basis der modernen Zivilisation sein kann. […]
["Ich denke, dass für die heutige Welt das monopolare Modell nicht nur ungeeignet, sondern überhaupt unmöglich ist" – Rede des russischen Präsidenten Wladimir Putin auf der 43. Münchner "Sicherheitskonferenz" in deutscher ÜbersetzungQuelle: russland.ru, veröffentlicht bei der AG Friedensforschung, Kassel]
siehe dazu auch:
- Der Ukraine-Konflikt 3 – Westliche Naivität oder westliche Machtpolitik? (Post, 25.03.2014) 

Gabriele Krone Schmalz über NATO in Zivil in der Ukraine, Russland und Medienpropaganda1 {13:24}

Andreas Koepnick  
Am 13.09.2014 veröffentlicht  
»Das macht mir insofern Sorge: Wenn Menschen nicht mehr glauben, was in den Medien informiert wird, wenn Menschen auch Politikern nicht mehr glauben, dann fliegt uns unser wunderschönes System Demokratie früher oder später um die Ohren.«
[obiges Video ab 8:00]


„Nun, natürlich, das Volk will keinen Krieg. Warum sollte auch irgendein armer Landarbeiter im Krieg sein Leben aufs Spiel setzen wollen, wenn das Beste ist, was er dabei herausholen kann, daß er mit heilen Knochen zurückkommt? Natürlich, das einfache Volk will keinen Krieg; weder in Rußland, noch in England, noch in Amerika, und ebenso wenig in Deutschland. Das ist klar.
Aber schließlich sind es die Führer eines Landes, die die Politik bestimmen, und es ist immer leicht, das Volk zum Mitmachen zu bringen, ob es sich nun um eine Demokratie, eine faschistische Diktatur, um ein Parlament oder eine kommunistische Diktatur handelt. (…)
Das Volk kann mit oder ohne Stimmrecht immer dazu gebracht werden, den Befehlen der Führer zu folgen. Das ist ganz einfach. Man braucht nichts zu tun, als dem Volk zu sagen, es würde angegriffen, und den Pazifisten ihren Mangel an Patriotismus vorzuwerfen und zu behaupten, sie brächten das Land in Gefahr. Diese Methode funktioniert in jedem Land.“
[Hermann Göring, 18. April 1946, Nürnberg, abends in seiner Zelle, „achselzuckend“
(vgl. G.M. Gilbert, „Nürnberger Tagebuch“, Fischer Frankfurt a. M., 1962, S. 270)
(Gilbert war ehemaliger Gerichts-Psychologe beim Nürnberger Prozess gegen Hauptkriegsverbrecher) 
Zitat gefunden in: Hermann Göring: Natürlich will das Volk keinen Krieg, ABER …, Wissensspeicher, orbit9]

yyy {Helmut Schmidt}
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Am 15.07.2014 veröffentlicht  
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siehe auch:
- Ende des Ausnahmezustands (Bernd Rheinberg, SalonKolumnisten.com, 17.06.2018)
- Immunabwehr der Gesellschaft und die Unmöglichkeit der Kritik (Sozialtheoristen, 04.06.2018)
Die Entscheidung – Kapitaldiktatur oder Souveränität der Menschen (Teil 2) (Neue Debatte, 02.06.2018)
- Die Logik imperialer Kriege (Neue Debatte, 01.06.2018)
Realität, Interpretationen und Koordinatensysteme (Post, 05.11.2017)
- Wirklich schade, dass Frank Schirrmacher so früh gestorben ist (Wochenrückblick, NachDenkSeiten, 18.11.2016)
- "Staatsbürgerkunde" zur dt. Parteienlandschaft (Die Anstalt vom 4. Oktober 2016) (Daily Viral Videos, 04.10.2016)
- Warum schweigen die Lämmer? – Der Mensch im Geflecht von Medien, Manipulation und Macht (Post, 14.07.2016)
- Jürgen Habermas - das Problem der Legitimität (Wilhelm Vossenkuhl, SWR2 Wissen, 06.01.2014) 
- Theorie des kommunikativen Handelns (Wikipedia)
- Habermas' Theorie der deliberativen Politik - Springer (PDF-Download)
- Deliberative Demokratie (Wikipedia)
- „Ich beginne zu glauben, dass die Linke recht hat“ (Frank Schirrmacher, FAZ.net, 15.08.2011)

Georg Schramm alias Lothar Dombrowski bei der GLS Bank {28:00}

GLS Bank  
Am 15.07.2014 veröffentlicht  
Der Kabarettist und GLS Bank-Kunde Georg Schramm hielt anlässlich des 40. Bank-Geburtstags der GLS Bank im Bochumer RuhrCongress am 13. Juni 2014 eine fulminante und kritische Rede über die aktuellen gesellschaftlichen und politischen Konflikte.
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Georg Schramm: Festrede Otto-Brenner-Preis 2017 {25:10}

Jörg Wagner  
Am 22.11.2017 veröffentlicht  
Georg Schramm war eine Art Überraschungsgast bei der Otto-Brenner-Preisverleihung 2017. Daher ist diese Videoaufnahme freihändig, 25 Minuten ohne Stativ aus "der Hüfte geschossen" zu Stande gekommen und hat unübersehbare Mängel, die die Stabilisierungsfunktion der Schnittsoftware nicht vollständig kompensieren konnte. Dennoch ist der Auftritt absolut sehenswert und es wäre schade, wenn er nur als Video-Livestream des Abends im Nichts verrauscht wäre.
Update: Inzwischen hat auch die Otto-Brenner-Stiftung ihre Aufnahme hochgeladen: https://youtu.be/jxyYK355T_8
Was: Festrede beim Otto-Brenner-Preis 2017
Wer: Georg Schramm, Kabarettist
Wo: Hotel Pullman, Berlin
Wann: 21.11.2017, 17:18 Uhr

»Helmut Schmidt ist tot und wir, die ihn überlebt haben, müssen jetzt erwachsen werden. Ob wir es wollen oder nicht.«
[Giovanni di Lorenzo, zit. in Zum Tod von Helmut Schmidt "Der Lotse ist von Bord gegangen", Süddeutsche Zeitung, 10.11.2015]
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