Freitag, 26. Januar 2007

Tradition


Jeden Abend wenn der Meister sich mit seinen Schülern zur Andacht niederließ, pflegte die Katze im Ashram herumzustreunen und die Beter abzulenken. Also ließ er die Katze während des Abendgebets anbinden. Irgendwann starb der Meister, und noch lange nach seinem Tod wurde die Katze stets während des Abendgebets angebunden.
Und als die Katze starb wurde eine andere Katze gekauft, damit man sie ordnungsgemäß abends während des Gebetes anbinden konnte. Jahrhunderte später gab es schriftlich verfasste Abhandlungen darüber, wie wichtig eine ordentlich angebundene Katze für eine Gebetsstätte ist, und welcher tiefere Sinn in dem ordentlichen Anbinden einer Katze liegt.

aus dem Newsletter der Milton-Erickson-Gesellschaft

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