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Samstag, 1. Oktober 2016

NSU: Vorsätzliche Aktenvernichtungen beim Bundesverfassungsschutz

Bundesanwaltschaft weiß Bescheid und unternimmt nichts


Die Aktenvernichtungen im Bundesamt für Verfassungsschutz nach dem Auffliegen des NSU-Trios im November 2011 geschahen vorsätzlich und nicht wie bisher kolportiert aus Versehen. Für diese Feststellung präsentierte der Untersuchungsausschuss des Bundestages bei seiner letzten Sitzung am Freitag Belege. Die Bundesanwaltschaft kennt den Sachverhalt seit mindestens zwei Jahren und unternahm nichts.
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Nach der Vernichtung von Beweismaterial im Falle des NSU-Tatverdächtigen Jan Botho Werner, veranlasst durch die oberste Ermittlungsbehörde selbst, rückt damit der nächste Fall von Spurenverwischung durch Sicherheitsbehörden in den Fokus. Es sind Vorgänge, die Jahre zurückliegen und die belegen, wie sehr die Aufklärung des Mordkomplexes durch Behörden behindert wird. Der NSU-Skandal endet nicht 2011, sondern fand danach unter anderen Vorzeichen seine Fortsetzung und reicht bis in die Gegenwart.

Am 4. November 2011 wurde das NSU-Trio bekannt. Am 11. November veranlasste ein Referatsleiter im Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) in Köln die Löschung von Akten zu mindestens sieben Quellen im rechtsextremen Thüringer Heimatschutz (THS), in dem sich auch die NSU-Mitglieder Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe bewegt hatten.

Die Aktenvernichtung sei der damaligen chaotischen Ermittlungssituation geschuldet gewesen, so die offizielle Version, wie sie auch dem ersten NSU-Untersuchungsausschuss des Bundestages noch 2012 und 2013 erzählt worden war. Jetzt erfährt man: Der Bundestag wurde getäuscht, die Aktenvernichtung geschah aus Vorsatz, um die Verantwortung des Amtes, die drei Untergetauchten nicht gefasst zu haben, zu verschleiern.

mehr:
- NSU-Ausschuss deckt auf: Vorsätzliche Aktenvernichtungen beim Bundesverfassungsschutz (Thomas Moser, Telepolis, 01.10.2016)
siehe auch:
- Oberstaatsanwältin Anette Greger: Übereinstimmende DNA an drei Tatorten wahrscheinlich verunreinigt (Georg Lehle, Friedensblick, 30.09.2016)

mehr zum NSU


Brauner Terror - Blinder Staat - Die Spur des Nazi-Trios [42:50]


Veröffentlicht am 11.09.2012
Erstausstrahlung: ZDF Frontal 21 Dokumentation 26 06 2012  
14 Jahre lang lebten die Neonazis Beate Zschäpe, Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos im
Untergrund, verübten Morde, Bombenanschläge und Raubüberfälle, ohne dass die Ermittler ihnen auf die Spur kamen. Die Frontal21-Dokumentation zeichnet das Leben und die Taten der Terroristen nach und belegt das Versagen von Verfassungsschutz und Polizei.
Angehörige der Täter und der Opfer, Zeugen der Taten sowie verantwortliche Ermittler nehmen Stellung zu einer in der Geschichte der Bundesrepublik einmaligen Verbrechensserie.
War es die Eitelkeit einzelner Ermittler, die verhinderte, dass das Trio gefasst werden konnte? Zeugen der rassistischen Morde berichten in der Dokumentation, dass ihre Aussagen über die beobachteten Täter bewusst ignoriert wurden. Die Spur zu den Neonazis ging immer wieder verloren, weil die Fahnder irrtümlich ausländische Verbrecherkartelle hinter den Morden an acht Türken, einem Griechen und einer Polizistin vermuteten. Wären die Ermittler der richtigen Spur zum Nazi-Trio gefolgt, hätten sie den Fall an übergeordnete Behörden abgeben müssen. Das aber, so belegen Dokumente, sollte verhindert werden.
Ex-Verfassungsschutzchef gesteht Fehler
Der frühere Thüringer Verfassungsschutzchef Helmut Roewer gesteht Fehler des Geheimdienstes bei der Observation des Neonazi-Trios ein. So habe man die Beschaffung der Mordwaffen nicht bemerkt. "Das haben wir nicht gesehen", sagt Roewer in der Dokumentation: "Damit muss man leben."
Die Eltern von Uwe Böhnhardt berichten, wie sie sich drei Mal mit den Untergetauchten treffen konnten, ohne dass Polizei und Verfassungsschutz eingriffen. Dabei wurden die Telefone der Familien intensiv abgehört und der Bekanntenkreis des Trios jahrelang überwacht. "Wenn wir als Eltern Gelegenheit haben, sie zu treffen, mit ihnen zu telefonieren, dann ist es nicht vorstellbar, dass die Behörden das nicht mitbekommen haben", sagt Brigitte Böhnhardt im Frontal21-Interview.
Scheitern der Ermittlungsbehörden
Die Dokumentation schildert mit Hilfe von Zeitzeugen den Werdegang des Trios Zschäpe, Böhnhardt. Mundlos von den frühen neunziger Jahren bis zum Ende der Terrorzelle im November 2011 und dokumentiert das Scheitern der Ermittlungsbehörden, deren Fahnung über ein Jahrzehnt erfolglos blieb.
weitere Informationen unter:
Website: http://rassismus-toetet.de
Facebook: https://www.facebook.com/rassismus.totet
Twitter: https://twitter.com/rassismustoetet
Audiostreams zum Thema: http://www.mixcloud.com/rassismus_toetet

3 Jahre NSU Ermittlung: Pannen und Skandale oder: NSUpps die Pannenshow (Heute Show 07.11.14) [6:00]

Veröffentlicht am 09.11.2014
Drei Jahre NSU-Skandal und zahlreiche Pannen: Vernichtung von zur Ermittlung relevanten Akten, Verharmlosung rechter Terrornetzwerke, bewusste Ermittlungen in die falsche Richtung bis zur Behinderung von Ermittlungen durch den Verfassungsschutz. Wie blind sind die Ermittler auf dem rechten Auge? Christian Ehring und Oliver Welke in "NSUpps die Pannenshow"!
© ZDF 2014 ● Alle Rechte vorbehalten ● Die Heute Show - Immer Freitags um 22.30 Uhr im ZDF.

NSU und latenter Rassismus (Die Anstalt vom 17.11.2015) [3:10]

Veröffentlicht am 21.11.2015
Die Nazis sind nicht das Problem.
Das Problem ist das "Wir-und-Die"-Denken. Das Problem ist, dass Deutsche anderen Deutschen das Recht, sich "deutsch zu fühlen" (was auch immer das sein mag) absprechen, nur weil sie andere Vorfahren, Hautfarbe oder Muttersprache besitzen (und nur _manchmal_ einen anderen Pass, weil man hier "Staatsangehörigkeit" nicht politisch, sondern kulturell zu begreifen versucht).
Das Problem ist, dass diese Gesellschaft immer noch denkt —wenn auch latent—, dass "Deutsch-Sein" eine biologische Eigenschaft ist.
Das Problem ist der strukturelle und latente Rassismus, und zwar in der MITTE unserer Gesellschaft.
Das Problem, das sind wir.

Die Anstalt und der NSU-VS-Komplex [11:03]

Veröffentlicht am 02.06.2015
Die Satire-Sendung ›Die Anstalt‹ widmete sich am 26.5.2015 dem Ge-Heim-Dienstwesen in und mit der BRD – wieder einmal exzellent in Szene gesetzt, mit Wortwitz, bitterer Ironie und mit einem Gespür für Details.
Ein ausgezeichneter Obduktionsbericht.
Zum Beispiel der Umstand, wie man mit Skandalen nicht untergeht, sondern aufblüht … Frage: »Wie machen Sie das, dass nach jedem Skandal Ihr Etat erhöht wird?« Antwort: »Das ist … geheim.«
Oder die Frage nach der Demokratie … BoND fragt im Vorhof der Bundeskanzlerin: »Kann ich jetzt rein?« Antwort: »Nö, die ist beschäftigt. Die Demokratie ist im Haus.« BoND zeigt sich irittiert und neugierig: »Ach, gibt’s die noch?«
Oder die Frage nach dem kriminellen Führungspersonal des Verfassungsschutzes … »Acht von zwölf Präsidenten des Verfassungsschutzes hatten Dreck am Stecken. Im Grunde genommen müßten die sich eigentlich selbst als kriminelle Vereinigung einstufen.«
Die Anstalt zeigt dazu ein eigens erstelltes Fahndungsplakat mit den dazugehörigen Straftatbeständen: • Verfassungsschutzpräsident Otto Hahn – Hochverrat • Verfassungsschutzpräsident Hubert Schrubbers – NaziJustiz • Verfassungsschutzpräsident Günther Nollau – Ausspähung des Bundeskanzlers • Verfassungsschutzpräsident Richard Meier – fahrlässige Tötung • Verfassungsschutzpräsident Heribert Hellenbroich – Landesverrat • Verfassungsschutzpräsident Ludwig Holger Pfahls – Steuerbetrug • Verfassungsschutzpräsident Eckardt Werthebach – Geheimnisverrat • Verfassungsschutzpräsident Heinz Fromm – Ermittlungsbehinderung, Aktenvernichtung
Oder die Frage nach dem staatseigenen Untergrund in Form gedeckter Nazis und geführter Neonazis. So wurde der Kriegsverbrecher Eichmann durch den BND geschützt, indem er seinen Aufenthaltsort verheimlichte … »Eichmann ist doch schon lange her … Wir haben doch ganz frische Nazis, haufenweise, die jahrelang unter den Augen des Verfassungsschutzes geraubt und gemordet haben.« Der Mann vom BfV widerspricht: »Moment einmal, der NSU waren drei Fanatiker …«
»Ich habe gehört, dass es sich dabei eher um ein ganzes Nazi-Netzwerk gehandelt haben soll …«
Der Mann vom BfV bessert nach: »Ja, wir waren aber ganz nahe dran …«
Der Mann vom BND krätscht dazwischen: »Puhh, das ist gut … Ich würde sogar sagen, dass er mittendrin war, anstatt nur dabei, die Hälfte der V-Leute waren vom Verfassungsschutz …«
Die dort gezeigten Grafiken wurden der Satiresendung ›Die Anstalt‹ zur Verfügung gestellt.
Im Laufe der Recherchen zum Buch ›Der NSU-VS-Komplex‹ stellte sich mir – wie vielen anderen auch –die Frage, wie man bestimmte Schlussfolgerungen/Zwischenergebnisse anschaulich komprimieren kann, ohne die Komplexität und Vielschichtigkeit zu verwischen.
Aus diesen Überlegungen ist die Idee erwachsen, drei Grafiken zu erstellen, die die verschiedenen ›Perspektiven‹ zum NSU-VS-Komplex präsentieren:
Das erste illustriert die Version der Generalbundesanwaltschaft, der Anklage und des OLG in München, aber auch der meisten Medien: Der NSU bestand aus drei Mitgliedern, zwei sind tot und das Letzte schweigt.
Die zweite Grafik dokumentiert das Selbstverständnis des NSU, der sich immer als ›Netzwerk von Kameraden‹ verstanden hat und versteht: »Der Nationalsozialistische Untergrund ist ein Netzwerk von Kameraden mit dem Grundsatz Taten statt Worte«.
Die Namen, die wir ausgewählt haben, benennen Neonazis, die politisch und ideologisch das Konzept der ›führerlosen‹ Terrors unterstützt haben und die den NSU durch zahlreiche Unterstützungsleistungen ermöglicht und getragen haben: durch die Bereitstellung von Wohnungen, Papieren, Geld, Waffen u.sw.. Sie stehen auch auf der (konspirativen) Telefon- und Adressliste, die in der Garage in Jena 1998 gefunden wurde und das ›Who is who‹ der Neonazisszene abbildet.
Die dritte Grafik soll die Wirklichkeit wiedergeben: Zahlreiche Neonazis, die zum Netzwerk des NSU gehör(t)en, waren nicht nur ›Kameraden‹, sondern auch V-Leute der Polizei und des Verfassungsschutzes bzw. des Bundesnachrichtendienstes/BND. In welchen Quantität und Qualität der NSU vom Staatsanteil durchzogen ist, gibt diese dritte Grafik sicherlich eindrucksvoll wider.
Auch hier haben wir nicht alle bislang namentlich bekannten V-Leute im Nahbereich des NSU aufgeführt, sondern eine Auswahl getroffen – die man ggf. ergänzen/anders treffen kann.

Tagesschau - Celler Loch [2:02]

Hochgeladen am 03.12.2007
Als Celler Loch wurde ein Loch bekannt, das 1978 in die Außenmauer der JVA Celle gesprengt wurde. Der Anschlag war vom Verfassungsschutz fingiert worden...

Das Celler Loch ist kein Einzelfall - NDR [6:07]

Hochgeladen am 02.01.2010
Extra 3 deckt die geheimsten Sprengstoffanschläge der GSG 9 auf. Ein Bericht vom 16.05.1986

Das Puddingattentat auf Humphrey [1:36]

Hochgeladen am 10.07.2009
Ausschnitt zum geplanten Pudding-Attentat auf den amerikanischen Vizepräsidenten

Fritz Teufel - oder: Warum haben Sie nicht geschossen? Dokumentarfilm/Interview in der Groni50 [1:01:12]

Veröffentlicht am 22.03.2012

Günther Jauch im Gespräch mit Fritz Teufel 1988 [8:10]

Veröffentlicht am 07.07.2014
Günther Jauch im Gespräch mit Fritz Teufel 1988
Ausschnitt aus der TV-Show 'Na siehste'
siehe auch:
- Fritz Teufel ist tot (Nada Weigelt, news.de, 07.07.2010)
- Zum Tod von Fritz Teufel – Die Späße, die ihr kennt (Lorenz Jäger, FAZ, 07.07.2010)
- ALT-68ER: Fritz Teufel mit 67 Jahren gestorben (welt.de, 07.07.2010)
- Fritz Teufel gestorben: "Er verstand die Welt nicht, in der er lebte" (Interview mit Rainer Langhans, SPON, 07.07.2014)

Erwin Pelzig über Sächsische Demokratie und die NSU - Neues aus der Anstalt 13.12.2011 - HD [5:17]


Hochgeladen am 20.12.2011
Erwin Pelzig in "Neues aus der Anstalt" vom 13.12.2011 über Sächsische Demokratie, den Neonaziaufmarsch in Dresden und die NSU. In HD.

Erwin Pelzig: Was ist Wahrheit? Was ist Lüge? Was ist verlogen? Unsere Lebenslüge bricht zusammen! [4:44]

Veröffentlicht am 11.02.2016
Februar 2016: Der Politische Aschermittwoch mit Erwin Pelzig.
►Glaube denen die Wahrheit suchen und zweifle an denen die Wahrheit gefunden haben! ◄

Sonntag, 24. Mai 2015

NSU-Sumpf und kein Ende

Der Journalist Peter Ohlendorf recherchiert mit geringen Ressourcen in Sachen Nazi-Untergrundgruppen und kritisiert eine große Untätigkeit in Politik und Medien

Peter Ohlendorf, Jahrgang 1952, absolvierte die Deutsche Journalistenschule in München und arbeitete dann lange Jahre für den Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk. Heute produziert er in Freiburg mit einer eigenen Firma Dokumentarfilme. 2012 hatte sein Aufsehen erregender Enthüllungsfilm "Blut muss fließen. Undercover unter Nazis" über die europäische Szene der Nazi-Konzerte auf der Berlinale Premiere. 2014 startete er das NSU-Rechercheprojekt "Heilbronn-Komplex".
► Ende März starb im Kreis Karlsruhe eine ehemalige Zeugin des NSU-Untersuchungsausschusses des Landtags von Baden-Württemberg. Sie war eine Vertraute eines noch wichtigeren Zeugen gewesen, der 2013 kurz vor seiner wohl endgültig brisanten Aussage zum NSU in seinem Auto verbrannte. Die Frau starb angeblich überraschend an einem Blutgerinnsel, das sich nach einem leichten Motorradunfall gebildet haben soll. Haben Sie Zweifel an der offiziellen Version?

Peter Ohlendorf: Grundsätzlich sollten wir als Journalisten und Journalistinnen Zweifel haben – gerade in dem Kontext. Gerade in Baden-Württemberg ist die Aufarbeitung des NSU leider überhaupt nicht so betrieben worden, wie es nötig gewesen wäre. Der Innenminister setzte eine "Ermittlungsgruppe Umfeld" ein – es ist schon seltsam, dass gerade die Behörden, die vieles nicht so ermittelt haben, wie es hätte sein sollen, aufgefordert wurden, sich selbst noch mal zu untersuchen, um festzustellen, ob etwas falsch gelaufen ist. Der Untersuchungsausschuss ließ sehr lange auf sich warten, was – und das ist nett formuliert – peinlich ist.

Es zeigt sich, dass es super wichtig ist, dass andere hineingucken. Der Untersuchungsausschuss tut das nun und wir von der journalistischen Seite sind dazu aufgerufen, da mit aller Skepsis ranzugehen – und natürlich auch mit kühlem Kopf. Ich bin ein absoluter Gegner von Verschwörungstheorien. Wir müssen gucken, wo wir Fakten ans Tageslicht bringen können - und da muss man sich schon fragen: Wie viele Zeugen sterben eigentlich noch auf schwer erklärbare Weise weg? Im neuesten Fall müssen wir die Obduktionsergebnisse abwarten, aber auch mit langem Atem drumherum recherchieren.

mehr:
- "Der Schlüssel zum NSU liegt in Heilbronn" (Ralf Hutter, Telepolis, 24.05.2014)
- NSU: Das Zeugensterben geht weiter (MiGation, 17.04.2014)
» Unterm Strich ist Corelli bereits der Siebte, der unter dubiosen Umständen ums Leben gekommen ist. Die wohl bekanntesten Toten in diesem Zusammenhang dürften Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos sein, die offiziell ebenfalls Selbstmord begangen haben, in dem Wohnmobil, das sie zuvor in Brand gesetzt haben sollen. Neuere Untersuchungen lassen allerdings weitere Zweifel an der offiziellen Version aufkommen: In den Lungen der Toten wurden keine Rußpartikel gefunden. Die drei anderen Toten waren hochrangige Beamte des LKA Thüringen, die mit der NSU-Fahndung befasst waren. Sie starben 2001/2002 ebenfalls unter mysteriösen Umständen..«
 - Das große NSU-Zeugensterben geht weiter (Elsässers Blog, 13.04.2014)
Der plötzliche Tod dieses wichtigen Zeugen ist nicht der erste. “Abgefackelt, aufgehängt, ausgelöscht – NSU: Das große Zeugensterben” war schon die Aufmachergeschichte in der Januar-Ausgabe von COMPACT. Darin führten wir insgesamt sechs seltsame Todesfälle auf:
- COMPACT 1/2014 – Das unheimliche NSU-Zeugensterben (Politaia, 28.12.2013)
- Compact im Januar 2014 – Das unheimliche NSU Zeugensterben (Nuoviso, 27.12.2013)
- NSU-Morde (Wikipedia)
- Akten-, Datenvernichtung und Ermittlungspannen (NSU-Morde, Wikipedia)

Montag, 15. Februar 2016

Der nächste Todesfall im NSU-Komplex

Der Verlobte der toten Zeugin Melisa M. soll Suizid begangen haben - Gibt es einen Zusammenhang mit dem Fall Florian H. und dem Kiesewetter-Mord?


Im NSU-Komplex gibt es den nächsten Todesfall. Mit einer Woche Verspätung erfährt man vom Tod des 31jährigen Sascha W. aus Kraichtal in Baden-Württemberg. W. war der Verlobte von Melisa M., die im März 2015 vom NSU-Untersuchungsausschuss in Stuttgart befragt worden war und vier Wochen danach an einer Lungenembolie verstarb, 20 Jahre alt.


Melisa M. wiederum war einmal Freundin von Florian Heilig, einem Neonazi-Aussteiger, der am 16. September 2013 in seinem Auto auf dem Cannstatter Wasen in Stuttgart verbrannte. Am selben Tag sollte er vom Landeskriminalamt zum Thema NSU vernommen werden. Heilig hatte in der Vergangenheit gesagt, er wisse, wer die Polizeibeamtin Michèle Kiesewetter 2007 ermordet hatte. Das sollen aber nicht Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos gewesen sein.

Sascha W. ist der dritte in einer Kette von Todesfällen, die mit dem NSU-Komplex zusammenhängen.

Er wurde am Montag vor einer Woche (8. Februar) abends gefunden. Weil keine natürliche Todesursache festgestellt wurde, ordnete die Staatsanwaltschaft Karlsruhe eine Obduktion an. Nach Auskunft von Behördensprecher Tobias Wagner habe man "bislang keine Anhaltspunkte für Fremdverschulden" gefunden. Man gehe von einem Suizid aus. Zusätzlich gebe es eine Abschiedsnachricht von Herrn W., die elektronisch verschickt wurde.

mehr:
- Nächster Todesfall im NSU-Komplex (Thomas Moser, Telepolis, 15.02.2016)

Der Fall Melisa M. - Das NSU-Zeugensterben geht weiter {7:28}

NuoViso.TV
Am 04.04.2015 veröffentlicht
Ein weiterer Zeuge im NSU-Prozess ist gestorben - oder gestorben worden? Erst 2013 verbrannte der damalige Freund von Melisa M. in seinem Auto - angeblich Selbstmord aus Liebeskummer. Sein Vater bestritt dies gegenüber COMPACT. Nun ist Melisa selber tot und reiht sich ein in eine Reihe mysteriöser Todesfälle um den NSU-Prozess.
Die komplette Sendung gibt es unter: https://www.youtube.com/watch?v=Ngtr0...
Unterstütze die Produktion von COMPACT-TV mit einem Abonnenement der monatlichen Heftausgabe: http://abo.compact-online.de

Das unheimliche NSU-Zeugensterben (Jürgen Elsässer) {11:17}

Neue Horizonte
Am 27.03.2014 veröffentlicht
Im NSU Prozess geht es zu wie im belgischen Dutroux-Prozess. Reihenweise werden die Zeugen gestorben - durch mysteriöse und obskure Umstände.
Ein Verschwörungstheoretiker, wer böses dabei denkt?
Ausschnitt aus dm kompletten Interview der COMPACT Ausgabe vom Januar 2014:
https://www.youtube.com/watch?v=MRSKp...

Skandal (NSU) Unglaubliches Interview mit Richter a D Heindl {1:30:20}

GameOverBilderbergr
Am 26.07.2017 veröffentlicht
Gruß an die, die Gerechtigkeit wollen.
Quelle: http://derhonigmannsagt.wordpress.com
Das Video darf verbreitet werden.

siehe auch:
- Das Mord-Trio (Thomas Fischer, ZEIT-Online, 14.07.2015)

zu Thomas Fischer siehe auch:
- Bundesgerichtshof: Der unbequeme Richter (Sabine Rückert, ZEIT Online, 06.10.2014)
- Netzpolitik.org: BGH-Richter Thomas Fischer liest die Leviten (Markus Kompa, Telepolis, 11.08.2015)
Fischer vermisst zudem eine Haltung der Bundesrichterkollegen zum NSA-Skandal: "Wann immer, so mein Eindruck, an den Tischen der bundesgerichtshöflichen Kollegenschaft das Akronym "NSA" fiel und das Wort "Generalbundesanwalt" und der Begriff "Legalität", senkten sich die Köpfe rasch über die Salatsauce und die Fusilli siciliana."
zum NSA-Skandal:
- NSA-BND: Der Bericht des Sonderermittlers (Post, 31.10.2015)

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Sonntag, 4. Dezember 2016

NSU: Geheimdienste vs. Öffentlichkeit

NSU-Ausschuss: Der Inlandsgeheimdienst führt Parlament und Öffentlichkeit fortgesetzt vor

Das Stück, das der Bundesverfassungsschutz um die Verschleierung seines Wissens über das NSU-Trio aufführt, wird immer tolldreister. Es heißt: Täuschung von Parlament und Öffentlichkeit und erlebt permanent neue Aufführungen. So auch in der jüngsten Sitzung des Bundestags-Untersuchungsausschusses Anfang Dezember 2016, sprich: fünf Jahre nach Aufdeckung des Skandals. Drei VS-Beamte - vier verschiedene Darstellungen: So lässt sich das Auskunftsverhalten des Dienstes zur Frage der illegalen Aktenvernichtungen im Amt zur Zeit zusammenfassen.

Die Sitzung ergab darüberhinaus weitere Hinweise auf die tendenziösen Ermittlungen sowohl vor dem Auffliegen des NSU-Trios im November 2011 als auch danach. "Vor 2011" wurden die Ressourcen nicht gebündelt - "nach 2011" sollten nur Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos als Täter identifiziert werden.

mehr:
- Bundesverfassungsschutz: "Völlig ratlose" Aktenvernichter (Thomas Moser, Telepolis, 03.12.2016)

Innenministerium ließ nach NSU-Auffliegen Akten vernichten [1:22]

Georg Lehle Veröffentlicht am 20.07.2012 
Untersuchungen zum Rechtsterrorismus Ministerium ließ Verfassungsschutzakten vernichten Das Bundesinnenministerium hat zehn Tage nach dem Auffliegen der Thüringer Neonazi-Terrorzelle NSU die Vernichtung von Verfassungsschutz-Akten zum Thema Rechtsextremismus angeordnet. Ein Sprecher des Innenministeriums bestätigte einen entsprechenden Bericht der "Stuttgarter Nachrichten". Er betonte allerdings, dass die Akten nichts mit dem NSU zu tun hätten. Am 19.07 forderte der NSU Untersuchungsausschuss die deutschen Behörden auf, "die Vernichtung von Akten mit Bezug zum Rechtsextremismus sofort einzustellen." Abgeordnete zeigten sich teilweise "fassungslos" darüber, „wie die Sicherheitsbehörden mit den Akten umgehen und umgegangen sind". http://friedensblick.de/1589/gibt-es-...

Der NSU Komplex - Reportage & Doku ARD 2016 [53:36]

Keper DOKU Veröffentlicht am 10.11.2016 
Doku von Das Erste Deutsche Fehrnsehen aus dem Jahr 2016 über das Nazinetzwerk NSU, das mithilfe und unter den Augen des Staates mordend durch.
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Dienstag, 3. November 2015

NSU: Mordfall Kiesewetter wird zur Geisterbahn

Polizisten sollen aktuell Zeugen vernommen haben - doch keine Behörde will etwas davon wissen

Der Mord an der Polizistin Michèle Kiesewetter gerät zur Geisterfahrt. Zwei Zeugen aus Heilbronn erklärten vor dem Untersuchungsausschuss in Stuttgart, vor wenigen Monaten von Kriminalbeamten neu vernommen worden zu sein. Doch keine maßgebliche Behörde will eine solche Vernehmung in Auftrag gegeben haben. Wird das Parlament von der Exekutive hintergangen? Die Aufklärung der NSU-Mordserie gestaltet sich zusehends unheimlicher.
Am 25. April 2007, als in Heilbronn auf die zwei Polizisten Michèle Kiesewetter und Martin Arnold geschossen wurde, war das Ehepaar Muzaffer und Zeliha K. mit ihrem kleinen Kind in einem Park unterwegs, unweit des Tatortes Theresienwiese. Gegen 14.15 Uhr, also kurz nach dem Anschlag, fiel ihnen ein hektisch flüchtender Mann auf, der sich offenbar vor einem über ihnen kreisenden Polizeihubschrauber im Gebüsch verstecken wollte - 1.75 bis 1.80 Meter groß, 25 bis 27 Jahre alt, sportliche Figur, braune Haare, helle Haut, weißes T-Shirt, helle Jeanshose, so ihre Beschreibung.

Die K.s meldeten ihre Beobachtung der Polizei. Die nahm sie ernst und ließ ein Phantombild von dem fliehenden Mann erstellen. Die Sonderkommission Parkplatz wollte es zusammen mit anderen Phantombildern für die Fahndung herausgeben. Doch der verantwortliche Staatsanwalt von Heilbronn untersagte die Veröffentlichung jeglicher Phantombilder mit stets dem Argument: die Angaben der Zeugen seien nicht glaubhaft. Noch im April 2011, vier Jahre nach der Tat, schrieben die Ermittler des Landeskriminalamtes in einem Vermerk: "Die Veröffentlichung des Phantombildes ist notwendig".

Nach der Aufdeckung des NSU im November 2011 rechnete die Bundesanwaltschaft die Tat von Heilbronn allein Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos zu. Das Phantombild des Mannes, den Muzaffer und Zeliha K. am Tattag flüchten sahen, ähnelt aber weder Böhnhardt noch Mundlos.

mehr:
- Mordfall Kiesewetter wird zur Geisterbahn (Thomas Moser, Telepolis, 03.11.2015)

NSU: Mordfall Kiesewetter [3:09]

Veröffentlicht am 25.01.2014
Im NSU-Prozess vor dem Oberlandesgericht München wird heute zum ersten Mal der Mord an der Polizistin Michèle Kiesewetter im April 2007 behandelt. Mehrere damals ermittelnde Polizisten sind als Zeugen geladen.

Quelle: ARD - Mittagsmagazion _ http://mediathek.daserste.de/sendung-...
NSU-Polizistenmord in Heilbronn - Neue Fakten, neue Fragen | REPORT MÜNCHEN [8:16]

Veröffentlicht am 11.07.2012
2007 sollen die beiden Naziterroristen Mundlos und Böhnhardt am hellichten Tag die Polizistin Michèle Kiesewetter erschossen haben. Jetzt tauchen neue Fragen zu diesem Verbrechen auf. Mitglieder des NSU-Untersuchungsausschusses im Deutschen Bundestag verlangen in report MÜNCHEN lückenlose Aufklärung.

ZDF heute journal 21.01.2014 - Der Fall Michèle Kiesewetter [31:01]

Veröffentlicht am 22.01.2014

siehe auch:
- NSU-Ausschuß kritisiert Verfassungsschutz: "Absolute Transparenz soll an vorderster Stelle stehen" (Katharina König im Gespräch mit Korbinian Frenzel, Deutschlandradio Kultur, 06.11.2015)
Nicht nachvollziehbar sei, dass es Geheimdiensten noch immer gelinge, dem Untersuchungsausschuss wichtige Unterlagen vorzuenthalten.
- NSU-Prozess: Das gewalttätige Schweigen der Beate Zschäpe (Interview von Dieter Kassel mit dem Psychologen Christian Kohlross, Deutschlandradio Kultur, 12.01.2015)

Dienstag, 24. März 2015

NSU und Nemzow – keine Parallelen

Der folgende Post ist der erste von drei Teilen und wurde exklusiv für den Blog von Fatalist und dem Arbeitskreis NSU geschrieben. Er ist hier aus archivarischen Gründen noch einmal nachzulesen.
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Nein, das Weihnachten angekündigte Fazit ist es nicht, sondern nur ein Teilaspekt, möglicherweise der entscheidende, denn da in den Akten nicht drin steht, wer den Mord beging, können wir ihn schlichtweg nicht aufklären.
Dreist wenn wir wüßten, wer die Mörder waren, ginge es nicht. Wir könnten die Halunken am Schlafittchen ins Büro des Ministerpräsidenten schleppen und sie ihm auf seinen frisch gesaugten Teppich werfen. Der jeweils amtierende Regierungschef würde uns stehenden Fußes verhaften lassen, um diesen Frevel mit wenigstens 30 Jahren verschärfter Festungshaft zu bestrafen.
Mithin, man nähert sich dem Fall Heilbronn nicht, indem man nach den Tätern sucht, die eh nicht zu finden sind, sondern indem man eine Frage genauer untersucht.
Warum darf der Mord an der Polizistin Michelle Kiesewetter nicht aufgeklärt werden?
Aufklärung ist die Aufgabe der Ermittler, Staatsanwälte und Gerichte. Ein wesentlicher Teil derer Arbeit ist weisungsgebunden, damit vom Wohlwollen der jeweiligen Regierung abhängig, denn wenn Ermittler ermitteln dürfen, wie sie es können, dann finden sie auch die Täter. Wenn ihnen aber Baseballschläger zwischen die Beine gehauen werden, möglicherweise auch die eine oder andere Ermittlungshilfe mit selbigem Gerät verabreicht wurde, dann werden Täter nicht gefunden.

mehr:
- NSU: Mord in Heilbronn - ein Fazit - Teil 1 (Die Anmerkung, 24.03.2015)

Um die NSU-Morde kümmer ich mich nicht, weil da nie was rauskommen wird, eher zahlen die Griechen ihre Schulden. Aber wenn es bei den Ermittlungen um den Nemzow-Mord in Rußland genauso geht, dann rauscht’s hier im Blätterwald, und alle fordern Demokratie und Freiheit und: Putin ist mal wieder schuld.

Freitag, 11. Dezember 2015

NSU-Terroristen: Ungereimtheiten an der Selbstmord-Hypothese

Die Untersuchungsausschüsse und der Prozess gegen den NSU konnten Zweifel am Doppelselbstmord von Mundlos und Böhnhardt nicht beenden
Verweisen die vielen Ungereimtheiten in der von den Staatsschutzstellen vorgetragene Hypothese, dass die mutmaßlichen NSU-Terroristen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt in ihrem Wohnmobil am 4. November 2011 Selbstmord begangen haben sollen, auf Pannen und Unfähigkeit der Behörden?

mehr:
- NSU-Terroristen: Ungereimtheiten an der Selbstmord-Hypothese (Walter Gröh, Telepolis, 11.12.2015)

Mittwoch, 3. Juni 2015

Der Fall Edathy – Was in den Köpfen bleibt

Johannes der Täufer wird 1610 als 
nackter Jüngling dargestellt, Caravaggio, 
Herkunft, Jugend und Lehre: Mailand (1571–1592)
[Wikipedia]
Von Sebastian Edathy ist lediglich ein Wort geblieben: Kinderpornos. Sein Verdienst während der Untersuchung des NSU scheint jetzt schon vergessen zu sein.

Die "Edathy Affäre" ist verwirrend. Sie ist es deshalb, weil sie ein Kapitel eines an sich verwirrenden Buches ist. Das Buch heißt "Deutschland, seine Sicherheits- und Ermittlungsbehörden und der Rechtsterrorismus". Sebastian Edathy spielt in diesem Buch eine gewichtige Rolle. Bevor er der Pädophilie beschuldigt und von diesem Vorwurf freigesprochen wurde, war er der Vorsitzende des "Bundestagsuntersuchungsausschuss zur Aufklärung der Taten der Terrorgruppe Nationalsozialistischer Untergrund".

Der Ausschuss begann seine Arbeit am 26. Januar 2012 und legte am 22. August 2013 seinen 1.357-seitigen Abschlussbericht vor. In diesen eineinhalb Jahren befragte der "NSU-Ausschuss", wie er abgekürzt genannt wurde, zumeist immer an einem Dienstag und einem Donnerstag geladene Zeugen. Die Autorin dieser Zeilen saß diesem Ausschuss viele Monate lang bei und verfolgte die Sitzungen, die manchmal acht, zehn, zwölf, dreizehn Stunden andauerten.

Caravaggio, Amor als Sieger [Wikipedia]
Bei den Zeugen handelte es sich um Bundes- und Landesminister, Präsidenten der Verfassungsschutzbehörden, des Bundeskriminalamtes, Oberstaatsanwälte, Sonderermittler, Mitarbeiter des MAD, kurz: um die Eliten der Bundesrepublik Deutschland aus Judikative, Exekutive und Legislative.


Die Zeugen gehörten wechselnden Regierungen, unterschiedlichen Parteien und Bundesländern an. Es waren Männer, die über den zu untersuchenden Zeitraum von 14 Jahren nicht wissen wollten oder konnten, dass Rechtsterroristen in diesem Land unbescholtene Bürger aus rassistischen Motiven töteten. Diese Männer hatten Macht und Mandate. Sie beschuldigten sich nie gegenseitig. Sie hielten dicht ("Das darf ich Ihnen nicht erzählen"). Und zusammen.

Kein einziges Mal hat die Autorin dieser Zeilen den Satz "Ja, ich trage persönliche Verantwortung" vernommen. Immer, ich wiederhole, immer hieß es, "das föderale System der Bundesrepublik trägt Verantwortung an den Ermittlungspannen".

Was da als Panne umschrieben wurde, sind zuhauf geschredderte Akten, lügende
Caravaggio, Kleiner kranker Bacchus (1593), 
Museo Galleria „Borghese“, Rom [Quelle: ebda]
Verfassungsschützer, Minister, die Vernehmungen behinderten, Kriminaloberkommissare, die die Opfer in den Akten als "Schmarotzer" degradierten. Es war – egal, wer befragt wurde, egal in welchem Fall man stocherte – eine Aneinanderreihung von Merkwürdigkeiten und Zufällen, stets zugunsten der Täter und zu Lasten der Opfer. Asservatenkammern wurden geplündert, Spuren verwischt, eine Leiche wurde beklaut und zwei Zeugen starben auf mysteriöse Weise vor ihrer Prozessvernehmung im Münchener NSU Prozess.

mehr:
- SPD – Die "Edathy Affäre" ist ein Kapitel (Mely Kiyak, ZEIT Online, 03.06.2015)
siehe auch:
- Caravaggios irdischer Amor – Bildbeschreibung (Susanne Haun, 26.01.2013)

Dienstag, 18. Dezember 2018

"NSU 2.0" kündigt Mord an Kleinkind an – Drohbrief führt zu Frankfurter Polizisten

Die Ermittlungen um eine rechtsextreme Gruppe in der Frankfurter Polizei weiten sich aus.

Berlin - Der Fall um ein mutmaßliches rechtsextremes Netzwerk in der Frankfurter Polizei weitet sich aus. Gleichzeitig schweigen die Behörden eisern zu dem Fall. Inzwischen laufen Ermittlungen offenbar auch in anderen Dienststellen. Wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ berichtete, wurde im Zusammenhang mit den Vorwürfen unter anderem auch eine Dienststelle im Landkreis Marburg-Biedenkopf durchsucht.


Die Durchsuchungen sollen sich gegen einen der bereits im Verdacht stehenden fünf Polizeibeamten gerichtet haben. Dieser sei hier zeitweise eingesetzt gewesen. Nach Informationen der Zeitung soll es überdies weitere Verdachtsfälle in anderen Polizeipräsidien geben, die zunächst intern geprüft wurden. Die Staatsanwaltschaft kommentierte dies bislang nicht.

In dem Fall geht es um den Verdacht einer rechtsextremen Gruppierung in einem Polizeirevier in der Frankfurter Innenstadt. Die fünf mittlerweile suspendierten Beamten sollen sich in einer geschlossenen Chatgruppe regelmäßig rassistische Nachrichten geschrieben und Hakenkreuz und Hitlerbilder geschickt haben.

mehr:
- Mutmaßliche rechtstrextreme Chatgruppe in der Frankfurter Polizei – Noch ein NSU-Drohbrief gegen einen Anwalt (Katja Bauer, Stuttgarter Zeitung, 18.12.2018)
siehe auch:
- Rechtsextremismus in Hessen – Offenbar weitere Verdachtsfälle bei der Polizei (Constanze von Bullion, Susanne Höll, Süddeutsche Zeitung, 18.12.2018)

Donnerstag, 24. Juli 2014

KenFM im Gespräch mit: Jürgen Roth (Der stille Putsch)

KenFM im Gespräch mit: Jürgen Roth (Der stille Putsch) {1:36:39}

Veröffentlicht am 24.07.2014
Jürgen Roth gehört zu den namhaftesten investigativen Journalisten im deutschsprachigen Raum. Er geht dorthin, wo es wehtut, all seine bisherigen Bücher wurden zu Bestsellern. In seinem aktuellen Buch "Der stille Putsch" legt sich der Autor erneut mit den Mächtigen der Welt an. Kernthema in "Der stille Putsch" ist die vollständige Unterwanderung der Demokratie durch die global operierenden Wirtschaftseliten. Kein Bereich ist vor ihnen sicher.
Auch dieses Buch konnte in diesem Umfang nur entstehen, da sich der Autor zuvor über Monate mit zahlreichen Whistleblowern aus den unterschiedlichsten Chefetagen traf und ihre Aussagen anschließend anonymisiert zu Papier brachte. Während Roths bisherige Bücher eine breite Besprechung auch in den öffentlich-rechtlichen Medien erfuhren, ist es um dieses Buch bisher erstaunlich ruhig geblieben. Das verwundert um so weniger, da Roth in "Der stille Putsch" zeigt, dass die Korruption und das Kungeln nicht nur traditionell in Wirtschafts- und Bankenkreisen zum festen Bestandteil der Gegenwart gehört, sondern mittlerweile auch große Teile der deutschen Presselandschaft okkupiert hat. Die aufklärende Presse befindet sich im Dauer-Koma, spätestens seit dem 11. September 2001.
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Juergen Roth: Schmutzige Demokratie {5:39}

Arpad Hagyo
Am 20.01.2017 veröffentlicht 

Jürgen Roth - Der Deutschland Clan - Das skrupellose Netzwerk aus Politikern, Top-Managern & Justiz {6:09}

MrMarxismo
Am 21.06.2018 veröffentlicht 
Jürgen Roth - Der Deutschland Clan - Das skrupellose Netzwerk aus Politikern, Top-Managern und Justiz (2011)- Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass nur durch (möglichst gewaltfreie) soziale Revolutionen, die nationale & globale Herrschaft des Kapitals gebrochen werden kann!
Insofern gilt:
"Bis zur Revolution ist daher alles nur ein Kampf um die Köpfe der Menschen & um PROGRESSIVE Reformen!"
MrM.
Mein Tipp zum Nachdenken & Lachen:
Volker Pispers (28.11.2015)
https://www.youtube.com/watch?v=HCSz5...
Was ist Ökosozialismus? Daniel Tanuro
http://www.sozonline.de/2015/07/was-i...
„Wer sich nicht bewegt, der spürt seine Fesseln nicht.“
(Rosa Luxemburg)
http://www.attac.de
https://www.facebook.com/AttacD/
http://www.abruesten.de
http://www.oekosozialismus.net
http://www.sozialismus.info

Jürgen Roth "Der tiefe Staat" {16:07}

weltnetzTV
Am 06.06.2016 veröffentlicht 
»Wir befinden uns in einer tiefen gesellschaftlichen und politischen Krise mit einer strukturellen Verharmlosung rechter Gewalt, in der Demokratieentleerung und Bürgerwut drastisch zunehmen.«
Die Verbrechen des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) sowie deren Aufarbeitung werfen die Frage auf, ob rechtsextreme Verbindungen staatliche Institutionen durchziehen. Welche Rollen spielten in der Vergangenheit und spielen heute noch bundes- deutsche Geheimdienste, Justiz- und Polizeiapparat? Gab und gibt es heute noch eine Verbindung zwischen rechtsradikalen Organisa- tionen und öffentlichen Behörden?
Bestsellerautor Jürgen Roth zeigt in seinem neuen Buch, wie staatliches Versagen und rechte Gewalt zusammenhängen und erläutert die dafür wichtigen historischen Zusammenhänge.
Denn tatsächlich sprechen viele Indizien für rechte und sogar rechtsextreme Strukturen innerhalb öffentlicher Behörden. Das belegen einerseits Ermittlungen im NSU-Prozess oder zum Oktoberfest-Attentat von 1980, den Pogromen in Rostock- Lichtenhagen 1992 oder Brandanschlägen auf Flüchtlingsheime sowie andererseits Recherchen in die Anfangsjahrzehnte der Bundesrepublik. Der Autor zeigt, dass dieser ideologisch geprägte Fingerabdruck, von der Gründungsphase des demokratischen Deutschland bis heute nachweisbar ist und das politische Leben seitdem mehr oder weniger stark prägt.
von der Homepage des Autors
http://www.juergen-roth.com/der-tiefe...
Schau dir unser Programm an:
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Deutschlands Experte für organisierte Kriminalität - Jürgen Roth - TRUE CRIME STORIES #WV.WS {44:37}

Wahre Verbrechen.Wahre Stories
Am 14.07.2013 veröffentlicht 
Jürgen Roth ist einer der bekanntesten investigativen Journalisten Deutschlands. Seit 1971 veröffentlichte er über 40 Bücher & TV-Dokumentationen. Er gilt als führender Experte für organisierte Kriminalität in Deutschland & Osteuropa. 2009 erhielt er die Ehrenmitgliedschaft der Osnabrücker Universität für Kriminologie, Kriminalistik, Strafvollzug & Jugendstrafrecht. Er ist aktiv in der Bürger- & Menschenrechtsorganisation "Business Crime Control", die sich mit krimineller Ökonomie beschäftigt.
Hier geht´s zu seinem Blog:
http://blog.juergen-roth.com/
Hier zu seiner Homepage:
http://juergen-roth.com/
Wahre Verbrechen.Wahre Stories
auf Facebook: http://bit.ly/WVWSFacebook
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Jürgen Roth Sachsensumpf.mov {9:25}

Nivodive
Am 19.12.2009 veröffentlicht 
Weiter Informationen: http://www.mafialand.de/

siehe auch:
- Nachruf auf den Journalisten Jürgen Roth – Alte Schule (Ambros Waibel, taz, 03.10.2017)

Donnerstag, 16. Oktober 2014

Fernseh-Doku “Spitzel und Spione” gibt Einblicke in die Gedankenwelt von Verfassungsschützern

Ein Team vom WDR hat eine Reihe von persönlichen Interviews mit Mitarbeitern im Keller eines Verfassungsschutzbüros geführt.
Die Spione werden im Halbprofil vor dunklem Hintergrund gezeigt. Zur Tarnung der Mitarbeiter im operativen Dienst sind diese mit Brillen, Perücken und falschen Bärten verkleidet, die sie wie die Darsteller eines alten Detektivfilms aussehen lassen.
Der Alltag der Geheimagenten ist weniger glamourös, als aus dem Fernsehen bekannt.
Ihre Ansichten zum NSU-Skandal stehen zunächst im Vordergrund. Gibt es ein kollektives Schuldbewusstsein der Mitarbeiter für das Versagen der Behörde? Eher nicht.
Sie schwanken zwischen professionellem Mitgefühl und Desinteresse. Auch der Vorschlag einer Entschuldigung bei den Familien der Opfer wird nicht von allen eingesehen. Von den Befragten hat da keiner persönlich versagt, weshalb sich einige nicht in der Verantwortung sehen.

mehr:
- Fernseh-Doku “Spitzel und Spione” gibt Einblicke in die Gedankenwelt von Verfassungsschützern (Netzpolitik.org, 16.10.2014)
Das Video 
- Spitzel und Spione - Innenansichten aus dem Verfassungsschutz
Nach der Mordserie des rechtsradikalen NSU hagelt es Kritik: Warum haben 16 Landesämter und das mächtige Bundesamt für Verfassungsschutz den "braunen Terror? nicht rechtzeitig erkannt?

befindet sich bis Mitte Januar 2015 in der ARD-Mediathek


Donnerstag, 6. September 2018

Chemnitz: Wir ernten, was wir säen!

nachdenKEN über: Chemnitz {16:54}

KenFM
Am 06.09.2018 veröffentlicht 
Chemnitz: Wir ernten, was wir säen!
In dieser Ausgabe von nachdenKEN nimmt Ken Jebsen Stellung zur letzten Sendung von „Me, Myself and Media“.
Heute schätzen wir bei KenFM die Lage in Chemnitz anders ein, als noch letzte Woche.
Die vielfach in den Medien beschworenen Hetzjagden hat es so nicht gegeben, wie wir heute durch verschiedene Verlautbarungen alle wissen. Die Berichterstattung zum Thema rund um den Trauermarsch in Chemnitz diente vor allem einem Zweck: der Spaltung unserer Gesellschaft. Die Stimmung ist aufgeladen, die Fronten verhärtet. Links und Rechts formieren sich Kräfte, die in der Mitte ein gefährliches Vakuum entstehen lassen.
Unser Appell geht an die Community: „Lasst euch nicht spalten!“ und schaut hin, warum ihr so wütend seid. Was sind die Ursachen für die Härte, die Aggressivität, die uns immer mehr auch auf den Straßen in Deutschland begegnet? Und welchen Anteil hat Deutschland, hat die deutsche Regierung und wir, die Wähler dieser Regierung, an den Verhältnissen, die Krieg und Zerstörung fördern, während sie Dialog und Verständigung aktiv verhindern? Welchen Anteil hat jeder Einzelne von uns? Wie sieht es mit Solidarität für die Opfer aus? Opfer war Daniel Hillig und die Menschen, die unter dem Karl-Marx-Monument um ihn trauern wollten, sind nicht rechts oder links. Sie sind erst einmal trauernde Bürger, die Respekt verdienen. Wie jeder andere Mensch auch.
Opfer sind aber auch die 1,4 Millionen Toten allein im Irak, die Toten in Syrien, die wir Deutsche mitzuverantworten haben. Warum? Weil wir zu passiv sind. Weil wir zuschauen, während anderswo die Bomben fallen und Menschen durch unsere Mitfinanzierung, unsere Logistik getötet werden. An wie vielen Standorten „kämpft“ unsere Bundeswehr? Auf wie vielen Plakaten in Chemnitz bewirbt die Bundeswehr auch nach dem Mord an Hillig illegale Mordkommandos im Ausland? A hat mit B zu tun. Auch, wenn uns diese Wahrheit erstmal ohnmächtig zu machen scheint: Wir sind nicht ohnmächtig, wenn wir solidarisch sind! Uns ist klar, dass es schwer ist neben dem Alltag, den jeder von uns zu bewältigen hat, noch die Kraft aufzubringen, die politische Auseinandersetzung mit den eigenen Anteilen, mit der eigenen Verantwortung zu führen. Aber wir müssen diese Auseinandersetzung führen! Der Mord in Chemnitz ist Teil einer Kette, deren Ganzes wir verstehen müssen, damit wir die Fronten im Außen und die Fronten im Innern überwinden können. Nur so ist ein globaler Frieden möglich. +++ KenFM jetzt auch als kostenlose App für Android- und iOS-Geräte verfügbar! Über unsere Homepage kommt Ihr zu den Stores von Apple und Google. Hier der Link: https://kenfm.de/kenfm-app/ +++ Dir gefällt unser Programm? Informationen zu Unterstützungsmöglichkeiten hier: https://kenfm.de/support/kenfm-unters... https://www.kenfm.de https://www.twitter.com/TeamKenFM https://www.youtube.com/KenFM

siehe auch:
- Chemnitz und die Psychologie der Massen – Alle reden von Frieden, führen aber geistig Krieg. (Peter Frey, Rubikon, 08.09.2018)
- Brutale Sprache auf dem Vormarsch… (Post, 19.06.2018)
- Angstrepublik Deutschland – die Meinungsmache wirkt (Post, 15.06.2018)
- Medien: An den Wirkkräften vorbeiberichten oder Das Narrativ knirscht erheblich! (Post, 06.06.2018)

Andreas Kalbitz AfD - rbb-Reporter rastet aus {4:22}

AfD-Fraktion Brandenburg
Am 06.09.2018 veröffentlicht 
In der Pressekonferenz der AfD-Fraktion im Landtag Brandenburg am 04.09.2018 hat der Fraktionsvorsitzende, Andreas Kalbitz, Stellung genommen zu der Berichterstattung des rbb über die Ereignisse in Chemnitz. Er erwähnte dabei, dass in der Nachrichtensendung „Brandenburg aktuell“ für den Bericht über den Schweigemarsch der AfD-Landesverbände Sachsen, Thüringen und Brandenburg falsches Bildmaterial verwendet wurde, das von einem anderen Tag stammte. Kalbitz wies darauf hin, dass sich die ARD-Tagesthemen, die ähnliches Material verwendet hatten, dafür entschuldigt haben. Der rbb hat die falschen Bilder unkommentiert gelassen, obwohl inzwischen sowohl Generalstaatsanwaltschaft und sächsische Staatsregierung bestätigt haben, dass es in Chemnitz keinerlei „Hetzjagden“ und keinen „Mob“ gegeben hat.
In der darüber entstandenen Diskussion mit dem rbb-Mitarbeiter Andreas B. Hewel verlor dieser die Fassung. An Fraktionschef Andreas Kalbitz gerichtet sagte er wörtlich: „Sie greifen den rbb ja auch direkt an ... deswegen greife ich auch Sie an!“
Dazu Andreas Kalbitz, der auch medienpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion ist:
„So sieht also der von uns allen mittels Zwangsgebühren üppig finanzierte öffentlich-rechtliche Rundfunk seine Rolle im Umgang mit der AfD. Nach außen von ‚Qualitätsjournalismus‘ und ‚neutraler Berichterstattung‘ faselnd, sind einige Macher doch offensichtlich wenig anderes als mediale Kämpfer für die rot-rot-grüne Sache und gehen – da die Mutterparteien in der Wählergunst immer weiter sinken – in den ‚Angriffsmodus‘ über. Zur Erinnerung: Der Journalist ist, außer wenn er sich als Kommentator verdingt, Berichterstatter. Er hat all das, was der rbb tagtäglich tut – weglassen, verfremden, verzerren, vernebeln und nun auch offen angreifen – zu unterlassen. Für rbb-Reporter Hewel muss ich hier die Tagesthemen-Legende Hanns Joachim Friedrichs zitieren: ‚Einen guten Journalisten erkennt man daran, dass er sich nicht gemein macht mit einer Sache - auch nicht mit einer guten Sache.‘ Daraus Konsequenzen zu ziehen, ist nun Sache der Verantwortlichen beim rbb.“

Chemnitz von Medien gehetzt | Rechtsradikal oder Linksradikal? | 451 Grad | 73 {24:55}

451 Grad
Am 07.09.2018 veröffentlicht 
Ist Sachsen wirklich Hochburg der Nazis? Wie gehen die Medien mit den Unruhen in #Chemnitz um?
Die Antwort auf diese Fragen zeigen wir euch bei 451°!
Der Sommer ist zu Ende und doch geht es in Deutschland heiß zur Sache! Krawallbilder und Warnungen vor Hetzjagden überall! Statt Pauschaltourismus jetzt Pauschaljournalismus: In Chemnitz beschweren sich die besorgten Einwohner darüber, von der Presse mit den Neo-Nazis über einen Kamm geschoren zu werden – tun die Medien den Ostdeutschen damit Unrecht? Und wie könnte ein Dialog mit den Chemnitzer Einwohnern nun aussehen? Reza analysiert Dunja Hayalis Versuch, in den „hinteren Reihen“ mit Demonstrierenden ins Gespräch zu kommen. Bietet sie sachlichen Argumenten wirklich eine Plattform?
Reza schaut auch nochmal an den Anfang der Geschehnisse: Was ist auf dem Stadtfest in Chemnitz passiert? Hätte es die Krawalle auch gegeben, wenn Daniel H. nicht Deutsch-Kubaner sondern Deutsch-Türke gewesen wäre? Reza ist kaum zurück aus dem Urlaub und schon zwischen den Fronten Deutschlands. Er geht diesen Fragen bei 451° auf den Grund.

Dieter Hildebrandt parodiert Herbert Wehner zum Thema Rechtsradikalismus {2:47}

Merkelchen
Am 19.12.2008 veröffentlicht 
... aus der Sendung "Neues aus der Anstalt" vom 16.12.2008  

#WIRSINDMEHR - Eine schockierende Analyse - Robert Stein im Gespräch mit Frank Höfer {19:28}

NuoViso.TV
Am 05.09.2018 veröffentlicht 
#Chemnitz hat in der letzten Woche internationale Schlagzeilen gemacht. Ein Mob habe sich zusammengerottet und Hetzjagd auf Ausländer, Linke und Journalisten gemacht. So hatte es auch der deutsche Regierungssprecher Steffen Seibert bestätigt. Passende Fotos von Bilderbuch-Nazis mit Hitlergruß ließen dann keine Zweifel mehr offen: In Chemnitz gab es ein Pogrom.
Gebetsmühlenartig wurde diese Lesart tagelang unwiedersprochen in die ganze Welt publiziert. Erst als sich der Sturm der Aufmerksamkeit ganz langsam abzuflauen beginnt, kommt nun der sächsische Ministerpräsident mit einem Dementi. Es gab gar keine Hetzjagden. Doch es ist zu spät. Chemnitz hat seinen Ruf weg und eine Richtigstellung wird es wohl weder von Seibert, noch von Merkel geben.
Die Chemnitzer fühlen sich an 1989 erinnert. Damals standen sie am Nischl mit ihren Deutschlandfahnen und riefen “Wir sind ein Volk”. Abends im Fernsehen berichtete man dann “vom Mob, welcher sich auf der Straße zusammenrottet”. Steffen Seibert hat als Westdeutscher vielleicht keine Ahnung von den Befindlichkeit der “Ossis”, Frau Merkel hingegen schon!
Genau das macht Frank Höfer der Kanzlerin zum Vorwurf. Als Chemnitzer sieht er den Ruf seiner Stadt irreparabel geschädigt aufgrund der #Fakenews , welche weltweit verbreitet worden sind.

Klasse Statement von Henryk M. Broder zu Chemnitz: "Der Fisch stinkt vom Kopf her" (30.08.2018) {6:27}

UbB
Am 30.08.2018 veröffentlicht

Serdar Somuncu zu islamischen Feiertagen in Hamburg {4:37}

RetroBit
Am 13.02.2015 veröffentlicht
x
Heinz Rudolf Kunze - Willkommen liebe Mörder {3:15}

Andreas müller
Am 14.12.2015 veröffentlicht
NSU-Mörder
Zitat HRK von seiner Facebookseite: "Das Lied " Willkommen liebe Mörder " von meinem Räuberzivil- Album "Tiefenschärfe" entstand im Sommer 2014, also ein Jahr vor der Flüchtlingsdebatte. Gemeint und auf ironische Weise angesprochen sind die Mörder der NSU. Pate dazu stand das berühmte Theaterstück "Biedermann und die Brandstifter" von Max Frisch, das vom Aufkommen der Nazis handelt. Ich verbitte mir jede dem Geist dieses Songs widersprechende Vereinnahmung und Anbiederung, zumal von rechts. Heinz"
x
Heinz Rudolf Kunze über Willkommenskultur, Integration, Identität, AfD und Würde {9:18}

zwangsmast
Am 24.02.2016 veröffentlicht 

zuletzt aktualisiert am 01.01.2019